Studien zum Aufbau des Hexameters Lucans

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Studien zum Aufbau des Hexameters Lucans

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ACTA REGIAE SOCIETATIS SCIENTIARUM ET LITTERARUM GOTHOBURGENSIS

Humaniora 1 ANDERS OLLFORS

Studien zum Aufbau des Hexameters Lucans

Kungl. Vetenskaps- och Vitterhets-Samhället GÖTEBORG

NUNC COCNOSCO EX PARTE

TRENT UNIVERSITY LIBRARY

ACTA REGIAE SOCIETATIS SCIENTIARUM ET LITTERARUM GOTHOBURGENSIS

Humaniora

1 ANDERS OLLFORS

Studien zum Aufbau des Hexameters Lucans

Kungl. Vetenskaps- och Vitterhets-Samhället GÖTEBORG

Mit geteilt am 13. Dezember 1965

Gedruckt mit Unterstützung von STATENS HUMANISTISKA FORSKNINGSRÄD

Distr.:

ALMQVIST & W1KSELL STOCKHOLM GÖTEBORG UPPSALA

ELANDERS BOKTRYCKERI AKTIEBOLAG GÖTEBORG 1967

Inhalt Seite Vorwort.

5

Zitierte Literatur.

6

Kap. I.

Die Stellung der verschiedenen metrischen Wort typen im Hexameter Lucans.

Kap. II.

8

Standwörter und Standtypen bei Lucan und einigen

61

anderen Hexameterdichtern. Kap. III. Mechanische Wortzusammenstellungen bei Lucan und ihre Verwendung als Kriterium bei der Textherstellung

81

Anmerkungen.

122

Kritisch behandelte Stellen.

131

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https://archive.org/details/studienzumaufbauOOOOollf

V orwort Bei meiner Arbeit an der vorliegenden Abhandlung hatte ich eine unschätzbare Stütze an meinem Lehrer und Freund, Herrn Professor Erik Wistrand, dessen stete Ermunterung und positive Kritik mir äusserst förderlich war. Dies gilt in hohem Grade auch für meinen Freund, Herrn Dozent Äke Fridh, der die Abhandlung im Manuskript gelesen und mir viele wichtige Hinweise geliefert hat. Herr Professor Otto Skutsch, London, hat, als die Abhandlungs¬ arbeit sich noch in einem ziemlich frühen Stadium befand, durch sehr wertvolle Kritik manchen Mängeln abgeholfen. Herr Professor Harald Hagendahl hat das Buch im Manuskript gelesen und mir dabei gute Anregungen gegeben. Frau Dr. phil. Christiane Boehncke-Sjöberg, Lund, hat mein deutsches Manuskript durchgesehen und sprachlich revidiert. Ihnen allen sage ich meinen herzlichsten Dank. Göteborgs Kungl.

Vetenskaps-

och

Vitterhets-Samhälle hat sich

dieser Arbeit durch die Aufnahme unter ihre Veröffentlichungen gütigst angenommen und ausserdem einen grösseren Zuschuss zu den Druck¬ kosten gewährt. Ich spreche der verehrten Gesellschaft dafür meinen ehrerbietigsten Dank aus. Göteborg, im September 1966 Anders Ollfors.

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1 Die von mir zitierte Literatur ist natürlich nur eine ziemlich kleine Auswahl. Für weitere Literatur weise ich auf die systematisch aufgestellte Bibliographie in der unten genannten Arbeit von Cupaiuolo hin; vgl. auch die Literaturhinweise bei Hellegouarc’h in seiner unten angeführten Abhandlung. Eine ausgezeichnete Übersicht über die Literatur 1935—1962 gibt R. J. Getty, Classical Latin Metre and Prosody 1935—1962, Lustrum, Jahrgang 1963, Bd. 8 (1964) S. 103-141.

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KAPITEL I

Die Stellung der verschiedenen metrischen Worttypen im Hexameter Lucans Bei meinen Studien zu dem Epos Lucans De bello civili habe ich oft Veranlassung gehabt, die Konkordanz Deferraris1 zu Rate zu ziehen und dabei gemerkt, dass gewisse — wie es sich zeigen wird, ziemlich viele — Wörter immer an wenigen, bestimmten Stellen — oft an einer ein¬ zigen — im Hexameter Vorkommen, obgleich sie metrisch-technisch auch an andere Stellen gesetzt werden könnten. Solche Wörter nenne ich Standwörter und behandle sie im zweiten Kapitel der vorliegenden Ab¬ handlung. Im Gegensatz hierzu können Wörter ohne feste Stellung Spiel Wörter genannt werden. Um herauszufinden, wie Lucan im allgemeinen die Wörter verschieden¬ en metrischen Aussehens, die er verwendet, anordnet, habe ich eine Unter¬ suchung sämtlicher Wörter mit dem Anfangsbuchstaben ,A‘ und ihrer Stellung im Hexameter vorgenommen. Ehe ich das Material vorlege, möchten einige Anmerkungen zur Er¬ klärung der Tabellen dienlich sein. Die Untersuchung wurde mit Hilfe der oben genannten Konkordanz Deferraris ausgeführt. Diese Konkordanz stützt sich auf die Edition Housmans,2 die ich auch in den übrigen Kapiteln dieser Abhandlung verwende. In meinen Tabellen bedeutet 1/1 Stellung des betreffenden Wortes in der Arsis des ersten Fusses, 1/2 in der Thesis des ersten Fusses u.s.w. Die Wörter sind nach dem Versfuss bezeichnet, in dem sie beginnen; also z.B. aequor in 6/1 und amoris in 5/2 besagt in beiden Fällen, dass die Wörter den Hexameter abschliessen. Substantive und Adjektive, die nicht Parisyllaba sind, werden teils im Nom. Sing., teils im Gen. Sing, verzeichnet. Diese letztgenannte Form ist eine Sammelform für alle Casus obliqui, die vom selben met¬ rischen Typus sind. Also steht aequoris für Gen., Abi. Sing., Nom.,

0 Akk. Plur. von aequor. Dat. und Abi. Plur. aequoribus steht unter einer eigenen Rubrik, da ja die Form den übrigen metrisch ungleich ist. Demnach haben mehrere Wörter verschiedene Rubriken. Wenn die Quantität eines Wortes nicht klar aus der Stellung in der Tabelle hervorgeht, ist sie eigens gekennzeichnet. Der metrische Typus der Wörter wird von ihrer Position im Verse bestimmt; also werden z.B. von Natur trochäische Wörter, die durch Positionslänge spondeisch geworden sind, als spondeische Wörter behandelt. Die Wörter, die nur im Apparat des Housmanschen Textes Vor¬ kommen, habe ich nicht in meine Untersuchung aufgenommen; (ein solches Wort ist z.B. Aetnaeus). Wörter, die sich nur in einem Casus obliquus finden, werden in dieser Form verzeichnet, also nicht im Nom. (z.B. Achillis). Die Verben, die ja nicht leicht in ein alphabetisches Verzeichnis ein¬ geordnet werden könnten, da die verschiedenen Tempus- und Modus¬ formen allzu zahlreich und metrisch ungleich sind, habe ich gesondert untersucht und nach den verschiedenen metrischen Typen geordnet. Eine Zusammenstellung dieser Untersuchung folgt unmittelbar nach der Zusammenstellung der übrigen Wörter, S. 24. In der Anmerkungskolumne wird einmal mitgeteilt, ob und wo es Textvarianten gibt, und zum anderen werden die Textstellen angeführt, die bemerkenswerte Wortstellungen aufweisen. 2/2 3,549 bedeutet also, dass das Wort in 2/2 im dritten Buche, Vers 549 steht. Das Verzeichnis ist alphabetisch und unterscheidet, Deferrari folgend, nicht zwischen ,u‘ und ,v‘. Hiermit können wir zu der Untersuchung sämtlicher Wörter mit dem Anfangsbuchstaben ,A’ übergehen (S. 10-22). Es folgt nun unten S. 23 eine Aufstellung dieses Materials nach den verschiedenen Typen der Wörter. In derselben Weise habe ich, wie oben erwähnt wurde, sämtliche Verb¬ formen in ,A‘ untersucht. Eine Zusammenstellung folgt S. 24. Das von mir vorgelegte Material dürfte genügen, um eine richtige Vorstellung von den Gewohnheiten zu geben, nach denen Lucan die verschiedenen metrischen Worttypen anzuordnen pflegt. In vereinzelten Fällen können natürlich Wörter von diesen Regeln abweichen,12 aber in den folgenden Spezialuntersuchungen einiger Worttypen im Hinblick auf ihr auffälliges Fehlen an gewissen Stellen des Hexameters stütze ich mich natürlich auf den ganzen Lucantext.

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