Althochdeutsches aus dem 15. Jahrhundert. Glossae Salomonis im Codex Lilienfeld Stiftsbibliothek 228. 3525203314, 9783525203316

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Althochdeutsches aus dem 15. Jahrhundert. Glossae Salomonis im Codex Lilienfeld Stiftsbibliothek 228.
 3525203314, 9783525203316

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VôR

Studien zum Althochdeutschen Herausgegeben von der Kommission für das Althochdeutsche Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen Band 16

Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen

Birgit Meineke

Althochdeutsches aus dem 15. Jahrhundert Glossae Salomonis im Codex Lilienfeld Stiftsbibliothek 228

Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen

Gefördert mit Mitteln der Bund-Länder-Finanzierung Akademienprogramm

CIP-Titelaufnahme

der Deutschen

Meineke,

Bibliothek

Birgit:

Althochdeutsches aus dem 15. Jahrhundert : Glossae Salomonis im Codex Lilienfeld Stiftsbibliothek 228 / Birgit Meineke. Göttingen

Vandenhoeck und Ruprecht, 1990

(Studien zum Althochdeutschen ; Bd. 16) ISBN 3-525-20331-4 N E : Glossae Salomonis; G T

© Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1990 Printed in Germany. - Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Ubersetzungen, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Druck: Hubert & Co., Göttingen

Vorwort

Auf einer Urlaubsreise durch Österreich konnte ich im Stift Lilienfeld am 6. September 1988 die Handschrift Lilienfeld Cod. 228 als Überlieferungsträger der volkssprachig glossierten sogenannten Glossae Salomonis identifizieren. Diese Überlieferung war bisher nicht bekannt. Auf die Spur der Handschrift führte mich die Sichtung mittelalterlicher Handschriftenkataloge im Rahmen des von Professor Dr. Rudolf Schützeichel geleiteten Forschungsunternehmens Althochdeutsches Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Von den Mitgliedern der Kommission für das Althochdeutsche Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen habe ich zahlreiche und wichtige Hinweise erhalten, insbesondere von Professor Dr. Rolf Bergmann/Bamberg, Professor Dr. Hans Schabram/Göttingen, Professor Dr. Rudolf Schützeichel/Münster und Professor Dr. Dr. h. c. Karl Stackmann / Göttingen. Stiftsbibliothekar Ρ Stephan E. Sommer/Lilienfeld hat mir freundlichst die Autopsie der Handschrift in der Stiftsbibliothek Lilienfeld gestattet und die Publikation der beiden Abbildungen genehmigt. Professor Dr. Rudolf Schützeichel ermöglichte die Beschaffung und Benutzung eines Mikrofilms der Lilienfelder Handschrift und gestattete die Benutzung weiterer Mikrofilme und sonstiger Materialien im Archiv des Althochdeutschen Wörterbuches im Münster. Die Herstellung der Druckvorlage besorgte Jutta Schröder/Münster. Allen, die mir mit Hilfe zur Seite gestanden haben, sei herzlich gedankt.

Münster am 17. April 1990

Birgit Meineke

Inhalt

Abkürzungen

8

Literatur

9

I. Einleitung 1. Der Neufund 2. Die Handschrift in der Überlieferung II. Beschreibung, Inhalt und Bibliotheksgeschichte

15 15 16 20

III. Edition der althochdeutschen Glossen 1. Vorbemerkung 2. Edition

23 23 24

IV Der Glossenbestand 1. Volkssprachige Interpretamente 2. Verluste 3. Eintragsmodus der Glossen 4. Abbreviaturen

42 42 42 44 44

V Die Lilienfelder Glossen in der Überlieferung 1. Volkssprachiges in der lateinischen Glossarkompilation 2. Glossenvarianten in der Abschrift 3. Bewahrung 4. Entstellung 5. Korrekturen 6. Doppelglossen 7 Neuerungen 8. Befund VI. Ausblick

45 45 46 48 50 52 52 52 54 56

VII. Register 1. Volkssprachige Wörter 2. Nichtvolkssprachige Wörter 3. Sachregister

59 59 74 81

Abbildungen

85

Abkürzungen

Α. ABÄG. BNF. BV. CGL. DC. DWB. GH. GSp. KFW. NF. PBB. StSG. StWG.

Anmerkung Auflage Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik Beiträge zur Namenforschung Rolf Bergmann, Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften Corpus Glossariorum Latinorum Carolus du Fresne dominus Du Cange, Glossarium Jacob Grimm - Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch Karl Ernst Georges, Ausfuhrliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch E. G. Graff, Althochdeutscher Sprachschatz Elisabeth Karg-Gasterstädt - Theodor Frings, Althochdeutsches Wörterbuch Neue Folge (Hermann Paul - Wilhelm Braune) Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur Elias Steinmeyer - Eduard Sievers, Die althochdeutschen Glossen Taylor Starck - J. C. Wells, Althochdeutsches Glossenwörterbuch

Literatur

A R.-G. Austin s. Glossana Latina

Β Otto Basler s. Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte Reun in Steiermark Heiligenkreuz-Neukloster Zwettl Lilienfeld in Nieder- Wilhering und Schlierbach in Ober-Oesterreich Ossegg und Hohenfurt in Boehmen Mogila bei Krakau Szczyrzic in Galizien Stams in Tirol und der Cistercienserinnen-Abteien Marienthal und Marienstern in der koen. saechsischen Lausitz, Xenia Bernardina. Pars Tertia, Wien 1891 Georg Friedrich Benecke - Wilhelm Müller - Friedrich Zamcke, Mittelhochdeutsches Wörterbuch I-III, Leipzig 1854-1866, Reprografischer Nachdruck Hildesheim 1963 Rolf Bergmann, Dritte Liste der in dem Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften nachzutragenden Handschriften (unter Einschluß der in der ersten und zweiten Liste nachgetragenen Handschriften), in: Rudolf Schützeichel, Addenda und Corrigenda (III) zum althochdeutschen Wortschatz [in Druckvorbereitung] Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften. Mit Bibliographie der Glosseneditionen, der Handschriftenbeschreibungen und der Dialektbestimmungen, Arbeiten zur Frühmittelalterforschung 6, Berlin New York 1973 Mittelalterliche Bibliotbekskataloge Österreichs. Herausgegeben von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. I. Band. Niederösterreich. Bearbeitet von Theodor Gottlieb, Neudruck der Ausgabe Wien 1915, Aalen 1974; V. Band. Oberösterreich. Bearbeitet von Herbert Paulhart, Wien - Köln - Graz 1971 Wolfgang Bickel s. Die Cistercienser Bernhard Bischoff, Das griechische Element in der abendländischen Bildung des Mittelalters, in: Bernhard Bischoff, Mittelalterliche Studien, II, S. 246-275 Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters, Grundlagen der Germanistik 24, 2., überarbeitete Auflage, Berlin 1986 Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Band II, Stuttgart 1967 Vaclav Bok, Zur Bestimmung der altdeutschen Glossen im Fragment des Salomonischen Glossars der Klosterbibliothek von Hohenfurt, Acta Universitatis Carolinae Philologica 1. 1980. Germanistica Pragensia VIII (Prag 1983) S. 23-29 Wilhelm Braune Hans Eggers, Althochdeutsche Grammatik, Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe Nr. 5, 14.Α., Tübingen 1987

C Die Cistercienser. Geschichte Geist Kunst. Herausgeber Ambrosius Schneider nand Wolfgang Bickel Ernst Coester, Dritte erweiterte Auflage, Köln 1986

Adam Wie-

10 Ernst Coester s. Die

Literatur Cistercienser

D Lorenz Diefenbach, Glossarium Latino-Germanicum mediae et infimae aetatis e codicibus manuscriptis et libris impressis, Frankfurt am Main 1857, Nachdruck Darmstadt 1973 Carolus du Fresne dominus Du Cange, Glossarium mediae et infimae Latinitatis. Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1883-1887, I-X, Graz 1954

ε Hans Eggers s. Wilhelm Braune - Hans Eggers, Althochdeutsche Grammatik

F Festschrift zum 800-Jahrgedächtnis des Todes Bernhards von Clairvaux. Herausgegeben von der Österreichischen Cistercienserkongregation vom Heiligsten Herzen Jesu, Österreichische Beiträge zur Geschichte des Cistercienserordens, Wien . München 1953 Evelyn Scherabon Firchow - Werner Winter, The Kansas Old High German Glosses, ABÄG. 25 (198[7]) S. 1 - 2 7 Justin Fitz s. Stift Lilienfeld 1202-1952 C.-J. Fordyce s. Glossaria Latina Theodor Frings s. Elisabeth Karg-Gasterstädt - Theodor Frings, Althochdeutsches Wörterbuch G. Karl Frommann s. Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch

G Heinrich Georges s. Karl Ernst Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch Karl Ernst Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet. Nachdruck der achten verbesserten und vermehrten Auflage von Heinrich Georges, I-II, Hannover 1988 Glossae medicinales edidit J. L. Heiberg, Det Kgl. Danske Videnskabernes Selskab. Historiskfilologiske Meddelelser. IX, 1, Ktfbenhavn 1924 Glossaria Latina iussu Academiae Britannicae edita, I. Glossarium Ansileubi sive librum glossarum. Ediderunt W.-M. Lindsay J.-F. Mountford J. Whatmough etiam F. Rees R . W e i e r · M. Laistner; II. Arma, Abavus, Philoxenus. Ediderunt W.-M. Lindsay R.-G. Austin M. Laistner · J.-F. Mountford; III. Abstrusa, Abolita. Ediderunt W.-M. Lindsay H.-J. Thomson; IV. Placidus, Festus. Ediderunt J. W. Pirie W.-M. Lindsay; V. Abba, AA. Ediderunt C. Theander M. Inguanez C.-J. Fordyce, Reprografischer Nachdruck der Ausgaben Paris 1926. 1930. 1931, Hildesheim 1965 Georg Goetz, Der Liber Glossarum. Mit einem Facsimile, Abhandlungen der philologisch-historischen Classe der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften. Dreizehnter BandMit fünf Tafeln und einem Facsimile, Leipzig 1893, S. 2 1 1 - 2 8 8 Theodor Gottlieb s. Mittelalterliche Bibliothekskataloge Österreichs. I. Band Johann Gottwald, Kurzgefaßte Beschreibung des Stiftes Lilienfeld in Niederösterreich, Würzburg Wien o.J. E. G. Graff s. H. F. Massmann, Vollständiger alphabetischer Index

Literatur

11

E. G. Graff, Althochdeutscher Sprachschatz oder Wörterbuch der althochdeutschen Sprache, I-VI, Berlin 1834-1842, Nachdruck Darmstadt 1963 Grammatik des Frühneuhochdeutschen. Beiträge zur Laut- und Formenlehre herausgegeben von Hugo Moser und Hugo Stopp. Erster Band. 1. Teil: Vokalismus der Nebensilben I, bearbeitet von Karl Otto Sauerbeck. 2. Teil: Vokalismus der Nebensilben II (Die Entsprechungen von mhd. unbetontem e) unter Benutzung der Sammlung von Karl Otto Sauerbeck und weiteren Materials bearbeitet von Hugo Stopp, mit einem Quellen- und Literaturverzeichnis erstellt von Helmut Gräser unter Mitwirkung von Peter Heesen, Gisela und Wilhelm Kersting und Rainer Pause. 3. Teil: Vokalismus der Nebensilben III (Die Entsprechungen nichthaupttoniger mhd. Vokale außer e) unter Benutzung der Sammlung von Karl Otto Sauerbeck und weiteren Materials bearbeitet von Hugo Stopp, Germanische Bibliothek. Erste Reihe. Sprachwissenschaftliche Lehr-und Elementarbücher, Heidelberg 1970. 1973 Helmut Graser s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Jacob Grimm - Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, I-XVI, Leipzig 1854-1960; Quellenverzeichnis, Leipzig 1971, Nachdruck München 1984; Neubearbeitung, I, Lieferung 1-10, 1983 (Arbeitsstelle Berlin-Ost); VI, Lieferung 1-12 (D), 1983; VII, Lieferung 1-3, 1987 (Arbeitsstelle Göttingen) Wilhelm Grimm s. Jacob Grimm - Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch Siegfried Grosse s. Hermann Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik

H Die Handschriften-Verzeichnisse der Cistercienser-Stifte Reun in Steiermark Heiligen kreuzNeukloster Zwettl Lilienfeld in Nieder- Wilhering und Schlierbach in Ober-Oesterreich Ossegg und Hohenfurt in Boehmen Stams in Tirol. Erster Band. Reun Heiligenkreuz-Neukloster Zwettl Lilienfeld, Xenia Bernardina. Pars secunda, Wien 1891 Othmar Hauptmann s. Stift Lilienfeld 1202-1952 Peter Heesen s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen J. L. Heiberg s. Glossae medicinales Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld. Band I. Bearbeitet von Fritz v. Neuman, Franz Hufnagel, Peter Leisching und Walter Sachs, Wien [1960] Franz Hufnagel s. Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld. Band I

1 M. Inguanez s. Glossario Latina ¡sidori Hispalensis episcopi etymologiarum sive originum libri xx. Recognovit brevique ad notatitene critica instruxit W. M. Lindsay, Tomus I libros I-X continens. Tomus II libros XI-XX continens, Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis, Oxford 1911, Nachdruck Oxford 1962 Κ Dominik Kaindl, Geschichte des Zisterzienserstiftes Hohenfurt in Böhmen. Im Anfang ein Führer durch die Sehenswürdigkeiten des Stiftes, Böhm.-Krumau [B.-Budweis] 1930 Elisabeth Karg-Gasterstädt, Anerpiper, PBB. 59 (1935) S. 460-464 Theodor Frings, Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias von Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig bearbeitet und herausgegeben, Band I: A und B. Band II: C und D, Lieferung 1-4. Band III: E und F. Band IV: G-J, Lieferung 1-7, Berlin 1968-1989

12

Literatur

Gisela Kersting s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Wilhelm Kersting s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Birgit Kölling, Kiel UB. Cod. MS. K.B. 145. Studien zu den althochdeutschen Glossen, Studien zum Althochdeutschen. Band 1, Göttingen 1983

L M. Laistner s. Glossarla Latina Peter Leiscbing s. Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld. Band I Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. Zugleich als Supplement und alphabetischer Index zum Mittelhochdeutschen Wörterbuch von Benecke Müller - Zarncke, I-III, Leipzig 1872-1878, Reprografischer Nachdruck Stuttgart 1979 Bohumir Lifka, Die Klosterbibliötheken in Böhmen, Sankt Wiborada 3 (1936) S. 4 9 - 6 0 W.-M. Lindsay s. Glossaria Latina s. Isidori Hispalensis episcopi etymologiarum sive originum libri xx

M H. F. Massmann, Vollständiger alphabetischer Index zu dem althochdeutschen Sprachschatze von E. G. Graff, Gedrängtes althochdeutsches Wörterbuch oder vollständiger Index zu Graff's althochdeutschem Sprachschatze, Berlin 1846, Nachdruck Darmstadt 1963 Martin Matscbik s.Stift Lilienfeld 1202-1952 Otto Mousser s. Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch Birgit Meineke, Zur Bedeutungsermittlung im Althochdeutschen, in: Rudolf Schützeichel, Addenda und Corrigenda (III) zum althochdeutschen Wortschatz [in Druckvorbereitung] - , Besprechung von: R. Schmidt, Reichenau und St. Gallen, BNF. NF. 22 (1987) S. 2 1 7 - 2 2 3 Hugo Moser s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Virgil Moser, Frühneuhochdeutsche Grammatik, I. Band: Lautlehre. 1. Hälfte: Orthographie, Betonung, Stammsilbenvokale, Germanische Bibliothek. I. Sammlung germanischer Elem e n t a r - u n d Handbücher. I. Reihe: Grammatiken, Heidelberg 1929 J.-F. Mountford s. Glossaria Latina Eugen Müller, Geschichtlicher Abriß des Stiftes Lilienfeld seit 1700. Mit besonderer Berücksichtigung äußerer Einflüsse auf das Leben im Konvent, Lilienfeld 1979 Wilhelm Müller s. Georg Friedrich Benecke - Wilhelm Müller - Friedrich Zarncke, Mittelhochdeutsches Wörterbuch Norbert Mussbacher, Skriptorium und Bibliothek Lilienfeld, Die Cistercienser, S. 4 2 5 - 4 2 7 Das Stift Lilienfeld, Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld, I, S. 9 - 3 4 Das Stift Lilienfeld. Mit 50 Abbildungen, Wien 1976

Ν Fritz v. Neuman s. Heimatkunde

des Bezirkes Lilienfeld. Band I

O Karl Oettinger, Die Entstehung von Lilienfeld, Festschrift zum 800-Jahrgedächtnis des Todes Bernhards von Clairvaux, S. 232-259 - s. Stift Lilienfeld 1202-1952

Literatur

13

ρ Hermann Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik, 23. Auflage neu bearbeitet von Peter Wiehl und Siegfried Grosse, Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe Nr. 2, Tübingen 1989 Herbert Paulhart s. Mittelalterliche Bibliothekskataloge Österreichs. V Rainer Pause s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Raphael Pavel, Führer durch die sehenswerten Räumüchkeiten des Stiftes Hohenfurt, Graz 1882 J. W. Pirie s. Glossarla Latina Otto Prinz s. Mittellateinisches Wörterbuch

R F. Rees s. Glossarla Latina Mirko Riedl, Katalog prvotisku jihoceskych knihoven. Catalogue incunabulorum quae in bibliothecis Bohemiae meridionalis asservantur, Krajská Knihovna ν Ceskych Budéjovicích, Prag 1974 Bohumil Ryba, Die Hohenfurter Fragmente der Glossae Salomonis, Studie o Rukopisech 13 (Prag 1974) S. 19-25

S Walter Sachs s. Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld. Band I Karl Otto Sauerbeck s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen Josef Schatz, Althochdeutsche Grammatik, Göttinger Sammlung indogermanischer Grammatiken und Wörterbücher, Göttingen 1927 Conrad Schimek, Verzeichnis der Handschriften des Stiftes Lilienfeld, Die Handschriften-Verzeichnisse der Cistercienser-Stifte, I, S. 4 8 1 - 5 6 1 Konrad Schimek, Die zwei ältesten Bücherverzeichnisse des Stiftes Lilienfeld, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 298-301 Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch. 3. Neudruck der von G. Karl Frommann bearbeiteten 2. Ausgabe München 1872-1877. Mit der wissenschaftlichen Einleitung zur Ausgabe Leipzig 1939 von Otto Mausser und mit einem Vorwort von 1961 von Otto Basler, M I , Aalen 1973 Rolf Schmidt, Reichenau und St. Gallen. Ihre literarische Überlieferung zur Zeit des Klosterhumanismus in St. Ulrich und Afra zu Augsburg um 1500, Vortrage und Forschungen. Sonderband 33, Sigmaringen 1985 Ambrosius Schneider s. Die Cistercienser Johannes Schneider s. Mittellateinisches Wörterbuch Rudolf Schützeichel, Addenda und Corrigenda (III) zum althochdeutschen Wortschatz [in Druckvorbereitung ] - , Althochdeutsches Wörterbuch, Vierte, überarbeitete und ergänzte Auflage, Tübingen 1989 Eduard Sievers s. Elias Steinmeyer - Eduard Sievers, Die althochdeutschen Glossen Taylor Starck - J. C. Wells, Althochdeutsches Glossenwörterbuch (mit Stellennachweis zu sämtlichen gedruckten althochdeutschen und verwandten Glossen), Germanische Bibliothek. Zweite Reihe: Wörterbücher, Erste - zehnte Lieferung, Heidelberg 1972-1984 Elias Steinmeyer - Eduard Sievers, Die althochdeutschen Glossen, I-V, Berlin 1879-1922, Nachdruck Dublin/Zürich 1968-1969 Stift Lilienfeld 1202-1952, Martin Matschik Justin Fitz/Othmar Hauptmann Norbert Mussbacher Karl Oettinger, 2.A., Wien München 1952 Hugo Stopp s. Grammatik des Frühneuhochdeutschen

14

Literatur Τ

C. Theander s. Glossarla Latina Thesaurus Linguae Latinae. Editus iussu et auctoritate consilii ab academiis societatibusque diversarum nationum electi, I-VIII; IX, 2; X, 1, Lieferung 1-2; X, 2, Lieferung 1-4, Leipzig 1900-1988 Herbert Tboma, Altdeutsches aus Londoner Handschriften, PBB. 73 (Halle 1951) S. 197-271 H.-J. Thomson s. Glossario Latina Paul Tobner, Lilienfeld. 1202-1902. Zur Erinnerung an die Feier des 700jährigen Jubiläums, dieses Cistercienserstiftes, Wien 1902 - , Lilienfeld, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 251-298 Das Todtenbuch des Cistercienser-Stiftes Lilienfeld in Österreich unter der Enns. Mitgetheilt von H. R. v. Zeissberg, Fontes rerum Austr'iacarum. Oesterreichische Geschichts-Quellen. Zweite Abtheilung. Diplomata et acta. XLI. Band. Erste Hälfte, Wien 1879

U Die Urkunden des Zisterzienserstiftes Lilienfeld 1111-1892 in Regestenform bearbeitet von Gerhard Winner, Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. Zweite Abteilung. Diplomata et acta. 81. Band, Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Historische Kommission, Wien 1974

V Felix Vongrey, Chronik des Stiftes Lilienfeld zum Jahre 1230, Cistercienser Chronik 87 (1980) S. 18-21 W

R. Weier s. Glossario Latina J. C. Wells s. Taylor Starck - J. C. Wells, Althochdeutsches Glossenwörterbuch J. Whatmough s. Glossarla Latina Peter Wiehl s. Hermann Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik Adam Wienand s. Die Cistercienser Gerhard Winner s. Die Urkunden des Zisterzienserstiftes Lilienfeld 1111-1892 Werner Winter s. Evelyn Scherabon Firchow Werner Winter, The Kansas Old High German Glosses Mittellateinisches Wörterbuch bis zum ausgehenden 13. Jahrhundert. In Gemeinschaft mit den Akademien der Wissenschaften zu Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, Wien und der Schweizerischen Geisteswissenschaftlichen Gesellschaft herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, I. Α-B. Redigiert von Otto Prinz unter Mitarbeit von Johannes Schneider, München 1967; II, Lieferung 1-8, München 1968-1985; Abkürzungs- und Quellenverzeichnisse, München 1959

Ζ Friedrich Zarncke s. Georg Friedrich Benecke - Wilhelm Müller - Friedrich Zarncke, Mittelhochdeutsches Wörterbuch H. R. v. Zeissberg s. Das Todtenbuch des Cistercienser-Stiftes Lilienfeld

I. Einleitung

1. Der Neufund (a) Im Handschriftenverzeichnis der Stiftsbibliothek Lilienfeld von a. 1891 verzeichnet C. Schimek 1 unter der Nummer 228 ein Katholicon seu dictionarium magnum, das im wesentlichen drei Glossare vereinigt. Die neben dem Titel mitgeteilten Incipits und Explicits dieser Glossare in der genannten Handschriftenbeschreibung des Pergamentcodex aus dem 15. Jahrhundert führten zu der Vermutung, daß hier womöglich ein bisher unbekanntes Zeugnis der beiden sogenannten Salomonischen Glossare 2 überliefert sei, denen in einigen Parallelhandschriften des 12. und 13. Jahrhunderts 3 auch entsprechende griechisch-lateinische Wörterverzeichnisse, die sogenannten Hermeneumata Pseudodositheana (Hermeneumata Monacensia), vorausgehen. Daneben bieten einige Handschriften 4 ein kleines Verzeichnis mit Körperteilbezeichnungen, das ebenfalls in der Lilienfelder Handschrift im Anschluß an das dritte Glossar dieses Codex, das sogenannte zweite Salomonische Glossar, tradiert wird.

^ Verzeichniss der Handschriften des Stiftes Lilienfeld, Die Handschriften-Verzeichnisse der Cistercienser-Stifte, I, S. 546. 2 Eine erste umfassende Ausgabe der althochdeutschen Glossen bei StSG. IV, S. 27-174; V, S. 45. Weitere Nachträge wurden dann erstmals veröffentlicht von H. Thoma, PBB. 73 (Halle 1951) S. 208-227, 230, 264; B. Ryba, Studie o Rukopisech 13 (Prag 1974) S. 19-25; V. Bok, Acta Universitatis Carolinae - Philologica 1. 1980. Germanistica Pragensia VIII (Prag 1983) S. 23-29; E. Sch. Firchow - W. Winter, ABÄG. 25 (19817]) S. 1-27. 3 So in den Handschriften Admont, StiftsB. 3, Heiligenkreuz, StiftsB. 17, München, BSB. Qm 13002, Clm 22201 und Zwettl, StiftsB. 1. Dazu sieh die Handschriftenbeschreibungen bei StSG. IV, S. 374, Nr. 1; S. 466, Nr. 236; S. 535, Nr. 374; S. 577, Nr. 460; S. 677, Nr. 660. Der Text der Hermeneumata ist ediert in CGL. III, S. 119-220. Die Lilienfelder Handschrift zeigt am Schluß Textverlust, der durch Blattverlust nach fol. 12 bedingt sein kann. Der Text reicht bis Hetatroxymon. cum scarias (= CGL. III, 219,7). Sieh ferner B. Bischoff, Mittelalterliche Studien, II, S. 261. 4 Admont, StiftsB. 3, München, BSB. Clm 13002, Clm 17403, Clm 22201; Prag, Knihovna Národního Muzea Χ A 11 (früher unsigniert), Zwettl, StiftsB. 1. Sieh dazu die in Anmerkung 3 gemachten Angaben und ferner auch StSG. IV, S. 560, Nr. 426; S. 605, Nr. 528. Zum Glossar sieh ferner den Hinweis bei StSG. III, S. 437, A. 2.

16

Einleitung

(b) Der Vermutung konnte im September 1988 in der Stiftsbibliothek Lilienfeld 5 nachgegangen werden, wobei sich sogleich bestätigte, daß es sich hier tatsächlich um einen bislang unbekannten Textzeugen der Glossae Salomonis mit volkssprachigen Interpretamenten handelte. (c) Die Lilienfelder Handschrift 6 des 15. Jahrhunderts ist damit der bislang jüngste Zeuge in der Reihe der bekannten Handschriften mit volkssprachigen Interpretamenten zu den beiden sogenannten Salomonischen Glossaren, sieht man von dem Inkunabeldruck aus der Zeit um a. 1473/1474 aus St. Ulrich und Afra in Augsburg 7 ab.

2. Die Handschrift in der Überlieferung (a) Wie die Autopsie und eine eingehende Durchsicht nach einem Mikrofilm der Handschrift ergeben haben, fügt sich die Handschrift mit den beiden Glossaren in die Gruppe der von E. Steinmeyer und E. Sievers8 unter der Nummer MCLXXV a 1 und a 2 versammelten Textzeugen ein. Nach den für die bisher bekannten Zeugen vergebenen Siglen kann die neugefundene Handschrift Lilienfeld, Stiftsbibliothek 228 die Sigle r erhalten. (b) Für die nach der Ausgabe von E. Steinmeyer und E. Sievers a. 1898 und a. 1922 gefundenen Handschriftenfragmente der oben genannten Gruppe sind inzwischen vergeben: j für die Fragmente in Lawrence, University of Kansas Kenneth Spencer Research Library MSJ 6 2 1-2 9

5 Hier sei Stiftsbibliothekar P. Stephan Ernest Sommer herzlich gedankt, der eine Autopsie der Handschrift in der Bibliothek am 6. September 1988 freundlichst gestattete. Die Bibliothek hat inzwischen dem Archiv des Althochdeutschen Wörterbuchs von Prof. Dr. Rudolf Schützeichel einen Mikrofilm der Handschrift übermittelt, nach dem das ganze volkssprachige Material erhoben werden konnte. 6

Die Handschrift Lilienfeld, StiftsB. 228 hat im Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften von R. Bergmann die Nummer 1036. R. Bergmann, Dritte Liste der in dem Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften nachzutragenden Handschriften, in: R. Schützeichel, Addenda und Corrigenda (III). 7 Dazu R. Schmidt, Reichenau und St. Gallen, S. 59f., 89-92; B. Meineke, BNF. NF. 22 (1987) S. 217-223. 8 9

StSG. IV, S. 27-123.

Nach E. Sch. Firchow - W. Winter, ABÄG. 25 (198[7]) S. 1-27, insbesondere S. 11. Die Fragmente aus Kansas sind hier falschlich mit einer Nummer 1020a für das Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften von R. Bergmann versehen worden. Nach der Anlage des Verzeichnisses sind sie aber jetzt unter der Nummer 1032 zu fuhren.

Die Handschrift in der Überlieferung

17

und ν für die Hohenfurter Fragmente 1 0 Die von H. Thoma 1 1 identifizierten Fragmente im Konvolut London, BMMss. Harl. 2610 sind in der Übersicht weiter unten mit der Sigle s erfaßt. Hier ist schließlich noch auf bisher nicht registrierte Fragmente hinzuweisen, die in der Bayerischen Staatsbibliothek München unter der Signatur Clm 29660/2 aufbewahrt werden. Die Fragmente sind unten mit der Sigle u in die Reihe der genannten Gruppe eingefügt worden. (c) In der jüngsten Publikation 1 2 zu althochdeutschen Glossae Salomonis sind vier schon bei E. Steinmeyer und E. Sievers veröffentlichte Glossenhandschriften neu mit den Siglen r, s, t und u versehen worden, wodurch diese Handschriften 1 3 aber irreführend in die Reihe der Codices der Steinmeyerschen Gruppe a 1 und a 2 eingefügt werden. E. Steinmeyer 1 4 hatte seinerzeit zu Recht die Handschriftenfragmente aus Laibach/Ljubljana sowie die Handschriften London, BMMss. Add. 18379, München, BSB. Clm 23496 und Clm 7999 von der Gruppe a 1 und a 2 durch andere Siglen in seiner Ausgabe abgegrenzt, da sie verschiedene Fassungen der volkssprachige Glossen tragenden Glossae Salomonis repräsentieren. H. Thoma 1 5 konnte nachweisen, daß die Fragmente aus Laibach/Ljubljana und die Londoner Handschrift im Grunde dieselbe Fassung vertreten. Dennoch spiegeln beide Handschriften zumindest einen verschiedenen Stand der Kompilation wider, so daß die Unterscheidung E. Steinmeyers zunächst aus praktischen Gründen beibehalten werden kann, was auch für die Differenzierung der in den Handschriften München, BSB. Clm 23496 und Clm 7999 überlieferten Fassungen gilt. (d) Für eine künftige Kennzeichnung der überlieferten Textzeugen der sogenannten Glossae Salomonis mit volkssprachigen Interpretamenten (die als Glossae Salomonis bezeichneten rein lateinischen Fassungen 16

10 Die Hohenfurter Fragmente hat B. Ryba, Studie o Rukopisech 13 (Prag 1974) S. 19-25, insbesondere S. 21, mit der Sigle V in die Reihe der Handschriften eingeführt, wofür besser die Minuskel ν (sieh auch entsprechend V. Bok, Acta Universitatis Carolinae - Philologica 1. 1980. Germanistica Pragensia VIII (Prag 1980) S. 24) zu geben ist. 11

PBB. 73 (Halle 1951) S. 230, 264.

12

E. Sch. Firchow- W. Winter, ABÄG. 25 (198[7]) S. 10.

13 Es handelt sich dabei um die Handschriften Laibach/Ljubljana, Archiv SR Slowenien (früher Städtisches Archiv), London, BMMss. Add. 18379, München, BSB. Clm 23496 und Clm 7999. 14

StSG. IV, S. 124-174.

15

PBB. 73 (Halle 1951) S. 226f.

16

Dazu mit weiteren Hinweisen B. Meineke, BNF. NF. 22 (1987) S. 220-223.

18

Einleitung

bleiben hier außer Betracht) wird deshalb folgende Kennzeichnung vorgeschlagen, die auch die bisher vorliegenden Kennzeichnungen der Textzeugen durch Siglen in den jeweiligen Publikationen von E. Steinmeyer und E. Sievers und den Nachträgen 17 nicht verändert. (e) Die von E. Steinmeyer und E. Sievers als a 1 und a 2 bezeichneten beiden Glossare repräsentieren eine Fassung und sind in einer ersten Handschriftengruppe unter der Sigle A zusammenzustellen: A (= a b c d e f g h i j k 1 m η o Ρ q r s u V

17

a 1 und a 2) Zwettl, StiftsB. 1 Wien, ÖNB. Cod. 2276 München, BSB. Clm 22201 München, BSB. Clm 13002 München, BSB. Clm 17403 Admont, StiftsB. 3 Prag, Knihovna Národního Muzea X A 11 (früher unsigniert) München, BSB. Cgm 187 München, BSB. Clm 17152 Lawrence, University of Kansas. Kenneth Spencer Research Library MSJ 6 2 1-2 Inkunabeldruck Innsbruck, UB. 711 München, BSB. Clm 29660/1 (früher Clm 29121) [= StSG. IV, S. 584, Nr. 482, 2] München, BSB. Clm 29660/6 (früher Clm 29121) [= StSG. IV, S. 584, Nr. 482, 3] München, BSB. Clm 29660/5 (früher Clm 29121) [= StSG. IV, S. 584, Nr. 482, 4] Heiligenkreuz, StiftsB. 17 Brüssel, BR. ms. IV 622, n° 9 (früher Archives Générales du Royaume o. Nr.) Lilienfeld, StiftsB. 228 London, BMMss. Harl. 2610 München, BSB. Clm 29660/2 Hohenfurt, Klosterbibliothek 1 VB CCXVIII

BV 1020 BV 944 BV 681 BV 558 BV 632 1 BV BV 788 BV 440 BV 626 BV 1032 (früher 289a) BV 1023 BV 287 BV 708 BV

708

BV

708

BV BV

278 85

BV 1036 BV 410 1 BV 710q BV 1029

Sieh oben die Angaben in Anmerkung 2.

18 Die volkssprachigen Interpretamente des Fragments werden gesondert publiziert. Das Fragment stammt aus dem Konvolut (früher Qra 29121) der Fragmente, die bei StSG. IV, S. 27 (m, n, o) berücksichtigt sind.

Die Handschrift in der Überlieferung

19

Bei den nachfolgenden Textzeugen beziehen sich die Siglen b, c, d und e in runden Klammern auf die Kennzeichnung in der Ausgabe von E. Steinmeyer und E. Sievers. Β (=b) Laibach/Ljubljana, Archiv SR Slowenien (früher Städtisches Archiv) C

359

BV

391

BV

689

BV

546

BV

788a

(=c)

London, BMMss. Add. 18379 D

BV

(=d)

München, BSB. Clm 23496 E (= e) München, BSB. Clm 7999 F Prag, Knihovna Národního Muzea 20. G. 22. (früher Königswart Hs. 57) 19

19 Die Glossen sind bisher nicht publiziert. Eine Ausgabe der volkssprachigen Glossen dieser Handschrift wird vorbereitet.

II. Beschreibung, Inhalt und Bibliotheksgeschichte

(a) Die Handschrift Lilienfeld, Stiftsbibliothek 228 soll hier nicht eingehend beschrieben werden. Das, wie auch eine Erhellung ihrer Bibliotheksgeschichte 2 0 und der Bedingungen ihrer Entstehung ist einer späteren Untersuchung vorbehalten. Dennoch ist einiges mitzuteilen, was immerhin den Platz der Handschrift in der Bibliothek anzeigt. (b) Die Handschrift trägt auf einem oberen kleinen Schild des Einbandrückens die Signatur h f 0 228, darunter Catholicon. / Memb. N° 250. Sie ist im 17 Jahrhundert in einen braunen Ledereinband gebunden worden, der zum Beispiel Ähnlichkeit mit dem Einband der Handschrift 58 zeigt, deren Einband auf a. 1647 datiert ist 21 Der Einband wird durch zwei metallbeschlagene Schließen geschlossen. (c) Auf fol. l r steht am oberen Rand ein Provenienzvermerk für Lilienfeld von a. 1675 : Monasterij B.M. V Camp[ ] Liliorü 1675, darunter folgt der jüngere Stempel der Bibliothek: Stiftsbibliothek Lilienfeld. (d) In den beiden ältesten Bücherverzeichnissen der Bibliothek aus dem 13. Jahrhundert und aus der Zeit nach der Mitte des 14. Jahrhunderts ist ein vergleichbarer Codex, der eventuell Vorlage für die Handschrift des 15. Jahrhunderts hätte sein können, nicht genannt, wenn er sich nicht hinter den Angaben Papyas, derivaciones vocabulorum oder vocabula im Katalog des 14. Jahrhunderts verbirgt 22

20 Zur Bibliothek des Stiftes Lilienfeld sieh C. Schimek, Die Handschriften-Verzeichnisse der Cistercienser-Stifte, I, S. 481-561, insbesondere S. 483-485; K. Schimek, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 298-301; Mittelalterliche Bibliothekskataloge Österreichs, I, S. 122-132; N. Mussbacher, Die Cistercienser, S. 425f.; N. Mussbacher, Das Stift Lilienfeld, S. 26f.; N. Mussbacher, Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld, I, S. 9-34; sieh ferner zur Gründung und Geschichte Lilienfelds Die Urkunden des Zisterzienserstiftes Lilienfeld 1111-1892, Nrn. 4 - 6 , S. 24-28; F. Vongrey, Cistercienser Chronik 87 (1980) S. 18-21; Das Todtenbuch des Cistercienser-Stiftes Lilienfeld, passim; P. Tobner, Lilienfeld, 1202-1902, insbesondere S. 4367; J. Gottwald, Kurzgefasste Beschreibung des Stiftes Lilienfeld; K. Oettinger, Festschrift zum 800-Jahrgedächtnis des Todes Bernhards von Clairvaux, S. 232-259; Stift Lilienfeld 1202-1952, S. 55f.; Die Cistercienser, S. 671; P. Tobner, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 251-298; E. Müller, Geschichtlicher Abriß des Stiftes Lilienfeld seit 1700, passim. 21 Hinweis von Stiftsbibliothekar P. Stephan Ernest Sommer.

Beschreibung, Inhalt und Bibliotheksgeschichte

21

(e) Auf dem papiernen Spiegelblatt wird in einer kurzen Notiz zur Handschrift die Vermutung geäußert, daß als Schreiber des Codex vielleicht Petrus Krotenthaler 2 3 anzunehmen sei, der von a. 1443 bis a. 1472 als Abt Petrus I. dem Stift vorgestanden hat. Von ihm heißt es schon a. 1427, als er noch Mitglied des Konvents war: qui perfecit vocabularium latino germanicum 1425, postea Abbas24 Ein sicherer Nachweis, wonach die Handschrift 228 mit diesem vocabularium zu identifizieren ist, ist nicht zu erbringen, zumal es sich bei der vorliegenden Handschrift um ein Manuskript mit im wesentlichen griechisch-lateinischen beziehungsweise lateinisch-lateinischen Glossaren handelt. Das volkssprachige Material der beiden im Grunde lateinisch-lateinischen Glossare ist, gemessen am Gesamtumfang, zudem verschwindend gering 25 (f) Die Handschrift hat, wie auch verwandte Codices des 12. und 13. Jahrhunderts, zum Beispiel die Handschriften Zwettl, StiftsB. 1, Heiligenkreuz, StiftsB. 17 oder München, BSB. Clm 22201, Folioformat. Die Blattgröße beträgt im Durchschnitt etwa 34,5 χ 48,7 cm. Die vierspaltig angelegten Seiten haben in der Regel 60 Zeilen pro Spalte. (g) Nach dem ersten, griechisch-lateinischen,Wörterverzeichnis, den sogenannten Hermeneumata Pseudodositheana 2 6 , von fol. l r bis fol. 12v beginnt auf fol. 13 r mit der ersten Spalte unter einer farbig ausgeführten A-Initiale das erste Salomonische Glossar. Die A-Initiale besteht aus einer rot-schwarzen Federzeichnung, deren Hintergrund rot, grün und gelb ausgefüllt ist. Die Initiale nimmt etwa den Raum von sechs Textzeilen ein und reicht auch über den Schriftspiegel auf den oberen und den linken Rand. Der Beginn des ersten Glossenartikels ist neben der Initiale mit roter Tinte eingetragen worden. Auf fol. 1 8 l r , Spalte 1 (unten) schließt an das erste Salomonische Glossar gleich das zweite, ebenfalls alphabetisch geordnete Glossar an, das auch in vier Spalten angelegt ist. Dieses Glossar reicht bis fol. 204 v Spalte 1.

22 Dazu sieh Mittelalterliche Bibliothekskataloge Österreichs, I, S. 122-132, insbesondere S. 1 3 0 , 1 . 3 9 ; S. 1 3 1 , 8 ; K. Schimek, Beiträge zur Geschichte der Cisterciensei-Stifte, S. 298-301. 23 Dazu P. Tobner, Lilienfeld, 1202-1902, S. 179-189; P. Tobner, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 266, 278f.; Das Todtenbuch des Cistercienser-Stiftes Lilienfeld, S. 50 (Eintrag unter dem 21. Februar); J. Gottwald, Kurzgefasste Beschreibung des Stiftes Lilienfeld, S. lOf. ; N. Mussbacher, Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld, I, S. 19. 24 Hinweis bei P. Tobner, Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte, S. 278. 25 Dazu sieh unten Abschnitt V. 26 Dazu sieh oben Anmerkung 3.

22

Beschreibung, Inhalt und Bibliotheksgeschichte

In der ersten Hälfte der zweiten Spalte dieser Seite ist dann das oben bereits genannte Verzeichnis von Körperteilbezeichnungen in einem Zug im Anschluß an das zweite Salomonische Glossar eingetragen worden. Der Rest der zweiten Spalte ist nicht beschrieben worden. In der dritten Spalte von fol. 204 v folgt von gleicher Hand schließlich ein Verzeichnis von Erzbistümern und Bistümern, das am Ende der letzten Spalte abbricht. Das lateinische Verzeichnis wird so eingeleitet: Incip rpuintiale omniü / archiepöp τ ερδψ mudi. (h) Die lateinischen Lemmata der einzelnen Wortartikel der beiden Salomonischen Glossare sind durch rote Ausmalung hervorgehoben. Die vereinzelt zwischen den Spalten vor dem jeweiligen lateinischen Stichwort eines Artikels eingetragenen Quellenangaben stammen ebenfalls vom Rubrikator. Daneben finden sich rote Quellenangaben auch vor dem betreffenden Artikel innerhalb einer Spalte, in der die einzelnen Artikel meist nicht voneinander abgesetzt eingetragen worden sind, sondern fortlaufend aneinandergereiht werden. Auch gelegentlich vorkommende Majuskel-Initialen der volkssprachigen Interpretamente sind rot ausgemalt worden. Wie die Anfangsinitiale des ersten Glossars sind auch die weiteren Initialen der ersten Artikel eines jeweiligen Buchstabenkomplexes farbig hervorgehoben 27 (i) Der Codex Lilienfeld 228 entspricht nach Einrichtung und Inhalt verwandten Handschriften des 12. und 13. Jahrhunderts, was den Blick auf die Vorlage der relativ jungen Handschrift lenkt. Die bisherige Datierung des Lilienfelder Codex ins 15. Jahrhundert hängt zunächst an der traditionellen Zuweisung der Handschrift zu ihrem mutmaßlichen Schreiber Petrus Krotenthaler. Nicht zuletzt deshalb wäre eine eingehende paläographische Untersuchung der gesamten Handschrift sehr wünschenswert.

27 Diese Initialen finden sich auf den Seiten fol. 25 v , 29 v , 4 2 v , 51 Γ , 61 Γ , 69 1 , 75 v , 79 v , 89 r , 90 1 , 98 v , l l l v , 115 v , 120 v , 138 r , 140 r , 146 r , 162 v , 171 r , 178 r v , 180 v , 181 r , 187 r , 192™, 193 r , 194 v , 195 r , 196 v , 197 v , 199™, 202 v , 204 r .

III. Edition der althochdeutschen Glossen

1. Vorbemerkung (a) Die nachfolgende Edition umfaßt alle Glossarartikel mit volkssprachigen Interpretamenten. Daneben sind auch die Artikel mit Glossen aufgenommen, deren Volkssprachigkeit schon in der Ausgabe von E. Steinmeyer und E. Sievers angezweifelt worden ist oder die sich inzwischen als sicher lateinische Wörter erwiesen haben, worauf in den Anmerkungen hingewiesen wird. Nicht mitgeteilt werden die zahlreichen Artikel, die in Parallelhandschriften zwar ein volkssprachiges Interpretament bieten, in der Lilienfelder Handschrift aber keine deutsche Glosse zeigen, wenngleich der sonst lateinische Artikel (mit lateinischem Lemma und lateinischem Interpretament) oder das nur noch stehengebliebene lateinische Lemma isoliert ohne jegliches Interpretament erhalten ist 28 Dieser Befund ist im übrigen kein Spezifikum der Lilienfelder Handschrift, sondern etwa auch bei der Heiligenkreuzer Handschrift in größerem Umfang festzustellen 29 Die bei E. Steinmeyer und E. Sievers30 für diese Handschrift gegebene Sigle ρ kann deshalb die Position der Handschrift in der Reihe der anderen Zeugen nur in Hinblick auf das volkssprachige Glossenmaterial anzeigen. Berücksichtigt man aber den sonstigen lateinischen Text der beiden Glossare des Heiligenkreuzer Codex, so stellt sich die Handschrift aufs engste zu Zwettl, StiftsB. 1, zu den heute in Lawrence/Kansas aufbewahrten Fragmenten und jetzt auch zu Lilienfeld, StiftsB. 228. Eine nähere Untersuchung der Verhältnisse soll an anderer Stelle erfolgen. (b) In der anschließenden Ausgabe der Lilienfelder Glossen wird jeweils der ganze Glossarartikel mitgeteilt, zu dem eine volkssprachige Glosse erscheint. Jedem Glossarartikel ist eine Nummer vor angestellt. Die Stellenangaben, zum Beispiel f. 17 v c, Z. 9, verweisen auf die jeweilige Seite (17 v ) der Handschrift, die betreffende Spalte (c) und die Zeile (Z. 9) oder die Zeilen, die der Artikel einnimmt. Finden sich mehrere

28 Zum Glossenverlust weiter unten Abschnitte IV, V. 29

Sieh schon den Hinweis bei StSG. IV, S. 466, Nr. 236.

30

StSG. IV, S. 27.

24

Edition der althochdeutschen Glossen

Artikel mit einem volkssprachigen Interpretament in einer Spalte, wird nur die Zeile neu angegeben. (c) Die Glossarartikel werden ohne Auflösung der Abbreviaturen wiedergegeben. Es ist generell festzustellen, daß in der Handschrift insgesamt geläufige Abkürzungen erscheinen 31 , deren Auflösung keine Schwierigkeiten bereitet. Die Rubrizierung der Lemma-Majuskeln sowie die gelegentliche Auszeichnung von Interpretament-Majuskeln werden nicht eigens vermerkt. Auf rot eingetragene Quellenangaben zu den volkssprachig glossierten Artikeln wird in den Anmerkungen hingewiesen. Ein Zeilenbruch wird mit Schrägstrich ( / ) markiert. Worttrennungen werden, auch gegen die Handschrift, durch Trennstriche angezeigt. (d) Rechts neben dem jeweiligen Artikel ist in runden Klammern auf die oben genannte Ausgabe von E. Steinmeyer und E. Sievers mit Seitenzahl und Zeilenzahl verwiesen worden, wobei nur die Zeile des lateinischen Lemmas angegeben ist, über die volkssprachige Glossen der Parallelhandschriften leicht aufzufinden sind.

2. Edition (a) Erstes Glossar 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7 8. 9.

f. 13 v a, f. 13 v b, f. 14 r b, f. 14 r d,

10. f. 14 v b, 11. f. 16 v a, 12. f. 16 v d,

Z. z. z. z. z. z. z. z. z.

29f. 41f. 59 31 24f. 48 52 15 24

z . 32 z . 52 z . 24

Abrota-/num abrhza. Absa le-/gerhuoba. Absinthiü werimot. Abtrunco bistumbilo. Achoiros Selpzant. Acim9 trubo. Acinus vochumilinc. Acrotari turnen. Actitari gtanwerde.

(27,36) (28,12) (28,15) (28,23) (28,60) (29, 4) (29, 7) (29,27) (29,32)

Addax. Agatia Sleha. Agrippina rammo.

(29,46) (30,34) (30,58)

Dazu sieh die Übersicht hoch- und spätmittelalterlicher Abbreviaturen bei B. Bischoff, Paläographie, S. 210-223. Sieh auch zu Abbreviaturen bei deutschen Wörtern H. Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik, § 17, S. 28; V. Moser, Frühneuhochdeutsche Grammatik, I, 1, § 3; zu Worttrennungen § 4.2.

Edition

13.

f. 17 r d,

Ζ. 27f.

14. 15.

f. 17 v c,

Ζ. 9 Ζ. 28-41

16.

f. 17 v d,

Z. 10-12

17 18.

f. 18 r a, f. 18 r c,

Z. 5 z . 39f.

Alute peWcaprine. Ambone Zi. pulpito hoc est lectore.

(32,18) (32,31)

19.

f. 18 v c,

z . 30

Amona.

(32,57)

z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z.

Amonium. Analogium lecter. Androigin9 widilo. Aneta anot. Aner pif34 Angaria stanta. Anger engeirìch. Anguilla al. Animo gibirno. Antlia churba. Apium ephih.

(32,60) (33,14) (33,22) (33,25) (33,28) (3 3,36) (33,38) (33,52) (34, 5) (34,22) (34,41)

20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27 28. 29. 30.

32

f. 19 r b, f. 19 r d,

f. 19 v b, f. 20 r b, f. 20 v a,

31 19 8f. 10 17 33 39f. 57 41 27 41

Alchioines aues marine Wigil32 Λ/wttm e/¿a?r. Allopitia crintb33./est que in capillosis loicis grfatur τ ingh fediitatem .. est au capilloy·/ fluor circüscptus φη / ¿ci psilosin dht hec geinatur ex malis humoriib9 si fuerit allopitia alba i scias ex flegmate gnatam / si uiridis ex felle rufo si / nigra ex felle nigro uocaita hoc noie a similitudfe / aTalis uulpecfe qm £ci / alopitia dht. Aitile mastichi. / hic τ hec altilis τ hoc alitile.

25

ircb

amputa

silberin

(31,9) (31,53) (31,58)

(32, 5)

Wigil] über dem zweiten -ι- Rasur.

^ Neben crintb steht rot medicus, davor am Ende von Z. 27 ebenfalls rot Pandecat9 (!), was als Quellenangabe Pandecat9 medicus zu lesen ist. Zum Artikel vergleiche man Isidor, Etymologiae, IV, 8, 1. Die Verweise auf Isidors Etymologien beziehen sich auf die Ausgabe von W. M. Lindsay, Isidori Hispalensis episcopi etymologiarum sive originum libri xx. Zum lateinischen Artikel aus dem Verband des liber glossarum sieh Glossae medicinales, S. 6 ; Glossarla Latina, I, S. 4 5 ; sieh ferner G. Goetz, Abhandlungen, S. 264f. 34 Das Interpretament ist wohl lateinisch. Zum weiteren Zusammenhang StSG. IV, 33, A. 15; E. Karg-Gasterstädt, PBB. 59 ( 1 9 3 5 ) S. 461 ; Mittellateinisches Wörterbuch, I, Sp. 6 3 1 .

26 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57 58. 59.

Edition der althochdeutschen Glossen

f. 20 v d, f. 21 v d, f. 22 r a, f. 22 r c, f. 22 r d, f. f. f. f. f.

22 v a, 22 v b, 23 r a, 23 r b, 23 r c,

f. f. f. f.

23 v a, 23 v c, 24 r a, 24 r d,

f. 24 v a,

f. f. f. f. f. f.

24 v b, 25 r a, 25 v b, 25 v d, 26 r b, 26 r d,

Z. 39 Z. 40 z . 11 z . 9f. z . 2 Of. z . 30 z . 18 z . 22 z . 12f. z . 24 z . 49f. z . 46f. z. 4 z . 45 z . 47 z . 33 z . 59 z . 12 z . 12f. z . 56 z . 13 z . 30 z . 38 z . 12f. z . 9f. z . 42f. z . 23f. z. 9 z . 18-22

Aqmanile hantkar. AÌfliculu Gvledarm35 Argonauts chovfman. Ana ./altar. Armatria / Scafreite. Armentari9 sweigar. Arm9 scapta •i'puoch. Arniglossa Wegerich36 Arrabo -farra pign9 / pbant. Artinusiamon37 scozmalta. Ascolinü. / asclovch. Asema / os Zw«. Äawo. Asida wiho. Asom bein. Asso prato. Assumtum infengida. Atramtü tincicfi* Atraiñtairiü Piashorn. Attic9 humbil. Auarie winida. Auce kense. Auetor ortfrumo. AuellaVne nuces haselnuzze. Auiarium /fogelh939 Axun -/gia smerleip. Baba-/sa winiga. Baccinos becchi. Balbuttit stammelt In balb9 / stumm40 a balando poti9 qm / loqhdo des iba em ñ explicat./ iñ ζ bles9, φ àba frangit siue / balb9 q habet dulce lingm.

(35, 1) (35, 4) (35,42) (35,44) (35,59) (36, 5) (36,20) (36,23) (36,27) (36,37) (36,54) (36,57) (37, 1) (37, 4) (37,14) (37,26) (37,38) (37,44) (37,47) (37,52) (38, 1) (38, 4) (38,12) (38,19) (38,29) (38,56) (39, 3) (39, 7) (39,11)

35 Gvledarm ] eher -v- als -y-. q£ Wegerich] eher W- als v>-. Die Unterscheidung von Majuskel -W und Minuskel -w in der Handschrift ist nicht immer ganz sicher möglich. 37 Artenusiamon für recte Artemisiamon. 38 Das volkssprachige tincta scheint nachträglich zu tincia (= tinctura) korrigiert zu sein. 39 o fo ge Ih" - fogelhus. 40 * stumm = stummer. Zum lateinischen Text vergleiche man Isidor, Etymologiae, X, 29. Nach lingm steht ys. (rot) [= Isidorus],

Edition

60. f. 26 v a, 61. 62. 63. 64. 65. 66. 67 68. 69. 70. 71. 72. 73. 74. 75. 76. 77 78. 79. 80. 81. 82. 83. 84. 85. 86. 87 88. 89. 90. 91. 92. 93. 94. 95. 41 42

ai

f. f. f. f.

26 v c, 26 v d, 27 r a, 27 r c,

f. 27 r d, f. 27 v c, f. 27 v d, f. 28 r a, f. f. f. f. f. f.

28 v b, 28 v d, 29 r d, 29 v a, 29 v b, 29 v c,

f. f. f. f. f. f. f. f.

29 v d, 30 r a, 30 r d, 30 v a, 30 v b, 30 v c, 30 v d, 31 r b,

f. 31 r c, f. 31 v b, f. 31 v c,

Z. 56-58 z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z.

50 19f. 17 22f. 33f. lOf. 19f. 50 11 31 39 30 5 6 5f. 15 6f. 12 15f. 53 39f. 5 27 42f. 6f. 10 44 14f. 15 15f. 32f. 33f. 11 15 27

Bannio bannis ./i. hanno iñ nom bannum. / ban. Barbita suegala. Bargina fe¿na . / elende. Bassa f massa teic. BatraVchis wolfwrz. Battudo scotto Jtsnegilmelg. Beatificai. / seliget. Be-/dulania Piricha. Bell9 gratios9 gdiAÌ Beneficia lehn. Bestimie trulle chelle. Beltà malt. Bicorpor zwilichnam. Bisa waga. Botini lach. Braza mah. Bucca mvnt. Buifo crot. Bulcio bolz. Bullio / wallo. Burra stiga. Birsa / corium bdt. Cacaua rìna. Calath9 sumber. Calda caldariu ./ kezel. Ca-/limpü arizzi. Calx chalh. Chameris cbrumpen. Canaua ./ winh942 Canal hunth943 Canarie huntaz Canales. Canícula dea ./a cane zoh. Canilla brachw/ina44 Cantar naph. Caperrabat rampf. Capisric9 steingeiz.

_

got - guoter. winh? = winhus.

^ buntb? = buntbus. 44

brachu-/ina ist entstellt aus recte brachinna.

27 (39,23) (39,30) (39,35) (39,38) (39,47) (39,52) (40, 4) (40, 6) (40,12) (40,14) (40,20) (40,23) (40,33) (40,50) (41, 4) (41, 7) (41,15) (41,19) (41,27) (41,32) (41,39) (41,42) (41,47) (42, 1) (42,20) (42,24) (42,35) (42,46) (42,53) (42,57) (42,61) (43, 5) (43, 8) (43,28) (43,32) (43,36)

28 96. 97 98. 99.

Edition der althochdeutschen Glossen

f. 31 v c, f. 32 r b,

32 r c, 32 v a, 32 v d, 33 r b, 33 v c,

Z. Z. z. z.

48 48 2 22f. 53 47 51f. 5f. 1 53f. 57f. 37f. 4 6f. 7 22 17-19

100. 101. 102. 103. 104. 105. 106. 107 108. 109. 110. 111. 112.

f. f. f. f. f.

f. 34 v d,

z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z.

113. 114.

f. 35 r a, f. 35 r b,

z. 2 z . 54-60

115. 116. 117 118.

f. 35 r c,

z. z. z. z.

f. 34 r b, f. 34 r d, f. 34 v c,

5 6 37 59f.

Capis falcho. Capisteriü mvoltra. Caplauiu hot putuabila45 Caradrion qdä dht lercha./ idê aloda ignotü. Carex ë h erba acuta sa bar. Carmula vrlug. Castald9./ cumìstadul. Castrimar/già gitiga. Cauli choli. Caustr/ca zuntir46 Cauteriolum ./ cantar. Ce-/lox chiol-fuarm. Celffal tenax47 Cenarga leder-/hose. Cenicos hurwine. Centón filz. Cepe48 /lovch guocata. q,ñ /aliud ëh tm caput. Cerami9 figelffigul9 49 Ciculos aues / a uoce φρα nominatos. hoy. / saliua cicades fiunt. Oua / passeris nido reg ta come·/ dit. t sua obic. q illa sus'/cepta fouet τ nutrii, idë / ctñr tucos govch. Cincindal9 Hehn9 50 Ciliada zala. Cippus stocb. Circinna ./ .i. circil.

(43,40) (43,44) (43,56) (44, 6) (44,18) (44,27) (44,51) (44,54) (45,11) (45,16) (45,20) (45,44) (45,56) (46, 3) (46, 7) (46,13) (46,16) (46,24) (46,38)

(46,41) (46,44) (46,51) (46,55)

45

d Caplauiu = Capudlauium. Das volkssprachige Interpretament ist entstellt aus recte houpittuabila. In der Handschrift Zwettl 1, fol. 31 v c steht Houtptwahila, Korrektur gegenüber StSG. IV, 43, 56 (a). Eine Entstellung zeigt auch die Handschrift Wien, ÖNB. Cod. 2276, fol. 25 r a: boupi/tinabilia (StSG. IV, 43, 56-44, 1 [b]). 46 zuntir oder zinttir nicht ganz sicher. 47 Celffal oder Celsfal nicht ganz sicher. Interpretament tenax entstellt aus recte tenar. 48 Vor Cepe ys. — (rot). Der Artikel stammt aus Isidor, Etymologiae, XVII, 10, 12. 49

— Vor Z. 54 ys. (rot). Zum Artikel vergleiche man Isidor, Etymologiae, XII, 7, 67. saliua oder saluia nicht sicher. Hehn9 = lichnus ist auf griech. λύχνος zurückzuführen. Man vergleiche zur Stelle StSG. IV, 46, A. 20; CGL. VI, S. 664 (Lychnus); Mittellateinisches Wörterbuch, II, Sp. 570.

29

Edition

119 120. 121. 122. 123. 124. 125.

f. 35 v c, f. 35 v d,

Z. Z. z.

36ra, 36 r b, 36 r c, 36rd,

z.

126. f. 37ra, 127 f. 37 r b,

z.

128. 129 130. 131. 132. 133.

37 r c, 38ra, 38rb, 39rb, 39rc, 39 r d,

z.

f. 39 v a, f. 39 v b, f. 40 r a,

z.

134. 135. 136. 137 138. 139. 140. 141. 142. 143. 144. 145.

f. f. f. f.

f. f. f. f. f. f.

z. z. z.

z.

z. z. z. z. z.

z.

z. z. z.

f. 40 r d, f. 40 v a, f. 40 v c,

z. z. z. z.

f. 40 v d,

z. z.

f. 41 r a,

z.

53 3 17f. 40f. 21 52f. 19-23

46 48f. 5 34f. 18f. 48 54 1-4

8 28f. 31 17f. 41 13 17 40 45 54f. 55 27

Comminiscor ratiscon. Cömissum Missetat. Comitatus / gscafth51 Commonitorium / imbot. Concäbiü Wehsei. Concesserim ./ Gihancti. Conciliatrix ob societatë/flagitiose osensionis dea ./ eo β, in beurrât alienüq} / nundinet corp9 häc & χ le-Znonä uocants2 hovrmachinne. Conflecto Pichero. Congi9 ./ zdber sextaria sex capiens. Cogitât9 gidanch. Compluuium / trovf. Computo / bizillo. Conto ruder-ΐscalta. Contuberniu9 53 gnoz. Con/tum54 ferrü cholbe ñ ht. S) tñ / cuspide acutü Virg. ferraitosq) r acuto cuspide contos. Contul9 chnuttil. Con-/uiua gimazzo. Cophin9 corbusss Coriü birsa ./leder. Corrigia rime. Corporalis corporal. Cortex rinte. CH deohc murioth. Crabo hornuz. Cramula . / hala. Craticiä rost isin. Creta leim.

(47, 1) (47, 3) (47, 7) (47,11) (47,16) (47,20) (47,24)

(47,48) (47,57) (48, 1) (48,17) (48,20) (48,38) (48,43) (48,48)

(48,51) (48,58) (49,25) (49,28) (49,39) (49,43) (49,56) (50, 3) (50, 6) (50, 9) (50,16)

^ * gscaftb = grascafth. 52

Der Artikel stammt aus Isidor, Etymologiae, X , 63. -niu9]

irrtümlich ist -u- vor der Abbreviatur für -us ausgeschrieben worden.

54

— Vor Con·/ steht ys. (rot). Der Artikel stammt aus Isidor, Etymologiae, X V I I I , 7, 2.

^

Interpretament ist wohl lateinisch. Man vergleiche dazu G H . I, Sp. 1691. Sieh ferner StSG.

I V , 137,63.

30

Edition der althochdeutschen Glossen

146. 147 148. 149. 150. 151. 152. 153. 154. 155. 156. 157 158. 159. 160. 161. 162. 163. 164. 165. 166. 167 168. 169. 170. 171. 172. 173. 174. 175. 176. 177

f. 41 r a, f. 41 r c, f. 41 v c, f. 42 r a, f. 42 r c, f. 42 v a, f. 42 v b,

f. 42 v c, f. 43 v d, f. f. f. f.

44 r b, 44 r c, 45 v c, 46 r b,

f. 50 r c,

f. f. f. f. f. f. f. f.

51 r a, 51 r d, 51 v b, 51 v c, 51 v d, 53 r b, 53 r c, 54 v a,

Z. 3 Of. Z. 3 If. z . 34 z . 21 z . 54 z . 42 z . 58 z . 53 z . 54 z . 12f. z . 24 z . 3 If. z . 47f. z . 27 z . 36 z . 9f. z. 3 z. 6 z . 30 z . 34 z . 53f. z . 39 z . 43 z . 43f. z . 16 z . 20f. z . 27 z . 47 z . 11 z . 57f. z . 26f. z . 25f.

Creo ./ ichseffe56 Cretobolus. / hortubel. Cribrum ritra. Crusta stucche. Cupa chuof Culix zizala. Cupadium oprato57 Curtê hof . Curtiferum hovestat. Currulum ./ dincstuol. Custodiariü warth9 58 Cuter./ prant. Ciane9 blau-/var wer. Cimex wantl9 59 Decisco intswichö60 Decortico ./ beschinto. Dedecor honde. Dedo argipo. Deputo bizello. Despolio rovbo. Destino ./ marchon61 Dolatorias Partun. Dol cholpo. Dolium ./ lidfaz62 Drudis trat. Epar. / leber Echin9 huso. Echoglam63 sonus. Eccule9 galga. Elax / elaho. Elleboiro sitro. Emetati ergangainen.

(50,20) (50,31) (50,35) (50,50) (50,59) (51,18) (51,24) (51,42) (51,45) (51,49) (51,53) (51,64) (52, 3) (52, 8) (52,15) (52,26) (52,37) (52,45) (53,26) (53,32) (53,35) (54,45) (54,49) (54,53) (55,16) (55,29) (55,35) (55,39) (55,42) (56,11) (56,14) (56,25)

"rá ichseffe ist das Syntagma ich seffe (= sceffe). 57 oprato ist verschrieben für recte prato. CO Q viarth' - wartbus. 59 •wantl 9 = wantlus. intswichö -

intswichon.

^ marchon ist, wohl auch von der Texthand, in kleinerem Schriftgrad auf freigelassenem Raum hinter dem Lemma nachgetragen worden. lidfaz ] -z ist wegen eines Pergamentlochs nicht ganz vollständig. o

Echoglam ] = Echo glam (= galm).

Edition

178.

f. 5 4 v b ,

Z.

2-4

179. 180. 181. 182. 183. 184. 185. 186. 187 188. 189. 190. 191. 192. 193. 194.

f. 5 4 v c ,

Z.

12f. 37f. 38 41f. 15f. 15 56 56f. 20f. 27 27f. 34 35f. 57 54 38-40

195. 196. 197 198. 199. 200. 201. 202. 203. 204. 205. 206. 207 208. 209.

z. z. z.

f. f. f. f. f.

55ra, 55va, 56rb, 56rd, 56vc,

z. z. z. z. z. z.

f. 5 7 v a ,

z. z.

f. 5 7 v c ,

z. z.

f. 5 7 v d , f. 5 9 r a ,

z. z. z.

f. 5 9 v a ,

z.

f. f. f. f. f.

61ra, 61rd, 61vc, 63ra, 64rb,

z.

f. f. f. f. f. f. f.

64rd, 64vb, 64vc, 64vd, 65rb, 65rc, 65va,

z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z. z.

52 53f. 55 5 59f. 4 9 31f. 40 28 49f. 17 32 18 16

31

Eminicfe eminentes in meimo(56,33) riam reducit min9 id est / mizzo. Emorridia Warza -tmorri/uta. (56,37) Emphatice knppibrlkßoM (56,41) Emplastrü faska. (56,46) Emporiü . / reitchamer. (56,49) Endire . / ßntreita65 (56,55) Ensiculi suertil. (57, 3) EpistUium brief. (57,21) Equaritia ./ stuot. (57,24) Eq9 trucinas [ ! ] zeldenYdaz. (57,32) Equitat9 gereiti. (57,38) (58, 3) Erpida ./ egida. Erua irih. (58, 7) Esse da ./silo. (58,21) Esox lachs. (58,30) Esu az. (58,38) Examen swarm . /-aKc«ío.yeo..lK • .Ibwö .«flinr.;»ftt:ntrr r Jou(ttr'.iudt abLtr' ftjmiwmjn(himiT uirr dtfcetnirrr Offillr«T|»lLUitrnivui ioifjptf' >bonjm.tf·· .Iblt jurrrr. «jufttr JbKgur nnmti.i V f t « · u i m t n Jbnt^tr. mfiatr-»imi IUIUJM.I untoli Cfl"W Iba«· .ulrmJTT imwçtr· uilidur- jilqni iluu jurmíiftr-1'ju ta.AbelmaiiU urto ntcir-Jbufivifilinrpo fttl'nemnUPdbuijir timo hatnmamru umWynciyitKCiWiiw niV