BASICS Psychiatrie [1. Aufl., [Nachdr.]] 9783437422263, 343742226X

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BASICS Psychiatrie [1. Aufl., [Nachdr.]]
 9783437422263, 343742226X

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URBAN &: FISCHER ELSEVIER URBA_N & FISCHER

München Jena 0

Zuschriften und Kritik an:

Lektorat Ivledizinstudium, Karlstraße 45, 80333 München

Eisevier

Liebe Smdeminnen, liebe Smdemen!

Wichtiger Hinweis für den Benutzer

Die Erkennmisse in der Medizin umerliegen laufendem iNandei durch und klinische und Autoren dieses Werkes haben große Sorgfalt darauf verwendet, dass die in diesem Werk gemachten therapeutischen Angaben hinsichtlich Indikation, Dosierung und unerwünschter dem derzeitigen vVissensstand entsprechen. Das entbinder den Nutzer dieses Werkes aber nicht von der Verpflichtung, anhand der Beipacv,zettel zu verschreibender Präparate zu überprüfen, ob die don i\.ngaben von denen in diesem Buch abweichen. und seine Verordnung in eigener zu treffen.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Imernet umer http://dnb_d-nb.de abrufDar.

Alle Rechte vorbehalten 1. Aut1age April 2006 © Elsevier GmbH, München

Der Urban & Fischer Verlag ist ein Imprim der Elsevier GmbH. 06

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Für Copyright in Bezug auf das verwendete Bildmaterial siehe Abbildungsnachweis. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfciltigungen, Übersetzungen, lvlikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Programmleitung: Dr. Dorotl1ea Hennessen Lektorat: Willi Haas Redaktion: Dagrnar Reiche Herstellung: Christine Jehl, Rainald SC!1\varz Satz: Kösel, Krugzell Druck und Bindung: MKT-Prim Covergestaltung: Spieszdesigr1, Büro für Gestaltung, Neu-Ulm Bildquelle: © DigitalVlsioniGettylmages, München Gedruckt auf 1000 g Nopacoat Edition 1,1 fach Volumen Printed in Slovenia ISBN 978-3-437-42226-3 Aktuelle Informationen fLnden Sie Lm Internet unter wv.lw.elsevier.de und irvvi\"1.elsevier.col11

Die Psychiatrie hatte und hat immer noch eine schwierige Stellung in Medizin und Gesellschaft. Bis heute 'Nerden psychiatrische Patienten gesellschaftlich stigmatisiert. Deshalb fällt es vielen Menschen schwer, ein solches Leiden an sich selbst zu erkennen oder zu akzeptieren. Sehr häufig werden von den Betroffenen die Ursachen ihrer Erkrankung in einer körperlichen Störung oder im sozialen Umfeld gesucht. In der Bevölkerung wird die Institution "Psychiatrie" oft primär mit der Angst vor ZwangsLherapie und Entmündigung verbunden. Auch die durchaus berechtigte Furcht, schief angesehen oder für "verrückt" erldärt zu 'Nerden, wenn man einen Psychiater aufsucht oder gar in der Klinik ("Klapse") gewesen ist, fixiert den der Psychiatrie anhaftenden Ruf. In der Medizin wird die Psychiatrie oft als "Psychofach" abgetan, das ausschließlich dem Interessierten vorbehalten ist. Dabei wird übersehen, dass viele Erkrankungen psychisch bedingt sind oder zumindest psychische Komponenten haben, die auch berücksichtigt werden müssen. Sowohl für die Lebensqualität des Patienten als auch für seine Heilung ist es wichtig, den seelischen Aspekt nicht zu vernachlässigen. So konnte z.B. gezeigt werden, dass somatische Erkrankungen besser und effektiver geheilt werden konnten, wenn die psychische Betreuung adäquat war. Bis zu 30% der Patienten einer Allgemeinarztpraxis leiden an psychischen Erkrankungen. Das Fach der Psychiatrie ist weit gefächert. Dazu gehören nicht nur die bekanme Schizophrenie oder die Depression, sondern es geht auch um Abhängigkeiten von verschiedensten Substanzen, um Schlafoder Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und anderes. Im Gegensatz zur allgemein vorherrschenden Meinung ist die Psychiatrie also Teil eines jeden Fachgebietes in der Medizin. Derjenige, der sich darin zeitig Grundkenntnisse

aneig.l1et, kann oft seinen Patiemen durch frühere DiagnosesteIlung und Überweisung an einen Spezialisten große Dienste leisten. Umgekehrt sollten z. B. in der Onkologie die schwerstkranken Patienten auch von psychischer Seite betreut werden, um ihnen eine ganzheitliche Therapie zu ermöglichen. Dieses Buch aus der BASICS-Reihe soll also einen Überblick über dieses sehr vielseitige Fach bieten, ohne ausführlichere Lehrbücher ersetzen zu wollen. Die Themen 'Nerden großteils auf einer oder zwei Doppelseiten abgehandelt, so dass ein schneller Einstieg in die einzelnen Bereiche ermöglicht \;vird. Ergänzt ""verden die Idar strukmrierten Inhalte durch zahlreiche Tabellen und Abbildungen. Um den klinischen Bezug herzustellen und auf Probleme bei der DiagnosesteIlung oder Umerscheidung zwischen körperlicher oder psychischer Störung hinzuweisen, dienen die Fallbeispiele am Ende des Buches. Mein besonderer Dank gilt Dr. Florian Pilger, der mir nicht nur aber besonders bei fachlichen Aspekten eine große Hilfe war. Des Weiteren danke ich meiner Lektorin Dagmar Reiche (Sprachquadrat) und meiner Betreuerin vom Elsevier, Urban & Fischer Verlag Willi Haas für die große Geduld und Unterstützung in jeglicher Hinsicht. Für viele hilfreiche Ratschläge (nicht nur) in studentischer Hinsicht danke ich Claas Bartram und meinen Eltern, weil sie immer himer mir standen und mich umerstützten. Ich hoffe, die Studenten im klinischen Abschnitt mit diesem Buch unterstützen zu können und sie für das Fach und dessen Bedeutung ein wenig zu gewinnen. Viel Spaß damit! München, im Winter 2005

Eva Wunn

It 2-21 2-9 Einführung und Anamneseerhebung ............ Psychopathologischer Befund ................. Klassifikation und Epidemiologie .............. Diagnostik in der Psychiarrie ..................

. . . .

Therapie

Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten

ÄtioI. AV-Block

Arteria, Aneriae Abbildung _Abkürzung Antid epressiva Aufm er ksamkei tsdefizi t -Hyperaktivi tä ISSY11drom Ätiologie atrioventrikulärer Block

Benzos BMI bzw.

Benzodiazepine Body-Mass-Index bezieh ungsweise

ca. CJK CT

zirka (ungefähr) Creutzfeldt-Jakob-Krankheit Computertomographie/-gramm

DD d.h.

Differentialdiagnose das heißt Elektroenzephalographie/-gramm Elektrokrampftl1erapie Elektrookulogramm extrapyramidal-motorische Störungen et cetera eventuell

Ggs. GI(-)T(rakt) GT

Gammaaminobuttersäure gesamt gegebenenfalls Gegensatz Gastrointestinaltrakt Gesprächstl1erapie

HIV HOPS

human immunodeficiency virus hirn organisches Psychosyndrom

88

LA.

90

i. a.

Lm. lnd. inkl. insbes. insges. IPT Lv.

im Allgemeinen intraarteriell in tram uskulär Indikation inklusive insbesondere insgesamt interpersonelle Psychotherapie intravenös

KH KHK Klassifik. Komp!. Kontraind.

Krank.heit koronare Herzkrankheit Klassifikation Komplikationen Kontraindil Episode (manisch, depressiv, gemischt)

Störung

• Verlauf • Schweregrad

11

Frauen: Männer

Häufigkeit

Depression

2:1

3-7%

Bipolare Störung

Tab.

2: Epidemiologie affektiver Störungen.

Depression

ICD-l0

Depressive

Erkrankung

Tab. 1: Klassifikation von affektiven Störungen nach ICD-l0 und DSM-IV.

j) Bipolar I (Manie!

Depression)

I> Bipolar 11 (Depression. Hypomanie)

Etwa 10% der Patienten in einer AUgemeinarztpraxis leiden unter Depressionen!

Ätiologie

Depressive Episoden treten familiär gehäuft auf. Für genetische Faktoren sprechen die höheren Erkrankungszahlen bei Verwandten ersten Grades und Zwillingsstudien, wobei allerdings nur die Vulnerabilität vererbt wird, d.h. das Risiko zu erkranken. Psychosoziale Faktoren wie belastende Lebensereignisse ("life events"), z. B. Verlust, Überforderung, Kränkungen usw., können die Entwicklung depressiver Episoden fördern. Auch somatische Faktoren wie schwere Krankheit oder hormonelle Umstellungen (Wochenbett] können Auslöser sein. Es existieren mehrere Hypothesen über eine Störung im Regelkreis von Neurotransmittern. Am bekanntesten ist wohl die Monoaminmangel-Hypothese, nach der bei Erkrankten ein Mangel an Noradrenalin und/oder Serotonin besteht. Gestützt wird diese Hypothese durch den Wirkmechanismus verschiedener Antidepressiva (z. B. der SSRI oder SNRI], die die Konzentration der Amine im sy"Ilaptischen Spalt erhöhen. Auch diese Hypothese ist wissenschaftlich nicht eindeutig zu belegen. Vielmehr scheint sie zu stark vereinfacht, wenn man den Fokus auf die Plastizität unseres gesamten Nervensystems lenkt - man beachte dabei z. B. auch Mechanismen wie die Herauf- und Herabregulation von Rezeptorsystemen. So bleibt abzuwarten, was die Hirnforschung in den nächsten Jahren zur Ätiologie von psychischen Erkrankungen beiträgt.

IeD-10 müssen zur Diag.l1osestellung einer Depression mehrere Kriterien erfüll t sein: Hauptsymptome: Depressive Stimmung Verlust von Interesse und Freude Erhöhte Ermüdbarkeit bzw. Energieverlust Weitere Symptome: Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit Eine negative oder pessimistische Zukunftsperspektive Suizidgedanken oder erfolgte Suizidhandlungen Schlafstörungen (Ein- und/oder Durchschlafstörungen, bei einigen Patienten besteht ein erhöhtes Schlafbedürfnis = Hypersomnie) Verminderter Appetit Zur Diagnosestellung müssen die Patienten über mindestens zwei Wochen unter zwei (schwere Episode: drei) der Hauptsymptome und insgesamt unter vier [schwere Episode: mindestens acht)

Störung der Herz-Kreislauf-Funktionen Herzrhythmusstörungen Schwindel-, I