Statistische Mittheilungen über die volkswirthschaftlichen Zustände Kurhessens: Nach Amtlichen Quellen [Reprint 2021 ed.] 9783112392546, 9783112392539

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Statistische Mittheilungen über die volkswirthschaftlichen Zustände Kurhessens: Nach Amtlichen Quellen [Reprint 2021 ed.]
 9783112392546, 9783112392539

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STATISTISCHE

MITTHEILUNGEN ¡ BEI! DJK

VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN ZUSTÄNDE

KUßHESSENS NACH

AMTLICHEN

QUELLEN

VON

BRUNO HILDEBRAND, Dl).

DER

PHILOSOPHIE

UND

DER

STAATSWISSENSCHAFTEN

HECHTE, AN D E R

UND

ORDENTTj,

HOCHSCHULE

ZU

PROFESSOR

DER

ZÜRICH.

BERLIN, 1853. VERLAG DER T. TRAUTWEINSCHEN BUCH- U. MUSIKALIEN-HANDLUNG. (J. GUTTENTAG.)

Vorrede. Z u den wenigen Resultaten der deutschen Marzbewegung von 1848 gehören die zahlreichen statistischen Publicationen über die volks- und staatswirthschaftlichen Zustande Deutschlands. Nicht nur, dass sich an die Thätigkeit des Frankfurter Parlaments und die dort zur Sprache gebrachten nationalökonomischen Fragen einzelne Veröffentlichungen unmittelbar anreihten ' ) , auch die Regierungen der meisten Staaten legten die hergebrachte Scheu vor der Publicität ab und fanden sich veranlasst durch amtliche Mittheiluugen über die ökonomische Cultur ihrer Bevölkerung die öffentliche Meinung aufzuklaren. So hatte Oesterreich zwar schon vom Jahre 1846 an grosse statistische Tabellen s ) dem Buchhandel übergeben, aber von ihnen war vieles ausgeschieden, dessen Kenntniss man dem Publicum für nachtheilig hielt; erst die Jahre 1848 und 1849 haben diese Trennung des Stoffes beseitigt, und namentlich über die Finanz-Verwaltung dieses Staates ist erst durch ¿die neuesten Veröffentlichungen 3 ) Licht verbreitet worden. So besass P r e u s s e n zwar die vortrefflichen Arbeiten Hoffmann's, aber eine. regelmässige und umfassende Publication der von der Regierung gemachten statistischen Erhebungen begann ebenfalls erst 1848 4 ), und über B a i e r n 6 ) H a n n o v e r 6 ) und B a d e n 7 ) sind seit 1850 überhaupt zum ersten Male amtliche Beiträge zur Statistik ans Licht gekommen. ') Zum Theil in den Berichten des volkswirtschaftlichen Ausschusses, zum Theil in besonderen Werken, wie in dem Buche „ d i e R e s u l t a t e der B e r a t h u n gen d e r ß e g i e r u n g s - K o m m i s s a i r e in Frankfurt zur Herstellung der Zolleinheit im Deutschen Reiche. Halle 1851." T a f e l n zur S t a t i s t i k d e r O e s t e r r e i c h i s c h e n M o n a r c h i e für das Jahr 1842. Wien 1846, für das Jahr 1843. Wien 1847 und fiir das Jahr 1844. Wien 1848. Fol. 3 ) Dasselbe Werk für die Jahre 1845 und 1846 I. Theil. Wien 1850, und Uebersiclits-Tafeln zur Statistik der Oesterr. Monarchie für die Jahre 1847 und 1848. Wien 1851. 8v. *) Durch die „ M i t t h e i l u n g e n des s t a t i s t i s c h e n B ü r e a u ' s in Berlin, herausgeg. von Dieterici", von denen jetzt der 5te Jahrgang erscheint, und durch die „ T a b e l l e n und a m t l i c h e N a c h r i c h t e n ü b e r den P r e u s s . S t a a t für das Jahr 1849. Bd. I. Berlin 1851. 5 ) H e r m a n n , B e i t r ä g e zur S t a t i s t i k des K ö n i g r e i c h s B a i e r n . Bevölkerung. München 1850. °) Z u r S t a t i s t i k des K ö n i g r e i c h s H a n n o v e r , aus dem statistischen BUreau. Hannover 1851. 1852. 2 Hefte. 7 ) Amtliche Beiträge zur Statistik der Staatsfinanzen des ßrossherzogthumg Baden. Karlsruhe 1851.

IV Alle diese Publicationen sind zwar in ihrer Gesammtheit noch keine nationale Statistik Deutschlands, wie sie zur Erzeugung eines nationalen Selbstbewusstseins nothwendig ist, aber sie bilden die unentbehrlichen Grundlagen derselben und werden zu nothwendigen Ausgangspunkten für statistische und nationalökonomische Privatforschung auf Deutschem Boden. K u r h e s s e n gehört zu denjenigen Staaten Deutschlands, dessen volkswirthschaftliche Zustände noch immer in dem Schleier der Dunkelheit gehüllt sind. Weder die Staatsregierung hat jemals irgend welche Thatsachen über die Cultur des Landes publicirt, noch liegt irgend eine umfassende statistische Privatarbeit über Kurhessen vor. Diese Lücke in der Statistik Deutschlands auszufüllen, ist der Zweck der hier folgenden Schrift. Den Anfang zu derselben machte ich in meiner Stellung als Professor der Staatswissenschaften an der Universität Marburg schon vor 8 Jahren mit eigenen Beobachtungen und Erhebungen. Später kam mir als Mitglied des volkswirthschaftlichen Ausschusses in Frankfurt einiges werthvolle Material in die Hände. Das Meiste verdanke" ich aber meiner Xheilnahme an dem hessischen Landtage in den Jahren 1849 und 1850, welche mir nicht nur das landständische Archiv, sondern auch die verschiedenen Ministerial-Reposituren öffnete, und mich in die Lage setzte, über einzelne Zweige der Statistik amtliche Ermittelungen zu veranlassen. Was ich hier gebe, ist allerdings noch keine vollständige Statistik des Landes, wie ich sie ursprünglich beabsichtigte. Bei dem Mangel eines statistischen Büreau's konnte ich nur aus sehr zerstreuten Materialien eine Mosaikarbeit liefern, die noch vielerlei Lücken hat. Aber sie enthält dafür Manches, namentlich über die arbeitenden Klassen des Landes, was sonst selten in derartigen Mittheilungen zu finden ist, und was gerade für volkswirthschaftliche Untersuchungen besonders brauchbar erscheinen dürfte. Dass überall grösste Zuverlässigkeit erstrebt und nichts ohne kritische Sichtung aufgenommen ist, bedarf wohl nicht erst der Versicherung. Von der staatswirthschafltlichen Gesetzgebung ist nur so viel beigefügt, als zum Verständniss der Zahlen nothwendig schien. Namentlich ist absichtlich sowohl jede Kritik der Gesetzgebung als auch jede Schlussfolgerung aus den statistischen Thatsachen behufs dieser Kritik ausgeschlossen worden. Daher die trockene Objectivität des Buches. Möge sein Inhalt der Kurhessischen Bevölkerung einigen Stoff zum Nachdenken über sich selbst gewähren und zu einer Quelle des Trostes werden. Im Juni 1852.

Der Verfasser.

fohaltsverzeiclmiss. Erster Abschnitt. D a s

Lmid. Seite

A. - Politische Elutheilang des Landes. B. Umfang seiner Bodenflächc. § . 2 . C. Cnltarverhältnisse des Landes. Allgemeines.

§. 1

1 3

§.3

Die Waldungen.

6 §.4

I

7

D i e P r o d u c t e des B e r g b a u e s . a) Die Bergwerksverfassung. b) Fossile Brennstoffe.

§.5

9

§.6

9

c) Verhältniss der Production fossiler Brennstoffe zum Erzeugniss an Brennholz. d) Eisen.

§.7

U

§.8

12

e) Kobalt und Nickelerze. f ) Kupfer. g ) Salz.

§.9

15

§.10

16

§.11

17

h) Durchschnittlicher Jahresertrag sämmtliclier B e r g - und Salinenwerke und sein Geldwerth. Landwirtschaftliche a) Feldbestellung.

§.12

19

Cultur.

§.13

20

b) Aussaat- und Ernteresultate.

§.14

22

c) Der gegenwärtige Rohertrag der bebauten Felder, verglichen mit ihrem Ertrage in früheren Jahrhunderten. d) Geldwerth des R o h -

§.15

25

und Reinertrags der bebauten Ländereien.

§.16

29

e) Wiesen, Gärten und Weinberge. f ) Viehzucht.

§.17

31

§.18

31

Geldwerth

sämmtlicher Gebäude.

Geldwerth

des g e s a m m t e n

g e n s und s e i n e s E r t r a g s .

§.19

unbeweglichen §.20

33 Nationalvermö35

VI

Zweiter Abschnitt. Die Bevölkerung. A. Bevölkerungsverhältnisse der Lebenden. Seite

§. 21. Die Ergebnisse der Volkszählungen seit 1818 . . §. 22. Bewegung der Bevölkerung nach den Ergebnissen Volkszälilungen §. 23. Vergleich mit den Fortschritten der Bevölkerung nach Ergebnissen der Geburts- und Todtenlisten §. 24. Dichtigkeit der Bevölkerung §. 25. Verhältniss der Einwohnerzahl zu den Wohnhäusern §. 26. ZalJ der Familien §. 27. Verhältniss der Alter und Gesclüeehter zu einander §. 28. Vertheilung der Bevölkerung auf Stadt und Land . §. 29. Vertheilung der Bevölkerung nach den Confessionen

. . der

38 56

den

.

.

. . . . . .

57 57 58 58 59 62 63

B. Statistik der Geburten. §. 30. Die Einführung fortlaufender Geburts- und Sterberegister in Kurhessen §. 31. Ergebnisse der Gehurtslisten für ganz Kurhessen vom Jahre 1825 bis 1847 §. 32. Ergebnisse der Geburtslisten in den beiden Hauptstädten Cassel und Hanau §. 33. Verhältniss der Geborenen zu den Lebenden . . . . §. 34. Geschlechtsverhältniss der Geborenen §. 35. Verhältniss der Todtgeborenen zu den Lebendgeborenen . §. 36. Geschlechtsverhältniss der Todtgeborenen §. 37. Die unehelichen Geburten im ganzen Lande §. 38. Die unehelichen Geburten in den beiden Hauptstädten Cassel und Hanau

64 66 66 68 68 69 69 70 71

C. Statistik der Sterblichkeit. §. §. §. §. §. §. §.

39. 40. 41. 42. 43. 44. 45.

Die Ergebnisse der Todtenlisten von 1827 bis 1847 . . Verhätniss der Gestorbenen zu den Lebenden . . . . Verhältniss der Gestorbenen zu den Geborenen . . . Geschlechtsverhältniss. der Gestorbenen Altersverhältnisse der Gestorbenen Statistik des Selbstmordes Die mittlere Lebensdauer

72 86 86 87 87 91 94

D. Die ökonomischen Zustände der Bevölkerung. I.

Die l a n d w i r t s c h a f t l i c h e Bevölkerung. §. 46. Vertheilung des Grundbesitzes

96

vn Seite

§. 47. §. 48. II.

JH.

D i e A r b e i t e r in d e n

Die Bergwerksbesitzer Die Berg- und Hüttenarbeiter

§. 51.

Die Lohnverhältnisse der Berg- und Hüttenarbeiter

D i e H a n d w e r k e r und

§. 53. §. 54. §. 55. §. 56. §. 57. §. 58. §. 59. §. 60.

V.

.

98 100

.

Bergwerken.

§. 49. §; 50.

§. 52.

IV.

Ländliche Dienstboten und Tagelöhner Lohnverhältnisse der landwirtschaftlichen Arbeiter

102 102 .

.

104

Fabrikarbeiter.

Gesetzliche Bestimmungen über das Recht zum Gewerbebetriebe Uebersicht sämmtlicher Handwerksmeister und Gehülfen mit Ausschluss der Weber Vertheilung der verschiedenen Handwerker auf Stadt und Land . . . • Die Mühleagewerbe Ländliche Nebengewerbe Die nicht fabrikmässig betriebene Weberei auf vereinzelten Stühlen . . . .Die fabrikmässig betriebenen Spinnereien, Webereien und damit zusammenhängenden Gewerbe Gewerbliche Etablissements, welche sich an den Bergbau anschlicssen Die übrigen Fabriken

108 111 112 114 114 115 116 118 119

D i e in den G e w e r b e n des V e r k e h r s b e s c h ä f t i g t e B e v ö l k e r u n g und die s t ä d t i s c h e n T a g e l ö h n e r und D i e n s t b o t e n . §. 61.

Anstalten und Unternehmungen zum literarischen Verkehr

120

§. 62. §. 63. §. 64.

Handelsgewerbe Schifffahrt, Frachtfuhrwesen und Gastwirthschaft Die städtischen Tagelöhner und Dienstboten

121 124 125

D i e L o h n - und L e b e n s v e r h ä l t n i s s e

.

.

.

der i n d u s t r i e l l e n

Arbei-

terbevölkerung. §. §. §. §. §.

65. 66. 67. 68. 69.

§. 70. §. 71. VI.

Die

Die Hanauer Fabrikarbeiter Die Arbeiter in der Wollenindustrie Hersfelds . . . . Die Casseler Fabrikarbeiter Die Arbeiterverhältnisse' in Schmalkalden Die Arbeiter in den Thongewerben zu Grossalmerode und Marburg Lohn der städtischen Tagearbeiter P i e Lohnverhältnisse der städtischen Dienstboten . . .

126 131 132 134 135 137 138

Consumtion.

§. 72.

Die Consumtion von Brodfrüchten und Kartoffeln

§. 73.

Die Consumtion des Salzes

.

.

.

139 144

VIII

Beilagen. Seite

I. II. M.

IV. V. VI. VH. VIII.

Die Bevölkerung aller einzelnen Städte im Jahre 1827 und ihre Vertheilung nach Alter, Geschlecht und religiösem Bekenntniss . Die Bevölkerung aller einzelnen Städte im J a h r e 1849 . . . . Gewerbe-Tabelle, enthaltend die mechanischen Künstler und Handwerker, bei denen der Meister mit Gehülfen arbeitet, die Anstalten und Unternehmungen zum literarischen Verkehr gehörig, die Handelsgewerbe, Schifffahrt, das Fracht- und Lohnfuhrwesen, die Gastund Schankwirthschaft, so wie die Handarbeiter und das Gesinde in sämmtlichen Städten Kurhessens während des Jahres 1847 . Zusammenstellung der Geldprägungen in der Kurfürstlichen Münze zu Cassel vom Jahre 1621 bis zum Jahre 1848 Ueber die im Umlauf befindliche Quantität kurhessischen MetaUund Papiergeldes Ueber das Landeskredit-Institut Kurhessens Resultate der Sparkasse in Marburg seit Gründung derselben im Jahre 1839 Die directen Steuern und ihre Vertheilung in Kurhessen . . .

147 150

151 180 184 186 192 193

Erster Abschnitt. Das Land. A. Politische Eintheilnng des Landes. §. l . Hessen-Cassel umfasste in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts folgende 9 Gebiete: das Nieder f ü r s tenthum, im Jahre 1789 mit 214,808 Einw.*) „ Oberfürstenthum „ „ „ „ 51,961 „ die Grafschaft Z i e g e n hain „ „ „ „ 28,256 „ das Fürstenthum H e r s f e l d „ „ „ „ 19,434 „ „ Schmalkaldensche „ „ „ „ 20,391 „ die Niedergrafschaft C a tzenelnbogen „ „ „ „ 19,871 „ „ Herrschaft PI esse „ „ „ „ 4,996 „ „ Grafschaft S c h a u m burg „ , , „ , , 33,755 „ „ „ Hanau „ „ „ „ 60,427 „ 453,899 Einw. Die Verwaltung derselben lag in den Händen verschiede') Neues Gotting. Magazin B. 2. St. 2. S. 305. und C u r t i u s , Geschichte nnd Statistik von Hessen. Marburg 1793, S. 298. Wir theilen diese Angabe über die Einwohnerzahl, deren Richtigkeit wir nicht verbärgen können, nur mit, um das Verhältniss dieser Gebiete anschaulich zu machen.

1

2 ner Collegien. In Cassel bestand eine Hauptregierung, deren Befugnisse sich zum Theil über das ganze Land erstreckten, in Marburg, Rinteln und Hanau Nebenregierungen mit rein localen Befugnissen, und für die Finanzen gab es nur in Cassel und Hanau Collegien, dort ein Steuercollegium und eine Oberrentkaminer für Althessen, hier ein Steuercollegium und eine Rentkammer für die später hinzugekommenen Gebietstheile. Aber bei dieser VfelfWfiltuttg blieb dlfe historische Eintheilung des ganzen Staates durchaus bestehen und jeder der aufgeführten Bestandtheile wurde als ein selbstständiges Glied des Staates mit Rücksicht auf sein eigenthümliches Herkommen besonders verwaltet. Durch den Reichs-Deputations-Hauptschluss vom 25. Februar 1803 verlor Hessen seine überrheinischen Besitzungen, R h e i n f e l s und St. Goar, und erhielt dafür die in Hessen liegenden Maittrfechen Gebiete unter dem Titel des Ftirstenthums F r i t z l a r . 1806 folgte die westphälische Zeit. Nach der Wiederherstellung des Staates im Jahre 1813 erhielt derselbe durch verschiedene Verträge, namentlich im Süden, eine neue Begrenzung. C a t z e n e l n b o g e n fiel an Nassau, die Herrschaft PI e s s e mit einigen Aemtern an Hannover, mehrere Bezirke an Weimar und einige Hanauische Gebiete wurden an Hessen-Darmstadt abgetreten. Dafür fielen ihm andere Hanauische Bezirke, ferner der Haupttheil des Hochstifts F u l d a , ein Theil des Fürstenthums I s e n b u r g , Y o l k m a r s e n und das ritterschaftliche Amt B u c h e n a u zu. In diesem neu begrenzten Staatsgebiet wurde zunächst das alte Verwaltungssystem des vorigen Jahrhunderts provisorisch wieder hergestellt. Dagegen trat durch das Organisationsedikt vom 29. Juni 1821 ein neuer Verwaltungsorganismus ins Leben, welcher die Erinnerungen an den historischen Ursprung der einzelnen Landestheile verwischte. Der ganze Staat wurde in 4 Provinzen oder Regierungsbezirke und 22 Kreise getheilt, von denen die Provinz Niederhessen 10, die Provinz Oberhessen, Fulda und Hanau jede 4 Kreise umfassten. 1829 wurde durch ein Ausschreiben des Staatsministeriums vom 23. Novbr. einer der 4 hanauischen Kreise, Salmünster, wieder aufgelöst und seine Bestandtheile den übrigen Kreisen dieser Provinz

3 zugetheilt, *) so dass das ganze Land nur noch 21 Kreise umfasste. Seitdem blieb diese Eintheilung bestehen bis zum Jahre 1848. Das Gesetz vom 31. Octbr. 1848, welches eine Mitwirkung des Volkes bei der Verwaltung durch Einfuhrung der schon in der Verfassungsurkunde vorgeschriebenen Bezirksräthe anordnete, setzte unter Beibehaltung der vorhandenen Kreiseintheilung an die Stelle der 4 Provinzen 9 Bezirke. Aber durch die Verordnung vom 7. Juli 1851 ist diese Bezirksorganisation wieder aufgehoben und die alte Provinzialeintheilung mit der Modification restaurirt worden, dass für die abgelegenen Kreise Schaumburg und Schmalkalden besondere Regierungs-Commis8ionen bestehen sollen. B.

Umfang seiner Bodenfläche. §. 2.

Das Gebiet des ganzen Staates ist noch nicht vollständig vermessen. Daher sind alle bisher über seinen Flächeninhalt gegebenen Angaben ungenau und differiren unter einander um nicht weniger als 41 • Meilen. Die meisten geographischen und statistischen Handbücher geben den Umfang zu 208 DM. an. Nach der im Jahre 1818 von Baumbach-Freudenthal gefertigten Karte Kurhessens beträgt sein Flächeninhalt 202 QM. Pfister in seiner Landeskunde **) giebt ihn zu 176 • M. an. Nach der um das Jahr 1830 angefertigten Karte des Herrn von Humbert beträgt er 170,81 geogr. DM. oder 168-^ kurhess. DM., und Landau endlich in seiner Beschreibimg des Kurfirstenthums Hessen ***) giebt ihn zu 167 • M. an. Eine kurze Geschichte der Landesvermessungen in Kur*) Das Amt Salmünster nebst dem Gerichte ßomsthal wnrde mit dem Kreise Schlüchtern, die Aemter Wächtersbach und Birstein mit dem Kreise Gelnhausen und das Amt Langenselbold mit dem Kreise Hanau vereinigt. " ) F. Pfister, kleines Handbuch der Landeskunde von Kurhessen. Kassel 1840. S. 5. " ' ) Cassel 1842. S. 36.

1*

3 zugetheilt, *) so dass das ganze Land nur noch 21 Kreise umfasste. Seitdem blieb diese Eintheilung bestehen bis zum Jahre 1848. Das Gesetz vom 31. Octbr. 1848, welches eine Mitwirkung des Volkes bei der Verwaltung durch Einfuhrung der schon in der Verfassungsurkunde vorgeschriebenen Bezirksräthe anordnete, setzte unter Beibehaltung der vorhandenen Kreiseintheilung an die Stelle der 4 Provinzen 9 Bezirke. Aber durch die Verordnung vom 7. Juli 1851 ist diese Bezirksorganisation wieder aufgehoben und die alte Provinzialeintheilung mit der Modification restaurirt worden, dass für die abgelegenen Kreise Schaumburg und Schmalkalden besondere Regierungs-Commis8ionen bestehen sollen. B.

Umfang seiner Bodenfläche. §. 2.

Das Gebiet des ganzen Staates ist noch nicht vollständig vermessen. Daher sind alle bisher über seinen Flächeninhalt gegebenen Angaben ungenau und differiren unter einander um nicht weniger als 41 • Meilen. Die meisten geographischen und statistischen Handbücher geben den Umfang zu 208 DM. an. Nach der im Jahre 1818 von Baumbach-Freudenthal gefertigten Karte Kurhessens beträgt sein Flächeninhalt 202 QM. Pfister in seiner Landeskunde **) giebt ihn zu 176 • M. an. Nach der um das Jahr 1830 angefertigten Karte des Herrn von Humbert beträgt er 170,81 geogr. DM. oder 168-^ kurhess. DM., und Landau endlich in seiner Beschreibimg des Kurfirstenthums Hessen ***) giebt ihn zu 167 • M. an. Eine kurze Geschichte der Landesvermessungen in Kur*) Das Amt Salmünster nebst dem Gerichte ßomsthal wnrde mit dem Kreise Schlüchtern, die Aemter Wächtersbach und Birstein mit dem Kreise Gelnhausen und das Amt Langenselbold mit dem Kreise Hanau vereinigt. " ) F. Pfister, kleines Handbuch der Landeskunde von Kurhessen. Kassel 1840. S. 5. " ' ) Cassel 1842. S. 36.

1*

4 hessen wird zeigen, wie weit zur Ermittelung des Flächeninhaltes bereits sichere Grundlagen vorhanden sind. Die ältesten Vermessungen wurden in Kurhessen Behufs des Katasters am Ende des 17ten Jahrhunderts veranstaltet und es sind gegenwärtig noch Flurkarten vorhanden, die aus der Zeit vor 1700 herstammen. Später sind diese Vermessungen von 1764 bis 1797 unter Leitung einer Rectifications-Commission ziemlich ununterbrochen fortgesetzt worden. Da sie indessen nur in einzelnen Landestheilen zerstreut vorgenommen wurden und ausser Zusammenhang mit einander standen, so sind sie zur Ermittelung des Umfanges grösserer Gebiete erst • in neuerer Zeit brauchbar geworden, seitdem sie mit den topographischen Landesvermessungen Hand in Hand gehen. Diese Letzteren begannen im Jahre 1822 unter Leitung des Oberst Wiegrebe, wurden im Jahre 1830 unterbrochen und erst in der Mitte des Jahres 1835 wieder fortgesetzt. 1837 war das Hauptdreiecks-Netz für den ganzen Kurstaat vollendet und die trigonometrischen Operationen in Beziehung auf die Dreiecke 2ten Hanges, die Detail-Vermessungen und die topographischen Verzeichnungen wurden begonnen und werden bis jetzt noch unter derselben Leitung des Oberst Wiegrebe durch ein besonderes topographisches Bureau fortgesetzt. Von der Karte, welche im Umfange von 40 Blättern das topographische Büreau publicirt, *) sind bis jetzt 6 SpecialKarten-Blätter erschienen, welche zu den ausgezeichnetsten Arbeiten dieser Art in ganz Deutschland gehören, und man kann hoffen, dass das ganze Werk in etwa 2 Jahren vollendet sein wird. Nach diesen topographischen Landesvermessungen lässt sich bis jetzt nur der Flächeninhalt folgender Landesthcile bestimmen: I. Der Herrschaft S c h m a l k a l d e n (nach der im Jahre 1823 vollendeten Aufnahme) zu 5,247 geogr. DM. oder 118,699,4 C. Ack. **) H. Der Provinz O b e r h e s s e n (nach der seit 1841 stattgefundenen Aufnahme) zu 35,434 geogr. DM. oder 801,599,99 C. Ack. *) Nach dem Massstabe von ¡ - r ^ v der wirklichen Grösse. " ) 1 geogr. D M . = 0,984 hess. Q M . = 22,62 2,33 Cass. Acker; Acker = 150 • R . = o,934 Pr. Morgen.

1 C.

5 III; D e r P r o v i n z N i e d e r h e s s e n , ohne Schaumburg, z u 72,095 g e o g r . G M . oder 1,680,957,6 C . A . *) Vergleicht man diese Eesultate mit den Flächengehalten der entsprechenden Landestheile .theils nach der Humbertschen K a r t e , theils nach den Catastern in folgender Uebersicht: LandesVermessung.

Humbertsche Karte.

Cataster.

5,247 35,434

4,6355 35,3695

5,248 35,218

72,095

72,8025

68,661

Schmalkalden Oberhessen Niederhessen ohne Schaumburg

. . . .

so ergiebt s i c h , dass die Flächengehalte sowohl der Humbertschen Karte, als auch des Catasteis fast durchgängig etwas z u klein sind und dafs immer ihre gröfsten A n g a b e n der Wahrheit am nächsten kommen. E r g ä n z t man daher die Landesvermessung in der W e i s e , durch die Beihülfe der Humbertschen K a r t e und des Catasters, dass man f ü r die durch die Landesvermessung noch nicht bestimmbaren Landestheile denjenigen F l ä c h e n gehalt annimmt, welcher in den beiden genannten Hiilfsquellen der gröfste ist, so kommt man offenbar nach den vorhandenen Hülfsmitteln der W a h r h e i t am nächsten und es ergeben sich a u f diese W e i s e f ü r den U m f a n g des ganzen Landes folgende Resultate: L a n d e s t h e i l e .

Niederhessen ohne S c h a u m b u r g nach der L a n d e s - V e r m e s s u n g S c h a u m b u r g nach den Catastern Provinz Niederhessen . . . . O b e r h e s s e n nach der L a n d e s vermessung F u l d a ohne Schmalkalden nach der Humbertschen K a r t e . . . Schmalkalden nach d e r L . - V e r m . Provinz F u l d a P r o v i n z H a n a u n. d. H u m b . K . Ganz Kurhessen

In Cass. Ack.

In geogr. DM.

1,630,957,60 186,334,68 1,817,292,28

72,095 8,236

801,599,99

35,434

627,758,62 118,699,41 746,458,03 554,496,17 3,919,846,47

27,749 5,247 32,996

80,331

24,511 173,27

*) Diese Berechnungen verdanke ich der besonderen Güte der Mitglieder de» topographischen Bureaus.

6 Zugleich ergiebt sich aus dieser Darstellung das GrössenVerhältniss der einzelnen Landestheile zu einander. Niederhessen ümfasst 46,3 % des Flächenraums, und ohne Schaumburg 41,6 % Oberhessen . . . . 20,5 % Fulda 10,i % und ohne Schmalkalden 16,i % Han^u 14,1 % 100

c. Ciiltnr-Verhältnisse des Landes. §. 3.

Allgemeines. Von dem gesammten Gebiete sind nach den Catastern und nach den Ermittelungen der obersten Forstbehörde: ' 1,545,565 Cass. Acker oder 39,4 % Waldboden, 1,457,10844 „ „ „ 37,2 % Ackerland, 502,819^ „ „ „ 12,8 % Wiesen, Gärten u. Weinberge. 414,353|£ „ „ „ 10,c % Triesche, Wege, Gewässer und Unland, und es kommt demnach gegenwärtig (nach der Volkszählung von 1849) auf einen Einwohner 2,03 Acker Wald, 1,91 „ Ackerland, 0,66 „ Wiese. In den einzelnen Provinzen verhält sich die Bodenbenutzung in folgender Weise zu einander: In Niederhessen ohne Schaumburg. Acker. Wäld Ackerland . . . . Wiesen u. Gärten Triesche u. Unland

%

604,534

37

178,015 199,732

39.8 10.9 12,3

648,676,6

1,630.957,60 100

Scliaumburg.

Ganz Niederhessen.

Acker.

%

Acker.

%

76,097

40,9

680,631 722,115

37,5 39,8 11,5

73,438,9 31,484,78

5,374

39,4 16,3 2,9

186,334,68 100

209,499,28

205,047

11,3

1,817,292,28 100

6 Zugleich ergiebt sich aus dieser Darstellung das GrössenVerhältniss der einzelnen Landestheile zu einander. Niederhessen ümfasst 46,3 % des Flächenraums, und ohne Schaumburg 41,6 % Oberhessen . . . . 20,5 % Fulda 10,i % und ohne Schmalkalden 16,i % Han^u 14,1 % 100

c. Ciiltnr-Verhältnisse des Landes. §. 3.

Allgemeines. Von dem gesammten Gebiete sind nach den Catastern und nach den Ermittelungen der obersten Forstbehörde: ' 1,545,565 Cass. Acker oder 39,4 % Waldboden, 1,457,10844 „ „ „ 37,2 % Ackerland, 502,819^ „ „ „ 12,8 % Wiesen, Gärten u. Weinberge. 414,353|£ „ „ „ 10,c % Triesche, Wege, Gewässer und Unland, und es kommt demnach gegenwärtig (nach der Volkszählung von 1849) auf einen Einwohner 2,03 Acker Wald, 1,91 „ Ackerland, 0,66 „ Wiese. In den einzelnen Provinzen verhält sich die Bodenbenutzung in folgender Weise zu einander: In Niederhessen ohne Schaumburg. Acker. Wäld Ackerland . . . . Wiesen u. Gärten Triesche u. Unland

%

604,534

37

178,015 199,732

39.8 10.9 12,3

648,676,6

1,630.957,60 100

Scliaumburg.

Ganz Niederhessen.

Acker.

%

Acker.

%

76,097

40,9

680,631 722,115

37,5 39,8 11,5

73,438,9 31,484,78

5,374

39,4 16,3 2,9

186,334,68 100

209,499,28

205,047

11,3

1,817,292,28 100

7 In Oberhessen.

Wiesen und Gärten Triesche und Unland

Acker.

%

347,606 275,853,62 105,438,37 73,702

43.3 34.4 13,i 9,3 100

801,599,99 In Fulda ohne Schmalkalden. Acker. Wald Ackerland . . . . Wiesen u. Gärten Triesche u. Unland

1

248,179 235,050,92 88,237,7 56,291 627,758,62

Schmalkalden.

Ganz Fulda*

%

Acker.

%

Acker.

%

39,5 37,5 14,i 8,9

65,783 26,893,6 15,780,8. 10,242

55,5 22,6 13,3 8,«

313,962 261,944,03 104,028 66,524

42,o 35,o 14,o 9,o

100

118,699,41

100

100

746,458,03 In Hanau:

Ackerland Wiesen und Gärten Triesche und Unland

Acker.,

%

203,366 197,196 83,853 70,081

36,7 35,6 15,i 12,6

554,496

100

§. 4.

Die Waldungen Von der Waldfläche gehören: dem Staate,

den Gemeinden und Corporationen,

den Privaten,

109,301 A. 105,359 A. in Niederhessen 465,971 A. 41,733 „ 97,901 „ in Oberhessen . 207,972 „ 38,441 „ 62,460 „ in Fulda . . . . 213,061 „ 42,693 „ 58,146 „ in Hanau . . . . 102,527 „ Ueberhaupt 989,531 A. 323,866 A. 232,168 A. Die Productionsfähigkeit dieser Waldfläche erkennt man aus dem Ertrage der Staats Waldungen. *) Letztere lieferten *) Diese werden unter Leitung eines Oberforst-Collegiums von 12 Forst-Inspectoren, 26 Oberförstern und 152 Revierförstern bewirthscbaftet. Das OberforstCollegium wurde 1851 in eine Commission des Finanz-Ministeriums verwandelt^ üeber die seit langer Zeit angestrebte Verbesserung in der Forstverwaltung siehe meine Schrift: die Kurh. Finanzverwaltung. Cassel 1850. S. 20.

8 Kl. *) im Jahre. Thl. a 1830 einen Ertrag v. 233,340 od. Schock, z. Nettopr. v. 1 1835 „ „ „ 239,568 1848 „ „ „ 287,522 und zwar 93,67 % 2,95 % 1,70 % und 1,68 %

Kl.

Brennholz, Bauholz, Werk- und Nutzholz Geschirr- und Stangenholz.

Hiernach kam auf einen Acker Wald im J . 1830 ein durchschnittlicher Ertrag von 0,23 Klaftern 1835 99 » 99 0,24 yf » „ 1848 „ „ „ „ 0,29 „ Die gesammte Waldfläche Kurhessens (1,545,565 Acker) liefert daher ausschliesslich der Nebennutzungen nach dem Maasstabe von 1848 einen Jahresertrag von 448,213 Klaftern im Werthe von 1,344,639 Thlrn., von denen 419,841 Klaftern in Brennholz und 28,372 Klafter in Bau-, Nutz- und Geschirrholz bestehen. Nach der Volkszählung von 1849 kommen demnach auf die Familie 2,83 Klaftern Brennholz und 0,ig Kl. Nutzholz, und auf den Kopf 0,55 Klaftern Brennholz und 0,04 Klaftern Nutzholz. Uebrigens wird vom Finanzministerium, welches die oben mitgetheilten Resultate über den Holzertrag der Staatswaldungen in einer 1849 der Ständeversammlung gemachten Vorlage angiebt, selbst ausgesprochen, dass durch Verbesserung der Culturen eine fortwährende Steigerung des Holzertrages bis zu 0,4 und selbst vielleicht bis zu 0,5 Klaftern zu erwarten steht. * ) Der durchschnittliche Waldpreis war in den letzten Jahren 3 T h l r . ftir die Klafter, und die gesammten Productionskosten betrugen, inclusive von 20 Sgr. Holzhauerlohn, 1 Thlr 7A Sgr. In der Staatsrechnung belaufen sich die Productionskosten höher und steigen sogar auf 52 % der Einnahme, weil abgesehen 'von dem viel zu kostspieligen Verwaltungsmechanismus ein grosser Theii des Holzes aus den Staatewaldungen zu ermässigten Taxen gesetzlich abgegeben wird, und daher der gesammte Geldertrag geringer ist. =

* * ) Die Klafter Holz (5 Fuss hoch und breit bei einer Scheitlänge von 6 F . ) 150 Kubikfuss = 1,0689 Preuss. Klafter = 3,572 Franz. Stferes.

§. 5.

Die Produkte des Bergbaues. a. Die Bergwerksverfassung. Der Kurhessische Boden verbirgt zwar in seinem Innern keine edeln Metalle, liefert aber alle bergmännischen Erzeugnisse, welche zu notwendigsten Bedürfnissen der Völker geworden sind, fossile Brennstoffe, Eisen und Salz und ausserdem noch Kupfer, Kobalt und vortreffliche Bausteine. Für die Gewinnung dieser Producte gelten im ganzen Lande mit Ausnahme von Schmalkalden noch die gesetzlichen Vorschriften der Verordnung vom 21. März 1616 (der sogenannten Bergfreiheit). Nach derselben sind Salzwerke, Steinkohlen und Eisenwerke ausschliesslich dem Staate vorbehalten und der übrige Bergbau insoweit Privaten und Gewerkschaften gestattet, als dieselben vom Staate Schürf- und Muthscheine lösen und sich gegen Abgabe des Zehnten vom Rohertrag belehnen lassen können. Für die Grafschaft Schmalkalden dagegen besteht eine besondere Bergwerksverfassung. Hier sind auch die Eisenwerke nach jahrhundertlangem Herkommen gewerkschaftlich und stehen mit den Hütten- und Hammerwerken nur unter der Aufsicht des Staates. * ) Den Zehnten hat die Praxis bei Bergwerken, welche eine geringe Ausbeute liefern, nach Befinden in den Zwanzigsten, Dreissigsten oder Vierzigsten umgewandelt, und von manchen Gruben wird statt des Zehnten ein fixer Kanon gezahlt. Die Erhebung aller dieser Abgaben, sowie die Leitung des Betriebes der Staatswerke und die Aufsicht über die Privatwerke ist einem Collegium übertragen, welches früher Bergrathscollegium und von 1821 an Ober-Berg- und Salzwerks-Direction hiefs, und seit 1851 als Commission im Finanz-Ministerium fungirt. §. 6.

Fortsetzung. b. Fossile Brennstoffe. Steinkohlen werden nur in der Grafschaft Schaumburg * ) S. die Gewerbeordnung ffir Schmalkalden vom 14. Februar 1827.

10 auf den mit Schaumburg-Lippe gemeinschaftlichen Staatsbergwerken bei Obernkirchen gewonnen. Dieselben lieferten in den Jahren 1831 u. 1832 durchschn. jährl. 1,115,842 Cub. Fuss Ausbeute 1840 bis 1842 „ „ 1,730,232 „ 1843 „ 1845 „ „ 2,244,226 „ Der Geldwerth war 1843 — 1845 Sgr. pro Cubikfuss und die Productionskosten betrugen ziemlich genau 50 Proc. des Ertrages, so dass der Rohertrag der letzgenannten Jahre einen Geldwerth von 110,211 Thlr. hatte und einen jährlichen Reingewinn von 55,105 Thlr. abwarf. Da der Betrieb in seiner jetzigen Auadehnung noch mindestens 200 Jahre fortbestehen kann, so lässt si

Residenzstadt Cassel mit Co lonie Pliilippen hof Landkreis Casse Eschwege . . Fritzlar . . . Hofgeismar . Homberg . . Melsungen . Rotenburg . Schaumburg Witzenhausen Wolfhagen .

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1825

77

283

147

67

50

32

63

107

107

139

1826

67

284

179

52

53

39

72

120

117

126

1827

66

327

208

34

44

44

61

115

135

153

1828

68

379

260

69

82

55

70

152

142

145

1829

8.i

366

175

50

78

57

84

114

143

162

1830

59

338

139

45

64

55

68

146

154

154

1831

63

425

263

72

77

52

79

136

168

209

1832

63

383

235

62

70

62

89

166

188

149

1833

98

364

196

48

69

77

72

137

175

137

1834

90

433

209

57

66

71

90

130

182

123

1835

89

322

173

54

82

60

72 • 145

174

152

1836

89

478

165

46

67

78

72

135

195

158

1837

107

463

166

47

78

91

86

187

221

222

1838

84

358

155

37

76

86

75

142

174

150

1839

100

430

209

55

74

82

101

116

139

162

1840

95

388

213

54

90

83

107

155

182

154

1841

126

391

169

48

68

74

63

141

151

160

1842

101

347

213

64

80

74

100

138

191

170

1843

103

425

255

57

94

102

80

132

186

167

1844

119

393

234

45

74

81

115

117

197

172

1845

121

376

224

75

79

80

105

118

163

166

1846

109

481

332

70

96

82

107

98

183

162

1847

96

353

240

60

87

96

145

160

219

208

Summe Durchschnitt

2075 8787 4759 1268 90

382

207

55

1698 1613 1976 3107 3886 3700 74

70

86

135

169

160

75

Ober-Hessen.

Summe

im lsten Jahre. vom 2ten bis lOten. I vom 11 ten bis 20sten. vom 2lsten bis 30sten. vom 3lsten bis 40sten. vom 4lsten bis 5 Osten. •Yom 5 lsten bis 60sten vom 6lsten bis 7 Osten. höheren Alters.

Ilodtgeborene.

Verstorbene weiblichen Geschlechts.

Total-

der

Sumrne.

Verstorbenen. Mann!. I W e i l l .

59

195

136

48

74

65

84

117

135

152

1072

1065

2137

50

264

160

43

63

78

84

121

148

149

1109

1160

2269

55

241

185

42

58

76

103

137

146

168

1187

1211

2398

57

319

253

34

54

71

Ì12

148

160

164

1422

1372

2794

40

69

89

111

162

204

202

1314

1419

2733

102

127

190

188

1222

1296

2518

67

277

198

50

292

144

59

81

63

62

388

327

79

82

82

107

155

206

194

1544

1682

3*26

48

324

240

63

75

88

118

186

190

159

1467

1491

2958

62

341

202

53

92

107

89

164

218

168

1373

1496

2869

68

348

226

70

75

99

87

148

211

177

1491

1509

2960

72

291

165

49

85

82

105

159

175

169

1323

1352

2675

66

342

135

45

70

83

95

166

202

151

1483

1355

2838

55

355

183

43

75

100

119

189

257

188

1668

1564

3232

67

303

147

43

55

103

103

138

204

152

1337

1315

2652

74

335

215

54

81

96

91

153

189

147

1468

1435

2903

80

318

198

62

74

83

84

152

172

187

1521

1410

2931

87

86

143

176

156

1391

1321

2712

119

98

154

220

189

1478

1522

3000 3058

91

317

140

51

74

57

304

241

60

80

66

323

259

47

78

92

97

156

189

150

1601

1457

75

306

289 ' 49

60

96

101

149

244

199

1547

1568

3115 2983

88

335

225

65

86

95

86

143

193

160

1507

1476

70

410

285

101

108

120

100

115

191

157

1720

1657

3377

79

327

246

70

111

100

157

189

238

179

1664

1696

' 3360

1518 7255 4799 1270 1760 2074 2319 3471 4458 3905 32869

32829

65698

1427

2856

62

315

208

55

76

90

100

150

194

169

1429

76

c) f ü r d i e P r o v i n z

.Summe Durchschnitt

66 73 66 75 81 62 88 80 102 84 94 77 107 82 79 92 97 122 105 109 95 104 119

höheren Alters.

61 61 63 58 48 43 78 48 70 59 67 44 81 75 70 102 55 84 61 91 86 56 71 46 92 53 67 57 53 86 64 102 82 56 68 ' 123 61 103 51 101 92 64 84 102 91 114

vom 3lsten bis 40sten.

vom 2lsten bis 3 Osten.

vom Ilten bis 20sten.

vom 2ten bis loten.

220 300 266 203 167 168 450 254 302 255 214 219 216 195 272 282 224 271 304 302 30S 270 450

vom 6lsten bis 7 Osten.

444 427 433 424 391 356 495 438 489 541 514 493 509 408 500 493 565 471 507 408 489 495 533

vom 5 lsten bis 60sten.

100 102 87 86 82 90 87 85 117 115 132 130 113 118 136 128 115 110 128 98 132 132 99

vom 4lsten bis 50sten.

1825 1826 1827 1828 1829 1830 1831 1832 1833 1834 1835 1836 1837 1838 1839 1840 1841 1842 1843 1844 1845 1846 1847

im lsten Jahre.

J a li r.

Todtgeborene.

Verstorbene männlichen Geschlechts.

93 95 94 110 115 107 109 117 119 103 126 114 141 118 95 125 112 130 142 136 132 132 187

130 122 109 115 177 142 155 181 170 187 165 169 227 185 157 179 130 193 200 185 183 174 227

130 143 168 134 199 150 163 193 171 193 174 198 231 195 185 216 200 227 236 239 236 245 275

132 159 147 152 178 152 161 161 137 134 160 137 198 140 162 176 165 201 197 191 177 184 265

2522 10823 6112 1393 1951 2059 2758 3862 4501 3866 109

470

266

60

85

89

119

168

196

168

Fulda. Verstorbene weiblichen Geschlechts.

107

133

142

137

1437

1396

2833

86

122

166

192

176

1542

1531

3073

77

333

243

62

62

91

110

143

169

139

1461

1429

2890

66

348

212

39

69

83

113

145

186

178

1425

1439

2864

66

329

172

49

76

107

136

183

240

219

1519

1577

3096

69

292

175

46

63

81

123

145

182

167

1338

1343

2681

höheren Alters.

92

74

vom 6 lsten bis 7 Osten.

78

50

vom 5lsten bis 60sten,

42

268

vom 4lsten j bis 50sten. \

237

331

o G0) -M V2 r» W sco a M g s

vom 3lsten ¡ bis 40sten.

vom Ilten bis 20sten.

360

66

im lsten Jahre.

68

Todtgoboreiie.

vom 2ten bis 1 loten. ¡

Summe a

Total-

der

Summe. Verstorbenen. Man ni. 1 Weibl.

71

413

440

78

98

85

.94

179

203

179

1864

1840

3704

74

365

286

70

92

101

148

213

263

137

1681

1749

3430

81

380

273

57

104

124

146

183

234

187

1746

1769

3515

97

1764

1725

3489 3316

84

421

238

58

92

139

187

227

182

98

380

222

46

93

89

119

191

196

161

1721

1595

73

388

259

36

76

85

123

173

198

136

1654

1547

3201

102 4 1 7

232

52

102

121

155

236

266

211

1887

1894

3781

93

361

186

51

74

106

115

193 2 2 4

188

1565

1591

3156

86

398

262

61

81

107

129

179

217

138

1725

1658

3383

132 2 0 0

236

95

388

282

67

97

120

196

1857

1813

3670

89

457

231

66

82

107

131

172

195

177

1746

1707

3453

76

391

261

57

110

125

150

226 , 2 6 2

205

1922

1863

3785

99 438

284

60

94

112

130

197

241

184

1983

1839

3822

89

357

271

51

96

94

142

246

291

230

1820

1867

3687

298

59

93

119

141

168 2 4 8

210

1908

1824

3732

81

407

108

442

303

97

104

106

137

199

237

195

1922

1928

3850

77

473

467

71

119

101

162

233

308

242

2360

2253

4613

1888 8 8 6 9 6 1 0 2 1325 2 0 2 9 2 3 3 9 3004 4290 5157 4174 3 9 8 4 7

39177

79024

1703

3436

82

1

386

265

57

88

102

130

186

224

181

1732

78

d) für die Provinz

So 'O o H

1825

58

03

m 15 a d

s s a o>

s

368

278

e • S « S m S -H d«a Ol

i> . ja s

75

la

>

68

62

vom 51 sten bis 60sten.

a> n o

vom 41 sten bis 5 Osten.

J a h r.

1 sten ihre.

1

Verstorbene männlichen Geschlechts.

81

94

s § fo -g

s . £ g

g s

i
T3 M :0 a •öS t»

15295 15571 16526 16734 15748 18306 19048 18767 19702 17646 17791 20795 17401 18870 19481 18814 19692 20291 19448 19249 21060 23890

57 31 54 34 43 36 40 55 39 47 58 63 58 51 50 59 70 58 66 80 69 96

5 E. « 5s 52 M •A " O



U

£>

•3 s B « "H ff

517 570 567 627

3) in den Kobaltwerken, im Jahre 1838 211 1839 242 ff ff 1840 230 ff ff 1841 225 ff ff

>J

4) in den Eisenwerken des Staates, im Jahre 1838 494 mit 816 „ 1839 465 „ 741

Köpfe.

9f

ff

ff

ff

also zusammen „ „

1310 1206

5) auf dem Kupferwerke und dem Messinghammer, im Jahre 1847 22 Noch speciellere Angaben über die Arbeiterzahl auf den einzelnen Eisenwerken sind aus den Jahren 1840 und 1847 eingezogen worden, die wir hier schon deshalb mittheilen, weil sie mit den im folgenden Paragraphen zusammengestellten Löhnen der Bergarbeiter im genauen Zusammenhange stehen. In dem Eisenhüttenwerke zu S c h ö n s t e i n und den dazu gehörigen Eisenhammerwerken zu ß o s e n t h a l , O b e r n u r f , F i s c h b a c h und N e u b a u waren Bergleute Flusssteinbrecher Hochöfner Former - Hammerschmiede Kohlenmeister Kohlenmesser Modellhandwerker Sonstige Arbeiter Summa der ständigen Arbeiter

i. J. 1840.*)

i. J. 1847.**)

20 2 7 16 41 10 4 6 3 109

17 2 7 33 36 10 4 8 2 119

*) Bei einer Production von 1,080,200 Pfd. Gusswaaren, Neuhüttenguss und ßolieiseu und 1,153,265 Pfd. Stab- und Kleineisen. **) Bei einer Production von 1,323,800 Pfd. Gusswaaren, Neuhüttenguss und Rolieisen und 1,116,714 Pfd. Stab- und Kleineisen.

104 Auf dem Eisenhüttenwerke zu H o l z h a u s e n im J. 1840.

Bergleute . Hüttenleute . Former . . . Hammerschmiede

i. J. 1847.

56 6 34 7 103

56 6 34 7 103

bei der Hütte bei dem Hammerwerke Summa

103 27 130

108 24 132

Auf der Eisenhütte zu B i e b e r . . Auf den g e w e r k s c h a f t l i c h e n Hüttenwerken im Kreise S c h m a l k a l d e n Hiernach gab es auf sämmtlichen .Staatsund gewerkschaftlichen Eisenwerken

72

84

247

286

. . . . . . . Summa

Werke zu V e c k e r h a g e n

ständige Arbeiter.

661

724

Nach diesen Thatsachen darf man die gesammte beim Bergbau und Hüttenwesen unmittelbar beschäftigte Arbeiterbevölkerung gewiss nicht über 30()0 und mit ihren Familiengliedern nicht über 8000 Köpfe annehmen.

§. 51.

Lohnverhältnisse der Berg- und Hüttenarbeiter. Auf sämmtlichen Eisenwerken werden die Arbeitslöhne in Geld bezahlt und beruhen meist auf dem Gedinge (d. h. auf Accorden). Auf den gewerkschaftlichen Eisenwerken im Kreise S c h m a l k a l d e n betrug der Lohn in den Jahren von 1840 bis 1847 1) der Bergleute fiir 8stündige Schicht . — 9 Sgr. 2) der Eisenschmelzer für 12stünd. Sch. . 20 „ 3) der Eisenhammerschmiede vom Ctr. Eisen 11 „ 3 Hlr. 4) der Stahlhammerschmiede vom Ctr. Stahl 20 „ — „ Sämmtliche Berg-, Hütten- und Hammerleute daselbst gemessen-Freiheit von der Gewerbesteuer und Freiheit von den

105 Pcrsonaldiensten, welche dem Staate geleistet werden. Ausserdem besteht unter Aufsicht der Staatsbergwerksbehörde eine Knappschaftskasse, welche vorzugsweise durch Lohnabzüge gebildet wird, und bei welcher die sämmtlichen in Pflicht und Arbeit stehenden Bergleute, so wie die gewerkschaftlichen Unterofficianten zur Theilnahme verpflichtet, die Stahlschmiede berechtigt und die übrigen Eisen-, Hütten- und Hammerarbeiter zulässig sind. *) Dieselbe gewährt a) Pensionen, welche jährlich betragen: 1. für den invaliden Bergmann und Grubenofficianten 12 bis 18 Thlr. und bei besonderen Verunglückungen in der Grube bis 30 Thlr. 2. fiir den invaliden Stahlschmied, Eisenhütten- und Hammerarbeiter 8 Thlr. 3. für die Wittwen und Waisen der Mitglieder nach dein Grad der Bedürftigkeit 3 bis 15 Thlr. b) sogenanntes Kranlcentractement, wöchentlich 1. für den Bergmann, wenn er bei der Arbeit verunglückt ist, 1 Thlr.; wenn er auf gewöhnliche Weise erkrankt ist 18 Sgr. 9 Pf. 2. für den Stahlschmied, Eisen-, Hütten- und Hammerarbeiter 10 Sgr. c) freie Kur und unentgehlliche Arzneien, d) Begräbnisssteuern, 1. fiir jeden verstorbenen Bergmann 74- Thlr. 2. für die übrigen Arbeiter 3 Thlr. Auf dem S t a a t s - E i s e n h ü t t e n w e r k e zu H o l z h a u s e n bei Homberg betrug in demselben Zeiträume der Lohn für die achtstündige Schicht unverändert a) für den Häuer 8 Sgr. 3 Hlr., b) fiir den Haspellpiecht und den Huntsläufer 7 Sgr. 6 Hlr. Bei der Hütte daselbst erhalten an fixem Lohn 2 Hochöfner, jeder.. . 2¿ Thlr. in der Woche, 2 Aufgeber, jeder . . l-J „ „ „ „ 2 Schlackenlaufer, jeder ,, „ ,, » Ausserdem beziehen die genannten Hochofenarbeiter gemeinschaftlich *) Diese letzteren haben aber von ihrer Befugniss keinen Gebrauch gemacht.

106 1. zur Hüttenzeche jährlich 2. an ßiergeld wöchentlich 3. an Abwiegegeld wöchentl.

8 Thlr. 2 „ 26 Sgr. 1 „ 15 „

Die F o r m e r erhalten: 1. von 1000 Pfd. Gusswaaren lit. A. Thlr. 2. „ 1000 „ „ „ B. 3 ^ „ 3. „ 1000 „ „ „ C. 9 Beim Hammerwerke haben die Arbeitslöhne betragen: i m J a h r e 1 8 4 0 10^ bis 11£ Sgr. für 120 Pfd. erzeugtes Stabeisen; im J a h r e 1 8 4 7 2 Thlr. 26 Sgr. bis 8 Thlr. f ü r 1000 Pfd. ausgebrachtes Stabeisen, je nach der Gattung des letzteren. Zu S c h ö n s t e i n und auf dessen Nebenwerken ist der Normaüohnsatz f ü r die Bergleute 7? Sgr. frei für die achtstündige Schicht. Die Hochöfner zusammen empfangen für 22000 P f d . Gusseisen 15 Thlr. 20 Sgr. Schmelzerlohn. Der Förmerlohn beträgt für 1000 Pfd. Gusswaaren lit. A. — Thlr. 25 Sgr. » 9» ?? »> jj B. 2 ff 8 ,, » j» » » >> C'* ^ » )» n 9 ff

99

19

99

99

I S '

99

99

E . 11 „ )} Die Hammerschmiede erhalten an Arbeitslohn f ü r 1000 Pfd. ausgebrachtes Schmiedeeisen je nach der Gattung desselben 2 Thlr. 26 Sgr. bis 8 Thlr. 12 Sgr. In dem Hüttenwerke zu V e c k e r h a g e n war der Lohn für die 8 stündige Schicht der Bergleute 1840 ebenfalls 7y Sgr., stieg aber 1847 auf 8^- Sgr.; für die 12stündige Schicht der Hochöfner betrug er im Jahre 1840 14 Sgr., im Jahre 1847 16 bis 21 Sgr. Ueber den Stand der Arbeitslöhne auf dem Bieberer Eisenwerke giebt folgende Uebersicht genauen Aufschluss: 99

99

99

99

99

107 1840.

1847.

Bezeichnung

i f

der

II

G. G r o s s - H a m m e r schmiede . . . . a) M e i s t e r . . . . b) Gesellen . . . c) L e h r b u r s c h e n 7. Klein - H a m m e r schmiede . . . a) Meister. . .

41

9

. .

Handwerker. . a ) Meister . . . b) Gesellen . . c) L e h r b u r s c h e q

10. Tagelöhner

52 15

136

36

102 102

14

I 8 110

12

214 166 166

111 17

I 8 110

373 15 191

234 170 70

122

12 78 50 25

12

5 9



Die Hammerschmiede arbeiten im Gedinge und feiern während des Stillstandes der Hammerwerke, während die Gesellen und Lehrburschen mit Eisensteinpochen und Taglöhnerarbeit beschäftigt werden* Die Kleinhammerschmiede arbeiten im Gedinge. Wird als Aufgeber und Eisensteinspocher zuweilen beschäftigt. Werdeu auch als Eisonsteinpocher und Taglöhncr beschäftigt.

108 15

. . 1 2

Standen in 1840 im Wochenlohne, In 1847 arbeiteten sie im Gedinge; werden während des Stillstandes des Hochofens mit Schlakkonpochen, Eisensteiuklopf. etc. beschäftigt. Versiehet angleich seit 1841 die Stelle eines Platzknechts und Bergamtsdieners. Werden während d. Stillstandes der Formerei mit Schlakkenpochen, Eisensteinklopfen and Taglöhnerarbeit beschäftigt. Gedingarbeiter.

16

10—15

Die Bergleute arbeiteten in 1840 grösstenth. als Schichtlöhner, in 1847 aber im Gedinge. Gedingarbeit., thcils zu den ständigen, tboils zu den unständigen Arbeitern gehörig.

14

12

Bemerkungen.

3 gS5 Tlr. Sg,

10

8. Köhler a ) Meister . . . Knechte

3 2

¿T Ä •

5*3 « C Oa .s .-js o «

20

b) Gesellen . . c) L e h r b u r s c h e

b)

t- '3 •O |h

Hl Wochen.

52

Bergarbeiter . . a) Häuer . . . . b) L e h r h ä u e r . . c) Sclileppjungen Erzaufbereiter, nämlicli Eisensteinpocherund W ä s c h e r , Hochofenarbeiter a ) Schmelzer . . b) A u f g e b e r . . . c) Selilackenläufer

5. S c h l a c k e n p o e h e r

»a «o 'Sjd O S J

9 S 3 « rt ~ 02 a> Sg. Hl. Wochen. Tlr.

Arbeiterklassen.

l. F o r m e r a) Meister . . . . b) Gesellen . . . r) L e h r b u r s c h e n

» 'S £

6 —

12-18

Während dor Wintermonale werden sie grösstenteils als Hoisshauer beschäftigt. Die Handwerker beschäftigen sich auch mit Arbeiten für Privaten und werden theiU weise, namentlich d.Maurerund Zimmergescllen, während derWintermonate auch als Bergarbeiter verwendet. Wo es angeht, werden mit den Handwerkern Accorde abgeschlossen, wobei nebenstehender Schichtlohn zu Grunde gelegt wird.

108 Auf allen Staats - Berg - und Hüttenwerken bestehen Knappschaftskassen, welche theils aus Lohnabzügen der ständigen und unständigen Arbeiter (in der Regel 6 Heller vom Thaler), theils aus den Geldstrafen der Arbeiter, theils aus Beiträgen des Staates (gewöhnlich 1 Proc. der Ausbeute) gebildet werden. Sic unterstützen die Berg- und Hüttenarbeiter ganz in derselben Weise, wie die Knappschaftskasse der Schmalkalder Gewerke, nur dienen sie bei einigen Hütten, wie in Bieber gleichzeitig zur Erhaltung einer Abend- und Sonntagsschulc fiir die bei der Erzscheidung beschäftigten Kinder. Auch existirt in Bieber noch ein Fruchtmagazin, welches den ständigen Arbeitern und den nicht zur Knappschaft gehörigen Scheidekindern einen monatlichen Fruchtbezug zu einem festen Preise von 3 Thlr. 13 Sgr. für 6 Maas (c. 198 Pfd.) Brodfrucht gewährt. III. Die Handwerker und Fabrikarbeiter. §. 52.

Gesetzliche Bestimmungen über das Recht zum Gewerbebetriebe. Während der westphälischen Zeit herrschte in Kurhessen Gewerbefreiheit. Durch die Zunftordnung vom 5. März 1816 wurde diese aufgehoben und dafiir die alte Zunftverfassung mit einigen Modificationen wieder hergestellt. Diese letztere besteht bis zum heutigen Tage in Kraft und ist durch einige spätere Regierungsausschreiben *) nur ergänzt worden. Nach derselben sind vom Zunftzwange ausgenommen: 1) Grosshändler, Versender (Spediteurs) und Fabrikanten, 2) Krämer in den Dörfern, 3) Huf-, Grob- und Nagelschmiede, Wagner, Zimmerleute, Maurer, Dachdecker, Töpfer, Ziegelbrenner, Schuhflicker, Schneider und Weber auf den Dörfern, sobald sie keine Lehrlinge und Gesellen halten, 4) solche Geschäftszweige, welche vor der westphälischen Zeit dem Zunftzwange nicht unterworfen waren. * ) Vom 27. Febr. 1817, vom 17. October 1818 und vom 4. J a n u a r 1832.

109 Jede Zunft steht unter Leitung eines oder zweier Zunftmeister, welche von den zünftigen Meistern aus den Zunftgenossen gewählt werden. Ueber denselben steht das OberZunftamt, welches durch den städtischen Bürgermeister und einen richterlichen Staatsbeamten gebildet wird, und über diesem wieder die Regierung. Die Zunftmeister haben die Prüfung der Lehrlinge, welche Gesellen, und der Gesellen, welche Meister werden wollen, anzuordnen, in den Zunftversammlungen den Vorsitz zu führen und über die Befolgung der Zunftordnung zu wachen. Die Lehrzeit darf nicht unter 3 und nicht über 4 Jahre dauern, die Wanderschaft der Gesellen nicht unter 2 Jahre. Landgesellen sind von der Wanderschaftspflicht frei. Innerhalb der Bannmeile jeder Stadt darf kein unzünftiger Meister das Handwerk der städtischen Zunft treiben, und jeder Meister darf nur eine Werkstätte resp. Laden besitzen und überhaupt keine Arbeit verrichten, welche in den Geschäftskreis einer anderen Zunft eingreift. Von den nicht zünftigen Gewerben sind aber viele dem Concessionszwange unterworfen. Das Gewerbesteuergesetz vom 21. Juli 1840 und das Stempelsteuergesetz vom 26. Febr. 1841 rechnen dahin: 1) Branntweinbrennen, 2) Gast-, Schenk- und Speisewirthschaft und Herbergiren, 3) Musikspielen, Halten öffentlicher Kegelbahnen und Billards, 4) der kaufmännische Handelsbetrieb ausserhalb der Städte, so wie Krämerei in den Städten und auf dem Lande, 5) Handel mit Schiesspulver, 6) Handel mit giftigen Stoffen, 7) Handel mit leinenem Garn, 8) Hökerhandel, 9) Maklerei, 10) Agenturen der Mobilien-Versicherungsanstalten, 11) Geld- und Waaren-Lotterien und Lotterie-Collecturen, 12) Schornsteinfegen, 13) Pferdelegen und Schweineschneiden, 14) Vertreibung der Ratten und Mäuse 15) Abdeckerei.

110 Die Concessionen wurden vor 1848 von den Polizeicommissionen, nach Aufhebung der letzteren von den Bezirksausschüssen und seit Wiederherstellung der Provinzial - E i n t e i lung von den Regierungen gegen Entrichtung einer Abgabe auf 1 — 3 Jahre ertheilt. Ucber die Vertheilung der gewerblichen Bevölkerung K u r hessens, wie sie sich unter dieser Gewerbe-Verfassung gestaltet hat, geben die beiden Gewerbetabellen Aufschluss, welche im Dezember 1846 in Kurhessen ebenso wie in allen Zollvereinsstaaten in Folge eines Beschlusses der General-Conferenz von 1843 angefertigt wurden. Die eine enthält die mechanischen Künstler und Handwerker, die zum litterarischcn Verkehr gehörigen Gewerbe, die Handelsgewerbe, die Schifffahrt, das Frucht- und Lohnfuhrwesen, die Gast- und Schenkwirthschaft, die Tagelöhner und das Gesinde, und die andere umfasst alle Fabrikationsanstalten. Bis jetzt sind nur die Preussischen Gewerbetabellen publizirt, und von den übrigen Zollvereinsstaaten mit Ausnahme von Würtemberg, Frankfurt und Braunschweig, welche dem Ccntralbiireau beide oder wenigstens 1 Tabelle gar nicht eingeschickt hatten, ist neuerdings nur eine Generalübersicht der Resultate in den Mittheilungen des statistischen Bureaus in Berlin (1851. Nr. Iß. ff.) gegeben. Soweit diese Uebersicht Kurhessen betrifft, enthält sie einige unverschuldete Irrthümer, die daher rühren, dass die geschriebenen Tabellen, wie sie aus den einzelnen Kreisen in Kassel eingelaufen waren, ohne nähere Durchsicht und Prüfung dem Centralbüreau in Berlin überschickt wurden. Wir haben diese Fehler, so weit es möglich war, verbessert und theilen auf Grund jener Tabellen die folgenden Zusammenstellungen mit.

111

§. 53.

Uebersieht sämmtlicher Handwerks-Meisler und Gehiilfen mit Ausschluss der Weber. A u f dem Kreis.

In den Städten.

Proccnte Ueberhaupt.

Lande.

der

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

11. 12. 13. 14.

Cassel . . . . Eschwege . . . Fritzlar . . . . Hofgeismar . . Homberg . . . Melsungen . . Rotenburg . . Schaumburg . Witzenhausen Woltliagen . .

1303

I . Niederhessen

5827

Marburg . . Frankenberg Kirchhain. . Ziegenliain .

. . . .

II. Oberhessen

15. 16. 17. 18.

Fulda Uersfeld. . . . Hiinfeld . . . . Schmalkalden . III. Fulda

19. H a n a u . . . . 20. G e l n h a u s e n . . 21. Schlüchtern . .

1524

980

753





































































4985

7258

3482

2283 1732 1089 1340 1061 1132 952 1173 1457 866

2277 1154 412 790 447 593 489 835 985 485

50,oo

49,9-,

60,o-,

39.90

72,6 62,o. 70,o 65,o

27,-, 37,oo 29,-. 34,-, 3 3 , ,7

59,o 64,i

•35,9

13085

8467

60,8

CO

Meister.|Gehülf. Meister. Gehiilf. Meister.|Gehiilf. Meister. Gehülf.

992 284 313 744

59,6

40,-,

76,8 73.5

23,2 26,5

64;-,

35,o

66,53 58,5

41,5

40,-,

























1466 938 855 1174

928

4433

2333

65,5

34,5

1336 1421 794 1623

1002 755 110 1210

57,2 65,3 87,8 57,3

42,8 34,7 12,2 42,7

5174

3077

62,8

37,2

2260 1328 1196

2363 594 867

48,8 69,09 57,98

51,i

2065

1405

2368

_

.—



















147.1

1438

3703



1639

















30,9i 42,02

1960

2126

2824

1698

4784

3824

55,o

44,-.

Gesammtsumme 11323

9954

16153

7747

27476

17701

60/,

39,o

IV. Hanau

112

§. 54.

Verkeilung der verschiedenen Handwerker auf Stadt und Land. In den

Auf dem

Städten.

Lande.

Latus

Gehülfen.

Meister in der Stadt.

Meister auf demLandc.l

1 45 41 1196 158 9 10 398

25 493 53 372

97,70

4307 42 83 3 379 30 133 5 6 — 677 3576 62 1

2094 23 53 211 66 11 1540 33

101

24 452 44 362

1 407 58 11

1379 23 50 181 61 11 863 32

2139 1 15 111 15 3 2536 8

35 18 177 427 743 119 127 87 25 13 5 962 147

715 —

15 4 2 44

Meister.

25,o

Gehülfen.

74,.

262



der

811

710

86 27

Procente

1015

Meister.

753 Bäekcr Kuchenbäcker, Pfefferkücliler und 44 Conditoren Fleischer oder Schlächter . . . . 789 Seifensieder qnd Lichtzieher . . . 1 0 0 Gerber aller Art, als Lohgerber etc. 3 8 7 Schuh- und Pantoffelmacher, und 2168 Altflicker 41 Handschuhmacher 68 Kirschner u. Bauchwaarenhändler Riemer, Sattler, Beutler, Täschler 2 6 8 117 Seiler und Netzschläger 3 Spritzen- u. Spritzenschlauchmach. Schneider und Korsetmacher . . 1 0 4 0 54 Posamentirer und Knopfmacher . Putzmacher und Putzmacherinnen und Putzdrahtverfertiger . . . • 1 1 0 60 Tapezierer und Polsterarbeiter . . Hutmacher, Flizmacher und Hut48 staffirer 80 Tuchsclieerer und Tuchbereiter . 187 Färber aller Art Zimmerleute , Schiffbauer und Brunnenmacher für hölzerne 179 824 Tischler, Stuhlmacher etc 210 Bade- und Stellmacher 296 Gross- und Kleinböttcher Dreschler in Holz, Bein, Horn etc. 1 7 2 48 Kammmacher 24 Bürstenbinder und Pinselmacher . 35 Korbmacher 371 Maurer Ziegel- und Schieferdecker . . . . 1 5 3

Gehülfen.

Meister.

G e w e r b e .

Ueberhaupt.

3 —

125 60

35 22 195

910 731 829 1689 575 2513 1225 231 1435 802 93 506 456 47 284 59 11 3 34 10 1 378 343 60 1 5 3 4 2 0 8 8 1905 435 2 8 2 147

1256 1318 350 220 134 28 14 65 3050 294

4 18

81,9

49,, 2,, 18,,

70,7

29,3

50,3 97,6

88,6

|8629|7190| 1 2 2 4 7 5 6 9 2 2 0 8 7 6 1 2 8 8 2

11,4

50,o

50,0

29,08

70,9.

8 7 , 0 » 12,91

8 9 88,o 27 100,o

52 82 231



3,., 65,s 34,. 6 3 , 2 36,„ 97,i 2,9

92,16 97, 5

11,0 —

7,8 t

80,9

19,i

19,6

80,4

32,7

67,3

14,6

85,4

36,9

63,.

37,7

62,3

81,3

18,7

70,6

29,4

9,2 19,4

90,8

80,6

35,1

64,9

41,3

58,7

113

Transport Steinmetzen und Steinhauer . . Steinsetzer oder Pflasterer . . . Schornsteinfeger Töpfer, Ofenfabrik, u. irden Geschirrmacher Glaser und Glasschleifer . . . . Zimmer-, Schilder- u. Rouleauxmaler Bildhauer, Formschneider und Ciselear Grobschmiede aller Art Schlosser, worunter Cirkel schmiede etc Kupferschmiede Roth-, Gelb- und Glockengiesser Zinngiesser Klempner (in Blech und Zink). Nadler, Haar-u.Drahtsiebmacher Medianici für mathematische Instrumente Medianici für mus. Instrumente aller Art Klein- und Gross-Uhrmacher . . Gold - und Silberarbeiter, Bijont. Steinschneider, Graveure . . . . Barbiere Friseure und Tourmacher . . . Fischer, (welche die Fischerei gewerbsweise treiben) Gemüse und Obstgärtner . . . . Buchbinder und Futteralmacher Gewerbe anderer Art Gcsammtsumme

Procente

Meister auf demLande.

der Meister in der Stadt.

Gehaifen.

Ueberhaupt.

Meister.

Lande. Gehülfen.

Gehülfen.

Meister.

G e w e r b e .

Auf dem

Meister.

In den Städten.

8 6 2 9 7190 12247 5 6 9 2 20876 12882 4 1 , 3 5 8 , 7 35 273 8 8 123 196 2 8 , 4 7U 123 34 38 72 131 106 169 3 2 , 0 7 6 7 , 9 3 47 52 ' 13 14 6 6 78,3 2 1 , 7 60 171 128

162 47

215 116

66 14

386 244

228 61

44,3 52,4

55,7

177

233

227

114

404

347

43,8

56,2

5 332

3 311

6 2055

2 11 745 2357

5 1056

45,4 54,6 14,08 8 5 , 9 2

519 26 62 7 33 116 18

418 33 45 3 10 90 10

1406 28 64 13 36 132 22

1143 33 46 4 13 92 10

36,o 63,1

25

20

2



27

20

30 76 82 11 115 25

61 41 429 2 61 5

8 9



38 85 82 11 176 25

72 41 446 3 62 5

31 153 116 320

97 87 233

76 173 143 372

101 88,4- 1 1 , 6 8 8 8 1 , i 18,9 3 1 0 86,02 1 3 , 9 8

887 7 2 5 — 2 2 1 6 1 3 3 2 16 — 4

92,8 96,8 53,8 91,7 87,8 81,8

7,2 3,2 46,2 8,3 12,2 18,2

92,«

7.«

"



11

61

17 1 1





— —•

45 20 27 52

• 2 4 1 77

47,6

78,9

21,i

89,4 1 0 , 6

100,o 100,o 65,3

100,o 40,7

— —

34,7 —

59,3

1 1 3 2 3 9954 16153 7 7 4 7 27476 17701 4 1 , 2 5 8 , 8

8

114 §.

55.

Die Miihlengewerbe.

223

137 11 8 21

134 11 11 19

124 35 6

124 38 7

9

17

52

54

4

28

489

558

25 623

103 820

2 295 7 22 61 5 15

2 310 7 24 68 5 16

|l050|l382

4 240

Zahl der Arbeiter.

493 1

Ganz Kurhessen. Zahl der Anstalten.

Zahl der 1 Arbeiter. !

380 1

Zahl der Arbeiter.

Zahl der Anstalten.

383

Zahl der Anstalten.

Zahl der Arbeiter.

312

.

. . .

Hanau.

936 14

634 9

.

Fulda.

Zahl der Anstalten.

Summe

hessen.

. .

M ü Ii 1 e n.

3 /Wassermühlen . . jg ) Windmühlen . . . ) Durch thierische 5 ' Kräfte getriebene ^ Oelmühlen Walkmühlen . . . Lohmühlen Sägemühlen . . . Gypsmühlen . . . Andere Mühlen .

Ober-

hessen. Zahl der Anstalten.

der

Nieder-

Zahl der Arbeiter.

G a t t u n g

357 1549 *) 2169 10") 15 2 565 53 36 138 5 44

2 585 56 42 169 5 145

428 2402

3188

26

§. 5 6 .

Ländliche Nebengewerbe.

G a t t u n g .

Pott- u. WeidascheSiedereien Kalkbrennereien . . Ziegeleien Theerofen Lehmsteinfabriken . Branntwein - Brennereien Bierbrauereien . . . Summe

Nieder-

Ober-

hessen.

hessen.

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3968 3968 33837 4495 4495 41063 3339 28958 3339 4392 38869 4392 1923 24116 1923 3144 30898 3144 2750 34602 2750 6539 80 6459 36871 3776 33814 3776 3147 26133 3147 3976 8 3968 30963 3371 21410 3371 3422 26204 3422 3055 13 3042 35134 5356 48314 5356 2598 36395 '2598 2513 28996 2513 4583 27278 4583 4642 55079 4é54 12 4873 33929 4873 2234 33372 2234

229676 136806 80154 92870¡56652 13003 8453 78108 113 77995 706235 i

* ) Ausschliesslich der Stadt Marburg, für deren B e d a r f bis zur E r n d t c besonders gesorgt war. * * ) In diesen Summen sind bereits die vom Schlüsse des ersten Drittels des Monats Decembor 1846 bis E n d e F e b r u a r 1847 aus dem Anstände eingeführten und die von den Domanial-Vorräthen und den flir Rechnung des Staates angekauften Vorräthen abgegebenen Koggen-Quantitäten begriffen und die in dem eben erwähnten Zeiträume in das Ausland expoitirten Koggen-Quantitäten abgezogeu. * * * ) Ausser dem Roggen wurden zufolge der I4tägigen B e r i c h t e der Kreisäwter, w e l c h c n bereits

141 Uebersicht der Kartoffelvorriithe am Ende dea ersten Drittels des Monats December 1846, am Ende des Monats Februar und am Ende des Monats April 1847, sowie des danach sich ergebenden Verbrauchs a) in den letzten des Monats December 1846 und' den Monaten Januar und Februar 1847 (2-| Monate) sodann b) in den Monaten März und April 1847 (2 Monate). Verbrauch nach der Zusammenstellung der Vorräthe:

V o r r ä t he:

K r e i s .

am Schlüsse am Scliluss Endo Ende des ersten Ende des ersten Drittels Dec. Febr. 1847, April 1847, Drittels Februar u. wo zum 184ti, wo zum wo zum D e c e m b e r zweit. Male dritten Male ersten Male 1846 u n d Ende April 1847 Ende Febr. die Aufzeichnung der Vorräthe im 1847 ganzen Lande Statt gefunden hat. ( H Monate). (2 Monate). Viertel.

Cassel (ohne die Residenz) . . . . Eschwege . . . . Hofgeismar.... Homberg..... Melsungen . . . . Rotenburg . . . . Schaumbnrg . . . Witzenhansen . . Wolfbagcn . . . . Marburg (aasschl. d. Stadt Marburg) Frankenberg . . . Kirchhain . . . . Ziegenhain . . . . Fulda Hersfeld Hünfeld Schmalkalden . . Hanau Gelnhausen: . . . Schlüchtern . . . Ueberhaupt

|

Viertel.

|

Viertel.

Viertel.

Seelenzahl.

Viertel.

53187 49249 46447 33033 31397 43825 52148 26147 39984 33811

33122 25730 24487 15488 16988 18340 31676 17503 23625 19146

14912 19395 12919 8298 11434 11748 14364 7704 15931 11050

20065 23519 21960 17545 ' 14409 25485 20472 8644 16395 14665

18210 6335 11568 7190 5554 6592 17312 9799 7694 8090

33837 41063 28958 38869 24116 30898 34602 36871 33814 26133

41989 49780 47457 52559 73382 56511 38701 47542 119735 92289 49616

21499 27120 28607 30520 41599 21366 17390 2^864 55323 30654 21060

12881 17942 16773 18980 16960 11102 8278 12352 23341 13531 11493

20490 22660 18850 22039 31783 35145 21311 24678 64412 61635 28556

8618 9178 11834 11540 24639 10264 9112 10512 31982 17123 9567

30963 21410 26204 35134 48314 36395 28996 27278 55079 33929 33372

1078789

544107

291338

534682 1 252719

706235

im November 1846 die genauste Aufsicht auf die Ausfuhr aufgegeben war, in diesen 2 Monaten März und April ins Ausland ausgeführt 1152 Viertel Waizen und 100 Viertel H a f e r ; w ä h r e n d in dem Zeiträume vom 1» D e c e m b e r 1846 bis zum 1. März 1847 ins Ausland a u s g e f ü h r t w u r den : 1158 Viertel inländischer W a i z e n , 595 Viertel inländischer Roggen und 1060 Viertel i n . ländischer Hafer.

142 Nach diesen Tabellen kommen in der ersten Periode von 2-§- Monaten t ä g l i c h auf den K o p f 0,026 Metzen Koggen und 0,i5 Hetzen Kartoffeln, in der zweiten Periode von 2 Monaten dagegen . 0,029 Metzen Roggen und 0,09 Metzen Kartoffeln. Eine Metze Roggen wiegt 14,7 Pfd. und giebt 10,8 Pfd. Mehl oder 15,2 Pfd. Brod. Eine Metze Kartoffeln wiegt 18,75 Pfd. E s ergiebt sich hiernach für die erste Periode ein Gewicht von 0,395 Pfd. Brod und 2,812 Pfd. Kartoffeln, für die zweite Periode von 0,440 Pfd. Brod und 1,687 Pfd. Kartoffeln. D a ferner 1 Pfd. Brod nach Dumas 45 bis 51 % also im Durchschnitt 48 % Wasser enthält, Kartoffeln dagegen f ihres Gewichts oder 75 % Wasser enthalten, so verhalten sich die trockenen nahrungshaltigen Massen beider Fruchtarten, abgesehen von der sehr verschiedenen chemischen Mischung der nährenden Bestandtheile so zu einander, dass 1 Pfd. Brod = 2,08 Kartoffeln ist. D e r Nahrungsgehalt der obigen in der ersten Periode consumirten 2,812 Pfd. Kartoffeln ist daher fiir 1,35 Pfd. Brod und der Nahrungsgehalt der 1,687 Pfd. Kartoffeln, welche in der zweiten Periode consumirt wurden, für 0,81 Pfd. Brod zu rechnen. Die verbrauchte Kartoffelnahrung verhält sich demnach zur Roggennahrung in der ersten Periode wie 77,4 zu 22,6 in der zweiten Periode wie 64,8 zu 35,2 und der tägliche Gesammtaufwand betrug auf den K o p f in der ersten Periode . 0,395'Pfd. Roggenbrod 1,35 Pfd. Brod in Kartoffeln Summe 1,745 Pfd. Brod. in der zweiten Periode Summe

0,44 Pfd. 0,81 Pfd. 1,25 Pfd.

Roggenbrod Brod in Kartoffeln, Brod.

Zur Erklärung des Mehraufwandes in der ersten Periode muss bemerkt werden, dass mit Anfang März, also mit Beginn

143 der zweiten Periode, für das ganze Land ein Verbot des Branntweinbrennens in Kraft trat, und dass daher nur das Resultat des zweiten Zeitraumes als der unmittelbare Nahrungsbedarf zu betrachten ist, während die Differenz beider Resultate als Aufwand für die Brennereien erscheint. Um diesen letzteren Aufwand noch näher zu ermitteln, theilen wir folgende Uebersichten mit: Uebersicht

d e r in K u r h e s s e n im B e t r i e b e Branntweinbrennereien.

Zahl der Brennereien:

gewesenen

Grösse der Apparate nach Eimern zu 4 Casseler Maass:

Provinz. im Jahre 1830.

im Jahre 1838.

im Jahre 1846.

im Jahre 1849.

Niederhessen . . Oberhessen . . . Fulda Hanau

260 126 115 190

204 78 60 76

214 90 98 114

247 105 105 128

Summe

699

418

516

585

im Jahre 1830.

9580 2893 3047 8767

im Jahre 1838.

78613A 2534 2 3 6 4 Vi 5957

2 4 2 8 7 oder 1 8 7 1 7 •/-. od. Cas. 9 7 1 4 8 Maass. 7 4 8 6 9 Maass.

Verbraucht wurden in diesen Brennereien Viert. Kartoffeln.

1845 184(5

491246 303426

in den ersten 14 Tagen d. J . 1847

20121

Viert. Brodfrucht.

und „ „

41000 23045 1635

Vergleicht man endlich die ermittelte Consumtion mit dem jährlichen Ueberschuss der Ernten über die Aussaat, welcher nach §. 15. jährlich auf den Kopf 18 Metzen Roggen und 49,2 Metzen Kartoffeln oder täglich 0,75 Pfd. Roggenbrod und 2,52 Pfd. Kartoffeln beträgt, so ergiebt sich auf den Tag und den Kopf der Bevölkerung ein Ueberschuss des Ertrages über den Bedarf im Vergleich zur ersten Per. v. 0,217 Pfd. Brod an Rogg. u. Kart.-Nahrung „ zweiten „ „ 0,712 „ „ ,, „ „ „

144 §. 73.

Consumtion des Salzes. Von den 3 kurhessischen Salinen versorgt N a u h e i m die Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern und gemeinschaftlich mit Sooden die^ Kreise Fulda und Frankenberg, die Saline R o d e n b e r g die Kreise Schaumburg und Hofgeismar und einen Theil des Kreises Wolfhagen und S o o d e n alle übrigen Gebiete. Die Quantitäten Salz, welche im Jahre 1847 mit Ausschluss des Vieh- und Gewerbesalzes in den genannten Gebieten abgesetzt wurden, betrugen in Nauheim circa 15000 Säcke k 200 Pfd. Köln, in Rodenberg „ 6000 „ & „ „ „ in Sooden „ 33000 ,, » „ „ „ Summe 54000 Säcke oder 10800000 Pfd. Die Consumtion betrug hiernach auf den Kopf der B e völkerung 14,3i Pfd., war-aber in den verschiedenen Absatzgebieten nicht gleich. Während in dem Nauheimer Gebiete der Kopf 15,3 Pfd. Salz verzehrte, betrug der Verbrauch im Rodenberger Gebiete nur 14,5 Pfd. und im Soodener Gebiete sogar nur 13,9 Pfd. Ausserdem wurden in N a u h e i m noch 500 Säcke Viehsalz und 400 Säcke Gewerbesalz und in S o o d e n 607 Säcke Viehsalz und 1300 Säcke Gewerbesalz für den Verbrauch in Kurhessen verkauft, also zusammen noch 1107 Säcke Viehsalz und 1700 Säcke Gewerbesalz, wobei aber ein geringer und sehr wechselnder Absatz an Gewerbesalz auf der Saline Rodenberg ausser Anschlag geblieben ist. D a die Production des Salzes auf allen 3 Salinen nach §. 11. gegen 97000 Säcke beträgt, so werden über des jährlichen Erzeugnisses in andere deutsche Staaten abgesetzt. Von Sooden gehen gegen 6800 Säcke in das benachbarte preuss. Gebiet, das sogenannte Eichsfeld, von Nauheim beziehen HessenDarmstadt, Frankfurt, Homburg und der preuss. Kreis Wetzlar zusammen gegen 20600 Säcke und von Rodenberg geht das Übrige nach Bremen.

Beilagen.

10

147

Beilage I. e Bevölkerung aller einzelnen Städte iin Jahre 1827 und ihre Verkeilung nach Alter, Geschlecht und religiösein ßekenotoiss. Zahl

Zahl der Namen

Wohnstätten :

der

Einwohner

der

Männliche:

Städte.

Religion.

Weibliche:

der Ueberhaupt,

Stadt. S

Cassel . . . Eschwege . Wannfried . Waldkappel Fritzlar . . Gudensberg Niedenstein Hofgeismar Carlshafen . Grebenstein Liebenau . Immenhausen Trendelburg ielmarsliausen Homberg . Borken . . Melsungen . Spangenbert Felsberg . . Rotenburg . Sontra . . . Rinteln . . Obernkirchen Oldendorf • . Latus

1428 614

226

180 3

6

168 423

2 4 8 2 5 2 1 9 3 1871 5080 455 335 1622 131 106 77 ' 1 0 9 5 109 2S82 163 2 3 1

368

1714 575 3195 1156 2491 625 1546 780 1092 3007

370 250

3324 1720

242

82

400 83 302 96

220 114

162 168 118

449 243 425 203

186

18

126 162

30 278

42

52

46

47 103

72

222 180 188 2 1 3 160 102 112

106 280 2 5 0 1118 120 106 1026

3453 1569 3207 1476 131.0

311 69 69 292 129 252 155 95

219 85 93 227 132 203 10W 92

6848 1614 519 335 1163 638 207 908 270 724 204 572 250 315 849 360

188

2183 1762 436 320 18 1 4 5 104 6 9 9 66 27 135 20S 12 8 5 115 26 5 0 4 14 2 5 8 185 12 9 0 9 4 19 1 9 0 167 59 4 57 49

12 5 30 24

8 1066 18 644 331 1067 478 1049 429 420

9 12 31

10

35

12 17

101 108

51 99 360 84 319 89 73 315 167

55 96 318

144

125

86

207 111 95

802

193 527 269 300 890 350

115

86

58 5

10

9 15 36 4

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216 1280

206 200 120

9 4 5 6 324 2 2 9 9 8 1000 1802 75 4 7 S 8 6 9 5 7 7 22 1 4 4 0 OS 3 9 3 10 1 0 9 2 947 8 622 2 1 5 0 576 1594 6 215 480 1 1 0 9 9 13 2 7 2 4 64 2 3 2 12 1037 22

523 1232 482 456

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2200 577 1536 727

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3000 1035 3228 1641 894

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3156 1496 3157 1403 1281

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734 0| 3 1 0 69894|5954 V.'43|21260|57() 5840| «H6|-24S | ,",749 ().!! 12|3584|2678

148 Zahl der E i n w o h n e r

Zahl der Namen

Wohnstätten :

Männliche:

der

Städte.

/ Relic-ion.

Weibliche:

der L'ubar haupt.

Stadt. 1* rt

Transport 25. Rodenberg. . 2 6 . Sachscnhagen 2 7 . Witzenhausen 2 8 . Allendorf . . 2 9. Grossallmerode 3 0 . Lichtenau . . 31. Wolfhagen . 3 2 . Zierenberg. . 3 3 . Volkmarsen . 3 4 . Naumburg . . I. Niederliessen

3 5 . Marburg . 30. Wetter . . 3 7 . Frankenberg 3 8 . Frankenau 3 9 . Roscnthal . 4 0 . Gemünden. 4 1 . Kirchhain . 4 2 . Schweinsberg 4 3 . Amöneburg . 4 4 . Rauschenberg 45. Neustadt. . 4 6 . Ziegenhain 47. Treysa . . 4 8 . Neukirchen 49.Schwarzenborn

II. 50. 51. 52. 53.

'Oberhessen

Fulda . . . . Hünfeld . . . Hersfeld . . . Schmalkalden I I I . Fulda

Ph

7340 310 69894 5954 5243 21260 576 5840 4946 24815 749 63112 3584 2687 502 682 2490 2853 1858 1219 2761 1412 2796 1541

76, 105 349 501 246

168

326 199 417 221

42 34 71 45 160 175 257 179 176 146 121 92 253 194 126 77 324 221 160 147

161

234 846 878 593 365 877 458 819 421

56 170 265 156 129 257 122 309 172

37 45 164 9 465 24 52 217 1 658 183 942 8 2348 15 127 8 14 184 4034 38 2831 6 136 625 11 1852 97 391 13 1208 1 1 2 174 171 922 43 2585 5 84 100 503 13 1323 74 2593 129 -241 826 24 114 488 14 137 1329 75

9948 483 88008 7644 6553 26912 749 7520 6269 30927 923 76593 7553 3351 7701 200 483 163 182 183 317 136 166 199 293 57 322 152 143

18 4 15 4 6 16 3 5' 5 4 7 136 6 68

7640 1367 2803 920 1302 1220 1600 882 1142 1260 1660 1650 2348 1881 971

730 115 242 89 56 115 103 65 98 116 173 133 202 165 83

630 2458 14 750 672 2070 190 7280 280 80 3 16 104 460 9 125 103 4 3 1348 47 247 849 30 228 209 964 34 2752 22 75 293 2 80 76 302 3 894 43 50 590 10 60 60 460 16 1259 3 31 117 354 10 96 93 422 13 1186 145 536 21 125 160 494 16 1531 2 1 42 91 255 34 64 59 288 26 834 8 31 43 1026 59 90 364 16 79 86 398 11 82 397 2 1 95 95 426 28 1221 4 35 38 1537 82 151 47s 14 174 138 516 16 115 627 5 1 2 7 103 532 8 1360 11 95 153 746 19 212 166 836 14 2233 21 94 129 570 13 162 138 677 27 1803 5 73 64 332 14 84 81 303 10 907 2 62

3766 304 28646 2485 2243 9309 232 2461 2239 9136 415 24689 2929 832 1070 279 655

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897 789 2609 210 1 6 6 465 570 377 1909 319 326 1516

851 248 547 467

839 3206 184 529 356 2286 354 1730

2832 13 22013 1996jl658| 6499|111 21131733 7751 152

408 8534 324 41 1750 42 6037 37 31 4674 15 81 1 1 1 6 0 10336

478

149 Zahl der Namen

Zahl

Wolinstätten :

der

Einwohner

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Männliche:

Religion.

Weibliche : "v

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Stadt.

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12

154 Mechanische Künstler

der

S t ä d t e .

Putzmach. Tapezirer Hutmach., Tuchund Putzund Filzmacher scheerer u. Färber macherinn. Tuchauch Putz- Polsterund Hutaller Art. drahtbereiter. arbeiter. stafSrer. verfertiger. S .top«

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Homberg Botenburg Hofgeismar Witzenhausen Wolfliagen

Handwerker.

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Steinsetzer

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Summa in Niederhessen. .

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Cassel Eschwege . . . Melsungen . . . Homberg. . . . Kotenburg . . . Hofgeismar . . Witzenhausen . Wolfhagen. . . Einteln Allendorf. . . . Fritzlar . . . . Volkmarsen . . Grebenstein . . Grossallmerode Spangenberg. . Gudensberg . . Wannfried . . . Obernkirchen . Naumburg. . . Carlshafen . . . Sontra Borken . . . . Zievenberg. . . Immenhausen . Lichtenau . . . Oldendorf . . . Felsberg . . . . Helmarsh ausen Rodenberg . . , Trendelburg . . Niedenstein . . Liebenau....

Stein-

und

Schiefer- auch Stcin-

macher.

Städte.

ZiegelKorb-

der f. i t. Pcrs.

Namen

K ü n s t l e r und H a n d w e r k e r .

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157 M e c Ua n i s c h c K ü n s t l e r

Töpfer, Ofenfabri- Glaser und Schornsteinkanten und Glasirden Gefeger. schirrma- schleifer, clier.

¡-a » öö tt

Handwerker.

Zimmer-, ^ « ® .ï Schüller- u. Bildhauer, Kouleauxm-, FormA.»str.,Verg. Staffircr, schneider " ä 1 1 1 atakkat., 1 •§*!«•§ und Gold).- und Guldrahin.- Ciseleur. macher.

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24

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3

— 159 158 283

211

158 M e c h a n i s c h e K ü n s t l e r und

Namen der Städte.

Gürtler, Bronze ur, MetallKupferknopfmaeher, aucli schmiede Schwerdtfeger.

Roth-, Gelb- und Glocken^ giesser.

Zinngiesser.

Handwerker.

Klempner (in Blech und Zink).

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Cassel . . . Eschwege . Melsungen . Homberg . liotenburg . Hofgeismar Witzenhausen Wolfhagen Rinteln . . Allendorf . Fritzlar . . Volkmarsen Grebenstein Grossallmerode Spangenberg Gudensberg Wannfried Obernkirchen Naumburg Carlshafen Sontra . Borken . Zievenberg Immenhausen Lichtenau Oldendorf Felsberg . Helmarshausen Rodenberg . Trendelburg Niedenstein Liebenau . Summa in Niederhessen. .

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SteinGoldschneider und und SilberPettscliaftstech.,auch schläger. Graveure.

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Zahl de r f. e. arbeit . Pers,

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KleinGoldund GrossUhrmach., und Silberarbeiter, Uhrauch gehäuse-u. Zifferblatt- Bijoutiers. macher.

Handwerker.

Zahl de r f. e. arbeit . Pers,

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Zahl dei: f. e. arbeit . Pers.

1 60 'S'S 2

Medianici für musikalischelnstrumente aller Art.

und

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Medianici für mathein at., optische, physikalische u.chirurgische Instrumente.

Künstler

Zahl de r f. e. arbeit . Pers.

Mechanische

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16

43

1

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25



19





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1

40

160 M e c h a n i s c h e K ü n s t l e r und H a n d w e r k e r .

Die

Friseure

15

Homberg Witzenhausen

Fritzlar

. . .

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2 1 1 3 2

Wannfried









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übrigen Hand-

Gehülfen und Lehrlinge.

werker.

Zahl der f. e. K. arbeit. Pers.

Gehiilfen und Lehrlinge.

Zahl der f. e. K. arbeit. Pers.

GehUIfen und Lehrlinge.

Zahl der f. e. 11. arbeit. Pere.

S t ä d t e .

Gehiilfen und Lehrlinge.

Zahl der fiir eigene ßechn. arbeit. Pers.

der

Zahl der f. e. 11. arbeit. Pers.

N a m e n

Gehülfen und Lehrlinge.

BuchFischer Gemüseund (welche die binder nnd Fischerei und ObstTourenFutteralgewerbsw. gärtner. macher. treiben). macher.

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1 1 1

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1 1 1



1

13 —

4 —

Rodenburg Trendelburg Niedenstein

Summe in Niederhessen

16

l

62

42

19

161 Anstalten und Unternehmungen zum literarischen Verkehr gehörig



1



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2





Zahl der Anstalten.

60

Z. d. dab. besch.Herren, Kommls u. Lehrl. j

24

2 Masch.

Zahl d. dabei beschilft. Arbeiter.

8

Zahl d. dabei beschilft.! Arbeiter. j

4

Zahl der Tressen.

Zahl der Druckereien.

1

_

Zahl d. dabei beschäftigten Arbeiter.

reien.

Zahl der Anstalten. |

Notcndrucke-

Zahl der Anstalten.

giessêreien.

Zahl d. dabei beschäft. Arbeiter.

und

Schrift-

Anstalten Buch-, z. Abdruck LithograKunst- und v. Kupferphische stielten, Musikal.Stahlstich, Anstalten. handel. und Holzschnitten. Zahl der Anstalten.

Buch -

6

31

6

27

LeihAntiquare.

bibliotheken.

2

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2

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12

162

Namen

der

Städte.

i, welche m. Gelde, n Papieren Geschäfte en.

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