Söldner und Berufssoldaten in der griechischen Welt: Soziale und politische Gestaltungsräume 9783515133128, 9783515133142, 3515133127

Söldner und Berufssoldaten wurden bislang fast ausschließlich aus militärhistorischer Sicht und aus der Perspektive der

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Polecaj historie

Söldner und Berufssoldaten in der griechischen Welt: Soziale und politische Gestaltungsräume
 9783515133128, 9783515133142, 3515133127

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Söldner und Berufssoldaten in der griechischen Welt Soziale und politische Gestaltungsräume Herausgegeben von Patrick Sänger und Sandra Scheuble-Reiter

Franz Steiner Verlag

Historia | Einzelschrift 269

Historia

historia

Zeitschrift für Alte Geschichte | Revue d’histoire ancienne |

Journal of Ancient History | Rivista di storia antica

einzelschriften

Herausgegeben von Kai Brodersen (federführend)

Christelle Fischer-Bovet | Mischa Meier | Sabine Panzram | Henriette van der Blom | Hans van Wees Band 269

Söldner und Berufssoldaten in der griechischen Welt Soziale und politische Gestaltungsräume Herausgegeben von Patrick Sänger und Sandra Scheuble-Reiter

Franz Steiner Verlag

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig und strafbar. © Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2022 Layout und Herstellung durch den Verlag Satz: DTP + TEXT Eva Burri, Stuttgart Druck: Memminger MedienCentrum, Memmingen Gedruckt auf säurefreiem, alterungsbeständigem Papier. Printed in Germany. ISBN 978-3-515-13312-8 (Print) ISBN 978-3-515-13314-2 (E-Book)

Vorwort Der vorliegende Sammelband vereinigt die Beiträge der Tagung „Shaping Politics and Society – Mercenaries in the Greek World“, die vom 3. bis zum 5. November 2016 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfand. Bereits 2013 entstand auf dem 27. Internationalen Papyrologenkongress in Warschau (29.07.–03.08.2013) die gemeinsame Idee, sich dem in der griechischen Welt quasi omnipräsenten Söldner nicht traditionell militärhistorisch zuzuwenden, sondern diesen Berufssoldaten und seine Lebenswelt mentalitäts-, kultur- und auch sozialhistorisch eingehender zu untersuchen. Diese Idee mündete schließlich in oben stehende dreitägige Tagung, deren finanzielle Hauptlast von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung getragen wurde, der wir herzlich für ihre großzügige Unterstützung danken. Des Weiteren haben sich die Stadt Halle an der Saale aus Mitteln der Veranstaltungs- und Kongressförderung sowie der Tyche-Verein zur Förderung der Alten Geschichte in Österreich (Wien) an der Finanzierung der Veranstaltung beteiligt, wofür wir ebenfalls unseren Dank aussprechen möchten. Von den ursprünglich eingeplanten Referent*innen konnten Sima Avramović und François de Callataÿ letztlich nicht an der Tagung teilnehmen. Sie sind im Sammelband ebenso wenig vertreten wie die Beiträge von Stephanie P. Craven, Gunnar Dumke, Roland Oetjen, Robert Rollinger sowie Karl Strobel, deren Vorträge nichtsdestotrotz eine große Bereicherung für die Veranstaltung darstellten. Herzlicher Dank für die zahlreichen konstruktiven Vorschläge, die diesem Band mit seinen Beiträgen bisweilen mehr Schärfe und inhaltliche Kohärenz verliehen haben, geht an die anonymen Gutachter. Den Herausgeber*innen der Historia Einzelschriften danken wir für die Aufnahme in die Reihe, Katharina Stüdemann und ihrem Team vom Franz Steiner Verlag gilt schließlich unser Dank für die sorgfältige redaktionelle Betreuung. Für die gründliche formale Bearbeitung der einzelnen Beiträge sowie die Erstellung der Indices zeichnen Jonas Wolf und Jonas Derichs verantwortlich, denen an dieser Stelle ebenfalls herzlich gedankt sei. Patrick Sänger

Sandra Scheuble-Reiter

Inhaltsverzeichnis patrick sänger / sandra scheuble-reiter Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 I. Ideologie oder Wirklichkeit: Die Dichotomie „Bürgersoldat – Söldner“ marco bettalli Demosthenes, Citizen-Soldiers and Mercenaries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 leonhard burckhardt Xenophon, Söldner und die Poleis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 sandra scheuble-reiter Die Söldner und ihre Familie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 II. Politische und rechtliche Implikationen: Der Söldner als Einwohner und Mitbürger sandra péré-noguès Citoyenneté et mercenariat en Sicile du Ve au IIIe siècle avant J.-C. . . . . . . . . . . . . . . 75 charalampos chrysafis Garnisonssoldaten und städtisches Milieu Untersuchungen zur Einsetzung antigonidischer Garnisonen in den griechischen Städten

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klaus zimmermann Chancen und Grenzen der Inklusion Söldnerkolonien als politisch-gesellschaftlicher Faktor im hellenistischen Kleinasien

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Inhaltsverzeichnis

charlotte van regenmortel The Common Enemy of Mankind? Athenian Mercenaries and their Polis in the Late Classical and Early Hellenistic Periods

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III. Die Söldner als soziale Individuen und Gemeinschaften dan dana Les Trales (Traleis) dans les sources hellénistiques Des communautés militaires en mouvement

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patrick sänger Some Considerations about the Ethnic Politeumata of Sidon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 christelle fischer-bovet Ptolemaic Soldiers in Egypt and Cyprus Loyalty and Trust in Dedicatory Inscriptions

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katelijn vandorpe ‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions On Native Soldiers in Ptolemaic Thebaid

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IV. Grundsätzliche Perspektiven bzw. Perspektivwechsel nicholas sekunda ‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents . . . . . . . . . . . . . . 211 christopher tuplin Mercenaries in the Greek World A Persian Perspective

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hilmar klinkott Söldner, Siedler und Soldaten? Zum Status von und Umgang mit multiethnischen Streitkräften im Achaimenidenreich

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Inhaltsverzeichnis

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Bibliographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289 Indices . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333 Quellenindex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333 Literarische Quellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333 Inschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346 Papyri und Ostraka . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353 Münzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 354 Personenindex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 355 Geographischer Index. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 365 Griechische und demotische Wörter und Junkturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 374

Einleitung patrick sänger / sandra scheuble-reiter „Im Gegenteil, wir streben zwar danach, über alle zu herrschen, wollen aber nicht selbst in den Krieg ziehen, ja wir sind im Begriff, fast gegen die gesamte Menschheit Krieg zu führen, trainieren dafür aber nicht selbst, sondern werben Heimatlose, Überläufer und zusammengelaufene Verbrecher an, die dann, wenn jemand ihnen einen höheren Sold bieten sollte, auf der anderen Seite gegen uns ins Feld ziehen würden. Dennoch schätzen wir diese Leute so sehr, dass wir über ihre Raubzüge, über ihre Gewalttaten und über ihr gesetzeswidriges Verhalten nicht nur keinen Ärger verspüren, wenn uns Vorwürfe treffen, sondern dass wir uns sogar freuen, wenn wir von solchen Taten dieser Leute hören, während wir für unsere eigenen Kinder keine Verantwortung übernehmen wollen, wenn sie jemandem Unrecht tun. (…) Wir sind so viel schlechter als unsere Vorfahren, und zwar nicht nur der angesehenen, sondern auch der verhassten, dass wir trotz unserer jetzigen so schlimmen Not und trotz der so großen Zahl unserer Bürger Söldnerheere haben wie der Großkönig, während unsere Vorfahren trotz ihrer großen Vorräte an Gold und Silber auf der Akropolis es dennoch für nötig hielten, selbst für ihre Entscheidungen in den Kampf zu ziehen, wenn sie Krieg gegen ein Volk beschlossen hatten. Damals heuerte man Söldner und Sklaven als Schiffsbesatzung an, wenn es darum ging, die Trieren zu bemannen, die Bürger aber schickte man mit Waffen ausgestattet in den Krieg. Heutzutage setzen wir Söldner als Schwerbewaffnete ein, unsere Mitbürger aber zwingen wir, die Schiffe zu rudern.“1

So kontrastierte Isokrates in seiner nach 355 v. Chr. gehaltenen Rede über den Frieden den verstärkten Einsatz von Söldnern in seiner Zeit mit dem „alten“ Ideal des Bürgersoldaten (Isokr. or. 8, 44–48). Demnach war der Ruf des Söldners und ganz allgemein des (Berufs)Soldaten bereits in der Antike – wie auch heutzutage – denkbar schlecht.2

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Übersetzung: C. Ley-Hutton. Die Definition des Söldners erweist sich als schwierig (s. hierzu weiter unten die am Ende der Einleitung erstellten Kategorien). Auch die griechische Terminologie ist alles andere als eindeutig. Denn im Griechischen wurde der Söldner je nach Zeit und Kontext entweder als ξένος, μισθοφόρος bzw. τακτόμισθος oder στρατιώτης bezeichnet, wobei jeder der drei Begriffe einen jeweils anderen

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Er war gleichsam das negative Gegenstück zum Bürgersoldaten. Während der oftmals „heimatlose“ Söldner wie ein Fähnlein im Wind die Seiten wechselte, wenn nur die Bezahlung entsprechend ausfiel, war es die patriotische Pflicht des Bürgersoldaten, auf dem Schlachtfeld für seine Polis zu kämpfen und im äußersten Fall auch sein Leben zu geben.3 Nichtsdestotrotz gab es in Griechenland bereits seit archaischer Zeit ein Söldnerwesen. Anfangs standen Söldner vor allem in Diensten östlicher Könige oder griechischer Tyrannen wie Peisistratos in Athen oder Polykrates von Samos. Griechische Poleis setzten sie erst seit dem Peloponnesischen Krieg in größerem Umfang neben ihren Bürgersoldaten ein, vor allem als Spezialisten in einer bestimmten Waffengattung (z. B. thrakische Peltasten, kretische Bogenschützen oder Schleuderer) oder für ganzjährige Operationen.4 Im 4. Jh. v. Chr. scheint es sogar üblich geworden zu sein, die Reihen der Bürgersoldaten durch Söldnertruppen zu verstärken. Der Bedarf an käuflichen Soldaten erhöhte sich zusätzlich durch die Thronstreitigkeiten im persischen Reich, die Herausbildung der jüngeren Tyrannis auf Sizilien sowie das Ausgreifen des makedonischen Königshauses.5 Ihren Höhepunkt erlangte die Anwerbung von Söldnern schließlich unter Alexander dem Großen und den hellenistischen Königen.6 Bisher lag der Fokus der Forschung vor allem auf einigen wenigen Aspekten: Auf ihrem taktischen Einsatz im Vergleich zu Bürgersoldaten, der numerischen Dimension ihres Einsatzes, insbesondere der Frage, inwiefern die Anzahl griechischer Söldner gegen Ende des 5. Jh. v. Chr. signifikant anstieg und ob der Bedeutungszuwachs des

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Aspekt des Söldners hervorhob, d. h. die Fremdheit, die Besoldung oder den Beruf als Soldat. So bezeichnete στρατιώτης seit dem Ende des 4. Jh. v. Chr. typischerweise den Söldner, während der Bürgersoldat in der Folge genauer charakterisiert werden musste, s. hierzu Parke 1933, 21. Auch ξένος im Sinne von Söldner erscheint offenbar erst ab dieser Zeit, s. Gauthier 1971. Wie prominent aber dieser Aspekt mit dem Söldner verbunden war, zeigt Demosth. or 4, 36, wo Söldner als τοὺς χωρὶς οἰκοῦντας bezeichnet werden, vgl. Sosin 2015. Allerdings konnten die letzten beiden Begriffe für sich genommen auch den Dienst leistenden und in dieser Zeit besoldeten Bürgersoldaten bezeichnen, weshalb Autoren wie Polybios mitunter mehrere Termini miteinander kombinierten, wie z. B. ξένος καὶ μισθοφόρος, s. hierzu ausführlich Launey 1949/1950, I 25–29; Foulon 1995; Couvenhes 2004, 79–80; Trundle 2004, 10–21. S. hierzu Scheuble 2009a. Zu Athen s. Pritchett 1974–1991, II 108–109; Burckhardt 1996a, 76–153. Den Blick auf die verstärkte Nachfrage vor allem außerhalb des griechischen Mutterlandes hat erstmals Trundle 2004, bes. 72–79 gerichtet. Ähnlich aber auch zeitgleich van Wees 2004, 42; 71–75. Für den Nahen Osten hat jüngst Rop 2019, 20–22 darauf verwiesen, dass insbesondere nach dem Peloponnesischen Krieg ausreichend erfahrene griechische Soldaten auf der Suche nach einer Anstellung waren und es für die östlichen Dienstherren attraktiver war, diese als Soldaten anzuheuern als ihre Untertanen, „whose service temporarily, and death permanently, removed an economic producer from the state’s tax-base. (…) As much as anything else, this calculation may explain why Greeks often found themselves fighting on the front lines.“ Neben der wirtschaftlichen Attraktivität sieht er aber vor allem politische Vorteile sowohl für östliche Dienstherren als auch griechische Offiziere als entscheidenden Faktor an, s. hierzu auch unten Anm. 12. S. Launey 1949/1950. Gegen das jüngst von Sion-Jenkins 2001 postulierte Verschwinden des Söldnerwesens in Kleinasien im 2. Jh. v. Chr. (infolge der römischen „Befreiung“) s. Couvenhes 2004, 105–106.

Einleitung

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Söldnerwesens als Indikator für eine politische, soziale und ökonomische Krise der Polis anzusehen sei.7 Allen diesen Untersuchungen ist gemein, dass sie einerseits von der Dichotomie „Bürgersoldaten – Söldner“ ausgehen und andererseits ihr Bezugspunkt in der Regel die Polis und ihre Bürgersoldaten sind. Dies ist freilich zu großen Teilen der für diese Thematik hauptsächlich herangezogenen literarischen Überlieferung geschuldet, die diese Perspektive üblicherweise vorgibt.8 In der Tat ist der Söldner, wie bereits angedeutet, spätestens seit Isokrates zu einer festen literarischen Figur geworden, ein heimatloser Zeitgenosse ohne Glaube und Moral, eine Art Gegenbild zum Bürgersoldaten.9 Auch Platon kontrastiert in seinen Gesetzen „die Söldner (…), von denen die meisten übermütig, ungerecht, gewalttätig und äußerst unvernünftig“ seien, mit dem Bürgersoldaten.10 Vor allem in der Neuen Komödie ist der Söldner eine feste Größe, eine Karikatur, deren Rolle nicht fehlen darf: ein durchtriebener, feiger, aber großmäuliger Wichtigtuer, dessen berühmtester Vertreter Plautus’ Miles Gloriosus Pyrgopolynikes sein dürfte.11 Doch wie viel Wahrheit liegt in diesen Stereotypen? Zweifellos war die historische Realität weitaus komplexer als die angeführten Zitate vermuten lassen (s. u.). Demnach ist es Ziel des vorliegenden Sammelbandes, einen Beitrag zur Modifizierung der historischen Wahrnehmung der in klassischer und hellenistischer Zeit anzutreffenden Söldner zu leisten, womit nicht nur ein breiter chronologischer, sondern auch geographischer Rahmen je nach Aktionsradius zu untersuchen ist. Um der Vielschichtigkeit dieses Vorhabens gerecht zu werden, wurden auf der Grundlage von drei spezifischen Themenkomplexen neue Perspektiven entwickelt, die bislang von der Forschung vernachlässigt wurden. Die diesen zugrunde liegenden Überlegungen sollen im Folgenden kurz skizziert werden. I. Ideologie oder Wirklichkeit: Die Dichotomie „Bürgersoldat – Söldner“ Zunächst ist hervorzuheben, dass die Angehörigen von Söldnertruppen gesamt betrachtet keinesfalls eine homogene, sondern eine äußerst heterogene Gruppe bildeten, deren Herkunft, sozialer und familiärer Hintergrund sowie Motivation sehr unter-

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So z. B. Parke 1933, 1–3; Aymard 1967; Bettalli 1995, 24–27. Ebenso seien die Söldner Symptom und zur gleichen Zeit Ursache für die Desintegration der aristokratischen Söldnerführer in und ihre Loslösung aus der griechischen Polis, s. hierzu Pritchett 1974–1991, II 59–116; Marinovič 1988. So z. B. Pol. V 30, 1. S. hierzu ausführlich Burckhardt 1995. Plat. leg 630b. Übersetzung: Sandra Scheuble-Reiter. Wie z. B. Men. Sam ; Plaut. Bacch , Curc , Epid , Pseud , Truc ; Ter. Eun Neben dem Charakter des professionellen Soldaten steht in diesen Stücken vor allem ihre Beziehung zu Prostituierten im Mittelpunkt, s. hierzu ausführlich Parke 1933, 235–236; Launey 1949/1950, II 802–803; Legrand 1970, 94–97 und jüngst Couvenhes 2004, 96–97; Chaniotis 2005, 104.

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schiedlich aussehen konnten.12 Darüber hinaus ist gerade im Fall griechischer Söldner davon auszugehen, dass sie, so wie auch Bürgersoldaten, innerhalb des Polis-Systems sozialisiert wurden und ähnliche Normen und Wertvorstellungen ihr Eigen nannten.13 Nicht selten dürften, wie bereits L. Burckhardt festhielt, dieselben Männer sowohl Bürgersoldaten als auch Söldner gewesen sein.14 Selbst wenn ein Söldner jahrzehntelang seiner Heimatpolis fern blieb und keinerlei bürgerliche Pflichten übernahm, verlor er dennoch nicht sein Bürgerrecht.15 Das bedeutet von vornherein, dass die Dichotomie „Bürgersoldat – Söldner“ nur bedingt greift.16 Zudem traten seit dem 4. Jh. v. Chr. als politischer Bezugsrahmen neben die Polis auch bundesstaatliche Systeme sowie das makedonische Königshaus und im Anschluss daran die hellenistischen Königreiche, was zu tiefgreifenden Umwälzungen nicht nur in den politischen, sondern auch den gesellschaftlichen und sozialen Strukturen führte, die auch vor der Polis selbst nicht Halt machten. Des Weiteren hat sich in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass solch strukturalistische und funktionalistische Ansätze ihren Fokus immer nur auf Statusunterschiede zwischen Bürgern und Nicht-Bürgern sowie Polaritäten wie Bürgersoldat – (Berufs)Soldat legen und dadurch der Blick auf Gemeinsamkeiten, Diversitäten und Interaktionen völlig verstellt wird.17 12

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S. hierzu u. a. Couvenhes 2004, 79–86; Trundle 2004, 2; 40–79; Chaniotis 2005, 80–82; 84 (der viele Söldner vor allem durch den Wunsch nach Land motiviert sieht); Hunt 2007, 142–143. Armut als Motivation für den Söldnerdienst ist Bestandteil des antiken Söldnerklischees, s. z. B. Isokr. or 4, 167–168; 5, 121 und hierzu McKechnie 1989, 80; 89–93. Allgemein zum Söldnerbild bei Isokrates s. ausführlich Burckhardt 1996a. Zu den Söldnern und ihren Ambitionen in Xenophons Anabasis und Kyrupädie s. Azoulay 2004, 296–297; Roy 2004, 368–376; Garland 2014, 176–177. Rop 2019, 21–22; 116 hat jüngst für die zwischen 401 und 330 v. Chr. in Diensten östlicher Monarchen stehenden Griechen – die über ξενία- und φιλία-Netzwerke angeworben und insofern eher als Alliierte denn als Söldner anzusprechen seien (s. ebd. 19) – politische Ambitionen der Offiziere als maßgebliches Motiv herausgestellt. Des Weiteren hat Archibald 2011, 46–51 (bes. 50) darauf hingewiesen, dass Mobilität aus einer Kombination von „pushes“ und „pulls“ resultiert, d. h. nicht nur durch entopische Rahmenbedingungen bedingt ist, sondern immer auch durch externe Anreize. Zum Gymnasion als Ort für die Rekrutierung von Söldnern s. Sekunda 2018. Burckhardt 1996, 80 Anm. 14; s. hierzu auch Couvenhes 2004, 101; Trundle 2004, 1. Dass die von Kyros angeworbenen peloponnesischen Soldaten entgegen der in der Forschung häufig postulierten Herkunft der Söldner aus ärmlichen Verhältnissen meist aus Familien mit Hoplitenzensus stammten und in ihrer Heimat eine militärische Ausbildung durchlaufen hatten, hat Roy 2004, 270–276 wahrscheinlich machen können. S. hierzu Avramović 2015, bes. 54 zu Isaios or 4 (Söldner Nikostratos und Chariades), der von einer „frozen civic identity“ spricht. Kürzlich hat auch Hale 2013 die interessante These aufgestellt, dass die wichtigsten Impulse zur Entstehung der Hoplitenbewaffnung und -taktik im 7. Jh. v. Chr. nicht aus der sich entwickelnden Polis kamen, sondern von Söldnern ausgingen, die im Dienst östlicher Monarchen in Syrien, Ägypten und Babylon standen und auf der Suche nicht nur nach Gewinn, sondern auch Ruhm waren, und dass sogar deren Ideale die später typischerweise mit der Polis verbundenen Werte mit geprägt haben. Allgemein gegen einen Einfluss des Militärs auf die Zivilgesellschaft im klassischen Griechenland hat sich jüngst Pabst 2019 ausgesprochen. Allgemein sei hier auf Vlassopoulos 2007 sowie die „Agenda“ bei Taylor/Vlassopoulos 2015b, bes. 1–5 verwiesen.

Einleitung

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Dass im Hinblick auf ihre Sozialisation nicht unbedingt ein Gegensatz zwischen Bürgersoldaten und (Berufs)Soldaten bestand, deutete bereits die 1967 von G. B. Nussbaum vorgelegte Interpretation der Zehntausend als wandernde Polis mit Volksversammlung, Amtsträgern, führenden Politikern und polistypischer Kommunikation an.18 Auch wenn seine These nicht unwidersprochen blieb,19 so scheint eine erneute Einbeziehung dieses Aspektes bei der Beurteilung der Söldner und ihres sozialen wie kulturellen Hintergrundes lohnenswert. Vor allem ist danach zu fragen, ob das Verhalten der Söldner im Allgemeinen bzw. ob ihre Forderungen und Erwartungen an ihren Dienstherren eine von den Bürgersoldaten verschiedene Interessenlage erkennen lassen. So ließe sich beispielsweise kritisch hinterfragen, ob die zahlreichen An- und Umsiedlungen in sizilischen Poleis durch Gelon, Dionysios I. und Timoleon tatsächlich an den daran beteiligten Söldnern scheiterten, die kein Interesse an der Erfüllung ihrer bürgerlichen Pflichten hatten.20 Und schließlich stellt sich die Problematik, inwiefern die Söldner von anderen Ideologien als ihr „bürgerliches Gegenstück“ geleitet wurden und ob hier Entwicklungen zu beobachten sind. Da seit dem verstärkten Einsatz von Söldnern in den Polisheeren die literarischen Quellen die oben beschriebenen Stereotype abbilden, könnte hier die epigraphische Überlieferung als Korrektiv dienen. Ein Blick auf die Bürgerrechtsverleihungen, Privilegierungen und Ehrungen von einzelnen Söldnerführern, Söldnern oder ganzen Kontingenten, denen stets eine mehr oder weniger ausführliche Begründung vorangestellt ist, dürfte sehr vielversprechend sein. Auch wenn hier mit festen Formularen zu rechnen ist, so lässt doch eine kursorische Durchsicht einiger Beispiele durchaus differenzierte Anlässe und kausale Zusammenhänge erkennen,21 die erneut bürgerliche Ideale in Erinnerung rufen. Auch die in Rhamnous von Zivilisten und Soldaten bzw. Bürgern und Nichtbürgern gemeinsam verabschiedeten Dekrete sowie aus Demoten und Soldaten bestehende κοινά und Kultvereine zeigen deutlich, dass beide Gruppen dieselben Werte und Normen ihr Eigen nannten.22 18

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Nussbaum 1967. Zu von den Zehntausend ernannten ἀγορανόμοι (Xen. an V 7, 21–29) s. jetzt O’Connor 2016, 88–93. Zwar handelt es sich hierbei um den einzigen Beleg aus klassischer Zeit für ἀγορανόμοι, die von einer Armee ernannt wurden, doch O’Connor, loc. cit. 97–99 geht davon aus, dass sie in jedem Heer vorhanden waren. Kritisch z. B. Dalby 1992, der eher Parallelen zu Kolonisationsexpeditionen oder anderen mobilen Gesellschaften sieht. Nicht eindeutig Garland 2014, der zwar Söldnerkontingente ebenfalls als wandernde Polis ansieht (ebd. 70; 177), ihnen jedoch gleichzeitig bürgerliche Denkweisen etc. abspricht (ebd. 71). So Plut. Timoleon 1, 1; 22, 4–5; Diod. XVI 83, 1. Den Quellen unreflektiert folgend Garland 2014, 70–74 (bes. 71). Die Gründe reichen dabei von Verdiensten in einem einzigen konkreten Feldzug wie beispielsweise nach dem Bundesgenossenkrieg 220/217 v. Chr. in Dyme (Syll.3 529; vgl. Gauthier 1985, 199), über ein längerfristiges und somit sicherlich auch vielfältiges Mitwirken an Kriegen bzw. der Verteidigung einer Stadt, wie z. B. in Phanagoreia (SEG XLI 625, 3–6). Auch die Ergänzung des eigenen Bürgerverbandes konnte eine Rolle spielen, s. hierzu Couvenhes 2004, 103–104. S. hierzu ausführlich Oetjen 2014, 135–162; Constantakopoulou 2015, 228–230.

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Darüber hinaus lässt besonders die papyrologische Evidenz für das Ptolemäerreich deutlich hervortreten, dass die zuvor skizzierten politischen Veränderungen in hellenistischer Zeit dazu führten, dass neben das vermeintliche Gegensatzpaar „Bürgersoldat – Söldner“ eine dreiteilige Konstellation trat, die von dem Zivilisten, dem mit einem Kleros dauerhaft an seinen Dienstherren gebundenen Kleruchen und dem mit einem Sold in Geld oder Getreide versehenen, garnisonierten Söldner bzw. (Berufs)Soldaten repräsentiert wurde. Doch auch hier ist weiter zu differenzieren, denn eine derartig deutliche Abgrenzung bestand offenbar nicht in allen Fällen. So konnten beispielsweise im ptolemäischen Ägypten Kleruchen, die in Garnisonen Dienst leisteten, zusätzlich einen Sold erhalten und wurden dementsprechend als μισθοφόροι bzw. τακτόμισθοι κληροῦχοι bezeichnet; und μισθοφόροι konnten auf der anderen Seite neben ihrem Sold auch ein kleines Stück Land erhalten.23 In Oberägypten gingen die Ptolemäer im 2. Jh. v. Chr. ferner dazu über, Indigene lediglich zeitweise anzuwerben. Während ihrer Dienstzeit waren sie in den Garnisonen als „Söldner“ eingeschrieben (μισθοφόρος bzw. rmt w⸗f šp ḥbs) und gehörten der sozialen Klasse der „Perser“ an. Doch in Zeiten, in denen ihre Dienste als Soldaten nicht benötigt und in denen sie als Πέρσαι τῆς ἐπιγονῆς (Wynn ms n Kmy) bezeichnet wurden, fungierten sie nur als eine Art Reserve und gingen ihrer Arbeit als Hirten (ꜥꜢm) nach.24 Diese auch außerhalb des ptolemäischen Ägypten durchaus komplexe historische Konstellation als solche zu erfassen und in einem zweiten Schritt einer Systematisierung zu unterziehen, dürfte ein lohnendes Unterfangen darstellen. II. Politische und rechtliche Implikationen: Der Söldner als Einwohner und Mitbürger Es wurde bereits angedeutet, dass das Lebensmodell „Söldner“ gerade in hellenistischer Zeit von den betreffenden Kontingenten (und den jeweiligen Begleitpersonen) die Bereitschaft forderte, oftmals fernab der Heimat dauerhaft in Garnisonen oder in militärischen Neugründungen stationiert zu sein. Welche alltäglichen Probleme sich aus einem solch dauerhaften Leben in der Fremde beispielsweise im Zusammenhang mit Landbesitz (ἔκτησις) oder mit Erbfolgen ergaben, wurde bislang niemals systematisch untersucht. Es ist durchaus bezeichnend, dass in dem 2014 von A. Coşkun 23

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S. hierzu ausführlich Scheuble 2009b, 218–220. Ähnlich auch schon Van ’t Dack 1988, 19. Eine ähnliche Konstellation hat jüngst Couvenhes 2020, 612–622 für die im Vertrag zwischen Eumenes I. und seinen meuternden Soldaten (I.Perg. 13 = Staatsverträge III 481; OGIS I 266) genannten Soldatengruppen vorgeschlagen, bei denen es sich ihm zufolge nicht um Söldner, sondern um „des colons militaires“, d. h. κάτοικοι, handelt: bei den ἔμμισθοι um „des garnisaires d’active“, bei den ἄμισθοι um eine Reserve, die auf ihre Mobilisierung wartet, und bei den ἄπεργοι schließlich um demobilisierte, d. h. aus dem aktiven Dienst entlassene Soldaten. Vandorpe 2008.

Einleitung

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und L. Raphael herausgegebenen Handbuch über Zugehörigkeitsrechte Fremder derartige Fragen außerhalb großer Poleis wie Athen und Sparta fast gar nicht berührt werden,25 oder dass R. Garland in seinem in demselben Jahr erschienen Buch „Wandering Greeks. The Ancient Greek Diaspora from the Age of Homer to the Death of Alexander the Great“ Söldnern, wiewohl er sie mehrmals als mit Abstand größte mobile Gruppe bezeichnet, kaum Aufmerksamkeit schenkt und nur antike stereotype Werturteile wiederholt.26 Somit ist ein grundlegender Perspektivwechsel erstrebenswert, der stärker den Söldner selbst, seine im Allgemeinen auf Mobilität basierenden Lebensbedingungen und die daraus resultierenden politischen und rechtlichen Herausforderungen und Folgewirkungen in den Blick nimmt. Was passierte, wenn der Söldner in Erfüllung seiner Dienstplicht zeitweise abwesend oder gar verstorben war? Ohne Heimatpolis mit Oikos und Verwandten fehlten den direkten Angehörigen der Soldaten sowohl die wirtschaftliche als auch die rechtliche Absicherung. Wer trug Sorge, dass das Eigentum des Soldaten auch an dessen Witwe und verwaiste Kinder überging? Und wie reagierten hellenistische Herrscher oder Poleis auf den genannten Ebenen auf die dauerhafte Anwesenheit oder die Forderungen von Söldnern? Hier gilt es zunächst – anders als es bisher weitgehend geschah – vor allem zu differenzieren, ob Söldner in den königlichen Heeren der hellenistischen Herrscher oder den Armeen der Poleis dienten. Dass dieser Aspekt vernachlässigt wurde, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die Bedeutung der hellenistischen Polis im politischen und militärischen Kontext lange Zeit unterschätzt wurde.27 Doch die Lösungen, zu denen man in einer Polis und im monarchischen Kontext gelangte, fielen naturgemäß sehr unterschiedlich aus.28 Die Voraussetzung für die Beantwortung derartiger Fragen ist jedoch erneut die Heranziehung dokumentarischer Quellen, und zwar von Inschriften. In der Tat wäre es besonders interessant, anhand der zahlreichen inschriftlich überlieferten Verträge zwischen Söldnern und Königen bzw. Söldnerführern einerseits die Forderungen der Söldner und/oder die Offerten der jeweiligen Dienstherren29 und andererseits die von Poleis bzw. Königen ihren Söldnern tatsächlich gewährten Privilegien systematisch

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Zur griechischen Antike s. darin den Beitrag von Coşkun 2014. Garland 2014, 175; 198 und öfter. So beispielsweise Launey 1949/1950. Erst seit Kurzem ist hier ein differenzierterer Zugang zu beobachten, s. etwa Ma 2000; Chaniotis 2002; Couvenhes 2004, bes. 78 (mit weiteren Literaturangaben) und vor allem jetzt Boulay 2016, 25–155. Als Beispiel für eine Polis-Lösung sei hier auf das Dekret SEG XXXVI 1220 (Xanthos/Lykien; 202/201 v. Chr.) hingewiesen (vgl. BE 1988, 379). Als Beispiel aus dem monarchischen Kontext mag der Vertrag zwischen Eumenes I. und seinen Soldaten in Philetaireia und Attaleia dienen (I.Perg. I 13, bes. 8–9 = Staatsverträge III 481; OGIS I 266). S. hierzu auch Chaniotis 2011, 124–125. S. beispielsweise Staatsverträge III 414; 429; 464; 481; 496.

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zu analysieren. Letztere reichen von realen wie potentiellen Einbürgerungen,30 der Zuweisung von Land, der Befreiung von Steuern und Abgaben jeder Art sowie (bürgerlichen) Leistungen oder Quartierstellungen bis hin zur freien Aus- und Einreise, Isopolitie, Proxenie oder Asylie.31 Das Spektrum ist hier äußerst vielfältig und reicht von rein symbolischen Ehrerweisungen bis hin zur rechtlichen und ökonomischen Besserstellung von Söldnern gegenüber Altbürgern.32 Diese Maßnahmen könnten der Siedlungs- und Militärpolitik der Ptolemäer gegenübergestellt werden, wodurch die Söldner auf übergreifender Ebene als Medium fassbar würden, das politischen Entscheidungsträgern Verhandlungswillen, Entgegenkommen und integrative Weichenstellungen abverlangte. Unter diesen Gesichtspunkten erschienen Söldner nicht nur als aktive Akteure auf dem Schlachtfeld, sondern auch als ernstzunehmende Faktoren auf der sozial- und rechtspolitischen Bühne. Nicht minder interessant und vor allem relevant sind zudem die Rahmenbedingungen für die Einbindung der (Berufs)Soldaten in bestehende Gemeinschaften und die dafür notwendigen Prozesse, in denen Vertrauen als eine Form sozialen Kapitals generiert wurde.33 Wie das bereits erwähnte Beispiel von Rhamnous beweist, war das Zusammenleben mit (Berufs)Soldaten nicht immer nur von Konflikten geprägt oder stellte eine ökonomische Bürde dar, wie uns Demosthenes und Isokrates glauben machen. Zahlreiche Interaktionen und sogar Kooperationen sind hier vorstellbar und wie in Rhamnous durchaus auch belegt, nur hat man ihnen bislang kaum Beachtung geschenkt. Selbst Beispiele für Hilfeleistungen durch die fremde Garnison gegenüber einer Polis sind wie im Fall Samothrakes gegen Ende des 3. Jh. v. Chr. belegt: Ein Teil des samothrakischen Territoriums an der thrakischen Küste war offenbar infolge wiederholter thrakischer Einfälle unbewirtschaftet geblieben. Deshalb baten die Samothraker den ptolemäischen Kommandanten Hippomedon um Hilfe bei der Errichtung eines Forts (ὀχύρωμα), damit die Bürger dort κλῆροι erhalten und bebauen konnten.34 Des Weiteren dürften die Soldaten und ihr Tross wichtige Abnehmer und Konsumenten für zahlreiche lokale Produkte gewesen sein, sodass davon ausgehen ist, dass gerade im Falle längerfristiger Stationierungen oder auch Garnisonierungen eine solch 30 31 32

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Listen mit Bürgerrechtsverleihungen an Söldner bei Launey 1949/1950, II 652–675 (mit Nachträgen im Postface S. XVI) sowie Gauthier 1985, 198–202. S. z. B. Polyain. VI 7, 2; I.Milet I.3 33d–e; F.Delphes III.4 132–135 (ISE II 81); IG IX.2 234; I.Iasos I 2, vgl. Vinogradov/Wörrle 1992, 162–167. Auch wenn hier erneut eine scharfe Trennung zwischen Poleis und hellenistischen Königen nicht immer möglich ist, da beispielsweise bei den Einbürgerungen von Rhamnous (ISE I 22), Aspendos (Segre 1934) und möglicherweise auch bei Lilaia (F.Delphes III.4 132–135) und Troizen (Fouquet/Kató 2017) königliche Initiativen vorlagen. Zur Bedeutung von Netzwerken und Vereinen für die Entstehung von Vertrauen als sozialem Kapital im internationalen Handel s. jetzt Gabrielsen 2015. Zu den im Söldnerwesen wichtigen Bindungsformen der Freundschaft und Patronage sowie die daraus resultierende Loyalität s. Trundle 1999, 28–33; 2013, 348–349 sowie van Wees 2004, 72–73 und jetzt Rop 2019, 21; 65; 72; 116. IG XII.8 156b, 17–23, vgl. Chaniotis 2005, 126.

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vermehrte Warennachfrage auch zu einem Aufschwung des lokalen Arbeitsmarktes geführt haben könnte, ganz zu schweigen von den Auswirkungen des durch die Soldaten verfügbaren Münzgeldes.35 Denn inzwischen scheint klar zu sein, dass die Münzprägung in Griechenland im entstehenden Söldnerwesen ihren Anfang genommen hat.36 Kriegerische Auseinandersetzungen und die damit einhergehenden intensiven Soldatenwerbungen führten nachweislich zu einer verstärkten Münzprägung, durch die Geld in Städte floss bzw. zum Teil überhaupt erst in weniger urbanisierte Regionen gelangte.37 Kaum ein Bereich des alltäglichen Lebens dürfte somit von der Anwesenheit der Söldner unbeeinflusst geblieben sein.38 III. Die Söldner als soziale Individuen und Gemeinschaften Schließlich soll ein Schlaglicht auf einen Aspekt geworfen werden, der sich besonders gut anhand der Quellen aus dem ptolemäischen Ägypten untersuchen lässt und die Frage nach der ethnischen und sozialen Identität der Söldner berührt. Hier ist es eine spezifische, als politeuma („Gemeinwesen“) bezeichnete Art von Vereinigung, die als anschaulicher Ausgangspunkt dienen kann. Sie wurde von den Ptolemäern eingeführt und scheint auf Gemeinschaften zugeschnitten gewesen zu sein, deren Ursprung in Söldnerkontingenten lag, die aus derselben Region eingewandert waren. Mittels dieser Organisationsform, die im 2. Jh. v. Chr. auftaucht, dürfte den betreffenden, ethnisch kategorisierten Gruppen, die ausschließlich in städtischen Siedlungen nachgewiesen sind und dort wahrscheinlich in bestimmten Vierteln konzentriert waren, ein administrativ-rechtlicher Charakter verliehen worden sein: Semi-autonome Gemeinden und ihre Strukturen wurden damit – im Sinne von Verwaltungseinheiten – ein institutionalisierter Teil ptolemäischer Landesadministration (im Sinn von Sektion II eine nicht zu unterschätzende politische Reaktion auf die Immigration von Söldnerkontingenten).39 Bislang sind aus dem ptolemäischen Ägypten politeumata von Kilikiern, Böotiern, Kretern, Juden und Idumäern bekannt. Die ethnischen Bezeichnungen, die der Präzisierung der einzelnen politeumata dienen, dürften tatsächlich etwas über die Identität dieser Gruppen aussagen. Das wird zumindest im Fall der Böotier deutlich, die Zeus

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Trundle 2004, 2. S. hierzu jetzt zusammenfassend de Callataÿ 2016. S. hierzu u. a. Meadows 2014; Thonemann 2015, 113–115. Für in Parthien, Baktrien und Arachosien gefundene Münzen, die im Rahmen des Ostfeldzuges Antiochos’ III. an Söldner ausgegeben worden sein dürften, s. beispielsweise Dumke 2017. Zur expliziten Verbindung zwischen Münzprägung und der Entlohnung von Söldnern s. Polyain. VII 21, 1. So auch schon Marinovič 1988, 282; Bettalli 1995, 24; Trundle 2004. S. hierzu Sänger 2016b; 2016c; 2019.

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Basileus, einen der signifikantesten böotischen Götter,40 verehrten.41 Und das Gleiche gilt für die Idumäer, die angesichts ihres Heiligtums, des Apollonieions, offenbar Apollon anbeteten,42 der mit Qos zu identifizieren ist, der wiederum der Hauptgott der Idumäer war, bevor diese zum Judentum konvertierten.43 Der Kult der Kilikier ist weniger aussagekräftig, weist aber wenigstens eine starke griechische Konnotation auf, gilt er doch Zeus und Athena.44 Im Fall des jüdischen politeuma von Herakleopolis schimmert jüdische Gläubigkeit gelegentlich in den an die jüdischen Vorsteher der Gemeinde, die Archonten, adressierten Petitionen durch.45 Dass in diesem Papyrusarchiv das jüdische Amt der Archonten anzutreffen ist – das für Diasporagemeinden von einiger Bedeutung gewesen sein dürfte46 – mag indessen ein Hinweis darauf sein, dass hinter dem politeuma eine Synagogengemeinschaft stand. Somit präsentiert sich die Organisationsform politeuma auf der einen Seite als Institution, die eine auf eine eingewanderte Söldnertruppe zurückgehende Gemeinschaft als Verwaltungseinheit definierte, auf der anderen Seite aber gleichzeitig als eine Vereinigung von sozialen Gruppen, die wenigstens einen Teil ihrer ethnischen Identität in Ägypten im Anschluss an die Einwanderungsphase bewahrt hatten. Angesichts der Tatsache, dass die politeumata darüber hinaus über eigene Verwaltungsstrukturen und ein eigenes Territorium verfügt haben dürften, wären die hinter ihnen stehenden Gemeinschaften gemäß sozialwissenschaftlicher Fachterminologie nicht nur als „ethnic networks“ oder „ethnic associations“, sondern als „ethnic communities“ einzustufen.47 Es erhebt sich angesichts dieses Befundes die Frage, ob es in der hellenistischen Welt neben den ethnischen politeumata andere Beispiele für „ethnic communities“ gibt, die aus Söldnerkontingenten hervorgegangen sind. Als Vergleichsobjekte bieten sich etwa die ebenfalls mit Söldnern in Zusammenhang stehenden koina der Achäer (und anderer Griechen), Kreter, Ionier, Thraker, Lykier und Kilikier an, die im 2. Jh. v. Chr. auf Zypern nachgewiesen sind.48 Die Quellenlage erlaubt es gewiss nicht, sie als „ethnic communities“ einzustufen; ob es sich um „ethnic networks“ oder „ethnic associations“ gehandelt hat, bleibt aber zu prüfen. Dies gilt auch für die leicht provokative Frage, ob die Zugehörigkeit zum Milieu von Söldnern bzw. professionellen Soldaten oder deren Nachfahren sich in sozialer Hinsicht auf die Gruppenbildung bzw. den Gruppenzusammenhalt positiv auswirkte und der Bewahrung einer ethnischen Identität

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S. Launey 1949/1950, II 954–955; 1067. SEG II 871 (= SB III 6664). OGIS II 737 (= SB V 8929). S. Rapaport 1969, 73; Thompson 1984, 1071; 2012, 92–93. SB IV 7270 (= SEG VIII 573). P.Polit.Iud 1–16; zu den Inhalten s. etwa Kugler 2015. S. Claußen 2002, 273–278. Zur Definition s. Smith 1986, 22–31; Delanty/Kumar 2006, 171–172; Eriksen 2010, 48–53; vgl. auch Thompson 2011a, 108–109; Sänger 2016b, 41–45; 2019, 147–150. S. Bagnall 1976, 56–57; 263–266 (Appendix B); Launey 1949/1950, II 1032–1034.

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förderlich war: Zumindest im Fall der ptolemäischen Kleruchen ist eine ethnischen Gesichtspunkten folgende Herausbildung von Gemeinschaften jedenfalls nicht deutlich dokumentiert.49 *** Die soeben erläuterten Inhalte stehen repräsentativ für die drei Themenkomplexe, die das Grundkonzept des Bandes darstellen, nach denen die einzelnen Artikel gegliedert sind. Dabei ist es selbstverständlich, dass den Beitragenden die Freiheit gelassen wurde, hier eventuell erwähnte Aspekte aus einer anderen Perspektive zu beleuchten oder überhaupt Fragestellungen aufzugreifen, die in den vorangehenden Überlegungen nicht angesprochen wurden. Drei Beiträge haben sich dabei auf so grundsätzliche Weise mit einzelnen Perspektiven bzw. der Frage nach einem Perspektivwechsel auseinandergesetzt, dass es angeraten schien, sie in einem vierten Abschnitt gesondert zusammenzustellen. Nichtsdestotrotz werden alle Studien dadurch verbunden, dass in ihrem Rahmen der Söldner und auch ganz allgemein der (Berufs)Soldat selbst als Person und als Akteur in seinem jeweiligen politischen und sozialen Umfeld stärker in den Blickpunkt gestellt wird und dies vor allem unter Einbeziehung dokumentarischer Quellen geschieht. Dieser Zugang drängt sich nicht nur auf, um ein korrektives Gegengewicht zu der literarischen Überlieferung aufzubauen, sondern auch, weil gerade in den letzten Jahren einige neue Inschriften und Papyri publiziert wurden, die eine erneute systematische Zusammenstellung und Auswertung dieser Quellen notwendig und vor allem lohnenswert erscheinen lassen.50 Kulturhistorische Militärforschungen haben in der Geschichtswissenschaft derzeit Konjunktur. Zahlreiche Publikationen und Kongresse beleuchten die unterschiedlichsten Aspekte, angefangen bei der Wahrnehmung von Krieg und Kriegslandschaften, über Körper in der Schlacht bis hin zu den Idealen des guten Soldaten. Allen diesen Forschungsansätzen gemein ist der Umstand, dass sie bislang fast ausschließlich für die mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte Anwendung fanden.51 Angeregt von diesen neuen Perspektiven möchte der Sammelband die herkömmliche methodische Herangehensweise an das Thema „Söldner und (Berufs)Soldaten in der griechischen Welt“ vervielfältigen und gegebenenfalls modifizieren, womit eine Forschungslücke geschlossen wird. Demnach wird, anders als in den bisherigen altertumswissenschaftlichen Darstellungen, kein militärhistorischer oder Polis-zentrierter, sondern vielmehr ein auf breiter Quellenbasis stehender komparativer, rechtshistorischer sowie sozial-

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S. hierzu jetzt Scheuble-Reiter 2012, bes. 326–328. Hierfür sei beispielsweise auf Scheuble-Reiter 2013 verwiesen. Eines der wenigen Beispiele für die Anwendung dieser neuen Forschungsansätze auf die Antike ist beispielsweise Allély 2014.

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und kulturwissenschaftlicher Ansatz verfolgt.52 Dabei zeigen die einzelnen Beiträge nicht nur, dass eine Beschäftigung mit dem Söldnerwesen der griechischen Welt, die bei derartigen Fragestellungen ansetzt, ein attraktives und dynamisches Forschungsfeld darstellt. Die drei oben genannten Themenkomplexe bieten darüber hinaus breite Anknüpfungsmöglichkeiten in interdisziplinärer und geographischer wie auch chronologischer Hinsicht und lassen gleichzeitig indirekt ein Charakteristikum des griechischen Heerwesens hervortreten, das etwa in scharfem Kontrast zur römischen Militärpolitik steht, für die es nach dem Ende der Republik nur eine Alternative zur Bürgermiliz gab: eine stehende Berufsarmee. *** Die Ergebnisse der hier versammelten Beiträge besitzen in mehrerlei Hinsicht das Potential, ein neues, kritisches oder ergänzendes Licht auf die behandelte Thematik zu werfen. Mehrere Beiträge wie die von D. Dana, C. Fischer-Bovet, K. Zimmermann oder S. Scheuble-Reiter, in denen sowohl bereits seit Langem bekannte Quellen eine Neubewertung erfuhren, als auch Neufunde epigraphischer und papyrologischer Natur vorgestellt wurden, haben gezeigt, wie sehr jegliche Auseinandersetzung mit dem griechischen Söldnerwesen von einem Blick profitieren kann, der die dokumentarische Evidenz berücksichtigt. Denn die sich daraus eröffnende vergleichende Perspektive auf die literarischen Berichte ist eine Voraussetzung dafür, das jeweils untersuchte Phänomen in seiner gesamten Breite erfassen zu können. C. Tuplin und H. Klinkott haben wiederum deutlich gemacht, dass sich das griechische Söldnerwesen ohne den methodischen Einbezug der altorientalischen Kulturen und vor allem des Achämenidenreiches (abseits von Xenophons Hellenika) nur unvollständig darstellen ließe, sich hier eine vertiefte Gegenüberstellung althistorischer und altorientalischer Strukturmuster also als absolut gewinnbringend erweist. Des Weiteren wurde, insbesondere im Beitrag von P. Sänger, immer wieder vor Augen geführt, wie stark die Befassung mit griechischen Söldnern im Hintergrund die politischen und sozialen Aspekte Mobilität, Migration und Integration berührt, die in Zukunft nicht nur im Kontext des Hellenismus, sondern auch der archaischen und klassischen Zeit eine genauere Betrachtung verdienen. Und dass das Söldnerwesen eben kein so großes Übel war, wie einige antike Autoren wie Demosthenes oder Isokrates uns glauben lassen wollten, konnte C. van Regenmortel am Beispiel athenischer Söldner eindrucksvoll bestätigen: Tatsächlich verweist die Herausbildung einer Mentalität, die Söldner nicht nur duldete, sondern ihrer im Diskurs der Polis auch ehrend gedachte, auf einen Perzeptionswandel, der sozio-ökonomischen Realitäten zugeschrieben werden kann. Entscheidende, bereits in spätklassischer, dann aber besonders hellenistischer Zeit wirkende Faktoren waren

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Zu diesem Desiderat s. auch Avramović 2015, 3–4.

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dabei einerseits, dass mit den Söldnern und deren durch Sold und Prämien generiertem Vermögen Kapitalkraft in die Heimatpolis kam; andererseits konnten Söldner eine Vermittlerfunktion zwischen ihrer Heimatpolis und ihren jeweiligen Dienstherren einnehmen. Unerwarteterweise haben einige Beiträge implizit einen ganz zentralen und problematischen Punkt in der Beschäftigung mit dem griechischen Söldnerwesen ins Bewusstsein gerufen, welcher die zuvor bereits konstatierte Heterogenität der Söldner betrifft.53 Als Ausgangspunkt dient dabei die Beschäftigung mit Ansiedlungen von Söldnern, mit deren Einbürgerung etc.: So hat C. Chrysafis die zahlreichen Einbürgerungen antigonidischer Söldner in bestehende Polisgemeinschaften einer Systematisierung unterzogen und S. Péré-Noguès die vergleichbaren Einbürgerungen in sizilischen Städten thematisiert, während sich der Beitrag von K. Zimmermann mit der praktischen und rechtlichen Integration von Söldnern in bestehende Polisstrukturen in Kleinasien beschäftigt, d. h. auch mit deren Ansiedlung als „Militärsiedler“ bis hin zur Verleihung von Stadt- und somit Bürgerrechten an solche Militärsiedlungen. Im Zusammenhang mit dem achämenidischen Heer hat H. Klinkott indes programmatisch darauf hingewiesen, dass ein entscheidender emotionaler Unterschied zwischen Söldnern und Soldaten bestand, die mit Land angesiedelt wurden.54 Das hat insgesamt zu der Frage geführt, inwieweit die synonyme Verwendung des Begriffspaares „Söldner und (Berufs)Soldat“ bei der Auseinandersetzung mit der griechischen Welt angebracht sei. Dahinter verbirgt sich das Faktum, dass eine methodisch klare Definition und Unterscheidung dieser Bezeichnungen für Kombattanten in der altertumswissenschaftlichen Literatur bislang noch nicht in aller Deutlichkeit vorgenommen wurden, was bis hierher zumindest kritisch zu hinterfragen wäre – zumal, wenn in begriffliche und gegenüberstellende Überlegungen der Vollständigkeit halber auch die Gruppe der Symmachoi sowie der „Militärsiedler“ miteinbezogen würden. Im Endeffekt spießt sich die aufgeworfene Problematik an der Frage, ob Söldner nach ihrer Ansiedlung oder Einbürgerung überhaupt noch als solche anzusprechen seien. Dass – auf einer anderen Ebene – nicht notwendigerweise ein Gegensatz zwischen Bürgersoldaten und Söldnern und der ihnen inhärenten Identität bestand, haben schon sowohl M. Bettalli für das klassische Athen als auch L. Burckhardt für Kyros’ Zehntausend nachgewiesen – ein Ansatz, den C. Fischer-Bovet für ptolemäische Söldner auf Zypern und in Ägypten aufgegriffen und den K. Vandorpe bei ihrer Betrachtung von einheimischen Soldempfängern, die in ihren Heimatorten in Oberägypten temporär bzw. periodisch Garnisonsdienst leisteten, in diesem Zusammenhang gewissermaßen ad absurdum geführt hat. 53 54

Dieser Aspekt wurde mit einer anderen Zielrichtung, und zwar im Hinblick auf die Herkunft und militärische Expertise der Söldner, exemplarisch bereits anhand von Polybios’ Historien vorgeführt, s. Eckstein 1995, 125–129; Gibson 2013; Couvenhes 2016a. Zum seleukidischen Heer s. auch Mittag 2008.

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An diesem Punkt steht es außer Frage, dass nur eine saubere Unterscheidung der verschiedenen Arten von Militärangehörigen das Phänomen des Söldnerwesens stärker hervortreten lassen und zudem einen wertvollen Beitrag dazu leisten kann, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in dem Verteidigungskonzept bzw. der Armeeorganisation von Städten und hellenistischen Großreichen konziser als dies bisher geschehen ist herauszuarbeiten. Beschränkt man sich auf diejenigen Kombattanten, denen das Kriegshandwerk aus freien Stücken zum Lebensunterhalt diente, dann gelangt man einerseits zu der hier im Fokus stehenden Kategorie der Söldner und (Berufs)Soldaten und andererseits zu den Symmachoi. Was nun die Unterscheidung zwischen Söldnern und Symmachoi anbelangt, hat N. Sekunda ganz klare Kriterien aufgestellt, bei denen eine individuelle Rekrutierung einer vertraglichen Verpflichtung gegenübergestellt wird, und es weiters darum geht, ob die Truppen von Offizieren des Dienstgebers oder eigenen Leuten befehligt wurden, ob sie ihre Ausrüstung gestellt bekamen oder selbst dafür zu sorgen hatten und ob sie ihren Sold vom Anwerber oder dem jeweiligen Vertragspartner erhielten. Zielt dieser Ansatz weitgehend darauf ab, den dienst- und staatsrechtlichen Unterschied zwischen Söldnern und Symmachoi in verschiedenen Facetten zu definieren, so verbleibt aber immer noch das Problem, inwiefern alle vom König selbst finanzierten Truppen unter dem Begriff „Söldner“ zu subsumieren sind, „Söldner“ und „(Berufs)Soldat“ also in unserem Kontext letztendlich austauschbare Kategorien darstellten. Dass es hier eine sinnvolle Differenzierung gibt bzw. geben muss, steht nach H. Klinkotts Ausführungen außer Frage. Basierend auf Artikel 47 der Genfer Konventionen (1949) und Überlegungen zum persischen Heerwesen führt er uns unmittelbar zu der Einsicht, dass die persische Perspektive Konnotationen, die im Zusammenhang mit dem Begriff „Söldner“ sonst vielfach mitschwingen mögen, gar nicht kannte: Denn denjenigen, die man landläufig dieser Kategorie zuweisen würde, wurde von den Persern eine dauerhafte Perspektive geboten: Sie erhielten einen regulären Sold oder ein Landlos und sollten dauerhaft auf persischem Reichsgebiet sesshaft werden. Insofern passten sie so gar nicht in das Schema des Berufsbildes „Söldner“, welches nach H. Klinkott allgemein mit „militärischen ‚Sonderkräften‘“ verbunden wird, die „für einen speziellen Anlass und einen konkreten kriegerischen Einsatz von entsprechend begrenztem Zeitraum“ angeworben wurden (S. 287). All dem ist zu entnehmen, dass die Perser eigentlich nur Soldaten kannten, die in das Reich integriert und dort permanent verfügbar sein sollten, aber keine Söldner im eigentlichen Sinn. Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, für jene Kombattanten, die abseits einer eventuell bestehenden bürgerlichen Wehrpflicht bezahlten Militärdienst leisteten und damit ihren Lebensunterhalt verdienten, grob folgende Terminologie aufzustellen: 1. Söldner sind die, die auf individueller Basis angeworben wurden, um temporär an einer bestimmten Militäroperation teilzunehmen; 2. Symmachoi sind die, die einen derartigen Kriegsdienst aufgrund eines Vertrages leisteten, der zwischen zwei oder mehr Bündnispartnern geschlossen wurde;

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(Berufs)Soldaten sind die, die zu ihrem Dienstgeber in einem permanenten Dienstverhältnis standen und auf dem von ihrem Dienstgeber kontrollierten Gebiet dauerhaft ansässig waren. Damit gehörten zu diesen auch die mit einem Stück Land als Kleruchen/Katöken angesiedelten Soldaten, die im Bedarfsfall weiterhin zur Leistung von Militärdienst verpflichtet waren.

Neben dem Bürgersoldaten kamen alle drei Kategorien im Rahmen dieses Bandes zur Geltung. Die Reflexion über sie und ihre daraus abgeleitete, vorgelegte Definition ist Ergebnis der Auseinandersetzung mit den einzelnen Beiträgen dieses Bandes. Deswegen erschien es nicht angebracht, den einzelnen Autoren nachträglich die strikte Anwendung der vorgeschlagenen terminologischen Kategorien bei ihrem Umgang mit Kombattanten abzuverlangen, die keiner bürgerlichen Wehrpflicht nachkamen, sondern „hauptberuflich“ Militärdienst leisteten. Die Beiträge spiegeln demnach weitgehend noch den bislang zu verzeichnenden, schwammigen Umgang mit den Begrifflichkeiten „Söldner“ und „(Berufs)Soldat“ wider – eine Inkonsistenz, die allein den Herausgebern anzulasten ist, den allgemeinen Wert der Studien aber keineswegs schmälert. Im Übrigen mag mit den hier erfolgten Begriffsdefinitionen auch noch nicht das letzte Wort gesprochen sein; zumindest die Grau- und Übergangszonen zwischen den einzelnen Kategorien werden wohl die Grundlage für zukünftige Diskussionen bilden müssen.

I. Ideologie oder Wirklichkeit: Die Dichotomie „Bürgersoldat – Söldner“

Demosthenes, Citizen-Soldiers and Mercenaries marco bettalli I. Introduction Anyone studying the phenomenon of war in Ancient Greece, as I have been doing for the past twenty years, continually encounters the dichotomy between ideology and reality, which is as old as the world itself. In this context, the Moloch to be dealt with is the hoplite and hoplitism: a veritable cornerstone of Greek ideology, destined to influence the Greeks’ vision of society and of relationships among individuals. The ‘hot’ topic of the origins of hoplitism and its development over the course of the archaic period has recently been affected by the above-mentioned dichotomy.1 The myth of the citizen-soldier maintained its power constantly, even under the Roman Empire, despite its gradual shift away from reality. Coming to the point, the use of citizens or of mercenaries during the numerous wars that the communities of the ancient world were involved in for a good part of their existence characterized two alternate models, each of which brought both advantages and disadvantages. The related debate, already popular in ancient times, was usually settled in favour of the citizens, by virtue of their higher morality. My reflections will centre on Athens in the fourth century BCE (and in particular on the ‘short century’ of 395–338 BCE, in which the city was almost continuously at war, except for a brief lapse of time following the King’s Peace of 386 BCE). Due to the sources available (among other reasons), in my view this constitutes a good setting, in which to reflect upon the citizen/mercenary dichotomy and, in broad terms, upon these topics. The Athenian politicians and orators knew the myth and were pervaded 1

It is certainly no coincidence that H. van Wees, one of the scholars who has most sought to enliven a story that has become ‘traditional’, has given his interesting synthesis on war in the ancient world the subtitle ‘Myths and Realities’ (van Wees 2004). Because, if ‘realities’ mean ‘what effectively took place’ and we historians must make at least some effort to understand ‘how things actually were’ (this citation is in honour of the great L. von Ranke), ideology, on the other hand, produces ‘myths’, meaning legendary tales, which, although untrue, are highly significant to the society that produces them. On the origins of hoplitism, see at least the recent Kagan/Viggiano 2013.

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by it, but also needed to satisfy the demands of their time. The two models I mentioned previously were both used by the Athenians. This situation generated disputes and tension, which was to a certain extent predictable, but also effectively led to what we could call a third model, taking into consideration the coexistence of the first two.2 My main sources are Demosthenes’ assembly orations: not an original choice, but an inevitable one, I think.3 The conclusions we shall reach are to be intended as valid only for Athens, which was a complex society and not necessarily comparable with its contemporaries in ancient Greece. At the same time, Demosthenes’ ideas were not necessarily representative of the whole Athenian social body, of his fellow citizens. We know for certain that he was long at odds with them and struggled to impose his ideas. Nonetheless, the corpus of his contributions on the subject is of great significance and almost unique in its complexity, therefore warranting in-depth analysis. II. Hiring Mercenaries: A Complex Decision The assembly in fourth century BCE-Athens decided upon the nature of its forces, which were deployed over a vast area, covering almost the whole of the Aegean, more or less from one day to the next. This decision implied (or at least should have implied) reflection on the following aspects: 1. economics: the cost for the state budget of military intervention, and above all of paying soldiers’ wages; 2. strictly military considerations: the mercenaries’ performance in battle compared to that of the citizens, in relation to their level of preparation, the deployment forces in compliance with orders, and related problems; 3. the dimension related to communication and information regarding what was happening, and therefore the assembly’s ability to effectively follow events as they took place, ensuring that orders were being properly respected. The sum of this point and the two previous ones help define the level of efficiency of military intervention in all its aspects as precisely as possible; 4. the generically social sphere, concerning relationships between citizens, cohesion between the different social groups (rich/poor) and hence the achievement, via conciliation of the various demands, of a state of reasonable coexistence.

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Main references: Burckhardt 1996a; Bettalli 2013, 71–146. We shall speak of mercenaries in this text in the most meaningful sense of the word: indeed, they were generally professionals who made themselves available to meet an increasingly frequent demand; only in rare cases, usually limited to ships’ crews, did allies of the naval League act as mercenaries. The situation was obviously very different in the fifth century BCE, with the Delian League. On Demosthenes, in general, see, for example, Carlier 1990; Sealey 1993; Worthington 2000.

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Each of these points should be examined separately. Although it is clear that the authorities and the demos itself did not necessarily always give each aspect thorough consideration, they nonetheless more or less explicitly constituted the backdrop, against which decisions were taken. More points could inevitably be added to this list. We have not, for example, taken into consideration an important issue, upon which Demosthenes does not explicitly dwell: was it really necessary to resort to mercenary forces to make up for Athens’ diminished demographic power in the fourth compared to the fifth century BCE? Concerning the land army, the answer is certainly negative: the Athenian forces themselves were amply sufficient, and the use of mercenaries seems to represent an essentially political choice. The question is more difficult to settle in relation to the naval forces: as is well known, a fleet of 60 ships, even not exceptionally large ones, already required 10.000 oarsmen. In this case the inevitability of resorting to mercenaries is clear, and was even more so when the city decided to line up fleets of extraordinary dimensions, such as at the battle of Amorgos (322 BCE: the year of Demosthenes’ death), which sadly brought Athens’ centuries-long naval history to an end. II.1 The Economic Aspect Modern scholars, who live in a world dominated by economics, are always somewhat amazed that Demosthenes was completely disinterested in strictly economic aspects.4 This peremptory statement may be met with surprise: however, I believe it is easy to demonstrate that the orator, while often citing figures and expenses, saw economic matters as unimportant, or at least only of marginal interest and entirely subordinated to politics. I would like to take this opportunity to underline that the concept of budget does not exist in Demosthenes’ reflections. Certain things needed to be done and had more or less calculable costs, therefore the economic resources to cover them needed to be found. There is never any mention of the possibility (in itself entirely plausible) that a campaign may not take place for strictly economic reasons: the political and military dimension is always dominant. Demosthenes could perhaps be defined as an ‘old-fashioned’ politician, due to the absolute priority he gives to strictly political aspects: the new class of governors, such as Eubulus, and later Lycurgus, certainly dedicated more attention to the economic dimension, making it the cornerstone of their political activity. This topic is of great interest, but is beyond the scope of this paper.

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A modern and acceptable introduction to the topic of ancient economics, which prompted much debate among past generations, is Bresson 2016. On the Athenian economics ‘of war’, the works of D. Pritchard are of fundamental importance. See at least Pritchard 2010; 2019. See also Brun 1983; Flament 2007, 83–239.

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Both the citizens and mercenaries – at least in theory – needed to be paid for the services they provided. We will not enter into the extremely complex and somewhat controversial question of the soldiers’ wages. Suffice it to recall a simple fact, which I believe everyone agrees on: in general, the mercenaries and citizens were awarded equal pay, following the principle (well-known from other areas known to us epigraphically, such as public works accounts) that the same amount was paid for the same work, whoever (slave, metic, citizen) carried it out. It follows that whether those who were paid were citizens or mercenaries made no difference to the State budget. When Demosthenes states (Demosth. or. 3, 28 = 13, 27) that ‘we have wasted (…) more than fifteen hundred talents’ on hiring mercenaries,5 he does not mean that the money spent was of no use to the war, nor, in principle, that the mercenaries had been completely ineffective, but he wishes to underline that the money was spent outside the special circle of Athenian citizens. By ‘wasted’ money, he means money spent to pay non-citizens for work that could have been done at least as well by the citizens.6 Although the contrary is often maintained, the use of mercenaries or citizens for military campaigns was not a question of money. II.2 Performance Demosthenes (like other contemporary Athenian sources) dedicates not a single word to soldiers’ performance, despite the fact that debate on the efficiency of mercenaries in comparison to citizen troops was evolving, as we know well from Aeneas Tacticus’ Poliorketika, written in practically the same period as Demosthenes’ orations. Hence, at least from a ‘professional’ viewpoint, there was growing awareness that the mercenaries were far more efficient, while the citizens were not well trained, quarrelsome,

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In the second passage cited, he adds ‘hoi ton Hellenon aporoi’, a homage to a much-appreciated topos, capable of raising an applause from the assembly, and useful, above all, to underline the fact that mercenaries are not citizens and are, generically, untrustworthy. On this passage and related topics, see Bettalli 2006. Unless otherwise stated, all the translations from Demosthenes are those by J. H. Vince. Sometimes, another broadly economic problem comes to the fore: when Demosthenes (as we shall see later) complains that mercenaries push the strategoi in directions that do not conform to their directives solely because they wish to plunder towns or seek some form of recompense, as the strategoi are not capable of paying them, he seems to suppose that the citizens are not as strongly influenced by money as the mercenaries – otherwise such behaviour would also be seen among citizen troops. In a certain sense, the mercenaries are less reliable because they are more influenced by the strictly economic aspect, which Demosthenes tends to always place in the background. He obviously does not explicitly say that citizens may also not be paid, but his reasoning logically leads to such a conclusion. It is also true, as we shall see, that Demosthenes’ complaints are often prompted by contexts, in which the assembly seems to approve the use of forces too large and expensive considering the state’s modest resources.

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reluctant to follow orders, and, above all, frightened and often panic-stricken.7 Some, however, still had their vision clouded by ideological pretence: Demosthenes probably belongs to this latter group and does not, effectively, take the problem into consideration at all. There are many mentions of the distinction between various aspects of war: preparation, money, vantage points, numbers of soldiers, and what Demosthenes continues to consider the nucleus of war, the fundamental point, towards which, sooner or later, everything should converge: the field battle. On this subject, the orator has contradicting opinions, or rather he sees things from increasingly different viewpoints: in Demosth. or. 14, 9, talking of (an effectively remote) possible war against Persia, he maintains that the Athenians are inferior in every aspect related to financial resources, but is reassured by the fact that, should a field battle take place, they would be superior due to the presence among their ranks of many andres agathoi, who ultimately decide the outcome of a battle. This is a somewhat old-fashioned position, but highly appropriate in a context of great vagueness: the war against Persia was certainly not imminent, not to mention the fact that Demosthenes was probably paid by the Great King. Only a few years later, however, talking in the First Philippic (Demosth. or. 4, 23) about military opposition to the young Macedonian king – ideologically depicted as a barbarian on a par with the Great King –, he candidly admits that the Athenians have no chance of fighting him in an open field battle and states that it would be better to fight a war adopting ‘guerrilla tactics’ with very limited force.8 This is a very realistic vision, as demonstrated by Chaeronea a dozen years later, but one that Demosthenes refrains from explaining to his public. However, as we were saying, the question of efficiency was not on the agenda: we can only suppose that Demosthenes was not specifically prejudiced against the mercenaries regarding their ability to fight. Extremely interestingly and innovatively, his attention was focused on a related but different aspect, albeit one that is ultimately also connected to the overall efficiency of military forces sent by the Athenians.9

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See, for example, Ain. Takt. 6, 1–2; 15, 2; 16, 2; 26, 7–11; 27; 38, 4, with the commentaries ad loc by Bettalli 1990; Whitehead 2002. See also Pretzler-Barley 2018. Superiority of mercenaries: Ain. Takt. 12, 2. See also, obviously, the words of Polydamus of Pharsalus, who quotes Jason of Pherae in Xen. hell. VI 1, 5–6. See also the clear affirmation of Demosth. or. 9, 52: ‘for a pitched battle he [Philip] is in better training than we are’. Concerning the relative efficiency of mercenaries and citizens, one should at least cite the passage of Philochorus (FGrH 328 F 51), in which we learn that, during the second Olynthian war in 348 BCE, the Olynthians themselves requested that the forces be composed of citizens and not mercenaries. However, this – if indeed it can be considered reliable information – happened not because the poor inhabitants of the city of Chalcidice seriously thought that the citizens were better soldiers, but because the first two campaigns (especially the second) had ended in plundering and devastation at the hands of the mercenaries, leaving the city wondering whether it would not have been better if enemies rather than precious allies had arrived.

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II.3 Communication The topic Demosthenes dedicates most attention to is that of communication. In a world, in which the circulation of news and information was frequently challenging, for reasons we need not enter into here, problems of communication often occurred between the sovereign assembly (which had to take very precise operative decisions) and the contingents employed throughout the Aegean. ‘At present our situation is a mockery’ (Demosth. or. 4, 25) is Demosthenes’ cry of accusation. The orator fears that mercenaries, guided by strategoi desperately seeking scarce or inexistent resources, would ultimately plunder and despoil communities – even allies! – and so on to gain money, instead of focusing their attentions on the city’s enemies. The second book of the Economics of Pseudo-Aristotle, at least a couple of generations later, contains numerous fourth-century BCE anecdotes on this topic, i. e. the desperate attempts of Athens’ most important strategists to reconcile military demands with the woefully lacking financial resources. For his part, Demosthenes proposes (Demosth. or. 4, 21–25) the formation of very small forces, of a maximum of 2.000 men, composed of 3/4 mercenaries and 1/4 citizens; the latter were intended to act as ‘witnesses’ of what went on: a sort of ‘field assembly’, capable of ‘overseeing’ (this being the operative term) what happened and reporting comprehensively and precisely back to the assembly on the Pnyx. He makes no mention of efficiency or skill.10 This focus on communication and hence on the need to introduce an efficient means of transmitting information between the assembly and the army is of great interest and somewhat innovative within the general framework of our sources. There is, however, something not quite right: the means of transmission already existed, in the form of the strategoi and other officials of Athenian democracy, who had the precise duty to report to the assembly during and following their annual turn of service, being required to justify and even pay personally for any confirmed deviations from the directives issued. Did Demosthenes not trust the strategoi? To tell the truth, we know that he trusted some but not others, according to their closeness to his faction, or whatever we want to call it.11 Yet he does not generally tend to blame them too much: a general ‘cannot command if he does not pay’. A sensible justification, but one that does not account for the need to add a good few citizens to oversee operations: indeed, it does not solve the problem of controlling mercenaries who are not being paid.

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Think, somewhat disquietingly, of Demosthenes, ‘ready to embark as a volunteer’ (Demosth. or. 4, 29): he is talking of naval warfare, but, considering his well-known cowardice and even more certain lack of skill with an oar, our orator would have been highly unlikely to put on a good performance. See the excellent description of political symmories at Demosth. or. 2, 29.

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Again, we are reading orations and cannot expect meticulousness and a complete lack of contradictions. Look at how the past is used: it is easy to make reference to the Persian wars, for example, but when Demosthenes goes on to cite examples closer in time, he takes little heed to providing precise descriptions of events. Concerning the mercenaries and the need for them to be accompanied by citizen troops, he embarks upon a comparison with Iphicrates’ famed contingent, which, forty years previously in 392 BCE, during the Corinthian war, destroyed a Spartan mora: ‘I am told12 that on a previous occasion the state maintained a mercenary force at Corinth, commanded by Polystratus, Iphicrates, Chabrias, and others, and that you citizens also served in person; and I know from history that you and these mercenaries, fighting shoulder to shoulder, beat the Lacedaemonians in the field’ (Demosth. or. 4, 23).

What we know from the detailed description of Xenophon (Xen. hell. IV 4, 15–18) effectively rules out the possibility that citizens fought alongside the mercenaries, but Demosthenes uses the example to make his point regardless.13 Further complicating the communicative situation between armies and assembly is the fact that the hiring of mercenaries also involved a sort of outsourcing of war to figures (upon some of whom the now famous definition of ‘condottieri’ was bestowed) who largely belonged to the internal circles of Athenian politics, but were at least partially independent in their initiatives.14 The use of the xenikon of Corinth is somewhat the archetype of this operative pattern: a force headed by men not subject to the reasons of the assembly (Iphicrates was completely unknown: his appointment was certainly related to his connections with Conon, of which we know very little) and, above all, paid with external funds (specifically, those of Conon himself and the Persians). In subsequent years, such external funds were scarce and relations with the ‘condottieri’ were not always idyllic but, thanks to their connections, resources, and skill, the ‘condottieri’ managed to recruit contingents of sufficiently reliable mercenaries quite quickly: indeed, many soldiers became loyal, bound to one commander or another, and did not hesitate to join them when contingents were being formed. The ‘condottieri’ also allowed for a very broad margin of ambiguity regarding two fundamental issues: the payment of wages, which was (at least principally) left to the commanders’ own ability to find resources, as the assembly was clearly only able to allocate insufficient amounts; and relations with more or less allied communities, which were 12

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This incipit (akouo) is a typical way of introducing historical examples that are part of the citizens’ heritage and are passed down orally from one generation to the next, canonized in lists that never change but are never submitted to historical analysis. The orator’s use of the past is too complex a topic to be dealt with here. The concept of ‘intentional history’ introduced by H.-J. Gehrke is crucially important. See at least Gehrke 2010. On the xenikon in the Corinthian War, see Konecny 2001; Bettalli 2013, 111–115; Sekunda/Burliga 2014. Pritchett 1974–1991, II 59–116 is always a good start on ‘condottieri’.

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often unofficially strained by the mercenary commanders’ need to source funds for their troops. All this brought advantages for the Athenians. These may not have been long-term advantages, but in the climate of frequent turmoil caused by the need to continually take decisions without having sufficient time and information, coupled with the Athenian state’s chronic economic difficulties, the small advantages described above often tipped the balance in favour of the recruitment of mercenaries.15 II.4 Rich and Poor: The Social Sphere Social peace in fourth-century BCE Athens was ensured by a sometimes difficult compromise, which was continually debated but generally effective, between the thin strata of rich citizens (1.200 people, or perhaps a few more, according to different calculations) and the masses of more or less poor Athenians. The debate hinged in particular on to what extent and in which way the rich should contribute to the community’s (chiefly military) expenses and to the costs of the democratic system, as well as on the appropriateness of maintaining some semblance of a welfare state, which provided festivals, entertainment, and a minimum level of help to the most needy. All this took the place of the extremely sizeable revenues provided by the empire in a much wealthier past. There is certainly no need to deal comprehensively with this issue here: suffice it to recall that Demosthenes’ position, in a nutshell, is that less fortunate have the right to maintain their privileges as long as they agree to take an active part in military campaigns The rich pay, the less-rich fight: at first glance, as presented by Demosthenes, it is a question of social equity, with everyone doing their duty according to their capabilities and it is here that the use of mercenaries does not work: if the citizens – famously accused of rathumia and ameleia (indolence and apathy)16 – do not fight but demand privileges, they must be substituted by mercenaries. In this case, however, not only would money be wasted (because the wages would be paid outside the community), but the social pact would be broken, because the privileges would be granted without any recompense.

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In this context, it is interesting to note that the present-day use of mercenaries (while it may not constitute an economic advantage, as the large mercenary multinationals want to be paid handsomely and the commanders carefully avoid taking individual initiatives) allows for the evasion of responsibility regarding the consequences (foreseen or unforeseen) of acts of war, hence saving national states from embarrassing relations and from being reported to the bodies of international justice, which are essentially powerless (or almost) to pursue bands of mercenaries. Demosth. or. 4, 8; 4, 17: accusations repeated many times over the subsequent centuries, but fail to adequately describe the reality of those times.

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III. To Conclude The majority of Demosthenes’ arguments have an ideological origin. The ideology in question is that of the citizen-soldier, central to Greek history. Demosthenes exalts it with great passion, spreading a vision of the world that it would not be erroneous to define militaristic.17 The orator’s strong inclination towards land war is also worthy of note. This is somewhat surprising in a context like Athens, where it can be said that the city’s entire social and economic life revolved around its enormous fleet, which consumed impressive quantities of financial resources. Why does Demosthenes ‘accuse’ the citizens of Athens? They reacted ‘traditionally’ and were extremely sensitive to ‘direct’ threats concerning the invasion of Attica by the Macedonian sovereign: Philip in Attica was the ‘stone guest’ (that is, the absent focus) of Demosthenes’ orations. Demosthenes openly states that Philip aims to reach Attica in Demosth. or. 6, 2; 8, 45; 8, 59–60. He fears that this may spell tragedy for Athens in Demosth. or. 1, 27; 4, 50; 8, 18; 9, 51. He shows that he understands that the Athenians, and not them alone, only intend to react to ‘close’ dangers in Demosth. or. 3, 9; 3, 20; 5, 16; 8, 49–50. And he applies the criteria of distance/proximity, for example, when comparing the threat of the distant Great King to that of nearby Philip in Demosth. or. 10, 34. Besides, the decision to intervene in very close Euboea and not Olynthus at the beginning of 348 BCE was – probably – taken precisely because the Athenians were much more aware of what was happening on their doorstep, and had always considered Euboea to be something of an ‘appendage’ to Attica. Hence, the orator encouraged intervention in Olynthus, anywhere in Greece, to prevent Philip arriving with his forces in Attica and to avoid this outcome, which he considered not only disastrous (which appears obvious), but, above all, probable. 17

The population is only truly despotes when it agrees to fight first-hand (Demosth. or. 3, 30); a city is only powerful when its army is powerful (Demosth. or. 13, 34); young men must gain military experience on the battlefield in order to become good soldiers (Demosth. or. 1, 28); even the gods are on the side of those fighting when citizens go into battle (Demosth. or. 5, 45); field battles are still usually resolved thanks to the andres agathoi fighting on the front line (Demosth. or. 14, 9); even Philip, about whom all sorts of bad things can be said, has (more than the Athenians) the courage and the ability to fight first-hand, to suffer, and face danger without fear (Demosth. or. 11, 17). This whole armamentarium is supported by the memory of past wars, when Athens had achieved a position of supremacy thanks to the blood spilt by its citizens (Demosth. or. 2, 24 and elsewhere), in a world, which still had a profound respect for the value of loyalty that characterized citizen forces (Demosth. or. 9, 48). On all these issues, the famous passage of Demosth. or. 9, 47–50 is fundamentally important, in which Demosthenes describes the changes in the art of war, starting with an affirmation that leaves no room for doubt: ‘for my own part, while practically all the arts have made a great advance and we are living today in a very different world from the old one, I consider that nothing has been more revolutionised and improved than the art of war.’ The verbs used do not denote corruption or deterioration: he is simply laying an ideological and nostalgic mantle over the lucid reflections, which introduce that tone of regret, almost of despair.

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Consider Demosthenes’ slightly hysterical reaction – long after Chaeronea and therefore with the city officially and definitively defeated – when a single Macedonian ship arrives at Piraeus (Demosth. or. 17, 26). On the other hand, the Athenians were apathetic precisely because the dangers still appeared to be very distant, and there was no trace of Philip in Attica. It would be all too easy to mention that, in actual fact, neither Philip nor his son ever reached Attica; as far as we know, they never seriously considered this option, not even when, after Chaeronea, a field battle (at last!) had demonstrated where the true strength lay. So were the Athenians right and Demosthenes wrong? History does not work like that: after all, we have the not insignificant advantage of knowing what actually happened. Better to return to the citizens/mercenaries dichotomy. Demosthenes’ orations contain no real comparison between citizens/soldiers and mercenaries. The orator harbours neither prejudice nor hate towards the latter. He clearly recognizes their usefulness: recall that in his only true proposal regarding operations (Demosth. or. 4, 16–27), he claims that three out of four soldiers should be mercenaries, despite the fact that the limited size of the force provided for would have easily, in theory, permitted the use of citizens alone. Hence, he is well aware that the old times evoked in Demosth. or. 9, 47–50 are gone and are never to return.18 In fact, for the orator a democratic regime based on the involvement of all citizens cannot but begin with the citizens’ military participation in the fate of their own community. In this aspect, Demosthenes is a man of the past, although he manages to accept the reality of the times and a series of compromises thanks to his intellect. Nonetheless, in his vision of the world, homo democraticus remains a warrior, and the power of a city is dictated by the strength of its citizen army.19 Young men must acquire military experience (Demosth. or. 1, 28), and the laws that favour those who wish to avoid battle should be repealed (Demosth. or. 3, 11). Such a vision is in curious conflict with the image of the first politician in history – possibly – who had no specific talent for war: a man whose adversaries accused him on various occasions of embarrassing cowardice.

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In Demosth. or. 3, 35, he portrays the Athenians’ interest in the activities of the mercenary forces as we would speak today of following and supporting a football team (with the difference that the difficulties in obtaining up-to-date and reliable information made even that support something imprecise, unclear, and debatable). Demosthenes scorns all this and, in one of his famed incipits (prepared and used several times in his orations), deplores the lack of passion and interest in politics among his fellow citizens (Demosth. or. 10, 1). See Demosth. or. 3, 30; 13, 34. See also his annoyance with the law courts, in which Athenians give vent to their aggressiveness, instead of saving it for the battlefield in Demosth. or. 13, 16. The conflict between courts and war is also a topic worthy of study.

Xenophon, Söldner und die Poleis leonhard burckhardt I. Einleitung: Wahrnehmung von Söldnern in der griechischen Publizistik Der athenische Publizist und Rhetor Isokrates äußert sich in seiner wohl im Jahr 380 v. Chr. veröffentlichten Flugschrift Panegyrikos, in welcher er die Griechen zum gemeinsamen Krieg gegen die Perser auffordert, über die griechischen Söldner des jüngeren Kyros, mit deren Hilfe dieser den Thron seines königlichen Bruders erringen wollte. Isokrates führt vor Augen, dass diese von den Truppen des Großkönigs nicht geschlagen werden konnten, obwohl sie nach der von ihnen angeblich siegreich gestalteten Schlacht von Kunaxa1 ihrer Führer beraubt und von ihren Begleitern im Stich gelassen worden seien (Isokr. or. 4, 146–147; vgl. 5, 91–92). Isoliert hätten sie sich in einem fremden Land behaupten müssen und können, dabei hätte es sich bei den Griechen um Kyros nicht einmal um die Besten ihrer Herkunftspoleis gehandelt, sondern um Männer, die wegen ihrer Fehler umständehalber in die Fremde gezwungen worden seien. Isokrates’ Beweisziel in diesem Kontext ist es, die Schwäche des persischen Militärs offenzulegen und seinen Lesern einen griechischen Angriff auf das Riesenreich schmackhaft zu machen. Die 10.0002 griechischen Söldner des Kyros sind hierfür nur ein Beispiel neben mehreren anderen, ihre Lage wird einigermaßen elend dargestellt, um ihre Selbstbehauptung mitten in feindlichem Land umso glänzender und nachahmenswerter erscheinen zu lassen. Die Charakterisierung dieser Soldaten als zusammengewürfelter Haufen passt zu seiner Argumentation, weil a fortiori eine 1 2

S. hierzu weiter unten. Diese runde Zahl ist selbstverständlich nur eine Annäherung an die Wirklichkeit: Die realen Zahlen lauten nach Parke 1933, 41–42 nach Abschluss der Rekrutierung in der Anfangsphase des Feldzuges 9.600 Hopliten und 2.000 Peltasten, nach Lendle 1995, 34–35; 57–58 und Lee 2007, 298 mit Anm. 46 (mit weiterer Literatur) etwas mehr, nämlich 12.000 bzw. 11.500 Hopliten und 2.000 Peltasten, Truppenstärken, die im Verlauf des Weitermarsches naturgemäß abnahmen. Zu den Zahlen s. auch Rop 2019, 33; 64–65 (13.000). Die Entstehung des Namens „10.000“ für die zurückkehrenden Truppen des Kyros erklärt Bonner 1910. Xenophon selber verwendet diese Bezeichnung nicht.

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ordentliche griechische Hoplitenarmee im Kampf gegen die Perser umso besser abschneiden musste. Isokrates’ Auffassungen sowohl von der Kampfkraft persischer Truppen wie auch von griechischen Söldnern allgemein ruhen allerdings auf zwei in der griechischen Publizistik häufig greifbaren Vorurteilen. Zum einen wird die Meinung vertreten, persische Krieger seien griechischen Hopliten sozusagen von Natur aus unterlegen. Dabei wird auf Gelegenheiten wie die Perserkriege oder weitere Ereignisse verwiesen, als griechische Truppen tatsächlich Erfolge gegen persische Armeen errangen. Die genaue Betrachtung der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Persern zeigt jedoch, dass die genannte Haltung viel eher griechischem Überlegenheitsdünkel geschuldet ist, als dass sie der historischen Realität entsprechen würde.3 Nichtsdestotrotz war diese Wahrnehmung geschichtswirksam. Die vermeintliche Schwäche der Perser, die sich im Übrigen nicht nur militärisch, sondern auch kulturell oder politisch manifestieren soll, bestätigt die Selbsteinschätzung vieler Griechen, wonach sie den verweichlichten und unfreien Barbaren überlegen seien. Unterschwellig ist bei Isokrates weiter eine ziemlich abwertende Einschätzung der Soldtruppen des Kyros zu fassen: Ihre Kampfkraft reicht zwar gegen die als inferior geschilderten Perser aus, sie ist aber nach Isokrates4 derjenigen von Bürgertruppen unterlegen, sie besteht aus Außenseitern, die in ihren Poleis nicht mehr erwünscht sind.5 Das ist kongruent mit seiner Auffassung über Söldner allgemein – und das ist die zweite der oben angesprochenen Klischeevorstellungen. Diese Gruppe wird noch wesentlich krasser abqualifiziert: Er nennt Söldner in der Friedensrede Heimatlose, Deserteure und Verbrecher oder eine Plage der Menschheit (Isokr. or 8, 44–46).6 Diese Schrift aus den Jahren nach 355 v. Chr. hat das Ziel, Anspruch und Wirklichkeit der athenischen Außenpolitik in Einklang zu bringen, also eine Politik zu empfehlen, die den Ressourcen und Möglichkeiten der Polis angepasst ist und auf die Mittel vertraut, die man aus eigener Kraft mobilisieren kann. Die Anheuerung von Söldnern für den Heeresdienst entspricht diesem Anliegen nicht und wird deswegen als zu teuer, wenig effektiv und nicht ehrenvoll scharf kritisiert. Isokrates befindet sich mit seiner ablehnenden Einstellung gegenüber Söldnern im Einklang mit den meisten anderen zeitgenössischen Autoren wie etwa Demosthenes, in dessen Reden Söldner

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Zu diesem Problemkreis ausführlich Rop 2019, 2–19. Zu Geschichte und Einschätzungen der Zehntausend neben Isokrates und Xenophon z. B. Pol. III 6, 10–11; Diod. XIV 19–31; 37; Plut. Antonius 45, 6; Artaxerxes 4, 1–2; 6, 1–18, 5; 20, 1–2; Arr. an. I 12, 1–4; Frontin. strat. IV 2, 7. Zu Söldnern in klassischer Zeit und ihrer Wahrnehmung allgemein s. Parke 1933; Seibt 1977, 51–69; Marinovič 1988 passim, zur Anabasis bes. 25–37; Burckhardt 1995; Trundle 2004, 27–39. S. auch die Einleitung zu vorliegendem Band. McKechnie 1989, 79–100 reiht die Söldner neben Exilierten, Räubern, Händlern und anderen nicht zu Unrecht unter die Außenseitergruppen der Poliswelt ein. Marinovič 1988, 237–269 stützt ihre Analyse des Anteils der Söldner an der Krise der Polis weitgehend auf die Ansichten des Isokrates zu den Söldnern.

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mehrfach abschätzig qualifiziert werden,7 oder Aineias Taktikos, dessen praktische Ratschläge für das Verhalten in einer belagerten Stadt von Misstrauen gegen besoldete Fremdtruppen triefen.8 Eine bemerkenswerte Ausnahme in der Einschätzung dieser Berufsgattung, wenn ich Söldner einmal so nennen darf, ist Xenophon, dessen Schriften – aufgrund seiner Biographie wenig verwunderlich9 – ein differenzierteres Bild vermitteln. Wenn Isokrates und Kollegen die Söldner als nicht gemeinschaftsfähig disqualifizieren, und damit umgekehrt – durchaus ideologisch – zugleich eine bestimmte Form von Gemeinschaft propagieren wollen, liefert Xenophons Anabasis das sattsam bekannte und viel diskutierte Gegenbeispiel. Ich kann im Folgenden nicht ausführlich auf die Armee des jüngeren Kyros eingehen, sondern lediglich einige Aspekte herausgreifen, die deren Zusammenhalt und Gemeinschaftsbildung in schwieriger Situation begünstigten. Dabei sind einige Vorbemerkungen zu machen. Spricht Isokrates von ξένοι oder μισθοφόροι, nimmt er die Perspektive der Polis ein, des Gemeinwesens, das über eine möglichst homogene Bürgerschaft verfügen soll, die idealerweise grundlegende Werte teilt und für alle verbindlichen Normen gehorcht. Dazu gehört auch die Wehrpflicht, welche die Polis kraft gemeinsamer militärischer Anstrengung in ihrer Existenz sichern soll. Söldner, die sich aus welchen Gründen auch immer in einen fremden Dienst stellen, entziehen einer Polis nicht nur ihre Wehrkraft, sondern sie werden wegen ihrer Ungebundenheit und ihres Außenseitertums unter Umständen zur direkten Gefahr für die Polisordnung. Isokrates hätte, wenn er denn gewollt hätte, in diesem Punkt z. B. auf Dionysios von Syrakus, Iason von Pherai oder andere Tyrannen verweisen können, die ihre Macht nebst anderem mit Hilfe von Söldnern unter Missachtung gegebener Verfassungen widerrechtlich errungen hatten.10 Die bedrohliche Seite des Phänomens wird von ihm jedenfalls stark gemacht und am Wohlergehen der Poleis, insbesondere an demjenigen Athens gemessen.

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Demosth. or. 2, 31; 3, 35; 4, 24–25; vgl. Aristot. eth Nic 1116a16–b23. Ain. Takt. 10, 7; 10, 18–19; 10, 22; 11, 7–10; 12, 2–5; 13, 1–4; 18, 8; 23, 11; 24, 1–3; 24, 6–9; 28, 5; 29, 4. Zu diesem Autor s. Burckhardt 1996b; Whitehead 2002; Bettalli 2013, 174–176; Brodersen 2017, 7–13. Zu Xenophon allgemein s. Breitenbach 1967; Cawkwell 1972; Anderson 1974; Dillery 1995; Tuplin 2004; Flower 2012, 40–59. Literatur zu Söldnern und Tyrannen: Parke 1933, 7–13 (frühe Tyrannis); 63–72 (Dionysios I. von Syrakus); 97–104 und 133–142 (phokische Tyrannen); Berve 1967, I 221–342, bes. 241–245 zu Dionysios von Syrakus. Ebenfalls zu Dionysios von Syrakus als bekanntestem und erfolgreichstem Tyrannen s. Diod. XIV 8, 3–4; 9, 3–9; 10, 4 und weitere Stellen.

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II. Xenophon und die Kyrosarmee Xenophons Anabasis spricht sehr viel stärker aus der Sicht der Söldner selbst, obwohl ihr Autor sich kaum als μισθοφόρος gesehen haben dürfte und durchgängig eine gewisse Distanz zwischen sich und dem Durchschnittssoldaten spüren lässt.11 Überdies lässt Xenophon auch in der Hellenika einen Apologeten des Söldnertums, wenngleich indirekt und gebrochen, zu Wort kommen (Xen. hell. VI 1, 5–7), nämlich Iason von Pherai, der die überlegene Kriegstauglichkeit seiner Soldtruppen im Vergleich zu Bürgersoldaten hervorhebt. Die Positionen des besorgten Polisbürgers und Intellektuellen einerseits und des Praktikers, der das Soldwesen aus der Nähe kennt, haben also sehr unterschiedliche Ausgangspunkte, die bei einem Vergleich zur Vorsicht mahnen. Beigefügt sei ferner, dass in Bezug auf die Person Xenophons methodisch zwischen dem Autor vornehmlich der Anabasis, der relativ lange Zeit nach den Ereignissen diese narrativ zu bewältigen unternimmt,12 und dem Feldzugsteilnehmer Xenophon, der sich selber nicht als der Verfasser der Schrift explizit zu erkennen gibt, diesen Umstand gar zu verschleiern versucht und sein eigenes Verhalten von außen zu beleuchten den Anschein macht, zu unterscheiden ist.13 Xenophons Schreibmotivation und das Ziel der Schrift wurden in extenso diskutiert und sollen hier nicht noch einmal breit aufgegriffen werden,14 doch ist deutlich, dass es Xenophon mindestens um die Klärung seiner Rolle während des Zuges der Zehntausend geht und dies wohl in doppelter Weise: zum einen als Antwort auf Kritik, die von anderen Feldzugsteilnehmern und weiteren Autoren vorgetragen wurde,15 zum anderen um im Gegenteil seine Bedeutung für die Gemeinschaft der Kyrosarmee zu betonen. Wenn der Feldzugsteilnehmer Xenophon 11 12

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S. hierzu etwa Azoulay 2004. Zur Entstehung der Anabasis s. ausführlich Breitenbach 1967, 1639–1649, der die Schrift in die 380er v. Chr. datiert. Dagegen z. B. Dillery 1995, 59 mit 264 Anm. 1, der auf der Basis von Xen. an. V 3, 7–13 (Schilderung von Skillus) wohl mit mehr Recht ein Datum nach der Schlacht von Leuktra 371 v. Chr. annimmt. So auch Cawkwell 2004, 47–51, der die Gründe für die Spätdatierung und die Einheit des Werkes noch einmal vorführt. Vgl. auch Flower 2012, 29–30, der eine Parallele in Xenophons Kyrupädie sieht. Zu geographisch-topographischen, kulturgeschichtlichen, nomenklatorischen oder logistischen Fragen im Zusammenhang mit der Anabasis Briant 1996b, mit der ausführlichen Besprechung von Tuplin 1999. Die namentlich bekannten griechischen Teilnehmer am Zug der Zehntausend werden jeweils s. v. von Hofstetter 1978 besprochen. Das gilt auch für Xen. hell. III 1, 2, wo Xenophon auf eine Schrift über den Feldzug des Kyros und die folgenden Ereignisse verweist und als deren Verfasser den Themistogenes von Syrakus bezeichnet; gemeint ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit Xenophons Anabasis selber: Plut. mor. 345e; Breitenbach 1967, 1644–1647; Rood 2004, 321–322 zu den Gründen für die gesuchte Anonymität des Verfassers der Anabasis. Danach soll, kurz gesagt, eine Objektivität der Darstellung suggeriert werden, welche deren apologetische Tendenz unterstreicht und bestärkt. Zur Schreibmotivation s. konzis Cawkwell 2004, 59–67 und jetzt Flower 2012, 30–34 mit einem Überblick über die gängigen Thesen. S. hierzu auch Rop 2019, 31. Zu Sophainetos, der am Feldzug teilnahm und einen Bericht darüber verfasst haben soll, welcher Xenophon zu einer Erwiderung in einer eigenen Darstellung provoziert haben könnte, s. Meister 2001; Hofstetter 1978, 167; Lendle 1995, 12; Cawkwell 2004, 61–62.

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als unehrlich, überheblich, pro-spartanisch oder unfähig und als simpler Söldner angegriffen wurde, konnte er als standesbewusster Mann eine solche Kränkung nicht auf sich sitzen lassen. Eine Darstellung aus eigenem Griffel bot aber überdies die Gelegenheit, über die bloße Abwehr von „Unterstellungen“ und die Richtigstellung von Irrtümern hinaus die Leistungen, welche er im Verlaufe des Feldzuges erbracht hatte, gebührend herauszustreichen, um auf diese Weise seine Begabungen und seinen Wert angemessen vorzuführen. Im Übrigen konnte ein Bericht, der sich nüchtern und zuverlässig gab, nicht nur der Rehabilitierung seines Autors dienen, sondern auch das ganze Unterfangen und die daran Beteiligten – und darunter vornehmlich die meisten Führungspersönlichkeiten16 – in ein strahlendes Licht stellen. Dass ferner panhellenische Ansprüche oder die Propagierung eines Persienunternehmens zum Motivhaushalt des Autors gehörten oder dass es auch schlicht darum gehen konnte, eine gute, spannende und exotisch angehauchte Geschichte zu erzählen, ist nicht unwahrscheinlich, aber kaum zu beweisen. Zur Zusammensetzung der Zehntausend, also quasi dem Gegenüber Xenophons, hat J. Rop kürzlich die Frage aufgeworfen, inwieweit es sich bei den Hellenen im Heer des Kyros und auch anderen Griechen, die im persischen Reich Kriegsdienst leisteten, überhaupt um Söldner und nicht eher um politische Agenten handelte, die durchaus im Interesse ihrer Heimatstaaten kämpften. Im Fall der Zehntausend wären es Klienten des Kyros gewesen, die sich dieser während der Endphase des Peloponnesischen Krieges als persischer Karanos im Westen erworben habe.17 Das ist für die Offiziere und die Anführer der oft landsmannschaftlich zusammengestellten Truppenkontingente18 plausibel, nicht unbedingt jedoch für die einfachen Soldaten, von denen wir viel weniger wissen. Sie scheinen, wie die Art ihrer Rekrutierung wie auch ihr späteres Verhalten zeigen, gut zur Definition von Söldnern zu passen, wie sie etwa M. Trundle19 vorlegt, wonach Söldner als Berufssoldaten in fremdem Dienst der Besoldung wegen, aber ohne intrinsische Motivation für das Kriegsziel kämpfen. Eine weitere Bemerkung betrifft die Abgrenzung von G. B. Nussbaums Interpretation der Zehntausend als Form einer polisähnlichen Sozietät, die durch einem griechischen Gemeinwesen parallele Mechanismen gesteuert wurde.20 Dieser Autor fokussiert auf das Innenleben des Heeres, konkreter auf den gleichsam politischen Umgang der Angehörigen dieser Armee miteinander, und untersucht die Rollen der 16 17 18 19 20

Xen. an. II 6, 1–30, wo die ermordeten Feldherren mit der Ausnahme des Menon sehr wohlwollende Nachrufe erhalten. Rop 2019, 19–26 resp. 64–65; 71–75. Zur landsmannschaftlichen Zusammensetzung des Heeres s. Roy 1967, 296–309 (bes. die Tabelle 303–306). Trundle 2004, 21–24. Hierzu kritisch Rop 2019, 19. Vgl. auch die Einleitung zu diesem Band. Nussbaum 1967. Hierzu kritisch Dalby 1992; Stoll 2002, 130–131 mit Anm. 30. Vgl. auch Hornblower 2004. Zur Binnenstrukturierung des Heeres, bes. der militärischen, nach der Schlacht von Kunaxa s. auch Lee 2007, 80–108.

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verschiedenen Funktionsträger bzw. Akteure in dieser zusammengewürfelten Gruppe, geht aber kaum darauf ein, wie sich das Heer überhaupt zu einer Gemeinschaft zusammenfindet, welche Faktoren sie als solche erst konstituierten. Diese möchte ich im Folgenden etwas näher beleuchten.21 III. Ausgangslage Natürlich sind zwei bestens bekannte Momente bedeutungsvoll, die von außen an die Gruppe herangetragen werden. Zum einen die Führung: Bis zu seinem Tod war der jüngere Kyros als Anführer und Feldherr die wichtigste Klammer für das Heer: Er sammelte die Truppe oder ließ sie sammeln, sein Anliegen wurde primär verfolgt, er war der Financier, von dem die übrigen Armeeangehörigen abhängig waren, er setzte, ja verkörperte das Kriegsziel. Sein Ausfall löste nicht von ungefähr eine schwere Krise für das Heer aus, die durch die hinterhältige Ermordung führender griechischer Offiziere durch Funktionäre des Großkönigs noch verstärkt wurde (Xen. an. II 5, 31– 34; vgl. Diod. XIV 26, 7). Kyros gehörte zum Typ des Söldnerführers, der mit seinen Truppen persönliche Ziele anstrebte, er war also nicht wie andere Generäle, die Söldner anführten, regulärer Agent eines Gemeinwesens, in dessen Namen Soldtruppen gesammelt und eingesetzt wurden. Solche waren etwa Iphikrates oder Chabrias als athenische Strategen oder die spartanischen Harmosten und Nauarchen in Westkleinasien, die, wie etwa W. K. Pritchett gezeigt hat,22 im Allgemeinen im Auftrag der heimischen Instanzen handelten und die nötigenfalls durch diese ersetzt werden konnten. Wenngleich er nicht von Anfang an zu erkennen gab, wohin die Reise führen sollte, war Kyros dagegen eher ein politischer Abenteurer, in gewisser Weise und cum grano salis mit söldnergestützten Tyrannen wie Dionysios von Syrakus zu parallelisieren. Fehlte das verbindende Element einer anerkannten Führung mit klarem Ziel und plausiblen Versprechungen für das von Männern dieser Art kommandierte Heer, riskierte es, auseinander zu laufen.23 Dass dies bei den Zehntausend nicht geschah, ist einerseits dem Umstand zu verdanken, dass es gelang, das Kommando einigermaßen rasch mit

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Knapp und in allgemeiner Form hierzu Trundle 1999, ausführlicher Stoll 2002, der die Anabasis als eigentliches Lehrbuch zur militärischen Gemeinschaftsbildung bezeichnet und zu der zu Beginn des 4. Jh. v. Chr. entstehenden „wissenschaftlichen“ Literatur zur Kriegskunde zählen will. Pritchett 1974–1991, II 34–58; 59–116. Roy 1967, 292 redet allerdings davon, dass es sich bei den Zehntausend eigentlich ohnehin um mehrere verschiedene Armeen, kommandiert von selbständigen Strategen, handelte und betont die trennenden Elemente. Immerhin scheinen nach der Schlacht von Kunaxa zunächst Klearchos, danach Cheirisophos (Diod. XIV 27, 1) und am Schluss Xenophon zumindest eine Art informelles Oberkommando inne gehabt zu haben. Überdies war es für griechische Armeen nicht unüblich, von mehreren Vorgesetzten befehligt zu werden. Hornblower 2004, 251 bringt moderne Beispiele von führungslosen Armeen, die ihre Disziplin verlieren.

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kompetenten Leuten wiederzubesetzen, hing aber andererseits gewiss sehr stark mit dem zweiten Faktor zusammen, der konstitutiv war: nämlich der konkreten Situation, in der man sich befand. Die griechischen Soldaten der Kyrosarmee hatten zwar die größte Schlacht des Feldzuges überstanden,24 sahen sich in einem feindlichen, vom Gegner beherrschten Umland mit wenig Aussicht auf ein Arrangement dennoch in einer höchst unangenehmen Lage – ganz besonders nach der Ermordung ihrer Strategen.25 Die meisten Armeeangehörigen werden eingesehen haben, dass nur der unbedingte Zusammenhalt untereinander das Überleben sicherte. Man wurde von der Zweck- zur Notgemeinschaft, einer „ad hoc-community“, wie J. Ma sagt.26 Söldner liefen in der Ausübung ihrer Tätigkeit ohnedies hohe Risiken: Neben der Gefahr, die jedem Kämpfer drohte, Tod, Verletzung oder Krankheit, riskierten sie, nicht bezahlt zu werden, konnten, wie die eingangs angesprochenen Äußerungen zeigen, der sozialen Ausgrenzung oder Isolation anheimfallen, oder sie hatten unter Umständen Mühe, sich in eine friedliche Polis zu reintegrieren. Aus der Sicht der Hellenen in der Armee des Kyros wurden diese Risiken wohl verstärkt wahrgenommen, da man sich ohne Rückhalt weit entfernt von eigenen Heimatbasen befand und eines konkreten militärischen Ziels, das man zuvor ohnehin nur mit großem Zögern und unter massiver Aufrundung des Soldes akzeptiert hatte, verlustig gegangen war. IV. Gemeinschaftsstiftende Rituale Die Beziehung zu den heimischen, griechischen Poleis blieb für die einzelnen Soldsoldaten sowieso wichtig, der ideelle Bezugspunkt, an welchem man sich orientierte. Das wird vom Autor mehrfach betont, etwa in Xen. an. III 1, 3, als sie – freilich in kritischer Situation – sich in Sehnsucht nach Heimat, Familie, Frauen und Kindern verzehrten, oder in Xen. an. VI 4, 8, wo hervorgehoben wird, dass das einzige Ziel der Männer gewesen sei, heil nach Griechenland zurückzukehren (εἰς τὴν Ἑλλάδα σῴζεσθαι). Umgekehrt wird ein Mann, der als Nichtgrieche entlarvt wird, aus der Armee verbannt, weil

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Rop 2019, 30–63 erläutert überzeugend, dass Xenophons und vieler seiner Nachfolger Schilderung, wonach die Schlacht von Kunaxa mit einem Sieg der Kyrostruppen endete und lediglich der Tod des Anführers verhinderte, dass das Ziel des Feldzuges erreicht wurde, kaum zutreffend ist. Vielmehr hätten Artaxerxes und seine Generäle die Schlacht bewusst so angelegt, dass die Stärken der eigenen und die Schwächen der gegnerischen Truppen, also gerade der griechischen Schwerbewaffneten, voll zur Geltung kamen. Kunaxa sei daher sowohl als strategischer wie als taktischer Erfolg des Großkönigs anzusehen. Xen. an. III 1, 1–3. In diesem speziell kritischen Moment schreibt sich Xenophon eine ausschlaggebende Funktion für den Zusammenhalt und damit für die Rettung des Heeres zu (Xen. an. III 1, 11–25), was den apologetischen Charakter der Anabasis zu untermalen geeignet ist. Ma 2004, 339.

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er einen verräterischen Vorschlag zu machen und die Eintracht zu stören scheint (Xen. an. III 1, 31–32).27 Die griechische Identität wird vom Autor Xenophon also immer wieder betont, und auch als Feldherr appellierte er an den panhellenischen Patriotismus,28 dessen Eigenschaften die Kyrossoldaten vorteilhaft von den Persern (die freilich auch hier öfter mit klischeeartigen Vorurteilen charakterisiert werden) abhebt (z. B. Xen. an. III 2, 9–26). Zur Bestärkung solcher Gefühle werden Appelle an gemeinschaftliches Handeln, die gemeinsame Geschichte, die Bewährung der Griechen, speziell aber der Athener in den Perserkriegen wachgerufen (Xen. an. III 2, 11–13).29 Neben der Relativierung der von den Persern oder anderen Orientalen drohenden Gefahren sind solche rhetorischen Vorkehrungen geeignet, eine identifikationsstiftende und disziplinierende, voll antagonistische „Wir gegen Sie-Situation“ zu imaginieren, die klare Grenzen zwischen beiden Seiten – nämlich den stolzen und mutigen griechischen Soldaten einerseits und den niederträchtigen, treulosen Persern andererseits – insinuiert. Eine Durchmischung beider Seiten, wie sie vor Kyros’ Tod zumindest nicht völlig unmöglich oder undenkbar war, wird so auch ideologisch stigmatisiert. In diesem Zusammenhang scheinen religiöse oder religiös konnotierte Rituale eine wichtige Funktion eingenommen zu haben.30 Der Autor Xenophon schildert mehrfach Feiern oder Feste, bei denen griechische Götter und deren Rituale im Mittelpunkt standen. Hier einige Beispiele: Noch vor der Bekanntgabe des eigentlichen Ziels des Feldzuges, nämlich dem Sturz des Großkönigs, veranstaltete der Arkadier Xenias die Lykaia mit Opfern für Zeus und Wettkämpfen (Xen. an. I 2, 10), auf dem Rückmarsch werden in Trapezunt, als die Gefahr von Seiten des Großkönigs und der Bergstämme überwunden und das Meer erreicht war, Festspiele gefeiert. Sie bestanden aus Opfern für Zeus Soter und Herakles sowie aus Wettkämpfen, die alles beinhalteten, was das agonale Herz des Griechen begehrte, nämlich Schnelllauf, Ringen, Boxen, das Pankration und auch Pferderennen (Xen. an. IV 8, 25–28; vgl. V 5, 5). Die Beteiligung an den sportlichen Darbietungen war groß, das Interesse hoch, wie der Autor Xenophon betont. Etwas später teilt er an anderer Stelle mit, dass vom Erlös aus dem Verkauf von Kriegsgefangenen ein Zehntel (ἡ δεκάτη) dem Apollon und der ephesischen Artemis geweiht werden solle und zu diesem Behuf von den Feldherren 27 28 29

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S. hierzu auch Dalby 1992, 21–22. Zu den panhellenischen Tendenzen der Anabasis s. Dillery 1995, 59–63 und relativierend Rood 2004. Pikanterweise gesteht in Xenophons Erzählung auch ein Perser, nämlich Kyros selber, den Griechen diese Überlegenheit zu, freilich in einer Rede, in der diese zum Weitermarsch überredet werden sollen: Xen. an. I 7, 3–4. Hier werden gängige Klischees aufgegriffen, die in Griechenland über beide Seiten kursierten. Vgl. auch das Erschrecken vieler „Barbaren“ in Xen. an. I 2, 16–18 nach einer Demonstration der griechischen Kampfesweise. Zur Betonung der griechischen Identität der Söldner s. Stoll 2002, 154–170. Parker 2004 behandelt primär die persönliche Religiosität Xenophons, also sein Verhältnis zu den Göttern und zur Mantik, sowie die Bedeutung, die Omina und die Erkundungen der Zukunft für die Entscheidungen, die im Heer gefällt wurden, erlangten.

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in Verwahrung genommen wurde (Xen. an. V 3, 4). Es erstaunt auch nicht, dass vor einer Schlacht gebetet und zu deren Auftakt der Paian gesungen wurde (z. B. Xen. an. I 8, 17; IV 8, 16). Mehrfach werden nach siegreichen Schlachten auf dem Rückmarsch τρόπαια, traditionelle griechische Siegesmale, aufgestellt.31 Nach verbrecherischen Akten einzelner Zugsteilnehmer gegen an sich friedliche Einheimische, die Xenophon und seine Feldherrenkollegen nur mit Mühe aufdecken und die daran Schuldigen einer Bestrafung zuführen konnten, wurde eine Entsühnung des Heeres durchgeführt (Xen. an. V 7, 35). Bei anderer Gelegenheit wurden landsmannschaftliche Waffentänze gezeigt (Xen. an. VI 1, 4–13), die einer paphlagonischen Gesandtschaft Eigenheiten der verschiedenen Kulturen zeigten – hier freilich nicht nur der Griechen, sondern auch von Thrakern und Mysern. Schließlich erweisen sich in einem von Xenophon relativ ausführlich beschriebenen Fall die Opfer für den Aufbruch zu einer weiteren Marschetappe als ungünstig (Xen. an. VI 4, 13–22), sodass gewartet werden musste, bis sich die Umstände änderten. Gerade das letzte Vorkommnis lässt darauf schließen, dass Xenophon nicht von allen Gelegenheiten berichtet haben wird, bei denen griechische Götter angebetet, Opfer ausgerichtet, Kulten Genüge getan und Rituale durchgeführt wurden. Es ist wohl zu differenzieren zwischen den religiösen Handlungen wie Gebet und Opfer, die bei vielen Ereignissen wie Schlachten, Aufbrüchen, Versammlungen, Feiertagen und Ähnlichem absolviert wurden, und speziellen Vorkommnissen wie dem Eintreffen an der Küste, die Anlässe boten zu besonderen Feiern. Jedenfalls lässt sich sagen, dass der gemeinschaftliche Verkehr mit den bekannten Gottheiten offensichtlich einem Bedürfnis der Soldaten entsprach. Wenngleich sich aus den von Xenophon erwähnten Göttern – Zeus Basileus, Zeus Lykaios, Zeus Soter, Apollon, Artemis oder Herakles (Xen. an. VI 2, 15) – kein klares Muster für die Bevorzugung einer bestimmten Gottheit ergibt, lässt sich doch sagen, dass im Umgang mit ihnen eine gewisse Logik greifbar ist: Zeus ist der höchste und mächtigste Gott und der Beschützer der Fremden und Reisenden, als welche sich die Zehntausend in ihrer Lage fühlen mussten, Soter wird mit Spielen geehrt, als die Rettung des Heeres zumindest wahrscheinlich ist, Apollon – zuvorderst der von Delphi – erhielt traditionsgemäß einen Teil der Kriegsbeute griechischer Heere, die ephesische Artemis genoss schon damals weit überregionale Bedeutung, Herakles war in vielen hellenischen Gemeinwesen mit der militärischen Jungmannschaft verbunden. Sie mögen – vielleicht mit Ausnahme des Zeus Lykaios, der stark in Arkadien verankert war32 – panhellenischen Charakter gehabt und damit für alle Zugsteilnehmer in dem doch ziemlich zusammengewürfelten Heer akzeptable

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Zu den τρόπαια s. Xen. an. IV 6, 27; VI 5, 32; vgl. VII 6, 36. Der nach dem Erreichen des Berges Theches und der Sicht aufs Meer errichtete κολωνός (Xen. an. IV 7, 25–26) hat einen anderen Charakter. S. hierzu Tuplin 1999, 361–364. Zu Zeus Lykaios und Arkadien s. Paus. VIII 38, 2–7; Bäbler 2002, 788; Burkert 1997, 98–108.

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Rituale bereitgestellt haben. Ihre gemeinschaftliche Anrufung bestärkt also das Kollektiv, in welches man sich vorübergehend und zwangsläufig einzugliedern hatte. Dabei mag die Bezugnahme auf die griechische Götterwelt für die Zehntausend selbstverständlich gewesen sein, doch zeigt die Möglichkeit des Verkehrs mit den bekannten Göttern in unbekannter Umgebung ein Vertrauen in deren Wirkungsmacht auch in der Fremde, was einerseits für die Unterstützung im Kampf gegen die mannigfaltigen Feinde gelten kann, denen man im Verlauf des Rückmarsches begegnete, was aber auch als Einschüchterungs- und Druckpotential nach innen gesehen werden kann, das etwaigem Ausscheren aus dem Kollektiv mit vorbeugte, weil dieses eben von den Göttern negativ sanktioniert werden würde. Anzeichen besonderer, nur dieser Gruppe oder anderen Soldaten eigenen Religiosität gibt es freilich keine, die Zeit für die Herausbildung einer solchen blieb zu kurz, die einzelnen Männer blieben zu sehr ihrer Herkunft verhaftet, die vertrauten Götter bildeten den religiösen Orientierungspunkt auch und gerade in außergewöhnlicher und kritischer Situation. Nur sie waren geeignet, den notwendigen transzendentalen Bezug zu sichern. V. Schluss: Eine Gemeinschaft auf Zeit Xenophons Zehntausend waren also eine Gruppe mit gemeinsamen Anliegen, nämlich mit möglichst viel Geld nach Hause, nach Griechenland, zurückzukehren, die dank der von G. B. Nussbaum ausführlich diskutierten Versammlungskultur handlungsfähig war,33 die die Mittel hatte, ihre Ziele durchzusetzen, nämlich ihre Waffen und ihre militärischen Fähigkeiten und Stärken, und die auch dank eines gemeinschaftlichen kulturellen und sakralen Hintergrundes über eine tragfähige Wertebasis verfügte, auf die man sich in feindlicher Umgebung stützen konnte. Dennoch blieben die Kyrossoldaten eine heterogene Truppe. Die Gefahr eines Zerfalls des Heeres konnte nach Erreichen der Schwarzmeerküste nicht gebannt werden, die Bindungen an Kameraden aus der eigenen Polis oder Region konnten zentrifugal wirken, ebenso wie eine unterschiedliche Beurteilung der Überlebens- oder Bereicherungschancen der Truppe. Potentielle Bruchlinien bildeten also insbesondere die landsmannschaftliche Organisation und die entsprechende Kommandostruktur, entlang welcher es mehrfach zu einem Auseinanderfallen des Heeres kam.34 Die Gemeinschaft erwies sich als sehr brüchig, die Kohäsionskräfte als wenig stark, die wandernde Polis als ephemer. 33 34

Nussbaum 1967; zu Plünderungen durch die Zehntausend und ihrer Beute s. Krasilnikoff 1992, 29–30. Zur Entlohnung bzw. der Geldbeschaffung und Nahrungsversorgung in den verschiedenen Phasen des Feldzuges s. Krasilnikoff 1993, 84–88. Am markantesten geschildert in Xen. an. VI 2, 9–4, 26.

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Allerdings gelang es offenbar auch nur wenigen der Zehntausend, ihr Ziel, vermögender nach Hause zu kommen als sie ausgezogen waren, zu erreichen. Nach Diod. XIV 37, 1 hatten sich die meisten der überlebenden Kyrossöldner an das Soldatenleben gewöhnt und zogen nach Ankunft im westkleinasiatischen Raum den Dienst zunächst in der Armee des Thrakerfürsten Seuthes und danach unter dem spartanischen Nauarchen Thibron einer Heimkehr vor.35 Inwieweit dieses Verhalten durch eine Entfremdung von den heimischen Verhältnissen oder gar – anders als es Xen. an. VI 4, 7–8 nahelegt – durch konkrete Heimkehrhindernisse wie eine Verbannung oder drohende Verfolgung motiviert war oder ob ihm wirtschaftliche Gründe zugrunde lagen oder ob tatsächlich so etwas wie der von Diodor angedeutete Mentalitätswandel eingetreten war, der den Beteiligten das Soldatentum als Mitte ihrer Existenz erscheinen ließ, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Es ist jedenfalls ein Zeichen für die zunehmende Verfügbarkeit von Kriegern in der hellenischen Welt, deren effektive Bindungen an das herkömmliche Polisgefüge sich lockerten, so sehr sie dessen kulturellen Rucksack mit sich trugen. Umgekehrt – und damit komme ich zurück zum Ausgangspunkt und zum Schluss – waren die Einstellungen der Poleis gegenüber dem Söldnerwesen allgemein durchaus ambivalent, um nicht zu sagen widersprüchlich. Einerseits begegnete man den ξένοι mit Misstrauen und Ablehnung, wie die eingangs zitierten Äußerungen von Isokrates oder Aineias Taktikos zeigen; auch die Reste der Zehntausend mussten dies erfahren, etwa als sie sich nach ihrer Rückkehr nach Europa in Byzanz zu retablieren versuchten und vom spartanischen Kommandanten zum Teil unter Drohungen zurückgewiesen wurden.36 Andererseits nahm man auch als Polis immer mehr Dienste von Söldnern in Anspruch. Zwar beruhte die Wehrkraft der griechischen Gemeinwesen nach wie vor auf der Stärke ihrer Bürgermilizen, doch kamen die größeren Poleis zumindest für Spezialeinsätze und für spezifische Truppengattungen nicht mehr ohne Fremdtruppen aus.37 Da man diese als Gefahr wahrnahm, aber doch mit ihnen arbeitete, war möglicherweise der ideologische Abgrenzungsbedarf von Bürgern und Söldnern umso höher. Diesen deckt beispielsweise Aristoteles, wenn er in der Nikomachischen Ethik (Aristot. eth. Nic. 1116a16–18) aus der Warte eines Forschers über die Polis bei der Betrachtung der für die Stabilität eines Staatswesens notwendigen Tugenden verschiedene Arten von Tapferkeiten unterscheidet und dabei diejenige des Bürgers, der lieber den Tod erleidet als sich der Schande aussetzt, die sich aus der Flucht ergibt, gegenüber derjenigen des Söldners, bei dem es umgekehrt sei, weil er nur aus Berechnung und nicht aus innerem Engagement kämpfe, höher einschätzt. 35 36 37

Zu den Kriegen in Westkleinasien nach 400 v. Chr. s. Lewis 1977, 136–158; Dillery 1995, 99–119; Rhodes 2010, 242–247; Schmidt-Hofner 2016, 227–233. Xen. an. VII 1, 10–11; vgl. VI 6, 9; VI 6, 13; VII 2, 6; VII 3, 3 zur Behandlung der Zehntausend durch die spartanischen Kommandanten im Bosporusraum. Parke 1933. S. für Athen Burckhardt 1996a, 76–153.

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Xenophon hätte dem Philosophen aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen während der Anabasis womöglich widersprochen. Er erlebte nicht nur Söldner, die sich als Hopliten in schwierigen, ja aussichtslosen Situationen bewährten und dabei große Tapferkeit an den Tag legten, sondern auch Männer, die sich zumindest temporär in eine notwendigerweise spontan entstehende Gemeinschaft einzufügen wussten. Zunächst war die Aussicht auf lukrativen Gewinn, den ihnen ein vermögender Anführer zu verschaffen versprach, der Grund des Zusammenhalts, danach wurde dieser durch äußeren Druck erzwungen. In beiden Phasen des Feldzuges erleichterte – zumindest in der Darstellung von Xenophon – der Rückgriff auf den gemeinsamen kulturellen Hintergrund das Zusammenleben bzw. das Überwinden aller Widerwärtigkeiten und Schwierigkeiten auf dem Rückmarsch erheblich. Die Angehörigen der Zehntausend waren nach der Schilderung Xenophons zumindest „polisfähig“, also in der Lage, wenigstens vorübergehend eine funktionierende Gemeinschaft zu bilden. Xenophon unterschlägt die zahlreichen Schwächen seiner Weggefährten keineswegs, er braucht deren Darstellung vielmehr, um das eigene Wirken zu Gunsten der Gesamtheit in ein strahlendes Licht stellen zu können. Dennoch zeigt Xenophons Bericht Söldner aus einer anderen, differenzierteren Optik als diejenige der zeitgenössischen Publizistik, von der sie normalerweise als für das politische Leben untauglich abgekanzelt wurden. Sie dürfte bei aller apologetischen Färbung des Werkes von Xenophon auch realistischer gewesen sein. Es ist hingegen nicht zu verkennen, dass die von Xenophon geschilderte Gemeinschaft keine nachhaltige war. Der Vorschlag, an einem günstigen Ort fern der Heimat eine Stadt zu gründen, wurde von den Feldzugsteilnehmern in Bausch und Bogen verworfen (Xen. an. V 6, 15–35) – so viel Polis wollte man denn doch nicht sein.

Die Söldner und ihre Familie sandra scheuble-reiter „(45) Kümmere dich sorgfältig um die Verwundeten unter den Söldnern, indem du alles, was benötigt wird, bereitstellst und alle, die niemanden haben, der sich um sie kümmert, in den Häusern der Bürger unterbringst. (46) Und befördere all diejenigen, die sich als tapfer erwiesen haben, gib ihnen eine Offiziersstelle und bekränze sie. (47) Und wenn sie sterben, bestatte sie möglichst ruhmvoll auf öffentliche Kosten, und – wenn sie Kinder und Frauen hinterlassen – kümmere dich sorgfältig um sie. (48) Denn wenn sie so möglichst wohlgesinnt gegenüber den Strategen und den Bürgern sind, werden sie bestmöglich kämpfen.“1

So sah die Empfehlung aus, die Philon von Byzanz2 gegen Ende des 3./Anfang des 2. Jh. v. Chr. in seinem der Belagerungskunst gewidmeten Buch aussprach, um sich der Loyalität von Söldnern zu versichern.3 Angesichts des bei zahlreichen antiken Auto1

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Phil. C 45–48: (45) τοὺς δὲ γινομένους τραυματίας τῶν ξενῶν ἐπιμελῶς θεραπεύειν πάντα τὰ δέοντα παρασκευάζοντας, καὶ ὅσοι ἂν μὴ ἔχωσιν αὐτῶν τοὺς θεραπεύοντα, εἰς τὰς τῶν πολιτῶν οἰκίας διδόναι· (46) καὶ ὅσοι ἂν ἄνδρες ἀγαθοὶ γίνωνται, ἀναβιβάζειν χώραν καὶ ἡγεμονίαν διδόναι καὶ στεφανοῦν· (47) καὶ ἐάν τινες τελευτήσωσιν, θάπτειν ὡς λαμπρότατα δημοσίᾳ, καὶ ἐὰν καταλίπωσιν ἑαυτῶν τέκνα ἢ γυναῖκας, πολυωρεῖν μὴ παρέργως. (48) μάλιστα γὰρ οὓτως εὔνοοι γινόμενοι τοῖς στρατηγοῖς καὶ τοῖς πολίταις ἄριστα ἂν κινδυνεύσειαν. Einzelne Punkte dieses Abschnittes wie die Sorge um die Verwundeten (C 72, 5–10; vgl. Whitehead 2016, 331 zur starken sprachlichen Anlehnung) oder die ἄνδρες ἀγαθοί bzw. deren Bestattung (A 86; vgl. ebd. 306–309) greift Philon auch an anderen Stellen wieder auf. Alle Übersetzungen sind, soweit nicht anders vermerkt, die der Autorin. Über die Person des Philon ist nichts Genaueres bekannt. Seine zeitliche Einordnung in die zweite Hälfte des 3. Jh. v. Chr. basiert auf der Erwähnung des Ktesibios, s. hierzu jetzt Whitehead 2016, 22. Ansonsten scheint er neben Byzanz auch Rhodos und Alexandria aus eigener Anschauung gekannt, selbst aber keinerlei Erfahrungen im militärischen Bereich gemacht zu haben, s. ebd. 23–35. Philon spricht an dieser Stelle (C 45) von ξένοι. Dass er hier Söldner meint, wird aus dem übrigen Satz klar, wonach diejenigen, die keine Anverwandten haben, die sich um sie kümmern, bei Bürgern einquartiert werden sollen, s. hierzu schon Garlan 1974, 386. Zudem spricht er später, wenn es um die Versorgung der Verwundeten geht (C 72, 5–10; s. oben Anm. 1), explizit von στρατιῶται, s. hierzu Whitehead 2016, 306. Zur Problematik der eindeutigen Bezeichnung des Söldners, der in den Quellen – je nachdem, welcher inhaltliche Akzent gesetzt werden sollte – als ξένος, μισθοφόρος oder στρατιώτης bezeichnet wurde, s. bereits ausführlich Launey 1949/1950, I 25–29 und jetzt Couvenhes 2004, 79–80 sowie die Einleitung zu vorliegendem Band.

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ren greifbaren Rufes des Söldners, wie ein Fähnlein im Wind von einem Herrn zum anderen zu wechseln, wenn nur die Besoldung entsprechend ausfiel, ist es interessant, dass Philons Tipp nicht lautete, im Zweifelsfall einfach mehr Sold zu zahlen als der Kriegsgegner.4 Stattdessen sollte der Kommandant Sorge für die Verwundeten tragen, bewährte Männer befördern und bekränzen und sich vor allem auch um die Familie der getöteten Söldner kümmern, denn dies sei das allerbeste Mittel, sich ihrer Solidarität zu versichern.5 Das von Philon evozierte Bild des Söldners hat nur wenig mit der Stereotype des lediglich an seiner eigenen Bereicherung interessierten und alleinstehenden Berufssoldaten gemein.6 Insbesondere die Anspielungen auf die Familie der Söldner – ihre Anwesenheit während eines militärischen Einsatzes (in der Fremde) und ihre Einbeziehung zur Aufrechterhaltung der Moral im Heer – mögen auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, zumal kein anderer Militärschriftsteller etwas Vergleichbares bietet.7 Doch gerade der Umstand, dass Philon diesen Punkt im Gegensatz zu Anderen aufgegriffen hat, ist meines Erachtens ein deutlicher Hinweis darauf, dass er – zumindest zu Philons Zeit – seinen Sitz im Leben hatte.8 Ausgehend von dieser Annahme soll im Folgenden dem Söldner und auch allgemein Berufssoldaten als Ehemann und Fami-

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S. hierzu Scheuble 2009a, 35–36 mit Quellen und weiterführender Literatur. Trundle 2013, 348–349 betont demgegenüber „the remarkable loyalty of Greek mercenaries“, basierend auf den traditionellen Verbindungen von Patronage und Freundschaft. S. hierzu jetzt auch Rop 2019, 21; 65; 72; 116. Wie genau die Sorge aussehen soll, lässt er offen. Das Verb πολυωρέω ist typisch für die hellenistische Zeit und kommt fast ausschließlich im 3. Jh. v. Chr. vor, s. die Materialsammlung bei Welles 1934, 355. Weitere Belege finden sich bei J. u. L. Robert, BE 1944, 132; Charneux 1953, 391 mit Anm. 3; 1991, 299–302. Zu ergänzen sind nun P.Giss.Apoll. 8, 9–10; P.Iand.Zen. 8, 1; P.Köln IX 365, 12; P.Tarich. 1, 24; SB XXII 15278, 8; SB XXVI 16636, 3. P.Petr. II 3a liegt nun in P.Petrie Kleon 15 in einer Neuedition vor. S. hierzu unten Anm. 11. Im Gegensatz zur Sorge um und den ehrenvollen Umgang mit den toten Soldaten, s. hierzu Whitehead 2016, 42; 308–309. Ähnlich Wintjes 2012, 37. Als Beispiel aus der Praxis lässt sich die jüngst edierte Militärakte P.Trier II 15 (145 v. Chr.) anführen, in der Soldzahlungen, Zuschläge, Beförderungen und andere Privilegien aufgeführt werden, die Ptolemaios VI. Philometor seinen Soldaten während eines Syrienfeldzuges hat zuteilwerden lassen (P.Trier II 15, II 29–31: τῶν προφερομένων γεγονέναι αὐτοῖς ὀψώνια ἢ π̣ρ̣ο̣σ̣θ̣έματα ἢ μεταβάσεις ἢ ἄλλα φιλάνθρωπα ὑπὸ τοῦ ἀδελφ[οῦ ἡμ]ῶν ἐν τοῖς κατὰ Ἀσίαν τόποις; s. auch Z. 41–42). Grundsätzlich kann man Philon, selbst wenn ihm die Forschung gemeinhin weniger Praxisnähe und Erfahrung als seinem Vorgänger Aineias Taktikos attestiert, eine gewisse Realitätsnähe auch außerhalb des Polis-Kontextes schwerlich absprechen, auch wenn Philon seine Quellen – mit Ausnahme des Aineias Taktikos – nicht nennt, s. Whitehead 2016, 17. Sein Einfluss, vor allem in hellenistischer Zeit, lässt sich allerdings schwer einschätzen, s. hierzu ebd. 17–20. D. Whitehead, der Philons Abhandlung 2016 in einer neuen Publikation mit Text, Übersetzung und Kommentar vorgelegt hat, hegt dagegen zumindest an der Wahrscheinlichkeit einer familiären Begleitung der Söldner Zweifel, s. Whitehead 2016, 307–308. In der Einleitung (ebd. 41) erklärt er Philons Rat hingegen mit der „much-changed world in this regard“.

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lienvater genauer nachgespürt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Heeren hellenistischer Zeit liegen wird.9 In einem ersten Schritt soll hierzu gezeigt werden, dass die schon in der Antike angelegte Schablone des Söldners als ungebundener, geldgieriger Junggeselle bzw. Frauenheld lange Zeit den Blick auf dessen unterschiedliche soziale Lebensmodelle verstellt hat. Auf dieser Basis ist die Perspektive der Soldaten einzunehmen und deren Erwartungen speziell im Hinblick auf ihre Familien und die für sie getroffenen Maßnahmen zu eruieren, die in unseren Quellen kaum Erwähnung finden.10 In einem weiteren Schritt ist schließlich danach zu fragen, ob Alexander der Große hier womöglich als Vorbild für die hellenistische Zeit anzusehen ist. I. Der Söldner als Ehemann und Familienvater – die Familie im Tross Bereits in der Antike war ein fester Bestandteil der Stereotype des Söldners sein Junggesellendasein. Zahlreiche hellenistische Komödien thematisieren den Schürzenjäger, der seinen Sold vorzugsweise dafür ausgab, sich eine Frau oder deren Gunst zu erkaufen, und es steht außer Frage, dass dieses Bild nicht aus der Luft gegriffen war.11 Doch dieses bis heute so dominante Klischee des Frauenhelden und das Schweigen vieler antiker Autoren über die Familien der Söldner haben dazu geführt, dass gegenteilige Informationen lange Zeit völlig ausgeblendet wurden.12 Noch 1982 war beispielsweise D. Schaps in seinem Aufsatz „The Women of Greece in Wartime“ ganz dieser Stereotype verhaftet und hielt fest, dass Söldner eher Konkubinen mitgeführt als Ehefrauen zu Hause hätten,13 und attestierte ihnen sogar eine gänzlich andere Einstellung zur Familie: Nur Bürgersoldaten hätte man dazu auffordern können, ihre Frauen und Kinder zu schützen.14 Dass dieses stark simplifizierte Bild nur wenig mit der historischen Realität und vor allem Diversität zu tun hat, haben in den letzten Jahren zahlreiche Arbeiten ge-

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Nach wie vor ist Launey 1949/1950 als Standardwerk zu Söldnern in den königlichen Heeren anzusehen. Zu Söldnern in Diensten griechischer Poleis (v. a. in Kleinasien) s. Couvenhes 2004, bes. 78 Anm. 7 mit weiterer Literatur zur Wehrfähigkeit der Poleis in hellenistischer Zeit sowie jetzt ausführlich Boulay 2014. Zur Mobilität der Söldner s. Chaniotis 2004, 485–488. Dass die Familienmitglieder und ihre Versorgung (ebenso wie Fragen der Invalidität) nur sehr unzureichend in den Quellen greifbar sind, liegt nach Chaniotis 2004, 483 daran, dass diese Probleme „are not reflected in the predominantly public record.“ Wie z. B. Men. Sam.; Plaut. Bacch , Curc , Epid , Pseud , Truc ; Ter. Eun. S. hierzu ausführlich Launey 1949/1950, II 802–803; Legrand 1970, 94–97; Couvenhes 2004, 96–97; Chaniotis 2005, 104. S. z. B. Pomeroy 1976, 133: „sexual satisfaction was easy to find, and a concubine was less burdensome than a wife. The raising of children was a commitment with little appeal for wanderer.“ Mit Verweis auf Xen. an. IV 3, 19. Schaps 1982, 196–197 mit Anm. 27, mit Verweis auf Hdt. II 30, 4. Dass jedoch Psammetichos’ Söldner Herodot zufolge Frauen und Kinder hatten, blendet Schaps hier völlig aus. Zu diesem Motiv s. unten Anm. 25.

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zeigt, die sich nicht nur mit dem klischeebehafteten Söldner, sondern auch mit Frauen im Krieg auseinander gesetzt haben, deren Anwesenheit und Rolle in kriegerischen Kontexten lange Zeit negiert oder zumindest stark unterschätzt wurde.15 So wird nun einerseits immer häufiger hervorgehoben, dass die Angehörigen von Söldnertruppen gesamt betrachtet keinesfalls eine homogene, sondern eine äußerst heterogene Gruppe bildeten, deren Herkunft, sozialer und familiärer Hintergrund sowie Motivation sehr unterschiedlich aussehen konnten.16 Und dass gerade im Fall griechischer Söldner davon auszugehen ist, dass sie als Bürgersoldaten innerhalb des Polis-Systems sozialisiert wurden und ähnliche Normen und Wertvorstellungen ihr Eigen nannten.17 Andererseits haben A. Chaniotis und P. Loman sowohl anhand literarischer als auch epigraphischer wie papyrologischer Quellen gezeigt, dass in hellenistischer Zeit viele Söldner eine Familie hatten – d. h. eine rechtmäßige Ehe führten, aus der legitime Kinder hervor gingen –, diese sie bei längeren Dienstzeiten auch begleitete und eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Moral im Heer spielte.18 Die Anfänge hierfür scheinen im Heer Alexanders des Großen zu liegen.19 In hellenistischer Zeit umfasste sodann die ἀποσκευή, der griechische Begriff für den Tross, per definitionem nicht nur die materiellen Besitztümer der Soldaten sowie ihre Sklaven, Tiere etc., sondern insbesondere ihre Ehefrauen und Kinder, die sie begleiteten.20 Erst vor diesem Hintergrund

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S. z. B. Schaps 1982, 207 („complete absence of women from the record of foreign wars“). Zur Korrektur dieses Bildes s. jetzt Loman 2004; Powell 2004; Chaniotis 2005, 106–111; Cook 2006; Hornblower 2007, 42–47; Hacker/Vining 2012, darin insbesondere Wintjes 2012, 21–42; Fabre-Serris/ Keith 2015; Walde/Wöhrle 2018, darin insbesondere Ambühl 2018. Zu Rom s. Evans 1991; Günther 2007; Wintjes 2012, 46–52; Rollinger 2018. Zu den aktiv an Kriegen teilnehmenden Königinnen in der anonymen Schrift De mulieribus s. Gera 1997, 13–14; 24–26, zu den weiblichen exempla in Polyainos’ Strategemata s. Harder 2007. S. hierzu ausführlich die Einleitung zu vorliegendem Band (bes. 13–14). Couvenhes 2004, 100–101; Roy 2004, 270–276. S. auch das Beispiel des Astyphilos, eines athenischen Söldners in der ersten Hälfte des 4. Jh. v. Chr. (Isaios 9, bes. 9, 14; 9, 27–30) und hierzu Rosivach 2005, 201–202 sowie die Beiträge von L. Burckhardt, S. Péré-Noguès und P. Sänger in vorliegendem Band. Chaniotis 2002, 110–112; 2004, 486; 2005, 102–114; Loman 2004, 44–53; 2005, bes. 350–358. S. auch Avramović 2015, 42. Nach Wintjes 2012, 31 dürfte die Unterstützung dieser Frauen genauso ausgesehen haben wie die der Ehefrauen von Bürgersoldaten. Ähnlich auch Lee 2004 zu den Frauen im Tross der Zehntausend. Prostituierte, Tänzerinnen o. Ä. sind zwar auch schon im Heer der Zehntausend nachweisbar, doch die Ehefrauen der Soldaten waren sicherlich nicht mit ihren Männern unterwegs (vgl. Xen. an. III 1, 3), s. hierzu Loman 2005, 348. Zudem ist das Beispiel der Zehntausend im Hinblick auf die Zusammensetzung des Trosses, insbesondere die Frauen darin, aufgrund der Länge des Zuges wohl eher als Ausnahme denn als Regel für die klassische Zeit anzusehen, s. Powell 2004, 146–147. Zu den Frauen in Xenophons Anabasis s. auch Lee, loc. cit. Wintjes, loc. cit. 25 geht hingegen davon aus, dass bereits zur Zeit der Perserkriege Frauen „in sizeable numbers“ im Tross anwesend waren. Plut. Alexander 22, vgl. Loman 2005, 348–349. Holleaux 1926, 362–363 mit Anm. 1. Ähnlich auch Launey 1949/1950, II 744 im Zusammenhang mit I.Perg. I 13, 8–9 (s. hierzu weiter unten Anm. 54) und den Kretern in Milet.

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erhält Philons Rat, sich auch der Familie der verstorbenen Söldner anzunehmen, seine eigentliche Bedeutung.21 Doch so banal der Umstand, dass auch viele Söldner und Berufssoldaten eine Familie hatten, die mit ihnen unterwegs oder mit ihnen an ihrem dauerhaften Dienstort war, auf den ersten Blick erscheinen mag, er hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Soldaten selbst: Denn die Erwartungshaltung eines Ehemannes und Familienvaters musste notwendigerweise eine andere sein als die eines ungebundenen Junggesellen.22 Und ein Leben fernab der Heimat barg gerade für Frauen und Kinder so manche Herausforderung. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der Familien für die Söldner, wenn diese mit ihnen auf einem Feldzug unterwegs waren. Antigonos Monophthalmos sicherte sich beispielsweise 316 v. Chr. vor Gabiene, obwohl Eumenes in der Schlacht selbst gesiegt hatte, den Endsieg, indem er sich des gegnerischen Trosses bemächtigte. Dieser enthielt nämlich die Frauen und Kinder der Soldaten, und um deren Leben zu retten, wechselten die Soldaten des Eumenes auf Antigonos’ Seite und lieferten ihm sogar Eumenes aus.23 Antigonos fiel Eumenes’ Tross nicht zufällig in die Hände: Diodor berichtet ausdrücklich, dass der Einäugige glaubte, „mit der Erbeutung des Trosses mühelos die Feinde in die Knie zwingen (zu können).“24 So wie Antigonos haben auch andere nicht selten aus der Interessenlage der Söldner einen taktischen Nutzen gezogen und genau das, was D. Schaps diesen Soldaten eingangs abgesprochen hatte – nämlich ein Interesse am Schutz ihrer Familien –, für sich ausgenutzt und folgten damit dem allgemein bekannten Prinzip, dass Männer im Krieg ihre Familie beschützen wollen und somit die treuesten Soldaten, Kommandanten etc. diejenigen sind, die eine Familie haben.25 Umgekehrt zeigen zahlreiche Beispiele, dass die Sorge um den Tross und somit um die Familien der Soldaten26 oder die demonstrative Schonung des gegnerischen Trosses27 zu einem positiven Image als Dienstherr beitragen konnte und dadurch auch

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Die als Sonderfall anzusehenden gallischen Söldner (Polyain. IV 6, 17; vgl. Launey 1949/1950, I 493–496 und jetzt ausführlich Baray 2014; 2017) werden hier ausgeklammert. S. hierzu unten Anm. 25. Diod. XIX 42, 2–3; 43, 2; 43, 7–8. S. auch Polyain. IV 6, 13, der hinzufügt, dass einige Soldaten auch noch Konkubinen dabei hatten; Plut. Eumenes 16–19; Iust. XIV 3–4; 7–12; Oros. III 23, 26, s. hierzu Loman 2004, 51; 2005, 351; Wintjes 2012, 32. Übersetzung: O. Veh / G. Wirth. Zu Hieronymus von Kardia als direkte Vorlage für die Schlacht von Gabiene s. Rathmann 2016, 258–259. Schaps 1982, 196–197; Loman 2004, 38–40 zu Männern, die Krieg führen, um ihre Frauen zu beschützen und um Gewalt an ihnen zu rächen (s. z. B. Thuk. VII 68–69; Pol. IX 39, 3; Diod. XIV 66, 5). Zur Familie als Anreiz für Loyalität s. auch Thuk. II 44, 3; Deinarch. I 71; Ain. Takt. 3, 6; 5, 1; Onasander I 1; 12. Zu diesem Motiv ohne Erwähnung von Frauen wie in Ain. Takt. 5, 1 s. Whitehead 2002, 98. Diod. XIX 13, 4. Plut. Eumenes 9, s. hierzu Loman 2004, 51; 2005, 351.

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ein festeres Band zwischen König und Soldat zu knüpfen vermochte. Als Demetrios 306 v. Chr. Zypern eroberte und 16.000 Mann Fußvolk und 600 Reiter gefangen nahm, die er der üblichen Praxis gemäß seinem Heer einverleibte, flohen die Soldaten wieder aus seinen Truppen, weil sie – so Diodor – in Ägypten ihre Familie und ihr Vermögen gelassen hatten.28 Wie ich an anderer Stelle wahrscheinlich machen konnte, hatte Ptolemaios diese Soldaten mit ihren Familien bereits einige Jahre zuvor mit einem Stück Land in Ägypten angesiedelt und so fest an sich und sein Reich gebunden.29 Auch zwei (makedonische) Frauen haben sich, indem sie sich um die Soldaten und deren Familien gekümmert haben, der Loyalität ihrer Kämpfer versichert: Nachdem Alexandros, der Sohn des Polyperchon und Stratege des Kassandros auf der Peloponnes, 314 v. Chr. durch die Verschwörung einiger Sikyonier den Tod gefunden hatte, gelang es seiner Frau Kratesipolis „das Heer zusammenzuhalten, da sie aufgrund ihrer Wohltätigkeit von den Soldaten ganz besonders geschätzt wurde: Denn stets half sie den Unglücklichen und nahm viele der Mittellosen in Schutz“ (διετέλει γὰρ βοηθοῦσα τοῖς ἀτυχοῦσι καὶ πολλοὺς τῶν ἀπόρων ὑπολαμβάνουσα).30 Die zweite Frau ist Phila, die Tochter Antipaters und die erste Ehefrau des Demetrios Poliorketes, die unter anderem die Mitgift für die Schwestern und Töchter der Mittellosen übernommen haben soll.31 Es liegt nahe, in beiden Fällen in den ἀτύχοντες und den ἄποροι die Familienangehörigen der (verstorbenen) Soldaten zu sehen.32 Aber: Der Tross mit den Familien konnte auch zum Problem werden, sowohl für den König bzw. Feldherrn als auch für die Soldaten. Denn die Soldaten machten sich dadurch, dass ihre Familien in unmittelbarer Nähe zum Schlachtfeld weilten, wie im Beispiel des Antigonos Monophthalmos manipulierbar, schlimmstenfalls auch angreifbar, wenn ein Feldherr, nachdem seine Söldner zum Gegner übergelaufen waren, aus Rache den Tross mit den Familien attackierte.33 Eumenes wurde der Tross seines Heeres, wie bereits gesagt, vor Gabiene zum Verhängnis. Und bereits zuvor, nach den Schlachten bei Paraitakene, hatte er durch die Sorge seiner Soldaten um ihre Familien Autorität eingebüßt: „Eumenes plante nun zu den Toten zurückzukehren und durch deren eilige Bergung sich den unbestreitbaren Sieg zu sichern. Doch seine Soldaten verweigerten den Ge-

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Diod. XX 47, 4. Scheuble-Reiter 2014, 494–495. Damit waren hier – im Sinne der in der Einleitung des vorliegenden Bandes (bes. 24–25) getroffenen terminologischen Unterscheidung – aus Söldnern bereits Berufssoldaten geworden. Diod. XIX 67, 1 (Übersetzung: O. Veh / G. Wirth). Zu Kratesipolis s. Penrose 2016, 201–202; Harders 2022, 188. Diod. XIX 59, 4. Zu Phila s. Carney 2021, bes. 52–53 (zur Diodor-Stelle); Harders 2022, 188–190. Vgl. Carney 2004, 187–188; 191; 2021, 52. Allgemein zu Diodors Quellen in den Büchern XVIII–XX s. Rathmann 2016, 255–266. Plut. Pelopidas 27, s. hierzu Loman 2004, 51; 2005, 351.

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horsam, sie verlangten vielmehr mit lautem Geschrei, zu ihrem weit entfernten Tross zurückzukehren, und so sah er sich gezwungen, der Menge nachzugeben.“34

Die Tragweite familiärer Banden darf somit auch im Söldnermilieu nicht unterschätzt werden.35 II. Soldatenwitwen und -waisen am Garnisonsort fernab der Heimat36 Philons eingangs zitierter Rat bezog sich konkret auf die Familienangehörigen gefallener Söldner. Und dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Denn zu seinen Lebzeiten zeichnete der Soldat, wie die zuvor beschriebenen Beispiele zeigen, als Ehemann und Vater selbst für seine Familie verantwortlich. Doch ohne ihn als Familienoberhaupt fehlten seiner in der Ferne lebenden Ehefrau und seinen Kindern ohne Heimatpolis mit Oikos und Verwandten sowohl die wirtschaftliche als auch die rechtliche Absicherung. Und gerade diese fehlende Sicherheit nach ihrem Ableben war den Söldnern offenkundig sehr bewusst. Das erste Beispiel, das verdeutlicht, dass die Söldner ein großes Interesse am Wohlergehen ihrer verwitweten und verwaisten Familienmitglieder hatten, stammt aus Iasos. Es handelt sich um eine Vereinbarung zwischen den drei Söldnerführern Machaon, Hieron und Sopolis sowie ihren Soldaten (στρατιῶται) und der Polis Iasos.37 Die Söldner standen ursprünglich vermutlich in Diensten der Antigoniden und dürften im Jahr 314 v. Chr. von Polemaios, dem Neffen des Antigonos Monophthalmos, in Iasos installiert worden sein, nachdem dieser die Stadt von der Herrschaft des karischen Satrapen Asandros „befreit“ hatte.38 Dieser Polemaios ist jedoch später von seinem Onkel abgefallen, auf die Seite des Ptolemaios und Kassandros gewechselt39 und sollte offenbar im Jahr 309 v. Chr. oder spätestens Anfang 308 v. Chr. Iasos und somit auch die

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Diod. XIX 31, 3 (Übersetzung: O. Veh / G. Wirth). So hat bereits Kyros, bevor er Sardis verlassen hat, die Frauen und Kinder seiner desertierten griechischen Söldnerführer als Geiseln in Tralleis bewachen lassen, um sich deren Loyalität zu sichern, vgl. Xen. an. I 4, 8 und hierzu Briant 1996a, 339; 643. Trundle 2008, 114 wertet dies fälschlicherweise als Beleg für Kyros’ Sorge um die Familien seiner Garnisonstruppen, während Lee 2004, 148 dies einerseits als Akt der Großzügigkeit, andererseits als Warnung an die übrigen Soldaten ansieht. Die Möglichkeiten einer dauerhaften Stationierung waren sehr vielfältig. Zur Unterscheidung zwischen φρουρά, längerfristig installierten Garnisonen, und der φυλακή, einer aus strategischen Gründen in Kriegszeiten ad hoc abgesandten Abteilung, s. Bikerman 1938, 53; J. u. L. Robert 1954, 301 Anm. 3; Tuplin 1987; Ma 2002, 116–117. I.Iasos I 2, 13–29 (s. unten Anm. 41). Diod. XIX 75, 6. Diod. XX 27, 3: Polemaios ist 309 v. Chr. zu Ptolemaios nach Kos gefahren.

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dortigen Söldner auf die Seite des ägyptischen Satrapen bringen.40 Die zwischen der Stadt und den dort stationierten Soldaten geschlossene Abmachung ist uns durch die einst im Zeustempel von Iasos aufgestellte Inschrift auf einer rund zwei Meter hohen Marmorstele erhalten geblieben.41 Da sich die Söldnerführer und ihre Soldaten durch dieses Arrangement nicht nur von Antigonos lossagten, sondern als Truppe vollständig aufgelöst wurden, haben sie einige Forderungen gegenüber den Iasiern formuliert, die im Gegenzug ihre Stadt und die ἄκραι zurückerhielten:42 Iasos musste ihnen ihre noch ausstehenden σιταρχίαι sowie ihre μισθοί zahlen,43 ihnen wurde ἀσφάλεια zugesichert, sowohl für den Fall, dass sie in Iasos bleiben, als auch für den Fall, dass sie die Stadt verlassen wollen, und alle Klagen zwischen ihnen und den Iasiern und den übrigen Bewohnern von Iasos wurden aufgehoben.44 Derartige Regelungen finden 40

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Zum historischen Kontext dieser Passage s. W. Blümel, I.Iasos I 2, S. 15; Bagnall 1976, 89–90; Giovannini 2004, 77–79. Meist wird die Abmachung zwischen Iasos und den Söldnern sowie zwischen Iasos und Ptolemaios (I.Iasos I 2) nur grob in die Jahre zwischen 309 und 305 v. Chr. datiert (W. Blümel, I.Iasos I 2, S. 18; Scharff 2016, 138 Anm. 389). Hauben 1987, 3 (= SEG XXXVII 863) und diesem folgend u. a. Migeotte 2005, 190 präferiert jedoch eine frühe Datierung in das Jahr 309 oder spätestens Anfang 308 v. Chr. Wenig überzeugend ist die von Giovannini, loc. cit. 79 vorgeschlagene Spätdatierung in das Jahr 305 v. Chr., s. hierzu auch Scharff, loc. cit. Für einen Überblick über die bisherigen Editionen s. Giovannini, loc. cit. 69; Migeotte, loc. cit. 199; Scharff, loc. cit. Die im iasischen Dekret verabschiedeten ὁμολογίαι zwischen den Söldnern und Iasos – Giovannini 2004, 74 spricht von einem „contrat de droit privé“ – sind Bestandteil eines Dossiers aus insgesamt vier Dokumenten auf der Stele (I.Iasos I 2–3 = HGIÜ II 278–279; ed. pr. Pugliese Carratelli 1967/1968), s. ausführlich Giovannini, loc. cit. 74–77 (= SEG LIV 1075) und hierzu die kritischen Anmerkungen von P. Gauthier, BE 2005, 428. Die meisten Kommentare und historischen Ausführungen beziehen sich auf die Vereinbarungen zwischen der Stadt Iasos und Ptolemaios, insbesondere auf Fragen der Autonomie von Iasos, die spätere Anwesenheit eines ptolemäischen φρούριον und die Zahlungen einer σύνταξις, s. hierzu die Literaturangaben bei Scharff 2016, 138 Anm. 389. Zu ergänzen ist noch Migeotte, loc. cit. 199–200 (= SEG LV 1114) mit weiterer Literatur. I.Iasos I 2, 11–12: [--- Πολ]εμαῖο̣ς ἀποδώσει[ν] τὰς ἄκ̣ρα̣̣ [ς] [καὶ τὴν πόλιν ---] ἀποδώσειν δὲ [κ]αὶ τὰ ἐν [ταῖ]ς ἄ[κ]ρα̣ι ς̣ ̣ ὄντα π̣άντ̣α [---]. Gegenüber (dem Satrapen) Ptolemaios haben die Söldner keinerlei Verpflichtung, die hier interessierenden ὁμολογίαι wurden zwischen ihnen und den Iasiern geschlossen. Dementsprechend schwören sie bzw. ihre Söldnerführer ihren Eid gegenüber Iasos (Z. 34–40). Allerdings beruht die Sicherheit der Söldner und somit auch ihrer Familien „darauf, daß Ptolemaios den Vertrag von Iasos mit den Söldnern als gültig anerkennt“, s. hierzu W. Blümel, Komm. zu I.Iasos I 2, 29–31; Scharff 2016, 138–139 („Garant der Vereinbarung“). Die Zustimmung des Ptolemaios scheint man innerhalb von vier Tagen erwartet zu haben. Danach hatten die Iasier 15 Tage Zeit, den ausstehenden Sold zu zahlen (s. Z. 38 und hierzu W. Blümel, I.Iasos I 2, S. 15; Giovannini 2004, 75). Dementsprechend beschwört auch Ptolemaios die ὁμολογίαι (Z. 41–46). Zur σιταρχία und zum μισθός s. jetzt Psoma 2009, 4–5. I.Iasos I 2, 13–25: τ̣ὰς̣ ̣ δὲ σι τ̣ α̣ ρ̣ ̣χ̣ίας [κ]αὶ τοὺς [μ]ι σ̣ θοὺ̣ς ̣ τ̣ο̣ὺς ὀφειλομένους Μα[χάονι καὶ Ἱέρωνι κ]αὶ Σωπόλ̣ιδι καὶ τοῖς τ̣ο̣ύ̣[τ]ω̣ν ̣ σ[τ]ρ[ατι]ώταις ἀποδοῦναι Ἰασεῖς τ̣οι σ̣ ̣κ̣ν ̣λ̣ουσα[ ̣]ο[ ̣] ὅσου̣ αὐτοῖς ὀφεί[λ]ητα[ι] ἐν ἡμέραις δεκαπέντε ἀφ’ ἧς ἂν οἱ πρὸς Πτ̣ο̣λ̣εμαῖον ἀποσταλέντε[ς] παραγένωνται, ἀποδόντας δὲ κομίσασθαι παρὰ Μαχάονος τὰς ἄκρας [καὶ] τὰ ἐν ταῖς ἄκραις ὄντα καὶ τὴμ πόλιν καθάπερ ὡ̣μολόγηται· ἔστω̣ δὲ [ἀ]σφάλεια Μαχάονι καὶ Ἱέρωνι καὶ Σωπόλιδι καὶ τοῖς τούτων στρατιώταις [κ]α̣[τ]οικοῦσιν ἐν τῆι πόλει καὶ ἐπιδημοῦσιν κατὰ τοὺς νόμους τοὺς Ἰασέων [καὶ] ἀπαλλασσομένοις ὅπου ἂν βούλωνται καὶ κατὰ γῆν καὶ κατὰ θάλασσαν· ἀ[φ]ε̣ῖ ̣σ̣θ ̣αι δὲ καὶ τῶν ἐγκλημάτων πάντων αὐτούς τε καὶ τοὺς στρατιώτας τῶν πρὸς Ἰασεῖς καὶ τοὺς ἐν Ἰασῶι [κατοικοῦν]τας, καὶ Ἰασεῖς καὶ τοὺς ἐν Ἰασῶι [κατ]ο̣ι κ̣ ̣οῦντας τῶν πρὸς αὐτοὺς κ̣α̣[ὶ] τ̣[οὺς στρα]τιώτας αὐτῶν τῶν ἐν τ̣ο̣ῖ ̣ς ἔ ̣μπροσθεν

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sich nicht selten45 und zeigen im Übrigen auch, dass man davon ausging, dass einige in der Stadt bleiben wollten und hier bereits in den vergangenen fünf Jahren auch mit den Bürgern geschäftliche Verbindungen eingegangen waren oder Prozesse anhängig hatten.46 Am Ende wurde dieselbe ἀσφάλεια aber auch einigen namentlich genannten Frauen und Kindern zugesichert. In den nur fragmentarisch erhaltenen Zeilen 25–29 heißt es: εἶνα[ι] δὲ τὴ̣[ν] αὐ̣τὴ̣ν ̣ ἀσφάλειαν ἥμπερ ε[---] προσε̣ῖ ̣ναι τῆι Ἀριστοκλείους γυναικὶ καὶ τοῖς Ἀριστο[κλείους ---]α̣δι καὶ τοῖς Μόλωνος παιδίοις [κ]α̣ὶ Σύρωι καὶ Ἰσχυρ̣[--- θυγ]α̣τρὶ καὶ τῆι Ἑστιαίου γυναικὶ καὶ τοῖς παιδίοις καὶ τοῖς [ἀγχιστεῦσιν ---].47 S. Scharff zufolge sollen sich diese erweiterten Sicherheitsgarantien „nach der Logik der Passage (…) auf die Familien namentlich genannter Bürger von Iasos beziehen“.48 Doch nach der von ihm bemühten „Logik der Passage“ befinden wir uns immer noch inmitten der ὁμολογίαι, die aus Garantien und Zugeständnissen der Iasier gegenüber

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χρόνοις γεγενη[μένων --- τ]ῶν συμβολαίων. Zu dieser Textpassage, insbesondere der Ergänzung ihres Endes sowie ihrem Verständnis s. auch J. u. L. Robert, BE 1971, 620 und unten Anm. 46. Vgl. z. B. den Vertrag zwischen Eupolemos, dem Dynasten von Karia, und den in Theangela dienenden Söldnern (Staatsverträge III 429) und hierzu Couvenhes 2004, 83–85; 107–109, oder den Vertrag zwischen Eumenes II. von Pergamon und den kretischen Städten (I.Cret. IV 179b, 15–17) und hierzu Chaniotis 2006, 101. Zur ἀσφάλεια-Klausel, die Ehrendekreten und anderen öffentlichen Dokumenten entliehen wurde, s. Chaniotis 2004, 484–485. Migeotte 2005, 192 Anm. 12 ergänzt [ἐκ bzw. ἀπὸ τ]ῶν συμβολαίων (= SEG LV 1114) und denkt vornehmlich an Schuldverpflichtungen bzw. daraus resultierende Rechtsstreite. Auch Giovannini 2004, 75 sieht (mit Verweis auf Arr. an. VII 5, 1–3) in diesen συμβόλαια (Z. 25) inbesondere Schuldverträge, bevorzugt aber Garlan 1975a folgend in Z. 25 die Ergänzung [ὑπὲρ τ]ῶν συμβολαίων („les contentieux issus des contrats“). J. u. L. Robert, BE 1971, 620 hatten ähnliche Bezüge hergestellt, allerdings nur allgemein an Verträge („contrats“) gedacht. Demnach ging es wohl insbesondere um Klagen, die aus Darlehensverträgen resultierten, und zwar auf beiden Seiten. Giovannini scheint demgegenüber ausschließlich an Klagen zu denken, die sich aus Darlehen ergaben, die die Söldner aufgenommen haben. Eine solche Annahme verbietet sich meines Erachtens jedoch angesichts der parallelen Konstruktion in Z. 21–25. Gegen die von Giovannini ohne weitere Argumente verworfene Emendation [πρὸ bzw. πρὶν τ]ῶν συμβολαίων (W. Blümel, I.Iasos I 2 mit Komm., übernommen für die Übersetzung in HGIÜ II 278) ließe sich freilich einwenden, dass die Vereinbarungen zwischen den Söldnern und Iasos im Dossier ansonsten nicht als συμβόλαια, sondern stets als ὁμολογίαι bezeichnet werden. Ähnlich hierzu auch schon Migeotte, loc. cit. Absolute Sicherheit ist ohne weitere Parallelen aber nicht zu gewinnen. Chaniotis 2002, 104 (und identisch 2005, 92) sieht unter anderem anhand dieser Amnestie bestätigt, „that foreign soldiers are a burden on a community“ (= SEG LII 1894). Ähnlich auch Couvenhes 2004, 98; Migeotte, loc. cit. 192 mit Anm. 12. Doch die Amnestierung von Klagen scheint mir in dieser Hinsicht wenig aussagekräftig. Klagen und Gerichtsverfahren waren an der Tagesordnung, auch und vor allem zwischen den Bürgern einer Polis oder sogar Familienmitgliedern. Sie sind vielmehr ein Indiz für eine – positive wie negative – Interaktion zwischen den Garnisonssoldaten und den Einwohnern der Polis, auf die auch Chaniotis 2002, 90–93; 103–105; 108–110 mit weiteren Beispielen verweist. Zu den engen Kontakten zwischen Soldaten und Einheimischen s. auch J. Mas Antwort auf Chaniotis’ Beitrag: Ma 2002, 118–119 sowie Boulay 2014, 292–307. καὶ τοῖς [ἀγχιστεῦσιν ---]: F. Piejko, SEG XXXI 936 (mit Verweis auf I.Perg. I 13, 9; s. hierzu unten mit Anm. 54); καὶ τοῖς [ἐκγόνοις ---]: W. Blümel, I.Iasos I 2 (und diesem folgend auch Giovannini 2004, 70); καὶ τοῖς [±11]: Garlan 1975a, 196; Migeotte 2005, 201. Scharff 2016, 139.

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den Söldnertruppen bestehen. Des Weiteren ist nicht ersichtlich, wie bzw. weshalb die Söldner einigen namentlich genannten iasischen Bürgern eine solche ἀσφάλεια zusichern sollten.49 Dass diese nominatim genannten Personen vielmehr zu den Offizieren und ihren Soldaten gehören, geht eindeutig aus dem Eid des Ptolemaios hervor, in dem der Satrap schwört, die ὁμολογίαι, „die die Iasier gegenüber Machaon, Hieron und Sopolis und deren Soldaten und gegenüber den anderen, die in den ὁμολογίαι verzeichnet sind, zu wahren.“50 W. Blümel sieht in diesen Personen die Hinterbliebenen verstorbener Offiziere.51 Doch meines Erachtens handelt es sich hier nicht nur um die Witwen und Kinder verstorbener Offiziere, sondern allgemein verstorbener Garnisonssoldaten.52 Denn fehlende Sicherheit, gerade für die Hinterbliebenen, war ein ganz zentrales Problem, das sich aus der Mobilität der Söldner ergab: An seinem Dienstort war der Söldner üblicherweise ein Fremder ohne weitere Verwandte. Das galt umso mehr für seine Angehörigen, die nach seinem Tod völlig schutzlos waren und hier noch einzeln mit Namen aufgezählt wurden: Ihnen sollte explizit dieselbe Sicherheit zukommen wie den Söldnern selbst und eine freie Wahl über ihren zukünftigen Wohnort.53 Die Verwundbarkeit der Ehefrauen und Kinder, die sich auf keinen familiären Rückhalt stützen konnten, wird auch anhand des wohlbekannten Vertrages zwischen Eumenes I. und seinen aufständischen Garnisonskontingenten sichtbar.54 Nachdem

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Denn unmittelbar nach der Erweiterung dieser Sicherheitsgarantien beginnt der (in indirekter Rede paraphrasierte) Eid der Iasier und der Einwohner von Iasos gegenüber Ptolemaios (Z. 29–32). I.Iasos I 2, 43–45: διαφυλάξω τὰς ὁμολογίας ἃς πεποίηνται Ἰασεῖς πρὸς Μαχάονα καὶ Ἱέρωνα καὶ Σώπολιν καὶ τοὺς τούτων στρατιώτας καὶ πρὸς τοὺς ἄλλους τοὺς ἐν ταῖς ὁμολογίαις γεγραμμένους. So auch schon Migeotte 2005, 193 Anm. 13. W. Blümel, Komm. zu I.Iasos I 2, 26–29. Seine Interpretation wird von Scharff 2016, 139 Anm. 398 nur ganz lakonisch als „wenig überzeugend“ abgetan. Nur allgemein von Witwen und ihren Kindern sowie der Frage zu bleiben oder zu gehen sprechen J. u. L. Robert, BE 1971, 620, doch sie scheinen ebenfalls an die Angehörigen der Söldner zu denken. Ähnlich Pugliese Carratelli 1967/1968, 444; Migeotte 2005, 193; Boulay 2014, 297. Als den Söldnern der Karthager um die Mitte des 3. Jh. v. Chr. nicht erlaubt war, ihre Familien mitzunehmen, als sie die Stadt verlassen mussten, könnte dies sogar der Auslöser für eine Revolte gewesen sein, s. Pol. I 66, 6–11 und hierzu Loman 2004, 51. I.Perg. I 13 (= Staatsverträge III 481; OGIS I 266; HGIÜ II 327) mit SEG XXXII 1251 (Virgilio 1988, bes. 112–117 mit einem Überblick über Editionen, Kommentare und Übersetzungen sowie dem Text, kritischem Apparat und Übersetzung) und jetzt auch Couvenhes 2020, 603–604 mit Anm. 2. Der Vertrag ist in die Regierungszeit Eumenes’ I. zu datieren (263–241 v. Chr.), und meist wird auf eine genauere zeitliche Einordnung verzichtet, s. hierzu jetzt den Überblick bei Scharff 2016, 142– 143 Anm. 423, der betont, dass sowohl „die konkreten Forderungen der Söldner“ als auch „einige Klauseln des Söldnereids“ darauf hindeuten, dass die Soldaten mit diesem Herrscher bereits Erfahrungen (im negativen Sinne) gemacht haben. Allerdings ist auch der immer wieder angebrachte Hinweis nicht von der Hand zu weisen, dass die Verwendung der seleukidischen Zeitrechnung (Z. 10–11) auf eine zeitliche Einordnung vor die definitive Unabhängigkeit Pergamons hindeutet, d. h. vor die Schlacht bei Sardes, die zwischen dem Herrschaftsantritt Eumenes’ I. 263 v. Chr. und dem Tod Antiochos’ I. 261 v. Chr. stattfand, s. z. B. W. Dittenberger, OGIS I 266, S. 436 Anm. 14; Allen 1983, 23–24; Schalles 1985, 32 (SEG XXXVI 1123); Trundle 2008, 105–107; Chrubasik 2013, 94

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die in den beiden pergamenischen Festungen Philetaireia am Ida und in Attaleia55 stationierten Truppen gemeutert hatten,56 schloss Eumenes I. nach vier Monaten mit den dortigen Offizieren und den ihnen untergebenen Soldaten (στρατιῶται) einen Vertrag (ὁμολογία),57 in dem er den Soldaten erhebliche Zugeständnisse machte und ihre Forderungen (ἀξιώματα) zu erfüllen versprach.58 Neben der Ablösung von Getreide- und Weindeputaten in Geld zu einem festen Satz, Soldzahlung nach zehn Monaten, zwei freien (unbezahlten) Monaten pro Jahr, einer Invalidenpension oder einem Sold für zehn Monate bei Eintritt in die Winterruhe, Atelie bzw. Zollfreiheit bei Dienstende, Soldzahlung für vier Monate und Kornauszahlung an Soldaten, die mit einem Kranz aus Weißpappellaub geehrt wurden,59 betraf eine Forderung erneut die Kinder der verstorbenen Soldaten (Z. 8–9): ὑπὲρ ὀρφανικῶν· ὅπως ἂν οἱ ἄγχιστα γένους λαμβάνωσιν ἢ ὧι ἂν ἀπολίπηι. Was genau dieser relativ kurze Paragraph beinhaltete, wird – wie im Übrigen auch die meisten anderen Forderungen – äußerst kontrovers diskutiert. Einige wie W. Dittenberger oder A. J. Reinach sehen in den ὀρφανικά die Vormundschaft über die Waisen der Soldaten,60 andere wie

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und jüngst Couvenhes, loc. cit. 604–605. Eine Datierung nach der Schlacht von Sardes präferiert beispielsweise Reinach 1908, 181–197. Zu diesen beiden Orten und ihrer Lokalisierung s. Allen 1983, 23; Virgilio 1988, 123–134; Cohen 1995b, 171–172 (Philetaireia am Ida); 205–206 (Attaleia); Couvenhes 2020, 606–610 (Attaleia); 610–611 (Philetaireia am Ida). I.Perg. I 13, 25–26: διαλύομαι ἀπὸ τοῦ [βε]λ̣τίστου πρὸς Εὐμένη τὸν Φιλεταίρου. S. hierzu ausführlich Virgilio 1988, 121–123. Diese Interpretation stellt die communis opinio dar. Eine andere Position vertritt lediglich Gonzales 1998, der den Anlass für den Vertrag im Herrschaftsantritt des Eumenes sieht. Trundle 2008, 107 und Williamson 2013, 12 möchten sich diesbezüglich nicht festlegen. I.Perg. I 13, 16: τὴν ὁμολογίαν. S. auch Z. 40 sowie Z. 50 und hierzu Virgilio 1988, 118–120. Die in Z. 13– 14 genannte Homologie ist nicht die aktuelle, sondern der ursprüngliche Vertrag zwischen Eumenes und seinen Soldaten, s. Virgilio, loc. cit. 149 und diesem folgend auch Couvenhes 2020, 616. Couvenhes, loc. cit. 612–622 hat jüngst die These aufgestellt, dass es sich bei den in der Inschrift genannten Soldaten nicht um Söldner, sondern um „des colons militaires“, d. h. κάτοικοι, handelt: bei den ἔμμισθοι um „des garnisaires d’active“, bei den ἄμισθοι um eine Reserve, die auf ihre Mobilisierung wartet, und bei den ἄπεργοι schließlich um demobilisierte, d. h. aus dem aktiven Dienst entlassene Soldaten. Zu einer möglicherweise ähnlichen Konstellation im ptolemäischen Ägypten s. Scheuble 2009b, 218–220 sowie die Einleitung zu vorliegendem Band (bes. 16). Entsprechend der auf S. 24–25 vorgeschlagenen Kategorisierung sind die Soldaten in den Garnisonen von Philetaireia und Attaleia wohl am ehesten als Berufssoldaten zu bezeichnen, unabhängig von der konkreten Form der Besoldung. I.Perg. I 13, 1–2: [ἀξ]ιώματα ἃ ἐπεχ̣[ώρη]σ̣εν Εὐμένης Φιλεταίρο[υ τοῖς ἐ]μ̣ Φιλεταιρείαι στρατ̣ιώταις καὶ τοῖς ἐν Ἀτταλείαι. Zum Terminus ἀξίωμα, einer Forderung hierarchisch tiefer an höher Stehende, s. ausführlich Virgilio 1988, 119–120 mit Anm. 6 mit weiterführender Literatur. Das Verb ἐπιχωρεῖν ist demgegenüber indifferent, s. ebd. Nach Griffith 1935, 282 repräsentiert die Vereinbarung die reguläre Vertragsform in stehenden Heeren. Diese Interpretation der Forderungen entspricht der von H. H. Schmitt, Staatsverträge III 481, S. 147–148. Im Detail sind diese aber nach wie vor umstritten, s. hierzu u. a. Reinach 1908, 197–217; Griffith 1935, 282–288; Launey 1949/1950, II 739–746; Chaniotis 2005, 87–88; Trundle 2008, 111– 114; Couvenhes 2020, 619–621. W. Dittenberger, OGIS I 266, S. 435 Anm. 12; Reinach 1908, 206–209 und diesen folgend Launey 1949/1950, II 743–744. Ähnlich auch Garlan 1975b, 96.

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beispielsweise G. T. Griffith oder P. Loman sehen in ihnen regelmäßige, bereits früher zugestandene Unterhaltszahlungen für die Waisen, für die die Empfänger festgelegt würden.61 Doch nicht nur, dass wir sonst keinerlei Hinweise dafür haben, dass die hellenistischen Könige Waisenrenten gezahlt haben,62 der Terminus ὀρφανικά begegnet ansonsten nur in der Bedeutung „Eigentum der Waisen“.63 Wenn wir also nicht davon ausgehen, dass das Wort in Eumenes’ Heer eine besondere Bedeutung hatte,64 dürfte der wichtigste Punkt dieses Paragraphen die Bestimmung der Person gewesen sein, die das Recht der Vormundschaft und somit das Recht zur Verwaltung des Soldatenerbes hatte, bis der Waise volljährig war, oder die das Erbe erhielt, falls der Waise vorzeitig starb. Eumenes musste versprechen, dafür zu sorgen, dass dieses entweder an die engsten Anverwandten ging oder an denjenigen, dem der Soldat es (testamentarisch) vererbt hatte, d. h. dass der Wille des Verstorbenen bei der Bestimmung des Vormundes umgesetzt wurde.65 Und dies konnte in hellenistischer Zeit, wie wir in zahlreichen anderen Quellen sehen, auch die Witwe (oder die Tochter) des verstorbenen Soldaten sein.66 Mit diesem kurzen Paragraphen waren folglich sowohl Intestaterbfolgen in-

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Griffith 1935, 285 (und diesem folgend auch Trundle 2008, 114); Loman 2005, 350–351. Ähnlich auch schon der Erstherausgeber M. Fränkel, Komm. zu I.Perg. I 13, 8–9. Zu Alexanders diesbezüglichen Maßnahmen s. unten 67–71. Aristot. pol. 1268a14, s. Chaniotis 2005, 87. Als weiterer Beleg ist hier P.Dryton 33, 17 (136 v. Chr.) zu nennen: συναλλάγμαθα δὲ καὶ συμβόλαια ἰδιόχρεα καὶ ἕτερα γράμματα λοιμανάμενοι ἔβλαψαν τὰ δι’ αὐτῶν διάφορα τά τ’ ἔπιπλα ταξάμενοι ἀποδοῦναι οὐκ ἐποίησαν, οἰόμενοι ὅρκωι ἀποκλύσαντες ἡμᾶς στερέσειν, προφανῶς ἔνοχοι ὄντες φωρᾶι λείας ἐφημμένοι ἀλλοτρίων καὶ ταῦτ’ ὀρφανικῶν. Ob das Erbe von Söldnerwaisen („at least a suit of armour, a wagon, drought animals and their own household equipment“) tatsächlich so üppig war, wie Pomeroy 1993, 207–222 (bes. 216) annimmt, sei dahingestellt. Das durchschnittliche Gehalt eines Söldners lag im 3. Jh. v. Chr. zwar über dem anderer Berufsgruppen (vgl. Launey 1949/1950, II 763–764; Couvenhes 2004, 92 mit weiterführender Literatur in Anm. 79–83) und wurde durch Essensrationen oder einen Anteil an der Beute ergänzt (Launey, loc. cit. II 725–780). Und auch Sklaven im Besitz von Söldnern und Berufssoldaten sowie ihre Grabmonumente oder Testamente (vgl. z. B. P.Petr.2I und hierzu Scheuble-Reiter 2012, 143–145) deuten auf einen gewissen Wohlstand hin, s. auch Scheuble-Reiter/Bussi 2019, 285–287. Doch hierbei könnte es sich um eine in den Quellen besonders sichtbare Minderheit handeln, die zu einem verzerrten Bild der ökonomischen Situation der Mehrheit der Söldner und Berufssoldaten geführt hat, wie auch Chaniotis 2005, 83–84 betont. Chaniotis 2005, 87 zieht dies zumindest in Erwägung. So auch schon H. H. Schmitt, Staatsverträge III 481, S. 147–148; SEG XXVII 806 (= A. P. Christophilopoulos, Νομικὰ Ἐπιγραφικά, Athen 1977, 69–70 [non vidi]); sowie jetzt Chaniotis 2005, 87–88. Boulay 2014, 297 möchte sich nicht festlegen. S. das Beispiel des Nikarchos, Sohn des Alkippos, der testamentarisch als Vormund über seinen Sohn Asklepiades seine Frau Antipolis eingesetzt hatte (SEG LX 585, 13–19 = Tziafalias/Helly 2010, 85–104, Nr. 3 mit M. B. Hatzopoulos, BE 2011, 399 und D. Rousset, BE 2011, 400), oder Soldatenwitwen im ptolemäischen Ägypten, denen es im Laufe der Zeit möglich war, bis zur Volljährigkeit ihres Kindes als Vormund des Waisen zu agieren, s. hierzu ausführlich Scheuble-Reiter 2012, 171–178. Im hellenistischen Makedonien wurden die Witwen offenbar zu den Oberhäuptern der Familie und konnten Verträge ohne κύριος abschließen, vgl. SEG XLI 557; BE 1999, 349; SEG L 589 und hierzu M. B. Hatzopoulos, BE 2002, 254. Allgemein zur Stellung der Witwe in hellenistischer Zeit s. Mélèze-Modrzejewski 2005, 352–353.

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nerhalb legitimer Ehen als auch testamentarisch festgelegte Erbfolgen, vermutlich für nichteheliche Verbindungen und die daraus hervor gegangenen Kinder, abgesichert, was verdeutlicht, dass beide Formen des familiären Zusammenlebens für die Soldaten üblich waren.67 Möglicherweise ging es auch um Probleme und Komplikationen, die sich aus Ehen mit Bürgerinnen am jeweiligen Dienstort ergaben.68 Denn aus einer solchen Konstellation müssen sich zwangsläufig Fragen nicht nur zum Bürgerrecht der Nachkommen oder zur ἔνκτησις ergeben haben.69 Der König sollte für seine Soldaten als eine Art Testamentsvollstrecker fungieren, so wie das ptolemäische Königshaus in den als Soldatentestamenten bezeichneten Petrie-Testamenten aus den Jahren 238–226 v. Chr. von den Erblassern als ἐπίτροπος eingesetzt worden war.70 Den Soldaten ging es hier also in erster Linie um Rechtssicherheit, die in ihren Heimatpoleis durch Familienangehörige oder Polis-Institutionen gewährleistet wurde: Die Vormundschaft über den Waisen übernahm dort meistens ein Verwandter, häufig ein Onkel väterlicherseits.71 Und daneben existierten rechtliche Regelungen, die den Waisen vor dem Verlust des väterlichen Erbes schützen sollten.72

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Entweder wurde der Paragraph als Hinweis darauf gewertet, dass die meisten Söldner keine legitime Ehe führten (so W. Dittenberger, OGIS I 266, S. 435 Anm. 12; M. Fränkel, Komm. zu I.Perg. I 13, 8–9), oder aber als Beleg für das Gegenteil, d. h. legitime Ehen (wie von Reinach 1908, 207–208). Söldnerverträge enthalten nur selten Regelungen über einen möglichen Verbleib am Dienstort, s. hierzu Chaniotis 2004, 485 mit Anm. 10. So könnte es sich bei den fünf chalkidischen Brüdern in SEG XXXVI 1220 (Xanthos; 202/201 v. Chr.), die von einem chalkidischen Vater und einer lykischen Mutter aus Limyra abstammten und die in der Ekklesia in Xanthos die ἔνκτησις beantragt und auch erhalten haben (Z. 19–28: ἐπειδὴ Ἱκέσιος καὶ Μενεκλῆς καὶ Ἀντίοχος καὶ Κράτης καὶ Εὐμενίσκος οἱ Ἀπολλοφάνους υἱοί, Χαλκιδεῖς, κατὰ δὲ μητέρα αὐτῶν Λυκίαν Λυμύρισσαν, καταστάντες ἐν τῆι ἐκκλησίαι ἠξ[ίω]σαν δοθῆναι αὐτοῖς ἔνκτησιν, δεδό[χ]θαι τῆι πόλει καὶ τοῖς ἄρχουσιν ὑπάρχε[ι]ν Ἱκεσίωι καὶ Μενεκλεῖ καὶ Ἀντιόχωι καὶ Κράτητι καὶ Εὐμενίσκωι ἔγτησιν καθ’ ἃ καὶ τοῖς πολίταις), um die Söhne eines Söldners der dortigen ptolemäischen Garnison handeln, vgl. P. Gauthier, BE 1988, 379. P.Petr.2I, s. hierzu ausführlich Scheuble-Reiter 2012, 143–145. Da man im ptolemäischen Ägypten offenbar nur ausnahmsweise ein Testament aufsetzte (d. h. bei mehreren Ehen oder Kindern und umfangreichen Besitztümern, die bei einer ab intestat-Erbfolge problematisch werden konnten, was auch das jüngst von Vecchiato 2021, 176 edierte Papyrusfragment P.Köln inv. 21980, 8–9 [172 v. Chr.?] zu stützen scheint) und nur wirklich Wohlhabende davon Gebrauch machten, sollte es auch nicht wundernehmen, dass in den Petrie-Testamenten nicht explizit Söldner als Erblasser bezeugt sind, sondern vor allem Offiziere, einige Angehörige der Katökenreiterei und der Epigone sowie ein παρεπίδημος. Dieser verwaltete das Vermögen seines Mündels, das er ihm im klassischen Athen bei Erreichen der Volljährigkeit mit 18 Jahren auszuhändigen hatte. Der volljährige Sohn konnte damit den väterlichen οἶκος übernehmen, erbte das Familienvermögen und garantierte so den Fortbestand des οἶκος, s. hierzu Harrison 1968, 97–121. In Athen standen Waisen zur Zeit des Aristoteles unter dem Schutz und der Aufsicht des Archon Eponymos: Aristot. Ath pol 56, 7, s. auch (Demosth.) or. 43, 75. Bei den Rechtsvorschriften ging es vor allem um die Sicherung der οἶκοι der Polisbüger, d. h. letztlich um die Polis als Bürgerverband. Die Versorgung der Waisen war Sache der Familie, s. Harrison 1968, 104–105; den Boer 1979, 39.

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Doch darauf konnten sich die in der Ferne weilenden Soldaten nicht stützen.73 Der „Oikos als familienrechtliche Grundinstitution mit Bedeutung auch im staatlichen Bereich“ hatte hier seine Bedeutung verloren, die Familie sich auf das persönliche Verhältnis zwischen Ehegatten und Kindern reduziert. Auch anhand der genannten papyrologisch erhaltenen Testamente ist ersichtlich, dass primär eine Absicherung der Familienmitglieder, insbesondere der Frauen, angestrebt war.74 In denselben Kontext gehört sicherlich auch die in einem unpublizierten Trierer Papyrus, einer Steuerquittung aus dem 2. Jh. v. Chr., erstmals belegte Funktion eines ὀρφανοεπιμελητής.75 In dieser Quittung wurde einem nicht näher charakterisierten Glaukias der Erhalt mehrerer Abgaben des ἑκατοντάρουρος Philoxenos für das 24. und 25. Jahr quittiert, unter anderem für einen ὀρφανοεπιμελητής. Analog zu den in mehreren griechischen Poleis bezeugten ὀρφανισταί,76 ὀρφανοφύλακες,77 ὀρφανοβόται78 oder

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Im Fall des bereits erwähnten Nikarchos (s. oben Anm. 66), vermutlich eines φίλος des Antigonos Doson (SEG LX 585, 11: τῶν ἀναγκαίων), hat der König persönlich Sorge getragen, dass das Testament des Verstorbenen mit seinen Instruktionen im Hinblick auf die Vormundschaft für seinen noch unmündigen Sohn auch umgesetzt wird. Falls die als Vormund eingesetzte Witwe sich nicht an die im Testament formulierten Konditionen halten sollte, kündigt der König an, τῶι παιδαρίωι βοηθεῖν ὡς ἂν εἰ αὐτὸς ἀπολελειμένος ἐπίτροπος τοῦ οἴκου (Z. 23–24), s. hierzu D. Rousset, BE 2011, 400. Auch die Ehrung des athenischen Verbündeten Euphron, eines Sikyoniers, weist in diese Richtung: Dessen Waisen wurden der Fürsorge des athenischen Demos und der Strategen anheimgestellt und sollten Vorrang beim Zugang zur Boule und zur Volksversammlung erhalten (IG II2 448, 74–77; vgl. Chaniotis 2005, 86). Rupprecht 1985, bes. 291 (Zitat). P.UB Trier S 78–7, 4–5; 7–8. Die Edition des Papyrus befindet sich in Vorbereitung und wird unter dem Titel „Waisenfürsorger (ὀρφανοεπιμεληταί) und Fohlenbezähmer (πωλοδαμασταί) im ptolemäischen Ägypten. Quittung über Militärsteuern (P.UB Trier S 78–7)“ im Archiv für Papyrusforschung erscheinen. Paläographisch ist der Papyrus ins 2. Jh. v. Chr. einzuordnen. Die im Quittungstext erwähnten Regierungsjahre – 24. und 25. Jahr – können somit entweder auf Ptolemaios V. Epiphanes (182/181 bzw. 181/180 v. Chr.), Ptolemaios VI. Philometor (158/157 bzw. 157/156 v. Chr.) oder Ptolemaios VIII. Euergetes II. (147/146 bzw. 146/145 v. Chr.) bezogen werden. Xen. vect. 2, 7, s. hierzu den Boer 1979, 40. In Athen muss es spätestens zu Xenophons Zeit eigens für Waisen zuständige ὀρφανοφύλακες gegeben haben. Denn in seinen Poroi empfiehlt er das Amt des Metökenbeauftragten nach dem Vorbild der ὀρφανοφύλακες einzuführen (Xen. vect. 2, 7). S. auch CIRB 1129b, 4; 1130, 3; 1161, 3; SEG XXXVI 705, 3 (alle: Gorgippia/Pontos; 2. Jh. n. Chr.). SEG XXXIX 1008, 6–7 (Morgantina/Sizilien; 3. Jh. v. Chr.). Der Erstherausgeber Manganaro 1989, 204 mit Anm. 36 sieht in den beiden ὀρφανοβόται, die im Kaufvertrag als Verkäufer auftreten, mit Verweis auf Hesych „tutori di orfani“, geht aber gleichzeitig davon aus, dass es sich um eine den ὀρφανοφύλακες in Athen oder den ὀρφανισταί in Istros und Selymbria ähnliche Funktion handelt. Zwar definiert der spätantike alexandrinische Gelehrte Hesych ὀρφοβόται als ἐπίτροποι ὀρφανῶν und die ὀρφοβοτία als ἐπιτροπή (Hesych. s. v. ὀρφοβότης und ὀρφοβοτία), doch da die Bezeichnung in einem offiziellen Kaufvertrag verwendet wurde und keine Waise darin auftritt, in deren Stellvertretung die beiden agieren, möchte ich darin eher eine Amtsbezeichnung sehen, die der Bestimmung ihrer Person diente. Für den Boer 1979, 40, der seinerzeit nur die Hesych-Stelle kannte, war es wahrscheinlicher, dass es sich bei den ὀρφανοβόται analog zu den ἱπποβόται um „a family guardian“ handelt.

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ὀρφανοδικασταί,79 die als Testamentsvollstrecker, Vermögensverwalter oder allgemein als Rechtsbeistand für (Soldaten)Waisen fungierten, wenn keine weiteren Familienangehörigen zur Stelle waren, dürfte es sich hier um einen königlichen Funktionär handeln, vermutlich der Militärverwaltung.80 Die Ptolemäer haben also offenbar nach griechischem Vorbild eine eigene Funktion geschaffen, um ihren Soldaten und deren Familien rechtlichen Beistand zukommen zu lassen. Die hellenistischen Könige und insbesondere die Ptolemäer, die im gesamten griechischen Raum für ihre großzügige Besoldung bekannt waren,81 haben also nicht großzügige Renten an die Hinterbliebenen ihrer Soldaten gezahlt, um sich deren Loyalität zu sichern,82 sondern ihnen und ihren Familien Rechtssicherheit gewährt und ihnen mithilfe einer möglicherweise nach griechischem Vorbild geschaffenen Funktion Rechnung getragen. Die finanzielle Unterstützung der Soldatenfamilien scheinen die ptolemäischen Könige demgegenüber einflussreichen und vermögenden Persönlichkeiten wie Zenon überlassen zu haben, dem berühmten Dorea-Verwalter des Apollonios, des Dioiketes des zweiten Ptolemäers. Dieser Zenon trat nämlich – sofern die Interpretation W. Clarysses und K. Vandorpes das Richtige trifft – als Förderer mehrerer Soldatenwaisen und –witwen auf, deren Väter vermutlich in den Dienst der Ptolemäer eingetreten und nach Ägypten gekommen waren.83 In ihren Briefen sprachen die jungen Männer Zenon als πατήρ oder ἐπίτροπος an und Zenon leistete nicht nur ihnen, sondern auch ihren Müttern Unterhaltszahlungen und bezahlte für ihre Erziehung und sportliche Ausbildung.84 Welches Rechts79 80

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I.Cret. IV 72, XII 7; 11 (Gortyn/Kreta; um 450 v. Chr). Eine ähnliche Funktion könnte der in PSI XIII 1310, 7–10 mit BL VIII 409–410 (146/145 oder 135/134 v. Chr.) bezeugte Meleagros innegehabt haben, der in einem speziell für Katöken zuständigen Chrematistenkollegium für Waisen zuständig war: Μελέαγρο[ς τῶν] πρώτ[ων φίλων καὶ ἐν] εχόμενος τ[αῖς ὀρ]φανίαι[ς δικαστὴς ἀ]πὸ τῶν ἀπο[τεταγμένων] τῆι κατ[οικίαι]. Zum konkreten Fall s. Scheuble-Reiter 2012, 174–175 Anm. 156. Theokr. 14, 56–66. So beispielsweise Clarysse/Vandorpe 1995, 62, die hier fälschlicherweise Parallelen zur Kriegswaisenrente im klassischen Athen ziehen, s. hierzu unten Anm. 84. P.Lond. VII 1941 (= C.Ptol.Sklav. II 157; 257 v. Chr.); 2017 (= SB III 6997; 242/241 v. Chr.); PSI IV 364 (251 v. Chr.); 418 (Mitte 3. Jh. v. Chr.); V 528 (Mitte 3. Jh. v. Chr.), vgl. Clarysse/Vandorpe 1995, 58–62, bes. 61–62. Allerdings gehen Clarysse/Vandorpe 1995, 58–62 davon aus, dass die finanziellen Mittel für die Soldatenwaisen aus der königlichen Kasse stammten, d. h. dass Persönlichkeiten wie Zenon einen finanziellen Ausgleich aus dieser erhielten, sodass das Zenon-Archiv hier als Brücke zum klassischen Athen bzw. Griechenland mit seinen Kriegswaisenrenten anzusehen sei (s. hierzu u. a. Weiler 1980, 174–181; Hartmann 2016, 38–49; Fischer 2018, 65–68). Zwar könnte dieser Verdacht dadurch, dass Zenon in Diensten des Dioiketes Ptolemaios’ II. stand, aufkommen, doch mehrere Punkte sprechen dagegen: Erstens besitzen wir keinerlei Belege für Zahlungen vonseiten der Ptolemäer, die eine solche Annahme erlauben würden. Zweitens ist Zenons Unterstützung für die jungen Männer bis Ende der 240er Jahre v. Chr. nachweisbar, geht also mehrere Jahre über seine Zeit als Agent des Apollonios hinaus. Drittens werden in der Ein- und Ausgabenliste P.Iand.Zen. 60 für den Monat Mai 242 v. Chr. die Zuwendungen für die beiden jungen Männer Herakleotes und Kleon (Z. 7; Z. 9–10) als private Zahlungen geführt. Viertens handelte es sich hier nicht wie in grie-

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verhältnis – Adoption, Vormundschaft, Testamentsvollstrecker bzw. Verwalter des väterlichen Erbes oder Ähnliches – hierbei zugrunde lag, ist unklar. Doch so wie die jungen Männer Zenon gegenüber auftraten, hatten sie offenbar einen Anspruch auf die Zahlungen.85 Mit reinem Euergetismus oder mit der Fürsorge sozial Schwacher nach orientalischem Vorbild hat dies wenig zu tun.86 Die hohen Beträge, welche die jungen Männer von Zenon einforderten, verdeutlichen zudem, dass es hier – im Gegensatz zu den in griechischen Poleis nachweisbaren Kriegswaisenrenten – nicht um die Sicherung ihrer Existenz ging, sondern darum, einen gehobenen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.87 Gerade durch die Ausbildung der jungen Männer im Gymnasion, das im ptolemäischen Ägypten ein wichtiger Ort des Herrscherkultes war, sowie durch die Teilnahme der Männer an königlichen Agonen entstand jedoch unabhängig davon, ob die ptolemäischen Könige direkt in die finanzielle Unterstützung eingebunden waren oder nicht, ein enges Band zur ptolemäischen Dynastie.88 Die Ptolemäer gingen allerdings noch einen Schritt weiter und trugen den besonderen Lebensumständen ihrer Soldaten sogar in Form eines gesetzlich fixierten rechtlichen Sonderstatus Rechnung, der nicht nur den Soldaten selbst galt, sondern erneut auch ihren Frauen und Kindern, οἱ ἐν τῇ ἀποσκευῇ:89 In P.Hal. 1, den sogenannten Dikaiomata, Auszügen aus alexandrinischen Gesetzen des 3. Jh. v. Chr., wurde vermerkt, dass Frauen und Kinder, die ἀποσκευαί, solange die Soldaten im Felde standen, im Fall einer Anklage prozessimmun waren.90 Diese Immunität galt zwar nur für solche Fälle, in denen die Klageansprüche bereits in der Zeit entstanden waren, in der der Mann noch vor Ort war.91 Doch fiel der Prozessgegenstand in die Zeit der Abwesenheit des Mannes, konnten die Ehefrauen ohne eigenen Vormund selbst eine Klage einreichen, die dann vor einem Sondergericht zu verhandeln war.92 Und im 2. Jh. v. Chr. waren die

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chischen Poleis um eine Existenzsicherung, was sich schließlich auch fünftens in der Terminologie niederschlagen dürfte: Während in griechischen Poleis die Unterstützung für die Kriegswaisen durchweg als τροφή bezeichnet bzw. verbal mit τρέφειν umschrieben wurde und jede Waise den gleichen (niedrigen) Betrag erhielt, der gerade zum Überleben ausreichte, ist im Zenon-Archiv durchweg von ὀψώνιον und σιτομετρία die Rede, teilweise wurde genau aufgeschlüsselt, woraus diese bestanden bzw. wofür diese gedacht waren (vgl. Reekmans 1968, 219–227), und die Höhe wurde offenbar immer wieder individuell ausgehandelt. Zum ὀψώνιον im ptolemäischen Ägypten s. jetzt Werner 2019, 117. S. z. B. PSI IV 418, 23–24 (Mitte 3. Jh. v. Chr.): καὶ τὸ ὅλον δὲ παῦσαι ἀσυνθετῶ`ν´ περὶ ὧν ἂν ὁμολογήσηις ἡμῖν, oder P.Lond. VII 2017, 25–28 (= SB III 6997; 242/241 v. Chr.). Zur Witwen- und Waisenfürsorge im Alten Orient s. Fensham 1962, 132–139; Feucht 1986; 1995, 379–385. Zu den geforderten und letztlich auch gezahlten Beträgen s. Clarysse/Vandorpe 1995, 61. Benaissa/Remijsen 2019, 387–388. Im Vertrag zwischen Eumenes und seinen Söldnern waren auch die Familien in die Eide mit eingeschlossen, s. hierzu auch Loman 2005, 351. P.Hal. 1, VI 124–VII 165 (= Sel.Pap. II 201; nach 259 v. Chr.). S. hierzu Kießling 1927, 244–246. P.Hal. 1, VI 124–VII 165; P.Bad. IV 48 (127 v. Chr.); SB V 8009 (2. Hälfte 2. Jh. v. Chr.), s. hierzu ausführlich Kießling 1927, 246–249; Wilcken 1927, 88–89; Kortenbeutel 1936 und zu dessen Aus-

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ἀποσκευαί sogar von der Zwangspacht königlicher Domänen befreit.93 Insbesondere vor dem Hintergrund der zuvor besprochenen vertraglichen Vereinbarungen liegt es nahe, dass derartige Privilegierungen auch über den Tod der Soldaten hinaus bestand hatten.94 III. Alexander als Vorbild? Da in Alexanders Heer erstmals auch die Familien von Söldnern im Tross mitzogen und Alexander für seine Nachfolger gerade im militärischen Bereich häufig als Vorbild herangezogen wurde,95 liegt es nahe, hier womöglich den Ursprung für die zuvor umrissenen Regelungen zugunsten von Soldatenfamilien zu sehen.

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führungen Wilcken 1937, 223–224. Inwiefern Frauen allerdings im Athen klassischer Zeit nicht als juristische Personen handeln konnten und pauschal eines Vormundes bedurften, hat unlängst Hartmann 2007, bes. 40–50 infrage gestellt. UPZ I 110 (= P.Par. 63; 164 v. Chr.). Noch der Amnestieerlass BGU IV 1185 (= C.Ord.Ptol. 71; nach 61/60 v. Chr.) des Ptolemaios XII. zugunsten der Katökenreiter des Herakleopolites bezog sich explizit auch auf deren Frauen und Kinder (Z. 6: σὺν γυναιξὶ καὶ τέκνοις), s. hierzu ausführlich Scheuble-Reiter 2012, 156–158. Die Quellen lassen nicht erkennen, dass die Ptolemäer im Hinblick auf die genannten Privilegierungen zwischen verschiedenen Soldatengruppen wie Söldnern, Gardetruppen, Machimoi etc. unterschieden haben. Entscheidend war hier offenbar nur die Zugehörigkeit zum Militär und die dadurch nötige Mobilität: Auch wenn in den Dikaiomata im ersten Fall nur allgemein von Personen gesprochen wird, die vom König abgesandt wurden (P.Hal. 1, VI 124: [τῶ]ν ἀπεσταλμ[έ]νων ὑπ[ὸ τοῦ βα]σιλέως), so ist aufgrund der genannten ἀποσκευή (Z. 128; 131–132 und öfter) sowie anhand des Privatbriefes P.Bad. IV 48, 3; 9–10 klar, dass es sich um abkommandierte Militärangehörige handelt (ὅτι καὶ ἐκ πολεμίων ἡμᾶς ἔρυσαι καὶ πάλι εἰς πολεμίους ἡμᾶς ἀφεὶς ἀπελήλυθας. […] ἔλεγε γὰρ μήτε σὲ στρατεύεσθαι μήτʼ ἐμὲ εἶναι ἀποσκευήν. ἀναπεπλευκέναι δέ σε χάριν ἐργασίας καὶ μὴ εἶναί σε ἐμ βασ‹λι›κῷ παραγγέλματι.), s. hierzu schon die Graeca Halensis, P.Hal. 1, S. 86; F. Bilabel, Komm. zu P.Bad. IV 48, 6–7 sowie Kießling 1927, 240. Im zweiten Fall ist klar, dass es sich um in Alexandria in Garnison liegende Soldaten handelt, die in der neuen Landeshauptstadt eingebürgert wurden. Die möglichen Prozessgegner werden nur allgemein als „im Heer stehend“ bezeichnet (P.Hal. 1, VII 156–162: τῶν δὲ {τῶν δὲ} ἐν τ[ῶι] στρατ[ι]ωτικῶ[ι] τεταγμένων ὅσο[ι] ἂν ἐν [Ἀλ]εξα[ν]δρεία[ι] πεπο[λ]ιτογραφημένοι ἐν[κα]λῶσ[ιν π]ερὶ σιτ[α]ρχιῶν καὶ σιτομε[τ]ριῶν καὶ πα[ρ]αγρα[φῶν] τῶ[ν ἐ]ξιτ[α]ρχίας ἢ σι[τ]ομετρίας γινομένω[ν, ἐ]ὰν καὶ οἱ ἀντ[ίδ]ικοι ἐν τῶι [σ]τρατιωτικῶι ὄντ[ες π]επολιτογ[ρ]αφημένοι ὦ[σ]ιν). In der amtlichen Korrespondenz UPZ I 110, die mehrere Erlasse des Dioiketen Herodes enthält, werden ebenfalls ganz unterschiedliche Soldatengruppen erwähnt: UPZ I 110, I 20–23: οἱ παρε[φ]εδ[ρε]ύοντες ἐν Ἀλεξανδ[ρ]είαι τῶν τʼ ἐπιλέκτων καὶ τῶν (ἑπταρούρων) καὶ (πενταρούρων) μαχίμων καὶ τῶν ἐπὶ τῶν φυλακίδων [τ]εταγμένων ναυκληρομαχίμων (…); V 132: (…) τῶν μαχίμων (…); VI 174–175: (…) τοῖς μαχίμοις, ἀλλὰ καὶ το[ῖ]ς `ἄλλοις τοῖς´ στρατ{ι}[ε]υομένοις (…); VII 195–200: ἐκ τῶν παρεφεδρευόντων ἐν Ἀλεξανδρείαι τῶν τε ἐπιλέκτων καὶ τῶν (ἑπταρούρων) καὶ (πενταρούρων) μαχίμων καὶ τῶν ἄλλων τῶν `ἀν´ επιτηδείων πάλιν ἡμῖν ἐντετεύχασιν οἱ ἐν τῆι πόλει μάχιμοι προφερόμενοι καὶ ταῖς ἀποσκευαῖς αὐτῶν ἐπιγεγράφθαι γῆν; VII 206–207: (…) ἀποσκευὰς τῶν [ἐ]ν τῆι πόλει παρεφετρευόντων (sic) (…), s. hierzu jetzt ausführlich Werner 2019, 167–171. Der Ehemann der Petentin Rhodokleia gehörte schließlich der θεραπεία an (SB V 8009, 2–5). S. hierzu Scheuble-Reiter 2014, 484 mit weiteren Literaturangaben.

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Und in der Tat hat auch Alexander während seines Feldzuges mehrmals Maßnahmen zugunsten der Familien und explizit auch der Kinder seiner Soldaten getroffen, allerdings ausschließlich zugunsten seiner Landsleute, die ihm zur Heeresfolge verpflichtet waren. Diese betrafen einerseits die in Makedonien zurückgebliebenen Familien: Nach der Schlacht am Granikos 334 v. Chr., dem ersten großen Erfolg gegen die Perser, bestattete Alexander nicht nur die gefallenen Makedonen mit ihren Waffen und ihrer Rüstung, sondern γονεῦσι δὲ αὐτῶν καὶ παισὶ τῶν τε κατὰ τὴν χώραν ἀτέλειαν ἔδωκε καὶ ὅσαι ἄλλαι ἢ τῷ σώματι λειτουργίαι ἢ κατὰ τὰς κτήσεις ἑκάστων εἰσφοραί.96 Ihren Eltern und Kindern verlieh er also Abgabenfreiheit von königlichem Land, von bürgerlichen Verpflichtungen gegenüber der Zentralmacht sowie von Abgaben auf persönliche Erwerbungen.97 Damit wollte der König die in der Heimat zurückgebliebenen Familien seiner makedonischen Soldaten ehren und zeigen, dass ihr Opfer gewürdigt wurde, gleichzeitig aber auch die übrigen makedonischen Soldaten für den weiteren Feldzug motivieren.98 Da Alexander in seiner Rede nach der Meuterei von Opis ähnliche Befreiungen (von λειτουργίαι und εἰσφοραί) für die Eltern aller während des Feldzuges gefallenen Makedonen erwähnt, ist davon auszugehen, dass Alexander sie bereits 334 v. Chr. auch für die Familien der gefallenen Makedonen der übrigen asiatischen Kampagnen gewährt hat.99 Und als schließlich 324 v. Chr. in Opis die 30.000 makedonisch ausgebildeten Epigonoi ankamen und Alexander zur gleichen Zeit alte und invalide Makedonen mit einer Abfindung nach Hause zurückschicken wollte, kam es zu einem offenen Konflikt,100 dessen Beilegung unter anderem die finanzielle Unterstützung der Kriegswaisen beinhaltet haben soll.101 Andererseits zielten Alexanders Aktionen auf die „Familien“ seiner Makedonen im Tross, d. h. deren Konkubinen und illegitime Kinder. Sonderrechte, Vergünstigungen und Geschenke für deren Mitreisende gewährte Alexander immer dann, wenn er sich

Arr. an. I 16, 5, s. auch Iust. XI 1, 10. Diod. XVII 21, 6 überliefert nur die feierliche Beisetzung der Gefallenen zur Motivation der übrigen Soldaten. Die Schlacht wurde vor allem von Alexanders Reiterei bestritten. Insgesamt waren die Verlustzahlen auf makedonischer Seite nicht besonders hoch, nach Arr. an. I 16, 4 nur 85 Reiter und 30 Infanteristen – für Heckel 2020, 58 Anm. 1 allerdings „figures that belie the tenacity of the Persian resistance.“ 97 S. hierzu ausführlich Hatzopoulos 1996, 437–440, insbesondere zur Interpretation der τῷ σώματι λειτουργίαι und der κατὰ τὰς κτήσεις ἑκάστων εἰσφοραί contra Bosworth 1980b, 126–127. Zur Befreiung von den εἰσφοραί s. jetzt auch Tziafalias/Helly 2010, 103, Nr. 3 (SEG LX 585). 98 Vgl. Diod. XVII 21, 6. Zu den Ehrungen für die gefallenen Soldaten s. jetzt auch Diersen 2018, 31–34. 99 Arr. an. VII 10, 4, s. hierzu Hatzopoulos 1996, 437. 100 Zur Meuterei von Opis und ihren Hintergründen s. ausführlich Roisman 2012, 44–50 und jetzt auch Heckel 2020, 275–276. 101 Plut. Alexander 71, 9: τῶν δὲ τεθνηκότων τοὺς παῖδας ὀρφανοὺς ὄντας ἐμμίσθους ἐποίησεν. Daneben erhielten die Entlassenen ihren noch ausstehenden Sold, Reisekosten sowie ein Talent und weitere symbolische Ehren in der Heimat, s. Roisman 2012, 57 mit Anm. 66 mit weiteren Quellenangaben. Plutarch verlegt die Meuterei (wie auch Diodor: s. unten Anm. 104) nach Susa, s. hierzu Roisman, loc. cit. 45 mit Anm. 37. 96

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mit dem Unmut seiner Landsleute konfrontiert sah: Am Hyphasis soll er 326 v. Chr. Diodor zufolge versucht haben, seine völlig erschöpften Soldaten zum Weiterzug zu motivieren, indem er den Soldaten Plünderungszüge erlaubte, während er ihren Frauen monatliche Essensrationen zuteilen und ihren Kindern Zulagen entsprechend dem Sold ihrer Väter gewähren wollte.102 Doch sein Bestechungsversuch scheiterte, da Alexander die Not und die Wünsche seiner Makedonen in jener Situation verkannte.103 Bei der Aussöhnung in Opis nahm sich Alexander der Familien im Tross jedoch erneut an: Die Söhne der nach Hause entlassenen Makedonen, die ihnen von asiatischen Frauen geboren worden waren, sollten bei Alexander bleiben, um makedonisch erzogen und – auf Alexanders Kosten – militärisch ausgebildet und ausgerüstet zu werden.104 Nach Iustin soll Alexander bereits im Jahr 330 v. Chr. seinen Soldaten erlaubt haben, erbeutete Frauen, die sie im Tross mitführten, zu heiraten, und ihren Söhnen Unterhalt, Waffen und Pferde, den Vätern eine Belohnung für jedes Kind sowie die Fortzahlung des Soldes für ihre Waisen zugesagt haben.105 Doch neben verschiedenen inhaltlichen Problemen in Iustins ungewöhnlich ausführlichem Bericht kann ein solch 102

Diod. XVII 94, 3–4. Diodor spricht zwar nur von στρατιῶται, ihren γυναῖκες und παῖδες, doch da es hier darum ging, die Makedonen zum Weiterzug zu motivieren (vgl. Diod. XVII 94, 5), muss es sich um solche handeln. Dass es sich allerdings um makedonische Ehefrauen und Kinder handelt (deren Begleitung nach Loman 2005, 349–350 nur den engsten Vertrauten Alexanders vorbehalten war), ist angesichts des Berichtes bei Iust. XII 4 zum Jahr 330 v. Chr. (s. unten Anm. 105) und bei Arr. an. VII 12, 2 zu Opis (s. oben Anm. 99) wenig wahrscheinlich. Es ist freilich auffällig, dass dieser misslungene „Bestechungsversuch“ Alexanders nur bei Diodor Erwähnung findet. Bei den übrigen Autoren versuchte Alexander seine Soldaten nicht mit derartigen Versprechungen, sondern mit einer wohl durchdachten Rede umzustimmen: Arr. an. V 25–28; Plut. Alexander 62; Curt. IX 3, 1–3, 19. Doch dies ist kein Grund, an dieser Information zu zweifeln, s. hierzu auch Roisman 2012, 33 mit weiteren Literaturangaben. Diese Nachricht geht vermutlich auf Kleitarch von Alexandria zurück (vgl. zu Kleitarch als direkte Vorlage für Diod. XVII Bosworth 1995, 344; F. Jacoby, RE XI XXI.1, 1921, 630), auf dem die Vulgata-Tradition, in der auch Diodor steht, fußt (s. Jacoby, loc. cit.). Und dieser hat bekanntlich des Öfteren Informationen ehemaliger Söldner, die auch über Vorgänge in makedonischen Hofkreisen informiert waren, in seine Alexandergeschichte mit eingeflochten, s. Wolf 1963, 9–10. Allgemein zum Problem der sog. Söldnerquelle s. den Überblick bei Seibert 1981, 10–11. Und angesichts der Tatsache, dass sich Alexander in Indien dem Willen seiner Soldaten (bzw. der Götter: Arr. an. V 28) beugen musste, nimmt es nicht weiter wunder, dass der gescheiterte Korruptionsversuch bei anderen, Alexander positiver gestimmten Autoren keine Erwähnung findet. Demgegenüber hält Heckel 2020, 252 den von Diodor überlieferten Bestechungsversuch für „an invention ex post facto, a further attempt to improve Alexander’s image“ (Hervorhebung d. Verf.). Ausführlich zur Meuterei am Hyphasis und ihren Hintergründen s. Roisman 2012, 32–40. Nicht überzeugen kann die These von Howe/Müller 2012, wonach es am Hyphasis gar keine Meuterei gegeben haben soll. 103 Roisman 2012, 33 kommentiert: „Alexander’s Macedonians were not typical mercenaries.“ 104 Arr. an. VII 12, 2; Diod. XVII 110, 3 (in Susa: s. oben Anm. 101). 105 Iust. XII 4. Dadurch hätten sie – so Alexanders Logik bei Iustin/Pompeius Trogus – im Heer eine Familie um sich, sodass der Wunsch, nach Hause zurück zu kehren, nicht mehr so groß sei. Und gleichzeitig wäre nicht mehr so viel Nachschub aus Makedonien nötig, da die aus diesen Ehen hervorgehenden Söhne als Nachfolger ihrer Väter fungieren sollten. Zu dieser Passage s. den Kommentar von Heckel 1997, 206–208; Gruen 2011, 70–71 (mit Quellenbelegen zu den zahlreichen auf dem Feldzug mitreisenden Nachkommen aus solchen Verbindungen); Olbrycht 2015, 201–203.

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frühes Datum für derartige Maßnahmen wenig Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen.106 Alexanders Maßnahmen dienten somit einerseits der Ehrung Gefallener und ihrer Familien sowie deren Unterstützung, wie wir es auch aus Athen und anderen griechischen Poleis kennen.107 Neben den ehrenden und auch sozialen Aspekt tritt hier die Absicherung seiner zukünftigen Rekrutierungsbasis.108 Letztere spielte, wie Iustin ausdrücklich betont, auch bei Alexanders Aktionen im Zusammenhang mit den Konkubinen und deren Söhnen eine Rolle: nur dass Alexander hier zusätzlich für die Erziehung, militärische Ausbildung und Ausrüstung der Kinder aufzukommen gedachte. Gleichzeitig sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass gerade die Erlaubnis, mit diesen nicht-makedonischen Frauen eine Ehe einzugehen, nicht nur einfach eine offizielle Anerkennung des Status quo bedeutete, sondern eine große Tragweite im Hinblick auf die Legitimität der Kinder und ihre sowie ihrer Mütter Erbfähigkeit hatte.109 Einzelne Elemente wie Befreiungen von Steuern oder Liturgien110 – seien sie okkasionell verliehen oder Bestandteil eines besonderen Status – lassen sich zwar auch bei Alexanders Nachfolgern ausmachen und spiegeln letztlich den Wert der Soldaten und ihrer Familien für die hellenistischen Könige wider. Doch in besonders konfliktträchtigen Situationen gemachte Zugeständnisse wie Unterhaltszahlungen für Frauen und Kinder, Erziehung und militärische Ausbildung wie -rüstung der Kinder auf Kosten des Königs, Waisenrenten etc., die zumindest am Hyphasis ohnehin nicht von Erfolg gekrönt waren, sind in späterer Zeit nicht nachweisbar. Hierbei scheinen sich die hellenistischen Könige nicht an Alexanders Maßnahmen orientiert zu haben.111 Im Hinblick auf den Kreis der Rezipienten könnte Alexander aber dennoch zumindest als Wegbereiter dessen gelten, was wir später in den hellenistischen Monarchien greifen können: Denn indem sich Alexander – wenn auch nur in besonders konfliktträchtigen Situationen – auch der illegitimen Kinder und Konkubinen seiner Sol106 So auch Roisman 2012, 58. Bosworth 1980a, 18 erachtet Iustins Bericht demgegenüber als glaubwürdig. Auch Olbrycht 2015, 202–203 zweifelt nur an Iustins Terminologie, nicht jedoch an seinem zeitlichen Ansatz. 107 S. hierzu jetzt ausführlich Hartmann 2016, bes. 38–49. Für Esser 1941, 26 ist Alexanders Kriegswaisenrente ein über seinen Lehrer Aristoteles weitergegebenes humanitäres Motiv aus Athen. 108 Auch dies war für Athen und andere Poleis ein wichtiger Punkt bei der Gewährung einer Kriegswaisenrente, s. Thuk. II 44–46 (Leichenrede des Perikles). 109 S. hierzu auch Gruen 2011, 70–71, der vor allem die Massenhochzeit von Susa in diesem Kontext sieht, s. ebd. 72–73. Über die Frauen und Töchter schweigen die Quellen, ebenso über die Reaktion der Makedonen über die Trennung von ihrer „Familie“, s. hierzu Roisman 2012, 59–60. 110 Antigonos Doson gewährte beispielsweise seinen ἑταῖροι und seinen ἡγεμόνες nach der Schlacht von Sellasia 222 v. Chr. ἡ ἀτέλεια τῶν πολιτικῶν λειτουργιῶν ὅταν καταλυσῶσι τὴν στρατείαν (SEG LX 586, 9–12; 23–26; SEG XLVI 729, 5–8 mit M. B. Hatzopoulos, BE 2011, 399 und D. Rousset, BE 2011, 400), vgl. Tziafalias/Helly 2010, 103; 106–107, Nr. 4. 111 Anders Trundle 2008, 114, der allerdings weder die konkreten Situationen noch die Empfänger und ihre „Familien“ genauer in den Blick nimmt.

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daten annahm, ging er einen deutlichen Schritt über das hinaus, was in griechischen Poleis üblich war: Maßnahmen, die bislang ausschließlich Bürgersöhnen und -frauen zuteil geworden waren, dehnte er auch auf Nichtmakedonen bzw. Fremde aus, da er sie als zukünftige Basis seines Reiches ansah. IV. Fazit All diese Beispiele zeigen sehr eindrücklich die ambivalente Wirkung, die die Familien auf die Soldaten und ihr Verhalten haben konnten. In einer unmittelbaren Kriegssituation, wenn der Gegner des Trosses habhaft werden konnte, vermochte er zur kollektiven Desertion der Söldner zu führen, die in einer solchen Situation weder an höheren Soldzahlungen interessiert waren, noch daran, dass ihr Feldherr sich vorher stets ihrer Angehörigen in besonderer Weise angenommen hatte. Doch von diesen speziellen Situationen einmal abgesehen, musste man in der Tat auf die Angehörigen der Soldaten, wie Philon anfangs anmerkte, Rücksicht nehmen. Die zuvor besprochenen Beispiele gehören zwar ganz unterschiedlichen Kontexten an und werfen insofern nur ganz punktuell Licht auf das Verhältnis zwischen Soldaten samt Familien und ihren Dienstherren. Aber dennoch ist in hellenistischer Zeit eine Entwicklung zu beobachten, die eine zunehmende Verantwortung der Könige auch gegenüber den Familien ihrer Soldaten112 und gleichzeitig eine wachsende Abhängigkeit der Brotgeber und ihrer Streitkräfte erkennen lässt.113 Und für die hellenistischen Könige konnte die Fürsorge für eine Familie, der sich offenbar viele Soldaten verpflichtet fühlten, durchaus positive Effekte haben. Denn nicht ohne Grund dürften die ptolemäischen Könige und möglicherweise auch andere Monarchen relativ früh einen entsprechenden Rechtsschutz und besagten rechtlichen Sonderstatus auch der ἀποσκευή zugestanden haben. Das dürfte den Königen und ihrem Budget nicht nur weitaus weniger zugesetzt haben als ständige Solderhöhungen oder Donative,114 sondern auch einem positiven Image zuträglich gewesen sein, an dessen überregionaler Verbreitung die Könige, wie die Publikationsorte der zuvor besprochenen Inschriften andeuten, ein nicht geringes Interesse hatten.115 Und

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So auch Trundle 2008, 113–114: „By the Hellenistic age, care of families must have been a key part of an employer’s responsibilities.“ Nach Coşkun/Raphael 2014b, 32 entstanden die „vielfältige(n) Aktivitäten von Herrschern (…) patrimonialen Typs auf dem Gebiet des Fremdenschutzes und der Fremdenprivilegierung (insbesondere auch fremder Söldnerverbände, Erg. Verfasserin) aus der Konkurrenz der Herrschaftsträger um Machtressourcen.“ Das Eigeninteresse der Herrscher an Fremden konnte sich dabei bis zur Abhängigkeit von ihnen steigern. S. hierzu Couvenhes 2004, 83 mit Anm. 35. Dies waren bei I.Iasos I 2 ein Heiligtum des Zeus, möglicherweise das des Zeus Megistos in Iasos, bei I.Perg. I 13, 16–19 jeweils eine Stele im Athena-Heiligtum in Pergamon, in Gryneion, in Delos

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ein Söldner bzw. Berufssoldat, der gleichzeitig auch Familienvater war, dürfte in der Regel nicht nur kontrollierbarer gewesen sein, sondern auch dieselben Interessen wie sein König und Dienstherr gehabt haben: nämlich die Verteidigung seiner Familie und somit auch seiner Heimat. Dementsprechend liegen die Maßnahmen, welche die Könige für ihre Soldaten ergriffen haben, im Bereich des in klassischer Zeit im griechischen Raum Üblichen. Innovativ war allerdings der Rezipientenkreis: Denn dieser bestand gerade nicht aus Bürgern, sondern aus fremden Soldaten. Die vonseiten der hellenistischen Könige intendierte Absicherung der Soldatenfamilien diente ganz klar der dauerhaften Integration der im gesamten Mittelmeerraum angeworbenen Soldaten in ein staatliches System. Aus Fremden sollten Einwohner der neu entstandenen Reiche werden, aus Söldnern Berufssoldaten.116 Gleichzeitig sind diese Bemühungen sicherlich als direkter Reflex der Versuche vonseiten der Söldner selbst anzusehen, sich in deren Reiche zu integrieren.117 Dass die hellenistischen Könige ihre Soldaten als zu ihrem Herrschaftsbereich gehörig ansahen, deuten auch die immer wieder konstatierten Verbindungen der über die zuvor besprochenen Verträge geleisteten Eide zum Bürger- und Ephebeneid hin.118 Denn auf lange Sicht konnten sich die Könige so auch eine sichere Rekrutierungsbasis schaffen, was die Grundlage für den Bestand ihrer Reiche war119 – sozusagen eine win-win-Situation für beide Seiten.

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und im Asklepios-Heiligtum in Mytilene, s. hierzu u. a. Trundle 2008, 108; Scharff 2016, 139–140 Anm. 407; 144–145. Neben der Sichtbarkeit spielte im Fall der Heiligtümer freilich auch die religiöse Absicherung der Vereinbarung eine wichtige Rolle, s. hierzu Scharff, loc. cit. Zu dieser terminologischen Unterscheidung s. die Einleitung zu vorliegendem Band (bes. 24–25). S. hierzu die Beiträge von P. Sänger und C. van Regenmortel in vorliegendem Band. S. z. B. Williamson 2013, 11–12; Scharff 2016, 148–149. S. hierzu auch schon Griffith 1935, 172–173; Launey 1949/1950, II 744; Trundle 2008, 114.

II. Politische und rechtliche Implikationen: Der Söldner als Einwohner und Mitbürger

Citoyenneté et mercenariat en Sicile du V e au IIIe siècle avant J.-C. sandra péré-noguès Dans le remarquable ouvrage intitulé « Guerre et économie en Grèce ancienne », Y. Garlan a consacré tout un chapitre à la question de « la vocation politique » des mercenaires, à savoir cette tendance à s’installer de manière définitive dans les territoires où ils avaient été employés. A l’issue d’une démonstration dont beaucoup d’exemples proviennent de la Sicile, l’historien terminait par cette conclusion qui reste encore aujourd’hui valable : « Les mercenaires grecs du IVe siècle préfigurent, à mon avis, et rendent compréhensible le type nouveau de quasi-citoyen, de citoyen-sujet qui constituera l’élite politique des royaumes orientaux de l’époque hellénistique ».1

De ce point de vue, la Sicile offre indiscutablement un exemple particulièrement éloquent dans la mesure où, entre le Ve et le IIIe siècle, l’île a été la région où s’est le mieux exprimée cette « vocation politique » des mercenaires. Non seulement le recours au mercenariat y a été continu durant ces trois siècles,2 mais il a également eu pour conséquence majeure d’aboutir à l’installation définitive de communautés mercenaires au cœur même de l’île. Le propos de cette étude est d’abord de revenir sur ce processus complexe d’installations, en considérant les différents contextes et modalités dans lesquels il s’est inscrit. Une typologie peut en être faite à l’exemple de celle qu’avait déjà réalisée Y. Garlan, mais l’objectif sera ici de comprendre ce que « l’intégration » des mercenaires dans les cités siciliotes révèle des implications politiques, sociales et culturelles d’un tel processus. En d’autres termes, il s’agira de prendre en considération les relations que les mercenaires ont pu établir avec ce qui fait la cité, à savoir ses institutions ou son corps 1 2

Garlan 1989, 172. Depuis la parution de l’ouvrage de G. Tagliamonte en 1994, d’autres publications ont enrichi le sujet : Tagliamonte 1999 ; Fantasia 2001 ; 2003 ; Fariselli 2002 ; Moggi 2003 ; Péré-Noguès 2006 ; 2019 ; Harris 2020 ; Pope 2020. Sur l’ensemble de la bibliographie : Bettalli 2013, 317–364.

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civique, pour discuter la frontière traditionnellement perçue comme hermétique entre citoyen et mercenaire, entre citoyen et étranger. Les catégories modernes d’analyse ont souvent privilégié cette approche en isolant les mercenaires du reste des populations non grecques de la Sicile. Or, à l’arrière-plan de la question de la vocation politique des mercenaires, se pose en réalité la question même du statut de citoyen tel qu’il peut apparaître dans le contexte spécifique de la Sicile coloniale.3 I. Du règne des Deinoménides à la chute de Denys le Jeune : un âge d’or du mercenariat en Sicile Le règne des Deinoménides est souvent perçu comme un tournant dans l’histoire de la Sicile, plus particulièrement de Syracuse. Or, pour ce qui concerne la pratique du mercenariat, un précédent a existé dans la cité de Géla. C’est, en effet, sous le règne de Hippocrate (498–491) qu’apparaissent les premières troupes mercenaires à travers des témoignages certes limités, mais suffisamment explicites.4 L’un des cas le plus emblématique est celui de Praxitèle de Mantinée, d’origine arcadienne, dont le nom figure sur la base d’une offrande faite à Olympie près du temple de Zeus.5 Il est intéressant de noter qu’il s’y qualifie de « citoyen de Syracuse et de Camarine »,6 deux moments de sa vie de mercenaire, si l’on admet qu’il a combattu d’abord pour Hippocrate puis pour Gélon.7 Un pas décisif dans le recours au mercenariat est effectivement franchi avec le règne des Deinoménides, nom attribué par les historiens modernes à cette famille originaire de Géla.8 Ce régime d’essence monarchique fut instauré par l’aîné Gélon, et exercé d’abord dans la cité de Géla puis à Syracuse, après la prise et la refondation de la cité en 485. Le pouvoir fut ensuite transmis à son frère Hiéron en 478, puis à Thrasybule qui en fut finalement chassé en 466.9 Sous leurs règnes successifs, Syracuse connut une véritable période de prospérité et de prestige politique, que des victoires célèbres comme celle d’Himère (480) ou encore celle de Cumes (474) renforcèrent. Ces stratégoi autocratores se lancèrent aussi dans une politique expansionniste plus ambitieuse

3 4 5 6 7 8 9

Pour un cadrage historique général, Braccesi 1998 et surtout de Vido 2013. Sur ce point : Millino 2000, 125 ; Bettalli 2013, 320–322. IG V.2 47 ; I.Olympia 266. Pour la bibliographie concernant cette inscription : Dimartino 2006, n° 73. Il est devenu citoyen de Camarine probablement après la refondation de la cité par Hippocrate. Pour une traduction : Manganaro 1999, 118. Bien qu’il fasse allusion à sa filiation et à son origine arcadienne, Praxitèle a revendiqué avec une certaine ostentation son statut de politès de Syracuse et de Camarine : Millino 2000, 141–143. Vallet 1996, 163–176. Sur ces différents règnes, voir parmi de nombreuses publications : Luraghi 1994, 273–373 ; Mafodda 1996 ; 1998, 19–31 ; Hofer 2000 ; Bonanno 2010.

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que celle de leur prédécesseur Hippocrate, puisqu’elle visait à accroître leur territoire et à contrôler les forces sociales qui le composaient. C’est dans ce contexte bien particulier que les forces mercenaires devaient jouer un rôle primordial en garantissant aussi bien la stabilité du régime que la défense du territoire. Concernant leur première mission, il faut noter que, selon Diodore de Sicile, Hiéron s’était entouré d’une garde personnelle, qu’il qualifie de systêma xénôn, car, écrit-il, Hiéron pensait « qu’il s’assurerait ainsi la possession du pouvoir royal ».10 En réalité, c’est le rôle des mercenaires à l’intérieur et à l’extérieur de la cité qui explique pourquoi un certain nombre d’entre eux fut rapidement intégré au corps civique, comme en témoignent plusieurs récits. Ainsi, d’après Diodore de Sicile, en 485, « Gélon avait inscrit sur les listes civiques plus de dix mille mercenaires étrangers » selon la procédure de la politographia, c’està-dire l’enregistrement des nouveaux citoyens sur les listes civiques.11 Dix ans plus tard, son frère Hiéron fondait une cité en lieu et place de l’ancienne Catane, la nouvelle Aitna, avec cinq mille mercenaires issus du Péloponnèse et cinq mille Syracusains qui reçurent des terres.12 Ces mercenaires, que Hiéron avait lui-même choisis, peuvent être considérés comme des « colons », puisqu’ils participèrent à un double processus : la refondation du corps civique et la répartition des terres de la cité. Ils étaient par ailleurs attachés à la personne de Hiéron, comme le souligne la formule idioi oikêtores utilisée par Diodore de Sicile.13 Cette pratique d’accorder la citoyenneté à des groupes de mercenaires est souvent interprétée comme une rupture avec la « sacralité » du droit de citoyenneté.14 Remarquons cependant que ces processus d’intégration s’inscrivent tous dans un contexte de refondation coloniale, l’objectif étant pour Gélon, comme pour Hiéron, d’obtenir le statut prestigieux d’oikistès, de fondateur de cité.15 Ils ne furent d’ailleurs pas les seuls à procéder à de telles refondations puisque, après la bataille d’Himère, Théron prit une mesure analogue : « constatant qu’après le massacre des habitants d’Himère, cette cité avait besoin de colons (oikêtores), il joignit à sa population (synoikizein) les Doriens et inscrivit tous ceux des autres peuples qui le voulaient au nombre de ses citoyens (politographein) ».16

10 11 12 13 14 15 16

Diod. XI 48, 3. Il est très probable que les autres frères aient eu eux aussi un tel corps de troupes. Pour Thrasybule : Diod. XI 68, 5 ; 72, 3. Toutes les traductions de textes grecs sont celles de la Collection des Universités de France sauf mention contraire. Diod. XI 72, 3. Pour la chronologie, on se rallie à l’année 485, c’est-à-dire au moment de la refondation de Syracuse, date préférable à 480, date de la bataille d’Himère. Sur cet aspect : Bettalli 2013, 324 n. 12. Diod. XI 49, 1–2. Sur l’origine des mercenaires, voir les doutes de M. Bettalli, pour qui ils n’étaient pas d’origine péloponnésienne mais plutôt syracusaine : Bettalli 2013, 326. Diod. XI 49, 1. Bettalli 2013, 329. Voir pour une étude d’ensemble : Leschhorn 1984 ; aussi Bonanno 2010, 132–134. Diod. XI 49, 3–4.

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Cette opération de synoecisme fut particulièrement réussie, puisque la population vécut « en bonne intelligence » jusqu’à l’écrasement de la cité par les Carthaginois en 409. Parallèlement à ces expériences d’intégrations collectives, plusieurs cas individuels montrent la même ouverture du corps civique à des mercenaires. L’exemple le plus connu est celui de l’Arcadien Phormis de Mainalios : selon Pausanias, il avait été embauché en Sicile au service de Gélon, puis de son frère Hiéron ; grâce à ses qualités guerrières, il s’était enrichi au point de faire plusieurs offrandes à Olympie et à Delphes.17 L’une de ses offrandes à Olympie portait l’inscription suivante : « Phormis, Arcadien de Mainalios, maintenant de Syracuse, m’a consacré ».18 Le mercenaire arcadien mettait donc en valeur son origine ethnique mais aussi son appartenance récente (nûn) à Syracuse, comme s’il tirait une certaine fierté de ses origines et de son statut de citoyen. Comme pour Praxitèle de Mantinée, la carrière de Phormis de Mainalios fut suffisamment réussie pour qu’il en retirât une certaine gloire et en obtînt le statut de politès, ainsi que des richesses. A ce propos, il est à noter que les deux mercenaires ont consacré des offrandes dans les sanctuaires panhelléniques, laissant ainsi le souvenir d’une élite guerrière qui n’avait pas hésité à rejoindre les rangs de ces troupes stipendiées. Le « mouvement de libération »,19 qui suivit la chute des Deinoménides à Syracuse et des Emménides à Agrigente, donna lieu dans les années 460 à toute une série de crises politiques, que les sources littéraires interprètent comme la conséquence de l’introduction ex abrupto de neopolitai aux dépens des archaioi politai. L’opposition était certes latente dans la plupart des cités touchées par les mesures de refondations, mais elle se transforma en véritable état de stasis comme le montre l’exemple de Syracuse :20 alors que les mercenaires s’étaient probablement intégrés sans difficulté à la cité, ils eurent à affronter la « revanche » des « anciens citoyens » et le retour des exilés.21 Durant la stasis, ils accomplirent un acte très symbolique en s’emparant « d’une partie de la ville, l’Achradine et l’Ile [d’Ortygie] », deux quartiers solidement fortifiés. Privés de tout accès aux magistratures et finalement considérés comme des citoyens de seconde zone, ces mercenaires, qui avaient sous Gélon défendu la cité, excluaient ainsi à leur tour les « anciens citoyens » du noyau historique de la cité.22 17 18 19 20 21 22

Paus. V 27, 1. Paus. V 27, 2. Asheri 1980, 145–158 ; Sinatra 1992, 347–363. L’épisode est à situer entre 466 et 463 : Diod. XIII 67–68. Sur ce retour probable des citoyens exilés : Asheri 1980, 146. Une lecture plus sociale de la crise à Syracuse est également envisageable. A partir du moment où le régime des Deinoménides était renversé, il devenait évident que les possessions de ces citoyens de fraîche date se retrouvaient au centre des appétits des anciens citoyens, que ceux-ci se soient appauvris ou qu’ils soient revenus dans la cité. Dans ce contexte, ces derniers cherchèrent à récupérer des terres qu’ils jugeaient pour une raison ou une autre avoir été confisquées. Cette redistribution des terres aboutit dix ans plus tard à l’affaire de Tyndaridès qui peut s’interpréter comme une tentative d’endiguer la considérable mutation de terres qui avait suivi la crise : Diod. XI 86, 4–5 ;

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D’autres colons étaient restés des partisans fidèles du pouvoir deinoménide, même après leur chute. Ainsi, les colons, que Hiéron avait établis à Catane/Aitna, en furent chassés vers 461/460. Après leur expulsion, ils ne quittèrent pas l’île mais s’installèrent dans une autre localité, à Inessa, distante de quinze kilomètres de Catane, à laquelle ils donnèrent le nom d’Aitna et comme fondateur Hiéron.23 Pour eux il s’agissait bien de créer une nouvelle cité à l’image de ce qu’avait fait leur ancien chef.24 De manière générale, la liste est longue des noms de cités qui furent affectées par ce mouvement de retour des exilés, mais aussi par le retour à l’autonomie et à la liberté : Géla, Himère, Rhégion et Zancle, Catane … La sortie de crise vint cependant d’un koinon dogma, c’est-à-dire d’une « décision commune » prise par « presque toutes les villes »,25 et qui consistait à traiter avec les mercenaires selon les clauses suivantes : la restitution par les mercenaires des villes qui ne leur appartenaient pas, l’autorisation d’emporter leurs biens et de s’installer sur le territoire de Messine.26 Le choix de Messine interroge même si on peut l’expliquer par des facteurs économiques.27 Le fait qu’ils soient autorisés à s’y établir doit aussi être mis en relation avec l’histoire de la cité : c’est sous le règne d’Anaxilas de Rhégion que Zancle fut prise et refondée grâce à des exilés messéniens. Elle prit le nom de Messine à la suite de l’intégration de ces Messéniens à la population originelle.28 Au moment de la « décision commune », Messine était probablement une cité sujette de Rhégion, et, comme les fils d’Anaxilas avaient été chassés de cette dernière, Messine n’avait sans doute pas recouvré une véritable autorité politique, voire un statut de cité libre et autonome.29 Malgré ce retour à la paix, il semble que, pour de nombreux Grecs, la situation politique et sociale de la Sicile restait fragile. On en trouve un écho au moment des préparatifs de la grande expédition d’Athènes en Sicile. Dans un discours célèbre, qui était destiné à convaincre ses concitoyens de participer à la guerre, Alcibiade n’hésitait pas à dévaloriser ainsi les cités siciliotes :

23 24 25 26 27 28 29

sur ces événements, Vattuone 1994, 108. Sur la redistribution de terres et les crises sociales, voir les remarques éclairantes de Lonis 1991, 103–105. Strab. VI 2, 3. Dans l’imaginaire collectif, cette relation entre Hiéron et ses mercenaires apparait dans deux proverbes qui évoquent le « sikélos stratiotès », proverbes qui sont conservés dans l’œuvre Paroimion Epitomè de l’érudit du IIe siècle après J.-C., Zénobie. Voir Raccuia 2010, 48–51. Diod. XI 76, 5. Diodore de Sicile emploie à ce propos le verbe katoikeîn : Asheri 1980, 153. Selon D. Asheri, la chôra aurait été mise à la disposition des mercenaires qui auraient alors pu recevoir le statut des métoikoi. L’hypothèse est séduisante mais rien ne l’indique. Les mercenaires pouvaient effectivement trouver dans ce port une embauche pour d’autres contrées, ou même se reconvertir dans une autre activité. Paus. IV 23, 9 ; Strab. VI 2, 3 (C 268). C’est en tout cas ce que laisse supposer le récit de Diodore de Sicile.

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« Les cités y sont très peuplées (polyandreîn), mais de masses hétérogènes (ochloi xummeiktoi), et changements (metabolai) ou nouvelles admissions (epidochai) de citoyens s’y opèrent facilement. »

Et il ajoutait ceci : « Par suite, nul n’ayant le sentiment qu’il s’agit de sa vraie patrie ne s’y est procuré ni des armes pour se défendre personnellement, ni une installation régulière pour sa vie dans le pays. Chacun ne cherche qu’à mettre à sa portée ce qu’il suppose pouvoir prendre à la communauté, soit grâce à l’ascendant de sa parole, soit par des procédés révolutionnaires, quitte à aller, s’il ne réussit pas, habiter ailleurs ».30

Par-delà l’argument politique, c’est précisément la perception, que les Athéniens semblaient avoir de ces cités, qui doit retenir l’attention. A en croire Alcibiade, elles ne seraient habitées que de citoyens dont l’attachement à la communauté civique serait très relatif, et seulement déterminé par l’intérêt individuel. Autrement dit, ces cités n’auraient pas de véritable corps civique capable de les défendre et seraient soumises à une pression démographique telle que les conséquences en seraient « les changements et les admissions de nouveaux citoyens ». Cette image de « masses hétérogènes » peut sans doute être comparée à la description que Diodore de Sicile fait de la population d’Agrigente dans la dernière décennie du Ve siècle, c’est-à-dire à la veille de la première guerre gréco-punique : « A cette époque, les citoyens d’Agrigente étaient plus de vingt mille, et maintenant avec les étrangers résidents (oi katoikoi xénoi) pas moins de deux cent mille. »31

Même si les chiffres sont disproportionnés, c’est le rapport entre citoyens et population résidente qui laisse percevoir les enjeux démographiques et politiques que la pression d’une population libre – mais non citoyenne – pouvait faire peser sur une cité aussi puissante et opulente que l’était Agrigente. Derrière l’image véhiculée par le discours d’Alcibiade, c’est une situation démographique exceptionnelle de certaines cités siciliotes qui apparaît, une situation probablement liée à leur forte attractivité économique. Dans ce contexte, on peut penser que les mercenaires qui continuaient à exercer leur métier sur l’île avaient le même statut que celui des « résidents étrangers » évoqués par Diodore de Sicile.32 Denys l’Ancien (405–367) allait reprendre à son compte la politique inaugurée par les Deinoménides, lui qui se revendiquait comme leur héritier.33 Un changement no-

30 31 32 33

Thuk. VI 17, 2–3. Diod. XIII 84, 3. Nous pensons au cas singulier de Dexippe le Lacédémonien qui, en tant qu’agent recruteur, prit du service à Géla, puis à Agrigente : Péré-Noguès 1998, 7–24 ; Bettalli 2013, 361–364. Sordi 1992.

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table devait cependant advenir, dans la mesure où les ambitions territoriales du dynaste de Syracuse aboutirent à la constitution d’un empire très vaste qu’il était impératif de protéger des ennemis puniques. Cette politique impérialiste fut largement facilitée par le recours aux forces mercenaires, ce qui encouragea aussi leur installation et leur intégration selon plusieurs processus qu’il est nécessaire de détailler. Dès les débuts de son règne, le dynaste syracusain eut recours à une forme de rémunération supplémentaire de ses mercenaires : la concession de cités et de territoires.34 Les sources littéraires, qui se limitent pour l’essentiel au récit de Diodore, font état de trois cas de concessions. La première est celle de la cité de Catane prise vers 403/402 puis donnée pour « lieu de séjour » (oikêtêrion) à des mercenaires campaniens,35 afin d’y assurer probablement une présence militaire. En 396, ils furent transférés à Aitna que, pour cette époque, Diodore décrit comme un phrourion ochurón, c’est-à-dire une garnison fortifiée.36 La seconde concession correspond à celle de Léontinoi qui est accordée vers 398/397 aux mercenaires révoltés d’Aristotélès.37 La concession porte sur la cité et le territoire de manière à ce qu’ils s’y établissent (kataklêrouchein). Il s’agit donc là d’agréger un nouveau groupe de résidents à la population de la cité. Or Léontinoi figure parmi ces « petites » cités dont le corps civique a été particulièrement modifié du fait des mouvements de population liés au danger punique, mais aussi à l’interventionnisme de Syracuse :38 d’abord « lieu de séjour » pour les Naxiens et les Catanéens expulsés par Hiéron, elle retrouva ensuite sa propre autonomie durant la parenthèse de l’intervention athénienne pour retomber finalement sous la tutelle de sa puissante voisine Syracuse. Denys l’Ancien en avait fait un phrourion avant de la concéder aux mercenaires d’Aristotélès. Il est fort probable que ceux-ci se soient intégrés au corps civique : lors des premières luttes entre Dion et Denys le Jeune, leurs descendants semblent avoir participé à la défense des Epipoles.39 La troisième concession – qui est aussi le cas le plus extrême par ses conséquences – est celle de la cité de Tauroménion.40 Grâce au traité de 392, traité définissant les frontières entre Grecs et Carthaginois, Denys l’Ancien put en chasser les Sicules qui s’y étaient établis, et installer à leur place ses idioi misthophoroi, qu’il avait « soigneusement choisis ». Cette mesure radicale se soldait donc par la substitution presque complète de la population originelle de la cité. Le verbe employé par Diodore de Sicile, katoikizeîn, semble avoir un sens plus précis que celui de « loger, installer » .41 On le 34 35 36 37 38 39 40 41

Péré-Noguès 2004, 145–155. Sur l’armée de Denys l’Ancien, voir aussi Sammartano 2010, 67–78. Diod. XIV 15, 3 ; 68, 3. Diod. XIV 58, 2. Il n’est pas sûr qu’Aitna ait alors perdu son statut de polis, mais elle était par contre dans la totale dépendance de Denys l’Ancien : Nielsen 2002, 57–58. Diod. XIV 78, 1–3. Un récit différent est fourni par Polyain. V 2, 1. Berger 1991, 129–142. Plut. Dion 27, 3 : « Les Léontins et les Campaniens qui gardaient les Epipoles avec Timocratès ». Diod. XIV 96, 4. Casevitz 1985, 168–173.

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retrouve du reste chez Platon avec le sens de « repeupler » lorsqu’il évoque le contexte de la Sicile, notamment celui des cités occupées par les Barbares.42 A partir de ces divers exemples, on peut donc distinguer plusieurs types de concessions dont les conséquences varient de l’agrégation d’un nouveau groupe, comme à Léontinoi, à la substitution totale de la population, comme à Tauroménion.43 Il faut insister sur le fait que ces concessions concernaient des points stratégiques de l’empire et de la défense de Syracuse.44 Deux objectifs étaient ainsi remplis : d’une part, le dynaste n’avait plus l’obligation de payer les soldes de ses hommes ; d’autre part, il avait à portée de main des renforts mobilisables en cas de nécessité. Enfin, c’est dans le contexte de l’ultime fin du Vème siècle et du début du IVe siècle que s’insèrent la fondation d’Adranos sur les pentes de l’Etna et celle de Tyndaris sur la côte septentrionale de l’île. Située dans la contrada Cartalemi, Adranos se trouvait à proximité d’un sanctuaire sicule dédié aux Paliques.45 Diodore de Sicile ne précise pas l’identité des groupes qui participèrent à la fondation, mais le sanctuaire fut fréquenté par des mercenaires comme en témoigne l’archéologie.46 Quant à la fondation de Tyndaris, elle fait suite à une première tentative d’installer à Messine plusieurs groupes de colons venus de Locres et de Medma, mais aussi de groupes d’exilés messéniens que Denys l’Ancien avait pris à son service.47 Devant la colère de Sparte, pour laquelle ces Messéniens étaient des bannis, Denys l’Ancien leur donna « une place forte au bord de la mer » et « une part du territoire d’Abacaéné » selon Diodore de Sicile.48 Les Messéniens appelèrent la ville Tyndaris, du nom du père des Dioscures, et « accordèrent largement le droit de cité (politographeîn) », ce qui permit à la cité de parvenir rapidement à cinq mille citoyens.49 Parallèlement à ces fondations dionysiennes, il faut aussi citer la fondation d’Alaisa par Archonidès,50 « l’épistate » d’Herbitè, qui, après la paix signée avec Denys l’Ancien (403/402), aurait « fondé une cité » (ktisai polin) pour y réunir « un grand nombre de mercenaires (misthophoroi pleioi) et une foule composite (summikton ochlon) », 42 43 44 45 46 47 48 49 50

Plat. epist VII 336a ; VIII 357a (repeupler un pays dont les habitants avaient été expulsés par les Barbares) ; VIII 357b (réinstallation). Casevitz 1985, 168 ; 170. Après presque trente années (358), Tauroménion est à nouveau refondée par Andromaque, père de l’historien Timée, avec des exilés naxiens qui vivaient dispersés dans d’autres cités et même en terre sicule : Vattuone 1994, 112. Péré-Noguès 1999, 116. Diod. XIV 37, 5. Voir Miccichè 2015, 211 n. 37. Tagliamonte 1999 ; Maniscalco 2008. Diod. XIV 34, 3. Diod. XIV 78, 5. Le site d’Abacaéné est dans les environs de Tripi (Messina). Sur la fondation de Tyndaris voir Fasolo 2013, 10–103. Diod. XIV 78, 6. Diod. XIV 16, 1. Elle est fondée dans les environs de l’actuelle Tusa (Messina). Sur Archonidès et la fondation d’Alaisa Archonidios : Prestianni Giallombardo 1998, 61–63. Sur l’identité campanienne des mercenaires, voir les solides réfutations de Facella 2006, 85–99. Diodore fait aussi référence à une autre tradition : « Certains pourtant disent que ce furent les Carthaginois qui fondèrent Alaisa au moment où Himilcon conclut la paix avec Denys. » (Diod. XIV 16, 4).

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ainsi que des citoyens pauvres de sa cité qui « promettaient de se joindre à la colonie (apoikia) ». Cette fondation coloniale faisait suite aux mouvements de populations qu’avaient provoqués les attaques des Carthaginois contre les cités grecques, mais aussi à l’offensive de Denys l’Ancien contre les cités chalcidiennes et sicules. Tous ces épisodes montrent à notre sens que, si l’installation de groupes mercenaires fut facilitée par la politique impérialiste de Denys l’Ancien, elle fut profondément liée à des facteurs conjoncturels tout aussi importants, notamment la guerre contre Carthage qui fut un facteur de déstabilisation politique et économique pour les principales cités siciliotes. Mais ce contexte ne doit pas réduire la portée de ce que l’on appelle la « vocation politique » des mercenaires, car, comme à l’époque des Deinoménides, ces derniers ont su tirer bénéfice de la guerre et du régime dionysien. II. S’installer et devenir politès Plusieurs possibilités s’offraient en effet aux mercenaires pour s’installer définitivement sur l’île. Une intégration individuelle ou collective était possible dans certaines cités, comme l’atteste l’exemple d’Archélaos de Dymè qui devint prostatès de Syracuse durant la guerre civile entre Dion et Denys le Jeune.51 Celui-ci avait sans doute acquis le statut de citoyen au moment où Dion assiégeait la cité. La seconde possibilité passait par la création d’installations militaires dont Denys l’Ancien avait quadrillé l’empire syracusain. Après la chute du régime dionysien, ces phrouria devinrent des communautés indépendantes, comme en témoignent leurs frappes monétaires. En effet, elles émirent des séries monétaires qui sont, pour une grande majorité d’entre elles, des surfrappes de monnaies de bronze dionysiennes. Chronologiquement datées d’une période antérieure à la réforme monétaire de Timoléon, elles portent le plus souvent un ethnonyme précis et plus rarement le nom de la cité où elles ont été frappées.52 Deux exemples peuvent illustrer la relation particulière que ces communautés de mercenaires entretenaient avec le modèle de la cité. Le premier est celui des frappes à légende ΣΙΛΕΡΑΙΩΝ, du nom de l’ethnos des mercenaires, probablement d’origine lucanienne.53 Ces mercenaires furent installés dans la région centre-nord de la Sicile, entre Alimena et Resuttano, peut-être sur le site de Cozzo Mususino.54 Sur leur droit apparaît le protomé de taureau, un type implicitement italique, mais qui n’est pas non plus sans lien avec les dieux-fleuves qui sont souvent figurés sur des monnaies de cités

51 52 53 54

Theop. FGrH 115 F 194. C’est le cas des frappes réalisées à Mytistratos, agglomération localisée près de l’ancienne Marianopoli : Castrizio 2000, 52. C’est l’hypothèse souvent avancée avec l’idée qu’ils seraient originaires de la région du Sele. Pour des photos des pièces voir Castrizio 2000, pl. IX. Castrizio 2000, 54 ; Campana 2003a, 87–90.

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siciliotes fondées à proximité d’un fleuve.55 Quant au revers, il représente un guerrier armé d’un bouclier italique et en posture de combat. C’est dans la même région, autour d’Alimena, qu’ont été découvertes deux séries monétaires à légende ΤΥΡΡΗ.56 Elles auraient été frappées par une communauté de mercenaires d’origine tyrrhénienne, les Tyrrhéniens (Etrusques) étant présents sur l’île depuis l’épisode de l’expédition d’Athènes. Plusieurs indices montrent que ces émissions auraient été motivées par un contexte d’urgence.57 Ces deux exemples d’émissions monétaires attribuées à des communautés mercenaires sont intéressants parce qu’ils concernent les confins de l’empire dionysien, confins qui, avec la chute du régime, se sont retrouvés sans autorité politique et militaire. En outre, si les types et les légendes rendent compte de l’origine étrangère des émetteurs, ils restent aussi de remarquables preuves de la volonté manifestée par ces communautés d’imiter les pratiques des cités grecques. Il faut ici insister sur un aspect fondamental : frapper de la monnaie relevait des prérogatives politiques d’une cité et, par voie de conséquence, servait à revendiquer une totale indépendance. Par-delà les aspects ethniques et culturels qui ont beaucoup occupé les historiens et numismates modernes, c’est l’acte politique lui-même qui prend tout son sens, et démontre l’attachement de ces communautés mercenaires au modèle de la cité. La troisième possibilité était enfin la prise par la force d’une cité et, de ce point de vue, le cas des mercenaires campaniens est paradigmatique. Le premier épisode est la prise par « trahison » de la cité d’Entella, dans la partie occidentale de l’île en territoire carthaginois. Embauchés par Athènes lors de l’expédition de Sicile, des mercenaires campaniens étaient arrivés à la fin de la guerre, et, laissés là sans employeur ni solde, ils s’étaient mis au service de Carthage à partir de 410, puis avaient participé à l’offensive punique contre les Grecs en 409, puis en 406.58 D’autres contingents campaniens étaient ensuite arrivés sur l’île pour se mettre à la solde de Carthage, mais, après la guerre, ils étaient aussi restés sur place. En 404, alors que Denys l’Ancien devait affronter une grave rébellion dans son armée, il fait appel à eux ainsi qu’à trois cents mercenaires supplémentaires venus de Campanie.59 Après avoir rempli avec brio leur mission, ces mercenaires furent renvoyés par le tyran qui, cependant, s’en méfiait, et ils s’emparèrent par traîtrise d’Entella. D’après Diodore de Sicile, ils « persuadèrent ses habitants de les accepter parmi eux (sunoikoi), puis, pendant la nuit, ils passèrent à l’attaque, égorgèrent les hommes dans la force de l’âge, s’unirent aux femmes de ceux qu’ils avaient trahis et occupèrent la cité ».60

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Ici en l’occurrence le fleuve Himère méridional. Pour des photos des pièces voir Castrizio 2000, pl. XVIII. Campana 2003b, 92 : les arguments reposent sur le nombre très réduit de coins et la qualité médiocre des surfrappes. Bettalli 2013, 333–337. Diod. XIV 9, 3. Diod. XIV 9, 8. Voir Campana 2010, 57–67.

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Ce type de récit synthétise tous les critères d’un topos littéraire61 qui se nourrit de schémas élaborés par l’historiographie ancienne dès le IVe siècle, afin d’expliquer l’émergence politique de nouvelles entités ethniques, notamment italiques. Diodore de Sicile utilise d’ailleurs deux registres d’interprétation : d’abord un registre culturel dans lequel fonctionnent non seulement les clichés inhérents aux mercenaires, de surcroît barbares, mais aussi les problèmes soulevés par l’apparition de communautés « mixtes » du point de vue ethnique et culturel ; puis un registre plus politique qui s’inscrit dans les crises récurrentes des cités siciliotes. Si l’on s’en tient au registre politique, cette entrée « fracassante » des Campaniens à Entella est largement remise en cause par d’autres témoignages. Une étude récente de S. Frey-Kupper62 sur des monnaies inédites trouvées à Rocca d’Entella montre comment s’est mise en place une organisation institutionnelle qui s’inscrit complètement dans le contexte politique siciliote, dans la mesure où elle s’inspire de la métrologie et des types monétaires en vogue dans les cités de Sicile orientale. Ainsi, seul semble avoir fonctionné le modèle civique tel un horizon d’attente pour ces communautés campaniennes. Un autre épisode n’est pas sans résonance avec celui d’Entella, c’est celui de la prise de Messine par les Mamertins.63 Les origines de cet épisode sont comparables à ceux de la crise qui suivit la chute des Deinoménides : après la mort d’Agathocle en 289, les mercenaires sont chassés de Syracuse alors même qu’ils réclamaient de pouvoir participer à l’élection des magistrats. Pour eux, il s’agissait de revendiquer une citoyenneté pleine et entière car, au fil des années, ils s’étaient profondément intégrés à la cité, comme l’atteste la possession de biens fonciers qu’ils vendirent avant leur départ. Sur le chemin du retour vers l’Italie, conformément à ce qui leur avait été imposé, ils s’arrêtèrent à Messine, où ils furent d’abord accueillis favorablement, puis, ils se retournèrent contre la population : ils chassèrent les uns et assassinèrent les autres, s’emparèrent de leurs femmes et de leurs enfants, ainsi que de leurs biens et de leurs terres.64 A l’issue de cette traîtrise, les mercenaires auraient changé le nom de Messine pour celui de Mamertinè en référence à Mamers, le dieu Mars en langue osque. Avec la prise de Messine, les mercenaires se retrouvèrent à la tête d’une des cités les plus importantes de la région, puisqu’elle permettait non seulement de contrôler le Détroit mais aussi d’accéder à l’Italie. En outre, les Mamertins mirent progressivement la main sur une bonne partie du nord-est de la Sicile élargissant considérablement le territoire de la cité. Reprenant à leur compte la politique impérialiste des maîtres de Syracuse, ils instaurèrent donc un véritable Etat mamertin capable d’émettre ses propres monnayages. 61

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Moggi 2003, 974 montre avec raison que l’idée d’un topos littéraire servant à expliquer l’occupation violente entre 423 et 282 de Capoue, Cumes, Entella, Messine et Rhégion par des peuples italiques se fonde en fait sur de maigres indices communs et qu’elle a pour conséquence fâcheuse de gommer la complexité et la diversité des contextes de chaque épisode. Frey-Kupper 2017, 23–58. Péré-Noguès 2002/2003, 55–68. Pol. I 7, 3–4.

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Il est intéressant de noter que, tout comme pour les monnayages précédemment évoqués, la légende MAMERTINȎN est rédigée en grec. En outre, les types s’inspirent de modèles sicéliotes, même s’ils valorisent le dieu de la guerre et des éléments italiques (les armes par exemple), autant de valeurs liées à leur identité ethnique.65 Les Mamertins pouvaient ainsi faire reconnaître à leurs ennemis carthaginois et grecs une spécificité guerrière qui se nourrissait de leur identité culturelle propre, mais surtout de leur expérience du mercenariat et de leur profonde sensibilité à l’égard du monde culturel grec. Longtemps considérée comme le dernier avatar du « pouvoir mercenaire » en Sicile, l’aventure des Mamertins apparaît donc comme une expérience réussie en ce sens qu’elle permit à des « hommes sans foi, ni loi », de s’intégrer à une communauté civique et d’y jouir du statut envié de politès, fin à laquelle des générations de mercenaires avaient aspiré depuis le Ve siècle en Sicile. Au terme de cette analyse, il faut donc reconnaître que la Sicile fut longtemps une terre d’accueil, une terre où s’installer pour tout mercenaire qui y prenait du service. Malgré les guerres à répétition entre Syracuse et Carthage, l’île demeurait le territoire des possibles, et surtout le territoire d’une dynamique coloniale sans équivalent. Mais dans un tel contexte, c’était aussi tout le modèle civique qui était reconfiguré. III. Conclusions Revenons à Platon qui soulignait le danger de « la mort de la langue grecque pour toute la Sicile tombée sous quelque pouvoir et domination de Phéniciens ou d’Osques ».66 Il dénonçait clairement la dilution de l’identité grecque des anciennes apoikia et la menace d’un « métissage » culturel qui était pourtant en marche depuis des décennies. Quelques siècles plus tard, Plutarque dressait un bilan tout aussi sinistre de la situation syracusaine à la veille de l’expédition de Timoléon sur l’île : « [Syracuse] passait continuellement d’un tyran à un autre, et tant de maux l’accablaient qu’elle devint presque un désert. Quant au reste de la Sicile, une partie était, en raison des guerres, totalement ruinée et privée de cités ; celles qui subsistaient étaient, pour la plupart, occupées par des Barbares de toutes origines, et par des militaires sans solde, qui acceptaient facilement tous les changements de pouvoir. »67

Pourtant, le chef corinthien devait suivre les traces de ses éminents prédécesseurs syracusains en lançant une nouvelle politique de recolonisation de l’île. Entre Platon et Plutarque, un chaînon essentiel reste Aristote qui, lui aussi, avait pris comme exemple le contexte de Syracuse pour évoquer les divers facteurs de sédition qui affectaient les 65 66 67

Pour des photos des pièces voir Särström 1940, pl. III, nrs. 19 et 21. Plat. epist VIII 353e. Plut. Timoleon 1, 2–3.

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cités, tout particulièrement ce qu’il appelait l’absence de « communauté ethnique » (to mè homophulon) et de coalescence (sumpneusis).68 Et il expliquait : « C’est pourquoi parmi ceux qui ont, jusqu’à présent, accepté des étrangers pour fonder une cité avec eux (sunoikoi) ou pour les agréger à la cité (epoikoi), la plupart ont connu des séditions ».69

Un peu plus loin, le philosophe citait le cas de Syracuse : « Les Syracusains, après la période des tyrans, ayant fait citoyens des étrangers (xenoi) et des mercenaires (misthophoroi), connurent des séditions et en vinrent aux armes. »70

Nul doute que le contexte historique auquel Aristote fait référence implicitement est celui de la chute des Deinoménides, puisque la revendication des mercenaires/neopolitai était celle de pouvoir accéder aux magistratures, et donc de jouir de leur statut complet de citoyen.71 La diversité ethnique et culturelle des groupes qui composaient ces cités semble avoir joué à ses yeux un rôle déterminant,72 mais on peut aussi deviner une position très conservatrice de ce que devait être un corps civique, c’est-à-dire pour Aristote un corps difficilement accessible sous peine de dissoudre l’harmonie qui réglait la vie en cité. Au fond, ce qui semble intéresser le philosophe, c’est ce qui fait le « commun », ce qui construit la cité et la pérennise.73 Or, dans le cas des cités siciliotes, elles étaient dans une perpétuelle reconfiguration du fait de leur histoire propre, mais aussi d’une dynamique coloniale qui semble avoir persisté tout au long des siècles considérés et, à terme, avoir fragilisé la communauté. Ainsi, parler de la vocation politique des mercenaires en Sicile revient à mettre en évidence une originalité de l’histoire des cités siciliotes : leur rapport complexe au modèle civique et à leur territoire. Si Syracuse apparaît comme une puissance hégémonique en Sicile dès le Ve siècle, la même ambition impérialiste a longtemps été affichée par beaucoup d’autres cités. Cette sourde concurrence était intimement liée au rapport que chacune des cités avait avec son propre territoire, celui-ci étant constamment redéfini par les équilibres géopolitiques insulaires. Dès lors que la volonté d’une cité était de se projeter sur de vastes territoires, cela l’obligeait à occuper physiquement de grands espaces, à attirer de nouveaux habitants et à plus ou moins brève échéance à procéder

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Aristot. pol 1303a25–26. Aristot. pol 1303a27–28. Aristot. pol 1303a38–b2 (traduction légèrement modifiée). Aristot. pol 1275a23 : « Un citoyen au sens plein ne peut pas être mieux défini que par la participation à une fonction judiciaire et à une magistrature ». Thatcher 2012, 73–90. Pour une relecture stimulante de la définition du citoyen chez Aristote : Blok 2005, 7–40. Sur la notion de « commun » et la nécessaire repolitisation des problématiques autour de la citoyenneté : Azoulay 2014, 605–626, plus particulièrement 617–618.

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à de nouvelles distributions de terres. La redéfinition de la cité comme état territorial74 eut ainsi des conséquences directes sur la communauté civique. C’est dans ce contexte que doit s’interpréter le rôle des mercenaires, mais aussi de tous les étrangers quelles que furent leurs origines et leurs fonctions dans ces cités. En définitive, si l’approche théorique d’Aristote a conduit à distinguer misthophoroi et xenoi, elle a aussi relégué au second plan la notion historique de « résidents étrangers » (oi katoikoî xénoi). Or c’est justement cette notion, encore mal définie comme catégorie d’analyse, qui semble englober toutes les questions relatives à la composition du corps civique et à son unité.75

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de Vido 2013, 152–156. Cette situation peut être rapprochée de la définition difficile à trouver du politeuma de Sidon comme marqueur identitaire : voir dans ce volume P. Sänger. Quant à l’intégration de communautés étrangères et notamment mercenaires, une réflexion serait à mener sur les parallèles qui peuvent être faits avec le monde ptolémaïque : voir notamment dans ce volume C. Fischer-Bovet.

Garnisonssoldaten und städtisches Milieu Untersuchungen zur Einsetzung antigonidischer Garnisonen in den griechischen Städten* charalampos chrysafis

Ziel meines Beitrages ist die Untersuchung der Kommunikation zwischen einer fremden Garnison der Antigoniden in der Stadt und deren Bürgern. Im Unterschied zu den Ptolemäern und den Seleukiden lässt sich besonders bei den Antigoniden eine solche Untersuchung wegen des Mangels an entsprechenden Quellenangaben nur schwer durchführen.1 Dennoch lohnt es sich Informationen über dieses Garnisonssystem, das die politische und militärische Lage in Griechenland für ein Jahrhundert dominiert hat, zu sammeln und zu kommentieren. Der Aufsatz ist in zwei Teile aufgeteilt: Der erste Teil beschäftigt sich einerseits mit der Definition der Faktoren, die die positiven oder negativen Beziehungen zwischen einer Garnison und den Bürgern beeinflussen konnten und andererseits mit der Frage, wo sich die Soldaten einer Garnison im urbanen Raum bewegten und ob sie folglich mit den Bürgern auch im alltäglichen Leben interagieren konnten. Der zweite Teil legt einen Schwerpunkt auf die Einbürgerung von antigonidischen Garnisonsmitgliedern, die die Überwindung der rechtlichen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen bedeutete. Dabei werden die Gründe, aus denen die Stadt diese Soldaten mit der Bürgerschaft ausgezeichnet hat, untersucht werden.

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Ich möchte mich nochmals ganz herzlich bei allen bedanken, die zur Diskussion beigetragen haben. Mein besonderer Dank gilt K. Buraselis, S. Pfeiffer, A. Mehl und S. Scheuble-Reiter für ihre Anregungen und Korrekturvorschläge. Wie Chaniotis 2002, 99 schon betont hat: „However, when we raise the question about the ways in which officers and members of foreign garrisons interacted with the native population, our sources often let us down. Equally scanty is the evidence for the everyday life of the soldiers (…) the bulk of evidence comes from the Ptolemaic garrisons.”

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I. Änderungsfaktoren in der Art von Beziehungen der Garnisonssoldaten mit den Bürgern I.1 Die Art der Garnison (Formen der Stationierung, geopolitische Lage, Herkunft der Garnisonssoldaten) Zunächst muss man sagen, dass die Garnisonen nicht in allen Städten gleich waren. Bevor die Art der Beziehungen zwischen beiden Seiten untersucht werden kann, sind die folgenden Faktoren zu berücksichtigen, die diese Beziehungen negativ oder positiv beeinflussten. a) Eine wichtige Rolle spielte die Art und Weise, wie eine Garnison in einer Stadt eingesetzt worden ist:2 Nach der Niederlage der Stadt im Krieg gegen den König, nach der Bitte einer Stadt an den König, oder weil der König selbst es entschieden hatte und die Stadt – oft ein verbündeter Staat – keine andere Alternative hatte, als diese Entscheidung zu akzeptieren. Jeder von den vorgenannten Faktoren beeinflusste – positiv oder negativ –, wie die Mehrheit der Bürger die eingesetzten Soldaten wahrgenommen hat. Die Art der Einsetzung einer Garnison in eine Stadt entspricht meistens auch der Art ihres Abzugs. Eine gewaltsame Einsetzung führte fast immer zur Konfrontation zwischen der Garnison und den Bürgern, sobald diese eine passende Gelegenheit zum Aufruhr fanden.3 b) Es gibt verschiedene Arten von Garnisonen, zwischen denen man differenzieren muss: die phroura und die phylake. Während mit dem ersten Begriff die dauerhaften und ständigen Garnisonen gemeint sind, bezeichnet der zweite die vorübergehende Entsendung königlicher Soldaten mit dem Ziel, eine konkrete Gefahr zu bekämpfen.4 In der Regel waren die Beziehungen zwischen einer phylake und den Bürgern freundlich. Das liegt daran, dass die Bürger normalerweise mit der Anwesenheit der königlichen Soldaten in der Stadt einverstanden waren und vielleicht sogar selbst den König um Schutz gebeten hatten.5 Außerdem verbrachten diese Soldaten nicht viel Zeit in der Stadt, und der Feind, vor dem die Garnison die Stadt schützte, war meistens noch beängstigender für die Bürger. Auf der anderen Seite konnte aber auch die Anwesenheit einer königlichen phroura in einer Stadt positiv von den Bürgern wahrgenommen werden, weil sie die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt förderte. Der König konnte z. B. in Chalkis durch seine Garnisonen asphaleia (Sicherheit) und eumareia (Wohl2 3

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Chaniotis 2002, 101. Ein gutes Beispiel dafür ist Athen, wo auf die Kapitulation von 295 v. Chr. der gewaltsame Aufruhr von 287 v. Chr. folgte: Paus. I 25, 8–26, 10; 29, 13; Plut. Demetrios 34, 5; IG II/III3 918–919. Demgegenüber steht Histiaia, wo die Bevölkerung zweimal (208 v. Chr. und 199 v. Chr.) Soldaten vom König zum Schutz gegen die römische Flotte erbeten hat: Pol. X 41, 3; 42, 2; Liv. XXVIII 5, 5–6; 6, 1–7, 1; XXXI 46, 6–16. Für die Bezeichnung phylake s. Buraselis 2000, 152–153; Ma 2002, 116–118; Chaniotis 2005, 69–70. Vgl. das Beispiel von Histiaia in Anm. 3.

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stand) der Stadt bewahren, sodass die Bürger rathymos die makedonische douleia tolerierten.6 c) Ein anderer Faktor ist, welchen Status eine Stadt gegenüber dem makedonischen König besaß. Außerhalb des Makedonischen Reiches gab es eine große Vielfalt an verschiedenen Statusarten unter den griechischen Städten. Eine große Gruppe sind die sogenannten unterworfenen Städte oder äußeren Besitzungen. Diese Städte oder Regionen entsprachen einem Protektorat ohne die Möglichkeit eine eigene Außenpolitik zu betreiben. Diese Kategorie umfasst einerseits das sog. „speergewonnene“ Land,7 d. h. Städte, die nach einem Krieg in die Hände der Makedonen gerieten und unter Militärbesatzung standen wie z. B. Eretria und Athen nach dem Ende des Chremonideischen Krieges. Die Besatzung konnte beendet werden, wenn sich z. B. der König für eine Rückgabe der Freiheit entschied.8 Das bedeutete, dass diese Städte zwar offiziell wieder frei wurden, aber faktisch vom König abhängig blieben, in den meisten Fällen als Verbündete mit begrenzten Rechten wie Athen nach 255 v. Chr.9 Selten konnte eine Stadt wie Theben 287 v. Chr. ohne Gewalt die vollständige Unabhängigkeit erlangen.10 Andererseits gehören in diese Kategorie ehemalige Verbündete, unterworfene Städte oder Regionen, die entweder, wie z. B. die ehemaligen Vasallenvölker Thessaliens, die Magneten und die Perrhaiber, wegen der langfristigen Verbindung mit dem König oder, wie beispielsweise Phokis, wegen ihrer offensichtlichen Schwäche gefährliche Nachbarn (hier den Ätolischen Bund am Ende des 3. Jh. v. Chr.) zu bekämpfen, ihre Unabhängigkeit verloren hatten. Wichtig für das Verständnis der Stellung dieser Städte ist der Vertrag von Phönike aus dem Jahr 205 v. Chr.11 Der Katalog der Verbündeten von Philipp enthält keine Erwähnung der Euböer, der Magneten und der Phoker, und das ist kein Zufall oder ein Fehler der Quellen. Die Beteiligung dieser Regionen im Vertrag ist durch die Unterschrift Philipps V. bestätigt, da der König verantwortlich für deren Außenpolitik war.12 Eine solche Verbindung konnte unter bestimmten Voraussetzungen zu ihrer direkten Aufnahme in das Makedonische Reich führen, was beim perrhaibischen Tripolis und bei den Magneten in Thessalien der Fall war.13 Ei-

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Herakl. Krit. FGrH 2022 F 30a: (Die Chalkidier, Erg. d. Verfassers) τὰ προσπίπτοντα ἐκ τῆς πατρίδος δυσχερῆ γενναίως φέροντες· δουλεύοντες γὰρ πολὺν ἤδη χρόνον, τοῖς δὲ τρόποις ὄντες ἐλεύθεροι, μεγάλην εἰλήφασιν ἕξιν τοῦ φέρειν ῥᾳθύμως τὰ προσπίπτοντα. S. Chaniotis 2005, 181–184. S. Gehrke 1982, 264–265. Paus. III 6, 6; Eus. Chronicon I 120 (Schoene). S. Paschidis 2008, 513–521; Oetjen 2014, 47–75; 111– 118. Plut. Demetrios 46, 1. Staatsverträge III 543. Vgl. Paschidis 2008, 326. Strab. IX 5, 16: Φίλιππος αὐξηθεὶς (…) τῆς Μαγνήτιδος τὰ πολλὰ μέρη Μακεδονίαν ἐποίησε. Für die Beziehungen zwischen Magneten und Makedonien s. Bakhuizen 1987, 319–338. Für die Perrhaiber s. Tziafalias/Helly 2010, 71–125. Besonders für die Perrhaiber zeigen die Inschriften, dass ihre Städte die gleiche Stellung wie eine typisch makedonische Stadt hatten. Die Bürger leisteten

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nen weiteren Hinweis hierfür liefert der Katalog der durch die Römer befreiten Griechen, wie Titus Flamininus ihn bei den Isthmien von 196 v. Chr. verkündet hatte.14 Die hier genannten Städte und Regionen waren unter makedonischer Kontrolle. Livius (Liv. XXXIII 33, 6) notiert, dass Flamininus percensuerat omnes gentes quae sub dicione Philippi regis fuerant. Unter dieser Kategorie der Einflusszone der Antigoniden findet man alle sog. Fesseln Griechenlands: die Städte Korinth, Chalkis, Demetrias und Piräus, deren strategische Bedeutung so groß war, dass der König von Makedonien dort starke Garnisonen unterhielt und sie als Verpflegungszentren seines Heeres benutzte.15 Die Kommandanten dieser Festungen gehörten immer zu den höchsten Offizieren des makedonischen Reiches oder auch zur königlichen Familie. Athen und seine Grenzfestungen bildeten hierbei einen Sonderfall, weil dort die königlichen Offiziere der Garnisonen oft und absichtlich Bürger der Stadt waren.16 Jede einzelne Großfestung kontrollierte die kleineren abhängigen Stützpunkte und andere verbündete Städte und Protektorate. Bis ca. 250 v. Chr. war Korinth der Sitz eines strategos epi tes Hellados, der die gesamte Verantwortung für die äußeren Besitzungen des Makedonischen Reiches trug. Nach dem Abfall des Alexandros, des Sohnes des Krateros, haben die letzten Antigoniden ihre außermakedonischen Besitzungen in mehrere regionale strategiai (z. B. Peloponnes, Phokis, Karien) aufgeteilt. Die andere Kategorie bilden die Verbündeten, aber auch dort gab es eine Abstufung zwischen abhängigen und unabhängigen Städten. Als abhängige Verbündete bezeichne ich die Städte, die scheinbar autonom und frei waren, in denen aber der königliche Einfluss so stark war, dass der Unterschied zu einer unterworfenen Stadt nur sehr gering war. Die Gründe für den königlichen Einfluss konnten in der enorm engen wirtschaftlichen Verbindung wie im Fall von Histiaia in Euböa liegen oder darin, dass sich

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ihren Militärdienst in der makedonischen Armee (Tziafalias/Helly 2010, Nr. 1; 4); der König und seine Beamten waren verantwortlich für die juristische Klärung von Eigentums- und Erbfällen (Tziafalias/Helly, 2010, Nr. 1–3); ein königlicher Beamte stand zudem an der Spitze des Koinon des perrhaibischen Tripolis (Tziafalias/Helly 2010, Nr. 4). Pol. XVIII 46, 5; Liv. XXXIII 32. Der König Makedoniens hatte genauso wie andere hellenistische Könige die Möglichkeit Städte dieser Kategorie zu verkaufen oder als Geschenk an einen dritten Staat zu vergeben. Vgl. Bikerman 1939, 341–342. Bekannt sind die folgenden Fälle: a) Apollodoros, Sohn des Apollodoros, aus Otryne, der letzte königliche Kommandant der makedonischen Garnison in Rhamnous vor ca. 255 v. Chr und der erste städtische Kommandant von Rhamnous nach der Übergabe der athenischen Freiheit: I.Rhamn. 8; vgl. Oetjen 2014, 70–75. b) Apollonios aus Thria, Kommandant der makedonischen Garnison in Rhamnous vor 255 v. Chr.: I.Rhamn. 17 und vielleicht I.Rhamn. 10; vgl. Oetjen 2014, 54–62. c) Herakleitos, Sohn des Asklepiades, aus Athmonon, Kommandant der makedonischen Garnison im Piräus und königlicher strategos der 240er v. Chr.: IG II2 1225; vgl. Buraselis 2007; Paschidis 2008, 177–179. d) Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man auch den Diogenes – wenn er Athener war –, Kommandant der makedonischen Garnison im Piräus und königlicher strategos vor 228 v. Chr., hinzurechnen: Plut. Aratos 34, 2; 4; Paus. II 8, 6; vgl. Bengtson 1937–1952, II 380; Paschidis 2008, 520. Vgl. auch Osborne 1983, IV 91–93.

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königliche Garnisonen in einer benachbarten Stadt oder sogar in einem Teil ihres eigenen Hoheitsgebietes – wie in Athen nach 255 v. Chr. – niedergelassen hatten. Schließlich finden wir die unabhängigen Verbündeten: Städte oder die regierende Elite dieser Städte, die aus gemeinsamem Interesse (z. B. um einen noch gefährlicheren Nachbarn zu bekämpfen) eine Annäherung an Makedonien suchten. Eine solche Annäherung konnte sehr schnell wieder zu einer Politik der Entfremdung führen, wenn eine andere, antimakedonische Linie eher im Interesse dieser Kleinstaaten lag. Das ist der Fall bei Megalopolis und Argos während der 240er und 230er v. Chr. und beim achäischen Bund von 224 bis 199 v. Chr. d) Da eine Garnison aus Soldaten besteht, stellt sich die Frage, wer diese Soldaten waren. In Bezug auf diese Frage der Zusammensetzung der Garnisonen sollten wir beachten, was die Armee des makedonischen Königs auszeichnete. Das Besondere der makedonischen Armee und einer ihrer größten Vorteile war, dass sie größtenteils aus Bürgern bestand, die entweder in der Phalanx, in der Kavallerie oder in einer Spezialinfanterieeinheit entsprechend ihres Finanz- oder Sozialstatus mobilisiert wurden. Sie waren also billiger als eine Berufsarmee und trotzdem besonders wehrhaft. Aber diese Bürgerarmee hatte auch einen Nachteil. Der makedonische König konnte seine Bürger nicht über lange Zeiträume hinweg für Feldzüge engagieren, weil sie zu ihren Bauernhöfen zurückkehren mussten.17 Die Rückkehr seiner Soldaten nach Makedonien konnte z. B. Antigonos Doson im Winter 223/222 v. Chr. während seines Krieges gegen Kleomenes, den König von Sparta, auf der Peloponnes nicht vermeiden.18 Es ist zu bedenken, dass sich die Position des makedonischen Königs im Vergleich zu den Seleukiden und den Ptolemäern in diesem Bereich zusehends verschlechterte.19 Die makedonischen Bürger waren oft in der Lage, ihre Rechte gegenüber dem König zu wahren.20 Deshalb konnte der König keine makedonischen Bürgersoldaten für Garnisonsdienste über einen längeren Zeitraum hinweg verpflichten. Nur in Kriegszeiten konnte der König makedonische Regimenter schicken, um kurzfristig die Garnisonen in den Städten zu verstärken oder auch um neue Stützpunkte aufzubauen und die verbündeten Städte vor Feinden zu schützen.21 Demnach bestanden die ständigen Garnisonen aus Berufssoldaten, die sowohl aus Makedonien, als auch aus anderen Regionen Griechenlands, sowie aus nichtgriechischen Völkern (Illyrern, Galliern etc.) stammen

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S. Hatzopoulos 1996, 451–458; 2001, 87–89. Pol. XI 54, 13. Die klerouchoi der osthellenistischen Monarchien erhielten ihre Landstücke vom König mit der Pflicht des Militärdienstes als Gegenleistung, während das in Makedonien nicht der Fall war. Für die Rechte und die Stellung der makedonischen Bürger gegenüber dem König in Makedonien s. Hatzopoulos 1996, 267–322. Das Beispiel des Demetrios Poliorketes als König von Makedonien zeigt für die Antigoniden gut, dass die Vernachlässigung der Bürger zu großen Problemen führen konnte: Plut. Demetrios 42–44. Vgl. z. B. Liv. XXXII 17–18.

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konnten.22 Die Herkunft dieser als Berufssoldaten angeworbenen Garnisonssoldaten spielte eine große Rolle bei der Frage, wie hoch ihre Akzeptanz bei der lokalen Bevölkerung war. Nichtgriechen wie die Illyrer und die Gallier konnten leichter Unruhen in der ansässigen Bevölkerung auslösen. Eine ekbarbarosis der Stadt durch die Anwesenheit dieser Soldaten war eine der größten Ängste der Bürger. Die Mamertiner in Messana sind ein extremes Beispiel dafür, welche Zerstörung undisziplinierte und ambitiöse Soldaten in einer Bürgerschaft verursachen können. Solche bemächtigten sich z. B. 288 v. Chr. der Stadt Messana in Sizilien, töteten alle Männer und teilten die Frauen, die Kinder und das Eigentum der Opfer unter sich auf.23 Aristotimos, der promakedonische Tyrann von Elis, und seine italischen Söldner sind ein weiteres Beispiel für die Gefahr, die alle Bürger, besonders der weibliche Teil, vermeiden wollten, wie Plutarch es in seinem Werk Über Frauentugenden beschreibt: Eine Familie war gezwungen ihre Tochter vor ihren Augen in den Händen eines Söldneranführers sterben zu sehen, ohne selbst eingreifen zu können.24 e) Sehr wichtig ist auch das Folgende: Je länger man als Soldat an einem Ort blieb, desto wahrscheinlicher war es, dass man von der Bürgerschaft akzeptiert wurde.25 Für die Antigoniden stellt Hierokles, der Kommandant der makedonischen Garnison im Piräus, das beste und wichtigste Beispiel dar, das wir kennen. Wir begegnen ihm erstmals ungefähr 287 v. Chr. als einem einfachen Garnisonsoffizier, den die Athener erfolglos gegen den König auf ihre Seite zu ziehen versucht hatten.26 Für seine Treue ist Hierokles vor 270 v. Chr. sogar Garnisonskommandant geworden und bis in die 250er v. Chr. tätig geblieben.27 Sein Haus im Piräus war ein zentraler Treffpunkt der Philosophen in Athen.28 Für fast 40 Jahre hat es dieser ehemalige Söldner aus Karien, der die Verantwortung für den Tod von 420 athenischen Soldaten und acht strategoi trug, also geschafft, das soziale und politische Leben von Athen zu beeinflussen. f) Schließlich hingen die Gefühle der Bürger gegenüber einer königlichen Garnison in ihrer Stadt stark davon ab, wie mächtig der jeweilige König den Bürgern erschien. Ein schwacher König (z. B. nach einer Niederlage) kann sich nicht auf die Treue einer

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Man findet z. B. in Megara in den 260ern v. Chr. gallische Söldner und in Korinth im Jahr 243 v. Chr. 400 Söldner aus Syrien. Megara: Pomp. Trog. prol XXVI; Iust. XXVI 2. Korinth: Plut. Aratos 24. Plut. Aratos 38, 4 notiert zudem, dass die Garnisonssoldaten auf der Peloponnes hauptsächlich Illyrer und Gallier waren. In Krisenzeiten sind die Garnisonen kurzfristig mit makedonischen Bürgertruppen, verschiedenen Symmachoi und anderen Söldnertruppen verstärkt worden. S. z. B. die Fälle von Histiaia (Liv. XXVIII 8, 3) und Korinth (Liv. XXXII 23, 11; XXXIII 15, 15). Für die Begriffe Söldner, Berufssoldaten und Symmachoi vgl. die Einleitung zu vorliegendem Band. Pol. I 7, 1–5; Diod. XXI 18, 1–2; Strab. VI 2, 3 (C 268). Plut. mor 251a–253e (Γυναικῶν ἀρεταῖ). S. Chaniotis 2002, 101. Polyain. V 17, 1. Diog. Laert. II 17; IV 39–40; Plut. mor 754b. S. Knoepfler 2001, 295; Habicht 2006, 180.

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Garnisonssoldaten und städtisches Milieu

Stadt verlassen.29 Demetrios Poliorketes hat immer dann eine Abfallwelle von Städten und Garnisonen hinnehmen müssen, wenn sich seine Politik in einer Phase der Krise befand (nach 301 v. Chr. – Schlacht von Ipsos – und nach 287 v. Chr. – Vertreibung vom Thron Makedoniens).30 Ähnlich schwierig gestaltete sich die Erhaltung der Garnisonen für die Könige Makedoniens nach dem Tode von Demetrios II. (229 v. Chr.) und den Niederlagen Philipps V. während der beiden makedonischen Kriege.31 Jede Stadt versuchte auf der Seite der Sieger zu stehen und ein gut kalkulierter Wechsel der Lager konnte extrem profitabel werden. Tab. 1 Liste von Einflussfaktoren Negative Faktoren, die zur gewaltsamen Vertreibung einer Garnison führen können

Neutrale Faktoren

Positive Faktoren, die zu friedlichen Beziehungen zwischen der Garnison und der Bürgerschaft führen können

Status der Stadt gegenüber dem König

Speergewonnene Stadt

Verbündete Stadt/ Protektoratsstadt

Art der Einsetzung der Garnison

Durch Gewalt ohne Mitbestimmung der Bürger (z. B. nach einer Niederlage)

In beidseitigem Einverständnis (z. B. Einsetzung auf Initiative der Bürger) Phroura

Art der Garnison Herkunft der Soldaten

Nichtgriechisch

Griechisch

Art der Garnisonssoldaten

Söldner

Makedonische Bürgersoldaten

Königliche Autorität

Schwach

Phylake

Stark

I.2 Die Unterbringung und das Alltagsleben der Garnisonssoldaten innerhalb der Stadt Wenn wir die Intensität der Beziehungen zwischen den Garnisonssoldaten und den Bürgern verstehen wollen, müssen wir herausfinden, wo die Garnisonssoldaten wohnten, lebten und sich aufhielten. Wie schon J. Ma gezeigt hat, stellt die Einquartierung

29 30 31

S. Gehrke 1982, 247–277. Plut. Demetrios 30–31; 45. Plut. Aratos 34, 3–5; Paus. X 33, 3; Liv. XXXII 32.

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einen bedeutenden Aspekt für die Erforschung der Garnisonen dar.32 Mithilfe von Beispielen aus den anderen hellenistischen Monarchien können wir erschließen, welche Möglichkeiten dem König für die Einquartierung seiner Soldaten zur Verfügung standen. Als Erstes ist die Lösung der epistathmeia zu nennen, worüber uns die Quellen zu den Antigoniden fast nichts sagen.33 Die reichsten Familien wurden gezwungen, einen oder mehrere Soldaten als Gäste aufzunehmen und zu verpflegen.34 Der König oder die Stadt entschädigte die Bürger häufig (aber nicht immer) für ihre Strapazen und ihre Kosten. Im Allgemeinen wurde die epistathmeia als eine Last aufgefasst, und deshalb bemühten sich Städte und Tempel darum, von Seiten der Könige das Privileg der anepistathmeia, d. h. eine dauerhafte Befreiung von dieser Last, zu erhalten.35 Folglich sollte wahrscheinlich ein allzu langfristiges Zusammenleben einer bürgerlichen Familie mit Soldaten ausgeschlossen werden.36 Für die freundlich aufgenommenen 32 33

34

35

36

S. Ma 2002, 118–119. S. Chaniotis 2002; 2005, 92–93; 123–125. Für die epistathmeia im ptolemäischen Ägypten vgl. Pfeiffer 2007. Dass die makedonischen Garnisonen möglicherweise sehr oft auf diese Art der Einquartierung zurückgegriffen haben, ist durch einen Vertrag der Thasier mit Metrodoros, strategos Philipps V., bestätigt worden. Pol. XV 24, 3 erwähnt, dass συγχωρεῖν τὸν βασιλέα Θασίους ἀφρουρήτους, ἀφορολογήτους ἀνεπισταθμεύτους, νόμοις χρῆσθαι τοῖς ἰδίοις. Die Thasier wollten die phroura, den phoros und die epistathmeia, die der makedonischen Herrschaft folgten, vermeiden. S. Robert 1946, 79–85. Für die Bedeutung und die Funktion der epistathmeia vgl. auch Hennig 1995, 267–282. Die Soldaten nahmen einen Teil des Hauses in Anspruch. Die Bürger z. B. von Sardeis haben es nach vielen Verhandlungen mit dem König geschafft, dass die königlichen epistathmeuontes nur ein Drittel des Hauses statt der Hälfte benutzen durften. S. Gauthier 1989, Nr. 3; Saba 2007, 127; Boulay 2014, 277–278. Die ptolemäischen Soldaten nahmen in Ägypten ebenfalls das halbe Haus der Ägypter: C.Ord.Ptol. 9, 3–5; vgl. auch Pfeiffer 2007, 165–166. Es steht außer Zweifel, dass epistathmeia die einfachste Lösung für die Unterkunft der Soldaten während eines Feldzuges war. Pol. IV 76, 4 erwähnt, wie die makedonischen Soldaten in Olympia im Winter 219/218 v. Chr. mit verbündeten achäischen Soldaten um die besten Häuser – stathmoi – gestritten haben: ἐκβαλεῖν ἐκ τῶν σταθμῶν ἀεὶ τοὺς προκατέχοντας τῶν Ἀχαιῶν καταλύσεις. Viele Beispiele versammelt Robert 1946, 84 Anm. 3. Für das hellenistische Kleinasien vgl. Boulay 2014, 277–282. Für die Ptolemäer vgl. Pfeiffer 2007. Die Rhamnousier nennen in der Beschlussbegründung einer Ehrung für einen gewissen Epichares, dass er sich dafür eingesetzt habe, neue Wohngebäude für die Soldaten des Ptolemaios II. zu errichten und so die Rhamnousier von der Last der epistathmeia zu befreien: I.Rhamn. 3, 24–26; vgl. Saba 2007, 126–127. Die Garnisonssoldaten der Antigoniden in Rhamnous haben später vielleicht dieselben Unterkünfte nach der Kapitulation Athens 262 v. Chr. benutzt. Die Söldner hatten im Allgemeinen in der Antike einen besonders schlechten Ruf als gewalttätig und unzuverlässig, wie zahlreiche Quellen wie etwa die Neue Komödie oder der antike Roman überliefern. S. z. B. Men. Pk 185–188; 279–281; 1016. Alkiphron, der im 2. Jh. n. Chr. schreibt, wobei er versucht, in seinen Briefen die Welt des frühhellenistischen Athens zu beschreiben und hierfür auf die Neue Komödie zurückgreift, erzählt uns auf komische Weise, wie ein Hausbesitzer das Zusammenwohnen und das Gespräch mit einem einquartierten Soldaten wahrgenommen hat (Alki. II 34). Für Ägypten scheint es, dass die epistathmeia einen permanenten Charakter hatte. S. Pfeiffer 2007, 166–169. Das lag vielleicht an der Stellung der Ägypter als Untertanen der Ptolemäer mit weniger Rechten und Ansprüchen als die Bürger der – zumindest nominell – autonomen griechischen Städte. Aber auch die Ägypter haben sich wegen des Verhaltens dieser Soldaten voller Kritik an die ptolemäische Verwaltung gewandt und in Wort und Tat versucht, eine Einquartierung zu vermeiden. Die hierdurch verursachten Unruhen haben die ptolemäischen Herrscher im Laufe der Zeit

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Schutzgarnisonen (phylake) war die epistathmeia jedoch eine sehr gute Lösung oder zumindest so lange, bis eine eigene Unterkunft für die Soldaten errichtet wurde.37 Wir kommen jetzt zur anderen Alternative, die der König hatte: Der König konnte die Gebäude, die er als Unterkunft für die Soldaten benötigte, entweder mieten, bauen oder beschlagnahmen.38 Eine Neuerrichtung der Siedlungsgebäude oder Kasernen darf daher nicht ausgeschlossen werden. Aber das bedeutet nicht, dass die Soldaten von den Bürgern getrennt wurden. Im Jahr 244 v. Chr. haben beispielsweise alle königlichen Garnisonssoldaten in Korinth außer den nachts diensthabenden Wächtern in der Stadt und nicht in der Zitadelle übernachtet.39 Insgesamt bedeutete eine Garnison in der Stadt die Einsetzung einer grundverschiedenen Bevölkerungsgruppe innerhalb eines städtischen Milieus.40 Dass die beiden Gruppen innerhalb der Stadt nicht voneinander getrennt lebten, ist durch die numismatischen Funde bei den Ausgrabungen auf der Agora, im Kerameikos und dem Asklepieion von Athen bestätigt worden. Nahezu die Hälfte aller Bronzemünzen, die zwischen 262 und 229 v. Chr. im Umlauf waren – das bedeutet während der makedonischen Besatzung der Stadt – sind von Antigonos Gonatas geprägt worden.41 Diese Münzen kamen als Sold der königlichen Soldaten in die Stadt oder wurden hierfür geprägt. Danach haben die Soldaten das Geld überall in Athen frei ausgegeben.42 Die Athener haben in dieser Zeit bis 229 v. Chr. auch aufgehört, eigene Bronzemünzen zu prägen und waren wahrscheinlich abhängig von den Ausgaben der Soldaten.43 Taver-

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39

40 41 42 43

davon überzeugt, dass die Soldaten sich möglichst eigene Unterkünfte bauen sollten. S. Pfeiffer 2007, 167–168; 171–177; 181–184. Zum Leidwesen der Bürger konnte „kurzfristig“ allerdings oft auch mehr als ein oder zwei Jahre bedeuten. Vgl. Hennig 1994, 337–344. Es ist bereits erwähnt worden, wie Epichares in Rhamnous Wohngebäude für die Soldaten des Ptolemaios II. gebaut hat (vgl. Anm. 35). Die Antigoniden konnten ähnliche Bauprogramme in die Tat umsetzen, wie das Beispiel der Siedler von Lebedos zeigt, die auf Befehl von Antigonos Monophthalmos 303 v. Chr. in Teos untergebracht worden sind. Vgl. RC 3–4. Die schweizerischen Ausgrabungen in Eretria haben auch gezeigt, dass viele Baumaßnahmen nach der Eroberung der Stadt durch Antigonos Gonatas (ca. 268 v. Chr.) vorgenommen wurden. Vgl. Ducrey et al. 1993; Reber 1998, 151–153; Reber 2007. Höchstwahrscheinlich haben einige dieser Baumaßnahmen die Unterkunft der Garnisonssoldaten betroffen. Plut. Aratos 22, 3. Das bedeutet, dass mindestens 400 königliche Soldaten in der Stadt zusammen mit den Korinthern wohnten. Dixon 2014, 100 meint, dass die Soldaten nicht weit entfernt voneinander übernachteten. Deshalb konnte Archelaos, ein Garnisonsoffizier, die Soldaten sammeln und versuchen den Kampf gegen Aratos aufzunehmen. Folglich gab es eine Kaserne oder die Häuser der Soldaten waren auf einen bestimmten Stadtteil begrenzt. Vgl. Ma 2002, 118–119. Andere wichtige Wechselwirkungsorte zwischen den Soldaten und den Bürgern, die ich nicht in diesem Beitrag behandeln werde, sind das Gymnasion und die Kultorte. Vgl. Chaniotis 2002, 108–110. Vgl. Kroll 1993, 190; 322; Lönnqvist 1997, 119–145. Vgl. Psoma 2009, 22–23. Die einzige Ausnahme sind die Bronzemünzen von Eleusis für die Feste des Heiligtums. Vgl. Salmenkivi 1997, 190–191; Lönnqvist 1997, 136–137; Oliver 2001, 48–50; Kroll 2003, 210–212.

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nen und Geschäfte waren sicher voll mit Soldaten, deren Geschichte und Verhalten den literarischen Topos des miles gloriosus in der Neuen Komödie geprägt haben. II. Untersuchungen zur politischen Integration antigonidischer Garnisonsoffiziere und Garnisonssoldaten in griechischen Poleis (301–196 v. Chr.) Die Konsequenzen der Kontakte zwischen einer fremden Garnison auf der Zitadelle einer Stadt und den Bürgern sind ein sehr interessanter Aspekt. Die Angaben aus den Quellen konzentrieren sich auf die Konflikte. Viele Bürger z. B. nahmen eine Garnison innerhalb der Stadt als Knechtung oder noch schlimmer als Versklavung wahr. Deshalb war die Vertreibung der Garnisonen aus der Stadt ein dauerhaftes politisches Ziel. Aphrouretos (ohne Garnison) zu sein war eine zentrale Zielsetzung und Propagandamittel in den griechischen Städten.44 Die Anwesenheit von fremden und oft nichtgriechischen Soldaten innerhalb der Stadt, die nicht selten durch ihr Verhalten Unruhe verursachen konnten, spitzte die Gegensätze noch zu.45 Das Bild des Konflikts zwischen den beiden Gruppen ist jedoch nur die eine Seite. Man findet in den Quellen auch Fälle der Integration der Soldaten in eine Stadt. Die Einbürgerung oder die juristische Gleichstellung der Soldaten bestätigt die Überwindung der rechtlichen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.46 Es gab sicher Soldaten, die sich eine solche Entwicklung wünschten, um ein neues Leben anzufangen oder die soziale Stellung ihrer Familien abzusichern.47 Die folgende Fallstudie über die Gründe, aufgrund derer die Garnisonssoldaten Bürgerrechte erlangten, kann vielleicht mehr Licht in viele Aspekte der verschiedenen Wechselwirkungen zwischen diesen zwei Gruppen werfen. Dazu greife ich auf die Liste mit den bekannten Fällen ehemaliger antigonidischer Soldaten, die als Garnisonsmitglieder oder Offiziere im Dienst des makedonischen Königs standen und zwischen 301 und 196 v. Chr. die Bürgerschaft einer Stadt oder die isopoliteia erlangten, zurück. Die Liste besteht aus 13 Inschriften.48 Eine Typologie

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Z. B. Pol. XXXVIII 3, 3–4. Vgl. Wallace 2011; Boulay 2014, 321–323. Vgl. Boulay 2014, 293–295. Vgl. ebd., 303–304. Vgl. ebd., 302–303. Das sind nur die bestätigten Dekrete, in denen ein königlicher Offizier oder Garnisonssoldat mit dem Bürgerrecht einer Stadt geehrt wurde. Leider gibt es mehrere Dekrete, die Offiziere oder Soldaten erwähnen, bei denen uns aber der Teil des Dekretes, der die konkrete Ehrung enthält, nicht überliefert ist. Vgl. z. B. I.Stratonikeia 4 (Asklepiades, Sohn des Asklepiades, aus Peuma in Phthiotis, Garnisonskommandant von Philipp V. in Panamara in Karien) und Tit.Cal. 23 (Apollonios und Philippos, Söhne des Apollonios, aus Kalymnos, Garnisonskommandanten von Philipp V. in Herakleia am Latmos; vgl. Wörrle 1988, 436–437).

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der Möglichkeiten für die Söldner, Bürgerrechte oder andere Privilegien zu erlangen soll im Folgenden erarbeitet werden. Auf diesem Wege kann man die Motive und die Gründe jeder Einbürgerung besser verstehen und einordnen.49 Wir können alle Fälle in drei Typen einteilen, die im Folgenden vorgestellt werden. II.1 Typ A: Einbürgerung durch eine direkte königliche Intervention (Initiative des Königs) Hierbei handelt es sich meistens um Masseneinbürgerungen auf Wunsch des Königs. Das bedeutet, dass der makedonische König die Einbürgerung der ehemaligen treuen Garnisonssoldaten besonders förderte und zu ihren Gunsten durch Briefe an die unterworfenen Städte intervenierte. Die partielle Einbürgerung der Garnisonssoldaten durch isoteleia in Rhamnous, einem Demos von Athen und wichtigem Hafenstützpunkt, ist das beste Beispiel.50 Isoteleia bedeutet, dass die Soldaten die gleichen Rechte und Verpflichtungen wie ein Bürger bekommen haben, obwohl sie nicht offiziell als Bürger anerkannt wurden. Die isoteleis in Rhamnous erhielten das Privileg auf Wunsch des Antigonos Gonatas, wie die Inschrift berichtet, und sie müssen daher Soldaten des makedonischen Königs gewesen sein oder zu ihm in einem besonderen Treueverhältnis gestanden haben.51 Später findet man in den Inschriften von Rhamnous nur die Erwähnung von paroikoi, während von isoteleis keine Rede mehr ist. Vermutlich bildeten die isoteleis von 255 v. Chr. einen Teil oder die Gesamtheit der paroikoi 52 Kurz gefasst lautet der Befund zur Etablierung von paroikoi in Rhamnous durch die Makedonen folgendermaßen: Die erstmalige Erwähnung in den Inschriften erfolgte in den ersten Jahren nach dem Chremonideischen Krieg. Die Soldaten stammten aus Makedonien oder Regionen Griechenlands, die unter makedonischer Kontrolle standen. Wir wissen, dass wenigstens zwei von diesen paroikoi aus Makedonien kamen.53 In den Dekreten der paroikoi spielen die Anstrengungen der strategoi für die Sicherheit der chora und der in ihr tätigen Bauern eine auffällige Rolle, aber es ist keine Rede vom Sold oder dem Getreide, das der strategos ausgeben soll. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese paroikoi Militärsiedler in Rhamnous waren, d. h. dass sie Land erhalten haben mit der Pflicht, die Festung und das Territorium zu verteidigen. Die kleroi waren erb49 50 51 52

53

Leider sind die Gründe der Ehrung nicht in allen Fällen überliefert. I.Rhamn. 8. I.Rhamn. 8, 11–16. Vgl. Oetjen 2014, 85–89. Vgl. Oetjen 2014, 86. Ich stimme Couvenhes 2007, 301 zu, dass „le passage d’isoteleis à paroikoi ne se réduit pas à un simple changement de nom, mais bien plutôt à une extension de statut“. Die erste bestätigte Erwähnung von paroikoi kommt aus I.Rhamn. 27 (248 v. Chr.), wo die paroikoi den strategos Archandros, Sohn des Kallippos, ehren. Bekannt sind die Namen von 14 paroikoi aus Dekreten nach 228 v. Chr. und der Befreiung Athens: I.Rhamn. 23; 25; 30; 38; 47; 51.

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lich, sodass die paroikoi eineinhalb Jahrhunderte lang in den Inschriften erscheinen.54 Die Antigoniden haben wahrscheinlich diese Politik auch in anderen Städte außerhalb von Rhamnous angewandt. R. Oetjen hat sich mit dieser Frage intensiv beschäftigt und vermutet, die Antigoniden hätten eine sog. Kleruchenpolitik in Griechenland verfolgt.55 Das Ziel des Königs war dabei die Schaffung einer promakedonischen Bürgergruppe an diesen Orten. Das hatte viele Vorteile: Es war erstens billiger, da Söldner bezahlt werden müssten. Dagegen werden sich die neuen Bürger, die isoteleis oder paroikoi, in 54 55

Vgl. die Analyse von Couvenhes 2006, 80–82; 2007, 296–303; Oetjen 2014, 76–84. Für die Versorgung von Neubürgern mit Wohnmöglichkeiten und Grundbesitz vgl. auch Hennig 1994, 337–344. Vgl. Oetjen 2010; 2014, 92–111. Vgl. auch die Bemerkungen von Scherberich 2012. Oetjen 2010; 2014, 96–99 hält seine Vermutung für sehr wahrscheinlich. Er gibt folgende Fälle als Belege an: a) Larisa, IG IX.2 517 (erster Brief: September 217 v. Chr.; zweiter Brief: Juli/August 214 v. Chr.): mehr als 200 Neubürger. b) Pharsalos, IG IX.2 234 (2. Hälfte 3. Jh. v. Chr.): 176 Neubürger, die auch kleroi erhalten. c) Phalanna, IG IX.2 1228 (2. Hälfte 3. Jh. v. Chr.): mehr als 50 Neubürger. d) Dyme, IG IX.2 517 (2. Hälfte 3. Jh. v. Chr.): 52 Neubürger. Er zählt auch die Inschrift IG VII 2433 hinzu, aber es ist nicht sicher, dass die zehn dort genannten Einwohner aus Philippoi Bürgerrechte in Böotien erlangten. Zudem plädiert Marchand 2010, 332–342 dafür, dass das hier erwähnte Philippoi die ehemalige Stadt Euromos in Karien und nicht die Stadt am Fluss Nestos bezeichnet. Eine makedonische Initiative als Hintergrund der oben genannten Einbürgerungen ist natürlich wahrscheinlich, aber wir haben klare Hinweise dafür nur für den Fall von Larisa. Gleichfalls gibt es keine Bestätigung, dass diese Personen in der Vergangenheit im Dienst des Königs oder Garnisonssoldaten waren. Deshalb ist es problematisch anzunehmen, dass alle diese Neubürger in Dyme und in den anderen thessalischen Städten ehemalige königliche Soldaten waren, die als Kleruchen angesiedelt werden sollten. Ehemalige Soldaten oder Personen, die militärisch tätig waren, waren mit Sicherheit die 176 Neubürger in Pharsalos und die 52 Neubürger in Dyme. Auf jeden Fall sind die Dekrete dieser Städte ein starkes Indiz dafür, dass Philipp V. eine systematische Bevölkerungspolitik in den Städten unter seinem Einfluss verfolgte, genau wie R. Oetjen argumentiert. Für Thessalien gab es vielleicht noch einen anderen wichtigen Parameter, den wir berücksichtigen sollten. Nach 230 v. Chr. waren die Städte dieser Region ein Kriegsschauplatz zwischen dem Ätolischen Bund und den Makedonen. Die Bürger haben sich in zwei große Parteien (proätolisch und promakedonisch) gespalten und der Sieg einer Partei hat stets eine Welle von Flüchtlingen ausgelöst. Vgl. Scherberich 2009, 21–31; 2012. Die proätolischen Bürger Thessaliens haben ihre Städte en masse verlassen und sind nach Ätolien umgezogen. Einige von diesen Exulanten erscheinen in ätolischen Bundesämtern. Vgl. Scherberich 2009, 22 Anm. 12; 25 Anm. 33; 27. Philipp V. konnte folglich die Städte Thessaliens unter seinem Einfluss mit Neubürgern seiner Wahl (ehemalige Söldner oder nicht) verstärken und ihnen das Land und die Häuser der Flüchtlinge übergeben. Noch ein Fall, den wir berücksichtigen sollten, ist Euromos in Karien. Die Stadt ist nach 201 v. Chr. in Philippoi umbenannt worden. Die Staatsorganisation der neuen Stadt ist aus Kreta beeinflusst worden (kosmoi als Hochmagistraten, Kult des Zeus Kretagenetas und Diktynna). Vgl. Errington 1993; Savalli-Lestrade 2010, 136–146; Boulay 2014, 324–327. Es ist wahrscheinlich, dass ein großer Teil der Neubürger von Philippoi aus Kreta stammte. Vermutlich handelt es sich um diejenigen Kreter, die von Milet 234/233 und 229/228 v. Chr. in Myus angesiedelt worden waren. Myus ist 201 v. Chr. von Philipp V. an Magnesia am Mäander verkauft worden und die Kreter sollten die Siedlung wahrscheinlich verlassen. Auch aus Troizen ist eine massenhafte Einbürgerung königlicher Soldaten bekannt. Nach der Meinung von Fouquet/Kató 2017, 97–109 bezieht sich diese auf Söldner der Ptolemäer, und das wäre das erste Zeugnis für eine solche königliche Initiative auf der Seite der Ptolemäer auf dem griechischen Festland. Die alternative Option wäre, dass der König ein Antigonide war.

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ihre neue Heimat integrieren und sie werden langsam unabhängig von der königlichen Finanzunterstützung. Und es war zweitens eine dauerhafte Lösung. Die ehemaligen Soldaten und ihre Nachkommen mussten immer befürchten, dass der Abfall der Stadt vom König zu ihrer Vertreibung führen könnte.56 Ob die jeweilige Stadt dieser Einbürgerung oder Gleichstellung zugestimmt hatte oder nicht, war für den König Nebensache. Wenn eine Stadt eine Politik gegen den König Makedoniens betrieb, dann hatte der König die Möglichkeit drastische Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa die antimakedonischen Bürger der Stadt zu vertreiben. Das war der Fall im phthiotischen Theben, dessen Bürger nach der Eroberung der Stadt 217 v. Chr. durch Philipp V. vertrieben und durch Makedonen und andere Griechen ersetzt worden sind.57 Es gab ohne Zweifel unter ihnen ehemalige Soldaten oder Söldner, die die Stadt gegen die ursprünglichen Bewohner verteidigen sollten.58 II.2 Typ B: Einbürgerung durch eine Initiative der Stadt im Interesse des Königs Diese Kategorie umfasst die Fälle derjenigen Garnisonssoldaten, die eine Stadt mit der Einbürgerung oder mit einigen Privilegien der Bürgerschaft geehrt hat. Die Initiative lag offiziell bei der Stadt selbst. Man kann natürlich nicht ausschließen, dass einige von diesen Einbürgerungen indirekte königliche Interventionen waren. Im Gegensatz zu dem vorherigen Typ scheint die Stadt selbst die Entscheidung zu treffen. Jede Einbürgerung ist individuell und jedes Dekret erklärt die Gründe, die zu einer solchen Ehrung geführt hatten. Die Geehrten waren Garnisonskommandanten oder Hofoffiziere. Die Stadt versuchte mit jeder Ehrung, verschiedene Ziele zu verfolgen, aber fast immer wurden diese Offiziere als Vermittler für ihre Beziehungen mit dem König genutzt.59 Eine solche Ehrung hat folglich nicht so viel mit der Stellung des Geehrten als Garnisonskommandant, sondern mehr mit seiner Position am Hof des Königs zu tun. Andere Gründe ergaben sich in Verbindung mit dem Dienst des Geehrten in der Garnison. Zum Beispiel konnten die Bürger durch die Einbürgerung einen Komman-

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Ähnlich beschreibt Couvenhes 2007, 302–303 die Vorteile der Entstehung von paroikoi in Rhamnous. Vgl. auch Oetjen 2014, 92–94; 108–111. Die paroikoi haben nach dem Ende der makedonischen Kontrolle über Athen einen Kompromiss mit den Athenern geschlossen und blieben als Verstärkung der athenischen Streitkräfte. Vgl. ebd. 77–92. Pol. V 99, 1–100, 8. Zwei ätolische hieromnemones aus den letzten Jahren des 3. Jh. v. Chr. waren Exulanten aus dem phthiotischen Theben: CID IV 97; 99. Tatsächlich haben die Neubürger von Philippopolis, dem früheren phthiotischen Theben, ihre Treue zu Philipp V. bewiesen, als sie ihre Stadt 197 v. Chr. gegen die Römer unter Flamininus verteidigten. Letzterer konnte die Stadt erst nach seinem Sieg in Kynoskephalai einnehmen: Pol. XVIII 38, 5; Liv. XXXIII 5, 1–3; 13. Vgl. Paschidis 2008, 462–505.

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danten belohnen, weil er eutaxia (Disziplin) bei den Soldaten durchgesetzt hatte, oder sie versuchten ihn zu dieser Haltung zu bewegen. Man kann sich gut vorstellen, wie gefährlich eine Garnison für die Stadt sein konnte. Die Garnisonssoldaten waren meistens Fremde und nicht durchgehend im Dienst.60 Ohne Disziplin entstanden leicht Probleme und Gewalt.61 Die Geschäftsbesitzer im Heraion von Samos nennen z. B. als mögliche Straftäter a) die geflohenen Sklaven, b) die arbeitslosen Söldner und c) die Soldaten der ptolemäischen Garnison.62 Ein Vertrag von 309 v. Chr. mit abgefallenen antigonidischen Soldaten bezeugt, dass beide Seiten Verbrechen gegeneinander begangen haben.63 Deshalb ist eutaxia seit dem 4. Jh. v. Chr. oft als fundamentale militärische Tugend erwähnt worden.64 Insgesamt benutzte die Stadt die Einbürgerung von Kommandanten also mehr als eine Maßnahme, um die Lage innerhalb der Stadt zu verbessern, als um diese Offiziere ernsthaft zu integrieren. Bemerkenswert ist der Fall von Zoilos, Sohn des Kelainos, aus Böotien, der Garnisonskommandant in Aigosthena – einer abhängigen kome von Megara – vielleicht während der Zeit des Demetrios Poliorketes war.65 Die Ehren, die Zoilos bekam, zeigen, wie hoch Megara seine Dienste schätzte.66 Wir kennen 23 hellenistische megarische Ehrendekrete, 19 aus Megara und vier aus Aigosthena. Nur einer, Zoilos, bekam den goldenen Kranz und das Bürgerrecht. Das kann nur dann als ein Zufall erscheinen, wenn man das Folgende außer Acht lässt: Megara war in der Antike dafür berühmt, dass es fast niemals die Bürgerrechte verlieh.67 Die Einbürgerung konnte von der jeweiligen Stadt auch genutzt werden, um Garnisonskommandanten zu belohnen, wenn sie etwas Wichtiges zur Rettung der Stadt unternommen hatten. Interessant ist zudem, dass viele Garnisonskommandanten auch in Städten jenseits ihres Einsatzortes geehrt wurden. Die Ephesier haben zum Beispiel fast alle antigonidischen Kommandanten der umliegenden Festungen geehrt.68 Diese Dekrete sind wahrscheinlich gleichzeitig nach 300 v. Chr. und vor 294 v. Chr. von den Ephesiern beschlossen worden, um Poliorketes ihre Treue zur Schau zu stellen. Diese Garnisonskommandanten hatten sicher auch eine wichtige Aufgabe, da Lysimachos, der Feind des Poliorketes, in ihrer unmittelbaren Nähe und besonders gefährlich für ihre Festungen war.

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Vgl. Boulay 2014, 274. Vgl. ebd., 293–301. S. auch oben Anm. 23–24. IG XII 6.1 169, 8–11. I.Iasos 2, 21–25. Vgl. Hatzopoulos 2001, 161–164. S. Nr. 9. Vgl. für diese Datierung Chrysafis 2018. Vgl. Smith 2008, 125–128; 144. Demosth. or 23, 212; Plut. mor 826c. S. Smith 2008, 128; Liddel 2009, 420–421. Archestratos, Sohn des Nikon, Garnisonskommandant von Klazomenai (Nr. 2); Melanthios, Sohn des Hermios, Garnisonskommandant von Phygela, einer abhängigen kome von Ephesos (Nr. 4); Sostratos, Sohn des Ste[---], Garnisonskommandant von Samos (Nr. 7).

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Die Anwesenheit einer Gefahr führte oft zur Überwindung der Unterschiede zwischen der Garnison und der Bürgerschaft. In diesem Zusammenhang kann man auch den Fall von Androsthenes nennen. Dieser Offizier war Garnisonskommandant von Korinth während des 2. Makedonischen Krieges.69 Während der Belagerung von Korinth durch die Römer haben die Korinther Androsthenes erlaubt haud secus quam civem et suffragio creatum suo imperio in se uti patiebantur. Es ist möglich, dass Polybios – die Quelle des Livius – ein Dekret der Korinther frei übersetzt hat. Die 700 Bürgersoldaten der Stadt und die königliche Garnison vereinigten sich unter dem Kommando von Androsthenes, Offizier des Königs und gleichzeitig der amtierende strategos der Stadt, im Angesicht einer drohenden Belagerung. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Androsthenes jemals Bürger der Stadt geworden ist, aber das Zeugnis ist ein klares und seltenes Indiz für eine Gleichsetzung zwischen der Garnison und der Bürgerschaft.70 Zudem lässt sich auch Folgendes feststellen: Wenn eine Stadt ihre Freiheit auf Initiative des Königs hin zurückerhielt, ehrte sie aus diesem Anlass auch den letzten Kommandanten der Festung. Die meisten dieser Beispiele stammen aus der Periode von 315–301 v. Chr., als Antigonos Monophthalmos die Befreiung der Griechen mit dem Ziel anstrebte, die Städte Griechenlands gegen seinen Gegner Kassandros zu vereinigen.71 Auch in diesem Fall zielte die Stadt mit ihrer Ehrung darauf ab dem König und seinem Agenten ihre Dankbarkeit zu erweisen und auf diese Weise sowohl die positive Gesinnung des ehemaligen Garnisonskommandanten gegenüber seiner Stadt als auch seine potentiellen Dienste als Vermittler gegenüber dem König zu gewährleisten. II.3 Typ C: Durch eine Initiative der Stadt entgegen dem königlichen Interesse Manchmal waren die Beziehungen zwischen Soldaten und Bürgern auch enger als es dem Arbeitgeber der zuerst genannten lieb gewesen wäre. Ein Teil oder die ganze Garnison kollaborierte in solchen Fällen nach Bestechung oder aus anderen Gründen mit der antimakedonischen Bürgerpartei und fiel vom makedonischen König ab. Die nachfolgende Befreiung der Stadt konnte zur Einbürgerung der abgefallenen Soldaten führen. Einer solchen Einbürgerung liegt eine Initiative der Bürger zugrunde, die einzig darauf abzielte, ehemalige Garnisonsmitglieder zu belohnen. Die übergelaufenen Offiziere oder Soldaten kamen allerdings nach der Desertion nicht mehr als königli-

69 70 71

Liv. XXXII 23, 5; XXXIII 14, 1; 15, 7. Androsthenes war mit Sicherheit kein Korinther, wenngleich seine Herkunft unbekannt ist. Vgl. Wehrli 1968.

104

charalampos chrysafis

che Kontaktpersonen infrage und waren danach für die Stadt nicht mehr von großem Nutzen. Daher folgte die Einbürgerung nicht immer umgehend. Strombichos (Nr. 8) blieb nach seinem Abfall im Jahr 287 v. Chr. über 20 Jahre lang in Athen, bevor er die Bürgerrechte erlangte, obwohl er Athen nicht verlassen hat und als Söldner im Dienst der Stadt geblieben ist.72 Hinzuzufügen ist in diesem Rahmen zudem Diogenes, der Kommandant im Piräus von ca. 235 bis 228 v. Chr. war.73 Es ist in der Forschung umstritten, ob er gebürtiger Athener war.74 Wenn er kein Athener war, dann bekam er die Einbürgerung als Teil der Bestechung, woraufhin er sein Kommando 228 v. Chr. an die Athener übergeben hat. III. Zusammenfassung Zusammenfassend kann man die Typologie der Arten, wie ein Soldat die Bürgerrechte erlangen konnte, folgendermaßen beschreiben: a) Typ A: Durch eine direkte königliche Intervention (Initiative des Königs) b) Typ B: Durch Initiative der Stadt aufgrund von besonderer Disziplin der Garnisonssoldaten und guten Beziehungen zwischen Garnison und Bürgern (im Interesse des Königs) c) Typ C: Nach einem Abfall der Garnison vom makedonischen König und der Befreiung der Stadt (Initiative der Stadt gegen den König) Hieraus ergibt sich natürlich die Frage, ob sich alle diese Neubürger nach der Einbürgerung tatsächlich in der Stadt dauerhaft ansiedelten. Hierauf eine Antwort zu erarbeiten ist nicht einfach. In Fällen von Typ A sind die Soldaten mit Sicherheit angesiedelt worden. Ihre Einbürgerungsdekrete teilen ihnen gleichzeitig auch Grundstücke zu, um ihre Ansiedlung zu vereinfachen. Die Ansiedlung dieser Berufssoldaten ist durch den König gefördert, um seinen Einfluss auf die Polis durch die Schaffung oder die Verstärkung des promakedonisches Teils der Bürgerschaft zu gewährleisten. Der übergelaufene Soldat Strombichos (Nr. 8 / Typ C) und der übergelaufene Garnisonskommandant Diogenes (wenn er doch kein Athener war), sind ebenso mit Sicherheit in ih-

72 73 74

IG II/III3 918, 7–20; 919, 1–12. Plut. Aratos 34, 2; 4; Paus. II 8, 6; IG II/III3 1160, 13; IG II2 3474. Vgl. Osborne 1982, 91–93; Le Bohec 1993, 264; O’Neil 2003, 514. S. Paschidis 2008, 178 Anm. 2. In diesem Fall wäre Diogenes ein weiterer Bürger der Stadt Athen, den die makedonischen Könige eingesetzt haben, um die Stelle der königlichen Offiziere in Attika zu besetzen. Für diese Besonderheit der antigonidischen Garnisonsverwaltung in Athen vgl. oben Anm. 16.

Garnisonssoldaten und städtisches Milieu

105

rer neuen Heimat angesiedelt worden.75 Die ehrenvolle Verleihung des Bürgerrechtes an diese Personen, die keinen Nutzen mehr als Agenten für die Außenbeziehungen der Polis hatten, machte nur dann Sinn, wenn sie weiter in der Polis siedelten. Auf der anderen Seite ist es schwierig zu untersuchen, ob die Fälle von Typ B tatsächlich ihre verliehenen Bürgerrechte in der Polis ausgeübt haben. Ein besonderes Gegenbeispiel ist Orthotimos, der Söldner aus Kreta (Nr. 6), der die Bürgerrechte von drei Städten erlangte, sodass er höchstwahrscheinlich kein einziges aktiv genutzt hat.76 In allen anderen Fällen ist unbekannt, ob die Offiziere und die Soldaten nach dem Ende ihres Garnisonsdienstes noch weiter in der Stadt blieben. Je höher die Stellung des Geehrten am Königshof war, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er ernsthaft plante, sich mit seiner Familie dauerhaft in dieser Stadt anzusiedeln. In diesem Sinn kann ihre Einbürgerung mehr als der Versuch der Polis diese Personen als Agenten zwischen ihr und dem König zu nutzen, als eine Art von Integration der Garnisonsmitglieder in der Bürgerschaft verstanden werden. Im Allgemeinen war die Grundhaltung der Städte gegenüber den Garnisonen negativ. Die Soldaten blieben den Bürgern normalerweise fremd und eine wirtschaftliche und soziale Last. Ihre Anwesenheit wurde von der Bürgerschaft nur akzeptiert, wenn entweder die Stadt gegenüber dem König machtlos war oder es eine große äußere Gefahr für die Sicherheit der Stadt gab und die Garnisonssoldaten zur Verteidigung der Stadt nötig waren. Die Integration ist nur unter bestimmten Voraussetzungen gelungen, wie etwa eine starke Verbindung zwischen der Stadt und dem König, der Verbrüderung einiger Soldaten mit den Bürgern infolge ihres langen Aufenthaltes oder ihrem Abfall vom König und der sich hieraus ergebenden Zusammenarbeit.

75 76

IG II/III3 919, 4–11 (für die Anwesenheit des Strombichos in Athen zwischen 287/286 und 266/265 v. Chr.); ΙG II2 5080 (für Diogenes). Mindestens drei Städte (zwei in Thessalien und eine in Phokis) haben Orthotimos mit der Einbürgerung oder mit wichtigen Privilegien wie enktesis und epinomia geehrt: Das perrhaibische Atrax (Tziafalias 2016, Nr. 8), Trikke (SEG XLI 539) und Ambryssos oder Daulis in Phokis (IG IX 33). Vgl. auch Rousset 2012, 1669–1670. Dazu erwähnt vielleicht ein Dekret des phokischen Bundes aus Elateia diesen Söldner aus der kretischen Stadt Tylissos (IG IX.1 101). Orthotimos war offensichtlich ehemaliger Söldner, der für viele Jahre in verschiedenen makedonischen Garnisonen beschäftigt und innerhalb der Hierarchie aufgestiegen war. Das ist kein Einzelfall: Hierokles aus Karia und Plator aus Illyrien, die Kommandanten der Festungen von Piräus und Histiaia wurden, waren am Anfang ihrer Karriere xenagoi, Führer von kleinen Söldnertruppen: Polyain. V 17, 1; Diog. Laert. II 17; 127; Pol. IV 55, 2; Liv. XXVIII 6, 1–7. Es ist unbekannt, ob Orthotimos Kommandant einer Festung geworden ist, aber sein Amt und sein Einfluss waren sicher wichtig (oder beängstigend) für die Bürger der oben genannte Städte. Zum Recht der enktesis vgl. Hennig 1994, 305–337.

106

charalampos chrysafis

Tab. 2 Liste der antigonidischen Garnisonsmitglieder, die Bürgerrechte einer Stadt erlangten Nr. 1

77 78 79

Name/Herkunft

Ort/Zeit

Quellen

Erlangte Einbürgerungsgrund Bürgerrechte

Alexandros, Sohn des Admetos, aus Makedonien, einer der Vormünder Philipps V., strategos von Phokis ca. 215 v. Chr.77

a. Gonnoi, ca. 205 v. Chr.

Gonnoi II 12 proxenia, isopoliteia, enktesis, epinomia, asphaleia

b. Euromos, ca. 201 v. Chr.

SEG XLIII 706

politeia, enktesis, metousia

1–6: ἐπειδὴ Ἀλέξανδρος Ἀδμήτου Μακεδὼν φ[ί]λος ὦν τοῦ βασιλέως Φιλίππου (…) [τὴν] πόλιν παραλαβὼν ἀβλαβῶς ἀποκατὲστησεν βασιλεῖ Φι[λίππωι] (…) καὶ τῶμ πολιτῶν τού[ς] τε πρότερον [καταφυγόν]τας καταγαγὼν εἰς τὴμ πατρίδα

7–9: ἐπειδὴ Ἀλέξανδρος εὔνους ὢν διὰ παντὸς διατελεῖ πρὸς τὴν πόλιν

2

Archestratos, Sohn Ephesos des Nikon, aus Makedonien, Garnisonskommandant von Klazomenai, zwischen 301 und 287 v. Chr.78

I.Eph. IV 1452

politeia, ateleia

1–2: ἐπειδὴ Ἀρχέστρατος Νίκωνος Μακεδών, οἰκεῖος ὢν τοῦ βασιλέως Δ[ημητρίου --- καὶ γενόμενος] ἐγ Κλαζομεναῖς στρατηγός, πιστόν τε αὐτὸμ παρέσχηται εἰς τὰ τοῦ βασιλέως πράγματα καὶ τῆι πόλει τὰ πλοῖα τὰ σιτ[αγωγὰ διέσωσε]

3

Demarchos, Sohn des Taron, aus Lykia, Garnisonskommandant von Samos, vor 287 v. Chr.79

IG XII 6.1 30 politeia

3–13: ἐπειδὴ Δήμαρχος Τάρωνος Λύκιος ἔν τε τῆι φυγῆι εὔνου̣ς καὶ πρόθυ̣μος ὢν διετέλει τῶι δήμωι τῶι Σαμίων καὶ ἰδίαι τοῖς ἐντυνχάνουσι τῶν πολιτῶν χρήσιμον ἑαυτὸν παρείχετο καὶ νῦν διατρίβων παρὰ τῆι βασιλίσηι Φίλαι καὶ τεταγμένος ἐπὶ τῆς φυλακῆς εὔνουν καὶ πρόθυμον

Samos

Für die Laufbahn dieses wichtigen Hofoffiziers, der während der 210er v. Chr. zudem strategos und Befehlshaber der Garnisonen von Phokis war, s. Pol. II 66, 5; IV 87; V 28, 6–7; 96, 4–8; VII 11, 6. S. Le Bohec 1985, 103–104; Errington 1993, 21–23. Für die Datierung vgl. Engelmann/Merkelbach 1973, 503. Vgl. Bengtson 1937–1952, I 196; Launey 1949/1950, II 643–644; Shipley 1987, 175–181. Robert 1960, 107 denkt daran, dass Demarchos kein Garnisonskommandant, sondern Führer der Leibwache von Königin Phila I., der Gemahlin des Demetrios Poliorketes, war.

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Garnisonssoldaten und städtisches Milieu

Nr.

Name/Herkunft

Ort/Zeit

Quellen

Erlangte Einbürgerungsgrund Bürgerrechte

3 (Forts.)

4

Ephesos Melanthios, Sohn des Hermios, aus Theangela, Garnisonskommandant von Phygela, ca. 301–294 oder 288–285 v. Chr.

I.Eph. IV 1408

politeia

1–7: ἐπειδὴ Μελάνθιος ὑπὸ τοῦ βασιλέως κατασταθεὶς ἐπὶ τῆς φυλακῆς τῆς ἐμ Φυγέλοις πᾶσαν εὔνοιαγ καὶ προθυμίαμ παρεχόμενος διατελεῖ καὶ τὰ περὶ τὴμ φυλακὴν τοῦ χωρίου καὶ τῶμ πολιτῶν τῶν ἐμ Φυγέλοις κατοικ[ού]ντων τὴν ἐπιμέλειαμ ποιούμενος καὶ τῶν νεωποιῶν τῶν ἀποστελλομένων ὑπὸ τῆς πόλεως ἐπὶ τὰς θυσίας τὰς ἐμ Φυγέλοις μετὰ πάσης εὐνοίας καὶ προθυμίας χρήσιμός ἐστιν

5

Ophellas, Sohn des Rhamnous Ophellion (?), pyloros in der Garnison von Rhamnous vor 255 v. Chr.80

I.Rhamn. 8

isoteleia

11–13: καὶ τῆς δοκιμασίας ὑπὲρ τῆς ἰσοτελείας ὅπως [ἂν ὡς τάχιστα] ἐπικυρωθε[ῖ] τοῖς ἐγ Ῥαμνοῦντος ἡ δωρεὰ ἀκολούθως τῆι τοῦ [βασιλέως προ]αιρέσει

6

Orthotimos, Sohn a. Atrax des Kelaithos, aus Tylissos / Kreta, Garnisonsoffizier, b. Ambryssos ca. 220–200 v. Chr.81 oder Daulis

Tziafalias 2016, Nr. 8

isoteleia, poli- ---teia, enktesis, asphaleia

IG IX 33

enktesis, asylia, asphaleia

c. Trikke

SEG XLI 539

---politeia, asylia, asphaleia, isomoiria

Ephesos

I.Eph. IV 1440

politeia

7

80 81

ἑαυτὸν παρέχεται εἴς τε τὰς τοῦ δήμου χρείας καὶ ὧνν ἄν τις ἰδίαι τῶν πολιτῶν δεόμενός του τύχῃ

Sostratos, Sohn des Ste[---], Garnisonskommandant von Samos, vor 287 v. Chr.

----

1–5: [ἐπειδὴ Σ]ώστρατος Στε[φάνου ±7 διατρίβων παρὰ βασι]λεῖ Δημητρίωι καὶ καταλελειμμένος ἐν Σάμωι πᾶσαν εὔνοιαγ καὶ χρείαν παρέχεται καὶ κοινῆι τῆι πόλει καὶ ἰδίαι τοῖς ἐντυγχάνουσι τῶμ πολιτῶν

Für die Stellung des pyloros in den Garnisonen s. Robert 1944, 17–18; Πετράκος 1999, 120–123; Boulay 2014, 51–52. Vgl. Marek 1982; Helly 1991.

108

charalampos chrysafis

Nr.

82

Name/Herkunft

Ort/Zeit

Quellen

Erlangte Einbürgerungsgrund Bürgerrechte

8

Strombichos, Garnisonssoldat im Mouseion, vor 287 v. Chr.82

Athen

IG II/III3 918–919

politeia

918, 7–20 (s. auch 919, 1–12): ἐπειδὴ Σρόμβιχος στρατευόμενος πρότερο[ν] παρὰ Δημητρίωι καὶ καταλειφθεὶς ἐν τῶι ἄστει μετὰ Σ[πι]νθάρου, λαβόντος τοῦ δήμου τὰ ὅπλα ὑπὲρ τῆς ἐλευθ[ερ]ίας καὶ παρακαλοῦντος καὶ τοὺς στρατιώτας τίθεσθα[ι π]ρὸς τὴμ πόλιν ὑπήκουσεν τῶι δήμωι εἰς τὴν ἐλευθερίαν [κ]α̣ὶ ἔθετο τὰ ὅπλα μετὰ τῆς πόλεως οἰόμενος δεῖν μὴ ἐνίσ[τ]ασθαι τῶι τῆς πόλεως συμφέροντι, ἀλλὰ συναίτιος γενέσ[θ]αι τεῖ σωτηρίαι, συνεπολιόρκει δὲ καὶ τὸ Μουσ[εῖ]ον μετὰ τ[ο]ῦ δήμου καὶ συντε̣λεσθέντων τεῖ πόλει τῶν πρα̣γμάτω[ν κ]αὶ τὰς λοιπὰς χρείας ἀπροφασίστως παρασχόμενος [διατ]ετέλεκεν καὶ διαμεμένηκεν ἐν τεῖ τοῦ δήμου εὐν[ο]ί[αι, καὶ] τ̣οῦ πολέμου γενομένου νὴρ ἀγαθὸς ἦν κ[7–8 καὶ] ἀγωνιζόμενος ὑπη[ρέτηκεν ἅπαντα, ὅσα παραγγέλλοι ὁ στρατη]γός, καὶ εἰ[ς τὸ λοιπὸν ἐπαγγέλλεται χρείας παρέξεσθαι τῶι δήμωι τῶι Ἀθηναίων

9

Zoilos, Sohn des Kelainos, aus Böotien, Garnisonskommandant von Aigosthena, zwischen 301 und 287 v. Chr.

Megara

IG VII 1

politeia

5–9: ἐπειδὴ τοὶ Αἰγοστενῖτα[ι] (…) αὐτόν τε εὔτακτον εἶμεν καὶ τοὺς στρατιώτας παρέχειν εὐτάκτους, καὶ τἆλλα ἐπιμελεῖσθαι καλῶς καὶ εὐνόως

Vgl. Osborne 1982, 164–167.

109

Garnisonssoldaten und städtisches Milieu

Nr. 10

Name/Herkunft

Ort/Zeit

Ehemalige königli- Rhamnous che Garnisonssoldaten von Rhamnous, vor 255 v. Chr.

Quellen

Erlangte Einbürgerungsgrund Bürgerrechte

I.Rhamn. 8

isoteleia

11–13: καὶ τῆς δοκιμασίας ὑπὲρ τῆς ἰσοτελείας ὅπως [ἂν ὡς τάχιστα] ἐπικυρωθε[ῖ] τοῖς ἐγ Ῥαμνοῦντος ἡ δωρεὰ ἀκολούθως τῆι τοῦ [βασιλέως προ]αιρέσει

Chancen und Grenzen der Inklusion Söldnerkolonien als politisch-gesellschaftlicher Faktor im hellenistischen Kleinasien* klaus zimmermann

Ein Beitrag, der gegen Ende der 10er Jahre des 21. Jahrhunderts die Beschäftigung mit Inklusion in antiken Gesellschaften verheißt, weckt auf Anhieb den Verdacht, am weit entfernten Gegenstand einen modischen Diskurs bedienen zu wollen. Um entsprechendem Missverständnis vorzubeugen, sei vorausschickend gesagt, dass im Folgenden weder eine neue Inklusionstheorie entwickelt noch eine bestehende anachronistisch auf eine Lebenswelt angewendet werden soll, der heutige Konzepte inklusiver Kultur wie offene Gesellschaft und anerkannte Diversität fremd waren. Entsprechend der Zielsetzung der Tagung soll stattdessen versucht werden, unter besonderer Berücksichtigung dokumentarischer Quellen einen Blick auf einen Aspekt der Lebenswirklichkeit von Söldnern zu werfen, der schon in den literarischen Quellen üblicherweise zu kurz kommt: ihre Möglichkeiten, als Mitglieder der sie umgebenden politischen und sozialen Gemeinschaft zu agieren, und zwar nicht notwendigerweise auf dem Wege der Assimilation, die mit dem Begriff der Integration verbunden ist,1 sondern im Rahmen der Partizipations- und Gestaltungsspielräume, die ihnen die umgebende Gesellschaft unter Beibehaltung ihrer Gruppen- oder Einzelidentität bot. Der ‚modische‘ Titel ist damit – so hoffe ich – in der Sache hinreichend begründet. Dass wir dabei das hellenistische Kleinasien in den Blick nehmen wollen, hat seinen Grund zum einen in der besonderen Verbreitung und spezifischen Ausprägung des Phänomens in hellenistischer Zeit, zum anderen in der Tatsache, dass wir gerade aus kleinasiatischen Gebieten unter attalidischer und ptolemäischer Herrschaft eine Reihe neuer Zeugnisse besitzen, die für unsere Fragestellung aufschlussreich sind. Aber bevor wir in dieses Material einsteigen, seien zunächst einige grundsätzliche metho-

* 1

Für wertvolle Hinweise sei C. Mileta und M. Wörrle herzlich gedankt. Vgl. u. a. Esser 2004; Schröer 2013; Georgi 2015.

112

klaus zimmermann

dische Probleme benannt, mit denen wir es zu tun haben, wenn wir versuchen, dem Grad von Inklusion einer Söldnerkolonie2 in ihre politische und soziale Umgebung auf die Spur zu kommen. I. Methodische Vorbemerkungen: Chancen und Grenzen der Identifikation von Söldnern im epigraphischen Befund Nur selten bieten Texte aus aktuellem Anlass Informationen über Lebenslauf und Familienverhältnisse eines individuellen Söldners, sodass für entsprechende Identifikationen oft nur schwache Indikatoren wie sog. ‚typische Söldnernamen‘ oder ‚typische Söldnerherkunft‘ bleiben, deren Aussagekraft im Allgemeinen3 wie Problematik im Einzelfall hinlänglich bekannt sind. Allenfalls wenn ein Dedikant mit dem Allerweltsnamen Hephaistion, Sohn des Dionysios, sich einem Votivinventar zufolge im lykischen Patara als „Lykier“ bezeichnet,4 wird man aufmerksam, stellt fest, dass auch in einer Söldnerliste aus Limyra neben Bürgern verschiedenster kleinasiatischer und griechischer Städte ein Λύκιος begegnet,5 und fragt sich, ob es sich auch bei dem Dedikanten aus Patara um einen Söldner der ptolemäischen Garnison gehandelt hat, der kein Bürgerrecht in einer der lykischen Poleis besaß, aber – unmittelbar oder mittelbar – lykischer Abstammung war und dieser einheimischen Identität Ausdruck verleihen wollte.6 Trifft diese Vermutung zu, so hätten wir hier einen der relativ seltenen Belege für einen Söldner, der ohne Hinweis auf seinen Berufsstand, sozusagen als Pri-

2

3 4 5 6

Im Bewusstsein terminologischer Unschärfe wird der Begriff „Söldner“ im Folgenden unspezifisch gebraucht, da moderne Kriterien (Genfer Abkommen Zusatzprotokoll I Art. 47: Anwerbung zum besonderen Zweck und unmittelbare Teilnahme an Feindseligkeiten, Gewinnstreben und Fehlen einer sonstigen Bindung an den Dienstherrn; vgl. etwa Stanley 1997, 465–466) kaum auf antike Verhältnisse übertragbar sind, die antiken Quellen ihrerseits den Begriff μισθοφόρος häufig untechnisch verwenden und Söldner in einem engeren Sinne (vgl. etwa Couvenhes 2004, 77: „c’est-à dire le soldat, de condition libre, qui loue ses services à une puissance étrangère à la sienne“) sich im epigraphischen Befund selten zuverlässig von Berufssoldaten und Militärsiedlern unterscheiden lassen. Eine Schärfung des terminologischen Bewusstseins hinsichtlich der Kategorien „Söldner“, „Verbündeter“, „Soldat“ war gleichwohl eines der themenübergreifenden Ergebnisse der Tagung. Vgl. hierzu die Einleitung zu vorliegendem Band. S. etwa Chaniotis 2006, 101: „Kreta war eine der wichtigsten Rekrutierungsquellen von Söldnern in hellenistischer Zeit“ mit Belegen in Anm. 21. S. zu den „mercenaires crétois“ zuletzt Boulay 2014, 109–110. Schuler/Zimmermann 2012, 569, Nr. 1, Z. 20 (= SEG LXIII 1331). Wörrle 2015, 291–292, Z. 10. Wörrle 2015, 296 Anm. 32. Zu der bislang spärlich dokumentierten Garnison in dem wichtigen Flottenstützpunkt Patara s. zuletzt Zimmermann 2021, 133–136.

Chancen und Grenzen der Inklusion

113

vatmann, der Gottheit (vielleicht dem Apollon Patroos) seine Verehrung und dazu eine Weihgabe von nicht unbeträchtlichem Wert darbrachte.7 Offiziere sind denn auch die gelegentliche Ausnahme von der genannten Regel, dass die Inschriften kaum Söldner als Individuen bezeugen;8 gemeint ist in solchen Fällen allerdings meistens der Kommandant in seiner Verantwortung für die gesamte Truppe. In dieser Funktion ehren etwa die Xanthier unter Ptolemaios II. den Garnisonskommandanten Pandaros, Sohn des Nikias, aus Herakleia, weil er der Stadt keinen Anlass zu Beschwerden gegeben hat (τῆι Ξανθίων πόλει | γέγονεν ἀνέγκλητος);9 dass das eigentlich regelkonforme Verhalten hier und in anderen Fällen zur Begründung von Auszeichnungen dient, darf man wohl dahingehend interpretieren, dass die Disziplin der Truppe des Pandaros eher die Ausnahme als die Regel war.10 In ähnlichem Sinne wird man die wiederholten und erfolgreichen Bitten der Aigineten an die attalidischen Könige deuten, ihnen Kleon von Pergamon als Kommandanten zu belassen.11 Offenbar befürchtete man, mit einem anderen Vertreter deutlich schlechter zu fahren, und auch die Intervention zugunsten eines geschädigten Bürgers von Karthaia auf Keos, für die die Polis den ptolemäischen Kommandanten Hieron von Syrakus ehrt,12 dürfte eher die positive Ausnahme von ansonsten üblicher Praxis gewesen sein. Was wir dieser Textgruppe grosso modo entnehmen können, ist im Grunde gelegentliche Schadensbegrenzung in einem ansonsten – wenig überraschend – tendenziell spannungsträchtigen Verhältnis zwischen Garnison und umgebender Zivilgesellschaft. Nun ist allerdings natürlich Söldner nicht gleich Söldner und Garnison nicht gleich Garnison. Für das Inklusionspotenzial der jeweiligen Gesellschaft dürfte es eine ganz erhebliche Rolle gespielt haben, ob es sich bei der stationierten Truppe um eine Besatzung zur Durchsetzung der Herrschaftsansprüche eines fremden Königs, um Sicherungseinheiten innerhalb von dessen eigenem Stammland oder um Kontingente handelte, die eine Polis zur eigenen Sicherheit oder zur Sicherung vereinnahmten Nachbarterritoriums angeworben hatte.13 Von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Polis und Söldnerkontingent dürfte sodann die Zusammensetzung des letzteren gewesen sein. Wenn die ptolemäische Truppe in Limyra neben Makedonen, Akarnanen, Megarern, Aspendiern und anderen auch drei Lykier, darunter sogar einen Einheimischen aus Limyra selbst umfasste, so bot

7 8 9 10 11 12 13

An einen gemeinen Soldaten wird man angesichts der Gewichtsangabe von 120 Drachmen (Z. 20–22) sicher nicht zu denken haben. Chaniotis 2002, 103. J. u. L. Robert 1983, 124–126, Z. 7–8 (= SEG XXXIII 1183). S. hierzu Wörrle 2015, 294 mit Anm. 14; 298. Vgl. Chaniotis 2002, 103: „One need not (necessarily) praise a doctor for not murdering his patients“. OGIS I 329. IG XII.5 1061 mit Chaniotis 2002, 104. Chaniotis 2002, 104–105.

114

klaus zimmermann

das nicht nur diesem, sondern auch seinen Kameraden möglicherweise eine andere Aktionsbühne, als sie eine ausnahmslos fremde Besatzung vorgefunden hätte. Gleiche Überlegungen lassen sich anhand des Fragments einer weiteren Söldnerliste aus Patara anstellen, die neben einem Erythräer, einem Axier, einem Epeiroten, einem Bithyner und zwei Aspendiern immerhin auch einen Tloer nennt.14 Weder über die eine noch über die andere Gruppe wissen wir jedoch Näheres, sodass sich Spekulationen über deren Interaktion mit der Zivilgesellschaft am Standort erübrigen.15 Gerade im Zusammenhang mit unserer Fragestellung wichtig ist schließlich eine Differenzierung zwischen vorübergehender Stationierung und dauerhafter Ansiedlung. Für die βασιλισταί in Limyra, von deren Gründungsurkunde uns leider wenig mehr als die Namenliste erhalten ist, gilt allem Anschein nach Ersteres: Dass – offenbar am Ende von Regelungen der Opferpraxis des Vereins – eine Versäumnisklausel für den Fall des aus ägyptischen Pachtverträgen bekannten βασιλικὸν κώλυμα („Verhinderung durch den König“) angeführt wird,16 zeigt, dass die Soldaten in Limyra jederzeit mit Abruf in einen Krieg zu rechnen hatten, für dessen Ende man optimistisch ein Nachholen des Versäumten vorsah. Interaktion mit der Polis konnte unter solchen Bedingungen bestenfalls ephemer sein, weshalb wir uns denn auch in der folgenden Besprechung einiger Fallbeispiele auf solche Söldnergruppen beschränken wollen, die nicht – wie die Männer um Menyllos in Limyra – jederzeit vom βασιλικὸν κώλυμα ereilt werden konnten, sondern tatsächlich dauerhaft ansässig und damit zum Aufbau und Unterhalt verbindlicher Beziehungen zu ihrer zivilen Umgebung imstande waren. II. Fallbeispiele II.1 Ein Kultverein von Asklepiasten bei einem Phrourion im pergamenischen Grenzgebiet Werfen wir dazu einen ersten Blick nach Pergamon, genauer gesagt, in das bergige Grenzland der pergamenischen chora zum benachbarten Lydien, wo H. Müller in den 90er Jahren ein bemerkenswerter Fund gelang. Eine in Privatbesitz befindliche Stele erwähnt einen Phrourarchen namens Demetrios als Gründer eines Heiligtums, offenbar des Asklepios, da die folgende Namenliste als Versammlung der ersten Asklepiasten betitelt ist.17 Einige der Namen tragen Regionalkolorit, so das Patronym des Phrour14 15 16 17

Engelmann 2012, 193, Nr. 14. S. hierzu Wörrle 2015, 293 mit Anm. 7 und zur Einquartierung ebd. 296. Zur Einquartierung als Konfliktfaktor grundlegend Hennig 1995, 267–282. Dass die Zentralregierung auch die Interessen der Städte im Blick hatte, zeigt im Fall Limyras immerhin das ptolemäische Prostagma über die Missstände beim Steuereinzug in Wörrle 2010 (= SEG LX 1536). Wörrle 2015, 299–300 mit dem Hinweis auf die Belege bei Scheuble-Reiter 2012, 179–180. Müller 2010, 427–428, Z. 1–5 (= SEG LX 1332): ἐπὶ Δημητρίου φρου|ράρχου τοῦ κτίσαν|τος τὸ ἱερὸν v ἀγαθῇ | τύχῃ v συνῆλθον οἱ πρ|ῶτοι Ἀσσκληπιασταί.

Chancen und Grenzen der Inklusion

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archen, Seuthes (Z. 6), das auf thrakische Abstammung schließen lässt; andere Namen weisen in ihrer hauptsächlichen Verbreitung teils auf die ionisch-mysische Küste, teils auf Makedonien, Thessalien oder Epirus. Auffällig sind dagegen mehrere Fälle von Familienzusammengehörigkeit: Angesichts der Seltenheit des Namens sind Μικαδίων Ἀρισταγόρου (Z. 7) und Νικάνωρ Μικαδίωνος (Z. 12) ganz sicher Vater und Sohn gewesen; dass es sich bei Ἀσκληπιάδης Γλαυκίου (Z. 9) und Κάλας Γλαυκίου (Z. 15) sowie Ἡρακλείδης Βακχίου (Z. 14) und Ἀγήνωρ Βακχίου (Z. 19) um zwei Brüderpaare handelt, ist zumindest wahrscheinlich. Dies und die Mitgliedschaft in einem auf Dauer angelegten Kultverein um ein vom Gründer errichtetes Heiligtum lässt – anders als bei den βασιλισταί in Limyra – doch wohl darauf schließen, „dass es sich bei der Besatzung des Phrourions um in konstantem Dienstverhältnis stehende und am Einsatzort in familiärem Verband lebende Soldaten handelt und nicht etwa um Angehörige des nach akutem Bedarf (oder in jährlichem Turnus?) einberufenen Aufgebots der attalidischen Militärsiedlungen“.18

Man darf annehmen, dass sich die Gesamtheit der Besatzung dem Verein anschloss. Das Phrourion wird demnach mit 15 Männern als Besatzung in Friedenszeiten „eher die Funktion eines Gendarmeriepostens denn einer Festung“ erfüllt haben. Dass diese teils Fremden mit ihren Familien sich offenbar der Attraktivität des in Pergamon prominenten Kultes nicht entziehen konnten, sodass sie in Eigenregie einen Kult des Asklepios betrieben, der im Söldnermilieu sonst kaum begegnet,19 ist an sich schon interessant genug. Aber ihre Initiative ging noch weiter. Bei einer Überprüfung des Fundortes der Inschrift fanden sich nicht nur in fortifikatorisch günstiger Lage an der Straße nach Thyateira Reste des Phrourions, sondern auch ein in Material, Schrift und Layout nahezu identischer Stein, auf dem Reinheitsvorschriften für einen Heilkult aufgezeichnet sind.20 Die Details der Reinigung von Befleckung durch Geschlechtsverkehr und Tod (Z. 5–12) entsprechen den üblichen Fristen; bemerkenswert ist dagegen die Unterscheidung von der Gesundheit wegen (ὑγίας ἕνεκεν) ins Heiligtum Eintretenden (Z. 2–4) und jenen, die den beim Heiligtum gelegenen Inkubationsraum (Z. 13–15: τὸ παρὰ τὸ ἱερὸν ἐνκοιμητήριον) aufsuchen wollen. Auch die pergamenischen leges sacrae von der Hallenstraße und vom Burgberg weisen die hier erkennbare räumliche Trennung von Heiligtum und Inkubationsraum sowie für beide unterschiedliche Reinheitsvorschriften auf.21 Es besteht also kein Zweifel, dass fremde Söldner in attalidischen Diensten unter dem Eindruck pergamenischer Kultpraxis an entlegener Stelle nicht nur selbst einen Asklepioskult unterhielten, sondern nach dem

18 19 20 21

Müller 2010, 435–436. Lediglich zwei Belege aus dem attischen Sunion und aus Daskyleion nennt Müller 2010, 437 mit Anm. 42–43. Müller 2010, 440 (= SEG LX 1333). AvP VIII.3 161, Z. 11–13; 18–19; VIII.2 264 (= LSAM 14). Vgl. Müller 2010, 446–447 mit Anm. 65.

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Vorbild der Hauptstadt einen regelrechten Heilkult betrieben. Welchen Erfolg sie damit bei der durchreisenden und umwohnenden einheimischen Bevölkerung hatten, wissen wir freilich nicht. Ein schönes Beispiel für Interaktion hellenistischer Söldner mit ihrer zivilen Umgebung in religiosis ist der Befund allemal. II.2 Die ehemalige seleukidische Militärkolonie Toriaion erhält eine Polisverfassung Aber auch in politicis konnte Söldnern oder ihren Nachkommen eine wichtige Rolle zukommen, wie ein inschriftlich überliefertes Dossier mindestens dreier königlicher Schreiben aus dem phrygischen Toriaion zeigt, das ein Jahr nach dem Frieden von Apameia von Eumenes II. den Status einer Polis erhielt.22 In einem ersten Brief spricht der König die Empfänger noch als Τοριαιτῶν οἱ κατοικοῦντες an, d. h. als Militärkolonisten der schon bei Xenophon als Etappe auf dem Weg nach Osten23 erwähnten phrygischen Siedlung Toriaion. Diese hatten durch drei Gesandte, deren Namen ihre graeco-makedonische und galatische Herkunft deutlich erkennen lassen,24 um eben dieses Privileg gebeten, und Eumenes kommt der Bitte nach, indem er ihnen und den mit ihnen zusammenlebenden Einheimischen (Z. 26–27: καὶ ὑμῖν καὶ τοῖς μεθ’ ὑμῶν συνοι|κοῦσιν ἐνχωρίοις) den Zusammenschluss zu einem πολίτευμα25 mit eigenen Gesetzen gewährt. Ein zweites, offenbar zeitgleiches Schreiben des Königs, in dem es um die Ölversorgung des Gymnasions geht, ist an Rat und Volk der Toriaiten gerichtet (Z. 39–40) und bestätigt so den neuen Status der Stadt; ebenso ein drittes, das nach der Grußformel (Z. 49–50) abbricht.26 Historischer Kontext des Vorganges sind die beträchtlichen territorialen Erweiterungen des Attalidenreiches nach dem römischen Sieg über Antiochos III., die Eumenes vor eine weit über den bezeugten Einzelfall hinaus reichende Aufgabe stellten: „Wenn der attalidische Zugriff auf die neugewonnenen Territorien von Dauer sein sollte, mußten diese erst militärisch und vor allem administrativ durchdrungen werden. In den ersten Jahren nach dem Abschluß des Friedensvertrages dürfte Eumenes intensiv damit beschäftigt gewesen sein, den Status Dutzender von Poleis und von anderen Gemeinden zu prüfen und neu festzulegen.“27

22 23 24 25 26 27

Jonnes/Ricl 1997 mit BE 1999, 509 (= SEG XLVII 1745; I.Sultan Dağı I 393). Xen. an I 2, 14–18. Z. 3–4; 50: Antigenes, Brennos, Heliades, Orestes. Zu dem Begriff in seiner ursprünglichen Bedeutung s. zuletzt Sänger 2019, 3–4. Ansprechend vermutet Schuler 1999, 125–126, dass die erneute Gesandtschaft des Brennos und Orestes, auf die das königliche Schreiben in der letzten erhaltenen Z. 50 Bezug nimmt, vorrangig dem Zweck diente, Eumenes den Dank der Toriaiten zu übermitteln. Schuler 1999, 124.

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In einem Fall erfahren wir nun etwas mehr – freilich erst für die Zeit attalidischer Reorganisation, während wir uns für die seleukidische Vorgeschichte von Toriaion mit wenigen Indizien begnügen müssen. Wie die Erstherausgeber richtig erkannt haben, lässt die Formulierung Τοριαιτῶν οἱ κατοικοῦντες – anstelle des üblichen οἱ ἐν Τοριαίωι κατοικοῦντες – auf eine Kolonie schließen, deren Gründung in oder bei der älteren Siedlung Toriaion schon einige Zeit zurücklag:28 vermutlich in der Anfangsphase seleukidischer Herrschaft in Kleinasien. Die κατοικοῦντες siedelten demnach bereits in zweiter oder dritter Generation in Toriaion, waren also zum Zeitpunkt vor der attalidischen Machtübernahme sicher kein Militär im engeren Sinne mehr, sondern Zivilisten mit einer Art ‚Reservistenstatus‘, von deren sukzessiver Verschmelzung mit der einheimischen Bevölkerung auszugehen ist.29 Der nach wie vor privilegierte Status unter seleukidischer Herrschaft30 ging den Siedlern mit der Eingliederung Phrygiens in das Attalidenreich 188 v. Chr. jedenfalls verloren. „Damit gehörte der Ort nun zum königlichen Gebiet; seine Bewohner waren direkte Untertanen des Attalidenkönigs und unterstanden den Organen der königlichen Verwaltung“; die Erlangung einer Polisverfassung „war die einzige Möglichkeit, sich der Zuordnung zum königlichen Gebiet zu entziehen“.31 Gern wüssten wir, ob es sich bei dem Zusammenschluss mit den ἐνχώριοι um ein Anliegen der κατοικοῦντες32 oder um eine Auflage Eumenes’ II. gehandelt hat,33 doch anhand des Textes ist weder das eine zu belegen noch das andere auszuschließen. Fest steht lediglich, dass die Initiative von den Militärsiedlern ausging, denen die Gesandten offenkundig angehörten und an die sich das erste Schreiben des Königs richtet. Nachkommen graeco-makedonischer, aber auch ‚barbarischer‘34 Söldner und einheimische Bevölkerung waren 28 29 30

31 32

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Jonnes/Ricl 1997, 10–11. Vgl. Schuler 1999, 126–127. Auf die Möglichkeit, dass schon ein seleukidischer Herrscher (Antiochos III.?) den Toriaiten das Stadtrecht gewährt hatte, das ihnen dann durch den Herrschaftswechsel nach Apameia verlorengegangen und durch Eumenes als Mittel der Loyalitätsgewinnung erneuert worden sei, verweist Boulay 2014, 312–313. Mileta 2008, 120. Vgl. zu den seleukidischen κατοικίαι generell Capdetrey 2007, 158–166 und zu Tyriaion im Besonderen ebd. 160–161; 165. So etwa Schuler 1999, 131: „Unter den Motiven, die ihn (sc. Eumenes) dabei leiteten, scheint jedoch die Einbeziehung von Einheimischen in die neugegründete Polis nur eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben (…). Sie dürfte im übrigen Teil der von Tyriaion vorgebrachten Petition gewesen und damit aus den lokalen Interessen erwachsen sein; Eumenes genehmigte lediglich, was an ihn herangetragen worden war“. Vgl. auch Chaniotis 2002, 105: „may present an example of such a cooperation between soldiers and natives“. So etwa Mileta 2009, 81: „Der Herrscher gewährte diese Bitten unter der Bedingung, dass auch die bei ihnen wohnenden Indigenen (…) in die neue Stadt (…) einbezogen werden müssten“. S. ferner ebd. 86: „Die Einbeziehung von Indigenen in die neue Polis war offenbar nicht ihr (sc. der Militärsiedler) Wunsch; sie wurde erst durch den Attalidenkönig Eumenes II. angewiesen.“ In diesem Fall galatischer Herkunft, während eine Inschrift aus Telmessos (Maier, Mauerbauinschriften 76, Z. 3–4) südarmenische Kάρδακες (vgl. Pol. V 79, 11; 82, 11) nennt: Mileta 2009, 84–85 mit Anm. 41.

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entweder schon zuvor zu einer Interessengemeinschaft verschmolzen, oder sie taten es nun infolge ihrer gemeinsamen – und keineswegs selbstverständlichen35 – Privilegierung durch den neuen Territorialherrn. So oder so bot der Vorgang den Einheimischen neben den materiellen Vorteilen des städtischen Bürgerrechts die Gelegenheit zum kulturellen Aufstieg zu ῞Ελληνες.36 Mochten die Kolonisten nicht zu allen Zeiten gern gesehene Nachbarn gewesen sein – in dieser Situation profitierte man eindeutig von ihnen. II.3 Die ehemalige seleukidische Garnison Kleonnaeion erhält das Stadtrecht Als drittes Fallbeispiel soll uns ein 2014 erstpublizierter Text aus dem galatischen Pessinus mit dem Beginn eines Briefes von Attalos, dem Bruder Eumenes’ II., dienen.37 Gegenstand ist eine Unterredung mit dem Offizier Aribazos,38 der für die galatischen Soldaten von Kleonnaeion und für die Katöken von Amorion verantwortlich war (Z. 4–5: ἡγεμὼν τῶν ἀπὸ Κλεονναείου Γαλατῶ[ν] | κ̣αὶ τῶν ἀπὸ Ἀμορίου κατοίκων) und sich als Angehöriger der Garnison von Kleonnaeion (Z. 5–6: ἔφησε̣[ν] | ἀναφέρεσθαι ἐν τοῖς ̣ ἐν τῶι Κλεονναε[ίωι]) benachteiligt fühlte, deren Kommandanten wegen der zuvor dort stationierten Söldner keine Privilegien erhielten (Z. 7–9: [κ]αὶ διὰ τῶν ἐν τῶι τόπωι ὄντων πρότερ[ον] | [μ]ισθοφόρων μηθὲν διατετάχθαι τοῖς ̣ vac.? | ἡ̣γεμόσιν̣ φιλάνθρωπον). Offenbar hatte Aribazos unter einer Strafmaßnahme zu leiden, die aufgrund eines Fehlverhaltens der früheren Besatzung auf der Garnison lastete. Attalos habe zwar grundsätzlich geregelt, was den Inhabern subalterner39 Kommandoposten zustehe, doch sei dies für seine – Aribazos’ – Person nicht umgesetzt worden (Z. 9–12:40 γεγραφέναι ἡμᾶ[ς] | [δ’ ἃ] δεῖν ἑκάστους ἔχν τῶν τὰς ὑποκάτω | [ἡ]γεμονίας ἐχόντων, περὶ δὲ ἑαυτοῦ μηθὲ[ν] | [γ]ε̣γονέναι). Gegenstand der Petition des Aribazos war nun allerdings nicht einfach eine Korrektur seines Versorgungsstatus, sondern eine Beförderung. Sein Ziel war es, den in der attalidischen Armee nächsthöheren Rang eines Strategen zu erreichen,41 die mit 35 36 37 38 39

40 41

S. etwa Wörrle 2009, 430 Anm. 91: „Der Aufstieg in diesen Rang (sc. einer Polis) war (…) ein vor Ort erstrebenswertes Privileg und von seiten des Monarchen ein wohlüberlegter, institutionell und rechtlich sorgfältig abgesicherter Gunsterweis.“ Vgl. Schuler 1999, 131; Zimmermann 2014, 290. Die Abhängigkeit gymnasialer Praxis von der politischen Institution betont von den Hoff 2009, 245. Avram/Tsetskhladze 2014 mit Ricl 2014 und Thonemann 2015 sowie BE 2015, 658; SEG LXIV 1296. Zur Seltenheit des iranischen Namens LGPN V.C s. v. Ἀρίβαζος. So die Deutung von ὑποκάτω durch die Erstherausgeber (Avram/Tsetskhladze 2014, 157), gefolgt von Thonemann 2015, 119, während Ricl 2014, 145 an eine „untenstehende“ (nämlich am Ende des Dokumentes angehängte) Liste der betreffenden ἡγεμονίαι und Hamon an „untere“, d. h. westlich gelegene geographische Bezirke denkt (BE 2015, 658). S. hierzu BE 2015, 658. Vgl. Ricl 2014, 145–146.

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seinem bisherigen Rang eines Hegemon verbundenen κλῆροι behalten zu dürfen und dazu die Privilegien eines στρατηγός zu erhalten (Z. 12–16:42 καὶ ἠξίο̣υ̣ ἐπιγραφῆναι στρατηγία[ι] | [καὶ] τοὺς κλήρους ἐα̣θῆνα̣ι ̣ ἔχειν οὓς προκ[α]|[τέ]χ̣ει, ὄντας ἡγεμ̣ονικούς, τά τε ἄλλα ὑπά̣[ρ]|[χει]ν αὐτῶι, ἃ καὶ τοῖς στρατηγοῖς συνκεχω|[ρήκαμε]ν̣). Bis auf die einleitende Begründung ist die Antwort verloren, aber sie muss positiv ausgefallen sein: „da er (sc. Aribazos) schon früher43 und auch jetzt zahlreiche Dienste erwiesen hat und in [---]“ (Z. 16–17:44 ἐπε̣ὶ ̣ οὖν ἔν τε τῇ ἀ[ρ]χα̣ ίαι κ{ι}αὶ νῦν | [χρείας καὶ πλε]ί ̣ο̣να̣ ς [π]αρείσχηται καὶ ἐν [---]) – dann bricht der Text ab, den zweifellos Aribazos selbst in Pessinus aufgestellt hat, nachdem er ihm durch die beiden hochrangigen Verwaltungsbeamten Sosthenes und Herodes zugestellt worden war. Die Tatsache, dass der Senat Eumenes 166 v. Chr. zur Räumung Galatiens zwang, engt das Zeitfenster für die beschriebenen Vorgänge erheblich ein. Falls der eine Adressat des Schreibens Herodes mit dem in dem zweiten Brief an die Toriaier genannten gleichnamigen Finanzminister identisch ist, wäre wohl auch dieser Vorgang in die Zeit bald nach Apameia zu datieren.45 Mit anderen Worten: die Garnison Kleonnaeion, deren Vorbesatzung vor den jetzt dort diensttuenden Galatern Anlass zur Degradierung der Offiziersposten gegeben hatte, und auch die Katökenkolonie von Amorion reichen ebenso in seleukidische Zeit zurück wie die ἡγεμονικοὶ κλῆροι des Aribazos. Auch hier haben wir es also mit längerfristiger Präsenz zu tun, die geeignet gewesen sein muss, um die scharfen Grenzen zwischen Militär und Zivilgesellschaft aufzulösen. Eine schöne Bestätigung dieses Gedankens liefern zwei Bronzemünzen des 2. oder 1. Jh. v. Chr. mit der Legende ΛEON-NAITΩN,46 deren Zuweisung zu einer phrygischen Münzstätte bislang ungewiss war. Im Rahmen seiner Besprechung des Textes aus Pessinus vermutet P. Thonemann ansprechend, dass in beiden Fällen der verstümmelte Anfang der Legende zu [K]λεονναιτῶν zu ergänzen ist, was eine Rekonstruktion der Geschichte des Ortes in groben Zügen wie folgt erlaubt:47 Eine wohl nach einem makedonischen Gründer Kleonnas benannte seleukidische Garnison Kleonnaeion agierte möglicherweise im Antiochoskrieg weniger glücklich als Toriaion, das kurz darauf von Eumenes das Stadtrecht erhielt, war mit neuer galatischer Besatzung offenbar noch nicht einmal eine eigenständige κατοικία, nachdem Aribazos sich als Kommandant von Kleonnaeion und Amorion bezeichnet hatte. Doch innerhalb einiger Jahrzehnte gelang den hiesigen Siedlern dasselbe, was ihren Kameraden von Toriaion gelungen war: der Aufstieg zu eigenem Stadtrecht, das hier in der Münzprägung zum 42 43 44 45 46 47

S. hierzu BE 2015, 658. Wir wissen nicht, ob diese Wendung floskelhaft ist oder auf konkrete Verdienste anspielt, wie Ricl 2014, 146 Anm. 22 vermutet. Nach BE 2015, 658. Vgl. Thonemann 2015, 121–122, der den Text nach dem Ende des Ersten Bithynischen Krieges 183 v. Chr. datiert. Imhoof-Blumer 1901, I 276, Nr. 1 mit Taf. IX 7; CNG Auction 64 (24.09.2003), Lot 292. Thonemann 2015, 122–124.

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Ausdruck kommt, bevor Kleonnaeion in späthellenistischer Zeit in dem benachbarten einheimischen ‚Tempelstaat‘ Pessinus aufging. Der politische Aufstieg von Militärsiedlungen mitsamt ihrer zivilen Umgebung – dies lassen die beiden vorstehenden Beispiele erkennen – war weder ein Automatismus noch ein Standardverfahren, sondern eine individuelle königliche Maßnahme zur Herrschaftssicherung, die in Entschluss und Umsetzung dem jeweiligen Einzelfall Rechnung trug. Angesichts des enormen Zuwachses an Königsland nach Apameia dürften die Attaliden freilich häufiger zu diesem Instrument gegriffen haben, um sich durch gezielte Privilegierung die Loyalität ihrer neuen Untertanen an strategisch wichtigen Orten zu sichern. Der damit verbundene Prozess der Sesshaftwerdung von Garnisonstruppen ist dagegen verschiedentlich zu beobachten. In einem fragmentarisch erhaltenen Brief Eumenes’ II. aus dem lydischen Daldis geht es um die Vergabe von Siedlungsland an die Petenten aus der Militärkolonie Kournoubeudos (?), die im Gegenzug – wie wir es aus dem ptolemäischen Ägypten kennen – zum Kriegsdienst verpflichtet werden.48 Dass bei der Umgestaltung der Aizanitis als Polis durch Attalos und Prusias griechisch-makedonische Kolonisten maßgeblich beteiligt waren, ist angesichts des Namenmaterials zumindest wahrscheinlich,49 und auch sonst begegnen sie in den von C. Mileta systematisch untersuchten „Neuen Poleis“ des hellenistischen Kleinasien allenthalben: in der „Militärsiedler-Polis“, für die dieser neben Toriaion die Beispiele Philadelphia und Apollonis anführt,50 aber auch in der „Retorten-Polis“ Laodikeia am Lykos, in der in den 60er Jahren des 3. Jh. v. Chr. zwei einheimische Dörfer sowie das seleukidische Fort Nέον Tεῖχος aufgingen,51 und sogar im Typus der „Indigenen-Polis“ wie Thyateira, wo sich neben einer mehrheitlich einheimischen Bevölkerung in verkehrsgünstiger Lage seit der Zeit Seleukos’ I. eine Militärkolonie befand.52 III. Ergebnis: Söldnergemeinschaften als politisch-gesellschaftlicher Faktor Ziehen wir Bilanz: Was eingangs etwas plakativ mit „Chancen und Grenzen der Inklusion“ überschrieben wurde, war der Versuch, Konstellationen auf die Spur zu kommen, in denen Söldner/Berufssoldaten/Militärsiedler in der politischen Gemengelage des hellenistischen Kleinasien mit der sie umgebenden zivilen Gesellschaft interagieren. Wir haben gesehen, dass Söldner als Individuen außerhalb ihrer Gruppe in den In-

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Herrmann/Malay, New Documents 32 mit den Bemerkungen von Wörrle 2009, 427–428 mit Anm. 76; 430 mit Anm. 89. Wörrle 2009, 430. Mileta 2009, 84–85. Mileta 2009, 87. Mileta 2009, 86.

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schriften nur in Ausnahmefällen greifbar sind, die keine belastbare Untersuchungsgrundlage bieten, was methodisch nicht überraschen kann: Je mehr ein einzelner Söldner sich seiner nicht-militärischen Umgebung assimiliert, umso weniger wird er für uns sichtbar, sodass wir allenfalls aus einem Negativbefund auf das Integrationspotenzial der jeweiligen Gesellschaft schließen können. In gewisser Weise haben wir aus der Not der Quellenlage eine Tugend gemacht, indem wir stattdessen nach Inklusion Ausschau gehalten haben: nach Söldnergemeinschaften, die als solche erkennbar, aber jenseits ihres militärischen Auftrags als politisch-gesellschaftlicher Faktor in Erscheinung treten. Und hier haben die drei angerissenen Fallbeispiele (denen sich weitere hinzufügen ließen) zu interessanten Beobachtungen geführt: Söldner lassen sich – wie wir im Hinterland von Pergamon gesehen haben – in ihren spirituellen Bedürfnissen keineswegs auf ein Standardspektrum an Soldatenkulten reduzieren, sondern konnten unter Rezeption regionaler Besonderheiten durchaus das religiöse Leben in ihrer Umgebung prägen. Militärkolonien besaßen augenfälliges Potenzial zu politischer Gestaltung. Gewiss abhängig von den Rahmenbedingungen waren sie doch in Toriaion zweifelsohne treibende Kraft des politischen Aufstiegs einer militärisch-zivilen Mischgesellschaft. Der Fall von Kleonnaeion erscheint vergleichbar – mit dem Unterschied, dass es hier einheimische Galater waren, denen zu unbekannter Zeit und unter unbekannten Verhältnissen der Aufstieg von der Garnison zur Polis und damit zum Zentrum ihrer näheren Umgebung gelang. Bei aller Lückenhaftigkeit unserer Kenntnis der konkreten Umstände und Rahmenbedingungen zeigt sich doch in verschiedenen Facetten, dass die Mobilität von Militär im Dienst der hellenistischen Herrscher für die zivile Umgebung nicht nur Belastung, sondern auch ein Aktivposten politischer wie kultureller Entwicklung sein konnte. Fluch und Segen mögen bisweilen dicht beieinander gelegen sein und sich aufs Ganze gesehen die Waage gehalten haben.

The Common Enemy of Mankind? Athenian Mercenaries and their Polis in the Late Classical and Early Hellenistic Periods* charlotte van regenmortel

In 355 BCE, the Athenian orator Isocrates referred to mercenary soldiers as the ‘common enemy of mankind’1 – a phrase we find repeated in Demosthenes.2 This characterization of mercenary service appears to be in line with a more general Athenian tendency to discredit such soldiers, who were regularly typified as cowardly, untrustworthy, or lawless. Modern scholarship on the ancient Greek mercenary at times offers a similarly negative outlook in relation to mercenary service: for instance, in his early, but influential study on the Greek mercenary, H. W. Parke argued that the increase in mercenary service is ‘at once a symptom and a secondary cause of the downfall of the city-state’.3 More recent scholarship, however, takes a more nuanced approach to the alleged decline of the world of the polis, and has shown that, although changes abounded, the Hellenistic polis was in less of a slump than late Classical doom-thinkers may have prophesized and, accordingly, ‘mercenaries’ have less of a part to play in this alleged decay.4 Drawing on the evidence available for both late Classical and early Hellenistic Athens,5 this paper challenges this negative view of mercenary service by asking to what extent the increase in mercenary service might in fact be seen as a ‘positive’ socio-economic development, and whether it was in reality acknowledged as such in

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This chapter was written during my Ph. D. studies at the University of Leicester; I gratefully acknowledge my supervisor, Prof. Graham Shipley, for his academic guidance in the process. Isokr. or. 8, 46: ἵνα τοῖς ἁπάντων ἀνθρώπων κοινοῖς ἐχθροῖς τὸν μισθὸν ἐκπορίζωμεν. Unless otherwise stated, all the translations are the author’s own. Demosth. or. 23, 139: κοινοὶ περιέρχονται (…) ἐχθροί. Parke 1933, 20. Runciman 1990, 353–355 offers similar views in relation to his notion of the polis as an ‘evolutionary dead end’. For discussion of the Hellenistic polis’ resilience, see, for example, Shipley 2000, 31–32; Davies 2007. The focus of this paper is on the period ranging from the 350s BCE down to the first generation of Hellenistic kings.

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the contemporary source record. As we shall see, pejorative depictions of foreign mercenaries by their Athenian contemporaries can be viewed more as exaggerations and caricatures that served immediate rhetorical needs; indeed, during the period under consideration, the Athenian polis appears to have appreciated, rather than despised its mercenaries. It will be argued that such positive recognition of mercenary service can be attributed to the benefits that mercenaries could offer their home polis, not least because they could be fundamental agents in the polis’ sharing in – and enjoyment of – the wealth of the emerging Hellenistic kingdoms. I. Identifying the Mercenary Soldier First, it is valuable to ask how we should identify the mercenary soldier in the late Classical and early Hellenistic periods. Although traditionally the mercenary appears to have existed primarily in juxtaposition to the citizen soldier, military and economic developments from the late Classical period onwards complicate that dichotomy.6 This warrants a broader interpretation of mercenary service, so as not to miss mercenary activity that is not directly recognisable as such in the sources. The three overriding characteristics cited in relation to ancient mercenary service are soldiers’ pay, their foreign status, and their alleged professionalism.7 H. W. Parke, for instance, simply equated mercenary soldiers with professionals, stressing such troops’ elevated skill in comparison to those who comprised the citizen contingents.8 This qualification was echoed by both G. T. Griffith9 and M. Launey, the latter describing the mercenary as ‘le soldat par excellence, le soldat du metier’.10 Professionalism, of course, can refer both to the soldiers’ expertise and to the particular conditions, under which they offer their service. In contrast to citizen troops, mercenary ‘professionals’ are paid and recruited from outside the citizen body, hence their outsider status. While such characteristics certainly play a part in the core identification of the mercenary, they should not be set in stone. Scholarship on the modern manifestation of the mercenary is indeed increasingly sceptical of such commonly used criteria in definitions, since they can be simplistic and carry moralistic overtones11 – a criticism valid

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For the increased complexity in identifying the mercenary soldiers following the conquests of Alexander, see, for example, Parke 1933, 22; 208–209; Trundle 2004, 8–9. Here, I look at Parke 1933; Griffith 1935; Launey 1949/1950 in particular. Despite their age, these studies remain highly influential. See Parke 1933, esp. 1–2. Griffith 1935, 1. Launey 1949/1950, I 26. See, for example, McFate 2014, 10–12; 24–40; Percy 2007, 4 for discussion of problems with such criteria, arguing that scholarship rarely questions the significance of the existence of the mercenary,

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also in connection to studies on the ancient mercenary.12 G. T. Griffith, for instance, highlighted that mercenaries fight for ‘a cause that means nothing to them’;13 this lack of moral and political accountability has found its way into more recent definitions of mercenary service, too.14 The latter condition may have been convenient in contrast to (the ideal of) the citizen soldier, but, as argued by M. Trundle, such a criterion relies solely on historians’ ability to detect personal motivation in either type of soldier, which is necessarily difficult to trace and liable to subjective interpretation.15 While the aforementioned characteristics of professionalism, pay, and outsider status can serve as core definitions of mercenary service, the identification of the ancient mercenary is frequently made solely on the basis of specific terminology in the primary sources. That is to say, ancient mercenaries in modern scholarship are those soldiers referred to as ξένοι or μισθοφόροι in the contemporary record.16 Soldiers denoted as either ‘strangers’ or ‘wage bearers’ certainly fit the established criteria for mercenary service, but it should be stressed that neither term was used exclusively in relation to soldiers. Within the military context, however, these terms are functional when used specifically in contrast to (the ideal of) the citizen soldier, whose service was based on membership of the polis community, and who received little to no remuneration above sustenance in exchange.17 Thus, contemporary characterization of mercenary soldiers is made solely in contrast to the citizen troops. Categorisation on the basis of ancient descriptors is a blunt tool and runs the risk of missing out on military activity that may well be considered mercenary. The sailors manning the Athenian navy are a case in point.18 Drawn from across the various social classes of the polis and beyond,19 sailors were professionals continuously engaged in training,20 all the while receiving remuneration for their efforts.21 The events recorded in Demosthenes’ speech Against Polykles show these principles in action: the demesmen recruited to man the ship of the trierarch Apollodorus failed to show up or were deemed incompetent; Apollodorus subsequently chose to recruit a number of paid

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and that identification is based on legal definitions and overtly moralistic characterizations. Parrott 2012, esp. 31 offers similar arguments in relation to the study of mercenaries in early modern Europe. See, for example, Trundle 2004, 21–24; Rop 2019, 19–26. Griffith 1935, 1. See, for example, Aymard 1967, 487. Trundle 2004, 22–23. Trundle 2004, 10–21 neatly discusses ancient terminology; note the use of ἐπίκουρος in earlier periods. While citizens did receive a μισθός, it is likely this only comprised rations. See Pritchett 1974–1991, esp. II 306; Psoma 2009, 6–10. For discussion of sailors as mercenaries, see the comments by Trundle 2004, 16–17. See Pritchard 2019, 98–104 for an overview of the origin of Athenian naval crews, including noncitizens/Athenians. For sailors’ training and skill, see, for example, Hunt 2007, 136–137. For discussion of naval pay, see, for example, van Wees 2013, 69–75.

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professionals, but these then defected when offered better rates of pay elsewhere.22 These sailors therefore display all the characteristics and behaviours traditionally associated with mercenary soldiers; within the Athenian context, neither outsider status, nor pay and professionalism were exclusive to the so-called mercenary. This problem of identification is exacerbated in the Hellenistic period, when the major political and military changes ushered in by Alexander the Great came to fuller fruition under the rule of the Successors and the Hellenistic kings, who populated their continuously expanding royal armies with paid soldiers from across the Mediterranean,23 and enthusiastically provided pay in order to entice enlistment.24 At the same time, the changing spheres of hegemony of the individual kingdoms meant that there was a multiplicity of political accountabilities for potential soldiers. The years following the death of Alexander therefore saw the growing institutionalisation of pay for service, while soldiers’ outsider status came to be normalised. Together, these developments further eroded distinctions between citizen and mercenary soldiers, as is duly reflected in the contemporary vocabulary: the Hellenistic source material refers to both types of soldiers as στρατιῶται.25 The provision of pay and soldiers’ outsider status may long have been sufficient to identify a mercenary against the citizen soldier. Yet, as these elements became more commonplace, they blurred the lines of the old dichotomy. It would appear that the crucial distinguishing feature of the mercenary in the early Hellenistic period is therefore the status of that soldier upon enlistment: for although citizen soldiers continued to be conscripted, mercenaries are soldiers who enlisted of their own accord. In the latter case, the soldiers’ foreign status is a given, with the provision of pay likely the key incentive. Non-conscript military service thus becomes a principal difference between the citizen and mercenary soldiers of the Hellenistic period;26 accordingly, when discussing the mercenary, this paper considers all individuals who enlisted on a voluntary basis and received remuneration in exchange for their service, regardless of the contemporary terminology applied.

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Demosth. or. 50, 7–9; 13–14. For discussion of the mercenary turn in the post-Alexander world, see Austin 1986. See below for discussion. Launey 1949/1950, I 29–30; Trundle 2004, 37–39. Citizen soldiers continued to be mustered through conscription to fight in the polis’ army or as a polis detachment in a royal army: Couvenhes 2004, 79.

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II. The Mercenary in Athenian Thought and the Case for Military Pay In Athens, the emergence of negative characterizations of mercenaries clearly went hand in hand with the increase of mercenary service across the Greek world.27 Athens was at the forefront of the so-called ‘mercenary boom’, acting both as an employer and, perhaps surprisingly, as a supplier of mercenary troops. Athenians holding a foreign position of command are particularly visible in the sources; notable examples are Conon, the admiral in Persian service after the Peloponnesian War, or Iphicrates, who served Pharnabazus and the Persian king, as well as the Thracian prince Cotys.28 Yet, on the whole, negative depictions of mercenary service are not aimed at Athenians in such positions; instead, they concentrate on the polis’ increased reliance on hired forces,29 and the potential implications of their increased presence. The dichotomy between the mercenary and citizen soldier sheds light on the Athenian concern with the rise of the former, in so far as the mercenary confronted the military ideology that had dominated in Greece for centuries.30 According to this ideology, military service was a right rather than a duty. Participation was warranted in the first place through citizenship and secondly by an individual’s ability to cover expenses. In Athens, the financial hurdle to serve in the infantry crystallized around one’s ability to afford armour;31 in Sparta, it was the citizen tax.32 Mercenary service, which was carried out on a voluntary basis and rewarded rather than achieved, obviously directly undercut those values. Pejorative descriptions of mercenary soldiers, therefore, often concentrate on these soldiers’ lack of connection to the polis or on their financial destitution. For Isocrates, the Ten Thousand who marched eastwards with Cyrus in 401 BCE were men who were no longer deemed able to live in their own city.33 Sometimes, he expresses sympathy for the mercenary cause: they are the ‘unlucky ones’,34 whose social exile has been caused by destitution and a compelling need to look for fortune elsewhere.35 On other occasions, the soldiers’ alleged poverty is cause for their vilification, and they are described as violent and lawless bandits.36 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36

For a brief overview of the so-called ‘mercenary boom’, see, for instance, Trundle 2004, 44–46; Miller 1984 for the late Classical period specifically. See Trundle 2004, 150–155 for discussion, duly highlighting the difficulty of assessing their service as simply mercenary. See, for example, Isokr. or. 5, 96; 8, 44; Demosth. or. 2, 24. See especially van Wees 2004; Connor 1988; Garlan 1975b. Ridley 1979, 520–521 provides useful discussion of the cost of armour. Hodkinson 2000, 187–193 offers an overview of Spartan taxes (mess duties or otherwise). Isokr. or. 4, 146. The concern with mercenaries as social outcasts returns frequently, for example in Isokr. or. 5, 96; Isokr. epist. 9, 9. Isokr. or 5, 90: ἠτυχηκέναι. Examples include Isokr. or. 5, 121; 4, 168. Isokr. or. 8. 45.

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Unease with mercenary soldiers, and the consequent stigmatization of their activities, are also conveyed in the oft-expressed notion that citizens make better soldiers. This idea finds its first articulation in Herodotus, who attributed the Athenian success at Marathon to the polis’ democratic constitution, which allegedly allowed the citizens to fight for their own, rather than their rulers’, freedom.37 The sentiment regularly recurs in other sources and mercenaries’ alleged lack of personal interest in the outcome of the battle opened the door to concerns of reliability. Such is expressed by Plato,38 as well as Aristotle, who praises mercenaries’ skills, but nonetheless presumes their cowardice.39 This lack of faith in the mercenary soldier features in more practical discussions as well. For example, among the military advice given by Demosthenes in the context of the Macedonian threat, we find the recommendation to intersperse mercenary contingents with citizen soldiers, so that the latter could ‘oversee the [former’s] conduct in the field’.40 Isocrates warned that, unlike upstanding citizens, mercenary sailors can be expected to abandon ship when the going gets tough.41 This alleged lack of mercenary reliability, of course, intersects with their perceived overwhelming desire for pay and their outsider status. The mercenary who changes sides when tempted by a better offer of employment is thus a common warning in the sources,42 and indeed is not unheard of in the historical record.43 Mercenary soldiers’ acceptance of pay, however, appears not to have featured as a cause for concern in itself. In the Third Olynthiac, Demosthenes discloses to his audience that he is not ‘blaming the man who does your duty for you’, but that he is instead encouraging the Athenians to take up arms themselves.44 The growing reluctance among citizens to take on military service is a running theme in Demosthenes’

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Hdt. V 78. Plat. leg. 190d–191d especially; Plat. leg. 697e. Aristot. eth. Nic. 1116b. Demosth. or. 4, 20–25. Translation: J. H. Vince. Isokr. or. 8, 48. See, for example, Demosth. or. 4, 24. On desertions by mercenary soldiers, see, for example, Plut. Pelopidas 27, 3 (where Pelopidas’ mercenaries defect to his opponent); Plut. Timoleon 30; Diod. XVI 82, 1 (mercenaries desert Timoleon before the Battle of Crimisus); Plut. Agesilaos 36–37 (Agesilaos and his soldiers defect to enlist with the opponent). Note Demosth. or. 50, 7–11; 40, 36 for examples, in which Athenian naval crews desert in exchange for better conditions of employment elsewhere. Such examples become increasingly commonplace during the Successor Wars, and the historiographical accounts are rife with examples. A sample includes the defection of Eumenes’ men (Diod. XVIII 50, 2–3); the desertion of Antigonus’ men to join Eumenes (Diod. XIX 26, 1–3); Olympias’ men who are allowed to defect to Cassander (Diod. XIX 50, 1–3); the defection of Antigonus’ general taking his troops with him (Diod. XIX 87); or several troops defecting to Ptolemy (Diod. XX 76, 6). Actively encouraged desertion is claimed in Diod. XVIII 40, 5–8 when Antigonus persuades Eumenes’ cavalry commander to desert, and in Diod. XX 75, 1 when Ptolemy encourages Antigonus’ men to defect in exchange for higher pay. Demosth. or. 3, 36. Translation: J. H. Vince.

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assembly speeches,45 and the orator regularly cites the introduction of wages for citizen soldiers as a solution – and indeed as a necessary reform in opposing the Macedonian threat.46 His concern is in part related to the plight of the citizen soldiers, whose unpaid service stood in strong contrast to that of other polis officials: without remuneration, soldiers had to face the dangers of battle without sharing in the potential rewards,47 while the lack of military pay meant that both monetary incentive and cover for expenses could impede recruitment.48 In doing so, Demosthenes is also adducing the imbalance of power between those that send men to war and those that go to war.49 His proposal for the provision of pay should therefore be seen as one that would encourage the Athenians once more to take up military service en masse: it removed impediments to service and operated in line with democratic ideals. Regardless of whether Demosthenes exaggerated Athenian shirking of military duty,50 his arguments identify important differences between mercenary service and citizen duty, and show a keen awareness of the pull that mercenary service provided. In assessing this proposal for pay, we ought also to consider the changing nature of warfare. As reported by Demosthenes, Philip II of Macedon commanded an army of well-trained and well-paid Macedonians and mercenaries who campaigned all year around;51 against such a force, an army comprising only seasonal and amateur soldiers would prove no match. The orator’s exhortation for military pay should therefore also be seen as a practical recommendation that would allow for the Athenian army to function and (re)flourish, whilst offering an alternative to paid service abroad. Although Demosthenes’ proposals fell on deaf ears, they show someone acutely aware of the changing social and economic world.52 His acceptance of the need for payment signals the future assimilation of mercenaries and citizen soldiers in the Hellenistic period. The Hellenistic kings’ almost complete reliance on mercenaries or otherwise paid troops likewise shows the orator’s foresight in relation to the appeal that paid military service would come to hold.

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See, for example, Demosth. or. 1, 6; 2, 24; 3, 36. Examples include Demosth. or. 1, 19–20; 3, 19; 3, 33–36; 4, 24; 13, 11. Note that the low figure of two obols per day reported in Demosth. or 4, 8 referred to rations only, and soldiers were expected to supplement this income through looting. Demosth. or. 2, 28–30. Demosth. or. 3, 19. Demosth. or. 2, 30. For discussion of evasion of military service in Athens, see Christ 2006, 45–87. Demosth. or. 9, 50. See Burke 2002, 168 on Demosthenes’ economic insight in times of crisis.

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III. Athenian Mercenary Service in the Early Hellenistic Period The fourth century BCE saw a number of Athenian mercenary commanders in active service across the Mediterranean, yet the endurance of the Athenian predisposition to such service has been doubted. M. Launey, in fact, argues for a decline in numbers and participation from the late fourth century BCE onwards.53 While the nature of the sources makes precise quantification impossible, enough inferences can nonetheless be gained, which suggest that Athenians of diverse status and standing continued to appear as mercenaries in the late fourth to the mid-third centuries BCE. During the campaigns of Alexander, Athenian mercenaries were certainly present in both the Macedonian and Persian armies. While a good number of Athenian soldiers must have been provided to Alexander in accordance with the oaths of the League of Corinth,54 we also find those who planned to enlist of their own accord: for instance, among those mercenaries on their way to serve in the Persian army and who enlisted with Alexander instead, at least one Athenian is attested.55 The presence of Greek mercenaries in the ranks of Alexander becomes more evident after his death, when it is reported about 8.000 men had gathered at Cape Taenarum in the Peloponnese in search of employment in the summer of 323 BCE.56 Even if Athenians are not explicitly mentioned in connection to this gathering, their interest in paid military service is clear from Diodorus’ comment on the Athenian decision to embark on the Lamian War of 323–322 BCE, which he attributes to the presence in the assembly of a large number of men who had become accustomed to make their livelihood through war.57 While it could be argued that these Athenians may have hoped to enrich themselves as citizen soldiers, their counterparts in later years ostensibly did so in a mercenary capacity. The shift away from Athenocentric perspectives in the historiographical record for the early Hellenistic period means that explicit mention of Athenian soldiers becomes more sporadic;58 naturally, attestations usually concern commanders or individuals in ostensibly high-ranking positions. The most prominent instance of an Athenian in high-ranking mercenary service is found in the figure of Leosthenes, who went eastwards with Alexander, and who, upon his return to Greece, took on command of the Athenian forces in the Lamian War.59 Other such examples include the Athenian mercenary commander Myrmidon, who was in the service of Ptolemy and in charge of

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Launey 1949/1950, I 145. For the decree and commentary, see Rhodes/Osborne, GHI 76. See Arr. an. III 24, 5. The Athenian mentioned is Dropides who is included among the group of mercenaries and named Peloponnesian envoys on their way to meet Darius. Diod. XVIII 9, 1. A full 2.500 were awaiting employment a year later: Diod. XVIII 21, 2. Diod. XVIII 10, 1. See Trundle 2004, 34–36 on the historiographers’ approach to mercenaries in this period. On Leosthenes, see, for example, Diod. XVIII 9; 11; 13; Hyp. Epit.

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a detachment of 10.000 men in 315 BCE,60 and a certain Lysander, who headed the garrison force on the island of Lefkada for Cassander three years later.61 More ordinary Athenian mercenary soldiers are likewise attested. Thus, ‘many Athenians’ are said to have enlisted with Ptolemy’s governor of Cyrene, Ophellas, for the campaign of 308 BCE against Carthage.62 Similarly, Athenians accompanied Demetrius Poliorketes to Cyprus in 307 BCE.63 We are fortunate also to be able to draw on evidence of graffiti or dedications left by Athenian mercenaries.64 Soteles the Athenian is one valuable example of such a soldier, who is attested several times through dedications offered at Failaka in the Persian Gulf,65 and whose activity there can be dated to the first half of the third century BCE.66 From a dedication to the Saviour gods, we learn that he commanded a small group of soldiers,67 and was probably in charge of a Seleucid garrison.68 The Ptolemaic army, too, was regarded as an attractive employer for mercenaries, and Athenian soldiers readily sought employment in the Ptolemaic ranks. Such is indicated by numerous and increasing third-century BCE attestations of Athenian ethnics in the papyrological record;69 Egyptian epigraphic evidence likewise bears testimony to an Athenian mercenary presence. Epimachus the Athenian, for instance, figures in a Hellenistic register found in the Polemonos Meris, where many mercenary soldiers were stationed.70 Like his archaic counterpart, the mercenary Archon,71 Dionysus the Athenian carved his name on one of the statues at Abu Simbel at some point in the Hellenistic period.72 In similar fashion, a stele dedicated at Laodikeia reveals the presence of a group of Ptolemaic mercenaries, among whom can be flagged one Athenian.73 Athenians in mercenary service in the early Hellenistic period are further confirmed by a number of honorific decrees, which honour individuals who provided the Athe60 61 62 63 64

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Diod. XIX 62, 4; Pros. Ptol. VI 15223. Diod. XIX 88, 5. Diod. XX 40, 6. Diod. XX 50, 3. Such inscriptions form an important source for mercenary activity from the archaic periods onwards. See, for example, Meiggs/Lewis, GHI2 7 for the inscriptions left by Greek soldiers in the service of Psammetichus II. In each case, such soldiers’ identification as Athenians is dependent on the inclusion of ethnics in the inscriptions, while their mercenary status at times has to be understood from the context. I.Estremo Oriente 416–418. Galiano 2005, 74. I.Estremo Oriente 416. See Tod, GHI 112–113. SEG XXXVIII 1548; Piejko 1988. Martin 1989, 169 who checked both instances of the ethnic adjective Ἀθηναῖος and of the proper name Ἀθήναιος; Pros. Ptol. X E6–E56; Fischer-Bovet 2014a, 7; 212. I.Fayum III 193; Pros. Ptol. X E24. For the employment of mercenaries in the Polemonos Meris of the Arsinoite nome, see P.Count 1 with Clarysse/Thompson 2006, II 149. Meiggs/Lewis, GHI2 7. SEG XVI 864, 18; Pros. Ptol. X E20. SEG XXVII 973bis, 22.

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nian soldiers with assistance when required.74 The honours awarded to the comic poet Philippides in 287/286 BCE are particularly informative:75 according to this decree, Philippides resided at the court of Lysimachus and was honoured in part for the assistance he had given to some 300 Athenians who had fought at the Battle of Ipsus in 301 BCE. The decree details that Philippides had buried the fallen; had negotiated the release of the captured; had secured employment for those who wanted to join the army of Lysimachus; and, finally, had provided funds to those who wished to move on.76 The decree does not specifically refer to these men as mercenaries, yet their presence at the Battle of Ipsus, where both sides relied heavily on mercenary soldiers,77 must mean that they served in a mercenary capacity. This finds further support in Philippides’ effort to secure these troops’ re-employment in the army ranks of Lysimachus.78 The decree honouring Philippides therefore confirms the presence of some 300 Athenian mercenaries at Ipsus; furthermore, the activities of these soldiers are not portrayed in a negative light and instead their salvation is praised. There are several examples of honours awarded on account of similar interventions; these include those to Nikon of Abydos;79 to an unidentified man who resided near the Hellespont;80 and to a certain Lykiskos.81 In each instance, the honorands assisted Athenian soldiers who had become stranded in the aftermath of an unnamed naval battle.82 The dating of these inscriptions is dependent on the identification of the battle – or, potentially, battles. A. Wilhelm argues that each of these decrees should be dated to the aftermath of the Lamian War,83 and proposes that the naval battle must refer to the Battle of the Echinades of 323 BCE, where Athenian forces were defeated by the Macedonians.84 M. Launey, on the other hand, disputes the dating of the honours for Nikon and prefers an earlier date, according to which the decree would refer to merce-

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See Oliver 2007, esp. 92 for discussion of such honorific decrees in light of Athenian demography and mobility. The Hellenistic increase in such honorific decrees hints at continued, and perhaps growing, numbers of Athenians abroad. IG II2 657. IG II2 657, 18–26. We know that Athenians accompanied Demetrius to Cyprus in 307 BCE (Diod. XX 50, 3). For the reliance on mercenaries at the Battle of Ipsus, see, for example, Griffith 1935, 53–55. IG II2 657, 21–23. The practice of re-employment after battle was not uncommon. See, for instance, Staatsverträge III 429, 20–23. IG II2 493. IG II2 398. SEG XVI 60. The references to battle are as follows: ἐπὶ τοῦ πολέμο|υ τοῦ προτέρου τῶν ἐκ τῆς ναυμαχ|ίας (IG II2 493, 19–21); τῆς δὲ ναυμαχί|α]ς τῆς ἐν Ἑλλη[σπόντωι γενομένης] (IG II2 398, 6–7); or simply: ἐκ τ|[ῆς ναυμαχίας] (SEG XVI 60, 5–6) respectively. Wilhelm 1911, 175–183. The identification, dating, and location of the battle remains a topic of dispute. See Morrison 1987 and, more recently, Anson 2014, 47.

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nary contingents in the army of Alexander.85 Naturally, identification of the battle has bearing on our interpretation of the soldiers’ status, but since we are here concerned with a naval engagement, these men’s mercenary-like capacity can be assumed. These decrees therefore attest to activity similar to that described for Philippides, with the honorands praised for offering help to Athenian soldiers fighting abroad. The poet Philippides was but one of many Athenians who served as diplomats in the kings’ courts.86 Such activity can likewise be construed as mercenary, especially when diplomats served at least in part in a military capacity. One example of such an ‘elite mercenary’ is Kallias of Sphettos, who acted as commander of a Ptolemaic mercenary contingent, and who is known through the honours awarded to him by the Athenians in 270/269 BCE for his diplomacy targeted at securing aid from the Ptolemaic court.87 Similarly, we know of Apollonides of Piraeus, a military diplomat who had been naturalized by the Athenians in the aftermath of the Lamian War.88 As discussed by M. J. Osborne, Apollonides’ career was predominantly military: he began in the service of the Antigonids, and left for Asia in 302 BCE with Demetrius in support of the besieged Antigonus.89 In Plutarch’s Life of Demetrius, Apollonides subsequently reappears in the service of the Seleucids as a special messenger to Demetrius.90 While such men’s exploits are usually characterized as diplomatic in nature, their career path is intrinsically wrapped up with military exploits in service of the kings. The honours for Kallias and Apollodorus indicate that elite mercenaries were not resented, while the decree for Philippides shows that common soldiers were not abandoned by their polis and that Athens and its citizens took an active interest in the well-being of these men. Foreign mercenaries in Athenian service were treated according to the same principles: an otherwise unknown foreigner in Athens, for instance, is praised for his conduct towards the mercenaries stationed in Athens under the command of Proteas.91 Mercenary service therefore did not (always) lead to animosity among the Athenian public, but could rather be part of contemporary honorific discourse. The reason for this change in the public perception of the mercenary may, I argue below, be found in the positive socio-economic developments it entailed.

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Launey 1949/1950, I 146. Such diplomats are known predominantly through honorific decrees, from which it is clear they served as important intermediaries between king and polis. For discussion and prosopography, see Paschidis 2008. SEG XXVIII 60; Shear 1978. IG II2 492, 16–17; Osborne 1983, 78 and T83; Wilhelm 1911, 175 nr. 63. See Osborne 1983, 78 and T83. Plut. Demetrios 50, 2. Agora XVI 102, 14. Berve 1926, n. 664 identifies Proteas as a mercenary commander. Moretti, in ISE I 4, casts doubt on this interpretation, but readily accepts the mercenary status of all individuals in this section of the decree.

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IV. The Socio-Economic Benefits of Mercenary Service According to Isocrates, men were driven into the mercenary profession because they lacked the ‘necessities of life’.92 Both exile and poverty regularly feature as explanations for the increase in mercenary service,93 but M. Trundle rightly points out that the first and foremost condition for the mercenary to emerge was the availability of a market, in which such soldiers were in demand.94 While the need for mercenary soldiers in the fourth century BCE remained sporadic demand certainly grew in the early Hellenistic period, which saw an unprecedented frequency in campaigning and battles, fought out on an enormous scale.95 M. M. Austin attributes these developments to the kings’ need for military prowess to legitimize their authority,96 and their need to keep the large body of trained men under employment in order to sustain this practice.97 Indeed, the constant flux of territorial claims and challenges meant that the Successors and early Hellenistic kings could barely rely on traditional forms of recruitment, and most of the men in the royal armies were mercenaries.98 Exile may have been a driving force behind the mercenary enlistment of Athenian elites. The existence of a hostile political climate is shown by the case of the orator Demochares of Leukonoe, who was sent away by anti-democratic factions in 303 BCE,99 and it has been argued that both Philippides and Kallias may have been victims of similar exile during the years of the oligarchic regime of 301–286 BCE, although their exile may equally have been self-imposed on account of the political turmoil affecting Athens.100 Nevertheless, whether forced or of their own volition, entry into the service of the kings appears to have been a profitable move for both Kallias and Philippides: in the case of the latter, the decree specifies that the expenses he incurred in helping the stranded Athenians were paid for ‘with his own money’.101 Kallias, who lost his

Isokr. or. 5, 96; 4, 168. The view that poverty drove individuals into mercenary service is hinted at in some of the contemporary source material. See, for example, Isokr. or. 4, 168; Demosth. or. 14, 31. Economic pressure is an oft-cited motivation behind such uptake: Parke 1933, 229–230; Miller 1984, 153; Shipley 2000, 54–58. Demosth. or. 9, 50. 94 Trundle 2004, 72–79. 95 Ma 2000. 96 Gruen 1985. 97 Austin 1986. 98 Baker 2003, 377–379. 99 See Plut. mor. 851f; Plut. Demetrios 24, 4–5. 100 For discussion of these exiles and similarity of circumstance to the case of Demochares, see Shear 1978, 47–52. 101 IG II2 657, 24–25.

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possessions under the oligarchy,102 was able to waive the Athenian contribution of fifty minas for his efforts.103 Whereas Kallias and Philippides retained contact with Athens, it is less clear whether ordinary mercenary soldiers always did. Demosthenes certainly doubted whether a mercenary who ‘fought against Greece’ would return home.104 However, this idea is based on the notion that it was either exile or poverty that drove an individual into mercenary service, and that there would be no rewards or accolades upon return. However, as discussed above, mercenaries figured in the polis’ honorific discourse, and elite mercenaries do appear to have returned without problem – in the case of Leosthenes, even to a distinguished military career at home.105 Indeed, although the return of common mercenaries to their home polis is difficult to trace, there were no specific impediments to do so. Such is indicated by, for instance, Isaeus’ Speech on the Estate of Nicostratus, dated to the mid- to late fourth century BCE,106 which details the claims made by several parties regarding the possessions of a certain Nicostratus, who died abroad while serving as a mercenary.107 Among the claimants of the estate, we find one Chariades, who states that he fought as a mercenary alongside Nicostratus.108 This dispute shows that mercenary soldiers retained at least some form of association with Athens.109 More importantly for this discussion, the figure of Chariades, who is here seen making recourse to the Athenian courts to lay claim to the estate, provides clear testimony of the presence of returning mercenaries in Athens. It should also be noted that the estate left by Nicostratus amounted to the considerable sum of two talents.110 Although unclear whether this capital was gathered immediately prior to his death or indeed solely through mercenary service, it strongly implies that the trope of the destitute mercenary need not apply. We are on less solid ground in assessing the presence of returning Athenian mercenaries in later years, but a potential guide comes in one of Theophrastus’ character sketches: the ‘Boastful Man’ does 102 103 104 105 106

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SEG XXVIII 60, 81 states that he allowed his property to be given (δόσιν δοθῆναι), but Shear 1978, 49 sees this as a euphemism, and it is likely that his property was confiscated. SEG XXVIII 60, 51–62. Demosth. or. 14, 31. See Oliver 2007, 90–91 for discussion of Athenians leaving and returning in the early Hellenistic period. For discussion of Leosthenes’ background, see Walsh 2012; Worthington 1987. There is some dispute regarding the date: on the basis of the emendation of ἑξάκις in Isaios or. 4, 7 to ἐξ Ἀκῆς, the speech could be dated to c. 374 BCE, since it was then that an army led by Pharnabazus was stationed at Ace (Diod. XV 41). Others, for example Wevers 1969, 21–23 and Edwards 2002, argue for a date in the 350s BCE. Nicostratus’ mercenary status is never explicitly stated; instead, we find that he was absent from Athens for eleven years ‘serving abroad’ in an otherwise unspecified war (Isaios or. 4, 1; 7; 18; 26). His alleged companion, Chariades, however, is called out for never having served in the Athenian army (Isaios or. 4, 29). See Isaios or. 4, 18; 20; 26; 29, in which his opponents attempt to rebuke this claim. See Avramović 2015, esp. 50 in relation to this speech. Isaios or. 4, 7.

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not fail to mention the riches he acquired while on campaign with Alexander, and the numerous privileges now being offered to him by Antipater.111 The prospect of making one’s fortune appears to have been a common motivator to take up mercenary service among ordinary soldiers. As said, Diodorus envisaged an Athenian assembly filled with men keen on embarking on joining the Lamian War in order to make their livelihood. In one of Theocritus’ Idylls, a heartbroken man in need of a distraction is encouraged to enlist in the army of Ptolemy II, who is explicitly called a ‘good paymaster’.112 Despite such hints, precise indications of soldiers’ income are difficult to come by. In order to assess these wages, we are necessarily reliant on the rather sparse record of documented pay, alongside more circumstantial evidence that sheds light on soldiers’ personal wealth and standing, and the general conditions of Hellenistic mercenary service. It is worth bearing in mind that pay for military service became increasingly institutionalised from the late Classical period onwards, as impediments to taking up military service were gradually removed. This development is indicated first and foremost by a shift in terminology. Much like the distinction between the mercenary and the citizen soldiers gradually eroding, the terminology for pay became more complex. It would appear that Classical military wages (μισθοί) included ration money, but in the Hellenistic period, these two categories are clearly distinguished: contemporary evidence draws a sharp and terminological contrast between soldiers’ rations and their actual wage (σιτομετρία and ὀψώνιον respectively).113 In addition, whereas soldiers were previously expected to provide their own armour, this seems not to have been a requirement for those taking up service in the royal armies and the recruits may in fact have been offered equipment that could be retained at the end of their paid term.114 The epigraphic record preserves some indication of what soldiers’ wages may have amounted to. A first example comprises a heavily damaged inscription dated to the 330s BCE that records the wages then accorded to the elite division of hypaspists stationed in Athens at one drachma per day.115 Since a clear distinction is made between wages and rations,116 this sum would appear higher than that accorded to citizen soldiers in the Classical armies. For while the standard rate there is seen as one drachma per day, this would have included ration money,117 and we also find much lower fig-

111 112 113 114 115 116 117

Theophr. char 23, 3–4. Theokr. 14, 57–59. Launey 1949/1950, II 725–750; Griffith 1935, 274–293; Psoma 2009. There is some debate on the provision of armour for mercenaries in the Classical period. See McKechnie 1989, 80–85; 1994; contra Whitehead 1991. For the provision of armour in the Hellenistic period, see Launey 1949/1950, II 725–750; Sekunda 2001b. IG II/III3.1 443 (= IG II2 329); for the dating, see Worthington 2004. IG II/III3.1 443, 4; 12 (= IG II2 329) have specific and separate mentions of rations. See Trundle 2004, 91–98 for the attested range of military wages in the pre-Hellenistic periods and Trundle 2004, 92 on the standard rate of one drachma, as found in, for example, Thuk. III 17, 3;

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ures, such as Demosthenes’ proposed two obols per day.118 The decree recording the so-called Hellenic Alliance of c. 303/302 BCE between Antigonus and Demetrius and their Greek allies provides further insight into the costs of mercenary employment, in so far as it preserves the sum to be paid in lieu of sending troops: costs are stated as 50 drachmas per day for a cavalry man; 20 drachmas for a hoplite; and 10 drachmas for a light-armed soldier or sailor.119 These sums appear rather high in comparison to known wages of the Classical period, yet similar – and indeed higher – levels of pay are recorded in the historiography of the Successor armies: stellar sums are reported for the early Successors’ expenses to keep their soldiers employed,120 and significant one-off bonuses were given when attempting to tempt soldiers to enlist or defect.121 Although historiographers might have exaggerated the numbers reported, the very significant upsurge in the minting efforts of both the Successors and the Hellenistic kings surely corroborates their high expenditure.122 Furthermore, employers of mercenaries appear in direct and very active competition with each other for soldiers, thereby inflating the price of military service: Eumenes, for instance, enlisted men from across the Mediterranean after publically announcing that he would raise pay to a notable rate.123 Epigraphic evidence related to soldiers’ demands for better conditions of service attests to an ability to influence the rate of pay mercenaries were offered. The agreement between Eumenes I of Pergamon and his (potentially mutinous) soldiers124 showcases the conditions that soldiers sought:125 aside from an agreed payment for the coming

Aristoph. Ach. 159. Griffith 1935, 295 rightly reminds us that this figure will have included rations. Demosth. or. 4, 8. Note that this figure was specifically aimed at providing soldiers’ upkeep during the time of Athenian financial duress; soldiers were expected to gain additional rewards from any (authorised) loot obtained. See de Callataÿ 2009, 53–58 for discussion of the low rate of pay for the Ten Thousand. 119 IG IV2.1 68. See Ferguson 1948, esp. 112–113 for a reading of this alliance as an instrument aimed at the mobilisation of additional troops. 120 Select examples include the 5.000 talents collected by Harpalus with which he enlists 6.000 mercenaries (Diod. XVII 108, 7); the 8.000 talents used by Ptolemy to assemble an initial levy of mercenary troops (Diod. XVIII 4, 1); or the 10.000 talents collected from the treasury by Antigonus (Diod. XIX 56). 121 For example, Antigonus allegedly gave out grants of land to soldiers who defected to him (Diod. XIX 25, 3), or offered money (Diod. XIX 26, 3); and Ptolemy is said to have paid the one-off sum of one talent for each commander and two minas for each common soldier to enlist (Diod. XIX 75, 1). 122 This holds true especially if the link between military expenditure and minting is correct. See, for example, de Callataÿ 2000. For the spread of coinage in the Hellenistic world, see Meadows 2014. 123 Diod. XVIII 61, 4. 124 Staatsverträge III 481 (= I.Perg. I 13; OGIS I 266). The inscription is dated to between 261 and 224 BCE. Launey 1949/1950, II 739 sees this document as resulting from a dispute between the soldiers and their employer. Chaniotis 2005, 86 thinks that it refers to a mutiny. See especially Trundle 2008 for discussion of this document as evidence for mercenary employment. 125 See Staatsverträge III 481, 1–15 for the agreed conditions. For discussion of the document, see Virgilio 1983; Trundle 2008. 118

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four months,126 and a fixed low price for wine and grain,127 soldiers also received a guarantee of a fixed length of the campaigning year,128 and a tax-break for the current year.129 Conditions also included a removal of export duties on the possessions of those who chose to leave service and the Pergamene territory;130 the promise of outstanding pay for those who had completed their agreed service;131 and, strikingly, protections for orphans. Such additional benefits and privileges are not atypical, being attested elsewhere: the protection of orphans and their inheritances, for instance, dates back to at least the campaigns of Alexander,132 while tax-breaks for soldiers are likewise not unheard of: departing soldiers following the siege of Theangela, for instance, would not be subject to export duties.133 As well as good wages, such privileges could enhance the standard of living for many a mercenary and may have encouraged the wider and general (re-)enlistment of troops. As discussed above, mercenaries were part of the polis’ honorific discourse and mercenary soldiers, whether ordinary or elite, appear to have been able to return to their home polis Through the figure of the returning mercenary – who in some cases may have amassed considerable sums – the polis could share at least in part in the wealth of the royal economies. Furthermore, the relative ease, with which an individual could join an army in a mercenary capacity, may have aided social mobility within the polis: now a military career was open to a much wider group, not just those who could afford the dues; the training and extended experience away could add to one’s skill and status; and such experience may lead to launching a successful military career, as the figure of Leosthenes shows. However, not only the influx of the wages was of relevance to the mercenary soldiers’ home polis. The nature of Hellenistic kingship dictated acts of euergetism towards both individuals and cities.134 We can anticipate that elite mercenaries had a crucial role to play within this system: Kallias of Sphettos, for instance, was in part honoured for his role in securing a grant of food and money from Ptolemy;135 likewise, Philippides ensured the provision of grain and gift of money from Lysimachus.136 Thus, such elite mercenaries also acted as important agents in establishing links between king and polis.

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Staatsverträge III 429, 16–17. The document is dated to 310 BCE. Ibid. 3–4. Ibid. 4–5. Ibid. 9–11. Ibid. 11–12. Ibid. 6–8. Diod. XVII 110, 3. Staatsverträge III 429, 17–19. Ma 2003. SEG XXVIII 60, 48–50 recording a gift of 50 talents of silver and 20.000 medimnoi of wheat. IG II2 657, 33–35.

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V. Conclusion Classical Athenian sources had little good to say about mercenaries. And yet, we ought to avoid giving such characterizations too much weight, in so far as they appear to be a reflection of elite concerns, rather than the reality experienced by the Athenian demos. While pejorative depictions of mercenary service certainly occur, these appear to have been formulated in response to the apparent decline of the traditional soldier’s viability in the rapidly evolving theatre of war, within which the professional soldier rapidly gained prominence from the late Classical period onwards. It is evident that many Athenians seem to have readily sought a route into professional military careers. Both ordinary troops and high-ranking soldiers are attested, especially from the death of Alexander onwards. Concomitant to this apparent increase in Athenian mercenary service, we see changing attitudes to the phenomenon within the polis itself. Derogatory assessments of mercenary service gradually disappear and mercenary soldiers are no longer singled out as such by contemporary sources; instead, we see the emergence of a culture, in which individuals acting as mercenaries were not only tolerated, but featured prominently in the polis’ honorific discourse. This paper has argued that this drastic shift in perception should be attributed to the socio-economic benefits that mercenary service entailed for both the soldiers and their home polis, particularly because of mercenaries’ ability to bring in wealth, either through wages (and bonuses), or by acting as intermediaries between their home polis and their employers. Such benefits are already apparent during the late Classical period, but become all the more prominent in the aftermath of the death of Alexander the Great, when his Successors, and later the Hellenistic kings, engaged in almost continuous warfare and were prepared to invest heavily in their war-making capacity and generate these professional corps. Of course, increased warfare is in itself not necessarily a positive development – since it will doubtlessly have affected many communities negatively – but it provided the broader context, within which mercenary service could come to be deemed as favourable to the polis. Thus, rather than enemies of mankind, mercenaries should be seen as important agents of socio-economic change; changing attitudes to these soldiers reveal neatly how the polis came to accept their new role as potential beneficiaries.

III. Die Söldner als soziale Individuen und Gemeinschaften

Les Trales (Traleis) dans les sources hellénistiques Des communautés militaires en mouvement dan dana La documentation sur les Thraces1 dans les armées hellénistiques étant extrêmement abondante,2 en particulier dans le domaine lagide avec son incomparable documentation papyrologique,3 j’ai choisi de consacrer une étude à la peuplade énigmatique des Trales (Τραλεῖς), sur laquelle les sources sont à la fois parcimonieuses et ambiguës. Leur appartenance ethnique, disputée entre Thraces et Illyriens, d’après les sources antiques, a été longtemps débattue par les historiens modernes.4 Le réexamen des sources littéraires, qui consistent en quelques mentions sporadiques, sera mené en parallèle avec celui du dossier épigraphique, qui a l’avantage de s’agrandir. Dans ce dernier cas, on ne connaissait, jusqu’il y a assez récemment, que trois documents : deux décrets de Samothrace, sous le règne de Ptolémée III, et les fameux accords de Pergame entre Eumène Ier et des soldats révoltés. Or, le dossier épigraphique a été enrichi par l’apport essentiel de deux inscriptions récemment publiées : la dédicace du début du IIe s. (?) d’un groupe de militaires à Drama (Macédoine Orientale), comportant pour la première fois des données onomastiques qui dessinent l’identité ethno-culturelle

1 2 3

4

Sauf mention contraire, toutes les dates s’entendent avant notre ère. Les traductions des textes littéraires sont celles de la CUF. Sur les Thraces dans les armées hellénistiques, voir, entre autres : Griffith 1935, 253–254 ; Launey 1949/1950, I 366–398 (synthèse) ; II 1191–1203 (catalogue de noms), avec l’ensemble du dossier disponible à son époque ; Dana 2011 (quelques pistes, en exploitant les données onomastiques). La prosopographie de Velkov/Fol 1977 sur les Thraces en Égypte (avec les critiques de Bingen 1983) est à présent dépassée ; sur les origines des clérouques ptolémaïques, dont des nombreux Thraces, voir Bagnall 1984 ; sur les communautés thraces dans l’Arsinoïte, voir Dana 2017. L’auteur de ces lignes et C. La’da (University of Kent) préparent une nouvelle prosopographie commentée des Thraces dans l’Égypte ptolémaïque. Sur les Trales, voir les mentions rapides ou détaillées de : Reinach 1909, 55–59 (confusion avec l’Illyrie) ; Berve 1926, I 136 ; Polaschek 1937 ; Launey 1949/1950, I 398–402 (dossier complet à son époque) et réimpr. 1987, Add. II 1099 ; Detschew 1957, 518–520 (une partie des sources) ; von Bredow 2002 ; Koukouli-Chrysanthaki 2006, 62–67 ; Abd el-Fattah et al. 2014, 158–159 ; Zannis 2014, 308–309 ; 494–495 ; Juhel 2015, 88–89 ; 98–100.

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des Trales ; la mention d’un koinon militaire à Alexandrie d’Égypte, sous Ptolémée VI Philomètôr, qui confirme l’origine thrace de cette peuplade. Ce dossier renouvelé permet de mieux connaître une population qui a fourni des renforts à Alexandre et des groupes de mercenaires aux principales armées hellénistiques (antigonide, attalide, lagide, séleucide), tout particulièrement au IIIe s. et au début du siècle suivant. Il offre également l’occasion d’interroger les clichés anciens et modernes sur les Thraces5 comme sur les « mercenaires », afin de placer leur recrutement et leur éventuelle spécialisation dans une perspective plus large. Le cas des Trales, qui se laissent entrevoir dans un double mouvement, à la fois géographique et en tant que « normalisation » de leurs corps spécialisés au sein des armées hellénistiques, peut enrichir le dossier sur l’évolution particulière des communautés militaires à l’époque hellénistique, loin des clichés sur des populations barbares dont la seule vocation était de rester de purs mercenaires sans attaches. I. Les sources littéraires : des mentions éparses Au sujet des Trales, les historiens modernes hésitaient entre une origine thrace ou illyrienne, sur la foi des textes littéraires – où les deux attributions ethnico-géographiques sont mentionnées6 –, voire envisageaient une solution intermédiaire, celle d’une population mixte, thraco-illyrienne.7 Vers le milieu du siècle dernier, M. Launey déplorait encore l’état des connaissances sur cette peuplade, « dont malheureusement les affinités ethniques ne sont pas bien déterminées ».8 Si l’origine thrace était parfois privilégiée – également en raison de la tenace réputation martiale des Thraces9 –, la preuve absolue manquait encore. Pourtant, O. Masson notait déjà, à propos de l’an-

5 6

7 8 9

Les Thraces attestés dans le monde grec par de très nombreuses mentions épigraphiques et papyrologiques sont pour les Modernes – durablement influencés par les mentions littéraires – soit des esclaves, soit des « mercenaires ». La situation est pourtant infiniment plus complexe. Thraces (ou habitant en Thrace) : Plut. Agesilaos 16, 1 (= Apophth Lac , Agesilaos 42) ; Diod. XVII 65, 1 ; Strab. XIV 1, 42 (C 649) ; Hesych. s. v. Τραλλεῖς (T 1241). Illyriens : Liv. XXVII 32, 4 (Illyriorum id est genus) ; XXXI 35, 1 ; XXXIII 4, 4 (Thracumque et Illyriorum) ; Steph. Byz. s. v. Βῆγις (πόλις Τράλλεων. οὗτοι δὲ τῶν Ἰλλυριῶν μοῖρα) ; s. v. Βόλουρος (πόλις τῶν ἐν Ἰλλυρίᾳ Τράλλεων. « μοῖρα γὰρ τῶν Ἰλλυριῶν Βῆγις καὶ Βόλουρος ») ; s. v. Τραλλία. Pour les opinions tout aussi divergentes des historiens modernes, voir Polaschek 1937, 2091–2092 ; Detschew 1957, 520. On ignore la raison de la confusion chez Tite-Live ; chez Étienne de Byzance, il doit s’agir soit d’une source commune, soit d’une confusion tardive entre l’antique Illyrie et le grand Illyricum de l’Empire tardif. Cette double attribution reflète la vision assez nebuleuse des « barbares » du Nord qu’ont encore la plupart des Modernes. La toponymie et l’anthroponymie montrent pourtant qu’il s’agit de populations qui n’étaient pas apparentées, mais qui connaissaient une forte diversité interne. Launey 1949/1950, I 398. Ainsi Hdt. V 6 ; Thuk. VII 29, 4 ; à l’époque impériale, Veg. mil. I 28.

Les Trales (Traleis) dans les sources hellénistiques

145

throponyme Τραλις, présent avec d’autres noms de facture thrace parmi les noms de militaires attalides de Lilaia de Phocide : « je doute qu’on doive rattacher les Trales au groupe illyrien ».10 Leur prémière mention littéraire serait un fragment des Philippika de Théopompe (FGrH 115 F 377, Τράλλ⟨ε⟩ις), malheureusement sans aucun contexte.11 Cependant, leur première mention chronologique, évoquée par Plutarque lorsqu’il présente le retour d’Asie d’Agésilas, daterait ni plus ni moins du règne de Xerxès (485–465), qui aurait fait des cadeaux aux Trales (οἱ δὲ καλούμενοι Τράλλεις, οἷς καὶ Ξέρξης ἔδωκεν, ὡς λέγεται, δῶρα, τῆς διόδου μισθὸν ᾔτουν τὸν Ἀγησίλαον ἑκατὸν ἀργυρίου τάλαντα καὶ τοσαύτας γυναῖκας).12 D’après la biographie rédigée par Plutarque, le roi spartiate Agésilas, rappelé d’Asie au début de l’été 394, franchit l’Hellespont et traverse le Sud de la Thrace ; alors que toutes les peuplades thraces le laissent passer et lui fournissent une escorte, seuls les Trales lui demandent des cadeaux en argent et en femmes, avant qu’ils ne soient vaincus par le roi spartiate lors d’une bataille. Cela incitait déjà les commentateurs, tel M. Launey, à les localiser dans la région de la vallée supérieure du Nestos, au Sud de la Thrace. En recoupant les sources littéraires et épigraphiques, on arrive à une douzaine de mentions des Trales à partir d’Alexandre et jusqu’au deuxième quart du IIe s., dans les armées hellénistiques des quatre grands royaumes issus de son héritage ; autant dire que leur évolution historique commence à être mieux connue.13

10

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Masson 1993, 166 n. 22. Il est question de plusieurs décrets de Lilaia de Phocide (F.Delphes III.4 132–135), octroyant la proxénie et d’autres privilèges aux contingents d’une garnison envoyée par Attale Ier, au cours de la première guerre de Macédoine, probablement vers 208. Selon l’observation pertinente de Masson, les mercenaires qualifiés de « Mysiens » ne sont point des « Barbares hellénisés » venus de Mysie, puisqu’ils portent un « pseudo-ethnique » caractérisant un corps spécialisé de cavaliers ; il constate ainsi que certains portent des noms plus ou moins clairement macédoniens, tels Ἀρύββας, Ἀττίνας et Βύττακος, et remarque le patronyme thrace Τραλις (F.Delphes III.4 132, III 14). D’autres Thraces dans ces listes : Bithys, fils de Kléôn, de Bisanthè (F.Delphes III.4 133, II 28) ; [---], fils de Bithys, de Thessalonique (F.Delphes III.4 134, I 25) ; Makrôn, fils d’Amatokos, de Pergame (F.Delphes III.4 133, II 21). Steph. Byz. s. v. Τραλλία : μοῖρα τῆς Ἰλλυρίας. λέγονται καὶ Τράλλοι, καὶ Τράλλεις παρὰ Θεοπόμπῳ. λέγεται καὶ Τραλλικὴ καὶ Τράλλα. ἔστι καὶ Τράλλιον Βιθυνίας, ἣ καθήκει πρὸς τὸν Ἀστακηνὸν κόλπον. τὸ ἐθνικὸν τούτου Τράλλιοι. Plut. Agesilaos 16, 1 (= Apophth Lac , Agesilaos 42) ; voir Archibald 1998, 124. L’histoire de leurs rapports avec Xerxès est sans doute une invention. Leur recrutement dans les armées hellénistiques est similaire à celui d’autres peuplades au Nord de la Macédoine, pour la plupart thraces, comme les Agrianes (infantérie légère, voir Launey 1949/1950, I 404–407 ; Hatzopoulos 2001, 69–70 ; un seul exemple en Égypte : Pros. Ptol. X E2) ; voir également le cas des Péoniens (Launey 1949/1950, I 402–404 ; quatre exemples en Égypte : Pros. Ptol. X E1928–1931).

146

dan dana

Date

Roi

Région/ bataille

Trales (effectifs)

Autres troupes

Source

330

Alexandre le Grand

renforts envoyés par Antipatros

3000 (ou 3500)

600 cavaliers thraces

Diod. XVII 65, 1 ; cf. Curt. V 1, 41

263–241

Eumène Ier

Attaleia (Lydie), sous les ordres d’Olôichos

inc.

fantassins, cavaliers

I.Perg. I 13 = OGIS I 266

240–221

Ptolémée III Évergète (ou cité de Samothrace)

Chôrion (Pérée de Samothrace)

inc.

fantassins, cavaliers

IG XII.8 156 = Syll.3 502

240–221

Ptolémée III Évergète (ou cité de Samothrace)

Chôrion (Pérée de Samothrace)

inc.

fantassins, cavaliers

AJPh 60, 1939, 452–458

209

Philippe V

Élis (Élide)

inc.

199

Philippe V

Lyncus (Macédoine)

400

300 Crétois

Liv. XXXI 35, 1

197

Philippe V

Cynoscéphales (Thessalie)

2000

2000 Thraces

Liv. XXXIII 4, 4

Liv. XXVII 32, 4

début du Philippe V (?) Drama (Macédoine IIe s. (?) Orientale), sous les ordres de [.]asis fils de Doulès

petit groupe

190

Eumène II

Magnésie du Sipyle (Asie Mineure)

500

500 Crétois

Liv. XXXVII 39, 10

190

Antiochos le Grand

Magnésie du Sipyle (Asie Mineure)

1500

1500 Crétois, 1000 Néo-Crétois, 1500 Cariens et Ciliciens

Liv. XXXVII 40, 8 (cf. App. Syr. 32)

189

Attale II

Mont Olympe (Galatie) (campagne de Cn. Manlius Vulso contre les Galates)

inc.

Crétois, Thraces

Liv. XXXVIII 21, 2

Alexandrie (Égypte)

inc.

Masyles venus SEG LXIV 1894 de Libye, = CPI 55 Chypriotes, « Perses »

milieu du Ptolémée VI Philomètôr IIe s.

SEG LVII 577

Les Trales (Traleis) dans les sources hellénistiques

147

À partir d’Alexandre, les Trales commencent à être cités assez régulièrement parmi les contingents des armées royales hellénistiques. En 330, quand le Conquérant quitte Babylone, il est rejoint par des renforts envoyés par Antipatros, sous les ordres d’Amyntas fils d’Androménès : les sources font état de 6000 fantassins et 500 cavaliers macédoniens – et, arrivés « de Thrace », 600 cavaliers ainsi que 3000 Trales.14 Dans l’armée antigonide, Tite-Live nous renseigne à trois reprises sur la présence des Trales dans l’armée de Philippe V (221–179), lors des ingerences romaines dans les Balkans : en 209, à l’occasion de la campagne contre Sulpicius, en Élide, les Trales affrontent les Étoliens ;15 en 199, 400 Trales et 300 Crétois participent à la bataille de Lyncus, au Nord-Ouest de la Macédoine ;16 en 197, 2000 Trales (des peltastes)17 participent à la bataille de Cynoscéphales contre Flamininus.18 Ce sont de petits contigents d’appui, pour des opérations mobiles de harcelement. On peut raisonnablement ajouter le groupe de Trales de la dédicace de Drama, toujours en contexte antigonide, paraît-il (infra, II.3). Dans l’armée attalide, les Trales figurent parmi les contigents impliqués dans les accords avec Eumène Ier (I.Perg. I 13 = OGIS I 266 ; infra, II.2), alors que sous Eumène II, lors de la bataille de Magnésie du Sipyle (190), 500 Trales et 500 Crétois servent comme auxiliaires sur le flanc droit.19 Dans l’armée séleucide, à la même bataille de Magnésie du Sipyle, Antiochos le Grand place 1500 Crétois et 1500 Trales sur le flanc droit.20 Ces deux corps de Trales ne devaient pas s’affronter directement. Enfin, dans le royaume lagide, les Trales sont attestés depuis peu dans une dédicace du Boubasteion d’Alexandrie (infra, II.4) ; il convient d’ajouter peut-être les deux mentions de Samothrace, qui pourraient concerner aussi bien des contingents lagides que des mercenaires engagés par la cité nord-égéenne pour défendre son territoire sur le continent (infra, II.1). Même la graphie de leur nom a été débattue par les Modernes. Dans les sources littéraires, où il est par ailleurs assez corrompu (d’où les émendations des éditeurs),21 l’ethnique présente normalement la gémination (Τραλλεῖς ; lat. Tralles), sans doute

14 15 16 17 18 19 20 21

Diod. XVII 65, 1 ; un chiffre légèrement différent accompagne un ethnique générique chez Curt. V 1, 41 (3.500 fantassins thraces). À mon avis, les cavaliers thraces doivent être originaires des confins du royaume macédonien, et pas de la Thrace propre. Liv. XXVII 32, 4. Liv. XXXI 35, 1. Sur la tradition des peltastes thraces, voir Best 1969. Liv. XXXIII 4, 4. Liv. XXXVII 39, 10. Sur les Trales dans l’armée attalide, voir Hansen 1947, 212. Liv. XXXVII 40, 8 ; App. Syr 32. Sur les Trales dans l’armée séleucide, voir Bar-Kochva 1976, 51 ; 166 ; 171. À titre d’exemple, τρωχαλεῖς et τρωαδεῖς (certains mss. de Plutarque), τραλλεῖς et τραλεῖς (mss. de Diodore), τράλλες (mss. d’Étienne de Byzance).

148

dan dana

par contamination livresque avec le nom plus connu de la ville de Carie (Τράλλεις), dont Strabon rapporte par ailleurs qu’elle serait une fondation des Argiens et de certains Thraces, les « Tralles »22 – opinion généralement rejetée par les historiens modernes. En revanche, dans les inscriptions, le nom de cette peuplade est toujours écrit sans gémination. Il convient donc de choisir comme graphie de leur nom celle des sources directes, d’époque hellénistique, où la gémination est absente : on écrira donc partout Τραλεῖς, les Trales. Des deux autres mentions littéraires sur les Trales, seule la première apporte des données historiques. Il s’agit d’une notice du lexique d’Hésychios d’Alexandrie (tirée du lexique perdu de Diogénianos?),23 qui présente les Trales comme des mercenaires thraces utilisés par les monarques pour l’accomplissement des basses besognes – les meurtres ordonnés par les rois.24 Enfin, les Trales sont cités par Jamblique, ensemble avec les Galates « et la plupart des barbares », comme des peuples qui transmettent à leurs enfants la croyance dans l’immortalité de l’âme ainsi que la vaillance devant les dangers, dans un cliché moralisateur.25 Selon l’intuition juste d’A.-J. Reinach, « l’emploi des Tralliens dans les monarchies hellénistiques a même dû être beaucoup plus étendu que ces textes ne permettraient de le supposer ».26 En plus des mentions littéraires sporadiques, vu le naufrage de la plupart de la littérature hellénistique, les Trales n’étaient attestés jusqu’assez récemment que par trois inscriptions, deux de Samothrace et une de Pergame.

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Strab. XIV 1, 42 (C 649) : κτίσμα δέ φασιν εἶναι τὰς Τράλλεις Ἀργείων καί τινων Θρᾳκῶν Τραλλίων, ἀφ᾽ ὧν τοὔνομα. Voir Biffi 2009, 215‒216 (sans opinion) ; Paunov/Roxan 1997, 278, suivis par Zannis 2014, 309 n. 480 (« peut-être une allusion à la participation des mercenaires thraces d’Alexandre le Grand à une refondation »). Sur la refondation hellénistique de Tralleis (sous le nom de Séleukeia, cf. Plin. nat. V 108), voir Cohen 1995b, 265–268. Dans un catalogue d’initiés de Tralleis à Samothrace du Ier s., le premier porte un nom thrace (IG XII.8 190b = I.Samothrake 47, 36–48) : Τ̣ραλλιανο[ί]· μ̣υστὴς [ε]ὐσεβὴς [ὁ] κατα(γ)γε[λ]εὺς τοῦ [ἱ]εροῦ καὶ σ̣τ[ε]φανείτου ἀγῶνος τῶν Πυθ[ί]ων καὶ ἱεραγωγὸς Α̣ματοκος [Δ]ημητρί[ου ---]. ̣ Hesych. s. v. Τραλλεῖς (T 1241) : οὕτως ἐκαλοῦντο μισθοφόροι Θρᾷκες τοῖς βασιλεῦσιν, οἱ τὰς φο{ι}νικὰς χρείας πληροῦντες. La notice d’Hesych. s. v. Τραλλόν : πικρόν (« cruel, violent ») pourrait être en rapport avec la réputation des Trales. Cf. déjà le massacré perpétré à Mycalessos en Béotie par des mercenaires thraces (Thuk. VII 29, 4, qui qualifie ce peuple de φονικώτατον, « avide de sang, particulièrement sanguinaire »). Vers 259, Ptolémée dit « d’Éphèse », héritier présomptif de Ptolémée II ayant fait défection, est tué à Éphèse par ses soldats thraces (Athen. 593a–b : ὑπὸ Θρᾳκῶν ἐν Ἐφήσῳ ἐπιβουλευομένου τοῦ Πτολεμαίου) ; voir Bagnall 1976, 170–172 ; Oikonomides 1984. Iambl. v P XXX 173 ; ici, les Trales sont cités à la place de l’ethnique générique des Thraces. Pour la graphie, Deubner donne Τράλλεις (d’après la conjecture de Scaliger), alors que les mss. ont τραλις. Reinach 1909, 56.

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II. Les inscriptions : des moments, des places, des évolutions II.1 Le dossier de Samothrace Ce dossier comporte deux décrets contemporains de Samothrace, en l’honneur d’officiels lagides sous Ptolémée III Évergète (240–221) : I. Dans le premier décret, inclus dans les IG, C. Fredrich transcrivait au début de la l. 12 βραδέσιν, étant suivi par W. Dittenberger dans la Syll.3 ; c’était en effet une proposition d’U. von Wilamowitz-Moellendorf, synonyme de ὑστεροῦσιν, « eis qui non in tempore veniebant », conjecture qu’il avait proposée au premier éditeur O. Kern (1893). Intrigué par ce terme hapax, L. Robert demanda à G. Klaffenbach d’en vérifier la lecture27; ce dernier lui envoya également un estampage, ce qui permit à L. Robert de lire l’ethnique Τραλέσιν et de reconnaître des mercenaires thraces.28 Dans ce décret, qui octroie la citoyenneté au Spartiate Hippomédon, fils d’Agésilaos, stratège de l’Hellespont et de la Thrace, il est question d’avancer de l’argent pour la solde des Trales ‒ εἴς τε τοὺς μισθοὺς [τοῖς] | Τραλέσιν (ll. 11–12) ;29 II. Le second décret, publié en 1939, honore Épinikos, préposé à Maronée (Ἐπίνικος ὁ τεταγμένος ὑπὸ τοῦ βασιλέως Πτολεμαίου ἐπὶ Μαρωνείας). Il était déjà citoyen de Samothrace, soit par naissance, soit par naturalisation pour des services antérieurs.30 Les premiers éditeurs lisaient au début de la l. 36 β̣ρα̣δ̣έσιν, sur la foi de la première inscription, terme corrigé aussitôt en Τραλέσιν par M. Rostovtzeff et L. Robert, sur la base du premier décret.31 Ce texte comporte une formulation similaire à celle du premier, avec la même précision toponymique – εἰς τοὺς μισθ|οὺς τ̣ο̣ῖ ̣[ς] διαφ̣υ̣λάξασιν | Τ̣ρα̣λ̣έσιν τὸ Χωρίον (ll. 24–26). Comme le montre L. Migeotte, ces deux « décrets jumeaux » (cf. L. Robert) sont inséparables,32 car chacun rend hommage à un officier établi par les Lagides dans les 27 28

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La correspondance très riche entre L. Robert et G. Klaffenbach sera publiée par K. Hallof et D. Summa (782 lettres entre 1929 et 1972). Robert 1935, 425–427, pl. XXVII (= OMS I, 182–184, pl. II). La correction de L. Robert est signalée par Roussel 1939, 134 (des mercenaires thraces que la cité avait pris à sa solde) et dans IG XII Suppl., p. 148. Voir aussi Fraser 1960, 39–40, Appendix I (pl. III), qui écrit pourtant Τραλλέσιν ; I.Thrac.Aeg. TE 63 ; Juhel 2015, 81, qui transcrit [Τ]ρά̣[ λ]εσιν. IG XII.8 156 = Syll.3 502, face A, avec la correction de L. Robert (voir n. 28). Sur ce personnage, voir Paschidis 2008, 415, n° D52 ; il date pourtant le décret d’Épinikos peu avant celui d’Hippomédon (car le stratège n’est pas mentionné), ce qui n’est pas assuré. Bakalakis/Scranton 1939, 452–458 ; correction de Rostovtzeff 1940, 207–208 (et « Addendum » de C. B. Welles, p. 208). D’autres mentions : J. et. L. Robert, BE 1939, 298 ; 1940, 105 ; 1942, 139 ; 1950, 25, p. 129 ; Robert 1974, 85–89 (= OMS VI, 307–310) ; I.Thrac.Aeg. TE 64 ; Juhel 2015. Cf. Robert 1963, 77–79 (= OMS VI, 616–618). D’autres commentaires : Fraser 1960, 7–11 ; Gauthier 1979 ; Migeotte 1984, 235–238, n° 68 ; Psoma 2008, 133–134 (date : 228–225). Sur le sort de la Pérée de Samothrace au début du IIIe s. et l’apparition de points fortifiés (du type ὀχύρωμα et χωρίον) sous domination ptolémaïque, voir Psoma 2008, en partic. 130–131.

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régions de la Thrace et de l’Hellespont, faisant allusion à des évènements analogues et contenant des formules semblables (je reprends ici la traduction de P. Gauthier) : – décret I (ll. 14 ; 8–11) « Attendu qu’Hippomédon, fils d’Agésilas, Lacédémonien, qui a été établi par le roi Ptolémée stratège de l’Hellespont et des régions de la Thrace (…) et (attendu qu’)il pourvoit en tout à la sécurité du Fort (τὸ Χωρίον), envoyant pour en assurer la garde des soldats, cavaliers et fantassins, des traits et des catapultes ainsi que les servants de ces machines » ; (ll. 11–14) « et (attendu que), prié de consentir une avance pour régler la solde des Trales, il a versé de l’argent, voulant accéder toujours aux demandes de la cité » ;33 – décret II (ll. 15–23) « et alors que les districts du Fort se trouvaient en état de guerre du fait des Barbares, (attendu qu’)il a employé tout son zèle et toute son ardeur à en assurer le salut, ayant envoyé des soldats qui assureront la garde, des catapultes et des traits, ainsi que les servants de ces machines » ; (ll. 23–34) « et (attendu que), prié d’avancer de l’argent pour la solde des Traleis qui assureront la garde du Fort, il a consenti, désirant agir conformément à l’attitude du roi et aux bienfaits antérieurement rendus pour lui ; et (attendu qu’)une ambassade lui ayant été envoyée, il a prêté de l’argent sans intérêt pour constituer un fonds de blé, dans des circonstances critiques [---] ».34 Les deux documents35 se situent entre 240 et 221, bien après l’invasion galate ; les Barbares évoqués doivent être plutôt des Thraces des alentours, sans exclure pourtant les Galates du royaume de Tylis. Les ἐγχώρια μέρη constituent la Pérée Samothracienne (et pas l’île), pour la défense de laquelle les citoyens de Samothrace sollicitent l’aide du commandant militaire lagide Épinikos, préposé à Maronée. Dans le décret pour Hippomédon, Χωρίον désigne un fortin, tout comme, dans le décret pour Épinikos, est mentionné un Χωρίον gardé par des Traleis, dans la Pérée.36 On comprend ainsi que dans la Pérée de Samothrace se trouvaient des points d’appui fortifiés contre les Thraces, mais aussi des colons pour exploiter ces domaines ; les deux décrets attestent

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[ἐπει|δὴ Ἱππομέδων] Ἀγησιλάου Λακεδαι[μόνιος ὁ ταχ|θεὶς ὑπὸ τ]οῦ βασιλέως Πτολεμαίου στ̣ρατ̣ ̣ [ηγὸς | τοῦ Ἑλ]λησπόντου καὶ τῶν ἐπὶ Θράικης τόπων (…) | τῆς τε κατὰ τὸ χωρίον ἀσφαλείας πᾶσαν πρόνοιαν [ποιεῖ]|ται ἀποστέλλων τοὺς διαφυλάξοντας ἱππεῖς [τε καὶ] |10 πεζοὺς στρατιώτας καὶ βέλη καὶ καταπάλτα[ς καὶ] | τοὺς χρησομένους τούτοις, εἴς τε τοὺς μισθοὺς [τοῖς] | Τράλεσιν ἀξιωθεὶς προδανεῖσαι χρήματα ἔδω[κεν],| βουλόμενος ὑπακούειν πάντα τὰ ἀξιούμενα [ἀεὶ] | τῆι πόλει κτλ. ἀξι ω̣ ̣θείς τ[ε] δανεῖ|σαι ̣ χρήματα εἰς τοὺς μισθ|25 οὺς τ̣ο̣ῖ [̣ ς] διαφυ̣̣ λάξασιν | Τ̣ρά̣λ̣εσιν τὸ Χωρίον ̣ ὑπήκου|σεν βουλόμενος ἀκόλουθα | πράττειν τῆι τοῦ βασίλεως αἱ|ρέσε̣ι κ̣αὶ τοῖς προϋπη̣ργμένοις |30 [πα]ρ᾽̣ α[ὐ]τ[ο]ῦ̣ [φ]ιλανθρώ̣ ποις πρὸς | [τ]ὴν̣ [πό]λ[ιν· πρε]σ[β]είας τε ἀπο|σταλείσης πρὸς αὐτὸν ἐδά|νεισεν χρήματα ἄ[τοκα εἰς σι|[τοθ]ε̣σί ̣[αν] ἐν̣ κ̣αιροῖς ἀναγκαίοις | [---]. Selon Robert 1963, 79 (= OMS VI, 618), pour les Samothraciens l’expression « le Χωρίον » flotte entre l’appellatif et le toponyme, étant « Le Fort », « la Forteresse » de la Pérée, et non un point fortifié de l’île. Sur la Pérée de Samothrace au IIIe s., voir Roussel 1939.

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avec les mêmes détails le déploiement d’une force militaire composite pour protéger la Pérée d’une invasion barbare. Selon L. Robert, « Hippomédon a avancé de l’argent aux Samothrakiens pour la solde des Traleis ; il semble que les Samothrakiens avaient engagé d’eux-mêmes pour assurer leur sécurité une troupe de ces mercenaires » ; il exclut donc l’autre possibilité, celle de l’existence d’un corps de Trales envoyés par Hippomédon. Cette explication des rapports entre Hippomédon, les Trales et Samothrace a été acceptée par les commentateurs ultérieurs,37 même si on ne peut pas exclure la seconde possibilité. Dans les deux cas, l’on constate une présentation successive de moyens militaires pour assurer la sécurité du « Fort » (cavaliers, fantassins, projectiles, catapultes et leurs spécialistes), avant la mention finale des Trales. Plus important encore, dans un cas comme dans l’autre, les Trales restent à la charge de la cité. Le contrôle lagide s’exerce au Nord de l’Égée après 246 jusqu’à la fin du IIIe s. et concerne Lesbos, Samothrace, l’Hellespont (autour de Lysimacheia) et la Thrace Égéenne, avec des gouverneurs attestés à Aïnos et Maronée.38 Ce district était dirigé par le stratège de l’Hellespont et de la Thrace, tel Hippomédon, et contrôlait ces franges septentrionales de l’Empire lagide grâce à des garnisons, aux ordres d’un ἐπὶ τῆς πόλεως – comme Épinikos, préposé à Maronée. Si Épinikos, subordonné d’Hippomédon, est inconnu par ailleurs, quelques autres sources mentionnent le nom et la titulature du Lacédémonien (Pros. Ptol. VI 14605 = X E1316).39 Défini, dans le décret de Samothrace, comme Λακεδαι[μόνιος ὁ ταχ|θεὶς ὑπὸ τ]οῦ βασιλέως Πτολεμαίου στ̣ρ̣ατ̣[ηγὸς | τοῦ Ἑλ]λησπόντου καὶ τῶν ἐπὶ Θράικης τόπων,40 il est dit ailleurs ὁ Λακεδαιμόνιος ὁ νῦν ἐπὶ Θρᾴκης καθεστάμενος ὑπὸ Πτολεμαίου,41 étant nommé à deux reprises dans un papyrus datant probablement de 219,42 qui évoque aux ll. 8–9 des affaires au Nord de l’Égée – ἐν τοῖς κατὰ Λέσβον καὶ Θράικην | τόποις.

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Robert 1935, 427 et n. 3 (= OMS I, 184 et n. 3) ; Migeotte 1984, 237. Il explique ainsi la distinction entre les soldats et les équipements envoyés par les officiels, d’une part, et les Trales, d’autre part, pour la solde desquels la cité manquait d’argent. Bagnall 1976, 159–168 ; Avram 2003, 1208–1209. Après 241, à la mort de son cousin Agis IV, Hippomédon quitte sa patrie pour se mettre au service de Ptolémée Évergète. IG XII.8 156, 3–4. Télès, De fuga, p. 23 Hense2. P.Tebt. I 8, 47 ; 54 (papyrus daté vers 202–201 par Lanciers 1991).

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II.2 Accords de Pergame Dans les célèbres accords entre Eumène Ier (263–241) et des soldats révoltés,43 les Trales reviennent à deux reprises, à la l. 23, où il est question d’Ὀλώϊχος (nom macédonien)44 καὶ οἱ ὑφ᾿ αὐτὸν Τραλεῖς, et à la l. 59 (καὶ Τράλεσιν). Il s’agit d’une ὁμολογία avec les mercenaires en garnison dans deux fortins : – à Philétaireia (près du mont Ida, entre la Troade et la Mysie), où se trouvaient le stratège Paramonos,45 avec les ἡγεμόνες et les στρατιῶται/ἔμμισθοι, mais aussi le phrourarque Arkès (et des φρουροί) ainsi que Philônidès et les ἄμισθοι (soldats sans solde) ; – à Attaleia en Lydie (près de Thyatire),46 où se trouvaient le stratège Polylaos, avec les ἡγεμόνες et les στρατιῶται/πεζοί, ainsi que l’hipparque Attinas et ses cavaliers et, enfin, Olôichos et les Trales. Ces accords nous font connaître les pétitions (ἀξιώματα) des soldats en service dans deux garnisons qui portent des noms dynastiques attalides. Selon le commentaire avisé de B. Virgilio, il s’agit, plutôt que de soldats séleucides passés sous contrôle attalide après 261 (date de la victoire de Sardes d’Eumène Ier contre Antiochos Ier), d’une rébellion des mercenaires et soldats de deux garnisons, précisément après la victoire de Sardes. Les Trales sont donc attestés à Attaleia de Lydie, qui a été localisée sur la colline Yaran Tepe près de Selçikli, dans la fertile vallée supérieure du Lycos,47 près de Thyatire (encore séleucide). Le statut exact de Philétaireia et d’Attaleia reste indéfini à cette époque, et l’on peut hésiter entre de simples fortins (φρούρια) ou des colonies militaires (κατοικίαι). B. Virgilio estime pourtant qu’il s’agit de soldats installés avec leurs familles et leurs biens, mais pas encore des colonies militaires. On peut toutefois constater une diversité d’unités/contingents, avec des corps particuliers à Attaleia (les Trales), aux côtés des corps réguliers de la stratégie.48 La présence des Trales dans les armées séleucide et attalide en Asie Mineure doit être placée dans le contexte général de l’emploi considérable des militaires thraces, phénomène qui a pu donner naissance à des colonies militaires, en particulier dans la Phrygie Parorée – ainsi, à Apollonia de Pisidie (Mordiaion) et à Néapolis –, ou à d’autres implan-

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I.Perg. I 13 = OGIS I 266 = Staatsverträge III 481 ; Griffith 1935, 172–173. Voir le commentaire approffondi de Virgilio 1983 (= Virgilio 1988, 111–151 = Virgilio 2014, 81–102). Cf. J. et L. Robert, BE 1969, 372 ; 1970, 480 ; 1976, 366 ; 1977, 279 ; O. Masson, OGS II, 470 ; Hatzopoulos 2010, 361–362. La stratégie est l’unité militaire d’infanterie (pas un district militaire et administratif). Sur Attaleia, voir Cohen 1995b, 205–206. Qui renvoie vers la composante agraire des colonies militaires attalides. Sur l’histoire militaire des Attalides, voir Ma 2013a, en partic. 62–75 pour les colons militaires (Mysiens, Macédoniens).

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tations.49 Dans la capitale attalide, Pergame, il est intéressant de noter des patronymes thraces dans les listes éphébiques d’époque hellénistique,50 sans oublier le patronyme d’un militaire mentionné dans l’un des décrets de Lilaia de Phocide : Makrôn, fils d’Amatokos, de Pergame.51 Une inscription récemment publiée, provenant de Yaylakale, dans la région de Yüntdağ (entre Apollonis et Pergame), nous fait connaître le patronyme thrace d’un phrourarque attalide de la première moitié du IIe s. :52 ἐπὶ Δημητρίου φρουράρχου, τοῦ κτίσαντος τὸ ἱερὸν· ἀγαθῇ τύχῃ· συνῆλθον οἱ πρῶτοι Ἀσσκληπιασταί· Δημήτριος Σευθου κτλ. Sans patronyme dans l’intitulé, Démétrios est le fondateur du sanctuaire et le premier à être nommé dans la liste des premiers membres d’une association d’Asclépiastes, qui comporte des noms macédoniens (Κάλας, Μακεδών, Νικάνωρ).53 En Lydie voisine, d’autres noms thraces sont connus. Tout d’abord, à Apollonis, fondation d’Attale Ier mais superposant ou englobant des implantations militaires séleucides, un catalogue éphébique du Ier s. mentionne par deux fois un certain Démétrios, fils de Σαδαλας, dans une liste où L. Robert remarquait la présence des noms macédoniens ; dans un autre catalogue, contemporain, on reconnaît un autre patronyme thrace, Σπαρτοκος.54 À Hypaipa, un magistrat monétaire d’époque impériale porte un possible nom thrace, Γουρας ;55 une épitaphe provenant de la vallée de l’Hermos fournit le nom de Stratonikè fille de Σατοκος ;56 ajoutons l’épitaphe de l’épouse d’un certain Δενδουπορις, à Philadelphie de Lydie ;57 enfin, des noms thraces sont encore attestés à l’époque impériale dans les familles de notables de Maionia (Lydie) et d’Aizanoi (Phrygie), s’agissant très probablement de lointains descendants de colons militaires d’époque hellénistique.58 Je soulignerais que certains noms caractéristiques comme Γουρας et probablement Δενδουπορις indiquent comme origine géographique la Macédoine Orientale.

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Voir en dernier lieu Dana 2011, 107–114 ; Bru 2017, 31–61. Ἀπολλωνίδης Σευθου (Hepding 1910, 423, n° 11, II 4) ; [---]στρατος Βιθυος (Kolbe 1907, 454, n° 358b, 4) ; [--- ---ζ]ε̣λμεως (Kolbe 1907, 455, n° 359, 2). Ajoutons un patronyme dans un catalogue d’époque impériale : [---]ατος Τηρου (I.Perg. II 570, 10). F.Delphes III.4 133, II, 21. Müller 2010, 427 (= SEG LX 1332). Sur les katoikiai macédoniennes en Asie Mineure, voir Cohen 1991. TAM V.2 1203, I 7 (Δημήτριος Σαδαλου) ; IV, 10 (Δημήτριος Σα[δαλου?]) ; SEG XLIX 1541b, 12 (Μην[---] Σ̣παρτοκο[υ]) ([-]ΑΡΤΟΚΟ[-] Malay : ΑΡΤΟΚΟ[---] SEG : Σ̣ΠΑΡΤΟΚΟ[ ] pierre). Les monnaies portent ἐπὶ Γουρα δʹ στρα(τηγοῦ) τὸ βʹ πρώτου (SEG XXXVI 1074 ; c. 161–180 ap. J.-C.) ; ce nom pourrait également être, à Hypaipa, d’origine perse. Στρατονίκη Σατοκου, femme d’Artémidôros, fils de Ménékratès (I.Manisa 458, époque hellénistique), porte un nom macédonien et dynastique. [Ἀρ]τεμιδώρα Πλουτίωνος, [γυ]νὴ δὲ Δεν̣δουπορεος (TAM V.3 1673, IIe/Ier s.). Maionia : Tryphôn, fils de Bithys, premier archonte pour la troisième fois, et son fils Bithys (SEG XL 1095, en 211/212 ap. J.-C.). Aizanoi : Βειθυς Δημητρίου parmi les ambassadeurs auprès de Septime Sévère, c. 196 ap. J.-C. (IGR IV 566, 29) ; inscription honorifique pour l’archonte Αὐρ. Εὔφημος Βειθεως (MAMA IX 29, après 212 ap. J.-C. ; le nominatif est sans doute Βειθης). Un autre Bithys à Saittai (Lydie) : SEG XXXII 1224, en 111/112 ap. J.-C.

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Remarquant la présence conjointe de noms thraces et macédoniens, L. Robert observait que « l’étude, minutieuse et éclairée, des noms macédoniens, permet de voir comment ces noms ont essaimé dans l’Orient grec, à mon avis toujours par les descendants de Macédoniens, et non par une simple mode : ils permettent de fixer les centres de colonisation macédonienne ».

À propos de la présence du nom thrace Sadalas comme patronyme d’un éphèbe à Apollonis de Lydie, à côté des noms macédoniens, il émettait deux hypothèses : son porteur aurait été soit un descendant d’une famille de mercenaires thraces, soit « un macédonien de la partie thrace de ce pays, ainsi la région de Philippes ».59 Comme je l’ai rapidement montré dans un article de 2011, et comme j’ai l’intention de le faire dans une étude plus ample, la seconde possibilité est à privilégier : en effet, les porteurs de noms thraces dans les régions citées ci-dessus doivent être en partie les descendants des militaires thraces ayant participé à la campagne asiatique d’Alexandre, recrutés principalement en Macédoine Orientale, éventuellement en d’autres régions aussi (Thrace occidentale et égéenne), en partie les descendants d’autres Thraces recrutés à plusieurs reprises par les Séleucides et les Attalides, dont les Trales. Comme je l’ai déjà énoncé, l’appartenance ethnique des Trales, disputée entre Thraces et Illyriens, d’après les sources anciennes, a été longtemps débattue par les historiens modernes. Récemment, P. Juhel vient de republier le « décret d’Épinikos de Maronée », qu’il interprète comme un témoignage du règne de Ptolémée Kéraunos (281–279), rejetant l’attribution consensuelle au temps de Ptolémée III Évergète (240– 221).60 Sans discuter ici ses arguments, qui ne me paraissent par ailleurs trop convaincants, je note que P. Juhel semble réhabiliter la thèse d’une origine illyrienne des Trales, qui seraient d’après lui une population déplacée par les Antigonides entre le Strymon et le Nestos – plus précisément, par Philippe II. En cela, il ignore la découverte épigraphique récente de Drama, qui confirme, par son onomastique particulière, le caractère thrace de cette population, et plus particulièrement son caractère thrace occidental. II.3 La dédicace de Drama : onomastique thrace et possible localisation des Trales Cette inscription, découverte à Drama (près de Philippes de Macédoine) en 1992 et publiée en 2006, provient du sanctuaire de Dionysos, dont la localisation exacte reste encore inconnue, tout comme le nom antique de cette agglomération. Il s’agit d’une dé-

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Robert 1962, 33 (et notamment 250). Juhel 2015, en partic. 98–100.

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dicace du début du IIe s. (?), en l’honneur de Dionysos Sauveur.61 Les sept lignes gravées sur la partie supérieure d’un bloc de marbre ont été publiées de la façon suivante par C. Koukouli-Chrysanthaki (son texte a été repris dans SEG LVII 577) : [.]ασ[.]ς Δουλεους καὶ μεθ᾿ αὑ|[τ]οῦ Τραλῖς Διονύσῳ | Σωτῆρι εὐχαριστήριον·| Τορκος Ταρουλου, Δανβερενθη[ς] | Δινικενθου, Κετριζεις | Δαλουζελμι[ο]ς, Ταρουσινας | Ζηρ[. .]εου, Αρτιδονις Μενίσκο[υ] (Δουλέος ed pr ). L’éditrice grecque proposait de reconnaître les noms [Τ]άσ[ι]ς? ou [Β]άσ[ο]ς? (l. 1) et Ζηρ[αζ]έου ou Ζηρ[ιζ]έου (l. 7, au génitif). À l’aide d’une meilleure photo,62 j’ai eu l’occasion de donner en 2014 une autre lecture de cette inscription,63 récemment améliorée par N. Šarankov :64

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[.]ασις Δουλεους καὶ οἱ μεθ᾿ αὑ[τ]οῦ Τραλῖς Διονύσῳ Σωτῆρι εὐχαριστήριον Τορκος Ταρουλου, Δανβερενθη[ς] Δινικενθου, Κετριζεις Αλλουζελμιος, Ταρουσινας Τηρη̣πεου, Αρτιδονις Μενίσκο[υ].

À l’exception de Μενίσκος, le seul nom grec de cette liste (qui plus est, un patronyme), tous les autres noms sont de facture indigène, plus précisément des noms thraces ; ce nom grec constitue pourtant un indice de l’acculturation en cours, en plus de la dédicace elle-même. J’insiste ici sur l’importance de reconnaître la différenciation interne de l’onomastique thrace, en particulier la distinction entre les noms de la Thrace propre (grosso modo, l’actuelle Bulgarie) et ce que j’apelle de manière conventionnelle les noms thraces occidentaux (Thrace Occidentale, Macédoine Orientale, île de Thasos).65 Dans cette dédicace de Drama, la plupart des anthroponymes sont typiques de la Macédoine Orientale, car il ne sont jamais attestés en Thrace propre : ainsi Δουλης (l. 1) (OnomThrac 167–169) ; Κετριζ(ε)ις (l. 5) (OnomThrac 84–85, cf. les noms en κετρι-/cetri-) ; Ταρουσινας (l. 6) (OnomThrac 351–353)66; Τορκος (l. 4)

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Koukouli-Chrysanthaki 2006 (photos : 71, fig. 1 ; 72, fig. 4 ; dessins : 73–74) ; inscription mentionnée par A. Chaniotis, EBGR 2008 (Kernos 24, 2011, 243–244). Grâce à C. Brélaz, que je remercie vivement, j’ai pu bénéficier de la documentation photographique rassemblée en vue de la publication du Corpus des inscriptions grecques et latines de Philippes, placée sous le patronage des Éphories de Kavala et de l’École française d’Athènes. Dana 2014b, 181–183 (= NEO I 1.A). Qui a pu examiner la pierre au musée de Drama. Voir Sharankov 2020, 80–81, n° 2a (photo : 81, fig. 2), avec une datation à l’époque romaine (Ier s. av. J.-C.‒Ier s. ap. J.-C.) et qui préfère y voir les membres d’une association religieuse. Pour une description des quatre régions de l’onomastique thrace, voir Dana 2014a, LXIII–LXXXII. Voir mes observations (Dana 2007). Ce nom est en outre attesté plus d’une dizaine de fois dans l’Égypte ptolémaïque, où il est porté par des militaires thraces, et même, par héritage onomastique, par l’agoranome Ταρουθινας d’Oxyrhynchos, au Ier s. ap. J.-C. (Benaissa 2011).

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(OnomThrac 374–375, à l’instar des noms en τορκ-).67 Deux autres noms indigènes sont en revanche plus répandus.68 Je reprends ici le commentaire des autres noms remarquables de cette liste : – Αλλουζελμις (l. 6) : graphie nouvelle, avec assimilation régressive totale, d’un nom thrace connu (Αβλουζελμις et Αυλουζελμις, OnomThrac 17‒18), qui entre dans la très riche série des noms en -ζελμις.69 – Αρτιδονις (l. 7) : absent du répertoire de D. Detschew, l’éditrice le connaissait par un nom mal interprété dans le même recueil du linguiste bulgare, mais elle le prenait pour un nom probablement grec.70 À présent, on dispose de trois autres occurrences (OnomThrac 9), qui pointent vers les franges orientales de la Macédoine : Συραβιτυς Αρτιδονιος à Pergamos, en Piéris (SEG LI 859) ; Δ[ο]υλης Αρτιδονεος dans la région de Bylazora, en Péonie;71 et un autre patronyme à Thasos (gén. Αρτι δ̣ ⟨ο⟩νεως).72 Cette cinquième occurrence, de Drama, est fort heureusement la deuxième avec un ethnique. – Δανβερενθης (l. 4) : nom thrace nouveau, avec le suffixe -ενθης, bien connu, cf. le fréquent Δορζενθης/Δορζινθης (OnomThrac 161), ou encore Δαληζενθης (SEG XLII 580, 79) et Καρβερενθης (OnomThrac 77), ces deux derniers noms attestés en Macédoine Orientale. L’éditrice invoque avec raison, pour le premier élément, le nom hapax Δενβερ73 attesté à Béroia en Basse Macédoine au IIe s. ap. J.-C.74 – Τηρηπης (l. 7) : d’après la photo et le dessin, j’ai corrigé la lecture antérieure ΖΗΡ[. .]ΕΟΥ, qui aurait attesté un nom thrace. Je lis en toute confiance ΤΗΡΗ̣ ΠΕΟΥ (lecture confirmée par N. Šarankov), génitif de Τηρηπης, un autre

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Voir aussi mes observations (Dana 2010, 36–37). Δινικενθος (l. 5) (OnomThrac 134), nom attesté à l’époque impériale dans la région, à Kalliphytos, près de Drama (AE 2009, 1284) ; Ταρουλας (l. 4) (OnomThrac 349–350). Bonne lecture de N. Sharankov (Δαλουζελμι[ο]ς ed. pr.). Pour le traitement du premier membre, on peut citer les graphies d’un autre nom attesté en Macédoine Orientale, Αλλουπορις/Αλλωπορις (OnomThrac 2–3, qui est un avatar du très fréquent Αυλουπορις/Αβλουπορις), dont une autre occurrence à Drama. Dans cette épitaphe il pourrait s’agir d’un membre de la famille de notre Κετριζεις Αλλουζελμιος : (GV 429 = Philippi II 509 ; Ier s. ?) : Αλλουπορις Κ[ε]τρηζειδος | ἥρως χαῖρε.| υἱὸς Κετρηζειδος κεῖμαι | τύμβωι ἐνὶ τῶιδε·| ἡλικ[ί]|ηι μὲν ἐτῶν εἴκοσι ἀ|ποφθίμενος, ὠκύμορος δ[ὲ] | τάλας Αλλουπορις εἶμι καθ’ Ἅ|δην, αἰεὶ δὲ κλαίω πότμον ἄ|ωρον ἐμόν. Αυ̣λοζελμις Αρτιδονιος [Σαπ?]παῖος (IG XII.9 795) ; dans les IG on trouve Διλ[ι]ζελμις, alors que le fac-similé donnait ΑΙΛΟΖΕΛΜΙΣ, d’où la correction Αυ̣λοζελμις (Russu 1950, 57, n° 3) ; si la restitution de l’ethnique est correcte, il s’agit d’un Sappéen (en Thrace Égéenne). JÖAI 6, 1903, Beibl., col. 4, n° 4 ([Δ[α]ύλης JÖAI). Dana 2019, 165–166 (= NEO IV 39, relecture d’une inscription récemment publiée, d’époque impériale). Un « nom étonnant » (M. B. Hatzopoulos, BE 1988, 830). SEG XXXV 724 = I.Beroia 260 ; Petraccia Lucernoni 2001, 66, n° 44. Avec un camarade, il honore la mémoire d’un stationarius (chargé de la police) : Μακρόβεις καὶ Δεν|βερ Βικτωρείνῳ στα|τιωναρίῳ τῷ φίλῳ μνεί|ας χάριν.

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nom épichorique en Macédoine Orientale (OnomThrac 355), comme par ailleurs la famille des noms en -πης.75 Selon l’éditrice C. Koukouli-Chrysanthaki, influencée par les mentions littéraires, cette dédicace émane de soldats visiteurs du sanctuaire qui remercient Dionysos Sauveur après une bataille, soit Cynoscéphales (197), soit Magnésie (190). On ignore pourtant les raisons de la présence de ce groupe de cinq Trales avec leur chef – [.]ασις76 Δουλεους καὶ οἱ μεθ᾿ αὑ[τ]οῦ Τραλῖς – aux confins du royaume antigonide et par ailleurs très près de leur territoire d’origine, quelque part entre le Nord de la Macédoine Orientale et le Nord de la Thrace Égéenne (voir infra, III). II.4 Les « Trales thraces » à Alexandrie d’Égypte Le hasard arrange bien les choses, car une inscription publiée en 2014 apporte une autre preuve décisive pour notre sujet. Cette dédicace de date débattue, gravée sur une base de statue (bloc de granit rose), honore au Boubasteion77 d’Alexandrie un anonyme dont seule la fin du patronyme est conservée.78 Il était membre des « premiers amis » d’un roi qui serait, d’après les premiers éditeurs,79 Ptolémée IV Philopatôr ; pourtant, les révisions du texte penchent vers Ptolémée VI Philomètôr, au milieu du IIe s.80 Ce responsable militaire lagide, inconnu par ailleurs, est honoré par un koinon de quatre groupes de soldats : [- - -] . Π̣ . . ΑΜΗ . ΟΥ τῶν πρώτων φίλων,| [τὸ] κοινὸν τῶν Τραλέων Θ̣ραικῶν καὶ τῶν παραγενομένων | [ἀπ]ὸ τῆς Λιβύης Μασύλ[ω]ν καὶ 75

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Ce génitif en -εου, bien que rare, est attesté pour d’autres noms thraces en -ης : Δαληζενθεου (SEG XLII 580, 79), Διουζηου (IGBulg III 1404), Δολεου (I.Thrac.Aeg. 386) / Δωλεου (I.Thrac.Aeg. 249) / Δοληου (Thrakika 13, 1940, 25), Δροληου (Spomenik 77, 1934, 53, n° 51), Δουλεου (SEG XXX 607 = Philippi II 556). En 2014, j’avais suggéré Β̣[ρ]ασ[ι]ς (cf. OnomThrac 65–66), mais le début de cette ligne est trop abîmé ; l’ed.pr. et Sharankov 2020, 80‒81 donnent [Τ]άσ[ι]ς?, respectivement [Τ?]ασις. En réalité, il doit s’agir d’un sanctuaire d’Artémis. SEG LXIV 1894 ; ed.pr. Abd el-Fattah et al. 2014, 151–161, n° I (photo : 175–176, fig. 1–3), avec ma première intervention (Dana 2016, 145–146 = NEO III 23). Cf. aussi les observations de F. Kayser (BE 2015, 729), en particulier sur ce koinon qui serait un rassemblement occasionnel de soldats ayant participé à la même campagne. Influencé par les premiers éditeurs, Lanciers 2018 propose une nouvelle datation (c. 220–210/209, plus précisément avant le 22 juin 217, date de la bataille de Raphia). À Raphia, Pol. V 65, 10 mentionnait dans l’armée lagide 2.000 Thraces et Galates récemment recrutés, qui se trouvaient, avec 4.000 katoikoi (et leurs descendants) thraces et galates, sous les ordres du Thrace Dionysios (Fischer-Bovet 2014a, 139). L’inscription a été reprise dans CPI 55, avec une datation sous Ptolémée VI Philomètôr, plus précisément 166–145, fondée sur la relecture du nom de la reine (par M. Zellmann-Rohrer, cf. SEG LXIV 1894) ; je remercie C. Fischer-Bovet pour l’envoi de la version manuscrite de cette notice, ainsi que pour sa datation de la dédicace (cf. son article dans ce recueil), et J.-Y. Carrez-Maratray pour l’envoi de la photo de la dédicace.

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[τῶ]ν τούτοις προσκειμένων | [τῶ]ν̣ Περσῶν καὶ Κυπρί̣ ̣[ων τῶ]ν συν⟨σ⟩τρατευομένων, κτλ.81 On reconnaît deux groupes de mercenaires, les « Trales thraces » et les « Masyles venus de Libye » (thraces, respectivement numides) et les soldats qui leurs sont associés, porteurs de deux autres ethniques bien connus en Égypte : les Chypriotes et les « Perses » (dans ce dernier cas, il s’agit d’un pseudo-ethnique). On aurait affaire plutôt à un koinon des deux premiers groupes (les Masyles étant adjoints aux Trales), auxquels s’ajoutent les deux derniers groupes, présents à un certain moment dans le même regroupement militaire, à une occasion inconnue (peut-être dans la garde royale, car le sanctuaire se trouvait près du quartier du palais royal). La présence des Masyles « venus de Lybie »82 – qui sont sans doute les lointains Mas(s)yles de Numidie83 – et des « Trales thraces », avec des précisions géographiques accolées, ajoute une nouvelle touche de couleur à la diversité du recrutement lagide. Ce serait aussi la dernière mention chronologique des Trales dans les armées hellénistiques.84 Cette nouvelle mention des Trales au service des Ptolémées, qui s’ajoute au dossier de Samothrace, dans le même contexte lagide, est la première sur le sol égyptien ; elle n’est pourtant pas surprenante, étant donné leur présence systématique dans les autres armées hellénistiques, vers la même époque. Avec la précision de leur origine thrace, le débat sur le caractère culturel des Trales est donc clos – il était déjà confirmé par l’onomastique de la dédicace de Drama –, et l’emploi à des fins militaires de cette population dans l’Empire lagide – et dans l’ensemble des armées hellénistiques ‒ se voit confirmé. Un autre document, malheureusement ambigu, pourrait être versé à ce dossier. Il s’agit d’un graffite grec gravé vers 100 à Abousir (Memphis), dans le complexe funéraire de Sahourè, et publié sans photo ni dessin il y a plus d’un siècle :85 Διόφ̣ορος | Διοσκόρου ΤΡ̣ΛΛ[---]. Si le premier nom est très rare, à la fin on s’attendait à un ethnique, soit celui d’un Trale, soit celui d’un ressortissant de Tralles, en Asie Mineure.86 J.-Y. CarrezMaratray notait à propos de ce graffito que « la lecture certaine se voit désormais confirmée »,87 ce qui reste toutefois loin d’être le cas.

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l. 1 : [Μ]εγαμήδην ed.pr. ; [--------]αμήδ̣[ους?] CPI ; l. 3 : σὺν αὐτοῖς ed.pr. ; [τῶ]ν τούτοις CPI ; l. 4 : Κυρηναί[ων] συν⟨σ⟩τρατευομένων ed.pr. ; Κυπρί̣ ̣[ων τῶ]ν συν⟨σ⟩τρατευομένων CPI. Le patronyme du personnage honoré était sans doute Palamédès. Sans doute faut-il comprendre par cette mention géographique non pas la Libye stricto sensu et donc la Cyrénaïque, comme le font les éditeurs, mais bien le continent, à savoir l’Afrique (cf. Hérodote). On rencontre le même raccourci dans le notice de Steph. Byz. s. v. Μασύλιοι, Λιβυκὸν ἔθνος. Ἀπολλόδωρος βʹ. Πολύβιος ἐν τῷ ἑβδόμῳ Μασυλεῖς αὐτούς φησι. À l’instar d’autres auteurs, Polybe les cite parmi les Numides (Pol. III 33, 15). Abd el-Fattah et al. 2014, 159–160. Les éditeurs de la dédicace voient dans tous ces militaires, y compris les Thraces, des cavaliers – et dans « Mégamédès » un hipparque –, ce qui est problématique, puisque l’on sait que les Trales ont toujours fourni des contingents d’infanterie légère (voir infra, IV). Borchardt 1910, I 196 (SB I 5120). Ainsi Launey 1949/1950, I 401 n. 7 ; 1203, Τράλ[ις] ou Τραλ[λιανός]. Abd el-Fattah et al. 2014, 159.

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III. Localisation des Trales De manière régulière, le nom des Trales a été mis en rapport avec l’anthroponyme simple Τραλις/Tralis (OnomThrac 378–379), attesté uniquement en Macédoine Orientale, et avec l’élément panthrace -τραλις/-tralis (cf. OnomThrac 378).88 Dans la dédicace de Drama, 8 ou 9 des 11 noms des militaires trales sont caractéristiques : ce sont des noms qui ne sont pas attestés en Thrace propre, mais qui sont typiques de l’ensemble de la Macédoine Orientale, notament l’Édonide, l’Odomantide, la Mygdonie et la Pélagonie. La dédicace est donc l’œuvre d’un chef (un officier) secondé par un groupe de cinq militaires, qualifiés de « Trales ». L’éditrice grecque avait montré avec raison l’appartenance thrace des Trales. À présent, grâce à la richesse onomastique de ce nouveau document, non seulement l’origine thrace des Trales est définitivement confirmée (comme le montre également la dédicace du Boubasteion), mais elle certifie leur ancrage, à la fois géographique et culturel, aux confins de la Macédoine Orientale. Les Trales qui devaient assurer la sécurité de la Pérée de Samothrace mentionnés dans les deux décrets commentés ci-dessus, n’étaient pas très loin de leur patrie. Leur opposition lors du retour d’Agésilas à travers la Thrace du Sud (à savoir, Égéenne) invitait déjà à les situer dans cette région. Les deux villes des Trales, citées par Étienne de Byzance, Bègis et Bolouros,89 semblent indiquer, selon la proposition avisée d’A. G. Zannis, une localisation des Trales entre le Moyen-Strymon et le Moyen-Nestos (le Rhodope occidental).90 Le second toponyme est peut-être identique avec la fortification appelée Βέλλουρος (sans doute une corruption), au Sud des Rhodopes ; sous Justinien, elle est décrite par Procope de Césarée comme un village (κώμη) riche et peuplé, avec des champs propices pour l’agriculture. Il est tentant de rapporter ce toponyme au nom de Βολερόν, district de l’Empire Byzantin voisin du district de Strymon, qui couvrait toute la vallée du Moyen-Nestos.91 Une dédicace du IIe s. de notre ère, découverte soit à Kresna, soit près de l’antique Neinè (aujourd’hui Dolna Gradešnica), dans la vallée du Moyen-Strymon (Sintique), en Macédoine Orientale, indiquerait pour son éditrice l’ethnique au pluriel Τραλῖς, alors que G. Mihailov, dans son corpus IGBulg (et dans l’index), prenait Τραλις pour un anthroponyme.92 Le texte est le suivant : Πύρρος | Κειλαιβει|θυος καὶ οἱ | περὶ αὐτόν | vac Τραλις.

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Ainsi par Masson 1993, 167 ; L. D. Loukopoulou, dans Hatzopoulos/Loukopoulou 1996, 316 (« parenté probable avec l’ethnique Τραλλεῖς/Τραλεῖς ») ; Parissaki 2007, 255. Voir n. 6. Zannis 2014, 125–126, et pour leur localisation 308–309, en partic. la dernière localité. Prok. aed. IV 11, 7 (Bellouros) ; Lemerle 1954, 159–168 (Boleron). Gerasimova 1993, 238–239, n° 5 (fig. 5–6) ; Gerassimova-Tomova 1994, 301–303 ; IGBulg V 5890 (= SEG XLVII 1063) ; Sharankov 2020, 80, n° 2 (« One should however doubt whether, during the Roman period, the name Traleis still denoted some special type of soldiers or people from the tribe, or was rather the name of an association with other purposes and functions, e. g., a religious society »).

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La mention d’un anthroponyme à la fin de la dédicace, sans aucune précision, serait étonnante ; faudrait-il alors envisager une mention des « Trales » comme communauté en pleine époque impériale, comme il est manifeste d’après la paléographie, et comprendre καὶ οἱ περὶ αὐτὸν Τραλῖς?

© EPHE/D. Dana

Il convient en revanche d’écarter de ce dossier un autre document plus tardif, qui a été régulièrement mis en rapport avec les Trales. Un diplôme militaire du 19 juillet 114 ap. J.-C. (RMD I 14 + IV 227), pour la province de Thrace, présente le formulaire onomastique suivant : coh(ortis) IIII Gallor(um) (…) ex equite C(aio) Iulio C(ai) f(ilio) Valenti, Trall(i), et Iulio f(ilio) eius, et Valentinae fil(iae) eius, et Gaiae fil(iae) eius. Ce diplôme fut découvert à Pisarevo, près de Dolna Orjahovica, à 17 km Nord-Est de Veliko Tărnovo (donc, en Mésie Inférieure).93 La plupart des commentateurs ont préféré voir dans le soldat un Thrace, pensant à la tribu des Tralles.94 Cette hypothèse est pourtant invraisemblable. La solution la plus appropriée est d’y voir le nom de la ville micrasiatique95 de Tralles, correctement écrit avec -ll-, explication qui est également appuyée par l’onomastique latine de citoyen romain du soldat.96 93 94

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Paunov/Roxan 1997. Ainsi Paunov/Roxan 1997, 277–279 (« His name is Roman, but his home and findspot of the diploma indicate the possibility of a Thracian origin »), qui suggèrent une recrue locale du territoire de la tribu des Tralles (cf. aussi AE 1997, 1334) ; M. M. Roxan, RMD IV, p. 449 (origine thrace ou de la cité de Tralles) ; Spaul 2000, 164 (« Trallus », sic) ; Zannis 2014, 309, n. 483. Pour cette solution, voir aussi Dušanić 1996, 33, n. 15. Voir mon explication de l’ethnique dans Dana 2010, 41–42, n° 8. Le nombre des militaires originaires des cités d’Asie Mineure en service dans les troupes auxiliaires est assez important sur les diplômes de la fin du Ier s. et de la première moitié du IIe s. de

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Par conséquent, les Trales sont une peuplade des contrées montagneuses aux marges du royaume macédonien et du monde thrace (partagé depuis toujours en royaumes et tribus), à l’instar d’autres Thraces des confins et des régions hellénisées ou précocement acculturées – comme la Chalcidique, la Macédoine Orientale et la Thrace Égéenne –, qui ont fourni la plupart des recrues qualifiées de « thraces » aux armées classiques et hellénistiques. IV. Spécialisation des Trales Si l’on se fie aux quelques détails offerts par les sources littéraires, les Trales ont fourni des contingents d’infanterie légère : ils sont notamment qualifiés de caetrati/peltastae, des peltastes, équipés d’un petit bouclier.97 Alors que d’autres corps mobiles comportent des archers et des frondeurs, les Trales sont des ἀκοντισταί, des ψιλοί, recherchés pour leur spécialisation dans les embuscades et les attaques rapides.98 Leur rôle était d’harceler l’ennemi – dans un cas, 400 Trales et 300 Crétois s’en prennent à la cavalerie romaine ; Tite-Live évoque « la vitesse des Illyriens pour effectuer des actions de pointe et des charges soudaines (Illyriorum velocitas ad excursiones et impetus subitos usui esset), et que les Crétois cribleraient de flèches un ennemi attaquant en ordre dispersé ».99 Quand le récit est plus précis, on voit que les Trales sont toujours présents dans l’infanterie légère (levis armatura), de manière presque systématique avec les Crétois.100 Leurs contingents varient, à l’instar des Crétois et d’autres peuples réputés pour leurs qualités militaires, de plusieurs centaines à quelques milliers d’hommes ; il s’agit plutôt de contingents de taille petite et moyenne. Quand les ordres de bataille

notre ère, confirmant les données épigraphiques. La plupart de ces militaires possèdent déjà une onomastique de facture latine et très banale : c’est précisément le cas de C. Iulius Valens (déjà citoyen romain), dont les trois enfants ont reçu, eux aussi, des noms latins, tous en rapport avec les tria nomina de leur père – Gaia, Iulius, Valentina. Il s’agit donc d’un vétéran originaire de Tralles de Carie (province d’Asie), établi, lui et/ou ses enfants, en Mésie Inférieure après avoir effectué son service dans la province de Thrace. En revanche, la plupart des auxiliaires thraces portent à cette époque, d’après les diplômes, une onomastique pérégrine, avec des noms indigènes (qui restent majoritaires pour leurs enfants), voir Dana 2013. 97 Liv. XXXIII 4, 4 (2.000 Trales en 197, à Cynoscéphale). Sur les mercenaires des armées hellénistiques (dans les garnisons) et les corps spécialisés d’infanterie légère (εὔζωνοι) qu’ils fournissaient en complément aux forces principales, voir Sekunda 2007, 343–344. 98 Comme l’a déjà montré M. Launey, à l’instar d’autres Thraces, les Trales constituent une infanterie légère et mobile, en vue du harcèlement et des coups de main (Pélagonie, en 199), ou pour engager la bataille (Dymé, en 208 ; Olympe, en 199). 99 Liv. XXXI 35, 1 ; 3 (en 199, bataille de Lyncus). 100 Liv. XXXVII 40, 8 (en 190, à Magnésie du Sipyle, sur le flanc droit de l’armée d’Antiochos III le Grand) ; cf. aussi App. Syr. 32 : dans l’armée d’Antiochos, « il y avait aussi par ailleurs une foule de frondeurs, d’archers, de lanceurs de javelot et de peltastes – Phrygiens, Lyciens, Pamphyliens, Pisidiens, Crétois, Trales (τε καὶ Τραλλιανῶν) et Ciliciens équipés à la façon des Crétois ».

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sont connus, les contingents trales sont souvent groupés avec d’autres corps très mobiles, tels les Crétois (à Magnésie, dans les deux armées ; à Olympe) ou la cavalerie (en Pélagonie, en 199). Il est étonnant de constater, dans le groupe des données littéraires conservées sur les conflits de la fin du IIe et du début du IIIe s., que les Trales sont presque toujours mentionnés en compagnie des Crétois,101 formant une sorte de tandem, comme s’il s’agissait de contingents indispensables de toute armée « complète ». Les Trales sont ainsi présents dans l’ensemble des armées hellénistiques : lagide, antigonide,102 séleucide,103 attalide. À la bataille de Magnésie (190), des Trales se trouvent dans les deux camps, de la même façon que des contingents thraces sont présents dans les deux armées qui s’affrontèrent en 217 à Raphia, sous Antiochos III et Ptolémée IV. On peut légitimement se poser la question si ces mentions répétées concernent toujours des Trales d’un point de vue ethnique, ou si elles peuvent parfois évoquer une étiquette, une façon de combattre « à la manière des Trales », comme il a pu s’agir pour les Macédoniens, les Crétois et les Mysiens, entre autres.104 Je préfère toutefois m’en tenir, dans ce cas, à des groupes effectivement recrutés parmi les Trales, d’après la précision géographique de la dédicace d’Alexandrie (« Trales thraces », pendant des « Masyles venus de Libye ») et les données onomastiques précieuses de la dédicace de Drama ; je n’exclue toutefois pas la possibilité que des Thraces aient été recrutés d’autres peuplades et équipés/entraînés à la manière des Trales, devenus l’un des corps incontournables des armées hellénistiques entre 250 et le milieu du IIe s. V. Fragments d’histoire sociale Deux dédicaces nous renseignent sur les pratiques cultuelles de certains groupes, comme les Trales de Drama sous les ordres d’un officier, à son tour trale (sanctuaire de Dionysos près de Philippes de Macédoine), ou dans une association plus large, tel le κοινόν militaire d’Alexandrie d’Égypte honorant son commandant d’une statue (au Boubasteion) ; les deux actes de piété concernent par ailleurs des divinités grecques. Si les Trales de Drama portent majoritairement des noms et des patronymes indigènes, la présence d’un patronyme grec (Μενίσκος) est un autre indice des acculturations en cours.

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Sur les Crétois (Launey 1949/1950, I 248–286) et les Néo-Crétois (unités de νέοι crétois), voir Sekunda 2011. 102 Dans sa monographie sur l’organisation de l’armée macédonienne, Hatzopoulos 2001 n’inclut pas les mercenaires, ni les alliés-sujets, catégories parmi lesquelles il faut compter les Trales. 103 Dans son étude sur les Thraces dans l’armée séleucide, Dumitru 2013 omet les Trales, affirmant même que les Thraces sont absents à la bataille de Magnésie (Dumitru 2013, 72–73), alors que des contingents trales sont présents dans les deux camps. De la même façon, des Thraces se trouvent dans les deux camps à la bataille de Raphia (217), qui opposa Antiochos III à Ptolémée IV. 104 Au sujet de la célèbre cavalerie tarentine, Bugh 2011 insiste sur les deux sens ; l’emploi technique remplace le sens ethnique seulement après le début du IIe s.

Les Trales (Traleis) dans les sources hellénistiques

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À part ces découvertes récentes, on dispose de quelques maigres renseignements sur leur histoire sociale : dans les accords de Pergame, où les Trales se trouvent sous le commandement d’un officier porteur d’un nom macédonien (Ὀλώϊχος), il est question des biens et surtout des orphelins des soldats (ll. 8–9) : ὑπὲρ ὀρφανικῶν· ὅπως ἂν οἱ ἄγχιστα γένους λαμβάνωσιν ἢ ὧι ἂν ἀπολίπηι.105 On ignore le sort ultérieur des Trales d’Attaleia et des Trales d’Alexandrie, et la possible régularisation de leurs contingents dans les armées royales. Dans le cas des premiers, on peut raisonnablement penser à leur installation effective dans le royaume attalide, à l’instar d’autres contingents militaires.106 Les accords de Pergame font état de l’organisation des soldats dans une association, un κοινόν (l. 62), destiné à défendre leurs revendications.107 Un autre κοινόν qui transcende les corps ethniques ou pseudo-ethniques est, à Alexandrie, l’association des soldats sous les ordres d’un « des premiers amis ».108 Dans les deux cas, il s’agit de communautés militaires, implantées souvent loin, voire très loin de leur territoire d’origine, et impliquées naturellement dans des interactions avec d’autres communautés militaires et la société environnante. Sans doute de futures découvertes épigraphiques et papyrologiques compléteront cette image des Trales ou d’autres populations concernées par des recrutements préférentiels à l’époque hellénistique. Pour ne donner que l’exemple des Thraces en général, mais dans l’une des armées les mieux connues des royaumes hellénistiques, ils sont particulièrement nombreux dans l’armée lagide. Leur recrutement est complexe (partition de l’armée d’Alexandre et plusieurs vagues de recrutement lors des premiers Ptolémées), mais ils sont déjà en nombre considérable au milieu du IIIe s. – leur installation en Égypte précède ainsi le contrôle effectif lagide au Nord de l’Égée – et jouissent d’un statut privilégié : on note parmi eux beaucoup de clérouques, le plus souvent en compagnie de soldats macédoniens. Tous ces aspects interdisent l’association commode faite par la plupart des Modernes entre la domination ptolémaïque en Thrace du Sud (en outre, limitée à la seconde moitié du IIIe s.) et la présence considérable de militaires d’origine thrace en Égypte. Qui plus est, d’après les données onomastiques et à la lumière de la nette diversité interne de l’anthroponymie thrace, la plupart de ces soldats sont originaires de Macédoine Orientale (donc des nouveaux territoires de l’ancien royaume macédonien), et en moindre mesure de la Thrace du Sud (côtes égéennes et propontiques) et 105 Sur les accords d’Eumène Ier et les aspects sociaux du mercenariat, voir Chaniotis 2005, 86–87. 106 Par ailleurs, en Lydie et des régions voisines, plusieurs noms thraces sont attestés à l’époque hellénistique et impériale : ce sont les descendants des militaires thraces (et sans doute trales) de l’armée attalide. 107 Virgilio 2014, 99–100. 108 Cf. le koinon des Thraces de Chypre (κοινὸν τῶν ἐν Κύπρωι τασσομένων Θραικῶν καὶ τῶν συμπολιτευομένων), l’un parmi tant d’autres koina de militaires associés par groupes ethniques, datant de la seconde moitié du IIe s. (SEG XIII 554 = OGIS I 143, voir Launey 1949/1950, I 388). Pour ces types d’associations, voir l’étude de P. Sänger dans ce volume (sur les politeumata).

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dan dana

de Bithynie109. Il est désormais possible d’affiner la provenance des « mercenaires » thraces, à l’instar de la diversité du recrutement qui affecte les ressortissants de différentes régions du monde grec et d’autres peuples du pourtour méditerranéen. *** À une époque de professionnalisation de la guerre,110 ces « Trales thraces », originaires d’une région située aux confins de la Macédoine Orientale, de la Thrace propre et de la Thrace Égéenne, et gravitant depuis l’époque de Philippe II dans l’orbite du royaume macédonien, semblent avoir connu une notoriété certaine et une mobilité similaire à celle des Crétois,111 puisqu’ils sont présents dans l’ensemble des armées hellénistiques. Grâce aux deux inscriptions de Drama et d’Alexandrie, récemment publiées, qui ont permis de reprendre l’ensemble du dossier, les Trales sortent progressivement de leur anonymat, en même temps que se dissipe la vision nébuleuse sur les « barbares illyro-thraces ». Ces communautés militaires en mouvement, connues par des mentions malheureusement éparses, nous permettent d’entrevoir la complexité du mercenariat antique, laissant loin derrière les généralisations commodes sur les « Thraces » ou les « Barbares ».

109 Dana 2011, 90–101. 110 Voir Chaniotis 2005, 78–101. 111 Sur les mercenaires crétois (causes socio-économiques), voir Chaniotis 2005, 81–82.

Some Considerations about the Ethnic Politeumata of Sidon* patrick sänger In Hellenistic times, the Phoenician city of Sidon (now in Lebanon) was an important garrison town. This is also witnessed by the epigraphic evidence, which documents several ethnically defined groups of Greek immigrants who appear jointly as politeumata (‘polities’). A so-called association is well attested for the Ptolemaic kingdom to which Sidon belonged until 199 BCE. The evidence suggests that this type of association was likely tailored to specific segments of the population whose origins lay in groups of immigrant mercenaries of the same provenance.1 Therefore, we could identify the politeumata of Sidon as organized groups of Ptolemaic mercenaries. But the inscriptions that attest these Sidonian politeumata cannot be dated exactly – it was supposed that they either belong to the late third or the early second century BCE –, and therefore it was left open by most scholars whether the Sidonian politeumata should be associated to the Ptolemaic or Seleucid kingdom.2 In this paper, first, it will be argued that it is reasonable to trace the epigraphically attested Sidonian groups of soldiers to Ptolemaic military policy. Second, it will be shown that the politeumata of Sidon need not necessarily be associated with the association called politeuma.

* 1

2

For the present text, see also Sänger 2019, 229–239. I thank C. Fischer-Bovet for her criticism and help with the English style. Unless otherwise stated, all translations are my own. See Launey 1949/1950, II 1078; Honigman 2003a, 67; Thompson 2011a, 109–113; 2011b, 21–22; Kruse 2015a, 76 n. 23; 2015b, 287–288; Sänger 2019, 96–101. In Hellenistic Egypt, politeumata of Cilicians, Cretans (both in the Arsinoite nome?), Boeotians (Xois), Idumaeans (Memphis), Jews (Heracleopolis), and soldiers of unspecified ethnicity (Alexandria) are attested. The evidence for these politeumata dates to the second or first century BCE. In Roman times, a politeuma of Phrygians (unknown location, whereby a connection to Alexandria seems possible) dates to the end of the first century CE and a politeuma of Lycians (Alexandria) dating to 120 CE are attested. The documents illuminating the Jewish politeuma of Berenice in the Cyrenaica also date to Roman times. For the evidence regarding the Ptolemaic politeumata, see Sänger 2019, 29–91. See below n. 8.

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I. The Evidence The investigation is based on four inscriptions, which attest the term politeuma; the texts read as follows:3 nr. 1

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Καυνίων τὸ πολίτευμα Ἱπ[- - -] καὶ Ἀπολλωνίδην Ἑρμα[γόρα], Ζήνωνα Ζήνωνος, [- - -] Ζήνωνος, Ἰσίδωρον Ἀθ[- - -], Ἑρμώνακτα Ἀρτεμιδ[ώρου], τοὺς αὑτῶν [πο]λίτ[ας].

‘The politeuma of the Kaunians for Hip[- - -] and Apollonides, the sons of Hermagoras, for Zenon, son of Zenon, for N. N., son of Zenon, for Isidoros, son of Ath[- - -], for Hermonax, son of Artemidoros, their (fellow) citizens.’

nr. 2

4

Σαέττας Τροκόνδου Τερμησσέων τῶν πρὸς Οἰνοάνδοις Πιδης σύμμαχος Τερμησσέων τῶν πρὸς Οἰνοάνδοις Πισίδων τὸ πολίτευμα τὸν ἑαυτῶν πολείτην, χρηστὲ χαῖρε.

‘Saettas, son of Trokondas, of the Termessans from near Oinoanda, Pisidian, symmachos. The politeuma of the Termessans from near Oinoanda, Pisidians, for their (fellow) citizen. Brave one farewell.’

nr. 3 Πιναρέων τὸ πολίτευμα Κάρταδιν Ἑρμακτιβίλου Λύκιον χρηστὲ καὶ ἄλυπε χαῖρε. ‘The politeuma of the Pinarians for Kartadis, son of Hermaktibilos, Lycian. Brave and grieveless one farewell.’

3

For the transcription of the inscriptions, see Macridy-Bey 1904, 547–556; Launey 1949/1950, II 1082; Lüderitz 1994, 193. The Sidonian gravestones were compiled by Macridy-Bey: nr. 1 corresponds to stele A (= OGIS II 592), nr. 2 to stele 2, nr. 3 to stele 3, and nr. 4 to stele 8. Apart from nr. 1, the Sidonian gravestones have still not been included in one of the common corpora of inscriptions.

Some Considerations about the Ethnic Politeumata of Sidon

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nr. 4

4

[- - -]νδε[- - - τὸ π]ολε[ίτευμα] [- - -]αον [- - -]ρίου [τὸν] αὑ[τῶν π]ολίτην, [χρησ]τὲ χ[α]ῖρε (with Jalabert 1904, 6).

We are dealing with gravestones attesting three politeumata, which consist of persons from the cities of Kaunos, Termessos Minor near Oinoanda – a foundation of the Pisidian Termessos –, and Pinara. A further politeuma is mentioned in nr. 4; however, the name of the city from which the members of this politeuma came is lost. As we can see, the cities concerned are situated in the south of Asia Minor: Kaunos is located in Caria, Termessos Minor near Oinoanda, and Pinara in Lycia. There are further gravestones, which belong to the same context. They were erected for persons who obviously were not buried on the inititative of a politeuma but on that of comrades or family members. These persons came from the Perraibia, a region in northeastern Greece, as well as from the cities of Gythion (Laconia), Thyateira (Lydia), Euromos (Caria), Balbura (Lycia/Pisidia4), Rhodiapolis (Lycia), Adada (Pisidia), and Hyrtakina (Crete). II. Who are these Greek Immigrants on the Funerary Inscriptions from Sidon? It has to be noted that the fully preserved examples of our gravestones depict armed men, which are likely to be allusions to the deceased persons’ military background. In addition, in nr. 2, Saettas is designated as symmachos, which, as will be discussed later, also seems to indicate that we are dealing with a soldier. Saettas is not the only deceased person who is called a symmachos. In another gravestone from Sidon, Dioskurides from Balbura, who is buried by his brother Keraias, is said to belong to symmachoi and is additionally designated as σημεοφόρος,5 ‘standard-bearer’ or ‘signaller’.6 Therefore, it is fair to assume that the gravestones in question were dedicated to soldiers.7 This raises the questions of the soldiers’ leadership and of the military operations, in which they have been involved. As the funerary inscriptions cannot be dated exactly, there are, as already mentioned, initially two possibilities: either the soldiers served the 4 5 6 7

Besides his citizenship, the deceased is designated as Pisidian. Because of Balbura’s peripheral location in northern Lycia, it is quite possible that the city could also be attributed to the region of Pisidia. See Macridy-Bey 1904, 551, stele 1: Διοσκουρίδη Ἐξαβόου Πισίδη | Βαρβουλεῦ συμμάχων | σημεοφόρε χρηστὲ | χαῖρε. | Κεραίας ὁ ἀδελφὸς ἔστησε. See LSJ9 1593 s. v. σημεῖον (nrs. 3 and 4) and s. v. σημειοφόρος (nr. III). See also Zuckerman 1985–1988, 174; Launey 1949/1950, II 1082–1083; Lüderitz 1994, 195; Honigman 2003a, 61; Huß 2011, 288; differently Ruppel 1927, 311–312 n. 196 (see below n. 24).

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Ptolemies or the Seleucids.8 However, a closer examination of our evidence and the political constellations in the late third and early second century BCE makes the first alternative much more probable.9 Sidon, which became part of the Ptolemaic kingdom at the beginning of the third century BCE,10 was, first, the main Ptolemaic outpost in Phoenicia and thus of particular importance for the Ptolemies. As regards major armed conflicts, Sidon withstood siege by the Seleucids during the Fourth Syrian War (219–217 BCE) and remained in Ptolemaic hands. However, in spring/summer 199 BCE – and thus during the Fifth Syrian War (202–195 BCE) – the Seleucids finally succeeded in capturing the city.11 Apart from the fact that the city of Sidon was earlier an important Ptolemaic stronghold, second, the origins of the soldiers could also suggest that they had been recruited by the Ptolemies. The soldiers come almost exclusively from western Asia Minor, predominantly Caria and Lycia. The Ptolemies controlled these regions in the third century BCE and it is well documented that they took this opportunity to recruit mercenaries there.12 These Ptolemaic outer possessions, as Sidon, fell to the Seleucids during the Fifth Syrian War, too. Third, the involvement of soldiers from the city of Kaunos makes a connection with the Seleucid army less likely. When Antiochos III occupied the Ptolemaic outer possessions in Asia Minor in 197 BCE, Pinara and Termessos Minor fell under the influence of the Seleucids, but this did not apply to Kaunos. For this city was defended against Antiochos III by Rhodes, which thereafter purchased Kaunos from the Ptolemies for 200 talents in order to protect it from the Seleucid king.13 Therefore, together with other Carian cities, Kaunos came under the authority of Rhodes and this situation lasted for three decades.14 Although Kaunos had close relationships with the Ptolemies and, from 197 BCE, with Rhodes, it, of course, cannot be excluded that Kaunian mercenaries would have put themselves into the service of Antiochos III. However, given the political constellations at the turn of the third

8 9

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Ruppel 1927, 310; Launey 1949/1950, II 1081; Honigman 2003a, 61–62 left the question open. Ritter 2011, 19 favored the second century BCE without further explanation. See also Huß 2011, 288 without further explanation. Similarly, Zuckerman 1985–1988, 174 inter alia by referring to Jalabert 1904. Sekunda 2006, 68–71; 2012a also saw a connection between the soldiers’ gravestones of Sidon and the reign of the Ptolemies. However, he claimed the soldiers’ gravestones should be dated to 147–145 BCE. This approach did not find broad acceptance, as is shown by a recent study of Dana 2014c, 154–157 where it is stated: ‘la plupart des bénéficiaires des stèles peintes de Sidon, morts vraisemblablement au courant du IIIe s. av. J.-C., sont originaires en effet des possessions de l’Empire lagide’ (157). For the following remarks, see also Sänger 2014, 61–62; 2016b, 38–39. See Honigmann 1923, 2223–2224; Hölbl 1994, 25. Pol. V 69–70. See Honigmann 1923, 2224; Hölbl 1994, 113; 121. For the recruitment of Ptolemaic mercenaries, see Bagnall 1984, 16; Stefanou 2013, 127–131; Sänger 2019, 95–96; 188–190. See Bagnall 1976, 99; Ma 1999, 89; Wiemer 2002, 227; 236–238. By the Peace of Apameia of 188 BCE between Rome and Antiochus III, Rhodes obtained supremacy over Lycia and Caria. These territories were, again, lost in 167 BCE. Rome withdrew them from Rhodes as a consequence of Rhodes’ policy during the Third Macedonian War (171–168 BCE).

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and second century BCE, this consideration is without a doubt far less conclusive than the simple assumption that the Kaunian soldiers came to Sidon at a time when their city was under Ptolemaic control.15 This approach can be supported by the designation symmachos. The fact that we find it in two funerary inscriptions could give an unmistakable indication of the deceased persons’ military activity as ‘comrades-in-arms’. Aside from that, the term symmachos could indicate more specifically, as was already suggested by M. Launey,16 that the foreign soldiers stationed in Sidon belonged to symmachic contingents, which were sent to Sidon in accordance with a particular agreement. This would not be the only situation, in which the Ptolemies made use of the institution of the συμμαχία: a few decades later, we encounter Cretan symmachoi who supported Ptolemy VI on Cyprus in the war against Ptolemy VIII Euergetes II.17 Of course, in our case, the deployment of symmachic contingents would only make sense, if the cities from which the soldiers came had diplomatic and political relationships with the regime that ruled over Sidon. In this context, too, it would seem unconvincing to consider that Kaunos would have supported the Seleucids by sending a symmachic contingent because such an operation would be at odds with the political constellations discussed earlier. It would be tempting to adopt M. Launey’s approach insofar as the sending of symmachic contingents could be well explained by the outbreak of the Fourth and Fifth Syrian War, which undoubtedly resulted in the need to reinforce the garrison of Sidon. A symmachic agreement between the Ptolemies and certain cities in Asia Minor could also explain why a shared citizenship was the distinctive feature of the Sidonian military groups designated as politeumata. If these soldiers were indeed recruited as mercenaries in order to serve in the garrison of Sidon, one would – in accordance with tendencies observable in Egypt and on Cyprus concerning the ethnic politeumata and koina18 – rather expect them to choose the name of their home regions (Caria, Lycia, etc.) for identification purposes. However, it would certainly go too far to explain the presence of all soldiers who are attested by the funerary inscriptions by symmachic agreements,

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See already Sänger 2014, 61–62; 2016b, 38–39. Launey 1949/1950, I 41; II 1083–1084. For the συμμαχία, see generally op cit 36–42. See I.Délos 1517, 1–2 (154 BCE): τοῖς ἐξαπε[σταλ]μένοις εἰς Ἀλεξάνδρει|αν ὑπὸ τοῦ κοινοῦ τῶ[ν Κρητ]αιέων συμμάχοις. In I.Délos 1518, 11–12 (154 BCE), these symmachoi are more precisely called οἱ συμμαχήσαντες | [ἐν] Κύπρωι βασιεῖ Πτολεμαίωι. See for this also Launey 1949/1950, I 39; Bagnall 1976, 119–120. For the politeumata, see above n. 1. In the Ptolemaic realm but outside Egypt, we encounter ethnic koina on Cyprus. These are associations or assemblies – the word koinon can have both meanings (see Poland 1909, 164–165; Rzepka 2002, 227–234; Oetjen 2014, 148–149) – of Achaeans and other Greeks, Cretans, Ionians, Thracians, Lycians, and Cilicians. Once again, these are groups of mercenaries or professional soldiers, but all that we know about them is that they met or gathered in order to honour high officials, predominantly the governor of the island, but sometimes also other dignitaries. See Bagnall 1976, 56–57 with Appendix B (263–266); Launey 1949/1950, II 1032–1034; San Nicolò 1913, 198–200.

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because it is unknown whether the Ptolemies had diplomatic relations with or held eventual outer possessions in the regions of Perraibia, Laconia, or Lydia (in the last two Gythion respectively Thyateira are located).19 In the end, our evidence is too limited to determine the exact character or the composition of the troops in question. In sum, there are, as we have seen, some indications for assuming that the foreign soldiers who were buried in Sidon arrived there before 199 BCE.20 Among them the number of those citizen soldiers who identified themselves as politeumata could have been considerably large.21 Possibly, we are dealing with whole contingents consisting of soldiers from Kaunos, Termessos Minor near Oinoanda, and Pinara who have been sent to Sidon on the basis of existing symmachic agreements between the Ptolemies and their hometowns and as a reaction to the outbreak of the Fourth or Fifth Syrian War.22 However, there are two reasons why it cannot be excluded that the foreign troops or at least a part of them were composed of mercenaries: first, the aforementioned patterns of Ptolemaic recruitment in their outer possessions in Asia Minor and, second, the presence of other soldiers from regions where the Ptolemies – at least with our current knowledge – had no possessions or no influence, as attested by some gravestones. Based on our chronological considerations, one could suppose that symmachic contingents, which have been mobilized on the occasion of the Fourth and Fifth Syrian War, stayed in Ptolemaic Sidon for either a maximum of twenty years or a maximum of three years until the city was captured by the Seleucids. Mercenaries could have arrived in Sidon from the beginning of the third century BCE, since in the Ptolemaic kingdom professional soldiers usually served as garrison soldiers.23 As the gravestones were probably erected after combat in the context of the Fifth Syrian War, this could theoretically have happened under Seleucid rule – but all this remains speculative. III. Sidonian politeumata as Soldiers’ Associations? It is commonly accepted that the Sidonian politeumata should be treated as associations of soldiers.24 Together with our chronological approach, such an interpretation would lead to the following conclusions. First, the association called politeuma, whose

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For the location of Balbura, which cannot be specified, see above n. 4. This was also the brief and not further specified assessment of Huß 2011, 288. See below n. 30. Since the Ptolemies controlled Caria and Lycia, one could also hypothetically ask whether military support by Kaunos, Termessos Minor near Oinoanda, and Pinara would only be conceivable on the basis of formal state agreements – a consideration, however, that cannot be pursued further here. See Sänger 2019, 94–96. See with different approaches Perdrizet 1899; Zuckerman 1985–1988, 174–175; Launey 1949/1950, I 41; II 1081–1084; Lüderitz 1994, 193–196; Honigman 2003a, 61–62; Huß 2011, 288–289; Ritter 2011, 19. The military aspect was not mentioned by Biscardi 1984, 1209. See also Ruppel 1927, 310–312

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existence is otherwise only proven for Egypt and the Cyrenaica, was a phenomenon restricted to the Ptolemaic kingdom. Second, the Sidonian politeumata are the hitherto oldest examples for the establishment of this type of association because secure evidence for the institution of the politeuma is otherwise lacking from the third century BCE.25 The latter approach, however, would be in contradiction with the widespread assumption that – based on the situation in Egypt – there is no evidence for politeumata dating before the reign of Ptolemy VI (180–145 BCE) and that the form of organization in question was therefore introduced by this king.26 If these soldiers belonged to symmachic contingents sent during the Fourth and/ or the Fifth Syrian War, we could suppose that the politeumata were established after the soldiers had reinforced the garrison in Sidon. However, it remains unexplained why soldiers of symmachic contingents needed to be organized as a politeuma because, in principle, the symmachoi returned home after their deployment. This would be somewhat at odds with the character of the institution of the politeuma, as attested in Egypt and Cyrenaica where a politeuma was apparenty an administrative unit based on a (semi-autonomous) community and their territorial base. Such administrative units probably bore witness to the selective promotion of certain ethnic communities that the Ptolemies attempted to bind in order to secure their military service on the longterm.27 As the establishment of temporary politeumata is hardly likely, we may explain politeumata of symmachic contingents either by supposing that the symmachic contingents had come to Sidon in order to support the garrison on a long-term basis or – for whatever reasons – had just remained in place after the end of war (in the case of the Fourth Syrian War only). In both cases, the grant of politeumata may be interpreted as a political means by which the Ptolemies rewarded particularily strong symmachic contingents for their services and sought to create incentives so that these soldiers would stay together and be available when needed. If the politeumata had been formed by mercenaries, it would not be necessary to elaborate on the use of this institution, and given its specific character, it would be politeumata of mercenaries that would be expected. From a chronological perspective, the origins of such politeumata could lie before the start of the Fourth and Fifth Syrian

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27

n. 196 who did not take into consideration a connection with active military personnel, because such a view seemed not to be consistent with his interpretation of the politeumata as ‘bürgerliche Landsmannschaften’, which was based on the use of the word polites. At least, he considered that ‘diese Fremdenkolonien […] wohl besondere Rechte und als Ausgleich die Verpflichtung zum Kriegsdienst gehabt [haben]’ (312). This is what I argued for in Sänger 2014, 61–62; 2016b, 38–39. See Launey 1949/1950, II 1077; Honigman 2003a, 67 (slightly different in Honigman 2003b, where she assumed that the politeumata were founded ‘no earlier than the reign of Ptolemy IV’ [221–204 BCE]); Thompson 2011b, 21–22 (with further bibliographical references at n. 47); Fischer-Bovet 2014a, 293–294; Sänger 2019, 188–190. See Sänger 2019, 130–135; 167–178; 220–222.

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Wars because mercenaries, as already stated, could have been stationed in the garrison of Sidon well from the beginning of the third century BCE. Both alternatives – politeumata of symmachic contingents on the one hand and politeumata of mercenaries on the other hand – have in common that they would imply the parallel existence of at least three politeumata in Sidon; we remember that our funerary inscriptions attest politeumata of soldiers from Kaunos, Termessos Minor near Oinoanda, Pinara, and of unknown provenance. This would indeed be a remarkable situation, because such an agglomeration of politeumata is otherwise only indicated for Alexandria, where two politeumata are securely attested so far.28 Furthermore, the politeumata in Sidon would be the only case where the members of such an association were defined by being citizens of a certain polis rather than coming from a certain region. This oddity should perhaps not be overestimated because another inscription (SEG XX 499) dated to 112/11 or 76/75 BCE refers to a politeuma of soldiers of unspecified ethnicity stationed in Alexandria.29 Thus, this group of mercenaries was described by their profession. Nevertheless, the question arises whether it would be entirely plausible that the soldiers who had come to Sidon from Kaunos, Termessos Minor near Oinoanda, and Pinara (and perhaps other cities?) formed complete military communities. Could their number (including civilian staff and families) really have been so large that it seemed to be a practical administrative solution to establish individual politeumata, which were arranged according to the citizenship of their members?30 Apart from this, problems arise in interpreting the Sidonian politeumata as associations of soldiers that are terminological in nature. In the inscriptions nrs. 1 and 2, the gravestones are dedicated to politai, (fellow) citizens. Scholars have hitherto found two ways of explaining why the deceased persons were designated as such: assuming that the politeumata in question should be treated as associations of soldiers, it was either supposed that the term polites was an allusion to membership in such a politeuma31 or that it indicated that the deceased soldier was a fellow citizen of those who buried him.32 If we had to decide between these two alternatives, we certainly would choose the latter one. The fact that groups of citizens on the one hand took care of the burial of their comrades and that the institution of the politeuma on the other hand should be ranked among associations on a constitutional level and not be defined as a small-

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See above n. 1. See also above n. 1. Launey 1949/1950, II 1084 obviously did not see this problem: ‘Mais seules les cités dont les contingents ont une certaine importance sont représentées dans la garnison par un politeuma.’ See Perdrizet 1899, 47; Ruppel 1927, 311; Kasher 1985, 30 n. 6; Huß 2011, 288. See also Smallwood 1961, 8; 1976, 229–230 together with Sänger 2019, 254–262. In this regard, Schürer 1986, 89 n. 4: ‘The members call themselves πολῖται’ is unclear. See Zuckerman 1985–1988, 174–175 n. 6; Launey 1949/1950, II 1083; Lüderitz 1994, 194–195; Ritter 2011, 19 n. 38. On this debate, see also Honigman 2003a, 62.

Some Considerations about the Ethnic Politeumata of Sidon

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scale, second-class polis,33 makes it hard to believe that the term polites had another meaning than its traditional one: ‘citizen’ of a polis.34 In my view, however, the main issue of terminology is much more general and must be formulated as follows: is there a compelling reason to accept the common approach, which interprets the Sidonian politeumata as associations of soldiers? It is surprising that this question never came up because, contrary to other groups, which were organized as politeumata, in the case of Sidon, we know nothing about the inner structure and the administrative features of the attested politeumata. Therefore, we have no conclusive evidence to argue that the politeumata of Sidon should be regarded as formally constituted associations – an approach, which, in the context of symmachic contingents, would remove the problem of having to explain why soldiers of such troops should have been organized as politeumata. Following this approach, one could suggest that the term politeuma was simply used in its original and usual meaning. Because the soldiers were citizens, they called their respective group a ‘citizenry’. In a funerary context, they thus perceived themselves as representatives of their hometown. Although such a use of the term politeuma in a foreign environment is unprecedented, it would be completely unproblematic regarding its meaning. For by adopting this term, the soldiers most probably did not compete with the political institutions of their cities. Although a search for ‘politeuma’ conducted in the Packard Humanities Institute’s online database ‘Searchable Greek Inscriptions’35 only provides evidence for the Roman period, the results are not surprising as they show that the decision-making body of Kaunos, Pinara, and Termessos Minor were the boule and the demos; and this fits into the overall picture that the inscriptions give no indication that the term politeuma was ever used to designate a specific legal or political institution within the organization of a polis.36 Whether the inhabitants of Sidon formed a citizenry, which called itself a politeuma, is so far unknown. The new apporach presented here can also be used to interpret inscription nr. 3. In this case, the politeuma of the Pinarians dedicated a gravestone to Kartadis. Kartadis is designated as Lycian but not as polites. The fact that the Pinarians took care of Kartadis’ 33 34

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See Sänger 2019, 109–114; 169–178. That members of the Jewish politeuma of Heracleopolis could call themselves politai (‘citizens’; see P.Polit.Iud. 1, 17) does not provide clear-cut evidence for their belonging to any sort of small-scale, second-class polis: polites is a vague and flexible term, being, for instance, a common term adopted by Jews to designate their membership in the politeia of Moses, as is already attested in the Septuagint. See Strathmann 1990, 525; Cowey/Maresch in P.Polit.Iud., 22–23; 38; Capponi 2007, 141–142; Sänger 2019, 113. There is no proof that polites was used as (technical) designation for a member of a politeuma. See Sänger 2019, 112–113. http://epigraphy.packhum.org. In the inscriptions, the word politeuma was used (with regard to a polis community) in the meanings ‘citizenry’ (or ‘active citizenry’), ‘polity’, and ‘state’. See Biscardi 1984, 1212–1213; Jonnes/Ricl 1997, 20; Sakellariou 1989, 108 n. 1; for the semantics of politeuma, see generally Sänger 2019, 3–7; 179–180 with further references.

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burial indicates that there existed a relationship between the former and the latter. This relationship could be easily explained, if the Pinarians and Kartadis belonged to the same unit. In the context of military service and possible combat experiences, the relationship, of course, could also simply result from individual comradeship among the garrison soldiers. If it was indeed shared membership in the polis community alone that prompted the Sidonian groups of soldiers to perceive themselves as politeuma, it would be reasonable to assume that Kartadis was just designated as Lycian because he was not a citizen of Pinara. Regarding the relations between Kartadis and the Pinarians, it would certainly make no difference if the latter were formally organized as a Ptolemaic politeuma.37 However, one would have to wonder, then, whether Kartadis was a member of this politeuma or not, which would complicate matters substantially – but this need not be discussed here.38 IV. Conclusion Admittedly, the epigraphic evidence investigated here is too sparse and regarding its substance too limited to solve satisfactorily the problems and controversies raised by the politeumata of Sidon. Nevertheless, the preceding remarks suggest, at least, two conjectures. First, it is plausible that the presence of the Greek soldiers attested by our funerary inscriptions – whether they belonged to symmachic contingents or have been recruited as mercenaries – was the result of Ptolemaic military policy. Second, understanding the term politeuma in its original sense, namely ‘citizenry’, seems no less problematic than supposing that the gravestones attest groups of citizen soldiers who were formally organized as Ptolemaic politeumata – for both alternatives there are hitherto no parallels. Therefore, it is doubtful whether the Ptolemaic institution of the politeuma was already introduced in the third century BCE. However, there is no reason to link this institution to any other Hellenistic monarchy than the Ptolemies. I would like to conclude with what seems to me a slight irony. In the Hellenistic period, the Ptolemaic institution of the politeuma is to be considered one of the strongest indicators of a group’s ethnic identity.39 In the case of Sidon, this level of interpretation could be extended by a remarkable aspect. For even if we refuse to relate the Sidonian groups of Greek soldiers to the Ptolemaic institution of the politeuma, we do have a strong sign of these groups’ identity: the simple usage of the term politeuma. By just emphasizing that they represent the citizenry of their hometown, these groups of soldiers define themselves as bodies with a particular ethnic or, perhaps better, civic identity. To convey this message, they did not need to be formally organized. 37 38 39

See Lüderitz 1994, 194. For further considerations, see Sänger 2019, 238 n. 37. See Sänger 2015, 238–249; 2019, 147–150.

Ptolemaic Soldiers in Egypt and Cyprus Loyalty and Trust in Dedicatory Inscriptions christelle fischer-bovet I. Introduction Τhe inherent mobility of professional soldiers – commonly but problematically referred to as mercenaries – represented a danger for local communities. Increasingly used in fourth century BCE armies and in the aftermath of Alexander’s conquest, mercenaries were more than ever stereotyped as particularly untrustworthy, greedy, and violent, as is well exemplified in Menander’s plays.1 Their potential coercive power over civilians and the predatory behavior expected from short-term interactions explain such a characterization, but the extent to which it reflected the realities of social interaction of mercenaries with locals has been challenged. In an important article entitled ‘Foreign soldiers – native girls?’, A. Chaniotis examined garrison life in the Hellenistic world and emphasized how the time component was obviously a central variable for explaining reciprocally beneficial relationships that could develop between garrisoned soldiers and local civilians.2 Ptolemaic long-term employment of professional soldiers illuminates the development of such relationships and requires to clarify how the notion of mercenary service is to be understood in each specific context, with at one end of the spectrum foreign soldiers hired for one military expedition – mercenaries in the narrowest sense – and at the other end of the spectrum the long-standing – even life-long – service of foreign and local soldiers, possibly at a single location. Therefore, as it will become clear from the efforts of the Ptolemaic soldiers garrisoned in Egypt and in Cyprus at integrating into the local communities and royal hierarchies, the term professional soldier encapsulates more accurately their social and professional status.3 1 2 3

On Menander, see, for example, Lape 2004, 171–201. I would like to thank A. Mehl, B. Wieland and P. Christodoulou for their comments on earlier versions of this chapter, as well as the editors of the volume. Unless otherwise stated, all the translations are the author’s own. Chaniotis 2002 with comments by Ma 2002. On terminological issues, see the introduction of this volume.

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This study compares the dynamics of social relationships within the military milieu serving the Ptolemies and with the local civilian communities in Egypt and in Cyprus – the two regions under Ptolemaic control for the longest period of time – using dedicatory inscriptions as best available proxies. This investigation starts with the appearance of dedications by groups of mercenaries in the late third century BCE in Cyprus and ends with the death of Ptolemy VIII (116 BCE), when the geopolitical situation of Cyprus vis-a-vis Egypt changed during the conflict between his two sons. By focusing on dedications by groups of soldiers acting together outside of a purely military context and by drawing on recent studies on social capital and trust, the study explores how and where soldiers serving the Ptolemies chose to display themselves. It also examines to what extent soldiers used such dedications to appear more trustworthy not only towards their superiors, but also towards the local populations. Social capital, a term borrowed from sociological studies, but that broadly overlaps with the common notion of ‘social standing’, refers to the extent to which an individual is able, through an investment in social relations, to gain access to embedded resources and to enhance his/her chances that his/her actions would be reciprocated.4 Investments go beyond the economic realm to include social, cultural, and emotional spheres. One particular form of social capital is trust, a personal feeling that can also be socially constructed into an attitude and even a relationship, as stressed by G. Hosking in his recent study of this concept.5 Trust as an attitude and a relationship can be detected, I argue, in soldiers’ dedicatory inscriptions, because they display an attachment either to a specific person (the king or an officer), collective of persons (kings’ and officers’ families), or institutions (associations, cults), based on the well-founded but not certain expectation that he/they will in return act for the soldiers’ benefit. G. Hosking emphasizes that being trustworthy starts at home, by being loyal to one’s family and friends, as well as in the professional context by observing expected standards. Soldiers’ dedications display exactly such characteristics: loyalty to fellows and to employers, emphasis on family values by using formulaic expressions that include the king’s household, respect towards the local gods, and imitation of behavior of non-military institutions such as poleis. These dedicatory inscriptions – and the increase of such media during the second century BCE – seem to show that trust did not function in a zero-sum game, where a strong bond between soldiers would mean they could not be trusted by outsiders.6 On the contrary, I suggest that the ways soldiers chose to call attention to their capacity for loyal relationships within the Ptolemaic hierarchical structure tended to inspire trustworthy relationships with other (civilian) population groups.

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Lin 1999, 39; Putnam 2007, 137. Hosking 2014, esp. 27–28; 37. Putnam 2007, 143–144 warns us against the view that bridging vs. bounding social capital would be inversely correlated in a zero-sum game relationship. On trust networks, see Tilly 2005.

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II. Overview of the Sources The growing number of dedications from the second century BCE on reflects broader interconnected developments of the later Hellenistic period: euergetism by non-royal individuals towards local communities, erection of statues of non-royal persons in public spaces, and the multiplication of socio-religious associations. Within this increase, the overwhelming presence of individuals from the military milieu as dedicants in Egypt and Cyprus, in comparison to other social categories, point to a particular aspect of soldiers’ lives. Outside of Egypt, the largest concentration of dedications across the empire comes from Cyprus, with c. 90 out of the c. 300 inscriptions honoring the Ptolemies and their officials.7 Among these 90 dedicatory inscriptions, more than half (53) were statues, clearly a Cypriot epigraphic habit, and about one third of all dedications came from the military milieu, including the gymnasium, where at least some Ptolemaic soldiers were active.8 These inscriptions used the widespread ‘dedicatory formula’, with the dedicant in the nominative and the person honored by a statue in the accusative, with the verb ἀνέθηκεν (‘has dedicated’) inscribed or not, or less commonly the ‘honorific formula’ usually with ἐτίμησεν (‘has honored’), and included the reason for the dedication.9 These formulae encapsulated the honorific character of the monument and the relationship of reciprocity between two parties, one person/ group acting as benefactor(s) then deserving to be granted honors by another person/ group.10 In Egypt, around 100 dedications, one third of the corpus of dedicatory inscriptions, come from the military milieu.11 Yet statue bases or steles mentioning a statue hardly form more than 10 percent of the corpus of dedications by soldiers, most of them offered by officers rather than by groups of soldiers.12 Three noticeable patterns appear in Egypt. First, all the dedications of statues from these reigns come from Alexandria, the Delta, and Krokodilopolis in the Fayyum, where many immigrant soldiers had settled (except for one from Philae). They follow the same formulation as the nominative/ accusative inscriptions described above. Second, inscriptions from members of the gymnasium (many of them soldiers) have the same geographical distribution as the

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The inscriptions are collected in Marquaille 2001, Appendix II; Mehl 2019, 478–486 provides a full list of the dedicatory inscriptions and honorific decrees in the main Cypriot cities. Twelve dedications are made by groups of soldiers, twelve by individual officers, seven by the members of the gymnasium together, and six by individual members of the gymnasium such as gymnasiarchs. See discussions below with references. On these formulae, see Ma 2013b, esp. 24–38. For an analysis of this type of inscription in Cyprus, see Wieland forthcoming (a); Wieland forthcoming (b). Fischer-Bovet 2020. Three are safely dated to the reign of Ptolemy IV and Ptolemy V and six are safely dated to the reign of Ptolemy VI and Ptolemy VIII.

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statue bases and are usually dedicated to Hermes and Heracles, the traditional gods of the gymnasium. Third, most of the dedications by soldiers are in fact ritual intercessions towards local Egyptian gods and/or deities associated with the Ptolemies, such as ‘Serapis, Isis, and the other gods’, considered as a ‘hybrid’ Greco-Egyptian triad.13 Almost all of these so-called ‘sacred dedications’ are made for the royal household (so-called hyper-style dedications, discussed below) and often concerned Egyptian temple building, while hyper-style rarely occurs in Cyprus and mainly within a military and gymnasial context.14 In Egypt, they sometimes also included the reason for the dedication, as one would do in the case of a statue. Dedications by groups of professional soldiers are attested first under Ptolemy IV in Cyprus and under Ptolemy V and Ptolemy VI in Egypt and in both places their number increased under Ptolemy VI (180–145 BCE) and Ptolemy VIII (170–163; 145–116 BCE), pointing to new social dynamics among soldiers and offering to the civilian population another perspective on them. The following sections examine in detail these developments, first in Cyprus and Egypt under Ptolemy IV and Ptolemy V, then by region under Ptolemy VI and Ptolemy VIII, before comparing them in the conclusion. III. Soldiers’ Dedications in Cyprus and in Egypt before Ptolemy VI Cyprus had been under Ptolemaic rule for almost as long as Egypt, first briefly between 313 and 306 BCE and then firmly since 294 BCE, with garrisons in most of the island’s cities and in the important harbors of Salamis and Paphos.15 Ptolemy II himself had dedicated a statue to his naval architect Pyrgoteles (or Ergoteles) in the sanctuary of Aphrodite in Paphos, while the admiral Kallikrates also had his statue in the most important religious center of the island.16 By 217 BCE, the administration had been centralized into the hands of a Ptolemaic strategos as governor of the island and by 203 BCE, the second of these strategoi was also high-priest of the island. At the same time, the administrative center had moved from the eastern city of Salamis to Paphos, or more precisely to the Ptolemaic settlement that modern historians call Nea Paphos.

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Caneva 2016, 144. In second century BCE Cyprus, three hyper-style inscriptions are attested: (1) Mitford 1961a, nr. 14 = SEG XX 142 = TM 6114 (Amathous; 163–152 BCE; Ptolemy VI; dedication of columns by the gymnasiarch Onesikrates); (2) Hermary/Hellmann 1980, nr. 65 = SEG XXXVIII 1501 = TM 890293 (Amathous; 142–118 BCE; dedication of a temple to the Egyptian gods), which is discussed below; (3) Nicolaou 1964, nr. 12, which is also discussed below. Wieland forthcoming (a) identified six other hyper-style inscriptions either dated to the third century BCE or to after 106 BCE. Bagnall 1976; Mehl 1996, 225–234; Mehl 2000; Keen 2012, 29–69; see the new publication of the entire Paphian corpus and new pictures by Cayla 2018 with an historical overview (57–86). Pyrgoteles: OGIS I 39 = Nicolaou 1971, 20, pl. XX = Cayla 2018, nr. 64; Kallikrates: Mitford 1961b, nr. 18 = Cayla 2018, nr. 65 (no dedicant is mentioned). On his career, see Hauben 2013.

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Located 16 km from (Old) Paphos and the sanctuary of Aphrodite, it was the best harbor to sail to either Alexandria or to Cilicia.17 In an earlier inscription (224/3 BCE) by members of the Paphian gymnasium recording their contribution to the oil supply, eight names with their patrides (‘homelands’) were preserved, all from outside of Cyprus. One came from Mytilene and seven from Lycian cities, a well attested provenance among Ptolemaic soldiers serving in Cyprus. They did not indicate their military rank, only that they contributed 100 drachmas or once or twice their opsonia (‘monthly wages’).18 Epigraphic habits seem to have changed with the establishment of the first strategos. The first statues of non-royal individuals that were dedicated by groups of people – and not by the king himself – appear indeed in Cyprus during the reign of Ptolemy IV for individuals who belonged to the inner elite circle, the court in Alexandria.19 Four of these statues were made by soldiers.20 The earliest two inscriptions come from Paphos and possibly Soli: one is a statue base for Pra[ul]an from Epirus, mother of a certain Antiochus, dedicated by the ‘[soldiers] under the command of Nikanor’.21 The other one is not a statue base but is written on a thin plate mentioning the commander of Charadros in Cilicia and his family, including his Samian wife, by the thiasos of the epigonoi.22 The two other inscriptions were dedications of stat17 18 19

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On the creation of Nea Paphos by Ptolemy I, see Bekker-Nielsen 2000; Vitas 2016. Launey 1949/1950, nr. 13 (224/3 BCE); Mitford 1961b, nr. 8; Nicolaou 1971, pl. XXII. Bagnall 1976, 68; 264–265 notes that the list was longer. There is one earlier example, yet not involving Ptolemaic officials: the statue of Noumenios from Lapethos erected by a group of priests, on which see Mitford 1939, 14–15 n. 2. The decree of the priests does not mention the statue but tax exemption granted to Noumenios and presents Phoenician elements. See Wieland forthcoming (a), whom I thank for this reference. I do not consider here statues of children set up by their parents as statues dedicated by a ‘group’. On inscriptions by soldiers in Paphos, see Cayla 2018, nrs. 66–79. For an analysis of their religious practices in Cypriot sanctuaries, see Keen 2012, esp. 169–185. Cayla 2018, nr. 67 (mid or late third century BCE). Antiochus is also found in a dedication to Apollo Hylates in Kourion: See I.Kourion 60 and an earlier edition in Mitford 1937, nr. 9 which is paleographically dated to the third century BCE, while Nikanor is also found on an inscription from Kition paleographically dated by Mitford to the second century BCE (SEG VI 824) but now redated to 250–200 BCE by Cayla (SEG LIV 1536). Mitford reports the eponymous officer Nikanor in Egypt (238/7 BCE) Pros. Ptol. II 1961 = Pros. Ptol. VI 15227 attested between 254 and 236 BCE. For a discussion on whether or not the inscription refers to actual statues, see forthcoming work by Wieland. See previously Mitford 1961a, nr. 35 (unknown provenance, but bought in Morphou, thus possibly Soli; dated paleographically to the last decades of the third century BCE by Mitford but then to the reign of Ptolemy III on the basis that ‘it gives evidence of strong government’ – once again, a date under Ptolemy IV remains possible). For Mitford the thiasos is an association connected to the military milieu, with the single Cypriot attestation of epigonoi being children of (unattested) cleruchs. See also Mitford 1961a, nr. 39. On thiasoi as communities of cleruchs in Cyprus, see Hermary 2004. Aupert/Flourentzos 2008 interpreted a new cadastral inscription from Amathous as evidence of the transfer of land to soldiers following the amnesty of Ptolemy VIII, but the interpretation is conjectural and the inscription could concern a sale of land, as well as non-military land owners. See Keen 2012, 60 n. 174. For a cautious interpretation of the status of military settlers in Cyprus under Ptolemy IX and Ptolemy X, see Wieland forthcoming (a).

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ues representing family members of Pelops, the first strategos with the function of governor of the entire island and a member of an influential Macedonian family at the court.23 First, his wife Myrsine, who also belonged to the supra-polis elite at the Alexandrian court, was honored by two statues.24 Myrsine’s statue in Salamis was erected by ‘those stationed [in the garrison (?) with] all [the other] soldiers’ because of the goodwill (eunoia) of her husband Pelops towards Ptolemy IV and Arsinoe, Gods Philopatores, and towards themselves, while the polis of the Paphians erected her statue in the sanctuary of Aphrodite (in Old Paphos) because of the eunoia of Pelops towards the royal divine couple and the city.25 Then, the third statue representing a member of Pelops’ family, his son Ptolemaios, was dedicated in the same sanctuary by the members of the gymnasium of Paphos for the ‘excellence and goodwill’ of Pelops towards the king, the queen and their son Ptolemy and towards the gymnasium.26 So far, no dedications of statues of Pelops himself have been found in Cyprus, whereas the Cyreneans had previously erected a statue of him in Cyrene for his excellence and goodwill towards Ptolemy III, Berenike and their children.27 In contrast, there is no dedication of statues of high officers by non-royal individuals in Egypt before the end of Ptolemy V’s rule.28 For T. B. Mitford, the members of the gymnasium in Cyprus were probably predominantly military settlers and mercenaries of the garrisons.29 Those who made the statue of the son of the first strategos of Cyprus later dedicated a statue of Ptolemaios, son of the second strategos, Polykrates of Argos (203–197 BCE), one of the famous commanders mentioned by Polybius at the battle of Raphia.30 The city of Lapethos meanwhile dedicated a statue of Polykrates’ oldest son.31 New aspects of the mercenaries’ social life do appear in Cyprus. Soldiers, imitating the cities, publicly stressed their loyalty to the king and his high officials by displaying their relationship with powerful non-royal figures, originally in the context of the gymnasium, where they could interact with at least some local civilians. They acted 23 24 25 26 27

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Pros. Ptol. VI 15046. His father Pelops was honored in Samos in 281 BCE as friend of the king commanding the Ptolemaic forces in Samos and eponymous priest in Alexandria in 264/3 BCE: SEG I 364 with Mitford 1960, 110 = Cayla 2018, nr. 31; Bagnall 1976, 252–253. Bagnall 1976, 47–48; 252: her father, like Pelops’ father, was honored in Samos under Ptolemy II and her sister was a priestess (kanephoros) of Arsinoe Philadephos in 243 BCE. Mitford 1960, nr. 3 (Salamis); OGIS I 84 = Mitford 1961b, nr. 39 (Paphos) = Cayla 2018, nr. 30. Mitford 1960, 110 (found in Lindos [correction of I.Lindos II 139]; 209–204 BCE) = Cayla 2018, nr. 31; Nicolaou 1971, 20. IGCyr 063300 (online) with no mention of goodwill towards the city. Yet it is possible that Myrsine’s statues in Cyprus belonged to a group of statues of family members, including Pelops, that were not preserved (see Marquaille 2008), but were similar to the group of statues of Polykrates and family members in Mitford 1961b, nrs. 41–46. See the dedication by the koinon of the Lycians (I.Alex.Ptol. 27: c. 182/180 BCE) discussed below. Mitford 1960, 111. It is accepted that some Ptolemaic settlers were granted with land. See, for example, Vitas 2016. Mitford 1961b, nr. 46 (Paphos; 197–193 BCE) = Cayla 2018, nr. 38; Bagnall 1976, 253–255. Inscription quoted in Mitford 1961b, 18.

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together to display their connection to the most important man on the island in the most sacred sanctuary of the island, at the same time emphasizing their reverence for the local Aphrodite (discussed below). The polis of Paphos and the members of the gymnasium acted publicly along the same lines, while the soldiers in Salamis may also have mimicked the city of Paphos.32 J. Ma has indeed shown that cities were the first to erect statues of kings and then of non-royal individuals, later imitated by other groups of dedicants.33 Indirect evidence for cleruchs and long-term settlement, such as the expression ‘all [the other] soldiers’ after ‘those stationed [in the garrison?]’ in Salamis, also suggest growing interaction with locals.34 The most striking characteristic of the Cypriot dedications is their emphasis on family members, especially women for whom statues were erected, an attitude shared by the Paphians and by the soldiers in Salamis. Even though the latter presented themselves as soldiers, they chose to erect a statue of the wife of their strategos rather than that of the strategos himself – or preferred erecting groups of statues rather than the statue of the strategos alone. This became an epigraphic habit specific to Cyprus, where the wives and daughters of the strategoi, all belonging to the top-elite in Alexandria, echoed the function of the queens as softer representations of Ptolemaic power.35 Thus, in Cyprus, soldiers strongly emphasized the importance of family values and of aristocratic female figures, an attitude in agreement both with Ptolemaic propaganda and with the Cypriot cultural context, especially in the sanctuary of Aphrodite in Paphos. No soldiers’ dedications of the statue of an officer’s wife have been preserved in Egypt with one sort of exception: a double dedication (a term discussed in the next section on Egypt) was made by an officer and garrison-commander – hegemon and phrourarchos – in Philae to Ptolemy V, Cleopatra I, and to Isis on behalf of (hyper) Ptolemaios, son of Eumenes, of the First Friends and archikynegos (‘Μaster of the Royal Hunt’), Alexandrian, with his wife Agathokleia and their son Ptolemaios.36 They belonged to an elite family from the inner court very similar to the families of Pelops and Myrsine. A few years later, Ptolemaios, archisomatophylax and archikynegos, the son of Ptolemaios of the First Friends and archikynegos, was granted a small statue (c. 125–152 cm) by the koinon of the Lycians in Alexandria and was perhaps the

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For the statue of Myrsine by the polis of Paphos, see Mitford 1961b, nr. 39 = Cayla 2018, nr. 30. Her statue is anterior to the statue of her son by the gymnasium (Mitford 1960, 110) but we cannot determine if the statue by the soldiers in Salamis came first. However, cities dedicating statues of officials or officers for their merit and goodwill towards the king and themselves are already attested in Delos under Ptolemy II (IG XI.4 1130, by the city of Caunos), and in Cyrene under Ptolemy III (SEG XVIII 734). Keen 2012, 225–229 notes that the main difference in the dedications of statues by soldiers and cities is that cities usually state the word ‘polis’ at the top. Ma 2013b, 4–5. For cleruchic settlement, see also the thiasoi of the epigonoi in n. 22 above. See also Marquaille 2008. IThSy 314 (Philae; 187 BCE).

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same Ptolemaios as the strategos of Cyprus from c. 180 to 168 BCE.37 The connected set of sources analyzed in this study tend to support such an identification, and if correct, shows once again how mobile the top-elite was. Moreover, the inscription of the koinon of the Lycians (c. 182–180 BCE) – a term used for the first time in Egypt for a socio-religious association gathering soldiers – is the earliest dedication of a statue of a non-royal individual by a group of soldiers in Egypt.38 This epigraphic habit that had already started in Cyprus will expand, with some regional variations, in the following decades. From a broader perspective, indeed, the social behavior of professional soldiers was converging at both places. IV. Dedications by Groups of Soldiers in Egypt under Ptolemy VI and Ptolemy VIII (180–116 BCE) After the loss of Syria-Phoenicia and of their territories in Anatolia as a consequence of the Fifth Syrian War (202–195 BCE) and after the recovery of the Thebaid that was temporarily lost during the Great Revolt (206–186 BCE), the number of inscriptions by groups of soldiers increased significantly under Ptolemy VI and Ptolemy VIII. Soldiers either acted together because they served in the same garrison or within the same nome, or because they formed socio-religious associations as a result of serving together, sometimes as members of the gymnasium or of associations of ‘royalists’ (basilistai). The examples examined in this section illustrate how soldiers expanded the use of inscriptions to call attention to their collective actions, which allowed them and their officers to position themselves within the Ptolemaic hierarchy and the broader social landscape. They were able to gain social capital as a loyal and respectful group, showing themselves in a good light. They could increase their level of trustworthiness within the community, facilitating social, emotional, and also economic relationships with the local civilian population. In the context of Alexandria, Ptolemais, and the Cypriot poleis, the granting of citizenship was probably not inconceivable; at least it is attested in the case of the garrison-commander Herodes (discussed below), Pergamean, who is later known as a citizen of Ptolemais in Upper Egypt, and in an earlier example in

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I.Alex.Ptol. 27 (182–180 BCE). For this identification, see Mooren 1975, nr. 0291 and nr. 0350b. Lanciers 2017 reconstructs the careers of the two archikynegoi and demonstrates that the term koinon does not refer to the political League of the Lycians. See also Mooren 1975, contra Bagnall 1976, 110. The only earlier evidence of soldiers immortalizing their common actions in stone was the dedication of the sanctuary of Ptolemy III and Berenike II in Hermopolis, which included the erection of royal statues shortly after the end of the Third Syrian War (245–241 BCE). These soldiers, however, were cavalry cleruchs. See I.Hermoupolis 1 with Suto 2004; Scheuble-Reiter 2012, 289–291; Fischer-Bovet 2014a, 340–341; Gorre forthcoming.

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Cyprus, where a Sidonian who was [ἐπ]ὶ τῆς πόλεως and phrourarchos under Ptolemy II was granted the citizenship of Kourion for himself and his descendants.39 The statues of high-ranking members dedicated at the court by soldiers – though single officers did so more frequently than military groups – are only attested in the Delta and the Fayyum and far less cases have been preserved in Egypt than in Cyprus. In Egypt, ritual intercessions towards local gods for the king and the royal household are more common, especially in the Nile valley and the Thebaid.40 Yet the recent discovery of the dedication of a statue of a high officer by a koinon of soldiers at the Boubasteion of Alexandria reminds us how much our archaeological knowledge of the capital depends on emergency excavations.41 [--------]αμή[δ]ου[ς?] τῶν πρώτων φίλων [τὸ] κοινὸν τῶν Τραλέων Θ̣ραικῶν καὶ τῶν παραγενομένων [ἀπ]ὸ τῆς Λιβύης Μασύλ[ω]ν καὶ [τῶ]ν τούτοις προσκειμένων [τῶ]ν̣ Περσῶν καὶ Κυπρ̣ί [̣ ων τῶ]ν συν⟨σ⟩τρατευομένων [ἀ]ρ̣ετῆς ἕνεκεν καὶ εὐνοί[ας] τ̣ῆς εἰς βασιλέα Πτολεμαῖον καὶ βασίλισσαν Κλε̣ο̣π̣[άτραν] θεοὺς Φιλομή̣τορας καὶ τοὺς υἱοὺς αὐτῶν καὶ τοὺς ἐγγόνους καὶ τὰ ̣ πράγματα καὶ τ̣ῆ̣ς ̣ τ[ε] ε[ἰς] τὸ κοινὸν αἱρ̣έσεως καὶ φιλοτιμίας ̣.

The association of Thracian Traleis and the Masyloi who came from Libya, and those attached to them, the Persians and Cypriots (or Cyrenaneans?) who are serving with them, (honour) [--- the son of (?) ---]ame[des], one of the First Friends, for his excellence and goodwill towards king Ptolemy and queen Kleopatra, Gods Philometores, and their sons, and their descendants, and their affairs, and for his disposition and love of honour towards the association.

This inscription was first dated to the reign of Ptolemy IV, but a new reading of the queen’s name and epithet points to that of Ptolemy VI and Cleopatra II, therefore after their wedding in 175 BCE, but possibly even before they had children, since the mention of sons and descendants appears as a wish of good luck regarding children.42 39

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IThSy 302–303. See also Chaniotis 2005, 152; 154 about a retired Ptolemaic officer in Thera, possibly after he solved some conflicts within the city: I.Kourion 32 in Mitford 1971, 74–77, with Bagnall/ Drew-Bear 1974, 179–183 for a date under Ptolemy II instead of Ptolemy III. Bagnall and Drew-Bear doubt that the Sidonian served the Ptolemies, because phourarchos is a restitution and they thus propose [περ]ὶ τῆς πόλεως, but his functions are accepted by Keen 2012, 243; Mehl 2019, 484. Fischer-Bovet 2020, esp. 130–132. Editio princeps in Abd el-Fattah et al. 2014; see F. Kaiser, BE 2015, 729; SEG LXII 1894. Revised text and translation below from CPI 55 supersedes the editio princeps. The new reading ‘Cypriots’ replaced that of ‘Cyrenaeans’, but remains provisional until an examination of the stele is possible. On this inscription, see the contribution by D. Dana in this volume. For such an argument, yet concerning the previous suggested date under Ptolemy IV, see Lanciers 2018. For the new date under Ptolemy VI (180–145 BCE), see Bowman et al. 2020, CPI 55. Since the

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The reason for the erection of a statue is usually the honoree’s ‘excellence’ and ‘goodwill’ ([ἀ]ρετῆς ἕνεκεν καὶ εὐν[οί]ας) – sometimes only his goodwill – toward the Ptolemaic king (and his family) and the dedicants, mimicking the formulas used earlier by Greek cities to honor benefactors who took care of the polis. This exact expression is not often attested in the corpus of Greek inscriptions from Egypt, as stressed by E. Lanciers, who counts this inscription and that of the koinon of the Lycians, as well as two other cases.43 Yet the ‘goodwill’ (εὔνοια) of the dedicatee is mentioned in all the dedications of high officers’ statues by soldiers in Egypt though sometimes a similar concept is stressed instead, such as ‘benevolence’ (φιλαγαθία).44 Thus, the inscription of the Boubasteion confirms that similar formulas were used in Egypt as well as anywhere else. It has been argued that the soldiers of the dedication from the Boubasteion served in the royal guard, since their dedication was erected close to the Royal Palace quarter and honored an important man at the court.45 Moreover, members of the royal guards seem to have spread the habit of dedicating statues of important officers and officials in Egypt.46 Three other dedications of statues by groups of soldiers in Egypt were preserved from the reigns of Ptolemy VI and Ptolemy VIII. One was a statue of one of the closest persons to the king, the preceptor and nursing-father of the king’s son, and was erected in Krokodilopolis by officers from Alexandria passing through the Arsinoite nome, chiliarchoi, and other members of the court.47 The second statue represented a priest of the king offered by the Macedonians from the gymnasium, several groups of officers, and those sharing the politeuma (οἱ συμπολιτευόμενοι), an association devoted to the royal cult in the Delta that gathered several subgroups including perhaps civilians.48 Finally, the statue of a dioiketes with the aulic title of ‘those sharing the same honors as the First Friends’ was dedicated by a cavalry officer and his regiment in Philae.49 By displaying their connection with members of the inner court, or in the third case with a local official, the members of the royal guard, but also soldiers at various levels

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royal couple was joined by their brother Ptolemy VIII between 170 and 164 BCE, a date before 170 BCE or else between 163 and 145 BCE may be proposed, but then one would expect the mentions of ‘children’ rather than ‘sons’. Abd el-Fattah et al. 2014, 151–152 note that the royal couple did not have grandsons, thus their mention reflects the importance of the family within Ptolemaic royal ideology. Lanciers 2017, 119–120 records the dedication of an altar to Souchos, IThSy 190 (142–124 BCE), and the statue of a strategos, I.Fayum I 13 (47 BCE) with χάριν instead of ἕνεκεν. See, for example, SB I 3941; I.Fayum I 5; I.Philae I 13; SB I 1106; SB V 8818 (φιλαγαθία); I.Fayum I 17 ([εὐχαριστί]ας χάριν). See Lanciers 2018; Fischer-Bovet 2020, 138–140. This would explain why they did not indicate their function ‘at the court’. The Boubasteion is located in the Kom el-Dikka quarter near the Paneion mentioned by Strab. XVII 1, 6–12. See, for example, SB I 3941 or grouped in an association I.Fayum I 13 = SB V 7787; I.Fayum I 17 = SB I 624. I.Fayum I 5 (142–116 BCE). SB I 1106 (Sebennytos?; 200–30 BCE), now lost with Van ’t Dack 1984; Scheuble 2009a; and now CPI 136 with Fischer-Bovet 2020, 147–148. I.Philae I 13 (145–143 BCE).

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of the hierarchy presented themselves in their best light. The relationship of reciprocal goodwill between soldiers and high-ranking figures was emphasized and, as statues were normally visible to a larger audience than the group of dedicants, such a message was open to further interpretations by the local community. It also advertised the potential role of soldiers as intermediaries between the local population and the king.50 The statue dedication of the Boubasteion illuminates new aspects of the soldiers’ social landscape and the ways, in which they located themselves within the local communities, in this case the inhabitants of Alexandria. First, Ptolemaic professional soldiers started to form associations, reinforcing their esprit de corps and strengthening their social network.51 The phrasing of the inscription honoring an individual perhaps named [Meg]ame[des] (or the son of Megamedes) leaves unclear whether the soldiers formed a multiethnic koinon or if it was only the koinon of the Traleis, whom the Masyles joined, and with whom the Persians and the Cypriots (or Cyrenaeans?) served.52 Soldiers of diverse ethnic backgrounds usually fought together, even within the so-called ethnic hipparchies, where the names of the hipparchy of ‘the Thessalians and that of the other Greeks’ and that ‘of the Persians and of …’ acknowledged the mixing of troops.53 The inscription of the Boubasteion is one more piece of evidence of ongoing interethnic interactions among Ptolemaic soldiers, a fact also supported by the late second century BCE politeuma ‘of the soldiers enrolled (φερόμενοι) in Alexandria’ who made a dedication to Zeus and Heracles, probably in the context of a gymnasium, without specifying any ethnic groups.54 The erection of the statue in the Boubasteion indicates that the meeting place of the koinon was within or near the temple precinct, or at least that the garrison was nearby, since it was close to the Royal Palace quarter.55 It suggests the development of special connections between soldiers and local Egyptian deities. Later inscriptions attest the proximity of soldiers’ associations with local Egyptian gods in the Fayyum, one by the neaniskoi of the Osireion, most likely members of the gymnasium forming a synodos (‘association’), and three by ex-ephebes dedicating topoi to the local crocodile gods Souchos and Soknebtynis.56 Boubastis is found once in a dedication offered by the 50 51 52 53 54 55 56

On royal guards as mediators, see the first century BCE asylia petitions analyzed by Rigsby 1996, 541–573; Fischer-Bovet 2014b. Launey 1949/1950, II 1001–1018 surveys all types of soldiers’ associations, starting with groups he considers ephemeral. Abd el-Fattah et al. 2014, 15–155; 157–158. Fischer-Bovet 2014a, 125–128. I.Alex.Ptol. 32 (112 BCE). The first editors had suggested that the Cyrenaean soldiers had a close link with this sanctuary, because the temple was dedicated by the mother of Ptolemy IV, Berenike II, who was from Cyrene. See Abd el-Fattah et al. 2014, 150–151. For foundation deposit plaques, see Seif el-Din 2015. I.Fayum II 119 (Theadelphia; second or first century BCE); I.Fayum III 200–202 (Krokodilopolis or Euhemeria and Tebtynis; 98, 95 and 94 BCE) with Fischer-Bovet 2014a, 285–286. See also Monson 2019, 49–51 on the meeting place of associations in the ceremonial space of towns and villages.

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daughters of a certain Sotion, archisomatophylax and strategos, and confirms that young women from military families honored local goddesses.57 Interestingly, there are no dedications to Artemis that can safely be attributed to soldiers in Egypt – and none of them appears as the interpretatio graeca of the Egyptian goddess Bastet/Boubastis.58 By setting up the statue in the Boubasteion, the koinon of the Traleis and of the other affiliated ethnic groups ensured that their display in the public civilian sphere had multiple audiences: the professional soldiers displayed their loyalty to a high officer who himself served the king and his family in an exemplary way, increasing their social capital. They also addressed the wider crowd of civilian men, women, and children of diverse ethnic origins who visited the Boubasteion. There, Egyptian and Greek cultural spheres of influence met, as anybody could present a votive offering to the goddess in the form of statuettes of cats (Egyptian style) and of children (Greek style), dozens of which have been found on the site.59 The presence of soldiers in such a context probably enhanced their level of trustworthiness vis-a-vis the local population and suggests that they aimed to settle down. Such an interpretation is in agreement with D. Dana’s argument (in this volume) that the goal of these soldiers was not to remain pure mercenaries. Yet most often dedicatory inscriptions by soldiers in Egypt commemorated the construction of buildings or architectural structures, either related to the meeting place of their association or to Egyptian sanctuaries. Two types of formulaic expressions were used and became emblematic of Ptolemaic culture and of its administration leaning towards centralization. Indeed, these expressions were almost exclusively used in relation to the Ptolemies, above all in Egypt: the hyper-style dedication normally started with the preposition ὑπέρ to introduce the king and royal household in the genitive, meaning ‘for’/‘on behalf of ’, followed by the deities in the dative, and the dedicant(s) in the nominative, while the double dedications had the royal persons and the deities in the dative.60 Soldiers acting together emerged as an important new social category of dedicants whose prominence in our dataset is rarely examined further. The few examples selected below demonstrate the social dynamics of lower ranking soldiers, mostly professional soldiers, as they expressed themselves in contexts of ritual communication recorded on dedicatory inscriptions.

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I.Fayum III 197 (175–170 BCE). I.Louvre 7 (Canopus; 305–283 BCE). É. Bernand in I.Louvre, p. 32 assumes that this dedication to Artemis Savior by Ptolemaios, Athenian, is linked to the military milieu on the basis of the goddess’ epithet. I.Fayum III 208 (exact provenance and date unknown, by Asklepiodotos, son of Sonikos). I.Fayum III 145 (second century BCE): statue of goddess Artemis of Perge by the Pamphylians. Abd el-Maksoud et al. 2012. For their slight variations in meaning, see with previous bibliography Caneva 2016; Fassa 2015, esp. 135: she counts 124 double dedications out of which 116 concern the Ptolemies. On how the hyper-formula enabled the dedicants to emphasize the prestige of their actions, see most recently Pfeiffer 2020.

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Two inscriptions from Kom Ombo call attention to new social behaviors as Egyptian and Greco-Egyptian professional soldiers were hired in significantly higher numbers to strengthen Upper Egyptian garrisons after the Great Revolt.61 ‘The infantry and cavalry soldiers and the others stationed in the Ombites’, presumably professional soldiers (without a kleros) and cleruchs together, dedicated a chapel ‘on behalf of ’ (ὑπέρ) king Ptolemy VI and queen Cleopatra II, the sister, the mother-loving gods, and their children, and to Haroeris, the great god, Apollo and the synnaoi theoi.62 One generation later, dedicants identifying themselves in the exact same way, but no doubt including former dedicants’ sons and new recruits, dedicated an altar to Ptolemy VIII and Cleopatra III (dative) and to Souchos and the other gods (dative) of the temple.63 In some cases, as here, dedicatory inscriptions regarding temple building also specified the reason for the dedication, i. e. ‘because of the goodwill of the dedicatees (towards the dedicants)’, as we saw it was always stressed in the dedications of statues, yet in these cases it could refer ambiguously both to the goodwill of the royal family and that of the gods. Since the two dedications from Kom Ombo were engraved in areas normally open only to some priests and to the king, the troops’ expression of loyalty and their self-representation as a trustworthy group by mimicking the royal benevolence towards Egyptian temples, was directed to the local priestly elite. Yet the generous attitude of the soldiers towards the local gods, as well as their long-term involvement documented by the two inscriptions, and most likely their genuine religious feelings, could not escape the attention of local population and probably shed a positive light on the troops. Common among soldiers were associations of royalists (basilistai), which could also include civilian members and whose activities mainly evolved around the cult of the king and of the royal household associated with local gods – a win-win-situation for the soldiers and for the king. On the island of Satis near Elephantine, Herodes, together with the local priests and soldiers serving at the southern borders, made two dedications to the Ptolemies and the local gods. The first dedication was made under Ptolemy VI (152–145 BCE) in Herodes’ capacity as garrison-commander and prophet of Khnub, and the second under Ptolemy VIII (145–116 BCE) after his promotion as strategos of the nome, this time with all the dedicants self-identifying as basilistai.64 The later inscription was a standard hyper-style dedication but the earlier one was a double dedication made to the royal family and the local gods ‘on behalf of ’ (ὑπέρ, line 7) the courtier Boethos and that established the annual celebration of this high official’s

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On these new recruits, called misthophoroi in Greek and rmt w⸗f šp ḥbs w (‘men receiving pay’) in Demotic, see the contribution by K. Vandorpe in this volume and Vandorpe 2014. IThSy 188 (174–160 BCE). IThSy 190 (131–124 BCE). IThSy 302–303; Heinen 1996; Caneva 2016, 134–142, contra Heilporn 1990. There is no indication that the members would only be priests in the first dedication and basilistai in the second.

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birthday ‘for, in honor of ’ (ὑπέρ, line 26) the royal family. So-called double dedications have been interpreted as indicating a closer association of the living royal couple with the gods, or at least their ambiguous divine nature.65 Yet in the Greco-Egyptian military context, double dedications had above all a pragmatic function, because the dedicants could simultaneously make an offering ‘on behalf of ’ (ὑπέρ) a high officer (and sometimes of his family members) because of their goodwill (eunoia) towards themselves and/or the royal household.66 S. G. Caneva stresses their communicative function as a way to reaffirm the superiority of remote rulers, together with local gods, as sources of regional hierarchical order. In other words, soldiers positioned themselves within the social and political hierarchy by asserting their interpersonal relationship of trust with intermediaries between themselves and the royal household at the top. The multiple meanings associated with the preposition ὑπέρ, i. e. not only ‘for’/’on behalf of ’, but also ‘in honor of ’/’for the benefit of ’, were left open to the readers’ interpretation and could shift according to context.67 This flexibility may in fact explain the success of hyper-style dedications. Finally, another type of associations, or semi-formal institutions, the politeumata, whose core was formed by garrisoned soldiers but expanded to the civilian population, appeared first in Egypt under Ptolemy VI. Most politeumata were associated with an ethnic group usually well represented among Ptolemaic professional soldiers ( Jews, Idumeans, Boeotians, Cretans, Cilicians, and perhaps Lycians and Phrygians) and developed more substantial administrative structures than other types of associations.68 Their activities often concerned the gods of their region of origin, such as the dedication of a temenos to Zeus Basileus by Kaphisodoros, a Boeotian who was the strategos of the nome and priest of the politeuma, bearing the aulic title of archisomatophylax, together with the Boeotians and those who share the politeuma (οἱ σ[υμ]πολιτευόμενοι).69 Yet this politeuma also participated in strengthening a political and social hierarchy by adopting hyper-style dedications and by mentioning the aulic title of the leading dedicant.

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See Caneva 2016, 132 for a critical assessment of this view. Such dedications were found exclusively under the reigns of Ptolemy VI and Ptolemy VIII, with the exception of IThSy 314 (187 BCE) on behalf of Ptolemaios, son of Eumenes, discussed above, where eunoia is not specified but can certainly be inferred by the reader. Fassa 2015, 142. In certain cases, ‘on behalf of ’ could indicate virtual agency of rituals. See Caneva 2016, 145–148. See Honigman 2003a; Kayser 2013; Sänger 2015, 238–249; now Sänger 2019; Fischer-Bovet 2021. SEG II 871 (Xois; 163–145 BCE); Launey 1949/1950, II 1066–1067.

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V. Dedications by Groups of Soldiers in Cyprus under Ptolemy VI and Ptolemy VIII (180–116 BCE) By the reign of Ptolemy VI, the geo-political situation of Cyprus had also changed as a consequence of the Fifth Syrian War (202–195 BCE), since the island had become a frontier zone with rivals’ territories. The island continued to be administered by a strategos, but was militarily reinforced.70 The control of Cyprus also became enmeshed in the dynastic dispute between Ptolemy VI and Ptolemy VIII, and when later Cleopatra II seized power in 132–130 BCE, Ptolemy VIII fled to the island with his wife-niece Cleopatra III.71 The epigraphic habit of erecting statues of the strategos of the island and members of his family continued, always with formulas stressing the strategos’ goodwill towards the king and the dedicants.72 In Salamis, the statue of a strategos, possibly the first strategos serving Ptolemy VI, Ptolemaios Macro (180–168 BCE), was dedicated by the officers (hegemones) and soldiers, while probably the same officers garrisoned in Cyprus, as well as the cavalry officers in active service, erected statues of Ptolemy VI, Cleopatra II, and their children in the Paphian sanctuary of Aphrodite.73 As alluded to above, this Ptolemaios was the archikynegos honored earlier in Philae and Alexandria. Members of this ‘mobile’ imperial elite held important positions throughout the empire and spread the proper honorific practices according to Ptolemaic social hierarchy and culture. These honorific practices persisted under Ptolemy VIII, yet what was distinct about the soldiers under his reign was their self-identification as koina, i. e. associations, followed by an ethnic name.74 The ‘koinon of the Lycians stationed on the island’ erected at least five statues in the temple of Aphrodite in Old Paphos: first that of a kinsman of the king, Diasthenes (131–127 BCE), then of a family group statues of the strategos Theodoros, his wife Olympias and one of their sons (123–118 BCE), and finally under Ptolemy IX, of the daughter of Leos, the strategos autokrator of the Thebaid (c. 88 BCE).75 Continuous public display of the relationship between the koinon and important officials and their family was one of the central preoccupations of this association and at present its only attested activity. This is also true for the other koina whose dedications overlapped significantly. The koinon of the Cilicians and the koinon of the Ionians ‘and of those who gather with them’ (τῶν συμπολιτευομένων) each dedicated

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Balandier 2002, 333–334. Hölbl 2001, 187–188; 197. Rarely, the goodwill towards the dedicant(s) is not mentioned. See Dumke/Pfeiffer 2014, 86–88. Salamis: Mitford 1957, 180 with a squeeze of the very fragmented inscription; Old Paphos: Mitford 1961b, nr. 55 = Cayla 2018, nr. 29 suggests a date under either Ptolemy VI or Ptolemy IX. Launey 1949/1950, II 1032–1035; Bagnall 1976, 54–57. See also Sänger 2016b; Kruse 2015b. Mitford 1961b, nrs. 76–77; nrs. 79–81 = Cayla 2018 nr. 77; nrs. 46–48; nr. 59 (correction: Lochos into Leos).

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a statue of the strategos Theodoros in the sanctuary of Aphrodite.76 The koinon of the Cilicians dedicated a statue of the strategos Helenos (114–107 BCE) in the same sanctuary; previously it had erected a statue of Artemo daughter of the strategos Seleukos in Nea Paphos (142–131 BCE), where another koinon (ethnicity is lost) also erected a statue to the strategos Krokos (127–126 BCE).77 Finally, in Salamis, the koinon of the Cretans erected a statue of the strategos Seleukos and the koinon of the Thracians ‘and of those who gather with them’ (τῶν συμπολιτευομένων) erected a statue of the king’s son, the future Ptolemy IX Soter II.78 The dedication of a statue of the strategos Seleukos by ‘the Achaeans and the other Greeks in campaign in Cyprus’ in Olympia refers either to a Cypriot koinon of the Achaeans or to a more ephemeral group.79 As recently stressed by A. Mehl, the city of Salamis remained one of the two prime locations where Ptolemaic power was celebrated on the island, even once the Ptolemaic headquarter was moved to Nea Paphos, while the sanctuary of Aphrodite at Old Paphos became the major place for Ptolemaic display.80 He explains the lasting role of Salamis by its historical significance and size, whereas Nea Paphos only became a city when the Ptolemaic administrative was moved there, and he suggests that the sanctuary of Aphrodite grew in importance more because of its proximity with the new administrative center than because of its traditional role. One may add that Salamis’ geographical location took on a new meaning after the loss of the province of Syria and Phoenicia in 195 BCE. The koina have been interpreted as the creation of more ethnically homogeneous regiments, but the reason invoked by T. B. Mitford for such a reorganization, i. e. a division of the troops by Ptolemy VIII to weaken them and avoid hostility against him after the death of Ptolemy VI, has been shown erroneous by R. S. Bagnall, P. Keen, and P. Sänger, notably in view of Ptolemy VIII’s amnesty letter to the soldiers.81 Moreover, the reappearance of ethnic regiments would seem to contradict the abolition of ethnic hipparchies in Egypt by the 160s BCE.82 Rather, as it is at least clear for the koinon of the Thracians, that of the Ionians, and perhaps that of the Achaeans, the term koina points to the creation of socio-religious associations by professional soldiers and their families, certainly together with military settlers, whose core self-identified with an ethnic group without automatically excluding others. Yet the origin of the koina remains 76 77 78 79 80

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Mitford 1961b, nrs. 83–84 = Cayla 2018, nr. 51; nr. 54. Mitford 1961b, nr. 91 = Cayla 2018, nr. 57; Mitford 1953, nr. 12. Only kappa is preserved in Nea Paphos. Cretans in OGIS I 153 and perhaps also in OGIS I 103; Thracians in OGIS I 159; Mitford 1959, 110–111; 114–115. OGIS I 151. Sänger 2015, 251 considers it as a koinon. Mehl 2019 counts 32 dedicatory inscriptions related to the Ptolemies in Salamis, 75 percent of which dated to the second century BCE, 45 at the sanctuary at Old Paphos, c. 90 percent of which dated to the second century BCE, only 11 in Kition, 10 in Nea Paphos, 9 in Kourion, and 3 in Amathous. Bagnall 1976, 56; Keen 2012; Sänger 2016a, 237–239. See now Sänger 2019; C.Ord.Ptol. 41–42. On hipparchies, see Sänger 2016b; Scheuble-Reiter 2012, 71; Fischer-Bovet 2014a, 132–133.

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unclear. Because they appeared under Ptolemy VIII, not long after the emergence of politeumata in Egypt under Ptolemy VI, and because some koina gathered soldiers of similar origins such as those composing the politeumata (Cretans, Cilicians, and Lycians), D. J. Thompson suggested that the Cypriot koina were somehow related to the politeumata in Egypt.83 In contrast, P. Sänger has stressed the absence of evidence for an organizational structure similar to that of the politeumata in Egypt.84 The dedications of statues over several decades at least suggests that these associations were more than an informal gathering, because members regularly paid for the statues while some would have to commission their production. Even if they resemble politeumata, they were probably less structured, but one decree of the Lycians, possibly of the koinon, could point to a more elaborate organization.85 For now, our limited sources, especially their silence about any magistrates or priests of the Cypriot koina, prevent us from offering any definitive answer. To sum up, the koina were used by soldiers as means to display their connection and loyalty to the strategoi and their families, and through them to the king and his family. Military officers, members of the gymnasium, garrisoned soldiers, and even the Cypriot cities had done so since the late third century BCE, above all in the sanctuary of Aphrodite in Paphos, which had become a politicized sacred place.86 The soldiers in Cyprus no longer represented themselves primarily as troops (dynameis) or infantry and cavalry, yet kept the term ‘tassomenoi’ to indicate that they were stationed on the island. Sometimes, several koina honored the same person at the same place, and, more importantly, they honored the same individuals as the priesthood of the temple of Aphrodite and the city of Salamis did.87 Emulation was indeed central to the dynamic of euergetism. Moreover, the koina created a social structure for the soldiers in order to build a reputation of trustworthiness toward a larger audience by emphasizing their loyalty to their employers (strategos and king) whom the locals themselves honored for their goodwill, by partaking in the celebration of family values and by showing they were capable of participating in an euergetic discourse. While the koina may also have facilitated new recruitment from the lost provinces, from which these professional soldiers came, by maintaining or reinvigorating the connection between soldiers and their regions of origin in Anatolia, Thrace, and Ionia, they also bore the marks of the infiltration of a Ptolemaic culture in Cyprus through the army.88

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Thompson 1984. Sänger 2016b, 139–141. See Mitford 1961b, nr. 4 = Cayla 2018, nr. 75 discussed in the concluding remarks below. Keen 2012; Dumke/Pfeiffer 2014. Dumke/Pfeiffer 2014, 85 schematize the multiple dedicants for each strategos and his family members. See Sänger 2016a, 239 for a similar suggestion.

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V.1 Soldiers and Ptolemaic Religious Ideology in Cyprus Direct sources for the importation of Ptolemaic religious ideology to Cyprus are limited but the best example supports the role of high officers. One of the First Friends made a dedication ‘to Sarapis, Isis, and the synnaioi theoi, on behalf of (ὑπέρ) king Ptolemy and queen Cleopatra the sister, and queen Cleopatra the wife, Theoi Euergetai, and of their children.’89 Only the first letter of the dedicant’s name, sigma, is preserved, but his identification with the strategos Seleukos is unlikely, because the strategos bore the higher aulic title of ‘kinsman’ already before 142 BCE.90 Such a dedication strongly resembles those found in Egypt during the same period, including the use of the hyperstyle formula. The stone was found at the top of the acropolis of Amathous, near the local temple of Aphrodite, pointing to the existence of a temple of Sarapis and Isis near or within that sanctuary, but not yet identified archaeologically. The cult of Sarapis had already been introduced by king Nikokreon, the native king of Salamis, who collaborated with Ptolemy I, and other Sarapieia are attested in Soli (archaeologically and epigraphically), Salamis, in the eastern peninsula, and in Arsos where Sarapis and Isis were associated with Anubis.91 Some scholars have interpreted the evidence for these so-called ‘Egyptian cults’ as a sign of imperialism, but the editors of the inscription from Amathous note that the spread of this cult can largely be explained by religious anxieties characteristic of the Hellenistic period.92 Fraser has suggested that the limited evidence of the cult of Sarapis and Isis on Cyprus pointed to the failure of Ptolemaic influence on the island, but this assumes a direct causal relation and underestimates the malleability of religious feelings mixed with political allegiance. In fact, Sarapis appears only seven times in the corpus of one hundred dedications by soldiers in Egypt, mentioned six times after Isis and with other local gods in her temple at Philae, and named in the first place followed by Isis in Edfu.93 In Cyprus, the preeminence of the cult of Aphrodite, so closely and conveniently associated with Isis and the Ptolemaic queens, probably stunted the growth of the Sarapis cult, and the same may have happened at Philae, because of the cult of Isis at Philae. While Ptolemaic professional soldiers played a central role in the spread of a Ptolemaic culture, the ruler cult was often visible only indirectly in Cyprus, as G. Dumke and S. Pfeiffer have shown.94

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Hermary/Hellmann 1980, nr. 65 = SEG XXXVIII 1501 = TM 890293 (Amathous; 142–118 BCE). Hermary/Hellmann 1980, 270–271. The first strategos of Cyprus with the title of ‘kinsman’ was Seleukos’ predecessor, around 154–145 BCE. See Christodoulou 2019. Hermary/Hellmann 1980, 271–275 with references. The association with Anubis is dated to the Roman period. Hermary/Hellmann 1980, 217 n. 69. IThSy 309; 315; 316; 318; 320; I.Philae I 15; Edfu: I.Pan 77. Dumke/Pfeiffer 2014.

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V.2 Soldiers and Local Religion in Cyprus Many inscriptions by military men were found in the temple of Aphrodite in Old Paphos, clear evidence of the politico-religious importance of the site for the soldiers, their employers, and the local population. P. Keen has shown that it was a unique place of mutual participation between the professional soldiers and the local population.95 Aphrodite was a local deity who already had an international reputation, which only grew further under Ptolemaic rule, as the Ptolemies and their representatives tended to co-opt deities with particular affinities with the dynasty. As usual with statues’ dedications, the inscription did not start with the name of the deity in the dative, so statues in Cyprus, as well as in Egypt were not strictly speaking dedicated to the gods or goddesses of the sanctuary, yet even though a statue found in such a context must be understood as a ‘permanent gift to a god or gods’.96 Their presence there must have implied the protection of the deity. With such a dominant epigraphic habit, hyper-style dedications remained marginal in Cyprus. Only one explicit dedication to a local deity with the preserved hyper-formula comes from the military milieu, and it diverges from the Egyptian ones in many respects: “(1) To the Savior Mother of Gods. (2) On behalf of the hegemon Menneas. (3) The buildings to the (4) south (of the sanctuary?) with the upper floor (apartments), (5) as well as that to the north (are dedicated by) Agrios, (6) Homilos, and Hedeia in fulfillment of a vow.”97

The dedication was made to the deity (in dative) and on behalf of (ὑπέρ) an officer (hegemon) who no doubt served the Ptolemies, but it was not made on behalf of the king. I. Nicolaou, the editor, dates the inscription to the second century BCE on paleographic grounds and suggests that the dedicants were members of Menneas’ family. The fulfillment of a vow and the absence of the mention of the king indeed locate this dedication within the private sphere, according to the pre-Hellenistic use of hyper-style dedication for family members and friends.98 The addition of buildings to a sanctuary of the Mother of the Gods near Salamis (Famagusta), so far not identified archaeologically, was financially supported by members of the military milieu, who displayed their involvement in a local cult of Hera attested since the end of the fourth century BCE.99 The names of the dedicants were common during this period but new

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Keen 2012, 181–184 contrasts the uniqueness of this sanctuary in Cyprus with Egypt, where all Egyptian temples had incorporated the royal cult and where interaction between the Ptolemaic and Egyptian elites took place. Ma 2013b, 26. Nicolaou 1964, nr. 12. The marble slab was immured on some buildings. For other hyper-style dedications in Cyprus, see n. 14 above. For dedications on behalf of family members, see Caneva 2016, 127. Other sanctuaries of the Mother of the Gods, without the epithet Savior, are known at Ayia Moni north-east of Nea Paphos, Old Paphos, Amathous and perhaps at Idalion, Tamassus, and Kourion. See Nicolaou 1964, 199–200.

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within the prosopography of Cyprus, so they could point to a foreign military family who settled on the island.100 Care for the religious welfare of the local community could increase the local prestige of the family and their level of trustworthiness. Yet in contrast with the epigraphic habits of the military milieu in second century BCE Egypt, this sort of attitude was hardly attested in Cyprus – or at least was not displayed within the framework of the centralist Ptolemaic administration – and seems to have taken place at a more personal level. VI. Concluding Remarks This examination of dedications aimed to identify patterns in the social relationships of professional soldiers, as reflected in the new epigraphic habits that emerged around 200 BCE and flourished under Ptolemy VI and Ptolemy VIII. Comparison between Egypt and Cyprus allows us to identify which patterns were common to these two regions: first, the propensity of soldiers to act together as dedicants in order to map themselves on the social landscape, often by forming associations; second, their emphasis on the eunoia of imperial elite members towards the king and themselves, in the same way as poleis did; third, the importance they attributed to local sanctuaries and local gods, whom they associated with the Ptolemaic rulers in agreement with the development of a Ptolemaic culture. Comparison also shows, among these tendencies, regional variations in the way professional soldiers entered into dialogue with the central authorities and local communities. While at the time of Ptolemy II, only kings and poleis erected statues of non-royal individuals who served the king in exceptional ways (see Pyrgoteles above) or the poleis,101 this practice is first attested by soldiers in Cyprus under Ptolemy IV and in Egypt late in the reign of Ptolemy V. This tendency coincided with the display of court titles and then the creation of the honorific aulic titulature for military officers and officials under Ptolemy V, which signaled a growing centralist administration.102 Both in Cyprus and in Egypt, statue bases of officers and officials recorded their aulic titles, functions and eunoia towards the king, his family, and usually the dedicants. The statues always represented members of the highest elite circles at the court. The ‘eunoia-formula’ al100 Foreign soldiers who settled on the island may also be identified on tombstone inscriptions where the patris ‘place of origin, homeland’ (often called ethnic label by modern historians), of the deceased is indicated. See Wieland forthcoming (a) for an analysis of about twenty-five such inscriptions. 101 See, for example, the statue of Kallikrates as an euergetes by the Samians (IG XII.6 282 with Hauben 2013, 49). 102 This creation may explain the growing number of dedications by officers and officials who can display their titles. See Fischer-Bovet 2020. On court titles and the honorific titulature, see now Lanciers 2018.

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lowed the dedicants to display their connection to the king through the intermediate of high officials. However, Cypriot dedications exhibited two regional characteristics. The first is that statue bases, found mainly in the sanctuary of Aphrodite in Old Paphos, in the gymnasium, and in the sanctuary of Zeus of Salamis, or else in gymnasia and on agoras, consisted of the most common type of dedications. In contrast, statues of kings, officers, and officials erected by soldiers in Egypt were rarer, only about 10 percent of the dedications. The second feature of the Cypriot statuary habit was to represent the strategos of the island with his family, especially female members, while in Egypt only statues of high officers and officials alone were dedicated. The Cypriot habit may be explained by pre-existing local traditions to honor aristocratic women, which converged with the Ptolemaic emphasis on the royal family.103 Finally, the soldiers’ reverence towards the local gods is an essential component of their public image in Egypt and Cyprus and combines several motivations that were not mutually exclusive, from genuine devotion to these deities to advancement of their social capital. In Cyprus, the koina of different ethnic groups marked their presence in the sanctuary of Aphrodite, and a decree issued by Lycians – most likely by their koinon – established an annual festival with sacrifices to Aphrodite in order to honor a fellow military architect.104 At the same occasion sacrifices were to be organized in Nea Paphos for Leto, providing one clear example where the worship of local and homeland deities occurred simultaneously.105 It remains possible, of course, that in some other cases, the cults of foreign gods could keep professional soldiers apart from the local populations, as noted by A. Chaniotis.106 Yet, more generally, soldiers mimicked the Ptolemaic royal ideology by demonstrating a special attachment to local deities co-opted by the Ptolemies, above all Aphrodite and Isis. As we saw, the medium to express this reverence varied. In Cyprus, mercenaries mostly erected statues in the sanctuary of Aphrodite, whereas in Egypt soldiers mostly made sacred dedications to local deities throughout the country. The distinct Egyptian development can partly be explained by the strong presence of local troops of Egyptian or Greco-Egyptian origins after the Great Revolt. Nevertheless, it was also an opportunity for them to simultaneously assert their attachment to the local gods and their loyalty to the royal family through the hyper-style and double-dative dedications. Such formulas contributed to the euergetic dialogue, through which the soldiers interceded for divine protection 103

See Marquaille 2008 on Posidippus’ epigram of a Cypriot grandmother in Old Paphos (Austin/ Bastianini 2002, nr. 47). 104 Mitford 1961b, nr. 4 = Cayla 2018, nr. 75. 105 Mitford 1961b, nr. 4 = Cayla 2018, nr. 75. The initiators of the decree are not preserved. Mitford and Robert, BE 1963, 300 assume that they are the artillerists who are to be in charge of the sacrifices, but Cayla 2018, 200 finds plausible that it was the koinon, since associations tended to act as poleis. Confirmation of such a hypothesis could suggest that koina in Cyprus had an administrative structure resembling that of the politeumata in Egypt. See also Keen 2012, 171. 106 Chaniotis 2002, 112.

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towards the royal house, but also expected royal goodwill in return. In the Thebaid, such dedications could even be made ‘on behalf of ’ (ὑπέρ) high officers or officials. In that case they reiterated the vertical social hierarchy that developed under the Ptolemies and that was found in statue dedications in Cyprus, especially when statue dedications emphasized the goodwill (eunoia) of these high officials and officers towards the king.107 One more striking resemblance between the Cypriot statue dedications and the special group of inscriptions from the Thebaid by the military milieu was that officers’ sons could also be honored (and in one case the wife).108 The social behavior of garrisoned soldiers vis-a-vis very prominent families from the inner court appears therefore rather similar in both places. Most importantly, the mobility of such families facilitated the spread of a Ptolemaic culture. Despite some variations, soldiers in Egypt and in Cyprus decided to call attention to their loyalty and respect of hierarchies and of local cults – in other words, they presented themselves as trustworthy individuals even to those outside of the military milieu. In the second century BCE, soldiers who were not officers had developed means to position themselves on the social map and to gain social capital by acting as groups, whether as troops garrisoned together or as more organized associations, and to control how they wanted to display their social relationships. They could dissociate themselves from the bad reputation attached to mercenaries by exhibiting long-lasting attachment to their officers, who were trusted by the king and also honored – or at least publicly respected – by the local populations.109 The professional soldiers exhibited their devotion to local deities who were also worshipped by the civilian populations and imitated the generous attitude of the king and his family, as well as of their officers. Soldiers’ socio-religious associations helped them to create an even more stable presence within the local communities, an antithesis to the volatile, greedy, and untrustworthy mercenary of comedies.110 Soldiers had found ways to show themselves in the best light and their intended audience was not limited to their superiors in the Ptolemaic government, but also included the civilian milieu. This suggests that these soldiers were aiming at reciprocally beneficial relationships and even at integration.

107 See also Caneva 2016, 126–127; 133; 138. 108 IThSy 314 (Philae; 187 BCE): Ptolemaios, of the (Alexandrian) deme Kastor, of the First Friends and archikynegos, his wife Agathokleia, his son Ptolemaios, archisomatophylax and archikynegos; IThSy 243 (Elephantine; 135/4–131 BCE): a strategos and his sons; IThSy 190 (Ombos; 131–124 BCE): a cavalry officer and his son. 109 Caneva 2016, 133; 149 on centralist Ptolemaic administration and the importance of interpersonal relations of trust. In Egypt, officers could gain the respect from the local population through dedications to local gods and temple building: Fischer-Bovet 2014a, 329–362. 110 Even in the special case of the politeumata in Egypt, the existence of an institutional structure may have shed a positive light on soldiers who were members.

‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions On Native Soldiers in Ptolemaic Thebaid katelijn vandorpe

The southern part of Egypt, known as the Thebaid, ran in Ptolemaic times from the Hermopolite or Lycopolite nome upstream to Elephantine at the southern border. This vast region with Thebes (Luxor and Karnak) and Edfu as its main centers was Hellenized at a later stage than the remainder of the country. One of the Thebaid provincial towns that produced numerous family archives on papyrus is Pathyris, located some 30 km south of Thebes. These archives belonged to people who are often labelled ‘Persians’, ‘Persian mercenaries’, or ‘Persians of the reserve (epigone)’ in Greek contracts. Who are these people? The title of this paper already presents an answer, so apparently these ‘Persian’ mercenaries are Egyptians, but why are they called ‘Persians’ and why do they become ‘mercenaries’ in their own country? In this paper, I hope to lead the reader safely through the jungle of ethnics and soldier types in Ptolemaic Egypt. It is intended as a more general overview of the topic, as discussed in my earlier, more detailed research1 and contextualized in view of the present volume. I. Mercenaries in Late Period and Early Ptolemaic Egypt In her authoritative book ‘Army and Society in Ptolemaic Egypt’, C. Fischer-Bovet discusses in an introductory chapter the army in Late Period Egypt, concluding that ‘Greek mercenaries played an important role during the Late Period but their

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This article is based on my former research on (a) Persians and Persians of the epigone: Vandorpe 2008; (b) the army in the Thebaid: Vandorpe 2014; (c) the Hellenization process of the Thebaid: Vandorpe 2011; and (d) the family archives found in the Thebaid town of Pathyris (modern Gebelein): Vandorpe/Waebens 2010. See also Fischer-Bovet 2014a, 177–191. Unless otherwise stated, all the translations are the author’s own.

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number remained small compared with Egyptian troops’.2 The historian Ephorus (FGrH 70 F 12), writing in the fourth century BCE, attributed the invention of mercenary service to the Carians. 26th-Dynasty Egypt (664–525 BCE) saw indeed the arrival of young Greek mercenaries, Carians, and also Ionians, invited by Psammetichus I.3 Initially settled in two camps (stratopeda) they moved under Amasis to Memphis, where, more than 200 years later, they became distinctive communities known as the Caromemphites and Hellenomemphites respectively. Wynn, the common Demotic term for ‘Greek’, in fact renders ‘Ionian’, showing the Ionians were among the most prominent early Greek settlers.4 In general, one must take into account the hellenocentric nature of the literary sources, which pay less attention to mercenaries of other origins such as Phoenicia, Syria, and Iudaea.5 The situation seems to change under the first Persian dominion, when (probably contrary to the second Persian domination) hardly a trace is found of military use of Greeks or Carians.6 Greek soldiers from mainland Greece rather supported Egyptians revolting against the Persians. Under the last pharaohs, Greek mercenaries are again emerging in Egypt’s army alongside a large group of Egyptian soldiers. The last pharaoh Nectanebo II lined up 20.000 Greek soldiers together with 2.000 Libyans and 60.000 Egyptian soldiers to fight Artaxerxes III, whose numerically superior army reportedly included 10.000 Greeks (Diod. XVI 44; 47).7 Greek and other fourth-century BCE mercenaries in general had the intention to return home after their service contrary to their Saite-period predecessors.8 The success of mercenary service in fourth-century BCE Egypt is in line with the ‘explosion in the numbers of mercenaries in the later fifth and fourth centuries B. C.’ in the Mediterranean.9 In early Ptolemaic times, when Greeks immigrated en masse without the intention of returning home, their number in the army increased significantly at the expense of Egyptian troops. Two years before the battle of Raphia (217 BCE), about 35.000 to 40.000 soldiers served in the army of Ptolemy IV: most of them were cleruchs coming from the wider Greek world, settling in the Nile country as grantees of a kleros or plot of land. These cleruchic troops were supplemented with a small number of Greek mercenaries. For the battle of Raphia, the king doubled the number of his troops (to 75.000 men) hiring more professional soldiers and including Egyptians and Libyans in

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Fischer-Bovet 2014a, 42. Trundle 2004, 16; Ruzicka 2012, 10–11. For the debatable view that the Carians and Ionians arrived in Egypt as slaves, see Carty 2015, discussed by C. Tuplin in the present volume. Thompson 22012, 77; 87–90. Fischer-Bovet 2014a, 27. Tuplin 2020b, 305–306. See also the contribution by C. Tuplin in the present volume. On the Greek presence in Egypt during the first Persian dominion, see also Vittmann 2020, 266–270. Ruzicka 2012, 179–180. Fischer-Bovet 2014a, 23–26. Trundle 2004, 165.

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the Macedonian-style phalanx. Thus, at the Raphia battle, the following troops were deployed:10 a. About half were soldiers of the cleruchic type, already in service for some time and grantees of a kleros: these regular troops of Greeks, Macedonians, and (a smaller number of) Thracians and Galatians had settled in Lower and Middle Egypt, to a lesser degree in the southern part of the country. b. About one fifth were soldiers of the mercenary-type, who received a salary; while some of them were already in service before the Raphia battle, the major part was newly recruited from the wider Greek world (including Thracian and Galatian mercenaries). c. About one fourth of the troops were Egyptians (20.000 in all); 5.300 Libyans and soldiers ‘enlisted in the country’ complete the list. The recruitment of soldiers outside the Nile country was facilitated by the vastness of the Egyptian empire, which controlled in that early period a large territorial area in the Eastern Mediterranean, including Cyrenaica, Syria-Phoenicia, Cyprus, parts of Asia Minor’s coast, Greek islands in the Aegean, Thrace, and other regions in the northern Aegean.11 A study by M. Stefanou shows, though, that in general mainly Macedonians and Greeks from mainland Greece ‘decided to settle as cleruchs in Egypt on their own initiative and for reasons of their own, regardless of relations between homelands and the Ptolemaic kingdom.’12 II. Soldier Types in Second-Century BCE Thebaid. The Emergence of Native misthophoroi13 Two factors changed the above picture about 200 BCE. First, the successful foreign policy was ended under the weak rule of the young Ptolemy V, who had to give up most of the foreign possessions except for Cyprus, Cyrenaica, and some Aegean bases. This negatively impacted the influx of foreign mercenaries. Internal problems are a second catalyst factor. Under the reign of the same infant king Ptolemy V, the Thebaid revolted, led by the native king Hurgonaphor succeeded by (or changing his name into) Chaonnophris (206–186 BCE).14 A second period of disorder caused by the invasions of Antiochus IV and the rebellion of Dionysios Petosarapis in the 160s BCE15

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Pol. V 65; with a detailed discussion in Fischer-Bovet 2014a, 78–80. Bagnall 1976. Stefanou 2013, 130. Discussed in more detail in Vandorpe 2014. Pestman 1995; Veïsse 2004, 11–26; Veïsse 2013. Veïsse 2004, 27–45.

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was a further driving force to reorganize the country, especially the Thebaid. Military measures led among other things to the increase of troops, stationed in old and newly erected camps. At least 40 camps in the Thebaid had to be manned.16 In the region of Thebes, for example, only the city of Diospolis Magna (East bank) had a fort before the revolts, whereas after 165 BCE new camps were opened in the Memnoneia (West bank), and more to the south in the towns of Hermonthis, Krokodilopolis, and Pathyris. As soldiers were needed for all these camps and as they were to be locally recruited, the number of natives in the Ptolemaic army increased exponentially. The impact of these new developments on the Raphia soldier categories was huge, at least as far as the Thebaid was concerned: a Small Group of Soldiers of the Cleruchic Type Already before Raphia, hardly any Greek cleruchs settled in the south of the country, except for some examples in the larger cities such as Thebes. When cleruchs received substantial grants, they were usually members of the local elite of Hellenizing Egyptians. I take the example of the Edfu nome (or the Apollonopolites), the only nome in the Thebaid for which totals are available. The total of large grants for the entire Edfu nome amounted to c. 258 arouras or about 65 ha and were mainly in the hands of a local elite family, whose members held key military, administrative, and priestly positions.17 In addition, 75 Egyptian soldiers were granted small plots of land, about 8 arouras or 2 ha each, amounting to c. 635 arouras or 160 ha. In total, c. 893 arouras or c. 225 ha is cleruchic land. That is not even 2 percent of the total area of the nome. This low percentage differs remarkably from the 33.3 percent of cleruchic land found in the Fayyum-area in the north of the country.18 b Small Group of ‘Old-Fashioned’ Mercenaries (misthophoroi) The Thebaid still counted some ‘old-fashioned’ misthophoroi among their soldiers, recruited abroad, or rather, the descendants of such recruits. In Ptolemais, the only Greek city in Upper Egypt and the actual capital of the Thebaid, a large camp called hypaethron was constructed for infantry- and cavalrymen.19 Many among them were citizens of the Greek city of Ptolemais. Interestingly these old-fashioned misthophoroi from Ptolemais were dispatched to areas in the Thebaid, including Diospolis Mikra, Chenoboskioi, Diospolis Magna, and still ‘other places’.20 They, however, represent only a small group of the total number of soldiers in the Thebaid.

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Winnicki 1978. P.Haun. IV, pp. 44–46. P.Haun. IV, pp. 39–43. See also Christensen 2003. Winnicki 1978, 38–41. See, for example, P.Grenf. I 42, a petition of a group of cavalrymen-misthophoroi to the strategos Hieronymos of 169–168 BCE. See also Vandorpe 2014, 133.

‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions

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c Strong Increase of the Group of Natives in the Army, not in the Category of ‘Egyptians’, but as a New Type of Mercenaries (misthophoroi or rmt w⸗f šp ḥbs) Roughly estimated, about 10.000 soldiers were recruited to staff the military camps of the Thebaid.21 If all these natives would enter the cleruchic category, the king would need lots of plots of land to grant to the new Egyptian recruits. Let us take the example of the provincial town of Pathyris, where a new unit of about 250 men was stationed. If we take an average allotment of 8 arouras or 2 ha per soldier, 2.000 arouras or c. 500 ha of arable land were required for the grants. As the Nile valley becomes quite narrow in that area, the plain surrounding Pathyris had a surface of only about 250 arouras or c. 62 ha of high land in private hands and a small area of low temple land.22 Hence, only a minority of Egyptian soldiers (mainly cavalrymen and officers of the infantry troops) was promoted to the cleruchy, as discussed in Section a.23 Moreover, the natives were not in need of land to settle down; most of them owned (sometimes large) plots of private land, as was the case for the soldiers and reservists of Pathyris.24 A better solution for the king was to enroll the Egyptians into the category of misthophoroi, ‘wage-earners’ or soldiers who receive a misthos or salary; misthophoros is translated into Egyptian Demotic as rmt w⸗f šp ḥbs or ‘man receiving pay’,25 a newly created Egyptian term attested for the first time in the early second century BCE26 and obviously inspired by its Greek equivalent. The misthophoroi were remunerated in kind and money on a monthly basis. These soldiers serving for pay were assigned to a camp, which is often specified in contracts, for example as ‘man receiving pay inscribed in the camp of Pathyris’.27 Such registered soldiers were, in my view, sometimes labeled τῶν προσγράφων, that is ‘belonging to those enlisted’.28 This new soldier category was advantageous to both the king and the locals. As the king could mobilize the locals on a temporary, part-time base, he did not have to employ the locals in times of financial crisis, while in times of military campaigns, he was able to hire a higher number of them.29 When unemployed, the locals were styled ‘of

21 22 23 24 25 26 27 28 29

Vandorpe 2014, 133. Vandorpe/Waebens 2010, § 3. Vandorpe 2014, 129. Vandorpe/Waebens 2010, 26–36. Vleeming 1985. The earliest certain example dates from 182 BCE. See P.Brit.Mus. IV 9. See also Vandorpe 2008, 94. For example: P.Adl.dem. 4 (110 BCE). For example: P.Adl.gr. 2 (124 BCE). See Vandorpe 2008, 94. For this ‘hire and fire-system’, see Trundle 2004, 103, on the use of Greek mercenaries from the late Archaic period to Alexander: ‘Mercenaries were an efficient way to run a military campaign especially in view of the employer’s ability to hire and fire when and if the situation demanded.’

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the epigone’ (τῆς ἐπιγονῆς), that is ‘of the reserve’, or amisthos, ‘without salary’.30 Sons of misthophoroi automatically entered the class of active or non-active soldiers.31 What were the advantages for the locals? A local tradition was apparently continued: the Thebaid already knew a local type of soldier called ‘man reckoned among the men from Philae/Syene’, or ‘man of Philae/Syene’.32 The towns of Philae and Syene harbored military camps at the southern border of Egypt, where locals could serve on a part-time base. With the misthophoros-type the locals could serve closer to their home, also on a part-time base. The changeover of the Egyptian ‘men (of the camp) of Philae/Syene’ to the misthophoros-type may be shown by one example: Panas, son of Nechthyris, still a ‘man from Syene’ in 164 BCE, became Panas alias Hermokrates, a ‘man receiving pay inscribed in the camp of Pathyris’ by 161 BCE,33 after a new military camp has been set up in his hometown. These local part-time soldiers often combined their misthophoros job with that of herdsman, a tradition found in the south of Egypt already in Pharaonic times.34 The mercenary career in the Thebaid is nicely illustrated by the career history of Horos, son of Nechouthes,35 who was alternately an active and a non-active or unpaid misthophoros: Career of the mercenary Horos, son of Nechouthes36

between 151–138 BCE

born; lives in Pathyris, south of Thebes

124–110 BCE, early career

inscribed in the camp of Krokodilopolis, near his hometown

108–104 BCE, c. 30–40 years

non-active soldier, of the reserve troops (‘Persian of the reserve’ [epigone])

103–101 BCE

recruited for the campaigns of the Judean-Syrian-Egyptian war

99–98 BCE

non-active soldier, of the reserve troops (‘Persian of the reserve’ [epigone])

30

31 32 33 34 35 36

paid mercenary (misthophoros)

The expression τῆς ἐπιγονῆς, ‘of the reserve’, literally ‘by the descent’, is in one case translated to Demotic by ‘among the children of the soldiers’ (srtys) (La’da 2002, E541) and once corresponds to Demotic ‘son of a man serving for pay’ (Pap.Lugd.Bat. XXII 6, 5–6). Indeed, sons of a misthophoros became part of the military class and as long as they were not enrolled in camps, remained a soldier ‘by descent’; when employed they were no longer soldiers ‘by descent’, but became paid, active soldiers. However, when they (temporarily) lost their job as mercenary, they became again non-active, unpaid soldiers ‘by descent’. Hence, the τῆς ἐπιγονῆς-category constituted a kind of reserve troops. See Vandorpe 2008, 90–98. Vandorpe 2008, 90–93. For the debated interpretation of this title, see La’da 2007. Vandorpe 2011, 304; Vandorpe/Vleeming 2017, 12–13. Manning 1994; Vandorpe 2008, 98–101. For the bilingual archive of Horos, son of Nechouthtes, see Vandorpe/Waebens 2010, § 40. See also https://www.trismegistos.org/arch/archives/pdf/106.pdf. See for this example Vandorpe 2008, 91–92; 96.

‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions

203

96–95 BCE

active soldier on campaign in Diospolis Mikra, north of Thebes, called ‘man from Syene’ as well as misthophoros, awarded military decorations

93–89 BCE, c. 50–60 years

non-active soldier, active as ‘herdsman’

The system of enrolling natives as new misthophoroi in the Ptolemaic army was, however, not successful at all times. As after the death of Ptolemy VIII in 116 BCE their employment was often problematic, they regularly belonged to the military reserve, thus remaining unpaid except when mobilized for particular military campaigns. Eventually, the misthophoros-system disappeared in the early first century BCE when the ancient Egyptian soldier types of ‘men of Syene’ and alike, typical of the south, resurfaced.37 III. The Legal and Social Position of the Thebaid ‘Persian’ Mercenaries (misthophoroi) and Persians of the Reserve (tes epigones)38 In Demotic contracts and other legal documents, Egyptians were labeled by their main profession (for example: priest, tanner, ‘man of Philae’, herdsman).39 In legal contexts, Greeks were, on the other hand, referred to with an ethnic, its use or adoption being strictly controlled by the state. Greek ethnics commonly found in Egypt were, for example, Athenian, Cretan, Macedonian, or Cyrenaean.40 According to early Ptolemaic registers, Greeks (Hellenes) were fiscally privileged as was the much smaller category of the Medes-Persians (Mdy in Demotic, Persai in Greek), although the Greeks enjoyed a somewhat superior status vis-à-vis the Persians. The Persian connection of these third-century BCE Persians bearing predominantly Greek names (and, only in a few areas, Egyptian names), is problematic.41 Conspicuously, the ethnic ‘Persian’ is a century later translated as ‘Greek born in Egypt’ (Wynn ms n Kmy) in Demotic, thus again connecting the ethnic to Greekness and Greek immigrant soldiers. In my view, W. Clarysse42 may be right in suggesting that these

37 38 39 40 41

42

Manning 1994; Vandorpe 2011, 306–307. Vandorpe 2008. See also Fischer-Bovet 2014a, 177–191. Vandorpe 2008, 89. Clarysse/Thompson 2006, 140–141. La’da 2002, 229–271, where the third-century BCE examples mainly record Greek names; Clarysse/ Thompson 2006, 157–159; Thompson 2020, 382. See also Tuplin 2020b, 304–305. These early Persians may have been ‘of Persian descent involved in the administration who, despite the change of rulers, remained in Egypt, finding employment under the Ptolemies’ (Thompson 2020, 382), although in that case one would expect more Persian/Iranian names among the bearers of the ethnic. Clarysse 1994, 76.

204

katelijn vandorpe

‘Persians’ were (descendants of) Greeks from Egypt already in post under the Persian occupation and thus, as suggested once to me by H. Heinen, having served in the Persian camps. Hence, Greeks immigrated to Egypt before Alexander and serving in Egypt already under Persian dominion and in Persian camps, were maybe enrolled in the class of the ‘Persians’ or ‘Greeks born in Egypt’, whereas the Greeks immigrated after Alexander were enrolled in the class of the Greeks, called ‘Greeks’ (Wynn) in Egyptian. In both cases, non-Egyptian ethnics are involved. ‘Persians’ = ‘Greeks born in Egypt’ (Wynn ms n Kmy)

(Descendants of) Greeks immigrated to Egypt before Alexander and having served in Egypt already under Persian dominion and in Persian camps

‘Greeks’ (Wynn): for example ‘Cretan’, etc.

Greeks immigrated after Alexander

When large groups of native Egyptians from the Thebaid were to be enrolled in the Ptolemaic army after the chaotic period of the early second century BCE, the major part of the Thebaid troops was to become an army of ‘Egyptians’, undoubtedly an unacceptable scenario for the king, especially after the great Theban revolt. Therefore, the newly recruited soldiers were promoted: they were no longer ‘Egyptians’, but received, in an artificial way, a foreign ethnic such as Persian or Macedonian, reminiscent of the ethnics of the ‘old-fashioned’ mercenaries: these are pseudo-ethnics, no longer referring to the actual origin of the soldier.43 The above-mentioned native Horos, son of Nechouthes, became a ‘Persian’ misthophoros, or when unemployed, a ‘Persian’ of the reserve troops (tes epigones). Dionysios, son of Kephalas, for instance, living in the town of Akoris (in the Hermopolite nome) and in his early career an Egyptian priest, became a ‘Persian’ in the army, and ended his career as a ‘Macedonian’.44 Such a promotion was not only a matter of assuming a new pseudo-ethnic and serving in a specific regiment with specific weaponry, but also involved fiscal privileges.45 Moreover, the pseudo-ethnics were hereditary, even in the case of daughters, who became, for example, a Persine or Persian. The choice for the ‘Persian’ pseudo-ethnic in the Thebaid may have been inspired by the (former) Persian camps at Egypt’s southern border, where some of the soldiers recruited for the new Thebaid camps used to serve as ‘man of Syene’ or ‘man of Philae’; this was, for example, the case for the above-mentioned Horus, son of Nechouthes. 43

44 45

For such pseudo- or fictitious ethnics, called ‘occupational-status designations’ by La’da 1994, see, for example, Oates 1963, 109 (‘origin and use of the ethnic must be kept separate’); Vandorpe 2008, 88–89 (‘The designations Cretan, Macedonian and so on, undoubtedly referred at first to ethnic origin, but in the course of Ptolemaic times became fictitious ethnic terms referring to social classes which had certain fiscal privileges or lacked these’). P.Dion., esp. p. 54. See also https://www.trismegistos.org/arch/archives/pdf/69.pdf. For the Greeks and Persians as fiscally privileged groups, see Clarysse/Thompson 2006, 154–159.

‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions

205

Did the enrollment into the pseudo-ethnic classes of ‘Persian’ or ‘Macedonian’ change the daily life of the locals? Clearly, the government intended to Hellenize these new Persians and certainly these new Macedonians or Greeks. In case of cavalry and/ or Macedonians and Greeks, the new recruits usually assumed a Greek name alongside their Egyptian name: Pamenos, son of Panas, became, as a ‘Cyrenaean’, Ptolemaios alias Pamenos, son of Hermokrates alias Panas.46 The government provided the necessary impulses for Hellenization. From c. 165 BCE onwards, the administration in the smaller villages became predominantly Greek and Greek notarial offices were installed in almost every town.47 The new misthophoroi, who often appealed to the Greek notary, were Hellenized to some degree. Apparently, the ‘Persians’ could not write Greek and rarely took a Greek name, but those who became ‘Macedonian’ did – at least that’s what I assume, although the evidence is scanty. Why could the above-mentioned Pasas alias Dionysios, son of Kephalas, who lived in Akoris, be enrolled into the class of the Macedonians shortly after his recruitment, contrary to those who remained Persians? Conspicuously, Dionysios knew Greek well, having a trained, neat, skilled hand, typical of the second century BCE.48 He was clearly Hellenized to a higher degree than the Persians in, for instance, Pathyris. Possibly, the degree of Hellenization was one of the conditions to be enrolled in the class of the Macedonians or Greeks contrary to the Persian class.49 IV. Epilogue After the loss of most foreign possessions, foreign attacks, and a huge inland rebellion mainly affecting the Thebaid, the Ptolemies took a range of measures applying to this southern region. The number of troops was increased, and old and new camps were staffed with a large group of natives, who were enrolled as misthophoroi, ‘wage earners’, translated into the (newly created) Demotic term as ‘Man receiving pay’ (rmt w⸗f šp ḥbs). They were employed near their home on a part-time basis, if the government had the financial means and/or needed them in view of particular military campaigns. When unemployed they were a member of the reserve troops (τῆς ἐπιγονῆς). As active soldiers or reservists of the Ptolemaic army, they were no longer labelled ‘Egyptians’, but were promoted to the class of the ‘Persians’ (called Wynn ms n Kmy, ‘Greek born in Egypt’ in Egyptian Demotic), a pseudo-ethnic referring to a fiscally privileged group, although inferior to the class of the Greeks. The new Thebaid misthophoroi, with good Egyptian traditions, did not only assume a pseudo-ethnic, but 46 47 48 49

Vandorpe/Vleeming 2017, 10–12. Vandorpe 2011, 298–300. P.Dion., p. 189. For a photograph of his handwriting, see, for example, pl. XIX (P.Dion. 14). Vandorpe/Waebens 2010, 47–48; Vandorpe 2014, 128.

206

katelijn vandorpe

they were also Hellenized to a certain degree. A whole package of duties and tax privileges accompanied the enrollment as misthophoros, whether the soldier was active or not. To sum up, the ‘Persian’ mercenaries were natives who served as part-time soldiers in nearby camps of the Ptolemaic army, keeping to most of their Egyptian traditions, displaying Hellenizing intentions and enjoying certain tax privileges. Can the dossier of these Egyptian/‘Persian’ mercenaries contribute to the general debate on mercenaries in the Greek world? To start with, the English term ‘mercenary’, according to the Oxford Dictionary ‘a professional soldier hired to serve in a foreign army’, is at first sight not an adequate term for the Thebaid misthophoroi, because of the ‘foreign’ aspect.50 The Thebaid misthophoroi served in local camps near their hometown in their own country. At the same time, however, the Thebaid dossier shows that the term misthophoros had certain connotations. A connection – even though it was artificial – was made with the ‘old-fashioned’ misthophoroi, who were or had been recruited somewhere in the Hellenistic world (Cretans, Macedonians), or were of Greek descent present in Egypt already under Persian dominion (Persians). The new misthophoroi also assumed such ethnics and became ‘Persians’ or ‘Macedonians’, and alike. If these pseudo-ethnics are taken into account, the English term ‘mercenary’ or ‘professional soldier hired to serve in a foreign army’ is not a totally inadequate term for the Thebaid misthophoroi. Another way to explain the preference for the term misthophoros in the context of native soldiers is to interpret the Greek word strictly, because in the end the emphasis – also in the Egyptian translation – is on the remuneration (misthos) and, as suggested by M. Trundle, ‘a relationship between employment and remuneration is what defines the mercenary.’51 On the other hand, in literary sources up to Alexander, misthophoros (also xenos misthophoros) usually refers to professional soldiers of foreign origin, soldiering for the agenda of others outside their communities, but the concept of mercenary service changed in the period of and after Alexander, when paid professional citizen-soldiers became increasingly important.52 Thus, after Alexander the use of the word misthophoros for locally recruited and paid militaries, who soldiered for their own country, is no longer anomalous, although in this context the term ‘professional soldier’53 would suit better than ‘mercenary’.

50

51 52 53

The definition of the Geneva Protocol of 1977 (art. 47) is even more problematic, referring to a mercenary as a person who “is specially recruited locally or abroad in order to fight in an armed conflict (…) motivated (…) by the desire for private gain (…) is neither a national of a party to the conflict nor a resident of territory controlled by a party to the conflict”. See Trundle 2004, 22. Trundle 2004, 24. See Trundle 2004, esp. 16; 37–38; 165, who discusses in detail the term misthophoros and the mercenary connection in the Greek context from the late Archaic period to Alexander. See, for example, Fischer-Bovet 2014a, index s. v. ‘Professional soldiers’, and her contribution in this volume.

‘Persian’ Mercenaries with Egyptian Traditions and Hellenizing Intentions

207

The Thebaid ‘Persian’ Mercenaries: Summary54 Terminology – Greek: misthophoros – Egyptian Demotic: ‘Man-receiving-pay’ (rmt w⸗f šp ḥbs), a new term created in the early second century BCE Inscribed in a camp (Greek: τῶν προσγράφων, Demotic: sẖ r) Conditions – received regular remuneration, probably monthly (not a plot of land) – temporarily appointment Often enrolled in the class of the Persians (others become, for example, Macedonians or Cyrenaeans) – ‘Persian’, etc. are hereditary pseudo-ethnics – when employed: ‘Persian soldier-receiving-pay’ or ‘Persian misthophoros’ – when unemployed and unpaid: ‘Persian of the reserve troops (τῆς ἐπιγονῆς, ‘of the epigone’).

54

Based on Vandorpe 2008, 98.

IV. Grundsätzliche Perspektiven bzw. Perspektivwechsel

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents nicholas sekunda It seems to have been G. T. Griffith, who first suggested that, in the source materials dealing with the Hellenistic period, we should distinguish between mercenaries proper, in the service of a foreign power, and symmachic contingents sent out by virtue of an agreement between two powers.1 The method of raising the two types of forces was different. Mercenaries (xenoi) were raised by recruitment (xenologia) by the foreign power, which paid and equipped their troops directly, whereas a symmachic contingent was raised and equipped by the supplier. The responsibility for paying the symmachic contingent was generally specified in the terms of the agreement. This distinction in the two forms of employment was outlined by M. Launey.2 In more recent years, scholars have returned to this question. In 2005, A. Chaniotis wrote the following: ‘It is possible to distinguish two groups of mercenaries: those who temporarily agreed to serve a king or a city during a war, for an agreed period of time, or on the basis of a treaty, after which they had to look for their next employment, and those who served in the large royal armies, especially those of the Ptolemies and the Seleukids, more or less permanently.’3

In 2007, I suggested that we should distinguish between ‘retained’ mercenary units, which ‘belonged’ solely to the Hellenistic monarch, who was responsible for their pay, equipment, training, etc., and ‘symmachic contingents’ raised by virtue of a treaty of alliance (symmachia) with another political unit, a city, league, or nation. ‘Mercenaries were recruited in two ways. The first was by direct individual recruitment. Such units formed the standing mercenary regiments manning garrisons during peace and providing specialist units in time of war. We hear of regiments of Cretan archers main-

1 2 3

Griffith 1935, 257. Launey 1949/1950, I 278. Chaniotis 2005, 79.

212

nicholas sekunda

tained by the various kings, which would be composed of Cretans recruited from any number of different states of the island. The strength of these units could be ‘topped up’ by recruitment on the ‘open market’, and also by recruiting drives undertaken on the island with the permission of as many states as could be persuaded to give it. ‘Retained’ mercenary units such as these ‘belonged’ solely to the monarch, who was responsible for their pay, equipment, training etc. A force of mercenaries might otherwise be recruited by virtue of a treaty of alliance (symmachia) with a specific city or nation. These treaties contained clauses outlining the circumstances under which the king could ask the second party to send a military contingent, and detailing the service conditions, including pay, which would be in force during the period of service. The agreement could be concluded immediately on the eve of war, or took the form of a standing treaty. Treaties of the latter type have been preserved in Cretan inscriptions. The formation raised, generally termed a ‘symmachic contingent’, was properly an allied contingent, under the command of the king to whom it had been ‘leased’. It has been suggested that Hellenistic policy was often aimed at controlling territory which could supply contingents of mercenaries, or, more often, guaranteeing access to a recruitment area of valuable mercenaries.’4

In 2016, J.-C. Couvenhes published an article dealing with these differences in great detail, concentrating on the material relevant to Cretans in foreign service.5 Indeed the material from Crete is richer than from other areas of Greece, for a number of reasons, but principally on account of the relevant epigraphic material that has been preserved. Practically, it remains very difficult to distinguish between ‘retained’ regiments of mercenaries and symmachic contingents. Both are essentially to be considered ‘mercenary’, because both types of mercenaries are paid and commanded by a foreign power. In the latter case, the symmachic contingent is effectively ‘on loan’ to the foreign power. One can contrast this latter type of arrangement with the more normal type of alliance when two separate allied parties retained separate command and were responsible for the individual payment of the forces under their command, as was the case, for example, between Macedon and the Achaean League during the ‘Social War’. The same word symmachia is used to cover both types of agreement. My purpose in this paper is to take a number of case studies, indeed most of them dealing with Cretans serving abroad, to illustrate the difficulties encountered in distinguishing between units of ‘retained’ mercenaries and symmachic contingents.

4 5

Sekunda 2007, 344. Couvenhes 2016b.

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents

213

I. The Peacetime Establishment of Hellenistic Dynastic Armies In times of war, the core of any Hellenistic dynastic army consisted of a ‘national’ army, consisting of an infantry phalanx and regiment(s) of cavalry. These forces were mobilized – in part or in full – only in times of war. Because the historical texts are mainly concerned with wars and preparation for wars, they contain sparse information on peacetime conditions and therefore on dynastic armies in peacetime. In times of peace, it seems that the king was defended by his ‘Bodyguards’ (in the Hellenistic period, senior staff officers), ‘Friends’, or ‘Companions’ – essentially members of the court of varying grades. It seems that these individuals did not serve the monarch by virtue of a formal contract of employment. Rather they seem to have been beneficiaries of royal largesse, for example by holding estates, which had been gifted by the king, and they served the king in peacetime for this reason. In times of war, they formed the elite cavalry regiment(s) of the army. The adolescent sons of these courtiers served in groups of ‘Royal Pages’ who, as well as serving the king in various capacities, were responsible for his personal protection. The king could also be protected by additional guard units, which were also part of the royal household. A passage in Polybius describing events at court in the aftermath of the death of Ptolemy IV Philopator in 204 BCE contains valuable evidence on the peace-time establishment of the Ptolemaic army. The chief minister, Agathocles, plotted to prolong his power by ensuring his guardianship over the new monarch, Ptolemy V Epiphanes, who was still a minor. As I have already discussed this passage in detail elsewhere,6 I shall limit myself to a brief discussion repeating the principal points. Agathocles summoned ‘the hypaspistai and the therapeia, as well as the officers of the foot and horse’ (Pol. XV 25, 3) into his presence. Under the Ptolemies and the other Hellenistic dynasties, the hypaspistai had become a corps of junior staff-officers. Agathocles had Moiragenes, one of the ‘bodyguards’ (sōmatophylakes – senior staffofficers), arrested, but he escaped and ran to a tent of the Macedonians, not far from the palace (Pol. XV 28, 4). In turn, they visited the tents of the other Macedonians and those of the other soldiers, which were all close together (Pol. XV 29, 1). Presumably, Polybius has in mind the units of the royal guard ‘about the court’, the majority of which would have been composed of Macedonians. One imagines that their number would have been limited, otherwise they would have been a financial strain on the peacetime budget of the dynasty. Perhaps the cavalrymen of the guard, at least, would have been noble estate-holders, wealthy enough to maintain themselves. Probably their attendance at court was a formal, or informal, requirement of their rank. Moreover, these forces defending the king could be augmented by units of ‘retained’

6

Sekunda 2012b, 93–94.

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nicholas sekunda

mercenaries in the permanent employment of the sovereign: perhaps those ‘other soldiers’ mentioned by Polybius. II. ‘Retained’ Regiments of Mercenaries We can identify one member of the ‘retained’ regiments of mercenaries in Antigonid service on account of the specific Antigonid nature of the shield device he uses. Again, as I have discussed this subject in detail elsewhere,7 I shall only give a summary of the argument here. A grave-stele coming from the city of Demetrias, founded by Demetrius Poliorcetes in 293 BCE, shows the figure of one Chaironides, son of Eikadios, a Cretan from Lyttos, who carries a bow to mark that he is a Cretan archer. As he is in Macedonian service, he also wears a Macedonian beret, or kausia. A figure at his side, either his son or slave, carries his shield. On a sky-blue, almost turquoise, background is painted a representation of the statue dedicated to Poseidon by Demetrius Poliorcetes after his resounding naval victory at Salamis (306 BCE), and which is shown on the earlier coins issued by that monarch. Chaironides is a Cretan mercenary archer, but his shield does not carry the device of his city, Lyttos, but that of his employer. ‘Retained’ regiments of mercenaries could serve about the king’s person, but normally in peacetime they would be distributed around the strong points of the realm, like Demetrias, serving in garrisons. More detail concerning the deployment of the Ptolemaic mercenary garrisons is given by another passage in Polybius. After his defeat at Sellasia in 222 BCE, Cleomenes III, king of Sparta, fled to Alexandria, where he was kept in royal captivity. He became involved in court intrigues and eventually committed suicide. During his narrative dealing with the Spartan king’s last days (he died in 219 BCE), Polybius has the monarch confide to Sosibius, a minister of the youthful Ptotemy IV Philopator, that of the mercenaries (ξένοι καὶ μισθοφόροι) at Alexandria: ‘nearly three thousand of them are from the Peloponnese and about a thousand are Cretans, and I need but make a sign to these men and they will all put themselves joyfully at your service. Once they are united whom have you to fear? The soldiers from Syria and Caria I suppose.’8

From this statement, we can conclude that the garrison at Alexandria numbered at least 4.000 soldiers, and included about 1.000 Cretans, who might have been organ-

7 8

Sekunda 2001a. Pol. V 36, 4–5. Translation: W. R. Paton. See the compressed narrative of Plut. Kleomenes 33, 4 omitting the Cretans; Walbank 1957, 568.

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents

215

ized into a single Cretan chiliarchia. The ‘troops from Syria and Caria’ are presumed by G. T. Griffith to be mercenaries serving in garrisons in these two countries.9 II.1 Passive Recruitment Recruitment to these ‘retained’ regiments of mercenaries could take place either passively or actively. By passive recruitment, I mean potential mercenaries travelling to a potential employer and offering themselves for employment. Presumably, there must have been many cases of individual people actively seeking mercenary employment for economic reasons, but these are absent from our sources. People could also be forced into mercenary service if exiled. Going slightly out of the Hellenistic period, perhaps the most famous case of an exile going into mercenary service was that of Drakontios the Spartiate, who served in the ‘Ten Thousand’ Cyrean mercenaries and about whom Xenophon (Xen. an IV 8, 25) tells us that he was exiled from home as a boy, because he had accidentally killed another boy with a stroke from a whittling knife (xuēlē). Cases of people being forced into exile for manslaughter must have been few. Other cases exist of mercenaries unable to relocate themselves in normal society for religious reasons. The mercenaries Philomelus and Onomarchus, who had formerly been in the service of the Phocians, had participated in the looting of the sanctuary at Delphi, following which they lived under a curse and wandered about the Peloponnese where they were employed by Timoleon for his Sicilian campaign, because he was desperate for manpower.10 Vastly more citizens would have been driven into exile for political reasons, either on an individual or mass basis. One example also taken from the early fourth century BCE is the exiled Messenians who had returned to their ancestral lands in 424 BCE, only to be driven into exile again by the Lakedaimonians in 404 BCE. Their subsequent actions are described in a passage of Diodorus: ‘The Messenians, being now driven from every place because of their ancient hatred of the Spartans, departed with their arms from Greece, and some of them, sailing to Sicily, took service as mercenaries with Dionysius, while others, about three thousand in number, sailed to Cyrene and joined the forces of exiles there.’11

The examples mentioned above are taken from earlier in the fourth century BCE, but examples are not missing from the Hellenistic period, as well. Military defeat could displace significant numbers of populations: mostly agriculturally based people, who were forced to seek land and employment elsewhere. F. Daubner has suggested that 9 10 11

Griffith 1935, 127–128. See also Walbank 1957, 568. Plut. Timoleon 30, 4. Diod. XIV 34, 3. Translation: C. H. Oldfather.

216

nicholas sekunda

the Macedonian populations of the cities of Apollonis, Attaleia, Eumeneia, and Philadelphia, which were founded in the reigns of Eumenes II and Attalos II, were formed of Macedonians who had fled Macedonia after the battle of Pydna in 168 BCE to escape enslavement and deportation to Italy.12 A formation of 5.000 chalkaspides, a regiment previously unknown in the Seleucid army, participated in the Daphne Parade in 166 BCE, and it is possible that these were former Antigonid soldiers too.13 Cases of single individuals displaced by war are harder to detect. In 145 BCE, Asclepiades, son of Ptolemaios, aged 22, who bore the ethnic ‘Macedonian’, was one of 500 men who was granted membership of the politeuma of the Cretans serving in the ranks of the ephodoi. It is possible that Asclepiades was a fugitive from the abortive ‘Revolt of Andriscus’, which had broken out in Macedonia in 149 BCE and had been supressed in 148 BCE, although other explanations are, of course, possible. He was subsequently promoted to the status of katoikos hippeus by the epistatēs, and secretary of the katoikoi hippeis, and joined the fifth hipparchia.14 It has been argued, on the basis of a number of passages in Diodorus, that the remote and desolate Tainaron peninsula served as a ‘mercenary market’ in the last third of the fourth century BCE. However, the peninsula lay within the territory of the Lacedaemonians, who were opposed to the Macedonian control of the Peloponnese and never, it seems, bound by an alliance to them. Consequently, the Tainaron peninsula was the safest location where mercenaries opposed to the Macedon interest could gather.15 That the significant port-city of Ephesus constituted some sort of recruiting centre for mercenaries has been argued with more justification.16 In the events leading up to the capture of Achaeus in 214 BCE, Bolis the Cretan pretends to be visiting Ephesus from Alexandria to raise troops.17 It has already been pointed out that Pyrgopolynices, the anti-hero of the Miles Gloriosus of Plautus, is domiciled at Ephesus. II.2 Active Recruitment Cases of several thousand potential mercenaries suddenly appearing on the market, however, must have been exceptional and most employers would have been forced at some time to engage in active recruitment. In the Classical period a stratēgos would receive a contract from his home government or outside power to raise a formation 12 13 14 15 16 17

Daubner 2011, 52–53. Pol. XXX 25, 5. See also Sekunda, 2001b, 94. P.Tebt. I 32. See Fischer-Bovet 2014a, 294–295 for references. Crawford 1971, 64–65 believes that Asklepiades was a hellenized Egyptian. The evidence for a ‘mercenary market’ at Tainaron are gathered, discussed, and rejected by Couvenhes 2008. Sion-Jenkins 2001, 34. Pol. VIII 16, 2.

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents

217

of mercenaries. It would seem that the lochagoi, ‘commanders of companies’, would act as intermediaries between the stratēgos, who held the contract, and the individual mercenary. The mercenary army formed in this way would be composed of lochoi commanded by the lochagos, who had raised it.18 In the Hellenistic period, the process of ‘active’ mercenary recruitment seems to become more direct. The lochagos became replaced by the xenologos, ‘the mercenary recruitment officer’, the title of a play by Menander. Notwithstanding that xenologoi are also known before the Hellenistic period,19 the practice of direct mercenary recruitment comes to dominate in the Hellenistic period. One of the first cases of direct, active recruitment of this type in the Hellenistic period is the formation of a new army by Eumenes of Cardia, which took place during the winter of 318/7 BCE and is described by Diodorus in the following terms: ‘Eumenes selected the most able of his friends, gave them ample funds, and sent them out to engage mercenaries (xenologia), establishing a notable rate of pay. Some of them went at once into Pisidia, Lycia, and the adjacent regions, where they zealously enrolled troops. Others travelled through Cilicia, others through Coele Syria and Phoenicia, and some through the cities in Cyprus. Since the news of this levy (xenologia) spread widely and the pay offered was worthy of consideration, many reported of their own free will even from the cities of Greece and were enrolled for the campaign. In a short time more than ten thousand foot soldiers and two thousand horsemen were gathered together.’20

This is, at first sight, a case of recruitment of mercenaries to fight in a specific campaign. The units thus formed would be temporary in nature, although some of the troops recruited in this way might have remained in the service of the employer afterwards (in this case, they would have passed into the service of Antigonus Monophthalmus after the death of Eumenes). It seems that a Hellenistic dynastic state had to obtain formal permission before it could start active recruitment. G. T. Griffith stated that ‘this permission may have been always necessary before recruiting officers could enter a free Greek city’.21 This is supported by inscriptions: Around 155/4 BCE,22 for example, the council and as18 19

20 21 22

Sekunda 2018. In 396 BCE, Dionysios sent xenologoi into the Peloponnese (Diod. XIV 62, 1) It is worth noting that in 357 BCE the fewer than 800 mercenaries whom Dion had been able to assemble on the island of Zacynthus, when they heard that the expedition was to be directed against Dionysios and Sicily, were enraged at their officers and recruitment officers (ἡγεμόσι καὶ ξενολόγοις) for not declaring what the object of the campaign was to be (Plut. Dion 23, 1), implying that the roles of commanding and recruiting had already become separated. Diod. XVIII 61, 4–5. Translation: R. M. Geer. See also Launey 1949/1950, I 30. Griffith 1935, 258. I.Cret. II, iii 4C, p. 18–20. See also Hansen 1947, 126–127; 210 where the inscription is dated to 155/4 BCE, on the grounds that the same stone bears an inscription (4A) honouring Prusias II of Bithynia.

218

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sembly of Aptera gave Attalus II among other privileges that of recruiting mercenaries (ξενολογεῖν).23 More rarely, this is also attested by literary passages. Diodorus (Diod. XIX 60, 1) informs us that, in 315 BCE, Aristodemus, one of the generals who had been sent out by Antigonus Monophthalmos, sailed to Laconia and, after receiving permission from the Spartans to recruit mercenaries, enrolled eight thousand soldiers from the Peloponnese.24 In all these cases, we are apparently dealing with the direct recruitment of ‘retained’ units of mercenaries, mostly, it seems, for temporary service. II.3 The Epigraphic Evidence for the Recruitment of ‘Retained’ Mercenaries on Crete Crete supplies us with the most detailed information on the precise mechanics of the way, in which mercenaries were recruited. Inscriptions, rather than texts, provide us with most detail. In the words of A. Chaniotis, ‘[t]he best sources for the conditions of service of mercenaries are the surviving treaties between employers and the cities providing the necessary manpower’.25 The famous treaty between Rhodes and Hierapytna of c. 201/0 BCE,26 for example, is mainly concerned with the dispatch of a symmachic contingent by Hierapytna to fight on the Rhodian side. Nevertheless, it contains the following provisions dealing with the direct recruitment of mercenaries in clause viii: ‘And if the Rhodians need (to recruit) a mercenary army (ξενολογίου) in Crete, the Hierapytnians shall provide safe conduct to the mercenary recruiting party (τῶι ξενολογίωι)27 in the city and also in their territory and the islands they control, to the best of their ability, and they shall do everything to assist the Rhodians in recruiting a mercenary army (τὸ ξενολόγιον). They shall not provide anyone else with a mercenary army for use against the Rhodians under any pretext, and no Hierapytnian shall take part in a campaign against the Rhodians under any pretext, or he shall be liable to the same penalties as if he had taken part in a campaign against the city of Hierapytna, with the exception of those who have taken the field before (the conclusion of) this treaty.’

23 24 25 26 27

OGIS I 270, 12–13 = I.Cret. II, iii 4C, p. 19; Griffith 1935, 258; Launey 1949/1950, I 32. Griffith 1935, 258; Launey 1949/1950, I 30. Chaniotis 2005, 85. I.Cret. III, iii 3A, 40–48; 77–79 (p. 33–34); Launey 1949/1950, I 31–32; Staatsverträge III 551; Austin 1981, nr. 95; Chaniotis 2005, 85. All translations from this treaty are taken from Austin 1981, nr. 95. M. M. Austin, whom I have generally followed, at this point translates τῶι ξενολογίωι as ‘to the mercenary army’ and not (as I understand the text) ‘to the mercenary recruiting party’.

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Moreover, in clauses xvi and xviii we find the following reciprocal provisions:28 ‘(xvi) No Rhodian shall take part in a campaign against the Hierapytnians under any pretext, or he shall be liable to the same penalties as if he had taken part in a campaign against the territory of Rhodes, with the exception of those who have taken the field before (the conclusion of) this treaty. (xviii) And if the Hierapytnians recruit mercenaries (ξενολογήσωντι) from Asia for a war of their own, the Rhodians shall assist them in every possibly way to ensure the safe journey of the mercenary force to Hierapytna, but the Rhodians shall not assist in providing anyone with a mercenary force for use against the Hierapytnians under any pretext.’

It is interesting to read that Hierapytnians who have gone into service before this treaty are excluded from its provisions. It seems that here we are dealing with Hierapytnian citizens who have gone into long-term service with a foreign power in a ‘retained’ unit of mercenaries a considerable time ago. We should not imagine that the Rhodians intended to recruit their Cretan mercenaries from the territory of Hierapytna alone. The ‘Cretan War’ was fought against Rhodes at first by the united Cretan koinon, but the Rhodians swiftly managed to detach a number of Cretan states from the koinon. Hierapytna was only one. More probably, the ‘retained’ unit of Cretan archers envisaged by the Rhodian authorities would have been recruited from more than one Cretan polis. Furthermore, if the treaty had been concluded with one of the Hellenistic monarchs, the ‘retained’ mercenaries recruited in this way might have been contracted to serve in one of the dynastic armies on a longer term basis. An idea of how territorially wide-ranging this recruitment of ‘retained’ units could be is given by Strabo (Strab. X 4, 10), who tells us that in 121 BCE his ancestor Dorylaos of Amisos, whom Strabo describes as ἀνὴρ τακτικός and one of the philoi of Mithridates V Euergetes, was sent to Crete to recruit mercenaries for that monarch.29 Strabo tells us that he was appointed to enlist mercenaries (ξενολογεῖν), because of his experience in military affairs, and often visited not only Greece and Thrace, but also Crete, that is, before the Romans were yet in possession of the island and when there were lots of mercenaries and soldiers in the island, from which the piratical bands were also recruited. 28

29

Griffith 1935, 257 remarks on this reciprocity that the Rhodians ‘were never famous as mercenaries’ and ibid. 258 ‘this clause must be at least a survival from a time when it was applicable to almost any Greek city’. Reciprocity is also present in other treaties. The text of a treaty of Antigonus Doson with Hierapytna (c. 224 BCE) is plausibly restored as forbidding the city to offer the recruitment of mercenaries against Antigonos (I.Cret. III, iii 1A, 13–14 (p. 25–26); see also Griffith 1935, 258 n. 1). Finally, a treaty between Ephesus and Sardes of c. 98 BCE (I.Perg. II 268; OGIS II 437, 67; 71; see also Launey 1949/1950, I 32) stipulates that neither city will permit recruitment of mercenaries against the other (μηδὲ ξενολόγιον παρεχέτω). Launey 1949/1950, I 31.

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Although these clauses concerning the recruitment of bodies of ‘retained’ mercenaries within the territory of Hierapytna were drawn up at the same time as the clauses covering the dispatch of symmachic contingents to and by either party in the treaty between Rhodes and Hierapytna – wherefore they were engraved on the same stone –, it needs to be stressed that they govern a completely different set of circumstances in operation at different times. The terms of service of the ‘symmachic contingents’ are counted in months: they would have been expensive for either party. Even though Rhodes was a democracy and would have had limited use for ‘retained’ units serving on a long-term basis, nevertheless the aims of the clauses concerning the access of Rhodian mercenary recruitment officers to Hierapytna would have been to hire mercenaries on a longer term basis. It was not envisaged, I think, that the clauses would be in operation at the same time. III. Symmachic Contingents The same treaty between Rhodes and Hierapytna is more famous, however, for its clauses providing for the sending of a symmachic contingent. The word used in this treaty, as in other Cretan treaties, that I have termed ‘symmachic contingent’ and that M. M. Austin has translated ‘auxiliary force’ is συμμαχíα.30 I have confined myself to quoting clauses iii–vi, but there is much more relevant material: ‘(iii) And if anyone attacks the city or territory of the Rhodians or subverts their laws, revenues or their established democracy, the Hierapytnians shall assist the Rhodians with all possible strength. And if the people of Rhodes demands an auxiliary force from the Hierapytnians, the Hierapytnians shall provide that force within thirty days of the request of the Rhodians, consisting of 200 armed men, unless the Rhodians need less; at least half of the men sent shall be Hierapytnians. (iv) And if the Hierapytnians find themselves at war, they shall send as many men as they are able. (v) To the men sent by the Hierapytnians the Rhodians shall provide transport for the journey from Crete to Rhodes. And if the Rhodians demand an auxiliary force within the first four years (after the signing of the treaty), from the day of the allies’ arrival at Rhodes the Rhodians shall pay to every man a daily wage of nine Rhodian obols, and to every officer who commands at least 50 men a daily wage of two drachmas each.

30

This meaning of τὸ συμμαχικόν is also (seemingly) appearing, for example, in Thuk. VI 73, 2; Eur. Rhes 994.

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents

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(vi) And if the Rhodians demand an auxiliary force after the specified time, the other arrangements shall be the same, but from the day the allies sent by the Hierapytnians arrive at Rhodes, the Hierapytnians shall provide their wages to the allies sent by them for (the first) thirty days, while the Rhodians shall give them for the rest of the time, as specified.’

III.1 Reciprocity A feature of many of the Cretan inscriptions recording a symmachia with an outside state is that they were reciprocal. In other words, the Cretan state not only obliges itself to send a contingent to help the outside state, if it finds itself at war, but the outside state is also obliged to intervene if the Cretan state is threatened. In this case, the obligations of the Rhodians are outlined in clauses xii–xvi: ‘(xii) And if anyone deprives the Hierapytnians of their lawful revenues from the sea, or subverts the established democracy of the Hierapytnians, and the Hierapytnians ask for an auxiliary force, the Rhodians shall send two triremes to the Hierapytnians; the Rhodians [shall provide the expenses for the triremes for a period of two months]; for the rest of the time [the Hierapytnians shall give for each] trireme 10.000 drachmas every month. (xiii) And if [the Rhodians] find themselves at war [they shall send] whatever auxiliary force they are able. (xiv) And if the Hierapytnians go to war [against anyone without] the agreement of the Rhodians, the Rhodians shall not be obliged to send an auxiliary force. (xv) The Rhodians shall send an auxiliary force within thirty days of the Hierapytnians requesting it, with the exception of the war which has broken out between the Hierapytnians and the Knossians and their allies; the Rhodians shall not be allies of the Hierapytnians in this war. (xvi) No Rhodian shall take part in a campaign against the Hierapytnians under any pretext, or he shall be liable to the same penalties as if he had taken part in a campaign against the territory of Rhodes, with the exception of those who have taken the field before (the conclusion of) this treaty.’

It is only rarely that we get information in the historical sources of these reciprocal clauses in action. One example of this is the symmachic contingent sent by ‘the Polyrrhenians and their allies’ to serve in the armies of Philip V and the Achaean League. In 220 BCE, the young Macedonian king had intervened in an internal war fought in Crete, known as the War of Lyttos, on behalf of the Polyrrhenians and their allies. During the following year, the Polyrrhenians and their allies sent 500 men in return to help Philip and the Achaeans in their war against the Aetolian League and their allies on the Greek mainland (Pol. IV 55, 5). Later on in his text, Polybius (Pol. IV 67, 2) men-

222

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tions 300 Polyrrhenians in Philip’s service. Modern editors have emended this number to 500, but mistakenly, since Polybius (Pol. IV 67, 6) repeats the figure when he tells us that 300 Cretans were with Philip in Larisa during the following winter. The French scholar H. van Effenterre proposed the following solution to this problem. The ‘Polyrrhenians and their allies’ indeed sent 500 men to help Philip and the Achaeans: the Polyrrhenians sent 300 to help Philip and their allies sent 200 to help the Achaeans.31 There is, perhaps, some epigraphic support for this. The latter contingent may be referred to in IG IV 729, a catalogue of West Cretans found at Hermione.32 Although the various elements of the composite contingent remained part of the armed forces of the Cretan cities, who had contributed troops and to whose service they would return, the Cretans would have been paid by Philip and by the Achaean League for the period they served under his command. After the campaigning season of 200 BCE had finished, Philip spent the first part of the following winter in the Thessalian city of Larisa. One of Philip’s most successful strategic ploys was the forced march in order to achieve surprise. He suddenly marched out of Larisa, ‘crossed over’ with his army to the island of Euboea (Pol. IV 67, 7), presumably in order to avoid Thermopylae,33 and then on into the Peloponnese. When Philip arrived at Corinth during the winter solstice of 219 BCE, virtually no one was even aware that they had left Thessaly. I have suggested elsewhere that this was the occasion when Thersagoras the Cretan from Polyrrhenia – Θερσα(γ)όρας Κρὴς Πολυρ(ή)νιος – died and was hastily buried at Demetrias.34 Symmachic contingents on service are a transitory historical phenomenon, and it rarely happens that the presence of one is so well documented in the archaeological record. III.2 Expansion of the Mercenary Base It follows that, when dealing with cases of preparations made for war by any Hellenistic kingdom and the consequent expansion of its armed forces, one has to be very careful in distinguishing between expansion of the existing base of ‘retained’ mercenaries and the mobilization of symmachic contingents. The expansion of the Ptolemaic army undertaken in 219 BCE in preparation for the Fourth Syrian War by Agathocles and Sosibius, the ministers of Ptolemy IV Philopator,35 will serve as a good case study of the difficulties involved in interpreting the evidence. Their preparations are thus described by Polybius:

31 32 33 34 35

van Effenterre 1948, 187–188. Guarducci 1935; Robert 1940, 154. Walbank 1957, 522. Sekunda 2003, 77–80 (SEG LIII 522). On whom see Walbank 1957, 567.

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223

‘Meanwhile they recalled and assembled at Alexandria the mercenaries (misthophoroi) in their employment in foreign parts, sending out recruiting officers (xenologoi) also and getting ready provisions for the troops they already had and for those they were raising.’36

According to Polybius (Pol. V 63, 11–13), Agathocles and Sosibius entrusted the preparation of the Ptolemaic army to Echekrates the Thessalian, Phoxidas of Meliteia, assisted by Eurylochos the Magnesian, Socrates the Boeotian, and Knopias of Allaria, adding the information that these men had served under Demetrius and Antigonus, by which he would mean the Macedonian kings Demetrius II (239–229 BCE) and Antigonus III Doson (229–221 BCE). It can be assumed that none of these individuals had previously been in Ptolemaic service, otherwise Polybius could hardly have failed to mention the fact. At the Battle of Raphia two years later in 217 BCE, there were present 2.000 mercenary cavalry soldiers under the command of Echekrates the Thessalian and 8.000 mercenary infantry soldiers under the command of Phoxidas of Meliteia in addition to the already existing Ptolemaic reservist forces, which had been mobilized for service, reorganized, and retrained.37 These numbers probably refer to the existing ‘retained’ Ptolemaic mercenaries serving in the garrisons in Alexandria and elsewhere, whose numbers had evidently been heavily augmented by mercenaries recruited from overseas by the xenologoi sent out for that purpose. At Raphia, Eurylochos the Magnesian, whom Polybius had said was appointed to ‘assist’ Phoxidas of Meliteia, presumably in retraining the infantry, commanded the agēma, numbering about 3.000 men and ‘thus divided into three chiliarchies’.38 Ptolemy IV Philopator had married his sister Arsinoe III at some point after his accession in the beginning of 221 and the autumn of 220 BCE,39 and so they were jointly ruling at the time of the battle, and this is why Polybius gives the title of the regiment as ‘the agēma beside the rulers’ (τοῦ … παρὰ τοῖς βασιλεῦσιν ἀγήματος). In all Hellenistic armies, the infantry agēma comprised the elite regiment of infantry, and so they would not have been mercenaries. This leaves Socrates the Boeotian and Knopias of Allaria as the remaining officers who had been in service under Demetrius and Antigonus to be accounted for, and it is in dealing with the units under their command that we have real difficulties in deciding whether we are dealing with forces of ‘retained’ mercenaries or symmachic contingents. Socrates the Boeotian40 commanded 2.000 peltastai, who were peltasts in the Hellenistic sense, that is line infantry equipped with pikes and small bronze peltai.41 With reference to this force of peltastai, F. W. Walbank has written

36 37 38 39 40 41

Pol. V 63, 9. Translation: W. R. Paton. See also Launey 1949/1950, I 30. Pol. V 65, 4–6. Fischer-Bovet 2014a, 152. Hölbl 2001, 127. He is otherwise unknown. See Schoch 1927, 804. Sekunda 2007, 336–339.

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‘whether these are cleruchs or mercenaries is not clear; but it seems likely that, as in most places where P. speaks of peltasts, he means a fairly select force closely connected with the phalanx (…) these peltasts are probably cleruchs’.42

Whilst I disagree with this conclusion, on the grounds that peltastai is a term principally applied to the equipment used rather than military status, one has to concede that it is very interesting to see them drawn up alongside the agēma, as they were in the Antigonid army, where the peltastai were also an elite infantry unit, from which the agēma was selected: both units being equipped as peltasts.43 In the case of Raphia, it was presumably because of the similar equipment they carried and, consequently, their tactical function in the line of battle that the decision was made to position them alongside one another. At some point towards the middle of the third century BCE, the infantry of the Boeotian League had been retrained to fight as peltasts. For this reason, they begin to be listed as πελτοφόροι in the military catalogues of the league. Following a detailed study of the most recent epigraphical evidence available, Y. Kalliontzis has suggested that the introduction of peltophoroi into the army of the Boeotian League could be as late as 237–230 BCE,44 barely a couple of decades earlier than the appearance of the 2.000 peltastai under the command of Socrates the Boeotian in the Ptolemaic line at Raphia. An inscription (IG VII 507; OGIS I 79) records the award of the proxenia of the city of Tanagra to Sosibius, son of Dioskourides, of Alexandria. The same individual is also honoured with an award of proxenia in the city of Orchomenus (IG VII 3166, 3–4). It seems to have been P.-F. Foucart, who first connected the Sosibius honoured in the Boeotian inscriptions with Sosibius the minister of Ptolemy IV Philopator and noted that the kings of Egypt raised considerable forces of mercenary troops in Greece for the Fourth Syrian War. That Socrates the Boeotian was put in command of the force of 2.000 peltasts at Raphia was a point, which was not lost on P.-F. Foucart, who suggested that ‘[c]es rapportes entre les rois d’Égypte et les Béotiens furent peut-être l’occasion des deux décrets de Tanagre et d’Orchomène’.45 Both inscriptions therefore probably date to c. 218 BCE. The award of proxenia does not entail the physical presence of Sosibius himself in Boeotia, rather than his agents. However, it does testify to the high level of diplomatic activity carried on at the time between Alexandria and the Boeotian koinon. Sosibius was also honoured at Cnidus (OGIS I 79), with a statue erected by his fellow Alexandrian, Agathoboulus, son of Neon, who is otherwise unknown

42 43 44 45

Walbank 1957, 590–591. Sekunda 2013, 93–95. Kalliontzis 2020, 21: ‘Pendant cette période, les liens étroits entre la Béotie et la Macédoine pourraient expliquer en partie l’introduction de la peltè dans l’armée béotienne’. One notes that Socrates is described by Polybius as having served under Demetrius and Antigonus. Foucart 1880, 98 n. 4.

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(Pros. Ptol. IV 15784). The inscription on a marble tablet was found in the ‘lower theatre’, but the original excavator believed that it, as well as other inscriptions found with it, had originally come from a shrine and suggested one of Asclepios, as this god is named in another of these inscriptions. J. Ma has suggested that Agathoboulus, son of Neon, had erected the statue to Sosibius, one of the ‘great men from the major Hellenistic kingdoms’ on visiting the shrine.46 It is, of course, possible that Agathoboulus was an agent of Sosibius and also visited the shrine in 218 BCE, but his presence at Cnidus could be explained in a host of other ways. It is the presence of Ptolemaic agents in Boeotia that is of more immediate interest to us. It might have been the case that Sosibius intended to make use of the experience, which Socrates gained in retraining the Boeotian infantry phalanx as peltophoroi, perhaps little more than a decade beforehand, to retrain the Ptolemaic peltasts. A second possibility is that the presence of Sosibius’ agents in Boeotia could be explained by the desire to recruit Boeotian mercenaries already trained in this type of fighting, including Socrates himself, and secure the permission of the Boeotian League for access of Ptolemaic xenologoi to the Boeotian poleis. A third possibility for Ptolemaic diplomatic activity in Boeotia could be to conclude a treaty with the Boeotian League to enable the despatch of a symmachic contingent into Ptolemaic service. The second and third possibilities seem to be invalidated by the fact that Polybius does not say that the 2.000 Ptolemaic peltastai were Boeotians, as he surely would have done, if this was the case. As it is, however, Polybius only says that their commander Socrates is a Boeotian. In such a case, the Ptolemaic peltastai at Raphia might have been a formation of ‘retained’ mercenaries recruited throughout Greece (or even cleruchs as F. W. Walbank suggested). My guess would be (but, in fact, it is nothing more than a guess) that these troops were recruited as ‘retained’ mercenaries from overseas in 218 BCE. The situation appears only slightly less complicated in the case of the Cretan forces at Raphia, where the Ptolemaic army fielded a total of 3.000 Cretans under Knopias of Allaria. One thousand (a chiliarchia) of these were surely the thousand Cretan xenoi kai misthophoroi, ‘retained’ mercenaries previously stationed in Alexandria in 219 BCE, mentioned by Pol. V 36, 4–5. Another chiliarchia might have been formed from smaller units of Cretans withdrawn from the garrisons outside Alexandria also referred to by Polybius.47 This chiliarchia might have been supplemented by more ‘retained’ mercenaries recently recruited in Crete. Polybius (Pol. V 63, 11–13) clearly states that Knopias (the name is seemingly unique) was one of those in whom Agathocles and Sosibius had entrusted the preparation of the Ptolemaic army. Therefore, Knopias was contracted on the basis of his individual merits, and we should not seek for a political connection between Alexandria and

46 47

Ma 2013b, 190 n. 203. Pol. V 36, 4–5; recalled to Alexandria in Pol. V 63, 8.

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Allaria. Of the 3.000 Cretans commanded by Knopias, one thousand were Neocretans ‘over whom he had set Philo of Knossos’ (ἐφ’ ὧν ἐτετάχει Φίλωνα τὸν Κνώσσιον). I have argued elsewhere that these ‘Neocretans’ were Knossian neoi, and were therefore part of the regular army of Knossos.48 This is also pointed to by the home city of their commander, Philo of Knossos. If so, they would have been sent to Egypt by virtue of a symmachic treaty between the two states. J.-C. Couvenhes has recently reassessed the status of these Neocretans.49 He argues that, if they are not formed from the Knossian neoi, there is no particular reason to believe they were furnished by the Knossians to the Ptolemaic forces as a symmachic contingent. IV. The Cretan koinon The treaties referred to above, that is the one between Philip V and ‘the Polyrrhenians and their allies’ and the one between Rhodes and Hierapytna, were contracted with individual Cretan states or groupings of Cretan states and an outside power during a period of disunity, when the Cretan koinon no longer regulated the affairs on the island as a whole. Likewise, the treaty that I have postulated between Ptolemy IV and Knossos would have been contracted under similar circumstances. The Battle of Raphia was fought in the aftermath of the War of Lyttos, and it is probable that the mechanisms of the Cretan koinon had not yet been reinstated. The reciprocity of these treaties was an important clause to the Cretan partner, for it guaranteed the intervention of a major outside power in the case of the Cretan state being under threat. An inscription from Gortyn in Crete dating to 183 BCE records a treaty between Eumenes II and some thirty Cretan states, headed by Gortyn and followed by Knossos, but excluding the Kydoniates.50 Thus, Kydonia continued to stay outside the Cretan koinon. Early in 170 BCE, Polybius (Pol. XXVIII 15) tells us that the Kydoniates, having narrowly survived an attempt made by the Gortynians to capture the city the previous year, sent envoys to Eumenes asking for his aid in accordance with their treaty of alliance (symmachia). This was presumably a bilateral treaty quite separate to the treaty of 183 BCE that Eumenes had contracted with the states of the Cretan koinon, which did not include the Kydoniates. Eumenes sent them a force of 300 men under the command of Leon. In 174 BCE, the Romans had sent Q. Minucius with ten ships to bring peace to the island, but six months later even more intense fighting flared up (Liv. XLI 25, 7). On the surface, it seems that conflict continued in Crete until Gortyn and Knossos signed

48 49 50

Pol. V 65, 7. See also Sekunda 2011, 75–85. Couvenhes 2016b, 195–199. I.Cret. IV 179 (p. 250–253). See also Dunst 1956, 305–311.

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a treaty in 168/7 BCE through the mediation of Ptolemy VI Philometor.51 In the following year, 167/6 BCE, Gortyn and Knossos implemented the previously agreed partition of Rhaukos.52 It is against this background that we have to analyse the information in our sources about three examples of symmachic contingents sent to both sides during the Third Macedonian War. Was the Cretan koinon continuing to function in some form (contrary to the rhetoric of Polybius mirrored in Livy), or was it completely paralyzed? IV.1 Cretans in the Third Macedonian War Cretans had a long tradition of service in the Antigonid army. During the Third Macedonian War, they numbered about 3.000 men and their commanders were Sosos of Phalasarna and Syllos of Knossos (Liv. XLII 51, 7), who are otherwise unknown. J.-C. Couvenhes has argued that the contingent was sent to Perseus by the city of Knossos by virtue of a symmachia, and the contingent fighting on the Roman side by Gortyn thanks to a similar agreement.53 Indeed, this would reflect the traditional political alignment of the two Cretan poleis. I would argue, however, that these troops were sent to both sides by the Cretan koinon This is made all the more likely in my opinion, because of some information preserved in Livy concerning contemporary diplomatic exchanges between the Roman Senate and the Cretan koinon. Concerning the year 172 BCE, Livy tells us: ‘in order to have full information regarding Asia and the islands also, they sent Tiberius Claudius Nero and Marcus Decimius as commissioners (legati). The senate directed them to visit Crete and Rhodes, partly to renew friendships (amicitia), partly to ascertain whether the sympathies of the allies had been excited by King Perseus.’54

The word amicitia could imply that a written agreement was in place between the Roman senate and Crete as a single political unit. In 170 BCE, a Cretan embassy was in Rome. No mention is made of any individual city-states in Livy, and we are left to presume that the embassy was sent by the koinon as a whole. Livy continues: ‘The Cretan envoys reported that they had sent to Macedonia as large a force of archers as the consul Publius Licinius had stipulated, but when they did not deny, on being questioned, that a larger number of their archers were serving with Perseus than with the Romans, they were told in reply that if the people of Crete intended truly and zealously

51 52 53 54

I.Cret. IV 181, p. 254–259. Pol. XXX 23, 1. For the date, see Walbank 1979, 447. Couvenhes 2016b, 206–207. Liv. XLII 19, 7–8. Translation: E. T. Sage and A. C. Schlesinger.

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to prize the friendship (amicitia) of the Roman People above that of King Perseus, the Roman senate would also respond to them as it did to indubitable allies. Meanwhile, let them report to their people that it was the pleasure of the senate that the people of Crete should make a point of recalling home at the first possible moment those soldiers whom they might have within the lines of King Perseus.’55

J.-C. Couvenhes (see above) has argued that this passage reflects the inability of the koinon to impose discipline on its constituent states, and to order the Knossians to withdraw their contingent,56 but the Cretan envoys refer to the troops on both sides as ‘theirs’, by which we are left to imagine that they were sent by the koinon. J. Briscoe has cast doubts on this section,57 on the ability of Publius Licinus to request the Cretan koinon for troops directly and ‘equally, one might wonder whether the senate really told the Cretans to recall those serving in the Macedonian army, and what mechanisms would have existed to enable them to do so’. This might, indeed, be Roman bluff, bluster, or rhetoric, but it does not alter the fact that negotiations are being carried on at the level of the senate with the koinon and not with any individual city or grouping of cities. At any rate, the Cretan contingent fighting with Perseus was not recalled to Crete. Therefore, we are left to conclude that the contingent was not sent by a single city-state, or a grouping of city-states, but by the koinon as a whole. The number of 3.000 that the Cretan koinon was asked to send is not coincidental. The Cretans presumably brought their own weapons. At the Battle of Kallinikos, we are told (Liv. XLII 58, 6–7) that they were drawn up on the right wing, interspersed among the Macedonian cavalry, who also numbered 3.000 (Liv. XLII 51, 9). In charge of the Cretans as a whole (presumably Sosos of Phalasarna and Syllos of Knossos were under his orders) was Midon of Beroia,58 whilst the Macedonian cavalry and the formation as a whole (et summae partis eius) were commanded by Meno of Antigoneia (Liv. XLII 58, 7). This statement should be taken as evidence that the Cretans and Macedonian cavalry were trained to work together on a tactical level. We are told that in the skirmishing, which took place on the eve of the battle, Perseus himself sent two troops (turmae, probably a translation for Polybius’ oulamoi) of Thracians and two of Macedonians, as well as two cohortes each of Cretans and Thracians (Liv. XLII 57, 8). The strength of the cohors was presumably equal to that of the oulamos: probably 50 strong. The picture we have is of the Cretan archers and the Macedonian cavalry fighting in pairs, like the hamippoi of the Classical period.59 So, taking all these factors into consideration, it looks as though there was a symmachic

55 56 57 58 59

Liv. XLIII 7, 1–4. Translation: A. C. Schlesinger. Couvenhes 2016b, 206–207. Briscoe 2012, 410. LGPN IV s. v. Μείδων (2); Tataki 1998, 80 n. 37. Sekunda 1994, 184 pl. 202c; 191 pl. 215.

‘Retained’ Regiments of Mercenaries and Symmachic Contingents

229

treaty in place at the outbreak of the Third Macedonian War between Perseus and the Cretan koinon, specifying that the koinon was to send 3.000 men with their weapons, if Perseus ‘found himself at war’. One imagines that once the war was underway Publius Licinius appealed to the koinon to send help to the number he stipulated by virtue of the amicitia, which existed between the senate and the koinon. If both these forces were symmachic contingents supplied by the koinon as a whole, given that the koinon did not have its own army at its disposal, we have no idea of how the men and their commanders were selected, and who provided the troops with arms. Perhaps, they provided their own arms. Another unknown is how the Cretan koinon escaped the consequences of breaching its amicitia with the Roman Senate. The Romans usually took such breaches very seriously and the Rhodians were made to pay heavily for their perceived breach of amicitia with Rome after the Third Macedonian War. IV.2 The Odrysians What appears at first glance to be another symmachic contingent was also brought by Kotys, the son of Seuthes, king of the Odrysian people, consisting of ‘one thousand picked cavalry and about the same number of infantry’ (Liv. XLII 51, 10). So it looks as though Perseus sought to augment his force of Macedonian cavalry and Cretan light infantry operating in tandem. The Odrysian force was dismissed, when the army was sent into winter quarters. According to Livy, the arrangements for payment were as follows: ‘When the king arrived at Pella, he sent his army into winter quarters and himself left with Cotys for Thessalonica. There a report arrived that Autlesbis, a chieftain of the Thracians, and Corragus, Eumenes’ governor, had made an attack on the territory of Cotys and had captured the district called Marene. Therefore Perseus thought best to send Cotys back to protect his own, and marked his departure by great gifts. He paid two hundred talents, a half-year’s pay, to the cavalry, although he had planned at first to give a full year’s amount.’60

It therefore appears that some agreement was in place between Seuthes and Perseus. We could indeed describe it as a symmachia, an ‘agreement to fight together’, although it lacks certain of the typical features of the standard symmachia of the GraecoMacedonian world. In the first place, it does not seem to have been reciprocal, as Perseus is not compelled to do anything in response to the attacks on Odryssian territory. Indeed, Perseus is stated to have ‘thought it best’ to send back Kotys to ‘defend his own’, and Kotys was back to fight with Perseus the next spring.

60

Liv. XLII 67, 3–5. Translation: E. T. Sage and A. C. Schlesinger.

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Kotys had beforehand sent his son Bithys, as well as other hostages to Macedonia. Bithys had been captured along with the children of Perseus, and had been deported to Rome along with them. After triumphs had been celebrated, Bithys was sent ‘with the hostages’ to Carseoli for safe-keeping. Kotys sent envoys to Rome in the autumn of 167 BCE, claiming that he had not voluntarily sided with Perseus, because he had been compelled to give hostages. The senate decided to return the hostages, and to give two thousand denarii apiece to the Odrysian envoys. The Romans, although disparaging Kotys’ claim that he had not sided with Perseus voluntarily, released Bithys, thus attaching Kotys to the Roman cause by this favour. The giving of hostages is not something one normally expects of an alliance between equal partners. J. Briscoe points to a possible parallel in the giving of hostages to Perseus by Genthius the Illyrian (Liv. XLIV 23), but this was not a transaction between equal partners either. Perseus had agreed to pay Genthius 300 talents of silver on condition of an exchange of hostages by both sides. Kotys gave hostages to Perseus without receiving any in return to the best of our knowledge.61 IV.3 The Bastarnae The agreement Perseus attempted to come to with the Bastarnae looks even less like a standard symmachia and more like a simple commercial arrangement to vastly augment his forces of cavalry trained to cooperate with light-infantry. Plutarch tells us: ‘For there came to him from the Bastarnae, at his request, ten thousand horsemen with ten thousand men to run at their sides (παραβάται), all mercenaries (misthophoroi).’62

According to Appian, the arrangements for payment were as follows: ‘When the Getae had crossed the Danube, they claimed that there should be given to Cloelius, their leader, 1.000 gold staters and also ten to each horseman and five to each foot soldier, the whole amounting to a little over 150.000 pieces of gold.’63

Finally, Livy is the most revealing: ‘It was obvious to everyone that he was troubled about the pay and nothing else; but as no one dared to give him the advice he asked for, Antigonus was sent back to announce that the king could use the services of five thousand cavalry only, and would not keep the rest of the host. When the barbarians heard this, there was an indignant outcry from the remainder that they had been to no purpose lured away from their homes. Clondicus

61 62 63

Pol. XXX 17. See Walbank 1979, 440 ad loc ; Liv. XLV 42, 5–12. See Briscoe 2012, 756 ad loc Plut. Aemilius 12, 2. Translation: loosely based on that by B. Perrin. App. Mac. 18, 2. Translation: H. White.

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again asked whether he would pay what had been agreed upon to these five thousand; and when he saw that to this, too, a devious reply was being concocted, the Gauls returned to the Danube, without injury to the messenger who had tricked them (a fate he had hardly hoped could befall him), but plundering that part of Thrace which adjoined their route.’64

The agreement, which Perseus came close to agreeing with the Bastarnae, seems even less like the standard current symmachia than the agreement with the Odrysians. We should still, however, be justified in calling it a symmachic contingent. The Bastarnae would remain under their own commanders and use their own weapons: they would only be paid by Perseus. V. Conclusion Both types of troops dealt with in this article were in receipt of pay and could be defined as misthophoroi and, practically, it is frequently difficult to distinguish between them. However, a series of features have emerged distinguishing the two types from one another during our discussion of the historical and particularly the epigraphic evidence. ‘Retained’ mercenaries (xenoi) were distinguished by the following features. They were:

1.

raised by individual recruitment (xenologia), either on a passive or an active basis, 2. were under the command of officers appointed by their employer, 3. were supplied with their weapons by their employer,65 4. received their pay from their employer.

Units of ‘retained’ mercenaries, though usually recruited for a specific campaign, tended to be retained by their employer after the campaign was over. Symmachic contingents or, more simply, ‘allied forces’ (symmachoi), on the other hand, were distinguished by the following features. They were: 1. mobilized on the basis of an agreement between two governments, 2. were under the command of their own officers, 3. supplied their own weapons, 4. received their pay, typically, from the contracting party.

64 65

Liv. XLIV 27, 1–3. Translation: A. C. Schlesinger. This counts for the Hellenistic period. In the Classical period mercenary hoplites, it seems, frequently supplied their own weapons.

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Symmachic contingents, by virtue of the treaty contracted, and on account of the expenses incurred by the employer, served for as long as the hostilities lasted. It might prove helpful to apply these features when attempting to distinguish between the two types in future discussions. Appendix A further example of expansion of the mercenary base of the Ptolemaic army could seem, at first sight, to be an example of entering into some kind of alliance agreement. The events took place in 203 BCE, when Scopas the Aetolian was sent to recruit mercenaries in Aetolia in order to expand the Ptolemaic army at war with the Seleucid king Antiochus III. After the death of Ptolemy IV Philopator in 204 BCE, Sosibius, son of Dioskourides, continued in power and assumed the guardianship over the infant monarch Ptolemy V Epiphanes together with Agathocles. Scopas had occupied the post of stratēgos of the Aetolian League on several occasions during the last quarter of the third century BCE, but for the last time in 204 BCE. Following a political reverse at home, Scopas went to Egypt and entered the service of the young king Ptolemy V. Despite military reverses he suffered in Coele-Syria against Seleucid forces, he continued to enjoy the favour of the Ptolemaic court. Sosibius sent Scopas to Greece to hire mercenaries (ἐπὶ ξενολογίαν) ‘providing him with large sums of money to advance to them’ (Pol. XV 25, 16). The status of these troops to be hired as ‘retained’ mercenaries is made clearer further on in the text of Polybius, according to whom there were two reasons behind Sosibius’ decision to entrust Scopas with the enlistment of such a large number of men: ‘in the first place, he wished to use the troops he hired for the war against Antiochus, and next to send away the existing force of mercenaries to the country forts in Egypt and to the foreign settlements, and then with these new arrivals to fill up and remodel the household troops and the guards of the court, and of the rest of the city, thinking that the men he himself had enlisted and whom he paid, as they had no political sympathies regarding past events of which they were ignorant, and as they reposed their hopes of preservation and advancement on himself, would readily support him and join heartily in executing all his behests.’66

In this passage, we can distinguish three roles for the units of ‘retained’ mercenaries apart from ‘the war against Antiochus’: service in the garrisons stationed in the forts throughout Egypt, in the garrisons stationed outside Egypt, and in the city of Alexandria, as well as service in the guard. The intentions of Sosibius were, indeed, radical,

66

Pol. XV 25, 17–18. Translation: W. R. Paton.

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as he intended to replace even the household troops with non-Macedonians. Shortly after, Sosibius lost power to Agathocles under circumstances, which are not clear, but are possibly alluded to in Pol. XV 25, 28. In Livy’s account, Scopas set about his task with great efficiency: ‘Scopas, a prominent man among his people, sent by King Ptolemy from Alexandria with a great quantity of gold, had transported to Egypt six thousand infantry and five hundred cavalry whom he had hired; nor would he have left a single fighting-man of the Aetolians, if Damocritus, now warning them of the present war, now of the future depopulation of the state, had not by his reproofs kept at home a part of the younger men (iuventute), though it is uncertain whether his action was due to concern for the state or a desire to thwart Scopas, who had not been generous with gifts to him.’67

G. T. Griffith has commented on the action of the Aetolian government to prevent the draining of manpower among its youth in the following terms: ‘Every government was, or ought to have been, bound to prevent too great a drain on the manpower of its citizens, as in fact the Aetolian government was once obliged to limit the number of its citizens who could be permitted to take service with Egypt.’68

At first sight, this act of recruitment seems to have some features in common with the supply of a symmachic contingent. The recruitment of such a large number of mercenaries from a single state of Greece is most unusual, but we have to define these Aetolians as ‘retained’ mercenaries, as there was no treaty obligation in place between the Ptolemaic and Aetolian states. Furthermore, one imagines that once recruited, these troops would have been supplied their weapons by the Ptolemaic rulers rather than providing their own. Scopas commanded the Ptolemaic army, which was defeated by Antiochus at Panion in 200 BCE. In 196 BCE, he plotted a coup d’état in Egypt, but was arrested and executed.

67 68

Liv. XXXI 43, 5–7. Translation: E. T. Sage. Griffith 1935, 258.

Mercenaries in the Greek World A Persian Perspective christopher tuplin This volume focuses on Greek mercenaries employed by Greek or Greco-Macedonian powers, so discussion of mercenaries (some non-Greek) employed by a non-Greek power is tangential. Seven considerations argue its relevance and justify a brief essay, which focuses on some of the topics identified as central to the Halle conference.1 (1) The Persian Empire was part of the ‘Greek world’. As the empire and its agents employed Greek mercenaries, it is an inescapable part of the Greek mercenary story. (The interconnection of Greek and Persian worlds is fundamental to the perception of Greeks in Persian military service in Rop 2019.) Salient material duly appears in books on Greek mercenaries,2 but there is merit in inspecting the material in its own right. The evidence is admittedly slender, superficial, inconsistent, unsystematic, and discontinuous. That is why the research underlying this essay is founded on a catalogue of evidence for mercenaries in Persian service, which conveys some impression of the limitations of the database (see the Appendix to this contribution).3 It is divided into explicit (A–C) and inferential or dubious (D–I) cases. Underpinning it are a definition of the mercenary,4 criteria for identifying people who fit,5 and strategies for

1 2

3 4

5

For a more general discussion, see Tuplin 2021, dependent on a longer unpublished study. Parke 1933; Marinovič 1988; Bettalli 1995; Yalichev 1997; Trundle 2004; Bettalli 2013. Seibt 1977 is the most notable treatment of mercenaries specifically in the Achaemenid Empire. Bushman 2017 focuses (critically) on Persian dependence on Greek mercenaries. Rop 2019 primarily deals with major conflicts (Cyrus’ rebellion, Egyptian wars, Alexander). This derives from the incomplete study mentioned in n. 1. A mercenary promotes the interests of a state/individual, is paid to do so, and is not compelled, prompted, or qualified by other considerations of ethnicity or community affiliation. Often there is a broader political context and individuals’ motivation may involve existing links with fellowmercenaries (of similar or higher rank) or particular politically active employers, but professional service is not a function of the rights and obligations of membership of a citizen body. Texts on events or generic situations using key terms (misthophoroi, epikouroi, mercenarii; there are no reliably indicative Near Eastern terms) or otherwise indicating that troops are paid to fight and apparently do so for no other reason: A1–51; B1–13; C1–4. The effective Hellenistic equation

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recognizing others who do not necessarily belong to the category, but may probably or possibly do so.6 (2) Discussion of X often benefits heuristically from discussion of not-X. If X equals mercenaries in the Greek world, notable not-Xs include the mercenaries of Egyptian kings (Saite and fourth century BCE) and those of Persian ones and their satraps. The two categories are connected: the Judaeans of Elephantine (C1) were there over a century before 526 BCE and remained for more than another century. This continuity sits alongside a notable discontinuity. The Saites’ more famous mercenaries were Greeks and Carians, but it is singularly hard to find unequivocal evidence of their employment in Persian-ruled Egypt7 – an example, perhaps, of employers having different attitudes to Greek and (some) non-Greek mercenaries (an issue highlighted for attention at the conference) and a case that will recur. Meanwhile, another observation: According to Hdt. II 152, Psammetichus’ I acquisition of mercenaries fulfilled an oracle. Only few believe in this story, but if, as seems plausible, they were actually supplied by the Lydian king (whether as slaves or not8), mercenary service in Saite Egypt began accidentally – which resonates with the Achaemenid experience, another point that will recur. (3) First, more about the Greek/non-Greek distinction. That Persians employed non-Greek mercenaries deserves stress, as Hellenocentric evidence and Greek tropes about reliance on Greek mercenaries obscure it. Though the cases are few compared with those involving Greeks and often of uncertain cogency,9 I note six points. (i) Finding Carian mercenaries anywhere, not just Egypt, is hard: Carians appear in the checklist,10 but mercenary status is consistently unstated, even when they appear alongside explicit Greek mercenaries. There is little evidence for Carian dynasts employing mercenaries of any sort.11 (ii) A ‘Hyrcanian’ cavalryman in Egypt (H3) recalls Hyrcanian cavalry at Granicus (G8) and Hyrcanian ‘royal mercenaries’ near Pergamum in 400 BCE (A12). The man in Egypt has an Egyptian name, an Egyptian mother and an Iranian father, and is an

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10 11

of soldier and mercenary (see the contribution by C. van Regenmortel in this volume) is visible in the use of stratiōtēs in Aristot. eth Nic 1116b6–26 and perhaps Xen. an III 1, 4 (a special context). I focus on land armies and ignore the possible/probable mercenary status of some who rowed warships deployed in the Persian interest. Additional items are mostly postulated on the following bases: ethnicity of troops, tactical type of troops, identity or ethnicity of immediate commander. Tuplin 2018a, 117–118; 2020b, 305–306; 2022. The issue is neglected in Fischer-Bovet 2014a, 23–37. Carty 2015, 149–174 argues that they were slaves. Non-Greek mercenaries: Arab: A48; H2. Aramaean: C1; C3; F3. Aspendian: D11. Assyrian: A12. Babylonian: C1; H8. Carian: see next note. Chaldaean: A10; B6. Chalybian, Taochian: A11. Chorasmian, Bactrian, Caspian: C1. Macronian, Mysian, Thracian: A8 (for Mysians, see also D8). Egyptian: B7 (see G5?). Hyrcanian: A12; G8; H3. Judaean: C1–2 (see H7?). Oxydracan: B9. Pamphylian: F1. Pisidian: D11; F4. Scythian: E1; H3. Indeterminate: A2–4; B3–4; B13; D26–27. D9; F4; G6; G16; H4; H11. G4; G9.

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(at least) second-generation settler. The Anatolian Hyrcanians are plausibly of similar type, making the Pergamum group a rare example of misthophoros near-demonstrably used of military colonists, though that may also occur in Xenophon’s general characterization of defence of the khōra (B3). (iii) One ancient explanation of the Cardaces, who appear twice in late imperial narratives (B13), is that they were barbarian mercenaries and one modern explanation connects them with the Xenophontic model.12 The claim that kardakes means ‘travellers’ (not, pace Strabo, ‘manly’) has been called in support; *kāratāka- may even appear in Egyptian Aramaic, but of an individual whom the document’s author describes as ‘my slave’, so the text offers little direct help.13 The kardakes were probably uniformly trained infantrymen from varied ethnic backgrounds, but whether mercenary is a correct label remains debatable. (iv) Not all non-Greek mercenaries came from outside imperial boundaries. But they are often marginal: Hydracae, Chorasmians, Bactrians, Hyrcanians, Caspians and Saka from the east, Arabs and Thracians from the south- or north-west. Chalybians, Taochians and Chaldaeans are groups just beyond the northern frontier whose use enhances local stability. Pisidian or Mysian mercenaries exemplify internal independence with more confrontational effects. The onomastically non-Iranian Caspians in Elephantine are perhaps Cadusians, another problematic group. Mutatis mutandis, Caria and Lycia may fit the pattern. (The Semitic troops in Syene-Elephantine and any Babylonian mercenaries do not, but they are historically and institutionally preAchaemenid.) In all these cases, use of outsiders is a form of controlling engagement with non-subject peoples (see below n. 65). And the same goes for Persia’s Greek mercenaries: they characteristically originate outside Asia, and their use reflects Persian power-plays beyond the western frontier.14 (v) Some mercenary forces were ethnically mixed,15 but this is rarely attested, and there are few explicit mixtures of Greek and non-Greek. I know of no case where comments about Persian mercenary forces are affected by Greek willingness to think of barbarian armies as a disparate rabble.16

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See the recent discussions in Charles 2012; Tuplin 2014a, 686–688. *Kāratāka-: Schmitt 2010, 556–557; Tavernier 2007, 426–427 (‘traveller’). Aramaic text: TADAE B8:3:1. Another interpretation is ‘Cretan’: Tavernier 2007, 534. Rop 2019, 24. A2; A8 (Greek and non-Greek). A11; A12; C1; C4 (various non-Greek). The status of non-Greek defenders in Chios (A47) is unclear. Among barbarians, nations are all mixed up (Plat. leg 693a), and barbarian armies are undisciplined. Cadmus will attack Greece with a migada barbarōn straton (Eur. Bacch. 1356). But the only real-world migades mercenaries in a classical text (Ain. Takt. 24, 1) have no specified or likely Persian connection.

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(vi) Service by non-Greek (and Greek) mercenaries normally occurs in the west.17 That reflects a fundamental evidential bias. Still, it is notable that the Alexander historians’ representation of the heartlands and east avoids the label ‘mercenary’. (4) Persian use of mercenaries is often credited with influencing its general incidence in the Greek world: so its pattern is relevant. Syene-Elephantine and Babylonia make the time-frame of mercenary use nearly co-extensive with imperial history. But the earliest certain Greek mercenaries are those of Pissuthnes in 428 BCE, and the earliest probable ones were acquired by Megabyzus c. 450 BCE.18 This Greek mercenary force was an accidental by-product of Egyptian rebellion (acquired in special circumstances, not because hiring Greek mercenaries was what satraps did) and his son’s force continued a family-tradition. (It is a notable example of mercenary employment arising through a non-market process.) Known western use of non-Greek mercenaries appears no earlier than Greek: it is explicit in 428 and 412 BCE, and Pissuthnes’ mercenaries in Samos in 440 BCE could have been wholly or partly non-Greek.19 With the practice established, Cyrus represents a new stage in scale. Few sources quantify mercenaries,20 but where figures are available, major aggregations show an upward trend: 12.000 in 401 BCE (A8), 12.000 or 20.000 in Egypt in 373 BCE (A18), 10.000 or 20.000 associated with rebel satraps in the 360s BCE (A24; D10), 20.000 at Granicus (A35), 30.000 at Issus (A44).21 Fitting other figures into this pattern is hard because they appear infrequently and unsystematically. But it is possible that the upward trend was punctuated by cut-backs after the Egyptian fiasco in 373 and in the early 350s BCE.22 Similarly, our picture of the start of the trend can be nuanced: since Cyrus’ pre401 BCE mercenary complement was probably no more than 5.000 – a similar number 17

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Mostly Anatolia (including Armenia), East Aegean islands, Levant, Egypt. Europe represented by Perinthus (A21; A32) and two sets of Persian-funded mercenaries in inter-Greek conflicts in Greece (A15; A20). Apart from the Ten Thousand, there are no Greek mercenaries in Mesopotamia or Iran until after Issus, unless one counts G12 (Phalinus: see Tuplin 2019, 271–274), admits H10 and/or H13, or locates D2–3 further east than necessary. Oxydracae (B9) were presumably used in the east. Greeks: Pissuthnes at Notium in 428 BCE (A2); Megabyzus c. 450 BCE (D2); Artyphius (D3). Doubtful earlier use of Greek mercenaries: Harpagus’ Ionians/Aeolians (D1); strateuomenoi in Egypt (Hdt. III 139); Arcadians and Xerxes (Hdt. VIII 26). Non-Greek: Pissuthnes in 428 BCE (A2); Tissaphernes in 412 BCE (A3; A4); perhaps Pissuthnes in 440 BCE (A1). A1; A8–9; A12; A18–20; A24–25; A28–30; A33; A35; A39; A42; A44; A46–47; A49; A51; B7; B10; B12; B15; B23–24. All army-quantifications in ancient sources are unverifiable, though the mercenary figures in Xenophon’s Anabasis are very likely to be accurate. Curt. V 11, 5 says that Darius III once had 50.000 mercenaries. Perhaps this is the total of those used during his reign, but there must have been a substantial recruitment after Granicus. For the Egyptian fiasco, see Diod. XV 41–47 (A18). Artaxerxes III disbanded satrapal mercenaries (A28). For scepticism about this, see Briant 2002, 792. Rop 2019, 136–140, on the other hand, leaves most of the Chares-Artabazus story intact. Some low figures: 3.000 with Autophradates in the 360s BCE (A19); 4.000 with Artaxerxes III in 343 BCE (A30); but 8.000 were deployed just for Cyprus earlier in the 340s BCE (A29).

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of ‘hoplites’ appears with Struthas in 392 BCE (D16) – and we have no figures for Persian mercenaries in the Evagoras war (A16), we may wish to stress Artaxerxes’ II desire to maximize Greek recruitment for the Egyptian War of 373 BCE.23 This was the first time the king sought to extend mercenary use. He did so while Egyptian kings were also hiring, and one must not assume that it was often the case that the majority of Greek mercenaries were being paid by Persians. Still, from the mid-fifth century BCE, the Persians certainly diversified a previously Sicily-dominated market. And by the 350s BCE they benefited (like everyone) from the increased ease of hiring mercenaries noted by Isocrates (Isokr. or. 5, 96). The number acquired after Granicus is remarkable. (5) Next, rooted citizens and nomadic mercenaries. There are rooted mercenaries, certainly the Semitic soldiers of Syene-Elephantine (C1), but also Babylonians serving as individual-substitution mercenaries and any other pertinent military communities/ colonies we discern, in Babylonia (dubiously)24 or Anatolia (more credibly).25 That Herodotus saw a colony model in Persian military defence of Egypt may emerge from his reference to the ‘Persians settled in (katoikēmenoi) the White Fort of Memphis and their epikouroi’.26 If Tachos’ forces included mercenaries, he made them a rooted, even citizen, community on Leucae but/and one that retained an allure of dissidence.27 The Ten Thousand, however, rejected a colonial future,28 and Xenophon used Mesopotamian settlement as an incitement to go home.29 Earlier, it were soldiers of Xenias and Pasion (established Cyrean mercenaries) who particularly defected to Clearchus when he spoke of returning to Greece from Tarsus. Perhaps it was precisely because they were used to service in West Anatolia that they disliked something quite different in character and location – thus displaying more rootedness than newer recruits less invested in a status quo.30 (Cyrus had not intended to keep the mercenaries in Mes23 24

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Diod. XV 38: renewal of the King’s Peace. He does not just offer especially good pay. Contrast, for example, Eumenes in Diod. XVIII 61, 5: axiologous misthous and misthophora axiologos. Achaemenid Babylonian documents are ill-suited to reveal direct evidence of state-employed mercenaries. Our closest approach is via conjecture that money from taxes with military names (bowfiefs, bow-taxes, ‘the King’s Man’, etc.) was hypothecated to mercenary use or by categorizing as mercenaries individuals hired to fulfil another’s military-service obligations. That militarily designated bow-fief collectives or (foreign) ethnically designated communities were active military colonies is never demonstrable: Tuplin forthcoming (a). Xen. an VII 8, 15. ADAB A4 (H14) attests soldiers who are also cultivators – but are they mercenaries? B8. Herodotus uses katoikeisthai of people settled in lands, cities or (once) a village, while it is unexpected for fortress occupants. Admittedly, it is Persians – not epikouroi – to whom the word applies and, though Herodotus distinguishes them, White Fort was an Egyptian name for Memphis. See Tuplin forthcoming (b) for further comment on this passage. G3; Hansen/Nielsen 2004, 1086. Rheomithres summoned insurgent leaders there years later only to betray them: Diod. XV 92. Xen. an V 6, 15–17; V 7, 5–9; VI 4, 1–8. Xen. an. III 2, 25. See also Xen. an. II 4, 22. Xen. an. I 3, 7 (over 2.000). Xenias and Pasion decamped later (Xen. an. I 4, 7), allegedly because of outraged pride – and perhaps because their service history deserved more loyalty from Cyrus.

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opotamia: Xen. an. I 4, 13.) On a more personal level, Chares’ fondness for Sigeum might disclose a Persian mercenary putting down roots in imperial territory.31 Perhaps Xenias’ and Pasion’s womenfolk and children were in Tralleis, because in some real sense it was home – as well as a potential trap.32 Meanwhile, Isocrates (Isokr. or. 8, 24) says that Athenodorus founded a city – but we do not know where or when or whether it was linked with Persian service. At the opposite extreme, ships’ crews used as garrison troops (A7) and booty-greedy volunteers from Syria/Cilicia (G7) may seem particularly rootless, because they were the product of a temporary situation, but mostly the issue is elusive, though mercenaries do tend to be outsiders or deployed from one end of the empire to another. But did a Chalybian in Armenia feel his outsider-status more or less than an Arcadian in Sardis? Rootedness entails continuity of employment and residence, but the unsystematic nature of our evidence makes that hard to track. Pissuthnes has Greek mercenaries in 440, 428, and post-423 BCE (A1; A2; D4), Pharnabazus in 410 and 397 BCE (A6; D6), Tissaphernes in 412 and 397 BCE (A3; A4; D5) – possibly some of the same people throughout in each case. The 20.000 mercenaries with Iphicrates in 373 BCE (A18) and Datames in post-373 BCE (A25), the 10.000 demitted in the early/mid-350s BCE (A28), the 10.000 with Orontes in the 350s? BCE (D10) and the 8.000 of Phocion/ Evagoras in 345 BCE (A29) surely included men in Persian service over a longish period from 373 to 345 BCE. Perhaps the 4.000 who stuck with Darius III (A51) did so, because they were long-term Persian employees. Some had been so for at least seven years.33 Perhaps they went back to Mentor’s recruitment in post-343 BCE (A31) or even further. Rootedness also invites assimilation. Elephantine Judaeans did that in terms of intermarriage and legal practice, though it did not prevent confrontation with the priests of Khnum.34 But what about the Greeks? I doubt that the Persian-speakers, who were dressed by Iphicrates as Persians to deceive his soldiers, were Greeks who had learned Persian (A17). Cyrus spoke of favoured friends getting satrapies, but it is hard to believe he meant Greek friends: rewards on offer were more realistically financial or the phrouria and lokhagiai Menon promised his cronies.35 Theopompus reported that Nicostratus attempted religious acculturation, setting up a table for the king’s daimōn. More impressively, the sister of Memnon and Mentor married Artabazus and their high status in the 340s–330s BCE bespeaks a royal view that they were as good as Persian (even if not all Persians agreed), while the Athenians later saw them as one big

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Schol. Demosth. or. 3, 31; Theop. FGrH 115 F 105; Arr. an. I 12; Nep. Chabrias 3, 4. Theop. FGrH 115 F 213 accused him of self-indulgence on campaign. Perhaps, if this is true, it also applied in Sigeum. Xen. an I 4, 8. Arr. an. III 24, 5, but how did they prove this? See below n. 55. Satrapies: Xen. an. I 7, 6. Money: Xen. an. I 4, 13. Menon: Xen. an. I 4, 15.

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happy Perso-Greek family, but this is exceptional, and Charidemus fatally misjudged how to engage with the Persian court.36 Xenophon saw admirable features in Cyrus, who tried to be an affable employer and lauded Greek freedom, but one cannot simply extrapolate from this or from Persian adoption of Greek military technology to culturally cosy relations between embedded Greek mercenaries and Persian employers.37 Mania and Tiribazus resembled Cyrus in giving generous rewards (though Tiribazus had had a mutiny on his hands) and Megabyzus presumably had a close relation with his mercenaries (which did not protect his son from betrayal), but specific stories about the employer-mercenary interface tend to be about pay, often involving trickery by the employer or distrust among employees.38 A Persian commander’s attack on his own soldiers’ temple in Elephantine is an unusually bad breakdown in employer-employee relations, but joint Greek-Persian operations in Egypt in 373 and 343 BCE also provoked tensions.39 Cyrus had a xenos relationship with some/all of his mercenary commanders, but I see little evidence of that elsewhere.40 In the Persian quasi-polis of Xenophon’s Cyropaedia the dēmotai are misthophoroi; Cyrus’ army-reforms turns them into receivers of trophē (a moral leg-up), but not quasipolitai or homotimoi.41 In the real non-Greek world there were no politai, but Judaeans in Elephantine are once labelled b‘l Yb and in Babylonia some individuals paid to do substitute military-service were perhaps of mār banê status. Both locutions are sometimes glossed as ‘citizen’: to speak of citizen mercenaries is perhaps too contentious a play on words, but in both cases paid fighters do get a socially respectable label.42 Meanwhile, Greek mercenaries came from the polis and most in Persian employ were hoplites, so theoretically of good socio-economic standing, but, as mercenaries, they were by definition an artefact of the market or of external relations, not of a privileged

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Nicostratus: Theop. FGrH 115 F 124. Memnon, Mentor, Artabazus: Demosth. or. 23, 154; Diod. XVI 52. Charidemus: Diod. XVII 30; Curt. III 2, 10–19. Freedom: Xen. an I 7, 3–4. Greek weaponry: Xen. an. I 8, 7; Diod. XIV 22, 6; Polyain. VII 14, 4; Curt. III 3, 6; Diod. XVII 53; Theop. FGrH 115 F 263a. Persians with Greek thōrēkes appear on the Alexander Sarcophagus, on which see von Graeve 1970, pl. 72 (GD5); Head 1992, 29c, and Attic vase-paintings, on which see Raeck 1981, P578 (horseman), P553, P555, P573, P574, P577, P580, P584 (infantry), but some judge the vase-paintings more ludic than documentary. Mania: A13. Megabyzus and his son: D2–3. Awkward relations: A14; A16–17; A22; A26; D27; E3. See also n. 27 on Rheomithres. Elephantine: TADAE A4.5; A4.7; A4.8. See Tuplin 2020c. Greek-Persian tensions in 373 and 343 BCE: Diod. XV 41–44 (A18); XVI 49–50 (A30). On Persian attacks on Egypt, see Ruzicka 2012, 114–121; 158–163; 177–198. Herman 1987, 99 suggests the contingent commanders were Cyrus’ xenoi, even when Xenophon does not say so. He reports no other examples (nor does Rop 2019), and I have also encountered none. ‘Recruitment of individual soldiers took place through patron-client friendship networks’ (Rop 2019, 21) – perhaps, but those were usually Greek-Greek relationships. Xen. Kyr. II 1, 2–18; IV 5, 17. B‘l Yb: TADAE A4.7, 22; A4.8, 22. Mār banê: Dandamayev 1981; Westbrook 2004; Jursa 2010, 57; 649; Momrak 2015, 417–432.

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intra-polis descent-group, and, like any Greek not in his own city or among a large group of fellow citizens, a mercenary’s citizen status was dormant. When Chares, for example, told the Athenians he had won a second Marathon, he did so as an appointed stratēgos, not a free-market mercenary (A28). In the Anabasis, we see them reverting to quasi-polis behaviour but resisting polis settlement. But this is after they stopped being Persian employees (though there are tumultuary assemblies in the pre-Cunaxa era) and with most Persian-employed Greek mercenaries the issue does not arise: Demosthenes’ comments about mercenaries’ resistance to invading Greece trade on ethnicity and freedom rather than citizenship (Demosth. or. 14, 31) and Iphicrates’ soldiers’ demand for a koinē ekklēsia may not deserve too much stress (A17). That some Syracusans temping as a mercenary garrison became Antandrian citizens is an oddity (A7). Citizen-soldiers or polis-hired mercenaries only occasionally become Persian employees,43 and evidence for Anatolian Greek subjects in Persian mercenary service is scarce: the Heracleote Clearchus is a possible exception (D15), but the king’s Greeks of the Egyptian riconquista are presumably Anatolian non-mercenaries.44 Mercenaries are supposed to be outsiders. Of course, in the Achaemenid theology of desiderated world dominion they are subjects like anyone else. Aristotle said that tyrants are guarded by mercenaries, because they rule unwilling subjects whereas kings can be guarded by citizens.45 The Great King should fit the tyrant-model, but the Cyropaedia’s Cyrus is guarded by dēmotai and eunuchs, mercenaries being untrustworthy.46 Heraclides wrote that the king’s bodyguards and peltasts get food eis hupologon, just as mercenaries in Greece get silver misthos. His primary concern is that the king’s dinner is an economically rational system (not ostentation), but, if anything, he is distinguishing the guards from mercenaries.47 When Patron offered his mercenaries to Darius III as a bodyguard, the king refused (Curt. V 12, 4–7). On the other hand, Cyrus took 300 Greek mercenaries to Darius’ II death-bed, Tissaphernes had 300 picked Greeks, and the 400 who abandoned Abrocomas might have been bodyguards.48 Perhaps this would have satisfied Aristotle, for all that Xenophon makes Cyrus an admirer of Greek freedom. That mercenaries readily switch sides distinguishes them from citizens.49 The annals of the Persian mercenariate include actual or apprehended disloyalty more than

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A7; D2; A28; D33. Diod. XVI 44, 4. They are summakhoi, as are the forces provided by Argos and Boeotia (Diod. XIV 44, 2; XIV 47, 2–3; XIV 48, 3–5; XIV 49, 1–6), even if composed of professional soldiers, not citizen levies. Tissaphernes’ Milesians (D7) need not be mercenaries. Aristot. pol 1285a; 1311b. Xen. Kyr VII 5, 60–68; VIII 2, 19. Herakl. Pont. FGrH 689 F 2. On eis hupologon, see Tuplin forthcoming (b). Cyrus: A8 (Xen. an I 1, 2); Tissaphernes: D7; Abrocomas: A9. An aspect of the professional’s greater tendency to run away is found in Aristot. eth. Nic. 1116b16–25, and Isokr. or. 6, 75 plays with the contrast between civic and mercenary soldiers in imagining a

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the reverse,50 but clearly attested side-switching is relatively rare. It occurs occasionally between Persian employers (in contexts of rebellion) and slightly more often (after defeat) from Persian to non-Persian employers, but Persians are rarely reported simply taking over the mercenaries of a defeated non-Persian enemy: Artaxerxes II rejected the Ten Thousand, Nectanebo’s Greek mercenaries negotiate safe-passage in 343 BCE, and mercenaries who joined Artaxerxes III from Sidon did so as part of a plot hatched by the Sidonian ruler (whom Artaxerxes then double-crossed).51 Surviving evidence may under-report the extent, to which mercenaries passed in and out of Persian employment – and one may note the odd case of Chares who besieged Methymna for the Macedonians in 334/333 BCE, commanded a Persian garrison in Mytilene in 333/332 BCE, but was released when Macedonians captured the city52 – but I do not have the impression that there was exceptional volatility. At some periods, mercenaries and citizens are linked when cities grant honours to prominent mercenaries. This category has little demonstrable pertinence in the Persian context – we cannot assume that Ilium honoured Menelaus, Cius Athenodorus, or Athens Artabazus’ son Memnon for mercenary activities53 – but it does prompt another observation. An analogy to the civic honorific decree would be Persian bestowal of honour (not just remuneration) upon a favoured mercenary commander. This is not quite provided by Nicostratus’ purported attempt to win honour by cherishing the king’s daimōn (which Theopompus interpreted in financial terms) or Tiribazus’ seduction of commanders with honours, rewards and promises. Mentor and Memnon were highly valued, but got difficult jobs to do – not the equivalent of an honorific decree. A closer analogy would be the grant of what Xenophon calls standard royal gifts of honour (fine clothing and jewellery), but I know no recorded case of this. The Persian mercenary remains an employee.54

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mercenarised Spartan army. Meanwhile, Plat. leg. 630b shows that mercenaries can be the ones who fight to the death. Sometimes, mercenary outsider-status made for loyalty: Rop 2019, 65–66. Disloyalty: A8 (Xen. an I 4, 3–7; II 2, 7); A14; A16; A18; A24–25; A27; A39 (Diod. XVII 23); A47; B2; B11; D3–4; D15; D20; D26–27; D33. Loyalty: A3; A37; A42; A51. Between Persians: A9; A24; A28. (Artaxerxes declined to employ Cyrus’ mercenaries in 401 BCE) From Phoenician rebel to Persians: A30 (Diod. XVI 45). Rop 2019, 154–157 doubts Diodorus’ version. Mentor’s switch is anyway part of a longer-running story involving his brother Memnon and brother-in-law Artabazus. From Persians to others: A5; A13 (Xen. hell III 1, 23; re-hiring of other sub-groups is not explicit); A37 (Arr. an. I 19, 5); A47; A51 (Arr. an. III 24, 5). In Xen. Kyr. III 2, 25, Cyrus employs mercenaries previously paid by the Indian king, but that is a different case. Egyptian Greek mercenaries: Diod. XVI 49. Sidon: Diod. XVI 45–47. Arr. an. I 12; Polyain. V 44, 3; Curt. IV 5, 22 (D26). Menelaus: Tod, GHI 148. Athenodorus: Tod, GHI 149. Memnon Artabazou: Rhodes/Osborne, GHI 98. Nicostratus: Theop. FGrH 115 F 124 (D13). Tiribazus: Diod. XV 9 (A16). Royal gifts: Xen. an I 2, 27; Xen. Kyr VIII 2, 8; see also Hdt. III 84. Back home, he boasted about the extravagant world of which he had been a part: I2. Memnon got land in Anatolia, but he was Artabazus’ brother-in-law – an abnormal situation for a Greek.

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(6) Is he also an individual and actor in his political and social context? We can name individual non-Greek mercenaries in Babylonia and they abound at Elephantine: ordinary-life questions of marriage, property-ownership, and religion are visible, and the destruction of the temple has them politicking to achieve its restoration.55 With Greek mercenaries in Greek sources things are trickier. Generically, we see them being treacherous but also loyal, willing to attack their officers, profit-oriented yet idle – Autophradates, for example, had to trick mercenaries into turning out to fight56 – and vulnerable to their commanders’ financial chicanery (see, for example, A26). Chares’ mercenaries allegedly forced him to enter Artabazus’ service.57 Some commanders have colourful traits – Athenodorus imposing an oath to fight to death, Ephialtes’ passion for aretē, Chares’ flute-girls and prostitutes, Nicostratus’ lion-skin and club – but most do not, and we rarely see the individual mercenary who is not a commander. Perhaps the deserter Bion at Gaugamela is one such. Xenophon’s Anabasis offers more examples, but only rarely before Cyrus’ death (while they are actually Persian employees): two speakers at Tarsus, the man who threw an axe at Clearchus, Gaulites (Samian exile and Cyrus’ confidant), Silanus the mantis, two unnamed Cunaxa casualties, and Xenophon the Athenian – except that he was allegedly not a stratiōtēs. We also get a sense of the collective in the celebration of the Lycaea, delight at Epyaxa’s discomfiture (and speculation about her sex-life), the Tarsus mutiny or the rivalry between army-groups (both reflecting the mercenary’s love of profit): the potentially dangerous bond between leader and mercenaries within a larger army recurs elsewhere.58 Taken as a whole, the work provides an unparalleled insight into soldiers on campaign (Lee 2007), and many of the lessons will be generically valid for Greeks under Persian employment. That said, were all such forces as hard to manage as the Ten Thousand became? And how typical of Persian-employed mercenaries was the aspiration to seize Byzantium in 400 BCE? Is it part of a genuine pattern with Cypriots planning to overthrow Evagoras, Charidemus seizing Troad cities, Clearchus becoming tyrant of Heraclea, Pharnabazus’ fears about Iphicrates in Egypt, Philiscus’

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The fullest account remains Porten 1968 (classic microhistory avant la lettre), but the documents have been re-edited in TADAE and there has been much further work, including monographs on the legal environment (Botta 2009) and on women (Azzoni 2013; Nutkowicz 2015). The religious aspect has generated a huge bibliography, which it would be idle (though laborious) to list. Rohrmoser 2014; Granerød 2016 are recent large-scale additions. Brief general evocations appear in Porten/Yardeni 1987–1999, II xiii–xiv; Porten et al. 2011, 75–89; Porten 2003. A22. Needing a particularly large force, he tells his mercenaries that they are being summoned for an inspection and will not be paid, if they do not come. A28 (schol. Demosth. or. 4, 19). See also n. 22 and n. 31. Athenodorus: Polyain. V 21 (D31). Ephialtes: Diod. XVII 26, 2 (A39). Chares: Theop. FGrH 115 F 213. Nicostratus: Diod. XVI 44 (D13). Bion: Curt. IV 13, 36. For the various individuals in Xen. an see: I 3, 14–16; I 5, 12; I 7, 5; I 7, 18; I 8, 15–20; III 1, 3. Lycaea: Xen. an. I 2, 10. Epyaxa: Xen. an. I 2, 12; 15–18. Tarsus: Xen. an. I 3, 1–21. Rivalry: Xen. an. I 4, 13–16. Dangerous leader-mercenary bond: D20. That commanders and soldiers might be hired as a pre-existing unit is relevant.

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quasi-tyrannical role in the Hellespont?59 Perhaps so, but, in any case, these examples do evoke the mercenary as occasional political actor. One might add Patron trying to protect Darius from Bessus, Aristomedes (enemy of Macedon as well as Persian mercenary), Chares making peace between Artabazus and Tithraustes, or Nicostratus honouring the king’s daimōn (religio-political activity, perhaps, even if Theopompus saw it as profiteering).60 Mercenaries are employed by political actors (and some of them were dissidents and trouble-makers); the inclination is liable to rub off, but it probably always requires special circumstances. (7) Finally, we reach Greek claims that Persian use of mercenaries showed weakness. Surviving assertions in Plato, Xenophon, and Isocrates do not pre-date the late 360s BCE and Isocrates’ Panegyricus provides a terminus post quem: perhaps the big recruitment for 373 BCE played a role.61 A less moralising version appears in Curtius Rufus (Curt. III 3, 1): Darius III had most confidence in his Greek mercenaries – an assessment consistent with the contrast between their role at Granicus and Issus (a contrast that suggests that Anatolian satraps had a different view).62 The observations of Xenophon, Plato, and Isocrates are not a reasoned assessment. The Alexander historians only made a judgment about 334–333 BCE. Can we better them in scope and Xenophon and the others in balance? Not easily. One observation one can make is that in texts that report Persian forces in a specific historical context from 450 to 331 BCE, mercenaries consistently appear 45 percent of the time. That is quite a high figure. Such texts privilege regions and circumstances of interest to Greek writers, but there is no reason to judge it a dangerously misleading overstatement of incidence or impact. After c. 450 BCE, mercenaries were a common feature of the Achaemenid military environment, at least in the west. Using them became a norm, whether among loyalists or dissidents – and their existence made dissidence easier, especially after 373 BCE.63 That said, it is hard to find battles between Persian grandees in which both demonstrably

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Byzantium: Xen. an. VII 1, 15–31. Cypriots: Hell. Oxyrh. 23 (Chambers) (A14). Charidemus: Demosth. or. 23, 154 (A28). Clearchus: Iust. XVI 4, 1–10 (D15). Iphicrates: Diod. XV 43–44 (A18). Philiscus: Demosth. or. 23, 142 (A21). Patron: Curt. V 11, 1–12 (A45). Aristomedes: Anaximen. FGrH 72 F 17 = Theop. FGrH 115 F 222. Chares: Anon FGrH 105 F 4 (A28). Nicostratus: Theop. FGrH 115 F 124 (D13). Plat. leg 697e; Xen. Kyr. VIII 8, 26; Isokr. or. 5, 126. The view is absent in Isokr. or. 4, 135 and tangential in Isokr. or. 8, 47. Demosth. or. 14, 31 reckons that the king would become completely dependent on Greeks, if they conquered Greece for him – an unreal hypothesis. Isocrates’ remarks about the destitute turning to mercenary service (Isokr. or. 4, 168; 5, 120–121) avoid saying that the people involved are specifically in Persian service. At Granicus, the mercenaries were behind the cavalry, for second-phase use in victory or (it turned out) bloody defeat. Their Persian commander, Omares, was killed (Arr. an. I 16, 4). One wonders whether he died then or was a nominal commander who fought on horseback with his fellowPersians. Tuplin 2018b.

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used mercenaries.64 There is dependence here, but to see it as reprehensible is unfair. It was not satrapal dissidence that ruined the empire, and the Persians had to find infantry somewhere. (Such dependence is depicted on the facade of Darius’ tomb: Armed men joyously hold the king aloft and, failing intervention from his god, he would be in a mess if they did not.) There were not enough native Persians for that empire-wide requirement, so supplementation was a necessity. (See, again, the tomb facade.) The Persians were not inclined to follow the Assyrian lead and deal with this by counting non-Persians as Persians, and we remain ill-informed about other methods (native levies; non-mercenary military colonies, if any) and can only speculate about the problems attending their use. If outsiders were available for hire and likely to be no worse than the alternatives (the record does not show a substantial disproportion of good outcomes), their employment was sensible and even fiscally and ideologically advantageous.65 We should not infer otherwise from their failure to see off Alexander. Or, at least, we should concede that, judged by the criterion of defeat by Macedonia, Persians deserved contempt no more than people in the cities of mainland Greece who were also apt to be excoriated for their willingness to let hired men fight their battles. Most of those defeated at Chaeronea were citizens, and most of those defeated at Issus were not mercenaries. Honours (or dishonours) are more or less even.

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Despite Xenophon’s assertion (Xen. Kyr VIII 8, 26) that Persians use Greek mercenaries against one another as well as against Greeks. On fiscal advantages, see Rop 2019, 20. Ideologically, mercenary use illustrated Persian agency in the wider world beyond imperial frontiers: Hyland 2018, 7–10.

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Appendix: Catalogue of Evidence for Persian Mercenaries This list records evidence that certainly, highly probably, probably, very possibly, possibly, feasibly, or conceivably relates to mercenaries in Persian service. It is pedantically exclusive and generously inclusive, perhaps inconsistently so. Some items (for example A8) embrace many episodes, most offer a single episode or proposition. A similar exercise for non-Persian and indeterminate employers would permit a more precise sense of the place of Persian-related data in the entire record of classical mercenary activity.

Section I: Core items A Plain references: specific episodes (Greco-Roman sources) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17.

Pissuthnes’ 700 mercenaries (Samos; 440 BCE): Thuk. I 115; Plut. Perikles 25. Pissuthnes’ Arcadian & barbarian mercenaries (Notium; 428 BCE): Thuk. III 34. Tissaphernes’ mercenaries (Miletus; 412 BCE): Thuk. VIII 25. Tissaphernes’ mercenaries (Iasus; 412 BCE): Thuk. VIII 28. Amorges’ mostly Peloponnesian mercenaries (Iasus; 412 BCE): Thuk. VIII 28. Pharnabazus’ mercenaries (Cyzicus; 410 BCE): Diod. XIII 50–51. Pharnabazus’ Greek ex-sailor mercenaries (Antandrus, etc.; 410 BCE): Xen. hell. I 1, 25–26. Cyrus’ 12.000+ mercenaries, of which most are Greek, but also Thracian (Xen. an. I 5, 13, etc.), Mysian (Xen. an. VI 1, 9), and Macronian (Xen. an. IV 8, 4) (Anatolia, Levant, Mesopotamia; 407–401 BCE): Xen. an (passim). Abrocomas’ 400 Greek mercenaries (Levant; 401 BCE): Xen. an. I 4, 3. Orontas and Artuchas’ Chaldaean mercenaries (Armenia; 401 BCE): Xen. an. IV 3, 3 (see also B6). Tiribazus’ Chalybian and Taochian mercenaries (Armenia; 401 BCE): Xen. an. IV 4, 18. Assyrian hoplites and 80 Hyrcanian cavalry royal mercenaries (Caicus valley; 399 BCE): Xen. an VII 8, 15. Greek mercenaries of Mania and Meidias (Troad; ?–398 BCE): Xen. hell. III 1, 13; 16–18; 21. Conon’s Cypriot mercenaries (Caunus; 397 BCE): Hell. Oxyrh. 23 (Chambers). Extra mercenaries hired by Pharnabazus and Conon (Greece; 393 BCE): Xen. hell. IV 8, 7. Mercenaries of Tiribazus and Orontes (Cyprus; 380s BCE): Diod. XV 3, 9; Isokr. or. 4, 142; 153. Iphicrates’ mercenaries (Levant; 370s BCE): Polyain. III 9, 59.

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18. 12.000 or 20.000 (variously reported) Greek mercenaries of Pharnabazus and Iphicrates (Egypt; 373 BCE): Diod. XV 41–44; Nep. Iphicrates 2, 4. 19. Autophradates’ 3.000 Greek mercenaries (Anatolia; late 370s BCE): Nep. Datames 8. 20. 2.000 mercenaries hired by Philiscus for Sparta (Greece; 369 BCE): Xen. hell. VII 1, 27; Diod. XV 70. 21. Philiscus’ mercenaries (Perinthus; 360s BCE): Demosth. or. 23, 142. 22. Autophradates’ mercenaries (Anatolia; 360s BCE): Polyain. VII 27, 3. 23. Orontes’ Greek mercenaries (Anatolia; 360s BCE): Polyain. VII 14, 4. 24. 20.000 mercenaries for use by rebel satraps (Anatolia; 360 s BCE): Diod. XV 91, 1. 25. Datames’ 20.000 mercenaries (Anatolia; 360s BCE): Diod. XV 91, 2–6. 26. Datames’ mercenaries (central Anatolia, Amisus; 360s BCE): Polyain. VII 21, 1; (Aristot.) oec. 1350b16–33. 27. Charidemus hired by Mentor/Memnon for Artabazus double-crosses them (Troad; c. 359 BCE): Demosth. or. 23, 154 (see also [Aristot.] oec. 1351b19–35). 28. 10.000 discharged Anatolian satraps’ mercenaries, re-hired (under Chares, already commander of a xenikē dunamis) by Artabazus (Anatolia; c. 354 BCE): schol. Demosth. or. 4, 19; Anon. FGrH 105 F 4; Diod. XVI 22; 34. 29. 8.000 mercenaries hired by Idrieus, under the command of Phocion and Evagoras (Cyprus; early 340s? BCE): Diod. XVI 42; 46. 30. 4.000 mercenaries under Mentor (formerly employed by Tennes) in Artaxerxes’ army (Egypt; 343 BCE): Diod. XVI 42, 2, etc. 31. Greek mercenaries assembled by Mentor (Anatolia; late 340s BCE): Diod. XVI 50, 7. 32. Mercenaries sent by Anatolian satraps to resist Philip II (Perinthus; 340 BCE): (Demosth.) or. 11, 5; Diod. XVI 70; Paus. I 29, 10. 33. Memnon’s 5.000 mercenaries (Cyzicus; 337? BCE): Diod. XVII 7; Polyain. V 44, 5. 34. Memnon’s mercenaries (Pitane; 337? BCE): Diod. XVII 7. 35. 20.000 Greek mercenaries (Granicus; 334 BCE): Arr. an. I 13–16; Diod. XVII 19– 20; Plut. Alexander 16. 36. Mercenary garrison (Ephesus; 334 BCE): Arr. an. I 17, 9. 37. Greek mercenary defenders (Miletus; 334 BCE): Arr. an. I 18–20; Diod. XVII 22. 38. Mercenaries gathered by Memnon (Anatolia; 334/3 BCE): Diod. XVII 29. 39. A number well in excess of 2.000 mercenaries defending Halicarnassus (Halicarnassus; 334/3 BCE): Diod. XVII 23–27; Arr. an. I 20–23. 40. Mercenary garrison (Hyparna; 334 BCE): Arr. an. I 24, 4. 41. Mercenary garrison (Syllium; 334 BCE): Arr. an. I 26, 5. 42. 100 Greek mercenaries (Celaenae; 334 BCE): Arr. an. I 29, 3; Curt. III 1, 1–8. 43. Mercenaries sent by Pharnabazus to Darius (Aegean, Anatolia; 333 BCE): Arr. an. II 2, 1; Curt. III 3, 1.

Mercenaries in the Greek World

249

44. 30.000 Greek mercenaries at Issus (Issus; 333 BCE): Arr. an. II 8–11; Curt. III 8, 1–11; 27; Diod. XVII 33–34. 45. Greek mercenaries with Darius after Issus (Levant, Mesopotamia; 333–331 BCE): Arr. an. II 13, 1; Curt. IV 1, 3. 46. 4.000 Greek mercenaries with Amyntas, etc. (Egypt; 333/2 BCE): Arr. an. II 13; Curt. IV 1, 27–28; Diod. XVII 48. 47. 3.000 Greek mercenaries (Chios; 333–332 BCE): Curt. IV 5, 18; Arr. an. II 13, 4–5. 48. Arab mercenaries (Gaza; 332 BCE): Arr. an. II 25; Curt. IV 6, 15–30. 49. 2.000 Greek mercenaries with Mazaeus (Thapsacus; 331 BCE): Arr. an. III 7, 1. 50. Greek mercenaries at Gaugamela (Gaugamela; 331 BCE): Arr. an. III 11, 7; Curt. IV 13, 36. 51. Darius’ 1.500 to 4.000 (numbers vary) Greek mercenaries after Gaugamela: Arr. an. III 16, 2; 23, 9; 24, 5; Curt. V 8, 3; 9, 14–16; 10, 7; 11, 1–12, 7; 18; VI 5, 6–10. B Plain references: not in specific episodes (Greco-Roman sources) Persian use of Greek mercenaries: Plat. leg. 697e; Xen. Kyr. VIII 8, 26; Isokr. or. 4, 135; 5, 126; 8, 47. 2. Relative value of friends and mercenaries: Xen. Kyr. VIII 2, 19. 3. Generic comments on garrisons: Xen. Kyr. VIII 6, 1–3; 9; 16; 20; Xen. oik 4, 5–11. 4. Mercenary garrison in Babylon: Xen. Kyr. VII 5, 69–70. 5. Persian commoners as misthophoroi: Xen. Kyr. II 1, 2–18. 6. Chaldaean mercenaries: Xen. Kyr III 2, 7; 25–27; VII 2, 3–4 (see also A10). 7. Egyptian mercenaries: Xen. Kyr. VI 2, 9; VII 1, 41–45. 8. Mercenaries of Persians in Memphis White Fort: Hdt. III 91. 9. Persian use of Hydracae as mercenaries: Megasthenes FGrH 715 F 20. 10. King’s wish to hire Greek mercenaries: Diod. XV 38. 11. King’s possible use of Greek mercenaries: Demosth. or. 14, 31. 12. Greek mercenaries and royal doruphoroi/peltasts: Herakl. Pont. FGrH 689 F 2. 13. Cardaces: ‘not a distinct race, but barbarians serving as soldiers for pay (misthos)’: Ael. Dion. s. v. Kardakes (ap. Eust. comm. ad Hom Il II 869); see also, more distantly, Hesych. s. v. Kardakes). Other references: Nep. Datames 8 (370s BCE); Arr. an. II 8, 6 (333 BCE); Pol. V 79, 11; 82, 11 (217 BCE); Segre 1938, 150 (181 BCE); Phot. s. v. Kardakes (= Eust. comm ad Hom Il. II 869); Strab. XV 3, 19 (C 734); Plut. mor 1095d (no date).

1.

250

christopher tuplin

C Plain references (non-Greco-Roman sources) 1.

2. 3. 4.

Soldiers of various ethnicities, Judaean, Aramaean, Chorasmian, Caspian, Bactrian, and unit-commanders with Babylonian or Iranian names in Syene-Elephantine (6th–5th centuries BCE): Many direct and indirect attestations in Aramaic texts: TADAE I–IV (passim). Syene-based Aramaean serving in Hermopolis (c. 500 BCE): TADAE A2.3. Elephantine-based Judaean serving in Migdol (475–450 BCE): TADAE A3.3. Similar phenomena in Memphis-Saqqara documents: TADAE B8.6:8 (degel); C3.26 (prs payment); C3.5; Segal 1983, nrs. 17; 24; 31; 46; 65b; 76 (ḥyl); TADAE C4.3 (name-list); Smith/Martin 2009, nr. 18 (payment list mentioning Arabs, men-of-the-fortress, Nubians, men-of-Aswan, Medes).

Section II: Additional items D Inferred references: specific episodes (Greco-Roman sources) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

Harpagus’ Ionians and Aeolians (Anatolia; 540s BCE): Hdt. I 171. Megabyzus’ Greek infantry (Levant; 440s BCE): Ktesias FGrH 688 F 14 (40). Artyphius’ Greek soldiers (Levant?; not before 423 BCE): Ktesias FGrH 688 F 15 (52). Pissuthnes’ Greek soldiers (under Lycon of Athens) (Anatolia; 420s or 410s BCE): Ktesias FGrH 688 F 15 (53). Greek force (Hellēnikon) of Tissaphernes (Western Anatolia; 397 BCE): Xen. hell. III 2, 15. Greek force (Hellēnikon) of Pharnabazus (Western Anatolia; 397 BCE): Xen. hell. III 2, 15. Tissaphernes’ 300 Milesian and Arcadian logades (Western Anatolia; 395 BCE): Polyain. VII 16, 1. Pharnabazus’ Mysian camp-guards (Northwestern Anatolia; 395/4 BCE): Xen. hell. IV 1, 20–21. Greek garrison and Carians (under Leonymus) (Caunus; 397 BCE): Hell. Oxyrh. 23, 5 (Chambers). Orontes’ 10.000 Greek hoplites (Cyme; 360s? BCE): Polyain. VII 14, 3. Autophradates’ Pisidians and Aspendians (Anatolia; 360s BCE): Nep. Datames 8. Aspis’ Pisidians: Nep. Datames 4. 1.000 Argive, 3.000 Boeotian, and 6.000 Asiatic coastal Greeks contingents in Artaxerxes’ army (Egypt; 343 BCE): Diod. XVI 44. Aristomedes with king’s generals against Philip (Perinthus?; 340 BCE): Anaximen. FGrH 72 F 17 = Theop. FGrH 115 F 222.

Mercenaries in the Greek World

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15. Clearchus of Heraclea’s service with Mithridates (Northwestern Anatolia; 360s BCE): Iust. XVI 4, 1–10; Suda s. v. Klearkhos. 16. Struthas’ 5.000 ‘hoplites’ (Western Anatolia; c. 392 BCE): Diod. XIV 99. 17. Autophradates’ ‘hoplites’ (Pisidia; 360s? BCE): Polyain. VII 27, 1. 18. Autophradates’ ‘hoplites’ (Ephesus; 360s? BCE): Polyain. VII 27, 2. 19. Iphicrates’ soldiers (Iphikrateioi) (Levant; pre-373 BCE): Polyain. III 9, 63. 20. Iphicrates’ treacherous sub-commanders (Ace; pre-373 BCE): Polyain. III 9, 56. 21. Philiscus’ stratiōtai (Abydus; 375 BCE): Burnett/Edmonson 1961.66 22. Orontes’ soldiers and cavalry (Mt. Tmolus; 360s? BCE): Polyain. VII 14, 2. 23. Memnon’s soldiers at Lampsacus: (Aristot.) oec. 1351b1–19. 24. Memnon’s soldiers (Methymna; 340s or 333 BCE): Polyain. V 44, 3. 25. Memnon’s 4.000 soldiers (Magnesia; 337/6 BCE): Polyain. V 44, 4. 26. Chares’ 2.000-man ‘Persian garrison’ (Mytilene; 333/2 BCE): Curt. IV 5, 22. 27. Alexander, garrison-commander (Aeolis; 399 or 393/2 BCE): Polyain. VI 10. 28. Mandrocles, Datames’ subordinate (Levant; late 370s BCE): Nep. Datames 5. 29. Cyprothemis, Tigranes’ subordinate and garrison-commander in Samos: Demosth. or. 15, 9–10. 30. Athenodorus as king’s general fights Phocion (Atarneus; 361/0 or 342/1 BCE): Polyain. V 21. 31. Athenodorus fights Charidemus presumably in Artabazus’ interest (Ilium; c. 360 BCE): Ain. Takt. 24, 10 (see perhaps Tod, GHI 149). 32. Athenodorus imprisoned in Sardis in 334 BCE, perhaps captured as mercenary serving Persians: Ail. var I 25; Plut. Phokion 18. 33. Pammenes’ infantry (peltasts) in Artabazus’ service (Anatolia; later 350s BCE): Diod. XVI 34; Polyain. V 16, 2; Frontin. strat. II 3, 3; Polyain. VII 33, 2. 34. Garrison under Lycomedes (Mytilene; 333 BCE): Arr. an. II 1, 5. E Inferred references: not specific episodes (Greco-Roman sources) 1. 2. 3. 4.

66

Scythian/Saca troops: various contexts including ship-board service: Hdt. VI 113; VII 184; VIII 113; IX 31; Arr. an. III 8, 3. Greek-inscribed sling-bullets from rural Lydia, Miletus, and Dascylium: Foss 1975; Weiss 1997; Brelaz 2007. Memnon’s troops: (Aristot.) oec. 1351b1–19. Greek graffiti in Egypt: see note under F4.

Their involvement in the Chabrias monument is at best a rather distant precedent for the erection of dedications by Hellenistic mercenaries/professional soldiers.

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christopher tuplin

F Inferred references: non-Greco-Roman sources 1. 2. 3. 4.

Payava: Pamphylian? cavalry-commander, perhaps subordinate to Artembara (Lycia; 360s BCE): TAM I 40a. See, for example, Keen 1998, 59; Schürr 2012, 32. Armapiya: Lycian? troop-commander, subordinate to Arshama (Egypt; later 5th century BCE): TADAE A6.8; Tuplin 2020c: 132–133. Naqman: Semitic degel-commander (Sheikh Fadl): TADAE D22.7 = D23.1 XVIB.1. Trkmnh: Pisidian ‘commander’ (rbh) (Abydus; 500–450 BCE): TADAE D22.25– 27.67 G Speculative or (sometimes very) dubious cases: Greco-Roman sources

1. 2.

Cyrean soldiers inherited by Tissaphernes (Anatolia; 400–395 BCE): Iust. VI 1, 3. Unspecified (infantry) troops of Pharnabazus or Tissaphernes (Anatolia; various dates): Abydus (Xen. hell. I 1, 6), Chalcedon (Xen. hell. I 3, 7); Ephesus (Xen. hell I 2, 6), Caria (Xen. hell III 4, 12–21), Sardis (Xen. hell. III 4, 22–24; Diod. XIV 80; Hell. Oxyrh. 14 [Chambers]). 3. Soldiers of rebels Glos and Tachos, including at newly-founded Leucae (Leucae; 380s BCE): Diod. XV 9–18. 4. Soldiers affected by Mausolus’ ‘gate drachm’ (diapulios drakhmē) (370s–350s BCE): (Aristot.) oec. 1348a25–29. 5. Egyptian infantry (Cunaxa; 401 BCE): Xen. an I 8, 9. 6. Carians or Caunians (Cunaxa; 401 BCE): Ktesias FGrH 688 F 20 (Plut. Artaxerxes 11, 9; 12, 5); Ktesias FGrH 688 F 26 (Plut. Artaxerxes 14, 2–7) (see perhaps H5). 7. Volunteer soldiers from Cilicia and Syria (Cyprus; 340s BCE): Diod. XVI 42. 8. Hyrcanian, Median, and Bactrian cavalry (Granicus; 334 BCE): Diod. XVII 19. 9. Arcadians of a quite uncertain employer (Lycia; late 5th century BCE): Rhodes/ Osborne, GHI 193. 10. Soldiers (perhaps ex-Persian?) hired by Methymna: Thuk. VIII 103, 3. 11. Ariarathes’ mercenaries (retained since Achaemenid times?) (Cappadocia; 322 BCE): Diod. XVIII 16, 2. (Cappadocia’s comparative isolation favours this. By contrast, pre-330 BCE Persian connections for people at Taenarum in 323–322 BCE are much more hypothetical.) 12. Phanes (Hdt. III 4–11: 525 BCE); Phalinus (Xen. an. II 1, 7–18: 401 BCE).

67

This and other Aramaic graffiti in the Seti temple might reflect military/mercenary visit(s) during 526–404 BCE. Graffiti in Phoenician, Cypriote, Greek, and Carian either lack military hints or date pre-526 or 404–343 BCE and reflect mercenaries employed by Egyptian pharaohs. So do comparable graffiti from other locations.

Mercenaries in the Greek World

253

13. Menelaus, benefactor of Ilium (agent of Artabazus against Charidemus?) (Troad; early 350s? BCE): Tod, GHI 148. 14. Tyrian stratopedon: Hdt. II 112. 15. Milesian exiles at Blaunda: Diod. XIII 104, 3. 16. Carian leukaspides: Xen. hell. III 2, 15. 17. Garrison in Daphnae (nature unstated): Hdt. II 30. 18. Ptolemaic phulakē-sites. Only the South Watch-station of Memphis is attested earlier (P.Ryl.Dem. 9, V 15; 18; VI 7: early Saite). Who manned this or other places in the Persian era is unknown. 19. Clazomenae-employed mercenaries: (Aristot.) oec 1318b24–33. H Speculative or (sometimes very) dubious cases: non-Greco-Roman sources 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

High rank non-Persians at Dascylium: Elnap (Gibson 1975, nr. 37; DS 76); Adda (Altheim-Stiehl et al. 1983); Padi (Altheim-Stiehl/Cremer 1985). Tel el-Maskutah Arabs: TADAE D15.1–4. Hyrcanians in Egypt: TADAE B8.3; Smith/Martin 2009, nr. 17. Carians in Egypt: Segal 1983, nr. 26 (see H5); warship-image (Masson/Yoyotte 1956, 20–27 (MY F); Labudek 2010, 408–409 (Stele E2); cock-crest ostracon: Lloyd 1978. Ionians in Egypt (Memphis-Saqqara): Segal 1983, nr. 26. Someone, neither Ionian nor Carian, is guarding gates. Judaean? camp: Lloyd 1975–1993, on Hdt. II 112 (Memphis). Syrian? camp: toponym Kerasoros (Hdt. II 15; 17; 97); other ‘Syrian’ toponyms: Yoyotte 1962, 83–89; CG 30641; P.Berl.Spieg. 3116 descr. (= Erichsen 1952); BM 10425 = Spiegelberg 1918, 115; Louvre C119 = Spiegelberg 1929, 107–112. Babylonian substitute-soldier texts: Tuplin forthcoming (a). (a) Lutz 1928 (421 BCE): Gadal-Iama serves as cavalrymen in lieu of a joint-fiefholder, Rimut-Ninurta. (b) Dar. 154 (517 BCE): Perhaps, but not certainly, Marduk-naṣir-apli hires Kusuraia to serve for him in a chariot contingent. (c) UET 4 109 (397/6 or 351/0 BCE): Nidinti-Sîn goes to an andēsu (military assembly) for the fief-holder Kusuraia. (d) OECT 10 405 (date?); BM 42384 (undated); BM 43429 (undated): ‘Archer of PN’ in contexts where it might designate someone serving on behalf of an individual or group. (e) BM 22072 (484 BCE): Substitution of a member of temple personnel in an urašu-troop going to Opis. An exceptional case of urašu with military connotations.

254

9.

10. 11.

12. 13. 14.

christopher tuplin

(f) Camb. 13 (530 BCE): Money and travel provisions for a named King’s Man, perhaps in a military context. (g) BM 65426 (482/1 BCE): An ilku payment (delayed since 494/3 BCE) associated with service by King’s Men for the ‘bow of scribes of …’. (h) NCBT 958 and other texts (552/1–537/6 BCE): A man and his son regularly operate as King’s Man for Itti-šamaš-balatu and his sons (see Jursa 2010, 651). (i) PBS 2/1 114 (418 BCE): Payment and supplies for three King’s Men for a specific madaktu (royal campaign). Saka in Babylonia (a) ships (Dandamayev 1982: Cambyses’ reign). (b) The town named ‘House/Estate of the Saka’ (URU E LUSak6-ka) in Bit Dakkuri: Joannès/Lemaire 1996, nr. 4.68 Greeks? in Babylonia in BM 32891: Rollinger/Henkelman 2009, 343–344. Carians in Babylonia (a) Carian villages: Diod. XIX 12. (b) Bananešu or Alu-ša-Bannešayi (Nippur): Carians in Nippur region: URU Bannešu: CBS 10059 (Stolper 1999: 11.8.465 BCE). Carian (Ban(a)nešaja) hadru: BE 10 126. URU Ban(a)nešu: BE 9 28; 50; 101; BE 10, 93; PBS 2/1 42; 126; 196; 204. Al(u-ša)-Bannešayi: OECT 10 402–406. Zadok 1978 judged this a vital regional nodal point. (c) Egypto-Carians (Borsippa): Waerzeggers 2006. Judaeans (Borsippa): VS 6 128 (San Nicolò/Ungnad 1935, nr. 717). Greek? soldiers/mercenaries in Persepolis: Rollinger/Henkelman 2009, 338; 344: groups receiving unusual food-stuffs. Soldiers in Bactria. Attested (ADAB A2; ADAB A4) or fairly hypothetically present (for example in C1; C5; D1–18; but see Henkelman/Folmer 2016), but with no strong mercenary allure. I Other elusive items

1. 2.

68

Numerous texts speaking of ‘Persian garrisons’ or places ‘garrisoned by Persians’ or referring non-specifically to garrisons acting in Persian interest. Speculative association of passages in fourth century BCE comedy with (former) mercenaries in the east: Antiphanes PCG II fr. 200; Hipparchus PCG V fr. 1; Ephippus PCG V fr. 5; 19.

A region with soldiers (CT 22, 74 = Hackl et al. 2014, nr. 61). Some property there was part of the Crown Prince Estate. A ‘bowland of the Saka’ (BM 85223: Zadok 2002), part of royal property (nakkanda šarri), might conceivably be related.

Mercenaries in the Greek World

3.

255

Non-verbal evidence: Pictures of soldiers who might be mercenaries; coins as proxies for mercenary soldiers (Polyain. VII 21, 1 explicitly links coining and mercenary payment); archaeologically attested fortress sites that might have had mercenary garrisons, etc.

Söldner, Siedler und Soldaten? Zum Status von und Umgang mit multiethnischen Streitkräften im Achaimenidenreich hilmar klinkott

I. Was ist ein Söldner? „I think we can come to a basic definition of mercenaries in the ancient world: They were paid. They fought without a political imperative. They were typically foreigners and usually had no personal interests in the conflict.“1

Mit diesen Worten definiert S. English in seinem aktuellen Buch von 2012 allgemein die Söldner in der Antike. Folgt man diesen Kriterien, dann bestand fast das gesamte königliche Heer im Achaimenidenreich aus Söldnern: Sie erhielten Sold, sie hatten keine tiefergehenden politischen Ambitionen und sie waren meist nicht Perser, sondern kamen aus den verschiedensten Regionen des Vielvölkerreiches, waren also aus streng persischer Perspektive „Fremde“ ohne eigene Interessen an den Konflikten der reichsübergreifenden königlichen Belange.2 Entsprechend schwierig wird die Verwendung der Söldnerbezeichnung beim Griechenlandfeldzug des Xerxes, etwa für die Saken auf der persischen Flotte.3 Sie werden in Hdt. VII 184 nicht als misthophoroi genannt, sondern gehörten gemeinsam mit Persern und Medern auf den Schiffen zu besonderen Einheiten im Reichsaufgebot des Königs. Ähnlich verhält es sich mit den östlichen Truppenteilen, die nach der Heeresrevision vor der Schlacht von Plataiai von

1 2

3

English 2012, X. Für die Griechen im Heer des Dareios III. hat Rop 2019, 25–26 darauf hingewiesen, dass für sie die lokalpolitischen, innergriechischen Verhältnisse im Widerstand gegen die makedonische Hegemonie durchaus eine Rolle gespielt haben. Ob derartige Einstellungen auch für die Kontingente anderer Völkerschaften anzunehmen sind, bleibt aber fraglich. So für die Saken English 2012, 40.

258

hilmar klinkott

Mardonios wieder nach Asien zurückgeschickt wurden.4 Auch hier spricht Hdt. VIII 113–115 eindeutig nicht von Söldnern. Vielmehr stellte sich Mardonios aus dem Truppenverband, den Xerxes als Reichsaufgebot nach Griechenland geführt hatte, sein eigenes Heer zusammen. Mit ihm sollte er nach der Niederlage von Salamis weiter in Griechenland operieren, während der Großkönig mit den übrigen Einheiten nach Asien zurückkehrte. Eine terminologisch genaue Differenzierung ist hierbei keineswegs unerheblich: Abgesehen von der Tatsache, dass die spezifische Zusammensetzung, Struktur und Rekrutierung des großköniglichen Reichsheeres Berücksichtigung finden müssen, sind die Aspekte zu hinterfragen, ob auch östliche Völkerschaften aus dem achaimenidischen Reichsgebiet als „Söldner“ im Heer des Großkönigs dienten, und ob der Großkönig darauf angewiesen war, neben seinen regulären Verbänden in großem Stil auf Söldnertruppen zurückzugreifen. Es stellen sich hiermit drei grundlegende Fragen: Wie sind Söldner in klassischer Zeit für das Achaimenidenreich präzise zu definieren? Sind sie terminologisch überhaupt klar zu fassen oder ist die Begriffsverwendung einer subjektiven, negativen Wertung geschuldet? Und: Gab es überhaupt Söldner im Achaimenidenreich? Eine ausführliche rechtliche Definition für zeitgenössische Söldner findet sich in Art. 47 der Genfer Konventionen von 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte. Nach diesem Artikel gilt als Söldner: „a) wer im Inland oder Ausland zu dem besonderen Zweck angeworben ist, in einem bewaffneten Konflikt zu kämpfen, b) wer tatsächlich unmittelbar an Feindseligkeiten teilnimmt, c) wer an Feindseligkeiten vor allem aus Streben nach persönlichem Gewinn teilnimmt und wer von oder im Namen einer am Konflikt beteiligten Partei tatsächlich die Zusage einer materiellen Vergütung erhalten hat, die wesentlich höher ist als die den Kombattanten der Streitkräfte dieser Partei in vergleichbarem Rang und mit ähnlichen Aufgaben zugesagte oder gezahlte Vergütung, d) wer weder Staatsangehöriger einer am Konflikt beteiligten Partei ist noch in einem von einer am Konflikt beteiligten Partei kontrollierten Gebiet ansässig ist, e) wer nicht Angehöriger der Streitkräfte einer am Konflikt beteiligten Partei ist und f) wer nicht von einem nicht am Konflikt beteiligten Staat in amtlichem Auftrag als Angehöriger seiner Streitkräfte entsandt worden ist.“5

4 5

Zur Bezeichnung als Söldner English 2012, 40: „dismissed some of his lesser-quality central Asian mercenaries“. S. https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19770112/index.html#a47, zuletzt abgerufen am 24.01.2020.

Söldner, Siedler und Soldaten?

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M. Trundles Definition für das Söldnerwesen der Antike schließt sich diesen Kriterien der Genfer Konvention grundsätzlich an. Als zentrale Definitionskriterien benennt er für Söldner, dass sie bezahlt bzw. entlohnt wurden, dass sie nicht Bürger oder Einwohner der politischen Institution waren, in deren Dienst sie standen, und dass sie keine („moralische“) Bindung an ihren Dienst besaßen.6 Für die Untersuchung eines persischen Söldnerwesens sind v. a. die Punkte a), d) und e) der Genfer Konvention von besonderer Bedeutung, da sie möglicherweise die entscheidenden Faktoren bieten, im Achaimenidenreich Söldner und Soldaten voneinander zu unterscheiden. Punkt a) beinhaltet die Zielsetzung, dass Söldner für einen konkreten bewaffneten Konflikt angeworben und dort auch eingesetzt werden. Damit wäre fraglich, ob auch Truppen als Söldner zu bezeichnen sind, die als besondere Einheiten dem Reichsheer angegliedert und außerhalb konkreter kämpferischer Auseinandersetzungen zur Sicherung im Gebiet des Achaimenidenreiches unterhalten und stationiert waren.7 Ähnlich verhält es sich mit Punkt d): Wenn man als Söldner definiert, „wer weder Staatsangehöriger einer am Konflikt beteiligten Partei ist noch in einem von einer am Konflikt beteiligten Partei kontrollierten Gebiet ansässig ist“, dann wären alle diejenigen auszuklammern, die im Gebiet des Achaimenidenreiches – oder in von diesem abhängigen Gebieten – sesshaft waren.8 Demnach gäbe es also z. B. keine babylonischen, syrischen, hyrkanischen oder griechischen Söldner in persischen Diensten, denn sie alle stammten aus Teilregionen des Achaimenidenreiches. Die Rolle Griechenlands hängt dabei wesentlich vom Verständnis seiner politischen Zuordnung ab. Indizien scheinen darauf hinzuweisen, dass aus achaimenidischer Sicht Griechenland als Teil des großköniglichen Herrschaftsraums verstanden wurde.9 Und nicht zuletzt scheint Punkt e) besonders bedenkenswert: Söldner sind nicht Angehörige der Streitkräfte der Konfliktparteien. Mit anderen Worten: Laut dieser Definition können die Einheiten nicht als Söldner bezeichnet werden, die dauerhaft dem Bestand des persischen Reichsheeres oder ähnlich offizieller Einheiten zugeordnet sind. Möglicherweise besaßen die griechischen wie auch anderen sogenannten Söldnereinheiten im Achaimenidenreich einen Status, der vielmehr dem der Fremdenlegion entsprach. Häufig mit Söldnern verglichen, unterscheiden sich die französischen Fremdenlegionäre jedoch definitorisch in entscheidenden Punkten: „Die Légion étrangère (…), deutsch Fremdenlegion, ist ein Großverband, heute Spezialeinheit des französischen Heers, in dem Freiwillige aus über 150 Nationen als Zeitsoldaten dienen. Die Fremdenlegionäre sind in ihrem Mannschaftskern aus dem nichtfranzösi-

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Trundle 2004, 21–24; Rop 2019, 19. S. ebenso kritisch Rop 2019, 22. So auch Trundle 2004, 21–24. S. Waters 2016, 93–102; Hyland 2018, 7–10. Rop 2019, 22 bezeichnet die griechischen Verbündeten des Großkönigs daher als „Greek clients“.

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schen Ausland angeworben. Im Sinne des Völkerrechts gelten sie als reguläre Soldaten der französischen Armee.“10

Bereits hier werden die Schwierigkeiten in der Definition sichtbar: Fremdenlegionäre sind neben französischen Rekruten v. a. im nichtfranzösischen Ausland angeworbene Söldner, die aber im Sinn des Völkerrechts nicht als solche gelten, sondern reguläre Soldaten der französischen Armee sind. Liest man die eigene Internetpräsentation der Légion étrangère, drängen sich zwangsläufig gewisse Assoziationen zum Achaimenidenreich auf: „Le contrat initial de cinq ans comprend une période probatoire de six mois, renouvelable une fois. La carrière se poursuit par contrats successifs. Pour postuler à l’engagement, il faut avoir 17 ans et demi au moins, 40 ans au plus et être physiquement apte au service en tous lieux. C’est un contrat de confiance qui engage les deux partis. Cinq ans pour le premier contrat. Cinq années au service exclusif de la France, avec honneur et fidélité, baignées dans le culte de la mission. D’un côté l’acceptation non négociable du système dans sa totalité. De l’autre, le commandement de la Légion étrangère offre la possibilité d’une autre vie, plus haute. Elle offre une famille „Legio patria nostra“, une estime réciproque, des valeurs intangibles: une véritable égalité des chances basée sur une culture du mérite, un système d’entraide et de solidarité, une fraternité puissante née dans les moments difficiles. La Légion étrangère offre l’intégration par l’effort, dans la société française. Sur le plan administratif, le recrutement à titre étranger impose certaines règles de vie au légionnaire, tant que l’identité de celui-ci n’a pas été confirmée par la production d’actes d’état civil certifiés. (…)“11 „La Légion étrangère est uniquement composée de régiments de mêlée (infanterie et cavalerie) et d’appui direct (génie combat). Le légionnaire s’engage au titre de la Légion étrangère et non au titre d’un régiment ou d’une spécialité. À l’issue de leur instruction initiale d’une durée de quatre mois, les légionnaires sont affectés dans un régiment des Forces, en fonction des besoins. Chacun doit donc être capable de tenir un poste de combattant, une particularité qui constitue l’essence même de l’Institution. Composée d’étrangers Tout militaire à titre étranger sert sous contrat, quel que soit son grade. Cette disposition vaut pour toutes les catégories de grade: officiers, sous-officiers ou militaires du rang.

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S. https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A9gion_%C3%A9trang%C3%A8re, zuletzt abgerufen am 23.01.2020. S. https://www.legion-etrangere.com/mdl/page.php?id=607&titre=Le-Legionnaire, zuletzt abgerufen am 24.01.2020.

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Sous commandement français La Légion étrangère est commandée par des officiers français, issus des filières de recrutement des officiers de l’armée de Terre. Exceptionnellement, à hauteur de 10 %, la Légion recrute des officiers servant à titre étranger (anciens légionnaires et sous-officiers). Le général commandant la Légion étrangère et les officiers affectés dans les régiments sont les garants de la fidélité du légionnaire à la France. (…) 90 % d’étrangers au service de la France: La Légion étrangère est une exception humaine (…) un système d’homme (…) Plus de 34 % d’occidentaux, presque 28 % de slaves, environ 12 % viennent du continent africain, 13 % d’asiatiques, 13 % viennent d’Amérique latine. 90 % des légionnaires sont étrangers. Les francophones, essentiellement des Français, représentent 11 % du recrutement. La présence d’un minimum de francophones dans la troupe participe à l’enseignement du français, indispensable pour comprendre les ordres. En 2019, la Légion recrutera environ 1100 légionnaires.“12

Demnach sind aus französischer Sicht wie auch nach der Definition des Völkerrechts die Fremdenlegionäre eindeutig keine Söldner, auch wenn ihre Zusammensetzung und Anwerbung zentrale Aspekte des Söldnertums beinhalten. Bei fremden Einheiten muss es sich also nicht zwangsläufig um Söldner handeln, v. a. nicht, wenn sie den regulären Truppen beigeordnet bzw. in den Heeresverband eingegliedert sind und erst recht nicht in Vielvölkerheeren wie dem des achaimenidischen Perserreiches. In diesem Zusammenhang ist bezeichnend, wie A. Fuchs das Verständnis der Assyrer, die als Vorläufer der Achaimeniden ein orientalisches Großreich errichtet hatten, skizziert: „Die dem zugrunde liegende offizielle Ideologie war ebenso unverschämt wie einfach. Ihr zufolge verliehen die Götter zusammen mit dem assyrischen Königtum auch die Herrschaft über die Welt. Der König mußte die Weltherrschaft also nicht erst erringen, er besaß sie bereits. Und da ihm die Welt schließlich gehörte, mussten deren Bewohner ihm folglich Dienste leisten und Tribut bezahlen. Der König eroberte nicht fremde Länder, denn ein Ausland gab es dieser Sichtweise zufolge nicht, er setzte vielmehr nur sein gutes Recht dort durch, wo ihn böse Menschen an dessen Wahrnehmung hinderten. Obgleich die Assyrer jahrhundertelang zu Felde zogen, haben sie deshalb ihrer Ansicht nach keinen einzigen Angriffskrieg geführt, sondern stets nur Rebellen bekämpft.“13

Möglicherweise ist es diesem Verständnis geschuldet, dass D. Nadali die „foreign soldiers“ im assyrischen Heer alle als „auxiliary soldiers“ – also als Hilfstruppen – klas12 13

S. https://www.legion-etrangere.com/mdl/page.php?id=81&titre=Statut-du-legionnaire, zuletzt abgerufen am 24.01.2020. Fuchs 2005, 38.

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sifiziert, nicht aber als Söldner.14 Es ist daher durchaus berechtigt zu fragen, ob es im Achaimenidenreich überhaupt Söldnertruppen gab und auf welcher Grundlage oder durch welchen Standpunkt sie als solche zu definieren sind. II. Gab es Söldner im Achaimenidenreich? Söldner sind zweifellos ein Phänomen, das seit der griechischen Archaik, mit der Stasis der älteren Tyrannis verbunden, die gesamte griechische Geschichte charakterisiert.15 Für das Achaimenidenreich sind wir, wie C. Tuplin ausführlich gezeigt hat, v. a. über griechische „Söldner“ im Dienst des Großkönigs gut informiert.16 Und es sind fast ausschließlich griechische Quellen, wie die berühmte Anabasis Xenophons, die detaillierteren Einblick in die verschiedenen Kontingente, ihre Zusammensetzung und ihre Einsatzgebiete geben, wobei auch hier kaum zufällig Xenophons Schriften, v. a. die Hellenika, zu den wichtigsten Texten gehören.17 Oder um es provokanter zu formulieren: Wir wissen von griechischen Söldnern im Achaimenidenreich nur, weil griechische Quellen sie als solche bezeichnen.18 J. Rop konstatiert daher zurecht: „Characterizing their activity (d. h.: Griechen im Dienst der Ägypter oder Perser; Anm. d. Verf.) as mercenary is anachronistic, inaccurate, and, most importantly, obscures some of the strongest evidences of foreign political influences in Greece throughout the fourth century.“19

Mit Blick auf die Definition der Fremdenlegion bleibt jedoch zu fragen, ob hier die griechische Perspektive auch das persische Verständnis treffend wiedergibt. Gewisse Zweifel daran treten in der sogenannten Asidates-Episode am Ende von Xenophons Anabasis auf. Als Xenophon in Pergamon bei Gongylos, einem Eretrier, der sich mittlerweile in Mysien niedergelassen hatte, zu Gast war, überfiel er mit einem Teil seiner Söldnertruppe den Perser Asidates in dessen benachbartem Turmgehöft.20 Dieser benachrichtigte mit Feuersignalen einen gewissen Itamenes, der mit τὴν ἑαυτοῦ δύναμιν – mit seiner eigenen Streitmacht – zu Hilfe kam.21 Zu ihr gehörten 80 assy-

14 15 16 17 18 19 20 21

Nadali 2005, 222–231. S. im Überblick Bettalli 2013; Trundle 2004; Marinovič 1988. S. den Beitrag von C. Tuplin in diesem Band. S. auch Tuplin 2016, 23; Tuplin 2021, 1183–1195; bes. 1192–1193; Marinovič 1988, 106–134; Bettalli 2013, 261–302; Rop 2019. Zur Überlieferung der griechischen Truppen im Dienst des Großkönigs s. ausführlich Rop 2019. S. hierzu die ausführliche Zusammenstellung der Belege im Beitrag von C. Tuplin in diesem Band. Zum Söldnerbegriff im europäischen Diskurs s. Manning 2021, 175. Grundlegend zu den griechischen Söldnern s. Rop 2019. Rop 2019, 19. Xen. an. VII 8, 8–14. Xen. an. VII 8, 15.

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rische „Hopliten“ (ὁπλῖται Ἀσσύριοι) und hyrkanische Reiter (Ὑρκάνιοι ἱππεῖς) aus Komana, von denen Xenophon sagt, dass diese königliche Söldner (οὗτοι βασιλέως μισθοφόροι) seien. Außerdem gab es noch 800 Peltasten, teils aus Parthenion, teils aus Apollonia, teils aus benachbarten Orten, sowie Reiter.22 Die Streitmacht des Itamenes, die von Xenophon in seltsamer Weise als seine eigene (ἑαυτοῦ) bezeichnet wird, war offensichtlich aus unterschiedlichen Einheiten zusammengesetzt, die wohl für diesen Einsatz aus ihren verschiedenen Standorten zusammengezogen worden waren. Aus Komana kamen assyrische Schwerbewaffnete23 und hyrkanische Reiter, die als königliche Söldner (βασιλέως μισθοφόροι) klassifiziert sind. Im Gegensatz zu ihnen scheinen die anderen Peltasten und Reiter aus Einheimischen der benachbarten Orte oder aus regulären Einheiten der Satrapie zu bestehen. Bei den königlichen misthophoroi handelt es sich nach Xenophon jedoch offensichtlich um Truppen im Dienst des Großkönigs, wie es auch für griechische „Söldnereinheiten“ gut bekannt ist.24 Doch Assyrer und Hyrkaner waren Angehörige des Achaimenidenreiches und als solche dem Satrapen sowie dem Großkönig ohnehin zur Heeresfolge verpflichtet.25 S. English sieht allerdings als einen Grundfaktor für die Definition antiker Söldner, dass sie „typically foreigners“ waren.26 Wenn sie sich quasi als Berufssoldaten gegen Bezahlung verdingten, dann standen sie in diesem Fall im Dienst des Großkönigs, waren Teil seines stehenden Reichsheeres und erhielten von diesem einen regulären Sold. Hierfür spricht unter anderem, dass in der Schlacht am Granikos 334 v. Chr. neben Medern, Baktrern und möglicherweise den persischen Reitern des Rheomitres ein gewisser Spithrobates, der Satrap von Ionien, die hyrkanischen Reiter befehligte.27 Sie kamen wohl von der „Hyrkanischen Ebene“ in Lydien,28 im mittleren Hermostal, zu der Strabon bemerkt: „Dann kommt die Hyrkanische Ebene, wie die Perser sie nannten und die sie (d. h. die Hyrkaner) als Ansiedler dorthin gebracht hatten.“29 Eine Bezeichnung als „Söldner“ wäre für sie wie auch für die Meder wohl recht unzutreffend, zumal mit ihr eine negative Konnotation verbunden ist. Vermutlich ist hier M. Trundle Recht zu geben, wenn er betont: „Misthophorus refers to any man who drew regular pay, not

22 23 24 25 26 27 28 29

Xen. an. VII 8, 15. Zu der Frage, was genau unter „assyrischen Hopliten“ gemeint ist, s. Tuplin 2016, 24. S. etwa bei Konon im Dienst Artaxerxes’ II.: Seibt 1977, 70–76; bei der Bekämpfung des Datames durch Artaxerxes II.: Seibt 1977, 86; bei der Rückeroberung Ägyptens unter Artaxerxes III.: Seibt 1977, 95–99; Rop 2019, 24–25. S. Hyland 2018, 8–9. Vgl. in ähnlicher Weise die Tralleis als „thrakische Söldner“ des Großkönigs: Hesych. s. v. Τραλλεῖς. English 2012, X. S. Diod. XVII 19, 4. S. zu Hyrkanern sogar in Ägypten: TADAE B8.3; Smith/Martin 2009, 60–61, Z. 1: „Said (the) Hyrcanian, cavalryman, (…)“ sowie den Beitrag von C. Tuplin in diesem Band. S. auch Liv. XXXVII 38, 1. Vgl. Bürchner 1914, 526, allerdings mit fehlerhaften Quellenangaben. Zu den Hyrkanern, die auch im Kaikos-Tal ansässig waren: Tuplin 2016, 22. Strab. XIII 4, 13 (C 629): εἶτα τὸ Ὑρκάνιον πεδίον, Περσῶν ἐπονομασάντων καὶ ἐποίκους ἀγαγόντων ἐκεῖθεν. Übersetzung: H. Klinkott.

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necessarily mercenaries.“30 Damit wäre der einzige Unterschied zu den griechischen „Söldnern“ im Heer des Großkönigs, dass diese nicht Angehörige seines Reiches waren. Doch ist dieses Verständnis auch aus einer persischen Perspektive entscheidend für die Klassifizierung der Truppen? Oder ist es wieder einer griechischen, v. a. politischen Sichtweise geschuldet? Reflexe der „orientalischen“ Sichtweise etwa bei Dion Chrysostomos lassen zweifeln. Nachdem dieser aus der persischen Sicht eines Meders erst das Griechenlandunternehmen des Dareios als Erfolg beschrieben hat,31 fährt er für Xerxes mit einem Bericht fort, der durch die Betonung der politischen Kontinuität in diesem Punkt offensichtlich den öffentlichen Diskurs der persischen Wahrnehmung widergibt: „Danach sei Xerxes gegen Griechenland gezogen, habe die Lakedaimonier bei den Thermopylen geschlagen und ihren König Leonidas getötet, dann die Stadt der Athener erobert und zerstört und alle, die nicht geflohen waren, in die Knechtschaft geführt. Als er dies getan hatte, habe er den Griechen Tribute auferlegt und sei nach Asien zurückgekehrt.“32

Um dem Phänomen „Söldner“ im Achaimenidenreich näher zu kommen, ist zunächst also nach einer Terminologie und Definition in den östlichen Quellen zu fragen. II.1 Zum Heer in den achaimenidischen Inschriften In den altorientalischen Texten begegnen Söldner als solche nicht explizit, zumindest werden sie terminologisch nicht konkret definiert. Während die griechischen Quellen, allen voran Xenophon, eine ausgefeilte Terminologie der einzelnen Truppenteile und der Heeresorganisation verwenden, in der die misthophoroi als Söldner deutlich von den Soldaten des regulären Bürgeraufgebots unterschieden werden, ist Vergleichbares aus den „orientalischen“ Quellen des Achaimenidenreiches nicht bekannt: Die altpersischen Inschriften sprechen nur von den Völkerschaften, die das kāra – das Heer/ das Aufgebot – des Großkönigs bildeten. Die Schwierigkeiten dabei sollen an einem Beispiel vorgeführt werden: In der Behistun-Inschrift Dareios’ I. berichtet dieser in den §§ 35–3733 von den Kämpfen gegen die Aufstände in Parthien und Hyrkanien (DB § 35, B mit den Ländernamen Parθava utā Vrkāna). In den Zeilen D–I heißt es dann: 30 31 32

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Trundle 2004, 16. Dion Chrys. 11, 148. Dion Chrys. 11, 149: μετὰ δὲ ταῦτα Ξέρξην ἐπὶ τὴν Ἑλλάδα στρατεύσαντα Λακεδαιμονίους μὲν νικῆσαι περὶ Θερμοπύλας καὶ τὸν βασιλέα αὐτῶν ἀποκτεῖναι Λεωνίδην, τὴν δὲ τῶν Ἀθηναίων πόλιν ἑλόντα κατασκάψαι, καὶ ὅσοι μὴ διέφυγον ἀνδραποδίσασθαι. ταῦτα δὲ ποιήσαντα καὶ φόρους ἐπιθέντα τοῖς Ἕλλησιν εἰς τὴν Ἀσίαν ἀπελθεῖν. Übersetzung: W. Elliger. S. hierzu auch Briant 1996a, 558–559. S. zu den Texten und den zugehörigen Übersetzungen Schmitt 2009, 63–65.

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„Hystaspes, mein Vater, der war in Parthien (wieder mit Ländernamen), den hatte das Volk (kāra) verlassen (im Stich gelassen) und war abtrünnig geworden. Daraufhin marschierte Hystaspes los mit dem Heer (kāra), das ihm ergeben war.“

Hystaspes besiegt die Feinde in einer ersten Schlacht. Daraufhin (oder vielleicht eher: dennoch) sandte Dareios nun ein persisches Heer (§ 36, B: kāram Pārsam), das Hystaspes übernimmt und die Feinde ein zweites Mal schlägt, sodass Dareios abschließend konstatiert: „Daraufhin wurde das mein Land“ (§ 37, B). Der gesamte Abschnitt handelt durchgehend von den Kämpfen gegen die parthischen Aufständischen, in denen die Truppen konsequent und einheitlich als kāra bezeichnet werden. Nur ein einziges Mal übersetzt R. Schmitt – wohl dem inhaltlichen Kontext geschuldet – dieses Wort mit „Volk“. Dabei wird dies insofern nicht dem altpersischen Text gerecht, als dieser den Bedeutungsunterschied sprachlich nicht kennzeichnet, sondern kāra ohne spezifizierte Differenzierungen gleichermaßen verwendet.34 Der Text spricht demnach von einem kāra, der von Hystaspes abgefallen und abtrünnig geworden ist (DB § 35, F–G), und einem zweiten, der Hystaspes treu blieb (DB § 35, I). Mit Blick auf die sonstige Verwendung von kāra bietet es sich meines Erachtens an, es auch in diesem Fall mit „Heer“ zu übersetzen. Demnach verfügte Hystaspes also über eine eigene, ihm treue Truppe, die dem feindlichen Heer gegenüberstand, das so auch ausdrücklich in Zeile N benannt wird als kāram tayam hamiçiyam – „das gegnerische Heer“ in der Übersetzung von R. Schmitt. Wenn sich aber ganz Parthien gegen Dareios erhoben hatte und sich im Zuge dessen das Heer des Hystaspes dem Aufstand anschloss, ist anzunehmen, dass es sich bei diesem ebenfalls um eine einheimische, parthische Truppe handelte. Was für Einheiten verblieben dann aber bei Hystaspes? Wenn es parthische wären, würde der Text sie doch genauer von den desertierten Einheiten unterscheiden. Dort heißt es, dass Hystaspes in die erste Schlacht zog: hadā kārā, hayašai̯ anušiya āha – „mit dem Heer, das ihm Verbündeter/Helfer war“ (§ 35, I). Mit anderen Worten: Die verbleibenden Einheiten waren also Bündnis- oder Hilfstruppen, die wohl gerade nicht aus Parthern bestanden. Ihre Treue zu Hystaspes beruhte demnach nicht auf einer politischen Überzeugung oder administrativen Zuordnung, sondern auf ihrer dienstlich-militärischen Bindung an ihn, ohne sie deshalb schon als „Söldner“ klassifizieren zu können.35 Sollte diese Bindung jedoch allein über den Sold gewährleistet gewesen sein, wird verständlich, wa34

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Henkelman 2020, 216 bemerkt hierzu: „the word primarily appears to denote a social class, that of the free and able-bodied shareholders, and can therefore occur in military and non-military contexts”. Wenn die militärischen und nicht-militärischen Bedeutungen nebeneinander in demselben, unmittelbaren Kontext auftreten, wäre dennoch eine sinngebende Präzisierung zu erwarten. Vgl. in diesem Kontext z. B. auch in DB § 38, K, als Dādṛši, der Satrap von Baktrien, gegen die Aufständischen zog, hadā kārā – „mit (seinem) Heer“. Obwohl keine Unterstützung von Dareios kam, verkündet dieser dann wie bei Hystaspes nach dem Sieg: „Daraufhin wurde das mein Land“ (DB § 39, B).

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rum Dareios außerdem ein persisches Heer dem Hystaspes schickte,36 obwohl dieser mit seinen Truppen gerade sehr erfolgreich gewesen war. Unabhängig von diesen Spekulationen, ob es sich bei den Truppen des Hystaspes um söldner-ähnliche Einheiten handelte, wird an dieser Stelle doch deutlich, dass das altpersische kāra alle Arten von Truppen bezeichnet, sie in ihrer ethnischen Zusammensetzung gelegentlich differenzieren kann (kāra Pārsa), nicht jedoch in ihrem Status (königliche, satrapale oder Söldner-Truppen) terminologisch definiert.37 Dies spiegelt sich nicht zuletzt auch in der Untersuchung von M. Brosius zur achaimenidischen Kriegsführung wieder, bei welcher weder das System der Truppenzusammensetzung noch der Status und die Qualität der zusammengerufenen Heeresteile behandelt werden. Die Einführung, Verwendung und dauerhafte Einbindung von Söldnern in die Kontingente des Reichsheeres werden dabei ebenso wenig thematisiert wie der Unterschied zwischen Söldnern, Soldaten der stehenden Reichsheere und denen der satrapalen Aufgebote.38 Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit der Untersuchung von J. MacGinnis zur Ausstattung der persischen Truppen durch die babylonischen Tempel. Auch hier wird nirgendwo die Kategorie der Söldner eigens ausgeführt, sondern nur abschließend bemerkt: „In addition to the contingents from the temple/urban polities, contingents were also drawn from the Chaldean tribual structure, from subject dominions (e. g. the Assyrians) and from mercenaries. So our evidence from Sippar, interesting as it is, can only form a small part of the picture.“39

II.2 Zur Söldnerterminologie in den nicht-griechischen Quellen Doch wie die altpersischen scheinen auch die neubabylonischen oder elamischen Texte keinen terminus technicus für Söldner zu kennen. Im Übrigen scheint dies auch für die ägyptischen Quellen zuzutreffen: Weder die hieroglyphischen noch die demotischen Texte belegen einen spezifischen Söldnerbegriff. Wo fremde Einheiten, wie etwa nubische Bogenschützen, auftreten, werden sie in der modernen Deutung gerne als Söldner verstanden, ohne dass dies aber im Text selbst durch einen spezifischen Terminus zum Ausdruck gebracht wird. Es ist in diesem Zusammenhang charakteristisch, dass erst in ptolemäischer Zeit in Ägypten ein hieroglyphischer Begriff für

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DB § 36, B: „Daraufhin sandte ich (sc. Dareios) ein persisches Heer (kāram Pārsam) zu Hystaspes von Ragā aus.“ Vgl. hierzu z. B. in hellenistischer Zeit Boiy 2010, 1–13. S. Brosius 2005, 135–161. MacGinnis 2010, 502.

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Söldner auftritt, der offensichtlich aus dem griechischen misthophoros gebildet ist, wie K. Vandorpe gezeigt hat.40 Die Terminologie und damit der Begriff des „Söldners“ scheinen also insgesamt für die Antike problematisch. Bereits im modernen Sprachgebrauch sind eine präzise inhaltliche Abgrenzung, eine militärtechnische Terminologie und eine auch rechtlich klare Definition nur schwer möglich, wie sie sich auch in der sprachlichen Nähe von „Sold-at“ und „Söld-ner“ abbildet. Die Bestimmung der Fremdenlegion zeigt dies ebenso wie auch das Selbstbildnis moderner Söldner. So bemerkt R. van Heerden in seinem Buch von 2012 etwa: „I realized with finality at that point that I was now actually a mercenary“, um sich kurz darauf allerdings als „South African soldier“ und „member of the EO“ (= der „private military company Executive Outcomes von Eeben Barlow“, ebd. 18) zu bezeichnen.41 Zweifellos beinhaltet der Söldnerbegriff eine negative Konnotation, die heutzutage durch Synonyme mit privatwirtschaftlichen und teils zivilen Bedeutungsebenen verdeckt wird, wie etwa „private military contractor“ oder „freelancer“.42 Diese Abhängigkeit von der jeweiligen Perspektive verdeutlicht, dass der Söldnerbegriff zweifellos eine (negative) Wertung transportiert, die bei der Anwendung auf antike Verhältnisse stets implizit mit übertragen wird.43 Darüber hinaus ist grundsätzlich zu fragen, ob diese wertende Bedeutungsebene auch im antiken Sprachgebrauch vorhanden ist. Vor dem Hintergrund der Ausführungen von C. Tuplin scheint bezeichnend zu sein, dass die Griechen, anders als alle anderen östlichen Kulturen, in ihrer ausgefeilten militärischen Terminologie einen solchen Begriff als wertende Kategorisierung besitzen.44 P. Briant hat zudem gezeigt, dass gerade der Söldnerbegriff in der griechischen Literatur des ausgehenden 5. und des 4. Jh. v. Chr. mit der angeblichen militärischen Schwäche und Dekadenz des Perserreichs verbunden ist.45 Während heutzutage die Negativwertung durch das permanente Kämpfen und Töten als einziger professionaler Aufgabe sowie aus rein finanziellem Interesse bedingt ist, scheint sie für das klassische Griechenland v. a. in der Tatsache begründet, dass Griechen ebenfalls aus wirtschaftlichem Interesse gegen ihr Heimatland und ihre heimatliche Polis kämpften.46 Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Schwierigkeit, das Verbleiben von Söldnereinheiten im Gebiet des Achaimenidenreiches über die eigentlichen Kampfhandlungen hinaus zu verfolgen. Ganz offensichtlich blieben diese Kontingente zumindest zeitweise längerfristig (oder dauerhaft) im Dienst des Königs (oder der Satrapen) und 40 41 42 43 44 45 46

S. den Beitrag von K. Vandorpe in diesem Band zum Begriff rmt w⸗f šp ḥbs. van Heerden 2012, 35. Für anregende Hinweise und Informationen zum rechtlichen Hintergrund danke ich R. Lütkehaus. So auch Manning 2021, 172. S. den Beitrag von C. Tuplin in diesem Band. Ebenso Rop 2019, 21–22. Briant 2012, 196–202. S. so auch Rop 2019, 21.

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innerhalb des Reichsgebietes. Eindrückliches Beispiel sind hierfür etwa die griechischen Kontingente, die im Heer Dareios’ III. gegen Alexander antraten und sicher nicht erst kurzfristig vom Großkönig angeworben worden waren. Umso mehr drängt sich damit die Frage auf, wo und wie sie im Reichsgebiet konkret zu fassen sind. II.3 Die babylonischen Texte Für Babylonien verweist M. Jursa im Zusammenhang mit Silberzahlungen z. B. auf die Formulierung „ana muhhi ešerti“, was er als „[service/payment] on the grounds of membership in a group of ten [co-professionals]“47 übersetzt. Während hier unklar ist, ob die Gruppe dieser Sold-/Lohn-Empfänger Truppen, Handwerker oder andere Arbeiter meint, ist der Begriff rikis qabli, den M. Jursa in Verbindung mit Ersterem setzt, eindeutiger: Er bezeichnet konkret „a payment for military equipment and duties“.48 Derartige Ausrüstungs- und Versorgungszahlungen scheinen möglicherweise dort Söldnereinheiten zu betreffen, wo sie für spezifische Völkerschaften genannt sind. So vermutet M. Jursa, dass die kurummatu ša Karsāyī – die „food-rations of the Carians“ – in Borsippa wahrscheinlich konkret „ägypto-karische Söldner und ihre Familien“ meinen.49 Möglicherweise waren sie fest in Babylonien angesiedelt worden, denn Alexander durchquerte auf seinem Marsch in Babylonien Dörfer, die „Karai“ genannt wurden.50 Noch in hellenistischer Zeit tragen sie wohl die Bezeichnung Καρῶν κώμαι.51 In ähnlicher Weise sind auch zahlreiche Kilikier als Kollektiv in den Zehntlisten der Tempel aufgeführt; im Umland von Sippar sind zudem Gruppen von nicht-babylonischen Ansiedlern wie die Gezeriter – Siedler aus der palästinensischen Stadt Gezer52 – bezeugt, unter denen Bezeichnungen wie das zehntpflichtige Ālu-ša-Šušane – die „Ansiedelung der Susäer“53 durchaus an entsprechende Dorfnamen im ptolemäischen Ägypten erinnern. Die achaimenidischen Persepolistäfelchen mit den Versorgungs- und Reiseregistrierungen für die verschiedenen Arbeitergruppen, z. B. Karer, Lykier und Ägypter, dokumentieren zweifelsfrei, dass es sich bei solchen ethnischen Kollektiven mit Lohnoder Versorgungsansprüchen nicht zwingend um Soldaten oder gar Söldner handeln musste.54 Dennoch ist es bezeichnend, dass M. Jursa in den Ansiedlungen um Sippar deportierte Kriegsgefangene oder Militärsiedler vermutet, die hier offensichtlich in ei-

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BM 29400; Jursa 2007, 88. BM 22024; Jursa 2007, 88. S. Jursa 2007, 88 mit Verweis auf Waerzeggers 2006, 1–22. Diod. XVII 110, 3. Diod. XIX 12, 1. Jursa 1998, 25–26, besonders zu dem Text BM 61184 (Nr. 7, vgl. ebd. 107–108). Jursa 1998, 26. S. Briant 1996a, 435.

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ner altbabylonischen Tradition stehen.55 Wie letztere von „Söldnern“ wie den ÄgyptoKarern zu unterscheiden sind, bleibt hierbei offen. Immerhin ist der militärische Kontext durch Erwähnungen evident, wenn in BM 32891 mit Bazbaka ein „clerk of the troops and superior of the Greeks“ genannt ist. Deutlicher ist mithin ein Text aus dem Ebbabar-Archiv von Sippar, der für das vierte Jahr Dareios’ I. „Tattannu und die Reiter, die aus Ägypten zurückkehrten“, erwähnt.56 Und an einer anderen Stelle derselben Tafel wird von „38 shekel of silver for Šamaš-iddin and his horsemen who have come back from Egypt“ berichtet.57 In beiden Erwähnungen wird deutlich, dass es sich offensichtlich um Babylonier handelte, die in Ägypten (als Reiter) eingesetzt waren. Sie unterstanden jeweils einem Anführer, Tattanu und Šamaš-iddin, über den die Entlohnung, die wohl vom Tempel ausgezahlt wurde, für die gesamte Truppe abgewickelt wurde. Nicht erwähnt ist, dass es sich in irgendeiner Weise um pflichtgemäße Truppenstellungen der Satrapie, einzelner Städte oder der Tempel für ein Aufgebot des Großkönigs handelte, von dem nun diese Kämpfer in ihr ursprüngliches Anstellungsverhältnis (z. B. im Tempel) zurückkehrten. Umso auffälliger ist, dass in beiden Fällen Ägypten als Einsatzgebiet genannt ist. Damit kann einerseits ausgeschlossen werden, dass es sich um reguläre Einheiten der Satrapen handelte, denn die satrapalen Truppen wurden aus der Bevölkerung des Verwaltungsbezirkes rekrutiert.58 Andererseits war die Eroberung Ägyptens unter Kambyses bereits abgeschlossen, während die Erhebungen im Zuge des sogenannten Inaros-Aufstandes in die letzten Regierungsjahre des Dareios und die Herrschaftszeit des Xerxes fielen.59 Ein Unternehmen des Großkönigs in Ägypten, für das ein Gesamtaufgebot des Heeres nötig gewesen wäre, ist für diese Zeit, d. h. die ersten Regierungsjahre Dareios’ I., also auszuschließen. Offensichtlich hatten die Babylonier unabhängig davon ihre militärischen Dienste zur Verfügung gestellt. Als einziger Einsatz mit größerem Truppenaufgebot in diesem zeitlichen Kontext kommt der Feldzug des ägyptischen Satrapen Aryandes gegen Libyen und die Kyrenaika in Frage.60 Es ist bezeichnend, wie Herodot dieses Unternehmen charakterisiert: „Damals aber hatte dieser Aryandes (sc. der Satrap von Ägypten) Mitleid mit Pheretime und gab ihr das ganze Heer von Ägypten, beides, Fußvolk und Flotte, und zum Befehls-

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Jursa 1998, 27. Zur altbabylonischen Tradition: Harris 1975, 88–89, der in den z. T. befestigten Plätzen der Kassiten, Suteer und Elamiter im Umland von Sippar Ansiedlungen von Söldnern sieht. In denselben Kontext stellt er auch die ursprüngliche Bedeutung des Generaltitels „Vorsteher der Amurru“. CT 57, 82; s. MacGinnis 2012, 43; Bongenaar 1997, 133. CT 57, 82, 6–8; s. MacGinnis 2010, 495. S. Klinkott 2005, 287–293. Zum Aufstand in Ägypten nach der Niederlage von Marathon s. Hdt. VII 1–2; zum Ägyptenfeldzug des Xerxes s. Hdt. VII 5; 7; zum Inaros-Aufstand s. ausführlich Quack 2006, 499–505 und im Überblick Bichler 2020, 41–46. Hdt. IV 145–205; s. hierzu Briant 2002, 141; Bichler 2020, 44–46.

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haber des Fußvolkes machte er Amasis, einen Maraphier, und zu dem der Flotte Badres, aus dem Stamm der Pasargaden. Bevor er aber das Heer absandte, schickte Aryandes einen Herold nach Barke und fragte nach, wer der Mörder des Arkesilaos sei. (…) Als Aryandes das hörte, sandte er das Heer ab und mit ihm die Pheretime. Diese Anschuldigung war aber nur vorgeschützt, abgesandt wurde das Heer, wie ich meine, zur Unterwerfung Libyens.“61

Der Skandal dabei war zweifellos, dass Aryandes sich die Eroberung des Nachbarlandes und die Erweiterung des Reichsbestandes anmaßte und damit in königliche Privilegien eingriff.62 So berichtet Herodot ausdrücklich nichts von einer Genehmigung oder einem Auftrag des Dareios.63 Offensichtlich rekrutierte Aryandes also ein eigenes Heer aus den Mitteln seiner Satrapie64 und möglicherweise privatem Vermögen. Dareios führte zur selben Zeit seine Feldzüge zur Eroberung Indiens und gegen die Skythen, für die er sicherlich das Aufgebot seines Reiches benötigt und für sein Heer ausgehoben hatte.65 Sollten die babylonischen Kämpfer des Sippar-Archivs an dem Libyen-Unternehmen beteiligt gewesen sein, dann standen sie zweifellos in den Diensten des Aryandes und waren von ihm aus eigenen Mitteln angeworben worden – mit anderen Worten: Es handelte sich bei ihnen um Söldner des Satrapen. Die Silberzahlung des Ebabbar-Tempels hatte mit diesem Unternehmen jedoch nichts zu tun. Vielmehr bleibt anzunehmen, dass die babylonischen Söldner nach ihrem Einsatz in Ägypten nun vom Tempel in Sippar in Dienst genommen worden sind. Ein anderer Text aus demselben Archiv bezeugt, dass der Tempel Reiter aus Sippar auszurüsten hatte und für eine bestimmte Zeit den königlichen Unternehmungen zur Verfügung stellte. So heißt es in Dar. 253 (aus dem neunten Jahr Dareios’ I.), dass der Ebbabar-Tempel von Sippar Silber, „for the fitting-out of the horsemen who (join) the expeditionary force of the king for three years“ stellte.66 Handelt es sich bei derartigen Truppenstellungen nun um tributartige Heeresaufgebote auf Befehl des Kö61

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Hdt. IV 167, 1–3: τότε δὲ οὗτος ὁ Ἀρυάνδης κατοικτείρας Φερετίμην διδοῖ αὐτῇ στρατὸν τὸν ἐξ Αἰγύπτου ἅπαντα καὶ τὸν πεζὸν καὶ τὸν ναυτικόν: στρατηγὸν δὲ τοῦ μὲν πεζοῦ Ἄμασιν ἀπέδεξε ἄνδρα Μαράφιον, τοῦ δὲ ναυτικοῦ Βάδρην ἐόντα Πασαργάδην γένος. πρὶν δὲ ἢ ἀποστεῖλαι τὴν στρατιήν, ὁ Ἀρυάνδης πέμψας ἐς τὴν Βάρκην κήρυκα ἐπυνθάνετο τίς εἴη ὁ Ἀρκεσίλεων ἀποκτείνας. (…) πυθόμενος δὲ ταῦτα ὁ Ἀρυάνδης οὕτω δὴ τὴν στρατιὴν ἀπέστειλε ἅμα τῇ Φερετίμῃ. αὕτη μέν νυν αἰτίη πρόσχημα τοῦ στόλου ἐγίνετο, ἀπεπέμπετο δὲ ἡ στρατιή, ὡς ἐμοὶ δοκέειν, ἐπὶ Λιβύης καταστροφῇ. Übersetzung: W. Marg. In derselben Weise griff Aryandes auch mit der Prägung eigenen Silbergeldes in die königlichen Vorrechte ein und wurde dafür von Dareios auch bestraft. S. Hdt. IV 166; zum Prägerecht s. Klinkott 2005, 241–261. S. dagegen Briant 2002, 141: „After obtaining Darius’ permission“. Gerade das sagt der Text bei Herodot ausdrücklich nicht. Hdt. IV 167, 1: στρατὸν τὸν ἐξ Αἰγύπτου ἅπαντα καὶ τὸν πεζὸν καὶ τὸν ναυτικόν – das ganze Heer aus Ägypten, zu Fuß wie auch zur See. Zu den beiden Feldzügen s. Briant 2002, 140–143. MacGinnis 2012, 43.

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nigs oder sind in ihnen söldnerartige Verpflichtungen zu sehen? Wie die Stellung der Ausrüstungsgegenstände erfolgte, illustriert der Vertrag des Gadal-Yama detailliert: Demnach hatten zumindest unter Dareios II. die Halter von Bogenland als reguläre Steuerleistung folgende Ausrüstung zu stellen: „und die Gesamtheit (gesamte Ausstattung), (bestehend aus) ein(em) Pferd(e), nebst seinen Gurten (?) und dem Zaum(zeug), einem Schweißtuch, einem Panzer aus Eisen, einer Kappe zugehörig zum Panzer, einem Nackenschutz (bestehend aus) ein(em) Schweißtuch, einer Kappe, (bestehend aus) ein(em) Schweißtuch, einem Schild aus Bronze, 120 Pfeilen, auflegbar, 10 Pfeilen, gimirräische (?), einer Keule aus Eisen (10) für den Schild, 2 Lanzen aus Eisen und einer Mine Silber als Wegzehrung, damit ich gemäß dem Willen des Königs nach Uruk gehe, gib mir, und ich will (dafür) für das „Pferdegrundstück“, soviel dein Anteil (beträgt), (die Lehenspflicht) erfüllen!“67

Vor allem in Babylonien übernahmen seit Kambyses die Tempel immer mehr die Aufgabe, die logistische Versorgung (rikis qabli) der königlichen Truppen und ihrer Sammelplätze zu gewährleisten.68 Seit Kyros II. stellten die Tempel jedenfalls kaum selbst noch Truppen für das königliche Heer.69 Weder ist mehr eine Streitwageneinheit der Tempel, wie sie vor der persischen Eroberung belegt ist, nachzuweisen, noch das zugehörige militärische Personal, die Handwerker oder die Waffenherstellung in den Tempeln.70 Umso mehr ist fraglich, ob für die Kämpfer in Dar. 253 ein systematisches Heeresaufgebot anzunehmen ist, wenn ein weiterer Text aus dem Ebbabar-Archiv von Sippar davon berichtet, dass im siebten Jahr des Kambyses sechs Farmer und fünf Schafhirten mit Ausrüstung und Verpflegung ausgestattet wurden, um sich dem Heer des Königs anzuschließen.71 J. MacGinnis deutet diese Aushebung jedenfalls im Zusammenhang mit der Eroberung Ägyptens.72 Auch in diesem Fall sind die Umstände nicht klar, unter denen diese Bauern in den Kriegsdienst des Königs eintraten. Eine allgemeine königliche Aufgebotsforderung ist ebenso möglich wie eine reguläre Stellung durch die Tempel, eine freiwillige Verpflichtung im königlichen Reichsheer als Soldaten,73 eine kurz67 68 69 70 71 72 73

Übersetzung: Ebeling 1952, 210; ausführlich zum Kontext des Textes und seiner Kommentierung ebd. 204–213; s. auch Kuhrt 2007, II 722–723, Nr. 38. Zu Gadal-Yama s. Manning 2021, 159–163. MacGinnis 2012, 40–43; 2010, 499–500; Ausrüstung durch den Ebabbar-Tempel für drei Jahre: Kleber 2008, 231. Kleber 2008, 220–222. MacGinnis 2010, 498–500. Zur Rekrutierung von Bogenschützeneinheiten vor der persischen Eroberung: ebd. 497. S. ebd. 502, wo J. MacGinnis zeigt, dass die von den Tempeln gestellten Kontingente den kleinsten Anteil im Reichsaufgebot der babylonischen Einheiten darstellten. S. MacGinnis 1998, 177–183. MacGinnis 2010, 496–498; 2012, 43. So berichtet Diod. XVI 42, 9 etwa davon, dass sich viele von der kilikischen und syrischen Küste in der Hoffnung auf Gewinn im zyprischen Krieg als freiwillige Soldaten (ἐθέλλοντι στρατιῶαι) ge-

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zeitige Verdingung als „Söldner“ oder konkrete Ansprüche des Königs gegenüber den Besitzern von „staatlich“ zugeteilten Landgütern, sogenannten ḫaṭrus, auf Truppenfolge. Diese Besitzer, die neubabylonisch gardu und elamisch kurtaš heißen, standen in der Regel unter der Kontrolle und Aufsicht der Krone, weshalb sie gelegentlich explizit als gardu ša šarri – gardu des Königs bezeichnet werden.74 Über ihnen stand ein sogenannter mašennu, ein pitibaga – wie „Biṣâ, der pitibaga, Sohn des Ḫašdâ, der über die gardu von Bit-Kippu (gesetzt ist)“75 – oder ein anderer übergeordneter Verwaltungsangestellter wie Ṣiḫ a, der in den Urkunden „Satrap“ (LÚ aḫ šadrapanu) genannt wird.76 M. W. Stolper verweist ausdrücklich darauf, dass in den neubabylonischen Texten die Halter von in ḫaṭru organisiertem Bogenland auch als gardu bezeichnet wurden.77 So unklar die Bedeutung von gardu im Einzelnen auch ist, so offensichtlich handelt es sich bei ihnen um ausgesuchte Spezialisten, „assigned, paid and accounted for through the state agencies controlled from Persepolis“, wie M. W. Stolper sie charakterisiert.78 Unter ihnen finden sich im Murašu-Archiv Armenier, Inder, Urartäer, Lyder, Phoiniker und Araber, die jeweils ihren Garnisonen zugeordnet sind.79 Konkret mit Blick auf die Halter des sogenannten Bogenlandes umfasst gardu also nicht nur Handwerker, sondern u. a. auch militärische Spezialisten.80 Dabei scheint die Ansiedlung von „Fremden“, die, wenn sie in militärischen Diensten standen, in einzelnen ḫaṭru innerhalb königlicher und privater Landgüter erfolgte, ein Spezifikum der achaimenidischen Verwaltungsorganisation gewesen zu sein.81 Möglicherweise hat sich diese Ansiedlungsform mit der Versorgungsleistung der Tempel in Xenophons Behauptung niedergeschlagen, dass in Babylon eine Garnison von misthophoroi stationiert war, deren Unterhalt von den umwohnenden Babyloniern zu gewährleisten war.82 Besonders symptomatisch ist freilich, dass die ḫaṭru gegliedert waren in Wagenland (bīt narkabti), Pferdeland (bīt

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meldet hätten. Zu babylonischen Soldaten im königlichen Dienst, speziell am Beispiel der Familie des Amurru-ibni als „professional soldiers“ s. Jursa 2010, 651. S. Augapfel 1917, 114 zu X.127, 4. Zu den kurtaš im Überblick s. Tuplin 2008, 317–318. Augapfel 1917, 34 zu IX.15, 3–10. Zum pitibaga s. Stolper 1985, 57–58. S. Stolper 1985, 57–58. S. hierzu Augapfel 1917, 14 zu II.2, 6. Stolper 1985, 59: „But other texts (PBS 2/1 2; BE 10 92) demonstrate that Babylonian gardus also held bow lands organized in a ḫaṭru association.“ S. hierzu Augapfel 1917, 77 zu IX.101, 2–5: „grenzend an das Feld der qardu (sic!) und an das Feld der […], das im Orte Ibni-Nergal (liegt), das Bogenland des Murašu, des Sohnes des Ellil-šum-iddina.“ Stolper 1985, 57; so auch Manning 2021, 175–176. S. Cardascia 1951, 7–8. S. hierzu auch Camb. 13 (530 v. Chr.): Geld und Reiseversorgung für einen „Mann des Königs“, wahrscheinlich in einem militärischen Kontext; BM 65426 (482/1 v. Chr.): eine ilku-Bezahlung (verspätet seit 494/3 v. Chr.) verbunden mit dem Dienst bei den „Männern des Königs“ für den „Bogen der Schreiber der […]”; NCBT 958 und andere Texte (552/1–537/6 v. Chr.): Ein Mann und sein Sohn dienen regelmäßig als „Männer des Königs“ für Itti-šamaš-balatu und seine Söhne; PBS 2/1 114 (418 v. Chr.): Bezahlung und Unterhalt für drei Männer des Königs für ein madaktu (einen königlichen Feldzug). Zu den militärischen gardu s. Manning 2021, 176. Stolper, 1985, 98–99; 1989, 150. Xen. Kyr. VII 5, 69–70.

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sisê), Bogenland (bīt qašti) sowie seltener Köcher- (bīt azanni) und Lanzenland, also im Grundsatz in militärische Kategorien.83 II.4 Die Kardakes Mit Blick auf dieses Militärland ist zu überdenken, ob die gardu möglicherweise mit den sogenannten Kardakes in Verbindung zu setzen sind.84 Von ihnen sagt Strab. XV 3, 18 (C 734), obwohl er sie als persische „Jungmannschaft“ deutet, sie seien in Einheiten zu je 50 zusammengefasst und dem Befehl eines der Königssöhne oder Satrapen, also der direkten Kontrolle durch die Krone, unterstellt gewesen.85 Schließlich erklärt Strabon in aufschlussreicher Weise den Namen: „Denn Karda bedeutet das Männliche und Kriegerische.“86 Aelius Dionysios s. v. Kardakes betont noch mehr den militärischen Aspekt: „(sie sind) nicht ein einzelner Stamm, sondern Barbaren, die für Sold dienen (μισθοῦ στρατευόμενοι βάρβαροι), so Theopompos. Im Allgemeinen bezeichnen die Perser jeden mutigen und diebischen (Menschen) als cardax.“87

Laut Arr. an. II 8, 6 stellte Dareios III. bei Issos neben die 30.000 griechischen Söldner noch 60.000 Hopliten, die τῶν Καρδάκ(κ)κων καλουμένων waren.88 Dabei bleibt unklar, ob die Differenzierung zu den griechischen Söldnern nicht lediglich einer griechischen Wahrnehmung geschuldet ist, sondern die gesamte Hopliten-Formation vielmehr von persischer Seite als „Kardakes“ gesehen wurde. R. Schmitt hat zu Recht betont, dass die Kardakes damit nicht zum Aufgebot des Großkönigs, das nach Völkern geordnet ausgehoben wurde, sondern wohl zu ausgewählten Spezialtruppen gehörten, die dauerhaft im Reichsheer dienten.89 Es ist auffällig, dass die Deutung der 83 84 85

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S. hierzu Stolper 1985, 24–26; 98–99.; 1989, 148–149; van Driel 2002, 232–240; Briant 2002, 75–76; Jursa 2010, 198–203. So auch Manning 2021, 176; Sekunda 1992, 52–53. Dieser Deutung folgt v. a. Briant 1996a, 340; 819; 1999, 120–122 und postuliert, dass die adeligen Söhne aller anderen Völker im Perserreich sich dieser Form einer elitären Jugenderziehung angeschlossen hätten, sodass daraus schließlich eine eigene Truppe entstanden sei. Wenig überzeugend ist meines Erachtens, dass man sich gerade im Achaimenidenreich, in dem eine starke Dynamik lokaler Identitätsentwicklung zu beobachten ist, reichsweit einer derartigen „Persifizierung“ angeschlossen haben soll, die sonst nicht zu beobachten ist. Vgl. auch in den Pausanias-Fragmenten die Bezeichnung als Garnisonen und Truppenteile in Asien: Erbse 1950, 188. Zur Diskussion um die cardaces s. auch Briant 2002, 1036–1037; Charles 2012, 7–21. Strab. XV 3, 18 (C 734): κάρδα γὰρ τὸ ἀνδρῶδες καὶ πολεμικὸν λέγεται. Übersetzung: H. Klinkott. Übersetzung: H. Klinkott. Zum Text s. Erbse 1950, 125. Vgl. auch Schmitt 2010, 556. Ebenso Hesych. s. v. Kardakes. S. hierzu ausführlich auch Charles 2012, 12–14. Schmitt 2010, 556–557; s. auch Tuplin 2016, 20 mit Anm. 33; Briant 1999, 121. Vgl. hierzu Pol. V 79, 11; 82, 11: Auch unter Antiochos III. kämpften Kardakes im Heer bei der Schlacht von Raphia.

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Kardakes dabei zwischen Söldnern und Spezialtruppen zu oszillieren scheint, weswegen P. Huyse von „itinerant soldiers“ spricht.90 Eine der ältesten Quellen zu ihnen ist Cornelius Nepos, der in der Datames-Vita die barbarischen Reiter- und Infanterieeinheiten des Autophradates als Cardaces bezeichnet.91 Besonders interessant ist jedoch, dass die ältesten Handschriften des 12. bis 15. Jh. alle Gardatas oder Gardacas verzeichnen.92 Zweifellos ist diese Schreibung mit Blick auf die späteren Nachrichten bei Arrian, Strabon und den spätantiken Lexikographen emendiert worden, stellte ursprünglich aber möglicherweise die bessere Schreibung dar. Nimmt man die inhaltlichen Kernpunkte zusammen, dann waren die Gardates/ Kardakes Barbaren, also Angehörige des Perserreiches, die als militärische Spezialisten (Reiter, Hopliten) entsprechend den griechischen misthophoroi gegen Sold im Heer des Königs dienten und unter dessen direkter Kontrolle standen. Es ist durchaus denkbar, in ihnen terminologisch eine griechische Entlehnung der babylonischen gardu des Bogen-, Wagen- und Pferdelandes zu sehen. Dafür würde unter anderem auch sprechen, dass eine Inschrift aus dem Jahr 181 v. Chr. in Lykien ein „Dorf der Kardakes“ nennt, in dem offenbar unter den achaimenidischen Großkönigen diese Kämpfer angesiedelt worden waren.93 Unterstreichen könnte dies eine Bemerkung bei Xenophon, in der er entsprechende Truppen im Heer des Artaxerxes II. bei Kunaxa offensichtlich mit diesen Kategorien der ḫaṭrus verbindet: „anschließend (standen im Heer unter dem Kommando des Tissaphernes) Hoplitai mit mannshohen, hölzernen Schilden. Dies seien Ägypter, hieß es; dann wieder Reiter, dann Bogenschützen. Alle marschierten stammweise, jeder Volksstamm für sich in dichtem Karree. Vor ihnen her Wagen mit ziemlichen Abständen voneinander.“94

Zu diesen sogenannten Militärlehen bemerkt M. W. Stolper auf der Grundlage des Murašu-Archivs: „Ḫaṭrus bearing ethnic or territorial names are similarly considered not merely groups of transported workers, but groups of soldiers brought from distant territories of the Empire to form a garrison force or standing reverse. Their reliability and effectiveness were putatively enhanced by likely social differences among them (wofür es aber eigentlich keine

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S. Huyse 2002, 189 Anm. 6. Durch eine rekonstruierte Ableitung von apers. *kāra-tāka. S. auch Schmitt 2010, 556–557. Nep. Datames 8, 2: habebat barbarorum equitum viginti, peditum centum milia, quos illi Cardaces appellant. S. Marshall 1977, 49; Winstedt 1962. S. hierzu Sekunda 1991, 106–107; Tietz 2003, 351–352. Zur Inschrift s. Segre 1938, 190–207; Austin 1981, Nr. 202. Xen. an. I 8, 9–10: (…), ἐχόμενοι δὲ ὁπλῖται σὺν ποδήρεσι ξυλίναις ἀσπίσιν. Αἰγύπτιοι δ᾽ οὗτοι ἐλέγοντο εἶναι: ἄλλοι δ᾽ ἱππεῖς, ἄλλοι τοξόται. πάντες δ᾽ οὗτοι κατὰ ἔθνη ἐν πλαισίῳ πλήρει ἀνθρώπων ἕκαστον τὸ ἔθνος ἐπορεύετο. πρὸ δὲ αὐτῶν ἅρματα διαλείποντα συχνὸν ἀπ᾽ ἀλλήλων (…). Übersetzung: W. Müri.

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Belege gibt!, Anm. d. Verf.), or between them and the indigenous population. (…) In these regards, the ḫaṭru was not only an antecedent of Hellenistic military colonies. It was also a functional successor to earlier Mesopotamian administrative regimes.“95

II.5 Militärland in Ägypten Die Organisation solchen Militärlandes einschließlich der Ansiedlung nicht einheimischer Landhalter scheint umso mehr bis in hellenistische Zeit, konkret in Ägypten, fortbestanden zu haben, als dieses System schon im Achaimenidenreich wohl nicht allein auf Babylonien beschränkt geblieben war. Die Parallelen zu entsprechenden Siedlungs- und Landvergabeformen werden an den Gütern des Prinzen Arsames deutlich, der durch die aramäischen Papyri als Satrap in Ägypten am Ende des 5. Jh. v. Chr. gut belegt ist.96 Arsames/Aršāma besaß große Landgüter sowohl in Babylonien (durch das Murašu-Archiv belegt) als auch in Ägypten (durch die aramäischen Papyri belegt), die wohl auch in der Vergabe von Pachtland ähnlich strukturiert waren, wie M. W. Stolper konstatiert hat.97 In der Tat ist auch mit Blick auf die Söldner zu betonen, dass ihr Auftreten in Ägypten auf eine ähnlich alte Tradition zurückgeht wie in Babylonien.98 So wie dort etwa um Sippar vermeintliche Söldner in ethnisch geordneten Gruppen angesiedelt wurden, ist dies auch etwa für Karer und Griechen in Ägypten bekannt, die im 7. und 6. Jh. v. Chr. an Feldzügen unter Psammetich I., Necho II., Psammetich II. und Apries beteiligt waren und dann etwa bei Memphis und Naukratis dauerhaft angesiedelt wurden.99 Aussagekräftig für das Verständnis derartiger Söldner ist folgender Bericht Herodots:

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Stolper 1985, 98–99. S. ausführlich Tuplin/Ma 2020; im Überblick Klinkott 2005, 266–268; 451. Zu Babylonien s. Stolper 1985, 64–66; zu Ägypten s. Driver 1954, 88–90. Zur zu zahlenden Landpacht an Arsames als Gutsbesitzer entsprechend der Steuerzahlungen der ḫaṭru-Halter s. bes. Brief VIII und hierzu Driver 1954, 31; Taylor 2020, 38–39; Tuplin 2020a, 198–216 (TADAE A6.11). Zur Parallelität der Pachtorganisation s. Stolper 1985, 65–66: „In short, even allowing for social and administrative differences between the two widely separated provinces, and for Aršam’s special position as satrap of Egypt, the structure of Aršam’s Egyptian estate corresponds in broad outline and in terminological particulars to the structure inferred for the estates of other members of the royal family in Babylonia. It is correspondingly likely that similar structural features, supported by the same underlying policies, were common to landed holdings of the Achaemenid aristocracy in other provinces of the Empire as well.“ Zu den Söldnern in Ägypten s. Bichler 2020, 39–41. S. hierzu ausführlich Vittmann 2003, 155–176 (Karer), 194–235 (Griechen); Agut-Labordère 2012, 293–306; Rop 2019, 25. S. auch Porten et al. 2011, 117 mit B11, 3 zu Karern als Schiffshaltern unter Dareios II. in Ägypten im Jahr 411 v. Chr. Zu der ungeheuer großen Zahl von Karern zur selben Zeit in Babylonien s. Rollinger 2007, 296 Anm. 153.

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„Aber wenige Zeit verging, und Seenot zwang einige Ionier und Karer, die ausgefahren waren auf Seeraub, Ägypten anzulaufen,100 und als sie an Land gingen und in Erz gerüstet waren, geht einer der Ägypter in die Marschen und meldet Psammetichos, da er doch vorher noch nie in Erz gerüstete Krieger gesehen hatte, eherne Männer seien vom Meer gekommen und plündern in der Ebene. Der erkennt, dass der Spruch in Erfüllung gegangen, und schließt mit diesen Ioniern und Karern Freundschaft und verspricht ihnen große Dinge und bringt sie dahin, dass sie in seine Dienste treten. Und als er sie dahin gebracht hat, kann er mit den Ägyptern, die zu ihm halten, und den Söldnern die Könige vertreiben. (…) Den Ioniern aber und den Karern, die ihm beigestanden, schenkt Psammetichos Ländereien, darauf zu wohnen; die liegen einander gegenüber, in der Mitte getrennt durch den Nil, und man gab ihnen den Namen ‚Heerlager‘ (Στρατόπεδα).101 Diese Ländereien also schenkte er ihnen, und was er sonst noch versprochen hatte, das erfüllte er ihnen alles. (…) Die Ionier sowie die Karer haben lange Zeit an diesen Plätzen gewohnt, und es liegen diese Plätze nach dem Meer hin, etwas unterhalb von Bubastis, an dem Nilarm, der der Pelusische heißt. Einige Zeit später nahm dann König Amasis diese Leute von dort weg, siedelte sie in Memphis an und machte sie zu seiner Leibwache, zum Schutze gegen die Ägypter.“102

In ähnlicher Weise und zur gleichen Zeit standen Karer103 und Griechen auch in den Diensten der Babylonier, wie aus dem Gedicht des Alkaios von Lesbos auf seinen Bruder Antemenidas hervorgeht.104 G. Vittmann zeigt an der sogenannten Großen Abu Simbel-Inschrift zum Nubienfeldzug Psammetichs II. (593 v. Chr.), dass die (griechischen) Söldner grundsätzlich in zwei Gruppen zu unterscheiden sind, und zwar

100 S. hierzu als Reflex auf Hom. Od. XIV 245–247 auch Vittmann 2003, 197–198. 101 S. hierzu Vittmann 2003, 156; 199. 102 Hdt. IV 152, 4–154, 3: χρόνου δὲ οὐ πολλοῦ διελθόντος ἀναγκαίη κατέλαβε Ἴωνάς τε καὶ Κᾶρας ἄνδρας κατὰ ληίην ἐκπλώσαντας ἀπενειχθῆναι ἐς Αἴγυπτον, ἐκβάντας δὲ ἐς γῆν καὶ ὁπλισθέντας χαλκῷ ἀγγέλλει τῶν τις Αἰγυπτίων ἐς τὰ ἕλεα ἀπικόμενος τῷ Ψαμμητίχῳ, ὡς οὐκ ἰδὼν πρότερον χαλκῷ ἄνδρας ὁπλισθέντας, ὡς χάλκεοι ἄνδρες ἀπιγμένοι ἀπὸ θαλάσσης λεηλατεῦσι τὸ πεδίον. ὁ δὲ μαθὼν τὸ χρηστήριον ἐπιτελεύμενον φίλα τε τοῖσι Ἴωσι καὶ Καρσὶ ποιέεται καί σφεας μεγάλα ὑπισχνεύμενος πείθει μετ᾽ ἑωυτοῦ γενέσθαι. ὡς δὲ ἔπεισε, οὕτω ἅμα τοῖσι τὰ ἑωυτοῦ βουλομένοισι Αἰγυπτίοισι καὶ τοῖσι ἐπικούροισι καταιρέει τοὺς βασιλέας. (…) πρὸ δὲ αὐτῶν ἅρματα διαλείποντα συχνὸν ἀπ᾽ ἀλλήλων τὰ δὴ δρεπανηφόρα καλούμενα: εἶχον δὲ τὰ δρέπανα ἐκ τῶν ἀξόνων εἰς πλάγιον ἀποτεταμένα καὶ ὑπὸ τοῖς δίφροις εἰς γῆν βλέποντα, ὡς διακόπτειν ὅτῳ ἐντυγχάνοιεν. ἡ δὲ γνώμη ἦν ὡς εἰς τὰς τάξεις τῶν Ἑλλήνων ἐλῶντα καὶ διακόψοντα. (…) οἱ δὲ Ἴωνές τε καὶ οἱ Κᾶρες τούτους τοὺς χώρους οἴκησαν χρόνον ἐπὶ πολλόν: εἰσὶ δὲ οὗτοι οἱ χῶροι πρὸς θαλάσσης ὀλίγον ἔνερθε Βουβάστιος πόλιος, ἐπὶ τῷ Πηλουσίῳ καλεομένῳ στόματι τοῦ Νείλου. τούτους μὲν δὴ χρόνῳ ὕστερον βασιλεὺς Ἄμασις ἐξαναστήσας ἐνθεῦτεν κατοίκισε ἐς Μέμφιν, φυλακὴν ἑωυτοῦ ποιεύμενος πρὸς Αἰγυπτίων. Übersetzung: W. Marg. 103 Zu den Karern in Ägypten s. Ray 1995, 1185–1194. Zu den Karern in Babylonien s. Rollinger 2011, 277; 2007, 294; 296 Anm. 153. 104 Alk. fr. 350.

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„die frisch angeworbenen Söldner, die nach Erledigung ihrer Mission wieder in ihre Heimat zurückkehrten, und die im Lande gebliebenen Soldaten, die Psammetich I. am pelusischen Nilarm angesiedelt hatte“.105

Der Wechsel in G. Vittmanns Terminologie ist dabei auffallend: Während er anfänglich die ionischen und karischen Truppen als „Söldner“ oder gar als „Fremdenlegion“ bezeichnet,106 werden sie dort, wo sie im Land angesiedelt werden, begrifflich zu „Soldaten“.107 D. Agut-Labordère zeigt zudem am Beispiel des griechischen „Söldners“ Pedôn, wie dieser über die Ansiedlung hinaus von König Psammetich II. in administrativen Aufgaben der ägyptischen Lokalverwaltung eingebunden und dadurch quasi selbst zum „Ägypter“ wurde.108 Die Entsprechungen zu griechischen Truppen im Dienste der Perser sind dabei kaum zu übersehen. Es stellt sich damit erneut die Frage, wie die Garnisonen in Syene und Elephantine zu verstehen sind, über deren Besatzung die aramäischen Elephantine-Papyri für das späte 5. Jh. v. Chr. ausgesprochen detaillierte Informationen liefern. Für die Garnisonen (Phrouria), die unter dem Kommando persischer Befehlshaber standen, sind dort als Angehörige der verschiedenen, möglicherweise (grob) ethnisch geordneten Abteilungen neben den Ägyptern109 Aramäer, Babylonier,110 Baktrer, Chorazmier,111 Juden, Kaspier und Meder überliefert.112 Sie sind in den Akten meist im Zusammenhang mit Besitz-, Erb- oder Kaufansprüchen erwähnt. Das bedeutet: Die Angehörigen der Garnisonen waren in Elephantine dauerhaft wohnhaft und verfügten dort über eigenen Grundbesitz, auch wenn laut B. Porten in den Urkunden genau zwischen einem „member of detachment“ und einem „member of town“ unterschieden wird.113 Allein dies zeigt aber, dass die Angehörigen der verschiedenen Völkerschaften nicht aufgrund eines königlichen Aufgebotes anlässlich eines konkreten Konflikts in Ägypten stationiert waren. Sie gehörten vielmehr wohl zu Einheiten des stehenden Reichsheeres in

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110 111 112 113

Zur Abu Simbel-Inschrift (Meiggs/Lewis, GHI2 7) mit Text und Übersetzung s. Vittmann 2003, 200–201, Zitat: ebd. 202. „Söldner“: Vittmann 2003, 200; „Fremdenlegion“: ebd. 201. Vittmann 2003, 202. Agut-Labordère 2012, 302–304. S. z. B. Porten et al. 2011, 140 mit B18. Zumal auch dort offensichtlich zur Regel gehörte, diese Einheiten mit Landzuweisungen zu entlohnen – wie es bei der Entwicklung der babylonischen ḫaṭru in achaimenidischer Zeit entspricht –, damit dauerhaft zu binden und mit ihrer Integration die innere Stabilität des Reiches auszubauen. Speziell zu namentlich genannten Babyloniern in den Zeugenlisten s. z. B. Porten et al. 2011, 154 mit B23; 164 mit B24. Zu den Chorazmiern s. z. B. Porten et al. 2011, 160 und 164 mit B24; 167 und 170 mit B25. S. Porten et al. 2011, 18; 74; 85 (allgemein); zu den Juden s. ebd. 616; zu den Kaspiern s. ebd. 187 mit B29; 212 und 215 mit B37; 216–217 mit B38; 247–248 mit B45; zu den Medern s. ebd. 222 mit B39. Zur Multiethnizität im perserzeitlichen Ägypten s. auch Vittmann 2020, 263–277. Porten et al. 2011, 84.

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den Satrapien,114 was allerdings noch nichts über die Form ihrer Rekrutierung oder einen möglichen Status als „Söldner“ aussagt.115 Ohne behaupten zu wollen, dass es sich bei den Truppen in Elephantine und Syene um Söldner gehandelt haben muss, ist doch durchaus denkbar, in ihnen ebenfalls militärische Spezialisten zu sehen, die mit Grundbesitz entlohnt wurden – wie es den babylonischen ḫaṭru entspräche –, um sie damit dauerhaft zu binden und mit ihrer Integration die innere Stabilität des Reiches auszubauen.116 II.6 Zur Ansiedlung, Entlohnung und dauerhaften Integration Die Regelhaftigkeit und Funktionsweise dieser Praxis wird ausgerechnet in Xenophons Anabasis exemplarisch deutlich, die mit dem Marsch der 10.000 Griechen eine Söldnertruppe par excellence beschreibt. Als dieser mit dem Söldnerheer nach Kleinasien zurückgekehrt war, stellte sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen: „Sie lagerten auf dem Strande am Meer. An der Stelle, wo sich eine Stadt hätte gründen lassen, wollten sie nicht lagern. Sie glaubten nämlich, man sei hierhergekommen, weil einige den Hintergedanken hätten, dort eine Stadt zu gründen. Denn von den Soldaten waren die meisten nicht aus Mangel an Lebensunterhalt zu diesem Soldzug ausgefahren, sondern weil sie vom Edelmut des Kyros gehört hatten; andere hatten sogar Geld aufgewendet, von diesen waren einige den Vätern und Müttern entlaufen, um mit Reichtümern beladen wieder heimzukehren, weil sie hörten, dass auch die anderen, die unter Kyros dienten, großen Reichtum erlangt hätten. Sie, die solche Gesinnung hatten, sehnten sich danach, heil nach Griechenland zurückzukehren.“117

Nach Xenophon entbrannte nun ein Streit unter den Söldnern, bei denen eine Gruppe fest davon ausging, sie sollten nun dauerhaft in diesem Teil des Perserreiches angesiedelt werden:

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S. hierzu Klinkott 2005, 283–285. Wie wenig diese eigene Truppenangabe über den tatsächlichen Status als Söldner aussagt, zeigt eindrucksvoll van Heerden 2012, indem er sich als Söldner immer wieder als Teil regulärer Truppen oder unter dem Kommando offizieller/staatlicher Befehlshaber sieht. Ausgerechnet in Elephantine führte dies allerdings zum Konflikt zwischen Ägyptern und Juden: s. grundlegend Briant 1996c, 115–131. Xen. an. VI 4, 7–8: ἐσκήνουν δ᾽ ἐν τῷ αἰγιαλῷ πρὸς τῇ θαλάττῃ: εἰς δὲ τὸ πόλισμα ἂν γενόμενον οὐκ ἐβούλοντο στρατοπεδεύεσθαι, ἀλλὰ ἐδόκει καὶ τὸ ἐλθεῖν ἐνταῦθα ἐξ ἐπιβουλῆς εἶναι, βουλομένων τινῶν κατοικίσαι πόλιν. τῶν γὰρ στρατιωτῶν οἱ πλεῖστοι ἦσαν οὐ σπάνει βίου ἐκπεπλευκότες ἐπὶ ταύτην τὴν μισθοφοράν, ἀλλὰ τὴν Κύρου ἀρετὴν ἀκούοντες, οἱ μὲν καὶ ἄνδρας ἄγοντες, οἱ δὲ καὶ προσανηλωκότες χρήματα, καὶ τούτων ἕτεροι ἀποδεδρακότες πατέρας καὶ μητέρας, οἱ δὲ καὶ τέκνα καταλιπόντες ὡς χρήματ᾽ αὐτοῖς κτησάμενοι ἥξοντες πάλιν, ἀκούοντες καὶ τοὺς ἄλλους τοὺς παρὰ Κύρῳ πολλὰ καὶ ἀγαθὰ πράττειν. τοιοῦτοι ὄντες ἐπόθουν εἰς τὴν Ἑλλάδα σῴζεσθαι. Übersetzung: W. Müri.

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„Einige wagten zu behaupten, Xenophon wolle diesen Landstrich besiedeln und habe den Seher überredet, er solle sagen, die Opferzeichen seien für einen Abmarsch nicht günstig.“118

Immer wieder erfährt man, dass der für die Stadtgründung geeignete Ort bereits als „befestigter Platz“ (ἐν τῷ ἐρυμνῷ χωρίῳ) beschrieben wird.119 Nachdem die griechischen Söldner noch einmal die Einheiten des Pharnabazos geschlagen hatten, zogen sie sich wieder an die Meeresküste zurück. Mittlerweile hatte sich ihre Ankunft dort herumgesprochen und auch die Umwohner schienen davon auszugehen, dass sich die griechische Söldnertruppe nun dauerhaft etablierte: „Schon herrschte Überfluss an allem; denn Kaufgüter wurden aufgeboten von überall her aus den griechischen Städten, und die Vorüberfahrenden legten gerne an, da sie hörten, dass hier eine Stadt gegründet werde und ein Hafen vorhanden sei. Es schickten daher auch schon die Feinde, die in der Nähe wohnten, Gesandte zu Xenophon, da sie gehört hatten, er wolle an diesem Platz eine Stadt gründen. Sie ließen fragen, was sie tun müssten, um als Freunde zu gelten. Er aber führte sie den Soldaten vor.“120

Letzteres gehört u. a. wohl zu den Prozessen, die M. Trundle zu dem Schluss brachten, Söldner als internationale diplomatische Faktoren zu sehen.121 Davon abgesehen zeigen die zitierten Stellen für die griechischen Söldner grundsätzlich zwei Arten der Entlohnung: Erstens die Auszahlung in Silber und mit dieser dann die Rückkehr in die Heimat oder zweitens die Übertragung von Grundbesitz und damit die Ansiedlung innerhalb des persischen Reichsgebietes (hier: im westlichen Kleinasien). Beide Möglichkeiten scheinen sowohl Xenophons Söldnern als auch den Umwohnern so selbstverständlich, dass allein der Lagerplatz der Truppe an einer topographisch geeigneten Stelle bereits als Entscheidung für die Entlohnung durch Grundbesitz verstanden wird. Ebenso gingen die Söldner davon aus, dass die Entscheidung von ihrem Anführer, hier Xenophon, getroffen wurde und dieser auch die Ansiedlung im geschlossenen Verband beschloss, in diesem Fall die Gründung einer Stadt.122 Vergleichbare Fälle liegen auch aus anderen Regionen des Perserreiches vor, in denen die Ortsnamen durch ethnische oder personelle Zuordnungen auf die Ansied-

Xen. an. VI 4, 14: καί τινες ἐτόλμων λέγειν ὡς ὁ Ξενοφῶν βουλόμενος τὸ χωρίον οἰκίσαι πέπεικε τὸν μάντιν λέγειν ὡς τὰ ἱερὰ οὐ γίγνεται ἐπὶ ἀφόδῳ. Übersetzung: W. Müri. 119 Xen. an. VI 4, 21–22. 120 Xen. an. VI 6, 3–4: ἤδη δὲ ἦν πάντων ἀφθονία: καὶ γὰρ ἀγοραὶ πάντοθεν ἀφικνοῦντο ἐκ τῶν Ἑλληνίδων πόλεων καὶ οἱ παραπλέοντες ἄσμενοι κατῆγον, ἀκούοντες ὡς οἰκίζοιτο πόλις καὶ λιμὴν εἴη. ἔπεμπον δὲ καὶ οἱ πολέμιοι ἤδη οἳ πλησίον ᾤκουν πρὸς Ξενοφῶντα, ἀκούοντες ὅτι οὗτος πολίζει τὸ χωρίον, ἐρωτῶντες ὅ τι δέοι ποιοῦντας φίλους εἶναι. ὁ δ᾽ ἀπεδείκνυεν αὐτοὺς τοῖς στρατιώταις. Übersetzung: W. Müri. 121 Trundle 2004, 148; vgl. Pritchett 1974–1991, I 56–116. 122 Zu ähnlichen Problemen vgl. (Aristot.) oec. 1350b16–33; 1351b19–35. 118

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lung von Söldnern verweisen. Die rhodischen Brüder Memnon und Mentor standen als Söldnerführer in den Diensten des Artabazos, des Satrapen von Daskyleion, und hatten von ihm die Herrschaft über Skepsis, Ilion und Kebren im Skamandertal erhalten.123 Sie besaßen dort also riesige Ländereien, die auch als die Memnona Chora bekannt sind.124 Dorthin gehört offensichtlich auch die Memnonos Komē, von der Strab. XIII 1, 11 berichtet.125 Vor allem Mentor ist dabei ein Beispiel für die Möglichkeiten, die mit der Integration solcher sogenannter Söldnerführer verbunden waren: Er durfte als Auszeichnung für seine Erfolge vom König eine persische Frau heiraten – Barsine, die Tochter des Artabazos –, seine Kinder galten als „Perser“ und er wurde laut Diodor sogar zum „Satrapen“ über die Küsten(länder) Asiens ernannt.126 In ähnlicher Weise hatte Demaratos für seine Teilnahme am Griechenlandfeldzug vom Großkönig das Land um Teuthrania und Halisarna erhalten,127 entsprechend auch Gorgion vom Großkönig die Herrschaft über Gambrion und Palaigambrion und sein Bruder die über Myrina und Gryneion.128 Möglicherweise ist in einem vergleichbaren Zusammenhang auch das durch Xen. hell. III 1, 7 in Kleinasien bezeugte Λάρισάν γε μὲν τὴν Αἰγυπτίαν – das „Ägyptische Larisa“ – zu erklären. Ähnlich scheint es sich auch in Ägypten verhalten zu haben: So hatte der aufständische Akoris in Ägypten 385 v. Chr. den Athener Chabrias zum Kommandanten erwählt, der dort Söldner für den Kampf gegen die Perser anzuwerben begann.129 Nach ihm sind dort offensichtlich die Siedlungen Χαβρίου χώρα und Χαβρίου κώμη benannt.130 Bei der Rückeroberung des Landes durch Artaxerxes III. wird berichtet, dass fast alle Städte in Ägypten mit zwei Völkern,

Demosth. or. 23, 157. S. Seibt 1977, 90. Zur Rolle Mentors in großköniglichen Diensten s. Rop 2019, 174. 124 S. Arr. an. I 17, 8; Polyain. IV 13, 5. 125 S. hierzu Sekunda 1988, 187. 126 Zu Barsine s. Berve 1926, 102–104 mit Nr. 206; Barsine heiratete später Alexander, während ihre Tochter bei der Massenhochzeit von Susa offensichtlich als Perserin galt: Arr. an. VII 4, 4–6. S. hierzu auch Wiesehöfer 2015, 167. Vgl. entsprechend den Fall des Metiochos: Hdt. VI 41: Metiochos, der Sohn des Miltiades, erhielt von Dareios das Recht, sich in Kleinasien anzusiedeln, persische Frauen zu heiraten und dass seine Kinder als „Perser“ anerkannt wurden. Zum Satrapentitel in diesem Kontext s. Diod. XVI 52, 2–4. Möglicherweise sind diese Privilegien für Söldner in Zusammenhang mit der hellenistischen Militärrangklasse der „Perser“ im ptolemäischen Ägypten zu sehen, wie sie K. Vandorpe (s. ihren Beitrag in diesem Band sowie Vandorpe 2008, 87–108) untersucht hat. In entsprechender Weise wäre auch zu überdenken, ob die „Griechen des Königs“ (so Diod. XVI 44) weniger als ein Hinweis auf den Söldnerstatus zu verstehen sind, als im Sinne der ptolemäischen „Persai“ als eine Militärrangklasse. Vgl. hierzu auch die „Königssoldaten“ bei Augapfel 1917, 18, Text II.114. Ein Indiz dafür könnte sein, dass die in den griechischen Papyri bezeichnete Militärrangklasse der „Perser“ demotisch als Wynn ms n Kmy – „Griechen in Ägypten geboren“ – übersetzt wird, s. den Beitrag von K. Vandorpe in diesem Band. 127 Xen. hell. III 1, 6. 128 Xen. hell. III 1, 6. 129 Diod. XV 29, 1–2; Seibt 1977, 80. 130 Strab. XVI 2, 33 (C 760); XVII 1, 22 (C 803). 123

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Griechen und Ägyptern, besetzt waren,131 und dass in allen ägyptischen Feldzügen des Königs griechische „Söldner“ eingesetzt wurden.132 Es scheint also, als habe es im Achaimenidenreich zum Regelfall gehört, dass angeworbene Truppen für ihre Dienste auch mit Land bezahlt, damit dauerhaft gebunden wurden und jederzeit einsatzfähig blieben. Wie schmal dabei die Unterscheidung zwischen Ansiedlung und Stationierung, mithin im Status zwischen Söldner und Untertan war, wird an den Söldnertruppen der mysischen „Satrapin“ Mania deutlich.133 Nachdem sie die Städte Larisa, Hamaxitos und Kolonai für Pharnabazos gewonnen hatte, blieben Teile dieser griechischen Söldnertruppe (ξενικῷ Ἑλληνικῷ) in den Orten Neandria, Ilion und Kokylis. Als Derkylidas Larisa, Hamaxitos und Kolonai eingenommen hatte und die aiolischen Städte aufforderte, sich selbst zu befreien, leisteten die Einwohner von Neandria, Ilion und Kokylis dem Folge (οἱ μὲν οὖν Νεανδρεῖς καὶ Ἰλιεῖς καὶ Κοκυλῖται ἐπείθοντο). „Denn (γάρ)“, so begründet es Xenophon, „die in ihnen wachhabenden Hellenen (οἱ φρουροῦντες Ἕλληνες ἐν αὐταῖς) wurden nicht besonders gut behandelt, nachdem Mania gestorben war.“134 Die Erklärung Xenophons ergibt nur einen Sinn, wenn die Bürger der drei Städte sich gegen die persische Herrschaft erhoben, weil sie sich hinter die griechischen Phrouria stellten. Die Söldner wurden also nicht als Symbol der persischen Unterdrückung verstanden, sondern die Bürger solidarisierten sich offensichtlich mit ihnen. Sie riskierten die Erhebung, weil sie das Unrecht, das der Söldnertruppe widerfuhr, offensichtlich auch als das ihrer eigenen Stadt ansahen. Die Söldner, die nun ausdrücklich nicht mehr als ξενικοί, sondern nur noch als Ἕλληνες bezeichnet werden, scheinen sich nicht nur seit längerer Zeit in den Städten etabliert zu haben, sondern auch Teil der Polis geworden zu sein. Eine derartige Einbindung in die Stadtstruktur ist grundsätzlich gut vorstellbar, wie sie etwa durch die hellenistischen Söldnerkultvereine, so z. B. die Asklepiastai eines Phrourion von Pergamon oder für die ptolemäische Garnison des lykischen Limyra, inschriftlich belegt ist.135 131 132

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Diod. XVI 49, 7. Auch Megabyzos hatte schon mit griechischen Söldnern in Ägypten gekämpft: Diod. XI 77, 4. Diod. XV 41–43. Im Einzelnen erfahren wir etwa auf Seiten der Ägypter vom Kommando des Spartaners Philophron über die thebanischen Söldner bei der Verteidigung von Pelusion (Diod. XVI 46, 8–9; 49, 2). Unter Nektanebos II. kämpften außerdem als Strategen der Athener Diophantos und der Spartaner Lamios (Diod. XVI 48, 1–2), der Athener Iphikrates griff in der Mendes-Mündung des Nils eine Befestigung an (Diod. XVI 42, 5) und der spartanische Anführer Gastron tarnte seine griechische Truppe als Ägypter (Polyain. II 16). Unter Artaxerxes III. kommandierte Lakrates 1.000 Thebaner und Nikostratos 3.000 Argiver (Diod. XV 29, 2; 44, 2–4). Ausführlich zu den Griechen in Ägypten beim Feldzug des Artaxerxes III. s. Marinovič 1988, 107–108; 110–111; 116–121. Zu den Söldnern der Mania s. kurz Marinovič 1988, 111–112. Insgesamt: Xen. hell. III 1, 13–16. Übersetzung: H. Klinkott. Pergamon: Müller 2010, 427–457 (SEG LX 1332); Limyra: Wörrle 2015, 291–304. S. außerdem zur potentiellen Einbindung von misthophoroi in eine städtische Bürgerschaft die Beiträge von S. Scheuble-Reiter, S. Péré-Noguès, C. Chrysafis (speziell zur Einbürgerung des Strombichos IG II/III3 918–919) und D. Dana in diesem Band.

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Xenophons Ausführungen sowohl bei der Orakelblockade in der Anabasis wie auch bei der Mania-Episode in den Hellenika scheinen für die Söldner im Perserreich einen wichtigen Aspekt zu beleuchten: Wenn Söldner eine rein professionelle, fiskalische Bindung an ihren Soldherrn besaßen, dann bedeutet die Ansiedlung, wie sie an beiden Stellen ein zentraler Aspekt ist, den entscheidenden, emotionalen Unterschied zwischen Söldnern und Soldaten als militärischen Spezialisten.136 Die Stelle der Anabasis scheint genau diese Wandlung zu behandeln, aus der die Spaltung von Xenophons Truppe in verschiedene Interessengruppen und die Handlungsblockade durch die missglückte Opferschau resultierte.137 Dass dieser Umgang mit den Söldnern vonseiten des Großkönigs durchaus gewollt war und zu einem Prinzip der achaimenidischen Herrschaftspolitik gehörte, spiegelt sich in einer Rede wider, die Xenophon den älteren Kyros vor seinen ägyptischen Söldnern138 halten lässt: (43) ‚So lange der Krieg fortgeht‘, antwortete Kyros ihnen, ‚werde ich euch eine größere Bezahlung geben, als ihr sie jetzt erhaltet; und wenn Friede geschlossen ist, werde ich denen von euch, die bei mir geblieben sind, Land, Städte, Frauen und Sklaven geben.‘ (…) (45) Und die Ägypter, die dann im Land blieben, waren fortan dem König treue Untertanen bis zum heutigen Tag. Und Kyros gab ihnen Städte, einige im Landesinneren, die sogar bis heute Ägypterstädte heißen (πόλεις Αἰγυπτίων καλοῦνται), unter ihnen Larissa, Kyllene und Kyme-am-Meer, und ihre Nachfahren leben dort bis zum heutigen Tag.“139

Vor dem exemplarischen Charakter der Kyrupädie ist bezeichnend, dass die ägyptischen Söldner nicht nur durch mehr Sold gebunden werden, sondern auch mit dem Versprechen einer festen Ansiedlung. Mit ihr vollzog sich anhand der gelungenen und dauerhaften Integration der Wandel von Söldnern zu Untertanen des Königs.

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Vgl. auch Manning 2021, 174. S. dagegen Marinovič 1988, 123, die auch die griechischen Söldner in persischen Diensten als „mercenaires“ sieht, wenn sie mit Land versorgt dauerhaft dem König unterstanden. S. hierzu Trampedach 2015, 170–172. Zur Anwerbung der ägyptischen Söldner unter Kyros: Xen. Kyr. VII 1, 41–45. Xen. Kyr VII 1, 43; 45: (43) πρὸς τοῦτο εἶπεν ὁ Κῦρος: μισθὸν μὲν ὑμῖν δοίην ἂν πλείονα ἢ νῦν ἐλαμβάνετε ὅσον ἂν χρόνον πόλεμος ᾖ: εἰρήνης δὲ γενομένης τῷ βουλομένῳ ὑμῶν μένειν παρ᾽ ἐμοὶ χώραν τε δώσω καὶ πόλεις καὶ γυναῖκας καὶ οἰκέτας. (…) (45) καὶ οἱ Αἰγύπτιοί τε οἱ καταμείναντες τότε ἔτι καὶ νῦν βασιλεῖ πιστοὶ διαμένουσι, Κῦρός τε πόλεις αὐτοῖς ἔδωκε, τὰς μὲν ἄνω, αἳ ἔτι καὶ νῦν πόλεις Αἰγυπτίων καλοῦνται, Λάρισαν δὲ καὶ Κυλλήνην παρὰ Κύμην πλησίον θαλάττης, ἃς ἔτι καὶ νῦν οἱ ἀπ᾽ ἐκείνων ἔχουσι. Übersetzung: R. Nickel.

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II.7 Die Rekrutierung Nicht zuletzt stellt sich an diesem Beispiel der Kyrosrede die grundsätzliche Frage, wie solche Truppeneinheiten vom König für sein Aufgebot rekrutiert wurden. Herodot berichtet darüber: „Diese alle (sc. die Flottenbesatzungen) und auch die, die man der Landmacht zugeteilt hat, wurden von einheimischen Führern befehligt, deren Namen ich jedoch nicht erwähne; ich brauche sie für die Darstellung meiner Geschichte nicht. Denn nicht jedes Volkes Anführer war erwähnenswert; außerdem hatte bei jedem Volk jede einzelne Stadt ihren besonderen Anführer. Sie alle zogen nicht als Feldherren mit, sondern wie die anderen als einfache Befehlsempfänger. Denn die Befehlshaber, die als oberste Führung amtierten und die, soweit sie Perser waren, die einzelnen Völker befehligten, habe ich schon genannt.“140

Offensichtlich richteten sich die königlichen Aufrufe zur Rekrutierung an repräsentative Kontaktpersonen der jeweiligen Städte und Völkerschaften. Der Ägyptenfeldzug Artaxerxes’ III. gegen Tachos in den 360ern und 350ern v. Chr. liefert meines Erachtens für diesen Vorgang wie auch für die Wahrnehmung der Söldner aus östlicher Sicht wichtige Hinweise.141 Wir erfahren von Diod. XV 92, 2, dass sich der aufständische ägyptische König 362/1 v. Chr. mit einem Rekrutierungsgesuch nach Griechenland wandte. Dort konnte er 10.000 neue Söldner gewinnen (Diod. XV 92, 2: μισθοφόρους δ’ ἐπιλέκτους ἐκ τῆς Ἑλλάδος μυρίους). Das Kommando über dieses Söldnerheer – μισθοφόρων τὴν ἡγεμονίαν, wie es Diodor bezeichnet – übertrug Tachos dem Spartaner Agesilaos: ἀπεσταλμένῳ μὲν ὑπὸ Λακεδαιμονίων ἐπὶ συμμαχίαν μεθ’ ὁπλιτῶν χιλίων. Der Zusatz ἐπὶ συμμαχίαν macht klar, dass die Spartaner in einem offiziellen Volksbeschluss die 1.000 Hopliten quasi „von Staats wegen“ als Bundesgenossen entsandten.142 Sie galten also – zumindest aus griechischer Sicht – nicht als Söldner, kämpften aber offensichtlich unter dem Befehl des Agesilaos und damit in dem Kontingent, das Diodor insgesamt als μισθοφόρων τὴν ἡγεμονίαν bezeichnet. Auf griechischer Seite wird weit deutlicher differenziert, wie das Beispiel des Atheners Chabrias zeigt, den Tachos zum Kommandanten über die Flotte einsetzte. Zu ihm bemerkt Diodor ausdrücklich:

140 Hdt. VII 96, 1–2: τούτων δὲ ἄριστα πλεούσας παρείχοντο νέας Φοίνικες καὶ Φοινίκων Σιδώνιοι. τούτοισι πᾶσι καὶ τοῖσι ἐς τὸν πεζὸν τεταγμένοισι αὐτῶν ἐπῆσαν ἑκάστοισι ἐπιχώριοι ἡγεμόνες, τῶν ἐγώ, οὐ γὰρ ἀναγκαίῃ ἐξέργομαι ἐς ἱστορίης λόγον, οὐ παραμέμνημαι. οὔτε γὰρ ἔθνεος ἑκάστου ἐπάξιοι ἦσαν οἱ ἡγεμόνες, ἔν τε ἔθνεϊ ἑκάστῳ ὅσαι περ πόλιες τοσοῦτοι καὶ ἡγεμόνες ἦσαν, εἵποντο δὲ ὡς οὐ στρατηγοὶ ἀλλ᾽ ὥσπερ οἱ ἄλλοι στρατευόμενοι δοῦλοι: ἐπεὶ στρατηγοί γε οἱ τὸ πᾶν ἔχοντες κράτος καὶ ἄρχοντες τῶν ἐθνέων ἑκάστων, ὅσοι αὐτῶν ἦσαν Πέρσαι, εἰρέαταί μοι. Übersetzung: W. Marg. 141 S. hierzu ausführlich Rop 2019, 148–175. 142 S. Seibt 1977, 88 Anm. 4.

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„(I)hn, der nicht offiziell/durch Volksbeschluss von seiner Heimatstadt entsandt wurde, sondern vom König dazu gebracht worden ist, aus eigenen Mitteln an dem Unternehmen teilzunehmen.“143

Vonseiten des ägyptischen Königs verschwammen jedoch die Unterschiede, wenn sie nicht gar gänzlich unerheblich waren.144 Er hatte eine Truppenanfrage nach Griechenland gestellt und von dort 10.000 Soldaten erhalten. Wie diese in ihrem jeweiligen Status von griechischer Seite zu verstehen waren und welche inner-griechischen Prozesse ihrer Entsendung vorangingen, war für Tachos irrelevant. Alle waren Griechen, alle waren Hopliten, alle kämpften für seine Seite und alle wurden von ihm entlohnt. Der persische Großkönig ging dabei kaum anders vor. Auch er wandte sich 351/50 v. Chr. mit einem entsprechenden Anliegen nach Griechenland. Diodor berichtet: „Der Großkönig, der es als eine Angelegenheit von größter Bedeutung ansah, Ägypter wieder zu unterwerfen, schickte mit Blick auf seine vorherige Niederlage Gesandte zu den größten Städten in Griechenland mit der Aufforderung, mit den Persern in den Kampf gegen die Ägypter zu ziehen (συστρατεῦσαι τοῖς Πέρσαις ἐπ’ Αἰγυπτίους)“.145

G. Seibt hat zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass Artaxerxes III. hier weniger Söldner anwarb, als offiziell um die Stellung von Hilfskontingenten als Bundesgenossen (symmachoi, ἐπὶ συμμαχίαν) bat.146 Athener und Lakedaimonier lehnten das Gesuch zwar ab, allerdings stellte Theben 1.000 Hopliten unter der Führung des Lakrates und Argos 3.000 unter Nikostratos.147 Schließlich standen insgesamt etwa 10.000 Griechen in der Armee Artaxerxes’ III. jeweils insgesamt 20.000 griechischen und libyschen Kämpfern (machimoi) auf ägyptischer Seite gegenüber.148 Wie wäre das aus persischer Sicht zu verstehen? Der Großkönig erließ für seinen Feldzug gegen Ägypten ein Aufgebot an die verschiedenen Völker seines Reiches, und auch an Griechenland. Sie hatten jeweils wohl eine bestimmte Zahl und einen bestimmten Waffentyp an Truppen zu stellen. Aus Griechenland kamen 10.000 Hopliten, wobei auch hier für die persische Seite unerheblich bleibt, ob sie auf Beschluss der Stadt entsandt wurden oder sich aus

143 144 145 146 147 148

Diod. XV 92, 3: Χαβρίᾳ τῷ Ἀθηναίῳ, δημοσίᾳ μὲν ὑπὸ τῆς πατρίδος οὐκ ἀπεσθαλμένῳ, ἰδίᾳ δὲ ὑπὸ τοῦ βασιλέως συστρατεύειν πεπεισμένῳ. Übersetzung: O. Veh. S. hierzu auch Rop 2019, 24–25. Diod. XVI 44, 1: ὁ δὲ βασιλεὺς ἐν μεγάλῳ τιθέμενος τὸ κρατῆσαι τῆς Αἰγύπτου διὰ τὸ πρότερον ἐλάττωμα πρεσβευτὰς ἀπέστειλε πρὸς τὰς μεγίστας τῶν κατὰ τὴν Ἑλλάδα πόλεων, ἀξιῶν συστρατεῦσαι τοῖς Πέρσαις ἐπ᾽ Αἰγυπτίους. Übersetzung: O. Veh. Diod. XVI 44, 4. S. Seibt 1977, 93; 221; entsprechend Rop 2019, 21. S. hierzu auch den Beitrag von P. Sänger in diesem Band, der u. a. den interessanten Aspekt anschneidet, inwiefern derartige symmachoi bei ihrem Verbleib im Reichsgebiet in politeumata organisiert und angesiedelt wurden. S. Diod. XVI 44, 2. Diod. XVI 40, 6 (vgl. hierzu XI 74, 1); XVI 47, 6.

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eigenem Antrieb dem Feldzug anschlossen. Selbst die Weigerung Athens und Spartas war aus persischer Perspektive praktisch unbedeutend, wenn vom Großkönig eine Gesamtzahl an Truppen erwartet wurde und nicht eine anteilige Stellung aus jeder Polis.149 Und wer waren Athen und Sparta 350 v. Chr.? Theben war derzeit die entscheidende Macht, Athen und Sparta nahmen aus Sicht des Großkönigs längst nicht mehr herausragende Stellungen unter den griechischen Städten ein. Was also unterschied die Anfrage des Großkönigs von den Aufgebotsforderungen, wie sie Herodot für Xerxes schildert?150 Die politische Zugehörigkeit zum persischen Reichsgebiet, wie sie aus griechischer Sicht einen wesentlichen Unterschied ausmachte, war aus achaimenidischer Perspektive wohl unerheblich,151 zumal wenn man sich das großkönigliche Verständnis von Griechenland in Erinnerung ruft, wie es Dion Chrysostomos tradiert hat. Es ist auch hier zu bezweifeln, ob der innergriechische Status der entsandten Hopliten und die lokalen Vorgänge ihrer Rekrutierung für den Großkönig überhaupt von Bedeutung waren.152 Zumindest wandte sich Artaxerxes III. wegen des zyprischen Aufstandes 351/50 v. Chr. brieflich an den karischen Dynasten und Satrapen Idrieus, weil er φίλον δ’ ὄντα καὶ σύμμαχον Περσῶν ἐκ προγόνων.153 Idrieus sammelte unter seinem Kommando ein Heer und eine Flotte für den Krieg des Königs in Zypern, die Diodor allerdings als στρατιώτας δὲ μισθοφόρoυς beschreibt.154 Diese Stelle könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Aufgebotsforderungen des Großkönigs generell „ἐπὶ συμμαχίαν“ formuliert waren, unabhängig davon, ob sie Gebiete innerhalb oder außerhalb der politischen Grenzen seines Reiches, die es nach der großköniglichen Ideologie ohnehin nicht gab, betrafen. Unabhängig davon warben jedoch auch die Satrapen Truppen an, die sie aus ihrem eigenen Vermögen unterhielten. Xenophons Zehntausend sind nur eines von zahlreichen anderen Beispielen. Dennoch ist zu hinterfragen, was für eine Kategorie von Truppen genau gemeint ist, wenn Xenophon von „Söldnern“ spricht.155 In der Anabasis unterscheidet er präzise zwischen ihnen und den regulären Heeresverbänden. So verfügte Tiribazos etwa über seine eigenen Streitkräfte (αὑτοῦ δύναμιν) sowie über Chalyber und Taochen als Söldner (καὶ μισθοφόρους Χάλυβας καὶ Ταόχους).156 Nicht 149 Zur Wahrnehmung Athens als „imperial client“ durch Artaxerxes s. Hyland 2018, 12–13; Rop 2019, 21; 24. 150 S. Hdt. VI 48, 2; 49, 1; vgl. auch Hdt. VII 132; 186. 151 S. Rop 2019, 24. 152 Vgl. hierzu z. B. den Fall des Iphikrates, der vom Großkönig ausdrücklich und wohl auch ausschließlich aufgrund seiner strategischen Fähigkeiten angeworben wurde: Diod. XV 41, 1. S. hierzu den Beitrag von C. van Regenmortel in diesem Band. 153 Diod. XVI 42, 6. Zu den Kommunikationswegen für die Aufgebote des Großkönigs s. Rop 2019, 173. 154 Diod. XVI 42, 7. S. hierzu auch Rop 2019, 173. 155 Vgl. in diesem Zusammenhang auch die kritische Bewertung des sog. Söldnerdekrets unter Artaxerxes III. durch Rop 2019, 27. 156 Xen. an. IV 4, 18.

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zwangsläufig handelt es sich bei Letzteren jedoch um seine „privaten“ Truppen. Auch Orontas und Artuchas verfügten über armenische, mardische und chaldäische „misthophoroi“.157 Bei ihnen allen handelt es sich also um Einheiten, die aus Völkerschaften innerhalb des Reichsgebietes „angeworben“ wurden und – wie in diesem Fall – im Auftrag des Großkönigs handelten. Während eine Anfrage des Großkönigs „ἐπὶ συμμαχίαν“ wohl zu den allgemeinen Aufgebotsforderungen anlässlich eines konkreten Konflikts gehörte, wurden die königlichen Truppen des stehenden Reichsheeres offenbar auf gesonderte Weise ausgehoben. Mit Blick auf die Programmatik der königlichen Anwerbungspolitik, wie sie Xenophon in der Kyrupädie am Beispiel der Ägypter ausgeführt hat, scheint die Rekrutierung für das Reichsheer durch die Zusage des Königs mit einer Versorgung/ Entlohnung durch Grund- und Landbesitz besondere Attraktivität besessen zu haben. Gerade bei der Behandlung der Chaldäer unter dem Kommando des Orontas verweist Xenophon sprachlich von der Anabasis auf die Kyrupädie, wo er grundsätzlich ihre Motivation für den Kriegsdienst erläutert.158 Dort heißt es: „Die Chaldäer nun trugen jeder einen geflochtenen Schild und zwei Speere, und es heißt von ihnen, sie seien die kriegerischsten unter den Völkern dieser Gegend. Sie dienen auch als Söldner/oder: für Sold (καὶ μισθοῦ στρατεύονται), wenn irgendjemand sie benötigt,159 denn sie sind erfahren im Krieg und arm an Geld, denn ihr Land ist bergig und nur ein kleiner Teil davon ertragreich.“160

Gerade hier wird in Xenophons Formulierung die Schwierigkeit bei der Unterscheidung der Söldner von den Soldaten erkennbar, je nachdem ob man sich bei der Wendung μισθοῦ στρατεύονται für die Übersetzung „als Söldner kämpfen“ oder „für Sold kämpfen“ entscheidet. III. Abschließende Überlegungen Am Ende stehen wir damit wieder am Ausgangspunkt der Überlegungen: Was sind überhaupt Söldner im Achaimenidenreich? Der Begriff transportiert auf jeden Fall eine Vielzahl negativer Assoziationen, sowohl im modernen Verständnis wie wohl auch im Xen. an. IV 3, 3. Die Behandlung der Waffen und ihres Heimatlandes in Xen. an. IV 3, 4 entspricht fast wörtlich Xen. Kyr. III 2, 7. 159 Vgl. hierzu auch Xen. Kyr. III 2, 27, wonach die Chaldäer entsprechend gute Kontakte zu den indischen Königen besaßen. 160 Xen. Kyr III 2, 7: Εἶχον δ‘ οἱ Χαλδαῖοι γέρρα τε καὶ παλτὰ δύο· καὶ πολεμικώτατοι δὲ λέγονται οὗτοι τῶν περὶ ἐκείνην τὴν χώραν εἶναι· καὶ μισθοῦ στρατεύονται, ὁπόταν τις αὐτῶν δέηται, διὰ τὸ πολεμικοί τε καὶ πένητες εἶναι· καὶ γὰρ ἡ χώρα αὐτοῖς ὀρεινή τέ ἐστι καὶ ὀλίγη ἡ τὰ χρήματα ἔχουσα. Übersetzung: H. Klinkott. 157 158

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antiken, oder zumindest dem im klassischen Griechenland. Umso notwendiger ist es, vor einer Verwendung den Begriff für die Antike sehr genau und präzise zu definieren, da sonst der Blick auf zahlreiche Phänomene verstellt bleibt, die als scheinbar ungewöhnlich von der plakativen Bezeichnung „Söldner“ abweichen. Meines Erachtens ist deutlich geworden, dass es im Achaimenidenreich aus Sicht der Perser die Kategorie der Söldner nicht gab. Vielmehr sah man in ihnen wohl militärische Spezialisten, die dauerhaft in den Reichsverbänden kämpften, nach ihren Waffengattungen und weniger nach ethnischer Zusammensetzung geordnet waren, die regulären Sold empfingen, sei es in Silber oder Land, die unabhängig von ihren Heimatländern im Reichsgebiet angesiedelt wurden und dort durch ihre dauerhafte, auch soziale Integration für eine Stabilisierung des Landes sowie eine permanent verfügbare Streitmacht sorgten.161 Wenn Söldner eher als solche (militärischen) Siedler-Spezialisten zu sehen sind und ihre dauerhafte Ansiedlung die Regel war,162 dann stellt sich jedoch die Frage, wie eine solche „Söldneranwerbung“ zu verstehen ist. Sie ist sicherlich nicht das, was Söldner grundlegend definiert: eine Anwerbung militärischer „Sonderkräfte“ für einen speziellen Anlass und einen konkreten kriegerischen Einsatz von entsprechend begrenztem Zeitraum. Eine regelhafte permanente Eingliederung in die lokalen Verhältnisse mit allen ihren Konsequenzen (der sozialen Veränderung, den kulturellen Auswirkungen und der religiösen Einflussnahme) war damit vielmehr beabsichtigt und folgte einem politischen Konzept, das staatliche Kontrolle, zunehmende Urbanisierung, kulturelle Vielfalt, wirtschaftliche Stabilisierung und militärische Sicherung in den Blick nahm. Nicht zuletzt finden wir in den verschiedenen Reichsteilen mit solchen Siedlungseinheiten militärisch schlagkräftige Faktoren, die nicht nur dem König stets zur Verfügung standen,163 sondern die ihm auch loyal verbunden waren und gerade deshalb Abfallbewegungen Einheimischer aufbrechen konnten. Wohl aus diesem Grund konstatiert M. W. Stolper zu den sogenannten babylonischen „Militärlehen“: „the ḫatru was not only an antecedent of Hellenistic military colonies. It was also a functional successor to earlier Mesopotamian administrative regimes which managed state-controlled lands by granting benefices“.164

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So auch Manning 2021, 174 zu den „wandering experts“. Vgl. hierzu auch in den Statuten der Fremdenlegion: „La Légion étrangère offre l’intégration par l’effort, dans la société française.“ (https:// www.legion-etrangere.com/mdl_media/doc/1/plaquette-Legion-etrangere-2019-pour-BAT.pdf, zuletzt abgerufen am 24.01.2020). Zu weiteren Interessen aus einem politischen, innergriechischen Hintergrund s. Rop 2019, 28; zu Soldaten/“Söldnern“ im Dienst des Königs als militärischen Spezialisten s. auch Jursa 2010, 696. 162 Zu den Risiken einer Stadt bei der Aufnahme von Söldnern s. z. B. Diod. XIV 9, 8. S. hierzu ausführlich den Beitrag von S. Péré-Noguès in diesem Band. 163 Gerade in diesem Kontext ist das vertraglich ausdrücklich festgehaltene βασιλικὸν κώλυμα von besonderem Interesse, durch das die Rechte der Angesiedelten durch die „Verhinderung des Königs“ im Ernstfall eingeschränkt wurden. 164 S. so in Babylonien: Stolper 1985, 99.

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Indices Quellenindex Literarische Quellen Ael. Dion. s.v. Κάρδακες 249; 273 Ail. var I 25 251 Ain. Takt. 3, 6 55 Anm. 25 5, 1 55 Anm. 25 6, 1–2 33 Anm. 7 10, 7 41 Anm. 8 10, 18–19 41 Anm. 8 10, 22 41 Anm. 8 11, 7–10 41 Anm. 8 12, 2 33 Anm. 7 12, 2–5 41 Anm. 8 13, 1–4 41 Anm. 8

15, 2 33 Anm. 7 16, 2 33 Anm. 7 18, 8 41 Anm. 8 23, 11 41 Anm. 8 24, 1 237 Anm. 16 24, 1–3 41 Anm. 8 24, 6–9 41 Anm. 8 24, 10 251 26, 7–11 33 Anm. 7 27 33 Anm. 7 28, 5 41 Anm. 8 29, 4 41 Anm. 8 38, 4 33 Anm. 7 Alk. fr. 350 276 Anm. 104

Alki. II 34 96 Anm. 35 Anaximen. FGrH 72 F 17 (= Theop. FGrH 115 F 222) 245 Anm. 60; 250 Anon. De mulieribus 54 Anm. 15 Anon. FGrH 105 F4 245 Anm. 60; 248 Antiphanes PCG II fr. 200 254 App. Mac 18, 2 230 App. Syr 32 146; 147 Anm. 20; 161 Anm. 100

334 Aristoph. Ach 159 136–137 Anm. 117 Aristot. Ath pol 56, 7 63 Anm. 72 Aristot. eth Nic 1116a16–18 49 1116a16–b23 41 Anm. 7 1116b 128 Anm. 39 1116b6–26 235–236 Anm. 5 1116b16–25 242–243 Anm. 49 Aristot. pol 1268a14 62 Anm. 63 1275a23 87 Anm. 71 1285a 242 Anm. 45 1303a25–26 87 Anm. 68 1303a27–28 87 1303a38–b2 87 1311b 242 Anm. 45 (Aristot.) oec 1318b24–33 253 1348a25–29 252 1350b16–33 248; 279 Anm. 122 1351b1–19 251 1351b19–35 248; 279 Anm. 122

Indices

Arr. an I 12 240 Anm. 31; 243 Anm. 52 I 12, 1–4 40 Anm. 4 I 13–16 248 I 16, 4 65 Anm. 96; 245 Anm. 62 I 16, 5 68 Anm. 96 I 17, 8 280 Anm. 124 I 17, 9 248 I 18–20 248 I 19, 5 243 Anm. 51 I 20–23 248 I 24, 4 248 I 26, 5 248 I 29, 3 248 II 1, 5 251 II 2, 1 248 II 8–11 249 II 8, 6 249; 273 II 13 249 II 25 249 III 7, 1 249 III 8, 3 251 III 11, 7 249 III 16, 2 249

III 23, 9 249 III 24, 5 130 Anm. 55; 240 Anm. 33; 243 Anm. 51; 249 V 25–28 69 Anm. 102 VII 4, 4–6 280 Anm. 126 VII 5, 1–3 59 Anm. 46 VII 10, 4 68 Anm. 99 VII 12, 2 69 Anm. 102; 69 Anm. 104 Athen. 593a–b 148 Anm. 24 Curt. III 1, 1–8 248 III 2, 10–19 241 Anm. 36 III 3, 1 245; 248 III 3, 6 241 Anm. 37 III 8, 1–11 249 III 8, 27 249 IV 1, 3 249 IV 1, 27–28 249 IV 5, 18 249 IV 5, 22 243 Anm. 52; 251 IV 6, 15–30 249 IV 13, 36 244 Anm. 58; 249 V 1, 41 146; 147 Anm. 14

Quellenindex

V 8, 3 249 V 9, 14–16 249 V 10, 7 249 V 11, 1–12, 7 245 Anm. 60; 249 V 11, 5 238 Anm. 21 V 12, 4–7 242 V 18 249 VI 5, 6–10 249 IX 3, 1–19 69 Anm. 102 Deinarch. I 71 55 Anm. 25 Demosth. or 1, 6 129 Anm. 45 1, 19–20 129 Anm. 46 1, 27 37 1, 28 37 Anm. 17; 38 2, 24 37 Anm. 17; 127 Anm. 29; 129 Anm. 45 2, 28–30 129 Anm. 47 2, 29 34 Anm. 11 2, 30 129 Anm. 49 2, 31 41 Anm. 7 3, 9 37 3, 11 38

3, 19 129 Anm. 46, 48 3, 20 37 3, 28 32 3, 30 37 Anm. 17; 38 Anm. 19 3, 33–36 129 Anm. 46 3, 35 38 Anm. 18; 41 Anm. 7 3, 36 128 Anm. 44; 129 Anm. 45 4, 8 36 Anm. 16; 129 Anm. 46; 137 Anm. 118 4, 16–27 38 4, 17 36 Anm. 16 4, 20–25 128 Anm. 40 4, 21–25 34 4, 23 33; 35 4, 24 128 Anm. 42; 129 Anm. 46 4, 24–25 41 Anm. 7 4, 25 34 4, 29 34 Anm. 10 4, 36 12 Anm. 2 4, 50 37 5, 16 37 5, 45 37 Anm. 17 6, 2 37 8, 18 37

335 8, 45 37 8, 49–50 37 8, 59–60 37 9, 47–50 37 Anm. 17; 38 9, 48 37 Anm. 17 9, 50 129 Anm. 51; 134 Anm. 93 9, 51 37 9, 52 33 Anm. 8 10, 1 38 Anm. 18 10, 34 37 11, 17 37 Anm. 17 13, 11 129 Anm. 46 13, 16 38 Anm. 19 13, 27 32 13, 34 37 Anm. 17; 38 Anm. 19 14, 9 33; 37 Anm. 17 14, 31 134 Anm. 93; 135 Anm. 104; 242; 245 Anm. 61; 249 15, 9–10 251 17, 26 38 23, 139 123 Anm. 2 23, 142 245 Anm. 59; 248 23, 154 241 Anm. 36; 245 Anm. 59; 248

336 23, 157 280 Anm. 123 23, 212 102 Anm. 67 40, 36 128 Anm. 43 50, 7–9 126 Anm. 22 50, 7–11 128 Anm. 43 50, 13–14 126 Anm. 22 (Demosth.) or 11, 5 248 43, 75 63 Anm. 72 Diod. XI 48, 3 77 XI 49, 1–2 77 Anm. 12; Anm. 13 XI 49, 3–4 77 Anm. 16 XI 68, 5 77 Anm. 10 XI 72, 3 77 XI 74, 1 284 Anm. 148 XI 76, 5 79 XI 77, 4 281 Anm. 131 XI 86, 4–5 78–79 Anm. 22 XIII 50–51 247 XIII 67–68 78 Anm. 20 XIII 84, 3 80 XIII 104, 3 253

Indices

XIV 8, 3–4 41 Anm. 10 XIV 9, 3 84 Anm. 59 XIV 9, 3–9 41 Anm. 10 XIV 9, 8 84; 287 Anm. 162 XIV 10, 4 41 Anm. 10 XIV 15, 3 81 Anm. 35 XIV 16, 1 82 Anm. 50 XIV 16, 4 82 Anm. 50 XIV 19–31 40 Anm. 4 XIV 22, 6 241 Anm. 37 XIV 26, 7 44 XIV 27, 1 44 Anm. 23 XIV 34, 3 82 Anm. 47; 215 XIV 37 40 Anm. 4 XIV 37, 1 49 XIV 37, 5 82 Anm. 45 XIV 44, 2 242 Anm. 44 XIV 47, 2–3 242 Anm. 44 XIV 48, 3–5 242 Anm. 44 XIV 49, 1–6 242 Anm. 44 XIV 58, 2 81 Anm. 36 XIV 62, 1 217 Anm. 19 XIV 66, 5 55 Anm. 25

XIV 68, 3 81 Anm. 35 XIV 78, 1–3 81 Anm. 37 XIV 78, 5 82 XIV 78, 6 82 XIV 80 252 XIV 96, 4 81 Anm. 40 XIV 99 251 XV 3, 9 247 XV 9 243 Anm. 54 XV 9–18 252 XV 29, 1–2 280 Anm. 129 XV 29, 2 281 Anm. 132 XV 38 239 Anm. 23; 249 XV 41 135 Anm. 106; 285 Anm. 152 XV 41–43 281 Anm. 132 XV 41–44 241 Anm. 39; 248 XV 41–47 238 Anm. 22 XV 43–44 245 Anm. 59 XV 44, 2–4 281 Anm. 132 XV 70 248 XV 91, 1 248 XV 91, 2–6 248 XV 92 239 Anm. 27

337

Quellenindex

XV 92, 2 283 XV 92, 3 284 XVI 22 248 XVI 34 248; 251 XVI 40, 6 284 Anm. 148 XVI 42 248; 252 XVI 42, 2 248 XVI 42, 5 281 Anm. 132 XVI 42, 6 285 Anm. 153 XVI 42, 7 285 Anm. 154 XVI 42, 9 271–272 Anm. 73 XVI 44 198; 244 Anm. 58; 250; 280 Anm. 126 XVI 44, 1 284 XVI 44, 2 284 Anm. 147 XVI 44, 4 242 Anm. 44; 284 Anm. 146 XVI 45–47 243 Anm. 51 XVI 46 248 XVI 46, 8–9 281 Anm. 132 XVI 47 198 XVI 47, 6 284 Anm. 148 XVI 48, 1–2 281 Anm. 132 XVI 49 243 Anm. 51

XVI 49–50 241 Anm. 39 XVI 49, 2 281 Anm. 132 XVI 49, 7 281 Anm. 131 XVI 50, 7 248 XVI 52 241 Anm. 36 XVI 52, 2–4 280 Anm. 126 XVI 70 248 XVI 82, 1 128 Anm. 43 XVI 83, 1 15 Anm. 20 XVII 7 248 XVII 19 252 XVII 19, 4 263 Anm. 27 XVII 19–20 248 XVII 21, 6 68 Anm. 96; 68 Anm. 98 XVII 22 248 XVII 23 243 Anm. 50 XVII 23–27 248 XVII 26, 2 244 Anm. 58 XVII 29 248 XVII 30 241 Anm. 36 XVII 33–34 249 XVII 48 249 XVII 53 241 Anm. 37

XVII 65, 1 144 Anm. 6; 146; 147 XVII 94, 3–4 69 Anm. 102 XVII 94, 5 69 Anm. 102 XVII 108, 7 137 Anm. 120 XVII 110, 3 69 Anm. 104; 138 Anm. 132; 268 Anm. 50 XVIII 4, 1 137 Anm. 120 XVIII 9 130 Anm. 59 XVIII 10, 1 130 Anm. 57 XVIII 11 130 Anm. 59 XVIII 13 130 Anm. 59 XVIII 16, 2 252 XVIII 21, 2 130 Anm. 56 XVIII 40, 5–8 128 Anm. 43 XVIII 50, 2–3 128 Anm. 43 XVIII 61, 4 137 Anm. 123; 217 XVIII 61, 5 239 Anm. 23 XIX 12 254 XIX 12, 1 268 Anm. 51 XIX 13, 4 55 Anm. 26 XIX 25, 3 137 Anm. 121 XIX 26, 1–3 128 Anm. 43 XIX 26, 3 137 Anm. 121 XIX 31, 3 56–57

338

Indices

XIX 42, 2–3 55 Anm. 23 XIX 43, 2 55 Anm. 23 XIX 43, 7–8 55 Anm. 23 XIX 50, 1–3 128 Anm. 43 XIX 56 137 Anm. 120 XIX 59, 4 56 Anm. 31 XIX 60, 1 218 XIX 62, 4 131 Anm. 60 XIX 67, 1 56 Anm. 30 XIX 75, 1 137 Anm. 121 XIX 75, 6 57 Anm. 38 XIX 87 128 Anm. 43 XIX 88, 5 131 Anm. 61 XX 27, 3 57 Anm. 39 XX 40, 6 131 Anm. 62 XX 47, 4 56 Anm. 28 XX 50, 3 131 Anm. 63; 132 Anm. 77 XX 75, 1 128 Anm. 43 XX 76, 6 128 Anm. 43 XXI 18, 1–2 94 Anm. 23

IV 39–40 94 Anm. 27

Diog. Laert. II 17 94 Anm. 27; 105 Anm. 76 II 127 105 Anm. 76

Hdt. I 171 250 II 15 253

Dion. Chrys. 11, 148 264 Anm. 31 11, 149 264 Ephippos PCG V fr. 5 254 PCG V fr. 19 254 Ephoros FGrH 70 F 12 198 Eur. Bacch 1356 237 Anm. 16 Eur. Rhes 994 220 Anm. 30 Eus. Chronicon I 120 (Schoene) 91 Anm. 9 Eust. comm ad Hom Il II 869 249 Frontin. strat II 3, 3 251 IV 2, 7 40 Anm. 4

II 17 253 II 30 253 II 30, 4 53 Anm. 14 II 97 253 II 112 253 II 152 236 III 4–11 252 III 84 243 Anm. 54 III 91 249 III 139 238 Anm. 18 IV 145–205 269 Anm. 60 IV 152, 4–154, 3 276 IV 166 270 Anm. 62 IV 167, 1–3 269–270 V6 144 Anm. 9 V 78 128 Anm. 37 VI 41 280 Anm. 126 VI 48, 2 285 Anm. 150 VI 49, 1 285 Anm. 150 VI 113 251 VII 1–2 269 Anm. 59 VII 5 269 Anm. 59 VII 7 269 Anm. 59

339

Quellenindex

VII 96, 1–2 283 VII 132 285 Anm. 150 VII 184 251; 257 VII 186 285 Anm. 150 VIII 26 238 Anm. 18 VIII 113 251 VIII 113–115 258 IX 31 251 Hell. Oxyrh. 14 (Chambers) 252 23 (Chambers) 245 Anm. 59; 247 23, 5 (Chambers) 250 Herakl. Krit. FGrH 2022 F 30a 91 Anm. 6 Herakl. Pont. FGrH 689 F2 242 Anm. 47; 249 Hesych. s.v. Κάρδακες 249; 273 Anm. 87 ὀρφοβότης 64 Anm. 78 ὀρφοβοτία 64 Anm. 78 Τραλλεῖς 144 Anm. 6; 148 Anm. 23; 263 Anm. 25 Τραλλόν 148 Anm. 23

Hipparchus PCG V fr. 1 254 Hom. Od XIV 245–247 276 Anm. 100 Hyp. Epit 130 Anm. 59 Iambl. v P XXX 173 148 Anm. 25 Isaios 4, 1 135 Anm. 107 4, 7 135 Anm. 106–107, 110 4, 18 135 Anm. 107–108 4, 20 135 Anm. 108 4, 26 135 Anm. 107–108 4, 29 135 Anm. 107–108 9 54 Anm. 17 9, 14 54 Anm. 17 9, 27–30 54 Anm. 17 Isokr. epist 9, 9 127 Anm. 33 Isokr. or 4 14 Anm. 15 4, 135 245 Anm. 61; 249 4, 142 247

4, 146 127 Anm. 33 4, 146–147 39 4, 153 247 4, 167–168 14 Anm. 12 4, 168 127 Anm. 35; 134 Anm. 92– 93; 245 Anm. 61 5, 90 127 Anm. 34 5, 91–92 39 5, 96 127 Anm. 29, 33; 134 Anm. 92; 239 5, 120–121 245 Anm. 61 5, 121 14 Anm. 12; 127 Anm. 35 5, 126 245 Anm. 61; 249 6, 75 242–243 Anm. 49 8, 24 240 8, 44 127 Anm. 29 8, 44–46 40 8, 44–48 11 8, 45 127 Anm. 36 8, 46 123 Anm. 1 8, 47 245 Anm. 61; 249 8, 48 128 Anm. 41 Iust. VI 1, 3 252

340 XI 1, 10 68 Anm. 96 XII 4 69 Anm. 102; 69 Anm. 105 XIV 3–4 55 Anm. 23 XIV 7–12 55 Anm. 23 XVI 4, 1–10 245 Anm. 59; 251 XXVI 2 94 Anm. 22 Ktesias FGrH 688 F 14 (40) 250 F 15 (52) 250 F 15 (53) 250 F 20 252 F 26 252 Liv. XXVII 32, 4 144 Anm. 6; 146; 147 Anm. 15 XXVIII 5, 5–6 90 Anm. 3 XXVIII 6, 1–7, 1 90 Anm. 3; 105 Anm. 76 XXVIII 8, 3 94 Anm. 22 XXXI 35, 1 144 Anm. 6; 146; 147 Anm. 16; 161 XXXI 35, 3 161 XXXI 43, 5–7 233 XXXI 46, 6–16 90 Anm. 3 XXXII 17–18 93 Anm. 21

Indices

XXXII 23, 5 103 Anm. 69 XXXII 23, 11 94 Anm. 22 XXXII 32 95 Anm. 31 XXXIII 4, 4 144 Anm. 6; 146; 147 Anm. 18; 161 Anm. 97 XXXIII 5, 1–3 101 Anm. 58 XXXIII 13 101 Anm. 58 XXXIII 14, 1 103 Anm. 69 XXXIII 15, 7 103 Anm. 69 XXXIII 15, 15 94 Anm. 22 XXXIII 32 92 Anm. 14 XXXIII 33, 6 92 XXXVII 38, 1 263 Anm. 28 XXXVII 39, 10 146; 147 Anm. 19 XXXVII 40, 8 146; 147 Anm. 20; 161 Anm. 100 XXXVIII 21, 2 146 XLI 25, 7 226 XLII 19, 7–8 227 XLII 51, 7 227 XLII 51, 9 228 XLII 51, 10 229 XLII 57, 8 228 XLII 58, 6–7 228

XLII 67, 3–5 229 XLIII 7, 1–4 227–228 XLIV 23 230 XLIV 27, 1–3 230–231 XLIV 42, 5–12 230 Anm. 61 Megasthenes FGrH 715 F 20 249 Men. Pk 185–188 96 Anm. 35 279–281 96 Anm. 35 1016 96 Anm. 35 Men. Sam 13 Anm. 11; 53 Anm. 11 Nep. Chabrias 3, 4 240 Anm. 31 Nep. Datames 4 250 5 251 8 248–250 8, 2 274 Anm. 91 Nep. Iphikrates 2, 4 248 Onasander I1 55 Anm. 25

341

Quellenindex

I 12 55 Anm. 25 Oros. III 23, 26 55 Anm. 23

VIII 353e 86 VIII 357a 82 Anm. 42 VIII 357b 82 Anm. 42

Paus. I 25, 8–26, 10 90 Anm. 3 I 29, 10 248 I 29, 13 90 Anm. 3 II 8, 6 92 Anm. 16 III 6, 6 91 Anm. 9 IV 23, 9 79 Anm. 28 V 27, 1–2 78 VIII 38, 2–7 47 Anm. 32 X 33, 3 95 Anm. 31

Plat. leg 190d–191d 128 Anm. 38 630b 13; 242–243 Anm. 49 693a 237 Anm. 16 697e 128 Anm. 38; 245 Anm. 61; 249

Phil. A 86 51 Anm. 1 C 45–48 51 C 72, 5–10 51 Anm. 1

Plaut. Mil 13

Philochoros FGrH 328 F 51 33 Anm. 9 Phot. s.v. Κάρδακες 249 Plat. epist VII 336a 82 Anm. 42

Plaut. Bacch 13 Anm. 11; 53 Anm. 11 Plaut. Curc 13 Anm. 11; 53 Anm. 11 Plaut. Epid 13 Anm. 11; 53 Anm. 11

Plaut. Pseud 13 Anm. 11; 53 Anm. 11 Plaut. Truc 13 Anm. 11; 53 Anm. 11 Plin. nat V 108 148 Anm. 22 Plut. Aemilius 12, 2 230 Plut. Agesilaos 16, 1 (= Apophth Lac , Agesilaos 42) 144 Anm. 6; 145

36–37 128 Anm. 43 Plut. Alexander 16 248 22 54 Anm. 19 62 69 Anm. 102 71, 9 68 Anm. 101 Plut. Antonius 45, 6 40 Anm. 4 Plut. Aratos 22, 3 97 Anm. 39 24 94 Anm. 22 34, 2 92 Anm. 16; 104 Anm. 73 34, 3–5 95 Anm. 31 34, 4 92 Anm. 16; 104 Anm. 73 38, 4 94 Anm. 22 Plut. Artaxerxes 4, 1–2 40 Anm. 4 6, 1–18, 5 40 Anm. 4 11, 9 252 12, 5 252 14, 2–7 252 20, 1–2 40 Anm. 4 Plut. Demetrios 24, 4–5 134 Anm. 99

342 30–31 95 Anm. 30 34, 5 90 Anm. 3 42–44 93 Anm. 20 45 95 Anm. 30 46, 1 91 Anm. 10 50, 2 133 Anm. 90 Plut. Dion 23, 1 217 Anm. 19 27, 3 81 Anm. 39 Plut. Eumenes 9 55 Anm. 27 16–19 55 Anm. 23 Plut. Kleomenes 33, 4 214 Anm. 8 Plut. mor 251a–253e 94 Anm. 24 345e 42 Anm. 13 754b 94 Anm. 27 826c 102 Anm. 67 851f 134 Anm. 99 1095d 249 Plut. Pelopidas 27 56 Anm. 33

Indices

27, 3 128 Anm. 43 Plut. Perikles 25 247 Plut. Phokion 18 251 Plut. Timoleon 1, 1 15 Anm. 20 1, 2–3 86 22, 4–5 15 Anm. 20 30 128 Anm. 43 30, 4 215 Anm. 10 Pol. I 7, 1–5 94 Anm. 23 I 7, 3–4 85 Anm. 64 I 66, 6–11 60 Anm. 53 II 66, 5 106 Anm. 77 III 6, 10–11 40 Anm. 4 III 33, 15 158 Anm. 82 IV 55, 2 105 Anm. 76 IV 55, 5 221 IV 67, 2 221 IV 67, 6 222 IV 67, 7 222

IV 76, 4 96 Anm. 34 IV 87 106 Anm. 77 V 28, 6–7 106 Anm. 77 V 30, 1 13 Anm. 8 V 36, 4–5 214 Anm. 8; 225 V 63, 8 225 Anm. 47 V 63, 9 223 V 63, 11–13 223; 225 V 65 199 Anm. 10 V 65, 4–6 223 Anm. 37 V 65, 7 226 Anm. 48 V 65, 10 157 Anm. 79 V 69–70 168 Anm. 11 V 79, 11 117 Anm. 34; 249; 273 Anm. 89 V 82, 11 117 Anm. 34; 249; 273 Anm. 89 V 96, 4–8 106 Anm. 77 V 99, 1–100, 8 101 Anm. 57 VII 11, 6 106 Anm. 77 VIII 16, 2 216 Anm. 17 IX 39, 3 55 Anm. 25 X 41, 3 90 Anm. 3 X 42, 2 90 Anm. 3

343

Quellenindex

XI 54, 13 93 Anm. 18 XV 24, 3 96 Anm. 33 XV 25, 3 213 XV 25, 16 232 XV 25, 17–18 232 XV 25, 28 233 XV 28, 4 213 XV 29, 1 213 XVIII 38, 5 101 Anm. 58 XVIII 46, 5 92 Anm. 14 XXVIII 15 226 XXX 17 230 Anm. 61 XXX 23, 1 227 Anm. 52 XXX 25, 5 216 Anm. 13 XXXVIII 3, 3–4 98 Anm. 44 Polyain. II 16 281 Anm. 132 III 9, 56 251 III 9, 59 247 III 9, 63 251 IV 6, 13 55 Anm. 23 IV 6, 17 55 Anm. 21 IV 13, 5 280 Anm. 124

V 2, 1 81 Anm. 37 V 16, 2 251 V 17, 1 94 Anm. 26; 105 Anm. 76 V 21 244 Anm. 58; 251 V 44, 3 243 Anm. 52; 251 V 44, 4 251 V 44, 5 248 VI 7, 2 18 Anm. 31 VI 10 251 VII 14, 2 251 VII 14, 3 250 VII 14, 4 241 Anm. 37; 248 VII 16, 1 250 VII 21, 1 19 Anm. 37; 248; 255 VII 27, 1 251 VII 27, 2 251 VII 27, 3 248 VII 33, 2 251 Pomp. Trog. prol XXVI 94 Anm. 22 Prok. aed IV 11, 7 159 Anm. 91 schol. Demosth. or 3, 31 240 Anm. 31

4, 19 244 Anm. 57; 248 Steph. Byz. s.v. Βῆγις 144 Anm. 6 Βόλουρος 144 Anm. 6 Μασύλιοι 158 Anm. 82 Τραλλία 144 Anm. 6; 145 Anm. 11 Strab. VI 2, 3 79 Anm. 23; 79 Anm. 28; 94 Anm. 23 IX 5, 16 91–92 Anm. 13 X 4, 10 219 XIII 1, 11 280 XIII 4, 13 263 XIV 1, 42 144 Anm. 6; 148 Anm. 22 XV 3, 18 273 XV 3, 19 249 XVI 2, 33 280 Anm. 130 XVII 1, 6–12 184 Anm. 45 XVII 1, 22 280 Anm. 130 Suda s.v. Κλέαρχος 251 Teles, De fuga p. 23 Hense² 151 Anm. 41 Ter. Eun 13 Anm. 11; 53 Anm. 11

344 Theokr. 14, 56–66 65 Anm. 81 14, 57–59 136 Anm. 112 Theop. FGrH 115 F 105 240 Anm. 31 F 124 241 Anm. 36; 243 Anm. 54; 245 Anm. 60 F 194 83 Anm. 51 F 213 240 Anm. 31; 244 Anm. 58 F 222 (= Anaximen. FGrH 72 F 17) 245 Anm. 60; 250 F 263a 241 Anm. 37 F 377 145 Theophr. char 23, 3–4 136 Anm. 111 Thuk. I 115 247 II 44, 3 55 Anm. 25 II 44–46 70 Anm. 108 III 17, 3 136–137 Anm. 117 III 34 247 VI 17, 2–3 80 VI 73, 2 220 Anm. 30 VII 29, 4 144 Anm. 9; 148 Anm. 24 VII 68–69 55 Anm. 25

Indices

VIII 25 247 VIII 28 247 VIII 103, 3 252 Veg. mil. I 28 144 Anm. 9 Xen. an. I 1, 2 242 Anm. 48 I 2, 10 46; 244 Anm. 58 I 2, 12 244 Anm. 58 I 2, 14–18 116 Anm. 23 I 2, 15–18 244 Anm. 58 I 2, 16–18 46 Anm. 29 I 2, 27 243 Anm. 54 I 3, 1–21 244 Anm. 58 I 3, 7 239 Anm. 30 I 3, 14–16 244 Anm. 58 I 4, 3 247 I 4, 3–7 243 Anm. 50 I 4, 7 239 Anm. 30 I 4, 8 57 Anm. 35; 240 Anm. 32 I 4, 13 240 I 4, 13–16 244 Anm. 58 I 4, 15 240 Anm. 35

I 5, 12 244 Anm. 58 I 5, 13 247 I 7, 3–4 46 Anm. 29; 241 Anm. 37 I 7, 5 244 Anm. 58 I 7, 6 240 Anm. 35 I 7, 18 244 Anm. 58 I 8, 7 241 Anm. 37 I 8, 9 252 I 8, 9–10 274 I 8, 15–20 244 Anm. 58 I 8, 17 47 II 1, 7–18 252 II 2, 7 243 Anm. 50 II 4, 22 239 Anm. 29 II 5, 31–34 44 II 6, 1–30 43 Anm. 16 III 1, 1–3 45 Anm. 25 III 1, 3 45; 54 Anm. 18; 244 Anm. 58 III 1, 4 235–236 Anm. 5 III 1, 11–25 45 Anm. 25 III 1, 31–32 46 III 2, 9–26 46 III 2, 11–13 46

345

Quellenindex

III 2, 25 239 Anm. 29 IV 3, 3 247; 286 Anm. 157 IV 3, 4 286 Anm. 158 IV 3, 19 53 Anm. 13 IV 4, 18 247; 285 Anm. 156 IV 6, 27 47 Anm. 31 IV 7, 25–26 47 Anm. 31 IV 8, 4 247 IV 8, 16 47 IV 8, 25 215 IV 8, 25–28 46 V 3, 4 47 V 3, 7–13 42 Anm. 12 V 5, 5 46 V 6, 15–17 239 Anm. 28 V 6, 15–35 50 V 7, 5–9 239 Anm. 28 V 7, 21–29 15 Anm. 18 V 7, 35 47 VI 1, 4–13 47 VI 1, 9 247 VI 2, 9–4, 26 48 Anm. 34 VI 2, 15 47 VI 4, 1–8 239 Anm. 28

VI 4, 7–8 49; 278 VI 4, 8 45 VI 4, 13–22 47 VI 4, 14 279 VI 4, 21–22 279 Anm. 119 VI 5, 32 47 Anm. 31 VI 6, 3–4 279 VI 6, 9 49 Anm. 36 VI 6, 13 49 Anm. 36 VII 1, 10–11 49 Anm. 36 VII 1, 15–31 245 Anm. 59 VII 2, 6 49 Anm. 36 VII 3, 3 49 Anm. 36 VII 6, 36 47 Anm. 31 VII 8, 8–14 262 Anm. 20 VII 8, 15 239 Anm. 25; 247; 262 Anm. 21; 263 Anm. 22 Xen. hell I 1, 6 252 I 1, 25–26 247 I 2, 6 252 I 3, 7 252 III 1, 2 42 Anm. 13 III 1, 6 280 Anm. 127–128

III 1, 7 280 III 1, 13 247 III 1, 13–16 281 III 1, 16–18 247 III 1, 21 247 III 1, 23 243 Anm. 51 III 2, 15 250; 253 III 4, 12–21 252 III 4, 22–24 252 IV 1, 20–21 250 IV 4, 15–18 35 IV 8, 7 247 VI 1, 5–6 33 Anm. 7 VI 1, 5–7 42 VII 1, 27 248 Xen. Kyr II 1, 2–18 241 Anm. 41; 249 III 2, 7 249; 286, 160 III 2, 25 243 Anm. 51 III 2, 25–27 249 III 2, 27 286 Anm. 159 IV 5, 17 241 Anm. 41 VI 2, 9 249 VII 1, 41–45 249; 282

346 VII 2, 3–4 249 VII 5, 60–68 242 Anm. 46 VII 5, 69–70 249; 272 Anm. 82 VIII 2, 8 243 Anm. 54 VIII 2, 19 242 Anm. 46; 249 VIII 6, 1–3 249

Indices

VIII 6, 9 249 VIII 6, 16 249 VIII 6, 20 249 VIII 8, 26 245 Anm. 61; 246 Anm. 64; 249

Xen. vect II 34 2, 7 64 Anm. 76–77 Zenob. 79 Anm. 24

Xen. oik 4, 5–11 249

Inschriften ADAB A2 254 A4 239 Anm. 25; 254 C1 254 C5 254 D1–18 254 Agora XVI 102 (= ISE I 4) 133 Anm. 91 AJPh 60, 1939, 452–458 146 Austin 1981 Nr. 95 s. I.Cret. III, iii, 3A Nr. 202 274 Anm. 93 Austin/Bastianini 2002 Nr. 47 195 Anm. 103

AvP VIII.2 264 (= LSAM 14) 115 Anm. 21 VIII.3 161 115 Anm. 21 BE 9 28 254 50 254 101 254 BE 10 92 272 Anm. 77 93 254 126 254 BE 1999 349 62 Anm. 66 BM 22024 268

22072 253 29400 268 32891 254; 269 42384 253 43429 253 61184 268 65426 254; 272 Anm. 80 85223 254 Anm. 68 Camb. 13 254; 272 Anm. 80 Cayla 2018 Nr. 29 s. Mitford 1961b, Nr. 55 Nr. 30 s. OGIS I 84 Nr. 31 (= SEG I 364) 180 Anm. 23

347

Quellenindex

Nr. 38 s. Mitford 1961b, Nr. 46 Nr. 46 s. Mitford 1961b, Nr. 79 Nr. 47 s. Mitford 1961b, Nr. 80 Nr. 48 s. Mitford 1961b, Nr. 81 Nr. 51 s. Mitford 1961b, Nr. 83 Nr. 54 s. Mitford 1961b, Nr. 84 Nr. 57 Mitford 1961b, Nr. 91 Nr. 59 s. Mitford 1961b, Nr. 76 Nr. 64 s. OGIS I 39 Nr. 65 s. Mitford 1961b, Nr. 18 Nr. 67 179 Anm. 21 Nr. 75 s. Mitford 1961b, Nr. 4 Nr. 77 s. Mitford 1961b, Nr. 77 CBS 10059 254 CG 30641 253 CID IV 97 101 Anm. 57 IV 99 101 Anm. 59 CIRB 1129b 64 Anm. 77 1130 64 Anm. 77

1161 64 Anm. 77 CPI 55 (= SEG LXIV 1894) 146; 157–158; 183 136 (= SB I 1106) 184 Anm. 44, 48 CT 22, 74 (= Hackl et al. 2014, Nr. 61) 254 Anm. 68 57, 82 269 Dar. 154 253 253 270–271 DB 264–266 DS 76 253 Engelmann 2012 Nr. 14 114 Anm. 14 F.Delphes III.4 132–135 (= ISE II 81) 18 Anm. 31–32; 145 Anm. 10; 153 Anm. 51 Fouquet/Kató 2017 18 Anm. 32 Gibson 1975 Nr. 37 253 Gonnoi II 12 106

GV 429 (= Philippi II 509) 156 Anm. 69 Hackl et al. 2014 Nr. 61 s. CT 22, 74 Hepding 1910 Nr. 11 153 Anm. 50 Hermary/Hellmann 1980 Nr. 65 (= SEG XXXVIII 1501) 178 Anm. 14; 192 Anm. 89 Herrmann/Malay, New Documents 32 120 Anm. 48 I.Alex.Ptol. 27 180 Anm. 28; 182 Anm. 37 32 185 Anm. 54 I.Beroia 260 s. SEG XXXV 724 I.Cret. II, iii, 4C (= OGIS I 270) 217–218 III, iii, 1A 219 Anm. 28 III, iii, 3A (= Staatsverträge III 551 = Austin 1981, Nr. 95) 218–221 IV 72 65 Anm. 79 IV 179 226 Anm. 50 IV 179b 59 Anm. 45 IV 181 227 Anm. 51

348

I.Délos 1517 169 Anm. 17 1518 169 Anm. 17 I.Eph. IV 1408 107 IV 1440 107 IV 1452 106 I.Estremo Oriente 416 131 Anm. 65, 67 417 131 Anm. 65 418 131 Anm. 65 I.Fayum I5 184 Anm. 44, 47 I 13 (= SB V 7787) 184 Anm. 43, 46 I 17 (= SB I 624) 184 Anm. 44, 46 II 119 185 Anm. 56 III 145 186 Anm. 58 III 193 131 Anm. 70 III 197 186 Anm. 58 III 200 185 Anm. 56 III 201 185 Anm. 56 III 202 185 Anm. 56 III 208 186 Anm. 58

Indices

IG II² 329 s. IG II/III³.1 443 II² 398 132 Anm. 80, 82 II² 448 64 Anm. 73 II² 492 133 Anm. 88 II² 493 132 Anm. 79, 82 II² 657 132 Anm. 75–76, 78; 134 Anm. 101; 138 Anm. 136 II² 1225 92 Anm. 16 II² 3474 104 Anm. 73 II² 5080 105 Anm. 75 II/III³.1 443 (= IG II² 329) 136 Anm. 115–116 II/III³ 918 90 Anm. 3; 104 Anm. 72; 108; 281 Anm. 135 II/III³ 919 90 Anm. 3; 104 Anm. 72; 105 Anm. 75; 108; 281 Anm. 135 II/III³ 1160 104 Anm. 73 IV 729 222 IV².1 68 137 Anm. 119 V.2 47 76 Anm. 5 VII 1 108 VII 507 s. OGIS I 79 VII 2433 100 Anm. 55 VII 3166 224 IX 33 105 Anm. 76; 107

IX.1 101 105 Anm. 76 IX.2 234 18 Anm. 31; 100 Anm. 55 IX.2 517 100 Anm. 55 IX.2 1228 100 Anm. 55 XI.4 1130 181 Anm. 32 XII.5 1061 113 Anm. 12 XII.6.1 30 106 XII.6.1 169 102 Anm. 62 XII.6 282 194 Anm. 101 XII.8 156 (= Syll.³ 502) 146; 149; 151 Anm. 40 XII.8 156b 18 Anm. 34 XII.8 190b (= I.Samothrake 47) 148 Anm. 22 XII.9 795 (= Russu 1950, Nr. 3) 156 Anm. 70 IGBulg III 1404 157 Anm. 75 V 5890 (= SEG XLVII 1063) 159 IGCyr. 063300 180 Anm. 27 IGR IV 566 153 Anm. 58 I.Hermoupolis 1 182 Anm. 38

349

Quellenindex

I.Iasos I 2 (= HGIÜ II 278) 18 Anm. 31; 57–60; 71–72 Anm. 115; 102 Anm. 63 I 3 (= HGIÜ II 279) 58 Anm. 41 I.Kourion 32 183 Anm. 39 60 (= Mitford 1937, Nr. 9) 179 Anm. 21

II 570 153 Anm. 50 I.Philae I 13 184 Anm. 44, 49 I 15 192 Anm. 93

I.Olympia 266 76 Anm. 5

I.Rhamn. 3 96 Anm. 35 8 92 Anm. 16; 99; 107; 109 10 92 Anm. 16 17 92 Anm. 16 23 99 Anm. 53 25 99 Anm. 53 27 99 Anm. 52 30 99 Anm. 53 38 99 Anm. 53 47 99 Anm. 53 51 99 Anm. 53

I.Pan 77 192 Anm. 93

I.Samothrake 47 s. IG XII.8 190b

I.Perg. I 13 (= Staatsverträge III 481; OGIS I 266) 16 Anm. 23; 17 Anm. 28– 29; 54 Anm. 20; 60–63; 71–72 Anm. 115; 137 Anm. 124–125; 146–147; 152 Anm. 43 II 268 (= OGIS II 437) 219 Anm. 28

ISE I4 s. Agora XVI 102 I 22 18 Anm. 32 II 81 s. F.Delphes III.4 132–135

I.Lindos II 139 s. Cayla 2018, Nr. 31 I.Louvre 7 186 Anm. 58 I.Manisa 458 153 Anm. 56 I.Milet I.3 33d–e 18 Anm. 31

I.Stratonikeia 4 98 Anm. 48 I.Sultan Dağı I 393 s. SEG XLVII 1745 I.Thrac.Aeg. 249 157 Anm. 75 386 157 Anm. 75 TE 63 149 Anm. 28 TE 64 149 Anm. 31 IThSy 188 187 Anm. 62 190 184 Anm. 43; 187 Anm. 63; 196 Anm. 108 243 196 Anm. 108 302 183 Anm. 39; 187 Anm. 64 303 183 Anm. 39; 187 Anm. 64 309 192 Anm. 93 314 181 Anm. 36; 188 Anm. 66; 196 Anm. 108 315 192 Anm. 93 316 192 Anm. 93 318 192 Anm. 93 320 192 Anm. 93 JÖAI 6, 1903, Beibl , col. 4 Nr. 4 156 Anm. 71

350

Indices

Joannès/Lemaire 1996 Nr. 4 254

Mitford 1960 Nr. 3 180 Anm. 25

Kolbe 1907 Nr. 358b 153 Anm. 50 Nr. 359 153 Anm. 50

Mitford 1961a Nr. 14 (= SEG XX 142) 178 Anm. 14 Nr. 35 179 Anm. 22 Nr. 39 179 Anm. 22

LSAM 14 s. AvP VIII.2 264 Macridy-Bey 1904 A s. OGIS II 592 Nr. 1 167 Anm. 5 Nr. 2 166 Nr. 3 166 Nr. 8 167 Maier, Mauerbauinschriften 76 117 Anm. 34 MAMA IX 29 153 Anm. 58 Meiggs/Lewis, GHI² 7 131 Anm. 64, 71; 277 Anm. 105 Mitford 1937 Nr. 9 s. I.Kourion 60 Mitford 1953 Nr. 12 190 Anm. 77

Mitford 1961b Nr. 4 (= Cayla 2018, Nr. 75) 191 Anm. 85; 195 Anm. 104, 105 Nr. 8 179 Anm. 18 Nr. 18 (= Cayla 2018, Nr. 65) 178 Anm. 16 Nr. 39 s. OGIS I 84 Nr. 41 180 Anm. 27 Nr. 42 180 Anm. 27 Nr. 43 180 Anm. 27 Nr. 44 180 Anm. 27 Nr. 45 180 Anm. 27 Nr. 46 (= Cayla 2018, Nr. 38) 180 Anm. 27, 30 Nr. 55 (= Cayla 2018, Nr. 29) 189 Anm. 73 Nr. 76 (= Cayla 2018, Nr. 59) 189 Anm. 75 Nr. 77 (= Cayla 2018, Nr. 77) 189 Anm. 75 Nr. 79 (= Cayla 2018, Nr. 46) 189 Anm. 75 Nr. 80 (= Cayla 2018, Nr. 47) 189 Anm. 75 Nr. 81 (= Cayla 2018, Nr. 48) 189 Anm. 75

Nr. 83 (= Cayla 2018, Nr. 51) 190 Anm. 76 Nr. 84 (= Cayla 2018, Nr. 54) 190 Anm. 76 Nr. 91 (= Cayla 2018, Nr. 57) 190 Anm. 77 NCBT 958 254; 272 Anm. 80 Nicolaou 1964 Nr. 12 178 Anm. 14; 193 Anm. 97 Nicolaou 1971 20 s. OGIS I 39 OECT 10 402 254 403 254 404 254 405 253–254 406 254 OGIS I 39 (= Nicolaou 1971, 20 = Cayla 2018, Nr. 64) 178 Anm. 16 I 79 s. IG VII 507 I 84 (= Mitford 1961b, Nr. 39 = Cayla 2018, Nr. 30) 180 Anm. 25; 181 Anm. 32 I 103 190 Anm. 78 I 143 s. SEG XIII 554 I 151 190 Anm. 79

Quellenindex

I 153 190 Anm. 78 I 159 190 Anm. 78 I 266 s. I.Perg. I 13 I 270 s. I.Cret. II, iii, 4C I 329 113 Anm. 11 II 437 s. I.Perg. II 268 II 592 (= Macridy Bey 1904, Nr. A) 166 II 737 (= SB V 8929) 20 Anm. 42 PBS 2/1 2 272 Anm. 77 42 254 114 254; 272 Anm. 80 126 254 196 254 204 254 Petraccia Lucernoni 2001 Nr. 44 s. SEG XXXV 724 Philippi II 509 s. GV 429 II 556 s. SEG XXX 607 RC 3 97 Anm. 38 4 97 Anm. 38

Rhodes/Osborne, GHI 76 130 Anm. 54 98 243 Anm. 53 193 252 RMD I 14 + IV 227 160 Russu 1950 Nr. 3 s. IG XII.9 795 San Nicolò/Ungnad 1935 Nr. 717 s. VS 6 128 SB I 624 s. I.Fayum I 17 I 1106 s. CPI 136 I 3941 184 Anm. 44, 46 I 5120 158 Anm. 85 III 6664 s. SEG II 871 IV 7270 s. SEG VIII 573 V 7787 s. I.Fayum I 13 V 8818 184 Anm. 44 V 8929 s. OGIS II 737 Schuler/Zimmermann 2012 Nr. 1 s. SEG LXIII 1331 SEG I 364 s. Cayla 2018, Nr. 31

351 II 871 (= SB III 6664) 20 Anm. 41; 188 Anm. 69 VI 824 179 Anm. 21 VIII 573 (= SB IV 7270) 20 Anm. 44 XIII 554 (= OGIS I 143) 163 Anm. 108 XVI 60 132 Anm. 81–82 XVI 864 131 Anm. 72 XVIII 734 181 Anm. 32 XX 142 s. Mitford 1961a, Nr. 14 XX 499 172 XXVII 973bis 131 Anm. 73 XXXII 1224 153 Anm. 58 XXVIII 60 133 Anm. 87; 135 Anm. 102–103; 138 Anm. 135 XXX 607 (= Philippi II 556) 157 Anm. 75 XXXIII 1183 113 Anm. 9 XXXV 724 (= I.Beroia 260; Petraccia Lucernoni 2001, Nr. 44) 156 Anm. 74 XXXVI 705 64 Anm. 77 XXXVI 1074 153 Anm. 55 XXXVI 1220 17 Anm. 28; 63 Anm. 69 XXXVIII 1501 s. Hermary/Hellmann 1980, Nr. 65 XXXVIII 1548 131 Anm. 68 XXXIX 1008 64 Anm. 78

352 XL 1095 153 Anm. 58 XLI 539 105 Anm. 76; 107 XLI 557 62 Anm. 66 XLI 625 15 Anm. 21 XLII 580 157 Anm. 75 XLIII 706 106 XLVI 729 70 Anm. 110 XLVII 1063 s. IGBulg V 5890 XLVII 1745 (= I.Sultan Dağı I 393) 116 Anm. 22 XLIX 1541b 153 Anm. 54 L 589 62 Anm. 66 LI 859 156 LIII 522 222 Anm. 34 LIV 1536 179 Anm. 21 LVII 577 (= Sharankov 2020, Nr. 2a) 146; 155 LX 585 s. Tziafalias/Helly 2010, Nr. 3 LX 586 70 Anm. 110 LX 1332 153 Anm. 52; 281 Anm. 135 LX 1536 114 Anm. 15 LXIII 1331 (= Schuler/Zimmermann 2012, Nr. 1) 112 Anm. 4 LXIII 1332 114–115

Indices

LXIII 1333 115 LXIV 1296 118 Anm. 37 LXIV 1894 s. CPI 55 Segal 1983 Nr. 17 250 Nr. 24 250 Nr. 26 253 Nr. 31 250 Nr. 46 250 Nr. 65b 250 Nr. 76 250 Segre 1934 18 Anm. 32 Sharankov 2020 s. SEG LVII 577 Smith/Martin 2009 Nr. 17 253 Nr. 18 250 Spomenik 77, 1934 Nr. 51 157 Anm. 75 Staatsverträge III 414 17 Anm. 29 III 429 17 Anm. 29; 59 Anm. 45; 132 Anm. 78; 138 Anm. 126–131, 133

III 464 17 Anm. 29 III 481 s. I.Perg. I 13 III 496 17 Anm. 29 III 543 91 Anm. 11 III 551 s. I.Cret. III, iii, 3A Syll.³ 502 s. IG XII.8 156 529 15 Anm. 21 TADAE A2.3 250 A3.3 250 A4.5 241 Anm. 39 A4.7 241 Anm. 39, 42 A4.8 241 Anm. 39, 42 A6.8 252 A6.11 275 Anm. 97 B8.3 253; 263 Anm. 27 B8.3:1 237 Anm. 13 B8.6:8 250 C3.5 250 C3.26 250 C4.3 250 D15.1–4 253

353

Quellenindex

D22.7 (= D23.1 XVIB.1) 252 D22.25–27 252 D23.1 XVIB.1 s. D22.7 TAM I 40a 252 V.2 1203 153 Anm. 54 V.3 1673 153 Anm. 57 Thrakika 13, 1940, 25 157 Anm. 75 Tit.Cal. 23 98 Anm. 48

Tod, GHI 112 131 Anm. 67 113 131 Anm. 67 148 243 Anm. 53; 253 149 243 Anm. 53; 251 Tziafalias/Helly 2010 Nr. 1 91–92 Anm. 13 Nr. 2 91–92 Anm. 13 Nr. 3 (= SEG LX 585) 62 Anm. 66; 64 Anm. 73; 68 Anm. 97; 91–92 Anm. 13

Nr. 4 70 Anm. 110; 91–92 Anm. 13 Tziafalias 2016 Nr. 8 105 Anm. 76; 107 UET 4 109 253 VS 6 128 (= San Nicolò/Ungnad 1935, Nr. 717) 254 Wörrle 2015 112–113; 281 Anm. 135

Papyri und Ostraka BGU IV 1185 (= C.Ord.Ptol. 71) 67 Anm. 93

Louvre C119 253

P.Brit.Mus. IV 9 201 Anm. 26

BM 10425 253

P.Adl.dem. 4 201 Anm. 27

P.Count 1 131 Anm. 70

C.Ord.Ptol. 9 (= SB VI 9454 [5]) 96 Anm. 34 41–42 190 Anm. 81 71 s. BGU IV 1185

P.Adl.gr. 2 201 Anm. 28

P.Dion. 14 205 Anm. 48

P.Bad. IV 48 66–67 Anm. 92, 94

P.Dryton 33 62 Anm. 63

C.Ptol.Sklav. II 157 s. P.Lond. VII 1941

P.Berl.Spieg. 3116 descr. 253

P.Giss.Apoll. 8 52 Anm. 5

354 P.Grenf. I 42 200 Anm. 20 P.Hal. 1 (= Sel.Pap. II 201) 66–67 P.Iand.Zen. 8 52 Anm. 5 60 65–66 Anm. 84 P.Köln IX 365 52 Anm. 5 inv. 21980 (Vecchiato 2021) 63 Anm. 70 P.Lond. VII 1941 (= C.Ptol.Sklav. II 157) 65 Anm. 83 VII 2017 (= SB III 6997) 65 Anm. 83; 66 Anm. 85 P.Par. 63 s. UPZ I 110 P.Petr. II 3a s. P.Petrie Kleon 15 P.Petr.² I 62 Anm. 63; 63

Indices

P.Petrie Kleon 15 (= P.Petr. II 3a) 52 Anm. 5 P.Polit.Iud. 1 173 Anm. 34 1–16 20 Anm. 45 22 173 Anm. 34 23 173 Anm. 34 38 173 Anm. 34 P.Ryl.dem. 9 253 18 253 PSI IV 364 65 Anm. 83 IV 418 65 Anm. 83; 66 Anm. 85 V 528 65 Anm. 83 XIII 1310 65 Anm. 80 P.Tarich. 1 52 Anm. 5

Münzen CNG Auction 64 (24.09.2003), Lot 292 119 Anm. 46

Imhoof-Blumer 1901 I 276, Nr. 1 119 Anm. 46

P.Tebt. I8 151 Anm. 42 I 32 216 Anm. 14 P.Trier II 15 52 Anm. 8 P.UB Trier S 78–7 64 Anm. 75 Pap.Lugd.Bat. XXII 6 202 Anm. 30 SB III 6997 s. P.Lond. VII 2017 V 8009 66–67 Anm. 92; 67 Anm. 94 XXII 15278 52 Anm. 5 XXVI 16636 52 Anm. 5 Sel.Pap. II 201 s. P.Hal. 1 UPZ I 110 (= P.Par. 63) 67 Anm. 93–94

Personenindex

355

Personenindex Adda 253 Agathoboulos, S. d. Neon 224–225 Agathokleia 181; 196 Anm. 108 Agathokles 85; 213; 222–223; 225; 232–233 Agenor, S. d. Bacchias 115 Agesilaos v. Sparta 128 Anm. 43; 145; 159; 283 Agis IV. 151 Anm. 39 Agrios 193 Akoris 280 Alexander d. Große 12; 17; 53–54; 62 Anm. 62; 67–71; 124 Anm. 6; 126; 130; 133; 136; 138–139; 144–148; 154; 163; 175; 201 Anm. 29; 204; 206; 235 Anm. 2; 238; 245–246; 268; 280 Anm. 126 Alexandros, S. d. Admetos 106 Alexandros, S. d. Krateros 92 Alexandros, S. d. Polyperchon 56 Alexandros 251 Alkibiades 79–80 Allouporis, S. d. Ketrizeis 156 Anm. 69 Amasis 198; 270; 276 Amorges 247 Amurru-ibni 271–272 Anm. 73 Amyntas, S. d. Andromenes 147; 249

Anaxilaos v. Rhegion 79 Andromachos 82 Anm. 43 Androsthenes 103 Antigenes 116 Anm. 24 Antigonos I. Monophthalmos 55–58; 97 Anm. 38; 103; 128 Anm. 43; 133; 137; 217–218 Antigonos II. Gonatas 97; 99 Antigonos III. Doson 64 Anm. 73; 70 Anm. 110; 93; 219 Anm. 28; 223–224 Anm. 44 Antigonos, S. d. Echekrates 230 Antiochos I. 60 Anm. 54; 152 Antiochos III. 19 Anm. 37; 116; 117 Anm. 30; 119; 146–147; 161–162; 168; 232–233; 273 Anm. 89 Antiochos IV. 199 Antiochos, S. d. Apollophanes 63 Anm. 69 Antiochos 179 Antipatros 56; 136; 146–147 Antipolis, F. d. Nikarchos 62 Anm. 66 Apollodoros, S. d. Apollodoros 92 Anm. 16 Apollodoros 125; 133 Apollonides, S. d. Hermagoras 166 Apollonides, S. d. Seuthes 153 Anm. 50 Apollonides 133

356 Apollonios, S. d. Apollonios 98 Anm. 48 Apollonios (Ägypten) 65–66 Apollonios (Rhamnous) 92 Anm. 16 Apries 275 Aratos 97 Anm. 39 Archandros, S. d. Kallippos 99 Anm. 52 Archelaos (Syrakus) 83 Archelaos (Korinth) 97 Anm. 39 Archestratos, S. d. Nikon 102 Anm. 68; 106 Archon 131 Archonides 82 Ariarathes 252 Aribazos 118; 119 Aristodemos 218 Aristomedes 245; 250 Aristoteles 81 Aristotimos v. Elis 94 Arkes 152 Arkesilaos 270 Armapiya 252 Arsames 252; 275 Arsinoe II. 180 Anm. 24 Arsinoe III. 180; 223

Indices

Artabazos 238 Anm. 22; 240–241; 243–245; 248; 251; 253; 280 Artaxerxes II. 45 Anm. 24; 239; 243; 263 Anm. 24; 274 Artaxerxes III. 198; 238 Anm. 22; 243; 248; 250; 263 Anm. 24; 280–281; 283–285 Artembara 252 Artemidora, T. d. Ploution 153 Anm. 57 Artemidoros, S. d. Menekrates 153 Anm. 56 Artemo, T. d. Seleukos 190 Artidonis, S. d. Meniskos 155 Artouchas 247; 286 Artyphios 238 Anm. 18; 250 Aryandes 269–270 Arybbas 145 Anm. 10 Asandros 57 Asidates 262 Asklepiades, S. d. Asklepiades 98 Anm. 48 Asklepiades, S. d. Glaukias 115 Asklepiades, S. d. Nikarchos 62 Anm. 66 Asklepiades, S. d. Ptolemaios 216 Asklepiodotos, S. d. Sonikos 186 Anm. 58 Aspis 250 Astyphilos 54 Anm. 17 Athenodoros 240; 243–244; 251

Personenindex

Attalos I. 145 Anm. 10; 153 Attalos II. 118; 120; 146; 216; 218 Attinas 145 Anm. 10; 152 Aulozelmis, S. d. Artidonis 156 Anm. 70 Aurelius Euphemos, S. d. Bithys 153 Anm. 58 Autlesbis 229 Autophradates 238 Anm. 22; 244; 248; 250–251; 274 Badres 270 Barsine, T. d. Aribazos 280 Bazbaka 269 Berenike II. 180; 182 Anm. 38; 185 Anm. 55 Bessos 245 Bion 244 Biṣâ, S. d. Ḫ ašdâ 272 Bithys, S. d. Demetrios 153 Anm. 58 Bithys, S. d. Kleon 145 Anm. 10 Bithys, S. d. Kotys 230 Bithys, S. d. Tryphon 153 Anm. 58 Bithys (Saittai [Lydien]) 153 Anm. 58 Boethos 187 Bolis 216 Brennos 116 Anm. 24; 26 Byttakos 145 Anm. 10

357

Chabrias 35; 44; 251 Anm. 66; 280; 283–284 Chaironides, S. d. Eikadios 214 Chaonnophris 199 Chares 238 Anm. 22; 240; 242–245; 248; 251 Chariades 14 Anm. 15; 135 Charidemos 241; 244–245; 248; 251; 253 Cheirisophos 44 Anm. 23 Cloelius 230 Clondicus 230 Corragus 229 Dādṛši 265 Anm. 35 Dalezenthes 157 Anm. 75 Damokritos 233 Danberenthes, S. d. Dinikenthos 155 Dareios I. 246; 264–266; 269–270; 280 Anm. 126 Dareios II. 242; 271; 275 Anm. 99 Dareios III. 130 Anm. 55; 238 Anm. 21; 240; 242; 245; 248–249; 257 Anm. 2; 268; 273 Datames 240; 248; 251; 263 Anm. 24 Demaratos 280 Demarchos, S. d. Taron 106–107 Demetrios I. Poliorketes 56; 93 Anm. 20; 95; 102; 106 Anm. 79; 107–108; 131–133; 137; 214 Demetrios II. 95; 223–224

358 Demetrios, S. d. Sadalas 153 Demetrios, S. d. Seuthes 114; 153 Demochares 134 Denber 156 Anm. 74 Dendouporis 153 Derkylidas 281 Dexippos 80 Anm. 32 Diasthenes 189 Diogenes 92 Anm. 16; 104–105 Dion 81; 83; 217 Anm. 19 Dionysios I. 15; 41; 44; 80–83; 215; 217 Anm. 19 Dionysios II. 81; 83; 217 Anm. 19 Dionysios, S. d. Kephalas 204–205 Dionysios Petosarapis 199 Dionysos 131 Diophantos 281 Anm. 132 Diophoros, S. d. Dioskoros 158 Dioskourides, S. d. Exaboos 167 Diouzes 157 Anm. 75 Doles 157 Anm. 75 Dorylaos 219 Drakontios 215 Droles 157 Anm. 75

Indices

Dropides 130 Anm. 55 Doules, S. d. Artidonis 156 Doules 157 Anm. 75 Echekrates 223 Elnap 253 Ephialtes 244 Epichares 96 Anm. 35; 97 Anm. 38 Epimachos 131 Epinikos 149; 150–151; 154 Epyaxa 244 Ergoteles 178; 194 Euagoras 239–240; 244; 248 Euboulos 31 Eumenes I. 16 Anm. 23; 17 Anm. 28; 60–63; 66 Anm. 89; 137; 143; 146–147; 152; 163 Anm. 105 Eumenes II. 59 Anm. 45; 116–120; 146–147; 216; 226; 229 Eumenes v. Kardia 55–57; 128 Anm. 43; 137; 217; 239 Anm. 23 Eumeniskos, S. d. Apollophanes 63 Anm. 69 Euphron 64 Anm. 73 Eupolemos v. Karien 59 Anm. 45 Eurylochos 223 T. Flamininus 92; 101 Anm. 58; 147 Gadal-Iama 253

Personenindex

Gastron 281 Anm. 132 Gaulites 244 Gelon 15; 76–78 Genthios 230 Glaukias 64 Glos 252 Gongylos 262 Gorgion 280 Gouras 153 Habrokomes 242; 247 Harpagos 238 Anm. 18; 250 Harpalos 137 Anm. 120 Hedeia 193 Helenos 190 Heliades 116 Anm. 24 Hephaistion, S. d. Dionysios 112 Herakleides, S. d. Bacchias 115 Herakleitos, S. d. Asklepiades 92 Anm. 16 Herakleotes 65–66 Anm. 84 Hermonax, S. d. Artemidoros 166 Herodes (Ägypten/Dioiket) 67 Anm. 94 Herodes (Ägypten/Phrourarch) 182; 187 Herodes (Kleinasien) 119

359

Hierokles 94; 105 Anm. 76 Hieron v. Syrakus 76–79; 81 Hieron (Iasos) 57; 58 Anm. 44; 60 Hieron (Keos) 113 Hieronymos v. Kardia 55 Anm. 24 Hieronymos (Ägypten) 200 Anm. 20 Hikesios, S. d. Apollophanes 63 Anm. 69 Hippokrates v. Gela 76 Hippomedon, S. d. Agesilaos 18; 149–151 Hip[---], S. d. Hermagoras 166 Homilos 193 Horos, S. d. Nechouthes 202; 204 Hurgonaphor 199 Hystaspes 265–266 Iason v. Pherai 33 Anm. 7; 41–42 Idrieus 248; 285 Inaros 269 Iphikrates 35; 44; 127; 240; 242; 244–245; 247–248; 251; 281 Anm. 132; 285 Anm. 152 Isidoros, S. d. Ath[---] 166 Itamenes 262–263 Itti-šamaš-balatu 254; 272 Anm. 80 C. Iulius Valens 160–161 Kadmos 237 Anm. 16

360 Kalas, S. d. Glaukias 115; 153 Kallias 133–135; 138 Kallikrates 178; 194 Anm. 101 Kambyses 254; 269; 271 Kaphisodoros 188 Kartadis, S. d. Hermaktibilos 166; 173–174 Kassandros 56–57; 103; 128 Anm. 43; 131 Keraias, S. d. Exaboos 167 Ketrizeis, S. d. Allouzelmis 155; 156 Anm. 69 Klearchos 44 Anm. 23; 239; 242; 244–245; 251 Kleitarchos 69 Anm. 102 Kleomenes III. 93; 214 Kleon 65–66 Anm. 84 Kleon 113 Kleonnas 119 Kleopatra I. 181 Kleopatra II. 183; 187; 189; 192 Kleopatra III. 187; 189; 192 Knopias 223; 225–226 Konon 35; 127; 247; 263 Anm. 24 Kotys, S. d. Seuthes 127; 229–230 Krates, S. d. Apollophanes 63 Anm. 69 Kratesipolis, F. d. Alexandros, S. d. Polyperchon 56

Indices

Krokos 190 Ktesibios 51 Anm. 2 Kusuraia 253 Kyprothemis 251 Kyros II. 241–242; 243 Anm. 51; 271; 282–283 Kyros d. Jüngere 14 Anm. 14; 23; 39–50; 57 Anm. 35; 127; 215; 235 Anm. 2; 238–241; 243 Anm. 51; 244; 247; 252; 278 Lakrates 281 Anm. 132; 284 Lamios 281 Anm. 132 Leon 226 Leonidas 264 Leonymos 250 Leos 189 Leosthenes 130; 135; 138 P. Licinius 227–229 Lykiskos 132 Lykomedes 251 Lykon 250 Lykourgos 31 Lysandros 131 Lysimachos 102; 132; 138 Machaon 57; 58–59 Anm. 44; 60 Makedon 153

Personenindex

Makrobeis 156 Anm. 74 Makron, S. d. Amatokos 145 Anm. 10; 153 Mandrokles 251 Mania 241; 247; 281–282 Cn. Manlius Vulso 146 Mardonios 257 Marduk-naṣir-apli 253 Mausolos 252 Mazaios 249 Megabyzos 238; 241; 250; 281 Anm. 131 Meidias 247 Meidon 228 Melanthios, S. d. Hermios 102 Anm. 68; 107 Meleagros 65 Anm. 80 Memnon 240–241; 243; 248; 251; 280 Menekles, S. d. Apollophanes 63 Anm. 69 Menelaos 243; 253 Menneas 193 Menon 43 Anm. 16; 228; 240 Mentor 240–241; 243; 248; 280 Menyllos 114 Men[---], S. d. Spartokos 153 Anm. 54 Metiochos, S. d. Miltiades 280 Anm. 126

Metrodoros 96 Anm. 33 Mikadion, S. d. Aristagoras 115 Q. Minucius 226 Mithridates V. Euergetes 219 Mithridates 251 Moiragenes 213 Myrmidon 130–131 Myrsine 180–181 Naqman 252 Necho II. 275 Nektanebos II. 198; 243; 281 Anm. 132 Nidinti-Sîn 253 Nikanor, S. d. Mikadion 115; 153 Nikanor 179 Nikarchos, S. d. Alkippos 62 Anm. 66; 64 Anm. 73 Nikokreon v. Salamis 192 Nikon 132 Nikostratos 14 Anm. 15; 135; 240–241; 243–245; 281 Anm. 132; 284 Noumenios 179 Anm. 19 Oloichos 146; 152; 163 Olympias v. Epirus 128 Anm. 43 Olympias (Zypern) 189 Omares 245 Anm. 62

361

362 Onesikrates 178 Anm. 14 Onomarchos 215 Ophellas, S. d. Ophellion (?) 107 Ophellas (Kyrene) 131 Orestes 116 Anmm. 24, 26 Orontas 240; 247–248; 250–251; 286 Orthotimos, S. d. Kelaithos 105; 107 Padi 253 Pamenos alias Ptolemaios, S. d. Panas alias Hermokrates 205 Pammenes 251 Panas alias Hermokrates, S. d. Nechthyris 202 Pandaros, S. d. Nikias 113 Paramonos 152 Pasas alias Dionysios, S. d. Kephalas 204–205 Pasion 239–240 Patron 242; 245 Payava 252 Pedon 277 Peisistratos v. Athen 12 Pelopidas 128 Anm. 43 Pelops 180–181 Perseus 227–231 Phalinos 238 Anm. 17; 252

Indices

Phanes 252 Pharnabazos 127; 135 Anm. 106; 240; 244; 247–248; 250; 252; 279; 281 Pheretime 269–270 Phila I., T. d. Antipatros 56; 106 Anm. 79 Philippides 132–135; 138 Philipp II. 33 Anm. 8; 37–38; 129; 154; 164; 248; 250 Philipp V. 91–92; 95; 96 Anm. 33; 98 Anm. 48; 100 Anm. 55; 101; 106; 146–147; 221–222; 226 Philippos, S. d. Apollonios 98 Anm. 48 Philiskos 244–245; 248; 251 Philomelos 215 Philon 226 Philonides 152 Philophron 281 Anm. 132 Philoxenos 64 Phokion 240; 248; 251 Phormis 78 Phoxidas 223 Pissouthnes 238; 240; 247; 250 Plator 105 Anm. 76 Polemaios 57 Polydamas 33 Anm. 7 Polykrates v. Samos 12

Personenindex

Polykrates 180 Polylaos 152 Polystratos 35 Poseidippos 195 Anm. 103 Pra[ul]an 179 Praxiteles 76; 78 Proteas 133 Prousias II. 120; 217 Anm. 22 Psammetichos I. 53 Anm. 14; 198; 236; 275; 277 Psammetichos II. 131 Anm. 64; 275–277 Ptolemaios I. Soter 56–57; 128 Anm. 43; 130–131; 137 Anm. 120– 121; 138; 179 Anm. 17; 192 Ptolemaios II. Philadelphos 65–66; 96 Anm. 35; 97 Anm. 38; 113; 136; 148 Anm. 24; 178; 180 Anm. 24; 181 Anm. 32; 183; 194 Ptolemaios III. Euergetes 143; 146; 149; 151 Anm. 39; 154; 179 Anm. 22; 180; 181 Anm. 32; 182 Anm. 38; 183 Anm. 39 Ptolemaios IV. Philopator 157; 162; 171 Anm. 26; 177 Anm. 12; 178–180; 183; 185 Anm. 55; 194; 198; 213–214; 222– 224; 226; 232 Ptolemaios V. Epiphanes 64 Anm. 75; 177 Anm. 12; 178; 180–181; 194; 199; 213; 232–233 Ptolemaios VI. Philometor 52 Anm. 8; 64 Anm. 75; 144; 146; 157; 169; 171; 177 Anm. 12; 178; 182–184; 187–192; 194; 227 Ptolemaios VIII. Euergetes II. 64 Anm. 75; 169; 176; 177 Anm. 12; 178; 179 Anm. 22; 182–184; 187–192; 194; 203 Ptolemaios IX. Philometor Soter II. 179 Anm. 22; 189–190

363

Ptolemaios X. Alexander I. Theos Philometor 179 Anm. 22 Ptolemaios XII. (Theos) Neos Dionysios 67 Anm. 93 Ptolemaios „v. Ephesos“ 148 Anm. 24 Ptolemaios Keraunos 154 Ptolemaios Macro 189 Ptolemaios, S. d. Eumenes 181; 188 Anm. 66; 196 Anm. 108 Ptolemaios, S. d. Pelops 180 Ptolemaios, S. d. Polykrates 180 Ptolemaios, S. d. Ptolemaios 181–182; 196 Anm. 108 Ptolemaios (Kanopos [Ägypten]) 186 Anm. 58 Pyrgopolynikes 13; 216 Pyrgoteles s. Ergoteles Rheomithres 239 Anm. 27; 241 Anm. 38; 263 Rhodokleia 67 Anm. 94 Rimut-Ninurta 253 Saettas, S. d. Trokondas 166–167 Šamaš-iddin 269 Seleukos I. 120 Seleukos (Zypern) 190; 192 Seuthes 49; 229 Silanos 244 Skopas 232–233 Sokrates 223–225

364 Sophainetos 42 Anm. 15 Sopolis 57; 58–59 Anm. 44; 60 Sosibios, S. d. Dioskourides (?) 214; 222–225; 232–233 Sosos 227–228 Sosthenes 119 Sostratos, S. d. Ste[---] 102 Anm. 68; 107 Sotion 186 Spithrobates 263 Stratonike, T. d. Satokos 153 Strombichos 104–105; 108; 281 Anm. 135 Strouthas 239; 251 Sulpicius 147 Syllos 227–228 Syrabitys, S. d. Artidonis 156 Tachos 239; 252; 283–284 Tarousinas, S. d. Terepes 155 Tarouthinas 155 Anm. 66 Tattannu 269 Tennes 248 Themistogenes 42 Anm. 13 Theodoros 189–190 Theron v. Akragas 77 Thersagoras 222 Thibron 49

Indices

Thrasyboulos 76–77 Tigranes 251 Timaios 82 Anm. 43 Timokrates 81 Anm. 39 Timoleon 15; 83; 86; 128 Anm. 43; 215 Tiribazos 241; 243; 247; 285 Tissaphernes 238 Anm. 19; 240; 242; 247; 250; 252; 274 Tithraustes 245 Torkos, S. d. Taroulas 155 Trkmnh 252 Tryphon, S. d. Bithys 153 Anm. 58 Victorinus 156 Anm. 74 Xenias 46; 239–240 Xerxes I. 145; 238 Anm. 18; 257–258; 264; 269; 285 Zenon v. Kaunos 65–66 Zenon, S. d. Zenon 166 Zoilos, S. d. Kelainos 102; 108 [.]asis, S. d. Doules 146; 155 [---]atos, S. d. Teras 153 Anm. 50 [---]stratos, S. d. Bithys 153 Anm. 50 NN, S. d. Bithys 145 Anm. 10 NN, S. d. Zenon 166 [NN, S. d. ---z]elmis 153 Anm. 50

Geographischer Index

365

Geographischer Index Abousir 158 Abu Simbel 131 Abydos 132; 251–252 Achaia 20; 93; 96 Anm. 34; 169 Anm. 18; 190; 212; 221–222 Adada 167 Adranos 82 Ägypten 14 Anm. 16; 16; 19–20; 23; 56; 58; 61 Anm. 57; 62 Anm. 66; 63 Anm. 70; 64 Anm. 75; 65–66; 96 Anm. 33–34; 96–97 Anm. 36; 114; 120; 131; 143 Anm. 3; 144; 145 Anm. 13; 146; 155 Anm. 66; 157–158; 162– 163; 165 Anm. 1; 169; 171; 175–188; 190–196; 197–207; 216 Anm. 14; 224; 226; 232–233; 235 Anm. 2; 236; 237; 238; 239; 241–242; 243 Anm. 51; 244; 248–253; 262; 263 Anm. 24, 27; 266; 268–271; 274–277; 278 Anm. 116; 280; 281–284; 286 Agrigent 78; 80 Aigina 113 Aigosthena 102; 108 Ainos 151 Aiolis 238 Anm. 18; 250–251; 281 Aitolien 91; 100 Anm. 55; 101 Anm. 57; 147; 221; 232–233 Aizanoi 153 Akarnanien 113 Ake 135 Anm. 106; 251 Akoris 204–205

Alexandria 51 Anm. 2; 64 Anm. 78; 66; 67 Anm. 94; 69 Anm. 102; 144; 146–148; 157; 162–164; 165 Anm. 1; 169 Anm. 17; 172; 177; 179–185; 189; 196 Anm. 108; 214; 216; 223–225; 232–233 Allaria 223; 225–226 Amathous 178 Anm. 14; 179 Anm. 22; 190 Anm. 80; 192–193 Anm. 99 Ambryssos 105 Anm. 76; 107 Amisos 219; 248 Amorgos 31 Amorion 118–119 Antandros 242; 247 Antigoneia 228 Apameia 116; 117 Anm. 30; 119–120; 168 Anm. 14 Apollonia 152; 263 Apollonis 120; 153–154; 216 Aptera 218 Arabien 236 Anm. 9; 237; 249–250; 253; 272 Arachosien 19 Anm. 37 Aramäa 236 Anm. 9; 237; 250; 252 Anm. 67; 275; 277 Argos 93; 148; 180; 242 Anm. 44; 250; 281 Anm. 132; 284 Arkadien 46–47; 76; 78; 238 Anm. 18; 240; 247; 250; 252 Armenien 117 Anm. 34; 238 Anm. 17; 240; 247; 272; 286

366

Indices

Arsos 192 Aspendos 18 Anm. 32; 113–114; 236 Anm. 9; 250 Assyrien 236 Anm. 9; 246–247; 261–263; 266 Atarneus 251 Athen 12; 17; 22–23; 29–38; 39–41; 44; 46; 49 Anm. 37; 54 Anm. 17; 63 Anm. 71–72; 64 Anm. 73; 64 Anm. 77–78; 65 Anm. 82, 84; 66–67 Anm. 92; 70; 79–81; 84; 90 Anm. 3; 91–94; 96 Anm. 35; 97; 99; 101 Anm. 56; 104–105 Anm. 75; 108; 123–139; 186 Anm. 58; 203; 240; 242–244; 250; 264; 280; 281 Anm. 132; 283–285 Athmonon 92 Anm. 16 Atrax 105 Anm. 76; 107 Attaleia 17 Anm. 28; 61; 146; 152; 163; 216 Attika 37–38; 104 Anm. 74 Axos 114 Babylon 147; 249; 272 Babylonien 14 Anm. 16; 236 Anm. 9; 237–239; 241; 244; 250; 253–254; 259; 266; 268–272; 274–278; 287 Baktrien 19 Anm. 37; 236 Anm. 9; 237; 250; 252; 254; 263; 265 Anm. 35; 277 Balboura 167; 170 Anm. 19 Barke 270 Begis 159 Berenike (Kyrenaika) 165 Anm. 1 Beroia 156; 228 Bithynien 114; 119 Anm. 45; 164; 217 Anm. 22

Blaunda 253 Boiotien 19–20; 100 Anm. 55; 102; 108; 148 Anm. 24; 165 Anm. 1; 188; 223–225; 242 Anm. 44; 250 Bolouros 159 Borsippa 254; 268 Boubastis 276 Bylazora 156 Byzanz 49; 51; 144 Anm. 6; 145 Anm. 10; 147 Anm. 21; 159; 244–245 Capua 85 Anm. 61 Carseoli 230 Chaironeia 33; 38; 246 Chaldäa 236 Anm. 9; 237; 247; 249; 266; 286 Chalkedon 252 Chalkidike 33 Anm. 9 Chalkis 63 Anm. 69; 90; 92 Charadros 179 Chios 237 Anm. 15; 249 Choresmien 236 Anm. 9; 237; 250; 277 Daphnae 253 Daskyleion 115 Anm. 19; 251; 253; 280 Daulis 105 Anm. 76; 107 Delos 30 Anm. 2; 71–72 Anm. 115; 181 Anm. 32 Delphi 47; 78; 215

Geographischer Index

Demetrias 92; 214; 222 Drama 143; 146–147; 154–156; 158–159; 162; 164 Dyme 15 Anm. 21; 83; 100 Anm. 55; 161 Anm. 98 Edfu 192; 197; 200 Elateia 105 Anm. 76 Elephantine 187; 196 Anm. 108; 197; 236–241; 244; 250; 277–278 Eleusis 97 Anm. 43 Elis (Landschaft) 146–147 Elis (Stadt) 94; 146 Entella 84–85 Ephesos 46–47; 102; 106–107; 148 Anm. 24; 216; 219 Anm. 28; 248; 251–252 Epirus 114–115; 179 Eretria 91; 97 Anm. 38; 262 Erythrai 114 Euboia 37; 91–92; 222 Euhemeria 185 Anm. 56 Eumeneia 216 Euromos 100 Anm. 55; 106; 167 Failaka 131 Gabiene 55–56 Galatien 116; 117 Anm. 34; 118–119; 121; 146; 148; 150; 157 Anm. 79; 199 Gallien 55 Anm. 21; 93–94; 231

367

Gambrion 280 Gaugamela 244; 249 Gaza 249 Gela 76–80 Gezer 268 Gonnoi 106 Gorgippia 64 Anm. 77 Gortyn 65 Anm. 79; 226–227 Gryneion 71–72 Anm. 115; 280 Gythion 167; 170 Halaesa 82 Halikarnassos 248 Halisarna 280 Hamaxitos 281 Herakleia am Latmos 98 Anm. 48 Herakleia Pontike 242; 244; 251 Herakleopolis 20; 165 Anm. 1; 173 Anm. 34 Hermione 222 Hermonthis 200 Hermopolis 182 Anm. 38; 250 Hierapytna 218–221; 226 Himera 76–77; 79 Histiaia 90 Anm. 3, 5; 92; 94 Anm. 22; 105 Anm. 76

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Indices

Hypaipa 153 Hyparna 248 Hyrkanien 236–237; 247; 252–253; 259; 263–264 Hyrtakina 167 Iasos 57–60; 71–72 Anm. 115; 247 Idalion 193 Anm. 99 Idumäa 19–20; 165 Anm. 1; 188 Ilion 243; 251; 253; 280–281 Illyrien 93–94; 105 Anm. 76; 143–145; 154; 161; 164; 230 Indien 69 Anm. 102; 243 Anm. 51; 270; 286 Anm. 159 Inessa 79 Ionien 20; 115; 169 Anm. 18; 189–191; 198; 238 Anm. 18; 250; 253; 263; 272; 276–277 Ipsos 95; 132 Issos 238; 245–246; 249; 273 Istros 64 Anm. 78 Iudaea 198; 202; 236; 240–241; 250; 253 Kadusien 237 Kallinikos 228 Kalliphytos 156 Anm. 68 Kalymnos 98 Anm. 48 Kamarina 76 Kampanien 81–82 Anm. 50; 84–85

Kanopos 186 Anm. 58 Kappadokien 252 Karien 57; 59 Anm. 45; 92; 94; 98 Anm. 48; 100 Anm. 55; 105 Anm. 76; 146; 148; 167–170; 198; 214–215; 236–237; 250; 252–254; 268– 269; 275–277; 285 Karthago 60 Anm. 53; 78; 81–84; 86; 131 Karthaia 113 Katane/Aitna 77; 79; 81 Kaunos 166–170; 172–173; 181 Anm. 32; 247; 250; 252 Kebren 280 Kelainai 248 Keos 113; 243 Kilikien 19–20; 146; 161 Anm. 100; 165 Anm. 1; 169 Anm. 18; 179; 188–191; 217; 240; 252; 268; 271–272 Anm. 73 Kition 179 Anm. 21; 190 Anm. 80 Klazomenai 102 Anm. 68; 106; 253 Kleinasien 12 Anm. 6; 23; 44; 49; 53 Anm. 9; 96 Anm. 35; 111–121; 146; 152; 153 Anm. 53; 158; 160; 167–170; 182; 191; 199; 238 Anm. 17; 239; 242; 243 Anm. 54; 245; 247–248; 250–252; 278–279; 280 Kleonnaeion 118–121 Knidos 224–225 Knossos 221; 226–228 Kokylis 281 Kolonai 281

Geographischer Index

Komana 263 Kom Ombo 187; 196 Anm. 108 Korinth 35; 86; 92; 94 Anm. 22; 97; 103; 130; 222 Kos 57 Anm. 39 Kourion 179 Anm. 21; 183; 190 Anm. 80; 193 Anm. 99 Kournoubeudos (?) 120 Kresna 159 Kreta 12; 19–20; 54 Anm. 20; 59 Anm.