The task of thinking and hermeneutic phenomenology : Kant, Husserl, and the history of being. 9783428150199, 3428150198, 9783428850198, 342885019X

614 46 3MB

English Pages 334 Se [335] Year 2016

Report DMCA / Copyright

DOWNLOAD FILE

Polecaj historie

The task of thinking and hermeneutic phenomenology : Kant, Husserl, and the history of being.
 9783428150199, 3428150198, 9783428850198, 342885019X

Citation preview



u

es

ei



er1ennes

e

Volume 32

·

2016

The Task of Thinking and Hermeneutic Phenomenology: Kant, Busserl, and the History of Being

Duncker & Humblot Berlin ·

Each issue of He idegger Studies carries an appropriate volume title in order to draw attention to the point toward which most, if not all, contributions gravitate.

Bibliographie information published by the Deutsche Nationalbibliothek

The Deutsche Nationalbibliothek lists this publication in the Deutsche Nationalbibliografie; detailed bibliographic data are available in the Internet at http://dnb.d-nb.de.

For subscription information contact: Verlagsbuchhandlung Duncker & Humblot GmbH Carl-Heinrich-Becker-Weg 9, 12165 Berlin Internet: http://www.duncker-humblot.de All rights reserved

© 2016 Duncker & Humblot GmbH, Berlin Typesetting: Klaus-Dieter Voigt, Berlin Printing: Meta Systems GmbH, Berlin Printed in Germany ISSN 0885-4580 ISBN 978-3-428-15019-9 (Print) ISBN 978-3-428-55019-7 (E-Book) ISBN 978-3-428-85019-8 (Print & E-Book)

Printed on no aging resistant (non-acid) paper according to ISO 9706 @

Table of Contents/Inhaltsverzeichnis/Table des Matieres

I. Texts from Heidegger's Nachlaß

Martin Heidegger Zu ,,Sein und Zeit'' im Lichte des erlangten inständigen Denkens . . . . . . . . . . .

9

II. Articles

Frank Schalow The Turning and the Question of the Political: The Need for Hermeneutic Guidelines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

15

Elad Lapidot Heidegger's Teshuva?

33







































































































Francesco Alfieri Martin Heidegger und die kontroverse Auslegung seiner ,,Schwarzen Hefte''. Eine Geschichte, die noch völlig umzuschreiben ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

53

Tarmo Kunnas Heideggers Schwarze Hefte ein wissenschaftlicher Skandal oder: Viel Lärm -

um Nichts? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

65

Pascal David La brutalite de l ' animal comptable. Acceder aux Cahiers noirs . . . . . . . . . . . . .

91

Udo Reinhold Jeck Philia und Eros. Überlegungen zu einer neu edierten Aufzeichnung Martin Heideggers über Parmenides (fr. 1 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 05

Andrea C. Bertino Opfer und Wahrheit bei Martin Heidegger

































































1 29

6

Table of Contents/Inhaltsverzeichnis/Table des Matieres

Tina Röck Denken und Ding. Bauen, Wohnen, Denken der Gelassenheit . . . . . . . . . . . . . .

151

Marc-Antoine Vallee Schopenhauer et Heidegger: metaphysique et principe de raison























1 67

Rosa Maria Marafioti Heidegger und Cezanne: Der denkend-dichtende Pfad durch und über die technische Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 83

III. Essays in Interpretation

Helmuth Vetter Mario Fischer: Religiöse Erfahrung in der Phänomenologie des frühen Hei239 degger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

George Kovacs Heidegger in Dialogue with Husserl











































































245

Ewald Richter Band 84. 1 der Heidegger-Gesamtausgabe. Heideggers Seminare zu Kant und Leibniz in der ersten Hälfte der 30er Jahre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259

Bernhard Radio.ff Finite Transcendence and Historicity: Heidegger and Kant

































287

Chiara Pasqualin Irene Borges-Duarte: Arte e tecnica em Heidegger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

305

Klaus Neugebauer Metaphysik ist eigentlich Theologie











IV. Update on the





































Gesamtausgabe

Addresses of Contributors





























311

319

335

1. Texts from Heidegger's

Nachlaß

Zu ,,Sein und Zeit'' im Liebte des erlangten inständigen Denkens

Martin Heidegger 1. Das Entgegen

kommen - zu denken (Sein und Zeit)

Zukunft*

Zeit

Ekstasis

Sein Ereignis

Verwandelnd Anfang Der Schmerz als die erste Übereignung

* Aber gerade nicht Planung - und nicht historisch nicht Bewußtsein und Wissen, sondern ,,Sorge'' - als Wesenszugang des Menschen in die Wahrheit des Seyns. Sorge - nicht ontisch - dennoch. 2.

Stimmung, Befindlichkeit, Gefühl In der ,,Stimmung'' ist (existenzial-inständig, im Umkreis der einzigen Besinnung auf die Wahrheit des Seins) an die stimmende Stimme gedacht, die den Menschen (d. h. wiederum sein Wesen als da-seinshaftes, die Lichtung des Seins wahrendes, fügendes) stimmt in den jeweiligen Bezug des Seyns zu ihm. Zum Wesen der Stimme des Seyns gehört ,,das Wort'' - dessen Wesen hat hier seinen Ursprung. ,,Befindlichkeit'' ist die Weise, wie sich das Menschenwesen (wiederum existen­ zial, nicht anthropologisch gedacht) in der Wahrheit des Seyns findet, d. h. wie innerhalb der Lichtung des Seyns und wie es zu diesem steht und es wahrt und d. h. bedenkt und daran denkt. ,,Stimmung'' und ,,Befindlichkeit'' sind nicht ,,emotional'' vorgestellt und nicht als Ersatz der bisherigen ,,Gefühls''-lehre gemeint. Die Namen versuchen etwas zu nennen, was im Umkreis der Frage nach dem Sinn des Seins und nur da gedacht werden muß.

10

Martin Heidegger 3.

Das Wesen des Menschen beruht im Seinsverständnis. Das Sein verstehen ist Ent­ wurf der Lichtung, worin ,,Sein'', ungegenständlich und unvorstellbar, ins Offene kommt. Der Entwurf ereignet sich. 4. Welt

Erde

Heimat

Welt

Zuhandenes

Inständigkeit Vorhandenes

Hier das Nächste des Zeugs und der Hantierung das Vor-handene und was der Hantierung zugrunde liegt, von ihr genutzt und durch sie ,,erschlossen''. So nur die erste Kennzeichnung des metaphysischen Grundes, auf dem die Technik erst entspringt. Sie setzt die 'tEXV11 ELÖo� vA.11 voraus -; ist aber nicht eine bloße Fortbildung und Erweiterung der 'tEXV11.

-

-

Entscheidend ist: 1 . 2.

die Wahrheit als Gewißheit - Sicherung das Sein als Vor-gestelltheit des planenden rechnenden Herstellens

vorausberechnenden sichernden

3 . Sein und Wahrheit als der Wille 4. wie hier ,,Natur'' als ,,Kraft'' und Kraftspeicher?

Nachwort des Herausgebers F. -W. v. Herrmann Die hier aus dem Nachlaß Martin Heideggers veröffentlichten vier Textstücke sind von Martin Heidegger zusammengefaßt unter dem Titel ,,Zu ,Sein und Zeit' im Lichte des erlangten inständigen Denkens''. Inhaltlich gehören auch diese so zusammengestellten Aufzeichnungen zu jenen zahlreichen kleineren und größeren Manuskripten, die das Verhältnis des fundamentalontologischen Denkweges von ,,Sein und Zeit'' zum seinsgeschichtlichen Denkweg des Ereignisses bedenken, der seine erste und grundlegende Gestalt in der großen Abhandlung ,,Beiträge zur Phi­ losophie (Vom Ereignis)'' ( 1 936- 1 93 8) erhalten hat. Mit der vom Herausgeber besorgten Übertragung der Handschrift wurden die Aufzeichnungen für den Druck mit arabischen Ziffern durchgezählt. Die Schreib-

Zu ,,Sein und Zeit'' im Lichte des erlangten inständigen Denkens

11

weisen Martin Heideggers werden durchgehend unverändert wiedergegeben. Die in der Handschrift erkennbaren Einrückungen erscheinen im Druck als Absätze. Unterstreichungen in der Handschrift werden im Druck als Kursive ausgewiesen. Die Zeichensetzung ist in wenigen Fällen dem Vorgegebenen angepaßt worden. Dem Nachlaßverwalter danke ich sehr herzlich für die Genehmigung der Erst­ veröffentlichung dieser Textstücke, die innerhalb der Gesamtausgabe im Band 82 ,,Zu eigenen Veröffentlichungen'' erscheinen werden. Herrn Rechtsanwalt Arnulf Heidegger danke ich vielmals für den überprüfenden Vergleich der Übertragung mit den handschriftlichen Vorlagen.

II. Articles

The Turning and the Question of the Political: The Need for Hermeneutic Guidelines

Frank Schalow The controversy surrounding the publication of The Black Notebooks has once again called into question the connection between the political and Heidegger's philosophy, and, specifically, through its enactment as ''being-historical thinking." 1 As I will argue in this paper, however, the latest attempt to ''prioritize'' the politi­ cal, which has come to the forefront again as a central leitmotif for interpreting Heidegger's texts, does not stand alone; instead, this tactic is intermeshed with another, systematically fallacious attempt to ''genetically'' derive his philosophy (including the task of being-historical thinking) or trace its ''historicist'' develop­ ment. These two ''fallacies," which for decades have been at the core of misinter­ preting Heidegger's thought, include: 1 ) the attempt to ''chronologize'' Heidegger's philosophy in terms of discrete phases, the model for which was first introduced over fifty years ago by William J. Richardson, S. J. through his division between ''Heidegger I'' and ''Heidegger II'' (leading to the subsequent split between the ''early'' and ''later'' Heidegger); 2 and 2) annexing the enactment of Heidegger's thinking, including the singular ''sway'' of its language, to a narrative on the politi­ cal. In developing my thesis, I will attempt to show how the need for hermeneutic guidelines have never been greater, as we revisit the point of intersection between Heidegger's thinking and the political (and how the latter can be rendered ques­ tion-worthy once again). In seeking a hermeneutic guideline to address the concern for the political as it surfaces in (albeit is not confined to) The Black Notebooks, it will not only be necessary to outline, negatively, the difference between rendering the political question-worthy in its own right, and subsuming Heidegger's thinking under the umbrella of the political (I., II.), but, also show, positively, how we can decipher the ambiguous ''signposts'' of the political, which point across the chasm of the Heidegger, Überlegungen, II-VI (Schwarze Hefte), GA 94, ed. Peter Trawny (Frank­ furt am Main: Vittorio Klostermann, 2014). See also Peter Trawny, Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung (Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann, 2014). 2 For a concise account of Richardson's distinction, see Parvis Emad, Translation and Interpretation: Learning from Beiträge, ed. F. Schalow (Bucharest: Zeta Books, 20 1 2), 1

PP.

Xll-Xlll. • •







16

Frank Schalow

end of modernity (and its imprint of machination) to the ''other onset'' (III., IV.). In developing my thesis, I will employ the ''being-historical'' language of Beiträge zur Philosophie (including its emphasis on the ''turning'' [die Kehre]) as a ''coun­ ter-turning'' [ Widerkehre]), in order to distinguish the preparatory, ''hermeneutic step'' for exploring the political implications of the ''Notebooks." Through this her­ meneutic strategy, we will answer the call of ''learning to think'' (i. e., of becoming more adept at the craft of thinking in its attunement to the unsaid). 3 In this way, we allow the fault line or ''fissure'' (Zerklüftung) traversing Heidegger's thinking to open up new possibilities for its appropriation, 4 in such a way that the controversy surrounding the political can become a springboard to what is most question­ worthy. 1.

In his essay ''The Onto-theo-logical Constitution of Metaphysics'' ( 1 956-57), Heidegger undertakes a ''step back'' (Schritt züruck) from metaphysics into its ori­ ginative possibility. 5 The step back would elicit a new orientation and grounding­ attunement to the matter of thinking and its historical enactment by virtue of the explicit differentiation between being and beings. The jumping-off point and guid­ ing edge of this new ''venture''6 or enactment of thinking resides within the ''turn­ ing," characterized, first and foremost, not as a ''change'' in the direction of Hei­ degger's enterprise, but instead, as the ''turning unto each other," of being and Da-sein, reciprocally. 7 What does this new enactment of thinking, as set in motion and directed by, the ''turning'' (die Kehre), have to do with the challenge of examin­ ing the ''political," that is, as recast in light of the flurry of new concerns spawned by the publication of the ''Notebooks?'' Everything. At stake the controversy sur­ rounding Heidegger's philosophy is the premise for undertaking a critique of his thinking, that is, in terms of a strategy that he himself coined for re-opening the task of ''destruction. '' How can such a venture be formulated anew in methodolo­ gical terms? Two possibilities immediately emerge into the forefront: a narrative

Heidegger, Was heißt Denken?, GA 8 (Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann, 2002), pp. 8-12. See F. Schalow, ''Introduction," in Translation and Interpretation, pp. 24-25. 4 See George Kovacs, Thinking and Be-ing in Heidegger s Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis) (Bucharest: Zeta Books, 201 5), p. 440. 5 Heidegger, ''Die onto-theo-logische Verfassung der Metaphysik ( 1 956-1957)," in Identität und Differenz, GA 1 1 (Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann, 2006), pp. 6264, 67. 6 See Parvis Emad, The lssue of Anti-Semitism, Part 5-6. ''History'' and ''Nothingness'' in Heidegger and Nietzsche: Learning from Beiträge. The Question ofAnti-Semitism and the Black Notebooks (Budapest: Societas Philosophia Classica, 201 5), pp. 41-45. 7 See Heidegger, ''Contributions to Philosophy: The Da-sein and the Be-ing (Enown­ ing)," trans. P. Emad, in Translation and Interpretation, p. 29. 3

The Need for Hermeneutic Guidelines

17

approach, and another undertaking that makes the saying (Sage) of the text pri­ mary (including the ''hermeneutic guidelines'' for the interpretation thereof by questioning-back to what remains unsaid). The first approach begins by spinning a narrative which pre-grasps and pre­ evaluates various scenarios concerning Heidegger's involvement in the turmoil of 1 930s Germany; this narrative then extrapolates from these events to interweave the strands of Heidegger's thinking which supposedly implicate a political outlook and ideology, e. g., of fascism. We call this first approach ''associative'' thinking, because it seeks resemblances between Heidegger's presumed 'political' motiva­ tions and the development of his thought within a specific chronological period albeit, without questioning the place of the political within his thinking. 8 As the latest vanguard of the first approach, Trawny proceeds, albeit subtly, to implicate a connection between Heidegger's task of being-historical thinking and National Socialism. 9 The second approach takes its lead from what shows itself and the co­ responding challenge to think what remains unthought, namely, the need to expli­ cate the key topics of GA 65 insofar as they shape the landscape for understanding the Black Notebooks: including the Auseinandersetzung between being-historical thinking and the onslaught of machination at the end of modernity, 10 in and through the abandonment of and by being (Seinsverlassenheit). Rather than con­ structing a narrative in advance, this approach returns to what shows itself, in order to elicit the hermeneutic guideline that allows us to interpret the historical import of Heidegger's philosophy without fragmenting it into pieces, each of which can be tied to a political perspective. As Parvis Emad demonstrates, two hermeneutic guidelines arise at the outset to direct our understanding of '' Überlegungen II'' (rendered as ''Ponderings ''): the first pertains to its orientation within the Pen­ talogy (to the published volumes 65, 66, 69, 70, and 7 1 of the Gesamtausgabe) and its disruption of any focus on a ''system," and the second involves the ''venturing'' as epitomized by the ''leap'' (der Sprung) undertaken in GA 65. 1 1 Thus, the herme­ neutic guidelines correspond to what is un-thought (i. e., ''echoing'' what is un­ said), in such a way as to initiate a new way of saying-speaking which begins from the power of the language to disclose, that is, through its most ''elemental'' or ''grounding'' words. In this second approach, the two hermeneutic guidelines (of ''Ponderings'') elicit the crucial being-historical words, motifs, and concerns of

s

See Parvis Emad, ''Preface," in Translation and Interpretation, p. xiv. 9 For further explication of this division, see George Kovacs, ''Being, Truth, and the Political in Heidegger ( 1 933-34)," Heidegger Studies, 1 9 (2001 ) : 3 1-48. 10 See GA 94, where Heidegger emphasizes the importance of ''die Auseinanderset­ zung mit Nietzsche, '' as weil as ''der ganzen Abendländischen Philosophie, '' p. 178. 1 1 GA 94, p. 2 1 8 . Heidegger states: ''Seinsfrage: nicht eine Abschrift vom ' Seienden' nehmen und das in der gewohnten und fragwürdigen Blickbahn - sondern im Sprung das Seyn stiften." See Emad, The Issue of Anti-Semitism, pp. 41-45. Also see Peter Trawny's ''Nachwort'' to GA 94, pp. 533-534.

18

Frank Schalow

Contributions to Philosophy, by which we can outline in greater detail the ''path­ marks'' or specific (hermeneutic) markers for addressing the political implications of the Blacknotebooks. Accordingly, in Contributions, Heidegger articulates the ''turning relation of be-ing'' (der kehrige Bezug des Seyns) to Dasein, 1 2 the recipro­ city between the two as marking the ''region'' (Bereich) within which such tradi­ tionally key motifs such as ''freedom," ''decision," ''people'' ( Volk) can be brought to expression in concert with the language of the thinking of and by be-ing (Seyn). 13 In this regard, Contributions directs us to the origin of the vocabulary of the saying to formulate the question of politics, beyond the metaphysical construc­ tion of a 'political' narrative that seeks to annex Heidegger's thinking to a specific ideology ( e. g., National Socialism) - or, as understand in his words, from ''Pon­ derings, '' ''metaphysics as meta-politics.'' 14 To elicit the aforementioned hermeneutic guideline, we cannot simply contrast the two approaches, but must instead take a cue or ''hint'' from a different point of departure or the ''leap'' which Heidegger first enacted in Contributions to Philoso­ phy. In this ''leap," thinking becomes un-hinged from its reliance upon grounds, i. e., by abiding alternatively in the ab-ground. But what does this mean in herme­ neutic terms? Thinking undertakes a new venture as being-historical thinking. Such thought instead is governed by, and enters into the sway of, the withdrawal of being. Put in hermeneutic terms, thinking yields to what is un-thought and thereby un-spoken. In undergoing this transformation, or ''transition," if you will, the former (the un-thought) takes its cue from the latter (the un-said or un-spoken). While already ''on the way'' to Contributions, the ''Notebooks'' are, hermeneu­ tically speaking, also governed by the ''directive'' which shapes GA 65: in other words, that which is ''underway'' and integral to the dynamic of the ''turning," namely, the ''counter-turning." In section 255 (of GA 65), ''Turning in Enowning," Heidegger states: Turning holds sway between the call (to the one belonging) and the belonging (of the one who is called). Turning is counter-turning [ Widerkehre] . . . All language of Da-sein has its origin here and is therefore essentially stillness (cf. reservedness, enowning, truth, and language). As counter-turning enowning ''is'' thus the highest mastery over the coming-toward and the flight of the gods who have been. 1 5

12

See Heidegger, Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis), GA 65 (Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann, 1 989), pp. 254-257. Contributions to Philosophy (From Enown­ ing), trans. P. Emad and K. Maly (Bloomington: Indiana University Press, 1 999), pp. 180182 (Section #1 36). 1 3 See Berhard Radloff, ''Contra Antiphon the Sophist: Aristotle, Heidegger, and the Planetary Order," Existentia XXIV, 3--4 (20 14): 3 2 1 . 1 4 GA 94, pp. 1 1 5-1 1 6. 1 5 GA 65, p. 407; tr. 287.

The Need for Hermeneutic Guidelines

19

In the language of Being and Time, the ''as'' of interpretation (the existential­ hermeneutic ''as'' [existenzial-hermeneutische ''Als '']), 16 or what provides the lin­ guistic fulcrum to distinguish, differentiate, and determine, reverts into its oppo­ site: i. e., the ''as'' as implicating and incorporating the negativity of the withdrawal of being. That is, the determinateness of the ''as'' is rescinded and resubmitted instead as the ''not as," such that thinking must follow the movement of the with­ drawal and the refusal of being, in order to be able to initiate a ''saying'' (Sage) that can speak primordially (in reference to the ''unsaid''), e. g., become ''meaningful'' and evoke new idioms (of determination). When viewed in this light, the herme­ neutic guideline for interpreting the concern for the political, as it arises in the ''Notebooks'' (and elsewhere) is the turning as ''counter-turning," which transposes the fulcrum of the ''as'' of determination into the sway of gifting-refusing of being. Because this hermeneutic guideline first becomes explicit in Contributions, GA 65 establishes the context for understanding the ''Notebooks." Accordingly, when we attempt ''to speak'' of the political, we can no longer assume what is conventionally meant by that concept, but must instead, in lieu of the ''counter-turning," heed the weight and power of the ''not'' in order that we can be ''called'' to question what the political ''means'' in a new and unprecedented way. But what would be a hermeneutically apt term to describe this new trans-posi­ tion of questioning, widening the orbit of the hermeneutic circle? The most herme­ neutically sound word, which provides a directive to move thinking along its path, would be a ''venture." Such a venture distinguishes the enactment of being-histor­ ical thinking, and, as circumscribing the context of the ''Notebooks,'' reveals the intrinsic connection between these texts and Contributions to Philosophy. What is this venture? In heeding the withdrawal of being, thinking embarks upon an inquiry into truth as the tension between concealment and unconcealment, that is, in light of GA 65, the experience of the sheltering-concealing of truth as un-truth. To quote Kovacs: Thus thinking . . . undergoes a historical transformation, a revolution in the way of think­ ing; through the venture of seeking-questioning, it takes place as attuned by [b]e-ing in and as keeping silence, as telling silence. Thinking as seeking-questioning opens up, radicalizes, deepens thinking itself; it is a forging-ahead or a way that is always under­ way, that opens up the future, the coming saying and surmising of the ''order'' and the ''fuge'' of enowning . . . 1 7 Through its risky venture into the ''sway'' of un-truth, thinking begins to ''turn'' in another direction. The inquiry into the question of being is drawn along a new course, such that the counter sway of un-truth, of its ''negativity," transforms the

16

See Heidegger, Sein und Zeit, GA 2 (Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann, 1977), pp. 2 1 0-2 12. 1 7 Kovacs, Thinking and Be-ing in Heidegger s Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis), p. 439.

20

Frank Schalow

entry point into the ''question of all questions. ' 1 8 Thus, for example, the question of being reappears as the ''forgottenness of and by being'' ( Vergessenheit des Seins), the concern for the ontological difference re-emerges as the forgottenness of the difference between being and beings. '

How, then, can we address anew this ''difference," from out of the counter sway of untruth and the predominant negativity which grounds a distinctive historical epoch, e. g., nihilism? The epoch of modernity brings to light the forgottenness of the difference in which being's withdrawal allows beings to appear in a distinctive way for the purposes of use, manipulation, and exploitation. Rather than happen arbitrarily, being belongs to this abandonment, in the sense of a historical self­ withholding in which the dual prospects of its enownment and dis-enownment interplay to create the different epochs in the history of metaphysics. The forgot­ tenness of being thereby comes to fruition, and assumes its most extreme possibi­ lity, in and as the abandonment of and by being. In this abandonment ''of and by," being becomes so completely ''forsaken'' as it withdraws in the wake of beings themselves and their deliverance over to the technized purposes of production and consumption, manipulation, and exploitation. Heidegger coins the being-historical word ''machination'' to describe this historical transformation and development. Machination thereby opens forth the era of modernity, not only as making way for the accelerated growth of technical skills and knowledge, but also as calling us to question the origin of this era within the wider compass of the history of being, that is, in and as the abandonment of and by being. In this transformative moment, the question of all questions begins to turn around: that is, as marking the historical crossroads in which die Seins/rage can be recast as the ''Die Frage nach der Technik." At this crossing, being-historical think­ ing emerges to 1 ) project-open the question concerning technicity 2) address what is still to be decided, for example, concerning the political, as first appearing within the counter-sway of Seinsverlassenheit, machination, and nihilism. The dis­ tinctive emphasis on the ''as'' becomes crucial. For the hermeneutical-as becomes determinate by playing out to the extreme the counter resonance of negativity, rather than developing a linear set of determinations that are given proximally and readily associated. What at first seems to be a simple question, e. g., ''what are the essential elements of the political?'', must instead be recast along the extended arc of the hermeneutic circle. Moreover, the inquiry itself precludes a linear approach, in such a way that the ''essentialist'' agenda of fixating determinations must also be repealed and withdrawn. When explicitly enacted, however, this ''step back'' into the un-thought and un-said is prepared and prefaced by a ''leap'' into the broader orbit of being-historical thinking. Can we address anew this ''difference," from out of the counter sway of untruth and the predominant negativity which grounds a distinctive historical epoch, e. g., nihilism? is

GA 65, p. 1 1 ; tr. 8.

The Need for Hermeneutic Guidelines

21

II. In asking this question, we return, philosophically speaking, to the issues that marked Heidegger's entryway into the turbulent period of the 1 930s, the sway of untruth and its shadow of nihilism. In the furry of this turbulence, perhaps the gulf between 'thinking' and ' doing,' between 'theory' and 'praxis,' never becomes wider. Under this veil of nihilism, even the simple assessment of what is ''valu­ able," becomes problematic, insofar as the manipulative forces of machination allow the 'good' to appear as 'bad,' and vice-a-versa. In order to encounter this imminent and ubiquitous '', Bollati Borin­ ghieri, Turin 2014. 4 Der Ausdruck meint die Situation, in der jemand ein Produkt im Verlauf der Zeit auf tausend verschiedene Weisen immer wieder neu vermarktet.

Martin Heidegger und die kontroverse Auslegung seiner ,,Schwarzen Hefte''

59

zung bei Bompiani5 veröffentlicht und bei einem von ,,Milanesiana'' am 6. Juli 6 organisierten Anlass vorgestellt worden war. In Absprache mit Prof. von Herrmann entschieden wir, ins Feld zu ziehen und unsere Aussagen nicht den üblichen Tageszeitungen anzuvertrauen, sondern uns an die vertrauenswürdige Journalistin Claudia Gualdana zu wenden. Sie arbeitet ftir mehrere Tageszeitungen und sie zeigte uns, wie schwierig es ist, den notwendigen Platz zu finden und die Stimme einiger Aussagen laut werden zu lassen, durch welche die sich auch in Italien breit machende Instrumentalisierung seitens der Medien eingedämmt werden konnte. Die Tageszeitung ,,Libero''7 wurde sich dank des Einsatzes der Journalistin Claudia Gualdana sofort der Bedeutung der Sache bewusst und dass die Autorität von Prof. von Herrmann und von Herrn Dr.Hermann Heidegger die ,,nötigen Stim­ men'' waren, welche allein dazu beitragen konnten, die komplexe Frage zu klären. Denn inzwischen war die Situation auch in Italien durch die Veröffentlichung der italienischen Übersetzung von Trawnys Buch noch verwirrter geworden. Der Zei­ tung ,,Libero'' sind wir zu Dank verpflichtet, denn dank des am 28. Mai erschiene­ nen Artikels von Claudia Gualdana wurden erstmals die Aussagen von Prof. von Herrmann und von mir veröffentlicht: Diese Aussagen wurden auf internationaler Ebene aufgenommen, zum Beispiel von der Tageszeitung ,,Frankfurter Rund­ schau'' vom 24. Juni und in einer zweiten Phase von Trawny selbst. Dieser merkte so, dass Prof. von Herrmanns Schweigen nicht mehr lange dauern konnte und dass sich seine Spielchen nun gegen ihn wendeten. Aber ich möchte nun näher zu den oben erwähnten Punkten eingehen und dabei Prof. von Herrmanns Worte zitieren, denn nur so kann verstanden werden, was daraus folgt. Prof von Herrmann sagt, dass Trawnys Thesen 8 .

Vgl. Trawny, Peter, Heidegger e il mito della cospirazione ebraica, it. Übers. von C. Caradonna, Bompiani, Mailand 201 5 . 6 Vgl. Ruggeri, Miska, Heidegger impiccato a cinquanta righe. Trawny accusa ilfiloso­ fo di > sulla base di poche ambigue frasi in quasi 1. 500 pa­ gine, in Libero (07. Juli 201 5), S. 27. 7 Ein herzliches Dankeschön geht an den Direktor Maurizio Belpietro und an seine Mit­ arbeiter Francesco Specchia, Miska Ruggeri und Claudia Gualdana, die sich von Anfang an sehr offen und professionell gezeigt haben, obwohl sie sich sehr wohl der heiklen Frage bewusst waren, die eine absolute Vorsicht und intellektuelle Aufrichtigkeit verlangte. Zum Glück gibt es noch einen ehrlichen Journalismus, der streng objektiv kommuniziert. 8 Gualdana, Claudia, >. Von Herrmann, coordinatore dell 'opera omnia del grande filosofo tedesco, attacca il curatore Trawny: > . Diese Worte scheinen besonders hart zu sein - meine eigenen zitiere ich hier nicht, da ich sie bereits vorausgeschickt habe - aber sie zeigen Prof. von Herr­ manns Geradlinigkeit, seine Abscheu vor Trawny's Verblendung, der es nicht ftir nötig gehalten hatte, sich mit denen auseinanderzusetzen, die sich seit Jahren mit diesen Fragen beschäftigen. Es sind harte Worte, aber wenn sie mit Trawny's Inter­ pretation verglichen werden, fällt sofort auf, dass Prof. von Herrmanns Ausdrucks­ klarheit der kulturellen Ruhmbesessenheit einiger skrupelloser Schreiber keinen Raum lässt. Auch Dr. Hermann Heidegger beschloss, sich zu Wort zu melden, indem er einen Brief schickte, der zusammen mit Prof. von Herrmanns und meinen Aus­ sagen in ,,Libero'' veröffentlicht wurde:

Zum ersten Mal sehe ich mich vor einen Text gestellt, dessen noch zu sam­ melnde Resultate nicht ausdrücklich angekündigt werden können, da sie in Kürze im Band, den Prof von Herrmann und ich verfassen, veröffentlicht werden. Mit diesem Band wird der Leser die pars construens von dem geboten bekommen, was hier nur angetönt werden konnte, und in die spezifische Diskussion der philosophi­ schen Fragen eingeführt werden. Der hier Gefeierten gegenüber sind wir alle dankbar dafür, dass sie uns gezeigt hat, wie wichtig die Forschung an den Quellen und die ständige kritische Konfron­ tation der erreichten Resultate nach Husserls Motto: ,,Zu den Sachen selbst'' ist. Meine Bemerkungen sollen den Weg ,,zurück'' zu einem neuen Fragen sein, das ohne Vorurteile und ohne den Einfluss voreiliger Schlussfolgerungen das Wesen der Aufzeichnungen der ,,Schwarzen Hefte'' zu erarbeiten versucht mit Berücksich­ tigung der historischen Kategorien, innerhalb derer sie entstanden sind. Ich möchte also den anachronistischen und unphilosophischen Auslegungen entgegenwirken, zu denen sich der Leser allzu oft durch die j eweilig auftretende Marionette hinrei­ ßen lässt. Literatur Di Cesare, Donatella, Heidegger e gli ebrei. 1 >, Bollati Boringhieri, Turin 2014. Gualdana, Claudia, >. von Herr­ mann, coordinatore dell 'opera omnia de! grande filosofo tedesco, attacca il curatore Trawny: entre les antisemitismes raciste et chretien, antijuda!sme et antisemitisme, tous deux etant > du fait de >. 2 Meme si les passages litigieux releves sous la plume de Heidegger apparaissent comme autant de > d'une critique du christianisme autrement presente et vigoureuse, et

1 P.

Trawny, Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung, Francfort, Klostermann, 2014. 2 J. Isaac, Genese de l 'antisemitisme, Calmann-Levy, Paris, 1 956, respectivement pa­ ges 20, 26-7, 134.

Pascal David

92

en lui du catholicisme, si > qu' ait pu etre sa propre rupture, alors consommee, avec son >. D 'Oll cette remise en question du christianisme en son aspiration a un pouvoir temporel, contemporaine des Grands Cimetieres sous la lune de Georges Bernanos. Le soup9on d'une par l'anti­ semitisme ambiant n' est guere recevable dans la mesure oll, d 'une part, le propos de Heidegger n' a rien de racial et se demarque tres clairement de toute perspective raciale ou raciste contre laquelle sa pensee n'a jamais cesse de s'inscrire en faux3 ; et, d'autre part, dans la mesure Oll fort nombreux sont les passages des ecrits de Heidegger rediges durant le Troisieme Reich qui declarent sans ambages a quel point l' air du temps lui etait alors irrespirable. On ne voit guere comment un propos pourrait etre > par l ' antisemitisme ambiant sans pour autant se referer a la race: l'accusation est donc insoutenable. En outre, il n'y a rien, dans ce que les tomes 94, 95 et 96 de ! 'Edition integrale disent du Judentum, qui viserait specifiquement le monde juif en le mettant au ban des nations, rien n' en est dit en des termes discriminants par lesquels celui-ci serait specialement vise ; tous les termes employes s' appliquent au contraire aussi bien et meme plus generalement a l ' esprit des Temps nouveaux. Bref, comme le declarait Antonio Machado dans La Vangardia du 27 mars 1 93 8 : > ,

A premiere vue, les rares passages incrimines semblent reprendre quelques cli­ ches antisemites ecules. Auquel cas il faudrait les mettre au compte d'une pensee se laissant aller parfois a ce qui n' est pas elle, illustrant par la meme ce Verfallen, cette defaillance structurelle, ce > auquel est exposee toute existence humaine, tel qu'il est thematise dans quelques pages du traite de 1 927 Etre et temps (§ 3 8). A moins qu'il ne faille les lire au second degre, en voyant dans l'ap­ parente reprise de cliches antisemites ecules leur ironique mise a distance. Si lire consiste a mettre un auteur en accord avec lui-meme, cela nous permettrait de com­ prendre la formulation constante, par Heidegger, d'un rejet explicite de l'antisemi­ tisme, jusque dans les Cahiers noirs qui qualifient celui-ci de töricht und verwerf­ lich, . La question reste ouverte. Mais par-dela la legitime repulsion qu'inspire aujourd'hui toute forme d'anti­ semitisme, tout propos prenant pour cible un peuple alors persecute en Allemagne, il se pourrait que le barrage edifie contre les Cahiers noirs fussent lies a de tout autres motifs, moins avouables: lies a ce qui, dans la pensee de Heidegger, profon­ dement derange, eu egard notamment aux presupposes & conditions de possibilite

3 Un exemple parmi beaucoup d'autres: dans des notes de 1 939 sur Ernst Jünger, Hei­ degger cite avec insistance le mot de Nietzsche: (M. Heideg­ ger, GA 90, 254) .

La brutalite de l' animal comptable

93

du nazisme degages par notre auteur, et dont rien ne dit qu'ils seraient aujourd'hui taris a la source, bien au contraire. La mise au jour de ces presupposes remet en question tout le deploiement de la pensee occidentale jusqu'a son ultime figure, celle du nihilisme acheve, ce qui constitue les ressorts de notre epoque et de notre monde mais demeure en lui ininterroge. Quitte a devoir, pour ce faire, > tout le canevas de la metaphysique dans lequel la pensee occidentale a fini par s' emberlificoter. Detourner le public du contenu proprement dit des Cahiers noirs revient donc a lui interdire d'acceder, a s'interdire d'acceder a ce qui, en eux, met en lumiere de maniere tres crue et remet en cause, mais bien amont, l' arriere-plan metaphysique des catastrophes du xxeme siecle - car celles-ci ne sont quand meme pas tombees du ciel - et par la de continuer a faire la sourde oreille au tra­ vail >, dit Fran9ois Fedier qui ajoute: designe en fran9ais actuel ce dont on parle, ce dont il est question, par exemple dans un ouvrage. Refection de l ' ancien fran9ais purpos, qui a donne purpose en anglais, c' est un deverbal du verbe , du latin pro-ponere, placer devant les yeux, presenter au regard. Ce terme a donc d'emblee une vocation phenomenologique, en ce qu'il dit une exhibitio, une Darstellung, une monstration visant a faire voir, en ce qui est, ce qui est, ce qui deploie son etre. A en donner des aper9us. A ouvrir quelques fenetres. Des fenetres, en effet, si l'on veut bien se souvenir que > qui, >) et sa consolidation seraient ainsi solidaires d'une promotion de l 'action. Les actions des hommes peu­ vent etre des exactions et ressortir au domaine de la brutalite. Mais elles peuvent aussi etre humaines. 11 ne suffit pas qu'une action soit accomplie par un homme pour qu'elle soit humaine. Thomas d ' Aquin distingue en ce sens les actions des hommes et les actions proprement humaines, dictees a l' animal rationale par sa ratio. Les actions des hommes et parmi elles les actions humaines ont toutefois en commun d 'etre des actions. L'action consiste par definition a agir, du latin agere, au sens propre et premier: pousser devant soi, par exemple un troupeau. On dit volontiers aujourd'hui: >. Mais tout en se gardant bien de s'interroger plus avant sur le sens qu'il y a a se contenter de vouloir les choses comme sur le sens dans lequel on entend les faire avancer, qu'il suffira de qualifier de pour se tenir quitte a peu de frais de tout ques­ tionnement plus pousse. C ' est que depuis le monde romain nous nous ber9ons volontiers de l ' illusion selon laquelle il suffirait au fond de faire avancer les choses pour contribuer a l 'avenement d'un monde meilleur et plus humain. Toute action suppose un agent, compris comme en etant la cause efficiente. Actiones sunt suppositorum, dit un adage scolastique auquel il arrive a Leibniz de se referer: les actions sont [actions] des suppöts. En termes post-scolastiques: pas d'action sans sujet. La promotion de l 'action, derriere laquelle se profile necessai­ rement un agent, prepare ainsi le terrain a un moi humain se comprenant lui-meme comme suj et. La promotion ou mise en avant de cette mise en avant qu' est l' action - - entendue comme action de l 'homme va a son tour configurer un monde ou tout depend de l ' action humaine, comme si l'action appelait d'elle-meme sa propre surenchere. D'un qui n'est plus configure par l'homme mais par lui fabrique et ou il n'y a plus rien, y compris l'homme lui-meme, qui ne se fasse. C ' est l'univers de ce que Heidegger a commence par appeler la Machenschaft, ou regne de l 'efficience. Definition possible du nihilisme: lorsqu'il n'y a effectivement plus rien qui ne se fasse. Un qui n'en est plus un, s'il l'a jamais ete9, lorsque la correlation sujet-objet en devient la seule grille de lecture 1 0. La brutalitas est donc liee a l' animalitas de l' animal rationale, selon la defini­ tion metaphysique de l ' etre humain, ou plutöt de l 'homme. Definition qui repose elle-meme sur une pseudo-evidence, a savoir . Autrement dit une essentielle dissidence. Pour ne rien dire de Spengler, aux yeux duquel >, dit au contraire Husserl dans sa Conference de Vienne de 1935. Pas plus pour Heidegger que pour Husserl l'humanite ne se reduit a une >. '

11 ne faut donc jamais oublier que l ' ideologie nazie a pu prosperer sur le terreau d'un biologisme alors dans l'air du temps, sur la base d'une conception de l 'homme a partir de son animalitas et que Heidegger, des 1 927, remet fonciere­ ment en cause en tous ses tenants et aboutissants. Le biologisme est par exemple un trait de la psychanalyse telle qu'elle a ete fondee par Freud, avec son vocabu­ laire nous parlant de (Triebe), d' (Erregung), etc. Cela n'avait pas echappe a Georges Politzer, dont la Critique des fondements de la psy­ chologie date de 1 92 7 et qu' il est instructif de mettre en parallele avec le § 1 0 d' Etre et temps, intitule . La premiere traduction fran9aise (partielle) du meme traite, due a Rudolf Boehm et Alphonse de Wael­ hens, parue en 1 964, disait quant a elle: > Que signifie donc au juste la notion de brutalitas? Nous reposons cette que­ stion, en comprenant mieux a present a quel point elle est ancree dans cette anima­ litas a partir de laquelle se definit l ' humanitas depuis le monde romain. La que­ stion de la bruta/itas peut etre abordee SOUS un eclairage existential OU historia/. Eclairage existential: c'est > (A. Rey) que > semble s 'employer en fran9ais depuis la seconde moitie du XVlleme siecle. Non pas que tout ce qui est masculin serait ipso facto brutal, mais la brutalite serait plutöt du ,

1 1 F. Fedier, DMH, p. 888, s. v0 . 12 Cite par Heidegger: GA 95, 138. 1 3 G. Politzer, Critique des fondements de la psychologie, tome spectivement pp. 148 et 137 (nous soulignons).

1,

ed. Rieder, Paris, re­

Pascal David

98

cöte du masculin que du feminin. Une expression telle que > sonne presque comme un oxymore. Ce qui dessine en creux une certaine vision de la feminite. La brutalite apparal't des lors comme une virilite exacerbee et par la devoyee, defiguree au point de devenir meconnaissable dans la caricature qu'alors elle donne d'elle-meme. Heidegger ne dit pas autre chose au fond lorsqu'il evoque dans un cours chers a la cineaste Leni Riefenstahl. Dans un autre horizon, un auteur contemporain affirme ceci: > Le monde grec, quant a lui, aurait fait plutöt l 'eloge de la douceur 17 . C 'est la vision romaine des choses que Spinoza reprend a son compte dans son Traite theologico-politique lorsqu ' il caracterise le peuple hebreu comme . Mais qu'en est-il au juste pour Heidegger? Dasein n'est en allemand ni mascu­ lin ni feminin mais neutre en son genre. D'ou sa , qui affligeait tant Sartre dans L'Etre et le neant (p. 443): > C ' est soit l 'un soit l' autre. Passage du neutre, ni l 'un ni l' autre, au soit l 'un soit l' autre. Ou/ ou - les langues germaniques marquent autrement et plus fortement, par deux mots eux-memes differents, cette disjonction dans l ' alternative: entweder/oder en allemand. Bifurcation, scission departageante que dit precisement le mot latin sexus qui, comme le mythe d' Aris-

14

GA 66, 34. 1 5 R. Müller-Mehlis, Die Kunst im Dritten Reich, Wilhelm Heyne Verlag, Munich, 1 976, p. 12. 1 6 Delphine Horvilleur, En tenue d 'Eve. Feminin, pudeur et judaisme, Grasset, Paris, 2013, p. 149, qui renvoie a: Sander Gilman, The Jew 's Body (Routledge, 1 992). 1 7 J. de Romilly, La Douceur dans la pensee grecque, Les Bell es Lettres, Paris, 1 979. 1 8 M. Heidegger, GA 27, 146-7. '

La brutalite de l' animal comptable

99

tophane dans le Banquet de Platon, reposerait sur l' idee de coupure. A cet egard, Heidegger n'aurait sans doute pas desavoue les gender studies: le genre (genus), distingue du sexe (sexus), n'est pas inne mais acquis, il n'est pas donne mais , a ceci pres que cette > ne releve pas a ses yeux du > mais de l' existential. La sexuation ne releve pas en effet a ses yeux du biologique mais de l' existential, elle presuppose cette structure ontologique de l' existence humaine qu' est l ' etre-avec, elle presuppose ce miteinander >. Des lors qu'il lui revient d'assumer son etre-sexue en s'arrachant a sa > - entendons: ne reposant sur rien de physique - le Dasein se retrouve , , > (zwiespältig), . Dispersion, Zer-streuung que Heidegger fait remonter a une Streuung, a une > originaire, le prefixe allemand zer- correspondant au latin dis­ marquant notamment la separation, la direction en sens opposes, une divergence 19 . La spersion originaire du Dasein en sa > va se prolonger en une di-spersion par sa sexuation. Paradoxalement, le Dasein se choisit comme celui ou celle que 9a n'avait pas choisi d 'etre en entrant dans la peau de son per­ sonnage. Commentant le verset de la Genese disant (Gn 1 , 27), le Gaon Elie de Vilna disait au XVIIIeme siecle: Le clivage entre le masculin et le feminin passe ainsi en chaque homme et en chaque femme, plutöt qu'entre les deux sexes. Virilite exacerbee et devoyee, la brutalite consisterait ainsi en un refus de la part de l'homme au sens generique - femme ou homme - d'assumer sa propre feminite, d'assumer ce que Valery Larbaud appelle dans Fermina Marquez: > C 'est pourquoi il y a une grande imposture a parler du , comme Oll le fait inconsiderement auj ourd'hui, en entendant par la une mutation de l 'espece planifiee et contrölee par d' eminents representants du pouvoir bio-medical en vue de fabriquer du post-hominien, en faisant comme si l'humain en l'homme n'etait ,

19 M. 20

Heidegger, GA 26, 1 72-3 . M . Heidegger, GA 9, 323.

1 00

Pascal David

pas encore en attente de son accomplissement, vers lequel un tel programme ne saurait guere l 'orienter. Le § 1 0 d ' Etre et temps, que nous avons deja evoque, releve la definition de l 'homme comme animal rationale, mais sans problematiser le gouffre, la beance qui separe cette expression latine de sa source grecque, pro­ bleme que posera la conference de 1 93 5 sur : >, en faisant ressortir une forme de brutalite inoui:e qui, pour etre moins apparente que la violence physique et crimi­ nelle, dont le caractere criminel ne saute pas aussi directement aux yeux, n' en porte pas moins tout autant atteinte, quoique de maniere differente, a l ' etre de l 'etre humain. Telle est precisement la ( 1 3 , 1 7): ne les avait d 'abord couves ? La posture > et celle des > ne se rej oignent-elles pas au fond dans une commune adhesion a la mutation du savant en chercheur et a l' auto-promotion de l 'homme ou triomphe, la comme ici, la subj ectivite du sujet? Comme si une science de plus en plus deboussolee et un sujet de plus en plus nombrilise ne pouvaient que s'enferrer dans un meme carcan. Ou plutöt: comme si une science de plus en plus deboussolee ne pouvait trouver d'autre boussole que la subjectivite du sujet, dont pourtant elle procede dans sa quete d 'objectivite. Ici comme la vient s'attester a quel point, comme nous l'avons releve, >. Vhumanisme pourrait des lors ne pas constituer un horizon suffisant s' il est vrai que, comme l' avait note Jean Beaufret, >

23 Timothy Snyder, Bloodlands: Europe between Hitler and Stalin, 2010; trad. fr. P.-E. Dauzat: Terres de sang: l 'Europe entre Hitler et Staline, Paris, Gallimard, 20 1 2, p. 6 14. 24 Pour de plus amples developpements sur cette question, nous nous permettons de renvoyer a notre ouvrage Essai sur Heidegger et le judaisme. Le nom et le nombre, ed. du Cerf, Paris, 20 1 5 . 25 J. Beaufret, De l 'existentialisme a Heidegger, Vrin, Paris, 1986, p. 75.

1 02

Pascal David

11 y a donc une brutalitas que l ' on pourrait dire classique, sauvage, orgiaque et anarchique, et une brutalitas rationnelle, organisee, comptable, relevant des calculs de la >. Avec la Nuit des longs couteaux, ou Röhrn-Putsch du 3 0 juin 1 934, qui a contribue a ouvrir les yeux de Heidegger sur la realite du regime hitle­ rien, s' affirme la preponderance de la brutalite organisee sur la brutalite sauvage, avec celle de la SS sur la SA. Le tome 90 de ! 'Edition integrale des ecrits de Martin Heidegger, edite en Allemagne en 2004, contient de precieuses indications sur la maniere dont Heidegger a lu Ernst Jünger. Un point de divergence est la notion de . On peut y lire ceci: ,

> Au rassemblement des hommes en une communaute, celle d'un peuple, la substitue le reagencement d'une poupee desarticulee en pieces detachees. La notion meme de > fait ressortir le lien entre le biologisme et la technique qui s' opere alors. D ' apres Heidegger, l ' or­ ganique occulte ici du mecanique, qui a son tour n' est possible qu' a partir de la Machenschaft, du regne de l ' efficience: > C 'est face a l'emergence d'une forme rationnelle et organisee de brutalite propre au regime totalitaire du Troisieme Reich que la pensee de Heidegger nous met en garde, dans les Cahiers noirs, en la qualifiant de > (das ver­ zehrende Wesen des Rechnens). En soulignant que cette nouvelle forme de bruta­ lite n'est pas moins criminelle que celle a laquelle elle se substitue. V action inhu­ maine des hommes n' est plus celle qui echappe a la ratio, comme selon Thomas d' Aquin, mais celle ou la ratio de l ' animal rationale, devenue stricte computatio depuis Hobbes et Leibniz, se met au service de l 'animalitas a partir de laquelle metaphysiquement il se pense, plutöt qu' en direction de son humanitas. Vhomme 26 M. Heidegger, GA 90, 202. 27 M. Heidegger, GA 90, 20 1 , trad. Ph. Arjakovsky in: DMH, p. 1252, s. v0 SS. traduit ici Verschleierung, que l' on pourrait comprendre egalement comme le fait de jeter un voile pudique sur une realite qui vous meduse au point que sa vue en de­ vient insoutenable.

La brutalite de l' animal comptable

1 03

devient de moins en moins raisonnable au für et a mesure qu'il devient de plus en plus rationnel - jusqu' a la folie, ou la raison bascule en son autre, cette > dont a parle Primo Levi a propos du systeme concentrationnaire28 . 1? attentat ainsi perpetre contre l' etre de l ' etre humain precede la commission du crime a grande echelle, du meurtre de masse, de la , , , >, plutöt que prendre en consideration. C ' est dire que l' ampleur du desastre ne se mesure pas seulement par le chiffrage des victimes. Cette ampleur ne peut commencer a apparaitre tant que n' est pas prise en consideration ce que Stephane Zagdanski appelle, a propos de la Shoah, >: >Hegel, Phänomenologie des Geistes>Hegels Begriff der Erfahrung>Hegel>Liebe zum Wissen>die Wissenschaft>Philosophie Philo­ 12 sophie > Tragödie des ScheinsLAEiv - Gunst, hier genannt sei. Das Aufge­ hen gönnt dem Sichverbergen, daß dieses im eigenen Wesen des Aufgehens wese; das Sichverbergen west aber, indem es dem Aufgehen vergönnt, das Aufgehen zu ,sein'. In der cj:>voL� waltet die Gunst; nicht irgendeine Gunst und Vergünstigung, sondern die Gunst im Sinne des Gönnens, das nichts anderes gönnt als das Vergönnen, die Gewäh­ rung und Wahrung dessen, als was das Aufgehen west. Wenn für den modernen Menschen, der knapp drei Jahrhunderte alt ist, nicht schon alles in das Subjektive und Erlebnismäßige umgebogen, durch das rechnende Bewußt­ sein bewußt gemacht und d. h. zugleich in die fatale Region des sogenannten Unbewuß­ ten abgeschoben wäre, dann könnten wir jetzt ohne Gefahr der Mißdeutung auf ein Wort des Denkers Parmenides verweisen, der mit Heraklit den Anfang denkt. Das Wort des Parmenides (Fragment 13) lautet: JtQW'tlO'tOV �tEV �'EQW'ta 8c&v µ11'tLOa'tO JtcXV't(JJV . >>Als ersten freilich Eros der Götter erraten hat (sie) aller.voL� nennt. Wer

62

Ders. : Ebd. 63 Ders. : Ebd., S. 1 32-1 3 3 . 64 Ders. : Ebd., S. 132. 65 Vgl. ders. Hölderlins Hymnen >> Germanien>Der RheinDionysos Die Götter Griechenlands Symposion> Lehrgedichtes > Was heißt Denken? correspond a ce moment de l 'histoire Oll la metaphysique culmine dans un grand arraisonnement scienti­ fique et technique du monde. C 'est une tout autre intelligence de la metaphysique que l' on trouve chez Scho­ penhauer, pour qui la philosophie ne peut poursuivre sa vocation metaphysique

2

Voir notamment la declaration de Heidegger: () dans ( 1966-68) in M. Heidegger, Questions III et IV, Paris, Gallimard, Tel, 1 990, p. 282; Gesamtausgabe (= GA), Frankfurt am Main, V Klostermann, 1 975-, Bd. 14, p. 69. 3 Ibid., p. 282 (traduction modifiee) ; GA 14, 69. 4 Ibid., p. 282; GA 14, 70.

Schopenhauer et Heidegger: metaphysique et principe de raison

1 69

qu' en adoptant un mode de pensee nettement separe de l ' approche des sciences. Si la conception de Schopenhauer s' accorde avec celle de Heidegger sur l' affirmation que les sciences sont entierement soumises au principe de raison, sans jamais the­ matiser ce principe pour lui-meme, en revanche la philosophie ne pourrait acceder au domaine metaphysique qui lui est propre selon Schopenhauer qu' a partir du moment ou elle depasserait le principe de raison que seule la philosophie prend pour objet de sa reflexion. Aussi, la veritable metaphysique ne devrait pas etre comprise comme une pensee sous le mode de la representation, mais au contraire comme une percee au-dela du . Mais dans ce cas, ne pourrait-on pas affirmer que, derriere un desaccord terminologique entre Scho­ penhauer et Heidegger sur la notion de metaphysique, se trouve un accord plus fondamental sur la possibilite d'un mode de pensee specifique auquel on n'accede­ rait qu' en s' aventurant par-dela le principe de raison et la representation? Pour donner une reponse satisfaisante a cette question, il faut d'abord cerner d'un peu plus pres le projet philosophique de Schopenhauer. III. Metaphysique et principe de raison chez Schopenhauer c 'est a partir de sa reappropriation originale de la philosophie platonicienne et a

travers une certaine lecture de Kant qu'il convient de comprendre le projet meta­ physique de Schopenhauer. Notons pour commencer que cette demarche n' a rien a voir avec les interpretations neokantiennes de Platon qui viendront par la suite. Contrairement a toute tentative pour replacer la theorie platonicienne des Idees dans un cadre kantien, Schopenhauer s' efforce de reviser le cadre kantien de fac;on a permettre un retour a la theorie platonicienne des Idees. Cet effort pour revenir aux Idees s' inscrit dans une tentative plus vaste pour recouvrer un acces a la chose en soi, apres la demarche critique de Kant. Schopenhauer ne s ' attaque pas toute­ fois a la distinction entre le phenomene et la chose en soi. C ' est d'ailleurs, a ses yeux, le plus grand merite de Kant que d'avoir procede a une telle distinction5 . Cependant, son erreur aurait ete de ne reconnal'tre aucun acces possible a la chose en soi. Or Schopenhauer entend montrer qu'un acces a la chose en soi, qu'il iden­ tifie a la volonte (aveugle, pulsionnelle), est possible si on procede a une revision des rapports sujet-objet et du principe de raison suffisante en s'inspirant largement de la philosophie de Kant. C ' est ce qu' il tache de realiser dans son etude De la quadruple racine du principe de raison suffisante6 en 1 8 1 3 , puis dans Le monde comme volonte et comme representation en 1 8 1 8 .

s Cf., A. Schopenhauer, Le monde comme volonte et comme representation ( 1 8 1 8, 2e ed. 1 844, 3e ed. 1859), Paris, PUF, Quadrige, 201 1 , p. 522; Sämtliche Werke ( SW), hrsg. von A. Hübscher, 1948-50, Bd. 2, p. 494. 6 A. Schopenhauer, De la quadruple racine du principe de raison suffisante ( 1 8 1 3 , 2e ed. 1 847), Paris, Vrin, 20 1 3 . =

1 70

Marc-Antoine Vallee

Pour ce faire, Schopenhauer affirme la superiorite de la pensee de Kant par rap­ port aux philosophies qui la precedent, notamment sur toute philosophie > (entendue en un sens tres large) et sur tous les rationalismes > (representes par Leibniz et Wolff). Sa superiorite residerait essentiellement dans sa decouverte revolutionnaire du fait que > 8 . Le principe de raison ne determinerait donc pas le monde en soi, mais seulement sa realite phenomenale, puisque le principe de raison suffisante ne designe rien d'au­ tre pour Schopenhauer que les conditions formelles (temps, espace, causalite) de tout objet possible. Plus precisement, ce n'est que le monde en tant que representa­ tion qui obeirait au principe de raison, alors que le monde comme volonte y echap­ perait parfaitement. La philosophie critique de Kant permettrait ainsi de depasser toute forme de dogmatisme, que celui-ci prenne la forme d'un realisme nai:f ou bien d'un idealisme subjectif comme celui de Fichte. Dans les deux cas, on reste­ rait aveugle a la relativite du principe de raison en cherchant a soumettre les rap­ ports sujet-objet a un tel principe. On s'efforce ou bien de faire sortir le sujet de l'objet, ou bien de tirer l'objet du sujet lui-meme, sans jamais fournir de demon­ stration parfaitement satisfaisante. C ' est pour Schopenhauer meconnaitre une verite fondamentale, a savoir qu' >. Le principe de raison ne regle pas les rapports entre le sujet et l ' objet a proprement parler, il ne s' applique exclusivement qu'a l'objet dans la mesure ou il constitue pour un sujet. Ainsi, il constitue le principe de toute explication rationnelle des objets de ce monde et donc de toute connaissance scientifique. Mais precisement, en tant que principe de toute explication, le principe de raison suffisante ne saurait lui-meme etre explique. 11 demeurerait lui-meme sans raison, tout comme la chose en soi. Comme l'ecrit Schopenhauer:

7 Op. cit., 201 1, pp. 527-528; SW 2, 499. s Jbid., p. 4; SW 2, XI. 9 lbid., p. 38; sw 2, § 5, 16. 10 lbid., p. 38; sw 2, § 5, 16.

Schopenhauer et Heidegger: metaphysique et principe de raison

171

En effet le principe de raison est le principe de toute explication: expliquer une chose signifie ramener son existence ou sa relation presente a l 'une des formes du principe de la raison, principe en vertu duquel cette existence ou cette relation doivent etre telles qu'elles sont. En consequence, le principe lui-meme, c'est-a-dire le rapport qu'il affirme sous un de ses quatre aspects, n'est pas applicable au-dela: il n'existe pas de principe pour expliquer le principe de toute explication, de meme que l'reil voit tout, 1 excepte lui-meme 1 . 11 y aurait donc au moins trois choses qui, aux yeux de Schopenhauer, echappe­

raient irremediablement au principe de raison suffisante, et donc au mode de pensee de la science: 1 ) le principe de raison lui-meme, accepte comme un axiome, 2) la volonte, identifiee comme la chose en soi, et 3) les ldees, en tant que premiere manifestation objective de la volonte 12 . Cela n'empecherait cependant pas la philosophie de s' aventurer au-dela des limites de ce que la science ne peut expliquer. Ce serait meme sa vocation metaphysique propre que de rechercher un acces, par-dela le principe de raison, a la realite la plus fondamentale. Cette neces­ site de depasser le principe de raison impose a la philosophie une fa9on particu­ liere de s' interroger sur le monde. Pour autant que toute question est a la recherche d'une raison suffisante, et que le principe de raison ne s'applique qu' au monde des phenomenes, la täche du philosophe ne saurait etre, selon Scho­ penhauer, de decouvrir une cause efficiente ou une cause finale qui presiderait au monde lui-meme, cause susceptible de fournir une reponse a la question de savoir d' ou le monde provient ou a quelle fin il existe. 11 ne s' agit donc pas de repondre a la question: . Au contraire, si le philosophe s 'eleve au-dela du regne des phenomenes pour considerer le monde en lui-meme, il lui sera impossible d'affirmer que 13 . La seule question qu'il lui est permis de poser est plutöt: >. La fonction principale de l 'art n'est donc pas ici simplement d'alimenter un pur plaisir esthetique, mais de fournir une veritable connaissance des Idees a travers le plaisir esthetique. V important ici est que la contemplation esthetique, tout comme la contemplation philosophique, implique deux elements inseparables: le plus naturel a sa volonte de vivre. Et cette fois, c ' est du cöte des saints et des mystiques que le philosophe trouve des allies, puisque ces figures exceptionnelles de la vie religieuse offrent le modele par excellence d'une forme de vie qui ne se libere pas que momentanement du poids de la volonte (aveugle, avide et pulsionnelle), comme c' est le cas dans la connaissance estheti­ que des Idees du monde, mais qui le fait de fa9on durable. Le propre du saint et du mystique serait d ' avoir opere une conversion radicale, voire une negation complete de sa volonte, lui permettant de trouver une forme de paix et de serenite et d'attein­ dre le niveau de la contemplation pure ou >. Notons toutefois que ce ne doit pas etre entendu comme un neant pur et simple, un neant absolu, mais comme la volonte de vivre, comme chose en soi du monde, en tant qu' elle a passe par la negation d'elle-meme et a trouve le repos et la serenite. V absence manifeste d' in­ teret de Heidegger pour une telle metaphysique nihiliste (bouddhisante) de la volonte ne devrait pas cependant occulter l' insistance partagee par Schopenhauer et Heidegger sur la possibilite d'un mode de pensee specifique auquel on n'acce­ derait qu' a partir d 'une critique du principe de raison et du monde comme repre­ sentation. Le plus frappant est qu' en empruntant cette voie, Heidegger se tourne, a l ' instar de Schopenhauer, du cöte de l'art et de la mystique. Parmi les references communes a ces deux auteurs, on retrouve notamment les ecrits de Ma1tre Eckhart, ainsi que la poesie spirituelle d' Angelus Silesius, ou l'art et la mystique se rencon­ trent. Voyons ces elements un peu plus en detail. 11 convient d' abord d' insister sur les rapports etroits entre principe de raison et representation. Le point de depart de la reflexion de Heidegger sur le principe de raison reside dans le paradoxe entre l ' apparente evidence du principe de raison et la tres longue periode d'incubation de ce principe avant qu'il ne soit explicitement enonce SOUS une forme principielle par Leibniz. Comment expliquer ce decalage paradoxal? Vun des elements de reponse possible est d'evoquer le caractere efface de ce qui est si proche et si evident que cela prend un bon moment avant qu' il ne fasse l 'objet d'une veritable reflexion. Comme l'ecrit Heidegger: 2 1 . Mais il ne s'agit-la que d'un commencement de reponse. La suite du texte donne une reponse beaucoup plus complete et satis­ faisante. Elle apparal't precisement dans les liens que tisse Heidegger entre pensee representative et principe de raison. Qu' est-ce que penser sous le mode de la repre­ sentation? Cela signifie essentiellement poser quelque chose comme un (Gegenstand) se tenant sous le regard d'un sujet connaissant. Quel est le lien avec le principe de raison? C'est que >. Cela est parfaitement conforme a ce que disait Schopenhauer concer­ nant la vocation de la pensee philosophique comme depassement du principe de raison et de la representation. La pensee s' etend plus loin que la representation. Mais Heidegger ne s' accorde pas avec Schopenhauer sur ce qui se donne a penser par-dela le champ de la representation. Si le principe de raison ne se voit formule sous forme de principe fondamental qu' au cours de la modernite philosophique c' est principalement parce que la meta­ physique moderne est l' age par excellence de la representation, comme l' a montre Heidegger dans > ( 1 93 8)24 . C ' est precise­ ment l 'epoque de la metaphysique ou tout etant - et le monde lui-meme comme totalite des etants - se voit reduit a un objet de la representation face au sujet con­ naissant et se plie tout entier au principe de raison qui fonde toute representation. 11 ne faut donc pas s' etonner que ce soit dans le rationalisme moderne, initie par Descartes, que le principe de raison se voit explicitement formule et deploie toute sa puissance, notamment chez Leibniz et chez Wolff. Chez Leibniz, on trouve au moins deux formulations differentes de ce principe: une premiere, le principium rationis, affirmant que > (seu nullus effectus sine causa); puis une seconde, le principium reddendae rationis, stipulant > (quod omnis veritatis reddi ratio potest) 5 . Dans le prolongement de Leibniz, Oll distinguera plus clairement, a partir de Wolff, deux grandes signifi­ cations du principe de raison selon qu'on veut indiquer, d'une part, la raison d'etre ou la cause d'une chose actuelle (principium fiendi) ou possible (principium essendi) ou, d'autre part, la justification d'une affirmation ou d'une connaissance au plan de la verite (principium cognoscendi). Mais ce serait une erreur, selon Hei­ degger, de croire que le principium reddendae rationis se limite exclusivement a ce qui est de l' ordre de la connaissance, si on tient compte du fait que le rationalisme moderne constitue en realite une metaphysique de la connaissance: 6 . Comme l 'explique un peu plus loin Heidegger, cette metaphysique repose sur l' idee selon laquelle 7 . Cet appel du principe de raison a rendre compte de tout ce qui est a partir de ses causes ou de ses raisons culmine evidemment, au sein du rationalisme moderne, dans l' idee d'une cause premiere de toutes choses que l'on appelle Dieu. Si rien n'est sans raison, c' est d'abord et avant tout parce que Dieu en est la raison ultime ou la cause supreme. lnversement, il faut admettre l'existence d'une cause pre­ miere de toutes choses, susceptible de fournir la raison de tout ce qui est, puisque ultimement rien n'est sans raison. 28 . Autrement dit, le principe de raison et l'idee d'une cause premiere s'appellent et se renforcent mutuellement, mais au sein d'une circularite problematique. Sur ce point precis, la pensee de Heidegger concorde parfaitement avec ce qu'affirmait Schopenhauer. Plus generalement, Hei­ degger et Schopenhauer s'accordent sur la necessite de sortir de la circularite entre le principe de raison et la pensee representative, qui structure notamment le projet de la science moderne29 . Mais comment en sortir? Comme chacun sait, le celebre vers de Silesius selon lequel >36 . 11 n'est aucun besoin du principe de raison chez Thomas, car tout le champ a couvrir serait deja pris en compte d'une autre maniere dans sa philosophie. En d'autres termes, tout ce que le principe de raison permet d'expliquer se verrait deja explique chez Thomas sans qu'il ait besoin de mettre de l' avant un tel principe comme on le fera dans le rationalisme moderne: 3 7 . Comme l 'indique Gilson, si ce principe vise a souligner l 'intelligibilite de tout ce qui est, il suffit d'evoquer la convertibilite des transcendantaux, et plus precisement, les rapports entre l'etre et le vrai. Par ail­ leurs, si ce principe vise a insister sur le fait que tout etant a une cause ou une raison, cela est deja pris en compte par la theorie des quatre types de causalite, inspiree d' Aristote. Cela ne veut cependant pas dire, selon Gilson, que le thomisme aurait pu s' approprier le principe de raison sans la moindre consequence. Au con­ traire, Gilson s ' oppose frontalement a ce type d' appropriation qu' on rencontre au sein de la scolastique tardive et qui aurait pour effet d'occulter ce qui separe Thomas de la metaphysique moderne, notamment le primat qu' il reconnait fonda­ mentalement a l' etre comme principe de tout ce qui est et de toute connaissance3 8 . 11 faudrait surtout eviter la tentation d' imposer a Dieu lui-meme les necessites du principe du raison, comme le feront les philosophes modernes, une fois perdue de vue la specificite de l'intelligence thomiste de l 'etre et des transcendantaux. Jamais Thomas n'a eu l ' hybris d'appliquer le principe de raison a Dieu lui-meme, de sorte que Dieu doive etre considere comme etant a lui-meme sa propre cause (causa sui), comme l 'affirmera Descartes et ses successeurs. Au contraire, il ne

3 6 E. Gilson, op. cit., 1983, p. 79. 37 lbid., p. 77. 3 8 Comme l'ecrit Gilson: > et comme > . Ce ne serait donc qu'au sein du rationalisme moderne qu'on verrait pleinement apparal'tre la circularite entre Dieu et le principe de raison rele­ vee par Heidegger (meme si la notion elle-meme de causa sui n'est pas une inven­ tion originale du rationalisme moderne, car on la retrouvait deja chez Plotin42). "

,

En somme, l 'idee d'une pensee s ' elevant par-dela l'exigence d'attribuer une cause ou une raison a tout ce qui est sans exception n' etait donc pas totalement etrangere a la metaphysique anterieure a la periode moderne, puisqu'elle avait pre­ cisement l 'idee d'une cause sans cause, empechant une regression a l 'infini dans la recherche des causes ou des raisons. La confrontation des approches de Schopen­ hauer et Heidegger a celle de Thomas d' Aquin revele que cette percee par-dela tout ce qui se laisse expliquer par des causes ou des raisons peut deboucher sur le neant comme ultime abl'me (Schopenhauer), sur l 'etre dans son surgissement sans pourquoi (Heidegger) ou sur Dieu comme pur esse (Thomas d' Aquin). Cela ouvre trois horizons completement differents sur ce qui est. En pla9ant son travail sous le signe du neant, Schopenhauer nous invite a decouvrir la vanite de ce qui est, c' est­ a-dire du monde comme representation, et apprendre que >43 , et donc qu'il faudrait renoncer a ce qui forme l 'essence meme de la vie, a savoir la volonte, pour enfin atteindre (ein unerschütterlicher Friede, eine tiefe Ruhe 4 und innige Heiterkeit) 4 . Par opposition a ce nihilisme, residant donc dans la volonte resignee et apaisee, Heidegger indique la voie d'une pensee meditante, s' exposant au surgissement et a la dispensation de l ' etre, dans son j eu sans pour­ quoi, et se montrant attentive a la fa9on dont le retrait de l ' etre (Entzug des Seins) laisse place a la recherche des raisons, des causes et des fondements, de sorte que

J. Pieper, Le concept de creation, Paris, Ad Solern, 2010, pp. 30-3 1 (Pieper souligne).

182

Marc-Antoine Vallee

par le principe de raison, avant meme qu'il ne soit explicitement formule, de sorte que toute pensee s' aventurant par-dela le principe de raison devrait necessairement aller au-dela de la metaphysique elle-meme. La breve confrontation avec la pensee de Thomas d ' Aquin et les travaux d'Etienne Gilson a montre le besoin de soutenir une position plus nuancee. D 'une part, il semble que la metaphysique anterieure a la modernite philosophique a bel et bien prepare le terrain a la formulation du prin­ cipe de raison et avait meme deja pense la notion de causa sui. Mais, d'autre part, quelque chose l'empechait d'aller aussi loin que le rationalisme moderne, notam­ ment l 'idee qu'il fallait eviter les contradictions logiques et la regression a l' infini qui menacent toute conception de Dieu comme causa sui, puis l 'idee que la causa­ lite n' est pas un transcendantal convertible avec l'etre. En ce sens, pour que le principe de raison en vienne a jouer un röle aussi crucial et essentiel, il fallait d ' a­ bord que s' opere, de Thomas d' Aquin a Descartes, la transformation des rapports entre l' etre et la pensee qui initia ce que Heidegger appela > südliche Frankreichmit dem eigentlichen Wesen der Griechen bekannter> Worte[n] von Rene Char>Ist die geliebte Provence die geheimnisvoll unsichtbare Brücke vom frühen Gedanken des Parmenides zum Gedicht Hölderlins? >die Harmonie > Strenge >Berge>Milde > Landes >Für // Rene Char / / dankend für die Nähe / / des dichterischen WohnensNirgends war uns Grie­ chenland näher. >Ich liebe den Gestalteneinklang meines Vaterlandes Er-innerung >eine Umkehrung des Bewusstseins Weltinnenraum innerlichen Wendung in das herzhaft zugängliche Offene Dasein>Das Sichdurchsetzen der technischen Vergegenständlichung ist die ständige Negation des To­ des.>das Wort ,,Tod'' ohne Negation zu lesennon-figurativen>figurales Wissen>Figur>Nirgends, Geliebte, wird Welt sein, als innen. Unser 11 Leben geht hin mit VerwandlungErde, ist es nicht dies, was du willst: unsichtbar 11 in uns erstehen? [ . . . ] 11 Was, wenn Verwandlung nicht, ist dein drängender Auftrag?Gesang>Dasein>Punkt, an dem sich Rilke und Cezanne in diametral entgegengesetzte Richtungen wen29

1 92

Rosa Maria Marafioti

Rilkes Ansicht nach entspricht die dadurch bewirkte Auflösung des Gedichteten ins Wort der völligen Rückführung des von Cezanne Gemalten auf die Farbe. Denn es geht in beiden Fällen darum, >> Gegenstand und Bedeutung [ . . . ] gleichzuset­ zen >Wirklichkeit> Dingwerdung wie kein Mensch noch [ . . . ] genommen hat, nur um das Ding damit zu machen. Die Farbe geht völlig auf in dessen Verwirklichung; es bleibt kein Rest Seele> innerhalb des Sphärischen der neuzeitlichen Metaphysik, d. h. innerhalb der

den>Erinnerungszeitraumdie Cezanneschen ,,sensations colorantes'' [ . . . ] bei Rilke ,,sensations temporelles'' >erfüllten Zwischenräume[n] der Zeit>wie auf eine Waage gelegt: das Ding hier, und dort die Farbe; nie mehr, nie weniger, als das Gleichgewicht erfordert>Seele>über die Entdeckung der Fläche [ . . . ] schon in seinen Cezanne-Briefen von 1 907 [ . . . ] Wesentliches gesehenalles, besonders in der Kunst [ . . . ], Theorie [ist], entwickelt und angewandt im Kontakt mit der Naturdie Museen sind die Höhlen des Platoverhaßte Ortenicht theoretisch recht haben, sondern angesichts der Natur>sich von [ . . . ] allen Schulen frei zu machen>Klassiker> Gesetz­ buch> Realismus [ . . . ] voll von GrößeHeroismus des Wirklichen die Natur ist nicht an der Oberfläche, sie ist in der Tiefe. Ursubstanz>die Zeich­ nung und die Farbe [ . . . ] nicht mehr zu trennen Formanten >zeichnerisch-linearen und malerisch-farbigen> Farbtransparenz>Das Licht existiert also nicht für den Maler> Sichwölben >konvex> vierter DimensionDimension der Wahr­ nehmung> kopernikanische Blickwen­ 5 dung >alle Stim­ men der Voreingenommenheit > verstummen lassenVergessen, Stille machen, ein vollkommenes Echo sein. >Modell>Motiv subjektive[n] Bewusstsein>Landschaft > objektive[n] Bewusstsein>denkt sich> in>die Wirklichkeit ausschließlich als ein Ereignis des Auges zu begreifen, alles vermeintliche Wissen von ihr auszuschalten>Akt der anschaulichen Reduktion sehendes Sehen>wiedererkennenden> luftige[n], farbige[n] Logik>Ereignisbild>Jetztzeit>ein Handwerk für jeden Gegenstand. Man lernt sein Hand­ werk niemals aus düstere, hartnäckige Geometrie >das Auge und das Gehirn >Es brauchet das Vorliegenlassen so (das) In­ die-Acht-nehmen auch: Seiendes seiend. > Seiendes seiend> nicht hinsichtlich seines geologischen Baues> seiner geographi­ schen Lage, sondern lediglich im Hinblick auf sein Anwesen> nichtzitternde Herz>'tO EOVDie aA.11-frcLa ist keine leere Offenheitdie Entbergung, die das eov schicklich umkreist>dichterischen Denkens>Spätwerk> dichterisch-denkerischen Wissen> Germanien> Der Rhein dichtenden Denken> denkerischen Dichten > denkerisch>dichterisch>Bergung der Wahrheit [ . . . ] als Machenschaft (Technik-Maschine)>der historischen Philologie>ein denkendes Gespräch zwischen Denkenden>späteren Fassung> dritten>das Erscheinen des Anwesenden in der Lichtung des Anwesensverwunden [ . . . ] in der Ein­ falt des reinen Scheinens seiner Bilder> verwandelt in eine geheimnisvolle Identität > . . . EJtEL 'tO yE MoTQ ' EJtE'fr110Ev // o'ÖA.ov ax(v11T6v 't ' EµµEvat· >Geschick des ,,Seins'' im Sinne des f:6v >Pro­ bleme >LogikNichtbewältigens der Wahrheit>bloße Lichtung von Anwesenheit Lichtung des Sichverbergens> Schritt zurückals die entbergende Über­ kommnis >in die Unverborgenheit sich bergend[e] Ankunft >Zwischen >der Unter-Schied von Überkommnis und Ankunft >der entbergend-bergende Austrag beider> Vorort> Schritt[s] zurück aus der Vergessenheit der Differenz als solcher>das Ereignis als Befugnis des Ge-Vierts [,] das Ding >Das Ver-Hältnis ftlr Welt zu Ding und Ding aus Welt>Das Ver-Hältnis ereignet im Er-Eignis> Spiegel-Spiel >das Ereignis als Befugnis des Ge-Vierts >Bezug des Menschenwesens zur Zwiefalt von Anwesen und Anwesendem> verwun­ den>Erfahrung des Seinsgeschickes>uns erst Jenes zuspielt, was die Kon­ stellation von Sein und Mensch eigentlich durchwaltet Vorspiel>das bloße Walten des Ge-stells in sophie Martin Heideggers, in C. Jamme/K. Harries (Hrsg.), Martin Heidegger, a. a. 0., 3 1 9-333. 1 78 M. Heidegger, Aus einem Gespräch von der Sprache, in GA 12, 1 1 8. Vgl. auch 1 1 6120. Hierbei wird der Bezug des Menschen zur Zwiefalt auf dieselbe Weise erläutert wie das Verhältnis zwischen Ding und Welt im Vortrag Die Sprache - d. h. hinsichtlich der Sprache. 1 79 Vgl. M. Heidegger, Der Satz der Identität, a. a. 0., 47-48. l80 Vgl. M. Heidegger, Die onto-theo-logische Verfassung der Metaphysik, a. a. 0., 7273. 1 8 1 Vgl. M. Heidegger, Seminar in Le Thor 1969, a. a. 0., 365-367, und Protokoll zu einem Seminar, a. a. 0., 40-41 . Die ,,Verwindung'' der Zwiefalt, wovon bei Cezanne die Rede ist, muss anhand dieser Stellen verstanden werden: Das ,,es'', das das Sein geschicht­ lich gibt bzw. schickt, ist das Ereignis, das es ermöglicht, das >> Sein ohne das Seiende zu denken Vorzeichen>Brauchesgleichzeitig ,,ja'' und ,,nein'' >der Gestalt // des alten Gärtners Vallier>der Einblick in>den Gang in das Wegfeld vor, der sich in das einfache Sagen in der Weise eines Nennens des Vorenthaltenen findet, dem das Denken ausgesetzt bleibt einfachen SagenNennen>realisiert>Zugleichandere Anfang< im Zugleich verschiedener Zeiten und Welten, in T. Buchheim (Hrsg.), Destruktion und Übersetzung, a. a. 0., 77-84). 1 85 M. Heidegger, Gelassenheit, a. a. 0., 527. l86 Vgl. C 1 , I. Str.; CsF, II. Str.; C3, III. Str. Welche von den mehreren Vallier-Bildern Heidegger im Auge hatte, ist nicht bekannt, aber auch nicht wichtig: Zwar ist das Kunst­ werk im Unterschied zu dem technischen Werk einzig und malt >>Der Maler [ . . . ] sein Bild einmal > inständig > nachdenksam >Stille >Unscheinbares pflegte winkend>am chemin des Lauves > zum Gegen­ himüber >Blickdas Geläut der Stille>das Geläut der Stille >die Gegenden des Welt­ gevierts in ihre Nähe be-wegtdem lautlosen Geläut der Stille der ereignend-zeigenden Sage>das Denken der Arbeit des Gärtners Vallier>Bilden von Begriffen>die zweite Fassung>in die Ortschaft der Verwindung der Metaphysik zurückführt>Mehrdeutigkeit [ . . . ] der Garten der Wildnis>worin Wachs­ tum und Pflege aus einer unbegreiflichen Innigkeit zueinander gestimmt sind>Ethik des Hörens >Weg gewährend den Blick [ . . . ] II zum immer neu gesuchten Selbenimmer neu>Anwesen des ,,Ge-Birges 11 heiligen Sieges'' >Ge-Birg[e] heiligen SiegesBild des Berges> Hort der Be-Fugnis, II fügend die Einfalt > Grünraum>Das vom Heiligen zuerst geschickte Fest bleibt der Ursprung der Geschichte. Die Geschichte ist ,,das Geschicht'', wie das Gebirge für die Berge, der ursprünglich einigende und bestimmende Grundzug der Geschichte des Schicksals > Welt-Gebirg>Ge-birg der Fuge des Ge-Vierts>die drangvoll-bezwei­ felte Zwiefalt // des ,,Anwesend'' > gerettet >die Zwiefalt [ . . . ] einfältig // geworden, ,,reali­ siert'' und verwunden zugleich, // verwandelt in eine geheimnisvolle Identität>Die Bildnis: gegensetzung zweier Betrachtungsweisen des Rheines (>>,,Der Rhein'', verbaut in das Kraftwerk, und ,,Der Rhein'', gesagt aus dem Kunstwerk der gleichnamigen Hymne Höl­ derlins die Gegenstände (das ,,Anwesende'') [ . . . ] nicht mehr durch den Horizont eines metaphysischen Weltbildes oder durch einen pragmatischen Bezugsrahmen (die ,,Anwe­ senheit'') in ihrer Bedeutung festgelegt>Zwiefalt>Einfaltdas von sich aus seine Früchte zeitigt BildenDenkenDas Sagen des Denkens ist im Unterschied zum Wort der Dichtung bildlos >Wesens­ unterschied zwischen Dichten und Denken [ . . . ] in der Unterscheidung des Bildhaften und des Bildlosen>nicht unmittelbar>das denkende Sagen nicht bild­ los, sondern in seiner Weise bildhaft> zufrieden sein, zum Frieden gebracht das Freie [ . . . ] bewahrt vor . . . d. h. geschont >die Weise >nach der die Menschen auf der Erde unter dem Himmel die Wanderung von der Geburt bis in den Tod vollbringen zwischen Erde und Himmel, [ . . . ] Geburt und Tod Haus> . dichterisch wohnet der Mensch . Architektonik>Ihre Werke stellen nichts mehr dar - sie stellen uns in den Aufenthalt im Irdischen von Erde und Himmel die ins befreiende Freie wachsende Bewegung selber und gerade sie wird offenbar>als eine[r] Ort vor in das schon Anwesende>das jetzt erst durch diesen Ort eingeräumt ist>die Verkörperung von Orten>die, eine Gegend öffnend, [ . . . ] ein Wohnen dem Menschen inmitten der Dinge>das Wesen des Dichtens als Wohnenlassen, als ein, vielleicht sogar als das ausgezeichnete Bauen zu denken > . . . dichterisch wohnet der Mensch . . >Zwischen>die Anblicke des Himmelsdas Sichverbergende erscheinen [lassen] und zwar als das Sichverber­ gende Bauen und Denken sind jeweils nach ihrer Art für das Wohnen un­ umgänglich> . dichterisch wohnet der Mensch . . dichterisch wohnet der Mensch . . DimensionVermessung> Geo-metrie > . . . dichterisch wohnet der Mensch . Anblickdas Unsicht­ bare sehen lässt und es so in ein ihm Fremdes einbildetdie Berechenbarkeit und Technik der Natur in das offene Geheimnis einer neu erfahrenen Natürlichkeit der Natur zurückzubergenbloßen Walten des Ge-stells dichterisch wohnet der Mensch Der geschicht­ liche Mensch der abendländischen Zukunft muß Eines als das Erste sich er-ringen dürfen: auf dieser Erde dichterisch zu wohneneigentlich-dichterische Wohnen >die Verwindung des uneigentlichen Seinsentwurfs im Gestell> Wir Heutigen können freilich nicht mehr in die von Hebel vor anderthalb Jahr­ hunderten erfahrene Welt zurück, weder in das unversehrte Ländliche jener Zeit, noch zu ihrem beschränkten Wissen von der Natur>Abgeschiedene Fremdling>unterwegs auf einem Pfad >Sowenig ein Werk sein kann, ohne geschaffen zu sein, [ . . . ] sowenig kann das Geschaffene selbst ohne die Bewahrenden seiend werden . . . dichterisch wohnet der Mensch . . . Das Dichten und das Denken begegnen sich nur dann und nur so lange im sel­ ben, als sie entschieden in der Verschiedenheit ihres Wesens bleiben.>auf getrenntesten Bergen> Was ist Metaphysik? von seinem Beginn bis zum Ende [ . . . ] 225 auf seine eigene Weise antwortet (entspricht) >Hu­ manismusAufenthalt, Ort des Wohnens Beitrag des Heideggerschen Denkens ftlr die Ethik>der Enthüllung und der Destruktion des Verständnishorizontes der bisherigen Ethik