Struktur der Reden in der Odyssee 1-8 9783487078311, 3487078317

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Struktur der Reden in der Odyssee 1-8
 9783487078311, 3487078317

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SPUDASMATA XLI

SPUDASMATA Studien zur Klassischen Philologie und ihren Grenzgebieten Herausgegeben von Hildebrecht Hommel und Ernst Zinn

Band XLI CARLOS J. IARRAIN Struktur der Reden in der Odyssee 1-8

1987

GEORG OLMS VERIAG HILDESHEIM· ZÜRICH · NEW YORK

Carlos J.Larrain ·

Struktur der Reden in der Odyssee 1-8

1987

GEORGOLMSVERIAGHILDESHEIM· ZÜRICH· NEW YORK

Das Werkist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbcs_onderefür Vervielfliltigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

C Georg Olms AG, Hildesheim 1987 Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany Herstellung: Weihert-Druck GmbH, Darmstadt ISSN 0584-9705 ISBN 3-487-07831-7

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

1

1. Struktur

1

2.

1

Struktureinheiten

3. Redeinterne

Gliederungsmerkmale

2

4.

Gliederungsmerkmale

2

Redeexterne

5. Handlungsführende 6. Grobgliederung 7. Korrelate

Funktion der

der

Reden

3

Reden

3

und Erzähleinheiten

8.

Verallgemeinerung

9.

Induktiver

3 4

Charakter

des

vorgeschlagenen

Modells

5

Einleitung 1. Ein Beispiel 2.

der

vorgeschlagenen

Die Ring- und Parallelkomposition homerischen Reden

3. Vorausdeutung 4.

Funktion

Analyse

5

in den 6

und Rückwendung

der

10

Reden im Erzählwerk

14

17

Forschungsbericht 1. Arbeiten, Darstellung

4

die sich mit den Reden als Mittel der Charaktere beschäftigen

zur 17

2. Arbeiten, die sich mit den Reden als Ausdruck der rhetorischen Ansätze bei Homer befassen

18

3. Arbeiten, die untersuchen

24

4.

Typologien

der

die

Strukturierung

homerischen

der

Reden

Reden

26

5. Arbeiten, die von den lexikalischen und sprachlichen Besonderheiten der Reden handeln 6.

Arbeiten, die zum Gegenstand

einzelne ha~en

Reden oder

28

Redegruppen 29

- VI -

1. Kapitel:

Das Zeitgerüst

und die

Reden

40

Vorwort

40

1. Besondere Merkmale, die die homerischen in bezug auf die Rückwendungen aufweisen 2.

Zielinskis

Reden 41

Betrachtungen

3. Die Stellungnahme 4. Die Grundlagen

44

T. Krischers der

47.

Zielinski'schen

Theorie

49

5. Die Wahrnehmung des zeitlichen Nebeneinanders und ihre Wiedergabe im allgemeinen

51

6. Die Darstellung im besonderen

52

des zeitlichen

A. Darstellung gleichzeitiger durch Rückwendung in der

Nebeneinanders Handlungen Personenrede

52

B. Darstellung gleichzeitiger Handlungen durch Rückwendung des Erzählerberichtes

53

C. Allgemeine zeitigkeit

53

Merkmale, die ermöglichen

D. Die rekonstruierte

die

Gleich-

Handlung

57

7. Das zeitliche Neben- und Nacheinander den homerischen Epen

2 • Kapitel:

Die Vorausdeutungen der Bücher a bis

A. Einfache

,&

in 59

in den Reden der Odyssee

Vorausdeutungen

63 64

Aa) Der Typus

64

Ab) Die referierte Aussage in derselben wie die wörtliche Funktion Rede

69

Ac) Einfache Vorausdeutungen, einer längeren Rede sind

die

74

Ad) Abweichungen

in bezug

auf

das

5.

Merkmal

81

Ae) Abweichungen

in bezug

auf

das 2.

Merkmal

84

B. Mehrere

Vorausdeutungen

Teil

95

Ba) (Nr.

48-53)

95

Bb) (Nr.

54-57)

103

(Nr.

58-61)

109

Be)

- VII Bd) (Nr.

62-65)

128

Be) (Nr.

66-73)

136

C. übergreifende Vorausdeutungen Vorausdeutungsketten

D. übergreifende

149

Vorausdeutungen

E. Abgelehnte und nicht Vorauscleutungen f.

und 178

berücksichtigte 184

fragen fa

193

(Nr.

fb (Nr.

93-99)

194

100-108)

212

fc Rhetorische

fragen

223

fd (Nr.

109-111)

215

fe

(Nr.

112-121)

228

ff

Unbeantwortete

fragen

243 244

G. Redepaare

Zusammenstellung (Kapitel 2) Übersicht zur (2. Kapitel)

der

250

Zusammenstellung

Zusammenstellung

J.

Kapitel: I.

Beobachtungen

319

325

Rückwendungen

Einleitung l,

325 325

Allgemeines

2. Verschiedene formen, wie die dem schon Erzählten Rechnung 3.

II.

323

nach Nummern

Erzählung trägt

Verschiedene formen, wie die Erzählun9 Ereignisse einbezieht, die nicht in die unmittelbare Erzählsituation (erzählte Zeit) gehören

formen, wie die Erzählung Erzählten Rechnung trägt A. In den Reden

327

329

dem schon 331 331

- VIII

1.

Weiterführung

des

-

vorher

2. Bewertung Erzählten

und Betrachtung

3. Ergänzung

des

4.

Erzählten des

331

vorher 332

vorher

Rückwendungen

Erzählten

333

dictae)

335

(proprie

B. Im Erzählerbericht 1.

Weiterführung

338 des

vorher

2 • Bewertung und Betrachtung vorher Erzählten 3. Ergänzung 4. III.

des

vorher

Rückwendungen

Erzählten

339

des 340

Erzählten

342

dictae)

343

(proprie

Verschiedene Formen, wie die Erzählung Ereignisse einbezieht, die nicht in die unmittelbare Erzählsituation (erzählte Zeit) gehören: Sonderinformationen

345

1. Einleitung: Grundform der über die Vorvergangenheit

345

A. Sonderinformationen

im Erzählerbericht

Zusammenfassende Beispielen I-XI

Beobachtungen

b.

c.

2.

347

zu den 357

B. Sonderinformationen a.

Sonderinformationen des Epos

in den Reden

Sonderinformationen, Grundform entsprechen

die

361

der 361

Sonderinformationen, die Abweichungen gegenüber der Grundform aufweisen

368

1. Aussagen

369

2. Paradeigmata

372

3. Äußerung

373

von Wünschen

4. Leistungen

377

Sonderinformationen der Vorgeschichte, gegliedert die weder ringkompositorisch sind, noch verschiedene Schritte in der Entfernung von der Erzählebene aufweisen

379

Sonderinformationen und Orte A. Personen

über

Personen,

Objekte 380 380

- IX -

8.

a) Sonderinformationen über Abstammungsbzw. Verwandtschaftsbeziehungen im Erzählerbericht

380

b) Vergleichbares den Reden:

381

findet

sich

auch

c) Beschreibung ihre aktuellen Erzählerbericht

der Personen durch Eigenschaften im

d) Beschreibung ihre aktuellen den Reden

der Personen durch Eigenschaften in

Objekte

in

382

382

und Ähnliches

388

a)

Im Erzählerbericht

388

b)

In den Reden

389

· C. Orte

IV.

391

a)

Im Erzählerbericht

391

b)

In den Reden

392

in der

398

Erzählungen

Erzählung

V. Zusammenstellung der Beobachtungen Kapitel: Rückwendungen

Anhang

I:

Rahmen der Sonderinformationen: Das Gangschema

im dritten 411

428

Anmerkungen

442

Literaturverzeichnis

492

ABKÜRZUNGEN Zeitschriften dem "Kleinen

werden Pauly''.

nach APh zitiert. Außerdem:

Auctores

et

Opera

n.n.b.

nicht

Verk.

verweist auf die "Zusammenstellung" Verknüpfung nach dem zweiten Kapitel (Z. 15, S. 250 ff. bzw. S. 273 ff.)

Nr.

34

näher

bezeichnete

nach

Verknüpfung

verweist auf die Ordnungsnummer der Reden im Kap. Eine Übersicht befindet sich auf S. 323.

o.

Nr.

ohne Nummer

S.

123

verweist auf Seite 123 der vorliegenden Untersuchung. Sonst wird der Verfassername mit Hinweis auf das Literaturverzeichnis auf S. 492 ff. angegeben.

0.

oben

s.

siehe

s.o./u.

siehe

u.

und

w.u.

weiter

z.

Zusammenstellung

Z.

15

oben/unten

unten nach

dem 2. Kapitel

Zusammenstellung 15 verweist auf der Zusammenstellung nach dem 2. die

Zusammenstellung

(S.

250 ff.)

die Numerierung Kapitel.

ZR

verweist auf s. 411 ff.

nach Kap.

304

bloße Zahlen sind immer Versangaben im Text, die ohne Erwähnung des Buches vermerkt werden, wenn dies aus dem Kontext ersichtlich ist.

VdH

verweist auf den RE-Artikel (vgl. Literaturverzeichnis)

von Peter

3,

van der

Mühl

2.

Vorwort 1.

Eine Studie über die Struktur der Reden in der Odyssee zählt zu den Arbeiten, die Invarianten im homerischen Text festzustellen beanspruchen. ''die Art und Weise der VerknüpEine Struktur ist nämlich fung von Elementen einer Menge" oder ''das Gefüge der Teile in einem System, ihre Relationen zueinander und zum Ganzen ( 1) des Systems" Viele Reden in der Odyssee sind strukturiert, und die Verbindung

Weise auf vergleichbare ihrer Teile beruht auf

ähnlichen Prinzipien. Die Erschließung dieser redeinternen Einheiten entspricht der Ausarbeitung eines Rede-Struktur2 Hodells < >, das man in vielen Reden der Odyssee wiederfinden kann. Bei der

Suche· nach

die vorliegende nach Invarianten ren. Sie dürfen

solchen

Invarianten

unterscheidet

sich

Arbeit in nichts von anderen Arbeiten, die im Homer-Text suchen und diese formulieverschiedene Objekte haben, wie z.B. aus

dem Bereich der dargestellten "Gegenstände und Sachverhalte" (z.B. Waffenbeschreibung, Bestattungsgewohnheiten u.ä.) oder aus dem Bereich der Sprache (lexikalische Besonderheiten, Stileigenheiten) oder aus dem Bereich der Wirklichkeitsvorstellung (Begriffsforschung) u.a.m.

2•

Eine Struktur besteht aus Elementen, d.h. klei11eren Einheiten. Wir definieren diese Einheiten mit Hilfe von redeinternen Merkmalen und in ihrer Interaktion mit redeexternen Elementen. In der Erkennung und Bezeichnung von beiden Gruppen sind wir von der unvoreinqenommenen Lektüre vieler homerischer Reden und ihrer Kontexte ausgegangen. (Ein Beispiel wird in der Einleitung unter Nr. 1 gegeben.)

-

2 -

3• In der

Bestimmung

relevante sichtigt:

redeinterne

Einerseits fern sie

die durch

Forderung,

Handeln wird.

Andererseits sofern sie gung oder dazu noch Indizien,

genannten

Einheiten

Merkmale

besonders

hab~n

wir

folgende

als

berück-

handlungsbezogene Aussage der Reden, insoHeischesätze (Bitte, Wunsch, Empfehlung,

Befehl),

künftige gedrückt

Diese ihrer

der

Erklärungen (z.B.

über

Versprechung)

die handlungsbezogene nur eine unmittelbare

das

''sprechereigene",

und Fragen

dazu

aus-

Aussage der Reden, inBezugnahme, eine Überle-

Reaktion auf das schon vorher Erzählte bedeutet, beschreibende Sätze, ergänzende Informationen, Rückblicke und auch Antworten (l)

beiden Gruppen von redeinternen Merkmalen treten in Interaktion mit redeexternen Elementen klarer her-

vor. Weitere

redeinterne

Mekmale,

internen Einheiten parallelkompositorische Eihzelheiten dazu, Reden der einen den, besprechen

die

zur

Erkenntnis

von rede-

führen,

bzw. sind ringkompositorische Erscheinungen (vgl. Einleitung 2). wie nämlich die einzelnen Sätze in den

oder der anderen wir im laufe der

werGruppe zugerechnet Redeanalysen in Kap. 2

und 3.

4.

Relevante

redeexterne

Elemente,

die

redeinternen Einheiten mitwirken, a) Der unmittelbar davor erzählte fern er eine herausfordernde u.U. eine Aussage ist. b) Die erzählte Verarbeitung Information

vonseiten

zwar besonders

konkrete

dann,

Handlungen

der

in der

sind: Kontext

Bestimmung der

Rede,

von inso-

Situationsbeschreibung der

in den Reden enthaltenen

beteiligten

wenn daraus

erwachsen

und

(2)

physisch

Personen,

und

wahrnehmbare,

-

Da viele Reden sich in dieser erweisen, betrachten wir sie Handlung", denen entsprechende Korrelate) folgen.

3 -

Hinsicht als "folgeträchtig" als "Erregungsmomente der Auflösungen (Katalysen,

5. Aus dem Vergleich der redeinternen externen Elementen (besonders mit wir die handlungsführende Funktion Einleitung 1).

Einheiten mit den rededen Korrelaten) stellen der Reden fest (vgl.

6.

Eine Gegenüberstellung der oben unter 3. genannten Merkmale führt zu der Erstellung einer zweiteiligen Grobgliederung der Redestruktur: Rückwendung oder retrospektiver Redeteil und Vorausdeutung oder prospektiver fledeteil (vgl. Einleitung 3 und 4).

7•

Nun aber besteht zwischen den prospektiven Redepartien und ihren Korrelaten eine Beziehung, der wir in der Bestimmung von yedeübergreifenden Erzähl-Sinn-Einheiten eine führende Funktion beimessen. Modelle, die eine rein zeitlogische Veknüpfung der verschiedenen Erzähleinheiten darstellen, werden in Kap. l kritisch überprüft. Die vorwiegende Art der Verknüpfung in Form eines zeitlichen Nacheinanders (Sequenz) und eines "Überspringens" der Erzählung wird ebenso in Kap. 1 näher erörtert. Die Erstellung eines Strukturmodells für die ganze Odyssee wird zunächst nicht intendiert. Unser Vorhaben ist es, die Konsistenz und Adäquatheit des vorgefundenen umfassenden Redestrukturmodells anhand der Reden in den Büchern A-O der Odyssee zu zeigen. Dies aber führt uns dazu, uns über die vorgeblichen, rein zeitlogischen Verknüpfungen in der Handlungssequenz der Epen zu äußern (vgl. Kap. 1).

-

4 -

Es besteht für uns kein Zweifel daran, daß auch andere Redestrukturmodelle (d.h. Mittel, die der Dichter für die Sinnerzeugung gebraucht hat) für die Reden in der Odyssee vorgeschlagen werden können. Bis jetzt sind aber die Reden in der Odyssee in ihrer Gesamtheit nicht Gegenstand einer alle Reden umfassenden Untersuchung gewesen. Die Arbeiten von D. Lohmann und Th. Zahn haben die Reden der Ilias zum Gegenstand (vgl. Einleitung l und Forschungsbericht 3).

a. Auch wenn sich die unvermeidliche Verallgemeinerung (vgl. oben 6) bei der Erstellung eines Redestrukturmodells und bei der Zuweisung von Sätzen zu Einheiten - innerhalb und außerhalb der Reden - sowohl auf "textoberflächliche" Merkmale (redeinterne, vgl. oben J), als auch auf handlungsführende Elemente (redeexterne, vgl. oben 4) stützt, kann nicht jede Subjektivität ausgeschlossen werden.

9.

Das vorgeschlagene Redestrukturmodell und die sich daraus ergebenden Erzähleinheiten sind bei einer unvoreingenommenen Lektüre vieler homerischer Reden beobachtet worden J). Die Erzähleinheiten, die bei (vgl. Forschungsbericht der Erschließung der redeinternen Gliederung mitwirken, erweisen sich bei der Betrachtung des Zeitgerüstes der Epen als handlungsbezogene Einheiten, die sich vorrangig aus dem Nacheinander der Erzählung und aus der Handlungslogik ergeben. Eine ausführliche Erörterung der zeitlogischen Verknüpfungen schließt sich in Kap. l an. Berührungspunkte zu der strukturellen Erzähltextanalyse haben sich im laufe unserer Untersuchung ergeben. Begriffe, die für unsere deskriptive Darstellung klärend wirken konnten, sind übernommen worden.

- 5 -

Einleitung

1. Der vorliegende zunächst,

Abschnitt

an einer

als

1 der Paradigma

Einleitung

bemüht

dienenden

sich

Textstelle

an-

näherungsweise die zweiteilige Struktur der Personenreden, die im folgenden (und insbesondere in den Kapiteln 2 und 3) besprochen tion, mit beschreiben.

und begründe~ wird, aufzuzeigen und die der diese Struktur in Zusammenhang steht,

Funkzu

Die in der Odyssee enthaltenen Personenreden stellen vom Gesichtspunkt des Aufbauprinzips her ein wichtiges Element dar, dasjenige nämlich, das der Handlung immer neue (1) Richtungen gibt und sie infolgedessen gleichsam führt Geht

man die

sofort

Reden

offenbar,

am Anfang

der

daß von diesen

Odyssee in

durch,

FoTm einer

so wird Rede

formu-

lierten Plänen und Gedanken der gesamte Verlauf der Handlung abhängt. Auch kürzere Erzählphasen werden durch Reden der homerischen Personen eingeführt. Ebenso finden sich Vorausdeutungen, der

Handlung

Auf der

die bestimmen,

anderen

schreibende Rückwendung zugnahme

über

Seite

mehrere vorzugsweise

gibt

auf

das

schon

vorher

den Rahmen

in den Odyssee-Reden.

in den Reden

aber

auch

be-

Der Vergleich der mit der auflösenden Struktur

Erzählte

bedeuten.

Zuordnung von Vorausdeutungen und Rückder Reden wird uns manche Einsichten der Reden in der Odyssee erlauben. andererseits als ''Erregungspunkte"

der Handlung, deren Inhalt allmählich auflöst ( 2 ).

die

es

hinweg

Schilderungen, abwägende Momente, die oft eine auf die Vergangenheit der Personen, eine Be-

Die wechselseitige wendungen innerhalb in die Komposition Die Reden erscheinen

se auf

Bücher

sich

im Verlauf

der

Erzählung

konfliktbeladenen Reden und Redepartien Erzählung erlaubt wichtige Rückschlüsder

Reden

in der

Odyssee.

Zur Veranschaulichung angeführt (l)

-

6 -

sei

hier

Am ersten Tage des Aufenthaltes stellt sich die Frage nach der

die

Rede Nestors

3,375-384

des Telemachos in Pylos Übernachtung der Gäste und

ihrer Begleiter, auf die Athene in einer Rede eine entscheidende Antwort gibt.· Telemachos soll dem Vorschlag Nestors folgen; sie selbst will zum Schiff zurückkehren; Nestor soll am nächsten Tag und zwar in der Art, wie er selbst vorgeschlagen hat, dem Telemachos das Geleit bei der Fortsetzung seiner Reise geben. Darauf verschwindet Athene in Gestalt eines Seeadlers. Die ganze darauffolgende Rede ist eine Reaktion Nestors auf das wundersame Entschwinden der Göttin. Die ersten 2 Verse ( ) zeigen die Folgen für Telemachos auf, wobei noch die Verse 3, 218-224 nachklingen. Die Verse 377-379, die Ermit einem deutlichen Hinweis auf weit zurückliegende eignisse enden, enthalten die Begründung für die bezüglich Telemachos geäußerte Erwartung. Die Verse 380-381 sind ein kurzes Gebet Nestors, das seine Erwartungen hinsichtlich seiner selbst und seiner Frau ausdrückt. Die drei letzten 3 Verse ( ) der Rede kündigen die Durchführung des Opfers am folgenden

Tag an.

Die Rede entwickelt sich also von einer unmittelbaren Reaktion auf ein Ereignis zur Vorankündigung einer Handlung, die Teil der weiteren Erzählung ist. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme des allgemein Bekannten in den ersten Versen, unter Rückgriff auf eine weit zurückliegende Vergangenheit (379), mündet die Rede also Entwicklung der Erzähin eine Vorplanung, die die weitere 4 lung bestimmt ( )

2. Der Abschnitt 2 der Einleitung im Vorwort und unter Einleitung

zeigt, daß zusammen mit 1 skizzierten Struktur

der

-

7 -

eine andere Art von Struktur, allerdings auf derselben Ebene, in den Personenreden de~ Odyssee koexistiert, die sich mit Rückwendungen und Vorausdeutungen kombinieren läßt (vgl. Vorwort 3 S. 2). Es sind Strukturen, die auf der Grundlage von wörtlichen Wiederholungen erschlosse11 werden. Hier wird nun erklärt, woraus sie bestehen, wer sie zuerst beobachtet hat und auf welche Weise sie mit den Rückwendungen und Vorausdeutungen verbunden sind. Näheres darüber findet man in den konkreten Analysen der Reden in Kap. 2 und 3. In seiner der Ilias"

Untersuchung über die "Komposition der Reden in hat D. Lohmann (l) an einer großen Zahl von

Ilias-Reden aufgezeigt, wie der Dichter sich bestimmter seiner Reden beKompositions-S~hemata für die Gestaltung dient. Unter anderem hat er klargelegt, zu welchen ver2 schiedenen Zwecken der Dichter die "Ringkomposition" < > bzw. die ''Parallelkomposition" oder die ''freie Reihung'' gebraucht. In der "Ringkomposition'' schließen nach Lohmann die "RinElemente (Zentrum) ein, ge" mehr oder weniger narrative denen gegenüber sie selbst sich als situationsbezogener erweisen. Als Eigentümlichkeit der ''Parallelkomposition" bezeichnet Lohmann " •.. eine überwiegend rationale Ten- • denz: strategische Vorschläge und Planungen, Prüfen und Abwägen". Die "freie Reihung'' dagegen besitze eine im Gesamtbau der Rede eigenständige Funktion: ''Eine starke Steigerung des Pathos". Lohmann stellt auch fest, daß in den Reden der Ilias " ein steter Wechsel von progressiven und deskriptiven Partien, d.h. auf der einen Seite fortschreiten der Handlung, Argumentation, Aktion - auf der anderen Seite beschreibende Schilderung, Exkurse, Ruhepunkte •.• ", herrscht Ringkomposition und Parallelkomposition greifen nach Lohmann in der Odyssee über den Rahmen der einzelnen Rede hinaus und werden für ganze Dialogszenen gebraucht. Als

( 3)

-

8 -

Beispiele führt er die Stelle Od. 1,32-95 und 17,409-465 an. Er sieht dabei eindeutige Parallelen zur Struktur der Götterszenen in der llias (l). Somit behandelt Lehmann die Odyssee-Reden nicht so sehr als einzelne Kompositionen, sondern paar- bzw. gruppenweise unter dem Gesamttitel ''Äußere Komposition der Reden", und da besonders unter Stichwort ''Durchstrukturierte Redeszenen".

dem

In der Odyssee kann man m.E. beides vorfinden, einerseits Reden und Redeteile, die innerlich in der Art einer Ringkomposition bzw. Parallelkomposition strukturiert sind, andererseits Redeszenen, in denen die Struktur den Rahmen der einzelnen Rede übersteigt und darüber hinaus die Gegenrede einbezieht. Ein Vorhaben der vorliegenden Arbeit ist es zu zeigen, daß die innere Struktur der OdysseeReden in der Regel von ihrer Funktion in der Erzählung nicht getrennt werden kann. Wenn nämlich in den Reden eine innere Struktur festgestellt werden kann, dann ergibt sich, daß sowohl die vorangegangene wie euch die nachfolgende Erzählung unbedingt in Betracht gezogen werden muß. Infolgedessen wird auch für die Analyse der Einzelrede in der Odyssee mit ihre~ m.E. vorzugsweise vorausdeutenden wie auch zurückgreifenden Stellen gerade des, wes Lehmann als "äußere'' oder ''übergreifende Komposition'' bezeichnet, auf eine besondere Art entscheidend sein. Als ''äußere Komposition'' bezeichnet Lehmann die thematischen Beziehungen zwischen strukturell miteinander verbundenen Reden; als ''übergreifende Komposition'' die kompositorischen Verklammerungen, die mitunter weite Strecken des Epos umspannen (ibidem S. 157). Als Beispiel greifen wir wieder auf die o.g. Stelle (3,375-384) zurück. V. Otterlo (De Ringcompositie .. S. 45) hat auf ringkompositorische Elemente im letzten Teil dieser Rede hingewiesen: die Wörter lyl:i und ~tE;w (382,384) in der gleichen metrischen Stellung bezeichnen den Anfang und das Ende eines Ringes, der einen stärker 2 rativen Vers einschließt < ) Ebenso können die Verse

nar-

-

375-376 Hinblick die das tische somit

am Anfang der Rede, welche die Erwartungen im auf Telemachos ausdrücken, zu den Versen 380-381, Gebet für Nestor und Helene enthalten, in antitheBeziehung

zwei

schließen, allgemein

gesetzt

Ringelemente

werden. dar,

die

Beide sich

Verspaare um ein

stellen

Zentrum

das einen klaren Bekanntes enthält

Mat na~tp'la~~dv Diese

9 -

Bezug auf schon Erzähltes und (nämlich den Vers 379: ~ ~OL !v 'ApyEto~oLv l~tµa) (l)

antithetische

Assoziation

in den Ringteilen

findet

Lehmann sonst recht oft in den Ilias-Reden. Der Anredewechsel gebe, seinen Beobachtungen zufolge, auch Anlaß, auf Parallelkomposition zu schließen. Was aber hier und anderswo in den Odyssee-Reden an erster Stelle erscheint, sind die Rückwendung und die Vorausdeutung, die Schlüssel für die hier angewandte Redekomposition oder parallel Darin kann man zwar nach Ringteilen

uns den geben. geform-

ten Partien suchen, Rückwendungen aber und Vorausdeutungen gibt es ohne die alles umgebende Erzählung, von der die einzelne Rede ausgeht und die von den Reden gleichsam wird, nicht. geführt Äußere und übergreifende Komposition Reden zueinander beobachtet auch J. sucht

nämlich,

kompositorische

mit dem geometrischen sollen. Hierbei mißt

in der Anordnung der L. Myres (Z)_ Er ver-

Schemata

aufzustellen,

die

Stil in der Kunst übereinstimmen er eine entscheidende Rolle den Reden

zu und reiht sie in Dreieroder Fünfer-Gruppen ein, die bzw. parallelan manchen Stellen auf ringkompositorische kompositorische Elemente schließen lassen. Leider bleibt sein Versuch nur allgemein und beläßt es bei Andeutungen, deren Inhalt nicht näher erklärt wird. Zusammenfassend läßt sich sagen, rischen Strukturen in den Reden Rückwendungen nete und als Rede-Paare

daß die ringkompositoder Odyssee sowohl in den

als auch den Vorausdeutungen als untergeordübergreifende Strukturen erscheinen, die

bzw,

Gruppen

erfassen.

-

Es muß allerdings Strukturen in der

betont

meistens llias

der

Rückwendungen

10 -

werden,

Ereignisse Fall

ist,

daß ringkompositorische der

Vergangenheit,

umschließen

wie das

und somit

zu den

gehören.

3.

Hier

die

werden

''Vorausdeutung'' E. Lämmert keit der

auf

näh~r

die

geprüft

der

darin

einen

"

Die Odyssee dafür werde

einem

noch

man von einem wissen

müsse, machen

Abgesehen

Vorwort

in

ihren

aber

".

Gesetz,

Gedicht

eingliedert

Mittel

Personenrede

einbringt.

werk gelten

kann,

den zukunftsungewissen kunftsungewißheit Personen

entspreche.

fünfzigmal

einen

stehe

gebiete:

den Ausgang

wissen

könne,

er

die

a.a.O.,

S.

Vorausdeutungen herrsche,

die

Das Vorgehen

der

für 143, jene

.die

als

der

Er-

Voraus-

er

durch

das

Vorausdeujedes

Erzähl-

aus,

daß bei

echte

Lebenswirklichkeit

mit

Inter-

in den

"zukunftsungewisse die

ja

daß die

''zukunftsgewisse

Begründung,

daß

Endgeschehens

Vorausdeutungen,

als

führt

das

ausschließlich ( 2) vorkommen

und diejenigen, Als

" ...

fast

als

Aus-

Retardation

welches

re-

versi-

glücklichen

des

( 3 ) unterscheidet

sah

beinah

die

deutungen" tungen"

Teilen

und zwar sowohl Odyssee

sind

Retardation:

es auffällig,

der

1).

Goethe

ist

im "Erzählerbericht" der

Endgeschehen

Odyssee

der

in

3 und Einleitung

Wie bloß

Phasenvorausdeutungen,

zähler

Personenreden

das

vom Prolog

E. Lämmert

der

der

der

von

Anwendbar-

Odyssee.

vielleicht Sache

Analyse

ihre

das

der

und

auf

kleinsten

Das Gesetz

höheren

der

S.

Gesetz

und daß eigentlich " (l ) dürfe

Personenreden

6, auf

das

daß die

guten

Vorausdeutungen, auch

Struktur

für

wird ...

auch

Merkmale

ist

und beteuert,

unter

esse

(vgl.

Ausgleich

haben

werden der

eigentümlichen

tardierend,

und mit

Vorausdeutungen

eines

gang

Sie

Beschreibung

Die zahlreichen

"Rückwendung"

betrachtet

verglichen.

Odyssee

chert

Grundbegriffe

zwei

den Personen

Zuder bedeute

-

nämlich,

daß der

Erzähler

11 -

den Leser

über

nauso im ungewissen lasse, wie es die natürlicherweise bereits seien.

die

Zukunft

Personen

ge-

selbst

"

Die Zukunft, wie sie sich im laufe der Erzählung den handelnden Personen darbietet, ist von grundsätzlich anderer Realität als die, welche der Erzähler bestimmt oder unbestimmt vorwegnimmt ... " (s.s.O., S. 175). Die Zukunftsungew1ßheit hängt jedoch weniger sonenrede

oder

der Vorsusdeutungen damit zusammen, ob sie

im Erzählerbericht

in der Odyssee in einer Per-

erscheinen.

Dies

ergibt

sich erstens, weil uns der Erzähler in der Odyssee vielleicht mehr als anderswo keinen solch großen Unterschied zwischen seiner eigenen Zukunftsaussicht und der seiner Personen erlaubt (vgl. w.u. S. 33-39). Es scheint, als ob seine Personen sich in der Überwelt befänden, die man doch nicht als zum zweiten aber such homerischen Erzählung

einem wunderbaren Einvernehmen mit die die Welt der Erzählung ist und absolute Fiktion bezeichnen kann; aus einem anderen Grund, dem in der ein großes Gewicht zukommt. E. Läm-

mert führt diesen Grund gung zukunftsungewisser

unter der Bezeichnung Vorsusdeutungen" ein:

''Beglaubi" wo eine

überirdische oder dämonische Macht ausdrücklich in der Erzählung als Künder der Zukunft deklariert wird oder wo sie die Erfüllung eines menschlichen Wunsches sicher zusagt, da ist die und gegenläufige als Hürden Gerade das

Erfüllung Ereignisse

der Handlung sicher festgelegt, werden als 'Kontraststufen',

auf dem Wege gewertet nun ist der Fall bei

... '' (a.a.O., S. 181). vielen der Vorausdeutungen

in der Odyssee. "··· In gewissen Bereichen erzählender Dichtkunst", so Lämmert, '' ••• verbietet sich jeder Zweifel an der Erfüllung einer Voraussage von vornherein: Dort nämlich, wo das Walten göttlicher, mythischer dämonischer Mächte den eigentlichen macht •.• " (S. 179) (l) Zum dritten Mensch

unterscheidet

- und somit

auch

Lämmert die

oder

Erzählgegensland

zwei

Personen

Wege,

einer

auf

aus-

denen

Dichtung

der

- sich

-

der

Zukunft

zu versichern

Zukunftseinsicht liche Ahnungen, Entschlüsse, Weiter

sagt

er

hier

um die

primären

handelt,

einem

handlung legt

über

den zweiten

Motive

des

Lämmert

ihre

nicht

Aspekt

Dialogs

auf

keinen

Wert

besondere

sie

vorkommen, gleich

werden

Da es

sich

Behandlung

zurück

jedoch

...

mehr darauf,

".

am Platze. bei

der

sich

BeStelle

um zu-

Vorausdeutungen, in

ihrer

das

die

in

Zukunftsungewißheit

Teil

einer

vorher

bzw.

daß sie

durch

unter

An dieser

ob es

der

handelt.

hängen ab,

176-

in

nicht

kommen wir

zukunftsungewissen

von dem Umstand

sondern

Weg: " ...

S.

Handlungsaufbaues

Vorausdeutungen

Die wirklich Odyssee

des

(Pläne,

a.a.O.,

Vorausdeutungen

anderen

passiven

Zukunftsgestaltung

Verabredungen),

scheint

kunftsungewisse

der

aktiven

(zukunftsungewissen)

Unter

Den Weg der

von Träumen und Zeichen, untrügund Weissagung durch Menschen-

Anordnungen,

177,

den

sucht:

(Deutung Prophetie

mund) und den Weg der

Dichtung

12 -

Rede sind, unmittelbar

nachher Erzählte als trügerische Ahnungen oder Möglichkeiten bloßgestellt. (Man denke z.B. an 1,251b; 1,275-278; 1,288,239-292 usw.) (l) Die

Zukunftsgewißheit,

sen,

Anordnungen

nicht

von der

einer

Personenrede

vornherein tenden

in

Tatsache

in die

in

selten

schen

Vorausdeutung

Gegenstand

wird

den meisten

der

frage

Richtung

wenn sie des

dann

daß diese sich

vorgegebenen Sie

wird schon

in von

und zu erwar-

stellen

Mittel

der

dar, die meistens auf eine unden Handlungsaufbau bestimmen (Z)

gerade

diese

und der

enge

danach

gemacht,

Als Beispiel echt zu erweisen. ein Argument hingewiesen, das anführt.

Entschlüs-

innewohnt,

gestellt,

bewegen.

von Argumenten

1,374-380

Plänen,

Odyssee

erscheinen,

Zukunftsgestaltung sachliche Art

Nicht

Stelle

usw.

Handlungsablaufes

aktiven verhüllt

als auf

die

Übereinstimmung erzählten

zwi-

Handlung

um verdächtige

zum

Stellen

sei hier unter anderen 3 S. Besslich ( ) zu der

-

Die Auffälligkeit diesen Redeteil (384-387) führe

13 -

des Ausbleibens einer Erwiderung auf in der danach folgenden Rede des Antinoos zu der Vermutung, daß sie einer dichteri-

schen Absicht entspreche. Besslich sagt dazu: ''··· Diese scheint mir darin zu liegen, daß hier im ersten Buch das Geschehen des zweiten einerseits nicht vorweggenommen werden soll Die Erwähnung ständlichen Tatsache,

früherer

Mitteln daß jede

jeder Ereigniskette ''Zeiterstreckung'' Schon

Erzähltes

vorbereitet, '' (a.a.O.,

Ereignisse

gehört

andererseits S. 13).

zu den selbstver-

eines Erzählwerkes. Erzählung Vergangenes

Abgesehen erzählt,

ein Vorher und Nachher an, (l) der Erzählung allmählich wird

sowohl

im Erzählerbericht

von der haftet

das die gestaltet als

(2)

auch

in

den Personenreden angesprochen, gewertet, reflektiert. Es kann sich dabei sowohl um neues Material handeln, das in der Erzählung als Mitteilungen des Erzählers bzw. seiner Personen über noch nicht Erzähltes, über weit zurückliegende Ereignisse nachgereicht wird, als auch um schon Erzähltes, das wieder in Erinnerung gerufen, rekapituliert Andererseits nimmt die Auflösung Vorausdeutungen oft auch den Charakter

wird.

Der besondere

Charakter

der

oder Erfüllung von einer Rückwendung an.

Rückwendungen

in der

erlaubt es nicht, die allgemein akzeptierten von E. Lämmert ohne weiteres zu übernehmen

Odyssee

Bezeichnungen 3 ( )_ Im laufe

der Untersuchung werden sich die verschiedenen Arten der Rückwendungen ergeben, die für die Odyssee von Belang sind. Daß Rückwendungen

ein

der

im Erzählwerk

Personenreden

Motiv

der

Odyssee-Reden sind,

steht

wie

außer

auch Zweifel.

Bei der Behandlung der homerischen Monologe hebt 4 C. Hentze ( ) besonders hervor, "··• daß die Monologe und sonstige Reden ein hervorragendes Mittel sind, das Vergangene lebhaft zu vergegenwärtigen'' (S. 13). T. Krischer ( 5) meint

verallgemeinernd,

Geschehenes

berichtet

daß"··· •.• '' (5.

eine 93).

Person

jeweils

etwas

-

Eine

besondere

(vgl.

Kap.

Art

3,

S.

der

14 -

Rückwendungen,

327),

erfüllt

die

auch

eine

Rekapitulationen Gliederungsfunk-

tion in der Erzählung, auf die wir bei der Erzähleinheiten zurückkommen werden (l)

Bestimmung

von

4. Die Reden

in

der

der

Wirklichkeit,

sie

vorweg.

in der

Erzählung Aktionen

Dies

liegt

Erzählung

sich

auf

vorwegnehmen.

und Planen,

Verwertung

ist

die

In der

Rede äußern

Ablauf

der

auch

die

Zum dritten gen oder lose

2) handelnde

Reden der

diese

wohl

der

schöpfe

in der

nur

die Reden

den

kann

sich

berufen. Betrachtungen, als

Erklärun-

vorgangslose,

zeit-

Dichters schafft

Wahrscheinlichkeit

dementsprechende

der

Rede als

und

nachahmt

S.

haben, einen

offensichtlichen

annähernd

Funktionen

(a.a.O.,

Wirklichkeit,

Die Erzählung nach

(2)

Erzählung

Erzählbericht des

Auf die

2

< ).

Handlung

Entscheidungen,

sich

drei

Feststellung

der

Tat,

Aussage,

Aussage

in der

aus

Berichten

hauptsächlich

selber

Rede auch die

1) handlungsbezogene

Die Reden

zu

erweisen.

bezeichnet

3) zeitlose

oder

Erzählung.

Erzählung

die

Reden

beziehen

gehören

in

und nehmen

und Wollen,

beeinflussen.

folgende

Reden

da die

Erzähltes

Personen

Feststellungen,

Formen

Lämmert

die

enthält

schon

sie

selbst,

Rede in sich

Erzählung

danach

Sache

Abwägen

einer

wie die

spiegeln

und Absicht

Personenreden

Andererseits

ebenso

fest,

in der

Erzählendes in die

halten,

anders ihnen

Tatsache als

sind

auch (vgl.

nämlich

196-199). diesmal eigenen

Personenreden

Plat.

Politeia

die

Charakter,

entspringt,

die

einen

als

daß soGe393a).

Wirklichkeitsraum,

der

und Notwendigkeit die Wirklichkeit 3 ( ) (und auch vom Leser-Hörer eine

Umstellung

erfordert),

und sich

selbst

-

15 -

aber nach bestimmten Regeln konsequent bleibt. der Tat von den erzählten Reden zu erwarten, Aussagen in der Etzählung in einem strengeren chungen der fall So wie

finden, wäre. bei

als

es bei

den Reden

den Vorausdeutungen

in der

erwartet

So ist in daß ihre Maß EntspreWirklichkeit

man von den Reden

in der Erzählung mehr als von den Vorplanungen, Willensäußerungen, Vorahnungen der Wirklichkeit, daß sie irgendeine poetische Entsprechung im Erzählwerk finden und nicht, daß sie als Erklärung haben. Diese Erwartung Reden, besonders vorher Bekanntes

lose

oder

gilt auch wenn sie beziehen.

Die Reden in der Erzählung Dichter in der Gestaltung hen. Man hat z.B. oft homerischen Erzählung tere gebraucht.

blinde

Motive

überhaupt

keine

für die Rückwendungen in den sich auf vorher Erzähltes oder

sind seines

auch Kunstmittel, die Werkes zur Verfügung

bemerkt, wie der Dichter die Reden zur Gestaltung

dem ste-

in der der Charak-

Sie sind aber auch ein Mittel des inneren Aufbaus des Werkes. Gerade die aufgezeigte strengere Mitwirkung bei der erzählten Wirklichkeit, die man von ihnen erwartet, unterstreicht des Erzählwerks

ihre Aufgabe als ordnendes (l). Denn der Rede-Inhalt

Prinzip im Aufbau ist hier nicht

an die Sukzession der Ereigniskette gebunden, d.h. die Aussage der Rede kann sich auf zukünftige bzw. weit zurückliegende Handlungen beziehen, sich vor- oder rückwärts bewegen und all das in dem einen Gesprächsakt, in einem einzigen

Augenblick

der

Ereigniskette

aktualisieren.

Durch die Reden erreicht das Erzählen den höchsten Grad ablaufgetreuer Wiedergabe des Geschehens (vgl. Aristot. poet. 1460a). Das ist unter anderem der Tatsache zu verdanken, daß, wenn eine Rede in der Erzählung erscheint, die erzählte Zeit den Anspruch erhebt, der Erzählzeit gleich

-

zu sein.

Die Reden

lassen

16 -

den Leser-Hörer

Zuschauer oder Eingeweihten der Erzählerbericht. Vielleicht als

ein

gehören

sie

untrennbares

Die dargestellte auch erreicht, sonen - durch

wirkungsvoller

deswegen Merkmal

Wirkung wenn der das Mittel

als

der

der

Zeugen,

auftreten

epischen

als

Darstellung

an. Reden

in der

Dichter selbst der indirekten

Erzählung

wird

- statt seiner PerRede das Wort

ergreift. Ganze

Erzählungen

können

in der

Art

einer

Personenrede

gestaltet und in eine übergeordnete Erzählung eingegliedert ·werden. Die Personenreden erweisen sich als ein so vielseitiges Mittel wie der Erzählerbericht selbst: "Berichte sukzessiver wie iterativ-durativer Art, Beschreibungen,

Bilder,

Reflexionen,

Sentenzen,

selbst

noch

einmal

szenische Darstellung mitsamt Redewiedergaben einer insgesamt vergegenwärtigten Szene durch

können in das Medium

der

S. 201).

Personenrede

Solcher kannt. dieser

erzählt

werden''

(so

Lämmert,

Gebrauch der Personenrede ist der Odyssee gut beWir werden diese besondere Art der Reden im laufe Untersuchung als "Erzählungen in der Erzählung''

bezeichnen.

Vgl.

Kap.

3,

S.

398 ff.

und Kap.

2,

S.

84 Anm.

- 17 -

forschungsbericht Arbeiten, die sich mit es in zwei Richtungen. a)

Arbeiten,

die

b)

Reden beschäftigen. Arbeiten, die als deutungen

Die erste und bedarf punkten

hauptsächlich Hauptthema

Gruppe ist bei infolgedessen

der

1.

Arbeiten, stellung

2.

Arbeiten, rhetorischen Arbeiten, Typologien

mit

Rückwendungen

Diese

den Reden als beschäftigen.

schließen

den Grund-

Mittel

zur

Dar-

sich mit den Reden als Ausdruck der Ansätze bei Homer befassen. die die Strukturierung der Reden untersuchen. der homerischen Reden.

Arbeiten, Gegenstand

von den lexikalischen der Reden handeln.

die einzelne haben.

Gruppe

werden

Reden

nur

eine

oder

und sprachlichen Redegruppen

oder

zwei

für unsere Analyse am bedeutungsvollsten besprochen. Die Aufzählung ist keineswegs keit angelegt.

Im allgemeinen

Gruppen

die

6.

Arbeiten, Darstellung

als die zweite nach Gesichts-

nicht aus, sondern sind nach der Analyse zusammengestellt.

Arbeiten, die Besonderheiten

1.

und Voraus-

Epen haben.

Analyse.

die sich mit der Charaktere

gibt

den homerischen

weitem zahlreicher einer Unterteilung

vorgenommenen

5.

Von jeder

Thema überschneiden,

in den homerischen

sich gegenseitig charakteristiken

3. 4.

sich

unserem

Arbeiten,

die

die Charakterschilderung hier aber nur auf die

Rolle

bei Arbeit

anerkannt,

die

zu sein scheinen, auf Vollständig-

die sich mit den Reden als Mittel der Charaktere beschäftigen wird

zum

die

zur

die

Reden

Homer spielen. Wir wollen von N. N. Hemmerling: ''Wel-

für

-

eher Mittel raktere?",

bedient sich Homer zur Gymn. Prag. Neuss 1857,

Teil dieser zeigt dabei, sonen

die

Mittel

Monologe

bei

der

tionsschildernde analysierten

ihrem

Charakter

seien

für

Über die die

seiner ChaDer größte

nachgebildet

den Dichter

Char3kterschilderung.

ein

ist.

Er Per-

Beson-

bevorzugtes

Charakter-

und situa-

Züge gibt es in vielen der-in Kap. 3 Reden. Sogar ganze Reden und Redegruppen ha-

ben eine ähnliche Funktion. Hauptstrukturierungsprinzip insgesamt.

Darstellung eingehen.

Arbeit ist den homerischen Reden gewidmet. wie die Ausdrucksweise der verschiedenen

meisterhaft

ders

18 -

Wir werden

homerische

von E. Steiger

Sie für

bilden aber m.E. kein die homerischen Reden

auf

jeweils

sie

verweisen

Charakterschilderung a.a.O.,

S.

143,

..

teilen geäußerte

wir

hier

Meinung:

''Ein

allmählich in seiner ganzen ExistenzsichtHeld wird erst bar. Wir müssen alles, vom ersten bis zum letzten Gesang zusammenhalten, um ein vollständiges Bild von Odysseus oder Achill zu bekommen". Es zeigt sich somit eine additive Art der Charakterschilderung bei Homer, d.h. wären die

Gedichte

länger,

bzw.

würden

die

Helden

mehr Taten

verrichten, dann wäre ihr Charakterbild vollständiger. In diesem Punkt stimmt Steiger gewissermaßen mit W. Propp überein, für den die Personen die Gesamtheit der von ihnen ausgeführten Funktionen sind. Diese extreme Meinung ist später Kritik Paris,

innerhalb der strukturellen Erzähltextanalyse auf gestoßen (vgl. Claude Bremond, ''Logique du r~cit" Seuil 1973, S. 24 f. und Gülich/Raible, S. 207).

2. Arbeiten, die sich mit den Reden als Ausdruck rhetorischen Ansätze bei Homer befassen Die homerischen

Reden sind

vielfach

als

der

rhetorische

Mei-

sterstücke angesehen und Homer ist, wenn nicht als Rhetoriker, so doch mindestens als Vorläufer der Rhetorik angesehen

worden.

Wir stellen diese

im folgenden

Annahme für

dar,

unangebracht

warum und inwieweit halten

und auf

wir

welche

Art

-

und Weise Rhetorik werden könnte.

19 -

in den homerischen

Reden nachgewiesen

Die Auseinandersetzung um des Vorhandensein von Rhetorik in den homerischen Reden scheint nicht in der Antike beendet worden zu sein (l)_ So finden wir auf der einen , Rahn , Seite Meinungen wie die von Fitzgerald 4 Karp < >, die versichern, daß sie in den homerischen Reden Meisterstücke der Rhetorik gefunden hätten, oder daß Homer der Vorläufer der Rhetorik gewesen sei, und dann wiederum 5 Meinungen wie die von F. Blaß < >, der den Anfang der Rhetorik erst für das 5. Jahrhundert ansetzt. Die unterschiedlichen Meinungen beruhen früher auf der Beantwortung der Fragen, 1) was man unter Rhetorik versteht und 2) welche Methode man zum Nachweis der Rhetorik gebraucht.

wie heute

bei

Homer

ad 1) behaupten, daß Homer der ''VorMan kann zwar unverbindlich läufer" der antiken Rhetorik ist. Als Beweis dafür genügt aber nicht - wie Karp meint - der Nachweis, daß es in den homerischen Reden ''persuasion'' (Psychagogie) gibt und daß für Homer das Gut-Reden-Können eine Tugend ist. Es scheint nämlich, daß Psychagogie (Intentionalität) ein Bestandteil jeden Kommunikationsaktes ist (vgl. hierzu Gülich/Raible, S. 30). Der Literaturkritiker Kenneth Burke (zitiert nach Walter Jens' Artikel "Rhetorik", Reallexikon der Deutschen Literaturgeschichte, 2. Auflage, Bad III, S. 444) behaup"Where ever there is meaning, there is persuasion" tet: und infolgedessen gelte: "effective literature could be nothing else but rhetoric". Karp verwechselt hier Merkmale der menschlichen sprachlichen Kommunikation mit spezifischen Merkmalen der Rhetorik. Als weiteren Nachweis, daß es in den homerischen Reden Rhetorik gibt, •führt Karp an, daß man in den homerischen Reden das Vorhandensein der drei Faktoren einer Theorie

- 20 -

der

"persuasion"

Die drei

(nach

Aristoteles)

von Karp erwähnten

feststellen

Faktoren

kann

entsprechen

eben

Trias Sender-Zeichen-Empfänger in jedem Modell cher Kommunikation (nach Saussure). ''Argumente nem",

Trugreden

nen Beweis

und rhetorische

für

die

Rhetorik

Figuren

(ll. der

sprachliad homi-

bringen

auch

in den homerischen

kei-

Reden,

wie

Karp es will. Eine als der

derart

Definition

der

Rhetorik

Beweis dazu dienen, daß Homer und seine Sprache Gebrauch gemacht haben.

Nun aber der

umfassende

gerade

Rhetorik

in dieser

wird

sie

breiten

heute

nicht

kann

nur

Personen

Auslegung

der

mehr als

eine

von

Definition Kunst

der

Erzeugung von Texten, sondern - als wissenschaftliche und moderne Rhetorik - als eine Methode der Textanalyse betrachtet. Sie scheint sich somit in die Textwissenschaft schlechthin zu verwandeln (vgl. z.B.: Heinrich F. Plett, a.a.O., oder A. Kibedi-Varga (b), a.a.O., S. 57): Diese dargestellte Rhetorik betrachtet aber den Text vom Gesichtspunkt seines Effekts aus. Wenn man nämlich rhetorisch analysiert, betrachtet man den Text aus dem Blickpunkt

des

Hörer-Lesers

und dem der

Effekts. Eine solche Reden muß demzufolge

rhetorische den ganzen

hen und ihn

vom Gesichtsptinkt

Effektes

als

her

Text

Intentionalität,

des

Analyse der homerischen homerischen Text einbezieseines

Zieles

bzw.

betrachten.

Geht man aber von einem engeren Begriff der Rhetorik aus, so etwa im Sinne eines Katalogs der Stilfiguren (vgl. hierzu G. Genette, a.a.O.), dann müßte eine rhetorische Untersuchung der homerischen Reden die Verbindungen zwischen Figuren und Argumenten, Stil und Gedankengang, zeigen.

Um eine

zuerst die schreiben, bestimmen Gerade

solche

Arbeit

durchzuführen,

gesamte Struktur der Argumente um in deren Rahmen die Funktion

wäre es nötig, im Text zu beder Stilfiguren

zu können.

in dieser

Hinsicht

zeigt

so

eine

solche

Untersuchung

- 21 -

Übereinstimmung mit unserem Vorhaben in dem Sinne, daß eine Redeanalyse nicht getrennt vom ganzen Text durchgefGhrt werden kann (vgl. Vorwort 4 und 5). Nur daß unsere Arbeit nicht ins Detail der einzelnen Stilfiguren geht, sonden auf der Ebene der handlungsführenden Funktion der Reden bleibt.

ad 2) Die Methode, die den Nachweis fGr das Vorhandensein von wGrde, sollte eigentlich die Rhetorik bei Homer einbringen homerischen Reden auf ihre Komposition hin untersuchen und eine signifikante Zahl von Übereinstimmungen mit den Regeln der Schulrhetorik nachweisen. Diesen Weg schlägt nun die Arbeit von H. Alsn Shapiro (a.a.O.) ein. Das Ergebnis Gberzeugt aber nicht. Marcel Delaunais, "Comment parlent les hiros d"Hom~re. La question de l"enchainement des idies dans l"iloquence grecque", Et. Cl. 20, 1952, S. 80-92, geht von der rhetorischen Praxis bei Lysias, Demosthenes, lsaios und anderen aus und versucht, bei Homer den Grund fGr solche Unterschiede zu entdecken. Er unterscheidet beim Aufbau der homerischen Reden zwei Tendenzen: eine logische und eine psychologische. Die erste sei diejenige der Ordnung und die der Leidenschaft. Die MiDeutlichkeit, die zweite schung dieser beiden Grundtendenzen ergebe vier verschiedene Arten von Plänen im Aufbau der homerischen Reden: 1) Der psychologische, ungeordnete Plan. Beispiele in der Ilias hierfGr sind nach Delaunais: die Rede des Pandaros 5,180-216; Diomedes 6,123-143; Hektar 8,161-166; Achilles 9,308-429; Phoinix 9,434-605; Achilles 16,49-100; Andromache 6,407-439; 19,315-337 und Andromache 24,725-745 (l)_

Achilles Delaunais

sieht in diesen Reden nur eine ungeordnete schiedener Ideen. Doch finden sich m.E. in zwei Grundteile: ein retrospektiver und ein Teil. Man kann nämlich deutliche Zäsuren in

folge verallen diese prospektiver 5,212;

- 22 -

6,143;

8,163;

9,346

usw.

erkennen.

2) Der leicht geordnete, psychologische Plan. Beispiele hierfür sind: 9,17-28; 11,656-803; 23,306348; 24,486-506. Bei allen diesen Reden unterscheidet Delaunais logischen

zwischen Reaktion)

einem expositiven Teil und einem Aktionsteil.

(der psychoDiese Ein-

teilung stimmt vollkommen mit der von uns vorgeschlagenen Grundeinteilung in Rückwendung und Vorausdeutung (bzw. in retrospektiven und prospektiven Teil) überein. 3) Der einfache, logische Plan. Beispiele: 1,254-284; 6,264-285; 18,254-283. Bei diesen Reden unterscheidet Delaunais - wie übrigens auch im allgemeinen bei den Dialogreden - einen "Einführungsteil'' und einen "Aktionsteil'', bzw. eihe Antwort und eine Frage, die auch mit unserer Zweiteilung zusammenfallen. 4) Der gedachte, Beispiele: 15,49-77.

logische

Plan.

8,497-541; 9,53-78; 9,225-306; 13,775-787; Bei diesenReden unterscheidet Delaunais einen

Einleitungs-, einen Haupt- und einen unserer Darstellung liegen in diesen genannten Zäsuren vor, z.B.in 8,502;

Schlußteil. Reden auch 9,65 usw.

In die

Zusammenfassend kommt Delaunais, nachdem er zunächst nach rhetorischen Schemata suchte, zu dem Schluß, daß die Reden nach besonderen Regeln konstruiert worden sind, die vielfach mit der von uns in den Reden der Odyssee beobachteten Einteilung übereinstimmen. Die Namen der verraten, prinzipien

von Delaunais

daß sie folgen.

nicht

erschlossenen

überall

Redebaupläne

den rhetorischen

Aufbau-

Außer den auf Seite 20 f. erwähnten Gründen haben wir uns bei der Bestimmung der Richtung dieser Untersuchung aus folgenden Gründen nicht für einen rhetorischen Gesichtspunkt entschlossen:

-

a)

23 -

Die Reden in der Odyssee sind der nicht nach den Regeln der wurde, und infolgedessen ter dem Gesichtspunkt

Teil eines Schulrhetorik

werden diese der dargestellten

Erzähltextes, verfaßt

Reden besser unHandlung ana-

lysiert. b) Die

Einbeziehung

von rhetorischen

Gesichtspunkten

wäre

hauptsächlich bei längeren Reden, und unter diesen bei denjenigen, die vor einer Versammlung gehalten werden, angebracht, nicht aber bei kürzeren Reden. Da unsere Arbeit alle Reden in den genannten Büchern umfaßt, haben wir darauf verzichtet, den Gesichtspunkt einer rhetorischen c)

Analyse

als

Grundlage

zu nehmen.

Die beobachtete Struktur der Reden, die auch von den weiter unten erwähnten Forschern beobachtet wurde, entstammt einer unvoreingenommenen Lektüre der Reden. Bei der Annahme eines rhetorischen Modells als Grundlage der

Analyse

würde

sich

der

Ausgangspunkt

ändern.

d) Die Rhetorik faßt die Texte gerade als Produkte einer vollständig aufzählbaren Menge von Erzeugungsverfahren auf (vgl. Coseriu, a.a.O., S. 112). Die erwähnten Gründe sind aber kein bei der Analyse der einzelnen Reden schließung der lelkompositionen

gelegentlich auf die

gemacht wird, wie es auch Lohmann der Fall ist (vgl. oben, S. 7 Anm. 2).

Hindernis oder bei

dafür, der Er-

daß

vorkommenden Ring- bzw. Paralrhetorischen Figuren aufmerksam bei den Redeanalysen von D. Lohmann, a.a.O., passim und

Die Arbeit von Delaunais nimmt eine Zwischenstellung zwischen den von uns eingeteilten Gruppen ein und bildet somit eine Oberleitung zur nächsten Gruppe von Arbeiten.

- 24 -

3. Arbeiten,

die

die

Strukturierung

der

Reden untersuchen

Von den Arbeiten, die sich mit dem Aufbau homerischer Reden beschäftigen, verdient - neben denjenigen von Delaunais (S. 21) und von Lehmann (S. 7 ff.) - die Arbeit von Th. Zahn "Betrachtungen über den Bau der homerischen ReA, 1-303'', Gymn. Prog., den, 1. Probe, Die Reden in Ilias Erwähnung. Sie stellt eine eingeBarmen 1868, besondere hende Analyse der erwähnten Reden dar, die durch "eine vom Standpunkt des Gedankenganges und durch die Situation begründeten Bedingungen angestellte Untersuchung der Reden'' deren Bauplan analysiert und sie gegen die Athetesen des Aristarch verteidigt. bzw. ringkompositorischen Auch wenn Zahn die parallelElemente, die in vielen dieser Reden vorhanden sind (l), nicht ausdrücklich vermerkt und sie als Anapher oder Epanalepse nimmt, entgeht ihm die Zweiteilung der Reden in der Art, wie wir sie beobachtet haben, nicht. So sagt er der Rede ·1,59-67: "Diese Rede z.B. auf S. 7 bezüglich •••. Der zweite Teil (62-67) zerfällt in zwei Teile 2 stellt die Aufforderung an die Spitze'' < >.

Über die Rede 1,74-83 sagt er in Zusammenfassung seiner Beobachtungen: "Wie gewöhnlich die Antwortsreden zunächst an die vorige Rede anknüpfen und dann mit &ll& oder6t den eigenen neuen Gedanken anschließen, so auch hier; nur sind beide Glieder, sowohl das retrospektive als das positive, sehr kurz gehalten" (S. 8). Die Ausdrucksweise Zahns verrät, daß er die Grundeinteilung der homerischen Reden in Rückwendungen und Vorausdeutungen wohl erkannt hat. Weitere Zitate machen dies eindeutiger. 1,121-129, faßt Zahn seine Bezüglich der Rede Achills, Überlegungen folgendermaßen zusammen: ''Wie z.B. in der (59 sq) die ersten drei Verse zuersteren Rede Achills nächst den Eindruck wiedergeben, den die augenblickliche Situation auf den Redner macht, woran sich dann mit &11& sein eigener Vorschlag anschließt, wie auch in der nächst-

- 25 -

folgenden

Rede Agamemnons

Vorschlag

des

Mitteilung hier

seines

die

ein

Vorredners

Über der

die

der

Teil meint

hier

angeführten

die

grundlegende

eingehenden besonders

für

Technik Prag.

wie

den ersten Teil die

Teil

der der

Reden,

Formeln, widmet.

die

die

Herman

skizziert

der

erste

Teil Von

beweisen,

daß

Reden

seiner

und sogar

seine

dieses

Merkmal,

aufzuzeigen

weiß.

er Wörter wie "Aufforderung, unter dem Namen "Vorausdeu-

Herman

A) Die

formale

Odyssee",

Registrierung

Gymn.

der

Einführungs-

in den Reden

bereits

einen

''Die

gesprochen

und den

melden,

allgemeinen

Plan

einer

regelmäßig

an die

ge-

homeri-

gegebene

anschließt, (5.

eines

neue

solchen

allgemeinen

Erkenntnis

unterteilt

vornimmt

Kriterien.

ganze

Reden,

Anredeformen

auch

11).

logie

der

von J.

der

Rede als

3) dem Schluß

Außerdem

13).

homerischen er

Reden,

ist

und

keine

(5.

wurden.

2) dem Hauptthema Aufgrund

auch

Forderung

Arbeit

trefflich

schen Rede, bestehend aus l) dem Anfang der Rede, der Situation

zur

(225-232).

ist,

Arbeit

1877,

der

entgangen

benutzt bei uns

homerischen

Villach

formel

der

Rede''

Zahnsehen

Teil

zusammengefaßt

Der größte

mit&XX& so ist

retrospektiv

der

nicht

zeigt,

Für den zweiten Vorschlag'' u.ä., tungen''

der

Einteilung

Ausdrucksweise

der

den

er: ''Der erste auf Agamemnons Teil ... (293-296)''.

Zitate Analyse

übergeht,

Zahn,

wieder

der Rede 1,293-303 sagt Vorwürfe zurückblickende Die

zunächst

von Agamemnon gestellten

Rede 1,225-244 auch

dieser

und dann

Willens

selbständiger

Rede sei

sqq)

kritisiert

eigenen

Prüfung

durchaus

(131

hinsichtlich er

(siehe

So äußert

Bauplanes der

die. Reden, weiter

er

sich

indem

unten), auf

5.

gewinnt

homerischen er

nach

eine

man Reden.

Art

Typo-

eigenartigen

52 z.B.:

''Um irgend-

- 26 -

eine

Ordnung

werden

wir

auf

sich

ruhiges Text

den

Reden

weiligen

denen

und Übersicht

in

Ton Rücksicht

getragen

irgendein

sind,

Skala,

siehe

und die

Stoff

nehmen,

zu bringen,

von dem die

und unterscheiden

Affekt,

Gemüt ausspricht, ''Effekt'',

unseren

und solche, Freilich

Reden,

in denen

hat

noch

der

Druckfehlerberichtigung)

ruhigen

Situationen

in

sich

ein

Affekt

(im

eine

können

je-

ganze

mannigfaltig

sein". In die

Gruppe

druck

des

der

affektvollen

Schmerzens",

"bitterer

Hohn",

Gruppe

ordnet

"Rat",

"Traumerscheinung"

Auch wenn auf deutigen

zu:

der

Gruppen

Konturen rede",

Interessant zige

(mir

Odyssee

die

als

Ganzes

allgemeinen

z.B.

ist,

Teil

in der

Erzählung:

gesteckt

werden,

uns

mit

es ungefähr

in

4.

früheren

erzählte

Die oben einer

so werden

der

erwähnte

Typologie

Typologie

dagegen

homerischen Arbeit

der

enthält

enthält

sie

in

ihrem

die

über

Vorausdeutun-

vor

ihre

eine

dazu

Funktion

ganze

Partie

verwendet,

vertraut

rekapitulieren".

Reden

Reden, Arbeit

Elne

wie

zu tun

vorausgegangene

enthält

daß

machen,

Theaterzettel

von Herman

homerischen

einder

Reden

kurz

die in

derselben

Ereignisse

sie

und über

die

''Bitt-

Reden

häufig

können

deutlichere

den

Reden

Zeiten

Herman,

und andere. weil

mit

Reden

sie

es

die

8 Beobachtungen

''Wenn ferner

Umgekehrt

Typologien

Arbeit, sich

den

ein-

"Eidschwur'',

Außerdem

dem Hauptinhalt

pflegten... bereits

in

keine

gelingt

"Selbstgespräch"

die

S.

gen und Rückwendungen

sie

''Gebet'',

befaßt. auf

Einteilung

können,

Hermansche

bekannte)

Der zweiten

usw.

zu unterscheiden,

"Bericht",

ist

''Aus-

''frostzuspruch'',

dieser

entstehen

wie

ein:

u.ä.

von Reden

"Frage",

Selbstgefühl"

Grundlage

zeigen,

er

"Zurechtweisung",

''Begrüßungen'',

Redegruppen

manche

reiht

"Zornausbruch",

"stolzes

er

Reden

den

Versuch

ausführliche

von Anton

Fingerle:

und

- 27 "Typik

der

homerischen

Diese Arbeit hebt Redetypus hervor.

die Sie

Reden'',

Diss.

Merkmale verzichtet

München

1939 mschr.

und Invarianten eines jeden von Anfang an auf die

Interpretation des Charakteristischen in den einzelnen Reden. So wie W. Arendt typische Szenen beschreibt, will auch Fingerle beschreiben:

typische

1) Nach der Stellung a) Einzelrede; b) Erstrede (z.B. c)

Erwiderungsrede

Reden

der

unter

zwei

Rede in der

in einem (z.B.

Gespräch) 2) Nach den Redetypen: a) Feldherrnrede (Diesem

Gesichtspunkten

Erzählung:

Gespräch)

alle

Typus

weiteren

Reden

in einem

widmet

Fingerle

in der

Beschreibung die größte Aufmerksamkeit. Er definiert den Typus nach Einleitungsund Endformeln, nach Inhalt und Gedankengang und nach Odyssee stellt er Ähnlichkeiten in den Reden

24,531-532;

der Funktion. In der mit diesem Typus nur

22,70-78

und 22,248-254

fest.

b) Kampfaufruf c) Triumphrede d) Totenklage e)

Klagerede

g) h) i) k) 1) m)

Trostund Ermunterungsrede Bittrede Scheltund Drohrede Spott rede Lobrede Begrüßungsund Abschiedsrede

n) Botenauftrag o) Traumrede p) Ti.c;-Rede q)'Ayop~-und

und -bericht

ßouX~-Rede

Fingerle berücksichtigt folgende Redetypen beit nicht, weil er meint, sie seien schon den: "Gebet", "Monolog" und "Schwur" (vgl. 1 und S.

13 Anm. 4).

in seiner Arbehandelt woroben S. 9 Anm.

- 28 Nach der Beschreibung der Redetypen beschäftigt sich gerle mit der Umrahmung der Rede, und zwar hinsichtlich der

zahlenmäßigen

Häufigkeit,

Wendungen

vorkommen.

bestimmte

Erscheinungen

tion,

gesagt,

wie

in

Er führt

der

bestimmte

statistische

in beiden

verzichtet

er

Wörter

Angaben

Epen an;

auf

prinzipiell.

finund

über

Interpreta-

Er beobachtet

z.B., daß das Wort vüv 588 mal in llias und Odyssee erscheint und davon nur 10 mal im Erzählerbericht. In der Verteilung

der

ebenso

den Partikeln

5.

bei

Arbeiten,

Negationen

die

mit

der

sprachlichen

dieser

daß die Personen

Hinsichtlich obachtungen

Reden

oft

darauf

im Vergleich

hingewiesen. zurückzuführen,

von bestimmten formen die im Erzählerbericht

(z.B. nicht

ausnahmsweise in den Reden Die Auslassung Samuel Speeches",

bestimmter Reden sind vom Gepoetry" von Mark W. Edwards in zwei

1969,

S.

HSPh 74, der

''On Same Answering 58-67,

1970,

Sprache

von Hermen

daß das

Erzählerbericht

sind

sind

worden:

CPh 64,

lntroductions",

ric

man schon

Besonderheiten

untersucht

Homer"

sucht

der

dürfen.

Artikeln

stellt,

handeln

hat

Die Einführungsformeln sichtspunkt der ''oral in

Auffälliges,

und sprachlichen

Besonderheiten

Rede den Gebrauch und Modi) erlaubt,

vorkommen

auch

lexikalischen

Reden

dem Erzählerbericht

Viele

er

&>.>.6:und öf:.

von den

Besonderheiten Auf die

findet

der

Reden,

"Die

S.

festge-

öfter

im

als

erscheinen

Genealogien

und seinen

1934,

von den Be-

man schon

Gleichnisse

"The Omission

AJPh 55,

von Th. Wendel:

den Reden

Längere

Vokatives

E. Basset:

abgeseh~n hat

Längere

in den Reden. zu finden.

Speech

1-36.

und fingerle,

vorkommt.

des

und ''Homeric

S.

Wort xp6vot;; in

Expressions

Gebrauch of

140-152.

Gesprächsanrede

Vocative

sind

nur

unterin Home-

Anredeformen im griechischen

- 29 Epos und Drama der Blütezeit'', Tüb. Beitr. 6, Stuttgart 1929, untersucht worden. Begrüßungsund Abschiedsformeln untersucht J. Elminger in der Arbeit: "Begrüßung und Abschied bei Homer'', Diss. Fribourg, 1935.

6.

Arbeiten, Gegenstand

die einzelne haben

Reden oder

Redegruppen

zum

Manche Arbeiten, die Redegruppen als Gegenstand der Untersuchung haben, beschreiben auch die Struktur der jeweils erforschten Redegruppe. So z.B. sind die homerischen Mono~ Gegenstand der Arbeit von C. Hentze: "Die Monologe in den homerischen Epen", Philol. 63, 1904, S. 12-30. Er unterteilt die Monologe in ''erwägende'' und ''betrachtende'' Monologe und stellt eine Aufbaustruktur fest, die sich zusammensetzt aus ''einleitendem Ausruf", "Aufstellung und Erwägung der sich bietenden Möglichkeiten des Handelns", ''Übergangsformel'' und ''Entscheidung''. G. Petersmann, "Die Entscheidungsmonologe in den homerischen Epen" GB 1974, 2, S. 147-169, bestreitet die Gültigkeit von Hentzes Unterteilung für die Monologe des fünften Buches der Odyssee. Zu der Einleitungsformel und dem Kontext mancher Monologe findet man auch wertvolle Ergebnisse in der Arbeit von Christian Voigt "Überlegung und Entscheidung. Studien zur Selbstauffassung des Menschen bei Homer", Diss. Hamburg 1933 (auch in: Beiträge zur klassischen Philologie, Heft 48, 1972). Gebete, Gelübde und Schwüre sind Gegenstand der oben (S. 9 Anm. 1) zitierten Arbeiten von D. Mülder. Auch die Arbeit von H. lang "Reason and Purpose in Homeric Prayers", CW 68, 1975, S. 309-314 sei hier erwähnt. Chorreden oder T~(-Reden sind von C. Hentze in den homerischen Epen", Philol. 64, 1905,

"Die Chorreden S. 254-268,

-

erforscht

worden.

TL½-Reden, die Hentze ''fingierte -Reden''

ser

in einer anderen Aussprüche".

Gegenstand

~ö'lpftL, sive"

30 -

der

Arbeit

ICS IV 1979,

S.

und "predictive" Formel

bei

der

Tragödie

Frankfurt Trugrede

und Variationen'', 117-134, beziehen rede'in

ihrer

Klagelieder die

und auf

das

und darüber

seus'',

erste

auf

''Die

TL½

Kat Kf

R. Wilson

Er macht

Funktion

von G. Blümlein:

''Die

von John

1-15.

Die Arbeiten Diss.

Rede vorkommen, nennt Sie sind als "potential ihre

''purpo-

Nachleben

hinaus

Trugreden

TL(

die-

aufmerksam. des

Odys-

a.M. 1971 und von D. Maronitis: des

Odysseus

Festschr. sich auf

in der

Odyssee.

Vorbild

Walter Marg, München 1981, S. die Interpretation der Einzel-

Situationsbezogenheit. und Totenklagen

sind

von R. Peppmüller:

''Über

Komposition

der Klagelieder im 24. Buch der Ilias", 2 Halle 1872, 1896 , von M. Seibel: ''Die Klagen um Hektar im letzten Buch der Ilias'', Gymn. Prg. München 1881, und von G. Petersmann: Diss.

"Die

Graz

1969,

Arbeiten,

die

monologische

Rh. M. 116,

Totenklage

1973,

S.

der

3-16,

llias",

untersucht

worden.

Vorausdeutungen

den homerischen Eduard 74,

Epen als

Stemplinger:

1920,

S.

"Die

70-81,

Leipzig

1924,

Diese

und die

beiden

befassen das

sich

Spannung

So behauptet Ausgangs ''wie

ästhetische in:

als

zu erzeugen: auf

den die

bzw.

Element, erzeugt.

Nicht-Enthüllung

Mittel

"Das antike die

An-

Arbeiten

einem

Epen abbaut

unpassendes

der

Verfasser.

den Vorausdeutungen

im Roman ein

Sokrates

Ewigkeit

besprochenen

für

in

sind:

Spannung'',

im folgenden

in den homerischen

(verzichtet)

haben,

''Die

von demselben

Stemplinger,

im Kino"

Nachfolge

mit

Rückwendungen)

Hauptthema

Nachdruck

tike",

(und

ästhetische

ist, Epos

des

Spannung und dessen

Spannung

hin-

-

sichtlich

des

Stoffes

31 -

völlig.

Ein Musterbeispiel

bietet

uns Od. 5,53 ff. Zeus befiehlt Hermes die Botschaft an Kalypso. Odysseus soll am zwanzigsten Tag nach Scheria kommen zu den Phäaken, die ihn reich beschenkt nach Ithaka bringen mende'' Durch chen einen

werden. (S. 71). die

So ist

der

Bekanntmachung

Hörer

des

eingeweiht

glücklichen

Ausganges verfolgt der Dichter, technischen Zweck. Er verzichtet

hinsichtlich selten

des

zerstört

guten er

oder

sie.

bzw.

Kom-

unglückli-

nach Stemplinger, auf die Spannung

schlechten

Die Art

in das

der

Ausgangs poetischen

und nicht Technik

besteht in der Ausführung eines bereits bekannten Themas (vgl. oben S. 10). Sie soll eher fesseln und Spannung erzeugen. Stemplinger betrachtet in seiner Arbeit den Gebrauch dieser Technik in der Epik und Dramatik. Er faßt die über Homer in dieser Hinsicht gefällten Urteile zusammen. Ignace Wieniewski: ''La technique d'annoncer les &vdnements Futurs chez Homdre ''Eos (Commentarii Societatis philologicae Polonorum) 27, Vratislaviae 1924, S. 113-133, untersucht einen der Poetik, nämlich: ~vdnements Er zählt

charakteristischen Züge der homerischen l'habitude d'annoncer d'avance les

Futurs für

die

d'action'' Odyssee

(S.

114).

185 ''annonces

d'&vdnements

Fu-

turs''

auf, von denen 21 im Erzählerbericht vorkommen zählt auch die Apologoi zum Erzählerbericht). niewski

(Wie-

Die Vorausdeutungen fünf Gruppen:

in

im Erzählerbericht

unterteilt

er

l) diejenigen, die sich im Proömium beider Epen befinden, 2) die konkreten Angaben des Dichters, die sich später erfüllen, 3) die Vorausdeutungen, die im Zusammenhang mit dem Be4)

griff v~~~O( die Angaben

sei, 5) Vergleiche,

vorkommen (vgl. Kraut, a.a.O.), des Dichters, daß ein Gebet erhört die

auf

den Ausgang

hinweisen.

worden

-

Er nennt

die

vorkommen,

Vorausdeutungen, "echte"

teilt er zunächst 1) Die deutlichen gen (nur diese ten) und

die

im Erzählerbericht

Vorausdeutungen.

Die Vorausdeutungen,

2) die

32 -

die

in den Personenreden

vorkommen,

in zwei Gruppen: (präzisen) und eindeutigen

Vorausdeutun-

sind

Zahl

mehrdeutigen

in der

(annonces

oben

genannten

dans

un sens

plus

enthal-

general).

zuerst erkannte Zweiteilung ist Diese von Wieniewski w.u. z. 01, sehr deutlich im Text zu erkennen (vgl.

m.E.

S. 250 ff.). Es gibt Vorausdeutungen, die konkrete Handlungen ankündigen, die sich klar von den Vorausdeutungen trennen lassen und eine Haltung oder Handlungsrichtung nur im allgemeinen ankündigen. Auch wenn die Ausdrucksweise auf etwas anderes hindeutet general), zeigen die von ihm angeführten das Gemeinte (S. 120).

Wieniewskis

(un sens Beispiele

Unter die erste Gruppe subsumiert er: a) Enthüllung der eigenen Absichten einer (z.B. Od.15,308 ff.; 18,141 ff.) b) Versprechen c) d) e) f) g)

(z.B.

plus klar

Person

Od. 3,382)

Feierliche

Erklärung ~chwur (Od. 20,229; 5,29) Prophezeiung (Od. 21,413 ff.) Plan oder Beschluß (Od. 16,270 Zusage auf eine Frage oder auf

ff.) einen

Befehl

(Od.

11,66)

h) Zitate von früheren Vorausdeutungen (Od. B,564 f.) (Wir weisen jeweils nur auf die von Wieniewski aus der Odyssee

herausgegriffenen

In die zweite Gruppe reiht a) Zusage einer Person auf anderen b) Befehle, c) Wünsche d) Drohungen

Beispiele

hin.)

er ein: die Bitte

(z.B. 17,240 ff.) Verbote, Erlaubnisse, z.B. 11. 1,19

oder

Ratschläge

den Befehl

einer

-

33 -

e) Aktionsplan f) Ausdruck von Hoffnung oder Furcht g) Vorahnungen h) Analogien i) Vorbereitung der Elemente der künftigen Handlung: ~pOOLXOVOµta (z.B. Od. 4,640 im Hinblick auf die ~taL(, oder 8,215 ff., 226 im Hinblick auf die Mnesterophonie), Sowohl über die vom Dichter selbst angegebenen als auch über die von den Personen formulierten Vorausdeutungen bemerkt Wieniewski, daß sie alle in Erfüllung gehen mit Ausnahme derjenigen, die außerhalb des Epos liegen - für die Odyssee gilt dies eigentlich nur für die Prophezeiungen des Teiresias und Theoklymenos. So sagt Wieniewski über die Vorausdeutungen in den Personenreden: "Ces personages peuvent, en effet, parler de l'avenir sous forme de souhaits, d'ordres, de prieres, de menaces, de pressentiments, de propheties etc, qui, il est vrai, se realisent, a l'exeption des menaces, toujours, mais qui ne sont des annonces que dans un sens plus general" (S. 115, vgl. oben s. 11). Aus der oben genannten Aufzählung der Vorausdeutungen in den Personenreden geht nicht eindeutig hervor, nach welchen Kriterien Wieniewski die Teilung vornimmt, da in beiden Gruppen fast dieselben Formen erscheinen. Die Grundlage dieser Einteilung besteht aber darin, daß manche Vorausdeutungen konkrete Handlungen ankündigen, manche aber nur die Handlungsrichtung angeben. Auf diese Einteilung kommen wir im Verlauf unserer Untersuchung wieder zu sprechen. George Ecke! Duckworth: "Foreshadowing end Suspense in the Epics of Homer, Apollonius, end Vergil", Dias. Princeton 1933, übernimmt die von Wieniewskl erarbeitete Klassifikation der Vorausdeutungen in zwei Aspekten: 1) Er unterscheidet zwischen Vorausdeutungen im Erzählerbericht und Vorausdeutungen in den Personenreden, und

-

2) übernimmt

er die

34 -

Inhaltsunterteilung

von Wieniewski.

Den Ansatzpunkt Wieniewskis und besonders den Stemplingers in bezug auf die funktion der Vorausdeutungen hinsichtlich der Spannung greift Duckworth auf. Er meint, daß die vielen Vorausdeutungen besonders bei Homer die Spannung keineswegs zerstören, sondern eher erhöhen. Andere Mittel, diesen Effekt zu erzielen, seien die Retardation (S. 66) und der Szenenwechsel (S. 93). Wie aber

die

Vorausdeutungen

die

Spannung

erhöhen

können,

erklärt Duckworth mit seiner These, daß nicht so sehr der wird, sonLeser in Unkenntnis über den Ausgang gehalten dern vielmehr die epischen Personen in dieser Unkenntnis handeln (vgl. S. 70 ff. und S. 94). Sogar durch die Wiederholung der Vorausdeutungen entwickelt nach Duckworth der Dichter: "suspense of anticipation" (S. 60). Er versucht zu zeigen, wie die Vorkenntnis des Ausgangs für den Leser sozusagen nicht interessehemmend, sondern interesseerhöhend wirkt. Infolgedessen muß die Haupteinteilung der Arbeit von Duckworth heißen: I. Ereignisse, die dem Leser nicht aber den Personen voraus angedeutet werden. II. Ereignisse, die sowohl für den Leser als auch für Personen vorausgedeutet werden. III. Ereignisse, die für den Leser nicht vorausgedeutet werden. In die

dritte

Gruppe

kann er kein

Ereignis

aus

im die

den homeri-

schen Epen einreihen, d.h. alle Ereignisse sind bei Homer für den Leser vorausgedeutet. Der Leser wird also durch den Dichter in dessen Pläne durchgehend eingeweiht, was unabhängig von seinem ästhetischen Wert - eigentlich nicht spannungserhöhend wirken kann. Die zweite Gruppe enthält Votausdeutungen, denn sie

bei weitem die zahlreichsten kommen, wie von Wieniewski

- 35 -

beobachtet, zu über 90 % in den Personenreden vor, wobei die Personen auch den Leser und natürlich sich selbst gegenseitig über die Zukunft informieren. Es ist u.a. diese Tatsache, die unsere auf S. 10 f. geäußerte Meinung wie auch die Vermutung stützt, daß die Vorausdeutungen nicht gerade um der Spannungserhöhung willen so.zahlreich in den Gedichten Homers vorkommen. Die zur ersten von Duckworth worden.

Gruppe gehörenden als Stütze seiner

Vorausdeutungen sind Hauptthese überschätzt

m.E.

Er rechnet nämlich die Vorausdeutungen, die in den Götterreden vorkommen, zu dieser Gruppe, in der Annahme, die Götter würden hier an die Stelle des Dichters treten. Diese Annahme ist nicht gerechtfertigt, denn erstens: wie Duckworth selbst erkennt, werden. die Prophezeiungen, Versprechungen und Schwüre der Götter nur an Menschen gegeben; zweitens: es werden Beschlüsse, Zusagen und Befehle der Götter den Sterblichen schnellstens mitgeteilt oder Wirkung spürbar. Auch bei den Göttergefür sie in ihrer sprächen ist es somit nicht zuerst die Absicht des Dichters, seine sterblichen Personen über die Zukunftspläne in Unkenntnis zu lassen und nur den Leser zu informieren. Die gen, des von Dies geht,

im Erzählerbericht vorkommenden Vorausdeutundie zu Recht von Duckworth als direkte Mitteilungen Dichters an den Leser betrachtet werden können, werden überschätzt. ihm in ihrem Wert als Vorausdeutungen wird deutlich, wenn man die einzelnen Gruppen durchwie auch Duckworth angeben. die sowohl Wieniewski

wenigen

1) Die in beiden ·Proömien enthaltenen Vorausdeutungen (vgl. oben S. 10 Anm.) gehören selbstverständlich zu den einführenden Vorausdeutungen, die den Leser mit dem Stoff vertraut machen. Sie werden folglich zunächst nicht zur Spannungserzeugung eingesetzt.

- 36 -

2) Wieniewski und Duckworth geben als Beispiele für konkrete Angaben des Dichters über zu erzählende Handlungen: in der Ilias: 2,830-834; 2,859-861 (nicht erfüllt); 10,336-337; 11,604; 13,601 f. (vgl. Od. 21,4) und 16,692. In diesen Vorausdeutungen wird in beinahe Weise der zukünftige Tod einer Person anformelhafter gesagt. In der Odyssee findet sich nur 21,4 und 18,155 als Beispiel (1,19 rechnet zum Proömium und 9,228 zu den Apologoi, ist also nicht direkt vom Dichter gemacht). 3)

Diejenigen Vorausdeutungen, die in Verbindung mit dem Sinnbereich des Wortes vf),u,o~ vorkom"!en, haben einen ähnlichen Charakter wie die obigen. Hier bedauert oder verurteilt der Dichter die Verblendung, die zum Tode führt. Duckworth beruft sich auf den Aufsatz von K. Kraut: "Die homerische Prolepsis, nachgewiesen in der Ilias", Tübingen 1863, und bestätigt, daß es neun Beispiele davon in der Ilias gibt. Als Beispiele führt er einige Stellen an: 4,104; 12,113-115; 16,46; 22,445446. Aus der Odyssee seien dazu außer den beiden, die im Proömium vorkommen, 3,146 (Rede); 9,44 (Apologoi) und 24,469 ff. erwähnt~ Die Art und der Inhalt dieser Vorausdeutungen erlaubt nicht, daß man sie zu den eigentlichen Vorausdeutungen rechnet, die ganze Handlungsketten vorankündigen und in den Personenreden erscheinen.

4) Diejenigen Vorausdeutungen, die als Angaben des Dichters über die Folgen eines Gebetes oder eines Schwurs vorkommen, sind eine Ergänzung (Bestätigung oder Verneinung) des schon in den Gebeten (Reden) Vorgetragenen. Als Beispiele dazu führen die oben genannten Autoren an: 11. 1,43; 1,457; 5,121 u.ä., in der Odyssee: 4,767; 6,328 u.ä. 5) Als fünfte Gruppe der vom Dichter selbst zur Information des Lesers, aber nicht zur Information der Personen vorgebrachten Vorausdeutungen, sind nach Duckworth

-

37 -

und Wieniewski die indirekten, durch Vergleiche gemachten Vorausdeutungen zu nennen. Als Beispiele führen sie in der Ilias insgesamt 9 Stellen, darunter 16,259, an. Diese Stelle läßt nämlich die trojanische Niederlage im Buch 16 vorausahnen. In 16,751-754 wird Patroklos mit einem Löwen verglichen und somit auf sein Schicksal angespielt. Diesen und anderen angeführten Beispielen fehlt es an Genauigkeit, um als echte Vorausdeutungen betrachtet werden zu können. Sowohl aufgrund der verhältnismäßig hohen Zahl der in den Personenreden vorkommenden Vorausdeutungen als auch aufgrund ihres konkreten Inhaltes können wir nicht mit Duckworth behaupten, daß sie Informationen enthalten, die der Dichter nur dem Leser mitteilen will, weil ersterer durch das Mehrwissen des Lesers und durch die entsprechende Unwissenheit seiner Personen Spannung erzeugen will. Die Unsicherheit der homerischen Personen über das eigene Schicksal hat weniger mit ihrer tatsächlichen eigenen Unwissenheit über ihr zukünftiges Dasein, als vielmehr mit ihrem schwankenden Vertrauen auf dieses Wissen zu tun. Odysseus weiß schon während des Sturmes (im 5. Buch) aufgrund der Prophezeiung des Teiresias und der Kirke von seiner Rettung, dennoch ängstigt er sich sehr hinsichtlich seiner Zukunft. Ebenso zweifelt Telemachos, der wohl erkannt hat, daß ein Gott ihm die Rückkehr des Vaters angekündigt hat, an der Gültigkeit dieser Vorankündigung. Die dargestellten Sachverhalte reichen aus, um zu beweisen, daß der Dichter die Vorausdeutungen nicht zuerst als spannungserzeugendes Element eingeführt hat. Er läßt den Leser-Hörer, ebenso wie seine Personen, über seine Absichten nicht im unklaren (vgl. oben 5. 10 f.). Wenn aber die Vorausdeutungen nicht um des Mehrwissens des Lesers willen gegenüber dem Nichtwissen seiner Personen vom Dichter eingesetzt wurden, um Spannung zu erzeugen, wozu sind sie da? Die Annahme liegt nahe, sie seien dann

-

38 -

wohl zuerst Leitfaden - sowohl für den Dichter selbst, auch für den Hörer-Leser - für den Aufbau der Dichtung (vgl. Krischer, a.a.O., S. 104 und w.u. S. 49 und 63). Die Vermutung, die wird lungsführung, alle Vorausdeutungen haben ein Korrelat und oben S. 32 f.)

als

Vorausdeutungen seien Mittel der Handauch durch die Tatsache bestätigt, daß sich in der Regel erfüllen, d.h. sie (vgl. oben Vorwort 5 und 7 auf S. 3

Ein anderer Grund, der für die handlungsführende Funktion der Vorausdeutungen spricht, ist ihr aufbauender Charakter. Die Vorausdeutungen bilden sehr oft Ketten, bei denen das jeweils letzte Glied konkreter und detaillierter als das vorangegangene ist, bis die Kette in ihr auflösendes Korrelat einmündet. Ein Beispiel

wird

das Gemeinte

näher

erläutern:

In Od.

wird der Vorschlag des Zeus über die Rückkehr l,76-77a Odysseus' vorgetragen, der von Athene aber schon als gefaßter Beschluß verstanden wird und mit der Aussendung des Hermes nach Ogygia erweitert wird. In 5,32-42 kommt noch noch von den dazu, daß Odysseus weder von den Göttern Menschen Geleit erhalten soll. Denn er soll seine Reise auf einem floß in das land der Phäaken machen. Das floß wird an der Stelle nur mit einem Epitheton beschrieben. In 5,162-164 erhält er genauere Hinweise zum floßbau. In 5,243-261 wird das floß gebaut und die frage nach dem Fahrzeug beantwortet, die sich im Hintergrund und ganz allgemein bei der ersten Erwähnung der Rückkehr gestellt hatte.

Spezifische Arbeiten über Rückwendungen sind mir nicht bekannt. Nun bauen aber Rückwendungen und Vorausdeutungen das Zeitgerüst des Epos auf. Vorausdeutungen beziehen sich auf noch zu Erzählendes, Rückwendungen auf schon Erzähltes oder auf neue Informationen der Vergangenheit, die vor dem Anfangszeitpunkt der Epen liegt. Das Zeitgerüst in den homerischen

Epen entsteht

also

vorwiegend

aus

der

Erzäh-

-

lung der Handlungen und rückwärts.

mit

39 -

ihren

Beziehungen

nach

vorwärts

Die "Zeit" beider Epen ist nicht ein leerer ''Zeitraum'', in den der Dichter verschiedene Handlungen darlegt. Zur Bestätigung dieser Annahme und zur Darlegung der Art der Verknüpfungen verschiedener Handlungseinheiten in beiden Epen - beides Themen, die miteinander verflochten sind und die unsere Analyse der Reden in den Kapiteln 3 und 4 begründen sollen - schließen wir unsere Betrachtung über die Behandlung des Zeitgerüstes der Epen im nächsten Kapitel an.

- 40 1.

Kapitel:

Das Zeitgerüst

und die

Reden

Vorwort Die meistens der

Odyssee

handlungsbezogene entschieden

Erzählung zu gestalten. Vorausdeutungen, die Gesprächsakt die Erzählung der

bei,

die

Reden

trägt

Zeiterstreckung

in der

Gerade durch Rückwendungen und ihren Platz hauptsächlich in einem

Erstreckung

verstärken

und Nachher,

dazu

der

der Personen der Erzählung haben, erreicht die Dimension der zeitlichen Tiefe und gibt

zeitlichen

Dadurch

Aussage

indem

ein

die

Reden

sie

vorher

und noch zu Erzählendem (bzw. sind. M.a.W. die Zeiterstreckung

festeres

die

Eindrücke

Erzähltem

Gefüge. eines (bzw.

Vorher

Geschehenem)

Geschehendem) verpflichtet der Erzählung, auf die

sich die handlungsbezogene Aussage der Reden bezieht und die dadurch gefestigt wird, verdient in der Behandlung der Reden einen besonderen einleitenden Platz. Zum Thema der Beziehungen zwischen den Personenreden und den Rückwendungen gibt es in der !lies und in der Odyssee charakteristische Merkmale, die homerischen Poetik schon früher Wir stellen sie die Erklärungen

als wesentliche Züge der festgestellt worden sind.

hier in sechs Punkten zusammen von Th. Zielinski stichwortartig

und fügen hinzu.

Die Arbeit von Th. Zielinski: ''Die Behandlung gleichzeitiger Ereignisse im antiken Epos'', Philol. Suppl. 8, 18991901, S. 409-449, stellt eine wohldurchdachte, folgerichtige und zusammenhängende Erklärung dar, die noch heute in ihrer gesamten Punkten breiten

Darstellung oder auch nur in entscheidenden Anklang findet (l)_ Als erklärenden Ein-

stieg in die DarstP.llung unserer eigenen Überlegungen zum Thema wollen wir unter Nr. 2 dieses Kapitels die Zielinski'sche Theorie eingehend darlegen, denn es würde dieser umfassenden Betrachtung und der nicht gerecht, wenn man sie nur

Reichweite ihrer bruchstückartig

Aussage zitierte

( 2)

-

Die

in diesem

Kapitel

41 -

besprochenen

folgenden Gründen hier 1) Weil sie nach einer

Arbeiten

berücksichtigt umfassenden

sind

2) Weil

sie

oder

zunächst

es dann

meistens

dazu

sie

zunächst

Sinn

als

Gegenstand

Text

sammeln

4)

Weil

des

bestimmen

1.

dann

bezug

die

auf

Die Reden se,

die

im

welche

die

nicht

auf

Kompositionsschichten der

Untersuchung

Zuteilung

der

ver-

verhindern.

die

enthalten

vor

suchen,

den Standpunkt

die

homerischen

Rückwendungen

Vorvergangenheit

Erscheinungen

und von vornherein

Textstellen

Merkmale,

wenn

poetischen

unvoreingenommene

Besondere

auch

helfen.

verschiedene

und eine

schiedenen

1.

abzugrenzen

über die

und somit

Erklärungen

zunächst

Spekulationen einlassen,

den verborgenen,

haben

und nach

sich

sie

absehen,

kommt.

nicht

Textes

alle Stellen die die Erschei-

könnten.

von Werturteilen

3) Weil

Ebene

aufweisen

aus

worden: Erklärung bestimmter

Erscheinungen im Text streben und dabei in ihren Erklärungsversuch einbeziehen, nung aufweisen

auch

in

aufweisen

Rückwendungen, der

Reden

die

Epen beziehen,

dem Anfangszeitpunkt

sich

d.h. der

auf

auf

die

Ereignis-

Epen stattgefunden

haben. Diese

Tatsache

ist

von Th.

Zielinski

als

die

der

2.

"nachträglich reproduzierend-kombinalorische11 (l ) thode'' angesehen worden. Die Reden enthalten Rückwendungen, die sich

Anwendung

nisse worden

Diese

beziehen,

die

schon

stellt

für

Meauf

im Vorher-Erzählten

Ereig-

berichtet

sind. Tatsache

Zielinski

eine

zweite

Mög-

lichkeit der Anwendung der ''nachträglich reproduzierendkombinatorischen Methode'' (l) dar und wird von ihm pauschal 3.

als

"Rekapitulation''

Die homerischen die

sich auf (= gleichzeitig)

Reden

bezeichnet. enthalten

Ereignisse beziehen, zu anderen schon

keine

Rückwendungen,

die zeitlich parallel vorher erzählten Er-

-

42 -

eignissen verlaufen sind. Sie enthalten nämlich keinen Bericht über eine Handlung B, die während des Verlaufs einer schon erzählten Handlung A anders mit anderen

4.

Personen geschehen Dies bedeutet nach

wäre.

Zielinski

die

vom Dichter

Anspruch genommene thode" (l).

Anwendung

der

''zurückgreifenden

Der Erzählerbericht

springt

in der

Zeit

nicht

nicht

in Me-

zurück,

um eine während der Zeiterstreckung des Epos anderswo, mit anderen Personen geschehene Handlung zu erzählen und sie als zu den schon erzählten Handlungen parallel verlaufene darzustellen. Dies würde, Zielinski zufolge, ''zurückgreifenden Methode" (l)

die Inanspruchnahme bedeuten.

5. Die homerischen Epen beinhalten keine streng gene Gleichzeitigkeit eines Handlungsstranges

durchgezoin bezug

auf andere Handlungsstränge. In diesem fall hat der Dichter,

Zielinski

Anwendung der zugleich zwei

Methode'' vermeiden und Wirklichkeit'' parallel

"zurückgreifenden oder mehr "in der

zufolge,

verlaufende Handlungen als solche darstellen Dazu hat er die "gleichzeitig analysierend sche Methode'' (l) angewandt. 6.

der

Manche Passagen zwei

oder

enthalten

bei

mehr nacheinander

Homer eine

erzählten

die

wollen. desultoriSequenz

von

Handlungen,

die

auch als nacheinander geschehene dargestellt werden. Sie erlauben aber eine Rekonstruktion im Sinne eines zeitlichen Nebeneinanders. Hier hat der Dichter, nach Zielinski, lösung gefunden und eine "scheinbare'' ''wirklichen'' Handlung dargestellt. Nun ist allerdings der ein grundlegend anderer treten. 1.

eine statt

Kompromißeiner

Ansatzpunkt von Zielinskis Theorie als derjenige, den wir hier ver-

Die Hauptunterschiede

sind

folgende:

Hinsichtlich der Beziehung des Dichters zur ''Wirklichkeit'' und somit zu der ''erzählten Wirklichkeit'' (Z): für

Zielinski

unterliegt

der

Dichter

verschiedenen

Zwän-

-

43 -

gen, so daß er bei der Schaffung der ''erzählten Wirklichkeit" fast wie ein Berichterstatter wirkt (vorwiegend mimetischer Literaturbegriff). Unsere Vorstellung räumt dem Dichter eine in jedem Falle freiere Beziehung zu seiner Schöpfung und somit auch freieren Umgang mit der 2.

''Wirklichkeit" ein In der Vorstellung Art "Füllung'' einer feststehenden Zeit.

(vgl. w.u. Nr. 3 und 4). Zielinskis ist die ''Handlung" eine in der Wirklichkeit vorgegebenen, In unserer Vorstellung (~gl. o. S.

Anm. 2 und w.u. Nr. 6 und dazu noch S. 59 ff.) entsteht die Zeiterstreckung erst durch Rückwendungen und Vorausdeutungen. M.a.W. ist die Zeit in einer Erzählung nur

ein

Element

unter

das beliebig direkt jekt der Erzählung

anderen

semantischen

Elementen,

oder indirekt geschaffen wird. ist nicht zuerst eine bestimmte

Ob-

Zeit, sondern eine menschliche Handlung, die in der Sequenz und Konsequenz der Erzählung Zeit schafft. Das überspringen der Erzählung trägt entschieden dazu bei, den Eindruck 3.

eines

Zeitgerüstes

Nr. 2, c); Nr. 3, c) und Nr. 6, c)). Der Szenenwechsel oder das überspringen wird

für

Handlung

Zielinski bzw.

eines

durch

eine geln

freie folgt,

Schöpfung die teils

lung selbst liegen, schender dichterischer

die

Dynamik

''wirklichen''

(siehe w.u., unter 2, gen der Erzählung ist

4.

zu schaffen der einer

Vorganges

(vgl.

w.u.

Erzählung ''wirklichen'' erzwungen

d); 3, d); 6, d)). Das übersprin- unserer Vorstellung zufolge des Dichters, in der Logik

teils

aber das Erfindungen

die der

ihrerseits erfundenen

Ergebnis überrasind, die bestimmte

Wirkungen verursachen (siehe w.u. passim). Nach Zielinski erlaubt die vorgegebene leere "Zeit" Einordnen parallel verlaufender Handlungen in ihr, es für den Dichter zu erzählen den homerischen Epen ein echtes

ReHand-

gilt. Somit zeitliches

das die

gebe es in Nebeneinan-

der. Dieser Meinung stehen die Beurteilungen von H. Fränkel und E. Balensiefen (vgl. w.u., passim) und teilweise die Ansicht U. Hölschers entgegen. Unserer Vorstellung nach wird der Eindruck in den homerischen Epen erst durch

der das

Gleichzeitigkeit überspringen

der

13,

-

Erzählung

2.

verursacht

Zielinskis

(vgl.

hier

unten,

passim).

Betrachtungen

Thaddaeus

Zielinski

tümlichkeit

der

Erzählung

44 -

macht, Reden

a.a.O.,

gegenüber

folgendermaßen

5.

der

auf

441,

die

Eigen-

Zeiterstreckung

der

aufmerksam:

" Die Rolle der reproduzierend-kombinatorischen de (l) ist eine doppelte: 1)

werden

Ereignisse

der

dem Hörer

bekannt

des Achill (usw.),

A 365

2) werden

Vorvergangenheit

gemacht. ff.,

Ereignisse,

Dahin

des

die

rekapituliert.

den waren,

auf

gehören:

Odysseus

bereits

Metho-

die

vom Dichter

Dahin

Personen

schichte

charakteristische

a)

erzählt

gehören:

ein

Umstände

wor-

Teil

der

Agamemnons

B

. t eine . 1s ein. f adem Auftreten

aus

genannten

Methoden

sind

zwei

der

Methoden von Zielinski, die sich mit der Gleichzeitigkeit in den Epen beschäftigen. kurzer

ligen

Erzählung

ihrer

Vorge-

mitzuteilen.''

Die beiden

ein

Weise

B 303 ff ....

die Rede Erzählung des Achill A 370 ff., 56 ff. und dgl. mehr. . Ro 11 e d er zuruc~gre1 .. '· 'f en d en Me th o d e ( 2 ) D1e che: der Dichter bedient sich ihrer, um bei neuer

diese

Überblick

Spezifika

besser

Die nachträglich der

mal dann,

wenn er

läßt

der

übergeordneten

erzählten

eine

Zielinskis

Person

(durch Handlung

Eine die

etwas

zeitliche

Handlung

nun durch

Personenrede).

reproduziert

nach

und nachträglich dies

Gesamtzahl,

um die

jewei-

hervorzuheben.

Dichter

len

(d.h.

deren

vier

Wiedergabe der In der folge

reproduzierend-kombinatorische

gebraucht

geschehe

über

insgesamt

die

Methode

Auffassung

jedes-·

Vergangenes

erzäh-

Verbindungen

mit

herstellt.

In der

''indirekte

Darstellung''

Handlung Personenrede)

A chronologisch

B wird

Erzählung

nachträglich

und mit kombiniert.

der

schon

Hierzu

- 45 stellt

Zielinski

homerischen Handlungen

fest,

daß die

Personenreden

Epen keine Bezüge zu parallel enthalten. Sie beziehen sich

her Erzähltes. Wenn die liegt diese Vergangenheit

in den

verlaufenden auf schon vor-

Reden Vergangenes enthalten, entweder noch vor dem An-

fangszeitpunkt der Epen, oder sie beinhaltet in der Art einer Rekapitulation das schon vorher Erzählte. So sind die Personenreden bei Homer kein Mittel, um Handlungen als parallel verlaufende erscheinen zu lassen. Wir werden auf diese feststellung über die Reden wenn auch b) Die

auf

anderen

"zurückgreifende

Grundlagen Methode''

- später stellt

zurückkommen.

nach

erfolgter

ein Zurückkehren des Erzählung eines Handlungsstranges Erzählerberichtes zum Ausgangspunkt dar, um auf diese Weise eine parallel verlaufene Handlung erzählen zu können. Dieses Verfahren (nach Zielinski ein unnatürli-

ches)

direkt

wird

vom epischen

Dichter

die Erzählung parallel verlaufender braucht, sondern vielmehr nur für Vorgeschichte blick

seiner

ihres

nicht

Handlungen Ereignisse,

Personen

betreffen

erzählt

werden.

Auftretens

gerade

für

gedie die

und im Augen-

Diese Methode beschreibt Zielinski anläßlich der verschiedenen Möglichkeiten der Wiedergabe (durch den Erzählerbericht) von parallel verlaufenden Handlungen (l) und stellt dazu vorgeschlagenen c)

Die

fest, daß die homerischen Epen zu dem Zweck davon keinen Gebrauch machen.

"gleichzeitig

gebraucht

der

analysierend-desultorische epische

Dichter

parallel verlaufende Handlungen der Weise, daß er eine Handlung verharrenden

oder

nach

Zielinski,

zu erzählen A in einen

fortschreitenden

Vorgang"

Methode" wenn es

in gilt, ''gleichmäßig

übergehen

läßt und seine Aufmerksamkeit dann der Handlung 8 widmet. Gleichmäßig verharrende oder fortschreitende Vorgänge nennt Zielinski Aktionen, die die Aufmerksamkeit nicht fesseln, wie z.B. Schlafen oder Gehen u.ä. (J). Daraus

ergibt

sich

eine

Gleichzeitigkeit:

Handlung/Vor-

( 2)

-

gang,

jedoch

keine

Springen von einem gibt sich also die d) Eine

vierte

46 -

von der

Handlung/Handlung.

Handlungsstrang Gleichzeitigkeit

abgeleitete

von beiden Vorgang,

Im

auf den anderen beider.

Methode,

nen Namen hat, gebraucht er die Gleichzeitigkeit will. Keine gleichmäßigen

Art

für

die

er-

Zielinski

kei-

der Dichter ihm zufolge, Handlung/Handlung schildern

wenn

Handlungen mündet in einen sondern beide machen eine erzäh-

lenswerte Handlung aus. Dann - so Zielinski - erzählt der Dichter beide Handlungen, und zwar nacheinander und so, als ob sie auch tatsächlich nacheinander geschehen wären.

Und dann

fügt

er

noch

chronologische

Beziehungen

hinzu, die die Vorstellung des Nacheinanders bekräftig~n (sog. ''falsche Synchronismen'' (l)_ Die auf diese Weise

nacheinander

Zielinski Handlung" tigkeit

dargestellten

die "scheinbare bestehe aus der beider

Zur Verdeutlichung

Handlungen genüge

Handlungen

sind

für

Handlung". Die ''wirkliche Rekonstruktion der Gleichzeidurch hier

den Hörer ein

Leser.

bzw.

Beispiel:

Im Buch 0

der Ilias entsendet Zeus Iris zu Poseidon (157-167) und Apollon zu Hektar (221-235). Beide Handlungen, die Iris-Poseidonund die Apollon-Hektor-Handlung werden in der

epischen

Darstellung

nacheinander

erzählt.

Nach

deren Ablauf aber könnten beide Handlungen als gleichzeitig geschehene betrachtet werden. Der Rückzug Poseidons sollte nämlich mit dem Eingreifen Hektars zusammenfallen. Das sei folglich die ''rekonstruierte Gleichzeitigkeit'' sich die

oder die "wirkliche Handlung". Dabei ordnet Stelle O 222 ff. in die Rekonstruktion nur

schwer ein, da sie vor der Erzählung des zweiten Handlungsstranges den ersten als schon abgeschlossen voraussetzt. Das nun nennt Zielinski einen "fehlerhaften ( 2) Synchronismus" für unsere Darstellung wollen wir von Zielinskis tungen drei Punkte im Auge behalten:

Betrach-

- 47 -

1. Wenn die Personenrede vergangene liegen diese immer zeitlich vor Erzählung, oder aber sie bezieht tes. Dieser Bezug kann freilich Rekapitulation einzige 2.

form

annehmen, einer

sie

ist

Rückwendung

A contrerio sensu berichtet nicht bekennten Ereignisse,

Handlungen berichtet, dem Anfang der epischen sich auf schon Erzählu.a. euch die form der aber

auf

die die

m.E.

schon

nicht

Erzähltes.

Personenrede sich in der

keine Zeiter-

streckung der Erzählung abspielen und parallel gestellten Handlung verlaufen. 3. Gleichzeitige Handlungen gibt es nach Zielinski ''wirkliche'', d.h. als zweier Handlungsstränge

3. Die Stellungnahme

rekonstruierte innerhalb

Zu der Nicht-Inanspruchnahme zierend-kombinatorischen scher führt

für den epischen Krischer an, der

dar-

nur

als

Gleichzeitigkeit der Epen.

Einteilung

und Gültigkeit

der ''nachträglich Methode" ( 2 ) besteht

Dichter epische

reprodunach Kri-

kein Zwang. Als Beweis Dichter habe diese Me-

thode für die Erzählung parallel verlaufender gen zumindest gekannt. Es sei in des Dichters gelegen, sie anzuwenden bzw. nicht· anzuwenden. brauche mit der

zur

noch

T. Krischers

T. Krischer (l) bestreitet die der Methoden von Th. Zielinski. a)

die

HandlunHand Man

nur an die Apologoi zu denken, die eine Einheit Kalypso-Episode bildeten und doch teilweise

durch die direkte Erzählung durch die Rede des Odysseus reproduzierend-kombinatorisch,

größtenteils aber (f-v), d.h. nachträglich erzählt würden.

(E),

Mit Zielinski kann man aber gegen Krischer daß die Apologoi keine Inanspruchnahme der

einwenden, nachträglich

reproduzierend-kombinatorischen Methode bedeuten. Denn sie stellen eine Personenrede dar, die sich auf Vergangenes einläßt, das außerhalb der Zeiterstreckung der Erzählung vor ihrem Anfangszeitpunkt liegt. Dieser ist

-

nach

Zielinski

ein

Gebrauch

der

Dagegen

wendet

der

Epen

genannten

(d.h.

lassen

Zielinski

dem Dichter

Methode

Krischer

frei

anfangen für

erlaubter,

ein,

(vgl.

Dichter können,

hätte

würde, verliefen.

vom Dichter nicht

also

der

sowenig terliege. Handlung'' die

als

die

dieser

sie

eine

erzählen auf

Ithaka

der Verbot

Epen

frei

unterliegt

nachträglich

er

(oder reproduzie-

(l)

Methode

meint

T. Krischer,

bediene

und dabei

daß eben-

Zwang zu deren Nicht-Inanspruchnahme Beweis führt er an, daß die ''wirkliche

un-

Zeit

sich

zweimal

"scheinbare

Wirklichkeit

Begebenheiten

formulierten

Methode

sich

einem Als

eine

nachträglich

weil

dann

der

früher

Methode.

b) Zur zurückgreifenden Dichter

der

so Krischer,

den Gebrauch

rend-kombinatorischen

der

Apologoi

Anfangszeitpunkt

eingesetzt,

über

die

Odyssee

zu den Ereignissen

dem von Zielinski

Zwang)

die

Methode, die

parallel

Ist

eingesetzt

Inanspruchnahme

darstellten,

welche

Anfangszeitpunkt

nur

wären

reproduzierend-kombinatorischen Personenrede

S. 44).

vom Dichter

dann

verbotene

geläufiger

oben

daß der

zwanglos)

Der epische

werde.

48 -

durchlaufen

Handlung''

parallel

läßt,

dargelegten

abspielen;

indem Ereignisse

und daß die

in

Zeit,

die

wird, in Wirklichkeit ein Nacheinander dargestellt Nebeneinander ist. Der Dichter habe also ein Mittel

erfunden, dieses c)

Die

die Mittel

Zeit

zweimal

sei

die

"gleichzeitig

hätte

der

brauchen hätte

können,

seus-Handlung gen können. scheinbare Handlung größer

nach z.B.

seien.

auch

auch

anderswo

Erzählung

Abständen habe

von

jedoch

auf

hin die

vorgezogen und somit (J). Dieses Verfahren wenn die

und

(2)

Methode''

Telemachos-Handlung

in kleineren Der Dichter

der

ein

Handlung''.

Krischer,

bei

von der

Handlung verschoben

"desultorisch",

"scheinbare

zu lassen,

analysierend-desultorische

Dichter,

nämlich

durchlaufen

als

Abstände

ge-

a-6. Er die

und her

Odyssprin-

Darstellung

als

die Odysseussei ohnehin in diesem

Falle

-

49 -

d) Krischer mißt der Diskrepanz zwischen "scheinbarer" "wirklicher" Handlung eine große Bedeutung bei (l)

und und

macht es zum Kern seiner Darlegung, diese Diskrepanz zu erklären. Er erforscht die Gründe, weshalb der Dichter einen Handlungsstrang, der in Wirklichkeit parallel zu der zuerst erzählten Handlung verlaufe, verschoben und als scheinbar nacheinander geschehene Handlung sogar unter Hinzufügung "falscher Synchronismen" (Z) dargedie Verzögerung (J) stellt habe. M.a.W. er versucht, eines Handlungsstranges zu klären. Er kommt zu dem Ergebnis, daß sie aus erzähltechnischen Gründen geschehen ist. Verzweigungen, aus denen sich zwei Handlungsstränge ergeben, werden meistens angekündigt ( 4 ), und zwar durch Personenreden. Er macht darauf aufmerksam, mit welcher Häufigkeit dieses Element in immer gleicher Form in den Epen vorkommt, und fügt noch hinzu: '' ••. dann wird vollkommen deutlich, daß der Dichter damit nicht den psychologischen Gegebenheiten der jeweiligen Situation Rechnung trägt, sondern daß die Ankündigung als technisches Mittel verwendet wird. Sie dient nicht in erster Linie dazu, die angeredete Person über Pläne des Sprechenden zu informieren, sondern sie soll den Hörer des Epos über die Pläne des Dichters orientie(5) ren" wird in einer Personenrede Aber nicht jede Verzweigung angekündigt. Daher legt Kriecher Fälle von nicht ange6 kündigten Verzweigungen ( ) (zumeist Szenenwechsel auf dem Schlachtfeld) und von ihm so genannten "Einfügungen 7 dar, bei denen die Beziehung eines neuen Stranges" ( ) zu dem auf S. 96 seines Aufsatzes behandelten Szenenwechsel naheliegt.

4.

Die Grundlagen

der

Zielinski'schen

Zielinskis Theorie stützt und von ihm dargestellte

sich auf Annahmen:

Theorie zwei damals

geläufige

- so a) Eine Vorstellung der Sinneswahrnehmung im allgemeinen und der Wahrnehmung der Zeit im besonderen; b) eine Vorstellung des dichterischen Schaffens. Der Dichter Wirklichkeit

gibt die genauso

ihm durch die Wahrnehmung erschlossene wieder, wie er sie wahrgenommen hat.

Es gebe eine natürliche, unmittelbare Art der Sinneswahrnehmung und eine sekundäre, erst durch Korrektur entstandene Art. Die Wahrnehmung des zeitlichen Nebeneinanders sei in der Sinneswahrnehmung erst auf die zweite Art entstanden und könne nur durch Korrektur, d.h. künstliche Mittel oder Täuschung, in der poetischen Darstellung wiedergegeben werden (l) Da der homerische Dichter die Wirklichkeit so darstellen wolle, wie er sie wahrgenommen habe, und dabei keine unna(2) türlichen Mittel gebrauche, die zur Täuschung führten, unterliege er mehreren Zwängen oder Verboten, wie es Kri(3) scher dargelegt hat. Die Vorstellung von der fens, des literarischen

Beziehung des dichterischen Kunstwerkes zur Wirklichkeit

Schafist

inzwischen eine andere geworden, als es damals der Fall war. Vielleicht gibt es keinen besseren Ausdruck, als sie 4 als eine "Mimesis nach Wahrscheinlichkeit'' ( ) zu bezeichnen. Aber gerade dann, wenn es um Zeitzusammenhänge geht, "macht die Mimesis am frühesten halt" ( 5) Anläßlich Bernhard

dieser Shaw's

wendet G. Müller einen Satz Beziehung 6 ( ) über das Drama auf die Erzählung an:

''The theatre imposes unities of time nature in her boundless wastefulness

end place is free".

from which Aber ande-

rerseits geht die erzählte Wirklichkeit in ihren schöpfeweit über das hinrischen Möglichkeiten für den Dichter aus, was die Natur oder Wirklichkeit selbst bieten kann. Zielinskis nicht nur

schauender Dichter ( 7 ) benimmt sich jedoch wie ein Berichterstatter oder Historiker (B)

-

51 -

sondern will noch dazu die Wirklichkeit wie er sie wahrgenommen hat.

5. Die Wahrnehmung des und ihre Wiedergabe

so wiedergeben,

zeitlichen Nebeneinanders im allgemeinen

Die Wahrnehmung des zeitlichen Nebeneinanders geschieht nach Zielinski, wie oben angedeutet, als Korrektur und etwas Sekundäres, wenn es um das zeitliche Nebeneinander zweier ''Handlungen'' geht, nicht aber, wenn es um das gleichzeitige Nebeneinander von "Vorgängen" (l) geht. Hier sei die Wahrnehmung ches und Primäres.

des

Nebeneinanders

noch etwas

Natürli-

Eine die Aufmerksamkeit fesselnde "Handlung" bringe zu der Betrachtungsweise des schauenden Dichters "mehrplanigen" die Dimension der Zeit hinzu und verdränge somit die Raumdimension der Tiefe, die die Wahrnehmung des zeitlichen Nebeneinanders ermögliche (Z)_ Unser Bewußtsein Ereignisse wird

der Gleichzeitigkeit nicht zuletzt dadurch

zweier oder mehrerer erreicht, weil wir

eine einzige Handlung anschauen und sie dann mit einer anderen Handlung desultorisch oder nachträglich kombinieren, wie es Zielinski will. Vielmehr spielt bei der Betrachtung einer einzigen Handlung unsere Erfahrung der Gleichzeitigkeit mit. Die von Zielinski beispielsweise angeführten Handlungen lassen sich in Vorgänge auseinander nehmen, die parallel verlaufen und als solche ohne weiteres wahrgenommen. werden. Die Erfahrung (J) der Gleichzeitigkeit ist selbstverständlich, in jeder Wahrnehmung. Sie haftet Zeitvorstellung an ( 4 )

und man rechnet mit ihr außerdem jeder möglichen

- 52 -

6. Die Darstellung im besonderen

des

zeitlichen

Nebeneinanders

Die Vorstellung der Gleichzeitigkeit wird in jeder Erzählung, die prinzipiell aus einem Nacheinander besteht, durch verschiedene Mittel oder Methoden hervorgerufen, unter denen keine sich als primär oder natürlicher als andere ausgeben darf. Wir behalten in der Folge die Anordnung in der Darstellung bei, die wir für die Zielinski'schen Methoden und Kriechers Stellungnahme dazu gebraucht haben.

A. Darstellung gleichzeitiger Handlungen durch Rückwendung in der Personenrede(= ''nachträglich reproduzierend-kombinatorische Methode") Es ist durchaus möglich, durch das Mittel der Personenrede noch nicht erzählte Ereignisse vorzutragen, die parallel zu einer schon erzählten Handlung oder auch parallel zu einer noch zu erzählenden Handlung verlaufen. Die Geschichte der Erzählliteratur kann dies reichlich bezeugen. Die homerischen Epen machen aber von diesem Mittel für die Darstellung gleichzeitiger Handlungen keinen Gebrauch. Hier interessiert uns wenig, was der Dichter hätte machen können. Tatsache ist, daß in den vorhandenen Epen in der Regel (l) eine derartige Anwendung der Personenrede nicht vorkommt. Die Rückwendungen in den Reden beziehen sich auf Vergangenes, des außerhalb der Zeiterstreckung der Epen liegt, oder nehmen auf bereits Erzähltes Bezug. Diese Bezugnahme braucht nicht ausschließlich die Form einer "Rekapitulation" zu haben, wie Zielinski vorschlägt. Über Arten der Rückwendungen in den Personenreden referieren wir im dritten Kapitel dieser Untersuchung.

- 53 -

B. Darstellung des

gleichzeitiger

Erzählerberichtes

Handlungen (''zurückgreifende

durch

Rückwendung

Methode")

Diese Möglichkeit des Erzählerberichtes, durch einen zeitlichen Rückgriff eine gleichzeitige Handlung zu erzählen, ist ebenfalls in der Erzählliteratur reichlich bezeugt. Zeit fand anderswo diese andere Sätze wie: ''Zu dieser Handlung statt", oder "Das geschah während ••• " finden sich in vielen Erzählwerken für die Darstellung gleichzeitiger Handlungen (l). Die homerischen Epen benutzen für die Erzählung gleichzeitiger Handlungen dieses Mittel auch nicht. Daran ändert die Tatsache nichts, daß der Erzählerbericht Rückwendungen enthält. Diese Rückwendungen beziehen sich auf Vergangenes, das vor der Zeiterstreckung der Epen geschehen ist.

C. Allgemeine ermöglichen

Merkmale,

die

die

Gleichzeitigkeit

Der Besprechung von Zielinskis "gleichzeitig analysierenddesultorischer Methode'' und von allem, was damit zusammenhängt (Z), wollen wir an dieser Stelle einen allgemeinen Hinweis auf die selbstverständlichen Merkmale vorausschicken, die eine beliebige Erzählung aufweisen muß, daHandlungen (J) überhaupt mit in ihr zwei (oder mehrere) als

gleichzeitig

1. Es müssen zwei Dies erfordert

geschehene

betrachtet

werden

können.

(oder mehr) Handlungen vorhanden sein. 4 eine gewisse "Abgegrenztheit" ( ) der

einen Handlung gegenüber der anderen. a) Abgegrenztheit in bezug auf Personen: dieselben Personen dürfen sich nicht gleichzeitig an zwei verschiedenen Handlungen beteiligen, soweit man nicht eine Art "ubiquitas" für sie voraussetzt. Verschiedene Personen sind also nötig, um sich zwei Handlungen als parallel verlaufende vorstellen zu können.

- 54 -

b) Abgegrenztheit des Ortes: nur Handlungen an verschiedenen Orten oder solche, die an demselben Ort stattfinden, nicht aber untereinander in Verbindung werden (l)_ stehen, dürfen als gleichzeitig angesehen c) Konsekutiv-kausale Abgegrenztheit: um zwei Handlungen als gleichzeitig betrachten zu dürfen, ist es erforderlich, daß eine von ihnen nicht Ursache oder Anlaß der anderen ist, daß beide keinen direkten Einfluß aufeinander ausüben und daß die andere angesehen nicht als Effekt, Folge usw. der ersten 2 wird < > 2. Es ergibt sich meistens, oder mehrere dieser drei Sonst würde die Erzählung

daß die zwei Handlungen eine Gemeinsamkeiten aufweisen. in ihre Teile zerfallen (J).

a) Gemeinsamer Ausgangspunkt: Beide Handlungen fangen an ein und demselben Ort mit denselben Personen an, dann trennen sich die Personen (und Schauplätze) ( 4 )_ b) Gemeinsamer Endpunkt (oder Vereinigungspunkt): Zwei Handlungen verbinden sich zu einer. Es kann die Möglichkeit bestehen, daß die Vorgeschichte beider jetzt vereinigter Handlungen gleichzeitig abgelaufen ist. im Verlauf beider Handlungen: c) Gemeinsamkeiten ca) Gemeinsamkeiten, die darin bestehen, daß eine Handlung vom Standpunkt der anderen her betrachtet wird: z.B. Teichoskopie. cb) Gemeinsamkeiten im häufigen Hin- und Herspringen: Das Oberspringen stellt eine Beziehung her, die zu chronologischen Verknüpfungen veranlassen kann.

Einfaches

Oberspringen

Abgesehen

von Zielinskis

toriecher

Methode"

(S)

wollen

"gleichzeitig wir

uns hier

analysierend-desulait

de• einfachen

- 55 -

überspringen der Erzählung von einer Handlung auf eine andere Handlung bzw, einen anderen Schauplatz beschäftigen und die Folgen betrachten, die dieses überspringen für die Vorstellung der Gleichzeitigkeit haben kann (l)

"Wo ich von der einen Handlung zur anderen überspringe, habe ich mir die Gleichzeitigkeit der beiden unmittelbar zu Bewußtsein gebracht" (Zielinski, a.a.O., S, 413). Dies ist die einfachste Methode, die den Eindruck von Gleichzeitigkeit vermittelt. Anders ausgedrückt: durch den raschen Wechsel in der Erzählung von Handlung Azur Handlung B wird unsere Erfahrung von Dauer wachgerufen. Wir neigen dazu, die soeben verlassene Handlung (A) zeitlich "nach vorne" zu projizieren und die folgende Handlung (B) zeitlich "rückwärts" zu verlängern, d.h. den Anfang von "B" mit dem Ende von "A" zusammenklingen zu lassen. "A" wird also nach dem Gesagten beim Hören bzw, Lesen von "B" dem Hörer bzw, Leser in irgendeiner Weise·gegenwärtig sein, Abrupte Schnitte erfordern das zeitliche Projizieren nach "vv'rne" und "rückwärts", um so das Bewußtsein der Gleichzeitigkeit zu wecken, Im Leser bzw. Hörer wird bei einem solchen abrupten "Szenenwechsel" subjektiv die Empfindung hervorgerufen, "gerade rechtzeitig" zum Auftakt eines neuen Geschehens an einem anderen Schauplatz zu erscheinen. Ein Beispiel dafür gibt A 220, wo Zielinaki uns beim enleitet (5. 428). Projizieren nach "rückwärts" Bei diesem einfachen "überspringen" kommt der Dichter unserem Vorstellungsvermögen entgegen. Es kann sein, daß die zu verlassende Handlung zu einem Ruhepunkt - nach Zielinski - zu einem "gleichmäßigen verharrenden Vorgang" (a.a.O., S. 412) gelangte. Somit wird der Eindruck der zwar gefördert, es herrscht jedoch die Gleichzeitigkeit Empfindung vor, "vom weniger Bedeutsamen zum Bedeutsameren geführt zu werden" (Krischer, a.a.O., S. 97). Daß ein

solches

einfaches

überspringen

stattgefunden

hat,

- 56 -

läßt sich an Orts- und Personennamen erkennen (z.B. B 786; 0 390), die meistens in den ersten Versen nach dem überspringen angegeben werden. In Verbindung damit gibt uns der Dichter "Laufstege" des Sinnzusammenhanges, die eine Handlung mit der anderen verbinden. Ein solcher ist z.B. die optische (X 24-25) oder akustische (N 837/2 1) Wahrnehmung. Eine Person in der Handlung A nimmt die Handlung B wahr (bzw. nimmt sie nicht die Erzählung über. wahr, z.B. N 521) und somit springt Es kann auch sein, daß die Erzählung nach einer Wahrnehmung erst später zur wahrgenommenen Handlung (z.B. 3 153überspringt. Oder eine Handlung kann aus dem 155 -8353) Gesichtspunkt der anderen wahrgenommen werden, die Erzählung aber springt nicht über (z.B. Teichoskopie). Eine andere Verbindung zwischen beiden Handlungen ist auch B zurücklegt. Die-Erder Weg, den eine Person von Abis zählung springt mit der Person über wie in B 16-17 oder wechselt zuvor, so daß die Ankunft der Person am Ankunftsort erlebt wird (z.B. r 103-106 .r12o~r 245 ff.). Auch Wege vernicht erzählte Wahrnehmungen und nicht erzählte binden Handlungen. Manchmal fehlt allerdings jede Motivierung des Überspringens; die Nacht oder der Tagesanbruch vermitteln dann den Wechsel (l)

Mehrfaches Wenn die

überspringen Erzählung

mehrmals

in kürzeren

Abständen

zwischen

zwei Schauplätzen, trennt hält oder

die der Dichter entweder örtlich gean demselben Ort (z.B. Schlachtfeld) ansetzt, hin und her springt, bildet sich auf jeder Seite die Vorstellung einer Handlung, die parallel zu der anderen zu laufen scheint. Dieses

Hin-

und Herspringen

in kürzeren

Abständen

Zielinski als "gleichzeitig analysierend-desultorische wie wir oben gezeigt haben ( 2 ) thode'' benannt,

wird

von Me-

- 57 -

Es wird z.B. die Erzählung eines Handlungsstranges A unterbrochen, um eine Handlung B zu erzählen, dann verläßt die Erzählung die Handlung Bund nimmt die Handlung A wieder auf.· Solange die Erzählung in B verbleibt, ereignet sich in der verlassenen Handlung A in den homerischen Epen meistens nichts oder nichts von Bedeutung (nichts Erzählenswertes). Wenn sich in A inzwischen überhaupt etwas geändert hat, dann ist es eine leichte Aufgabe für den Hörer-Leser, sich vorzustellen, was währenddessen geschehen ist. Eine unveränderte Lage (- die auch meistens eine ruhige ist und nach Zielinski als gleichmäßig verharrender oder fortschreitender Vorgang bezeichnet wird-) trägt dazu bei, die Handlungsteile miteinander zu verbinden und einen parallelen Handlungsstrang in der Vorstellung entstehen zu lassen. Ereignen sich aber zuviele Veränderungen auf dem verlassenen Handlungsstrang, so wird diese Vorstellung nicht gefördert. Diese Veränderungen finden in in der Weise statt, daß der Hörerden Epen aber meis~ens Leser sich leicht vorstellen kann, was auf dem verlassenen Handlungsstrang passiert ist (l)

D. Die rekonstruierte

Handlung

(2)

Die vierte von Zielinski skizzierte Methode haben wir oben beschrieben. Sie ist diejenige, die der Dichter gebraucht, "wirklich" parallelverlauwenn er zwei, nach Zielinski, fende Handlungen darstellen und keine von beiden auslassen will (vgl. a.a.0., S. 432). Nun bietet der Rekonstruktion als auch eines

homerische Text Stellen, im Sinne eines zeitlichen Nacheinanders erlauben.

In der besprochenen Stelle 158-219 zeitlich parallel Die Gründe sind ersichtlich: a) Man sieht seinen

nicht,

Auftrag

in 0 läßt Zielinski die Verse zu den Versen 220-280 geschehen.

warum Apollon hätte

die sowohl eine Nebeneinanders

warten

vor

müssen.

Zeus solange

auf

- 58 -

b) Es wäre

sinnvoller,

wenn der

Kampf auf

sich auf beiden Seiten entsprechend Rücktritt des Poseidon sollte z.B. rung Hektars zusammenfallen.

dem Schlachtfeld

entwickelte. Der mit der Ermunte-

Für das zeitliche Nacheinander aber spricht die Tatsache, daß beide Handlungen nacheinander erzählt werden, und der deutliche Hinweis (0 222), daß sie nacheina~der geschehen sind. Diese Stelle ist hingegen für Zielinski eine falsche Angabe, weil sie nicht in die Rekonstruktion der ''wirklichen Handlung" paßt. Sie erweist sich als für diese Rekonstruktion hinderlich, denn sie läßt die Handlungen eindeutig als nacheinander geschehene erscheinen. Die erzählte Hand( 1) lung ist für Zielinski eine "scheinbare Handlung'' Die Gründe,

die

lungen sprechen, Synchronismen'' Noch ein

Beispiel

lesis. Er stellt derjenigen der

für

das

nennt 2 ( ).

zeitliche Krischer

findet

sich

die Handlung Verse ä 457-El

Gründe für die Gleichzeitigkeit a) Drei der in der Epipolesis

Nacheinander ''falsche

nach

der

oder

Zielinski

Hand-

fehlerhafte

in der

Epipo-

der Verse ä223-421 als mit gleichzeitig erfolgte dar. wären nach Zielinski: genannten Helden erscheinen

auf dem Kampfplatz in derselben Reihenfolge, wie sie Aias, Odysseus und Diomedes. genannt wurden, nämlich Dies bedeutet, nach Zielinski, daß sie sich sofort nach ihrer Ermutigung zum Schlachtfeld begaben und sich ihre Ankunft dort somit unmittelbar auf die Ermutigung folgend ereignete. b) Der Kampf scheint während der Epipolesis schon an einer Stelle entfacht zu sein (A332 ff.). Für das Nacheinander a) daß die Epipolesis schieht, b) daß die Schlacht

beider Handlungen spricht aber eindeutig vor der Schlacht geerst

in 424 ff.

anfängt

(J)

-

59 -

Der Sinn dieser Rekonstruktionen des zeitlichen Nebeneinanders sei es, zum besseren Verständnis des Textes beizutragen, da sie - wie die genannten Autoren meinen - sinnlose Wartezeiten auf den verlassenen Handlungssträngen vermeiden helfen. Dabei tut man aber dem Text Gewalt an, wenn man die vom Dichter angegebenen chronologischen Beziehungen als "falsche oder fehlerhafte Synchronismen" bezeichnet. Einen anderen Nutzen sehe ich in der rekonstruierten Handlung nicht, und diesen finde ich nicht besonders bedeutend, denn die Notwendigkeit, das zeitliche Nebeneinander zu rekonstruieren, erwächst nicht aus dem Text selbst. Es gibt sogar Handlungen, deren Abfolge kaum Einfluß auf die Erzählung hat, d.h. "sie könnten sich bisweilen ohne Schaden vertauschen lassen" (l). Um so mehr lassen sich Handlungen ohne Schaden für die Erzählung zeitlich nach- oder nebenordnen. ''Der Gedanke an die Gleichzeitigkeit beider Geschehnisse bringt nicht mehr, (2) als was das bloß Gegenständliche auch schon enthält"

7. Das zeitliche homerischen

NebenEpen

und Nacheinander

in den

Daß den homerischen Epen ein Zeitempfinden nicht fehlt, zweier oder mehrerer nebeneinander welches die Vorstellung ( 3) verlaufender Handlungen erlaubt, steht außer Zweifel Parallel verlaufende Handlungsstränge ( 4 ) sind ein unübersehbarer Bestandteil der homerischen Epen. Sie sind auf diese in ihrem Aufbau angewiesen. Vielleicht gilt dies in ( 5) entscheidenderem Maße für die Odyssee als für die Ilias Das zeitliche Nebeneinander zweier Handlungsstränge hat aber einen eigentümlichen Charakter, der auf verschiedene 6 Weise beschrieben worden ist ( ) Die Vorstellung

des

zeitlichen

Nebeneinanders

wird

in den

-

Epen durch

das

an erster

überspringen

Stelle

erzeugt.

strengere

den Zweck,

und streng

Es hat

durchgezogene

herzustellen.

Abwesenheit

strenger

durchgezogener

dem epischen einer

Erzählung

nicht

Beziehungen

Gleichzeitigkeit

streng

der

allerdings

chronologische

Diese

60 -

Beziehungen

Gleichzeitigkeit

Vortrag

genauer

chronologischer ist

zu erklären,

die

einerseits

aus

Schwierigkeiten der

Handlungs-

stränge wohl gemieden hat; andererseits ergibt aus dem Umstand, daß die homerische Erzählung

sie sich zuallererst

Personenhandlungen

- eine

stimmte

bestimmten

der

und

Gleichzeitigkeit

und nicht

Zeiterstreckung

Daraus ergibt vorwiegendes

- wie angenommen

darstellt

be-

(l)

sich auch, daß die homerische Charakteristikum das zeitliche

Erzählung als Nacheinander (Z)

hat. Bei der

Gestaltung

seiner

Erzählung

Erzähler das schon Erzählte das schon Geschehene in der als

an jede

mögliche

- und dies

nicht

Rücksicht

Mangel

epische

Erzählte Vortrag

gleichbedeutend

Zeit

Aus der

Art

Vortrags ersichtlich

sich

von Narrata

schon

Geschehenem

auch

aus

und vom Hörer

Geschehene

( 4 ).

zu Narranda,

Der was

zu Geschehendem. des

daß die

aus

Geschehens sondern

Gegenstand

erklären,

Handlungsstränge

ihrer

Dauer

eigenen

epischen der

ver-

Entwicklung

wird.

nehmen streng

bewegt

sich

Den geschilderten Die Dauer

das

und dem eigentlichen

ließe

schiedenen

auch

mit

des

an Zeiterfahrung,

ist ist

homerische

Augen. Er ist an Erzählzeit eher

gegenüber

Das schon

noch

ständig vor abgelaufenen

rekonstruierbare

aus

der

dem vorher Erzählten (3) Wahrgenommenen - gebunden.

schon

jedoch

hat

der

Ereignissen sie

nur

die

fehlt "Zeit",

Handlungsstränge

miteinander

es nicht die

wird

verglichen.

sie

weder

an ''Zeit", 5 brauchen ( )_ streng

gemessen

- 61 -

Die Zeitrichtung von einem Davor zu einem Danach entspricht der Richtung der Sequenz des epischen Vortrages, a.a.0., d.h. der Erzählzeit (vgl. hierzu Gülich/Raible, 5. 264). Der homerische Vortrag füllt die Zeit als Erzählzeit. Daraus und als eine folge des Überspringens der Erzählung entsteht der Eindruck eines "horror vacui" Hoetwas mers, der dadurch gekennzeichnet ist, daß ständig ''Wichtiges" erzählt wird. Wartezeiten gibt es wohl nicht in der Erzählzeit. Die erzählte Zeit bringt aber reichliche - und für unser Empfinden störende - Wartezeiten in den verlassenen Handlungssträngen mit sich (l)_ Eine Antwort jedoch auf die frage nach der Wartezeit in dem verwird nicht lassenen Handlungsstrang im homerischen Vortrag in der erzählten Zeit, sondern in der Erzählzeit gegeben. Zwischen

0d.

4,623

und 15,1

vergeht

also

z.B.

die

Zeit,

die für das Vortragen von ca. 5.200 Versen nötig ist. Es vergehen nicht die ca. zehn Jahre der Rückkehr des 0dysseus und auch nicht der eine Monat, den die genau gerech2 C >. Wartezeiten wurden außerdem nete erzählte Zeit angibt im Griechenland des 6. Jahrhunderts funden als in unserer schnellebigen

bestimmt Zeit.

anders

emp-

Vorausgesetzt, daß die homerische Erzählung Personenhandlungen erzählt, bleibt alles durch die Logik der Handlung bestimmt, sobald die Erzählung sich in einem Handlungsbewegt. Es gehört aber nicht zur Logik der Handstrang lung, daß sie auf einmal verlassen und anderswo weiter erzählt wird. Das überspringen der Erzählung kann zwar in Weise motiviert werder Handlung selbst auf verschiedene den, es gehört selbst aber zur Erzählsequenz, die sich im Nacheinander der Erzählung, in der Erzählzeit, abspielt. Die Logik der Handlung und das überspringen der Erzählung verursachen den Eindruck einer erzählten Zeit, die eigentlich nur ein Element im semiotischen System der Erzähund die bei Homer keineswegs die Darstellung lung (J) ist, bestimmt. Die so aufgefaßte Erzählung stellt eine Mischung zwischen (Erzähl-)Zeit und Handlungslogik, zwischen Konse4 kution (Aufeinanderfolge) und Kon-Sequenz dar ( )

- 62 -

Den Personenreden Nacheinanders der homerischen bezeichnet

kommt bei Erzählung

Erzählung als werden kann.

Die handlungsbezogenen

der Gestaltung eine Rolle zu,

überdurchschnittlich

Partien

in

ihnen

des die

zeitlichen in der wichtig

sind

so zahlreich

und auch innerhalb der Rede so deutlich als Rückwendungen und Vorausdeutungen angeordnet, daß es erlaubt scheint, sie bei der Gestaltung der homerischen Reden als grundlegendes Element zu betrachten. Anspielungen auf parallel verlaufende Handlungen findet man auf der Ebene der handlungsbezogenen Redepartien nicht - es sei denn auf interpretatorisch erschlossenen Ebene der Spiegelungen, auf die wir hier nicht eingehen wollen.

der

- 63 -

2. Kapitel:

Die Vorausdeutungen in den Reden der Bücher A bis 8 der Odyssee

Unter Vorausdeutungen verstehen wir hier nicht allein die deutlichen Hinweise auf den weiteren Verlauf der Erzählung, sondern - wie gesagt - jedes Programmieren und Vorplanen, alle Aufträge, Aufforderungen, Wünsche, Befehle und sogar fragen, die einer Entsprechung im weiteren Verlauf der Erzählung bedürfen und sie auch in der Regel haben (l) Wenn nämlich ein Auftrag gegeben wird, stellt sich die frage, wann und wie er ausgeführt wird. Es entsteht somit eine Situation der Erwartung, die durch die Erfüllung des Auftrags zum Ausgleich kommt. wo Erwartung Diesen Erregungsmomenten der Handlung, geweckt wird, entsprechen Korrelate, die Erfüllung diese Erwartungen oder fragen eine Antwort geben.

auf auf

Die Vorausdeutungen oder prospektiven Textstellen befinden sich in den analysierten Büchern fast ausschließlich in 2 den Reden ( ) Als Ausnahmen seien die Vorausdeutungen des Proömiums (auf S. 10 Anm. 3 besprochen) und die Stelle (vgl. B,21-23 sowie der Monolog des Odysseus 6,142-144 w.u. Nr. 57) aufgeführt. Die Besprechung der prospektiven Reden und Rede-Partien haben wir folgendermaßen gegliedert: A) Einfache Vorausdeutungen B) Vorausdeutungen, die aus mehreren Detailaufträgen in Rede bestehen, die nacheinander ausgeführt werden. einer C) übergreifende Vorausdeutungen, die diejenigen von A und B einschließen. D) Vorausdeutungen, die über mehrere Bücher hinweg die Handlung bestimmen und die vorigen Gruppen übergreifen. E) Abgelehnte Aufforderungen r) fragen G) Redepaare H) Zusammenstellung der Beobachtungen (J)

- 64 A) Einfache Die Gruppe

Vorausdeutungen A schließt

Vorausdeutungen

ein,

die

nur

Auftrag enthalten, d.h. einfache Vorausdeutun~en. Vorausdeutungen dieser Gruppe kommen drei - oder der folgenden Merkmale vor: l. Es sind kurze und einfache Aufträge. 2. Ihre Erfüllung folgt unmittelbar der Rede. 3.

4. 5.

Im Auftrag Sie haben

ist eine Begründung enthalten. einen Vorläufer, auch in einer

einen

Bei den mehr -

Rede.

Sie stellen die letzte Redestelle vor ihrer Auflösung durch den Erzählerbericht dar und stehen somit am Ende einer Kette von Vorausdeutungen.

Diese Gruppe schließt fünf Unterteilungen ein: Aa) per Typus. Ab) Die referierte Aussage in derselben Funktion wie die wörtliche Rede, Ac) Einfache Vorausdeutungen, die Teil einer längeren Rede sind, Ad) Abweichungen in bezug auf das 5. Merkmal, Ae) Abweichungen in bezug auf das 2. Merkmal,

Aa) Der Typus

Nr.

1) 3 1 475-476

Nestor fordert in einer zweizeiligen Rede am Ende des dritten Buches seine Söhne auf, die Pferde an den Wagen zu schirren, der Telemachos und Peisistratos nach Sparta bringen wird. Diese kurze Rede enthält einen einfachen Auftrag, der sofort in der weiteren Erzählung ausgeführt wird. Situationsgemäß fügt der Erzählerbericht noch Einzelheiten über den Reiseproviant an.

- 65 -

Die Rede enthält auch eine kurze Angabe des Zweckes des Auftrags, und somit wird die rrage nach der rortsetzung der Reise des Telemachos, die schon mehrmals gestellt worden war, beantwortet. Schon bei der Anreise daß seine Reise nach 328 war schon danach sich gestalten sollte. schon fest. Auftrag ihrerseits auflösend 370 ausgesprochenen Nr. 82).

des Telemachos in Pylos wußte man, Sparta bevorstand. In den Versen 324gefragt worden, wie die weitere Reise In 324 ff. und 368b-370 stand es und Durchführung verhalten sich auch in bezug auf den von Athene in 368bAuftrag und weisen darauf zurück (vgl.

Im Erzählerbericht (447-485) der ausgewählte Reisebegleiter Nestor als solcher fungieren und 369 fest. Gemäß VV 36,49 für Peisistratos am besten.

erfährt man, daß Peisistratos sein wird. Daß ein Sohn des würde, stand schon seit 3,325 und 400 waren die Aussichten

Die Logik der vorausgegangenen Erzählung läßt diese stelle als Auflösung der offenen rrage ("rortsetzung Reise") und nicht als Anfang der Reise aussehen. Hier finden wir die auf S. 64 verzeichneten dieser Art von Vorausdeutungen wieder.

Nr.

Textder

Merkmale

2) 5 1 146-147

Diese kurze Rede des Hermes steht am Ende seiner Gesandtschaft nach 0gygia und schließt sich an die "Sinneswandel-Rede" Nr. 41 (vgl. w.u. S. 283, Z. 15.71) der Kalypso an. Sie stellt eine Zusammenfassung seines Auftrages dar, den auszuführen Kalypso unmittelbar nach dieser Rede unternimmt. Die Reise des 0dysseus wird allgemein eingeführt. Die konkreten Vorkehrungen sind aber in der Rede der Kalypso 160 ff. (Nr. 61) enthalten.

- 66 -

Nr.

3) 6 1 218-222

Odysseus fordert die Mägde auf, sich von der Stelle zu entfernen, wo er baden will. Die Mägde folgen unverzüglich der Forderung des Odyeseue. Er begründet sie auch. Allerdings scheint hier sein Schamgefühl nicht mit den allgemeinen Badesitten in Einklang zu stehen (vgl. 3,464; 4,49; andere 8,449), wie schon oft bemerkt worden ist. Auf diese Forderung des Odyseeus deutet aber keine vorangegangene Aufforderung oder Vorauedeutung hin (Merkmal 4 war zwar von Nausikaa in 210 fällt aus). Das Bad selbst den Mägden angeordnet worden, aber diese Forderung des Odysseus war nicht zu erwarten. Sie erwächst aus der Sidie Mägde tuation selbst. Die Aufforderung der Nau~ikaa, sollten Odysseus baden (210a), wird in 225 nicht erfüllt. Die Erklärung dafür liefert die Textstelle 217-223 (vgl. Nr. 51). somit - zusammen mit dem darauffolgenden Die Rede bildet Erzählerbericht - die Antwort auf die fragen nach dem Bad des Odysseus (vgl. w.u. Nr. 17 S. 72 f. u. z. 16.62).

Nr. 4) 7 1 179-181 In dieser Rede fordert Alkinoos Pontonoos auf, den Wein zu mischen und zu verteilen. Pontonoos führt den Auftrag anschließend aus. In den Versen l63b-165 war Alkinoos selbst von Echeneus aufgefordert worden, diese Handlung vorzunehmen. Die kurze Rede des Alkinoos und die Durchführung des Auftrags durch Pontonooa entsprechen der in den Versen 163b-165 geweckten Erwartung, wie und wann der Wein gemischt und verteilt werden sollte.

- 67 Nr.

5) 7 1 342

In dieser einzeiligen Rede wird Odysseus von den Mägden in Alkinoos· Haus aufgefordert, sich zur Ruhe niederzulegen. Odysseus folgt der Einladung sofort, und damit ist der Tag beendet. Die Angabe 7,188-189a (Nr. 74) mit der Aufforderung des Alkinoos an die Fürsten der Phäaken, sich zur Ruhe zu begeben, und die Ankündigung seiner Vorhaben für den nächsten Tag ließen ein allgemeines Zur-Ruhe-Gehen wie bei ähnlichen Textstellen - erwarten (vgl. Z. 15.5). Diese Aufforderung des Alkinoos wird in 229 durch die Fürsten der Phäaken erfüllt und ab 335 auch von den Hausbewohnern und Odysseus wahrgenommen (vgl. w.u., Nr. 15). Der Erzählerbericht lich der Vorbereitung

fügt detaillierte für die Nacht

Einzelheiten an.

bezüg-

Nr. 6) 8 1 11-14 Athene als Herold des Alkinoos fordert Berater der Phäaken auf, zum Marktplatz

die Führer und zu kommen. Ihre

Aufforderung wird in den darauffolgenden Versen 15-17a sofort von den Betroffenen befolgt. Dabei wird auch der Zweck erwähnt. Die Schaulust der Phäaken war offensichtlich größer als ihre Bereitschaft mitzuentscheiden. Die Versammlung war schon in 7,189 (vgl. Nr. 74) von Alkinoos angekündigt worden und den letzten Schritt zu ihrem Beginnen, daß nämlich die Herolde sie zusammenrufen, unternimmt Athene von sich aus. Allerdings läßt sich nur mit Mühe 7,189 als Ankündigung der Versammlung ansehen, da dort von Ältesten, hier jedoch von·Anführern und Beratern, dort von dem Palast, hier jedoch vom Marktplatz am Hafen (vgl. 6,267) die Rede ist. Die Bewirtung aber, die in 7,190 angedeutet ist, wird durch fünf Reden des Alkinoos im achten Buch schrittweise ausgeführt (vgl. w.u. Nr. 74).

- 68 -

Es läßt sich kaum denken, daß die Versammlung allgemein üblichen Brauch bei solchen Anlässen eines Fremden) erklären läßt, wie dies bei den in den beiden hier unten folgenden Textstellen ist (vgl. Z. 11.30), denn eine Versammlung.wird Regel angekündigt und durch die Vorausdeutung angesagt (vgl. w.u. Nr. 10).

Nr.

sich aus dem (Ankunft Handlungen der Fall in der einer Rede

7) 8,443-445

Arete fordert Odysseus auf, den Klappdeckel der Truhe mit einer Schlinge zu verknoten. Odysseus führt auch diese Handlung sofort durch. Der Knoten wird von Arete als Sicherheitsmaßnahme begründet. Dieser kurze Auftrag ist Anlaß ist hier das ebenso wie Nr. 3 nicht angekündigt. Vorhandensein der Truhe und die Idee einer gewissen Sicherheit, so wie oben das Bad und das Schamgefühl des Odysseus Anlaß der Rede waren. So wie in Nr. 3 das Bad in der Rede und dem danachfolgenden Erzählerbericht - eine in sich abgeschlossene Szene - zu Ende gebracht wird, wirkt hier die Handlung um die Truhe, die schon in 424-425 angeabgeschlossen (vgl. dazu kündigt worden war, ebenfalls noch Nr. 20).

Nr.

8) 8,477-481

Odysseus fordert den Herold auf, dem Sänger Demodokos ein Stück Fleisch hinzureichen. Auch der Herold führt die von Odysseus geforderte Handlung sofort aus. Odysseus begründet seine Bitte ausführlich mit der einem Sänger gebührenden Ehre. Auch diese Rede, ebenso wie die in Nr. 7 und 3, erwächst aus der Situation; sie begleitet den dritten und letzten Auftritt des Demodokos, der von Alkinoos in 429 die Bitte des Odysangekündigt worden war, und bereitet seus an Demodokos vor.

- 69 -

Nr.

9) 2 1 410-412

Telemachos fordert die Reisegefährten auf, den Proviant zu wird mit Bezug auf 357a begründet. holen. Die rorderung Die Verse 411b und 412 enthalten eine Auskunft an die Gefährten, die gleichzeitig eine Aufforderung zum Schweigen und zur Zurückhaltung, d.h. also eine ''negative Aufforderung" ist (vgl. Z. 04). In der Regel erhalten negative Befehle kein Korrelat (z.B. nach Nr. 34 u. nach l,369b-370a) und als solche werden sie in der weiteren Handlungsführung nicht berücksichtigt, ebensowenig wie Aufforderungen, die sich auf die seelische Haltung beziehen (vgl. Z. 03). Wir rechnen diese Rede also zu denen, die eine einzige einfache Aufforderung enthalten. Die geforderte Handlung wird sofort durchgeführt und somit wird die in 357-358 geweckte Erwartung in ihrem Korrelat erfüllt.

Ab) Die referierte die wörtliche

Aussage Rede

in derselben

runktion

wie

Eine zweite Gruppe, die dieselbe runktion wie die unter Aa) erwähnten Reden darstellt, ist diejenige der Aufforderungen, die in der indirekten Rede formuliert werden. Sie stehen auch alle als der letzte Schritt vor der Ausführung der jeweiligen Handlung am Ende einer Vorausdeutungskette oder erwachsen aus der Situation selbst. Bei ihnen entfällt die Begründung, die ohnehin schon aus der Situation ersichtlich ist. Diese Art von Aufforderungen wird meistens an Untergeordnete gerichtet, wie es oben in Nr. 1, 2, 3, 7 auch der rall ist.

Nr.

10) 2,6

und 2,8

Telemachos fordert die Herolde auf, zur Volksversammlung zu rufen. Diese rufen die Achaier, welche sich versammeln. Beide Aufforderungen erfolgen als referierte Aussage und werden sofort ausgeführt. Daß eine solche Versammlung ein-

- 70 -

berufen werden sollte, wußte man schon seit 1,90, 272 und 372 ff. Hier bedarf Telemachos· Befehl keiner direkten Rede und somit auch keiner Begründung, wie das z.B. bei wurde. Die Erwartungen Athene in Nr. 6 für nötig gehalten hinsichtlich der Einberufung der Volksversammlung finden hier eine Entsprechung.

Nr.

11) 2 1 384-385

und 386-387

Athene, in Gestalt des Telemachos, fordert die ReisebeSie gleiter auf, sich abends am Schiff zu versammeln. führen den Auftrag in 39la-392b aus. Inzwischen kümmert sich Athene um das Schiff. Sie führt an dieser Stelle aus, was sie sich selbst in 29lb-292a vorgenommen hattP. Hier wird auch der Inhalt der Aussage der Athene genannt, wenn auch nicht begründet. Die aufgeforderten Ithakesier hatten nämlich schon durch die Volksversammlung von Telemachos· Reise erfahren (212 ff.). Die Reihenfolge ist hier auffällig: die Rekrutierung der Besatzung durch Athene-Telemachos geht der Entleihung des Schiffes durch Athene-Mentor, wie auch in 291-295, voran. Vermutlich war es schwieriger, die Besatzung zu bekommen, als ein Schiff aufzutreiben. Die rorderung an Noemon gibt auch hier keinen Anlaß zu wörtlicher Rede oder Gegenrede. Damit ist schon die in 29lb-295 eröffnete rrage, wie Athene-Mentor Schiff und Mannschaft besorgen solle, beantwortet. Die Stellen 2,292b-295, 2,212 und 1,280 ließen solches erwarten. Die Dauer der Bereitstellung Gang der Gefährten zu diesem Botengängen; vgl. z. 15.9).

Nr.

12) Buch 3 nach

des Schiffes (wie Schiff

entspricht dem auch bei den

423 ff.

Nestor beauftragt seine Söhne, die Vorbereitungen Opfer und die anschließende Mahlzeit zu treffen. ihnen muß dem Goldschmied eine konkrete Botschaft

für das Einer von über-

- 71 -

bringen. Auch den Mägden im Hause läßt Nestor durch einen seiner Söhne sagen, sie sollten sich um die Mahlzeit kümmern. Der Metallbearbeiter erscheint in 4J2b-4J5a und erledigt seinen Auftrag in 4J6b-438. Die Mägde bereiten das Essen zu, denn in 471 wird die Mahlzeit eingenommen. Von der Überbringung und Weitergabe der beiden Botschaften wird aber nichts gesagt. Hier wurde sogar die referierte Aussage von der Erfüllung der Aufträge ausgespart. Nach dem Auftrag des Nestor (vgl. w.u. Nr. 50) wird die Dauer des Botengangs nicht berücksichtigt (vgl. z. 15.9). Wir haben es also bei der Ausführung einer Forderung mit verschiedenen Formen zu tun: s) Hit der wörtlichen Rede (vgl. o., Nr. 1, 4, 5, 6). b) Hit der indirekten Redewiedergabe (vgl. o., Nr. 10, 11). c) Hit der Erfüllung des Auftrages ohne die Erwähnung einer Rede (z.B. 8,47). d) Der vorliegende Fall Nr. 12, wo die Verrichtung des Auftrags nur an seinen Folgen erkennbar wird.

Nr.

13) 4,233

Helene befiehlt den Mägden, den Wein einzuschenken. Es wird nicht berichtet, ob die Mägde dies getan haben, und auch nicht, ob der Wein getrunken wurde. Alles wird hier der Vorstellung vom normalen Hergang einer Mahlzeit überlassen. Die Beimischung des Heilmittels gegen seelische Schmerzen.hatte sie offensichtlich auf die Aufforderung des Henelaos hin, vom Jammer zu lassen (212), durchgeführt. Diese referierte Rede stellt den letzten Schritt zur Erfüllung der Aufforderung des Henelaos dar.

Nr.

14) 4,296

Hier befiehlt Helena den Mägden, die Vorbereitung für die Übernachtung der Gäste zu treffen. Die Stelle ist der letzte Schritt für die Beantwortung der Frage nach dem

- 72 Verbringen der Nacht. Sie entspricht dem von Telemachos in 294-295 geäußerten Wunsch. Mit der Ankündigung des Planes für den nächsten Tag in 214-215 •er schon die Er•artung auf das Ende des Tages ge•eckt •orden (vgl. Z. 15.5). Die Mägde führen den Auftrag der Helene sofort aus.

Nr.

15)

7 1 335

Hier fordert Arete die Mägde auf, die Vorbereitungen für die Nacht zu treffen. Die Mägde führen Aretes Auftrag sofort aus. Damit löst sich die in 7,188-189 aufge•orfene rrage nach der Übernachtung des Gastes. Dann schließt sich als eine Coda die oben unter Nr. 5 er•ähnte Rede an (vgl. z. 15.5).

Nr.

16) 6 1 71a

Hier fordert Alkinoos als rolge seiner gerade ausgesprochenen Zusage an seine Tochter die Diener auf, den Wagen herzurichten. Auch die Diener führen den Auftrag sofort aus. Die schon in 36-40 u. 57-59 geäußerte Bitte wird hier beantwortet und die Uorausdeutungskette ("Bitte um Erlaubnis", "Vorbereitung des Wagens'') zu Ende geführt (vgl. w.u. Nr. 42).

Nr.

17) 6 1 216

Die Mägde zu waschen. Mägde den ihr jedoch Nr. 3 an, fügen.

0dysseus auf, sich im rluß der Nausikaa fordern In dieser referierten Aufforderung führen die Befehl der Nausikaa in 210a aus. 0dysseus folgt erst in 224. Dazwischen fügt sich die Rede so wie sich Nr. 5 an Nr. 15 und Nr. 7 an Nr. 20

Die rrage nach dem Bad des 0dysseus steht in Verbindung mit der rrage nach der Bekleidung des 0dysseus (vgl.

- 73 -

Z. 15.6), die schon in 178 konkret (vgl. V. 209(a) und Rede Nr. 51).

Nr.

18)

Alkinoos

gestellt

worden

war

8 1 370-371 befiehlt

Halios

und Laodamas,

allein

zu tanzen.

Sie führen den Auftrag aus. Die Erwartung der Ausführung des Tanzes war schon in 250 ff. geweckt und in 262b-265 ausgeführt worden. Dieser Auftrag des Alkinoos und die darauffolgende Durchführung durch Halios und Laodamas erMal. füllen die in 250 ff. geweckte Erwartung zum zweiten Die genauen Anweisungen des Alkinoos stellen eine bis jetzt unausgesprochene konkrete Vorausdeutung dar, die sich aus der wörtlichen Rede (250 ff.) nicht einfach entnehmen

Nr.

19)

läßt.

8 1 399

Hier beauftragen die Führer der Phäaken ihre Herolde, die Geschenke zu holen. Somit wird der Aufforderung des Alkinoos in 389 ff. Folge geleistet. Die Herolde führen den Z. 15.9). Dazwischen fügt Auftrag erst in 418 aus (vgl. sich die Versöhnung des Euryalos mit 0dysseus (vgl. Nr. 53).

Nr. Arete

20)

8,433-434

befiehlt

und 449-450a den Mägden,

den Dreifuß

auf

das

Feuer

zu

stellen. Damit folgt sie dem Hinweis des Alkinoos (426). Die Mägde führen den Auftrag sofort aus (435-437), so daß 0dysseus in 450 baden kann, nachdem die Beschließerin ihn dazu aufgefordert hatte. Beide referierten Aussagen führen die in 426-427a erhobene Frage des Bades einen Schritt weiter bis zu ihrer Auflösung in 450. Dazwischen schiebt sich Nr. eingefügt

7, so wie Nr. 3 in Nr. 17 und Nr. werden, wobei die dort geschilderte

5 in Nr. 15 Handlung die

- 74 -

Dauer

der

Weitere

Erwärmung des

Aufträge

werden

Rede, die in indirekter die Stellen 2,377, 3,64 in 8,500

ff.

Die Gruppen

(vgl. Aa

einnimmt

Badewassers

gerade

durch

das

Halten

Z. 15.9).

einer

Darstellung erscheint, erfüllt: so und das dritte Lied des Demodokos

''Korrelatsreden'',

und Ab

(vgl.

enthalten

Z. 15.32). Stellen,

in denen

Auf-

bzw. Aufforderungen in form einer kurzen Rede träge Aussage (weiter-)gegeben werden. Bei den bzw. referierten Nrn. 3, 7 und 8 scheinen die Reden spontan aus der Situation erwachsen zu sein. Die Szene aber, die sie einleiten,

wird gleich zu einem Ende geführt, so daß man mit Recht behaupten kann, daß kurzen Reden und referierten Aussagen der gleiche Stellenwert in der Handlungsführung zukommt. Sie erscheinen nämlich am Ende einer Kette von-Vorausdeuwo die Erwartungen, die tungen und stehen vor der Stelle, schon früher geweckt worden waren, eine endgültige Antwort erhalten. Bei den fällen Nr. 3, 7 und 8 geht es um die Ergänzung von Stimmungsbildern mit beschreibender Funktion (vgl. Z. 11.3). Die Kürze dieser Reden steht in direkter Beziehung ihrer Rolle am Ende einer Vorausdeutungs-Kette (l)

Ac) Einfache Vorausdeutungen, Rede sind

die

Teil

einer

zu

längeren

Die Merkmale der ganzen Gruppe A treten auch bei dieser gekennzeichnet, Untergruppe hervor. Sie wird aber dadurch daß sie längere Reden enthält, bei denen eine ausführliche Begründung ausgeschickt vorausgehende

des

am E~de der

wird.

frage.

Sie

sind

Rede formulierten auch

oft

Antworten

Auftrags auf

voreine

- 75 -

Nr.

21)

1 1 (346)-356-360

Die Rede enthält am Anfang (346-347a) eine Bezugnahme auf in Form einer Frage, die eher einer Auffordie Situation derung entspricht. Dieser Aufforderung, die nicht auf eine konkrete Handlung hinzielt, folgt eine breit angelegte Begründung, die gleichzeitig ein Hinweis auf die Bedeutung und Stellung der Sänger ist. Die Verse 353-355 enthalten eine Aufforderung, die die seelische Einstellung der Penelope betrifft und von deren Erfüllung nicht weiter berichtet wird, wie es bei Aufforderungen, die keine physisch wahrnehmbare Handlung zur Folge haben, der Fall ist (vgl. z. 01). Der letzte Teil der Rede (356-359) enthält Begründung, konkrete Aufforderung mit einer

dagegen eine die derjenigen

der Gruppe Aa gleichkommt. Die Gegenüberstellung der VV 346-347a mit den Versen 353-355 ergibt sich aus der Antithese negativ/positiv, die die VV 347b-352 wie ein Ring umschließt (vgl. Z. 20). Der letzte Teil wird mit&~~& Reden, die eingeführt, und dadurch wird, wie bei vielen bzw. ''ergänzendem'' und ''proZäsur zwischen ''bewertendem'' spektivem" Teil der Rede unterstrichen (vgl. o. S. 2~. (wie bei Nun erwächst diese Aufforderung des Telemachos den Nrn. 3, 7, 8) gerade aus der Situation. Der letzte

Satz - an gehobener Stelle - unterstreicht, wie oft bemerkt, die neue Rolle, die Telemachos in der Folge des Geschehens übernimmt. Bis 355 enthält die Rede eine folgerichtige Erwiderung auf die Rede der Penelope 337-344. Penelope führt sofort die Handlung aus, zu der Telemachos sie

aufgefordert

Nr.

22)

Eurykleia

(360-363).

2 1 (372)-373-376

Die Rede enthält Eurykleia.

hat

Die erste (vgl.

Auff9rderungen

zwei

betrifft

Z. 03)

die

und bedeutet

des seelische eine

Telemachos Haltung Ablehnung

an der des

von

- 76 -

Eurykleia ausgesprochenen den Schwur, den Eurykleia Die Aufforderung versichert Schwur des

des

betrifft

Vorschlages. Die zweite sofort leistet.

Telemachos

knüpft

an 356a

an.

sich diesmal durch die Forderung nach Schweigens der Eurykleia. Telemachos·

Er

einem Aufforde-

rung wird mit &xx~eingeleitet und ihr wird sofort nach der Rede von Eurykleia entsprochen (377). Die durch Telemachos ausgesprochene zwar 4,675 vor, bedarf le, ohne

Nr.

um verstanden die

23)

Szene

Begründung aber nicht denn

zu werden, im 4.

der Forderung bereitet der letztgenannten Stel-

Buch ihr

genauso

Schweigen

hätte

Eurykleia

bewahren

können.

2 1 (402)-404

Athene in der Gestalt Mentors fordert Telemachos auf, sich zum Schiff zu begeben und aufzubrechen. Sie begründet ihre Forderung mit dem Hinweis, daß alle Begleiter schon warten. die

Kurz davor sich

nach

hatten

sich

die

295 getrennt

beiden

hatten,

Handlungsstränge,

wiedervereinigt.

Die

Aussage der Athene in 287b findet hier ihre Entsprechung. Telemachos folgt unmittelbar danach der Anleitung der Göttin. Die Aufforderung der Athene, die den letzten Teil der

Rede bildet,

Nr.

24)

mit

t~x& eingeleitet.

4 1 (31-35a)35b-36

Menelaos Empfang

wird

auf

die

frage

des

Eteoneus

nach

und gibt

dabei

zu verstehen,

wie

antwortet

der

verständlich fangen.

Gäste es

Die Rede enthält

für

ihn

ist,

die

am Ende eine

durch

forderung

an Eteoneus,

er

die

zum Festmahl

hereinführen.

Gäste

Eteoneus

ruft

andere

Diener

Gäste

solle

die

herbei

gebührend

dem selbst-

zu emp-

&XX&eingeleitete

Auf-

Pferde

und

und führt

ausspannen

unmittelbar

- 77 -

nach

der

Rede den Befehl

aus.

Sowohl die Frage des Eteoneus als auch die Antwort Menelaos erwachsen aus der Situation und schildern Sitten, (vgl.

Nr.

indem Nr.

3,

sie

den Brauch

der

Gastfreundschaft

des die betonen

7 und 8).

25) 4 1 (291)-294-295

Nach einem knappen Kommentar zu der Rede des Menelaos fordert Telemachos auf, sich zur Ruhe zu begeben. Auf diesen Augenblick hat man seit 214b-215 gewartet, so daß hier die kurze Aufforderung des Telemachos auf die in 214b-215

geweckte

Erwartung

eine

Antwort

gibt

und die

Handlung dieses Tages zu Ende führt (hier schließt sich Nr. 14 an). Für die Ankündigung der Nachtruhe durch die Planung des nächsten Tages vgl. Z. 15.5. DieErfüllung

des Auftrags

schließt Einzelheiten ein, hinausgehen (vgl. etwa Nr.

Nr.

wird

detailliert

die über 55).

die

erzählt bloße

und

Beschreibung

26) 4 1 (774)-776-777

Die Rede enthält zwei Aufforderungen des Antinoos an die Freier. Die erste ist negativer Art: "die übermütigen Reden zu meiden", die als eine Erwiderung zu der vorigen Tis-Rede zu verstehen ist und keine weitere Entsprechung findet (vgl. Z. 04). Die zweite Aufforderung, mit&~~& eingeleitet, nimmt einerseits auf 669 ff. bezug und andewird sie gleich nach der Rede und auch in 842 ff. rerseits durchgeführt. Somit wird die Frage nach der Verwirklichung des Planes der Freier beantwortet und die konkrete Drohung für

die

Rückkehr

des

Telemachos

verhängt.

- 78 -

Nr.

27)

5 1 (173)-177-179

Hier antwortet 0dysseus auf den Vorschlag der Kalypso argwöhnisch. Er nennt die Gründe für diesen Argwohn und fordert die Nymphe auf, einen Schwur zu leisten (vgl. 10,342 ff.). Diese Aufforderung erwächst aus der Situation und gehört zur Charakterschilderung des 0dysseus. Die Göttin leistet den Schwur. Danach wird die Handlung vorgenommen, die in der Rede 160-170 (Nr. 61) schon vorgeplant war. Diese Aufforderung (sowie die oben unter Nr. 3, 7, 8, 21 und 24 genannten) erfüllt eher eine lndizienfunktion in der Charakterschilderung des 0dysseus. Der in der Rede selbst entstandenen Erwartung hinsichtlich der Antwort der Göttin wird unmittelbar entsprochen (vgl. Z. 15.32).

Nr.

28)

6 1 (6B)-69b-70

Die Antwort

des

Alkinoos

auf

Nausikaas

Gesuch

enthält

Zusage (68) und dann eine Aufforderung (69a), auf schon gewartet hatte. Wie aber konkret der Wagen, gestellt 36 ff. erwähnt worden war, zur Verfügung

die

die man der in wird,

sagt Alkinoos in 69b-70, wo die Bahnen für die darauffolgende Handlung eingeschlagen werden. Die Handlung wird sofort licht Stelle

Nr.

in der referierten Aussage des Alkinoos (vgl. o. Nr. 16) und damit das Korrelat 36-40 erzählt.

29)

verwirkfür die

6 1 (119-125)-126

0dysseus wird vom Geschrei der Mägde geweckt und macht sich in einem Selbstgespräch (vgl. Nr. 56) Gedanken, wo er sich befindet. Er scheint die Auskunft der lno-Leukothee (5,345) und seine eigene Überlegung (5,359) vergessen zu haben (l). Am Ende der Rede verkündet er seinen Entschluß, sich selbst umschließen wie ein

Ring.

umzusehen. Die zwei Ich-Sätze 119 und 126 die Überlegungen bezüglich der Landbewohner 0dysseus

führt

sofort

durch,

was er

sich

- 79 -

vorgenommen hatte. Versen 5,471, 476,

Die Verse 127-129 folgen sehr genau 480, 483 und 487 in der Beschreibung

wo Odysseus sich für die Nacht der Stelle, hatte. Durch diese Handlung wird die Frage kreten Durchführung des Planes der Athene,

den

niedergelassen nach der konder schon in

war, sowie gleich6,14 (vgl. Nr. 33) und 6,113 angedeutet zeitig die Frage nach dem Erwachen des Odysseus beantwortet, die sich schon bei seinem Einschlafen angedeutet hatte. Mit dieser Tat des Odysseus fängt seine ganze Handlung auf Scheria erst an, die dann von den Reden der Nausikaa und des Alkinoos schrittweise gestaltet werden soll.

Nr.

30)

Angesichts kleidet fordert

6 1 (239-245)-246 des

Odysseus,

der

sich

gerade

gebadet

und ge-

Ausdruck und hat, gibt Nausikaa ihren Überlegungen die Mägde auf, ihm Speise und Trank zu geben. Es

war schon

seit 209 zu erwarten, daß die lung ohne weitere Aufforderung verrichten den Sitten der Gastlichkeit ohnehin die

Mägde diese Handwürden, zumal zu Bewirtung gehört.

Wie bei anderen Stellen (z.B. 8,477 ff.) hätte diese Handlung höchstens einer Aufforderung bedurft, die aus der Situation erwuchs. Sie wird aber hier wiederholt und hat vielleicht den Sinn, die Einschüchterung der Mägde durch das Geschehene und insbesondere Odysseus beim Bad hervorzuheben.

durch die Sie kann

Haltung des aber auch als

ein nötiger Abschluß der Rede der Nausikaa betrachtet werden, die möglicherweise eher den Zweck der Wiedergabe ihrer seelischen Haltung verfolgt (nämlich die Möglichkeit einer Heirat mit Odysseus). Dieselbe Assoziation: ''Aussehen des Odysseus nach dem Bad/Gedanken der Nausikaa dazu" liegt der Einführung der Szene 8,457 ff. zugrunde. wäre unseren Beobachtungen Ohne abschließende Aufforderung zufolge eine derartige Rede unvollständig gewesen. Andererseits könnte die Wiederaufnahme der Aufforderung in 246 nach 209 auch dadurch 209 Vers 209(a) liest;

vermieden darüber

werden, daß man statt vgl. w.u. Nr. 51.

Vers

- 80 -

Die Mägde führen V. 133b).

sofort

die

Die entsprechende

geforderte

Handlung

Aufforderung

wird

aus durch

(vgl. &~~~

eingeleitet.

Nr.

8 1 (166)-184-185

31)

0dysseus belehrt Euryalos nach solle man einen Sinne: erstens Aussehen seines

beurteilen guten

und zweitens

Aussehens

schlecht

dessen Rede im doppelten Menschen nicht nach dem habe

Euryalos

trotz

gesprochen.

war schon in lBb-23 (vgl. Nr. Vom Aussehen des 0dysseus 59, 43) hinsichtlich der Teilnahme an den Spielen die Rede: Doch scheint das Werk der Athene nicht alle Spuren der Müdigkeit an ihm entfernt zu haben (vgl. 134b-139, Nr. 45). Auf das Aussehen des 0dysseus spielt auch die Rede

des

Euryalos

(159-164)

Im zweiten Teil die Annahme des

an.

(179b-183) Euryalos,

der Rede bestreitet er sei eher Kaufmann

0dysseus und infol-

gedessen unerfahren in den Spielen, und verkündet dann in zwei Zeilen seinen Entschluß, doch an den den letzten Spielen teilzunehmen (vgl. ''Sinneswandel-Rede" Z. 15.71). Die offene Frage, ob und wann er an den Spielen teilnehmen wird, die im allgemeinen - abgesehen von 22-23 lD0 ff. angekündigt worden waren und bei deren

- schon in Ankündigung die Teilnahme des 0dysseus hätte in Erwägung gezogen werden können, wird hier beantwortet und damit die weitere Frage nach dem Verlauf der Spiele, die dann in der Folge erzählt werden, aufgeworfen. Die Veranstaltung der Spiele wird kurzerhand in V. 200 zu Ende erzählt. Die folgende Rede des enthält, Nr. 63).

0dysseus, beschließt

die keine handlungsführenden Elemente die ganze Szene der Wettkämpfe (vgl.

- 81 -

Nr.

32) 8 1 (487)-492-498

Nach einer Einleitung, des Demodokos (73 ff.) dokos

auf,

ein

die sich bezieht,

bestimmtes

auf

eher

fordert

Thema in seinem

gen. Daß Demodokos singen werde, hatte erwartet. Den letzten konkreten Anstoß des Odysseus. Demodokos singt vorgeschlagenen Odysseus

das erste Lied Odysseus den DemoLied

zu besin-

man schon gibt hier

nach 429 die Rede

unmittelbar darauf nach einem von Odysseus Thema. Damit wird die Erwartung des

erfüllt.

Die Wahrnehmung des Alkinoos von Odysseus' Weinen gibt daraufhin Anlaß für die große Rede des Alkinoos, die ihrerseits die Apologoi als Antwort hat (vgl. Nr. 108).

Ad) Abweichungen Diese

Gruppe

am Ende einer

Nr.

in bezug

schließt

auf

einfache

das

Merkmal

5.

Vorausdeutungen,

Vorausdeutungskette

stehen,

die

nicht

ein.

33) 6 1 (25)-36-40

Nausikaa Die im Traum erschienene Tochter des Dymas wirft die Ungepflegtheit ihrer Kleider vor. Durch diese Rede erfährt man auch, daß die Hochzeit der Nausikaa bevorsteht.

Zur Struktur der Rede sei folgendes gesagt: ''ungepflegte Kleidung" (a) und "bevorstehende (b) umschließt die allgemeingültige Aussage wie ein waschen werben

Ring. Die ungepflegte werden (31-33) (a'), um Nausikaa

Die Verse

31-35

(34-35)

enthalten

Kleidung denn die

sollte Besten

das Thema Hochzeit" der VV 29-30 nämlich geaus dem Volke

(b' ). zwar eine

konkrete

Aufforderung

- 82 -

mit der jeweiligen Begründung, geben aber gleichzeitig das allgemeine Ziel der zweiten Aufforderunq (36-40) an. Diese zweite Aufforderung wird nach dem Entkommen der Athene/ Tochter des Dymas befolgt und von Nausikaa genau ausgeführt. Die erstgenannte Aufforderung (31-35) enthält auch die Ankündigung, daß Athene/Tochter des Dymas Nausikaa zu den Waschgruben begleiten wird. Diese Vorausdeutung bleibt jedoch in der (vgl. Z. 13).

darauffolgenden

Erzählung

ohne Korrelat

Auf das Thema der Verlobung der Nausikaa und auf Odysseus als ihren möglichen Bräutigam wird besonders oft im 6. Buch (6,158-160, 180 ff,, 244-245, 273-288) und in 7,311316 angespielt. Ein endgültiges, konkretes Korrelat bekommt dieses Motiv erst in 7,333b (vgl. Nr. 44). Die Szene B,457b-469 schließt dann die Handlung der Nausikaa ab, ohne daß man weiteres von ihrer möglichen Hochzeit erfährt. Dem Thema kommt ein größeres Gewicht zu, als nur eine Personenschilderung der Nausikaa zu sein. V.d.Hühl und Schadewaldt schreiben manche Stellen dieses Themas dem Redaktor (Dichter) B zu. Die strukturelle Beziehung: allgemeine Aufforderung (3135)/konkrete Aufforderung (36-40) wird aber nicht nur an dieser Stelle beobachtet (vgl. Z. 01). Die Rede der Tochter des Dymas löst die zu dem Treffen Nauaikaa/Odysseus führen schließt also keine Vorauadeutungskette Gruppen As-Ac), sondern leitet vielmehr

Handlung aus, die wird. Siebe(wie die Reden der eine Handlung ein.

Man erfährt nämlich in 6,14, daß Athene sich um das Schicksal des Odysseus sorgt. Die Vermutung liegt nahe, daß die "Waschgruben" (40) sich in der Nähe des Ortes befinden,

wo Odysseus

schläft.

- 83 -

Von dem genauen Plan der Athene erlangt man aber, anders als sonst, keine Kenntnis. Die Rede selbst beschreibt die Situation, aus der die Aufforderung erwächst. Die Aufforderung (36-40) bezieht sich konkret auf das Herantragen einer Bitte an den Vater, was Nausikaa in den VV 57-65 (Nr. 42) auch tut (vgl. Z. 15.32).

Nr.

34) 7 1 (28)-30-36

Athene, in Gestalt eines Mädchens, antwortet auf die rrage des 0dysseus nach dem Palast des Alkinoos. 0dysseus hatte mit seiner frage dem Auftrag der Nausikaa (6,298 f.) folge z. 15.32). Die Antwort des Mädchens entgeleistet (vgl. hält erwartungsgemäß (vgl. 6,300-303a) eine Zusage. Sie (&ll&). Es fordert 0dysseus auf, ihr s~hwei~end zu folgen schließt sich somit eine negative Aufforderung (vgl. Z. 04) an. Sie enthält eine ausführliche Begründung, wobei das beschreibende Moti~ der Seetüchtigkeit der Phäaken wieder auftaucht (vgl,·6,271-272; 7,321 ff.; 8,557 ff. und w.u. "Sonderinformationen" S. 345 ff.; auch Nr. 44). Der Aufforderung des Mädchens leistet 0dysseus unmittelbar folge.

Nr.

35) 8 1 (141)-142

die Idee des laodamas und fordert ihn Euryalos billigt auf, die Einladung zur Teilnahme an den Spielen dem 0dysseus selbst vorzutragen. Laodamas führt das aus und hält die Rede 145-151 (vgl. z. 15.32). 0dysseus weigert sich zunächst aus guten Gründen. Die ganze Szene hat aber zur folge, daß 0dyaseus schließlich doch an den Spielen teilNr. 47). nimmt (vgl. Nr. 31, z. 15,71 und 8,347 ff.,

- 84 -

Nr.

36) 8,292-294

(l)

Ares fordert Aphrodite auf, sich in das bereitstehende Bett zu legen und sich mit ihm zu erfreuen. Auf diese Aufforderung hat man schon seit der Ankündigung von Demodokos (267-269a) gewartet. Aphrodite leistet dem Geheiß des Ares unmittelbar Folge, was dann aber die Handlung um Aphrodite und Hephaistos einleitet, die sich bis zum Ende des Schwanks des Demodokos erstreckt.

Ae) Abweichungen Nr.

in bezug

37) 4,(472)-475-480

auf

das

2. Merkmal

(i)

In der Eidothee-Erzählung des Menelaos wird dieser von Proteus aufgefordert, den Göttern zu opfern. Dies sei die Bedingung, die er erfüllen müsse, wenn er in die Heimat zurückkehren wolle. Die Aufforderung wird am Anfang der Rede allgemein gehalten (472-474). Die Verse 475-480 wiederholen die Bedingung der angestrebten glücklichen Rückkehr und den Zweck, den das Opfer hat. Sie geben aber diesmal konkret den Ort an, wo geopfert werden soll, und bestimmen somit die Richtung der Reise, die Menelaos zu unternehmen hat, nämlich zurück nach Ägypten. Dieser zweite Teil der Rede (475-480) stellt Vergleich zu 472-474 einen konkreten Hinweis ziehung allgemein/konkret taucht, wie gesagt, Reden auf (vgl. Z. 01). Jene Antwort (vgl. 389 f. Nun führt unmittelbar Teil

seines

des Proteus hatte man schon lange und w.u. S. 229 zu Nr. 112).

Menelaos die ihm aufgetragene nach der Rede aus, sondern Vorhabens

über.

somit im dar. Die Bein mehreren

erwartet

Handlung nicht geht zu dem zweiten

- 85 -

Nach der zweiten Aufforderung führt er dann in 576 ff. die

Nr.

des Proteus (vgl. Nr. 38) geforderte Handlung durch.

38) 4 1 (543)-544b-547

Proteus fordert den Menelaos auf, nicht weiter zu weinen, sondern zu versuchen, bald nach Hause zu fahren (zur negativen Aufforderung vgl. z. 04). Die konkrete, positive Aufforderung wird mit &xx& eingeführt und zielt auf die Verrichtung des Opfers, das die Rückkehr ermöglichen soll. Die Einleitung der Rede ist situationsbezogen und nimmt auf den Zustand des Menelaos bezug. Andererseits stimmt die Aufforderung mit derjenigen von 475-480 (vgl. Nr. 37) überein und hat zusammen mit jener die Verse 576 ff. als Korrelat (l) Über die von Proteus geäußerte Möglichkeit hinsichtlich der Begegnung des Menelaos mit Aigisthos war schon in 3,306 erzählt worden, daß Menelaos an demselben Tage in Mykene ankommt, an dem Orestes Aigisthos und Klytaimnestra begraben läßt, so daß für jedermann der sichere Ausgang des von Proteus als Möglichkeit erwogenen Ereignisses be2 kannt ist < >

Nr.

39) 4 1 (663)-669-672

Die Freier erfahren durch ein Gespräch mit Noemon von der Reise des Telemachos, und Antinoos äußert dann seine Überraschung und Empörung darüber im ersten Teil dieser Rede. Seine Einstellung stimmt dabei mit der in 2,255 f. geschilderten Haltung des Leiokritos überein. Bei der Bitte an die anderen Freier, die mit wird, spricht er dazu noch von seinem leitet dessen Durchführung ein Schiff und Gefährten

&XX& einge-

Die feindliche

gegenüber

Haltung

der

Freier

Telemachos

Plan, nötig

zu sind. war

- 86 -

schon von Anfang an klar; dieser Plan war jedoch wenig angekündigt wie die Handlung, die Henelaos o.g. Rede Nr. 37 zu verrichten hat. Die anderen Freier beschränken mung zu geben. Erst nach einer des Antinoos (vgl. o. Nr. 26) Handlung durch,

Nr.

40)

ebensonach der

sich darauf, ihre Zustimwiederholten Aufforderung führen sie die geforderte

5 1 (97)-112-115

Auf Anfrage der Kalypso macht Hermes sie mit dem Zweck seines Besuches vertraut. Zeus habe ihn geschickt. Hit der Hinwendung des Gesprächs auf Odysseus nähert er sich seinem eigentlichen Anliegen. Die Verse 105 (nupEtv~L) und 111 (6E0po fffXaooE),

in denen

die

Anwesenheit

wird, u•schließen ringförmig hervorgehoben bung der Lage des Odysseus (vgl. Z. 20).

die

des Odysseus Beschrei-

Konkret zur Sache kommt Hermes in 112. Zeus befiehlt, Odysseus so bald wie ■ öglich nach Hause zu schicken. de ■ Auftrag Die Forderung des HerMes entspricht des Zeus (29 ff.). Kalypso führt die geforderte Handlung nicht sofort durch und wehrt sich in einer Sinneswandelz. 15.71) zunächst dagegen, verkündet aber an Rede (vgl. deren Ende doch ihre Bereitschaft auszuführen, was Zeus befiehlt (vgl. Nr. 41).

Nr.

41)

5,(118)-143-144

Die von Kalypso geübte Kritik an der Haltung der Götter (118-120 und 129) umschließt im ersten Teil der Rede die in einer Rückwendung als Paradigma angeführten Beispiele z. 20). Dann kommt sie auf den Fall des wie ein Ring (vgl. Odysseus, der zuqleich ihr eigener ist, zu sprechen. Die Verse 130 (la&waa) und 135-136 (~tXEov, fTpE an. Zuletzt erklärt er, woher seine Bekleidung stammt. Auch im Rede-Teil 6,170-179 seiner (Nr. 72) gibt Odysseus eine Zusammenfassung neuesten Geschichte und begründet damit seine Bitte Kleidung.

um

Dieses Gespräch, wie auch die Gespräche 4,235-289 und 3,342-395 stehen zwischen den entsprechenden Vorausdeutungen und dem tatsächlichen Schlafengehen. Diebehandelten Themen sind in beiden fällen nicht vorausgedeutet, betreffen jedoch die Anliegen des jeweiligen Gastes. Telemachos wollte in Sparta wahrscheinlich mehr über seinen Vater hören. Odysseus gewinnt auf Scheria die absolute Sicherheit, dsß die Phäaken ihn heimgeleiten werden. 3. Die Mehrzahl der Ältesten wird am nächsten Tag zusammengerufen werden (189). Msn möchte hier die Art der einzuberufenden Versammlung feststellen können, denn in 8,4 ff. - das als Korrelat zu dieser Stelle in Frage kommt - führt Alkinoos die Phäaken zu einer Volksversammlung, wogegen Athene nur ihre "Anführer und Bera2 Ältesten sein ter" < >, die wohl die hier gemeinten könnten, zu der Versammlung einberuft. Andererseits erteilt Alkinooa in seiner vor der Versammlung gehaltenen Rede Hinweise für die jüngeren Phäaken sowie für die szepterführenden Könige, die ihrerseits vermutlich auch die hier genannten Ältesten sein können (8,40b ff.; vgl. auch Nr. 6). Dieser zuletzt genannten Annahme entspricht auch die Tatsache, daß sowohl die Ältesten hier in 7,189 f. als auch die szepterführenden Könige dort in 8,40b ff. in das Haus des Alkinoos gerufen werden, um den fremden zu bewirten. Die Aufforderung des Alkinoos deutet, ungeachtet der Unterschiede (vgl. Nr. 6), sowohl auf die Versammlung (denn es gibt such genug Beispiele, wo Korrelate nicht

-

152 -

so genau mit den Vorausdeutungen übereinstimmen) als auch auf die Redeverse 8,40b ff. hin, wo diese Vorauswieder aufgenommen wird (46deutung vor ihrem Korrelat 47a). Ein ähnlicher rall liegt m.E. in der Voraus(6,194a) vor. deutung "ich werde dir die Stadt zeigen" zwei KorreDenn dieser Stelle entsprechen ebenfalls late: a) die Aussage der Nausikaa (6,262b-272) und b) die Handlung Athene~ Odysseus (7,43-45). Vgl. hierzu Nr. 73 und Nr. 59. 4. Der Gast soll (am nächsten Tag) im Palast bewirtet werden. Diese Vorausdeutung wird durch die Aussage 8,42 wieder aufgenommen und in den vier Reden des Alkinoos im 8. Buch (Gruppe Bd) erfüllt (vgl. Nr. 75). 5. Alkinoos ruft die Anwesenden auf, heilige Opfer zu bringen (190b-19la). rür diese Vorausdeutung kommen, in rrage: wie auch o. in 3. zwei Textstellen In 8,59-60 werden Schafe, Schweine und Rinder ''für sie'' geopfert. Das Pronomen weist hier auf die zuvor genannten Jüngeren und Alten, nicht jedoch auf die Götter hin. Außerdem sind die Schafe usw. für die Mahlzeit Des wäre jedoch gerade die richtige Stelle bestimmt. für das angekündigte Opfer gewesen. In 13,24-27a wird nun aber dem Zeus eine richtige Opferfeier veranstaltet. Dies geschieht aber nicht am ersten, sondern am zweiten Tag nach der Vorausdeutung des Alkinoos. An dieser Stelle findet euch ein Mahl statt. Die Stelle 13,179 ff. könnte sogar auch noch in Betracht gezogen werden. 6. Alkinoos fordert die Anwesenden auf, in der rolge auch des Geleits zu gedenken und zu überlegen, wie der rremde ohne Mühsal, freudig und in Eile in sein Heimatland gelange. Dort solle er das Schicksal erleiden, des ihm bestimmt

sei.

f.

-

153 -

Die genannte Aufforderung des Alkinoos ist zugleich die Bitte. Antwort auf die von Odysseus an Arete gerichtete Dort hatte Odysseus nämlich gebeten, die Phäaken sollten sich eilfertig um sein Geleit bekümmern. Hier meint (vgl. 6,312) in seine Alkinoos, Odysseus werde schnell Heimat

gelangen.

Allerdings

sollten

die

Phäaken

in der

Folge (''danach") des Geleits gedenken. Mit ''danach'' meint Alkinoos hier einen auf das Essen nach dem Opfer erfolgenden Zeitpunkt, zu dem auch die Ältesten beratend zugegen sein würden. Dieses ''danach" und "gedenken" genügt dem Odysseus offensichtlich nicht. Er fordert Alkinoos auf, sich bei Tagesanbruch aufzumachen und ihn in die Heimat zu bringen (222). Alkinoos findet wenn er den Termin für den nächsten einen Mittelweg, Tag, allerdings nicht sofort auf den Tagesanbruch, festsetzt. Er fügt dann noch hinzu, daß Odysseus die Reise im Schlaf machen wird. Der Redeteil 8,34-38a enthält die konkreten Maßnahmen, die zur Durchführung des Geleits erforderlich sind z. 01). Sie weisen in dieselbe Handlungsrichtung (vgl. wie die vorliegenden Vorausdeutungen. Der Geleittermin wird nun am Ende des ursprünglich geplanten Tages von Alkinoos mit Zustimmung des Odysseus auf den darauffolgenden Tag verschoben (11,350). Schließlich erfolgt im Erzählerbericht, wie es das Geleit chen Vorausdeutungen angekündigt war,

Nr.

75) 8 1 (26)

in den zahlreiin 13,70-95.

34-45

Diese Rede des Alkinoos und 6 der letztbesprochenen Korrelaten einen Schritt

führt

die Vorausdeutungen Rede fort und bringt näher.

Nach der Anrede stellt Alkinoos, den Odysseus und sein Vorhaben in Rede. Er konstatiert, daß ihm der Ziel des Geleits unbekannt seien.

3, 4, 5 sie ihren

es zu erwarten war, den Mittelpunkt der Name des Fremden und das Er fordert sodann die

wie

-

154 -

Phäaken auf, ihm - ihren Sitten entsprechend - Geleit zu gewähren. Diese allgemeine Aufforderung erhält, der Regel entsprechend, kein Korrelat (vgl. Z. 01). Alkinoos geht dann unvermittelt auf den prospektiven Teil der Rede über. Er rechnet mit der Zustimmung, die die Phäaken ihm schon teilweise gegeben hatten (7,226) und geht auf die Detailausführungen zur Reisevorbereitung ein, ähnlich wie auch Kalypso (Nr. 61), unmittelbar nachdem sie Odysseus mit der Idee seiner Abfahrt vertraut gemacht hat, auf Hinweise, wie Odysseus sich ein floß bauen könne, übergeht. Der prospektive

Rede-Teil

enthält

folgende

Vorausdeutungen:

1. Alkinoos fordert die Phäaaken auf, ein schwarzes Schiff, das erstmals die See befahren wird, in das Meer zu ziehen. 52 erfahrene junge Männer seien auszuwählen. Sie sollten sodann die Ruder an den Bänken festbinden und schließlich wieder aus dem Schiff steigen (34-38a). Im Erzählerbericht gehen 52 Auserwählte zum Meer, wo auch das Schiff liegt, ziehen das Schiff ins Meer, richten Mast und Segel auf und machen das Schiff am Ufer fest. (48-56).

Darauf

gehen

sie

zum Hause

des

Alkinoos

Diese Aufforderung des Alkinoos stellt eine Weiterentwicklung der vorigen Rede dar, in welcher nur allgemein von dem Geleit gesprochen wurde (vgl. etwa die Rede der Eidothee Nr. 68 bezüglich der Beschreibung der falle im Vergleich zu Nr. 58, wo diese falle ausführlich bewird. Noch hierzu z. 01.1). Aufforderung und schrieben Korrelat führen gemeinsam zum Geleit und bereiten dieses vor. Darauf wird dann in 8,150 f. und 11,330 f. Bezug genommen. Odysseus führt das endgültige Korrelat, d.h. das Geleit, in seiner Rede 13,38-46 herbei. Dort steht seine Aufforderung - der Regel folgend - an der ersten Stelle in seiner Rede. Das Korrelat erfolgt dann im Erzählerbericht 13,70-95.

-

2.

155 -

Alkinoos fordert diejenigen, die das Schiff zugerüstet hatten, auf, zu ihm zu kommen und ein kurzes(= schnelles) Mahl einzunehmen. Darüber hinaus sagt Alkinoos, dies trage er den jungen Männern auf. Gemeint sind also die 52 Auserwählten, die das Schiff auch bemannen sollen. Als Korrelat für diese Vorausdeutung in Frage: men zwei Textstellen

des

Alkinoos

kom-

wird zwar era) 8,55b-61 u. 71 f.: Im Erzählerbericht zählt, wie die jungen Männer nach beendigter Ausrüstung des Schiffes zum Haus des Alkinoos gehen. Das wird, kann Mahl jedoch, das dort dann veranstaltet werden. Außernicht als kurz (''schnell") bezeichnet dem sind hier im Palast des Alkinoos jung und alt

versammelt. b) 13,23 ff.: Hier kommen die Reisegefährten des Odysseus zum Hause des Alkinoos und nehmen eine Mahlzeit ein. Alkinoos opfert für sie dem Zeus zu Ehren ein Rind. Danach findet die Mahlzeit statt. Die Korrelate also, die für das in 7,190b-19la geforderte Opfer (vgl. Nr. 74,5) in Frage kommen, betreffen auch diesen Redeteil. 3.

Die anderen szepterführenden kommen, um den Gast im Palast

Könige sollen zu bewirten.

zu Alkinoos Keiner soll

sich weigern (40b-43a). Wie in Nr. 74 gesagt, führt die vorliegende Vorausdeutung die in 7,189-190a geäußerte weiter. Das schließt nicht aus, daß auch die Versammwird. lung an dieser Stelle vorausgedeutet Die szepterführenden Könige verrichten die Handlung gleich nach der Rede, weswegen die Bewirtung des Gastes sofort 4.

beginnen

Man solle

kann.

den Demodokos,

den Sänger,

über die Maßen Gesang gegeben hat, Im Erzählerbericht geht der Herold Sänger zu holen. Er kommt (62 ff.)

dem die

Gottheit

rufen (43b-45). (47b) weg, um den zurück. Die Ankunft

-

156 -

und das Sichniedersetzen lerbericht ausführlich singt

dann

Das Lied seus

nach

des

des Sängers werden geschildert (62-70).

Beendigung

Demodokos

zu Tränen

des

erweckt

rühren.

Das wird

Mahles. Erinnerungen, hier

bemerkt - wie in 4,116b das Weinen Menelaos bemerkt wird - führt aber dem Namen des ist. 5. Die

in 7,190

Gastes,

wie

und in 8,42b

Gastes

im Palast

in der

Beschreibung

es dann

der

die

Odys-

von Alkinoos

zwar

des Telemachos von nicht zur Frage nach in 8,536

ff.

vorausgedeutete

in den Hallen

bzw.

im ErzähDemodokos

Mahlzeit

der

Fall

Bewirtung

findet

und des

ihr

des

Korrelat

Demodokos-

sowie auch vor allem in den vier Reden, Liedes wurden (vgl. Nr. 62-65). unter Bd besprochen

die

Die Bewirtung des Gastes findet teilweise ''in den Hallen" (bis 103 und ab 421) und teilweise im freien (104420) statt. Die Wettkämpfe (Nr. 62) und Geschenke (Nr. 64) erfolgen ohne, der Tanz (Nr. 63) und das Essen (Nr. 6 5) hingegen

Exkurs: 1.

Drei

mit

Stufen

Von den sechs

Begleitung

in der

des

Sängers.

Vorausdeutungskette

Vorausdeutungen,

die

in der

unter

angeführten Rede vorkommen, werden zwei noch sieben zu ihrem Korrelat gebracht (1 und 2).

Nr. im Bei

Buch den

anderen vier ist das Gewicht ungleichmäßig verteilt, daß der Zusammenkunft der Ältesten, dem Opfer für Götter des 2.

sowie

fremden"

Nun werden

der

"Bewirtung

jeweils gerade

bildet.

lat auf erhalten, (8,40b-42a)

Gastes''

diese

beiden

Bedeutung

letzteren

75 aufgeführten Glied in dieser

Die Einberufung

der

so die

und dem ''Geleit

unterschiedliche

gen in der unter Nr. die somit das zweite te

des

74

zukommt.

VorausdeutunRede weitergeführt, Vorausdeutungsket-

Ältesten

hat

ihr

Korre-

der einen Seite in der Versammlung der Phäaken wird sie in der Rede auf der anderen Seite wieder

aufgenommen

und bis !wPitP.r

zu ihrem auf

S.

zweiten 158)

Schema Reden 1.

zur

Reihenfolge

157 -

der

Vorausdeutungen

den

74 - 75 und Bd

Schritt:

Nr.

1

74,

7,186

2

!

7,228

f.

ff. 3

r·" ½ Nr.

Korrelat

Schritt:

7,335-347

Nr.

4

6

5

Nr.43 Nr.44

5

B,4ff.

Nr. 2.

in

75,

6

·-"d 3

~

5

t

8,42b

B,40b-43a B,46b-47a

l

4

8,34-38a

43b-45

8,55b-61

B,48-56

8,47b;

13,23

l

ff.

Bewirt. 3.

1

Schritt:

Nr.tr6_2 ______

N_r_!_6_3 __ ......, _____

Wettkämpfe

Tanz

Nr.45

Nr.36

Nr.35 Nr.46

Nr.70 Nr.47

u.Ballspiel

l 1

i

8,38b-40a

62-70

Geleit 1

N_r~,-.64 Geschenke

.} 13,38

u.

Versöhnung Nr.18

Nr.19 Nr.53

Nr.31 8,104-234

B,256-285

13,70-95

B,398-420 Nr.65 8,433-531 Nr.

7

Nr.

B

Nr.20 Nr.32 ll,35lb-352a

!

13,13-15

i

13,19-22

ff.

- 158 Korrelat in 46b-47a weitergeführt. Das Opfer für die Götter wird zusammen mit der Mahlzeit für die jungen Reisegefä~rten des Odysseus (8,38-40a) in 8,55b-61 und 13.23-27a das Korrelat erhalten. 3. Die

"Bewirtung

des

Gastes''

wird

ihrerseits

Gegenstand

von drei Reden des Alkinoos, die die Wettkämpfe, den Tanz und die Geschenke einführen (die vierte, unter Nr. 65 aufgeführte Rede stellt eine Weiterführung der unter Nr. 64 genannten Rede dar). Zwei dieser Reden (Wettkämpfe und Tanz) erhalten ihr Korrelat unmittelbar schließend. Auch die Reden über die Geschenke (Nr.

an64

und Nr. 65) erhalten ihr Korrelat offensichtlich bis noch zweimal 8,531. Jedoch wird das Thema ''Geschenke'' in einer Rede aufgegriffen: nämlich in ll,35lb-352a, als Vorausdeutung für den nächsten Tag und und. zwar dann in 13,13-15, wo die Vorausdeutung in einer Rede weitergeführt wird und als Korrelat 13,19-22 erhält. Das ''Geleit des Gastes" wird in der Rede 13,38 ff. von Odysseus (als letzte Aufforderung vor dem Korrelat) gleich zu Anfang gefordert, um als endgültiges Korrelat im Erzählerbericht die Verse 13,70-95 zu erhalten.

Nr.

76)

2 1 (243)-252-256

Am Ende der

Volksversammlung

der

Ithakesier

antwortet

Leiokritos auf die Rede des Mentor und nimmt im ersten Teil seiner eigenen Rede auf die Prophezeiung des Halitherses (174-176) bezug. Er gibt auch seine Meinung über die Haltung der Penelope angesichts der möglichen Ankunft des Odysseus bekannt. Sie dürfe sich nicht freuen, denn Odysseus würde im Kampf mit den Freiern unterliegen. Der prospektive 1. Die Männer an

sein

Redeteil des

Volkes

Werk (252).

enthält

folgende

sollen

auseinander

Im Erzählerbericht

Vorausdeutungen: gehen, findet

jeder diese

-

159 -

Vorausdeutung unmittelbar nach der Rede ihr Korrelat: die Volksversammlung löst sich auf; alle gehen auseinander, ein jeder zu seinem Haus (257 f.). 2.

Mentoc

und Halitherses

mögen die

Reise

des

Telemachos

in die Wege leiten. Sie seien vom Vater und auch von (253-254). alters her seine Gefährten Man erwartet nach dieser Vorausdeutung, daß Mentor und Halitherses die Reise des Telemachos vorbereiten. Das Korrelat zu dieser Stelle enthält jedoch zuerst ein Gebet, das Telemachos an die Gottheit richtet, die am seines Gebetes Vortage bei ihm war. Im Mittelpunkt steht die Reise, die diese Gottheit ihm aufgebürdet hatte. Athene hört sein Gebet und wendet sich in Gestalt des Mentor in einer Rede, die das Geschehen im Rest des zweiten Buches verplant, an Telemachos (vgl. Nr. 3.

77).

Leiokritos läßt sich weiter über die Telemachos aus. Wenn Telemachos noch würde er Nachrichten erfragen bleibe, Reise

werde

er nie

durchführen

Reiseabsichten des lange auf Ithaka und erfahren. Die

können.

Diese Vorausdeutung des Leiokritos bezweckt lediglich, den wachsenden Unmut der Freier dem Telemachos gegenüber noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen, denn nach dem oben auf Gesagten ist nicht zu erwarten, daß eine Vorausdeutung, die sich den Plänen der Gottheit so klar entgegenstellt, sich als "zukunftsgewiß'' ausweisen könne. In seinem Gebet bezieht sich Telemachos auf diese Meinungsin einer sprachlich schwer zu eräußerung des Leiokritos 265-266). Auch die Rede klärenden Wendung ( OLa,ptßtLV; 4,642 ff. (Nr. 98) erinnert an diese Stelle. des Antinoos 5.

Nr.

11 f.

77)

2 1 (270)-281-295

Als zweites Rede der

Glied

der

Athene-Mentor

Vorausdeutungskette an Telemachos.

folgt

hier

die

-

160 -

Im ersten Teil ihrer Rede ermuntert Athene den Telemachos. Sie sagt ihm, daß er nicht untüchtig und unverständig sein (a) werde, und begründet ihre Behauptung damit, daß der gute Geist von seinem Vater ihm auch jetzt noch innewohne imstande gewesen sei, ''Werk und Wort'' (b), so wie Odysseus zu vollbringen. Dann werde seine Reise nicht eitel und erfolglos

sein.

Wenn aber

Telemachos

Penelope

sei,

dann

nicht werde

der er

Sohn des

nicht

Odysseus

vollbringen,

wonach

trachte (c). Hier werden zwei

Möglichkeiten

1. Die Kraft des ist Telemachos

Odysseus wohnt dem Telemachos der Sohn des Odysseus), dann

tüchtig

und verständig

folgreich 2.

Ist

aber

erwogen

sein

(vgl.

und seine

und der

w.u.

Reise

er

S. 286 f.):

inne wird

(also er

wird

er-

verlaufen. Telemachos

nicht

der

Sohn des

Odysseus

und der

und unverständig Penelope, dann wird er sich untüchtig gar nicht vollverhalten, seine Reise wird er entweder bringen können oder aber sie wird eitel und erfolglos sein. Die Frage

nach

dem Vater

des

Telemachos

(l)

war schon

von

Athene-Mentes (1,207) gestellt worden, und nach seiner unsicheren Antwort war Telemachos von Athene in seiner Meinung

bestärkt

worden,

er

sei

wirklich

der

Sohn des

Odysseus und der Penelope. Diese von Athene-Mentor hier vorgetragenen Erwägungen sind nicht gerade geeignet, Telemachos zu ermuntern, wie es der erste Satz hatte vermuten lassen und wie es Telemachos auch dringend nötig hatte (270-275). Die aufgeworfene Frage wird nach einer allgemeingültigen Aussage (vgl. dem tatsächlichen Sohn des

Z.21) zugunsten Telemachos Odysseus von Athene-Mentor

als ent-

schieden. Telemachos unverständig

nämlich hinfort nicht sein (a' ). Der wache Sinn

werde

mehr untüchtig und des Odysseus habe

-

161 -

ihn nicht ganz verlassen (b' ). Es bestehe die Hoffnung, daß er die geplanten Werke (also die Reise) zustande bringe (c'), Dieser Teil der Rede ist ringkompositorisch gegliedert. Die allgemeingültige Aussage wird von den mit (a), (b) (c) gekennzeichneten Sätzen umschlossen. Der zweite

Teil

der

und

Rede enthält:

l.

eine negative Aufforderung: Telemachos soll die unverständigen Freier ihrem Planen und Raten überlassen, denn sie seien weder einsichtig nach gerecht und sie gingen blindlings ihrem Verderben entgegen. Diese negative Aufforderung erhält, der Regel folgend, kein Korrelat (vgl. Z. 04). 2. eine allgemeine Vorausdeutung: Telemachos soll die Reise nicht länger ausstehen lassen (vgl. Z. 01). Darauf folgen konkrete Vorausdeutungen. 3. die Zusicherung der Athene-Mentor, sie werde dem Telemachos als Gefährte ein Schiff besorgen und selbst mitkommen. Wie dies zustande kommen soll, besagt der prospektive Teil der Rede.

Die konkrete Vorausdeutung: "selbst Mitkommen" (287b) wird auch im prospektiven Teil der Rede durch den Plural von lv~aOUEV berücksichtigt, anders als in 6,32, wo die Vorausdeutung "selbst Mitkommen" nicht wieder im prospektiven Teil der Rede erscheint und kein Korrelat erhält (vgl. Z. 13.00). Der prospektive Teil gen, die alle an·die chos anknüpfen. l.

der Rede enthält hier VarausdeutunVerwirklichung der Reise des Telema-

Telemachos s6ll nach Hause gehen und sich den Freiern (288). Im Erzählerbericht folgt Telemachos zugesellen dieser Aufforderung unmittelbar nach der Rede der Athene-Mentor. Telemachos geht nach Hause (296b) und trifft

-

162

-

dort die freier an. Es schließen ein Redewechsel des Antinoos mit dem Telemachos (vgl. Nr. 123) und zwei Tis-Reden des freierchores an, die die Haltung der freier dem Telemachos gegenüber kennzeichnen (296-336). für ihn vorgesehenen HandNach Verrichtung der zweiten lung kommt Telemachos wieder zur "freiergesellschaft" zurück findet

(381), wo er nach (394-400).

deren

Weggang Athene-Mentor

der Athene-Mentor gilt auch für 2. Die zweite Aufforderung Telemachos. Er solle Mundvorrat rüsten und alles in Wein in Krügen und Mehl in festen Gefäßen bereithalten: Schläuchen (289-29la). Telemachos verrichtet diese Handlung nicht allein, sondern befiehlt Eurykleia, den Mundvorrat vorzubereiten; er wolle ihn nachher abholen (337-380 u. 409-415; vgl. w.u. Rede Nr. 78 und o. Nr. 9). 3. Athene-Mentor spricht jetzt konkret von den Schritten, die zur Durchführung ihrer zunächst allgemein geäußerten Absicht (286 f.) nötig sein werden. Zuerst will sie für Telemachos Gefährten sammeln (29lb-292a). Diese Vorausdeutung findet ihr Korrelat in 382-385 und 39lb-392. Dort nimmt Athene zu diesem Zweck nicht die Gestalt des Mentor, sondern die des Telemachos an. Zwischen die Aufforderung an die Gefährten (Nr. 11) und die Zusammenkunft derselben fügt sich die Besorgung des Schiffes ein, ähnlich wie es sich mit den Boten-Gängen verhält (vgl. Z. 15.9). Athene-Mentor faßt das Ergebnis dieser Handlung dann im Rahmen der Aufforderung an Telemachos zusammen (Nr.23). 4.

Athene-Mentor sagt darauf, daß sie nach dem besten unwerde und ter allen Schiffen auf lthaka Ausschau halten daß sie und Telemachos nach Zurüstung des Schiffes beide in See stechen sollten (292b-295). Diese selbstauferlegte Pflicht verrichtet Athene nicht allein, sondern holt sich dazu die Erlaubnis des Schiffbesitzers Noemon. Das Schiff wird sodann ins Meer gezo-

-

gen,

ausgerüstet

und

163 -

am Ende

des

Hafens

festgemacht

(386-39la).

Schema Reden

1.

zur 76,

Schritt:

Reihenfolge 77 und

Nr.

Vorausdeutungen

den

76 1

2

3

l

i

1 1

2,260-268

~

l

f.

Schritt:

allgemein

Nr.77 1

2

!

l

Nr.123 2,296-336

3

4

!

l

Nr.11

2,383-385

2,337-347

2,381

2,386-39la

2,29lb-292 \

3.

in

78

2,257-258

2.

der

Schritt

1

Nr.23

Nr.78

A""----,

,, ___ f

Nr.22 2,379-380 Nr.

!

9

2,415-434

'

l

2,377

2,405-408

-

Nr.

164 -

78) 2,349-360

Die Rede des Telemachos an Eurykleia stellt das dritte Glied in dieser Vorausdeutungskette dar. Sie enthält von Anfang an konkrete Vorausdeutungen, die ihr Korrelat dann im Erzählerbericht erhalten. Daß bereits vorgekommene Vorausdeutungen gleich zu Beginn einer Rede wieder aufgegriffen werden, haben wir schon in der Gruppe Aa-Ab gezeigt und unter Nr. 65 besprochen (vgl. Z. 11.00). 1. Eurykleia

soll

zwölf

Krüge mit

süßem Wein füllen.

Diese

Aufforderung (349 f. und 353) schließt sich wie ein Ring um 251 f., die Verse nämlich, die die Erinnerung an Odysseus enthalten. Eurykleia soll auch Gerstenmehl und zwanzig Haß Kornmehl in Schläuche füllen (354 f.). Im Erzählerbericht führt sie diese Handlung in 379 f. aus. Die in der Rede des Mentor aufgeworfene frage nach der Besorgung von Wein und Hehl erhält hier zwar ihr Korrelat, es bleibt allerdings die frage nach der Beförderung ins Schiff offen, für deren Beantwortung Telemachos noch in der gleichen Rede sorgt. 2. Nur Eurykleia soll es davon weitererzählen Telemachos wird dann auf Penelope, wieder

d.h. sie soll nichts (356a). Diese Aufforderung des in einer Rede, konkret in bezug aufgegriffen (Nr. 22, 373-376). wissen,

3. Eurykleia soll den ganzen Mundvorrat zusammenstellen. Telemachos wird ihn abends, wenn Penelope sich zur Ruhe begibt, abholen. Danach nennt er den Grund für alle und diese Vorkehrungen. Er wird nämlich nach Sparta Pylos fahren (356b-360). Als Korrelat zu diesem Redeteil fordert Telemachos seine Reisegefährten auf, den Reisevorrat abzuholen (vgl. Nr. 9). Eurykleia gibt ihrer Besorgnis mit dem Hinweis auf die Gefahren Ausdruck, die dem Telemachos vonseiten der freier drohen. Als alte frau, die über genügend Menschen-

-

165 -

kennt11is verfügt, sieht sie voraus, was später geschehen wird; als Beschließerin, die von allem, was in der Halle passiert, viel mehr mitbekommt, als es scheint, hat sie die Reden der freier bereits belauscht; als eine besorgte Amme merkt sie allerdings nicht, daß Telemachos kein Kind mehr ist. Sie versucht ihn zu überreden, er solle lieber auf Ithaka von seinem

bleiben. Telemachos läßt sich festen Beschluß abbringen.

aber

nicht

mehr

(367 f., Die von ·Eurykleia vermutete Haltung der freier vgl. Nr. 109) sowie die von Telemachos erwogene künftige (375 f.) werden dann in der weiteren Haltung der Penelope Erzählung Wirklichkeit. Sie werden aber hier in einer soldaß sie keines Korrelates bedürchen Weise ausgesprochen, fen, wie es auch oben in Nr. 22 gesagt wurde. Sie zählen somit nicht zu den zukunftsgewissen Vorausdeutungen •.

Nr.

79)

3,(254)-(313-322)-323-328

Nestor unterbricht seine Erzählung (vgl. w.u. S. 402 ff.) von der Ankunft des MenelaoR in Mykene und von den vielen Gütern, die er mit sich führte, um seiner Sorge betreffs der Güter, die Telemachos zu Hause zurückgelassen hat, Ausdruck zu geben. Er fordert den Telemachos auf, sich (vgl. 15,10 ff.), nicht lange von zu Hause fern zu halten denn er habe übermütige Männer dort gelassen, die alles verzehren und die Güter des Telemachos untereinander aufhat eher den Charakter teilen würden. Diese Vorsusdeutung einer allgemeinen Empfehlung, die ihre Anwendung eigenteiner konkreten Aufforderung findet lich weiter unten·in (vgl. Z. 01). Nestor fordert jedoch den Telemachos auf, zu Menelaos zu sei. Diese Vorausdeutung, gehen, der gerade zurückgekommen die hier als Einfall des Nestor angegeben wird, war schon 1,285 f.; 2,214 f. und 2,359 f. festgelegt. Sie wird seit jetzt von Nestor in großen Zügen ausgesprochen, um dann im prospektiven Teil der Rede in konkrete Maßnahmen für die

-

Umsetzung 01).

in die

Handlung

166 -

weitergeführt

zu werden

(vgl.

z.

1. Der prospektive Redeteil enthält zuerst eine Aufforderung an Telemachos, mit dem Schiff und mit den Gefährten zu Menelaos zu fahren. Diese Aufforderung steht im Gegensatz zu der folgenden Aufforderung. Nestor bietet dort nämlich dem Telemachos einen Wagen, Pferde und die Begleitung seiner Söhne an. Die detaillierte Ausführung Stelle vorgeschlagenen Alternative der an zweiter spricht dafür, daß Nestor nur diese zweite Möglichkeit berücksichtigt und daß er mit seinem Angebot dem Telemachos keine Wahl offen läßt. Wir haben einen ähnlichen Fall in der Rede 6,149 ff. (vgl. o. Nr. 72) angetroffen. Von den dort geäußerten Alternativen: "Nausikaa ist ein nicht Gott" oder aber "ein Mensch", wird die erste ernst genommen. Nur die zweite: "Nausikaa ist ein Mensch", wird weiter verfolgt, als ob der ~t--Satz an beiden Stellen eine feststehende Tatsache ausdrücken würde (anders 2,274) (l), die dann als sichere Begründung für das folgende dienen könnte. Der Satz hat dort eher die Bedeutung: "du bist doch ein Mensch" und hier: "du willst doch auf dem lande fahren". Diese Äußerung schließt die zunächst erwähnte Alternative aus und enthebt den Telemachos der Entscheidung, so daß es sich hier nicht um eine echte Alternative handelt. Die Form der Reise steht also schon fest und bedarf keiner Antwort des Telemachos. Die einzelnen Handlungen werden in der Rede der Athene-Mentor (Nr. 81) wieder aufgegriffen. 2.

Telemachos wird von Nestor dazu ermuntert, den Menelaos selbst zu befragen, was Telemachos nach seinem unbefangenen Benehmen in Sparta am ersten Tag (4,71 ff. und 291 ff.) erst am darauffolgenden Tag dort tut (4,326 ff.). Da er bei seiner Ankunft in Pylos zu einer ähnlichen Handlung von Athene-Mentor ermuntert worden war, war ohnehin zu erwarten, daß er sich in Sparta so verhalten würde (vgl. o. S. 110 Anm.).

- 167 Demgemäß kann also als einzige handlungsführende Vorau.sund Begleitung geldeutung das Angebot an Wagen, Pferden ten. Diese Vorausdeutung wird durch die Rede der Athene 3,357 wiederaufgenommen und weitergeführt.

Nr.

80)

3 1 (331)-332-336

Die darauffolgende Rede der Athene-Mentor enthält derungen, die man eher aus dem Munde des Hausherrn vermuten würde.

AufforNestor

l.

Die Zungen (der Opferrinder) sollen herausgeschnitten werden (332a). Im Erzählerbericht wird diese Handlung nicht selbst, sondern vielmehr ihre unmittelbaren Folgen erzählt: die Zungen werden ins Feuer geworfen (341a; vgl. Nr. 50 o. S. 99).

2.

Der Wein soll gemischt werden (um einen Weihguß zu Ehren des Poseidon und der anderen Götter vorzunehmen) (332b-334a). Im Erzählerbericht füllen Knaben die Mischkrüge bis zum Rande an, teilen den Wein zum Weihguß aus, und alle ''tun die Spende" (339 f. und 341b). Wiederum wird hier die Handlung nur in ihren Folgen sichtbar. In 390 ff. wird der Vorgang des Weinmischens jedoch ausführlich geschildert, Ruhe begeben,

3.

ehe man berichtet, wie dies in der

wie die Gäste Rede vorgesehen

sich war.

zur

Nachdem man den Weihguß getan habe, solle man der Ruhe gedenken, es sei schon an der Zeit, denn das Licht sei "unter das Dunkel gesunken'' (334b-335a). Somit nimmt Athene-Mentor bezug auf den Vers, der zwischen beide Reden eingefügt worden war (329). Auffällig ist hier nicht etwa, daß der Gast darauf besteht, denn überall sind es die Gäste, die, von der Reise gewiß ermüdet, zum Schlafengehen auffordern, sondern, daß vor 329 nichts den so baldigen Eintritt der Dunkelheit vermuten ließ, wie etwa an vergleichbaren Stellen die Ankündi-

-

168 -

gung des Planes für den nächsten Tag dies annehmen läßt. Der Eintritt der Dunkelheit und die Aufforderung zum Schlafengehen liegen hier zu nahe beieinander (vgl. z. 15.5). Im Erzählerbericht erscheint 395-403 dann das Korrelat zu dieser Aufforderung. 4.

Athene meint, daß es sich nicht zieme, zu lange beim Mahl der Götter zu sitzen; es zieme sich hingegen, bald heimzukehren (335b f.). Diese Aufforderung erhält ihr Korrelat unmittelbar auf den Weihguß folgend, so daß Nestor Gelegenheit erhält, darauf zu reagieren. Die Ausführung der Handlung wird von Nestor verhindert und bekommt von ihm eine andere Richtung. Die Gäste sollen nämlich nicht im Schiff, sondern bei ihm zu Hause übernachten. Die Reaktion des Nestor folgt den Sitten der Gastfreundschaft. Aus dem Gespräch ergibt sich dann eine andere Vorausdeutung, die die Handlung in der folge bestimmen wird.

Nr.

81)

3,357-370

Die Rede der Athene-Mentor bildet das zweite Glied in der der frage Vorausdeutungskette. Hier wird die Beantwortung nach der Übernachtung der Gäste und nach der Weiterreise des Telemachos weitergeführt. Die Vorausdeutung der Athene bezüglich der eigenen ltandlung kommt neu dazu und bleibt ohne Korrelat. 1.

Telemachos

soll

Nestor

folge

meine Vorausdeutung vgl. Z. stor übernachten (359-360a; tung). Diese Vorausdeutung, digte Handlung auf die Rede erhält dann im Erzählerbericht ches Korrelat. Die Übernachtung 7. Buch - dadurch

wird

hier

angedeutet,

leisten

(357b-358;

allge-

01) und im Palast des Ne&XX&, konkrete Vorausdeudie die in 334 f. angekündes Nestor hin verändert, 398-403 ihr ausführlinicht

nur

- wie im 4.

daß man den Plan

oder

für

den

-

nächsten

Tag bekannt

169 -

gibt,

sondern

auch

danken begründet, daß die Weiterreise früh am Tag beginnen muß (vgl. 15,48 2.

Athene

gibt

Nacht

ihr

Vorhaben

verbringen

wolle,

was sie am nächsten Diese Vorausdeutung zählerbericht

des f.).

Sie

Korrelat,

6,32/41 ff.; 8,283/301 schwinden rechtfertigen, der Athene nach dieser für

Telemachos

sagt,

wo sie

die

Ort

und

gedenke (360b-36Ba). erhält im weiteren

wie

dies

sonst

der Götter bezüglich 1,184, 303 ff., 317;

überraschender

den Ge-

warum an dem genannten

Tag zu tun der Athene

kein

Vorausdeutungen ren Reise (vgl.

3.

bekannt.

durch

Er-

auch

bei

der eigenen 7,29/79 f.;

weite-

und Z. 12.13), die ihr Verder Fall ist. Das Verschwinden Vorausdeutung wirkt daher um so

Nestor

Die dritte Vorausdeutung Angebot des Nestor (346

(vgl. der ff.)

Nr.

82 und 1,319

f. ).

Athene-Mentor nimmt das wahr und befiehlt ihm, die

angebotenen Reisemöglichkeiten dem Telemachos zur Verfügung zu stellen (368b-370). Nestor erfüllt diesen Auftrag (473 ff. vgl. Nr. 1) am nächsten Tag. Die Vorausdeutung der Athene-Mentor wird dann durch diejenige des Nestor in 475 f. Angabe schildert sie dann Pferde haben sollten (l)

Nr.

82)

Diese der

wieder aufgenommen. die Eigenschaften,

3 1 (375)-382-384

Rede wie auch Athene

(331

ff.)

diejenigen nehmen

des bezug

Rede bekanntgegebenes Ereignis, Sprec~er somit ''reagiert" (vgl. Sonnenuntergang, dann

das Nestor

hier

das

(vgl.

o.

der

Aufbrechen

das

adlers,

Als neue die die

sich

der

Verschwinden das

die

S.

6).

Athene des

Nestor auf

an die

fromme Reaktion

kurz

vor

Nachtruhe und der

Gastfreundschaft Athene

ff.)

und der

auf das der jeweilige Z. 15.73). So war es

Telemachos

der

ein

(346

erinnern in Gestalt des

Nestor

denken

der läßt;

Athene-Mentor, läßt; eines verursacht

und See-

-

Die Meinung, des Mentor Schützling

die

Nestor

170 -

hier

äußert,

gleicht

derjenigen

in 2,270 (Nr. 77): Wenn Telemachos nämlich ein der Götter (vgl. ach 3,218 ff.) bzw. wenn-er

der Sohn des Odysseus ist (vgl. noch 1,207), wird er in seinem Unternehmen Erfolg haben. Hier wie dort sind die indikativischen El-Sätze eher als Begründungssätze zu verstehen

(vgl.

Chantraine

Das Gebet des Nestor Bitte an Athene, die gemeine kein

(vgl.

Der prospektive

gleich hier beschrieben; mit

Z. 01).

Teil

allerwichtigsten stattfinden soll

S. 166 Anm.) ..

(380 f.) enthält eine nur allgemeine von ihr erhört wird (385b). Als allerhält sie in der weiteren Erzählung

Vorausdeutung

Korrelat

421 und o.

§

der

Rede (vgl.

o.

S. 6) enthält

Merkmale des Opfers, das ( vgl. Nr. SO). Einerseits

die

am nächsten wird das

Tag Rind

und nicht - wie sonst üblich - im Korrelat andererseits wird die Überziehung der Hörner

Gold erwähnt,

die

im Opfer

eine

zentrale

Stellung

einnimmt. Unmittelbar

nach

der

Rede folgen

hier

die

Reden Nr. 80 und 81. Das Korrelat zu dieser erst später in der Beschreibung des nächsten

Korrelate

zu den

Rede folgt Tages.

-

Schema zur Reihenfolge Reden Nr. 79 - 82

1.

Schritt

der

171 -

Vorausdeutungen

in den

Nr.79

Nr. 2 '1 '

1

2

1

',;-

l

'V

4.Buch

3

341a

Nr.BI .,,

Schritt



3 39 f. 441b

1

.

343 f. ,//

3,3 46ff.

'

2

.

3

l

371-372a

_J

3. ·schritt

=1

·~ 395-403

Nr.82

l

Nr.SO

1 Nr.12

!

430-472

,~ 390ff.

4

l

1

2.

80

, Nr.l

l

477-485

- 172 Nr.

4 1 (333)-587-592

83)

Am zweiten

Tag des

beantwortet nimmt den

Menelaos

auf

die

bei

bezug

der

wünscht,

in

Darauf

macht

sich

an die

Beantwortung

Der prospektive

2.

auch

fordert

der

des des

Telemachos

auf,

Telemachos

schenken

(589-590a).

er

seiner

alle

nicht

findet

aber

ihr

Korrelat

Becher

eine

andere

nimmt

laos

bezug,

noch

''viel

Z. 15.71):

ge-

oder

auch

12. nimmt

Pferde

dazu

in

sei-

Tage

mehr

die

Becher

gedenke. in

schen-

Davon

Rede sein.

erst

S.

einen

15,102

Diese und

zukommen

wird

wird

in

Stelle

120, (vgl.

wo dem

o.

312).

4 1 (594)-600-608

Telemachos

schränkt

zum 11.

nimmt

Bezeichnung

169 Anm. und w.u.

84)

in Frage

Telemachos

dem Telemachos

Gespräch

Nr.

Vorausdeutun-

Stellung.

diesem

S.

gegenüber

Wagen und drei

Telemachos

Menelaos

damit

Er

werde.

Eidothee-Erzählung

bis

wird

ken,

was

drei

Menelaos

Dann wird

Gleichnis,

Telemachos.

zu bleiben (587-589a). Antwort Stellung.

Antwort

Zustän-

Gesprächs

einen

Er

entgegenstellen,

Rede enthält

im laufe

zwei

121).

dem Philomelides

Fragen

Sparta

von den

ereignen

mittels

der

einem

Tag in Sparta dazu in seiner

ner 3.

Telemachos in

in

Nr.

den Freiern

Menelaos Teil

von denen werden.

1. Menelaos

Troia

der

(vgl.

0dysseus

möge sich

wie er es damals getan hatte.

gen, stellt

des

des

Telemachos

Fragen

und schildert

Rückkehr

0dysseus

des

dessen

Beschreibung

zu Hause

sich

Aufenthaltes

Er lehnt Zeit''

er

in

diese er

seiner

Antwort

zunächst

in Sparta gern

ein

ein Jahr

die

Rede des

Einladung

zu bleiben,

Ablehnung

würde

die

auf

(vgl. lang

ab. o. in

des

Mene-

Menelaos,

Dann aber Nr.

63 und w.u.

Sparta

bleiben,

-

denn

er

findet

Geschichten

''schrecklich

viel''

Menelaos.

Allerdings

des

Gefährten in Pylos ringkompositorisch Man kann

die

Vorschlag

übelnehmen. gegliedert

ablehnende

des

Zum Vergleich

seien

gen, die genommen

in

Kalypso den

hier

der

die

5,118 als

Telemachos

bestimmt

(vgl. etwa Noch häufiger im Vergleich

erscheinenden

geht

in seiner

ejn, und ein Meinungswechsel Gesagten noch immer möglich. Im zweiten Menelaos

Teil

seiner

führlich mit der (vgl. Z. 14.2).

Nr.

85)

Die

Antwortrede

zurück-

die Rede der erscheinen in zu-

(vgl.

Z.

baldigen Abfahrt beantwortet.

Rede nicht

Telemachos

ist

Telemachos

darauf

nach

das

ab und begründet

geographischen

des

des dann

Anstelle

dem

erste das

Beschaffenheit

von Pferden

Im zweiten

Teil ist,

eingehend

xcLµ~~LOV)

Teil

sich

durch

seiner

von

er

nur

auf

Telemachos.

Rede einen

und Wagen möchte

seiner macht

bezieht

Geschenkes

im ersten

überreichen.

gliedert

Menelaos

ersten

xcLµ~~LOV

Ein

Geschenk

Ablehnun-

von

ausIthaka

4 1 (611)-615-619

Ablehnung schlägt

des

ist

den

sogar

Äußerungen

Rede lehnt

versprochene

seine

zu gewissen

darauffolgenden

der

bezeichnen.

oder

Demgemäß ist m.E. hier die Frage nach der des Telemachos aus Sparta nicht eindeutig Menelaos

auf

entschiedenen

Rede eingeschränkt

Sinneswandlungen

Hören

ihm das

zurückhaltend

sogar

herangezogen ff.; Nr. 41).

beim

würden

des

als

werden,

Reden

nächst 15.71).

eher

Vergnügen

Dieser Teil der Rede (594 entspricht 599b).

Antwort

Menelaos

dann

173 -

Rede,

der

einen

konkreteren

er

ein

Menelaos

Tausch

vor.

weiteres

ringkompositorisch

beschriebener Mischkrug soll nun Pferde und Wagen ersetzen.

die

ge-

Tauschvorschlag. (als

zweites

-

174

-

Am Ende dieses Gespräches bleiben drei Fragen offen: 1. Abfahrt des Telemachos 2. Übergabe des zunächst versprochenen ~XELOOV als erstem MELU~~LOV 3. Das Einverständnis sodann

versprochenen

kruges als Wagens. Im 15. lung

des

zweitem

enthält

anlaufen.

die

nämlich

anstatt

MELu~\L~V

der

Geschenkes, bzw.

Geschenkes,

Buch muß infolge

wiederum

Telemachos

korrelatbedürftige

langen

Unterbrechung

Die Rede der

Athene

des

Misch-

Pferde

und des

die

15,10

Hand-

ff.

infolgedessen:

1. Eine Bezugnahme auf die bereits bekannte den Worten des Nestor (3,313 ff.) erinnert

2.

Übergabe

des

der

des

Telemachos

daran,

wegbleiben

solle

Dann verkündet

daß er

nicht

so lange

Situation. Athene

Mit den

von zu Hause

(10-13). sie

eine

Aufforderung.

Telemachos

solle

den Menelaos bewegen, ihn zu entsenden. Eine erste Begründung schließt sich an: er solle seine Mutter noch zu Hause antreffen, da ihr Vater und ihre Brüder zur Hochzeit mit dem Eurymachos drängten (14-18). Begründung aufmerksam

zweite

Gefahr eines

Wegzuges

Der zweite Beschreibung (27-32). an,

der

Korrelate

enthalten

sind.

Der erste

prospektive

Menelaos

zu bewegen,

Frage ob die geraten

nach

kommt dazu, die Telemachos auf die macht, in die sein Besitztum im Falle Penelope

kommen würde.

Teil der Rede beginnt wiederum mit der einer Lage, die dem Telemachos unbekannt

Es schließt

dessen

sie Eine

der

Abfahrt

Rede des wäre.

sich

zweiter,

im weiteren

Teil,

d.h.

Telemachos des

Telemachos

Die Art

ein

des

prospektiver

Verlauf

die

Teil

Erzählung

Aufforderung,

Telemachos Auftrags

der

zu entsenden,

in 4,594

ist

erneut ff.

den

wirft

auf,

die so als

in Vergessenheit

erinnert

hier

an den

- 175 Anfano

von Buch 6.

Die

Szene:

dert

die

che

(vgl.

des

Bewußtwerden

der

geworden

schlägen,

die

ist.

und Peisistratos

Bitte

Typs A eus billigt

des

ergreift Erfüllung 1.

Die

konkrete

ihn

des

ff.

die

Grund Teil

99-132

VorAthene die

in einer

seiner

die Rede

die

auf

~erden.

ihr

die

der

beiden

Geschenke

Helena

Diese

ausführliches

Übergabe

der

mit

hinauslaufen.

versprochenen

Geschenkes

fas-

(15,68-85)

den Wagen gelegt in

plötzli-

Telemachos

Handlung

Telemachos

schil-

Rede der

Maßnahmen,

Rede und die

in 4,611

und

ihre

von

{MELU~\La

dazuqe-

Rede enthält.

Als

zweite

zeit

vor

Stelle

Vorausdeutung der

Abreise

schließt an.

sich

Hier

oenannte

ordnet

eingenommen Menelaos

der

der

an die an,

zu einer

Das Korrelat Antwort

Menelaos

des

die

die

dann

in

Mahl-

zu dieser Telemachos

Vorbereitun~en 133-142

Vorbereitungsdauer

an die

(4,171-179)

Rede ähnelt

eingeleitet),

ausdeutungen

(77-79).

Telemachos

Inhalt

zu Odysseus

Menelaos

(vgl.

in für

unter Z. 15.9)

wird.

macht

in seinem

bittet

Mahlzeit

Berücksichtigung

Sätzen

beruhigt

Im prospektiven

die

des

völlig

führt

gutem

Korrelat, auch

zu Hause wie

aus

dann

das

sich

zunächst

erhält

Ende

das

42).

Vorausdeutung

hörige

3.

durch

Nr.

in

die

der

Erzählung

sollen

92-98

fol~t,

(vgl.

Wunsches

Geschenke

Menelaos

2.

dann

geforderte

verschiedene

des

sowie

die

Korrelat der

Telemachos. er

bei

in dasselbe

von Athene

Menelaos

57 ff.).

Peisistratos

Im Fortlauf

des

bezüglich

Telemachos,

Lage

einmünden. Rede

ff.

Telemachos-Peisistratos, Erregtheit

sungslos

6,36

vorkommen

außerdem Beteuerung

die

Stellen

Nach der (meistens

in manchen (vgl.

Vorschlag,

seiner

erinnert. er

einen

Reden

Z. 14.20).

der

Freundschaft Stellung mit

Et -

nach

den

am Vor-

)

-

176 -

Telemachos lehnt die Möglichkeit, in Sparta länger zu bleiben, entschieden ab. Der wiederholte Versuch des Menelaos, dessen Aufenthalt bei ihm zu verlängern, enthält Ähnlichkeiten zu den Versuchen des Alkinoos, 0dysseus bei sich zu behalten. Zweimal versucht Alkinoos - trotz der bereits festgesetzten Abreise - den 0dysseus auf Scheria festzuhalten: 7,199-206 (vgl. o. Nr. 43) und 7,311-316 (vgl. Nr. 44). Zweimal muß 0dysseus auf seiner Weiterfahrt bestehen (7,222-225 und 331-333). Zweimal fordert Menelaos den Telemachos auf, in Sparta länger zu bleiben: 4,587589a (Nr. 83) und 15,80-85, und beide Male muß Telemachos ablehnen: 4,594-599 (mit Vorbehalten) und 15,87-91. Außerdem erscheint das immer wiederkehrende Thema der Gastgeschenke

hier

wie dort.

- 177 Schema

zur

Reihenfolge

in den Reden Nr.

(Menelaos)

l

l··· ..

2 . Schritt:

•LltTCOL

2

Schritt:,

Nr.85

3

KU i;• öt.q,poc;

..1." e:t ow

l Kb-257

258

Nr.

61

5,161b

162-170

Nr.

63

8,248

(vgl.

f.

Z.12.11)

w.u.

ff.

250-255 (und

Nr.

01.1

72

6,175-177

178-179

Nr.120

3,241-246

247-252

Nr.

45

8,145-148

149-151

Dasselbe

Verhältnis

Redepartien, Dieses

''allgemein/konkret''

die

verschiedenen

Verhältnis

ausdeutungen,

besteht die

oben,

unter

"C"

gende

fälle

seien

wir (S.

auch

in 149

hier

den ff.)

Nr.

68/58

4,388-390

4,399-424

4,162b-167

4,318-321

Nr.

26/39

keine

4,776-777

haben.

Vorausdeutung.)

4,669-672

(umgekehrte vgl.

Nr.

38/37

4,544b-547

Der

Äußerung

von

Begriff und

(vgl.

darüber

kommt

in

zu.

infolgedessen

ebenfalls sie

kein

Stellen

S.

hinaus

de funktion sie

o.

unserem

keinen Korrelat. ein

(vgl.

4,475-480

Wünschen,

wie

5 und der

Der

keine Aufbau

nicht.

Der

Bezug In o.

auf der S.

das

vorgesehen von

Rede 12 Anm.

Z.15.01.03) II

Textes

handlungsführenberücksichtigt

außerdem nehmen 2).

war,

Befürchtungen

Erzählerbericht

sie,

w.u.

im allgemeinen

konkret des

Reihenfolge

II

10 ff.)

Äußerung

Text

fol-

erwähnt:

6,209(a)

ist

Vor-

"Vorausdeutungsketten''

6,192

(letztere

auch

manchen

besprochen

noch

ff.?)

angehören.

zwischen

73/51 Nr./97

zeigen

Reden

Nr. Ohne

02.

424

sie

nimmt erhalten beliebige

- 252 -

Als

Beispiel

seien

hier

Ohne Nr.

2,325

ff.

Nr.117 Nr. 7 2

4,684 6,180

f.

Diese

drei

Redeteile

erwähnt:

ff.

Vorausdeutungen

haben

eher

Indizien-Charakter,

der, ebenso wie die ''Redepaare'' (vgl. o. Einblick in die innere Welt der Personen Wegen ihres zukunftsdeutenden Charakters aber

den konkreten

nicht 02.1

Vorausdeutungen

S. 244), gewährt. sind sie

in obigem

Sinne

unähnlich.

Zu dieser

Beobachtung

lassen

sich

drei

Ausnahmen

finden: Der Monolog

des

Die Befürchtung w.u. z. 14). Der Wunsch des auf 03.

Odysseus des

ff.

(Nr.

4,775b

55).

(Nr.

3,218-224

26;

(o.

Nr.)

wie

sie

vgl.

in bezug

375-379.

erscheinen, auf

zielen. nicht. auf

Antinoos

Menelaos

Zu den konkreten die

5,408

Vorausdeutungen,

zählen das

ferner

Einnehmen

nicht

einer

den Reden

Sie

erhalten

beliebige

kein

Aufforderungen,

seelischen

Der Aufbau des Textes Auch der Erzählerbericht

sie.

die

Haltung

berücksichtigt nimmt keinen

Korrelat

Stellen

im Text hinsie Bezug

und nehmen

in

ein.

Oft stehen sie aber in entgegengesetzter den konkreten Vorausdeutungen.

Stellung

zu

Beispiele: "seelische

Haltung"

"konkrete

Vorausdeutung"

Nr.

21

1,353-355

356-359

Nr.

22

2,372

373-376

Nr.

61

5,160-161 3,14-16 2,303-304

162-170

Nr. 71 Nr.123

17-20 305-308

- 253 -

Nr.

63 (vgl.

Nr. 03.1

72

Ausnahmen 1.

o.

bei

Dieses

250-255

6,175

178-179

erhält

allerdings

Stelle (26-28), S. 34 3 ) • chos die seelischen

Beobachtung:

Vorausdeutung

3,26-28

bedarf

Z. 12.11)

B,241-249

die

2. Ausnahme:

u.w.u.

dieser

Ausnahme:

Telemachos

Z.01

nicht

Ithakesier Haltung

ff.

der

89);

allerdings

des

Korrelat.

hier

(vgl. ruft

w.u.

Telema-

Einnahme einer bestimmten Diese Stelle steht am Anfang

Antinoos

von Mentor

an

erstgenannten

des prospektiven Teils seiner Rede erhält aber weder im Erzählerbericht Antwortrede

ihr

zu erscheinen

(Nr.

zur auf.

Athene-Mentor

in 3,76-77a

um im Text 2,64b

der

ein (2,239

(vgl. w.u. Z.10), noch auch in der

Korrelat. ff.)

Sie

wieder

wird

aufge-

griffen. 04.

Negative konkreten nen.

Aufforderungen Vorausdeutungen,

Der Textaufbau

Erzählerbericht sie, außerdem nehmen selten ten

zählen wie

auch

nicht

sie

im Text

berücksichtigt

sie

nimmt ebenfalls erhalten sie kein

zu den

nicht.

erscheiDer

keinen Bezug auf Korrelat. In den Reden

sie beliebige Stellungen ein. in entgegengesetzter Stellung

Sie stehen nur zu den konkre-

Vorausdeutungen.

Beispiele: Nr.

26

4,774-775

Nr. Nr.

21 34

1,346-351

Nr.

48

7,31-36 4,754-757

Nr.120 o. Nr.

3,240 l,337-342a

Nr.

2,4llb-412

776-777

(konkrete

sonst:

o.

9

Nr.

l,369b-370a

(vgl.

w.u.

2.12.12)

Vorausdeutung)

- 254 -

Nr.

54

5,358-359

o.Nr.

4,805-807

Überkreuzungen unter

zwischen

04 angeführten

treffende

Stellen

Redeteil

aus

den Vorausdeutungen aufgeführt, um das 05.

fragen

jedoch

drücklich 05.l

sei

- (vgl.

hier

o.

03 und den

daß derbe-

einem

Grund nicht

noch

einmal

zu

aus-

S. 5 und S. 193)

Allerdings

Fe aufgeführten die unter fragen" subsumieren.

Vorausdeutungen

02,

zählt. Sie wurden u.U. zweimal Gemeinte besser zu erläutern.

- und das

betont

01,

besagen,

mehr als

zu den Vorausdeutungen. nicht schen

10.

den unter

darf (S.

zählen

man darunter

223)

"rhetori-

und Redestruktur

Die Vorausdeutungen,

wie

wir

sie

in

Z. 00-05

defi-

niert haben, erscheinen in der Regel nicht zu Beginn der Rede. Denjenigen Teil der Rede, der die Vorausdeutungen enthält, haben wir ''prospektiven Redeteil oder

s.

prospektive 24 ff.).

Diese

Behauptung

Redepartie"

genannt

stützt

auf

sich

(vgl.

folgende

o.

fälle:

(Wir geben zuerst die Nummer an, worunter die Rede aufgeführt wurde, dann nennen wir die Textstelle. Die eingeklammerte Zahl bedeutet den Anfangsvers der Rede. Die nicht eingeklammerten Zahlen stehen für den prospektiven letzten Ac ( vgl.

Verse o.

Redeteil. der

s.

74)

Dieser

nimmt jeweils

Rede ein): Nr.

21 1,(346)-356-360

Nr.

22 2,(372)-373-376

Nr. Nr.

23 2,(402)-404 24 4' ( 31)-35b-36 25 4,(291)-294-295 26 4,(774)-776-777

Nr. Nr.

die

-

Ad ( vgl.

o.

5.

81)

Ae (vgl.

o.

s.

84)

Ba (vgl.

Bb (vgl.

o.

o.

Be (vgl.

o.

Bd (vgl.

0.

Be (vgl.

C

( vgl.

o.

0.

s.

s. s. s.

s.

s.

95)

103) 109) 128)

136)

149)

Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr.

255 -

27 5,(173)-177-179 28 6' ( 68)-69b-70 29 6, ( 119 )-125-126 30 6,(239)-245-246 31 8,(166)-184-185 32 8,(487)-492-498 33 6' ( 25)-36-40 34 7 ' ( 28)-30-36 35 8,(141)-142 37 4,(472)-475-480 38 4,(543)-544b-547 39 4,(663)-669-672 40 5' ( 97)-112-115 41 5,(118)-143-144 43 7,(208)-222-225 48 4,(743)-750-757 50 3,(418)-421-429 51 6,(199)-209-210 52 7, ( 159)-162-165 54 5,(356)-360-364 56 5,(465)-470-473 61 5,(160)-162-171 62 8' ( 97)-100-103 63 8,(236)-250-255 64 8,(387)-389-397 66 4,(204)-212-215 68 4,(383)-388-393 69 5,(339)-342-350 70 8,(306)-313-320 71 3' ( 14)-17-20 73 6, (187)-191-197 75 8,

(26)-34-45

76 2,(243)-252-256 77 2,(270)-281-295 79 3,(254-313-322)-323-328 80 3,(331)-332-336

82 3,(375)-382-384 83 4,(333)-587-592

Nr. 84 4,(594)-600-608

- 256 -

D

(vgl.

o.

s.

178)

Nr.

85 4,(611)-615-619

Nr.

86 l ' ( 45)-59b-62 86 l ' ( 64)-76-79 87 l ' ( 81)-84-95

Nr. Nr.

88 5 ' ( 29)-33-42 89 2 ' ( 40)-64b-79 90 2,(130)-138-145

Nr. E

(vgl.

o.

s.

184)

Nr. Nr. Nr.

Fa ( vg 1.

s.

0.

194)

Nr.

91 2 ' ( 85)-113-128 92 2,(178)-194-207

Nr.

93 l,(158)-169-177

Nr.

94 l,(222)-224-229

Nr.

95 2 ' ( 25)-28-34 96 3 ' ( 68)-71-74 99 l,(400)-405-411

Nr. Nr. Fb (vgl.

o.

Fe (vgl.

G

10.1

( vgl.

o.

212)

s.

Die

s.

244)

betreffenden unten,

Es gibt tive

Teil

Nr.101

l,(179)-206-212 4, ( 26)-28-29

Nr.113

4,(376)-379-381

Nr.115

4,(465)-468-470

Nr.119 Nr.120

3' ( 79)-96-101 3,(240)-247-252

Nr.121

4,(316)-326-331

Nr.122

1,(307)-309-313

Nr.123

2,(303)-305-308

Nr.124

5,(203)-206-213

der

Rede

nimmt

nicht

das

Ende

Rede ein:

weiter

als

Nr.100

228)

Der prospektive der

10.2

s.

0.

einen

Stellen unter

allerdings - in

Redeteile

Z.

Nr.

44 7,(309)-317-320-(328)

Nr.

55 5,(408)-415-420-(423)

Nr.

72 6,(149)-178-179-(185)

Nr.

74 7,(186)-188-198-(206) am Ende

14.,

aufweisen:

Rede

werden

besprochen.

''Mischfälle" genannten

der

Fällen

von Reden, je

zwei

die

mehr

- prospek-

- 257 -

11.

Nr.

59 6,(255)-258-264a-(264b-288)-289-315

Nr.

60 7,(

Außerdem d.h.

kann

Reden,

Für

sie

48)-50b-53-(54-72)-73-77 man auch

die

trifft

ganz eines

''prospektive

Reden''

aus

Vorausdeutungen

von

folgenden

finden, bestehen.

drei

Merkmalen

zu: 11.1

Erstes Die

Merkmal "prospektiven

anderer

bereits

sie

letzte

das

Rede, rer S. tive

einer

worunter die

die

Stelle

durch (Wir im Text

o.

bzw. den

die

letzte

und

Rede"

s.

64)

wie

für

als

folgende die

besprochen

schließlich Korrelat

vor

ih-

o.

Aa

(vgl.

oben,

''prospekNummern,

wurde, die

dann

Stelle,

wozu

fungiert):

Nr.

1 3,475-476

3,36Bb-370

Nr.

2 2,410-412

2,357a

Nr.

4 7,179-181

7,163b-165

Nr.

5 7,342

7,335

Nr.

6 8,11-14

sind

einer

unmittelbar

stimmt Rede

Oft

Stelle

Erzählerbericht

nennen,

genannte

Korrelate

Vorausdeutungen.

Merkmal

die"prospektive

Aa ( vgl.

ihrerseits

Vorausdeutungskette

Dieses

Reden''.

sind

erfolgter Glied

Ablösung 64).

Reden''

( vgl.

f.

w.u.

2.11.30)

7,189

( vgl.

Nr.6

u.Nr.74)

9 2,410-412

2,357a

Nr.42

6,57-65

6,36-40

Nr.46

B,145-151

8,142

Nr.53

B,401-405

8,396-397

Nr.65

8,424-432

8,390,249,395

Nr.

(vgl.o.S.134) Nr.78

2,349-360

2,2BB-29la

Nr.Bl

3,357-370

3,357b-358 346 o.

ff.

s.

u. ( vgl.

167

ff.)

- 258 Nr.

11.11

Zu dieser ven

Reden,

d.h.

die

S.

11.12

Gruppe die

4,485-490

4, 391-393

Nr.105

7,22-26

6,298-3038

Nr.110

4,462

gehören

auch

f. diejenigen

im Erzählerbericht Reden"

4,420 prospekti-

werden, Ab S. 69 und

referiert (vgl.

o.

genen

und

Nr.

11 2,384

Nr.

12 3,nach

Nr.

4,212

Nr.

13 4,233 14 4,296

Nr.

15 7,335

7,188-189

Nr.

16 6,71a

6,57-59

Nr.

17 6,216

6,210a

Nr.

18 8,370

Nr.

19 8,399

Nr.

20 8,433

f.

daß der

423

sich

Ein

Hier

Es gibt

sei

ferner

zu dieser kann.

nannte

Korrelat

können:

dieser

als

Gruppe

8,389

ff.

man nicht jeder

vorausgeganeine

selbstän-

Redeteile

vorausgegangenen kommt sogar

22 als

(11.1)

Beispiel

Reden, in

prospektive annähernd

ff.

bzw.

einer

prospektive

Fall

8,250

darf

sogleich

einer Nr.

Rede

Korrelat

erweist,

Gruppe

einer

ff.

8,426-4278

449-4508

prospektive

nur

3,423

prospektive

solcher

Das sind

Merkmal

ff.

u.

f.

Viele

nur

2,29lb-295

f.

f.

Korrelate

deutung.

386

4,294-295

jede

bildet.

lediglich

keit

u.

Zusammensetzung

Rede

vor.

2,8

ff.

10 2,6

Vorausdeutung

dige

1,372

Nr.

Redeteil,

als

f.

7 4 Anm. ) •

Aus der

den

4,214

Nr.102

"indirekten

schließen,

11.13

97 4,312-314

Vorausziemlich

oft

erwähnt.

deren Frage

Reden, aufweisen,

vorangegangenen

sind

Zugehöriggestellt die

das so daß

Textstelle

wergesie dienen

Nr.

45 8,133-139

259 zu ? 8,22-23

Korrelat

(Erzählerbericht) Nr.

58 4,399-424

?

4,388-390

4,551-553

?

4,298

36 8,292-294 57 6,142-144

?

8,267-269a

?

6,126

Nr.103 Nr. Nr.

(vgl.Z.11.2) u.

(allg./konkr. vgl.

11.2

Zweites Diese

Merkmal prospektiven

wort-Fragen". handelnde

11.3

Nach Person

Reden

erscheinen

bei

einer

Rede

nämlich

fragt

gehört

zur

Gruppe

Fd

Nr.111

4,831-834

gehört

zur

Gruppe

Fd

Nr.114

4,395-397

gehört

zur

Gruppe

Fe

Nr.117

4,681-695

gehört

zur

Gruppe

Fe

Merkmal

Andere

prospektive Szenen"

Aus den

Reden

sowie

euch

erscheinen als

Ausdruck

typischen

zu Z.

11.31)

Szenen":

Mahlszene: Nr.

49 3,43-50

Nr.

8 8,477-481

Badeszene: Nr.

11.33

eine

zurück.

Sitten".

11.32

"Ant-

2,263-268-(370)

schen

11.31

den

Nr.109

Drittes

3 6,218-222

Ankunftsszene: Nr.

67 4,60-64

Nr.104

5,87-91

o.Nr.

1,123

(auch f.

in

288

den der

"typi''guten

Z.01)

- 260 -

11.34

11.34.1

Prospektive Reden, bei denen das Merkmal 11.3 (Ausdruck der ''guten Sitten'') nur annähernd festgestellt werden kann, was bedeutet, daß man sie infolgedessen nur schwer einer typischen Szene zuweisen kann und sie auch nicht ein Ausdruck der ''guten Sitten'' sind, sind die folgenden: Mahlszene? Nr. 7 8,443-445 Nr.108 8,536-586

11.34.3

11.4

Ankunftsszene? Nr. 98 4,642-647 Nr.116 4,632-637 Nr.117 4,681-695 Nr.112 4,371-374

Fa und G Fe Fe (vgl. auch Fe

Die drei Merkmale, die zu der Regel Z. 10 jeweils eine Ausnahme möglich machen, haben ihrerseits gemeinsam, daß sie die prospektive Rede als eine "schon-zu-erwartende" erscheinen lassen, denn Unerwartetes kommt in der Regel Gerade dieser Charakter des ist bei den Gruppen Z. 11.13; 11.2 fraglich. Die Mehrzahl gehörenden Reden findet sich Redegruppe Fe, die noch aus fällt.

11.5

Z. 11.20)

inmitten der Rede vor. ''Schon-zu-Erwartenden" 11.34.X und sogar der zu diesen Gruppen jedoch auch in der anderen Gründen auf-

zwei prospektiven Reden lassen sich Die folgenden nicht unter die Ausnahmen zu der Regel Z. 10, d.h. unter die Gruppen Z. 11.X einordnen:

Nr. 47 8,347-348 Nr.106 8,335-337 Beide gehören Demodokos.

zu dem zweiten

Lied,

dem Schwank,

des

- 261 12.

Korrelat Alle diejenigen ''konkreten Vorausdeutungen'', die unter die in Z. OX erklärte Definition fallen und noch dazu der in Z. 10 formulierten Regel folgen ein (oder zwei) der in Z. 11.l bis Z. 11.3 aufgeführten Merkmale aufweisen, erhalten immer ein

bzw.

Korrelat. Oben auf S. 184 (Gruppe E) und S. 243 (Gruppe Ff) wurden einige Vorausdeutungs-Stellen aufgeführt, die kein Korrelat Stellen, die

bekamen. Es gibt ein Gegen-Korrelat

Erzählerbericht andere als die

entwickelt vorgesehene

sogar Vorausdeutungserhalten, d.h. der

sich daraufhi~ Richtung.

in eine

IM folgenden werden diese und andere Stellen mit Hilfe der gewonnenen Einsichten-je einzeln nochmals

überprüft. Fragen

Dabei

unterscheiden

und sonstigen

Vorausdeutungen,

12.11

Vorausdeutungen, die kein sie unter die "allgemeinen nommen werden.

Hier

diesmal

zwischen

Vorausdeutungen.

12.l

Nr.

die

wir

keine

Frage

sind:

Korrelat erhalten, Vorausdeutungen"

weil aufge-

79 3 1 313-316

fordert

Nestor

den Telemachos

auf,

sich

nicht

länger von zu Hause entfernt aufzuhalten. In seiner Begründung bezieht er sich auf die Übeltäter, die Freier, die bei Telemachos hausen. Nestor kannte die Lage auf Ithaka offensichtlich (trotz 3,214 f.), denn Telemachos halte schon etwas davon angedeutet (206 f.), und er selbst hatte sich auch dazu umgehört (212 f.).

- 262 Die genannte Vorausdeutung könnte wohl als eine ''konkrete" angesehen werden. Wenn man sie aber mit den darauffolgenden Versen vergleicht, und hier besonders mit 323 ff., erfährt man aus der Gegenüberstellung, daß es sich um eine "allgemein gehaltene" Vorausdeutung handelt Gruppe Z. 01 fällt, gen im engeren Sinn erhält. In der Rede spektiven Redeteil" Nr.

(vgl. o. z. 01), die unter die also nicht zu den Vorausdeutunzählt und deswegen kein Korrelat nimmt sie auch nicht den "proein.

33 6 1 32

Hier verspricht Athene-Tochter-des-Dimes der Nausikaa, sie werde sie zu den "Waschgruben" begleiten. Zweifelsohne handelt es sich um eine konkrete Vorausdeutung, die kein Korrelat erhält. Sie kommt aber auch nicht im "prospektiven Teil" der Rede vor, der erst mit Vers 36 beginnt. Daher (d.h, aus ihrer Stellung in der Rede) kann man sie wohl als eine allgemeine Absichtserklärung betrachten, die dann nicht in die Tal umgesetzt wird und die somit auch unter Z. 01, "allgemeine Vorausdeutungen" fällt (vgl. w.u. Z. 13). Nr.

63 8 1 241-249

Alkinoos fordert den Odysseus auf, sein Wort anzuhören und den Ruf der Phäaken zu verbreiten. Bei der ersten Aufforderung handelt es sich um die Einnahme einer bestimmten seelischen Haltung (vgl. Z. 03), bei der zweiten um eine "allgemeine" Aufforderung. Keine von beiden erhält infolgedessen ein Korrelat. o.Nr.

8 1 467 f.

Odysseus verspricht Nausikaa, er werde zu ihr, ebenso wie zu einem Gott, alle Tage beten. In der danach folgenden Erzählung denkt er schon nicht mehr daran.

- 263 von vornherein Also ist diese Absichtserklärung nicht ernst gemeint und gehört somit zu den "allgemeinen Vorausdeutungen" unter z. 01. Dasselbe kann man von den Redepartien 8,497 f., 8,10lb-102a und 7,326 f. behaupten. Nr.

122 1 1 316

Athene-Hentea sagt dem Telemachos am Ende ihres Besie werde sich es suches, sie wolle kein Geschenk, erst bei der Rückreise holen. Diese Stelle erhält kein Korrelat. Athene-Hentes kommt nämlich nie wieder und holt sich weder Geschenk noch die im lanzenständer vergessene Lanze (127-128). Das Versprechen des Wiederkommens steht in Verbindung mit dem Zurückweisen des Geschenkes, wie oben auf S. 244 f. , gezeigt wurde. Diese Vorausdeutung ist infolgedessen zwar konkret und steht in der Rede am richtigen Platz, doch scheint hier das Gewicht auf der Ablehnung des Geschenkes zu liegen. Außerdem kann man die Ankündigungen, die die Göttinnen beim Abschied hinsichtlich eigener Reiseziele formulieren, nicht allzu ernst nehmen (vgl. w.u. z. 12.13). 12.11.l

Nr. 48 4 1 743-744a Als schwer einzuordnen erweist sich die konkrete Aufforderung der Eurykleia an Penelope. Sie erhält nämlich kein Korrelat. Warscheinlich wurde hier eine hyperbolische und geläufige Wendung aufgenommen, der die Bezeichnung "konkret" allerdings nicht zukommt. Diese Aufforderung steht in der Rede auch an erster

Stelle, wie das sonst bei ausdeutungen üblich ist.

allgemein

gehaltenen

Nr. 63 8 1 202-203 Ebenso nannte

schwer einzuordnen scheint mir die konkrete Aufforderung des Odysseus,

gedie

Vor-

-

264

-

kein Korrelat erhält. Sie steht und in ihr bezieht sich 0dysseus hiermit der Wurfscheibe. Er will hervorheben und meint gar nicht daß jemand seine Marke erreichen

am Anfang der Rede, auf seinen Sieg mit nur seinen Sieg (~&xa?), im Ernst könnte (vgl. Z.

15.71). 12.12

Vorausdeutungen, die kein Korrelat erhalten, weil sie eher zu den "negativen" Vorausdeutungen zählen bzw. auf die Einnahme einer seelischen Haltung hinzielen: Nr.

21 1 1 337-342a

Penelope fordert Phemios auf, das Lied abzubrechen, zu beginnen. das er gerade singt, und ein anderes sie die Freier, die ohnehin Gleichzeitig bittet schweigend zuhören (325b-326a), ihren Wein auch ''still" zu trinken. Die an den Sänger

gerichtete

Aufforderung

ist

eher

als "negativ" zu bezeichnen (vgl. z. 04). Betont wird vor allem das Abbrechen des Liedes und nicht so sehr das neue Lied, das Phemios singen soll. Es ist eine Art höflichen Verbotes, das Penelope hier ausspricht, und es gehört somit zu den "negativen Vorausdeutungen'', die oben Z. 04 besprochen wurden. Diesem Verbot widersetzt sich Telemachos. Von der Haltung des Sängers ist nicht mehr die Rede. Vielleicht hat er weitergesungen (vgl. 1,421). Die zweite Aufforderung der Penelope an die Freier wird auch nicht ernst genommen. Die Freier machen eher das Gegenteil von dem, wozu sie sie aufgefordert hatte (1,365). Da die Freier so stark lärmen, ist eine Aufforderung zu Stillschweigen bei ihnen auch als "negativ" anzusehen, dem Lärm aufzuhören".

d.h.

gemeint

ist,

"mit

- 265 -

Beide

Vorausdeutungen

nehmen

ein und werden in der nicht berücksichtigt. Nr.

folge

dieser

Rede

vom Erzählerbericht

108 8 1 536-543a

Alkinoos zuhören. 0dysseus

fordert Demodokos auf, mit dem Gesang aufDiese "negative Vorausdeutung'' wird von zwar in seiner Rede zu Anfang des neunten

Buches

wieder

aufgenommen,

welche

Haltung

Demodokos

handelt

sich

tung,

den Anfang

die

hier

um eine

wiederum

kein

doch

Korrelat

wissen

wir

eingenommen ''negative''

erhält

nicht, hat.

Es

Vorausdeu-

und am Anfang

der

Rede steht. 43 7 1 215-221

Nr. 0dysseus

fordert

die

Phäaken

auf,

ihn

essen

zu las-

sen. für diese Vorausdeutung gelten folgende Merkmale: sie ist ausreichend konkret (keine Gegenüberstellung

zu anderen

steht

nicht

relat.

Sie

Schweigen

noch

am Anfang ist

der

wohl auch

anzusehen

konkreteren

Versen);

Rede und erhält als

und fällt

kein

Aufforderung insofern

sie Kor-

zum unter

die

''negativen Vorausdeutungen'' (vgl. o. Z. 04). Das Ende der Mahlzeit 228 wird dann mit dem üblichen Vers gekennzeichnet, ohne einen Hinweis auf die Forderung 12.13

des

0dysseus

zu geben.

Zwei Vorausdeutungen,

ten,

erhalten

ein

für anderes

Sie

sind

''konkrete''

Sie

sind

zudem "positive"

sie

stehen

(anders Nr. o.Nr.

die

folgende

als

das

Merkmale

erwartete

gel-

Korrelat:

Vorausdeutungen. Vorausdeutungen

im prospektiven

Teil

der

und Rede

6,32).

81 3 1 361-368

(vgl.

o.

5.

9,

Anm. 2)

1 1 303-305

(vgl.

o.

Z. 12.11

und Nr.

122)

- 266 Athene-Mentes bzw. -Mentor verkündet ihre Absichten bis ins Detail. Dann verschwindet sie wie ein Vogel. Ihr Entschwinden überrascht die Anwesenden. Sie erkennen daran, daß es sich um einen Gott gehandelt hatte. Vielleicht

will

der

Dichter

hiermit

sagen,

daß nicht

so sehr Verlaß auf die Worte der Gottheit ist, sie über das Ziel ihrer Abreise spricht (vgl. s. 168).

wenn o.

12.14

Wir verweisen an dieser Stelle nochmals auf die nicht befolgten bzw. nicht beantworteten Aufforderungen der Ithakesierversammlung. Die Fragen, die dort von den Vorausdeutungen aufgeworfen worden waren, sind unter ES. 184 ff. bespr-0chen worden.

12.2

Vorausdeutungen lat erhalten. Wir verweisen

in Form einer

auf

das

unter

Frage,

Fe (S.

die

223)

kein

Korre-

und unter

Z. 05.1 Gesagte. Es geht hier hauptsächlich um die unter Ff aufgeführten "unbeantworteten fragen'' (vgl. o. S. 243).

o.Nr.

3 1 (211)-214-217

(224)

Diese Rede des Nestor, die nicht besonders behandelt wurde, zeigt eine Struktur wie die oben unter Z. 10.l aufgeführten Reden. Der prospektive Teil (214217; vgl. o. S. 228 Anm.) ist klar abgegrenzt und wird durch eine direkte frage eingeleitet. Der ''Zuw.u. Z. 14) ist ringkompositorisch gesatz" (vgl. gliedert. Die Verse 218 f. entsprechen mit wörtlichen Anklängen den Versen 223 f. Die Gedankenverknüpfung Freier-Untaten/Gedanke des Odysseus findet sich recht s. 241 f.).

an die Rückkehr häufig (vgl. o.

- 267 -

Im prospektiven

Teil

seiner

Rede fragt

Nestor

den

Telemachos: "Sage mir, unterwirfst du dich freiwillig oder hassen dich die Männer des Volkes im lande, der Stimme eines Gottes folgend?" Die Frage enthält zwei falsche Annahmen: denn weder unterwirft Telemachos sich freiwillig, wie Nestor gerade eben (213) bemerkt hatte, noch hassen die Männer des Volkes Telemachos. Somit gehört diese Frage zur Gruppe der "falschen Annahmen" (Fe, vgl. o. S. 228). Dann handelt es sich offenbar um eine rhetorische Frage, hat, daß Telemachos denn wenn Nestor gerade gesagt die Freierplage gegen seinen Willen über sich ergehen lasse, dann hängt es eben vom Ton der Frage ab, wie sie aufgenommen wird. Vielleicht kann man aus den genannten Gründen das fehlende Korrelat erklären.

Erhält o. Nr. Nr.

ebenso 120 S. 96

keine

zufriedenstellende

Antwort

(vgl.

238 ff.).

Lll:

.t vtLCE•••• aktueller

K't~.

Bezug)

In 417 wird die Szene abgeschlossen und die Rede eingeleitet. Die Handlung "sich hinsetzen" läßt sich in ihrer Funktion als formales Element, das die Handlung weiterführt, mit dem "sich erinnern" der vorangegangenen Beispiele vergleichen. Formelhaftes dient dabei der Einrahmung von einmalig Dargebotenem (f). Die Verse 412b-416 beziehen sich auf die aktuelle Situation und schließen sich an die Ringkomposition an, so wie die Verse 2,21 f. im dritten Beispiel die Ringkomposition durchbrechen. Es folgt dann eine Rede (d).

V. 4 1 120-137 Die Erzählung verweilt hier zunächst bei Halena, ihren Bei der drei Begleiterinnen und dem silbernen Korb (a). Erwähnung des Korbes werden dem Hörer/Leser Sonderinformationen mitgeteilt (125b-132). Die ringkompositorischen Erscheinungen an dieser Stelle sind schon von v. 0tterlo (l) herausgestellt worden. Der Vers 137 findet ebenso wie die Verse 3,417 und 4,189b in unseren obigen Beispielen II und IV keine Entsprechung bei dem Vers, der die Szene einleitet. Die Szene gliedert sich wie folgt: a b c d e f

Helena kommt aus ihrem Gemach (120-122) Adreste stellt den Lehnstuhl hin (123) (Alkipte trägt die Decke) Phyle bringt den Korb(l25a) Alkandra überreicht Helene den Korb (125b) Alkandra, die Frau des Polybos (126a) Polybos, der Henelaos verschiedene Gaben darreichte (126b-129)

- 353 -

e d' c

Alkandra, Frau des Polybos, beschenkt Helene (130) Alksndra gibt Helene den Korb (131) (aktueller Bezug: Beschreibung des Korbes (132) Phylo stellt den Korb näher (133)

b'

Helene

setzt

a

Helene

spricht

sich

nieder

(136)

(137)

Der Aufenthalt des Menelaos und der Helene in Äqypten war schon in 3,300 ff. und 4,83 in anderem Zusammenhang erwähnt worden. Hier ist es der Nähkorb der Helene, der Gelegenheit gibt, die Vorgeschichte des Epos in Betracht zu ziehen. Dieser einmal erwähnte Gegenstand mit der ihm wird im Rahmen eines formelhafeigentümlichen Geschichte ten Tuns (Erscheinen der Helene und ihr Sichniedersetzen auf den Stuhl) hier namentlich

VI.

beschrieben. aufgeführt

Die Begleitung (l)

der

Helene

wird

2 1 224b-228

Die Erzählung verweilt hier bei der Person des Mentor: 224b-225 (a). In ihrem Verlauf wird von einer Tat im Leben des Odysseus gegenüber Mentor berichtet: 226 f. (b). Die wird hierbei in 225 besonders Verbindung Mentor-Odysseus hervorgehoben. Diese Angabe zur Person des Mentor ist mit solchen ähnlicher Art bei den obigen Beispielen zu vergleichen. Die Ringkomposition (c) ergibt sich aus der Beziehung zwischen Vers 224b ( &vlo~~) und Vers 228. Denn wenn sich jemand in der Versammlung erhebt, zeigt dies an, daß er eine Rede halten zu den vorausgegangenen

VII.

wird.

die

Unser Beispiel weist analog Merkmale (d), (e) und (f) auf.

4 1 219-234

Die Erzählung verweilt bei der Schilderung von Helenes Heilmittel. Dies geschieht, indem die Erzählung von der Person der Helene bzw. ihren Gedanken auf das Heilmittel übergeht (a). Die Erzählung hält zunächst bei den Eigen-

-

354 -

schaften des Heilmittels inne (221-227), sodann bei dessen Herkunft als einer Gabe der Polydamna (b). Ein weiterer Schritt in der Erzählung stellt der Übergang auf Ägypten dar. Die Verse 220 und 233 bilden dabei die Einrahmung des Ganzen (c), dienen aber zugleich der Weiterführung der Rede der Handlung (f). Hierauf folgt die zu erwartende Helene (d). Die Gliederung a

- Helene

b a b c

-

b' a

-

-

der

Stelle

ist

etwa

folgende:

schüttet das Heilmittel in den Wein (220) Beschreibung und Wirkung des Heilmittels (221-226) Helene hatte nämlich solche Heilmittel (227-228a) Polydamna hatte es ihr gegeben (228b-229a) In Ägypten, dem Land, wo es solche Heilmittel gibt (229b f.) (231) Ein jeder ist dort Arzt (wie Polydamna?) Nachdem Helene das Heilmittel hineingetan ... , sprach sie (233-234)

Vorliegendes Beispiel, dies sei abschließend bemerkt, ist ganz in den Kontext einer vorangehenden Aufforderung von Henelaos eingewoben - er fordert dazu auf, mit dem Jammern aufzuhören (212) - und stellt die Erfüllung seines Begehrens dar (vgl. o. Z. 16.32 und Nr. 13).

VIII.

1 1 425-444

Die Erzählung folgt hier Telemachos beim Gang in seine Kammer und verweilt zunächst bei der Beschreibung der Kam(a), die Telemachos begleitet. mer; danach bei Eurykleia der EuryIn der Folge wird eine Episode der Geschichte kleia in Hinsicht auf Laertes berichtet (b). Hier entspricht Vers 428 dem Vers 434a. Beide Verse berichten nämlich über die aktuelle Tätigkeit der Eurykleia (l)_ Darüber hinaus umschließen die Gedanken des Telemachos (427 und 444) und seine Handlung die ganze Szene. Die Veise 434-442, die die Handlung weiterführen, indem sie

- 355 davon durch

erzählen, wie Telemachos das Öffnen und Schließen

eingeklammert. führt, scheint

Da Eurykleia sie auch das

seine Kleider der Tür (436

ablegt, sind und 441 f.)

die Handlung in 441 f. ausSubjekt von l:i'(~r:v zu sein.

An diese Szene schließt sich keine Rede an. Die weiterfüheine Handlung, die u.U. renden Verse 436-442 beschreiben auch an einer anderen Stelle hätte geschehen können. Aber die Angaben über die Geschichte der Eurykleia "ie auch ähnliche Sonderinformationen sind nicht zu mehrmaliger Verwendung geeignet und finden auch im Gang der keine weitere Erwähnung (f). Die Gliederung der sieht somit folgendermaßen aus: 425-427a

a

427b 428 429-433 434-435

Beschreibung des Ortes und der Handlung des Telemachos Gedanken des Telemachos Eurykleia begleitet Telemachos Sonderinformation über Eurykleia Eurykleia begleitet Telemachos

a

436

Sie

437-440

Handlung des Telemachos und de'r Eurykleia ( XL't'GJv) Sie geht hinaus und schließt die Tür auf seiner Telemachos liegt Lagerstätte Gedanken des Telemachos

A

a

a

441-442 443 A' 444

IX.

Erzählung Szene

öffnet

die

Tür

7,l-14a

Der Anfang des 7. Buches entwickelt sich im Rahmen des von Nausikaa in 6,295-298 Vorgeplanten. Die Handlung wechselt von Odysseus zu Nausikaa und von ihr zu Odysseus zurück (14 ff.). Die Ankunft der Nausikaa in der Stadt, ebenso wie die Handlung ihrer Brüder, wird in weiterführenden Versen berichtet. Nausikaa geht alsbald in ihre Kammer Nun verweilt die Erzäh(a), wo sie Eurymedusa antrifft. lung und flicht eine Tat aus der Vergangenheit der Eury-

-

medusa ein (b). Sonderinformation

356 -

Die Ringteile 7b und 13 umschließen über Eurymedusa (c) (l)

die

Nach Vers 13 wechselt die Erzählung zu 0dysseus, wie es nach der Vorplanung der Nausikaa zu erwarten war. Wiederum finden wir hier eine Sonderinformation, führende Verse umschlossen wird (f).

die

durch

weiter-

X. 4,l-22a Das vierte Buch beginnt mit der Ankunft des Telemachos und des Peisistratos in Sparta. Die Erzählung wechselt dann von den Neuangekommenen zu denen, die sie antreffen (a) (Vers 3). In 20-22a wendet sie sich wieder den Ankömmlingen zu. In 2-20 verweilt die Erzählung bei den Angetroffenen und berichtet unter anderem über ein in der Vergangenheit (b) von Henelaos dem Achilleus gegebenes Versprechen. Die Gliederung dieser Stelle weist ringkompositorische 2 Elemente auf ( ): A B

Handlung des Telemachos und Peisistratos Handlung im Haus des Henelaos. Hochzeit seiner Kinder (3 f.) a Die Tochter schickt er zum Sohn des Achilleus ( 3 ) (S)

(1 f.)

1

Sonderinformation als Begründung (6 f.) a Die Handlung um die Tochter (8 f.) Dem Sohn führt er die Tochter des Alektor zu (10) Herkunft des Sohnes (Sonderinformation, die nicht 2 { durch einen Ring eingeschlossen ist, VV. 10-14) B' Handlung im Heus des Heneleos (1S-17e) A' Handlung des Telemachos und Peisistratos (20-22a) Die Angaben zur Tochter und zum Sohn beziehen sich auf die Vorgeschichte des Epos. Sie tauchen nur an dieser Stelle auf. Die Verse aber, die die Ankunft des Telemachos und sowie diejenige, die des Hochzeitsmehl im Peisistratos Hause des Menelaos schildern, lassen die aktuelle Szene

- 357 -

sich vor den Augen des Hörers/Lesers mögliche ähnliche Situationen in der

XI.

abspielen Vorstellung

und rufen hervor.

6 1 2b-14

In ähnlicher Weise wird die Ankunft der Athene auf Scheria geschildert. Die Erzählung verweilt hier bei den Phäaken und schildert derenVorgeschichte. Die Ereignisse werden dabei in einer gewissen zeitlichen Abfolge berichtet: a) Die Phäaken lebten früher in Hypereia. b) Nausithoos, der auch in der Geschichte der Arete und in der Prophezeiung über das weitere Schicksal seines Volkes erwähnt wird, hatte die Phäaken nach Scheria geführt und dort angesiedelt. c) Nach dem Tode des Nausithoos trat Alkinoos seine Nachfolge an(!). Auch hier durch einen

wird

die

Sonderinformation

die Beschreibung Ring umschlossen

über

die

Phäaken

der Handlung der Athene wie durch (2b f."' 13). Die Erzählung schrei-

tet nach Vers 15 weiter, wo wiederum Informationen über die Kammer der Nausikee und über die Tochter des Dymas durch das Weitergehen der Athene eingerahmt werden.

Zusammenfassende Zu Merkmal

e)

Beobachtungen (vgl.

o.

S.

zu den Beispielen

1-XI

347)

Alle Beispiele gehen von einer handelnden Person aus. Angeben zur Person werden an manchen der besprochenen Stellen gemacht: 2,16 f.; 2.225 und 4,122. Die Erzählweise des Dichters ist in diesen Sonderinformationen dadurch charakterisiert, daß sie bestimmten Verbindungen den Vorzug gibt. Betrachten wir als Beispiel im ersten Buch der Odyssee die Verse 28 ff. nochmals (vgl. o.

- 358 S. 348).

Die Erzählung

hält

bei

der

Erwähnung

des

Zeus

inne. Von dieser Erwähnung des Gottes geht die Erzählung dann einen ersten Schritt weiter und drückt das Gedenken einer Person aus. Im nächsten zweiten Schritt erfolgt die Nennung einer Person, hier des Aigisthos. An den Namen des Aigisthos knüpft im dritten Orestes. Zusammenfassend können 1. Schritt: 2. Schritt: 3. Schritt: (Dieses

Schritt die wir sagen:

Erinnerung

an

Gedanken des Zeus Erwähnung des Aigisthos Erwähnung des Orestes

Schema wird dann,

kompositorisch fortgesetzt, y'l~LUV~O~Et~; danken.~

in umgekehrter

Richtung,

nämlich: Aigisthos, Zeus UET~v6a ).

ring-

ToU;

Ge-

Dieser erste im obigen Beispiel erläuterte Schritt meint also die Gedanken einer Person, bei der die Erzählung innehält. Das gleiche finden wir in 4,187 (vgl. o. S. 350); 2,23 (vgl. o. S. 351); 4,219 (vgl. o. S. 354). Doch müssen nicht immer die Gedanken einer Person diesen ersten Schritt ausmachen. Anstelle der Erwähnung ihrer Gedanken kann durchaus die Nennung einer zweiten Person jenen ersten Schritt auslösen: z.B. 2,225 (vgl. o. S. 353); 2,17 (vgl. o. S. 350); 4,123-125 (vgl. o. S. 352 f.). Darüber hinaus sind Gedanken und Person ihrerseits durch die Erwähnung eines Objektes vertauschbar, z.B. 3,407 (vgl. o. S. 351). Zudem findet der erste Schritt im Rahmen eines Gangschemas ( 1) statt , z.B. 1,425-427; 7,2 ff.; 4,3; 6,3. Als zweiter Schritt kommt die Erwähnung einer bestimmten Person vor - in unserem obigen Beispiel wird Aigisthos genannt - z.B. Antilochos in 4,187; Neleus in 3,409; Eurykleia in 1,429; Eurymedusa in 7,8; Menelaos in 4,3; die Phäaken in 6,4; der Kyklops in 2,19.

-

Auch hier bar, z.B.

ist die Person Korb in 4,125;

359 -

durch einen Gegenstand Pharmakon in 4,220.

vertausch-

An manchen Stellen findet sich darüber hinaus noch ein dritter Schritt, in dem meist ebenfalls eine Person erist es Orestes. Weitere wähnt wird - im obigen Beispiel Beispiele sind: Laertes in 1,430; Megapenthes und Hermione in 4,4; Alkandra und Polybos in 4,126; Memnon in 4,188; Polydamna und Thon in 4,228; Nausithoos und Alkinoos in 6,7; nocmals Alkinoos in 7,10). Dieses hier beschriebene Verflechtungsschema gilt für die homerische Erzählung im allgemeinen. Es ist vielerorts anzutreffen und nicht nur an solchen Stellen zu finden, die als Sonderinformationen über die Vorgeschichte der Epen handeln. Man verbindet dabei Gegenstände mit Personen, Personen miteinander, gerade wie die Erinnerung an eine Person die Erwähnung einer anderen auslöst.

Zu Merkmal b)

(vgl.

o.

S.

347)

Es ist allen vorangegangenen Beispielen Verse enthalten, die eine Tat aus der Odyssee berichten.

Zu Merkmal c)

(vgl.

o.S.

gemeinsam,

Vorgeschichte

daß sie der

347)

Fast überall an diesen Stellen sind ringkompositorische Erscheinungen zu beobachten, die nicht nur darin bestehen, daß die Ringkomponenten wörtlich übereinstimmen, sondern sie sind auch durch die Gegenüberstellung von Zentrum und Ringen thematisch gekennzeichnet (vgl. w.u. Merkmal f).

Zu Merkmal d) ( vgl.

o.

Den meisten

folgt

Stellen

S.

347) eine

Rede.

Ist

dem nicht

so,

-

360

-

setzt sich die Handlung in weiterführenden Versen fort, die in freier Reihung angeordnet sind und innerhalb des Gangschemas eine Stellung haben: z.B. 2,1 nach 1,444; 7,14b nach 14a; 4,22b nach 22a und 6,16 nach 6,15. Als weiterführende zeichnet, welche

Verse werden hier diejenigen die Handlung in einer raschen

meistens physisch wahrnehmbaren Bewegungen, vor unseren Augen Verse findet man häufig in den nen", z.B. 1,96, 99, 102, 103 Reihung angeordnet und können Man findet die rolge

Zu Merkmal

Tätigkeiten, besonders von abspielen lassen. Solche sogenannten ''typischen Szef. usw. Sie sind in freier mehrfach verwendet werden.

sie in Zusammenhang mit einer Vorausdeutung ist.

e)

(vgl.

o.

S.

Verse berolge von

dem Gangschema,

das

oft

347)

wirkt als EinDer überwiegende Teil der obigen Beispiele leitung längerer Passagen. So z.B. leitet 1,28-31 die Unterhaltung 1,32-95 ein; 4,186-189 das Abendgespräch in Sparta, usw.

Die unvermittelte Erwähnung der Gedanken Götterversammlung wie auch die Erinnerung 2,15-23 weist keine logisch ersichtliche Vorhergehenden

auf.

Die Verbindung

des Zeus in der des Aigyptios in Verbindung zum

geschieht

vielmehr

durch die oben beschriebenen Schritte, die die Erzählung weg von der Erzählebene und wieder zurück zu ihr führen. Die Sonderinformationen charakterisieren den Sprecher und die

Gesprächssituation.

Dagegen wirken die Stellen 4,219-234 geschmückte Darstellung des bereits planten.

und 7,l-14a als ausin den Reden Vorge-

-

Zu Merkmal Hierbei

ist

Ringen

( vgl.

f)

für

das

und Zentrum

der

Ringteile

als

auch

o.

der

-

347)

Verständnis wichtig,

sowohl

aus

S.

361

der

Gegenüberstellung

daß die

aufgrund

Zusammengehörigkeit

wörtlicher

Übereinstimmung

der

Übereinstimmungen Subjekte,

dem Wechsel

der Anrede und thematischen gerung, Erweiterung u.ä.)

Koinzidenzen (Antithese, erschlossen werden kann

Ringe

Verse

beinhalten

fach

verwendet

1,28

~

auch werden

1,31b;

ten

in der

der

Erzählung

dar

(in

1,29a

Regel

bzw.

des

-können

sich

Ereignis zwar in

kompositorischen

a)

es die

mehr-

Verse,

z.B. enthal-

ein

eine

Verweilen

andere

Ebene

der

Ebene Vorge-

den Reden

in

die

erzähltes

auch

ist

die

dagegen

und stellen auf

Stei(l), Die

Epos).

tauchen

aber

Zentren

Übergang

Beispielen

Sonderinformationen, hen,

Die Verse

einen

B. Sonderinformationen

nicht

und Halbverse,

(weiterführende

-l,3la).

einmalige

unseren

schichte

oft

von

der

den

ein

teilweise

die

der

noch

des in

Epos

auf,

Schema

Grundform

bezie-

derselben

im Erzählerbericht

vom beschriebenen

Sonderinformationen,

konkretes,

Vorgeschichte

Reden

Form wie

teilweise

auf

weichen

stark

ab.

entsprechen

1,32-43 In dieser schon

Rede des

in

28-31

S. 333 f.). schichte ist haben die

die

ergänzende

wird

beschriebenen

Es handelt des

Epos,

Warnung, zukommen

Begründung

Der Akzent

Zeus

liegt

die die

der

(vgl.

dabei

um eine

Tat

oben

nicht

erzählt

worden

Götter Sie

Aussage

hier

erteilt

über

sich die

lassen.

Gedanken

Auskunft

also

durch

Hermes

ist

gleichzeitig

des

Zeus.

auf

der

Tatsache,

der

die o.

Vorgewar;

dies

dem Aigisthos der

daß

Kern

und

Aigisthos

-

schon

362

-

von dem ihm bevorstehenden

Verderben

wußte,

denn

die

Götter hatten ihn gewarnt. Von der allgemeinen Feststellung des Zeus (32-34) wandert die Rede zu einem konkreten Beispiel: die Tat des Aigisthos und sein Untergang; dabei wird hervorgehoben, daß Aigisthos bereits davon Kenntnis hatte. Dann geht Zeus einen genheit und berichtet, geschickt gen sollte.

Schritt weiter zurück in die Verganwie die Götter Hermes zu Aigisthos

hatten, und von der Hermes verrichtet

Botschaft, die seinen Auftrag,

er überbrinkann aber

Aigisthos nicht überzeugen. Wiederum werden hier Kenntnis und Schuld des Aigisthos in den Vordergrund gestellt. Im Tod hat er dann durch die Hand des Orestes für alles auf einmal

gebüßt.

Dieser

ein

die

Exempel

Menschen

Stelle

den Göttern

sieht

demnach

a

Allgemeine

b

Konkretes

c

statuierende

d

Auftrag

c b'

"so sagte Aigisthos

anlasten.

des

Beispiel:

''Jetit

Die Rede macht Beispielen gangenheit: des

Orestes

der

(37b-38) des Hermes

Hermes'' (42a) wird durch Hermes

hier

für

alles

- wie

mit

der

von seinem

von seiner

abgehalten

(42b-43a)

auf

einmal

gebüßt''

(43b)

aufgeführten

- zwei Schritte in die Zeus die Tat des Aigisthos

der

hatte, dann geht er auf die thos über: die durch Hermes

(39-41)

nicht

in den oben

vom Erzählerbericht zuerst erwähnt zusammen

das

Schicksal wußte (35-37a) nämlich Hermes geschickt

hatten

er

Übel,

(32-34)

Aigisthos,

und Aussage

hat

das

aus:

Zeus

Tat a

eben

Die Gliederung

folgendermaßen Klage

Die Götter

Tod ist

Kenntnis,

die

Aigisthos

Verbzw. davon

Ursache des Wissens von Aigiszuvor übermittelte Botschaft.

-

1 1 45-62

(Nr.

Die Antwort

86) der

Information, (13-15)

Athene

die

auf

hatte.

den und Sehnsucht des Insel und Abstammung. der

die

man schon

erhalten

Der Aufbau

363 -

Rede

Rede des

über

das

Schicksal

Man erfährt Odysseus

(vgl.

o.

hier

und über

Nr.

Zeus erweitert

86,

des

Näheres

Odysseus über

Kalypso,

S.

die Lei-

deren

178) stimmt

mit

dem sonst üblichen bei den oben aufgeführten Beispielen überein. Das Zentrum der Ringkomposition nimmt hier die Erwähnung

des

Atlas

als

des

Vaters

der

Kalypso

ein.

Wert auf die Angabe der Abstammung seiner Personen (vgl. z.B. 1,206 f.; 2,274 ff.; 3, 122b ff.; 4,206 ff.). Sie kommt als charakterisierende Angabe bei den Personenbeschreibungen sehr oft vor (vgl. w.u. S. 380 ff.). Jedoch ist hier die Erwähnung des Atlas im Zentrum der Ringkomposition weniger zweckmäßig als die Botschaft des Hermes in der vorausgegangenen Rede und die Abstammung des Polyphemos in der darauffolgenden Rede. Unser

Dichter

legt

auch

Die Assoziationen ne aus und leiten auf den leidenden Göttin, Kalypso

die ist

Meeres

kennt

die die

des

Zeus werden

g ist h o s gegenüber

1 1 64-79 Zeus will gegenüber

(Nr.

großen

gehen diesmal von den Gefühlen der Atheauf das Leiden des Odysseus über, dann Odysseus auf der Insel, dann auf die Insel bewohnt. Darauf auf Tochter des Atlas, welcher Anschließend

usw.

einzelnen Schritte dabei zusätzlich

sonst

geht

die

ihre die

Abstammung: Tiefe des

Erzählung

diese

umgekehrt zurück Kalypso und Odysseus.

wieder

über diesmal

angesprochen

g es t e 11 t ( v g 1 . o . S .

86 o.

S.

179

und berichtet Die Gefühle

und Odysseus

dem Ai-

17 8) .

f.)

ih seiner Antwort seine positive Einstellung der Rückkehr des Odysseus deutlich machen.

(Zum

-

364 -

Aufbau der Rede vgl. oben Nr. 86 S. 179 f.). Dann spricht er über die schon dem Hörer/Leser bekannte (20) fehlende Anteilnahme

des

Odysseus. Eine det in der Art Poseidon. Erwähnung Phorkys wegen

dann

Poseidon

der eine

der

Episode der Vorgeschichte einer Sonderinformation

Das Zentrum des Phorkys wird

an dem Mitleid

hier

der

Thoosa

für

des Epos begründie Haltung des

der Ringkomposition ein, des Großvaters

nur

Götter

nimmt hier die von Polyphemos.

wegen erwähnt

und diese

Verwandtschaft des Poseidon mit Polyphemos, Funktion in der Erzählung erfüllt.

Die Erzählung

nimmt

folgenden

Verlauf:

der

Zorn

des

die

Posei-

don; der Grund für den Zorn; die Blendung des Polyphemos durch Odysseus; die Abstammung des Polyphemos als Grund für den Zorn des Poseidon. Es sind Gedankenassoziationen, die von einer Person auf die andere übergehen, bei denen sich die Schritte

Rede von der Ebene der Erzählung entfernt und dann wieder zu ihr

2 1 116-123 Bei der

(Nr.

91

1

o.

Beschreibung

S. der

bis drei zurückkommt. zwei

189) Absichten

der

Penelope

noos zu, daß solche Gedanken und Absichten mit nahme vortrefflich sind. Er entgeht aber nicht spruch, als er behauptet, daß die Freier, weil solche Absichten habe, ihre Odysseus gerichtete Tätigkeit

feindliche, fortsetzen

gibt

Anti-

einer Ausdem WiderPenelope

gegen das.Haus wollten.

des

Gerade wegen dieser Ausnahme, die er nicht näher erläutert, die aber aus der vorausgegangenen Erzählung von der List der Penelope entnommen werden kann, wollen die Freier dies

tun.

Der Aufbau a

dieser

Redepartie

Penelope die ihr

"sinnt Athene

nämlich

auf

ist

folgender:

in ihrem eingegeben

schöne

Arbeiten

Gemüt auf hat. Sie

die Dinge'', versteht sich

und tugendhaftes

Den-

-

ken, aber (116-llBa) b

auch .

• (o~a,

Solches die Freier vernommen

c

Im Zentrum

365

-

darauf, d.h.

Vorteilhaftes

Vorteilhaftes

von den Frauen (llBb-119). der

aus der alten Tyro, Alkmene

der

Ringkomposition Zeit namentlich und Mykene.

zu denken) alten

Zeit

nicht

we~den die

aufgeführt;

Frauen es sind

Diese Frauen haben Penelope gehabt.

a

"Dieses hat sie nicht glücklich ausgesonnen'', weist auf "Vorteilhaftes zu denken" im Sinne ''ihren Vorteil wahrzunehmen'' zurück und meint ebenso Penelopes List. ist

den Gedanken und Absichten Kenntnis,

ringkompositorisch

ähnlichen

haben

b'

Die Stelle

keine

zu denken

gegliedert

und Absichten der Penelope der Frauen der alten Zeit

die

die

Freier

davon

Gedanken

haben,

und geht

An dieser sicht aus,

(Nr.

72 vgl.

Stelle führt Nausikaa mit

o.

S.

von

auf die Gedanken über bzw. auf die um dann

wieder

selben Weg bis zu Penelopes List zurückzulegen. trum der Ringkomposition bildet die Nennung der Frauen, die als eine Art Gegenbeispiele für die der Penelope stehen.

6 1 160-169

wie

den-

Das Zendrei Gedanken

144)

Odysseus unter schmeichelnden

anderem seine AbWorten anzuspre-

chen. überschwenglich gibt er seinen Gedanken Ausdruck, habe noch nie so einen Sterblichen gesehen. Der Aufbau dieses Redeteils ist ebenfalls ringkompositorisch dert (vgl. o.S. 144 f.). Die heilige Scheu, die

er

geglieOdysseus vor

Nausikaa spürt, läßt ihn an ein Erlebnis denken, das er vor Zeiten gehabt hat. Es sei auf Delos gewesen, als er den jungen Stamm einer Palme habe aufsteigen sehen. Dann geht er in seinen Gedanken einen Schritt weiter zurück und beschreibt, Erstaunen,

wie er nach Delos gekommen sei. Er starrte vor denn noch nie sei ein solcher Schaft aus der

-

Erde emporgestiegen. wundert und starr

366 -

So sei er vor und fürchte sich

Nausikaas gewaltig.

Anblick

ver-

Ein Ereignis der Vorgeschichte des Epos nimmt das Zentrum dieser Ringkomposition ein. Von der heiligen Furcht, die Odysseus

vor

Nausikaa

Delos

und verweilt

Delos

wandert

spürt,

bei

seine

wandert

der

Palme,

Schilderung

seine

Erinnerung

und von der auf

die

nach

Palme

auf

Beschreibung,

wie

er nach Delos gekommen war. Die Reihenfolge der Gedankenassoziation kann man hier stichwortartig folgendermaßen ausdrücken:

Ehrfurcht

vor

Nausikaa

Ankunft auf Delos - Ehrfurcht Ehrfurcht vor Nausikaa.

- Palme

vor

der

Palme

Die beiden zuletzt besprochenen Stellen jeweils dem Redaktor B bzw. dem Dichter

7 1 54-72 Diese

(Nr. Stelle

mationen der

60

1

vgl.

bietet

o.

Arete,

entscheidende

die

bei

der

Rolle

Delos

auf

-

Delos

-

werden von VdM A zugesprochen.

S. 123 ff.)

noch

in den Reden.

auf

ein

Beispiel

Hier

geht

Bitte

des

spielen

für

die

Sonderinfor-

es um Angaben Odysseus

sollte.

zur

Person

um Geleit

Dadurch

wird

eine

die

Angabe der Nausikaa über Arete (6,30Sb-310a) ergänzt. Diese befaßt sich lediglich mit der augenblicklichen äußerlichen

Tätigkeit

von Arete,

Nausikaa geforderte Hinwendung Die Angaben von Athene-Mädchen einer Begründung lung näher. Die Ringkomposition wird

nämlich

die

der

begründet

Herrin

mit

die

von

des Odysseus an sje nicht. kommen in dieser Hinsicht

von Odysseus

fängt

aber

zu verrichtenden

dem Namen der

im Palast

des

Hand-

Arete

Alkinoos

an;

so

genannt.

Odysseus hatte schon aus 6,196 und 299 ff. den Namen des Herrn erfahren: Alkinoos. Daß es dazu noch eine Herrin gibt, an die er sich wenden soll, erfährt Odysseus auch aus dieser ergänzt.

Stelle,

die

die

Hinweise

der

Nausikaa

gleichsam

- 367 Der Aufbau

dieser

Redepartie

b

ben Vorfahren wie Alkinoos ab (54 f.). An das Wort ''Vorfahren" schließt sich dann die Erwähnung des Nausithoos an, von dem man schon wußte,

Phäaken hatte. gezeugt

Name, und sie

daß er

geherrscht Poseidon (56 f.).

und sie

Periboia, war die

d

Eurymedon war einst Giganten (59-60).

c

Mit dieser(~~.

b'

vereinigte

von densel-

Alkinoos nach

und Periboia

C

über

Scheria

hatten

König

bei

Periboia) sich der

geführt

den Frauen, (58).

den übermütigen

(61a)

Poseidon

und zeugte

über

Phäaken

die

einen

Sohn:

herrschte

Was das alles mit Arete zu tun hat und wieso sie die Herrin ist, wird in den folgenden Versen als eine Fortsetzung der Aussage (a), Arete stammt von denselben Nausithoos

Vorfahren

teiles

wie Alkinoos

war nämlich

des Alkinoos. kommenschaft hinterlassen: Dadurch wird (a)

der

Vater

ab,

des

Alkinoos

hat

b

Erde geehrt Das Zentrum

(63-66).

sie

geehrt,

wie keine

(67). dieser Ringkomposition

be-

andere

auf

stellt

einen

der

wird

Vergleich dar, der wie iri 2,120 nicht bezieht

und

Der erste sei ohne männliche Nachgestorben. Er habe nur eine Tochter Arete. Die heiratete Alkinoos. also die Aussage des ersten Ring-

deutlich

a

erklärt.

Rexenor

In den danach folgenden Versen wird die Ehrenstelle die Arete unter den Phäaken einnimmt. schrieben,

a

die

Nausithoos

die an Aussehen beste unter jüngste Tochter des Eurymedon

Nausithoos, (6lb-62). a

vor

stammt

aus:

Arete

6,7

ihr

folgendermaßen

a

seit

ist

sieht

sich auf Frauen der Gegenwart, auf Frauen der Vergangenheit

(68).

So ist jene über es noch (69-70).

die

Maßen geehrt

worden

und wird

-

Danach

schließt

sich

die

Odysseus an sie s. 124 f.).

seine

Die

dieser

Beziehungen

spielen

der

fache

sich

das

Zentrum,

Stelle

sind

der

sind

warum

(71-72,

vgl.

Erzählung

Eine

Verbindungen

wie

entfernen, Stich-

wird.

folgt:

mehr-

Schritten,

allmählich

eingenommen

o.

Bei-

eindeutig.

in mehreren

von Eurymedon

die

soll

an,

zu den beschriebenen

umschließt

Ebene

das

Begründung

richten

Sonderinformationen

von der

wortartig

-

mögliche

Bitte

Ringkomposition

die

368

Arete-Vorfah-

ren-Nausithoos-Periboia-Eurymedon-Periboia-Nausithoos-Vorfahren-Arete. auch

Ein

hier

auf

Noch•eine hier

Ereignis

rechnet:

Vorgeschichte

charakteristische

Stelle,

wegen

der

die

ihrer

Weise

zu einer Sie

gehört,

Eigenschaften

wird

weiter

Epos wird

erzählt.

Rekapitulation

kompositorischen

7,244-255a.

des

unten

sei

dazu

auf

S.

ge-

395 be-

sprochen. In den Reden spiele wie

vor, etwa

richt,

b)

unserer die

Bücher

kommen keine

dem beschriebenen

unsere

Beispiele

I,

Grundform

die

gibt

Sonderinformationen,

nämlich

fachen

Ring VIII,

in

oder

ihrem

Teilen,

allen

V, X im Erzählerbe-

gegenüber

werden

Hinsicht

der

die

zu bemerken. nur

die

(wie

bei

denen

Gedankenassoziationen, oben

verlassen beschriebenen

in diesem

Abschnitt

Inhalt

unterteilen.

die die

auszumachen

besprochenen Sie

gibt

enthalten

VI, auch

"Schrit-

Ebene

zu ihr

ein-

IV,

verschiedenen die

Es

einen

und es

und wieder Art

durch

Beispiele

IX und XI im Erzählerbericht),

allmählich

in der

zweierlei

umschlossen

Sonderinformationen,

Die

in

aufweisen sind

lung

III,

Abweichungen

Abweichungen

te"

II,

Bei-

entsprechen.

Sonderinformationen,

VII,

Schema

weiteren

der

Erzäh-

führen,

nicht

sind.

Stellen

lassen

nämlich

als

sich

nach

Kernstück

- 369 eine eine

ehemalige Aussage, ein Paradeigma, früher erbrachte Leistung.

einen

Wunsch oder

1. Aussagen 2 1 87-112

(Nr.

91,

vgl.

5.

189)

Die Geschichte von Penelopes List übernimmt in der Rede des Antinoos vor der Ithakesierversammlung die Funktion einer Aufklärung des Telemachos durch die freier. Antinoos stellt sich gegen die vorausgehenden Behauptungen des Telemachos Telemachos (vgl. o. S. 187), indem er vorgibt, den richtigen Sachverhalt erklären zu wollen, der die feindliche Tätigkeit der freier entfesselt hat. Diese sowie einige Sonderinformationen werden von VdM dem Stelle Redaktor B zugesprochen. Gliederung a

b

der

Stelle:

Die freier klären Telemachos auf. Sie sind nämlich ihm gegenüber nicht schuldig, sondern Penelope, die Vorteilhaftes kennt ( xfpöta otntv, vgl. zu 2,116-123, o. S. 365) (87-88). Es ist schon das dritte Jahr und es wird bald das vierte kommen, daß ''sie den Mut betrügt in der Brust der Achaier". Sie machte allen Hoffnungen .•. , doch der Sinn steht ihr nach anderem (8992).

c

d

Sie hat doch diese List ausgedacht ne: ein großes Gewebe aufgestellt (93-95a). Sie sagte (95b):

e d'

(Aussage So sagte

c b'

der sie

Penelope, 96-102J und ''es ließ sich

in ihrem Sinin den Hallen

uns der

mannhafte

Mut bereden" (103). Sie wob des Tages an dem großen Gewebe, in den Nächten löste sie es wieder .•• (104 f.). So trieb sie es unbemerkt mit List drei Jahre und beredete die Achaier. Doch als das vierte Jahr

-

kam

a

370 -

(1)

.•• , da sagte es eine von ihren Frauen und wir fanden sie ••. (106-110). Dir (Telemachos) antworten die Freier so, damit du es selber weißt ... (111-112).

Hier wird ein Ereignis der Vorgeschichte des Epos (b bis b') berichtet, das durch die Ringteile a und a· umschlossen und funktionell in die Rede als Argument eingegliedert wird. Das Zentrum nimmt die (trügerische) Aussage der Penelope ein. Die Verse, in denen von der Aufstellung des großen Webebaumes sowie auch von der Handlung der Penelope - dem Weben und Auftrennen des Gewobenen - erzählt wird (c-c'), umschließen die Aussage der Penelope. Der Grund für die Anschuldigung Penelopes durch die Freier liegt in dem Widerspruch, der sich zwischen den Worten Penelopes bzw. der Kenntnis, die die (e) und ihrer Handlung (c') Freier von dieser Handlung haben (b'), ergibt. Die Erzählung der List (89-110) liefert den Grund Behauptung der Freier (87 f.), Penelope und nicht sowie etwa in seien Telemachos gegenüber schuldig, Beispiel I auf S. 348 die Verse 1,35-43 den Grund Aussage in 33b-34 angeben.

für die sie unserem für die

erzählt; die ErVon b an wird die Handlung der Penelope zählung verbleibt bis b' bei ihr. Die verschiedenen Schritte der Ringkomposition führen hier nicht allmählich weg, sondern sie begründen von der Ebene der Erzählung insgesamt die Behauptung: "Penelope kennt Vorteilhaftes". Die Aussage Penelopes, das Aufstellen des Webstuhls und das daran Weben bzw. Lösen erscheinen wie ein einziges Ereignis, das auf derselben Ebene angesiedelt und vor drei bis vier Jahren geschehen ist. Die Aussage der Penelope (e) liegt sogar dem späteren Geschehen zeitlich näher als die Aufstellung des Webstuhls. Anders verhält es sich z.B. mit der Aussage des Hermes in 1,39-41 (vgl. o. S. 348), die als Zentrum der Ringkomposition der entfernteste Punkt von der aktuellen Erzählung ist. Jedoch kann man bei dieser Stelle mehrfache Ringe um ein Zentrum feststellen, was bei

-

den folgenden

Beispielen

371

nicht

-

der

Fall

ist.

Um bei den zitierten ehemaligen Aussagen zu bleiben, seien von Sonderinformationen näher hier noch zwei Beispiele erörtert:

2,170-176 will seiner eben gemachten Prophezeiung (163bHalitherses 167a) Überzeugungskraft verleihen, indem er sich als einen bewährten Seher darstellt. Der prospektive Teil seiner Rede (167b-169), der hier nicht sm Ende der Rede steht, bleibt vom aufgeforderten Volk weitgehend unbeachtet, verdient aber die Antwort des Eurymachos (vgl. o. Nr. 92,

s.

190).

Als Beweis für seine Behauptung in 170 führt er an, daß 0dysseus alles so widerfahren sei, wie er es ihm einst verkündet habe, als die Achaier nach Troja fuhren. Er berichtet den Inhalt seiner damaligen Vorausssge und fügt hinzu, daß alles sich jetzt erfüllt. bringt Halitherses in eiDen Beweis für seine Seherkunst ner Weise vor, mit der er die Freier und übrigen Anwesenden nicht hätte überzeugen können. Erst wennn 0dysseus sich seine Prophezeiung schon zurückgekommen wäre, hätte erfüllt und seine Seherkunst bewährt. Erst die Erfüllung der Prophezeiung zeigt sie als richtig und den Seher als Könner. Halitherses sieht in seinem Geiste, daß seine damalige Prophezeiung sich erfüllt und bringt gerade diese vermeintliche .Erfüllung sls Beweis, der aber nicht für die Anwesenden gilt, welche eben an seine Seherkunst nicht Ring glauben wollen. Die Stelle ist durch einen einfachen ,EXEV•~~~VOL a~av.a (171b) entspricht umschlossen:~~µC ~~v.a •EXEL•UL (176b). Was zwischen den beiden wörtlich der Vorgeschichte des Ringteilen steht, ist ein Ereignis Epos, dessen wichtigster Inhalt die damalige Voraussage des Halitherses ist. Die Rede verläßt hier die Ebene der

-

372 -

Erzählung nur um einen Schritt, lung von Penelopes List.

8 1 564-571

(Nr.

108 vgl.

o.

ebenso

wie bei

der

Erzäh-

S. 218)

Alkinoos preist die Fähigkeiten der Schiffe der Phäaken. Unter anderem sagt er, es bestehe bei ihnen (wahrscheinlich meint er hier die Männer, nicht die Schiffe) keine furcht, daß sie beschädigt oder vernichtet würden. Dabei fällt ihm die damalige Prophezeiung des Nausithoos ein. Die Voraussage des Nausithoos wird durch einen einfachen ~a~pd~ ly~v El~ov~o~ &xouao (564b) Ring umschlossen: entspricht nämlich~~ &y6pEu'& ylpw, (570a). Anders als Halitherses äußert hier Alkinoos seinen ob die Prophezeiung sich erfüllen.wird. ebenso wie die des Halitherses.

2.

Zweifel darüber, Sie erfüllt sich

Paradeigmata

Weitere

Beispiele

von Sonderinformationen

aus der

Vorge-

schichte des Epos, die durch einen einfachen Ring umschlossen werden und in den Reden vorkommen, enthalten Paradeigmata, die aus der Vorgeschichte herausgegriffen werden. Sie werden zum Beweis einer augenblicklichen Behauptung oder eines Anliegens ähnlich wie in den Stellen 2,116-123 (o. 5. 364) oder 1,32-43 (o. S. 363) aufgeführt.

5 1 118-129

(Nr.

41

1

5. 86 und S. 283)

Kalypso behauptet, die Götter seien ~ausnehmend vor anderen eifersüchtig". Zum Beweis ihrer Aussage führt sie zwei Beispiele aus früheren Zeiten an, das der Eos und das der Demeter, die dem ihrigen sehr ähneln. Den Zeilen 119 f. entspricht, bei wörtlicher Übereinstimmung, Vers 129 (vgl. o. Nr. 41).

- 373 3. Äußerung

von Wünschen

S,30Sb-312 Odysseus

meint,

sein

Ende sei

gekommen,

und wünscht,

daß

wäre, er wie die anderen Kämpfer in Troja schon gestorben und zwar bei Achilleus. Dieses Ereignis der Vorgeschichte (vgl. auch 24,37-42), das im Rahmen des Todeswunsches von Odysseus angedeutet wird, ist hier durch einen Ring umschlossen: 305a entspricht 312. Beide Ringteile beschreiLage. ben aus der Sicht des Odysseus seine augenblickliche

Das Zentrum nimmt hier der Todeswunsch des Odysseus sowie die Seligpreisung der Danaer ein. Die Verse 309 f. enthalten das konkrete Ereignis der Vorgeschichte. In 311 wird der eigentliche Grund für den Wunsch des Odysseus angegeben.

4 1 341-346

(Nr.

83)

Menelaos äußert den Wunsch, Odysseus möge den Freiern begegnen, so wie er damals vor Philomeleides auftrat. Er unterlegt hier seinem Wunsch (der sich am guten Ende erfüllt) einen Vergleich, der in die Vorgeschichte des Epos führt. Vers 342a entspricht 345a. Dieselbe Funktion erfüllt das unmittelbar davor angeführte Gleichnis, das sich auf ein allgemeingültiges Ereignis bezieht (vgl. s. 381).

o.

und immer wieder vorkommendes "Bewertung .•. , S. 332 und w.u.

Das Ereignis der Vorgeschichte ist hier chen Ring umschlossen. Die Rede entfernt einen Schritt von der und w.u. S. 407).

Ebene

der

Erzählung

durch sich (vgl.

einen dabei o.

einfa-

nur Nr.

Dieser Redeteil wird von Telemachos für besonders erwähnenswert gehalten und in seiner Rede 17,124-141 eigens hervorgehoben.

um 83

-

374 -

1,255-266 Denselben Wunsch wie Menelaos im vorigen Beispiel äußert Athene-Mentes. Das Ergebnis für die Freier wird jedoch anders geschildert. Hier ist das erzählte Ereignis der Vorgeschichte die erste Begegnung zwischen Mentes und Odysseus. Ein einfacher Ring 255 f.~ 265 f. umschließt die Episode des Aufenthalts von Odysseus bei Anchialos.

3,218-224 Nestor wünscht Telemachos den gleichen Schutz der Athene, den sie damals Odysseus hat zukommen lassen. Dies würde für die Freier schlimme Folgen haben. Der Gedanke an eine alleinige Rache des Telemachos an den Freiern schwebt Nestor dabei vor. M.E. wird dieser Wunsch von Telemachos dann (226-228) nur insoweit abgelehnt, als er die erwähnte Möglichkeit meint (vgl. o. S. 238 f., 266, 285). Eine alleinige Rache des Telemachos an den Freiern findet in der danach folgenden Erzählung nicht statt. Den Versen 218 f. entsprechen 223 f. Das Ereignis der Vorgeschichte bleibt hier allgemein. Kein konkretes Beispiel für Schutz des Odysseus durch Athene wird hier erzählt; seine Stelle tritt das Augenzeugnis des Nestor.

den an

4,104-112 Weise wird die Sehnsucht beschrieben, die In ähnlicher Menelaos nach Odysseus hat. An dieser Stelle lassen sich zwei Ringe um das Ereignis der Vorgeschichte ausmachen, das jedoch, wie im vorigen Beispiel, allgemein bleibt. Die Gliederung der Stelle sieht folgendermaßen aus:

- 375 Menelaos sagt: a Er (Henelaos) klage "besonders um den Einen'' ( 104-105a ). b Er (0dysseua) verleide ihm (dem Menelaos) den Schlaf und die Speise (105b-106a). c Keiner der Achaier habe sich so viel gemüht wie 0dyaseus. (Diese Aussage deutet auf den TrojaKrieg hin.) Ihn (den 0dysseus) müßte "Kummer befallen" (106b-108a); usw. b' ihn (den Henelaoa) aber Gram um 0dysseus (l0Bb-ll0a). a Laertes, Penelope und Telemachos klagen ebenfalls w.u. S. 405 f.). auch um 0dysseua (vgl.

4 1 687b-695

(vgl.

o. Nr.

117

1

S. 232)

In der Anrede der Penelope an die abwesenden freier fragt sie vorwurfsvoll, ob sie nicht als Kinder von ihren Vätern früher gehört hätten, wie 0dysseus mit ihnen umgegangen sei. Penelope behandelt die freier offensichtlich als Kinder, denn wenn sie Augenzeugen dieses Verhaltens des 0dysseus gewesen wären, dann müßten sie jetzt auch in dem Alter sein, Penelope heiraten zu können. Weil sie aber damals zu jung waren, um Augenzeugen zu sein, müßten sie ihre Väter fragen, was damals zwischen 0dysseus und ihren Vätern vorwar, um es jetzt selbst zu wiesen. Große gefallen Heldentaten aus der Vergangenheit erfährt man, nach der bzw. Vätern Meinung des Dichters, immer von den Vorfahren (vgl. w.u. S. 406). Penelope beschreibt in der schaft ausübte, um wieder freier zurückzukommen. Die schließen die Beschreibung Ring. Es wird jedoch hier erzählt.

folge, wie 0dysseus seine Herrvorwurfsvoll zu der Haltung der Verse 686b-687 und 694b umaus der Vorgeschichte wie ein keine konkrete Tat des 0dysseus

-

376

-

Weitere Beispiele von Sonderinformationen, die durch werden, liefern folgende einen einfachen Ring umschlossen zwei Stellen, die von einem Gegenstand ausgehen. 8,492-496

(Nr.

32,

vgl.

o.

S. 81)

Odysseus bittet Demodokos, das Lied von dem hölzernen seine Bitte in 496 Pferd zu singen (492). Er wiederholt und verspricht dabei, den Ruhm des Demodokos zu verbreiten (vgl. o. Z. 12.11). Odysseus gibt dabei in Relativsätzen weitere Einzelheiten über das Pferd bekannt: es wurde von Epeios hergestellt und von Odysseus in die obere Stadt geführt, nachdem er es ''mit Männern angefüllt hatte''. Die Erzählung macht hier verschiedene Schritte, die aber in derselben Beziehung zur Ebene der Erzählung bleiben. wäre dann vorhanden, Eine vollständige Ringkomposition wenn die Anordnung etwa folgende gewesen wäre: Singe das Lied vom Pferd, das Odysseus in die obere Stadt führte! Er hatte zuvor die Männer im Pferd versteckt. Epeios hatte es hergestellt. es in die

Odysseus obere Stadt.

füllte Singe

Hier jedoch, wie bei der erfolgen solche Schritte scheint im prospektiven Aufforderung (vgl .. o. S.

4 1 615-619

(Nr.

es mit Männern an und führte das Lied vom hölzernen Pferd!

Erzählung von Penelopes List, nicht. Die Sonderinformation erTeil der Rede und als Teil einer 81).

85)

Menelaos beschreibt den Mischkrug, den er Telemachos will. Die Sonderinformation findet sich auch schenken hier im prospektiven Teil der Rede und ist durch einen die vereinfachen Ring umschlossen. Sie weist auch nicht schiedenen "Schritte'' auf. Wieder hätte der Aufbau anders ausgesehen, wenn man dabei dieselben Prinzipien gebraucht hätte wie für andere Sonderinformationen. Menelaos

hätte

etwa

Er wolle

ihm (dem Telemachos)

schenken.

Der Mischkrug

habe

ihn

krug

angefertigt

habe

denselben

sich

geschenkt,

ihm damals

vollsten

zu ihr Diese

er

Die

ohne

Sonderinformation Beispiel

172).

4.

Leistungen

seiner

Dieser Einkehr

und wert-

keine

mehrfache

Vorgeschichte

die

werden beschriebe-

Erzählung

Erzählebene

bei

schenken.

zu dem aktuell

daß

den Misch-

schönen

jedoch

der

befindet

sich

entfernt

eingegliedert

8 1 214-222

in

und wieder

rühmt

entspricht

der

Anklängen

der

den beiden

o.

selbst verborgen

S.

seine

130 und

der

Rede

Leistungen beschriebenen

das

vor-

(vgl.

o.

dienen zwei Art im

284 f.)

Geschicklichkeit

in

221 f.

Ringteilen

dem Bogen

Trojakämpfer, gehalten

hatte

als Gedanke

formulierten

preist

Vorvergangenheit als

wie

Teil

erbrachten nach der

in 214 geäußerte

im Umgang mit der

ebenso

sind,

(vgl.

Odysseus

sich

im prospektiven

Als Beispiele von vorher Sonderinformationen, die

aus

es

Beziehung von der

bei

dem Telemachos

Ereignisse

gesetzt,

habe

Phaidimos

gegeben.

Diesen

gibt

Mischkrug

und Gold.

Hephaistos

usw.

können:

zurückkehrt.

s.

keit

Silber

dem Phaidimos

Stelle

Schritten

angehende

Text

aus

als

wolle

in unmittelbare

mehreren

ihn

damals

vorhandenen

nen Mischkrug

sei

äußern

gutgefertigten

ihm (dem Menelaos)

Ringkomposition. alle

den

geschenkt.

und

Mischkrug

An der

- 377 seine Absichten

folgendermaßen

des

seine

und bringt

was er (vgl.

mit

Zwischen GeschicklichBeispiel

Damit

verrät

jetzt

vor

bis o.

ein

S.

222).

Dabei

wörtlichen

Äußerung.

Odysseus Epos.

Schütze.

er den

dafür sich Phäaken

- 378 -

7 1 321-326

(Nr.

44)

Alkinoos preist die nautischen Leistungen der Phäaken und erzählt eine frühere Tat von ihnen. Zuerst fragt er sich, wo die Heimat des Odysseus möglicherweise liegt. Er vermutet, sie könnte sogar entfernter als Euböa liegen. Die Sonderinformation geht hier von der Erwähnung der Insel aus. Daß diese Insel am weitesten entfernt sei, sagen die Phäaken, die Rhadamantys dorthin geführt haben, damit er Tityos sähe, den Sohn der Erde. Bis hierhin verläßt die Erzählung die Erzählebene in fortführenden Schritten. Dann aber legt die Erzählung nicht denselben Weg zurück, sondern fährt mit dem Gedanken der Schnelligkeit der Reise fort. Was in 321 f. gesagt wird, klingt in den Versen 325 f. erzählt, daß es Phäaken gibt, nach. In 322b wird nämlich die Euböa gesehen haben. Offensichtlich iind dieselben Seeleute gemeint, die in 326 zwischen Scheria und Euböa in einem Tag hin und her gefahren sind. Der Hervorhebung des Bedingungssatzes cf nrp xat ... in 321 entspricht die VerxaL ulv ol iv~a ... in 325. Somit stärkung der Aussage bilden 322 f. den ersten Ringteil und treten dem zweiten (325 f.) gegenüber. Zwei weitere

schriebenen 5,130-136

Stellen Art der (Nr. 41).

von ihren punkt des

eigenen Erlebnissen, die vor dem AnfangszeitEpos liegen. Wir besprechen diese Erzählungen

der der

Ähnlichkeit Erzählung"

zeigen Ähnlichkeiten mit derbeSonderinformationen: 4,8lb-92 und Dabei erzählen Menelaos und Kalypso

wegen weiter unten, unter (vgl. w.u. S. 398 ff.).

''Erzählungen

in

-

c)

Sonderinformationen

der

379

-

Vorgeschichte,

ringkompositorisch gegliedert verschiedene Schritte in der von der Erzählebene aufweisen 4 1 169-182

(vgl.

o.

die

sind, noch Entfernung

S. 242)

Die Mühen des Odysseus um Menelaos willen damalige Versprechen des Menelaos werden komposition sprechen

aufgeführt des

weder

(170b-172a).

Menelaos

enthaltenen

sowie auch das hier ohne Ring-

Der im damaligen Bedingung

wird

Ver-

jedoch

die aktuelle Wirklichkeit mit wörtlichen Anklängen gegenübergestellt (172b 182). Das Selbstzitat des Menelaos ist nicht wie das des Halitherses oder Alkinoos ringkompositorisch gegliedert. Das Ereignis der Vergangenheit, das

~

aus

einer

damals

gehaltenen

anderen Prinzipien s. 371 f.). Darüber

hinaus

sehen mit schrieben:

angeführt

wird

gliedert,

noch

Verlassen

der

über sind

Ähnlichkeit

sie

Erzählebene

dort

hier (vgl.

durch

nach o.

von Telemachos·

Aus-

diese Weise zweimal beund 4,143-146. Beide Stel-

vers~hiedene

Vorgege-

Schritte

be.im

auf.

Orestes, das Athene Telemachos die Erinnerung des Peisistratos

(4,199-202) Schützen

als

ist

ein konkretes Ereignis der aber weder ringkompositorisch

weisen

Das Paradeigma des hält (l,296b-302), berühmten

die

worden

dem des Odysseus auf 1,208-211 (Nr. 100)

len berichten schichte. Sie

Antilochos

Rede besteht,

und die

Erwähnung

Odysseus

63) gehören auch hierher. Dasselbe für das Beispiel, das Athene-Mentor Beweis für ihre Aussage vorträgt.

der

(8,223-228

vor Augen an

ehemaligen vgl.

zu Nr.

gilt schließlich in 3,234b-236a

auch als

-

2.

Sonderinformationen

380

über

-

Personen,

Objekte

und Orte

A. Personen Wir stießen über

schon

einzelne

in die

in den vorigen

Personen,

Erzählung

Schritte, die über

die

Beispielen

in der

eingegliedert

oben

sind

teils aber

Angaben

beschriebenen

Form

(Ringkomposition,

Vorvergangenheit). Weitere bloße Epitheta hinausgehen,

Informationen hungen, teils

auf

Angaben bringen

zur Person, in der Regel

über Abstammung und familiäre Bezieauch über eine wichtige Eigenschaft,

die nicht zur Vorgeschichte diese Sonderinformationen

gehört. Im zweiten Fall sind nicht zu den ''Rückwendungen'' zu

rechnen;

ähnliche

ren

da sie

erfüllen,

führt.

aber

eine sie

werden

Diese

unten

Sonderinformationen

Umfang und verlassen

a)

hier

nicht

Sonderinformationen

wie die c)

einen

und d) aufgebegrenzten

bzw.

im Erzählerbericht

Eurykleia Eurydike

2,347 3,452

Polykaste Diokles

3,465 3,489

Iphthime Kore

4,797

Nausikaa

6,17;

Laodamas

8,132

Amphialos

8,114

6,22

Noch sparsamer Eurymachos Athene Laodamas Was an diesen

schreibung

der

1,399; 3,42 8,143 Stellen

dienen aktuellen

der

die

Angaben

2,177

Personen.

Vorgeschichte

in der Hauptsache So-Sein.

6,213

zu:

Antinoos Peisistratos

interessiert,

handelnden

Ereignisse

Ähnliches in ihrem

f.

sind

erste-

Erzählebene.

Abstammungs-

Verwandtschaftsbeziehungen

genen

unter

haben

die

über

Funktion

1,383; 3,36;

4,660 4,155

ist

eine

nähere

Die

in Betracht

wie Geburt, der

Deutung

Begezo-

Ehe und der

Person

- 381 b)

Die

Vergleichbares

sich

Dolion

4,736-737a

Eidothee

4,365

Vorvergangenheit

den Reden Art. Kein nur

findet

Vergangenheit

bei den Angaben zur besonderes Ereignis

So erfährt litten

werden

dabei

(Nr.

zugrunde 108);

erscheint

ihn

erfährt

regiert

hat:

2,234b;

5,12b;

daß sie

gingen:

1,355

Nr.

(Nr.

Über ter

Aigisthos des

0restes

Bei Menelaos

wird weist

hat:

man darauf

wie ein

117,

vgl.

1,233,

1,300; hin,

derholt: züglich

Patroklos

wird

3,110 (vgl. Antilochos:

ein

die

diesen

Vorgeschichte

Angaben des

nahekommt.

zur

Epos,

keine konkrete Tat erinnert stilisierte Tat darstellt, ton

Vater 375);

daß er

sich

Angabe, daß er

3,198; daß er ist:

bekanntes

3,308 als

den Va(Nr.

letzter

1,286;

3,318

Epitheton

wie-

11. 7,366 und 17,477), ebenso be3,111 f. (vgl. 11. 13,299; 16,186

und dazu noch 15,569 ff.). Mentor und Halitherses sind Vater her'': 2,254 (Nr. 76). Bei allen

S.

oder

berichtet,

der Achaier kürzlich zurückgekommen (Nr. 79, vgl. w.u. S. 402), Bezüglich

119);

guter

o.

(aktuelle

wiederholt

getötet

Troja

haben: 6,175b (Nr. (Nr. 31); 8,23lb-233

89); 1,344

(Nr.

vor

21).

daß er

(4,687b-695,

höchsten Ruhms erfreut: zu Nr. 21).

in

stereotypen sondern

viel

3,100b

(Nr.

m~n auch, 2,47b

auch

erwähnt.

0dysseus soll auch viel gelitten 72); 7,224a (Nr. 43); 8,182b-183 (in Nr. 63). Über

4,524b-527

Person in einer der Vergangenheit,

man von den Achaiern,

und dort f.

in den Reden: Skopos

bzw.

Gemeinplätze

8,579

auch

Telemachos·

Person aber

Gefährten''vom

erscheint

in einer

form,

irgendwie die

und - tut sie es doch die einem formelhaften

an

- eine Epithe-

79).

- 382 -

c) Mit

diesen

Begebenheiten

konkurriert

die

aktuellen folgenden

der

der

Personen

Personen

durch

ihre

Eigenschaften. So werden im Erzählerbericht Personen Eigenschaften zugeschrieben:

Aigyptios

2,16

Mentor Eteoneus Antinoos

2,158

2,225

Halitherses Peisistratos

4,23

Asphalion

4,217 5,4

Eurymachos

4,629

Zeus Echeneos

Ino

5,333

f.

Euryalos

8,115 8,124

f.

Klytoneus Elatreus

und

Leukothee

Demodokos

8,62-64

Naubolides

8,116

zu Hilfe

zwar bei

sich

7,155 f.

B,129

dieser des

Epos

zu nehmen.

In den Reden es

f.

3,401

der Beschreibung der Vorgeschichte

Ereignisse

werden

ebenfalls

charakteristischen wird

dadurch

nach

ihre

ihrem

Handlung

Inhalt

drei

die

vergleichbar

ihre

beschrieben; erklärt.

Gruppen

über

oder lassen

Dabei

von Sonder-

Eigenschaften

der

gegebenen

sind: sie wohnt weit entfernt von deswegen kommt sie selten zu Besuch bei 4,811:

Penelope. Laertes 1,189-193 nicht

aktuelle

den im Erzählerbericht

Iphthim, Ithaka,

etwa

seine

(vgl.

Verhältnisse

Weiterhin B,44b-45

Nr.

Geschichte

die Tätigkeit, die er wird die Kenntnis der der

durch

ausmachen:

Sonderinformationen Personen,

Personen

Eigenschaften

informationen 1.

Vergangenheit

Beschreibung

Die Erzählung verweilt Personen, ohne jedoch

d)

der

auf

92):

erzählt,,

zu verrichten Athene-Mentes Ithaka

werden Eigenschaften (Nr. 75); B,479-481

es wird sondern pflegt. So bezüglich

nachgewiesen. des Demodokos (Nr. B); des Zeus

- 383 l,348b-349 (Nr. 21); der Themis der Seeräuber 3,73 f. (Nr. 96);

2,29 (Nr. 89); des Proteus

4,385 f. (Nr. 68); des Phrontis 3,282b-283 (Nr. 79) und der Nymphen 6,123b-124 (Nr. 29) angegeben. Dazu wird noch in 4,245b-249 die Verkleidung schrieben. 2.

des

Odysseus

als

Spion

in

Troja

be-

Eine besondere Stellung nehmen in diesem Zusammenhang die Angaben über die Phäaken ein, die ausführlicher und zahlreicher

im Vergleich

zu den anderen

''aktuellen''

Sonderinformationen über Personen in den Reden erscheinen. Trotz der vielen und ausführlichen Angaben, die meistens in der Beschreibung charakteristischer EigenInschaften bestehen, haftet ihnen m.E. eine gewisse konsequenz an, die dieses Volk sagenhafter als andere Völker der Odyssee erscheinen läßt. Wenn man von den Epitheta rung der Phäaken gebraucht, druck, sie die Wörter

seien

ein

ausgeht, welche so vermitteln

seetüchtiges

Volk.

~LX~pt,µoL,öoXLl~PE•µoL,vauatxxu.oL 396;

13,36

die sie Dafür

(5,386;

Schildeden Einzeugen

8,191,

usw.).

Die kein die ist als

Stelle 6,3-12 (Erzählerbericht) verliert jedoch Wort über diese Seetüchtigkeit, sondern beschreibt Phäaken als ein recht bäuerliches Volk. Merkwürdig auch, daß sie gerade an der Stelle 5,35 (Nr. 88) "götternah" bezeichnet werden und daß keines der

für

sie

braucht

üblichen eben

Epitheta

Gefährten,

Die von Nausithoos eingetretene

Strafe

gebraucht die

ihn

vorgesehene des

Poseidon,

wird.

über

das

Odysseus Meer geleiten.

und letztendlich den Zugang

mit einem Berg abzusperren, spielt jedoch auf erlichen Charakter der Phäaken an (vgl. 8,564 13,183).

nicht zur

Stadt

den bäuff. und

- 384 Angaben über die Phäaken betreffen nur selten konkrete Ereignisse, so z.B. zusätzlich zu der genannten Stelle 6,3-12 die Stellen 7,321-326 (Nr. 44) und 7,54Die

72 (Nr.

60 vgl.

o.

Am häufigsten aktuellen

S. 357,

erscheinen

378).

Angaben,

Eigenschaften

Ausführlichkeit

366 f.,

die

beziehen,

man eine

gewisse

sich

auf

ihre

und an de~en

Zahl

Mühe des

Dichters

ab-

lesen kann, ihnen Wirklichkeit und Glaubwürdigkeit verleihen. Man könnte bei diesen Angaben wohl eine wisse

Zweckmäßigkeit

reißen,

würde

erkennen;

unsere

aber

Betrachtung

sie

genau

vom Text

und zu ge-

zu um-

zu weit

ab-

führen. Solch ein Verfahren würde erfordern, daß man bei Angaben zu anderen Personen auch dort die Zweckmäßigkeit

genau

bestimmen

müßte.

6 1 203b-204

(Nr.

Sterblichen; Sie wohnen Umsiedlung

kein Sterblicher pflegt dorthin zu kommen. nah den Göttern (5,35) und sind nach einer nach Scheria gekommen (6,3-12). Sie flohen

nämlich wohnen Will

vor

51):

der

Nachbarschaft

weiterhin

man sich

sen machen, Phäaken auf Giganten

Die Phäaken

nahe

der

den Göttern

Vorstellung

eine

wohnen

Kyklopen)

aber

Giganten.

von den

aber

Diese

(7,201-206,

Nr.

74).

von den Ortsverhältnis-

muß man voraussetzen, der einen Seite als

(und

fern

auf

daß die Götter Nachbarn haben, der

anderen

die die

Seite

(6,5; 7,59 f., Nr. 60). Sie wohnen sozusagen zwischen Phäaken und Giganten. Die Phäaken wohnen offensichtlich im Westen,

da Euböa

am entferntesten

von ihnen

liegt

(7,321-326). Gerade wegen dieser Nachbarschaft pflegen die Götter sie besonders oft zu besuchen. Die Phäaken sind diese Besucher gewohnt (7,201-206). Diese Götterin der Odyssee, und besuche sind sonst keine Seltenheit die

Reaktion

der

Menschen

darauf

ist

auch

überall

ähn-

lich. Die Vertraulichkeit, die Alkinoos seinen Worten verleiht (7,201 ff.), läßt hier jedoch den Eindruck entstehen, daß es sich um etwas Besonderes handelt.

-

385

-

Andererseits läßt die lange Reise des Odysseus bis Scheria, wobei er sich anscheinend immer weiter von seinem Ziel entfernt , keinen Zweifel daran, daß die Phäaken sehr weit entfernt von den Sterblichen wohnen. So weit entfernt jedenfalls, daß sie jedem Sterblichen, der die Odyssee las oder rung für seine Unkenntnis

hörte, über

7,201-206: Die mögliche Funktion wir oben unter Nr. 74 erörtert.

gleichsam eine sie lieferten. dieser

Stelle

Erklä-

haben

7 1 32-36 (Nr. 34): Das Herrscherhaus der Phäaken ist mit Poseidon nahe verwandt (7,56). Poseidon, der rundherum um Scheria seine Macht ausübt, hat die Phäaken ihre Kunst im Umgang mit Schiffen gelehrt (7,35). Andererseits sind die Phäaken nicht gastfreundlich (7,33), aber die Haltung der Nausikaa (6,206-210, Nr. 51) und des Alkinoos (8,28-33, Nr. 75) sowie die Verfügung des Zeus (5,36-40, Nr. 88) strafen diese Behauptung Lügen. Ungastlich hätten sie dem Mann gegenüber sein dürfen, der den Sohn Poseidons geblendet hatte. Letztendlich verhalten sie sich jedoch Odysseus gegenüber ausgesprochen gastfreundlich. Es gibt nämlich zwei Arten von Phäaken, wie es auch zwei Arten von Menschen gibt (8,575 f. und 6,274). Die Ungastlichkeit der Phäaken erklärt nerseits die Verkleidung des Odysseus andererseits auch teilweise die Scheu zusammen mit dem fremden in die Stadt Zum die Sie der

allerdings eimit dem Nebel, der Nausikaa, zu gehen.

ersten will Athene durch den Nebel verhindern, daß Phäaken Odysseus nach seinem Namen fragen (7,16 f.). würden aus ihm nämlich schließen, daß er ein fremist, und zwar derjenige, der Polyphemos geblendet hat.

Zum zweiten sagt Nausikaa, Vorwürfe (ein Zeichen der

daß nur ein Ungastlichkeit)

Teil

der Phäaken erheben wür-

- 386 de. Einige Phäaken verhalten sich dann auch dementsprechend. So gebraucht Odysseus das Wort ''verhöhnen", wenn er die Anrede des Laodamas an ihn selbst bezeichnet, jedoch anscheinend ohne Grund. Eine

Erklärung

Verhalten

der

Phäaken gibt die Rede der Nausikaa (Nr. 59), die nachfolgende Erzählung schon e~s anderen Gründen auszusetzen scheint.

die vor-

7,108-109a

für

das widersprüchliche

(Erzählerbericht):

Die Phäaken

sind

die

ge-

ein Schiff auf schicktesten aller Männer, wenn es gilt, dem ·Heer zu führen. Nicht nur diese Stelle zeugt davon, sondern auch das für sie am häufigsten gebrauchte Epitheton (vgl. o. S. 383). Gerade auf diese Fähigkeit der Phäaken ist Odysseus am dringendsten angewiesen, um in seine Heimet zu gelangen. Sie haben Vertrauen zu ihren Schiffen, die ihnen Poseidon gegeben hat (7,34 ff.), und das mit gutem Grund, denn die Schiffe besitzen außerordentliche Eigenschaften. Sie sind nicht nur die besten Schiffe, die es gibt (7,327b f.), sondern sie kennen die Absichten und Gedanken der Männer (8,556b563 und dazu noch 7,321-326). 6 1 270-272: Es ist infolgedessen verständlich, daß das ganze Interesse der Phäaken ihren Schiffen gilt. Dadurch ist auch zu erklären, daß sie wenig Interesse am Bogenschießen zeigen (6,270, vgl. o. S. 130). Nichtsdestoweniger zeichnen sie sich ihrer Meinung nach im Faustkampf, Ringen, Sprung und Lauf (8,102b-103) aus. Bezüglich der beiden erstgenannten Sportarten geben sie euch zu, daß sie in ihnen nicht hervorragend sind (8,246-249). Dafür sind sie unumstritten die besten beim Wettrennen mit den Schiffen (8,247b) und bei der Seefahrt (B,253a). Damit ist aber noch nicht alles von den Phäaken gesagt. 8,248 f.: Den Phäaken sind Reigentänze, mannigfaltige

auch Gelage, Saitenspiel, Kleider, warme Bäder und

- 387 -

Ruhebetten

lieb.

Sie

übertreffen

die

anderen

in Tanz

und Gesang (8,253b). Das ist alles, was sich ein erschöpfter Schiffbrüchiger von seinen Gastgebern wünschen kann, und Odysseus macht von allen diesen Vorlieben der Phäaken Gebrauch. Sportliche

Leistungen

und die

Vorliebe

für

Gesang

und

Tanz kommen deutlich bei der Bewirtung des Gastes zum Ausdruck, die sich außerhalb des Palastes abspielt. Allerdings war diese Art der Bewirtung in der Rede des Alkinoos (Nr. 74) nicht einzeln vorgesehen. Insgesamt lassen die Angaben über die Phäaken nicht nur wegen ihrer besonderen form - sie sehen von konkreten Angaben meistens ab und enthalten in der Regel nur ''aktuelle" Informationen über ständige Eigenschaften sondern auch wegen ihrer verhältnismäßig großen Zahl den Eindruck entstehen, der Dichter wolle hier dem Hörer/Leser die Phäaken in überzeugender Weise schildern. Die gegenteiligen Eigenschaften der Phäaken u.a. Gastfreundschaft bzw. Ungastlichkeit, sportliche Leistungen im Faustkampf und Ringen und wiederum das Gegenteil - legen die Vermutung nahe, daß die Phäaken immer so sind, wie die Erzählung sie gerade braucht. Dies trägt dazu bei, daß sie als "Kulisse" erscheinen. 3. Die Beschreibung bestimmter Menschengruppen liefert den Inhalt für weitere Sonderinformationen über aktuelle Eigenschaften der Personen in den Reden. So sind z.B. die Seeräuber in 3,73 f. (Nr. 96) oder der Bettler in 4,248 durch ihre Tätigkeit beschrieben, ohne daß die Erzählung dabei einen Vergleich zu anderen Menschen zieht. Anders verhält es sich jedoch in Buch 8. Euryalos vergleicht Odysseus mit einem 8 1 161-l64a: Eigenschaften Kaufmann. Dabei werden die aktuellen eines Kaufmannes beschrieben. Die Stelle ist ringkompositorisch gegliedert (vgl. v. Otterlo (b), a.a.O.,

- 388 S. 66) auf.

und weist

eine

Ähnlichkeit

mit

den Gleichnissen

(vgl. Nr. 31): Odysseus antwortet dem 8 1 166b-179a Euryalos ebenso mit einem Vergleich, der Anklänge an Hes. Theog. 85 ff. aufweist. Diese Stelle setzt eine Menschenkenntnis voraus, die sich aus ein~r Einteilung fähigkeiten ableitet. der Menschen nach gewissen Nr. 8 1 575 f. (vgl. keit, daß Odysseua angelangt ist, die

108): Alkinoos erwägt die Möglichauf seinen Irrfahrten bei Menschen hart, wild und ungerecht sind,oder

bei solchen, die gastfreundlich und gottesfürchtig Wied.erum läuft hier die Sonderinformation auf sind. eine allgemeine Einschätzung der Menschen hinaus, wie sie sich nur in Buch 8 in dieser Weise findet.

B. Objekte a)

und Ähnliches

Im Erzählerbericht

In den Beispielen

für

Sonderinformationen

(vgl.

o.

S.348-357)

ließ sich beobachten, wie die Erzählung bei manchen Objekten (Helenes Korb 4,125; Heilmittel 4,220; Nestors Steine 3,407) innehält. Knappere Angaben zu verschiedenen Objekten sind auch anderswo zu finden: z.B. der Ball 8,373, die silbernen und goldenen Hunde 7,92-94, der Wein 3,391. Dader Dinge ihren bei soll die Angabe von Alter und Herkunft besonderen Wert ausweisen. Andere

Beschreibungen

charakteristische Athene 1,96 ff.;

von Gegenständen

beziehen

sich

auf

Attribute: z.B. Sohlen und Speer der Sohlen und Stab des Hermes 5,46 ff.

Eine Sonderinformation über Gegenstände geben die Angaben über die Speise, die in 5,197b als Nahrung der "sterbliwird. In 3,480 wird ebenfalls spechen Männer" bezeichnet zifiziert: hier nennt man sie die Nahrung der "gottgenähr-

- 389 -

ten

Könige".

Weitere Gegenstände, über die Angaben gemacht werden, sind die Axt 5,234-236 und die Wurfscheibe 8,186-188. demselben Schema werden Sonderinformationen über die schicklichkeit

des

Odysseus

vermittelt:

5,249-251.

Die angegebenen Stellen berühren eine allen bekannte wie sie uns auch in den Gleichnissen begegnet (vgl. s. 345). Der Speerhalter Knoten (8,448),

(1,128 ferner

f.), die

die Lust

Nach GeWelt, o.

Fässer (2,341 f.), der am Baden (8,451 f.) stel-

len Gedankenverbindungen her, die zur Entwicklung der Handlung beitragen. Die Beschreibung des Speerhalters und der Fässer soll das Bewußtsein der Abwesenheit des Odysseus wachhalten, noch zu erzählende die Mitteilung rung an seinen Die über heit

Knotens spielt an, schließlich

von der Badelust des Odysseus Aufenthalt bei Kalypso wach.

Informationen Personen zu tun.

die Erwähnung des Kirke-Geschichte

über

Objekte

haben nicht Es läßt sich

sowie

die

die

knappen

auf die ruft Erinne-

Angaben

immer etwas mit der Vergangenhierbei nicht mehr unterschei-

den, was der Vergangenheit angehört Arten der Information, sowohl die

und was nicht. der Vergangenheit

entnommene Mitteilung wie auch die dienen indes der Veranschaulichung

von ihr unberührte, der Erzählung.

b)

Beide

In den Reden

Knappere

Angaben

Tieren finden lich nicht in nen (wie oben krete Tat der sie gilt wurde.

zu verschiedenen

Objekten

und sogar

zu

sich auch in den Reden. Sie erscheinen nämder Art der Grundform der SonderinformatioS. 361-368) und haben auch nicht eine konVorgeschichte des Epos zum Gegenstand. Für

dasselbe,

was für

den Erzählerbericht

oben

gesagt

-

390 -

8 1 403-405 (Nr. 53): Euryalos beschreibt das Schwert, das er Odysseus schenken will. Dabei beschreibt er nicht etwa Herkunft und Hersteller dea Schwertes, wie es z.B. Menelaos von dem Mischkrug in 4,615-619 (vgl. o. S. 376) tut, sondern seine aktuellen Eigenschaften. Angaben über Schiffe enthalten 709 (Nr. 118) und 8,556-563 Bei der erstgenannten Stelle bzw. als zwecklos bezeichnete Angaben über die Schiffe in zweitgenannten Stelle fehlt position.

ansonsten die Stellen 4,708b(Nr. 108 vgl. S. 221 und 386). umschließt die als unnötig Handlung des Telemachos die form eines Rings. Bei der jede Spur einer Ringkom-

(Nr. 55): Bei der Beschreibung des Meeresunge5 1 42lb-422 heuers, vor dem Odysseus sich fürchtet, ist auch kein Ring feststellbar. 2 1 350-352 (Nr. 78): Wein, den Eurykleia 353a), von (349b Handlung ringförmig an die Rückkehr des kleia zu erinnern.

~

Dagegen sind die Angaben über den in die Amphoren gießt bzw. abfüllt der von Eurykleia zu verrichtenden umschlossen. Der Wein dient hier dazu, Odysseus und an die Treue der Eury-

Ebenso umschließt an dieser Stelle die Er4 1 44lb-446: wähnung des Robbengeruchs in seiner unbeschreiblichen Penetranz die Handlung, die Eidothee vornimmt, um ihn zu tilgen. des Opferrindes 3 1 382-384 (Nr. 82): Die Beschreibung hier von dem Versprechen des Menelaos, es zu opfern, umschlossen (vgl. v. Otterlo (b), a.a.O., S. 45).

wird

-

391

-

C. Orte a)

Im Erzählerbericht

In den auf S. 348-357 besprochenen Beispielen haben wir bemerkt, wie die Verbindung zwischen handelnder Person und vergangenem Ereignis durch eine Ortsangabe hergestellt wird. So findet in 7,7 (Beispiel IX, S. 355) ihrer Kammer Eurymedusa vor (l).

Nausiksa

in

In 1,425-444 (Beispiel VIII, S. 354 f.) wird der Schauplatz der Szene (thalamos) ausführlich geschildert (425-427a; 428:~i; 436: e~pa(; in 441 folgen weitere Einzelheiten; 443: fvea ). Über die Gliederung der Stelle siehe oben S. 355. In 6,15-20 kommt Athene in die Kammer der Nausikaa (&&~aµo(,;, e~paL ), wo sie Nausikaa und die Mägde schlafend vorfindet. Die Tätigkeit der Athene (15 ,,.._ 20) rahmt die Schilderung der schlummernden Frauen ein < 2 ). In 5,57 kommt Hermes zu der Höhle der Kalypso (anto(, ~~ ). In der Folge wird beschrieben, was er vorfindet (lv6o6L: 57, fv6ov: 61). In 5,63 geht die Erzählung auf die Beschreibung des Äußeren der Höhle über. Hermes wird erst in 75 ff. wieder zum Träger der Handlung ( 3 )_ In 7,l-14a bildet Vers 7b zusammen mit Vers 13 einen Ring um die Geschichte der Eurymedusa (vgl. v. Otterlo (b), a.a.O., S. 45 und o. S. 355). In diesem Zusammenhang begegnen die Worte eft~aµo( und e:Caw. In 2,337 geht Telemachos zur Kammer seines Vaters des Innern der Kammer (e&~aµo(, ß6L). Die Beschreibung 6t; 344:aavt6e:( ). schließt sich an (340:lv; 345:lv Die Tätigkeit des Telemachos in 337 und 348 rahmt diese Beschreibung ein. Die Gemeinsamkeiten schreibungen liegen Zudem läßt

sich

in den Gliederungen klar auf der Hand.

des öfteren

beobachten,

obiger

Ortsbe-

daß Ortsbeschrei-

bungen

auch

in

stimmungsort Die

26a:

Zusammenhang

der

Götter

Tätigkeit

des

teilungen

über

die

6,41-47

zeigt

a.a.O.,

S.

45):

zum zweiten

die

47. Dagegen keinen Ring

weisen auf.

eine

einen

Person

(~v-&a •••• und

vorfindet, (b),

ist

a.a.O.,

in

S. findet

kunft

die

ausdrücklich

4,43b-47

das

chos

Peisistratos

und

bewundert

Hermes

102

lernen

des

Odysseus

a.a.O.,

wir S.

5,400-405 nehmung

b)

kennen 46).

der

Die

z.B.

gegeben, Solche

in

auf

der

Scheria

der

Freier Der

Insel

5,475-482a

die

der

werden auf

Ort,

zum Trocknen

zwei

in

5,238-241

auf

Von den

man auch

Äußere

Palast

dort, als

aus

Astean dem

ausbreiten,

Bäumen,

die

Rede

(vgl.

v.

wo bei

der

An-

solche

von des

Küste Analog

Sicht

In

5,63-67

Kalypsos

des und

Grotte.

Alkinoos

aus vgl.

Scherias

wird

hierzu

vollzieht

durch

hervorgeho-

). So wird

der

(Ringkomposition,

Odysseus

von in

z.B.

die

in

den

in

Telema68-75 In

der

Sicht

v.

Otterlo

7,Blb(b),

Odysseus

in

sich

Wahr-

die

5,439-444.

Reden

Sonderinformationen,

in

33).

Menelaos

Flußmündung

7,78-8la

''Gang-Schemas"

erwähnt.

geschildert.

den

und

dann

Wald

Wahrnehmung

des das

erblickt.

In den

Von den

Haus

(~9),

gegenüber

41-42a

-&T}Etv,&xo~ELVx~~ •••

(löttv,

wird

(b),

betritt.

Ankunft

(~XL) genannt.

f.

Otterlo

in

So wird

Wäsche

in

46

such

Waschgruben

die

Mit-

gegenüber

eines

( V~OO(••••~V) Mägde

v.

Schauplatz

Hilfe

l,22-

einzelnen

(ßiL)

bisweilen

in

Be-

Ortsbeschreibung

S,381

), die

Ortsbeschreibungen ben

Athene

(l).

lvia

die

6,94

Otterlo

der

Die

4,844-847

Odysseus

(33L)

mit

die

(vgl.

&3L .••• 33L ) der

6,86-87

in

Ring

oder

So z.B.

Die

42b-43a

eingeführt

geschildert.

wird

ein.

neuen

werden

Kalypso

Nausikaa

rahmt

Stellen

einen

(Ringkomposition:

in

Poseidon

werden

Erzählung

ris

können.

Tätigkeit die

dem Aufenthalts-

stehen

doppelten

einmal

Beschreibungen die

mit

Aithiopen

Ortsbeschreibungen wenn

392 -

Reden

über

Orte

-

gegeben

werden,

Reden, ben

die

befinden

wir

(vgl.

w.u.

positorische

sich

die

meisten

''Erzählungen

in der

S.

Sie

398 ff.).

Elemente.

dabei nicht teristische

393 -

Ereignisse der Eigenschaften.

Erzählung''

zeigen

Gegenstand

in denjenigen

nur

der

genannt selten

ringkom-

Beschreibung

Vergangenheit,

ha-

sind

sondern

charak-

3,291-299a

Nestor

erzählt

Telemachos

nelaos,

von der

nachdem

er

war.

Als

war, Teil

trennte brachte

selbst

wobei

Zuerst

wird

mehrere

meisten

Angaben

anscheinend

kurzem

zu Hause

in

Berg

des

Me-

erfahren

Pylos

hat,

angekommen

von Maleia

gekommen

die

gesehen,

über

die

Insel

Nordwestküste ein

Teil

gemacht

werden.

beschrieben

der

Südküste,

und wo

der Flotte von den Wogen gegen die Klippen wurde. Der Hinweis auf die Schiffe(~~(, schließt

298)

des

lange

Rückkehr

Zeus die Schiffe seiner Flotte. Den einen er nach Kreta. Bei Kreta verweilt die Erzäh-

dieser Teil geschmettert Flotte

der

vor

zu dem steilen

vom Meer her

und v~a~,

Teil

wahrscheinlich schon

Menelaos

lung, dann,

er

einen

Menelaos

Verse

ein,

einnimmt

die

Episode

wobei (vgl.

über

die w.u.

diesen

Teil

der

Ortsbeschreibung S. 404

291

die

f.).

3,319b-322

Nestor

beschreibt

Menelaos bestimmten Erzählung

weiter

kürzlich Ort; des

(vgl.

zurückgekehrt vielmehr

Menelaos,

erfahren daß er,

o.

Nr.

sei. wir

79)

den Ort,

Er nennt aus

Menelaos,

der

dabei

von dem keinen

Eidothee-

von Ägypten,

war, nach Hause gekommen ist. Die Angaben Nestors beziehen sich jedoch nicht auf Ägypten, das als die letzte Station der Rückreise des Menelaos betrachtet werden kann, sondern wahrscheinlich auf das Land der Äthiopen, Sidonier oder Eremboi oder sogar auf Lybien (vgl. 4,84 f.). er

zuletzt

wo

-

Nestor

sagt,

394

offensichtlich

-

in Anspielung

auf

die

che Gesinnung der dortigen Einwohner, Menelaos Fremde heimgekommen von solchen Menschen, "von ner

in seinem

Sinne

wiederzukommen

An diese Ortsangabe die Entfernung des

schließt gemeinten

hoffen

feindli-

sei aus der woher kei-

könnte".

sich eine zweite Ortes hindeutet:

an, die auf Menelaos sei

bis zu einem Ort weit auf dem Meer getrieben, "von woher nicht einmal Vögel in einem Jahr geflogen kommen, da es (das Meer), das dazwischen liegt, ebenso groß wie furchtbar ist". schen

Hier spricht der Dichter nicht etwa die Kenntnisse des Hörers/Lesers an, sondern

Vorstellungsvermögen,

das

Erfahrungen gründet, ''Welt der Gleichnisse''.

die

geographieher sein

- wie vorausgesetzt jeder

machen

wird

kann,

- auf

so wie

bei

der

4,85-88 Menelaos

überfliegt

Reichtümer, seiner sie

die

Rückkehr, zurückgelegt

bei er

der

besitzt,

jedoch hat.

acht

Jahre

nach

nicht Er sei

der

des

in rascher

Troja-Krieges zurückgekommen ben Jahre über Mykene regiert bis

Beschreibung in der

Folge

Ermordung

die

Reihenfolge,

im achten (82), hatte

Ursprungs

Jahr

nach

der

Stationen in der Ende des

nachdem Aigisthos sie(3,305), also sieben des

Agamemnon.

Er stellt eine chronologische Beziehung zwischen seiner Reise und dem Tod des Agamemnon her, die eigentlich nur für

einen

stimmen

kleinen

Teil

des

ersten

Jahres

seiner

Reise

kann.

Die Erwähnung seiner eigenen gischen Angaben umschließen

Reichtümer und die chronolodie kurze Zusammenfassung sei-

~

ner Reise in Form eines Rings (78-82 90-93). Die Erzählung verweilt bei Lybien, dessen fruchtbarer Reichtum an Rindern und Überfluß an Milch gepriesen wird (vgl. w.u. 5. 405 f.).

er

-

395

-

4,354-359 Menelaos beschreibt die Seefahrers. Er übertreibt zwischen andere

der

Insel

Insel Pharos aus der Sicht eines dabei die Angabe der Entfernung

und Ägypten.

Ortsbeschreibungen

Die Stelle

wird,

im Erzählerbericht,

v~oo~-cv-&a sowie von der förmig umschlossen (vgl.

wie auch

von

Handlung der Götter w.u. S. 408).

ring-

4 1 564b-568 Proteus sicht.

beschreibt hier das Elysium in klimatischer Das gute Klima erleichtert das Leben für die

schen, mäßige

die dorthin Hitze gibt

kommen, denn es im Elysium

übermäßige nicht.

Kälte

HinMen-

und über-

In diesem Zusammenhang sei noch die Stelle 4,517b f. erwähnt, die eine Angabe zu dem Ort enthält, an dem Agamemnon bei seiner Landung vorbeifährt. Sie gehört ebenso wie die obengenannten Stellen zu einer "Erzählung in der Erzählung'' (vgl. w.u. S. 408). Diese Ortsbeschreibungen wir der Ähnlichkeit mit lungen in der schreibungen, folgen:

finden sich alle dem Erzählerbericht

in Reden, die wegen "Erzäh-

Erzählung" genannt haben. Weitere die in den Reden vorkommen, lassen

Ortsbewir hier

7 1 244-255a Die Beschreibung der zigen ''Rekapitulation'' reich

der

Insel Ogygia findet (vgl. o. S. 327),

von uns untersuchten

Bücher

sich in der eindie in den Be-

fällt.

Sie geschieht im Rahmen einer Ringkomposition, trum die Zerstörung des Schiffes des Odysseus und der

Verlust

der

Gefährten

einnimmt.

deren Zendurch Zeus

Die Stelle

wird

- 396 -

von W. Schadewaldt und von V.d.M. verschiedenen Redaktoren als Verbindungszugeschrieben. Daß eine Ortsbeschreibung stück

zwischen

einer

Vorgeschichte bereits

S. 354 f. als

S.

die

bungen,

der

als sich

die

die

die

fünf

in den

VIII

mehrfache

zu den

Ereignis

erscheint,

wurde

und IX,

Ringkomposition

Ortsbeschreibung

Verbindungen

Erzählerbericht

und einem

den Beispielen

Sowohl

Funktion

nähere

Person

Ringkomposition

391 und in

bemerkt.

auch

Stelle

einer

in

o.

handelnden

zeigt

an dieser

Ortsbeschreibungen

obengenannten

''Erzählungen

im

Ortsbeschrei-

in der

Erzählung''

befinden. Die Gliederung seus

sieht a

des

betreffenden

folgendermaßen Ogygia Dort

die

fern

Insel,

wohne Kalypso.

von den Göttern

Rede des

Keiner

noch

komme zu ihr,

von den Menschen

c

- Zeus

nämlich

fährten b'

getroffen des

Götter

Tages

Zwei weitere Nausikaa

in

269 mit

der

auf

sprochen.

S.

des alle

seien

die·

geführt.

Odysseus

mit

Die Ge-

zugrunde

gefaßt

und sei

Insel,

wo Kalypso

neun

Tage herum-

worden.

- Nach Ogygia, die

Schiff

und zertrümmert.

Odysseus

gegangen. - Er habe den Kiel getrieben

a

das

weder

(da

b

habe

Odys-

im Meer liege.

Insel eben sehr weit entfernt liegt). - Ein Dämon habe Odyssseus allein dorthin dem Blitz

oben

der

aus:

eine

sei

Teils

der

Odysseus

in

der

Nacht

wohnt, des

hätten

zehnten

gebracht.

Ortsangaben 6,255

ff.

Beschreibung 119 f.

befinden (vgl. der

in Hinsicht

o.

sich Nr.

Stadt auf

59). der ihre

in

der

Die

Rede der

Stelle

Phäaken Funktion

6,262b-

haben be-

wir

der

- 397 -

6 1 291-294

(vgl.

Nausikaa lange

gekommen

in

sind.

ist

bis

ein

Der Hain

der

die

Beschreibung,wie

ist

(vgl.

391).

4 1 603b-608

(vgl.

Nr.

Telemachos

vergleicht

Pferdezucht

erlaubt,

ist in

hier

sie

die mit

nicht

am Ende der

Rede.

Mägde in die

aus

Pappeln,

befindet

sich

so

Stadt

eine eine

und ein

Quelle Wiese.

üppiger

Garten

~~oo~-fv-&o: umschließen

Angaben

sonst

wo Odysseus

im Erzählerbericht

üblich

84 und S. 271)

zielgerichteter

Nausikaas

Athene,

Alkinoos

Die es

S.

die

besteht

des

Stadt.

der

und die

umher

Landgut

o.

Hain sie

und rings

Rufweite

Ithaka,

59)

den

soll,

darin

Dort

Nr.

beschreibt

warten

fließt

o,

Ebene

den natürlichen

erlauben. als

Die die

Der Name der

Beschreibung

um Sparta,

welche

Gegebenheiten

Beschreibung

Beschreibung Insel

angegeben.

die

wird

auf

Ithakas des

Haines

am Anfang

und

-

IV.

Erzählungen

in der

398

-

Erzählung

Die Erzählungen in der Erzählung same Merkmale auf, durch die sie mationen unterscheiden. Sie

eine

weisen

nur

lockere

in

ihr

Somit

macht

zukommt, sich

bei

und der

die

der

aktuellen

Eingliederung dem Gewicht,

Ausdehnung,

Erzählungen schreitet voran. Sonderinformationen

(vgl. o. S. 345 ff.) der Erzählung" nicht.

mit

für ihre ungenügend

den erzählenden

Freude am Erzählen bemerkbar, Interesse ihrer Gesprächspartner Bei diesen Schritten

sich

folgende gemeinvon den Sonderinfor-

Verbindung

Erzählung auf. Die Motivation die Erzählung entspricht nur ihnen

weisen

die

sie

Personen

in das

haben.

eine

gewisse

über das unmittelbare bzw. Zuhörer hinaus geht. der

Bericht in der

in schnellen Grundform

finden sich in den ''Erzählungen Auch typische Szenen sind bei

in ihnen

entweder nicht vorhanden oder auf das Nötigste gestrafft (z.B. 4,528 ff.). Dagegen begegnen in ihnen wie sonst im Erzählerbericht und in den Reden Sonderinformationen über Personen 3,282

(z.B. f.;

4,385

3,100;

110;

f.),

Objekte

111 f.; (z.B.

308;

4,365;

4,44lb-446)

524b-527; und Orte

(z.B. 3,291-299a; 4,85-88; 354-359; 564b-568). Ringkompositorische Erscheinungen sind in Zusammenhang mit den Sonderinformationen nur selten vorhanden. Sie versetzen die Erzählung auf eine andere Ebene, die weit

zurückliegt.

Aus den Aussagen

von Personen

in unserer

Erzählung,

darum bitten, daß ihnen etwas erzählt wird, oder Erzählung ankündigen, kann man auf einen gewissen punkt und auf eine gewisse Erzählungen schließen, die gen zugrunde Diese

thematische den Bitten

die eine Stand-

Einteilung dieser bzw. den Ankündigun-

liegen.

Erzählungen

haben

Personen

und ihre Schicksale zum Gegenstand. So sagt Proteus (4,495 f. ): "Viele

oder

Personengruppen

von ihnen

sind

-

399 -

überwältigt worden, viele auch sind übriggeblieben. Führer jedoch sind einzig zwei der ••• Achaier auf der Heimfahrt zugrundegegangen." So lautet ein Teil der Antwort auf die frage

des

Personen wisse

Menelaos gefragt

nicht,

(vgl.

Nr.

hatte.

welche

In 3,185

o. Nr. in 4,98

fanden.

Nicht

ff.; 1,11 nur

über dern

versichert

auch

nach

Nestor,

gerettet

Telemachos behauptet Kunde, wo ein jeder

sehnt

sich

persönlich

170 ff.). In diesem f. erwähnt.

das

er

wurden in 3,86 zugrunde

Verständnis

der

nach

und f., ging

0dysseus

Zusammenhang

Erzählungen

Personen kann man aus diesen auch eine gewisse thematische

lungen, die wiederfindet. schicksalen, teilt:

eben

119). Nestor gedenkt in 3,108 ff. - und Menef. - der Menschen, die in Troja ihren Tod

Menelaos

(4,151 Stelle

der

von den Achaiern

welche zugrunde gingen. er habe von den anderen (vgl. laos

102),

als

sei

auch

die

Erzählungen

Aussagen schließen, sonEinteilung der Erzäh-

man dann in ihrer konkreten form bestätigt Man erzählt nämlich von diesen Personenindem man sie in drei Themenbereiche ein-

1. VorTroja: Achaier, die zugrunde gingen, und diejenigen, die sich gerettet haben. die 2. Bei der Rückkehr bzw. auf dem Meer: diejenigen, zugrunde gingen, und diejenigen, die heil zurückkehrten. Die Erzählung legt dabei Gewicht auf die Rückreise. 3. Die Erlebnisse nach der Rückkehr. Nachrichten, die die Helden

nach

ihrer

Beschreibung führten.

bzw.

Dieser des

thematischen

Nestor

Rückkehr des

Lebens,

Anordnung

und Menelaos.

über

andere das

folgen

sie

dann

Helden nach

die

der

hörten, Rückkehr

Erzählungen

-

3,103-200

(vgl.

o.

Der

erste

Teil

dieser

des

Menelaos

Erzählung

S.

4,78 in

du mich seine

hast

Fortsetzung

in

••• '' (113b

Zusammenfassung

des

Grund

geht

erlitten

das

Unglück

Dann

Erwähnung

geht

die

Erzählung

des

Todes

des

Aias

und

des

In

der

(115

Antilochos Folge

ff.),

chen.

sagt denn

Eine

Krieges die

(vgl.

o.

nicht

ganz

nehmen

Nr.

einer

situation

und

irgendwie

eine

hatte. das

die

aus,

Die

Raubzüge

der

Folge

der

Seeräuber die

er

des

des

der weiterer

die

nachklingt.

Priamos

Achilleus,

Füh-

wobei

(73)

ein,

des

Patroklos

wolle

davon

nicht

erzählen

oder

sechs

Jahre

fünf

die

Dauer

die

Beschreibung

kommt

er

des

um

(118

zwar

Telemachos

S.

237).

Die

Verse

direkte auf

Antwort.

der

auf

Frage

des

Die

Gliederung

ab

genau

entsprechen denn

die

120,

o.

sie

Gesprächs-

Telemachos ist

(l)

Sache,

nicht

Erzählung,

die

(Nr.

zur

120-129

Anredebezug

3,240-252

f.)

näher

des in

brau-

Trojanischen

Frage

Telemachos

ein

erwähnt,

die

geben

unter

als

Stadt

er

Erzählung

die

gefragt

für

~v~a

119,

durch

des

dann

aber

eine der

Kampf

würde

Zeitangabe

beantwortet

ist

gedenken.

dafür

Anapher

alle

nach

des

Nestor,

schließt

Durch

Rede

zu

diese

Nestors,

dem Unglück

auf

findet

Sicht

den

(Tel.),

'' (103)

der "Da

während

in

und

in

Satzes:

steht,

vor

einer

sind

des

.•.

Rede

und

haben. werden

vorausgegangene

Anfang

"Wer könnte

der

von

die

Stellen

Trübsal

nicht

Achilleus

für

die

aus

allerdings

dort

Der

auch

Merkmale

Beide

Begebenheiten

8es~hreibung

Achaier

auf.

alle

Was dazwischen

Krieges

Telemachos

nicht

dem Satz:

f.). der

trojanischen

Diese

weist

an

wie

(103-129),

verankert.

erinnert

künden

rung

Rede

Erzählung

Gesprächssituation

-

237)

ff.,

der

400

doch

derjenigen S.

238

der f.)

vergleichbar. Der

zweite

des

Nestor,

Teil des

der

Rede

Diomedes

(130-185) und

des

erzählt Menelaos

die bi~

Rückkehr Lesbos.

Eine

-

Einteilung dieser Reise gegeben:

Partie

401

wird

-

durch

die

Stationen

der

130-136 137-152

Einleitung Versammlung

153-164 165-175 176-185

Abfahrt und Reise bis Tenedos Abfahrt von Tenedos und Reise bis Lesbos Abfahrt von Lesbos und Reise über Geraiston bis Argos (Diomedes) und Pylos (Nestor).

und Atridenstreit

Die Erzählung fällt wegen der häufigen Erwähnung der Götter, besonders des Zeus, auf. Ihm und Athene werden die Unglücksfälle der Achaier bei der Rückreise und danach zur Last gelegt. Sie lassen sich auch nicht durch Opfer umstimmen, obwohl diese bei jeder Gelegenheit veranstaltet werden und die Gottheit dabei über die weitere Reise befragt wird. Die letzten Opfer zu Ehren Poseidons scheinen jedoch

den Gott

günstig

gestimmt

zu haben.

Weder Orts- noch Personenbeschreibungen Reden (Orakelspruch und Atridenreden)

kommen hier vor. werden auf das We-

sentliche komprimiert; ringkompositorische Elemente sind ebenfalls nicht vorhanden. Das Nacheinander der Ereignisse wird durch eine Raumvorstellung geleitet. Nach unserer thematischen Einteilung (vgl. o. S. 399) entspricht diese Erzählung dem Themenbereich 2. Im dritten Teil seiner Rede (186-200) faßt Nestor die Ereignisse zusammen, von denen er Kunde erhalten hat (vgl. o. Nr. 119). Dieser Teil ist wie der erste mehr auf die Gesprächssituation bezogen als der zweite will Nestor darauf hinweisen, daß er Teil. Wahrscheinlich nichts über Odysseus gehört hat (vgl. 17,114 f.), indem er alles zusammenfassend erzählt, was er in Pylos gehört hat: von denjenigen, die glimpflich davongekommen sind (das Gefolge des Achilleus, des Philoktetes und des Idomeneus), und von demjenigen, der zugrunde gegangen ist (Agamemnon). Er nimmt wiederum bezug auf die Rede des Telemachos (86 f.)

- 402 -

mit seiner Vermutung, Telemachos habe Agamemnons gehört. Die direkte Anrede Mentor) 193 und 199 f. umschließt die des Agamemnon durch Aigisthos und die über dessen Tod durch Orestes, den er bild vor Augen hält.

schon vom Untergang an Telemachos (und Erwähnung des Todes neuesten Nachrichten Telemachos als Vor-

Dieser Teil entspricht dem Themenbereich 3. Wille des Zeus oder sonstiger Götter nicht Vom Leben in Pylos war schon am Anfang des eine Beschreibung gegeben worden, die dann wird. ergänzt

3 1 254-328

(vgl.

Nr.

79 und zu Nr.

Hier wird der einmal erwähnt. dritten Buches von 4,207-211

120)

254 f. und 313 ff.: Die zweite große Rede Nestors ist anders gegliedert (vgl. Nr. 120 S. 240 ff.). Die direkten Anreden an Telemachos, seinen Gesprächspartner (253 f. und 313 ff.), umschließen die Erzählung, die diesmal in ihren Anreden unterbrochen Einzelteilen nicht durch weitere wird. 256-261 und 306-312: Nestor scheint seine Gedanken nahtlos an den letzten Teil seiner Rede 103 ff. anzuknüpfen, und zwar an Vers 3,198, wo er den Tod des Aigisthos durch Orestes erwähnt hatte. Ungeachtet der frage des Telemachos, die sich auf ein war, Ereignis bezieht, das sieben Jahre davor geschehen und ungeachtet des ausdrücklichen Wunsches des Telemachos, der nichts mehr davon hören wollte (vgl. o. S. 238 ff,), erwägt Nestor (256-261), was geschehen wäre, wenn Henelaos vor dem Tode des Aigisthos nach Hykene gekommen wäre. Er ist nämlich am Tage des Begräbnisses in Hykene eingetroffen. Die Erzählung bricht in 261 ab und fährt in 306-312 fort mit dem Tod und dem Begräbnis des Aigisthos und der Klytaimnestra durch Orestes und mit der Ankunft des Henelaos im achten Jahr der Regierung des Aigisthos in Hykene.

- 403 Will man hier unbedingt eine Antwort auf die frage des Telemachos sehen, so scheint eine Antwort auf eine TeilWo war Menelaos? frage des Telemachos vorhanden zu sein: der Rede scheint die Aussage In diesen zwei Ringteilen vorzuliegen: "Henelaos war nicht da". Der von Telemachos erfragte Zeitpunkt ist aber um sieben bis acht Jahre verschoben (vgl. o. S. 240). Diese Erzählung (3,256-261 und 306-312) gehört zum Themenbereich 3. Nestor hat sie vor kurzem gehört, und sie entspricht den Nachrichten über das, was die Helden nach ihrer Rückkehr erlebt haben.

262-275

und 303-305

Eine chronologische Beziehung stellt Nestor in 262-263a her. Ausdrücklich weist er darauf hin, daß alles, was in der folge erzählt wird, während des Trojanischen Krieges geschehen ist. Die Erzählung gehört also zum Themenbereich 1. Nestor holt hier weit aus, um des Telemachos frage zu beantworten. Er erzählt von der Verführung der Klytaimnestra durch Aigisthos, der offensichtlich nicht gegen den Willen der Götter handelte(vgl. 236b-238). Die Erzählung von Aigisthos bricht nach 275 plötzlich ab, um mit einer chronologischen Beziehung, diesmal zu der Rückkehr der Helden, in 303-305 wieder aufgenommen zu werden. Aigisthos ersinnt schlimme Dinge, darunter den Tod Agamemnons, der noch ni~ht angekommen ist. Genaugenommen sollte Menelaos sich zu.dieser Zeit irgendwo zwischen Maleia und Kreta aufhalten. Dann tötet Aigisthos den Agamemnon, unterwirft das Volk und herrscht sieben Jahre in Hykene. In dea Menelaos, diese sieben Jahre fallen die Irrfahrt die auf die Nekya folgenden Irrfahrten des 0dysseus und sein siebenjähriger Aufenthalt bei Kalypso (vgl. 11,405434 und 7,259). Die in 303-305 beschriebene Handlung des

- 404 -

Aigisthos

fällt

also

unter

Themenbereich

2.

Die Erzählung von Aigisthos enthält eine Angabe zu einer Person (267 f.), die funktionell in die Erzählung eingegliedert ist: die Person des Sängers. Sein Name wird jedoch nicht angegeben. Es interessiert nämlich nur der Auftrag Agsmemnons an ihn. Die Worte des Aigisthos an Klytaimnestra sowie diejenigen Agamemnons an den Sänger werden nach ihrem möglichen Inhalt (illokutionär) bezeichnet. Der Wille der Götter scheint unausweichlich und die Haltung des Aigisthos eine fromme zu sein (vgl. oben zu s. 401). 3,130-185, 276-302 Die Erzählung der Rückkehr stellt den Menelaos in den Mittelpunkt, auch wenn sie aus der Perspektive Nestors wo die Rückdargestellt wird (anders als bei 3,176-183, kehr des Nestor und des Diomedes zusammengefaßt wurden). Die Erzählung scheint den Bericht über die Rückkehr der Helden zu ergänzen (176-183). Man erfährt hier, daß Menelaos Nestor und Diomedes nicht nur bis Lesbos, sondern sogar über Geraiston hinaus bis nach Sunion begleitet hatte. Dort, wo er aufgehalten wurde, vollzog sich offensichtlich die Trennung von Diomedes und Nestor. Diese fuhren weiter nach Argos bzw. Pylos und Menelaos blieb bei Sunion

zurück.

Die Erzählung

folgt

jetzt

der

fahrt

des Menelaos.

Davon

(286 ff.) hat Nestor wahrscheinlich später zu Hause in Pylos erfahren, und zwar nach der Rückkehr des Menelaos oder der Gefährten, die auf Kreta blieben, aber es findet sich kein Hinweis darauf. Die Erzählung folgt ununterbrochen der Irrfahrt des Menelaos. Ein Wirken der Götter wird in dieser Erzählung zwar bezüglich Poseidons und Zeus' erder fall wähnt, aber nicht so oft, wie es in 3,130-185 ist. Die Opfer der Menschen an die Götter sind hier jedoch nicht verzeichnet. Die Erzählung berichtet nicht über gehaltene Reden, verweilt aber gerne bei Personen (Phrontis)

-

und Orten

405

(Kreta).

Die Gliederung aus:

der

ganzen

Rede sieht

also

folgendermaßen

a -

254 f. b - 256-261

Anrede an Telemachos Dieser Teil knüpft an 198 an und gehört zu den Handlungen, die sich nach der Rückkehr der Helden ereignet haben (Themenbereich 3).

c - 262-275

erzählt, das Hier wird das Geschehen Krieges sich während des Trojanischen abspielte (Themenbereich 1), und dabei der Bericht von 103-119 an einem anderen Schauplatz (Aigisthos in Mykene) ergänzt. Rückkehr des Menelaos. Dieser Teil setzt 175 fort (Themenbereich 2). Fortsetzung der Geschichte des Aigisthos zu der Zeit der Rückkehr der Helden (Themenbereich 2).

d - 276-302 c'-

303-305

b'-

306-312

a'-

313 ff.

4 1 78-112

(vgl.

Tod des Aigisthos und Ankunft des Menelaos (Themenbereich 3). Anrede an Telemachos (vgl. Nr. 79).

o.

S. 374 f.

und 394)

Diese Rede des Menelaos berührt wiederum alle drei Themenbereiche uns~rer Einteilung auf S. 399. Sie geht, wie schon oben auf S. 394 bemerkt, von der Gesprächssituation die die Aufmerksamkeit aus, und zwar von den Reichtümern, des Telemachos erregt haben. Somit berührt sie den Themenbereich 3 unserer Einteilung. Im Zentrum der Ringkomposides Menelaos von tion (vgl. o. S. 394) wird die Rückreise ihm selbst zusammengefaßt. Bis 93 ähnelt die Rede in ihrer Gesprächsbezogenheit den Stellen 3,103-119 und 186-200. Die Beschreibung der Reise enthält eine Sonderinformation über Libyen.

- 406 Bis

auf

Ägypten

waren die

anderen

hier

erwähnten

Stationen

der Reise des Menelaos bis jetzt unbekannt, so daß diese Stelle in dieser Hinsicht als eine Ergänzung zu 3,286-302 angesehen werden kann (Themenbereich 2). Ist dem so, dann ergeben sich offensichtlich zwei Aufenthalte des Menelaos in Ägypten, der erste am Anfang seiner Irrfahrt, als er von Kreta kommt (vgl. 3,300), der zweite am Ende seiner Reise (vgl. 4,351). Dies legt den Verdacht nahe, daß er Kypros, Phoinike, die Aithiopen, Sidonier, Erember und Libyen

von Ägypten

und wieder nach Ägypten zurückgekehrt ist. Daß man von Kreta aus Ägypten erreichen konnte, geht auch aus den Trugreden des 0dysseus vor Eumaios (14,192 ff.) und Antinoos (17,415 ff.) hervor. Von Ägypten aus konnte man auch Phoinikien und Libyen erreichen (vgl. 14,290 f. und 295). Der zweite

Teil

aua erreicht

der

hat

Rede (93-103)

geht

von Vers

93 aus,

d.h. von der Beschreibung der augenblicklichen Lage. Im ersten Teil handelte es sich um den Besitz der vielen Reichtümer und ihre Herkunft, jetzt im zweiten Teil steht die Trauer im Mittelpunkt, die Menelaos trotz der vielen Reichtümer erfüllt. In Vers

93 behauptet

zu freuen; ner Trauer. 99) dieses Trojanischen

in

100-103

er,

sich

steigert

nicht sich

über die

seine

Reichtümer

Beschreibung

sei-

Warum er so viel trauert, wird im Zentrum (95Redeteiles gesagt, in dem auf die vielen im Krieg zugrundegegangenen Achaier angespielt

wird. Dies hätten bestimmt die jungen Männer, die er vor sich hat, von ihren Vätern erfahren (vgl. 3,86 f., o. S. 236, und 4,687 f., o. S. 375). Zu dieser Zeit habe er sein Haus verloren. Wahrscheinlich wird dies in Anspielung auf le). reich

den Raub Helenes Der Kern dieses

gesagt (vgl. Ameis-Hentze zur StelRedeteils gehört also zum Themenbe-

1.

Der dritte Teil der Rede, der eine Sonderinformation darstellt, wurde schon oben auf S. 375 besprochen. Er beinhaltet Nachrichten und Empfindungen, die der Held nach

- 407 seiner

Rückkehr

erlebt

Die Gliederung

der

haben

mußte

Rede scheint

(Themenbereich

somit

folgende

3). zu sein:

78-82

B

B

a

-

a

-

83-89 90-93 f. 95-99 100-103

...............

b C

b' a

-

-

104-105a 105b-106e 106b-108a 108b-110a ll0b-112

4 1 333-592 (vgl. Nr. 83): die einzelnea Reden der Eidothee-Erzählung sind für sich unter den Nummern 112, 113, 68, 114, 58, 110, 115, 37, 102, 38, 103 und der Wunsch des Henelaos ist o. S. 373 erörtert worden. Die Eidothee-Erzählung zeigt im großen und ganzen dieselben Merkmale wie der Erzählerbericht. Reden werden darin wörtlich wiedergegeben und sind in ihrer Gliederung (mit Ausnahmen) den übrigen Reden vergleichbar. Die große Rede der Eidothee zeigt in ihrer Konzeption sogar verblüffende Ähnlichkeiten mit der Rede der Nausikaa in 6,255 ff. (vgl. o. Redegruppe Be S. 109 ff.). Angaben über Personen (Eidothee, Proteus), Orte (Pharos) und Gegenstände (Robbengeruch) finden sich ebenso in dieser Erzählung. Die Funktion dieser langen Rede als Antwort auf die Fragen dea Telemachos wurde schon oben besprochen. Heneleos nimmt in 347 f. auf die Fragen des Telemachos bezug und antwortet ihm (349 f.) mit der Aussage des Proteus. Er holt weit aus, genau so, wie es in der Antwort dea Nestor 3,262 ff. der Fell ist. Die Anknüpfung an die Fragen dea Telemachos erfolgt jeweils auf indirekten Wegen. Die Freude am Erzählen iat an beiden Stellen nicht zu verkennen.

- 408 -

4,495-537 Die Erzählungen des Proteus beziehen sich auf die Rückkehr der Helden Aias Oileos und Agamemnon (Themenbereich 2), nach der Menelaos gefragt hatte. Menelaos hatte in seiner Frage (488) behauptet, zusammen mit Nestor die Rückreise gemacht zu haben, und somit stimmt seine Aussage mit den Angaben Nestors überein. Er fragt aber überraschenderweise weil Nestor, als er sich von nicht nach ihm, vielleicht Menelaos trennte, den größten und gefährlichsten Teil des Weges hinter sich hatte. Somit setzt Menelaos voraus, daß Nestor gut angekommen ist, so daß sich eine Frage nach ihm werden, daß erübrigt. Es darf jedoch nicht übersehen Nestor Maleia, wo sich die meisten Unglücksfälle ereignen. sollen, noch nicht passiert hatte. Menelaos fragt wohl deshalb nicht nach Nestor, weil dessen Schicksal im Augenblick der Erzählung (vgl. 4,207b-211) ihm selbst, dem Telemachos und dem Hörer/Leser schon bekannt ist. Denn was schon erzählt worden ist, gilt als schon geschehen (vgl. o. s. 59 ff.). Die Erzählung vom Schicksal des Aias Oileos (499-510) zeigt ähnliche Züge wie die vom Schicksal des Aigisthos in 3,262 ff. und wie die Rede Nestors in 3,130-185 (vgl. o. S. 404 und 400 f.): der Wille der Götter spielt in diesen Reden eine entscheidende Rolle, Reden werden nur indirekt wiedergegeben und Orts- und Personenbeschreibungen gibt es nicht. Die Erzählung des Proteus von der Rückkehr und dem Tod Agamemnons (512-537) beantwortet die Frage des Telemachos an Nestor (vgl. o. S. 238 ff. und 267). Agamemnon kommt hier überraschenderweise von Süden, vielleicht von Kreta her, sonst· hätte er nicht an Maleia vorbeifahren müssen. Ein Wirbelsturm und ein von den Göttern verursachter Windstoß umschließen die Beschreibung des Ortes, an dem Agamemnon vorbeifährt. Man erwartet nach dem Windwechsel, daß Agamemnon sich weiter von seinem plötzlich sind er und seine Gefährten

Ziel entfernt, schon am Ziel

doch

-

(520b). schreibung Götter Die

514-521

und der

zentralen

hier

Verse

nicht

Stelle

Die

spielt,

es sonst ters

Wächters

dagegen pflegt.

ebenso

funktionell

auch

Rolle,

erwähnen

Angelegenheiten,

in

zu tun

sind

fällt

die

Die

wie die

in die

zur

Erzählung

bei

nach

wähnt. Diese Götterwillens

der

denen

Ortsbe-

Wille

der

ihrem

Person

Person

des

Sängers

eingegliedert,

zeigt Nestors

die

zur

möglichen

Erzählung mit der

der

Angaben

Götter

Erzählung des

der

Wäch-

(3,267b

f.)

Name des

des Sängers dem Hörer/ Aigisthos an Agamemnon

wird

nur

wird

der

den Willen

jedoch ebenso wie der vorenthalten. Eine Anrede des

Leser

wegen

auf.

521-535

einmal

409 -

Inhalt

(illokutionär)

bis auf (3,262

die ff.)

er-

Erwähnung des Berührungs-

punkte. Die

zwei

Sparta

Erzählungen (vgl.

o.

über

S.

281)

Odysseus gehören

im Abendgespräch

in

zum Themenbereich

1.

Sie entsprechen den Andeutungen des Telemachos gegenüber Nestor (3,96-101) - das sei an dieser Stelle nochmals bemerkt - besser als die dort anschließende Antwort Nestors.

4,242-264 Die Erzählung Helene

vom Spähergang

verweilt

Odysseus, die in die Stadt"

bei

der

des

Odysseus

Beschreibung

der

und der Verkleidung

(3,262-275). beschreibt

sie hatte, Späherzug habe

die

dem hölzernen

des

zweimal gegeben wird. Die Worte: ''tauchte (246, 249), umschließen die zweite Angabe

über die Verkleidung wie ein Ring. Die gehaltenen vier insgesamt, sind nach ihrem Inhalt bezeichnet, wie die in den Erzählungen des Proteus (4.,499-537) Nestor Helene

Reue der

Diese Erzählung die offensichtlich

Odysseus Odysseus Pferd

aus als

Reden, ähnlich und des

aus dem Munde der einzige Gelegenheit,

der Nähe zu erleben. Vorbereitung für die

unternommen.

er

Den List

mit

-

410

-

4,269-289 Die Erzählung des Menelaos über Odysseus greift eine Episode aus der Geschichte mit dem hölzernen Pferd auf. Die Ausrufe der Helena bei ihrem Gang um das Pferd werden dabei genau beschrieben (274-281) und nehmen das Zentrum der ganzen Episode ein. Die Erzählung verweilt sonst weder bei Orts- noch bei Personenbeschreibungen. Das Einwirken der Götter auf das Schicksal der Menschen wird festgehalten.

8 1 500b-520

Das dritte Lied des Demodokos erzählt auf die Bitte des Odysseus hin auch eine Episode von dem hölzernen Pferd. Die Debatte bei der Versammlung der Troer bildet hier den Mittelpunkt der Erzählung. Auf das Mitwirken der Athene wird hingewiesen.

8,74-82 Das erste Lied des Demodokos besteht aus mehreren Reden. Einführung und Ende des Liedes umschließen mit dem Hinweis auf den Gesang des Demodokos dessen Inhalt wie ein Ring (vgl. v. Otterlo (b), a.a.O., S. 68). Die Aussagen im Streit zwischen Odysseus und Achilleus sowie die Wahrsagung Apollons

werden

angedeutet.

Auch das zweite Lied des lungen in der Erzählung.

Demodokos

gehört

zu den Erzäh-

- 411 V. Zusammenstellung der Beobachtungen im dritten Kapitel: Rückwendungen (ZR) (Die Numerierung hier setzt die Numerierung der Zusammenstellung des zweiten Kapitels fort.) 30.

Definition kungen).

der

Rückwendung

(vgl.

o.

S. 13 mit

Anmer-

Bei der Bestimmung einer Rückwendung ergeben sich vom Text aus gesehen Schwierigkeiten, die von dem Gegenstand der Rückwendung herrühren. 31.

Gegenstand sein, die

einer Rückwendung noch nicht erzählt

kann die Vergangenheit worden ist.

Als Gegenstand der Rückwendung kommt diese Vergangenheit in unserem Text nur als Vorvergangenheit vor. Sie fällt nämlich vor den Anfangszeitpunkt des Epos. Es gibt also keine Rückwendung auf eine noch nicht erzählte Vergangenheit, die nach dem Anfangszeitpunkt des Epos liegt. Dies hat zur folge, daß es keine streng durchgeführte Gleichzeitigkeit zwischen zwei oder mehreren Handlungen gibt. Botengänge und ~~pa - ~6~pa - Sätze sind auf kleine Abschnitte begrenzt und in formelhafter Weise angeführt (vgl. Kap. 1). Eine Ausnahme bilden die Erzähw.u. ZR 60). lungen in der Erzählung (vgl. 32.

Gegenstand der Rückwendungen zählte Vorgeschichte.

ist

die

noch nicht

er-

Diese Art der Rückwendungen haben wir in zwei Gruppen unterteilt: in Sonderinformationen (vgl. o. S. 345 ff.) und Erzählungen in der Erzählung (vgl. o. S. 329 f. und 398 ff.). Nun darf ein Teil der Sonderinformationen nicht zu den Rückwendungen gezählt werden, weil ihr Gegenstand nicht in der noch nicht erzählten Vorgeschichte liegt, sondern sich entweder auf immer bestehende

-

412

-

Verhältnisse bezieht (Gleichnisse und allgemeingültige Aussagen, vgl. o. S. 16 und 345) oder Mitteilungen über gegenwärtig bestehende Verhältnisse enthält (vgl. o. S. 382 ff.). 33.

Gegenstand sein.

der

Die Erzählung

Rückwendungen

berücksichtigt

Rekapitulationen

(vgl.

o.

vorher

vorher

vielfacher Weise. Nicht jede darf jedoch als ''Rückwendung net werden. Wir unterscheiden: 33.0

kann

Erzähltes

Art der proprie

S. 327).

Erzähltes

in

Berücksichtigung dicta" bezeich-

Eine

Person

er-

zählt ihre eigenen schon erzählten Erlebnisse anderen Personen, die bis zu dem Punkt des Gesprächs nichts davon wußten. Diese Art ist eine "Rückwendung'' im strengeren 33.l

Sinne.

Die Erzählung (Rede und Erzählerbericht) berücksichtigt das vorher Erzählte, indem in ihr Aufträge oder Vorausdeutungen im allgemeinen erfüllt werden (vgl. o. S. 331 und 339 f.). Korrelate sind demgemäß nicht als Rückwendungen im engeren Sinne zu bezeichnen, denn sie sind die notwendige Entsprechung, die die Abfolge der Ereignisse erfordert. Auch Ausdrücke wie: Athene sagte'', die auf eine konkrete vorher erzählte Tat hinweisen, werden nicht als Rückwendungen proprie dictae bezeichnet (vgl. o. S. 339). "wie

33.2

Die Erzählung

(Rede

und Erzählerbericht)

bewertet

das, was schon vorher erzählt wurde (vgl. o. S. 332 und 340). Diese Form wird auch nicht zu den Rückwendungen im strengeren Sinne gezählt, denn auch sie ergibt sich notwendig aus der Ereignissequenz. 33.3

Die Erzählung berücksichtigt das vorher Erzählte, indem eine Person einer anderen aus ihrer eigenen etwas

mitteilt,

was schon

im Kern erzählt

worden

Sicht war

- 413 (vgl. o. S. 333 und 342). Diese Art wird auch nicht zu den Rückwendungen proprie dictae gezählt. Jedoch ergeben sich Parallelen zu den Sonderinformationen, wenn z.B. eine Tat der Vorgeschichte des Epos schon einmal als Sonderinformation erzählt worden war und dieselbe Tat (als schon Erzähltes) noch einmal, ausgeschmückt So ist die

mit weiteren Einzelheiten, Rede des Zeus in 1,35-43

Wiederaufnahme wendung proprie

wird. erzählt eine ergänzende

von 29-31, die eigentlich keine Rückdictae, sondern eher eine ergänzende

Berücksichtigung des vorher Erzählten darstellt. Sie erzählt aber eine Einzelheit aus der Vorgeschichte des Epos, die keine Wiederaufnahme des vorher Erzählten

darstellt:

die

Warnung

Diese und eine kleine partien haben diesen

der

Götter

an Aigisthos.

Zahl anderer Reden bzw. doppelten Charakter. Sie

Redestellen

einerseits eine "ergänzende Berücksichtigung des vorandererseits, da sie etwas her Erzählten" (ZR 33.3), erzählen, was in der Vorgeschichte des Epos liegt, eine Sonderinformation dar. Reden in unserer Aufzählung

Deswegen erscheinen weiter unten einmal

diese unter

den ''ergänzenden Berücksichtigungen des vorher Erzählten'' und einmal unter den "Sonderinformationen''. Sie wurden jedoch unter den Sonderinformationen voll aufgeführt, denn die Neuigkeiten, die sie enthalten, sind gewichtiger als ihr das vorher Erzählte ergänzender Charakter. wir z.B. bei den auf S. So stießen ten Beispielen der Sonderinformationen die Beispiele II (Antilochos), III

347-357 aufgeführdarauf, daß (Kyklops), IV

(Neleus), V und VII (Aufenthalt in Ägypten und Reise von Helene und Menelaos) sich auf schon Erzähltes beziehen. Das "Neue'', das sie enthalten, erlaubt jedoch ihre Einreihung unter die Sonderinformationen. Darüber hinaus ergeben 33.1 aufgeführten unter

sich Überkreuzungen mit der Art, wenn eine Mitteilung als

-

414

-

Folge eines Auftrages erfolgt. Jedoch belegen zahlreiche Stellen im Text diese Art der Berücksichtigung des vorher Erzählten als eine eigenständige Art. 33.4

Zuletzt weist,

wurde als das vorher

eigentliche spiel sind 40.

41.

vierte Art, die die Erzählung Erzählte zu berücksichtigen,

Rückwendung erwähnt. Definition und Beiauf S. 336 und 343 aufgeführt worden.

Bei der Bestimmung einer Rückwendung ergeben sich weiterhin Schwierigkeiten, die aus der sprachlichen Form der möglichen Rückwendung resultieren. Ein Beispiel erläutert am besten das Gemeinte: Eine 'Botschaft wird in unseren Text mit denselben Worten weitergegeben, wie sie empfangen worden ist. Selbstverständlich weist die exakte Wiedergabe der Botschaft auf ihren Empfang durch den Boten, d.h. auf die Stelle, wo die Botschaft zuerst formuliert wurde, zurück. Je genauer die Wiederholung ist, um so besser der Bote, der die Botschaft weitergibt. Solche und ähnliche Fälle zählen aber nicht zu den Rückwendungen im eigentlichen Sinne, denn sie quenz der Ereignisse (wir haben subsumiert).

42.

aufdie

entsprechen sie unter

der Seo. ZR 33.1

Der Gebrauch derselben Worte weist nicht auf Rückwendung hin. Dies dürfte seit Arendts "typischen Szenen" und seit der ''oral poetry" klar sein. Daß eine Mahlzeit mit denselben Worten wie die andere Mahlzeit beschrieben wird, heißt nicht, daß es sich um ein und dieselbe Mahlzeit handelt und daß die Erzählung zurückgreift. Diese Feststellung ist aber umstritten, wenn man sie auf Ähnlichkeiten bezieht, die zwischen verschiedenen Szenen bestehen. So werden beide Götterversammlungen am Anfang des ersten und fünften Buches als ein und dieselbe betrachtet, weil die beschriebenen Bilder

-

415 -

sich ähneln. Somit wird die Versammlung im fünften Buch zu einem Rückgriff in der Erzählung gemacht. Die Erzählung würde demnach aber einer Zeitanordnung folgen, die bei den Epen keine Bedeutung hat. für das Gespräch des Menelaos mit Telemachos im vierten und fünfzehnten Buch und für die freierszenen dasselbe (vgl. o. S. 32B f. und 338 f.). 43.

etc.

gilt

Wenn aber eine Person von einer ehemals gemachten Aussage berichtet, die nicht erzählt worden war und der Regel nach der Vorgeschichte des Epos angehört, dann ist das eine Rückwendung unter die Sonderinformationen

proprie dictee, die wir subsumiert haben. Es

Wiederhandelt sich dabei um die getreue wörtliche gabe einer gehaltenen Rede. Dies gilt z.B. von den ehemaligen Aussagen des Halitherses, Nausithoos,

Penelope usw. Diese Sonderinformationen weisen wie die anderen ringkompositorische Elemente und Schritte auf, 44.

die

Infolgedessen

sich

aus haben

der wir

Erzählebene unter

entfernen.

"Rückwendungen

late

dictae'' Stellen gesammelt, die in neun Gruppen geordnet worden sind, von denen nur sechs formen aufgeführt wurden (vgl. o. S. 327-330 und 331 ff.). Dazu gehören: vier formen, bei welchen die Erzählung dem vorher Erzählten Rechnung trägt, und zwei formen (Sonderinformationen und Erzählungen in der Erzählung), bei welchen die Erzählung die Vorvergangenheit des Epos bzw. Ereignisse, die nicht in die unmittelbare Erzählsituation gehören, einbezieht. formen Drei weitere unsere Untersuchung einbezogen.

(vgl. o. S. 327-328) haben wir aus den erwähnten Gründen nicht

in

-

50.

Rückwendungen

51.

Rückwendungen late dictae im Sinne der unter ZR 33.l besprochenen (vgl. o. S. 412 und 331) ~ind per definitionem immer Teil eines prospektiven Redeteils oder sie sind eine ''prospektive Rede" (vgl. o. Z. 11.l) bzw.

eine

Die oben

im weiteren

416 -

Korrelatrede unter

Z. 11.l

Sinne

(vgl.

o.

und Redestruktur.

Z. 15.32).

aufgeführten

Redepartien

und

Reden fallen also unter diese Art von ''Rückwendungen". Prospektive und Korrelatreden sind in dieser Hinsicht gleichzeitig Rückwendungen. 52.

Rückwendungen late dictae, im Sinne der oben unter ZR 33.2 besprochenen Rückwendungen stehen im Gegensatz zum prospektiven Redeteil immer am Anfang der Rede. Vom Gesichtspunkt der Verknüpfung mit der vorausgegangen Erzählung erscheinen sie oft als ''Reaktionen'' (vgl. o. Z. 15.72; 15.73 und 15.73.1). Wir führen in der folge die meisten diesen Charakter aufweisen und einer 1,45-47 1,64-67 1,158-168 1,222-223 1,253-254 1,307-308 1,315 1,346-352 1,384-385 1,389-393 1,400-404 2,25:-27 2,85-86 2,130-137 2,161-162 2,178-179

86) 86) vgl. 93) 94) ( 0. Nr. ) (Nr.122) vgl. (Nr.122) (Nr. 21) ( 0. Nr. ) vgl. ( 0. Nr. ) (Nr. 99)

(Nr. (Nr. (Nr. (Nr.

95) vgl. 91) 90) ( 0. Nr. ) (Nr. 92)

(Nr. (Nr. (Nr.

Stellen auf, die Rede angehören:

z.

15.72

z.

15.72

z.

15.72

z.

15.73.1

- 417 2,209-211

( 0.

Nr. )

2,229-234

( 0.

Nr. )

2,243-245

(Nr.

2,262-266 2,303-304

( 0.

(Nr.123)

vgl.

2,363-364

(Nr.109)

vgl.

3,22-24

(Nr.

71)

vgl.

3,103-104

(o.

3,202-204

( 0.

Nr. ) Nr. )

3,211-213 3,226-228

( 0. ( 0.

Nr. ) vgl. Nr. ) vgl.

3,230-231

( 0.

Nr. ) vgl.

3,240-242

(Nr.120)

vgl.

3,313-316

(Nr.

79)

vgl.

3,331

(Nr.

80)

3,346-350

Nr. ) vgl. (Nr. 81) (Nr. 82) vgl.

3,357a 3,375-379 3,418-420

76) Nr. )

z. z. z.

15.73

z. z. z. z. z.

12.20 15.72

z.

15.73

z.

15.73

15.73.l

vgl.

z. z.

15.73

Nr. ) vgl.

z.

15.73

( 0.

( 0.

50) 24) Nr. )

4,78-8la

( 0 •

Nr. )

4,138-140

( 0.

Nr. )

4,169-170

( 0.

Nr. )

4,190-192

(o.

Nr. )

4,204-208

(Nr.

4,235-241

( 0.

66) Nr. )

4,266-268

( 0.

Nr. )

4,291-293

(Nr.

4,333-340

(Nr. 83) (Nr.113)

4,31-35a 4,71-76

4,376-378 4,465-467 4,492-494

(Nr. (Nr.

15.72 15.72

15.71 15.72 12.11

25)

(Nr.115) ( 0.

4,543-544a(Nr.

Nr. ) 38)

4,611-614

(Nr.

85)

4,663-666

(Nr.

39)

4,681-683

(Nr.117)

4,707-710

(Nr.118)

4,722-723

( 0.

vgl.

und 01

4,743-744 4,774-775 4,804 . 4,810-813

(Nr. 48) (Nr. 26) (o. Nr. ) (o. Nr. ) 4,825 (o. Nr. ) ( 0. Nr. ) 5,7-12 (o. Nr. ) 5,%2-24 5,97-104 (Nr. 40) .5,118-120 (Nr. 41) 5,173-176 (Nr. 27) (o. Nr. ) 5,182-183 (Nr.124) 5,203-205 5,286-289 (o. Nr. ) (o. Nr. ) 5,299-300 5,339-341 (Nr. 69) (Nr. 54) 5,356-357 5,377-379 (o. Nr. ) (Nr. 55) 5,408-414 6,119-124 (Nr. 29) 6,187-190 (Nr. 73) (Nr. 51) 6,199-206 (Nr. 30) 6,239-244 (Nr. 52) 7,159-161 (o. Nr. ) 7,299-301 7,309-310 (Nr. 44) 8,166-179a(Nr. 31) 8,195-197a(o. Nr. ) 8,236-240 (Nr. 63) (o. Nr. ) 8,329-332 (o. Nr. ) 8,382-384 8,387-388 (Nr. 64) (Nr. 32) 8,487-491

418 -

vgl.

z.

04.

vgl. vgl. vgl. vgl.

z. z. z. z.

15.72 15.73.l 15.72 15.72

vgl. vgl. vgl. vgl.

z. z. z. z.

15.73 15.73.l 15.73 15.72

vgl. vgl.

z. z.

15.73.l 15.73

vgl.

z. 15.73.l

vgl. vgl.

z. z.

15.72 15.73

vgl.

z.

15.73

vgl.

z.

15.73.l

Einige der aufgeführten Rückwendungen im weiteren Sinne sind auch gleichzeitig ein Ringteil in einer Ringkomposition. 53.

Ergänzende unter 33.3

Rückwendungen late dictse im Sinne von den besprochenen sind auch Antworten auf Fra-

-

gen.

Sie

nehmen

Bekundung late

Redeteilen möglich,

auch

unter

nend

daß 33.3

nicht

folgenden dieser

sich

aber

zwei

aufgeführt

Charakter

doppelte

1,32-42

( 0.

l,48a-59a

(Nr.

86)

1,68-75

(Nr.

86)

1,179-193

(Nr.100)

1,214-220

(o.

Nr. )

1,231-251

( 0.

Nr. )

1,337-338

(o.

Nr. )

1,413-419

(Nr.

99)

Nr. )

2,(40-)60-64a 2,365b-368(Nr.109)

(Nr.

2,402-403

(Nr.

23)

3,14-16

(Nr.

71)

3,79-95

(Nr.119)

4,26-27

(Nr.101)

4,100-113

(o.

Nr. )

4,141-146

( 0.

Nr. )

4,156-167

(o.

Nr. )

4,209-211

(Nr.

66)

4,316-325

(Nr.121)

4,383-387

(Nr.

68)

4,555-560

(o.

Nr. )

4,686-695

(Nr.117)

4,698-702

( 0 •

Nr. )

4,724-734

(o.

Nr. )

4,745-749

(Nr.

48)

4,805-807

( 0.

Nr. )

4,814-823

(o.

Nr. )

4,826-829

( 0.

Nr. )

89)

spontanen

der

von den

Im Text

Nur bei

einer

Art

Rückwendung

fällt. Liste

form

Diese

Es ist

eine

vor.

die

an.

unterscheidet eindeutig.

aus

der

auch

von Gewußtem

dictae

jedoch

aber

419 -

Rückwendung

prospektiven

theoretisch von der

durchArt

kommt dieser Stellen,

die

werden, ist vorhanden.

33.2

fall

am Ende anschei-

- 420 Nr. )

5,13-20

( 0.

5,105-111

(Nr.

40)

5,130-136

(Nr.

41)

5,301-304

(o.

Nr. )

6,25-30

(Nr.

33)

6,60-65

(Nr.

42)

6,170-174

(Nr.

72)

7,304-307

(o.

Nr. )

8,26-30

(Nr.

75)

8,97-99

(Nr.

62)

1,157-168

(Nr.

93)

5,408-414

(Nr.

55)

. . . . . .. . . . . . . . . . . .

54.

Rückwendungen scheinen

55.

proprie

sowohl

partien

als

zenden"

(33.3)

in

auch

dictae Verbindung

in

o.

den

S.

mit

von

33.4

er-

prospektiven

"bewertenden"

(33.2)

Rede-

und

"ergän-

Redeteilen.

Sonderinformationen (vgl.

im Sinne

in

361

ff.)

prospektiven

aufgeführten

der

voll

erscheinen

Redeteilen. Fällen

sind

ausgeführten nur

Unter es

Form

ausnahmsweise den

8,492-496;

auf

in

S.

361-379

4,615-619

und

1,208-211. Sonderinformationen Wünschen, daß 56.

es

so sein

Objekte

Personen

soll,

wie

in

Orte

"Erzählungen

eines Mehrere

zählung.

der

Erzählungen und

sich

bei

jeweils,

war.

erscheinen

in

Sonderinformationen

prospektiven

über

Redeteilen die

die

beoder

Rolle

annehmen. in

daß

oft

einmal

Erzählung",

Erzählerberichtes

charakterisiert, weisen,

in

in

damals

Personen

dagegen nur

erscheinen

wünschen es

über

Redeteilen, und

Art

die

Sonderinformationen liebigen

60.

denn

dieser

de~

sie

zwar am Anfang

Erzählung

chronologische und/oder

werden

dadurch

Bezüge am Ende

der

aufEr-

-

Dies kann man auch in der Penelope (Sonderinformation,

421 -

Erzählung von der List der vgl. o. S. 369 f.) fin-

den. Die chronologische Beziehung, die Gegenwart herstellt, ist recht ungenau, 92 sagt er, das vierte Jahr werde bald dem Penelope

die

Achaier

Antinoos zur denn in 2,89kommen, seit-

betrüge.

In 106-110 verrät eine der Mägde Penelope, nachdem schon das vierte Jahr gekommen ist. Gemäß der Chronologie des Antinoos ist eine der beiden Angaben falsch,

denn

entweder

Jahr Penelope verraten gekommen. Beides kann hier ein Beweis dafür chron.ologischen In 89-92 wird ist und bald 110 folgen in Ereignis, das

die Magd noch im folgenden oder das vierte Jahr ist schon nicht zutreffen. Doch liegt vor, wie wenig der Text die

wird

Angaben

ernst

nimmt.

erzählt, daß das dritte Jahr schon da das vierte kommen wird. Die Verse 106der Erzählung den Versen 89-92. Das sie erzählen, soll später passiert

sein (gemäß unserer Regel: "schon Erzähltes= Geschehenes"); deswegen schiebt der Dichter halbes Jahr dazwischen.

schon noch ein

Weitere chronologische Angaben finden sich in den ''Erzählungen in der Erzählung", und zwar in 3,262263a (vgl. o. S. 403); 3,303-305 (ebenda); 4,91 (vgl. o. S. 405 f.); 3,118 f. und 130. 70.

Hier

sei

nun auf

mögliche

Vergleiche

zwischen

denen Sonderinformationen hingewiesen, der vergleichbare Funktionen aufweisen: 71.

die

verschie-

miteinan-

Eine ähnliche Funktion haben die Stellen 8,403-405 (Beschreibung eines Schwertes) und 4,615-619 (Beschreibung eines Mischkruges, vgl. o. S. 390 und 376). An der seine

erstgenannten aktuellen

Stelle

Eigenschaften

wird

der

Gegenstand

beschrieben,

durch

an der

-

422 -

zweiten Stelle wird er durch seine Geschichte, in einer Rückwendung auf Ereignisse, die vor dem Anfangszeitpunkt dea Epos liegen, beschrieben. 72.

Auch die

Angaben über

Arete

in den Reden der

Nausikaa

und des Athene-Mädchens erfüllen eine ähnliche Funktion. Allerdings wird Arete in 6,305b-309 durch die augenblickliche Tätigkeit, die sie ausübt, beschrieben. In 7,54-72 (vgl. o. S. 366) wird sie aber durch ihre Geschichte charakterisiert. 73.

Den Stellen 2,89-110 und 2,116-122 liegt auch eine ähnliche Funktion zugrunde. Beide Stellen legen auf Weise die Äußerung über Penelope verschiedene " xtpf-Ea ln1.a't0'.CJ3at. bzw. E[bb,0-1. " aus (vgl. o. S. 369 und 364).

80.

Befund Unter den in dieser Untersuchung anhand von Vorsusdeutungen, Rückwendungen und Ringkompositionen beschriebenen Erscheinungen gibt es einige, die in den meisten der acht untersuchten Bücher auftauchen, Bücher zu einige, die nur in einem oder zwei dieser finden sind und zuletzt einige, die in mehreren Büchern, jedoch in Zusammenhang mit einer Vorausdeutungskette erscheinen.

81.

Zur ersten

Gruppe

gehören:

81.l

die in den Zusammenstellungen am Ende des zweiten und dritten Kapitels beschriebenen Beziehungen zwischen Vorausdeutung bzw. Rückwendung und Redestruktur sowie alles, was damit zusammenhängt.

81.2

Was die vorausdeutungsfreien Reden anbetrifft, so sei hier auf die gemeinsamen Merkmale in der Komposition der "Rede-Paare" hingewiesen:

-

81.3

1,307-318

(Nr.

122,

2,303-320

(Nr.

123,

5,203-224

(Nr.

124,

4,642-656

(Nr.

98,

1,400-419

(Nr.

99,

Auch die

Abendgespräche

tungsfreien

Partien.

423 -

s. s. s. s. s.

244) 245) 248) 205) 208)

gehören

zu den

Zwei von

ihnen

vorausdeu-

enthalten

''Rede-

Paare".

( s. ( s. ( s. (s . ( s.

3,329-396 4,234-289 5,192-224 2,296-337 7,230-335 81.4

Die

280) 281) 281) 282) 280)

Sinneswandel-Reden

aber unter Gruppe subsumiert

gen,

gehören

dieser

82.

Zur

82.1

Fragen

die

(Nr.

3,230-238

(s .

4,594-608

(Nr.

84,

5,118-144

(Nr.

41,

5,356-364

(Nr.

54,

7,186-206

(Nr.

74,

7,309-328

(Nr.

44,

8,202-233

(bes~rochen

mit

oben

Erscheinungen,

77,

s.

159 U,

286)

s. s. s. s. s.

172 u.

287)

86 u.

283)

103

und

ten

Büchern

Es entgeht

see-Büchern

in

sowie

285)

90 u.

285)

den

übrigen

auch

in

Nr.

nicht der

63,

5.130

u.284)

gehören:

Diese Gruppe ist in 2 4 unter den untersuch-

Eidothee-Erzählung Gruppe

in

284)

u.

Gruppe

Annahme".

vertreten.

f.

149 u. unter

der diese

in

285)

aufgezeichneten

"falscher

die

werden:

2,270-295

zweiten

zwar Vorausdeutun-

enthalten

Ilias

4,371

ff.

(Nr.

112,

S.

228)

4,376

ff.

(Nr.

113,

S.

229)

uns

nicht,

untersuchten vertreten

daß Odysist.

-

4,395

4,681

ff. ff. ff. ff.

4,707

ff.

4,465 4,632

(Nr. (Nr. (Nr. (Nr. (Nr.

424 -

s. s. s. s. s.

114, 115, 116, 117, 118,

230) 231) 231) 232) 233)

Mit Vorbehalt kommt diese Erscheinung (vgl. S. 228 Anm. und 266) vor. 82.2

auch

Reden mit einer konkreten Vorausdeutung z. 13, s. 269): Stelle (vgl. 6,199

ff.

(Nr.

51,

6,239

ff. ff.

(Nr. (Nr.

30,

6,255

59,

s. s. s.

99 u. 79 u.

269)

112 u.

269)

in 3,214

an erster

269)

Der Erklärungsversuch für diese Erscheinung, der wolle hier das Wesen einer gebieterischen Dichter jungen Königstochter besonders zum Ausdruck bringen, verläßt m.E. die Ebene der Erzählung. 82.3

Die Sonderinformationen über die Phäaken Büchern (6), 7 und 8 (vgl. S. 383 ff.).

82.4

Die Sonderinformationen (vgl. S. 387).

82.5

Korrelate, welche die Erfüllung der Aufforderung nicht angeben, vielmehr setzen: 3,418 3,331

83.

Zur dritten

83.l

Die ''linearen'' s. 308 f.).

ff. ff. oben

über

Menschenarten

(Nr.

50,

S.

(Nr.

80,

S. 167)

skizzierten

in den

im Buch 8

vorausgehenden sie voraus-

97)

Gruppe

Vorausdeutungsketten

gehören: in 4

2

(vgl.

f.

- 425 -

83.2

Die

Gemeinsamkeiten 6,289-315

zwischen

s.

in der

Rede-Gruppe

und 4,399-424

Be (konkret vgl.

usw.,

109 ff.).

Die

Erklärung,

tionsart

ein

einem

Dichter

Dichter

B hätte

diese

A nachgeahmt,

Komposi-

entbehrt

des

Nachweises. 83.3

Der eigenartige Ausspruch" Nr.

83.4

59,

Zusammenhang

in der S.

122,

Rede der

zwischen Nausikaa

(Nr.

74,

S.

149,

7,311-316

(Nr.

44,

S.

90 und 285).

Ähnlichkeiten

ten,

die

Gruppe Bücher

Es handelt

die

sie

dar

den

in den

sowie

Schwierigkeiaus

sich

ganzen

wir

auf

der

um die

Stoff

folgenden

und verweisen

betreffenden sen

und

88 ff.)

Reden

der

der

Reden

Nr.

untersuchten

umfassen.

Wir legen form

88,

S.

(vgl.

und den

Vorausdeutungsketten

D aufweisen.

87 und Nr.

vgl.

im Aufbau große

zwei

6,276-284

150 Anm. und 90 Anm.)

7,199-206

Die

dem "fingierten

auf

Stellen

in der

Seite

die

Seiten,

besprochen

gewohnten

in

haben;

Weise

auf

die

gekürzter

wo wir

die

ferner

verwei-

Art

der

Ver-

knüpfungen. Die

im folgenden

enthalten

fragen,

werden

oder

(vgl. Bei

S. den

nur

richt gen

oder

von

mitteilt für

den

haben scheint mit

Erleichterung

ihm selbst Schiffbau

beantwortet

Kontext

passen

wir

die

uns

nicht

keinem Jahre

unvermittelt übertragen

Verse

Wort

reagiert,

sieben

und sie

eindeutig

Stellen

314).

es

0dysseus

bezeichneten

zu ihrem

Stellen denn

daß

mit+

nicht

schwer

letzteren

ständlich, eine

die

182 Anm. und

170 einbezogen, schur1g

Schema

als lang

selbstverder

Überra-

Kalypso ersehnte

auf kann.

5,162-

die

ihm Nach-

Anleitun-

1.

Schritt

Rede

Nr.

2 . Schritt 87

(S.

180)

Verk.15.31

1,90-92 1,93

Verk.15.31

Paränese

3 . Schritt (S.

1,272

Verk.15.42

1,372-380

1,273b

Verk.15.32

2,144

1,280

Verk.15.42

f.

1,284 1,94

Rede

Verk.15.31

Nr.

5,29-32

88 (S. Verk. n.n.b.

f.

n.n.b.

+

ff.

4,326-331

15.32

5,112-115

125)

6,289-315

Nr.40,

(vgl.

86)

5,162-170

s.

+ +

5,118-144

+

(vgl.

Nr.

119,

(vgl.

Nr.

1 21 ,

(vgl.

Nr.

41,

z. 16.109) z. 16.102)

'

302,

300,

275

u.

307,

z.

16.42

f.

s. s.

u.

234

ff.)

241

ff.

s.

191

f . )

u.Z.16.107)

u.

z.

(vgl.

112)

149,

86 u.

S.

283)

C1'I

16.23

Verk.15.32

156

7,22-26

~r.74, f.

u.

... IV

Nr.59,

7,189-198+(vgl.

s.

S.

Nr.61,

7,146-152 n.n.b.

( vg 1.

181

Verk.15.72

7,48-77 5,36-40

(vgl.

s. s. s.

(vgl. ( vg 1.

f.

3,96-101

Verk.15.32

+

182)

s. 5,34

2,212

Verk.15.32

1,285

s. 5,33a

314)

286)

+

(Nr.

105,

S.

216)

(Nr.

60,

S.

123

(vgl.

S.

182

u.

Anm. u.

366) Z.

16.45)

- 427 -

84.

Bei der Beschreibung dieser und anderer Erscheinungen haben wir keine mögliche Erklärung ausdrücklich vor Augen gehabt. Unsere Absicht war vielmehr, die Beschreibung und rixierung der Erscheinungen grundsätzlich von der möglichen Erklärung zu trennen. Gelegentlich und zurückhaltend haben wir in einzelnen rällen Erklärungen gewagt, die wir als Gedankenassoziationen bezeichnet haben. Wir versuchten jedoch ständig bei der Beschreibung zu bleiben, denn es schien uns methodisch unangebracht, die Beschreibung der Erscheinungen mit der möglichen Erklärung prinzipiell zu vermischen oder sogar die Erklärung der Beschreibung vorauszuschicken, was in der Homer-rorschung nicht selten geschieht. Wir haben keine fertige Erklärung parat, die der merkwürdigen Verteilung der untersuchten Erscheinungen in unserem Text Rechnung tragen kan~, und wir stehen aufgrund der zahlreichen Querverbindungen aller Art, auf die wir in unseren Besprechungen aufmerksam gemacht haben, ziemlich skeptisch einer Erklärung analytischer Art gegenüber, die aus der Entstehungsgeschichte abgeleitet werden könnte. Es erscheint allerdings angebracht, die Ergebnisse dieser Untersuchung mit denen von V.d.M. und Schadewaldt zu vergleichen. Erst dann kann der Entwurf einer gesamten Erklärung unternommen werden, der über das Ziel dieser ohnehin umfangreichen Arbeit hinausgeht.

- 428 ANHANGI Rahmen der Wir haben nen''

Sonderinformationen: gesehen,

bezüglich

schichte

als

andere

wie

Das Gangschema

in den kürzeren

Personen,

Objekten

Informationsquelle

und Orten im selben

die

Vorge-

Rang steht

wie

in dem sieben

von

Informationsquellen.

Wenden wir den elf

uns dem weiteren

oben

(5.

348 ff.)

Rahmen zu, besprochenen

zählerbericht vorkommen. In derselben fi~det man auch ''Sonderinformationen", nicht

"Sonderinformatio-

der

Vorvergangenheit

Beispielen Weise

die

im Er-

eingerahmt eigentlich

angehören.

Es ist schon aufgezeigt worden, wie manche Fortführung homerischen Erzählung von Ortsvorstellungen abhängt. folgenden soll versucht werden, anhand von Beispielen dieses

Entwicklungsschema

der Im

darzulegen.

Bei der Beschreibung der Ankunft einer oder mehrerer Personen an einem beliebigen Ort scheint sich die Erzählung gewisser vorgeprägter Elemente der Ortsvorstellung zu bedienen, die den Rahmen für die genannten Sonderinformationen abgeben. So wird z.B. als Rahmen der Bestimmungsort oder die Richtung angegeben. Hierauf folgt in der Regel ein Innehalten der Person vor Betreten der entsprechenden Lokalität, wobei in manchen Fällen noch das Geschehen am betreffenden die Erzählung

Ort geschildert wird. von den Ankömmlingen

Dabei springt zum Geschehen

sozusagen am Ort

über (vgl. o. S. 53 ff. und W. Arendt, Die typischen Szenen bei Homer, Problemata 7, Berlin 1933, bes. Ankunftsszene). Als dritte Stufe der Entwicklung betreten die Personen den zuvor geschilderten Ort. Von hier aus setzt

sich

So ergibt

dann sich

die

Handlung

folgendes

fort.

Schema~

-

1. Die Personen 2. Der Dichter innehalten. 3. fortführung Dasselbe Stadt, freien

zu einem bestimmten Ort. vor dem Betreten des Ortes

Handlung

findet

am Ort

Anwendung

selbst

sowohl

in bezug

auf

eine

ein Haus, eine Kammer, wie auch auf einen Ort im (z.B. Versammlung der Pylier). Da die Möglichkeit eine

zu betreten,

Stadt, gehen

ein wir

Haus und eine

von folgendem

( n~~Lr,f~un~ - Richtung zur

oder Stadt

I,2

- Vor Betreten

der

I,3

- Betreten

Stadt,

I Stadt I,l

der

Kammer nacheinander Ordnungsgefüge

Benennung

der

aus:

Stadt)

nro~t &a~u,n6lLvö'tuEv Stadt

x~l. [ucXXE n6XLv b~nEa~rrL •••

z.B.

a.~ o'I~~K~~ lvt

6~µ~

Haus 11,l 11,2 11,3

III

der

Schema

besteht,

II

streben läßt sie

429 -

- Richtung - Vor der - Betreten

zum Haus npd~ owua Schwelle des Hauses ~v npo~~PDLOL a.~vaL des Hauses f!v~oo-&tv EtvaL

Kammer III, 1 - Richtung 111,2 - Vor der 111,3 - Betreten

IV Dieses IV,l IV,3

zur Kammer fc ~lrXcmov, Schwelle der Kammer der Kammer Etaw(tuEv)

Schema wird - Richtung - Verweilen

V Gespräch

der

vervollständigt

6Ld Öwµa LUEV

durch

zur angestrebten Begegnung bei der Begegnung

einander

Begegnenden

Es sei hier noch darauf hingewiesen, der Erzählung nach der Ortsvorstellung partien hervortritt, die als Korrelat henden Vorausdeutung fungieren.

daß diese jeweils zu einer

Anordnung bei Erzählvorausge-

- 430 -

Die zwischen folgenden

Klammern

Beispielen

angeführten auf

das

Zahlen

obige

verweisen

in den

Schema.

l.

Zu Anfang des siebten Buches wird die Ankunft Nausikaas zu Hause beschrieben. In rascher Reihenfolge erscheinen deutlich gegliedert folgende Handlungsmomente: ••• 1tpO,:L• &O"tU • • • b) ••• bwµa-&'txavt:. • • C) • • • 01:T) Ot:V lv npo-&. a)

7,2

(I,l )

7,3

(11,1)

7,4 7,6 7,7

(11,2) (11,3)

d) ••• t:faw ••• u. 2) (III,! e) ••• t:tc -&f.>.aµov ~-LE ••• , f) Die Erzählung wechselt ZU Odysseus Handlung über 7,14 ( V) Wir haben schon gesehen, wie die Stelle 7,7b-13 eine Tat der Vorgeschichte des Epos in Form einer Ringkomposition enthält (vgl. S. 355). Die Erzählung setzt sich gemäß dem oben entworfenen Schema vom Handeln der Nausikaa fort. Ada): Nausikaa wurde von den Maultieren zur Stadt gebracht. Vers 2 legt es im Vergleich zu dem nachfolgenden Satz nahe, nicht nur an ein Erreichen der Stadt zu denken, sondern auch auf davon aber nichts Ad b): In der Hause gewandt

ihr Betreten gesagt.

zu schließen.

Explizit

wird

Stadt angekommen, mag sie ihre Schritte nach haben. Die Erzählung klammert diesen Vorgang

jedoch aus und beschränkt sich lediglich darauf zu bemerken, daß Nausikaa zum Palast ihres Vaters gelangte. Ad c): Nausikaa verweilte dern empfangen wurde.

im Torweg,

wo sie

Ad d): Die Brüder trugen die Gewandung hinein. Zweifel hat sie wohl zusammen mit den Brüdern

von den Brü-

Ohne jeden das Haus

-

betreten, Ade):

auch Sie

wenn nichts

schritt

quer

431 -

darüber

durch

verlautbart

wird.

das Haus in ihre

Es schließt sich die Ringkomposition mit der von Eurymedusa an, die in der Kammer weilt.

Kammer. Geschichte

2.

Am Anfang des vierten Buches finden wir die vom Gang des Telemachos und des Peisistratos Haus.

Beschreibung in Menelaos·

a) ••• !F',ov ••• Aal'e:f>atµova... 4,1 (I,l) b) ••• npd~ 6~ua~•i~wv... 4,2 (11,l) (11,2) c) ••• lv npo~~poLoL ••• 0 ~~oav •. 4,20-22a d), •• av~o"r; 6't:[Ol'\y0v •••• ö6:1ov4,4Ja (11,J) e) In der Folge wird beschrieben, was sie innerhalb des Hauses tun (Badeszene, IV,l), bevor sie sich niederlassen (IV,J). nach dem Essen (V), f) Beginn des Gesprächs wie in 1,150; J,67; J,470; 5,201; 7,233; 8,485. wird hier anstelle einer Stadt erAda): Eine Landschaft wähnt. Die Ankunft in Lakonien deutet hier auf das InSicht-Kommen der Stadt hin.

Ad b): Daraufhin fuhr man zum Palast des Menelaos. Das bedeutet aber weder, daß sie ins Haus gelangt waren (was uns später Vers 20 bestätigt), noch daß sie, wie der Vergleich mit den nachfolgenden Beispielen zeigt, der in J-19 beschriebenen Szene beiwohnten; und dies trotz der Angabe e:~pov. Eteoneus, der sie später sieht, muß durch das Haus gehen, um zu jenem Teil des Hauses zu gelangen, wo sich die Szene abspielt. Zwischen b) und c) wird die oben ( S. 356 ) besprochene Szene im Palest des Menelaos beschrieben. Diese Szene enthält eine Sonderinformation über die Vorgeschichte des Epos.

- 432 -

Ad c): Telemachos und Peisistratos hielten im Torweg des Hauses an, wo sie von Eteoneus erblickt (f6ETO 'ETEWVE~~. 22) und von ihm und den Dienern (39) empfangen wurden. Zwischen

c)

ben; (vgl.

nur einen 337).

die 5.

Ad d): ins

und d) wird

Ade): trachten

Szene

Vergleich

Die Eteoneus-Szene

Haus geführt

die

werden

mit

mit der

schließt

Eteoneus

beschrie-

Vergangenheit

damit,

daß beide

enthält

Gäste

(43a).

der Gäste beim BeIn 43b-46 wird das Erstaunen des Inneren des Uauses (,&a~µatov [6ov'tE~) be-

schrieben. Diese gehört ebenfalls einem Gang durch

Sonderinformation bezüglich zur gegenwärtigen Handlung. wird das Haus zu berichten,

des Hauses Anstatt von eine Badeszene

(ß~µEva~). geschildert, in der man in eine Wanne ''steigt'' Der Vorgang des Sichbewegens mündet in das Niederlassen zu Tisch (51) ein, woran sich eine Mahlszene mit einer Rede des Menelaos (60-64) knüpft, die den Sitten entspricht (vgl. S. 259). Dem Essen folgt die Unterhaltung. Die Worte des Telemachos geben hierbei das schon erwähnte Staunen

wieder.

3.

Am Anfang des sechsten Buches wird beschrieben, wie Athene sich in Gestalt der Tochter des Dymas zur Kammer der Nausikaa begibt (vgl. o. S. 357 f.). Dabei finden wir:

a)ßT) p'lc, ~aLfi)'c,•v ~vl'ipwv

f.rjuflv

1:[

nfi)LV

'tE •• , 6,3

(I,l)

b) ••• rßn ~pdc 6~ua... 6,13 (II,l) c) Athene verharrt diesmal nicht an der Schwelle des Hauses, sondern an der Schwelle der Kammer. Anklänge finden sich im Vers 19b.

ßn f'i'.urv

lc M,Xauov ••••••

r•r:r.crl ,'(nhiF:Lv'to

(l)ll'ELvcvt.

(111,1) (III,2)

- 433 -

d)

••• l1ttaatJ'tO öf:tJvLCX xoC,pT)(. Kammer (III,3)

e) ••• a'trj ••• f) Anfang der Ada): welche

; sie bleibt Rede (25).

Vers 3 enthält Athene aufsucht.

eine genauere Die Ankunft

a) und b) wird

eingeflochten,

von der

die oben

betritt

an Nausikaas

nicht berichtet (vgl. 7,2 f.); 12 an als erfolgt vorstellen. Zwischen

Athene

Bett

stehen

Bezeichnung der Stadt, in der Stadt wird aber

man kann

sie

Vorgeschichte (S.

die

357 f.)

sich

der die

Ad b): 1tpd~ öwµcx (13) meint, wie wir sahen, Betreten des Hauses, von dem nichts erzählt

von Vers

Phäaken

Rede war. noch nicht wird.

das

(15) setzt die Anwesenheit Athenes im Haus voraus. Dieser Satz nennt das Ziel des Gangs der Athene innerhalb des Hauses. Die Verse 15b-19 beschreiben, was innerhalb der Kammer vor sich geht. Indirekt wird hiermit zum Ausdruck gebracht, daß Athene schon die Schwelle der Kammer erreicht hat. Daß dem so ist, beweist die Erwähnung der Türen in 19b. Die Beschreibung des Ortes fügt sich zwischen c) und d) ein. Ad d):

Erst

in Vers

20 betritt

Athene

die

Kammer.

Ade): In Vers 21 verweilt Athene an ihrem Ziel. Die Verse 21-24 (bis zu Beginn der Rede) sind ringkompositorisch gegliedert (vgl. S. 391, Anm. 2). Zwischen

e) und f)

Nachricht

von der

schließt Verkleidung

sich

als

Athenes

Sonderinformation

die

an ( ECöouf:v~ -

tEI.OCXfJf:VT)).

Die gesamte Stelle umfaßt drei Sonderinformationen, von denen sich lediglich die erste (4-12) auf die Vorgeschichte der Odyssee bezieht. Zwar könnten die zweite (15b-19) und die dritte (22-24b) Sonderinformation ihrer Stellung

-

434

-

nach Nachrichten aufweisen, die sich auf die Vorgeschichte des Epos beziehen, doch beschränken sie sich auf eine Ortsbeschreibung und die Schilderung der Verkleidung Athenes.

4.

Athenes

Ankunft

a) ••• b)

auf

O"tri

lthaka

in 1,102

wird

6"I36:xT)c; lvC M1u..e:tße:Lv " und "c1tfv6e:Lv ", bei denen meistens der Adressat mitgenannt wird: in 2,432; 8,89 ( ~e:otaL), Dazu noch der Vers 3,395 (Athene); 3,342 (Poseidon vgl. 334); 7,184 (Zeus), 7,228 (ohne Adressat). überdies käme noch das Verb e:~ye:o~aL in Frage (3,393b394a; 445b-446a). Alle diese Stellen setzen eine bestimmte mündliche Aussage voraus, die nicht wörtlich angegeben wird. Es handelt sich dabei um Stellen, die uns zwar zusätzliche Informationen über bestimmte Vorgänge geben (so z.B. über das Opfer für Telemachos· Reise, 2,432) nicht aber eine Fun~tion in der Handlungsführung erfüllen. Die meisten schließen sich einer Rede so dicht an, daß ein Teil ihres Inhaltes dieser Rede entnommen werden kann (z.B. 3,342; 7,184). 2. Zur Verdeutlichung einer Stimmung oder Haltung kommen auch referierte Aussagen vor. 6,55: Die Aufforderung der Phäaken an Alkinoos in der Beschreibung der Situation auf Scheria. 6,223: Die Mägde der Nausikaa berichten das von Odysseus Gesagte als Zeichen ihrer Untertänigkeit und geben damit den Grund an, warum sie unverrichteter Dinge zurückgekommen sind.

- 482 8,68: Pontonoos zeigt dem Demodokos, wie er seine Leier ergreifen könne. Das veranschaulicht die Blindheit des Demodokos. 3,35: Die Aufforderung zum Sitzen zeigt die guten Sitten der Pylioi (Korrelat in 3,37). 2,422-423a (Korrelat in 423b) Die in 2,392b, und 6,211 enthaltenen Worte der Ermutigung beschreiben die Lage vor einem Unternehmen. In 8,90-91 treiben die Phäaken den Demodokos zu weiteren Liedern an, wobei die Begeisterung der Phäaken veranschaulicht wird. Die Beschreibung der Stimmung der Phäaken folgt somit auf eine Aussage (1. Demodokos-Lied) ähnlich wie die unter Ab (vgl. oben S. 69 ff.). aufgeführten Stellen. Zu dieser Art von berichteten Aussagen gehören auch 4,673; 7,226; 8,398, die eher eine allgemeine Stimmung als eine wirkliche Entscheidung enthalten und jeweils von der vorangehenden Rede abhängen. Die künftige Handlung wird von derartigen Versen nicht beeinflußt. Sie geben einfach die nach einer Rede herrschende Stimmung wieder. Die unter A und B aufgeführten Stellen haben gemeinsam, daß ihr Inhalt nicht näher angegedes Weinens, Schreiens und ben wird. Im falle Klagens wird die Ursache dieser Äußerungen aus dem Kontext ersichtlich. Bei sakralen Vorgängen und Gebeten werden die möglichen vorhandenen Aussagen als dazugehörig betrachtet und ihr Inhalt wie in 3,393 und 445 pauschal mit Tto~ ~& angegeben. C. Die Stellen, die vom Singen handeln, geben teils den ausführlichen Inhalt des Gesanges in form wieder (vgl. "Ereiner (in-)direkten Erzählung w.u. S. 398 ff.), so zählungen in der Erzählung", z.B. 8,266-367a; 73-82; 499-520; teils verschweigen sie ihn, so z.B. 1,154, 421; 4,17 (wenn überhaupt darunter ein Gesang zu verstehen ist) und 5,61. Zum dritten dient der kurz angegebene Inhalt als Anlaß für die folgende Szene. So erfüllt Phemios' Gesang in 1,325-327 eine funktion, die mit der funktion von Telemachos' und Odysseus' Weinen (4,113 bzw. 8,534) zu vergleichen ist, die Möglichkeit bieten, indem sie alle jeweils ein Gespräch über die Ursachen der emotionellen Äußerung zu führen. Eine ähnliche funktion erfüllen auch die Gedanken des Zeus (1,29-31), des Aigyptios (2,17-23), des Peisistratos (4,187189), das Wissen des Medon (4,677b-678), die Gedanken der Athene (5,5b-6) u.a. D. In zwei exkursartigen Sonderinformationen aber werden durch das Mittel der berichteten Aussage zwei wichtige Reden referiert, die im homerischen Sinn gute direkte Reden ergeben hätten, nämlich 2,226 (Odysseus überläßt Mentor sein Hab und Gut) und 4,6-8 (das Versprechen des Menelaos an

- 483 Neoptolemos bzw. Achilleus). Beide Stellen beziehen sich auf die Vorgeschichte des Epos (vgl. o., S. 480) und sind ringkompositorisch gegliedert. Obwohl sie wichtige und, was den Erzählstoff betrifft, kreative Reden voraussetzen, bleiben sie in unserer aktuellen Erzählung nur Teil einer ''Sonderinformation" (vgl. w.u. S. 380 f.) deren Aufgabe es ist, Mentor vorzustellen, bzw. die im Hause des Menelaos herrschende Stimmung zu beschreiben. Zwei weitere Stellen berichten von einer einst erteilten Lehre und bleiben belanglos für die weitere Erzählung: 6,233 und 8,448. Die angeführten Stellen, die allesamt berichtete Aussagen enthalten, weisen im kompositorischen Gefüge der Erzählung drei verschiedene runktionen auf: 1. Sie tragen zur Beschreibung von Charakteren bei (z.B. der lärm der rreier, das Weinen der Penelope, des Odysseus und des Aigyptios, die Verhöhnung und rragen der Phäaken, der Bericht der Mägde, der Hinweis des Pontonoos) oder sie unterstützen die Beschreibung einer gewissen Stimmung (z.B. Gastfreundschaft der Pylier, Ermutigung der Gefährten durch Athene und Telemachos, Ermutigung der Mägde der Nausikaa untereinander, feierliche Stimmung in Menelaos' Haus, das Klatschen beim Tanz oder das Geschrei beim Ballspiel), oder sie begleiten gewisse sakrale Vorgänge wie Opfern, Beten und ähnliches. 2. Sie wirken als Anlaß für Reden (z.B. Phemios' Gesang, Odysseus' und Telemachos' Weinen) oder bereiten sie vor (die Vorstellung des Mentor, das lachen des Antinoos, das Weinen der Penelope). 3. Sie beschreiben die nach einer Rede entstandene Stimmung. S. 78 (1)

Wie schon oben auf S. 37 gesagt wurde, hä~gt der Eindruck, den ein homerischer Held von seiner Lage hat, nicht so sehr von seinem Wissen als von der Stimmung ab, die der Dichter im Augenblick schildern will. Die genannte Rede bestätigt nur diese Annahme.

S. 84 (1)

Diese Reden befinden sich in einer ''Erzählung in der Erzählung'' (vgl. o. S. 16 und w.u. S. 398 ff.). Längere Reden, die sich auf zusammenhängende Ereignisse der Vorgeschichte des Epos beziehen, nennen wir ''E~zählungen in der Erzählung''. Sie stellen eine besondere Art der Rückwendungen dar, die w. u. behandelt werden. Die Struktur der Reden aber, die in ihnen vorkommen, gleicht derjenigen der wörtlich und "aktuell'' wiedergegebenen Reden. Bei ihnen kommen auch Vorausdeutungen in derselben runktion und Stellung wie in den "aktuellen" direkten Reden vor.

S. 85 (1)

Ähnliche derungen

rälle von Übereinstimmungen bezüglich ein und desselben

zweier AufforKorrelates er-

- 484 -

geben sich mehrmals in der Erzählung (vgl. hierzu Z. 16. bis 16.45). Der Ähnlichkeit wegen seien hier jedoch zwei fälle hervorgehoben: 1. Die Aufforderung des Antinoos 4,669-672 (Nr. 39) wird in 4,776-777 (Nr. 26) wieder aufgenommen. Beide Aufforderungen haben dann die Verse 4,778786 und 842 ff. als Korrelat. Hier wie auch in der Rede Nr. 38 geht gegen die Regel die formulierung des detaillierten Planes der letzten Aufforderung vor der Durchführung voraus. 2. Nausikaa sieht die Ankunft des 0dysseus im Palast des Alkinoos in 6,303b-312 (Nr. 59) voraus, Athene-Mädchen nimmt die Vorausdeutung der Nausikaa in 7,49b-53 leicht geändert wieder auf. Beide Aufforderungen haben 7,135-152 als Korrelat. In allen drei fällen (einschl. Nr. 38) finden sich zwei Aufforderungen, die in dasselbe Korrejeweils lat einmünden. Was den letztgenannten fall angeht, so ist in dem Moment, in dem die zweite Aufforderung (die der Athene-Mädchen) zustandekommt, ein Teil der Aufforderungen der NauKorrelate, die den weiteren sikaa (z.B. vor der Stadt zu warten), entsprechen, schon erzählt worden. Ähnlich steht es auch mit anderen fällen. Die fragen des Telemachos an Menelaos (4,326-331) fungieren als Korrelat zu der Aufforderung der Athene-Mentes (1,281 ff.) und des Nestor (3,317). Die fragen des Telemachos an Nestor stellen auch das Korrelat zu 1,281 ff. und 3,17 ff. dar. Außerdem stellt Telemachos die erwähnten fragen an die Helden, indem er Reise antworauf ihre fragen nach dem Zweck seiner tet (vgl. Z. 16.107). (2)

Nach unserer allgemeinen Beobachtung: "schon Erzähltes= schon Geschehenes'' (vgl. w.u. S. 408 f.) bildet die Erwägung des Proteus eine Ausnahme. Allerdings läßt er die Möglichkeit offen, als ob er sagen wollte: ''Ich will nicht darüber sprechen", da eine deutliche Aussage darüber für den Leser einer Prophezeiung ex eventu gleichkommen würde.

S. 88 (1)

Bemerkenswert ist nicht, daß 0dysseus auf den Hunger, den er leidet, zu sprechen kommt, sondern vielmehr die Gelegenheit, bei der er dies tut. Denn nach seiner mindestens dreitägigen (vgl. 5,387) Nahrungsenthaltung verliert er bei der Mahlzeit am Strand, wo es ja gerade am Platze gewesen wäre, kein Wort darüber.

S. 89 (1)

Hier folgt die Erzählung unserer Beobachtung: Erzähltes= schon Geschehenes'' (vgl. o. Kao. w.u. Nr. 88).

(2)

"Schon 1 und

Dieser Gedanke wird in der Rede des Zeus, 5,36 angedeutet und liegt auch den Überlegungen der Nausikaa 6,201-205 (vgl. Nr. 59) zugrunde.

- 485 -

S.

90 (1)

Und zwar jetzt, da er erfahren hat, daß Odysseus ein Sterblicher ist. Dies ist eben die andere der - in den von Nausikaa zitierten, ''fingierten Aussprüchen'' - erwogenen Möglichkeiten (vgl. oben S. 89 und Buch 6,276-279). Eben diese beiden von Nausikaa zitierten "fingierten Aussprüche'' finden ihre Entsprechung in den beiden Reden des Alkinoos, Nr. 74 (besprochen unter Nr. 43) und Nr. 44.

S. 95 (1)

Da die Reden dieser Gruppe ''per definitionem'' mehrere Vorausdeutungen enthalten, ermöglichen sie es auch, daß diese Vorausdeutungen an verschiedene Personen gerichtet werden können und die Handlungen dieser Personen einzeln und - wie gewöhnlich - nacheinander erzählt werden. Damit ist das gemeint, was T. Kriecher unter "angekündigten Verzweigungen der Handlung" versteht und was sich auf einen Teil der Reden dieser Gruppe sowie auch der Gruppen C und D gelegentlich beziehen kann (vgl. oben S. 49 und Krischer, a.a.O., S. 103).

S.

Die Anwesenheit der Athene beim Opfer und ihr Erscheinen nach der Ankunft der Gefährten des Telemachos, die von seinem Schiff_herbeigerufen worden waren, erweckt den Eindruck, Athene komme auch selbst mit den Gefährten zusammen. In 3,360 ff. hat sie nämlich in Gestalt des Mentor die Absicht geäußert, zum Schiff zu gehen, um die Gefährten zu ermutigen. Sie hat dies dann aber nicht getan. Ihr Erscheinen hier erinnert an ihre Absichten dort, ohne daß eine direkte und folgerichtige Verbindung gemäß der Verse 371 ff. möglich wäre. Allerdings klingt hier das vorher Erzählte nach.

98 (1)

5.102

(1)

Die Verknüpfungen in dieser Szene S. 311 in einem Schema erklärt.

werden

S.104

(1)

Daß zwei Vorausdeutungen auf ein und dasselbe Korrelat hinauslafen, ist eine oft bemerkte Eigenheit des Textes; vgl. hierzu u.a. S. 85, Anm. 1.

S.109

(1)

Diesen Personen wird nichts aufgetragen, da sie im Augenblick der Rede nicht anwesend sind. Ähnlich verhält es sich bei 3,17-20 und 227 f., wo die Antworten des Nestor und Menelaos vorausgesagt werden.

S.110

(1)

Eidothee sieht nicht nur die Fragen, die Personen, welche der Rede nicht beiwohnen, stellen werden, voraus, sondern sie antizipiert sogar die Antworten und Gegenfragen, die ihr Gesprächspartner stellen muß (vgl. Z. 16.63). Zum Vergleich seien hier die zwei Stellen im dritten Buch: 17-20 und 227 f. angegeben. Dort fordern jeweils Athene-Mentor und Nestor

w.u.

auf

- 486 -

den Telemachos auf, Nestor bzw. Menelaos zu befragen. Die Aufforderungen des Mentor bzw. des Nestor haben die jeweiligen fragen des Telemachos zum Gegenstand, auf die die Befragten antworten sollen. Genaueres aber über den Inhalt der angedeuteten Antzu den Aufforderungen worten wird aber im Gegensatz der Eidothee bzw. der Nausikaa nicht vorausgesagt. Ebenso läßt Nausikaa Odysseus ein Mädchen um Auskunft fragen (6,298), die nach dieser frage (als Antwort) eine Handlung verrichten wird. Diese scher da die gesehen S. 95

Reden gleichen jedoch nicht den von T. Krigenannten "Ankündigungen einer Verzweigung'', weiteren Personen, für die eine Handlung vorwird, bei der Rede nicht zugegen sind (vgl. Anm. 1, anders Nr. 77).

S.111

(1)

Die Abfolge kann hier demgemäß mit abba gekennzeichnet werden; anders z.B. nach 2,288 ff., wo die Abfolge das Schema abab (vgl. Nr. 77) aufweist.

S.117

(1)

~tu..aC'!'r,6.cr'to L"' 1tt "'00 c;...cfpua.

5.182

(1)

Auffälliger•eise haben alle konkreten Vorausdeutungen dieser Rede, die danach in der Paränese •ieder aufgenommen •erden, je•eils eine Rede des Telemachos als Korrelat, die sich im Einzelfall nur mit Mühe interpretatorisch in den Kontext eingliedern lassen: 1,368-380; 2,212-223; 3,92-101 und 4,322-331. Diese vier Reden enthalten auch •iederholte Verse, darunter sind: 1,374-380: 2,139-145 2,215-223 • 1,281-283; 287-292 = 4,322-331. 3,92-101 Dasselbe gilt auch für eine Rede, auf die z•ei Vorausdeutungen hin•eisen und deren fragen nicht beant•ortet •erden: Odysseus an Arete 7,146-152. Allen diesen Reden ist gemeinsam, daß sie eine Vorausdeutungskette gleichsam zu Ende führen, gerade so als ob ein Abschnitt des Werkes abgeschlossen •ürde.

S.185

(1)

Man •ünscht nämlich ZR. 55 S. 420),

S.228

(1)

Eine Ausnahme könnten die Verse 3,214 f. bilden, denen aber keine Ant•ort folgt, und die deshalb nur die Gedanken des Nestor veranschaulichen (vgl. •.u. s. 266 f., z. 2.20).

S.235

(1)

Gerade diese - hier als hypothetische beschriebene W. SchaHaltung des Telemachos liegt der Auffassung de•aldts zugrunde, nach der das ältere Gedicht A vom B zu trennen sei (vgl. Schade•aldt (c), neueren a.a.o., s. 23 f.).

S.268

(1)

Sogar mit der Auffassung, Dichtung sei besonders da zu suchen, •o die Regeln der Alltagssprache durchbrochen •erden, vermeidet man die Sch•ierigkeit nicht, zu bestimmen, •elche und •ieviele Regeln des alltäglichen Sprachgebrauchs durchbrochen und •elche anderen beibehalten •erden müssen, damit man die Dichtungssprache als solche erkennen kann (vgl. Plett (b), a.a.O., S. 124 ff. und Kibedi-Varga (a),

a.a.o.,

S.274

(1)

s.

die

Vergangenheit

zurück

(vgl.

155),

"+ Sitt": Dieses Zeichen besagt, zeichnete Rede-Partie neben der fung auch durch die thematische (vgl. w.u. Z. 15.6) mit anderen

daß die damit begenannten VerknüpVerknüpfung "Sitten" Vorausdeutungen in

- 489 den Kontext

eingebunden

ist.

S.275

(1)

Die mit"+" bezeichneten Reden", d.h. Reden, die ten werden.

5.294

(1)

Die Erzählung legt keinen großen Wert darauf, ob es sich um Könige oder Anführer handelt (vgl. S. 312, 67, 151, 169 Anm.).

5.325

(1)

Vgl.

o.

S.

59-62.

(2)

Vgl.

o.

5.

5 f.

(1)

Vgl.

o.

S. 50 Anm. 4.

(2)

Vgl. z.B. o. S. 181 oder S. 88 ff. (Gedankenassoziation). Zu thematischen Verknüpfungen s.o. S. 279 ff.

(1)

Vgl. hierzu die "zurückgreifende Methode" Th. Zielinskis (o. S. 44), die Stellungnahme T. Krischers (o. S. 47) und unsere Stellungnahme (o. S. 49-62, besonders S. 52).

(2)

Vgl.

(1)

Zur

(2)

Das Wort "Rückwendung" Bedeutung (vgl. o. S. darunter zu verstehen klärt.

(1)

Vgl.

(2)

Vgl. o. S. 54 ff. Als Beispiel seien hier der Anfang des 5. und 15. Buches sowie die Verse 4,620-623 genannt.

(3)

Vgl.

(1)

folgende Wendungen, die vorkommen, zeugen dafür:

5.326

5.327

5.329

5.338

5.339

o.

o.

und 14 ff.

S. 53 ff.

Technik

o.

S.

5.

des

"Überspringens"

s.o.

S. 54 ff.

wird hier ohne eine besondere 13, Anm. 3) gebraucht. Was ist, wird weiter unten er-

328 f.

54 ff.

ol fKXunv ••• K~X.

5.340

Stellen sind ''Korrelatauf einen Auftrag hin gehal-

(1)

Vgl.

o.

Z. 11.l

(2)

Vgl.

o.

S. 74 Anm.

(3)

Die mit+

im Erzählerbericht häufig i,c ~1'0 r t'f, µ~-&ov ~KOUO'E,

''prospektive

bezeichneten

Stellen

Reden".

verdeutlichen

zusätz-

- 490 -

lieh den schon ersichtlichen Grund der jeweiligen Gemütsbewegung, welcher mit y&p, lnEt, &nw~, ~~ kenntlich gemacht wird. 5.342

(1)

Einzelheiten, die sich in der Gegenwart des Erzählerberichtes ergeben, haben meist schon zu einem Sie unbestimmten Zeitpunkt angefangen zu bestehen. sind deshalb nicht "neu" oder nicht voraussehbar wie die Ergänzungen in den Reden. Gerade diese Eigentümlichkeit des Erzählerberichtes steht einer streng gezogenen Gleichzeitigkeit ven Parallelhandlungen im Wege (vgl. o. S. 59 ff.).

5.343

(1)

des So weist etwa auch hinsichtlich mios die Stelle 1,325 ff. auf 1,155 zu der Erzählerbericht immer wieder Bildern zurückkommt ( vgl. o. S. 328

S.346

(1)

Vgl.

5.347

(1)

Die Gleichnisse, die auch den Charakter einer Sonderinformation haben und meistens auch ringkompositorisch gegliedert sind, werden hierunter nur insoweit subsumiert als sie sich auf ein bestimmtes Ereignis der Vergangenheit beziehen. Sonst haben sie immerwiederkehrende Situationen als Gegenstand, die nicht den Charakter von Rückwendungen haben.

5.351

(1)

wird in der homeriDie Handlung "sich niedersetzen" schen Erzählung stets verbunden mit der Angabe des Gegenstandes, auf dem man sich niederläßt: vgl.: 1,108; 2,14; 3,7; 3,381; 4,539, 1,130; 5,86; 4,5, 136 usw.; 716 ff.; 5,156, 195; 7,153, 159; 8,6,65, 472 f. usw.

5.352

(1)

Vgl.

S.353

(1)

Die namentliche Nennung von Begleitpersonen, die sonst keine weitere Rolle in der Erzählung spielen, dient zur Veranschaulichung verschiedenartiger Szenen. Vgl. hierzu z.B. 3,412b ff. und 8,111 ff. Oft werden die Begleitpersonen jedoch nicht namentlich 6,18 f. usw. aufgeführt. Vgl. 1,131; 2,11; 16,413;

S.354

(1)

Vgl.

v.

Otterlo

(b),

a.a.O.,

S. 45.

5.356

(1)

Vgl.

v.

Dtterlo

(b),

a.a.O.,

S. 45.

(2)

Vgl.

v.

Otterlo

(b),

a.a.O.,

S.

(3)

A. Severyns

o.

v.

Gesangs des Phezurück, indem schon bekannten f. u. 338 f.).

S. 6 ff.

Otterlo

(b),

(Curiosites

S.

33.

35.

biographiques

dans

les

- 491 -

poemes d"Homere, BAB 1948) hat das Alter des ersten Brautpaares, Hermione und Neoptolemos, errechnen wollen. Die Braut war 34, der Bräutigam 15 Jahre alt. Diese und ähnliche Berechnungen beweisen nur noch einmal, wie wenig eine streng durchgeführte Chronologie als Grundlage der Erzählung angesehen werden darf. S.357

(1)

Eine sich

ähnliche Abstufung der Vergangenheit findet auch in unserem Beispiel IV, 3,406 ff. (o. s. 351): a) Neleus pflegte sich früher auf die Steine zu setzen, auf die sich Nestor niederläßt. b) Mit dem Tode des Neleus tritt Nestor dessen Nachfolge an.

S.358

(1)

Vgl.

Anhang

S.361

(1)

Vgl.

Lohmann, 315.

S.370

(1)

Vgl.

S.391

(1)

Anders verhält es sich mit der Beschreibung Ägyptens in 4,229-232 (Beispiel VII, S. 353). Hier wird die ganze Beschreibung des Heilmittels durch einen einfachen Ring umschlossen. Die Angaben über Ägypten als dem Land, wo die nahrunggebende Ackerscholle die meisten Kräuter trägt, sind hier kein Verbindungszu einer Person führt. An sie stück, das weiter schließt sich dann parataktisch die Angabe, daß in Ägypten ein jeder die Heilkunde versteht.

(2)

Die Gliederung der Stelle 6,21-24 sieht folgendermaßen aus: a - '' ••. und sprach zu ihr die Rede ••. " (21b) b - " ..• der Tochter des schiffberühmten Dymas gleichend" (22) c - '' .•. , die in demselben Alter mit ihr (Nausikaa) und ihr von Herzen lieb war." (23) b" - "··· dieser gleichend'' (24a) a - " .•. sprach zu ihr die helläugige Athene " (24b) ( vgl. dazu die Beispiele I, II o. S. 348 ff.).

(3)

Zur Gliederung

S.392

(1)

Gang-Schema:

S.400

(1)

Chronologische Angaben, die bei den Erzählungen in der Erzählung oft am Anfang oder/und am Ende eines Abschnittes erscheinen, stellen ein gemeinsames Merkmal dieser Erzählungen dar (vgl. ZR 60).

s.

w.u.

I,

w.u.

S. 428 ff.

a.a.0.,

S. 24 f.

und o.

S. 6-10

und

S. 421.

der vgl.

Stelle w.u.

vgl.

w.u.

S. 428 ff.

S. 428 ff. (Anhang

1).

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492

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Anmerkung: Hier werden Schriften erwähnt, die ich bei der Abfassung der u~tersuchung unmittelbar vor Augen gehabt und in der Arbeit zitiert habe. Außerdem bin ich besonders im Bereich der einzelnen Beobachtungen zu den Odyssee-Reden zahlreichen Werken verpflichtet, die ich einmal gelesen habe und die bei der Abfassung der Arbeit präsent waren.