GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung: Gebührenordnung für Ärzte [15. Aufl.] 9783662626320, 9783662626337

Gute Leistung muss gut bezahlt werden Alle relevanten Informationen für die erfolgreich optimierte Abrechnung im Praxis

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GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung: Gebührenordnung für Ärzte [15. Aufl.]
 9783662626320, 9783662626337

Table of contents :
Front Matter ....Pages I-XXV
Gebührenordnung für Ärzte § 1 bis § 12 (Peter M. Hermanns)....Pages 1-62
Informationen zur Beihilfe (Peter M. Hermanns)....Pages 63-69
Weitere wichtige Urteile für Praxis und Klinik (Peter M. Hermanns)....Pages 70-76
Gebührenverzeichnis für ärztliche Leistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 77-78
Grundleistungen und allgemeine Leistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 79-138
Nichtgebietsbezogene Sonderleistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 139-196
Anästhesieleistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 197-203
Physikalisch-medizinische Leistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 205-212
Innere Medizin, Kinderheilkunde, Dermatologie (Peter M. Hermanns)....Pages 213-247
Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie (Peter M. Hermanns)....Pages 249-267
Geburtshilfe und Gynäkologie (Peter M. Hermanns)....Pages 269-289
Augenheilkunde (Peter M. Hermanns)....Pages 291-317
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Peter M. Hermanns)....Pages 319-342
Urologie (Peter M. Hermanns)....Pages 343-364
Chirurgie, Orthopädie (Peter M. Hermanns)....Pages 365-470
Laboratoriumsuntersuchungen (Peter M. Hermanns)....Pages 471-544
Histologie, Zytologie und Zytogenetik (Peter M. Hermanns)....Pages 545-549
Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomographie und Strahlentherapie (Peter M. Hermanns)....Pages 551-597
Sektionsleistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 599-626
Abrechnung IGeL-Leistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 627-632
Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung (Peter M. Hermanns)....Pages 635-646
Korrekt abrechnen nach GOÄ (Peter M. Hermanns)....Pages 647-663
Listen und Gebührenordnungen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 665-668
Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z (Peter M. Hermanns)....Pages 669-811
Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen (Peter M. Hermanns)....Pages 813-831
Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen (Peter M. Hermanns)....Pages 833-844
Auflistung häufiger Auslagen der Praxis (Peter M. Hermanns)....Pages 845-845
Back Matter ....Pages 847-896

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Abrechnung erfolgreich und optimal

Peter M. Hermanns Hrsg.

GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung Gebührenordnung für Ärzte Unter Mitarbeit von C. Barufke, W. Mattig 15. Auflage

Abrechnung erfolgreich und optimal

​ ute Leistung muss gut bezahlt werden G Je besser Ihre Kenntnis im komplexen Feld der Abrechnung medizinischer Leistungen ist, desto besser ist das Ergebnis für Ihre Praxis bzw. Klinik. Abrechenbarkeit, Steigerungssätze, analoge Bewertungen, mögliche Ausschlüsse, aktuelle Gerichtsurteile … Praktische Abrechnungstipps, Auslegungshinweise, Beschlüsse, Richtlinien von KBV und regionalen KVen, G-BA, SGB, BÄK und des Zentralen Konsultationsausschusses für Gebührenordnungsfragen, Berufsverbänden, PVS … Kassenpatient, Privatpatient, Selbstzahler: Alle Informationen für die erfolgreich optimierte Abrechnung korrekt, vollständig, verlässlich

Weitere Bände in der Reihe 7 http://www.springer.com/series/16362

Peter M. Hermanns (Hrsg.)

GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung Gebührenordnung für Ärzte 15. Auflage Unter Mitarbeit von Constanze Barufke und Wolfgang Mattig

Hrsg. Peter M. Hermanns medical text Dr. Hermanns München, Deutschland

Dieses Werk basiert auf Inhalten der Datenbank http://arztundabrechnung.de, Springer Medizin Verlag GmbH, Berlin ISSN  2628-3190 ISSN  2628-3204  (electronic) Abrechnung erfolgreich und optimal ISBN 978-3-662-62632-0 ISBN 978-3-662-62633-7  (eBook) https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7 Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. © Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2012, 2013, 2014, 2015, 2018, 2019, 2020, 2021 Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von allgemein beschreibenden Bezeichnungen, Marken, Unternehmensnamen etc. in diesem Werk bedeutet nicht, dass diese frei durch jedermann benutzt werden dürfen. Die Berechtigung zur Benutzung unterliegt, auch ohne gesonderten Hinweis hierzu, den Regeln des Markenrechts. Die Rechte des jeweiligen Zeicheninhabers sind zu beachten. Der Verlag, die Autoren und die Herausgeber gehen davon aus, dass die Angaben und Informationen in diesem Werk zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vollständig und korrekt sind. Weder der Verlag, noch die Autoren oder die Herausgeber übernehmen, ausdrücklich oder implizit, Gewähr für den Inhalt des Werkes, etwaige Fehler oder Äußerungen. Der Verlag bleibt im Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutionsadressen neutral. Fotonachweis Umschlag: © stockphoto-graf/stock.adobe.com, ID: 144594370 Umschlaggestaltung: deblik, Berlin Springer ist ein Imprint der eingetragenen Gesellschaft Springer-Verlag GmbH, DE und ist ein Teil von Springer Nature. Die Anschrift der Gesellschaft ist: Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin, Germany

Inhalt Herausgeber und Mitarbeiter .....................................................................................XXI Abkürzungen .......................................................................................................... XXII Vorwort ................................................................................................................. XXIII Neues zur GOÄ – Telemedizin .................................................................................. XXV

Gebührenordnung für Ärzte § 1 bis § 12 .......................................................... 1–62 Die einzelnen Vorschriften der GOÄ §1

Anwendungsbereich ............................................. ............................................. 1 Im Kommentar u. a.: Geltungsbereich der GOÄ ) Keine Anwendung der GOÄ ) Behandlungsvertrag ) Die ärztliche Gutachter-Tätigkeit ) Fachgebietsbeschränkung ) Wirtschaftlichkeitsgebot ) Medizinisch notwendige Leistungen ) Übermaßbehandlung ) Alternative Verfahren/Außenseitermethoden ) Kosmetische Eingriffe ) Leistungen auf Verlangen des Patienten ) Beihilfevorschriften ) Behandlung von Angehörigen des Arztes zu Lasten der PKV Rechtsprechung: Aufklärung über eine OP, die ein anderer Arzt empfohlen hat und durchführen will – Ärztlicher Behandlungsvertrag – Abrechnung einer Übermaßbehandlung – Anwendbarkeit der GOÄ bei Konsiliararztverträgen ) Beschlüsse der BÄK zur Abrechnung ) Anwendung einer Außenseitermethode ) Medizinisch notwendige Heilbehandlung/Übermaßbehandlung – Übermaßvergütung ) Leistungen auf Verlangen des Patienten, § 1 Abs. 2 S. 2 GOÄ ) Kein Honoraranspruch eines Laborarztes gegenüber einem Patienten bei objektiv nicht erforderlicher Untersuchung – Vergütung von Laborkosten – Innenvollmacht ) Honoraranspruch, wenn Arzt weitere Befunde nicht erhoben hat ) Honoraranspruch eines Arztes trotz unzureichender Aufklärung Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: ) Aufkärung im Rahmen der ärztlichen Liquidation (I) ) Medizinisch nicht notwendig ) IGeL = Verlangensleistungen ) Individuelle Gesundheitsleistungen nach GOÄ -Allgemeines ) Individuelle Gesundheitsleistungen: Vertragsgestaltung ) Individuelle Gesundheitsleistungen: Rechnung nach GOÄ ) Individuelle Gesundheitsleistungen nach GOÄ: Einzelfragen

§2

Abweichende Vereinbarung ....................................... ....................................... 10 Im Kommentar u. a.: Vereinbarung eines höheren Multiplikators ● Verboten – Erlaubt ● Inhalt der Vereinbarung ● Vereinbarung bei Wahlarzt (§ 2 Abs. 3 S. 3 GOÄ) Rechtsprechung: Unwirksame Honorarvereinbarung § 2 GOÄ ● Honorarvereinbarung § 2 GOÄ – Zusatzerläuterung ● Keine Begründungspflicht für erhöhte Steigerungssätze bei Honorarvereinbarung ● Honorarvereinbarung § 2 GOÄ ● Ärztliche Honorarvereinbarung, § 2 GOÄ Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Aufklärung im Rahmen der ärztlichen Liquidation (II) ● Honorarvereinbarung ● Abweichende Honorarvereinbarung ● Abdingung der Gebührenordnung

§3

Vergütungen .................................................. .................................................. 16 Rechtsprechung: Vergütungsanspruch eines Arztes – Behandlungsvertrag – Kündigung durch Patient – Trotz Notfall: Patienten über Kosten aufklären

§4

Gebühren .................................................... .................................................... 17 Im Kommentar u. a.: Selbständige Leistung ) Eigene Leistungen ) Wahlärztliche Leistungen ) Labor: Besondere Regelungen zur eigenen Leistung ) Leistungen durch Dritte Rechtsprechung: ) Unwirksame Einwilligung ● Zielleistungsprinzip ● Abrechnung des Einsatzes der Navigationstechnik: GOÄ-Nrn. 2153, 2562 ) § 4 Abs. 2a GOÄ ) Zielleistungsprinzip: GOÄ Ziffer 2574 neben GOÄ Ziffer 2566 ) Zielleistungsprinzip – orthopädische Standardoperationen ) Zielleistungsprinzip GOÄ Nr. 2975, 2997 ) Arztleistung durch Dritte, § 4 Abs. 2 GOÄ ) Kein Honorar für Chefarzt bei kosmetischer Operation, der Behandlung durch einen Kollegen durchführen lässt ) Kein Honoraranspruch für Arzt, der

Inhalt

Therapien, die er u. a. von Physiotherapeuten in seiner Praxis durchführen lässt, nur verordnet ● Persönliche Leistungserbringung in Chefarztambulanz ● BGH: Wahlleistungsvereinbarung im Krankenhaus ) Persönliche Leistungserbringung durch Wahlarzt ● Krankenhausvertrag: Wirksamkeit einer formularmässigen Wahlleistungsvereinbarung ● Krankenhausaufnahmevertrag mit Arztzusatzvertrag ● Wahlleistungsvereinbarung ● Haftungsausschluss bei Wahlleistungen ● Honorar bei unwirksamer Wahlleistungsvereinbarung ● Schriftform bei Wahlleistungen ● Wahlleistungsvereinbarung nichtig wegen Operationsverbot ● Krankenhausaufnahmevertrags mit Arztzusatzvertrag ● Wahlleistungsvereinbarung – keine Gesamtunwirksamkeit bei fehlerhafter Vertreterregelung ● Nicht – ärztliche Leistungen als wahlärztliche Leistungen ● Geschäft zur Deckung des Lebensbedarfs: Mitverpflichtung des Ehegatten bei Inanspruchnahme von privatärztlichen Wahlleistungen in einem Krankenhaus ● zahlreiche weitere Wahlleistungsurteile Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Persönliche Leistungserbringung in der Chefarztambulanz ● Mit der GOÄ am Krankenbett ● Fachfremdheit von Leistungen – auch in der GOÄ? ● Gebührenordnung für Ärzte: Zielleistungen kontra Analogbewertung ● Persönliche Leistungserbringung ● Laborleistungen: Persönliche Leistungserbringung: M III/M IV ● Labor – versenden und berechnen? ● Selbstständige Leistungen nebeneinander ● Aufsichtspflicht bei Laborleistungen §5

Bemessung der Gebühren für Leistungen des Gebührenverzeichnisses................... 31 Im Kommentar u. a.: Die verschiedenen Steigerungssätze ● Begründungen für die Überschreitung des Schwellenwertes ● Routinemäßige Beanstandungen der Beihilfestellen ● Werbung eines Arztes mit Pauschalpreis Rechtsprechung: Abrechnung mit dem Höchstsatz der Regelspanne ● Überschreiten des Gebührenrahmens der GOÄ ● Schwellenwert, § 5 Abs. 2 GOÄ ● Verhältnis § 5 GOÄ zur Analogberechnung ● Wettbewerbswidrige Werbung mit Pauschalpreis Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Grundsätzliches zum Gebührenrahmen (1) ● Spezielles zum Gebührenrahmen (2) ● Gebührenrahmen im Krankenhaus (3) ● Besondere Umstände, besondere Ausführung ● Bundesgerichtshof stützt Argumentation der Bundesärztekammer

§ 5a Bemessung der Gebühren in besonderen Fällen.................................................... 38 Rechtsprechung: Haftung bei verkannter Schwangerschaft § 5b Bemessung der Gebühren bei Versicherten des Standardtarifes der privaten Krankenversicherung..................................................................................................... 39 Im Kommentar u. a.: Hinweise zum Standardtarif ● Hinweis zum Basistarif §6

Gebühren für andere Leistungen ......................................................................... 41 Im Kommentar u. a.: Möglichkeit der Analogbewertung ● Bemerkungen zur Liste der Analogziffern der BÄK ● Abrechnungsempfehlungen der BÄK ● Hinweis der Autoren zur Kennzeichnung analoger Bewertungen in diesem Buch Rechtsprechung: Abrechnung auf Grund analoger Anwendung ● § 6 Abs. 2 GOÄ (Analogabrechnung) – unzulässige Umgehung durch Honorarabrede Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Gleichartig oder gleichwertig (II) ● Analoge Bewertung: Gleichartig oder gleichwertig? ● Problematische Analogbewertungen: Rahmenbedingungen ● Korrekte Darstellung einer Analogen Bewertung ● Analoge Bewertung: künstliche Gebührennummer? ● Analoge Bewertung(en): vornehmen – wer darf das?

§ 6 a Gebühren bei stationärer Behandlung .................................................................. 46 Im Kommentar u. a.: Leistungen in stationären Einrichtungen, Minderungspflicht ● Wahlarzt, Belegarzt, niedergelassener Arzt Rechtsprechung: Honorarverminderung des hinzugezogenen niedergelassenen Arztes ● Minderung Honoraranspruch bei stat. Behandlung ● Gebührenminderung nach § 6 a GOÄ ● Honorarminderung nach § 6 a GOÄ bei externem Arzt Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Liquidationskette ● Ein erneuter Schlag ins Kontor: Bundesgerichtshof erweitert Honorarminderungspflicht auch auf externe konsiliar-ärztliche Leistungen §7 §8

VI

Entschädigungen .............................................................................................. 48 Wegegeld ......................................................................................................... 48

Inhalt

§9

Reiseentschädigung .......................................................................................... 49 Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Reiseentschädigung gilt nur für den Arzt

§ 10 Ersatz von Auslagen .......................................................................................... 49 Im Kommentar u. a.: Ersatz der tatsächlich entstandenen Kosten ● Hinweise zu Auslagen Rechtsprechung: Auslagen für externen Arzt bei Wahlleistungen ● Sachkosten in der Wahlarztkette ● § 10 GOÄ – Sachleistungen Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Versandkosten in Gemeinschaftseinrichtungen ● Auslagenersatz: Wann ist ein Beleg erforderlich? ● Leistung gestrichen – Auslagen trotz dem berechnen ● Praxiskosten, Sprechstundenbedarf, Auslagenersatz ● Auslagen – Allgemeines – Berechnung nach DKG-NT-Liste Einmalartikel ● Labor-Auslagen berechnen? ● Berechnungsfähige Auslagen: strittige Punkte § 11 Zahlung durch öffentliche Leistungsträger ........................................................... 52 § 12 Fälligkeit und Abrechnung der Vergütung; Rechnung............................................. 53 Im Kommentar u. a.: Fälligkeit ● Verjährung ● Hemmung der Verfährung ● Verwirkung ● Rechnung durch Verrechnungsstelle ● Bezahlung der Rechnung: Anerkenntnis ● Vorschuss ● Umsatzsteuer-Pflicht ● GOÄ-Musterrechnung ● Pauschal-Honorare nicht statthaft Rechtsprechung: Honorarabrechnung § 12 Abs. 2 ● Formularmäßige Abtretung ● Grundsätzliches zum ärztlichen Honoraranspruch ● Fälligkeit der Honorarrechnung ● Verjährung einer Arztrechnung ● Verjährungsbeginn bei Arztrechnung, § 12 GOÄ ● Verjährung von Honorar bei unwirksamer Abtretung ● Verwirkung ● Honorar bei Nichterscheinen des Patienten zu einem festen Termin ● Vereinbarung eines Ausfallhonorars, wenn Patient einen Termin nicht einhält ● Abtretung einer Honorarvergütung an Inkassostelle Hinweise auf GOÄ-Ratgeber der BÄK: Pflichtangaben auf einer Arztrechnung ● Korrekte Rechnungslegung (2): Begründung bei Überschreiten der Schwellenwerte ● Fälligkeit der Rechnung – BGH klärt Bedingungen Inkrafttreten dieser Verordnung .................................................................................. 62

Informationen zur Beihilfe Hinweise des BMI zu § 6 BhV Beihilfefähige Aufwendungen bei Krankheit .............................. 63 1. Abschnitt 1: Völliger Ausschluss ............................................................................. 64 2. Abschnitt 2: Teilweiser Ausschluss .......................................................................... 65 Rechtsprechung: Beihilfe bei einer ganzheitlichen Krebstherapie – Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht beihilfefähig – Arzneimittel bei erheblichem Haarausfall bei Frauen beihilfefähig – Beihilfeanspruch bei Beinverlängerung – Abspielgerät für Hörbücher – Hyperthermiebehandlung bei Mammakarzinom – Galvanotherapie – Beihilfe für Abmagerungsmittel Xenical – Elektromobil – Analogabrechnung nach § 6 GOÄ und Anwendung des Schwellenwertes nach § 5 GOÄ bei beihilfeberechtigten Patienten – Abrechnungsprobleme bei der Beihilfe – z. B. BayBhV – Beihilfe bei Analog – Beihilfefähigkeit (Analogabrechnung eines psychiatrischen Gesprächs) Vom Arzt nachgereichte Begründung für Überschreiten des Schwellenwertes – Behandlung mit Außenseitermethoden – Beihilfe bei fehlerhafter Arztrechnung – Honorarminderung nach § 6a GOÄ bei externem Arzt ............ 66

Weitere wichtige Urteile für Praxis und Klinik .................................................... 70 Rechtsprechung: ) Approbation als Voraussetzung für Kostenübernahme bei Psychotherapie ) Praxisverkauf: Abgebender Arzt muss mindestens drei Jahre beim Käufer angestellt bleiben ) Partnerschaftsgesellschaften von Anwälten mit Ärzten und Apotheken erlaubt ) Keine Abrechenbarkeit fachärztlicher Leistungen ohne Schwerpunktbezeichnung ) Schwerpunktbezeichnung als Voraussetzung für die Abrechnung fachärztlicher Leistungen ) Kein Recht auf Löschung aus ärztlichem Bewertungsportal ) Kein Vergütungsanspruch bei fehlender Erforderlichkeit einer stat. Behandlung ) Entzug der Approbation wegen veruntreuter Forschungsmittel Umsatzsteuerpflicht für Ärzte ..................................................................................... 72 Übersicht – formale Vorgaben – steuerpflichtige Umsätze – steuerfreie Umsätze – Rechtsprechung

VII

Inhalt

Gebührenverzeichnis für ärztliche Leistungen .................................................. 77 A B I. II.

Gebühren in besonderen Fällen ........................................................................... 77 Grundleistungen und allgemeine Leistungen ............................. 1–109 ................. 79 Allgemeine Beratungen und Untersuchungen ................................. 1–15 ................... 82 Zuschläge zu Beratungen und Untersuchungen nach den Nrn. 1, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 ........................................................................... A–D, K1............... 93 III. Spezielle Beratungen und Untersuchungen.................................... 20–A36 ............... 97 Übersicht der Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen einer Schwangerschaft............. 99 General-Check-up (GOÄ Nr. 29) ........................................................................... 108 IV. Visiten, Konsiliartätigkeit, Besuche, Assistenz................................. 45–62 analog......... 115 V. Zuschläge zu den Leistungen nach den Nrn. 45–62, 100 und 101 ....... E-J, K2 .............. 124 VI. Berichte, Briefe ........................................................................ 70–96 ............... 125 VII. Todesfeststellung mit den Honorarerhöhungen zum 1.1.2020............. 100–109 ............ 131 Die ärztliche Leichenschau und Dokumentation – mit ICD-10-WHO Kodierungen ..... 134 C I. II.

Nichtgebietsbezogene Sonderleistungen................................... Anlegen von Verbänden............................................................. Blutentnahmen, Injektionen, Infiltrationen, Infusionen, Transfusionen, Implantation, Abstrichentnahmen................................................. III. Punktionen.............................................................................. IV. Kontrastmitteleinbringungen ....................................................... V. Impfungen und Testungen .......................................................... VI. Sonographische Leistungen ....................................................... VII. Intensivmedizinische und sonstige Leistungen ................................ VIII. Zuschläge zu ambulanten Operations- und Anästhesieleistungen .......

200–449 ............ 139 200–247 ............ 139 250–298 ............ 300–321 ............ 340–374 ............ 375–399 ............ 401–424 ............ 427–437 ............ 440–449 ............

147 161 166 171 177 185 189

Auf einen Blick: Schmerztherapie........................................................................ 193 D

Anästhesieleistungen.............................................................. 450–498 ............ 197

E I. II. III. IV. V. VI. VII.

Physikalisch-medizinische Leistungen...................................... Inhalationen ............................................................................ Krankengymnastik und Übungsbehandlungen ................................ Massagen............................................................................... Hydrotherapie und Packungen .................................................... Wärmebehandlung ................................................................... Elektrotherapie ........................................................................ Lichttherapie ...........................................................................

F

Innere Medizin, Kinderheilkunde, Dermatologie .......................... 600–A796 .......... 213 Auf einen Blick: Schlafmedizin............................................................................ 213

G

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie .............................. 800–A888 .......... 249 Auf einen Blick: Medizinische Trainingstherapie ..................................................... 259

H

Geburtshilfe und Gynäkologie .................................................. 1001–1168......... 269 Auf einen Blick: Reproduktionsmedizinische Leistungen .......................................... 269 Auf einen Blick: Abrechnung eines Schwangerschaftsabbruchs nach § 5a GOÄ ........... 279

I

Augenheilkunde ..................................................................... 1200–A1387.2 .... 291 Analogiebewertung augenheilkundlicher Leistungen gemäß Beschlüssen des Zentralen Konsultationsausschusses bei der Bundesärztekammer ... A7001–A7029..... 314

J

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde ................................................. 1400–1639......... 319

K

Urologie ................................................................................ 1700–A1890....... 343

L

Chirurgie, Orthopädie.............................................................. 2000–3321......... Rechtsprechung: Arzthaftung: Pflicht zur Aufklärung über alternative Behandlungsmethoden bei einer Wirbelsäulenoperation ............................................ Wundversorgung, Fremdkörperentfernung..................................... 2000–2015......... Extremitätenchirurgie ................................................................ 2029–2093......... Gelenkchirurgie........................................................................ 2100–2196.........

I II III VIII

500*–569*.......... 500*, 501*.......... 505*–A518*........ 520*–527*.......... 530*–533*.......... 535*–539*.......... 548*–558* analog 560*–569*..........

205 205 205 207 208 208 209 211

365 365 366 370 376

Inhalt

IV V VI VII VIII IX X XI

Gelenkluxation......................................................................... Knochenchirurgie ..................................................................... Frakturbehandlung ................................................................... Chirurgie der Körperoberfläche.................................................... Neurochirurgie ......................................................................... Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ............................................ Halschirurgie ........................................................................... Gefäßchirurgie......................................................................... 1 Allgemeine Verrichtungen ..................................................... 2 Arterienchirurgie ................................................................. 3 Venenchirurgie ................................................................... 4 Sympathikuschirurgie........................................................... XII Thoraxchirurgie........................................................................ XIII Herzchirurgie........................................................................... XIV Ösophaguschirurgie, Abdominalchirurgie ...................................... XV Hernienchirurgie....................................................................... XVI Orthopädisch-chirurgische konservative Leistungen......................... M

I II

III

2203–2241......... 2250–2297......... 2320–2358......... 2380–2454......... 2500–2604......... 2620–2732......... 2750–2760......... 2800–2921......... 2800–2810......... 2820–2844......... 2880–2902......... 2920–2921......... 2950–3013......... 3050–3097......... 3120–3241......... 3280–A3289....... 3300–3321.........

399 403 409 414 422 430 436 439 439 441 443 447 447 451 456 467 468

Laboratoriumsuntersuchungen ................................................ 3500*–4787* ...... Auf einen Blick: Das GOÄ-Labor ......................................................................... Allgemeine Bestimmungen .................................................................................. Auf einen Blick: Laboruntersuchungen Praxislabor und außerhalb des Praxislabors....... Auf einen Blick: Hinweise zur Abrechnung von Laborleistungen nach GOÄ .................. Vorhalteleistungen in der eigenen, niedergelassenen Praxis .............. 3500*–3532* ...... Basislabor............................................................................... 3541.H*–3621* ... 1 Körperzellen und deren Bestandteile, Zellfunktionsuntersuchungen .. 3550*–3552* ...... 2 Elektrolyte, Wasserhaushalt .................................................. 3555*–3558* ...... 3 Kohlehydrat- und Lipidstoffwechsel ......................................... 3560*–3565*.H1.. 4 Proteine, Elektrophoreseverfahren.......................................... 3570.H1*–3575*.. 5 Substrate, Metabolite, Enzyme............................................... 3580.H1*–3599*.. 6 Gerinnungssystem .............................................................. 3605*–3607* ...... 7 Funktionsteste .................................................................... 3610*–3615* ...... 8 Spurenenlemente................................................................ 3620*–3621* ...... Untersuchungen von körpereigenen oder körperfremden Substanzen und körpereigenen Zellen........................................................... 3630*.H–4469* ... Auf einen Blick: Höchstwerte..................................................... 3630.H*–3633.H* 1 Ausscheidungen (Urin, Stuhl)................................................. 3650*–3654* ...... 2 Sekrete, Liquor, Konkremente ................................................ 3660*–3673* ...... 3 Körperzellen und deren Bestandteile, Zellfunktionsuntersuchungen .. 3680*–3700* ...... 4 Elektrolyte, Wasserhaushalt, physikalische Eigenschaften von Körperflüssigkeiten .............................................................. 3710*–3716* ...... 5 Kohlehydrat- und Lipidstoffwechsel ......................................... 3721*–A3734* .... 6 Proteine, Aminosäuren, Elektrophoreseverfahren....................... 3735*–3768* ...... 7 Substrate, Metabolite, Enzyme............................................... 3774*–3796* ...... 8 Antikörper gegen körpereigene Antigene oder Haptene ............... 3805.H2*–3889*.. 9 Antikörper gegen körperfremde Antigene.................................. 3890*–3898* ...... 10 Tumormarker................................................................. 3900.H3*–3911.H3*.. Auf einen Blick: Tumormarker ....................................................................... 11 Nukleinsäuren und ihre Metabolite .......................................... 3920*–3926* ...... 12 Gerinnungs-, Fibrinolyse-, Komplementsysteme ........................ 3930*–3971* ...... 13 Blutgruppenmerkmale, HLA System ........................................ 3980*–4014* ...... 14 Hormone und ihre Metabolite, biogene Amine, Rezeptoren .......... 4020*–4089* ...... 15 Funktionsteste .................................................................... 4090*–4118* ...... 16 Porphyrine und ihre Vorläufer................................................. 4120*–4126* ...... 17 Spurenelemente, Vitamine .................................................... 4130*–4147* ...... 18 Arzneimittelkonzentrationen, exogene Gifte, Drogen ................... 4150*–4214* ...... 19 Antikörper gegen Bakterienantigene........................................ 4220*–4297* ...... 20 Antikörper gegen Virusantigene.............................................. 4300*–4409* ...... Auf einen Blick: Einteilung der Antikörper-Bestimmungen gegen Virusantigene .......

471 471 471 474 475 476 479 481 481 481 482 482 483 483 484 484 484 485 486 487 489 490 491 494 496 499 500 500 504 505 507 510 514 516 516 517 520 524 524 IX

Inhalt

IV 1

2

3

4

5

21 Antikörper gegen Pilzantigene................................................ 22 Antikörper gegen Parasitenantigene........................................ Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Krankheitserregern ................................................................... Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Bakterien a Untersuchungen im Nativmaterial ........................................... b Züchtung und Gewebekultur .................................................. c Identifizierung/Typisierung..................................................... d Toxinnachweis .................................................................... e Keimzahl, Hemmstoffe ......................................................... f Empfindlichkeitstestung ........................................................ Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Viren .. a Untersuchungen im Nativmaterial ........................................... b Züchtung ........................................................................... c Identifizierung, Charakterisierung ........................................... Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Pilzen... a Untersuchungen im Nativmaterial ........................................... b Züchtung ........................................................................... c Identifizierung, Charakterisierung ........................................... d Empfindlichkeitstestung ........................................................ Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Parasiten ................................................................................ a Untersuchungen im Nativmaterial oder nach Anreicherung........... b Züchtung ........................................................................... c Identifizierung..................................................................... d Xenodiagnostische Untersuchungen ....................................... Untersuchungen zur molekularbiologischen Identifizierung von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten ..........................................

4415*–4427* ...... 528 4430*–4469* ...... 529 4500*–4787* ...... 4500*–4614* ...... 4500*–4525* ...... 4530*–4543* ...... 4545*–4585* ...... 4590*–4601* ...... 4605*–4607* ...... 4610*–4614* ...... 4630*–4680* ...... 4630*–4648* ...... 4655* ................ 4665*–4680* ...... 4705*–4728* ...... 4705*–4713* ...... 4715*–4717* ...... 4720*–4724* ...... 4727*–4728* ......

531 531 531 533 534 536 537 537 538 538 539 539 540 540 541 541 541

4740*–4771* ...... 4740*–4759* ...... 4760*–4763* ...... 4765*–4768* ...... 4770*–4771* ......

542 542 543 543 544

4780*–4787* ...... 544

N I II III

Histologie, Zytologie und Zytogenetik ....................................... Histologie ............................................................................... Zytologie ................................................................................ Zytogenetik .............................................................................

4800*–4873* ...... 545 4800*–4816* ...... 545 4850*–4860* ...... 545 4870*–4873* analog 547

O

Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomographie und Strahlentherapie............................................................... Strahlendiagnostik .................................................................... 1. Skelett .............................................................................. 2. Hals- und Brustorgane.......................................................... 3. Bauch- und Verdauungsorgane .............................................. 4. Spezialuntersuchungen ........................................................ 5. Angiographie...................................................................... 6. Interventionelle Maßnahmen ................................................. 7. Computertomographie.......................................................... Nuklearmedizin ........................................................................ 1. Diagnostische Leistungen (In-vivo-Untersuchungen)................... a. Schilddrüse ................................................................... b. Gehirn .......................................................................... c. Lunge ........................................................................... d. Herz ............................................................................. e. Knochen- und Knochenmarkszintigraphie ............................ f. Tumorszintigraphie.......................................................... g. Nieren .......................................................................... h. Endokrine Organe ........................................................... i. Gastrointestinaltrakt ........................................................ j. Hämatologie, Angiologie................................................... k. Resorptions- und Exkretionsteste ....................................... l. Sonstiges ...................................................................... m. Mineralgehalt .................................................................

5000*–A5855* .... 5000*–5380* ...... 5000*–5121* ...... 5130*–5140* ...... 5150*–5250* ...... 5260*–5298* ...... 5300*–5339* ...... 5345*–5361* ...... 5369*–5380* ...... 5400*–5607* ...... 5400*–5489* ...... 5400*–5403* ...... 5410*–5411* ...... 5415*–5416* ...... 5420*–5424* ...... 5425*–5428* ...... 5430*–5431* ...... 5440*–5444* ...... 5450* ................ 5455*–5456* ...... 5460*–5466* ...... 5470* ................ 5472*–5474* ...... 5475* ................

I

II.

X

551 551 552 557 557 560 563 567 571 574 575 575 575 576 576 577 577 578 579 579 579 580 581 581

Inhalt

III IV

P

n. Ergänzungsleistungen ..................................................... o. Emissions-Computer-Tomographie ..................................... 2. Therapeutische Leistungen (Anwendung offener Radionuklide)..... Magnetresonanztomographie...................................................... Strahlentherapie....................................................................... 1 Strahlenbehandlung dermatologischer Erkrankungen ................. 2 Orthovolt- oder Hochvoltstrahlenbehandlung............................. 3 Hochvoltstrahlenbehandlung bösartiger Erkrankungen (mindestens 1 MeV) .............................................................................. 4 Brachytherapie mit umschlossenen Radionukliden ..................... 5 Besonders aufwendige Bestrahlungstechniken .......................... 6 Abrechnung der sterotaktisch fraktionierten Strahlentherapie mittels Linearbeschleuniger ...................................................

5480*–5485* ...... 5486*–5489* ...... 5600*–5607* ...... 5700*–5735* ...... 5800*–A5866* .... 5800*–5806* ...... 5810*–5813* ......

581 582 583 584 586 586 587

A5830*–5837* .... 588 5840*–5846* analog 590 5851*–A5861* .... 593 A5863*–A5866* .. 596

Sektionsleistungen ................................................................. 6000–6018......... 599

Analoge Bewertungen ............................................................................................. 601 Verzeichnis der Analogen Bewertungen (GOÄ) der Bundesärztekammer und des Zentralen Konsultationsausschusses für Gebührenordnungsfragen bei der Bundesärztekammer..... 603 ) B Grundleistungen und allgemeine Leistungen .......................... A36 – A72 .......... 604 ) III Spezielle Beratungen und Untersuchungen............................ A36 .................. 604 ) C Nichtgebietsbezogene Sonderleistungen............................... A353 – A409....... 604 ) IV Kontrastmitteleinbringungen ............................................... A353................. 604 ) VI Sonographische Leistungen ............................................... A409................. 604 ) D Anästhesieleistungen ........................................................ A482 – A496....... 604 ) E Physikalisch-medizinische Leistungen ........................................................... 604 ) Krankengymnastik und Übungsbehandlungen...................................................... 604 ) F Innere Medizin, Kinderheilkunde, Dermatologie ...................... A618* – A796 ..... 604 ) G Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie........................... A888................. 605 ) H Geburtshilfe und Gynäkologie ............................................. A1006 – A1157 ... 605 ) I Augenheilkunde ............................................................... A1387 – A7029 ... 606 ) K Urologie ......................................................................... A1716 – A1890 ... 609 ) L Chirurgie, Orthopädie ................................................................................. 611 ) XV Hernienchirurgie .............................................................. A3289 ............... 611 ) M Laboratoriumsuntersuchungen ) III Untersuchungen von körpereigenen oder körperfremden Substanzen und körpereigenen Zellen ....................................... A3732* – A4463* . 611 ) Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomographie und Strahlentherapie ...................................................................................... 612 ) IV Strahlentherapie .............................................................. A5830* – A5866* . 612 Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen .................................................... 615 Hinweise und Leistungsübersicht zur Abrechnung nach GOÄ für Zahnärzte ................... 623

Abrechnung IGeL Leistungen IGeL-Beispiele für Praxis und Klinik ................................................................. 627 A. 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in der Diskussion ................ Umfassende Untersuchung zu IGeL-Leistungen ...................................................... IGeL-Leistungen auch im Krankenhaus ................................................................. IGeL-Leistungen im Spiegel der Medien ................................................................. Informationen zum IGeL für Patienten ................................................................... IGeL-Leistungen korrekt erbringen und abrechnen ................................................... Wie gehen Patienten mit IGeL-Leistungen um? .......................................................

629 629 629 630 632 633 633

B.

Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung ........................................................................................................... 635

I.

Konzeption ..................................................................................................... 635

XI

Inhalt

II. 1. 1.1. 1.2. 2. 2.1. 3. 3.1. 4.

5. 5.1.

5.2. 5.3. 6. 6.1. 6.2. 7. 7.1. 8. 9.

Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten ..................................... Leistungsanspruch des Versicherten und korrespondierende Leistungsverpflichtung des Vertragsarztes .................................................................................................. Sachleistungsanspruch als Grundsatz ................................................................... Wirtschaftlichkeitsgebot ..................................................................................... Zulässigkeit privatärztlicher Honorare .................................................................... Keine Wahlmöglichkeit für den Arzt ....................................................................... Wann kommt eine Privatliquidation in Betracht? ....................................................... Drei Fälle zulässiger Privatliquidation .................................................................... Welche Bedingungen müssen bei einer Privatliquidation für IGeL-Leistungen erfüllt sein? a) Information über Leistungsumfang – b) Initiative des Patienten – c) Aufklärung über Konsequenzen – d) Erklärung des Patienten – e) Abrechnung einer IGeL-Leistung ) Muster-Formulare: Behandlungsvertrag – einseitige Erklärung des Patienten ............. Trennung zwischen Behandlung „auf Krankenschein“ und Privatbehandlung ................. „Teilleistungen“ des EBM sind keine IGEL-Leistungen ............................................... ) Anhang 1 zum EBM: Verzeichnis der nicht gesondert abrechnungsfähigen und in Komplexen enthaltenen Leistungen, sofern diese nicht als Leistungen in arztgruppenspezifischen Kapiteln ausgewiesen sind ............................................................. Der Arzt kann Praxisteile nur unter engen Voraussetzungen stilllegen .......................... Leistungen für einen bestimmten Personenkreis ...................................................... Sonderfall Kostenerstattung – GKV-Versicherte können sich auf Privatrechnung behandeln lassen ............................................................................................................ Umfang der Kostenerstattung .............................................................................. Erklärung des Patienten über die Wahlentscheidung zur Kostenerstattung nach § 13 SGB V ..................................................................................................... Unzulässige Privatliquidation und unzulässiges Verlangen von Zuzahlungen ................. Keine Privatliquidation bei Budgetausschöpfung ...................................................... Vermeiden Sie unnötigen Ärger mit Ihren Patienten/innen .......................................... Zusammenfassung ...........................................................................................

635 635 635 635 636 636 636 637 637 639 640 640 641 642 642 642 642 643 643 643 643 644

III.

1. Individuelle Gesundheitsleistungen bei Privat-Versicherten .................................... 645 2. Individuelle Gesundheitsleistungen im Rahmen der Beihilfe ................................... 646

C.

Korrekt abrechnen nach der GOÄ ............................................................. 647

I.

Auf einen Blick: Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen ........................... 647 Anmerkungen zur korrekten Rechnung – 2 Musterrechnungen ................................... 648

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe ........................... 652 1.1. Übersicht über Leistungen der Gesetzlichen Krankenkasse bei GKV – Patienten ............ 652 1.2. Nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung enthaltene Leistungen bzw. Leistungsbereiche ...................................................................................... 654 2. Nach Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder ausgeschlossene Verfahren ......... 656 Abschnitt 2: Teilweiser Ausschluss ........................................................................ 658 Rechtsprechung zur Beihilfe: ............................................................................ 659 Ablehnung von analogen Leistungspositionen – Beihilfe für die umweltmedizinische Erstanamnese – Nicht beihilfefähig: Radiale Stoßwellentherapie bei Rückenschmerzen – Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht beihilfefähig – Arzneimittel bei erheblichem Haarausfall bei Frauen beihilfefähig – Beihilfeanspruch bei Beinverlängerung – Beihilfefähigkeit der interstitiellen Brachytherapie zur Behandlung des Prostatakrebs – Hyperthermiebehandlung bei Mammakarzinom – Galvanotherapie – Beihilfe für Abmagerungsmittel Xenical – Elektromobil – Analogabrechnung nach § 6 GOÄ und Anwendung des Schwellenwertes nach § 5 GOÄ bei beihilfeberechtigten Patienten – Abrechnungsprobleme bei der Beihilfe z. B. BayBhV – Beihilfe bei Analog-Abrechnung durch Arzt – Beihilfefähigkeit: Analogabrechnung eines psychiatrischen Gesprächs – Vom Arzt nachgereichte Begründung für Überschreiten des Schwellenwertes – Beihilfe bei einer Ayurveda – Behandlung – Keine Beihilfe für eine Kernspin-Resonanz-Therapie zur Schmerzbehandlung – Arzneimittel bei erektiler Dysfunktion – Extrakorporale Stoßwellentherapie – Beihilfe für die umweltmedizinische Erstanamnese

XII

Inhalt

D.

Listen und Gebührenordnungen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen .............................................................................. 665

I.

Individuelle Gesundheitsleistungen nach dem KBV-Vorschlag .............................. 665

II.

Die IGEL-2-Liste .............................................................................................. 667

E.

Individuelle Gesundheitsleistungen von A–Z .......................................... 669

I. 1. 1.1. 2. 2.1. 2.2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 8.1. 8.2. 9. 10. 11. 12.

Allgemeine und fachübergreifende Leistungen ................................................... Spezielle Anamnesen – Körperliche und psychiatrische Untersuchungen ...................... Früherkennung und Vorsorge .............................................................................. Beratungen und Erörterungen .............................................................................. Beratungen ..................................................................................................... Erörterungen ................................................................................................... Second Opinion ................................................................................................ Schulungen ..................................................................................................... Bescheinigungen, Atteste, Gutachten – Versicherungsgutachten ................................ Hausbesuche – Wegegeld – Reiseentschädigung .................................................... Lifestyle Medizin ............................................................................................... Impfempfehlungen ............................................................................................ Standardimpfungen ........................................................................................... Impfungen im Rahmen von Fernreisen – Reisewarnungen ......................................... Neuraltherapie ................................................................................................. Schlafapnoe-Diagnostik ..................................................................................... Elektrotherapie ................................................................................................. Umwelt-Medizin ................................................................................................ Abrechnung Hinweise ........................................................................................ Vitalisierungskuren – Aufbauspritzen/Infusionen ......................................................

13.

669 669 670 671 671 672 673 676 677 679 680 680 680 682 682 685 686 687 690 693

II IGeL-Leistungen – zugeordnet den Fachgebieten ................................................ 693 Vorbemerkung ......................................................................................................... 693 Allgemeinmedizin – Innere Medizin ........................................................................... 694 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 694 1.

Berufseignungsuntersuchungen ....................................................................... ) Private Berufseignungsuntersuchung ................................................................. ) Allgemeine berufliche Eignungsuntersuchung ...................................................... ) Allergologischer Berufseignungstest .................................................................. ) Untersuchung: Arbeitnehmer der Gastronomie n. Bundesseuchengesetz .................. ) Fahrtauglichkeitsuntersuchung ......................................................................... ) Führerscheinsehtest ......................................................................................

695 695 695 696 696 696 698

2.

Vorsorge und Prävention ................................................................................. 698 Vorbemerkungen .............................................................................................. 698 Was bieten die Krankenkassen an? ...................................................................... 698

2.1

Vorsorge und Prävention: Hausärzte – Internisten ............................................... 703 Präventive Untersuchungen Erwachsener – Die „kleine“ Gesundheitsuntersuchung – Krebsvorsorge – die „große“ Gesundheitsuntersuchung – Intervall: Check: Die zusätzliche Gesundheitsuntersuchung – Gastro-Check – Gefäß-Check der Extremitäten – Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße – Thrombose-Risiko-Check – Herz-Kreislauf-Check – Weiterführende Untersuchungen zu Herzinfarkt- und Schlaganfall-Prävention – Leber-Check – Lungenfunktionscheck – Stoffwechsel-Check – Diätberatung – Diabetes-Risiko-Check – Lipid- und Gicht-Check – Sono-Check der abdominellen Organe und Gefäße – Sono-Check des Urogenitaltraktes – Sono-Nieren-Check + Labor – Sono Schilddrüse und Labor – General-Check-up/Manager-Check – Vergleich umfassender Vorsorgeuntersuchungen – General Check up: Leistungsangebote von Kliniken

2.2. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen ............................................................ 720 Krebsvorsorgeuntersuchungen bei der Frau – Krebsvorsorgeuntersuchungen beim Mann – Zusätzliche Krebsvorsorge beim Mann – Früherkennung Prostata Karzinom – KrebsfrühXIII

Inhalt

erkennung für spezielle Krebsarten: Bösartige Erkrankungen im Nasen-Rachen-Raum – Bronchialkarzinom – Colonkarzinom – Harnblasenkarzinom – Hautkrebs 2.3

Spezielle Vorsorge und Prävention im Bereich einzelner Fachgebiete .................... Prävention: Augenheilkunde ............................................................................ ) Früherkennung: Schwachsichtigkeit u. Schielen im Kleinkind/Vorschulalter ............... ) Glaukomfrüherkennung ..................................................................................

724 724 724 724

Prävention: Dermatologie ................................................................................. 725 ) Allergie-Testung auf Patientenwunsch ................................................................ 725 ) Haut-Check .................................................................................................. 725 Prävention: Gynäkologie – Schwangerschaft ...................................................... ) Häufige zusätzliche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen für Frauen .............................. ) Früherkennung Mammakarzinom ...................................................................... ) Kernspintomographie in der Brustkrebs-Diagnostik ............................................... ) Endometriumkarzinom .................................................................................... ) Früherkennung des Zervixkarzinoms – HPV Screening .......................................... ) Gynäkologische Komplett-Vorsorge-„Frauen-Gesundheits-Check“ ........................... ) Osteoporose-Vorsorge ................................................................................... ) Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) ..................................................... ) Ausschluss Infektionen bei Schwangerschaftswunsch ........................................... ) Schwangerenvorsorge: Zusatzdiagnostik auf Wunsch der Schwangeren ................... ) Triple-Test auf Wunsch der schwangeren Patientin ...............................................

726 726 726 727 727 728 728 729 729 729 731 732

Prävention: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ............................................................ 733 ) Hörprüfung ................................................................................................... 733 Prävention: Labordiagnostik ............................................................................ Laborgestützte Prävention .................................................................................. Häufige Bestimmungen in der Praxis (Tabelle) ......................................................... ) Adipositas .................................................................................................... ) Eisenmangel ................................................................................................ ) Gesundheits-Check up groß ............................................................................ ) Gesundheits-Check up klein (Basisprofil) ............................................................ ) Herz-Kreislauf Vorsorge (Herzinfarkt/Schlaganfall-Risiko) ...................................... ) Thrombose-Risiko (Thrombophilie-Profil) ............................................................ ) Impfstatus .................................................................................................... ) Osteoporose Vorsorge – klin. Risiko .................................................................. ) Osteoporose Vorsorge – Risiko Gentest .............................................................

734 734 736 736 736 736 736 736 736 736 736 736

Prävention: Neurologie .................................................................................... ) Doppler-sonographische Untersuchungen der hirnversorgenden Gefäße .................. ) Brain-Check ................................................................................................. ) Laboruntersuchungen zur Feststellung des Herzinfarkt und Schlaganfall-Risikos ........

737 737 737 737

Prävention: Orthopädie .................................................................................... 738 ) Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) .................................................... 738 ) Laboruntersuchungen bei VD Osteoporose ......................................................... 738 Prävention: Pädiatrie ....................................................................................... ) Kindern und Jugendlichen – Intervall-Checks ...................................................... ) U1 Neugeborenen Erstuntersuchung ................................................................ ) U2 Vorsorgeuntersuchung – 3.–10. Tag ............................................................. ) U3 Vorsorgeuntersuchung – 4.–6. Lebenswoche .................................................. ) U4 Vorsorgeuntersuchung – 3.–4. Lebensmonat ................................................. ) U5 Vorsorgeuntersuchung – 6.–7. Lebensmonat ................................................. ) U6 Vorsorgeuntersuchung – 10.–12. Lebensmonat ............................................... ) U7 Vorsorgeuntersuchung – 21.–24. Lebensmonat .............................................. ) U7 A Vorsorgeuntersuchung – 3. Lebensjahr ...................................................... ) U8 Vorsorgeuntersuchung – 43.–48. Lebensmonat .............................................. ) U9 Vorsorgeuntersuchung – 60.–64. Lebensmonat ...............................................

XIV

739 739 739 739 740 740 740 740 741 741 741 742

Inhalt

) U10 Vorsorgeuntersuchung – 7.–8. Lebensjahr ................................................... ) U11 Vorsorgeuntersuchung – 9.–10. Lebensjahr .................................................. ) J1 – 12.–14. Lebensjahr – J2 – 16.–18. Lebensjahr .............................................. ) Neugeborenen-Audio-Check ............................................................................

742 742 742 742

Prävention: Radiologie .................................................................................... ) Früherkennung Osteoporose (Knochendichtemessung) ......................................... ) Lungenkrebsvorsorge (CT-Raucher-Screening) .................................................. ) Schlaganfall-Prophylaxe ................................................................................. ) Arteriosklerose-Check-up ................................................................................ ) MR-Angiographie der Becken-Bein-Arterien ........................................................ ) MR-Angiographie der Nieren ............................................................................ ) Brustkrebsvorsorge mit Ultraschall, Mammographie und NMR ................................. ) MR-Mammographie ....................................................................................... ) Check-up der inneren Organe durch Ultraschall und/oder MRT ................................

743 743 743 743 744 744 744 744 744 745

Prävention: Urologie ........................................................................................ 746 ) Komplett-Vorsorge für Männer .......................................................................... 746 ) Früherkennung Blasenkrebs ............................................................................ 746 3.

Praeoperative Diagnostik vor OP-Eingriffen außerhalb GKV-Leistungspflicht ......... 747

4.

Reisemedizin .................................................................................................. 748 ) Reisemedizinische Beratung und Untersuchung – Reisemedizinische Impfungen – Feststellung der Immunitätslage – Reiserücktritt – Bescheinigung

5.

Sportmedizin .................................................................................................. ) Sport-Check – Sportmedizinische Untersuchung .................................................. ) Sportbootführerschein Eignungsuntersuchung ..................................................... ) Flugtauglichkeitsuntersuchung ......................................................................... ) Tauchsportuntersuchung ................................................................................

750 750 751 751 751

Häufige erwünschte IGeL-Leistungen der Fachgruppen ............................................... 753 Augenheilkunde .................................................................................................... Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Führerschein-Sehtest ............................................................................................ ) Augenärztliche Untersuchung – Gutachten zu Führerschein der Klassen C1, C, C1E, CE, D ) Kontaktlinsen-Anpassung ...................................................................................... ) Augenärztliche Untersuchung nach der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten ...........................................................................

753 753 754 754 754

Augenärztliche Operationen ..................................................................................... ) Blepharochalasis-OP ............................................................................................. ) Entfernung eines Lidtumors .................................................................................... ) Refraktionschirurgie auf Patientenwunsch ................................................................. 1. Präoperative Diagnostik vor Refraktionschirurgie ..................................................... 2. Refraktionschirurgie .......................................................................................... 3. Postoperatative Kontrolle nach Refraktionschirurgie .................................................

755 755 755 756 756 756 756

755

Chirurgie – Plastische Chirurgie ............................................................................... 757 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 757 Ratenzahlung für Schönheitsoperationen möglich! .......................................................... 759 Dermatologie – Medizinisch-kosmetische Leistungen ................................................. Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Aknebehandlung aus kosmetischen Gründen .............................................................. ) Androgenetische Alopezie bei Männern ..................................................................... ) Balneotherapie zur Behandlung von Hautkrankheiten ................................................... ) Beratungen und Erörterungen zu medizinisch-kosmetischen Problemen ........................... ) Besenreiservarizen – Verödung ................................................................................ ) Therapie von Gefäßveränderungen auch mittels Laser .................................................. ) Eigenblutbehandlung .............................................................................................

761 761 763 763 764 764 764 765 765

XV

Inhalt

) Epilation störender Behaarung an Händen und im Gesicht ............................................. ) Falten- oder Narbenunterspritzung ............................................................................ ) Haarausfall bei der Frau ......................................................................................... ) Hautabschleifen .................................................................................................... ) Haut-Peeling ........................................................................................................ ) Haut-Typberatung ................................................................................................. ) Hautveränderungen – Verlaufskontrolle von Muttermalen .............................................. ) Verschiedene kosmetische Operationen .................................................................... ) Behandlung von Krampfadern z.Zt. ohne Krankheitswert ............................................... ) Peeling zur Verbesserung des Hautreliefs/Fruchtsäure-Peeling ....................................... ) Phlebologie ......................................................................................................... ) Piercing .............................................................................................................. ) Entfernung von Tätowierungen ................................................................................ ) Tests zur Prüfung der Verträglichkeit von Kosmetika ..................................................... ) UV-Bestrahlung zur Prophylaxe einer Sonnenexposition ................................................ Einverständniserklärung zu kosmetisch-ästhetischen Leistungen .......................................

765 766 766 766 767 767 767 767 768 768 769 769 769 770 770 771

Gynäkologie .......................................................................................................... Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Operative Leistungen – Intimchirurgie ........................................................................ ) Anti-Aging-Check .................................................................................................. ) Einlage Kupfer-IUP ................................................................................................ ) Einlage Hormonspirale ........................................................................................... ) Einlage Implanon .................................................................................................. ) IUP-Lagekontrolle m. Ultraschall außerhalb der GKV-Leistungspflicht .............................. ) Perimenopausen Status ......................................................................................... ) Sterilitätsvorsorge auf Clamydiatrachomatis ................................................................ ) Ultraschall des Unterbauches auf Wunsch der Patientin ................................................ ) „Babyfernsehen“ ................................................................................................... ) Geburtsvorbereitungen mit Akupunktur ......................................................................

772 772 774 775 775 776 776 776 776 776 777 777 777

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde .................................................................................... Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Intratympanale Kortikoidtherapie bei Hörsturz ............................................................. ) Kehlkopf-Ca-Prävention ......................................................................................... ) Tinnitus ............................................................................................................... ) Digitale Volumentomographie (DVT) .........................................................................

778 778 778 778 779 779

Labordiagnostik auf Patientenwunsch ...................................................................... ) Adipositas – Laborcheck ......................................................................................... ) Alkohol – Abusus chron. ......................................................................................... ) Alopezie-Haarausfall-Risiko .................................................................................... ) Blutgruppenbestimmung ......................................................................................... ) Erschöpfungssyndrom – Chronic Fatigue Syndrome (CFS) ............................................ ) Dentalmaterial-Unverträglichkeit .............................................................................. ) Materialunverträglichkeit ......................................................................................... ) Fettstoffwechsel .................................................................................................... ) Gesundheitscheck – Altersgruppenspezifisches Labor auf Patientenwunsch ..................... ) Immunologie: Immunstatus – Infektanfälligkeit ............................................................. ) Immuncheck (Funktionstest) .................................................................................... ) Immunstatus ........................................................................................................ ) Leber – Profil ........................................................................................................ ) Medikamenten-Unverträglichkeit .............................................................................. ) Mineralstoffe ........................................................................................................ ) Nahrungsmittel-Unverträglichkeit .............................................................................. ) Nahrungsmittelallergie-Screening IgE/IgG .................................................................. ) Oxidativer Stress und Entgiftung – Profile zur Diagnose ................................................. ) Detoxifikations-Fähigkeit (Raucher, fragl. Umweltbelastung) ........................................... ) Parodontitis-Diagnostik ..........................................................................................

780 781 781 781 781 781 782 782 782 783 783 783 783 784 784 784 784 784 784 785 785

XVI

Inhalt

) Quecksilberbelastung ............................................................................................ ) Schilddrüsen-Tests ................................................................................................ ) „Fit in der Schwangerschaft“ .................................................................................... ) Sexualhormone beim Mann ..................................................................................... ) Sportler-Übertraining ............................................................................................. ) Stressimmunität .................................................................................................... ) Toxikologie/Umwelt ............................................................................................... ) Vaterschaftsgutachten ............................................................................................ ) Vitamine und Mineralstoffe ......................................................................................

785 786 786 786 786 786 786 787 787

Neurologie ............................................................................................................. 788 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 788 Orthopädie ............................................................................................................ Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Hochton-Therapie ................................................................................................. ) Injektionen im Bereich der Wirbelsäule ...................................................................... ) Magnetfeldtherapie ............................................................................................... ) Manuelle Therapie – Chirotherapie – Osteopathie ........................................................ ) Die Progressive Muskelrelaxation ............................................................................. ) Osteopathische Techniken ...................................................................................... ) Kraniosakrale Therapie .......................................................................................... ) Ortho-Bionomie .................................................................................................... ) Trager-Arbeit/Tragerwork ........................................................................................ ) Rebalancing ........................................................................................................ ) Trainingstherapie .................................................................................................. ) Triggerpunkt-Therapie ............................................................................................ ) Ultraschall-Behandlung .......................................................................................... ) Stoßwellentherapie bei orthopädischen Krankheitsbildern ..............................................

789 789 790 790 791 791 793 793 794 794 795 795 796 796 797 797

Pädiatrie ................................................................................................................ 798 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 798 Pathologie ............................................................................................................. 799 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 799 Psychiatrie und Psychotherapie ............................................................................... Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Leistungen vor oder im Rahmen von psychotherapeutischen Verfahren ............................ ) Anti-Stress-Beratung ............................................................................................. ) Stress-Bewältigungstraining .................................................................................... ) Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ohne medizinische Indikation ............ ) Selbstbehauptungstraining ...................................................................................... ) Entspannungsverfahren als Präventionsleistung .......................................................... – Klangsessel ...................................................................................................... – Myofeedback-Behandlung ................................................................................... – Neurofeedback-Entspannungsbehandlung .............................................................. ) Hypnose ............................................................................................................. ) Biofeedback-Behandlung ........................................................................................ ) Kunst- und Körpertherapien – auch als ergänzende Therapieverfahren ............................. ) Verhaltenstherapie bei Flugangst ..............................................................................

800 800 801 802 802 802 803 803 803 803 803 804 804 804 805

Radiologie ............................................................................................................. 806 Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ 806 Ultraschall .............................................................................................................. 809 Urologie ................................................................................................................ Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ........................................................ ) Andrologische Diagnostik ohne Hinweis auf Vorliegen einer Sterilität oder nach Sterilisation .. ) Erektile Dysfunktion ............................................................................................... ) Sexualberatung ....................................................................................................

810 810 810 810 811

XVII

Inhalt

) Sterilisation des Mannes ......................................................................................... 811 ) Vorhautbeschneidung ohne medizinische Indikation ..................................................... 811

F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen ............................................................................... 813 Abrechnung Alternativer Medizin nach EBM ............................................................... 817 1. Akupunktur – Moxibustion – QiGong .................................................................... 818 2. Ayurveda .......................................................................................................... 822 3. EAV (Elektroakupunktur nach Voll) ....................................................................... 825 4. Eigenblutbehandlung ......................................................................................... 827 5. Homöopathie ..................................................................................................... 828 6. Sauerstofftherapien ........................................................................................... ) Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) v. Ardenne .................................................. ) Ozon-Sauerstoff-Therapien ................................................................................ ) Ozon-Eigenblut-Behandlungen ........................................................................... ) Hämatogene Oxydationstherapie (HOT) ................................................................

829 829 830 830 831

G. Rechtsprechung rund um den IGeL und Alternative Verfahren ................. 833 ) Ärztliches Berufsrecht: Mangelhafte Aufklärung über IGeL-Abrechnung – Arzthaftung ...... 833 ) Allgemeine Rechtsgrundsätze: Behandlung ohne vorherige Untersuchung – Abgabe von Nahrungsergänzungsmitteln in der Praxis – Honorar, wenn Behandlung teilweise erfolgreich war – Kosten für Korrektur einer fehlerhaften Schönheitsoperation ................................... 833 ) Individuelle Gesundheitsleistungen: Privatbehandlung eines Kassenpatienten – Aufklärung bei Anwendung einer Außenseitermethode – Abrechnung einer über das Maß des medizinisch Notwendigen hinausgehenden Wunschbehandlung des Patienten – Zur Abgrenzung Honorarvereinbarung, § 2 GOÄ, und Vergütungsvereinbarung nach den §§ 18 Abs. 8 BMV-Ä, 21 Abs. 8 BMV-Ä/EKV (IGeL) – Keine privatärztliche Liquidation bei GKV-Patienten ohne schriftliche Zusage vor Behandlungsbeginn – GKV-Patient: Aufklärung über Behandlungsalternative mit Selbstzahlung (IGeL) ........................................................................................ 834 ) Medizinische Standards-Leitlinien: Leitlinien von ärztlichen Fachgremien – Leitlinien der AMWF ................................................................................................................ 836 ) Behandlung GKV-Patient: Zulassungsentziehung wegen fehlender Aufklärung zu Individuellen Gesundheitsleistungen – Leistungsumfang der GKV – Unwirksame Klausel in KV-Satzung – Kostenerstattung durch GKV bei selbstbeschaffter Leistung – Kostenerstattung § 13 SGB V: Aufklärung durch GKV – Ende der kurativen Misteltherapie – Verordnung von Rezepturarzneimitteln – Keine Kostenübernahme von GKV für Liposuktion (Fettabsaugung) – Behandlung eines Mammakarzinomrezidivs mittels Kryotherapie – Hyperthermiebehandlung bei Astrozytom (Gehirntumor) – Elektroakupunktur nach Voll – Ambulante Kunsttherapie – Genehmigung von Akupunktur führt nicht dazu, dass Kinder- u. Jugendmediziner fachfremde Leistungen erbringen kann ................................................................................................ 836 ) Behandlung PKV-Patient: GOÄ Nr. 34 – Überschreiten des Schwellenwertes (2,3fach) nur möglich, wenn Besonderheiten vorliegen – Hyperbare Sauerstofftherapie – PKV- Patient: Kosten für Galvanotherapie – Kosten für Behandlung durch Heilpratiker – Abrechnungsbetrug bei Behandlung von Privatpatienten .......................................................................... 839 ) Steuerrecht: Außergewöhnliche Belastung § 33 EStG; Kosten für alternative Behandlung – Umsatzsteuerpflicht bei unvollständiger Rechnung – Umsatzsteuerpflicht bei Schönheitsoperationen – Umsatzsteuerpflicht bei reiner Schönheits-OP – Allgemeine ärztl. Präventionsleistungen sind umsatzsteuerpflichtig ........................................................................ 841 ) Werbung und Wettbewerbsrecht: Unzulässige Werbung mit ungesicherten Therapieansätzen – Keine kostenlos erteilte ärztliche Beratung im Internet – Kick-Back bei Laborleistungen – Vorher – Nachher – Bilder bei Schönheitsoperationen – Abgabe von Nahrungsergänzungsmitteln in Praxis – Bezeichnung „Akupunktur“ auf Praxisschild – HNO – Arzt als „Nasenchirurg“ – Inserat im Telefonverzeichnis mit: „Ärzte: Plastische Chirurgie“ – Bezeichnung einer Arztpraxis als „Spezialist für...“ – Praxis mit Zusatzbezeichnung: Tätigkeitsschwerpunkt... .... 842 XVIII

Inhalt

Auflistung häufiger Auslagen – Liste für den Praxisalltag ............................. 845 Literatur zu GOÄ und IGeL und Alternative Medizin ........................................ 847 Internetbeiträge zu GOÄ und IGeL .................................................................... 849 Stichwortverzeichnis GOÄ ................................................................................ 851 Stichwortverzeichnis zum IGeL und zur Alternativen Medizin ....................... 893

XIX

Herausgeber und Mitarbeiter Dr. med. Peter M. Hermanns (Hrsg.) Geboren 1945 in Neumünster. Studium der Medizin in Hamburg. 1981 Niederlassung als Allgemeinmediziner in Hamburg. 1986/87 Lehrauftrag für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg. Langjährige Tätigkeit als Medizinjournalist für Printmedien mit zahlreichen Buchveröffentlichungen. Mitarbeit bei Rundfunk-und Fernsehanstalten. Seit 1985 Geschäftsführer der Agentur medical text Dr. Hermanns in München und des medizinischen Online-Dienstes www.medical-text.de, der sich mit speziellen Inhalten an Ärzte in Praxis und Klinik wendet. Die Agentur medical text hat zahlreiche Bücher im Bereich Abrechnung, Praxis-Organisation, Diagnostik/Therapie, Praxis- und Klinik-Marketing für Verlage und Pharmafirmen geplant und herausgegeben. Zu zahlreichen medizinischen Themen wurden Kurzfilme gedreht. Technisch und inhaltlich setzt die Agentur Internetauftritte für einzelne Ärzte, Kliniken und Pharmakonzerne um. 2013 Idee, Entwicklung und Herstellung einer kostenpflichtigen Datenbank (www.arztundabrechnung.de) mit Kommentierungen und Urteilen zur Abrechnung ärztlicher Leistungen durch die Agentur medical text Dr. Hermanns. Seit Juli 2017 Übernahme dieser Datenbank durch den Springer Verlag. Dr. Hermanns ist Herausgeber und Chefredakteur dieser Datenbank, die sich mit der Kommentierung von EBM, GOÄ, GOP, UV-GOÄ, IGeL, Alternativer Medizin und steuerlichen Fragen zur Praxis beschäftigt. Constanze Barufke Geboren 1988 in Bad Muskau, Fachanwältin für Medizinrecht. Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Rechtsreferendariat beim Kammergericht Berlin. Seit 2014 Rechtsanwältin bei D+B Rechtsanwälte Partnerschaft mbB. Spezialisiert auf die Beratung von Ärzten, Psychotherapeuten und MVZ insbesondere zu Fragen der Abrechnung und Honorarverteilung nach EBM und GOÄ-Abrechnungsproblemen. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Medizinrecht im DAV sowie der Deutschen Gesellschaft für Kassenarztrecht e.V. Labor Enders – Prof. Dr. med. Gisela Enders und Kollegen – MVZ GbR, Stuttgart, gestalteten die Übernahme von Texten zu Laboruntersuchungen von Ihren Internetseiten. Wilhelm Lippert Geboren 1966 in Volkach. Studium des Finanzwesens an der Bayerischen Beamten Fachhochschule in Herrsching; Abschluß 1989 als Diplom Finanzwirt (FH). 1993 Steuerberaterexamen. 1986– 2000 in Diensten der Bayerischen Finanzverwaltung, davon seit 1991 als Betriebsprüfer. Seit 2000 Steuerberater bei der STB Treuhand Steuerberatungsgesellschaft in München. Med.-Rat Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Mattig Geboren 1944, 1964 – 1970 Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1970 – 1976 Weiterbildung zum Facharzt für Gerichtliche Medizin (Rechtsmedizin) in Berlin, 1983 – 1991 Direktor des Instituts für Gerichtliche Medizin Frankfurt (O), 1991 – 2009 Direktor des Brandenburgischen Landesinstituts für Rechtsmedizin, emeritiert 2009, z. Zt. freiberuflich als Gutachter tätig.

Abkürzungen Abs. AG AGBG Allg. Best. ÄV AOP Art. ASiG

Absatz Amtsgericht Allgemeine Geschäftsbedingungen Allgemeine Bestimmungen Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger Ambulante Operation Artikel Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit AU Arbeitsunfähigkeit AZ oder Az. Aktenzeichen BÄK Bundesärztekammer BAnz. Bundesanzeiger BÄO Bundesärzteordnung BK Berufskrankheit BeKV Berufskrankheits-Verordnung BG Berufsgenossenschaften BGBI. Bundesgesetzblatt BGH Bundesgerichtshof BMGS Bundesministerium für Gesundheit u. Soziales BMI Bundesministerium des Inneren BPfl V Bundespflegesatzverordnung BSG Bundessozialgericht bzw. Entscheidungssammlung des BSG mit Angabe des Bandes und der Seite BUB Richtlinien über Berwertung ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsmethoden CW-Doppler continous wave doppler DÄ Deutsches Ärzteblatt, Deutscher Ärzteverlag, Köln DAK Deutsche Angestellten Krankenkasse DGUV Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung – Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand EAP Erweiterte Ambulante Physiotherapie EBM Einheitlicher Bewertungsmaßstab EEG Elektroenzephalographie EKG Elektrokardiogramm ERCP endoskopisch retrograde CholangioPankreatikographie ERG Elektroretinographie ESWT extrakorporale Stoßwellentherapie evtl. eventuell FeV Fahrerlaubnisverordnung gem. gemäß GKV Gesetzliche Krankenversicherung GOÄ-BÄK Gebührenordnungsausschuss der Bundesärztekammer GOÄ Gebührenordnung für Ärzte (amtliche Gebührenordnung) gilt für Versicherte der PKV

GOP GOP GOZ HB Hib Hrsg. i.d.R. IPD Kap. KBV Komm. KV LG MMRImpfung MRT MVZ n. n. Nr. Nr. /Nrn. OLG OP PEG PKV PTCA RKI s. SGB SGB V SG SHT TEP TUR u. U. ÜV UK UV-GOÄ UVTr VG vgl. z. B. z. T. ZuSeg

Gebührenordnung für Psychotherapeuten auch verwendet als: Gebührenordnungsposition Gebührenordnung für Zahnärzte (amtliche Gebührenordnung) Hepatitis Haemophilus influzenzae Typ b Herausgeber in der Regel intermittierende Peritonealdialyse Kapitel Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin Kommentar Kassenärztliche Vereinigung Landgericht Masern-Mumps-Röteln Imfpung Magnetresonanztomographie Medizinisches Versorgungszentrum nicht neben Nummer, meistens bezogen auf Leistungsziffern einer Gebührenordnung Nummer/Nummern Oberlandesgericht Operation perkutane endoskopische Gastrotomie Private Krankenversicherung perkutane transluminale coronare Angioplastie Robert Koch Institut siehe Sozialgesetzbuch Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch (V), enthält das Krankenversicherungs- und auch das Kassenarztrecht Sozialgericht Schädel-Hirntrauma Total –Endo-Prothese transurethrale Resektion unter Umständen Überweisungsvordruck Unfallkasse allgemeiner Ausdruck für das Leistungsverzeichnis und die Vergütung nach dem Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger Unfallversicherungsträger Verwaltungsgericht vergleiche zum Beispiel zum Teil Gesetz über Enrschädigung von Zeugen und Sachverständigen

Vorwort Die Daten in diesem Buch zu GOÄ und IGeL-Leistungen für Ärzte in Klinik und Praxis wurden während des Jahres 2020 um Änderungen und Erhöhungen der Honorare für die Leichenschau (GOÄNr. 100 bis 109), mehrere Kommentierungen zu GOÄ-Nrn., Abrechnungstipps, IGeL-Beispiele und Urteile zu den GOÄ-Paragraphen sowie zu einzelnen Leistungspositionen ergänzt. Eine neue GOÄ – zuletzt für 2016 angekündigt – wird leider noch auf sich warten lassen!! Darstellung der GOÄ Leistungen Zu den einzelnen GOÄ-Leistungsziffern sind die gängigen Steigerungsfaktoren, die Ausschlüsse, Kommentare, einzelne Abrechnungstipps und teilweise auch richterliche Entscheidungen aufgeführt. Abrechnungshinweise der Bundesärztekammer (BÄK) z. B. im Bereich „GOÄ-Ratgeber“ sind zitiert. Unter dem Titel „Auf einen Blick“ wurde die Abrechnung einzelner Spezialbereiche zusammengefasst dargestellt. Analoge Bewertungen Es wird auf unterschiedliche Quellen hingewiesen, wo analoge Ziffern eingeführt oder empfohlen wurden – sowie auf die korrekten Schreibweisen. Aktualisiert wurde im Sommer 2019 von der PKV die Kommentierung der PKV zur Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu praxisrelevanten Analognummern mit Hinweisen auf falsche Analogabrechnungen: (https://www.pkv.de/w/files/goae-kommentierung/kommentierungen-praxisrelevanteranalogabrechnungen.pdf). Dies haben wir aufgenommen. Diese Liste war nach Äußerungen des PKV –Verbandes erforderlich, weil die privaten Krankenkassen feststellen mussten, dass in der Praxis in zunehmendem Maße Analogabrechnungen missbräuchlich oder falsch erfolgten. In Fachkreisen wird diese Aufstellung aber durchaus kritisch beurteilt. Aufnahme der IGeL-Abrechnung Die speziellen Hinweise zu einer korrekten IGeL-Abrechnung wurden ergänzt und zahlreiche Abrechnungsbeispiele aufgenommen. Zur Übersichtlichkeit finden Sie ein Stichwortverzeichnis zur GOÄ und ein getrenntes zu IGeL-Leistungen. Umsatzsteuer Das Thema „Wann ist ein Arzt umsatzsteuerpflichtig?“ wurde von einem erfahrenen Steuerexperten durch Tabellen und aktuelle Urteile erweitert. Rechtsprechung Unter diesem Begriff sind zahlreiche aktuelle Urteile zu den Paragraphen und den einzelnen Leistungspositionen aufgenommen und dies besonders im IGeL-Teil. Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) der GKV in Einzelfällen auch nach GOÄ abrechenbar Seit April 2014 gibt es ein neues Behandlungsangebot für Patienten, die im Rahmen der GKV versichert sind und an einer schweren oder seltenen Erkrankung leiden: die ambulante spezialfachärztliche Versorgung – kurz ASV. Neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, die noch nicht Bestandteil des EBM sind, aber im Rahmen der ASV angewendet werden dürfen, müssen mit bundeseinheitlichen Pseudoziffern gekennzeichnet werden und können schon seit Januar 2015 unkompliziert mit der regulären Quartalsabrechnung an die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung übermittelt werden. Die Vergütung dieser Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mit den für die ASV festgelegten Gebührensätzen (Laborleistungen 1-facher, technische Leistungen 1,2-facher und übrige ärztliche Leistungen 1,5-facher Gebührensatz). Diese Regelung gilt bis zur Aufnahme der entsprechenden Leistung in den EBM. Wir konnten für die GOÄ die erfahrene Fachanwältin für Medizinrecht Constanze Barufke gewinnen Seit 2014 Rechtsanwältin in der Kanzlei D+B Rechtsanwälte Partnerschaft mbB in Berlin. Spezialisiert auf die Beratung von Ärzten, Psychotherapeuten und MVZ insbesondere zu Fragen der Abrechnung und Honorarverteilung (weiteres siehe im Autorenverzeichnis).

Vorwort

Im Springer Verlag erscheinen im Frühjahr 2021 neben GOÄ + IGeL ausführliche kurzgefasste, komprimierte Print-Kommentarwerke für das schnelle Nachschlagen in Praxis und Klinik auch zu ) Hermanns, Schwartz (Hrsg.): UV-GOÄ 2021 Kommentar ) Hermanns (Hrsg.): EBM 2021 Kommentar Diese Bücher können Sie direkt per Internet beim Springer Verlag oder über Ihren Buchhandel bestellen. München, im November 2020 Dr. Peter M. Hermanns – Constanze Barufke

XXIV

Neues zur GOÄ Neue GOÄ-Leistungen im Bereich der Telemedizin (Quelle: Ernst Diehl – in IWW AAA ABRECHNUNG AKTUELL 09/2000). Der Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) hat Abrechnungsempfehlungen zu telemedizinischen Leistungen beschlossen: Grundlage ist eine Vereinbarung zwischen Bundesärztekammer (BÄK), der privaten Krankenversicherung (PKV) und der Beihilfe, sodass diese auch von den Kostenträgern akzeptiert werden. Nr. GOÄ Art 1 analog 1 bzw. 3

originär

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Leistungsbeschreibung Beratung durch den Arzt mittels E-Mail (Chats und SMS sind ausgeschlossen). Beratung durch den Arzt mittels Videoübertragung Visuelle symptomatische klinische Untersuchung mittels Videoübertragung. Ausstellung von Rezepten, Überweisungen, Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen durch Medizinische Fachangestellte. Erstellung, Aktualisierung, ggf. elektr. Übersendung eines Medikationsplans. Verordnung und Einweisung in Funktionen, Handhabung sowie Kontrolle der Messungen mittels digitaler Gesundheitsanwendungen. Vorstellung von Patienten oder Beratung über Patienten in interdisziplinären/multiprofessionellen Videokonferenzen zur Diagnosefindung und/oder Festlegung eines fachübergreifenden Behandlungskonzepts. Gemeinsame ärztliche telekonsiliarische Fallbeurteilung im Rahmen diagnostischer Verfahren (z. B. bildgebender Verfahren wie CT-, MRT-, Röntgenaufnahmen, Videoendoskopie etc. und/oder z. B. histologischer Befundungen wie Schnittdiagnostik, Ausstrich) (Telekonsil) Telemetrische Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers, eines Kardioverters bzw. Defibrillators und/oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie, wenn die Daten über eine größere Entfernung übertragen werden (z. B. aus der häuslichen Umgebung des Patienten heraus).

(* Euro-Angaben mit dem Faktor 2,3 – Ausnahmen sind die GOÄ-Nrn. 2 und 661 mit jeweils Faktor 1,8)

Punkte 80

Euro* 10,72

80 150 80

10,72 20,11 10,72

30

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16,09

120

16,09

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55,61

Gebührenordnung für Ärzte § 1 bis § 12 § 1 Anwendungsbereich (1) Die Vergütung für die beruflichen Leistungen der Ärzte bestimmen sich nach dieser Verordnung, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist. (2) Vergütungen darf der Arzt nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind. Kommentar: Geltungsbereich der GOÄ: Die GOÄ gilt nur, soweit nicht bundesgesetzlich eine andere Gebührenregelung vorgeschrieben ist. Vorrangig sind gegenüber der Anwendung der GOÄ folgende Bestimmungen: ) Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) ) Abkommen Ärzte-Unfallversicherungsträger (UV-GOÄ) ) sonstige Kostenträger, die nicht nach GOÄ abrechnen, geregelt im – Sozialhilferecht in SGB XII – Schwerbehindertenrecht in SGB IX – Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG). (Auf den Internetseiten der KBV „Sonstige Kostenträger“ (www.kbv.de/rechtsquellen/132.html) finden sich Hinweise zu Verträgen mit Unfallversicherungsträgern, Bundesbahn-und Postbeamtenversicherung, Bundesgrenzschutz, Bundeswehr, Zivildienst, u. a.) Die GOÄ gilt für alle Ärzte, die in der Bundesrepublik Deutschland approbiert sind oder eine (auch zeitlich befristete) Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Heilkunde besitzen. D.h. es kommt weder darauf an, ob der betroffene Arzt Deutscher oder Ausländer ist, noch ob er in freier Praxis oder als liquidationsberechtigter Arzt am Krankenhaus tätig ist. Bei der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) handelt es sich um ein für alle Ärzte geltendes zwingenden Preisrecht. Das ist verfassungsrechtlich unbedenklich und verletzt nicht die Berufsfreiheit der Ärzte; so z. B. BGH, 23.03.2006, AZ: III ZR 223/05. So kann die GOÄ in ihrer Gesamtheit nicht durch Vereinbarung zwischen Arzt und Patient abbedungen werden; zulässig ist aber eine Honorarvereinbarung, vgl. hierzu § 2 GOÄ. Keine Anwendung der GOÄ Die GOÄ findet keine Anwendung für die Tätigkeit, die nicht typisch ärztlich sind, wie z. B. schriftstellerische Aktivitäten oder eine Tätigkeit in Forschung und Lehre. Generell ist die Anwendung der GOÄ auf den ärztlichen Berufsstand beschränkt. Deshalb kann sie nicht angewandt werden für Leistungen, die von nichtärztlichen Berufsgruppen erbracht werden (z. B. Masseure oder Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Heilpraktiker – diese Berufsgruppe verfügt über eine eigene Gebührenordnung – u. ä.). Werden solche nichtärztlichen Heilberufsangehörige allerdings als Angestellte einer Praxis oder eines Krankenhauses tätig und die Leistungen unter Aufsicht und/oder auf Anordnung eines Arztes erbracht, ist eine Abrechnung als „ärztliche“ Leistung in der Regel möglich. Näheres hierzu findet sich im § 4. Eine Sonderregelung gilt für psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Deren Vergütung richtet sich ebenfalls nach der GOÄ (§ 1 Abs. 1 der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP) vom 8.6.2000). Wird der Behandlungsvertrag mit einem Krankenhausträger oder einer größeren Arztpraxis abgeschlossen und werden die Leistungen durch solche Ärzte erbracht, die im Rahmen eines Beamtenoder Anstellungsverhältnisses in Erfüllung ihrer daraus erwachsenden Aufgaben tätig werden, findet die GOÄ im Verhältnis behandelnder Arzt und Patient grundsätzlich keine Anwendung, es sei denn, der Arbeitgeber räumt dem Arzt ein Liquidationsrecht ein. Krankenhäuser rechnen ihre Leistung nach dem Krankenhausentgelt-Gesetz (KEntG) ab. Die GOÄ dient vorrangig dem Schutz des Patienten. Daher ist die GOÄ nicht zwingend anwendbar bei Vereinbarungen zwischen Krankenhaus und externen Ärzten (Konsiliararzt) zur Erbringung von Krankenhausleistungen (vgl. Hoffman-Kleinken, GOÄ. § 1 Anm. 25; BGH-Urteil 12.11.2009 in Rubrik „Rechtsprechung“). © Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_1

§1

Gebührenordnung für Ärzte § 1 bis § 12

Anwendungsbereich

Die GOÄ gilt weiterhin nicht, wenn z. B. ein Arzt nebenberuflich für ein Unternehmen als Betriebsarzt tätig ist. In diesem Fall kann der Arzt ein Stunden- oder auch Pauschalhonorar vereinbaren. Die GOÄ gilt weiterhin nicht, wenn z. B. ein Arzt nebenberuflich für ein Unternehmen als Betriebsarzt tätig ist. In diesem Fall kann der Arzt ein Stunden- oder auch Pauschalhonorar vereinbaren. Anwendung der GOÄ bei juristischen Personen Umstritten ist, ob die GOÄ auch dann Anwendung findet, wenn die Rechnungslegung nicht durch den Arzt, sondern eine juristische Person des Privatrechts erfolgt (z. B. MVZ-GmbH). Zum Teil wird vertreten, dass eine Anwendung der GOÄ auf die liquidierende GmbH nicht mit dem Wortlaut der GOÄ vereinbar sei, denn dieser stelle allein auf die Abrechnung der beruflichen Leistungen durch Ärzte, die mit dem Patienten einen Behandlungsvertrag geschlossen haben, ab (so Spickhoff in: Spickhoff § 1 Rn. 6; Miebach in: UMP, § 1 Rn. 6 ff.; Preißler, MedR 1995, 110; Möller/Dahm/Remplik in: Ratzel/Luxenburger, Handbuch Medizinrecht, 3. Aufl. 2015, Rn. 342.). Nach anderer Ansicht kommt es für die Frage der Anwendbarkeit der GOÄ nur auf die faktische ärztliche Tätigkeit an (so Clausen in: Terbille/Clausen/Schroeder-Printzen, Münchener Anwaltshandbuch Medizinrecht, 2. Aufl. 2013, § 7 Vergütungsrecht der Heilberufe, Rn. 170; zitiert nach. Kommentar zur GOÄ, 3. Aufl., § 1, Rn. 4.5.). Auch die Rechtsprechung erklärt die GOÄ teilweise auf private Kliniken, die ärztliche erbrachte Leistungen gegenüber dem Patienten abrechnen, für anwendbar (z. B. LG Düsseldorf, Urt. v. 30.8.2013, Az.: 38 O 6/13). Das Kammergericht Berlin führte zur Anwendbarkeit der GOÄ auf eine in der Rechtsform einer GmbH betriebenen Privatklinik aus, dass nur bei Anwendung der GOÄ der in der Ermächtigungsnorm „zum Ausdruck kommenden Zweck der Gebührenordnung, einen angemessenen Ausgleich der berechtigten Interessen der Ärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten herbeizuführen (§ 11 Satz 2 BÄO)“ erfüllt werden könne. Es sei nicht nachzuvollziehen, „warum die Interessen der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten weniger schutzwürdig und die Interessen der an den Entgelten Berechtigten weniger regelungsbedürftig sein sollen, wenn die ärztliche Tätigkeit durch einen Berufsträger erbracht wird, der von einer juristischen Person beschäftigt wird und diese juristische Person Vertragspartner des Patienten wird“ (Kammergericht Berlin, Urt. v. 04.10.2016, AZ.: 5 U 8/16). Das Bayerische LSG hat sich in einem Urteil aus 2019 der Ansicht des Kammergerichts angeschlossen (Bay. LSG, Urt. v. 07.11.2019, Az.: L 20 KR 373/1). Behandlungsvertrag Der Arzt- bzw. Behandlungsvertrag ist ein Dienstvertrag gemäß § 611 (BGB), nunmehr näher ausgestaltet in den §§ 630a bis 630h BGB (Patientenrechtegesetz). Ein Arzt schuldet daher dem Patienten nicht den Heilerfolg, sondern die Durchführung der ärztlichen Behandlung, die er mit der erforderlichen Sorgfalt nach dem aktuellen medizinischen Standard zu erbringen hat. Außer in wenigen Ausnahmefällen (z. B. Notfall) hat der Arzt, der Patienten im Rahmen der GOÄ behandelt, grundsätzlich die Freiheit, einen Behandlungsvertrag abzuschließen, vgl. § 7 Musterberufsordnung. Für den Vertragsarzt besteht dagegen bei gesetzlich versicherten Patienten grundsätzlich eine Behandlungspflicht. Der Abschluss des Vertrages ist formfrei; eine Schriftform ist nur erforderlich bei einer Vereinbarung über wahlärztliche Leistungen oder der privatärztlichen Behandlung – auf Patientenwunsch – von Versicherten der GKV. So kommt der Behandlungsvertrag in der Regel allein durch schlüssiges Verhalten zustande; nämlich: der Patient begibt sich in ärztliche Behandlung, und der Arzt nimmt die notwendige Versorgung vor. Gutachten Die ärztliche Gutachter-Tätigkeit wird als typisch ärztlich angesehen, weshalb die GOÄ anzuwenden ist; vgl. dazu die Geb.Nrn. 80 ff. GOÄ. Insbesondere bei ärztlichen Stellungnahmen im Rahmen von Versicherungsverträgen (z. B. Lebensversicherungs-Begutachtung) werden in zulässige Werte zwischen Versicherung und Arzt Honorarvereinbarungen getroffen. Hier wird vor Abgabe der ärztlichen Stellungnahme von der Versicherung eine Kostenzusage über ein bestimmtes Honorar (z. B. 70,– a) abgegeben. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die betroffene Versicherung etc. eine vom Patienten konkret für diesen Fall unterschriebene Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht vorlegt. Fachgebietsbeschränkung Nach herrschender Meinung ist der liquidierende Arzt an seine Fachgebietsgrenzen nach der jeweils landesrechtlichen Weiterbildungsordnung grundsätzlich gebunden, die seiner Facharztprü-

2

Gebührenordnung für Ärzte § 1 bis § 12

§1 Anwendungsbereich

fung zugrunde lag (d. h. Bestandsschutz bei zwischenzeitlichen Änderungen der Weiterbildungsordnung!) Dabei ist zu beachten, dass es für „Praktische Ärzte“ bzw. Ärzte für Allgemeinmedizin keine allgemeine berufsrechtliche Fachgebietsbeschränkung gibt. So wurde in einem Urteil vom 17.11.2006 des LG Mannheim (1 S 227/05) einem Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, der jährlich viele hundert MRT-Untersuchungen des Kniegelenks durchführte, ein Honoraranspruch wegen Fachfremdheit nicht zugestanden. Der mit den Patienten geschlossene Behandlungsvertrag sei nichtig. Ein Honoraranspruch bestehe weder aus § 1 Abs. 2 GOÄ noch aus § 812 BGB (ungerechtfertige Bereicherung). Die grundsätzliche Bindung an das Fachgebiet ist aber nicht absolut zu sehen; vielmehr sind Ausnahmen zulässig. So hat das Bundesverfassungsgericht (01.02.2011, AZ: 1 BvR 2383/10) entschieden: Berufsrechtliche Sanktionierung einer in geringfügigem Umfang ausgeübten fachgebietsfremden Tätigkeit verletzen einen betroffenen Facharzt in seiner Berufsausübungsfreiheit 15 ml bzw. Größe über 2,5 cm in einer Ebene), Chordom (immer bei subtotaler Resektion und/oder Chordome der Schädelbasis), Neurinom (Tumor > 2 cm und Distanz zum optischen System < 2 mm), Glomustumoren (Inoperabilität) sowie zusätzlich das maligne Chondrosarkom der Schädelbasis (auch nach subtotaler Resektion) sowie seltene weitere ZNS-Tumoren: Pilozytische Astrozytome (Tumor > 2,5 cm und Distanz zum optischen System < 2 mm), seltene selläre und paraselläre Tumoren (Tumor > 2,5 cm und Distanz zum optischen System e 2 mm), Tumoren der kranialen und spinalen Nerven (Tumor > 2,5 cm und Distanz zum optischen System e 2 mm), Die fraktionierte stereotaktische Radiotherapie ist bei Kindern und Jugendlichen mit benignen und malignen Kopf-, Halstumoren insbesondere geeignet bei folgenden Indikationen: Astrozytäre und oligodendrogliale Tumoren (niedrigen Malignitätsgrads), Maligne Gliome (z.B. Hirnstammgliom), Ependymome (primär: Grad I und II zur Dosiserhöhung oder in der hinteren Schädelgrube: Grad III),

613

A 5865*–A 5866*

Analoge Bewertungen – Verzeichnis BÄK

GOÄ-Nr.

Punktzahl 1fach

2,3 / *1,8 3,5 / *2,5

12075 703,82

1266,87 1759,55

Medulloblastome (zur Dosiserhöhung in der hinteren Schädelgrube), Retinoblastome, Aderhautmelanome.

A 5865* 3-D-Bestrahlungsplanung für die fraktionierte stereotaktische Präzisionsbestrahlung von Rezidiven primär maligner Kopf-, Halstumoren oder Rezidiven von Hirnmetastasen mittels Linearbeschleuniger, einschl. Anwendung eines Simulators und Anfertigung einer Körperquerschnittszeichnung oder Benutzung eines Körperquerschnitts anhand vorliegender Untersuchungen, einschl. individueller Berechnung der Dosisverteilung mit Hilfe eines Prozessrechners, analog 1,75x Nr. 5855* GOÄ

Diese 3-D-Bestrahlungsplanung ist nur einmal in sechs Monaten berechnungsfähig. Die analoge Nr. 5855 GOÄ wird 1,75-mal angesetzt für den Bestrahlungsplan im Rahmen der fraktionierten stereotaktischen Präzisionsbestrahlung primär oder sekundär maligner Tumoren.

A 5866* Fraktionierte stereotaktische Präzisionsbestrahlung von Rezidiven primär maligner Kopf-, Halstumoren oder Rezidiven von Hirnmetastasen mittels Linearbeschleuniger, gegebenenfalls einschl. Fixierung mit Ring oder Maske, je drei Fraktionen, analog 1x Nr. 5855* GOÄ

6900 402,18

723,93 1005,46

Unter einer Fraktion wird eine Bestrahlung verstanden. Die Gebührenposition Nr. 5855 GOÄ analog ist einmal für drei Fraktionen berechnungsfähig. Werden eine oder zwei weitere Fraktion/en erbracht, so löst/lösen diese Fraktion/en zwei Drittel (zur Vereinfachung 0,7) bzw. ein Drittel (zur Vereinfachung 0,35-mal) den analogen Ansatz der Nr. 5855 GOÄ aus. Beispiele: 6 Fraktionen werden erbracht = 2 x Nr. 5855 GOÄ analog 7 Fraktionen werden erbracht = 2,35 x Nr. 5855 GOÄ analog 8 Fraktionen werden erbracht = 2,7 x Nr. 5855 GOÄ analog Die fraktionierte stereotaktische Präzisionsbestrahlung analog nach Nr. 5855 GOÄ ist maximal fünf Mal (15 Fraktionen) in sechs Monaten berechnungsfähig. Kriterien für die fraktionierte stereotaktische Präzisionsbestrahlung, in Abgrenzung zur einzeitigen stereotaktischen Bestrahlung (Radiochirurgie), sind: Primäre Hirntumoren (Inoperabilität und/ oder Therapieresistenz bzw. Progression oder Rezidiv z.B. nach konventioneller Bestrahlung mit oder ohne Chemotherapie), Rezidiv einer symptomatischen Metastase des ZNS, Chiasmanahe oder im Hirnstamm lokalisierte Hirnmetastase, Rezidiv eines Aderhautmelanoms.

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Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen Recherchiert und gesammelt nach den Beschlüssen des Gebührenordnungsauschusses der BÄK, nach Hinweisen der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS), ärztlichen Berufsverbanden und Angaben einzelner Fachärzte: Analoge GOÄ Nr. 4 analog 15 analog 20 analog

26 analog 29 analog 30 analog

31 analog

32 analog 34 analog 50 analog 62 analog 77 analog 78 analog 209 analog 250* analog 257 analog 261 analog 266 analog 267 analog 269 analog 269a analog 270 analog

Kurzlegende Erhebung der TCM-Fremdanamnese und/oder Unterweisung und Führung – analog Nr.4 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen – analog Nr. 15 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 20 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Musiktherapie i. Gruppen – Therapie Sprachgestaltung i. Gruppen 2. Anthroposophische Gesprächstherapie i. Gruppen 3. Maltherapie i. Gruppen 4. Rezeptive Musiktherapie in Gruppen 5. Yoga-Asana-Therapie in Gruppen Abrechnung von Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr (analog Nr. 26) Ganzheitsmedizinischer Status nach naturheilkundlichen Gesichtspunkten – analog Nr. 29 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 30 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Erhebung der Erstanamnese vor Akupunktur mit einer Mindest-dauer von einer Stunde, schriftliche Aufzeichnungen, 2. Erhebung der Erstanamnese unter anthr. Gesichtspunkten, 3. Umfassende ayurvedische Erstanamnese, 4. Erstanamnese für naturheilkundliche Therapie – mind. 1 Stunde, 5. Erhebung der Schmerzanamnese bei chron. Schmerzen Nr. 31 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Erhebung der FolgeAnamnese vor Akupunktur mit einer Mindest-dauer von 30 Minuten, schriftliche Aufzeichnungen, 2. Erhebung der Folgeanamnese unter anthr. Gesichtspunkten, 3. Ayurvedische Folgeanamnese mit Mindestdauer von 30 Min., 4. Erhebung Folgeanamnese b. chron. Schmerzen, 5. Erhebung der Sexualanamnese, 6. Folgeanamnese zur naturheilkundlichen Therapie Berufseignungsuntersuchung, einschl. Berufseignungsberatung auf Wunsch des Patienten Eingehende umweltmedizinische Beratung (analog GOÄ Nr. 34) Umweltmedizinische Wohnraumbegehung (analog GOÄ Nr. 50) Anästhesiologisches Stand-By (analog Nr. 62 GOÄ) Schriftl. Planung bei umweltmedizinischen Problemen (analog GOÄ Nr. 77) Erstellung einer individuellen Rezeptur, z. B. zur chinesischen Pharmakotherapie – analog Nr. 78 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Großflächige Hautbehandlung (analog GOÄ Nr. 209) Legen einer Verweilkanüle (analog Nr. 250 GOÄ) Injektion in den Glaskörper (analog Nr. 257) Ozonisierung – analog Nr. 261 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Anlegen von Weiterbehandlung von Canthariden-Pflastern – analog Nr. 266 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Baunscheidtieren m. Lebenswecker – analog Nr. 267 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Akupunktur je Sitzung – analog Nr. 269 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Allergie Akupunktur, mind. 20 Min. (analog Nr. 269a GOÄ) Ozoninsufflation – analog Nr. 270 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)

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Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 271 analog 272 analog 284 analog 285 analog 286 analog

302 analog 376 analog 385 analog

386 analog

387 analog

388 analog 395 analog 396 analog

399 analog 410 analog 427 analog 430 analog 462 analog 463 analog 505* analog

510* analog 616

Kurzlegende Nr. 271 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für:1. Moxibustion (ohne Akupunktur), 2. Retransfusion von Eigenblut Hämatogene Oxydations-Therapie – analog Nr. 272 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) – Siehe auch GOÄ Nr. 284 analog Oxyvenierungstherapie (bis zu 10 x) – analog Nr. 284 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)- meist Nr. 284 GOÄ analog in Verbindung mit Nr. 272 analog Ozontherapie, Aderlass – analog Nr. 285 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 286 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Eigenblut-Reinfusion, 2. Reinfusion Eigenblut min. 200 ml, 3. Ozontherapie, Reinfusion von sauerstoffangereichertem Eigenblut Radiale Stoßwellentherapie bei orthopäd., chir. und schmerztherap. Indikationen u. Triggerpunkt Therapie (analog Nr. 302 GOÄ) Methadongabe (analog Nr. 376 GOÄ) Nr. 385 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Messung von Leitwertveränderungen durch Umwelttoxine an 20 Meßpunkten auf der Haut – je Test (1 – 20 Test je Behandlungsfall), 2. Testung auf der Haut und Bewertung der Messreaktion nach Kontakt mit bis zu 20 Allergenen, Pseudoallergenen und unverträglichen Stoffen – je Test (1–20 Test je Behandlungsfall) Nr. 386 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Messung von Leitwertveränderungen durch Umwelttoxine an weiteren 20 Meßpunkten auf der Haut – je Test (21 – 40 Test je Behandlungsfall), 2. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit zahnärztlicher Werkstoffe, die sich im Mund befinden – je Test (1–20 Test je Behandlungsfall), 3. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Fremd-materialien, die sich im oder am Körper befinden mit bis zu 20 weiteren Testkörpern – je Test (21–40 Test je Behandlungsfall) Nr. 387 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Messung von Leitwertveränderungen durch Umwelttoxine an weiteren 40 Messpunkten auf der Haut – je Test (41 – 80 Test je Behandlungsfall) – 2. Testung auf der Haut und Bewertung der Messreaktion nach Kontakt mit bis zu 40 weiteren Allergenen, Pseudoallergenen und unverträglichen Stoffen – je Test (41–80 Test je Behandlungsfall) Verwendung von Spenglersanen etc. zur Provokation von Störfeldern, je Test –analog Nr. 388 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Nasaler Schleimhautprovokationstest zur Ermittlung von Allergenen, je Test – analog Nr. 395 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) 1.Höchstwert Testung auf der Haut und Bewertung der Messreaktion nach Kontakt mit Nahrungsmitteln – analog Nr. 396 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2), 2. Höchstwert Nasaler Schleimhautprovokationatest – analog Nr. 396 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Testung auf der Haut und Bewertung der Messreaktion nach Kontakt mit Medikamenten – analog Nr. 399 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Knochendichte Messung mittels Ultraschall-Osteodensitometrie (DEXA) – analog Nr. 410 GOÄ entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr.427 – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für Kontrolle der Beatmung unter nCPAP oder BiPAP – n. Beschluss des Gebührenordnungsauschusses der BÄK Elektrisch induziertes Kammerflimmern neben Nr. 3089 (analog Nr. 430 GOÄ Kombinationsnarkose mit Larynxmaske bis zu 1 Stunde (analog Nr. 462 GOÄ) Kombinationsnarkose mit Larynxmaske, jede weitere angefangene halbe Stunde Nr. 505* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für1. Qi Gong-Atmungsbehandlung 2. Atemtherapie (Pranayama)3. Atembehandlung – Sauerstoffinhalation4. Atembehandlung im Sauerstoffzelt Qi Gong – analog Nr. 510* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)

Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 521* analog

523* analog

527* analog 531* analog 532* analog

533* analog 536* analog 539* analog 551* analog

554* analog 558* analog

562* analog 566* analog 567* analog 605* analog

606* analog

612* analog 620* analog 624* analog

628 analog

Kurzlegende Nr. 521* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für:1. Rhythmische Massage, 2. [+ GOÄ Nr. 530* analog + GOÄ Nr. 500* analog] – Behandlung von Nacken, Schulter und Kopf mit Massage, Überwärmungstherapie, Instillation von Nasenölen u. Wärmekompressen (Nasya), 3. Stoffwechselaktivierende GanzkörperSynchron-Massage (Udvartana), 4. Tiefenmuskelmassage (Vishesh), 5. [+ GOÄ Nr. 530 analog] – Synchron-Massage mit Reisbeuteln (Pinda Sweda), 6. Ganzkörper-Ölmassage (Abhyanga) Nr. 523* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Massage im extramuskulären Bereich (Schröpfköpfe in Kombination mit Massagen als so genannte Schröpfkopfmassage GOÄ Nr. 523), 2. Massage der Bauchdecken Unterwasserdruckmassage – analog Nr. 527* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) [+ GOÄ Nr. 846 analog] Sedative Ölstrahltherapie des Kopfes (Shirodara) – analog Nr. 531* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 532* GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. [+ Nr. 846 GOÄ analog] Ganzkörper-Kräuterdampfbad (Svedana, Bashpasvedana), 2. Vollbad 3. Rhythmisches Bewegungsbad Nr. 533* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Lokale Wärmebehandlung (Lokales Svedana), 2. Ayurvedischer Einlauf (Matra Basti) Moxibustion, je Sitzung – analog Nr. 536* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Bioresonanztherapie analog Nr. 539* GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) (alternativer Vorschlag nach Fuchs analog Nr. 551* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Elektr. Nadelsstimulation, 2. Reizstromapplikation an bis zu 36 Zahn-Kiefer-Gebieten, buccal, lingual, palatinal und vestibulär zur Testung einer Herdbelastung, 3. TENS, 4. Transkutane Reizstrombehandlung (Triggerpunktbehandlung mit Hochfrequenz-Stimulation) Hochtontherapie (analog GOÄ Nr. 554*) Nr. 558* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Bioresonanztherapie, je Sitzung, 2. Magnetfeldtherapie Ansatz nach Vorschlag der Autoren Hess und Klakow-Frank, 3. Geräte Sequenztraining Moxibustion zusätzl. zur Akupunktur – analog Nr. 562* GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Photodynamische Lichtbestrahlung und Synchrone Balneotherapie (analog Nr. 566* GOÄ) Nr. 567* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Moxaanwendung (ggf. zusätzl. zu Nrn. 269 u. 269a abrechenbar), 2. Laser Flächenbestrahlung Nr. 605* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Sauerstoff-Inhalationstherapie, 2. Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, Lungen, Bronchien, des Thorax und der Brust bds. – Nr. 606* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Spiroergometrische Untersuchung, 2. Sauerstoff-Ergometertraining, 3. Ionisierte Sauerstoff-Inhalationstherapie Digitale epiluminiszenz unterstützte Trichogramm Analyse – auch Video-Dermatoskopie (analog Nr. 612 GOÄ) Rheogramm – analog Nr. 620 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 624* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Thermographische Untersuchung mittels elektronischer Infrarotmessung, je Sitzung, 2. Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen von Dünndarm, Dickdarm Endokardiales Kathermapping bei supraventrik. Tachykardien (analog Nr. 628 GOÄ)

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Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 629 analog 631 analog 635* analog 636* analog 639* analog 643* analog 647* analog 650* analog 651* analog 652 analog 653* analog 656 analog 658 analog 659* analog 661* analog 670 analog 706 analog 714 analog

715 analog

716 analog 719 analog

725* analog

726* analog 740 analog 741 analog 742 analog 743 analog

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Kurzlegende Stressechokardiographie – (analog Nr. 629 GOÄ) Intraoperative Elektrodenversorgung – (analog Nr. 631 GOÄ) Photoelektrische Volumenpulsschreibung an mind. 4 Pkt analog für Nr. 635* GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Zusätzliche Temperaturmessung – analog Nr. 636* GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Prüfung der spontanen und reaktiven Vasomotorik –analog Nr. 639 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Nicht direktionale Untersuchungen: Penisgefäße u./o. Skrotalfächer Bestimmung Herzzeitvolumens mittels Thermodilutionsmethode – (analog Nr. 647* GOÄ) Event-Recorder-EKG – (analog Nr. 650 GOÄ) Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs –analog Nr. 651 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Pedographische Druckverteilungsmessung (analog Nr. 652 GOÄ) EKG über mind. 6 Std. (s. Leistungskomplex Schlaflabor) – (analog Nr. 653GOÄ) Einbringung eines Elektrodenkatheters bei EPU (analog Nr. 656 GOÄ) Hochverstärktes Oberflächen-EKG (Spätpotential-EKG) (analog Nr. 652 GOÄ) 1. Polysomnograph. Schlafüberwachung – 2. Hochfrequenz-Elektrokardiographie – 3. Kontinuierliche BZ-Messung Programmierung Herzschrittmacher – (analog Nr. 661 GOÄ) Nasobiläre Sonde i. Zusammenhang mit ERCP – (analog Nr. 670 GOÄ) Ballondilatation einer Pankreasgangstenose u. Kleinflächige Epilation von Haaren- (analog Nr. 706 GOÄ) Nr. 714 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für:1.Kontinuierliche Registrierung der Körperlage mittels Lagesensoren über 6 Stunden – n. Beschlüssen des Ausschusses „Gebührenordnung” der BÄK, 2. Neurokinesiologische Diagnostik n. Vojta Nr. 715 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Überprüfung Entwicklung bezüglich der Grobmotorik, der Feinmotorik, der Sprache und des sozialen Verhalten, 2. Kinesiologische Prüfung – Überprüfung der Entwicklung bezügl. Der Grobmotorik, der Feinmotorik, der Sprache u. des sozialen Verhaltens Prüfung der funktionellen Entwicklung –analog Nr. 716 GOÄ entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 719 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Kinesiologische Behandlung je nach Indikation (Ausfall-erscheinungen in Motorik, Sprachbereich und/ oder Sozialverhalten, Einzelbehandlung), 2. Funktioneller Entwicklungstherapie bei Ausfallerscheinungen in Motorik, Sprachbereich und/oder Sozialverhalten, Einzelbehandlung, mind. 45 Min Nr. 725 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Entwicklungs- und Übungsbehandlung von Ausfallerscheinungen d. ZNS, 2. Maltherapie, Einzelbehandlung – analog Nr. 725 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Therapeutische Sprachgestaltung, Einzelbehandlung –analog Nr. 726 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Ozonglockenbehandlung, je Sitzung – analog Nr. 740 GOÄ – entspr. GOÄ § 6 (2) Ozonbeutelbegasung, je Sitzung – analog Nr.741– entspr. GOÄ § 6 (2) Epilation von Haaren – (analog Nr. 742 GOÄ) Schleifen und Schmirgeln u./o. Fräsen von Hautbezirken – Peeling (analog Nr. 743 GOÄ)

Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 745 analog 747 analog

748 analog 755 analog 760* analog 780 analog 790 analog 791 analog 792 analog 804 analog 807 analog 827 analog 827a analog 828 analog 829 analog 831 analog

832 analog

837 analog 838 analog

839 analog

840 analog 842 analog 845 analog 846 analog

Kurzlegende chemisch oder kaustische Warzenentfernung und Entfernung von Fibromen (analog Nr. 745 GOÄ) Setzen von Schröpfköpfen, Blutegeln oder Anwendung von Saugapparaten, je Sitzung (Schröpfköpfe in Kombination mit Massagen als so genannte Schröpfkopfmassage GOÄ Nr. 523) – analog Nr. 747 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Hautdrainage durch multiple Inzisionen – zusätzlich zu Nr. 747 – analog Nr. 748 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Microbrasion (analog Nr. 755 GOÄ) Hauttypbestimmung (analog Nr. 760* GOÄ) Dilatation Anastomosenstenose i. Verbindung mit Endoskopie – (analog Nr. 780 GOÄ) stat. Vorbereitung CAPD- (analog Nr. 790 GOÄ) Cell-Saver – (analog Nr. 791 GOÄ) postop.. Kontrolle von Herzunterstützungssystemen – (analog Nr. 792 GOÄ) Eingehende umweltmedizin. Beratung der Bezugsperson (analog Nr. 804 GOÄ) Kunsttherapeutische Anamnese und Diagnostik – analog Nr. 807 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen des Nervensystems – analog Nr. 827 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Prächir. epilepsiediagnostische Langzeitaufzeichnung Elektrophysiologische Stimulation zur Bestimmung der Leitungs- u. Refraktärzeitbestimmung...(analog Nr. 828 GOÄ) Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen der Augen – analog Nr. 829 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Nr. 831 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Ayurvedische Pulsdiagnostik, 2. Ausstestung der optimalen Geräteeinstellung, 3. Vegetative Funktionsdiagnostik Nr. 832 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Elektr. Punktdetektion, 2. Die bioelektrische Funktionsdiagnostik (Befunderhebung am Nervensystem durch Faradisation und/oder Galvanisation), 3. Elektroakupunktur nach Voll(EAV), 4. Testung der Drehwirkung von Körpersäften z. B. Geopathietest, 5. Punkttherapie, Messung und Behandlung bis zu 40 Punkte Spezielle Ausleitung von Allergenen mit Immunmodulation und Meridiantherapie – analog 837 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog Nr. 838 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2): 1. Elektromyograph. Untersuchung, 2. Messung der Leitwertveränderungen auf der Haut bei Erkrankungen von weiteren Funktionskreisen, 3. Ausstestung von chron. Stressfaktoren (z. B. Störfeldern) und deren Wechselwirkungen mit Krankheitssymptomen zur Auffindung der optimalen Therapie, 4. Magnetfeldtherapie mit hochwertigen Geräten 1. Prächirurgische epilepsiediagnostische kortikale Elektrostimulation oder 2. kontinuierl. EMG-Registrierung an mind. 2 Muskelgruppen oder 3. transkranielle Magnetstimulation – immer analog Nr. 839 GOÄ Sensible Elektroneurographie – analog Nr. 840 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Sensible Elektroneurographie – analog Nr. 840 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Behandlung einer Einzelperson durch Hypnose – analog Nr. 845 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog Nr. 846 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) ansetzbar für: 1. Kunst-und Körpertherapien auch als ergänzende Therapieverfahren – Einzeltherapie, 2. Yoga-Asana-Therapie, Einzelbehandlung, 3. Rezeptive Musiktherapie, Einzelbehandlung, 4. Kohlensäure-Körperbegasung 619

Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 847 analog 849 analog

Kurzlegende

Kunst- u. Körpertherapien – Gruppentherapie (analog Nr. 847 GOÄ) Psychotherapeutische Behandlung bei psychoreaktiven, psychosomatischen oder neurotischen Störungen – sog. „verbale Intervention“ – analog Nr. 849 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) 856* analog 1. Neurophysiologische Testverfahren zur Schlafdiagnostik, 2. Anwendung und Auswertung standardisierter Intelligenz- und Entwicklungstests – (analog Nr. 856 GOÄ) 860 analog Erhebung einer biographischen Anamnese unter neurophysio-logischen Gesichtspunkten – analog Nr. 860 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) 861 analog analog Nr. 861 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2): 1. Kunst-und Körpertherapien – Einzeltherapie –, 2. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Einzelbehandlung, Dauer mind. 50 Minuten 862 analog Kunst- u. Körpertherapien – Gruppentherapie (analog Nr. 862 GOÄ) 870 analog 1. Heileurythmie, Einzeltherapie, mind. 50 Min. –analog Nr. 870 – entsprechend GOÄ § 6 (2), 2. Anthroposopische Kunsttherapie, Einzeltherapie, mind. 50 Min. -analog Nr. 870 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) 1014 analog Transabdominelle Blutentnahme aus der Nabelschnur unter Sonosicht) (analog Nr. 1014 GOÄ) 1085 analog Kryokoagulation der Portio – (analog Nr. 1085 GOÄ) 1114 analog Nr. 1114 GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für: 1. Embryotransfer, einschl. Einführen eines speziellen Doppelkatheters, nur einmal berechnungsfähig, auch wenn mehr als ein Embryo übertragen wird (n. Beschluss des Gebührenausschusses derBÄK), 2. Insemination der Oozyte durch Injektion des Spermatozoons durch das Oolemm, je behandelte Eizelle berechnungsfähig (n. Beschluss des Gebührenausschusses der BÄK) 1283 analog Resektion von vorgefallenem Fettgewebe aus der Orbita über eine transcutane vordere Orbitotomie (analog 1283 GOÄ) 1304 analog Lidkorrektur (analog Nr. 1304 GOÄ) 1306 analog Oberlidretraktion (analog GOÄ nr. 1306) 1310 analog Augenlidplastik mittels freien Hauttransplantates (analog Nr. 1310 GOÄ) 1311 analog Augenlidplastik mittels Hautlappenverschiebung (analog Nr. 1311 GOÄ) 1312 analog Tarsale Zügelplastik und Periostlappen (analog 1312 GOÄ Schwierige Hauptlappenplastik) 1340 analog Ayurvedisches Augenbad (Netra Tarpana), je Auge –analog Nr. 1340 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) 1345 analog Laser in situ-Keratomileusis (Lasik) mit Excimer-Laseranwendung 1366 analog Photodynamische Therapie am Augenhintergrund (Laserbehandlung einschl. Infusion des Photosensibilisators) (analog Nr. 1366 GOÄ) 1382 analog Viskokanobplasie – analog Nr. 1382 1383 analog Intravitreale Injektion (IVI)/intravitreal operative Medikamenteneingabe (IVOM) analog Nr. 1383 GOÄ A 7011 analog Optische Kohärenztomographie 1408 analog Prächirurgische epilepsiediagnostische Messung intracranieller kognitiver Potenziale, (analog 1408 GOÄ) 1427 analog Postoperative Entfernung von Tamponaden nach Nasen- u./o. NNH-Eingriffen – (analog Nr. 1427 GOÄ) 1430 analog Postoperat. Schienen-/Splintentfernung – (analog Nr. 1430 GOÄ) 1777 analog Blasenhalsschlitzung (analog Nr. 1777 GOÄ)

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Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 1780 analog 1783 analog 1789 analog 1791 analog 1796 analog 1800 analog 1801 analog 2103 analog 2148 analog 2253 analog

2256 analog 2258 analog 2344 analog 2382 analog 2404 analog 2407 analog 2428 analog 2440 analog 2441 analog 2453 analog 2454 analog 2885 analog 2886 analog 3091 analog 3211 analog 3300 analog 3306 analog 3571* analog 3741* analog 3767 analog

3783* analog

Kurzlegende Abrechnung der TVT-Operation (Tension-free-Vaginal-Tape-Operation) zur Behandlung der Harninkontinenz (analog Nr. 1780) Extraregionäre Lymphknotenentfernung – (analog Nr. 1783 GOÄ) Fluoreszenzendoskopie – (analog Nr. 1789 GOÄ) Niederdruckirrigation bei TURP – (analog Nr. 1791 GOÄ) Anlegen eines Urostomas – (analog Nr. 1796 GOÄ) Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei orthop., chir. oder schmerztherapeutischen Indikationen, (analog Nr. 1800 GOÄ) Offene transvesikale Adenotomie bei BPH Weichteilbalancing am Kniegelenk neben Nr. 2153 (analog Nr. 2103 GOÄ) Tonnenförmige Ausmeißelung des Pfannenbodens neben Nr. 2151 (analog Nr. 2148 GOÄ) 1. Plast. Wiederaufbau des Nasenrückens nach Vor-OP o. Dysplasien oder 2. Verwendung v. autologem Knorpel als Ersatz der Steigbügelfußplatte bei Otoskleroseoperation nach Nr. 1623 GOÄ- (analog Nr. 2253 GOÄ) Abtragung der Lamina perpendicularis des knöchernen Septums (analog Nr. 2256 GOÄ) Abmeißelung ausgedehnter Osteophyten neben Nr. 2151 Patellarückflächenersatz (analog Nr. 2344 GOÄ) Schleimhautschonende plast. OP an der Nasenmuschel o. Eingriff nach Leglerschen Operationsmethode (analog Nr. 2382 GOÄ) Hauttumor OP im Gesicht, je Läsion (analog Nr. 2404 GOÄ) Laser skin resurfacing (analog Nr. 2407 GOÄ) Baunscheidtieren mit Schnäpper – analog Nr. 2428 GOÄ– entspr. GOÄ § 6 (2) Laserbehandlung von Besenreiservarizen, Teleangiektasien, Warzen u. a. Hautveränderungen u. Operative Entfernung einer Tätowierung (analog Nr. 2440 GOÄ) Niedertourige Dermabrasio – oberflächliches Peeling (analog Nr. 2441 GOÄ) Grössere Fettentfernung (Extremitäten) (analog Nr. 2453 GOÄ) Fettentfernung (analog Nr. 2454 GOÄ) Dermatologische Lasertherapie: Teleangiektasien, Warzen und anderen Hautveränderungen (von 7 bis 21 cm2 Körperoberfläche) (analog 2885 GOÄ) Dermatologische Lasertherapie: Teleangiektasien, Warzen und anderen Hautveränderungen (Ausdehnung von mehr als 21 cm2) (analog 2886 GOÄ) 1. Endokard. Kathermapping o. 2. Katherterablation o. 3. renale Sympathikusdenervation o. 4. Ablation der Pulmonalvenen (Pulmonalvenenisolation) Anleitung des Patienten zur Selbstanwendung TENS – analog Nr. 3211 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) Abrechnung der endoskopischen Untersuchung des Subacromialraums Chirotherapeutischer Eingriff an Extremitätsgelenken (analog 3306 GOÄ) analog Nr. 3571* für: 1. Immunologischer Stuhltest Hämoglobin, 2. Immunologischer Stuhltest Haptoglobin Abrechnung „Freier Leichtketten“ in Serum und Urin- analog GOÄ Nr. 3741 Abrechnung des Quantiferon-TB-Gold-Tests nach GOÄ – Immunologischer Bluttest zum Nachweis einer Infektion mit Tuberkulosebakterien – analog GOÄ Nr. 3767 Analytische Auswertung einer oder mehrerer Atemproben eines 13-C-HarnstoffAtemtests (analog 3783 GOÄ)

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Weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen

Analoge GOÄ Nr. 3911.H3* analog 4210* analog 4504* analog 4715* analog

4751* analog 4852* analog

4872* analog 4873* analog

5295* analog 5298* analog 5348* analog 5358* analog 5370* analog 5378* analog 5442* analog 5800* analog

5802* analog 5803* analog 5840* analog 5841* analog 5846* analog 5851* analog 5855* analog

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Kurzlegende NMP (Nukleäres-Matrix-Protein) 22 Schnelltest (analog 3911 GOÄ) Abrechnung des Nachweises von Jod im Serum mittels Massenspektrometrie bei fraglicher Jodkontamination bzw. Jodintoxikation – analog GOÄ Nr. 4210 Streptokokken A-Schnelltest (analog Nr. 4504 GOÄ) Präperation der Oozyten vor Anlegen der Eizellkulturen analog Nr. 4715* – entsprechend GOÄ § 6 (2) – Untersuchung zum Nachweis von Pilzen durch An- oder Weiterzüchtung auf einfachen Nährmedien (z. B. Sabouraud-Agar), je Nährmedium Präparation der Oozyten vor Anlegen der Eizellkulturen (analog 4751* GOÄ) 1. Mikroskop.-zytolog. Untersuchung aus dem Ovar entnommener Follikel oder 2.Beurteilung des Pronukleus-Stadiums oder 3. Mikroskop. Untersuchung PräEmbryonen (analog 4852* GOÄ) Biochem.-mechan. Gewebepräparation zur Spermiengewinnung (analog 4872* GOÄ) 1. Anlegen der Eizell-Spermien-Kultur oder 2. Ansetzen der Prä-EmbryonenKulturen (analog 4873* GOÄ) 3. Isolierung eines einzelnen Spermiums, Punktion Metaphase II Oozyte Videokontrolle der Korrelation von elektro.physiol. Aufzeichnung u. Verhaltensbefund (analog 5295* GOÄ) Videoendoskopie-Zuschlag zu den Nrn. 682 bis 689 GOÄ bei Verwendung eines flexiblen digitalen Videoendoskops (analog Nr. 5298* GOÄ) Abrechnung eines Vorhofverschlusses mittels ACP (Amplatzer Cardiac Plug)analog Nr. 629 GOÄ plus analog Nr. 5348 GOÄ. Abrechnung des Coilings von Hirnarterien (anaolg Nr. 5358*) Abrechnung der digitalen Volumentomographie Berechnung der lichtoptischen Wirbelsäulenvermessung (Optimetrie) (analog 5378+ GOÄ) Photodynamische Diagnostik von Hautläsionen (analog Nr.5442+ GOÄ) 1:Behandlungsplan f. dermatol. Photodynamische Therapie, einmal im Behandlungsfall, PDT Haut, 2. PDT Auge (analog 5800* GOÄ) – n. Beschlüssen des Ausschusses „Gebührenordnung“ der BÄK Bestrahlung bis zu 2 Behandlungsfeldern – analog Nr. 5802* – entsprechend GOÄ § 6 (2) Zuschlag zu Nr. 5802* analog für jedes weitere Bestrahlungsfeld (analog Nr. 5803 GOÄ) Bestrahlungsplanung vor und nach der Implantation von Prostata-Seeds (analog Nr. 5840* GOÄ) – n. Beschlüssen des Ausschusses „Gebührenordnung“ der BÄK Zuschlag f. Prozessrechner i. Zusammenhang mit Prostata-Seedimplantation (PSI) (analog Nr. 5841*) Interstitielle Low-Dose-Rate-Brachytherapie der Prostata mittels Seeds (PSI), je Fraktion, (analog Nr. 5846* GOÄ) Ganzkörperhyperthermie – Anwendung f. versch. Temperatur-Erhöhungen – analog Nr. 5831* GOÄ– entsprechend GOÄ § 6 (2) Photorefraktäre Keratektomie (PRK) mit Excimer-Laseranwendung (analog Nr. 5855* GOÄ)

Hinweise Abrechnung Zahnärzte

Hinweise und Leistungsübersicht zur Abrechnung nach GOÄ für Zahnärzte Die novellierte Gebührenordnung für Zahnärzte ist seit dem 01.01.2012 gültig und legt in erweiterter Weise im Gegensatz zur vorigen GOZ den Leistungsumfang fest. In geringem Umfang gibt es aber immer noch Leistungen, die nicht in der GOZ zu finden sind. Hier gibt der § 6 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) Leistungsbereiche der GOÄ an, die in diesen Fällen dem Zahnarzt eine Abrechnung nach GOÄ neben Leistungen aus der GOZ ermöglichen. § 6 Gebühren für andere Leistungen – (http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/gebuehrenordnung_fuer_zahnaerzte_2012.pdf) (1) Selbstständige zahnärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind, können entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses dieser Verordnung berechnet werden. Sofern auch eine nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertige Leistung im Gebührenverzeichnis dieser Verordnung nicht enthalten ist, kann die selbstständige zahnärztliche Leistung entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung der in Absatz 2 genannten Leistungen des Gebührenverzeichnisses der Gebührenordnung für Ärzte berechnet werden. (2) Die Vergütungen sind nach den Vorschriften der Gebührenordnung für Ärzte zu berechnen, soweit die Leistung nicht als selbständige Leistung oder Teil einer anderen Leistung im Gebührenverzeichnis der Gebührenordnung für Zahnärzte enthalten ist und wenn die Leistungen, die der Zahnarzt erbringt, in den folgenden Abschnitten des Gebührenverzeichnisses der Gebührenordnung für Ärzte aufgeführt sind: 1. B I, B II, B III unter den Nummern 30, 31 und 34, B IV bis B VI, 2. C I unter den Nummern 200, 204, 210 und 211, C II, C III bis C VII, C VIII nur soweit eine zugrunde liegende ambulante operative Leistung berechnet wird, 3. E V und E VI, 4. J, 5. L I, L II unter den Nummern 2072 bis 2074, L III, L V unter den Nummern 2253 bis 2256 im Rahmen der Behandlung von Kieferbrüchen, L VI unter den Nummern 2321, 2355 und 2356 im Rahmen der Behandlung von Kieferbrüchen, L VII, L IX, 6. M unter den Nummern 3511, 3712, 3714,3715, 4504, 4530, 4538, 4605, 4606 und 4715, 7. N unter der Nummer 4852 8. O Der Kommentar der Bundeszahnärztekammer in Zusammenarbeit mit den (Landes-Zahnärztekammern (Stand 13. August 2013) http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/nov/goz-kommentar-bzaek.pdf führt zum § 6 GOZ aus (hier in Ausschnitten): Der neue § 6 Absatz 1 schafft eine Analogieregelung entsprechend § 6 Abs. 2 GOÄ. ...Mit der Neufassung von § 6 Absatz 1 Satz 1 können Leistungen, die im Gebührenverzeichnis fehlen, analog berechnet werden...Voraussetzung ist die Erbringung einer nicht im Gebührenverzeichnis enthaltenen selbständigen zahnärztlichen Leistung. Das sind Leistungen, die weder Bestandteil, noch besondere Ausführung einer anderen, ebenfalls berechneten Leistung sind (vgl. § 4 Absatz 2)... ...Die selbständige, nicht im Gebührenverzeichnis enthaltene Leistung kann entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung

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Hinweise Abrechnung Zahnärzte

des Gebührenverzeichnisses berechnet werden. Die Regelung stellt damit auf die Gleichwertigkeit und nicht auf die Gleichartigkeit ab... ...Für die Feststellung der Gleichwertigkeit hat der Zahnarzt Art, Kosten- und Zeitaufwand der neuen Leistung mit der hilfsweise zur Berechnung ausgesuchten Analogleistung zu vergleichen... ...Der Zahnarzt hat bei der Analogiebewertung und der Feststellung der Gleichwertigkeit einen Ermessensspielraum. Nicht alle drei Kriterien müssen nebeneinander gleichrangig erfüllt werden, sondern müssen in einer Gesamtschau zur Gleichwertigkeit führen... ...§ 6 Absatz 1 Satz 2 stellt klar, dass bei der Analogbewertung zunächst eine nach Art, Kostenund Zeitaufwand gleichwertige Leistung aus dem Gebührenverzeichnis der GOZ heranzuziehen ist und für den Analogabgriff erst nachrangig eine Leistung aus dem Gebührenverzeichnisses der GOÄ als Analogbewertung in Frage kommt. Das Gebührenverzeichnis der GOÄ ist allerdings auf die Leistungen beschränkt, die nach § 6 Absatz 2 eröffnet sind. Diejenigen Leistungen des GOÄ-Gebührenverzeichnisses, für die der Zugriff nach Absatz 2 nicht eröffnet ist, stehen auch für eine Analogie nicht zur Verfügung. Selbständigen zahnärztlichen Leistung, ...sind nach den Vorschriften der GOÄ zu vergüten, wenn diese Leistungen nicht im Gebührenverzeichnis der GOZ enthalten und von der Aufzählung des § 6 Absatz 2 Ziffern 1–10 erfasst sind. Da nicht nur die Gebührenhöhe der GOÄ folgt, sondern die Berechnung nach den Vorschriften der GOÄ zu erfolgen hat, ist die GOÄ insoweit insgesamt anzuwenden.

Hinweis der Autoren Nach § 6 Abs. 2 ist das Gebührenverzeichnis der GOÄ allerdings auf die Leistungen beschränkt, die 1. nicht in der GOZ zu finden sind 2. und daher nach § 6 Absatz 2 nach GOÄ berechnet werden dürfen Die neue GOZ hat völlig neue Leistungstexte für definitive Ziffern bekommen. Hier wurden zwar „viele“ Leistungsteilbereiche unter einer Nummer zusammengefasst, aber sie sind genau beschrieben. Die Bewertungen der Nummern wurden eben auch angehoben, aber sie enthalten dabei auch viele Leistungsteilblöcke subsummiert. Im „normalen und schwierigen“ Routinebereich ergab sich sicherlich eine Bewertungsverbesserung. Im „großen“ chirurgischen Bereich aber eine drastische Abschmelzung. In der GOZ steht exakt drinnen, dass alles was beschrieben ist, auch nach GOZ abgerechnet werden muss. Dies gilt für Zahnärzte und auch für Kieferchirurgen im ZMK- oder implantologischen Bereich. Beispiele: ) So kann nicht mehr eine Knochenreplantation im Kieferbereich nach GOÄ 2254 abgerechnt werden, sondern nach GOZ 9100 berechnert werden. ) Das gleiche ist z. B. Knochenentnahme von einem anderen Ort: jetzt GOZ 9140, nicht mehr GOÄ 2253. ) Für die kleine Vestibulumplastik nicht mehr GOÄ 2675 ansetztbar sondern GOZ Nr. 3240. ) Große Vestibulumplastik weiterhin nach GOÄ 2676. Manchmal sind diese Veränderung nach der neuen GOZ ein Vorteil, manchmal ein Nachteil. Daneben gibt es immer noch medizinische Leistungen, die nicht in der GOZ existieren. Z.B. die Neurolyse (GOÄ 2254). Hier kann selbstverständlich auch von Zahnärzten die GOÄ Nummer benutzt werden. Oder auch irgendwelche elektrophysiotherapeutischen Maßnahmen etc. Die Autoren haben nachfolgend die Auflistung aus § 6 Abs. 2 GOZ aufgeführten GOÄ Bereiche mit GOÄ-Kapitel- und -Unterkapitel-Titeln und GOÄ Nrn. aufgeführt. Dazu ist anzumerken, dass diese GOÄ-Liste nach § 6 GOZ bei weitem den in der Zahnarzt-Praxis ausgeführten Leistungsumfang übersteigt und auch immer noch Leistungen beinhaltet, die nach der neuen GOZ abgerechnet werden müssen. Vorsicht bei der Auswahl der GOÄ Nrn. ist also geboten! 624

Hinweise Abrechnung Zahnärzte

In diesem Buch findet der Zahnarzt zu diesen Leistungen alle entsprechenden Hinweise (Ausschlüsse, Kommentare, Hinweise der Bundesärztekammer und Rechtsprechung). Aus der Fülle der Leistungen nach § 6 Abs. 2 sollte sich der Zahnarzt eine eigene, individuelle Liste zusammenstellen, die seinem Leistungsumfang entspricht, den er nach GOÄ berechnen wird. Hilfen für den Praxisalltag geben Gebührenordnung für Zahnärzte (2,8 MB, Broschüre) (Stand 5. Dezember 2011) (http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/gebuehrenordnung_fuer_zahnaerzte_2012.pdf) Gebührenordnung für Zahnärzte – Kurzverzeichnis (http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/nov/goz_kurzverzeichnis.pdf) Im Kommentar der Bundeszahnärztekammer finden Sie Erläuterungen, Hinweise und Berechnungsempfehlungen zur besseren Verständlichkeit und Anwendbarkeit. Gebührenordnung für Zahnärzte (ab 1.1.2012) – Kommentar der Bundeszahnärztekammer (ca. 6,5 MB, 285 Seiten) (Stand 13. August 2013) (http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/nov/goz-kommentar-bzaek.pdf) Die Zahnärztekammer Westfalen –Lippe biete im Internet einen relativ umfangreichen Auszug aus der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) (für Zahnärzte geöffnete Bereiche) Stand: 1. Januar 2012: http://www.zahnaerzte-wl.de/Infocard2013/p4a/I_Rechtsgrundlagen/c_Auszug_aus_der_ GOAE.pdf Für Zahnärzte geöffnete Bereiche der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) nach § 6 Abs. 2 GOZ § 1O GOÄ Ersatz von Auslagen – siehe Text und Kommentar auf Seite 38. Abschnitt der GOÄ

GOÄ-Nrn:

B. Grundleistungen und allgemeine Leistungen B I. B II. B III. B IV. B V. B VI.

Allgemeine Beratungen und Untersuchungen Zuschläge zu Beratungen und Untersuchungen nach den Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 Spezielle Beratungen und Untersuchungen Visiten, Konsiliartätigkeit, Besuche, Assistenz Zuschläge zu den Leistungen nach den Nummern 45 bis 62 Berichte, Briefe

1, 2*, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 11,15 A, B, C, D und K 1 30, 31, 34 45, 46, 48, 50, 51, 52, 55, 56, 60, 61, 62 E, F, G, H, J und K 2 70, 75, 76, 77, 78, 80, 85, 90, 95 und 96

C. Nichtgebietsbezogene Sonderleistungen C I. C II.

Anlegen von Verbänden 200, 204, 210 und 211 Blutentnahme, Injektionen, Infiltrationen, Infusio250 bis298 nen, Transfusionen, Implantationen, Abstrichentnahmen C III. Punktionen 300–321 C IV. Kontrastmitteleinbringung 340–374 C V. Impfungen und Testungen 375 bis 399 C VI. Sonographische Leistungen 401 bis 424 C VII. Intensivmedizin und sonstige Leistungen 427- 437 C VIII. Zuschläge zu ambulanten Operations-und Anäs440 bis 449 thesieleistungen* * nur soweit eine zugrunde liegende ambulante operative Leistung berechnet wird 625

Hinweise Abrechnung Zahnärzte

E. Physikalisch-medizinische Leistungen E V. E VI.

Wärmebehandlung Elektrotherapie

535* und 539* 548* – 558*

J. Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde J.

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

1400–1639

L Chirurgie, Orthopädie L I. Wundversorgung, Fremdkörperentfernung L II. Extremitätenchirurgie L III. Gelenkchirurgie L V. Knochenchirurgie ** L VI. Frakturbehandlung L VII. Chirurgie der Körperoberfläche L IX. Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie ** im Rahmen der Behandlung von Kieferbrüchen

2000–2015 2072, 2073 und 2074 2100–2196 2253, 2254, 2255 und 2256 2321, 2355, 2356 2380 bis 2454 2620 bis 2732

M. Laboratoriumsuntersuchungen M I. M III.

M IV.

Vorhalteleistungen in der eigenen, niedergelassenen Praxis Untersuchungen von körpereigenen oder körperfremden Substanzen und körpereigenen Zellen 4.Elektrolyte, Wasserhaushalt, physikalische Eigenschaften von Körperflüssigkeiten Untersuchungen zum Nachweis und zur Charakterisierung von Krankheitserregern 1. Untersuchung zum Nachweis und zur Charakterisierung von Bakterien a. Untersuchungen im Nativmaterial b. Züchtung/Gewebekultur

3511*

e. Keimzahl, Hemmstoffe

4605, 4606

3712*, 3714*, 3715*

4504 4530, 4538

3. Untersuchung zum Nachweis und zur Charakterisierung von Pilzen 4715 N. Histologie, Zytologie und Zytogenetik N II.

Zytologie

4852*

O. Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomographie und Strahlentherapie O

O. Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomographie und Strahlentherapie I. Strahlendiagnostik II. Nuklearmedizin III. Magnetresonanztomographie IV. Strahlentherapie

5000* bis 5380* 5400* bis 5607* 5700* bis 5735* 5800* bis 5855*

Die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg hat im November 2011 eine erheblich gekürzte vermutlich auf den Praxisalltag des Zahnarztes bezogene Tabelle veröffentlicht: http://www. lzkbw.de/Zahnaerzte/Gebuehrenrecht/GOZ-Inform/Infos/GOAE-Leistungen.pdf.

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Abrechnung IGeL-Leistungen IGeL Beispiele für Praxis und Klinik

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_20

1. Umfassende Untersuchung zu IGeL-Leistungen – 2. IGeL-Leistungen auch im Krankenhaus Abrechnung IGeL-Leistungen

A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion

A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion Seit 1998 gibt es den Katalog „Individuelle Gesundheitsleistungen“ – kurz IGeL genannt –, der von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Abstimmung mit ärztlichen Berufsverbänden der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Als IGeL-Leistungen werden bei gesetzlich versicherten Patienten (GKV Patienten), die ärztlichen Leistungen bezeichnet, die generell oder im konkreten Behandlungsfall nicht im Leistungsumfang der GKV enthalten sind. Die Leistung darf aber der Arzt nur erbringen, wenn dies vom Patienten ausdrücklich gewünscht wird. Der gesetzlich versicherte Patient wird dann als Privatpatient behandelt, und die Abrechnung der Leistungen erfolgt nach den Gebührenpositionen der GOÄ. Auch bei Patienten, die im Rahmen der PKV versichert sind, fallen Leistungen auf Patientenwunsch an. Diese werden als „Leistungen auf Verlangen“ bezeichnet und, wenn erbracht, nach GOÄ abgerechnet. In der Liquidation hat der Arzt diese Leistungen zu kennzeichnen. Inzwischen ist der Bereich der IGeL-Leistungen innerhalb der meisten Fachgebiete erheblich ausgeweitet worden und dies nur in ganz geringem Teil durch neue innovative diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Nach Schätzungen von Experten liegt das jährliche finanzielles Volumen von IGeL-Leistungen bei 1,3 bis 1,5 Milliarden.

1. Umfassende Untersuchung zu IGeL-Leistungen In der Schriftenreihe Health Technology Assessment (HTA) ist 2011 unter dem Titel „In der Bundesrepublik Deutschland Individuelle Gesundheitsleistungen“ eine sehr interessante Untersuchung erschienen: Die Schrift wurde vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) (https://www.dimdi.de/static/de/index.html) herausgegeben. Das DIMDI ist ein Institut im des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Diese Studie beschäftigt sich mit fast allen medizinischen, und nichtmedizinischen Problemen rund um IGeL-Leistungen im deutschen Gesundheitssystem. Die Herausgeber raten, sich einmal mit dieser Schrift zu befassen.

2. IGeL-Leistungen auch im Krankenhaus Während früher IGeL-Leistungen primär in Praxen erbracht wurden, beteiligen sich jetzt auch intensiv Krankenhäuser und besonders auch Universitätskliniken an dem Angebot – hier 3 Beispiele grosser Uni-Kliniken aus unserer Internet-Recherche: Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf Dermatologische Klinik: Ästhetische Sprechstunde, auch IGeL-Sprechstunde (individuelle Gesundheitsleistungen) (http://www.uke.de/kliniken/hautklinik/index_20855.php) Universitätsklinikum Würzburg Die Uniklinik informiert in ihrem „Wegweiser für Patienten“ gleich für das gesamte Klinikum: ... „IGeL-Leistungen IGeL-Leistungen sind vom Patienten aus unterschiedlichen Motiven gewünschte Individuelle Gesundheits-Leistungen, deren Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Dazu zählen bestimmte Untersuchungen ebenso wie beispielsweise so genannte Schönheits-Operationen, die im Einzelfall von bestimmten Fachabteilungen durchgeführt werden können. Nähere Informationen über das Leistungsspektrum im IGeL-Bereich erhalten Sie bei den einzelnen Kliniken ...“ (http://www.uk-wuerzburg.de/fileadmin/uk/portal/00_Startseite/patienteninformationen/PatBrosch_ 2012.pdf) Uni-Klinik Freiburg Physiotherapie: https://www.uniklinik-freiburg.de/zpt/leistungen/igel-leistungen.html Portal Schönheit: http://www.portal-der-schoenheit.de/forum/brustvergroesserung/uniklinik-freiburg-igel-leistungen/1.html Radiologie: https://www.uniklinik-freiburg.de/roentgen.html Herzzentrum: http://www.herzzentrum.de/kliniken-fachbereiche/weitere-fachbereiche/radiologie.html

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3. IGeL-Leistungen im Spiegel der Medien A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion

Abrechnung IGeL-Leistungen

Uni Heidelberg Sportmedizin: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/medizinische_klinik/Abteilung_7/ pdf/IGeL_Hoehensprechstunde.pdf Uni Jena Zentrum für ambulante Medizin: http://www.zam.uniklinikum-jena.de/Frauenheilkunde+und+Ge burtshilfe/Dr_+Christin+Seeliger/Leistungsspektrum.html Universitäres Praenatalzentrum Uni Lübeck: https://www.uksh.de/Frauenklinik_Luebeck_Praenatal/Kosten+IgEL+Leistungen.html

3. IGeL-Leistungen im Spiegel der Medien Mit steigendem Angebot und Honorar-Volumen bei auch zunehmender Nachfrage im IGeL-Bereich stieg auch die Kritik an den ärztlichen Angeboten von allen gesellschaftlichen Seiten. Politiker, Medien, Verbraucherverbände, besonders die Krankenkassen und jetzt auch Ärztekammern und Kassenärztliche Bundesvereinigung beschäftigen sich kritisch mit dem Erbringen von IGeL-Leistungen. Die Autoren haben zahlreiche kritische Berichte – ohne eigene Kommentierung -nachfolgend zusammengestellt, denn die Kritik an IGeL-Leistungen die Patienten durch Medien und Kassen usw. erfahren, sollte der Arzt, der diese Leistungen in Praxis und Klinik anbietet, kennen. Eine Stellungnahme, welche IGeL-Leistungen sinnvoll und welche nicht sinnvoll sind, ist nicht Aufgabe dieses Buches – immerhin können dies nicht einmal die „grossen anerkannten Mediziner und deren Fachverbände“ z.Zt. leisten.

■ Die Stiftung Warentest äußert sich u. a. zu IGeL-Leistungen im Internet wie folgend:

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL): Wann Selbstzahlen wirklich sinnvoll ist ... „Fazit: Viermal negativ, siebenmal „tendenziell negativ“ Für die Bewertung der IGeL-Angebote recherchiert ein Team aus Medizinern und anderen Experten der evidenzbasierten Medizin in medizinischen Datenbanken. Es wertet die Informationen daraus aus, wägt Nutzen und Schaden einer IGeL gegeneinander ab und zieht ein Gesamtfazit. Möglich sind fünf Bewertungsaussagen: Von „positiv“, „tendenziell positiv“ und „unklar“ bis „tendenziell negativ“ und „negativ“. In sieben von 24 Fällen fällt das Fazit „tendenziell negativ“ aus. In vier Fällen wiegt der Schaden laut den Wissenschaftlern sogar schwerer als der Nutzen: Ein negatives Urteil bekommen. ) der Toxosplasmose-Test bei Schwangeren, ) die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zur Krebsvorsorge, ) die Colon-Hydro-Therapie, eine spezielle Form der Darmspülung, und ) die Bestimmung von Immunglobulin G gegen Nahrungsmittel zur Klärung einer Nahrungsmittelallergie. ...In bestimmten Fällen zahlt die Kasse doch Welche Untersuchungen und Behandlungen die gesetzlichen Krankenkassen zahlen, entscheidet übrigens der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Ihm gehören Vertreter der Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser an. Patientenvertreter können an den Sitzungen des Ausschusses teilnehmen, haben jedoch kein Stimmrecht. Damit die gesetzlichen Krankenkasse eine neue Leistung bezahlt, muss der G-BA sie positiv bewertet haben und sie muss der Behandlung oder Früherkennung von Krankheiten dienen. Manche Leistungen zahlen die Kassen nicht generell zur Früherkennung, aber bei einem Krankheitsverdacht. Das gilt zum Beispiel für den so genannten PSA-Test: Zur Früherkennung ist er eine IGeL und beim IGeL-Monitor (www.igel-monitor.de) mit „tendenziell negativ“ bewertet. Besteht aber ein Verdacht auf Prostatakrebs, etwa wenn der Arzt eine Verdickung an der Prostata ertastet hat, bezahlt die Kasse den Test....“ Mit dem IGEL-Monitor im Internet, der erneut 2016 aktualisiert wurde, nehmen die Gesetzlichen Krankenkassen den Nutzen von Selbstzahlerleistungen kritisch unter die Lupe. Einige Angebote sollen den Patienten sogar mehr schaden als nutzen. Der IGeL Monitor (http://www.igel-monitor.de/print/IGeL_A_Z.php informiert: ... „Wollen Sie sich über eine bestimmte IGeL informieren? Hier bekommen Sie ausführliche, wissenschaftlich fundierte Antworten auf die Fragen: Ist sie nützlich? Kann sie schaden? Wie bewerten wir sie? Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über alle bisher bewerteten IGeL-Leistungen. Sie können sich über die Navigation links auch eine Auswahl von IGeL-Bewertungen nach Organ oder Arztgruppe anzeigen lassen...“ Dann folgen die bearbeiteten Leistungen:

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3. IGeL-Leistungen im Spiegel der Medien Abrechnung IGeL-Leistungen

A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion

) Akupunktur in der Schwangerschaft ) Akupunktur zur Migräneprophylaxe ) Akupunktur zur Spannungskopfschmerz-Prophylaxe ) Atteste und Gutachten ) Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung ) Augenspiegelung mit Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung ) Bach-Blütentherapie ) Bestimmung der Protein-C-Aktivität („Thrombose-Check“) ) Bestimmung des HbA1c-Wertes („Diabetes-Vorsorge“) ) Bestimmung des Immunglobulin G (IgG) gegen Nahrungsmittel ) Biofeedback-Therapie bei Migräne ) Blutegeltherapie bei Kniearthrose ) Colon-Hydro-Therapie ) Dünnschichtzytologie zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ) Eigenbluttherapie bei Tendinopathie ) Entfernung von Tätowierungen ) Ergänzende Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft ) Glukokortikoide beim Hörsturz ) Hochtontherapie ) Hyaluronsäure-Injektion bei Kniearthrose ) Hyperbare Sauerstofftherapie beim Hörsturz ) Kunsttherapie bei psychischen Erkrankungen ) Kunsttherapie für Krebspatienten und deren Angehörige ) Laser-Behandlung von Blutschwämmchen beim Säugling ) Laser-Behandlung von Krampfadern ) Lichttherapie bei saisonal depressiver Störung („Winterdepression“) ) M2-PK Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung ) MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz ) NMP22-Test zur Früherkennung von Harnblasenkrebs ) Operative Behandlung des Schnarchens (Rhonchopathie) ) Professionelle Zahnreinigung ) PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs ) Reisemedizinische Vorsorge ) Sport-Check ) Statische Magnetfeldtherapie beim Kreuzschmerz ) Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter ) Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz ) Stoßwellentherapie beim Tennisarm ) Toxoplasmose-Test bei Schwangeren (Früherkennung) ) Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung ) Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, unterstellt den Ärzten vorrangig wirtschaftliche Interessen, da es sich bei den IGeL-Leistungen um nicht notwendige medizinische Leistungen für Kranke handle. Patienten dürften von Ärzten nicht überrumpelt werden, forderte Pfeiffer auf einer Pressekonferenz am 25. Januar 2013. „Wenn Ärzte eine IGeL-Leistung erst machen dürfen, wenn der Patient 24 Stunden Bedenkzeit hatte, wird das Überrumpeln in der Arztpraxis unterbunden.“ Der Präsident der Bundesärztekammer hält eine pauschale Kritik an den Ärzten für überzogen. „Zum Spektrum individueller Gesundheitsleistungen gehören auch Behandlungsmethoden wie zum Beispiel Sportuntersuchungen, Schulatteste oder Reiseimpfungen, die aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen herausgenommen wurden, im Einzelfall jedoch sinnvoll sein können und von den Patienten gezielt nachgefragt werden“, so Dr. Frank Ulrich Montgomery. „Das Verschweigen die Krankenkassen aber gerne, wenn sie unterstellen, dass es beim Einsatz von IGel-Leistungen vorrangig um wirtschaftliche Interessen gehe.“ Aber auch die Bundesärztekammer räumt ein: Der Arzt darf den Patienten nicht zur Inanspruchnahme einer Leistung drängen und keine falschen Erwartungen hinsichtlich eines Erfolges einer Behandlung wecken. Und der Arzt ist verpflichtet, über die zu erwartenden Behandlungskosten aufzuklären. 631

4. Informationen zum IGeL A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion

Abrechnung IGeL-Leistungen



Kritisch äußert sich auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten: ... Derzeit ist es in der Tat so, dass jeder Arzt/Zahnarzt anbieten kann, was er für richtig hält. Schon lange fordern daher Patientenverbände, Verbraucherschützer und kritische Mediziner zu Recht eine Qualitätsüberwachung. Dies ist deshalb schwierig, weil bestimmte IGel-Leistungen bei einzelnen Patienten durchaus sinnvoll sein können, währenddessen sie für andere eher überflüssig oder sogar schädlich sind. Trotzdem gibt es inzwischen bereits positive Ergebnisse für mehr Transparenz, wie beispielsweise die Einsetzung einer Arbeitsgruppe bei der Bundesärztekammer (BÄK), die Kriterien aufstellen soll, mit denen sich die Spreu vom Weizen trennen lässt – eine Art „Positivliste“ empfehlenswerter IGeLLeistungen. Mittelfristiges Ziel ist es, eine Bewertung der IGeL-Leistungen – für jedermann einsehbar – ins Internet zu stellen ...

■ Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation u.Information (DIMDI) – IGeL: Was nutzt den Patienten? (Ausschnitt)

Schlussfolgerungen/Empfehlungen IGeL sind im deutschen Gesundheitswesen relativ weit verbreitet. Sie machen einen Markt von schätzungsweise 1,5 Mrd. Euro jährlich aus. Die häufigsten Leistungen sind apparategestützte Früherkennungsuntersuchungen. Für die zwei untersuchten Maßnahmen Glaukom- und VUS-Screening liegt keine Evidenz zum patientenrelevanten Nutzen vor. Beim VUS-Screening ist durch eine hohe Überdiagnose, die zu unnötigen invasiven Eingriffen führt, ein Schaden zu erkennen. Gerade bei Früherkennungsuntersuchungen in der Allgemeinbevölkerung ist das Schadenspotenzial für Gesunde zu beachten. Außerdem erfordert die Einschätzung von Risiken und Nutzen hohe Kompetenzen des Arztes. Die Aufklärung des Patienten muss besonders sorgfältig erfolgen, damit dieser eine souveräne Entscheidung treffen kann. Um mehr Transparenz herzustellen, sollte den Forderungen nach evidenzbasierten, unabhängigen Patienteninformationen entsprochen und geprüft werden, ob eine offizielle Positiv- und Negativliste ein geeignetes Orientierungsinstrument für Patienten und Ärzte sein könnte. Die Diskussion der ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekte, die in Zusammenhang mit IGeL stehen, betreffen die folgenden Aspekte: souveräne Patientenentscheidung oder Angebotsinduktion eine Kommerzialisierung der Medizin, die Aufklärungs- und Informationspflicht, Nutzen, Evidenz, (Qualitäts- Kontrolle, die Rollen sowie das Verhältnis von Arzt und Patient, das Verhältnis zum GKV-System, die soziale Ungleichheit sowie eine korrekte Leistungserbringung. Es werden konkrete Forderungen zu Aufklärung und Beratung, (Qualitäts-) Kontrolle, GKV-Leistungskatalog und finanziellen Belangen geäußert. IGeL müssen im Zusammenhang mit der allgemeinen Diskussion um die Gestaltung und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems gesehen werden. Es treffen unterschiedliche sozialpolitische Vorstellungen aufeinander, die mehr oder weniger Eigenverantwortung bzw. solidarischen Ausgleich fordern. Damit sind IGeL ein Teil von Fragen der Sozialpolitik-, Politik- und Gesundheitssystemforschung, die im Rahmen eines HTA-Berichts nicht zu beantworten sind.

4. Informationen zum IGeL für Patienten Patienten erhalten meist Informationen von ihren Krankenkassen, aber auch wie bei den oben genannten Internettexten von BÄK und KV: Einige Informationsstellen aus dem Netz haben wir für Sie nachfolgend zusammengetragen: AOK informiert zum IGeL http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/ige-leistungen-2491.php DAK: IGEL-LEISTUNGEN https://www.dak.de/dak/leistungen/IGeL-1079698.html Der IGeL-Monitor – Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen Initiator und Auftraggeber des IGeL-Monitors ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS). Dieses Portal stellt IGeL-Leistungen auf den Prüfstand. Finanziert wird der MDS vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung, dem GKVSV. – Fast 900.000 Nutzer sollen diese Internetplattform seit ihrem gut einjährigen Bestehen (März 2012–2013) gelockt haben. http://www.igel-monitor.de/ krankenkassen direkt: Was sind IGeL-Angebote und was muss ich bei ihnen beachten? http://www.krankenkassen-direkt.de/services/faq.pl?val=1373722004&job=uni&faq=4902170 632

5. IGeL-Leistungen abrechnen – 6. Wie gehen Patienten mit IGeL-Leistungen um? Abrechnung IGeL-Leistungen

A. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) seit Jahren in der Diskussion

5. IGeL-Leistungen korrekt erbringen und abrechnen Eine Hilfe zur korrekten Abwicklung von IGeL-Leistungen mit Hinweisen zu ) einem korrekten IGeL-Angebot ) einer aufklärenden Beratung zur Leistung und ihrem Nutzen ) einer schriftlichen Vereinbarung mit dem Patienten, die seine Wunschleistungen nach GOÄ mit den zu erwartenden Preisen aufführt geben die aktuellen (downloadfähigen) pdf-Texte der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der KV BAYERNS im Internet z. B.: Zum Umgang mit individuellen Gesundheitsleistungen (BÄK) http://www.baek.de/page.asp?his=0.2.20.1157.3920.3977.3980.3981 Hintergrund, Verhältnis zu GKV-Leistungen, Definition, Hinweise für das Erbringen individueller Gesundheitsleistungen Selbst zahlen? – Ein Ratgeber zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte http://www.kbv.de/media/sp/igel_checkliste.pdf Informationen zur Privatliquidation bei GKV-Versicherten mit IGeL-Liste Stand: März 2013 (unter Berücksichtigung des Patientenrechtegesetzes) (KV BAYERNS) https://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/Infomaterial/AbrechnungHonorar/KVB-Bro schuere-Privatliquidation-bei-GKV-Versicherten.pdf

6. Wie gehen Patienten mit IGeL-Leistungen um? In einer Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 2013 (Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage April/Mai 2013) der FGW Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH (http://www.kbv.de/media/sp/KBV_2013_Berichtband.pdf) wurden auch Befragungen zum Thema: Nachfrage und Angebot von IGeL-Leistungen durchgeführt. Nachfolgend einige Ergebnisse in Ausschnitten: Nachfrage und Angebot von IGeL-Leistungen Die patientenseitige Nachfrage von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) bleibt äußerst konstant. Das Angebot seitens der Ärzteschaft ist dagegen marginal rückläufig, nachdem in den vergangenen Jahren eine ganz leichte Zunahme festzustellen war. Ganz erheblich verschoben haben sich allerdings die Gewichte zwischen Haus- und Fachärzten: Die entsprechend kostenpflichtigen IGeL-Angebote werden jetzt nicht nur häufiger bei Spezialisten nachgefragt, sondern vor allem auch deutlich häufiger von diesen offeriert. Prinzipiell haben, ganz ähnlich wie in den letzten Jahren, 17% aller GKV-Versicherten in den letzten zwölf Monaten einen Arzt nach einer spezifischen Diagnose, Behandlung oder Therapie gefragt, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird. 63% dieser Anfragen – zwölf Prozentpunkte mehr als im Jahr 2011 – erfolgten dabei bei Fachärzten, nur noch 35% haben sich beim Hausarzt nach einer IGeL-Leistung erkundigt. Eine entsprechend kostenpflichtige Privatleistung angefragt haben 12% der Männer und 20% der Frauen, 18% im Westen und 13% im Osten oder 13% der Befragten mit Hauptschul- und 26% derjenigen mit Hochschulabschluss. ... ... Schließlich fällt auf, dass 36% derjenigen Befragten beim Arzt eine IGeL-Leistung nachgefragt haben, die in dieser oder einer anderen Praxis in den letzten zwölf Monaten auch vom Arzt aus ein IGeL-Angebot erhalten haben ... ... Wenn Ärzte zu medizinisch-therapeutischen Zusatzangeboten raten, sind dies meist Spezialisten ... ... Wenn individuelle Gesundheitsleistungen unterbreitet wurden, geben 90% der betroffenen Patienten an, ausreichend Zeit gehabt zu haben, sich zu überlegen, ob sie das Angebot annehmen wollen oder nicht. Insgesamt 9% – und damit sichtbar weniger als noch vor knapp zwei Jahren – kritisieren eine nicht ausreichende Bedenkzeit. Auffällige Abweichungen von dieser Gesamtverteilung gibt es in den einzelnen sozialen und demographischen Gruppen nicht... ... Die Akzeptanzquote bei den Zusatzleistungen ist hingegen hochstabil: Ganz ähnlich wie in den vergangenen Jahren haben auch jetzt wieder fast zwei Drittel das entsprechende IGeL-Angebot des Arztes angenommen, rund ein Drittel hat davon abgesehen.

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B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung I. Konzeption Bei der Gestaltung der IGEL-Leistungen im Jahre 1998 duch die KBV ist man davon ausgegangen, dass es ärztliche Leistungen gibt, die nicht zum Leistungsumfang der GKV gehören, die aber dennoch von Patienten gewünscht werden und die ärztlich empfehlenswert oder – als ausdrückliche Wunschleistung des Patienten – zumindest ärztlich vertretbar sind. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) werden allgemein definiert als ärztliche Leistungen, die ) generell oder im Einzelfall nicht zum Leistungsumfang der GKV gehören „im Einzelfall“ bedeutet, dass bei der gewünschten Behandlung das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 SGB V nicht eingehalten werden kann. ) aus ärztlicher Sicht erforderlich oder empfehlenswert, zumindest aber vertretbar sind Es kann sich dabei um eine sinnvolle Diagnostik oder Therapie, z. B. bei neuen Behandlungsmethoden, handeln, die vom Arzt für erforderlich gehalten wird; oder es sind empfehlenswerte Leistungen, z. B. im Bereich der Reise- oder Sportmedizin. Dazu zählen dann noch ärztliche Leistungen, die ohne eine medizinische Indikation erbracht werden; z. B. eine besondere Diagnostik, Schönheits-Operation, etc. ) und vom Patenten ausdrücklich gewünscht werden Nicht zuletzt aus der Erkenntnis heraus, dass es bei solchen Leistungen nicht darum geht, in unlauterer oder gar „betrügerischer“ Weise Geld von Patienten einzustreichen, sondern dass im Interesse der Patienten (und Versicherten) zusätzliche sinnvolle Leistungen ergänzend zum GKV-Leistungsangebot zur Verfügung gestellt werden, wird dieses Angebot als sinnvoll akzeptiert.

II. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten 1. Leistungsanspruch des Versicherten und korrespondierende Leistungsverpflichtung des Vertragsarztes Das System der gesetzlichen Krankenversicherung ist seit seiner Einführung zu Beginn des letzten Jahrhunderts bis zum heutigen Tage gekennzeichnet durch das Sachleistungsprinzip und durch die solidarische Finanzierung durch die Versicherten-Beiträge, die bei Pflichtversicherten in etwa hälftig vom Arbeitgeber und Versicherten getragen werden (bis auf den Zusatzbetrag). 1.1. Sachleistungsanspruch als Grundsatz Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn diese notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst neben der ärztlichen Behandlung auch die Versorgung des Patienten mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln. Auch dabei gilt das sogenannte Sachleistungsprinzip, wonach den Versicherten die erforderlichen Leistungsangebote als Sach- oder Dienstleistungen von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden, vgl. dazu § 2 SGB V insbesondere Abs. 2. 1.2. Wirtschaftlichkeitsgebot Mit dem Anspruch des Versicherten geht eine Behandlungspflicht des Vertragsarztes einher. Dieser hat dabei das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten, das heißt, Versicherte haben Anspruch (nur) auf diejenige ärztliche Versorgung, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst zweckmäßig und ausreichend ist, sowie das Maß des Notwendigen nicht überschreitet. Auf unwirtschaftliche Leistungen hat der Versicherte keinen Rechtsanspruch. Weder darf der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt diese im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung erbringen und verordnen, noch die Gesetzliche Krankenkasse diese Leistungen bezahlen. In § 12 Abs.1 SGB V ist festgelegt: § 12 Wirtschaftlichkeitsgebot (1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, © Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_21

II. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Abrechnung IGeL-Leistungen

können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen. 2. Zulässigkeit privatärztlicher Honorare Zur Zulässigkeit von (Zu-) Zahlungen eines GKV-Patienten an den behandelnden Arzt führt das Bundesozialgericht in einer grundsätzlichen Entscheidung u. a. aus: „... Ein Versicherter, der von seinem behandelnden Arzt vor die vermeintlich „freie Wahl“ zwischen der Inanspruchnahme einer kostenfreien „Kassenleistung“ und einer Leistung gegen Privatzahlung gestellt wird, besitzt letztlich keine echte Entscheidungsfreiheit. Er befindet sich vielmehr in einer Zwangssituation; denn lehnt er die von dem sachkundigen Arzt seines Vertrauens angebotene und empfohlene vermeintlich „bessere“ privatärztliche Leistung ab, läuft er Gefahr, den weiteren Zugang zu diesem Arzt seines Vertrauens zu verlieren. Darüber hinaus wird er – wie beim Unterbreiten solcher Behandlungsalternativen einkalkuliert ist – bereits um seiner Gesundheit willen typischerweise auf die angebotene privatärztliche Behandlung nicht verzichten wollen. Schon eine derartige Offerte des Vertragsarztes trägt daher die Gefahr einer faktischen Diskriminierung von Versicherten der GKV in sich und ist geeignet, das Naturalleistungsprinzip auszuhöhlen bzw zu umgehen ...“ (BSG, 14.03.2001, AZ: B 6 KA 36/00) Aus diesen Erwägungen des BSG wird deutlich, dass bei einem GKV-Patienten eine „Privatzahlung“ als Folge einer durchgeführten Privatbehandlung nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig sein kann. Auch wenn das Sachleistungsprinzip das tragende Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung ist, der Patient somit gegen seine Krankenkasse einen Anspruch auf die ärztliche Behandlung (nicht auf deren Kosten) hat, gibt es doch unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, hiervon abzuweichen und eine private Behandlung durchzuführen. Maßgeblich hierfür ist eine Bestimmung im Bundesmantelvertrag Ärzte, die wir nachfolgend abdrucken: § 18 Bundesmantelvertrag – Ärzte (8) Der Versicherte hat Anspruch auf Sachleistung, wenn er nicht Kostenerstattung gewählt hat. Vertragsärzte, die Versicherte zur Inanspruchnahme einer privatärztlichen Versorgung an Stelle der ihnen zustehenden Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beeinflussen, verstoßen gegen ihre vertragsärztlichen Pflichten. Der Vertragsarzt darf von einem Versicherten eine Vergütung nur fordern 1. wenn die elektronische Gesundheitskarte vor der ersten Inanspruchnahme im Quartal nicht vorgelegt worden ist bzw. ein anderer gültiger Anspruchsnachweis gemäß § 19 Abs. 2 nicht vorliegt und nicht innerhalb einer Frist von zehn Tagen nach der ersten Inanspruchnahme nachgereicht wird, 2. wenn und soweit der Versicherte vor Beginn der Behandlung ausdrücklich verlangt, auf eigene Kosten behandelt zu werden, und dieses dem Vertragsarzt schriftlich bestätig, 3. wenn für Leistungen, die nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung sind, vorher die schriftliche Zustimmung des Versicherten eingeholt und dieser auf die Pflicht zur Übernahme der Kosten hingewiesen wurde. Mit Wirkung zum 1.10.2013 wurden die bisherigen zwei Bundesmantelverträge (Primär- und Ersatzkassen) durch einen einheitlichen BMV abgelöst. 2.1. Keine Wahlmöglichkeit für den Arzt In dem oben definierten Rahmen, d. h. soweit ein Leistungsanspruch des Versicherten gegen seine Krankenkasse besteht, darf den Versicherten die ihnen zustehende ärztliche Versorgung nicht vorenthalten werden. Dabei hat der Vertragsarzt nicht die Befugnis, bei Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung zwischen privatärztlicher und vertragsärztlicher Tätigkeit bzw. Behandlung zu wählen. Für den „Normalfall“ (Patient kommt als GKV-Versicherter in die Praxis und gibt sich durch Vorlage der Krankenversichertenkarte als solcher zu erkennen) bedeutet dies, dass der Arzt die erforderlichen Leistungen im Rahmen seiner vertragsärztlichen Tätigkeit erbringen und abrechnen muss. Privatliquidationen und Zuzahlungen sind nur unter engen Voraussetzungen zulässig, z. B., Zuzahlungen bei Bädern, Massagen und Krankengymnastik (§ 32 Abs. 2 SGB V), beim Erhalt verordneter Arzneimittel (§ 31 Abs. 3 SGB V). 3. Wann kommt eine Privatliquidation in Betracht? Der oben unter § 18 (BMV-Ä) Abs. 8 Nr. 1 BMV-Ä beide Male Abs. 8 Ziffer 1 dargestellte Sachverhalt ist hier nicht zu erörtern.

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II. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten Abrechnung IGeL-Leistungen

B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

3.1. Drei Fälle zulässiger Privatliquidation Abgesehen von dem Sonderfall der Kostenerstattung nach § 13 Absatz 2 SGB V ist eine Privatliquidation in folgenden Fällen zulässig: a) Der GKV-Versicherte kommt als echter Privatpatient in die Praxis, das heißt, er möchte, obwohl er eigentlich einen Leistungsanspruch in der Gesetzlichen Krankenversicherung hätte, in vollem Umfang als Privatpatient behandelt werden und bringt dies auch dem Arzt gegenüber vor der Behandlung zum Ausdruck. Aus der schriftlichen Vereinbarung zwischen Arzt und Patient muss dann deutlich hervorgehen, dass der Patient trotz des Versicherungsschutzes in der GKV eine privatärztliche Behandlung wünscht und er die Kosten der Behandlung selbst zu tragen hat. Der Patient wünscht Leistungen, die Bestandteil des GKV-Leistungskataloges und im konkreten Fall auch aus ärztlicher Sicht erforderlich und geboten sind. Er möchte dennoch diese Leistungen auf privatärztlicher Basis, im übrigen jedoch weiterhin als GKV-Patient behandelt werden. Dazu zählt auch der Fall einer ärztlichen Behandlung auf privatärztlicher Basis sowie gleichzeitig gewünschter Versorgung mit Arzneimitteln als Sachleistung. Gleiches gilt für den Fall, dass der Patient die Aufteilung der ärztlichen Behandlung in einen privatärztlichen und einen vertragsärztlichen Leistungsteil wünscht. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die privatärztlich gewünschte Leistung eine selbstständige Leistung ist und als solche auch selbständig geltend gemacht werden kann. Die Aufspaltung des Behandlungsvertrages ist nach den Regelungen des Bundesmantelvertrages zulässig, „wenn und soweit der Versicherte vor Beginn der Behandlung ausdrücklich verlangt, auf eigene Kosten behandelt werden“. b) Der Patient kommt zwar unter Vorlage seiner Krankenversichertenkarte (und damit als GKV-Patient) in die Praxis, wünscht aber ganz oder zum Teil Leistungen, die der Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht umfasst. Eine Reihe von Beispielen für solche Leistungen ist unten aufgeführt. Das sind die sog. IGEL-Leistungen im engeren Sinne. c) Der Patient wünscht Leistungen, die zwar im Leistungskatalog der GKV enthalten sind und vom Arzt auch in diesem Rahmen erbracht werden könnten, jedoch für den konkreten Behandlungsfall (z.Zt. keine entsprechenden Beschwerden, keine Indikation zur Wunschleistung) nicht zweckmäßig oder erforderlich im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebot sind („Wunschbehandlung“). Auch hier liegt dann eine individuelle Gesundheitsleistung vor. 4. Welche Bedingungen müssen bei einer Privatliquidation für IGeL-Leistung erfüllt sein? Kommt eine IGeL-leistung in Betracht, sollte der behandelnde Arzt vorweg den Patienten abklären lassen, ob evtl. eine Zusatzversicherung besteht und wieweit der Leistungsumfang seiner GKV geht. Ein Vertragsarzt darf in erlaubter Weise, d. h. keine übertreibende Werbung, in seiner Praxis über IGeL-Angebote informieren, z. B. durch Info – Blätter, aber nur in sachlicher und seriöser Art (vgl. Brück, GOÄ-Kommentar, Abschnitt IGeL, Kap. A IV). Bei individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gilt als oberster Grundsatz: der GKV-Patient muss sich frei entscheiden können, ob er eine Privatbehandlung mit der Folge der Kostenübernahme wünscht. Der Arzt hat daher auch § 11 Abs. 2 MBO (Berufsordnung) zu beachten, wonach es für den Arzt verboten ist, u. a. das Vertrauen, die Unwissenheit oder Leichtgläubigkeit eines Patienten missbräuchlich auszunutzen. Der behandelnde Arzt muss die Information bzw. Beratung über die IGeL – Leistung als persönliche Leistungserbringung i. S. des § 4 Abs. 2 GOÄ vornehmen. Auch beim IGeL muss der Arzt die Grenzen seines Fachgebiets beachten. Eine IGeL – Leistung ist zulässig, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Information über Leistungsumfang a) Der Patient muss über den Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherung in Kenntnis gesetzt werden. Der Arzt muss also den Patienten zunächst darauf hinweisen, welche Leistungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung übernommen werden und folglich von dem Patienten ohne zusätzliche Zahlungen beansprucht werden können. Ergänzend ist dem Patienten darzulegen, inwiefern die GKV die Kosten für die IGeL-Leistung nicht übernimmt. Die Leistungen der GKV dürfen aber vom Arzt nicht generell als unzureichend dargestellt werden. Der Patient ist dann darüber aufzuklären, inwiefern die ärztliche Leistung erforderlich oder empfehlenswert, zumindest aber vertretbar sei. Daneben ist eine Aufklärung zur IGeL-Leistung nach den allgemein geltenden Grundsätzen erforderlich.

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II. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Abrechnung IGeL-Leistungen

Wenn eine IGeL-Leistung zur Alternativen Medizin zählt oder gar eine Außenseitermethode darstellt, muss der Patient darüber aufgeklärt werden, dass die Leistung nicht dem medizinischen Standard entspricht und die Wirksamkeit statistisch nicht abgesichert ist (BGH Urteil, 22.05.2007; AZ: VI. ZR 35/06) Initiative des Patienten b) Der behandelnde Arzt kann einem Patienten im Rahmen einer Behandlung eine IGeL-Leistung in sachlicher Form anbieten. Die Leistung darf dem Patienten nicht aufgedrängt werden. Es darf nicht der Eindruck vermittelt werden, dass eine Privatbehandlung grundsätzlich sorgfältiger sei als eine GKV-Behandlung. Dem Patienten sollte (nach Empfehlungen der KBV und BÄK vom November 2012) eine ausreichende Bedenkzeit für seine Entscheidung eingeräumt werden, evtl. Zeit zum Einholung einer Zweitmeinung und die Möglichkeit der Information über das Internet z. B. IGeL-Monitor (http://www. igel-monitor.de/). Aufklärung über Konsequenzen c) Der Arzt muss den Patienten vorab darüber informieren, welche Konsequenzen sich aus seinem Wunsch nach Privatbehandlung ergeben. Die Information muss sich insbesondere darauf erstrecken, dass eine reine Privatbehandlung vorliegt und eine vollständige oder auch teilweise Beteiligung der Krankenkassen an diesen Kosten nicht in Betracht kommt. Der Patient muss sich daher im Klaren sein, dass er die Kosten alleine zu tragen hat. und die Abrechnung der Leistung nach der GOÄ erfolgt. Der Arzt hat dann den Patienten über die einzelnen Kosten der IGeL- Leistung zu informieren, d. h. GOÄ-Ziffern, Gebührensatz und Gesamthonorar. Dies folgt aus den allgemeinen Regeln zur wirtschaftlichen Aufklärung; zu beachten ist aber auch das neue Patientenrechtegesetz, §§ 630 a bis 630 h BGB. Insbesondere § 630 c BGB lautet: (3) Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben sich nach den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform informieren. Weitergehende Formanforderungen aus anderen Vorschriften bleiben unberührt. Erklärung des Patienten – Behandlungsvertrag d) Vor Beginn der Behandlung müssen der behandelnde Arzt und der Patient einen schriftlichen Behandlungsvertrag abschließen. Dies folgt aus den oben zitierten Regelungen des Bundesmantelvertrages und nunmehr § 630 c BGB und ist zwingend vorgeschrieben. Zum Inhalt der Vereinbarung: ) Genaue Beschreibung der ärztlichen Leistung ) Angabe der GOÄ-Ziffern, Gebührensatz, Gesamthonorar ) Hinweis, dass eine Privatbehandlung vorliegt und der Patient die Kosten der Behandlung mangels Versicherungspflicht der GKV selbst zu tragen hat ) Zustimmungserklärung des Patienten ) Unterschriften beider Vertragsparteien Ergänzende Anmerkung: Da die ärztliche Leistung nach GOÄ abgerechnet wird, kann die Gebührenhöhe bis zum Höchstsatz nach den Regeln des § 5 GOÄ berechnet werden. Auch bei IGeL – Leistungen ist die Vereinbarung eines Pauschalhonorars unzulässig. Unter Beachtung der besonderen Voraussetzungen kann auch eine Honorarvereinbarung gemäß § 2 GOÄ getroffen werden. Eine solche Vereinbarung beinhaltet aber nicht automatisch die Voraussetzungen der § 18 Abs. 8 BMV-Ä, vgl. dazu AG München, 28.04.2010, AZ: 163 C 34297/ 09 u. LG München. 31.05.2010, AZ: 31 S 10595/10. Beide Vereinbarungen sollten daher getrennt abgeschlossen werden. Ein Muster eines Behandlungsvertrages für IGeL-Leistungen ist nachfolgend abgedruckt. Abrechnung einer IGeL-Leistung e) Nach der Behandlung hat der Arzt für seine Vergütung eine Rechnung gegenüber dem Patienten zu erstellen, die der Regelung des § 12 GOÄ entspricht. Insbesondere sind dabei die einzelnen Voraussetzungen des § 12 Abs. 2 – 4 GOÄ einzuhalten. Die Fälligkeit der Vergütung und somit die Zahlungspflicht des Patiienten liegen erst dann vor, wenn die Vorschriften des § 12 GOÄ befolgt sind. 638

Muster für einen Behandlungsvertrag Abrechnung IGeL-Leistungen

B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Zur Verjährung des Vergütungsanspruches gilt: Gemäß § 195 BGB beträgt die Verjährungsfrist für ärztliche Honorarforderungen 3 Jahre. Entscheidend für den Beginn der Verjährungsfrist ist nicht der Zeitpunkt der Behandlung bzw. der Abschluss der Behandlung, sondern der Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Gemäß § 199 BGB beginnt die 3jährige Frist ab dem Ende des Jahres, in welchem eine fällige Honorarrechnung erstellt wurde und somit der Anspruch entstanden ist. Die Verjährungsfrist eines Honoraranspruches nach GOÄ beginnt erst mit der Erteilung der Gebührenrechnung. Was ein Behandlungsvertrag zu IGeL enthalten muss Eine gute Zusammenfassung zu einer korrekten IGeL-Rechnung finden Sie von Dr. Kleinen (IWW INStITUT) unter https://www.iww.de/aaa/archiv/privatliquidation-abrechnung-von-igelleistungen-achten-sie-auf-die-details-f21251 Muster für einen Behandlungsvertrag über das Erbringen Individueller Gesundheitsleistungen Nachfolgend sind die wesentlich zu regelnden Inhalte aufgelistet, die für die individuelle Situation ausformuliert werden müssen. 1. Name und Vorname der Patientin/des Patienten, Anschrift 2. Name und Anschrift der Ärztin/des Arztes oder Arztstempel 3. Der Patient/die Patientin wünscht die Durchführung der folgenden Individuellen Gesundheitsleistungen durch die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt: _____________________________________________________ _____________________________________________________ 4. Im Rahmen der ärztlichen Beratung/Behandlung können folgende Gebühren gemäß GOÄ anfallen (GOÄ-Ziffer, Gebührensatz): GOÄ Ziffer

Kurzlegende

Gebührensatz

_____________________________________________________ _____________________________________________________ _____________________________________________________ Der Patientin/dem Patienten ist bekannt, dass die genannten Leistungen nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören und daher der genannte Betrag selbst zu tragen ist. Die/der Patientin/Patient bestätigt das die oben aufgeführte Behandlung auf seinen ausdrücklichen Wunsch erfolgt ___________________________

___________________________

Unterschrift: Ärztin/Arzt

Patientin/Patient

Weiterhin bestätige ich mit meiner Unterschrift, dass ich von der Ärztin/dem Arzt umfassend über den Nutzen und die Risiken der Individuellen Gesundheitsleistung aufgeklärt worden bin. ___________________________

___________________________

Datum

Unterschrift: Patientin/Patient

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Musterformular für privatärztlich Behandlung B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Abrechnung IGeL-Leistungen

Der Abschluss eines Behandlungsvertrages entspricht dem Vorschlag von KBV/BÄK. Nach der Regelung des § 18 Abs. 8 BMV-Ä ist aber auch eine einseitige schriftliche Erklärung über die Wahlentscheidung zur privatärztlichen Behandlung ausreichend: Musterformular Ich wünsche, durch meine behandelnde Ärztin/meinen behandelnden Arzt die folgende(n)Leistung(en) auf privatärztlicher Basis in Anspruch zu nehmen: Dieser Wunsch ist auf meine eigene Initiative zustande gekommen. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war dabei folgender Sachverhalt (Zutreffendes bitte ankreuzen): D Die von mir gewünschte Behandlung ist nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung. D Die von mir gewünschten Leistungen sind zwar Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung, ich wünsche jedoch aus persönlichen Gründen eine privatärztliche Behandlung und Liquidation. Ich bestätige Frau/Herrn Dr. ............................... hiermit, dass sie/er mir ausführlich erläutert hat, – wie sie/er meine Erkrankung, meine Beschwerden zu Lasten meiner Krankenkasse behandeln kann, und – welche Behandlungsmöglichkeiten es noch gibt, die aber keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sind, weil sie nicht dem Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 des Sozialgesetzbuches V entsprechen oder nicht zu Lasten meiner Krankenkasse erbracht werden dürfen. Ich habe mich freiwillig für die Behandlungsmöglichkeit als Privatpatient entschieden. Die Rechnung über diese Behandlung nach den Bestimmungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) werde ich nach Zugang bezahlen. Mir ist bekannt, dass ich als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse auf diese Privatrechnung und für privat verordnete Arznei-, Heil- und Hilfsmittel keine Kostenerstattung von meiner Krankenkasse erhalten kann. Im Rahmen der Behandlung können folgende Leistungen/Gebühren anfallen: GOÄ Nr.

Leistung-Kurzlegende

1-fach Satz

Steigerungssatz

Endbetrag in Euro

..................................................................... Ort, Datum

..................................................................... Unterschrift des Patienten

.......................................................................... Unterschrift des Arztes

5. Trennung zwischen Behandlung „auf Krankenschein“ und Privatbehandlung Immer wieder stellt sich in der Praxis die Frage, ob es möglich ist – und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen – den Leistungsanspruch des Versicherten gegen seine Krankenkasse (Sachleistungsanspruch) aufzuheben und durch eine Privatbehandlung zu ersetzen. So z. B. wenn die Erfüllung des Sachleistungsanspruches, d. h. die Erbringung der Leistung zu den im GKV-System zu erzielenden Honoraren „sich nicht rechnet“. 5.1. „Teilleistungen“ des EBM sind keine IGEL-Leistungen Der EBM bestimmt in Abschnitt I.1. der Allgemeinen Bestimmungen, dass in Leistungskomplexen enthaltene, aus der Leistungsbeschreibung gegebenenfalls nicht erkennbare Teilleistungen mit der 640

EBM: Nicht gesondert berechnungsfähige Leistungen Abrechnung IGeL-Leistungen

B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Vergütung für den Komplex abgegolten und deshalb nicht gesondert berechnungsfähig sind. Da sie aber danach durch die Komplexgebühr abgegolten, d. h. im GKV-System vergütet werden, dürfen sie nicht zusätzlich als IGEL-Leistungen vereinbart und in Rechnung gestellt werden. Die Autoren haben die sehr unübersichtliche und lange Liste dieser Leistungen des EBM, die als Anlage 1 des EBM 2013 besteht, nachfolgend nur in Ausschnitten aufgenommen. Hinweis: Der Anhang 1 des EBM listet alle diejenigen Leistungen auf, die deswegen nicht gesondert abrechnungsfähig sind, weil sie in Leistungskomplexen enthalten und mit der Vergütung des Komplexes mit abgegolten sind. Sollte jedoch in einem arztgruppen-spezifischen Kapitel eine der im Anhang genannten Leistungen als eigenständige Leistung gesondert ausgewiesen sein, kann sie dann unter den dort genannten Voraussetzungen doch abgerechnet werden. Die Leistungen der Anlage 1 zum EBM dürfen bei GKV-Patienten, die zu Lasten der Krankenkasse behandelt werden, nie als IGEL-Leistungen ergänzend liquidiert werden. Nachfolgend nur ein Ausschnitt: EBM: Anhang 1 1 Verzeichnis der nicht gesondert berechnungsfähigen Leistungen 1. Die im Anhang 1 aufgeführten Leistungen sind – sofern sie nicht als Gebührenordnungspositionen im EBM verzeichnet sind – Teilleistungen von Gebührenordnungspositionen des EBM und als solche nicht eigenständig berechnungsfähig. 2. In den Gebührenordnungspositionen wird ggf. auf die Bezeichnung der Spalten VP = Versichertenpauschale, GP = Grund-/Konsiliarpauschale, bzw. SG = sonstige Gebührenordnungspositionen verwiesen. Ausschnitte aus dem Anhang 1 einer 28seitigen (Querformat)-Tabelle: Spaltenbezeichnung

Legende

Abnahme eines mindestens unter Einschluß eines großen Gelenkes oder des Rumpfes angelegten zirkulären, individuell modellierten Verbandes aus unelastischen, nicht weiter verwendbaren erstarrten Materialien (z. B. Gips) Absaugung körpereigener Flüssigkeiten Abschabung der Hornhaut des Auges Abtragung ausgedehnter Nekrosen im Handoder Fußbereich Elektrokardiographische Untersuchung Entnahme und ggf. Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung Erhebung des Ganzkörperstatus Erstversorgung einer großen Wunde Erstversorgung einer Wunde Infiltrations- oder Leitungsanästhesie(n) Intrakutane Reiztherapie (Quaddelbehandlung) Klinisch-neurologische Basisdiagnostik Leitungsanästhesie an einem Finger oder einer Zehe

VP Leistung ist in der Versichertenpauschale Kap. 3 bzw. 4 enthalten +

GP Leistung ist möglicher Bestandteil der Grundpauschale(n) +

SG Leistung ist In sonstigen GOP enthalten +

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EBM: Nicht gesondert berechnungsfähige Leistungen B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Spaltenbezeichnung

Legende

01420 02100 02101 02350 02360 02400 02401 03120 03311 03312

Prüfung der häuslichen Krankenpflege Infusion Infusionstherapie Fixierender Verband Anwendung von Lokalanästhetika 13C-Harnstoff-Atemtest H2-Atemtest Beratung, Erörterung, Abklärung Ganzkörperstatus Klinisch-neurolog. Basisdiagnostik

VP Leistung ist in der Versichertenpauschale Kap. 3 bzw. 4 enthalten + + + + + + +

Abrechnung IGeL-Leistungen

GP Leistung ist möglicher Bestandteil der Grundpauschale(n)

SG Leistung ist In sonstigen GOP enthalten

+ +

5.2. Der Arzt kann Praxisteile nur unter engen Voraussetzungen stilllegen Häufig ist die Auffassung vertreten worden, dass kein Arzt verpflichtet sein könne, unrentable Leistungen in seiner Vertragspraxis anzubieten. Es müsse ihm daher möglich sein, solche Leistungen aus seinem Leistungsangebot zu streichen. Eine Kassenärztliche Vereinigung hatte sogar eine dahingehende Regelung in ihre Satzung aufgenommen mit dem Wortlaut: „Ärztliche Leistungen, die vom einzelnen Vertragsarzt nicht kostendeckend erbracht werden können, müssen von ihm nicht erbracht werden.“ Das Bundessozialgericht hat in einer Serie von Entscheidungen am 14.3.2001 klargestellt, dass eine solche Auffassung unzulässig ist. Es hat deutlich gemacht, dass ein Vertragsarzt durch die Zulassung verpflichtet ist, an der vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen, und dass diese Teilnahmeverpflichtung in dem Fachgebiet, für das er zugelassen ist, zur Folge hat, dass er die wesentlichen Leistungen seines Fachgebietes im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung auch tatsächlich anbieten und erbringen muss. Ausnahmen gelten natürlich für Leistungen, die einer besonderen Genehmigung bedürfen, die der Arzt nicht hat (BSG, Urt. vom 14.3.2001, B 6 KA 36/00 R, B 6 KA 54/00 R, B 6 KA 67/00 R). 5.3. Leistungen für einen bestimmten Personenkreis Bei der nach der o.g. Rechtsprechung verbleibenden Möglichkeit, Leistungsbereiche, die nicht zu den wesentlichen Leistungen eines Fachgebietes gehören, aus dem Leistungsangebot der Praxis herauszunehmen, ist zu beachten, dass diese Leistungen dann für Versicherte auch nicht privat angeboten werden dürfen. Sollen solche Leistungen in einer Praxis durchgeführt werden, ist das Angebot für alle Patienten – egal ob Privatpatient oder GKV-Versicherter – vorzuhalten. 6. Sonderfall Kostenerstattung, § 13 SGB V – GKV-Versicherte können sich auf Privatrechnung behandeln lassen Ein Sonderfall ist die Behandlung von gesetzlich krankenversicherten Patienten, die Kostenerstattung (§ 13 Absatz 2 SGB V) gewählt haben. Diese Möglichkeit steht allen Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse offen. Wird von einem Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse von dieser Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, erhält der Patient vom behandelnden Arzt eine Privatrechnung auf Basis der GOÄ, die er zur (Teil-) Kostenerstattung bei seiner Krankenkasse einreichen kann. 6.1. Umfang der Kostenerstattung Auch der Kostenerstattungs-Patient ist nach wie vor Versicherter der GKV Er ist daher kein echter Privatpatient. Dies hat zur Folge, dass der Arzt in seiner Funktion als Vertragsarzt tätig wird und daher auch im Rahmen der Kostenerstattung nur die Leistungen erbringen (und damit liquidieren) kann, die zum Leistungsumfang der GKV gehören. Damit sind die IGeL-Leistungen von einer Kostenerstattung nach § 13 SGB V ausgeschlossen.

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EBM: Nicht gesondert berechnungsfähige Leistungen Abrechnung IGeL-Leistungen

B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

6.2. Erklärung des Patienten über die Wahlentscheidung zur Kostenerstattung nach § 13 Abs. 2 SGB V Voraussetzung für die Kostenerstattung ist, dass der Versicherte gegenüber seinem Arzt und seiner Krankenkasse vor Beginn der (Kostenerstattungs-)Behandlung eine entsprechende Erklärung abgibt. An die Wahlentscheidung ist der Versicherte je nach Satzung seiner Krankenkasse gegebenenfalls für einen bestimmten Zeitraum, mindestens jedoch für ein Quartal, gebunden. Die Wahl der Kostenerstattung liegt alleine und ausschließlich im Ermessen des Patienten. Wie bei der Vereinbarung einer Privatbehandlung (siehe Punkt 4) gilt daher auch hier, dass dem Patienten nicht die Kostenerstattung aufgedrängt werden darf. Dem Vertragsarzt steht eine Wahlmöglichkeit – Behandlung „auf Krankenversicherungskarte“ oder über Kostenerstattung – nicht zu. Er ist an die entsprechende Entscheidung seines Patienten gebunden. Zur Vermeidung späterer Unstimmigkeiten oder Streitigkeiten sollte der Arzt jeden Kostenerstattungspatienten eine Erklärung unterschreiben lassen, aus der hervorgeht, dass die Erklärung über die Wahl der Kostenerstattung gegenüber der Krankenkasse abgegeben wurde und für welche Leistungsbereiche gegebenenfalls die Wahlentscheidung gelten soll. 7. Unzulässige Privatliquidation und unzulässiges Verlangen von Zuzahlungen (Wahlentscheidung zur Kostenerstattung nach § 13 Abs. 2 SGB V) Das verständliche Bestreben vieler Ärzte, in Zeiten enger finanzieller Möglichkeiten infolge der Budgetierungen und stagnierenden Gesamtvergütungszuflüssen ihre Einkommenssituation durch vermehrte Angebote privatärztlicher Behandlungen zu verbessern, hat dazu geführt, dass einige Versicherer und Krankenkassen gegen dieses Vorgehen Einwände erhoben haben. Die Folge waren Präzisierungen der Grenzen der zulässigen Privatliquidation durch die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit. 7.1. Keine Privatliquidation bei Budgetausschöpfung Im Laufe der Zeit sind vermehrt Fälle bekannt geworden, in denen mit dem Argument, bestimmte Leistungen würden von den Kassen nicht mehr oder nur noch teilweise bezahlt, Zuzahlungen bzw. Privathonorare verlangt wurden. Als Gründe wurden angeführt: ) Budgetausschöpfung ) die Unterbewertung von Leistungen ) von Abstaffelungen betroffene Leistungsbereiche ) Leistungspauschalen oder Leistungskomplexe ) Mengen- bzw. Fallzahlbegrenzungen. Die sozialgerichtliche Rechtsprechung hat derartigen Versuchen in einer Reihe von Entscheidungen unter Hinweis auf die Mischkalkulation der vertragsärztlichen Gebührenordnung eine eindeutige Absage erteilt. In allen genannten Fällen sind deshalb Honorarvereinbarungen auf privater Basis oder das Verlangen von Zuzahlungen unzulässig. Unzulässig ist darüber hinaus die Privatliquidation von Leistungen, die Bestandteil von Leistungskomplexen sind, wie sie der EBM 2014 vorsieht. Dies deshalb, weil die betreffende Leistung bereits anteilig in der Bemessung der Punktzahl des Leistungskomplexes enthalten ist. Eine Privatvereinbarung über diese Leistung würde daher eine Doppelhonorierung sowohl auf privater als auch auf vertragsärztlicher Basis bedeuten. 8. Vermeiden Sie Ärger mit Ihren Patienten! Zwei Beispiele mögen erläutern, dass die Konfliktträchtigkeit in diesem Bereich nicht zu unterschätzen ist: ) Eine Mutter möchte, dass der Kinderarzt bei ihrer Tochter, die keine gesundheitlichen Probleme oder Beschwerden hat, eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung zwischen der U 6 (9. – 14. Monat) und der U 7 (20. – 27. Monat) durchführt, da sie sich besonders fürsorglich um das gesundheitliche Wohlergehen ihres Kindes sorgt. Der Kinderarzt erläutert ihr, dass nach den Bestimmungen der Kinder-Richtlinien eine solche zusätzliche Untersuchung von der Kasse nicht getragen wird, dass aber auch er es durchaus für sinnvoll halte, sie durchzuführen. Wegen der dadurch entstehenden Kosten solle sie sich keine Sorgen machen. Im übrigen könne sie ja versuchen, die Kosten ganz oder teilweise von ihrer Krankenkasse erstattet zu bekommen. Der Inhalt dieses Gespächs wurde nicht dokumentiert. Die Mutter ist einverstanden, aber es kommt nicht zu einer schriftlichen Einverständniserklärung der Mutter, wonach sie die Leistung als Privatbehandlung wünsche, weil der Kinderarzt dies wegen der völligen Übereinstimmung für überflüssig hält. Nach

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EBM: Nicht gesondert berechnungsfähige Leistungen B. Privatbehandlung und Liquidation bei GKV-Versicherten – Kostenerstattung

Abrechnung IGeL-Leistungen

Erhalt der Privatrechnung kommen ihr angesichts der Höhe doch Bedenken. Sie erinnert sich, dass der Kinderarzt ihr geraten habe, sich wegen einer Kostenerstattung an ihre Kasse zu wenden. Das tut sie und muss erfahren, dass die Kasse die Kosten für diese Untersuchung nicht erstatten darf. Der fürsorgliche Kassenmitarbeiter fragt sie, ob sie denn der Privatbehandlung schriftlich zugestimmt habe, und erfährt, dass das nicht der Fall ist. Somit wird dieser Ablauf Gegenstand einer Beschwerde der Krankenkasse bei der für den Kinderarzt zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen des Bundesmantelvertrages (Erfordernis einer schriftlichen Einwilligungserklärung). In der Korrespondenz des Kinderarztes mit der KV muss er erfahren, dass die mündliche Übereinkunft zwischen ihm und der Mutter nicht ausreicht, um die Privatliquidation aufrecht zu erhalten. Die KV rät ihm, die Rechnung zu stornieren. Eine Abrechnung zu Lasten der Kasse scheidet aber auch aus. Fazit: Wegen der vermeintlich kleinen Unachtsamkeit, sich die aus Sicht des Arztes bestehende Übereinkunft zwischen ihm und der Mutter nicht schriftlich bestätigen zu lassen, erhält er für seine Leistungen kein Honorar. 2. Beispiel: ) Ein Arzt hat die Überzeugung gewonnen, dass Schulterbeschwerden, jedenfalls soweit ihnen Knochenrisse zugrunde liegen, am optimalsten durch gezielte Cortison-Infiltrationen unter sonographischer Führungshilfe behandelt werden können. Eine Abrechnung dieser Behandlung zu Lasten der Krankenkassen wird vom Prüfungsausschuss als unwirtschaftlich beanstandet. Daraufhin stellt er für diese Behandlungen Privatrechnungen aus, ohne allerdings zuvor die dafür notwendige schriftliche Zustimmung der Patienten eingeholt zu haben. In einem Gespräch hat die zuständige KV ihn über die Notwendigkeit der Einhaltung der Bestimmungen der Bundesmantelverträge unterrichtet. In der Folgezeit setzt der Arzt die Erstellung von Privatrechnungen fort und legt auf entsprechende Anfragen auch schriftliche Erklärungen der Patienten bei, wonach diese über kassenärztliche Behandlungsmöglichkeiten informiert wurden und „nicht notwendige privatärztliche Zusatzbehandlung nach GOÄ“ wünschen. In einem Disziplinarverfahren stellt sich heraus, dass durch die vom Arzt gewählte Form der Aufklärung die Patienten nicht in der Lage gewesen sind, eine echte freie Wahl zwischen der Privatbehandlung und der Behandlung zu Lasten der GKV zu treffen, da sie sich „gezwungen“ sehen, sich im Interesse ihrer Gesundheit für die von ihrem Arzt angebotene privatärztliche Behandlung zu entscheiden, da ihnen die aufgezeigte Alternative einer „Kassenbehandlung“ als ineffizient und ihrer Gesundheit nicht förderlich erscheinen muss. 9. Zusammenfassung Die Praxis zeigt, dass diese Fälle immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen in dem Gefüge „Arzt – Patient – Kasse – KV“ werden. Aus diesem Grunde ist erhöhte Aufmerksamkeit auf die Einhaltung der zuvor genannten Voraussetzungen und die Dokumentation der Vorgänge zu legen. Nur so kann sich der einzelne Vertragsarzt erfolgreich gegen die von Patienten oder Krankenkassen erhobenen Vorwürfe zur Wehr setzen, er habe unzulässigerweise bei einem GKV-Versicherten eine Privatvergütung gefordert. Es bleibt festzustellen, dass in einzelnen konkreten Fallkonstellationen unter Beachtung bestimmter Kriterien eine Privatbehandlung und Privatliquidation auch im Bereich von Leistungen zulässig ist, die im Leistungskatalog der GKV enthalten sind. Leistungen, die nicht im GKV-Leistungskatalog enthalten sind, können auf Patientenwunsch erbracht und nach GOÄ abgerechnet werden. Im Übrigen kann nur eine sensible und sorgfältige Handlungsweise der Ärzte dazu beitragen, IGELLeistungen zu einem seriösen und akzeptierten Bestandteil der ambulanten Versorgung zu machen. Darüber hinaus bleibt es jedoch bei dem Grundsatz, dass die gesetzlich Krankenversicherten einen umfassenden Sachleistungsanspruch haben. In diesem Rahmen kann weder eine Privatliquidation noch eine Zuzahlung über die gesetzlich ausdrücklich festgelegten Fälle hinaus in Betracht kommen. Inzwischen haben auch einige Kassenärztliche Vereinigungen für Ihre Mitglieder Informationen zur Privatliquidation bei GKV-Patienten erstellt – und damit in der Regel auch zum Thema IGEL-Leistungen.

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III. Individuelle Gesundheitsleistungen bei Privat-Versicherten Abrechnung IGeL-Leistungen

B. Leistungen der PKV

III. Individuelle Gesundheitsleistungen bei Privat-Versicherten 1. Individuelle Gesundheitsleistungen bei Privatpatienten Der Begriff IGeL-Leistungen wird primär für die Behandlung von GKV-Patienten verwandt. Aber auch bei Privatpatienten sind Individuelle Gesundheitsleistungen möglich, die von der PKV des Patienten nicht übernommen werden; dies sind die sog. „Leistungen auf Verlangen“, gemäß § 1Abs.2 S. 2 GOÄ. Hierbei handelt es sich um Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen Behandlung hinausgehen. In § 1 Abs. 2 GOÄ heißt es: (2) Vergütungen darf der Arzt nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind. Die medizinische Notwendigkeit der ärztlichen Versorgung ist bei der PKV umfassender zu verstehen als bei der GKV; so ist die privatärztliche Behandlung nicht durch das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 SGB V begrenzt. Der behandelnde Arzt hat somit im Rahmen der privatärztlichen Versorgung eine größere Therapiefreiheit. Die PKV leistet für Behandlungsmethoden und Arzneimittel, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt sind, sowie für Methoden und Arzneien, die sich in der Praxis ebenso erfolgversprechend bewährt haben oder angewandt werden, weil keine schulmedizinische Methoden zur Verfügung stehen; vgl. § 4 Abs.6 MB/KK 2009. Wenn eine Leistungspflicht der PKV mangels medizinischer Notwendigkeit nicht vorliegt, aber der Patient die Leistung dennoch wünscht, muss der behandelnde Arzt beachten: – Hinweis an den Patienten, dass seine PKV die Kosten der Behandlung nicht – auch nicht teilweise übernehmen wird, und der Patient die Kosten daher selbst zu tragen hat. – Hinweis an den Patienten, dass der Arzt seine Leistung erst erbringt, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt – medizinische Aufklärung über die Leistung nach den allgemein gültigen Regeln – Aufklärung über die anfallenden Kosten für die Behandlung; d. h. GOÄ-Ziffern, Gebührensatz, Gesamtbetrag. Dabei ist nun mehr vom Arzt das neue Patientenrechtegesetz, insbesondere § 630 c Abs. 3 BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) zu beachten. Das Patientenrechtegesetz umfasst im BGG die Paragraphen ) § 630 a BGB Behandlungsvertrag ) § 630 b BGB Behandlungsverhältnis ) § 630 c BGB Informationspflicht ) § 630 d BGB Einwilligung ) § 630 e BGB Aufklärungspflichten ) § 630 f BGB Dokumentation ) § 630 g BGB Einsichtnahme Patientenakte ) § 630 h BGB Beweislast Das Gesetz ist seit 26. Februar 2013 in Kraft getreten. Im Rahmen der Leistungen auf Verlangen nach § 1 Abs.2 S. 2. GOÄ hat der behandelnde Arzt nunmehr § 630 c zu beachten. § 630 c BGB: Mitwirkung der Vertragsparteien; Informationspflichten (3) Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben sich nach den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform informieren. Weitergehende Formanforderungen aus anderen Vorschriften bleiben unberührt. Nach § 12 Abs. 3 GOÄ sind Leistungen, die auf Verlangen des Patienten erbracht wurden (§ 1 Abs. 2 Satz 2 GOÄ), in der Rechnung als solche zu bezeichnen. Geschieht dies nicht, ist insofern die Fälligkeit des ärztlichen Vergütungsanspruchs nicht gegeben. Bei Leistungen auf Patientenverlangen ist nach GOÄ kein schriftlicher Vertrag zwischen Arzt und Patient erforderlich. Der Arzt sollte allerdings zu seiner Absicherung sich den Hinweis unterschrei-

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III. Individuelle Gesundheitsleistungen bei Privat-Versicherten B. Leistungen der PKV

Abrechnung IGeL-Leistungen

ben lassen, dass die vom Patienten geforderte Leistung nicht im Rahmen von PKV-Leistungen erbracht wird und der Patient die Leistung selber zu zahlen hat. 2. Individuelle Gesundheitsleistungen im Rahmen der Beihilfe Bei der Beihilfe werden die ärztlichen Leistungen grundsätzlich nach der GOÄ abgerechnet. Wenn für eine Leistung keine Beihilfe gewährt wird, aber der Patient diese Leistung wünscht bzw. verlangt, liegt gebührenrechtlich eine Leistung auf Verlangen gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 GOÄ vor – und somit keine IGeL-Leistung im klassischen Sinne. Siehe auch Kapitel: Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe, Rechtsprechung S. 648.

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C. Korrekt abrechnen nach GOÄ I. Auf einen Blick: Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen Vor der Erbringung einer IGeL-Leistung Der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten informiert Patienten darüber, was sie von Ihrem Arzt erwarten dürfen: ...Ein Vertragsarzt kann Leistungen gegenüber einem Versicherten der GKV nur dann privat abrechnen, wenn diese außerhalb der Leistungspflicht der Krankenkassen stehen und der Patient nach einer umfassenden Information durch den Arzt dennoch auf die Erbringung dieser Leistungen besteht. Der Arzt muss dabei darüber aufklären, dass ) die Krankenkasse die Kosten für die fragliche Leistung nicht übernimmt, ) der Grund für den Ausschluss aus der Leistungspflicht in der fehlenden medizinischen Notwendigkeit und/oder Wirtschaftlichkeit oder der fehlenden Anerkennung des diagnostischen und therapeutischen Nutzens liegt, ) alternative Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der GKV i. d. R. zur Verfügung stehen, ) die Vergütung der Leistung nach den Gebührensätzen der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) erfolgt und ) der Patient sein schriftliches Einverständnis geben muss (Die Autoren weisen darauf hin, dass zwischen Arzt und Patient ein schriftlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen werden sollte – s. Seite 12). Die von Patientinnen und Patienten abzugebende Erklärung sollte deshalb folgende Bestandteile haben: ) Auflistung der zu erbringenden Einzelleistungen (unter Angabe der entsprechenden GOÄ/GOZbzw. Analogziffer und des Steigerungssatzes, ) Angabe der voraussichtlichen Honorarhöhe (Euro-Betrag), ) Erklärungen, dass die Behandlung auf Wunsch des Patienten erfolgt ist, ) dass eine ärztliche Aufklärung stattgefunden hat, und dass die Behandlung nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung ist und ) dass darüber informiert wurde, dass die Leistungen nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden können und ein Anspruch auf Kostenerstattung nicht besteht ... Diagnose auf der Rechnung – Beim IGeL nicht erforderlich Nach den Vorschriften der GOÄ wäre eine Diagnoseangabe zwar nicht zwingend. Im Rahmen von IGeL-Liquidationen werden die Leistungen in der Regel nicht von Erstattungsstellen (z. B. PKVKassen oder Beihilfestellen) übernommen, so dass eine Diagnosenangabe nicht erforderlich ist. Erstattungsstellen bestehen auf der Angabe; auch einem Patienten, die die Leistungen selber zahlen muss, ist es nicht zuzumuten, eine Liquidation ohne Diagnoseangabe zu begleichen. Der 1fache Satz GOÄ darf nur in Ausnahmen unterschritten werden Nach der GOÄ ist eine Unterschreitung des 1fachen Satzes berufs- und auch wettbewerbsrechtlich verboten. Ausnahmen sind nur zulässig bei Kollegen, Verwandten und einzelnen bedürftigen Patienten. Eine Abrechnung der erbrachten Leistungen nach 1fachem Satz GOÄ ist gestattet. Pauschal-Honorare nicht statthaft! Pauschale Honorar-Vereinbarungen, die nur die Leistung und den Pauschalbetrag angeben z. B. Kurze ärztliche Bescheinigung = 5,– Euro Akupunktur = 27,– Euro sind nach ärztlichem Berufsrecht und nach GOÄ nicht statthaft, auch wenn Sie diese auf fast allen Internetseiten von Praxen, die IGEL-Leistungen anbieten, und auch in Ärztezeitschriften finden. Nach einem Urteil des OLG Stuttgart vom 09.04.2002, AZ. 14 U 90/01 kann aber der Arzt bei einer unwirksamen Vereinbarung eines Pauschalhonorares in einer neuen Liquidation seine ordnungsgemäß erbrachte Leistung nach den Gebührenpositionen der GOÄ abrechnen. Pauschale Honorarvereinbarungen sind nur mit Versicherungen gestattet. IGeL-Leistungen höher abrechnen als mit dem Höchstsatz der GOÄ Höhere Honorare als die Höchstsätze der GOÄ sind mit einer schriftlichen und persönlich zwischen Arzt und Patient vereinbarten Abdingung=Abweichende Honorarvereinbarung möglich. Mit dem Pa© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_22

Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Abrechnung IGeL-Leistungen

tienten wird dann zu einer bestimmten Leistung ein Honorar zu einem höheren Steigerungssatz vereinbart z. B. zum 4-fachen Satz. Eine Abdingung ist nicht gestattet zu allen Leistungen der GOÄ abschnitte ) A Gebühren in besonderen Fällen ) E Physikalisch-medizinische Leistungen ) M Laborleistungen ) Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, MRT und Strahlentherapie ) bei einem nicht rechtswidrigen Schwangerschaftsabbruch. Der in der Abdingung gewählte Steigerungssatz soll unter „Angemessenheit des Honorars“ gewählt werden. Rabatte sind nicht gestattet Mengenrabatte oder reduzierte „Schnupperangebote“ sind dem Arzt berufsrechtlich verboten. „Runde“ Honorarbeträge sind möglich! Einige Ärzte wählen, um auf einen „runden“ Euro-Honorarbetrag zu kommen, entsprechend ungerade Multiplikatoren, die dann in der Liquidation auch anzugeben sind, z. B.: GOÄ Nr. 1 3 70 75

Kurzlegende 1fach A Multiplikator „Runder“ Preis in A Beratung 4,66 2,14 10,– Eingehende Beratung 8,74 2,29 20,– Bescheinigung, kurze ärztliche 2,33 2,14 5,– Krankheits- u. Befundbericht, schriftlicher 7,58 2,11 16,–

Vorauszahlungen Im Bereich schönheitschirugischer Leistungen werden vereinzelt Vorauszahlungen von Patientin/ Patient gefordert. Ob dies zulässig ist, wird von Juristen immer wieder diskutiert. Die überwiegende Meinung lehnt aber eine Vorauszahlung ab, da dies mit der GOÄ nicht vereinbar sei. Kosten für erforderliches Material (§ 10 GOÄ) können gegen Materialrechnung sofort berechnet und eingenommen werden. Problemlos ist es Liquidationen auch nach Teilbehandlungen zu verschicken. ICD-Codierung Eine ICD-Codierungspflicht wie im ambulanten Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung besteht für den PKV-Bereich nicht.

Eine korrekte IGeL-Rechnung nach § 12 GOÄ Eine Rechnung muss folgende Informationen für den Zahlungsempfänger (Patienten) enthalten: Die folgenden Ziffern beziehen sich auf die 2 folgenden Muster-Rechnungen (1) Leistungen, die auf Verlangen des Patienten erbracht wurden, sind als solche zu kennzeichnen. (2) Datum, an dem die Leistung erbracht wurde (3) GOÄ-Ziffer/Nummer und (4) die Bezeichnung der Leistung. Die Angabe einer Kurzlegende ist gestattet. (5) ggf. die Mindestdauer einer Leistung, wenn dies in der Leistungslegende angegeben (6) Angabe des angesetzen Steigerungsfaktors (7) überschreitet eine berechnete Gebühr nach § 5 Abs. 2 Satz 3 GOÄ den 2,3fachen/*1,8fachen/ 1,15fachen Gebührensatz, ist dies immer auf die jeweilige einzelne Leistung bezogen für den Zahlungspflichtigen verständlich und nachvollziehbar schriftlich zu begründen (siehe zu § 12 Abs. 3 GOÄ). In der Rechnung muss der Grund für die Wahl eines erhöhten Faktors differenziert und verständlich für den Patienten bei der jeweiligen Leistung stehen Der Patient muss die Begründung nachvollziehen können. Allgemeine Begründungen wie: hoher Zeitaufwand oder schwierige Untersuchung sind zu vermeiden. 648

Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen Abrechnung IGeL-Leistungen

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Werden innerhalb einer Liquidation mehrere höhere Faktoren angesetzt, so hilft eine Differenzierung der Faktoren und eine individuelle Begründung Schwierigkeiten bei der Erstattung für den Patienten und seinen Arzt zu vermeiden. Auf Verlangen ist die Begründung näher zu erläutern. (8) Wird eine Leistung nach § 6 Abs. 2 (analoger Ansatz) berechnet, so ist dies für den Zahlungspflichtigen verständlich zu beschreiben und mit dem Hinweis „entsprechend“ sowie der Nummer und Bezeichnung der als gleichwertig erachteten Leistung zu versehen Bei analogen Bewertungen sind die Hinweise der Bundesärztekammer zur korrekten Darstellung zu beachten (s. bei § 6 GOÄ) (9) bei Ersatz von Auslagen nach § 10 Angabe des Betrags und Art der Auslage. Übersteigt der Betrag der einzelnen Auslage 25,56 Euro, ist ein Beleg oder sonstiger Nachweis beizufügen Wenn eine ärztliche Leistung umsatzsteuerpflichtig ist, muss der Arzt bei der Rechnungsstellung die Anforderungen des § 14 Abs.4 UStG beachten. Von den Autoren wurden im Buch die Anforderungen sinngemäss auf das Arzt-/Patientenverhältnis übertragen, um damit ein besseres Verständnis zu erreichen:

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Musterrechnung Nr. 1

Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Abrechnung IGeL-Leistungen

Dr. med Otto Genau Facharzt für Innere Medizin Herzweg 3 80800 München

Tel. 089/17 66 66 München, 31.08.2013

Herrn Georg Sportlich Sandplatz 3 89899 München Diagnose: Sportmedizinische Untersuchung zur Aufnahme von Leistungssport Asthma Bronchiale seit dem 16. Lebensjahr Behandlung auf Ihren Wunsch (1) gemäß unserem schriftlichen Vertrag vom 15.07.2013 Für meine Leistungen in der Zeit vom 26.08.2013 bis zum 30.08.13 darf ich Ihnen berechnen: Datum (2) GOÄ-Nr. (3) Leistung/Kurzlegende (4) 26.08.13 26.08.13 28.08.13 28.08.13 29.08.13 29.08.13 29.08.13 29.08.13 29.08.13 29.08.13 29.08.13 30.08.13 30.08.13 30.08.06 30.08.13 30.08.13

3 8 651* 250* 3511* 3550* 3560* 3562.H1* 3585.H1* 3592.H1* 3781* 652 605* 605a* 606* 1

1facher Steigerungs- Betrag Satz faktor (6) in Euro Sportmedizinische Beratung mind. 10 Min. (5) 8,74 2,3 20,11 Ganzkörperstatus 15,16 2,3 34,86 EKG in Ruhe 14,75 1,8 26,55 Blutentnahme 2,33 1,8 5,36 Urinteststreifen 2,91 1,15 3,35 Blutbild 3,50 1,15 4,02 Glukose 2,33 1,15 2,68 Cholesterin 2,33 1,15 2,68 Kreatinin 2,33 1,15 2,68 Gamma GT 2,33 1,15 2,68 Lactatbestimmung 12,82 1,15 14,75 Belastungs-EKG 25,94 2,3 59,66 Lungenfunktion 14,11 1,8 32,45 Flussvolumenkurve 8,16 1,8 14,69 Spiroergometrie 22,09 1,8 39,76 Beratung 4,66 3,5 (7) 16,32 Summe 282,60

30.08.13 Begründung: Erhöhter Zeitaufwand, mehr als 15 Minuten Der Endbetrag von Euro 282,60 ist auf mein Konto bei der Ärztebank Kto. Nr. 666970, BLZ 30030000 zu überweisen. Mit freundlichem Gruß Ihr Dr. med Otto Genau Sprechzeiten: Mo–Fr 9–12 Uhr u. Mo, Di, Do, Fr 15–18 Uhr · Mittwochs n. Vereinbarung Spezialsprechstunden für: Gesundheits- u. Vorsorge-Untersuchungen ) Reise-medizinische Beratung ) Ernährungsberatung mit Diätplänen ) Anti-Aging Medizin Die Autoren weisen darauf hin, dass hier keine mehrwertsteuerpflichtigen Leistungen angefallen sind, da bei der bestehenden Grundkrankheit zu klären war, ob der Patient überhaupt Leistungssport treiben darf. Sonst wäre die Leistung MwSt.-pflichtig!

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Hinweise zur Abrechnung von IGeL-Leistungen

Musterrechnung Nr. 2

Abrechnung IGeL-Leistungen

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Dr. med Gerlinde Schön Fachärztin für Dermatologie Tel. 040-334466 Sonnenweg 13 20200 Hamburg

Sprechzeiten: Mo-Fr 9–12 Uhr Mo, Di, Do, Fr 15–18 Uhr · Mittwochs nach Vereinbarung Spezialsprechstunden für ) Akne ) Allergologie ) Phlebologie ) Kosmetische Dermatologie nach Vereinbarung Hamburg, 27.11.2013

Frau Barbara Kraus Waldallee 4 20200 Hamburg

Rechnungsnr. 21/2013 Steuernr. 4711 5810 Finanzamt Hamburg

Diagnose: Collagen-Unterspritzung Naso-labialer Falten und Stirnfalten auf Ihren Wunsch (1) gemäß unserem schriftlichen Vertrag vom 11.11.2013 Für meine Leistungen in der Zeit vom 11.11.2013 bis zum 21.11.13 darf ich Ihnen berechnen: Datum (2) GOÄ-Nr. (3) Leistung/Kurzlegende (4) 11.11.13 11.11.13 15.11.13

3 5 31 analog

15.11.13 15.11.13

390 analog 2441

21.11.13

5

21.11.13

1

Beratung1 Symptombezogene Untersuchung1 Anti-Aging-Gespräch – analog GOÄ § 6 (2) – GOÄ Nr. 31 Homöopathische Folgeanamnese Collagen Test – Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung Symptombezogene Untersuchung1 Kontrolluntersuchung Beratung1

1facher Steigerungs- Betrag Satz faktor (6) in Euro 8,74 2,3 20,11 4,66 2,3 10,73 26,23 1,8 60,33 3,50 52,46

2,3 2,3

8,04 120,66

4,66

2,3

10,73

4,66

2,3 10,72 Summe 241,32 19% Mehrwertsteuer 45,85 Betrag 287,17 + Materialkosten gemäß § 10 GOÄ – Rechnung für 1 Ampulle inkl. 19% MwSt. liegt bei 90,– Endbetrag 377,17

1 Da alle Leistungen mit der MwSt.-pflichtigen Hauptleistung (31 analog, 390 analog, 2441) zu tun haben, wird auch die MwSt. fällig.

Der Endbetrag von Euro 377,17 ist auf mein Konto bei der Deutschen Bank Kto. Nr. 131300, BLZ 20040000 zu überweisen. Mit freundlichem Gruß Ihre Dr. med Gerlinde Schön Die Autoren weisen darauf hin, dass hier Mehrwertsteuer anfallen würde – Allerdings kann ein Arzt bei einem Jahresgesamtbetrag steuerpflichtiger Leistungen von jährlich bis zu 17.500 a, die Kleinunternehmerregelung (§ 19 Abs. 1 UStG) in Anspruch nehmen, und demzufolge keine Umsatzsteuer abführen. Bitte beachten: Für die Berechnung dieser Kleinunternehmergrenze sind alle an sich steuerpflichtigen Leistungen eines Unternehmers zusammenzurechnen, d. h. ggf. auch außerhalb der ärztlichen Tätigkeit (z. B. im Rahmen der Vermögensverwaltung) erbrachte nicht steuerbefreite Lieferungen oder Leistungen sind in die Betrachtung einzubeziehen! Bei einer Liquidation mit Umsatzsteuer sind unbedingt anzugeben: Fortlaufende Rechnungsnr. und Steuernr. der Ärztin/des Arztes. 651

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Abrechnung IGeL-Leistungen

Erläuterter § 14 UStG (Ausstellung von Rechnungen) (4) Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten: ) den vollständigen Namen und die vollständige Anschriften des Arztes und des Patienten, ) die dem Arzt vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ) das Ausstellungsdatum, ) eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer), ) Datum der Behandlung ) das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt (= Nettobetrag) für die Lieferung/Leistung ) den anzuwendenden Steuersatz (7% oder 19% MwSt.) sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe 1.1. Übersicht über Leistungen der Gesetzlichen Krankenkasse bei GKV-Patienten Gemäß § 2 Abs.1 SGB V stellen die Krankenkassen dem Versicherten Leistungen u. a. zur Krankenbehandlung zur Verfügung. Nach § 2 Abs.2 SGB V erhalten die Versicherten die Leistungen als Sach- und Dienstleistungen. Inhalt des Anspruches des GKV-Versicherten sind die Leistungen der §§ 11, 20 bis 68 SGB V. Besonders hervorzuheben sind dabei der Anspruch auf Krankenbehandlung und ergänzend der Anspruch auf Versorgung mit Arzneimitteln. § 27 SGB V (Krankenbehandlung) legt fest: Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. § 31 SGB V (Arznei- und Verbandmittel) bestimmt: (1) Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln, soweit die Arzneimittel nicht nach § 34 oder durch Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ausgeschlossen sind, und auf Versorgung mit Verbandmitteln, Harn- und Blutteststreifen. § 34 SGB V (Ausgeschlossene Arznei-, Heil- und Hilfsmitte) ergänzt dazu: Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sind von der Versorgung nach § 31 ausgeschlossen. Der Gemeinsame Bundesausschuss legt in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 fest, welche nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten, zur Anwendung bei diesen Erkrankungen mit Begründung vom Vertragsarzt ausnahmsweise verordnet werden können. Dabei ist der therapeutischen Vielfalt Rechnung zu tragen. Die Leistungen der Vertragsärzte haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts. Bei allen Leistungen der Vertragsärzte ist das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 Abs. 1 SGB V zu beachten, der lautet: § 12 Abs. (1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkasse nicht bewilligen. Ausreichend ist eine Leistung, wenn sie dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht. Bei hergebrachten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ist eine Zweckmäßigkeit regelmäßig zu unterstellen; jedenfalls so lange, wie der GBA eine bestehende Anerkennung nicht widerruft. Die Beschränkung auf die Notwendigkeit bedeutet, dass kein Anspruch auf eine Optimalversorgung besteht; der Anspruch eines GKV-Patienten beschränkt sich auf die kostengünstigste Versorgung. Wirtschaftlich ist die Behandlungsmaßnahme, die sich im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse als die günstigste erweist. Kommt nach dem anerkannten medizinischen Standard aber nur eine Behandlungsart in Betracht, ist diese ohne Beachtung des Aufwandes als wirtschaftlich anzunehmen. 652

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe Abrechnung IGeL-Leistungen

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Bei den GKV-Leistungen sind Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapieeinrichtungen nicht ausgeschlossen, vgl. § 2 Abs.1 SGB V. Dazu zählen u. a. die Homöopathie und die anthroposophischen Arzneimittel. Es ist somit im Gesetz klargestellt, dass auch Verfahren der alternativen Medizin bei der Behandlung von GKV-Patienten nicht grundsätzlich ausgeschlossen sind. Aber auch diese Behandlungsmethoden sind nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse in der jeweiligen Therapieeinrichtung vom GB-A zu überprüfen. In einem Urteil zur „ Misteltherapie „ führt das Bundessozialgericht u. a. aus (BSG, 11.05.2011, AZ: B 6 KA 25/10): § 34 Abs 1 Satz 2 SGB V gibt dem GBA auf, in Richtlinien schwerwiegende Erkrankungen aufzuführen, für deren Behandlung nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als Therapiestandard zur Verfügung stehen (sog OTC-Ausnahmeliste). Im Rahmen dieser Richtlinienregelungen hat der GBA gemäß § 34 Abs 1 Satz 3 SGB V der Therapievielfalt Rechnung zu tragen Das Gebot, der therapeutischen Vielfalt Rechnung zu tragen, bedeutet insbesondere, dass die Eigenheiten besonderer Therapierichtungen – soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften möglich ist – zu berücksichtigen sind. Bei der Bewertung der Qualität und Wirksamkeit von Behandlungsmethoden und Medikationen ist deshalb der Erkenntnisstand der jeweiligen Therapierichtung, also die aus Sicht der Therapierichtung gegebene besondere Wirksamkeit zugrunde zu legen (Maßstab der sog Binnenanerkennung). Der GBA hat in Nr 16. 5 AMRL spezielle Regelungen zugunsten besonderer Therapierichtungen aufgenommen. Er hat für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel für die Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung als Therapiestandard anzusehen ist (vgl § 34 Abs 1 Satz 2 SGB V), in Nr 16. 5 AMRL eine Sonderregelung für die Arzneimittel der Anthroposophie und Homöopathie getroffen: Das Vorliegen eines Therapiestandards ist „nach dem Erkenntnisstand ... in der jeweiligen Therapierichtung“ zu beurteilen. Für den Fall, dass bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung eine Behandlung nach anerkanntem medizinischen Standard nicht zur Verfügung steht und es daher auch an einer Anerkennung durch den GBA fehlt, ist nunmehr in § 2 Abs.1a SGB V (Leistungen) festgelegt: (1a) Versicherte mit einer lebensbedrohlichen oder regelmäßig tödlichen Erkrankung oder mit einer zumindest wertungsmäßig vergleichbaren Erkrankung, für die eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht, können auch eine von Absatz 1 Satz 3 abweichende Leistung beanspruchen, wenn eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht. Die Krankenkasse erteilt für Leistungen nach Satz 1 vor Beginn der Behandlung eine Kostenübernahmeerklärung, wenn Versicherte oder behandelnde Leistungserbringer dies beantragen. Mit der Kostenübernahmeerklärung wird die Abrechnungsmöglichkeit der Leistung nach Satz 1 festgestellt. In § 2 Abs.1a SGB V ist eine Entscheidung des BVerfG vom November 2005 und die sich anschließende Rechtsprechung des BSG aufgenommen worden. Das Bundessozialgericht verlangt, dass eine notstandsähnliche Situation vorliegt; d. h. es muss in dem konkreten Fall drohen, dass sich der voraussichtlich tödliche Krankheitsverlauf innerhalb eines kurzen überschaubaren Zeitraum mit großer Wahrscheinlichkeit verwirklichen wird. Für eine „nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung“ müssen konkrete Indizien vorliegen. Die Leistung nach § 2 Abs.1a SGB V ist zu unterscheiden von der Leistung der GKV für Arzneimittel, die trotz fehlender Zulassung anzuwenden sind; sog. off-label-use. Das Bundessozialgericht führt dazu in einer Entscheidung aus dem Jahre 2011 aus: Voraussetzung für Off-Label-Use – hier: Wirkstoff BTX/A Ein Off-Label-Use kommt nur in Betracht, wenn es 1. um die Behandlung einer schwerwiegenden (lebensbedrohlichen oder die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigenden) Erkrankung geht, wenn 2. keine andere Therapie verfügbar ist und wenn 3. aufgrund der Datenlage die begründete Aussicht besteht, dass mit dem betreffenden Präparat ein Behandlungserfolg (kurativ oder palliativ) erzielt werden kann. Abzustellen ist dabei auf die im jeweiligen Zeitpunkt der Behandlung vorliegenden Erkenntnisse Von hinreichenden Erfolgsaussichten ist nur dann auszugehen, wenn Forschungsergebnisse vorliegen, die erwarten lassen, dass das (konkrete) Arzneimittel für die betreffende Indikation zugelassen werden kann. Dies kann nur angenommen werden, wenn entweder (a) die Erweiterung der Zulassung bereits beantragt ist und die Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Prüfung der Phase III (gegenüber Standard oder Placebo) veröffentlicht sind und eine klinisch relevante Wirksamkeit respektive einen klinisch relevanten Nutzen bei vertretbaren Risiken belegen oder (b) au653

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Abrechnung IGeL-Leistungen

ßerhalb eines Zulassungsverfahrens gewonnene Erkenntnisse von gleicher Qualität veröffentlicht sind. Soweit man aus der früheren Rechtsprechung des Senats ein unterschiedliches Schutzniveau vor und während laufender Zulassungsverfahren ableiten kann, gibt der Senat diese Rspr klarstellend auf. Außerhalb und während eines Zulassungsverfahrens muss die Qualität der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Behandlungserfolg, die für eine zulassungsüberschreitende Pharmakotherapie auf Kosten der GKV nachgewiesen sein muss, derjenigen für die Zulassungsreife des Arzneimittels im betroffenen Indikationsbereich entsprechen. Der Schutzbedarf der Patienten, der dem gesamten Arzneimittelrecht zugrunde liegt und in das Leistungsrecht der GKV einstrahlt, unterscheidet sich in beiden Situationen nicht. Dies bedeutet, dass der während und außerhalb eines Zulassungsverfahrens zu erbringende wissenschaftliche Nachweis durch Studien erbracht werden muss, die die an eine Phase III-Studie zu stellenden qualitativen Anforderungen erfüllen. Aktenzeichen: BSG, 08.11.2011, AZ: B 1 KR 19/10 Entscheidungsjahr: 2011 Sämtliche ambulante ärztliche Leistungen, die nicht im Gebührenverzeichnis EBM nach § 87 Abs. 1 SGB V erfasst sind, gelten als „ neu „ und bedürfen daher das Bewertungsverfahren durch den GBA gemäß § 92 Abs.1 Nr.5 iVm § 135 SGB V. Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dürfen gemäß § 135 Abs.1 S. 1 SGB V in der ambulanten Versorgung zu Lasten der GKV daher nur erbracht werden, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hierzu eine Empfehlung abgegeben hat, die neue Methode also anerkannt hat. Daher muss die Anerkennung des GBA vor der Behandlung vorliegen, Der GBA überprüft bei seiner Entscheidung den diagnostischen und therapeutischen Nutzen sowie die medizinische Notwendigkeit der neuen Methode. Trotz fehlender Anerkennung durch den GBA, kann es bei einer neuen Methode zu einer Leistungspflicht der Krankenkasse kommen, wenn ein sog. Systemversagen vorliegt. Dies wird dann bejaht, wenn der GBA trotz Vorliegen aller formalen und inhaltlichen Voraussetzungen die Überprüfung gar nicht, nicht zeitgerecht oder nicht ordnungsgemäß durchführt. Das Systemersagen liegt somit in einer willkürlichen oder sachfremden Verzögerung einer Entscheidung des GBA. Aber auch bei einem Systemversagen ist der Nachweis der Wirksamkeit der neuen Methode zu führen.

1.2. Nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkasse enthaltene Leistungen bzw. Leistungsbereiche Für die Aufstellung des Leistungskataloges im Rahmen von GKV-Leistungen ist ein Selbstverwaltungsorgan der Ärzte und Krankenkassen – der Gemeinsame Bundesausschuss (http://www. g-ba.de/) – verantwortlich. Der Ausschuss hat eine Reihe von Behandlungsmethoden, für die bisher eine medizinische Wirksamkeit nicht sicher nachgewiesen werden konnte, zusammengefasst. In der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung in der Fassung vom 17. Januar 2006 – zuletzt geändert am 17. Januar 2013 – in Kraft getreten am 9. April 2013 (http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/7/) werden Methoden, die nicht als vertragsärztliche Leistungen zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden dürfen, aufgelistet. Arztliche Untersuchungs- und Behandlungmethoden, die nicht zu Lasten der GKV abgerechnet werden können, müssen gemäß der Rechtslage dem Versicherten unter Beachtung der im vorherigen Abschnitt dargelegten Voraussetzungen auf der Basis der GOÄ in Rechnung gestellt werden. Hierbei handelt es sich um die „klassischen“ IGEL-Leistungen. Anlage II: Methoden, die nicht als vertragsärztliche Leistungen zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden dürfen aus: Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung in der Fassung vom 17. Januar 2006 – zuletzt geändert am 17. Januar 2013 – in Kraft getreten am 9. April 2013 (http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/7/) 1. Elektro-Akupunktur nach Voll 2. „Heidelberger Kapsel“ (Säurewertmessung im Magen durch Anwendung der Endoradiosonde) 3. Intravasale Insufflation bzw. andere parenterale Infiltration von Sauerstoff und anderen Gasen 654

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe Abrechnung IGeL-Leistungen

4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34.

35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49.

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Oxyontherapie (Behandlung mit ionisiertem Sauerstoff-/Ozongemisch) Behandlung mit niederenergetischem Laser (Soft- und Mid-Power-Laser) Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne Immuno-augmentative Therapie Lymphozytäre Autovaccine-Therapie bei HIV-Patienten Magnetfeldtherapie ohne Verwendung implantierter Spulen Autohomologe Immuntherapie nach Kief Haifa-Therapie Doman-Delacato bzw. BIBIC-Therapie Verfahren der refraktiven Augenchirurgie Hyperthermiebehandlung der Prostata nicht besetzt Hyperbare Sauerstofftherapie Bioresonanzdiagnostik, Bioresonanztherapie, Mora-Therapie und vergleichbare Verfahren Autologe Target Cytokine-Behandlung nach Klehr (ATC) nicht besetzt nicht besetzt Hochdosierte, selektive UVA1-Bestrahlung Colon-Hydro-Therapie und ihre Modifikationen Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei orthopädischen, chirurgischen und schmerztherapeutischen Indikationen Pulsierende Signaltherapie (PST) Niedrigdosierter, gepulster Ultraschall Neurotopische Therapie nach Desnizza und ähnliche Therapien mit Kochsalzlösungsinjektionen nicht besetzt Autologe Chondrozytenimplantation bzw. -transplantation Aktiv-spezifische Immuntherapie (ASI) mit autologer Tomorzellvakinze Uterus-Ballon-Therapie Akupunktur mit Ausnahme der in Anlage 1 aufgeführten Indikationen Ultraviolettbestrahlung des Blutes (UVB) Hämatogene Oxidationstherapie (HOT)-Blutwäsche nach Wehrli Oxyvenierungstherapie nach Regelsberger Synonym u. a. ) intravenöse Sauerstoffinsufflation ) Sauerstoff-Infusions-Therapie (SIT) ) Komplexe intravenöse Sauerstofftherapie (KIS) Ozon-Therapie, Ozon-Eigenbluttherapie, Sauerstoff-Ozon-Eigenbluttherapie, Oxyontherapie, Hyperbare Ozontherapie CO2-Insufflationen (Quellgasbehandlung) Behandlung mit ionisiertem Sauerstoff Selektive UVA1-Bestrahlung Positronen-Emission-Tomographie (PET) Atlastherapie nach Arlen Systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne (sKMT) Hyperthermie (u. a. Ganzkörperhyperthermie, Regionale Tiefenhyperthermie, Oberflächenhyperthermie, Hyperthermie iin Kombination mit Radiatio und/oder Chemotherapie) Laserinduzierte interstitielle Thermotherapie (LITT) Die beiden Hybrid-Laser-Verfahren Kalium Titanyl Phosphat/Neodymium yttrium aluminium garnet (KTP/Nd:YAG) und Kontakt-Laser-Ablation/Visuelle Laser-Ablation (CLAP/VLAP) zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) Interstitielle Laserkoagulation (ILK) zur Behandlung des BPS Holmium-Laserablation (HoLAP) zur Behandlung des BPS Holmium -Laser Blasenhalsinzision (HoBNI) zur Behandlung des BPS Transurethrale Radiofrequente Nadelablation (TUNA) zur Behandlung des BPS Fokussierter Ultraschall hoher Intensität (HIFU) zur Behandlung des BPS

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II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Abrechnung IGeL-Leistungen

50. Wasserinduzierte Thermotherapie (WIT) zur Behandlung des BPS 51. Transurethrale Ethanolablation (TEAP) zur Behandlung des BPS 52. Thulium-Laserablation (TmLAP) zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) Anlage III: Methoden, deren Bewertungsverfahren ausgesetzt ist (Informationen zu diesen Verfahren finden Sie in der Anlage 3 im Internet unter der oben angegeben Web-Adresse) 1. Vakuumversiegelungstherapie 2. Synchrone Balneophototherapie bei atopischem Ekzem 3. Interstitielle Brachytherapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom 4. PET bzw. PET/CT bei malignen Lymphomen

2. Nach Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder ausgeschlossene Verfahren Hinweise des BMI zu § 6 Beihilfefähige Aufwendungen bei Krankheit Wie im Bereich der GKV kennt auch die Beihilfe Ausschlüsse von Untersuchungen und Behandlungen. Diese besonders in den Anlagen zum § 6 BBhV geregelten Ausschlüsse oder Teilausschlüsse sollten dem Arzt bekannt sein. Es sei darauf hingewiesen, dass in den einzelnen Bundesländern für die Landesbeamten regionale Beihilfeverordnungen mit geringen Abweichungen zur BBhV des Bundes existieren. § 6 Beihilfefähigkeit von Aufwendungen (Bundesbeihilfeverordnung – BBhV) (http://www.buzer.de/gesetz/8634/a159937.htm) (1) Beihilfefähig sind grundsätzlich nur notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen. Andere Aufwendungen sind ausnahmsweise beihilfefähig, soweit diese Verordnung die Beihilfefähigkeit vorsieht. (2) Die Notwendigkeit von Aufwendungen für Untersuchungen und Behandlungen setzt grundsätzlich voraus, dass diese nach einer wissenschaftlich anerkannten Methode vorgenommen werden. Als nicht notwendig gelten in der Regel Untersuchungen und Behandlungen, soweit sie in der Anlage 1 ausgeschlossen werden. (3) Wirtschaftlich angemessen sind grundsätzlich Aufwendungen für ärztliche, zahnärztliche und psychotherapeutische Leistungen, wenn sie dem Gebührenrahmen der Gebührenordnungen für Ärzte, Zahnärzte sowie für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten entsprechen. Als nicht wirtschaftlich angemessen gelten Aufwendungen aufgrund einer Vereinbarung nach § 2 Abs. 2 der Gebührenordnung für Ärzte, nach § 2 Abs. 3 der Gebührenordnung für Zahnärzte oder nach den Sätzen 2 bis 4 der allgemeinen Bestimmungen des Abschnitts G der Anlage zur Gebührenordnung für Zahnärzte. Wirtschaftlich angemessen sind auch Leistungen, die auf Grund von Vereinbarungen gesetzlicher Krankenkassen nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch oder auf Grund von Verträgen von Unternehmen der privaten Krankenversicherung mit Leistungserbringerinnen oder Leistungserbringern erbracht worden sind, wenn dadurch Kosten eingespart werden. Die Aufwendungen für Leistungen von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind angemessen, wenn sie die zwischen dem Bundesministerium des Innern und den Heilpraktikerverbänden vereinbarten Höchstbeträge nach Anlage 2 nicht übersteigen. Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (Bundesbeihilfeverordnung – BBhV) – Vom 13. Februar 2009 (BGBl. S. 326) zuletzt geändert durch die dritte Verordnung zur Änderung der Bundesbeihilfeverordnung vom 8. September 2012 (BGBl. S. 1935) – Im Internet unter: http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/368016/publicationFile/17666/bbhv.pdf Anlage 1 (zu § 6 Absatz 2) Ausgeschlossene und teilweise ausgeschlossene Untersuchungen und Behandlungen Abschnitt 1 Völliger Ausschluss 1.1 Anwendung tonmodulierter Verfahren, Audio-Psycho-Phonologie-Therapie (zum Beispiel nach Tomatis, Hörtraining nach Volf, audiovokale Integration und Therapie, Psychophonie-Verfahren zur Behandlung einer Migräne)

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II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe Abrechnung IGeL-Leistungen

1.2 1.3 1.4 1.5 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 3.1 3.2 3.3 3.4 4.1 5.1 5.2 5.3 6.1 7.1

7.2 8.1 8.2 8.3 9.1 9.2 9.3

10.1 11.1 11.2 11.3 11.4 11.5 12.1 13.1

14.1 14.2 15.1 16.1 16.2 16.3 17.1 18.1 18.2

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

Atlastherapie nach Arlen autohomologe Immuntherapien autologe-Target-Cytokine-Therapie nach Klehr ayurvedische Behandlungen, zum Beispiel nach Maharishi Behandlung mit nicht beschleunigten Elektronen nach Nuhr Biophotonen-Therapie Bioresonatorentests Blutkristallisationstests zur Erkennung von Krebserkrankungen Bogomoletz-Serum brechkraftverändernde Operation der Hornhaut des Auges (Keratomileusis) nach Barraquer Bruchheilung ohne Operation Chelat-Therapie Colon-Hydro-Therapie und ihre Modifikationen computergestütztes Gesichtsfeldtraining zur Behandlung nach einer neurologischbedingten Erkrankung oder Schädigung cytotoxologische Lebensmitteltests DermoDyne-Therapie (DermoDyne-Lichtimpfung) Elektroneuralbehandlungen nach Croon Elektronneuraldiagnostik epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Racz Frischzellentherapie Ganzheitsbehandlungen auf bioelektrisch-heilmagnetischer Grundlage (zum Beispiel Bioresonanztherapie, Decoderdermographie, Elektroakupunktur nach Voll, elektronische Systemdiagnostik, Medikamententests nach der Bioelektrischen Funktionsdiagnostik, Mora-Therapie) gezielte vegetative Umstimmungsbehandlung oder gezielte vegetative Gesamtumschaltung durch negative statische Elektrizität Heileurhythmie Höhenflüge zur Asthma- oder Keuchhustenbehandlung Hyperthermiebehandlung immunoaugmentative Therapie Immunseren (Serocytol-Präparate) isobare oder hyperbare Inhalationstherapien mit ionisiertem oder nichtionisiertem Sauerstoff oder Ozon einschließlich der oralen, parenteralen oder perkutanen Aufnahme (zum Beispiel hämatogene Oxidationstherapie, Sauerstoff-Darmsanierung, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne) (frei) Kariesdetektor-Behandlung kinesiologische Behandlung Kirlian-Fotografie kombinierte Serumtherapie (zum Beispiel Wiedemann-Kur) konduktive Förderung nach Petö Laser-Behandlung im Bereich der physikalischen Therapie modifizierte Eigenblutbehandlung (zum Beispiel nach Garthe, Blut-Kristall-Analyse unter Einsatz der Präparate Autohaemin, Antihaemin und Anhaemin) und sonstige Verfahren, bei denen aus körpereigenen Substanzen der Patientin oder des Patienten individuelle Präparate gefertigt werden (zum Beispiel Gegensensibilisierung nach Theurer, Clustermedizin) neurotopische Diagnostik und Therapie niedrig dosierter, gepulster Ultraschall osmotische Entwässerungstherapie Psycotron-Therapie pulsierende Signaltherapie Pyramidenenergiebestrahlung (frei) radiale Stoßwellentherapie Regeneresen-Therapie 657

II. Anmerkungen zu den Leistungskatalogen von GKV und Beihilfe C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

18.3 18.4 19.1 20.1 20.2 21.1 22.1 22.2 23.1 24.1 25.1 26.1

Abrechnung IGeL-Leistungen

Reinigungsprogramm mit Megavitaminen und Ausschwitzen Rolfing-Behandlung Schwingfeld-Therapie Thermoregulationsdiagnostik Trockenzellentherapie (frei) Vaduril-Injektionen gegen Parodontose Vibrationsmassage des Kreuzbeins (frei) (frei) (frei) Zellmilieu-Therapie Abschnitt 2: Teilweiser Ausschluss

1. Chirurgische Hornhautkorrektur durch Laserbehandlung Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn eine Korrektur durch Brillen oder Kontaktlinsen nach augenärztlicher Feststellung nicht möglich ist. Vor Aufnahme der Behandlung ist die Zustimmung der Festsetzungsstelle einzuholen. 2. Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) im orthopädischen und schmerztherapeutischen Bereich Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung verkalkender Sehnenerkrankung (Tendinosis calcarea), nicht heilender Knochenbrüche (Pseudarthrose), des Fersensporns (Fasziitis plantaris) oder der therapieresistenten Achillessehnenentzündung (therapiefraktäre Achillodynie). Auf der Grundlage des Beschlusses der Bundesärztekammer zur Analogbewertung der ESWT sind Gebühren nach Nummer 1800 der Anlage zur Gebührenordnung für Ärzte beihilfefähig. Daneben sind keine Zuschläge beihilfefähig. 3. Hyperbare Sauerstofftherapie (Überdruckbehandlung) Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von Kohlenmonoxidvergiftung, Gasgangrän, chronischen Knocheninfektionen, Septikämien, schweren Verbrennungen, Gasembolien, peripherer Ischämie oder von Tinnitusleiden, die mit Perzeptionsstörungen des Innenohres verbunden sind. 4. Klimakammerbehandlung Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben und die Festsetzungsstelle auf Grund des Gutachtens von einer Ärztin oder einem Arzt, die oder den sie bestimmt, vor Beginn der Behandlung zugestimmt hat. 5. Lanthasol-Aerosol-Inhalationskur Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn die Aerosol-Inhalationskuren mit hochwirksamen Medikamenten, zum Beispiel Aludrin, durchgeführt werden. 6. Magnetfeldtherapie Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von atrophen Pseudarthrosen, bei Endoprothesenlockerung, idiopathischer Hüftnekrose und verzögerter Knochenbruchheilung, wenn die Magnetfeldtherapie in Verbindung mit einer sachgerechten chirurgischen Therapie durchgeführt wird, sowie bei psychiatrischen Erkrankungen. 7. Ozontherapie Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Gasinsufflationen, wenn damit arterielle Verschlusserkrankungen behandelt werden. Vor Aufnahme der Behandlung ist die Zustimmung der Festsetzungsstelle einzuholen. 8. Therapeutisches Reiten (Hippotherapie) Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei ausgeprägten cerebralen Bewegungsstörungen (Spastik) oder schwerer geistiger Behinderung, sofern die ärztlich verordnete Behandlung von Angehörigen der Gesundheits- oder Medizinalfachberufe (zum Beispiel Krankengymnastin oder Krankengymnast) mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt wird. Die Aufwendungen sind nach den Nummern 4 bis 6 der Anlage 9 beihilfefähig. 9. Thymustherapie und Behandlung mit Thymuspräparaten Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Krebsbehandlungen, wenn andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben. 658

Rechtsprechung zur Beihilfe Abrechnung IGeL-Leistungen

C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

■ Rechtsprechung zur Beihilfe Ablehnung von analogen Leistungspositionen Es ist grundsätzlich anerkannt, dass Analogleistungen nicht per se von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen sind. Ist eine Leistung nicht in dem von der BÄK geführten Verzeichnis für analoge Bewertungen aufgeführt, kann nicht gefolgert werden, dass diese Leistung nicht herangezogen werden kann. Das Verzeichnis der BÄK ist keine abschließende Regelung. Vielmehr hat die Festsetzungsstelle zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 6 Abs.2 GOÄ vorliegen. Bei einer schwerwiegenden Erkrankung, bei der eine konventionelle Behandlung keinen Erfolg hatte, hat ein Arzt eine größere Möglichkeit zur Anwendung alternativer Behandlungsmethoden. Eine Beihilfe entfällt nur, wenn die Behandlung nicht einer wissenschaftlich anerkannten Methode entspricht und über das Maß des medizinisch Notwendigen hinausgeht. Aktenzeichen: VerwG Greifswald, 25.09.2014, AZ: 6 A 77/13 Entscheidungsjahr: 2014 Beihilfe für die umweltmedizinische Erstanamnese Das Gericht führt dazu aus: Die umweltmedizinische Folgeanamnese ist als solche nicht im Gebührenverzeichnis aufgenommen. Nach § 6 Abs. 2 GOÄ können selbstständige ärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind, entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses berechnet werden. Die Frage, ob eine umweltmedizinische Folgeanamnese analog GOÄ-Ziffer 31 abgerechnet werden kann oder von GOÄ-Ziffer 3 erfasst ist, ist umstritten. Grundsätzlich ist GOÄ-Ziffer 31 – wie alle Gebührentatbestände – analogiefähig, auch wenn die wenigsten Anamneseleistungen vergleichbar sind (Brück/, Kommentar zur Gebührenordnung für Ärzte, Stand 1.6.2012, GOÄ-Ziffer 30 Rn. 2). Auf der anderen Seite wird diese Abrechnungsmethode für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) als zulässig angesehen, wenn die Anamnese länger als eine Stunde dauert (vgl. Brück, GOÄ, IGEL B.V., Rn. 1). In derartigen Fällen ernsthafter Meinungsunterschiede bei der Auslegung gebührenrechtlicher Bestimmungen sind die Aufwendung eines vom Arzt berechneten Betrages beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entspricht. Denn die Fürsorgepflicht des Dienstherrn lässt es nicht zu, Unklarheiten der Gebührenordnung zu Lasten des Beihilfeberechtigten gehen zu lassen, indem dieser vor die Wahl gestellt wird, entweder auf sein Risiko eine rechtliche Auseinandersetzung über die zweifelhafte Rechtsposition zu führen oder den an sich auf die Beihilfe entfallenden Anteil des zweifelhaften Rechnungsbetrages – nach materiellem Recht unbegründet – selbst zu tragen (BVerwG, 28.10.2004, AZ: 2 C 34/03). Dem Dienstherrn steht es zwar frei, diese Unklarheiten auszuräumen, indem er die streitige Abrechnungsmethode explizit ausschließt. Eine derartige Klarstellung ist jedoch vorliegend nicht erfolgt. Damit waren die Aufwendungen für die umweltmedizinische Folgeanamnese als angemessen anzusehen. Aktenzeichen: VG Augsburg, 18.12.2012, AZ: Au 2 K 12.610 Entscheidungsjahr: 2012 Nicht beihilfefähig: Radiale Stoßwellentherapie bei Rückenschmerzen Kosten für eine ärztliche Behandlung sind dann als Aufwendungen beihilfefähig, wenn sie dem Grunde nach notwendig und der Höhe nach angemessen sind. Dabei gilt der allgemeine Grundsatz, dass wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Heilmethoden nicht notwendig im Sinne der Beihilfevorschriften sind und damit die dafür getätigten Aufwendungen nicht erstattungsfähig sind. Die Grundsätze der Fürsorgepflicht können aber den Dienstherrn in Ausnahmefällen auch zur Erstattung der Kosten einer nicht allgemein anerkannten Behandlungsmethode verpflichten. Voraussetzung ist aber, dass eine lebensbedrohliche oder regelmäßig tödlich verlaufende Krankheit vorliegt und sich zum einen hierfür keine wissenschaftlich allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Methode für die Behandlung herausgebildet hat, zum anderen mit der gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode eine nicht ganz entfernte Aussicht auf Heilung oder spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht (vgl. BVerwG, 22.8.2007, AZ: 2 B 37/07) Aufgrund vorliegender Gutachten von Sachverständigen stand für das Gericht fest, dass die radiale Stoßwellentherapie zur Heilung oder Linderung von Rückenschmerzen derzeit noch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Behandlungsmethode ist. Auch die Ausnahmeregelungen greifen nicht: die chronischen Rückenschmerzen sind keine lebensbedrohliche Krankheit. Die Schmerzen haben kein solch gravierendes Ausmaß, dass sie von ihren

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Rechtsprechung zur Beihilfe C. Korrekt abrechnen nach GOÄ

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Auswirkungen her einer lebensbedrohlichen Krankheit gleichen und daher ohne eine Schmerztherapie ein menschenwürdiges Leben nicht möglich ist. Die Schmerzbehandlung mit radialer Stoßwellentherapie als wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Heilmethode ist nicht beihilfefähig. Nach den eingeholten medizinischen Gutachten ist die Datenlage zur Schmerztherapie durch Behandlung mit radialen extrakorporalen Stoßwellen bisher unzureichend, ein sicherer, wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis fehlt bisher. Aktenzeichen: OVG Hamburg, 27.09.2011, AZ: 1 Bf 336/07 Entscheidungsjahr: 2011 Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht beihilfefähig Gemäß § 22 Abs. 2 Nr. 2 BBhV sind Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht beihilfefähig. Das gilt nach § 22 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d) Satz 1 BBhV nicht, wenn diese Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten und mit dieser Begründung von der Ärztin oder dem Arzt ausnahmsweise verordnet werden. Gemäß § 22 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d) Satz 2 BBhV hat das Bundesministerium des Innern in Verwaltungsvorschriften die entsprechenden Arzneimittel zu bestimmen. Die Ausnahmen lehnen sich an Abschnitt F der Arzneimittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses an und sind abschließend im Anhang 4 aufgeführt. Weitere Möglichkeiten von Ausnahmen sind nicht zugelassen. Präparate wie z. B. Linola Fett N Ölbad Badezusatz, Adeps Lanae anhyd. 25,0 mit Paraffin subliquid ad 50,0 oder Artelac Advanced EDO Tränenflüssigkeit sind in Anhang 4 unstreitig nicht genannt und damit nicht beihilfefähig Aktenzeichen: VG Oldenburg, 11.05.2012, AZ: 6 A 1832/10 Entscheidungsjahr: 2012 Arzneimittel bei erheblichem Haarausfall bei Frauen beihilfefähig Die androgenetische Alopecie und der androgenetische Haarausfall stellen eine behandlungsbedürftige Krankheit dar. Bei einer Frau stellt ein totaler Haarverlust eine Behinderung (§ 33 I 1 SGB V, § 2 I SGB IX) dar (vgl. BSG, Urt. v. 23.07.2002 – B 3 KR 66/01). Erheblicher Haarausfall bei Frauen ist damit nicht nur eine kosmetische Frage oder ein Problem der Lebensqualität, sondern bedarf ärztlicher Behandlung. Aktenzeichen: OVG Sachsen, 02.07.2012, AZ: 2 A 202/10 Entscheidungsjahr: 2012 Beihilfeanspruch bei Beinverlängerung Eine junge Frau hatte sich durch einen operativen Eingriff beide Beine verlängern lassen. Die dafür aufgewandten Kosten können im Rahmen der Beihilfe nicht geltend gemacht werden, so das Bundesverwaltungsgericht: Bei einer geringen Körpergröße handelt es sich objektiv nicht um eine Krankheit; auf das subjektive Empfinden der Betroffenen kommt es nicht an. Aufwendungen für eine OP an einem gesunden Körper sind auch dann nicht notwendig im Sinne des Beihilferechts, wenn die subjektive Belastung für die Betroffene das Ausmaß einer psychischen Erkrankung angenommen haben kann. Aktenzeichen: 1. BVerwG, 30.09.2011, AZ: 2 B 66.11 2. OVG Nordrhein-Westfalen, 24.01.2011, AZ: 1 A 527/08 Entscheidungsjahr: 2011 Beihilfefähigkeit der interstitiellen Brachytherapie zur Behandlung von Prostatakrebs Aufwendungen für eine interstitielle Brachytherapie zur Behandlung eines lokalen Prostatakarzinoms sind beihilfefähig. Diese Behandlungsmethode ist allgemein anerkannt, was der Einsatz in zahlreichen Universitätskliniken belegt. Ebenso wird diese Ansicht durch die verfügbare Literatur unterstützt. Aktenzeichen: VerwG Halle, 29.05.2013, AZ: 5 A 154/12 Entscheidungsjahr: 2013 Hyperthermiebehandlung bei Mammakarzinom Die Hyperthermiebehandlung eines Mammakarzinoms erfüllt nicht die Voraussetzungen einer wissenschaftlich allgemein anerkannten Behandlungsmethode; zumindest dann, wenn sie nicht zusammen mit anderen schulmedizinischen Methoden erfolgt. Wenn daher die Therapie mit herkömmlichen Behandlungsmethoden möglich ist, sind die Aufwendungen für eine Hyperthermiebehandlung nicht beihilfefähig.

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Aktenzeichen: VG Karlsruhe, 20.10.2011, AZ: 9 K 1098/10 Entscheidungsjahr: 2011 Galvanotherapie Die Beihilfefähigkeit von Kosten für eine Galvanotherapie zur Behandlung eines metastasierenden Mammakarzinoms wird verneint, da die Methode nicht allgemein wissenschaftlich anerkannt und daher nicht medizinisch notwendig ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist bei der Prüfung der medizinischen Notwendigkeit einer Behandlung in der Regel die Beurteilung des behandelnden Arztes maßgeblich; ausgenommen davon sind jedoch wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethoden. Auch im Rahmen der Beihilfe ist die Behandlung mit einer alternativen Heilmethode nicht grundsätzlich ausgeschlossen, wenn eine ernst zu nehmende Aussicht auf Erfolg besteht. Dazu die Grundsätze des Bundesverwaltungsgerichts: eine wissenschaftlich allgemein anerkannte Methode hat sich noch nicht gebildet oder kann beim Patienten nicht angewendet werden; oder sie ist bisher ohne Erfolg eingesetzt worden. Daneben besteht die Aussicht, dass die neue Heilmethode bald wissenschaftlich anerkannt wird. Diese Voraussetzungen liegen bei einer Galvanotherapie nicht vor. Aktenzeichen: VG Regensburg, 11.04.2011, AZ: RO 8 K 11.403 Entscheidungsjahr: 2011 Beihilfe für Abmagerungsmittel Xenical Bei einer behandlungsbedürftiger Adipositas besteht ein Anspruch auf Beihilfe für das Abmagerungsmittel Xenical. Der Anspruch wäre nicht gegeben, wenn das Arzneimittel nur zur Verbesserung der Lebensqualität verschrieben wird oder dies auch bei einem medizinischen Hintergrund im Vordergrund steht. Wenn es sich aber zuvorderst um eine medizinisch notwendige und krankheitsbedingte Behandlung handelt, die nebenbei auch die Lebensqualität steigert, sind die Aufwendungen für das Arzneimittel beihilfefähig. Aktenzeichen: VerwG Potsdam, 30.09.2011, AZ: 2 K 883/08 Entscheidungsjahr: 2011 Elektromobil Ein Elektromobil – hier: Cityliner 412 – ist kein beihilfefähiges Hilfsmittel. Aktenzeichen: VGH Baden-Württemberg, 10.10.2011, AZ: 2 S 1369/11 Entscheidungsjahr: 2011 Analogabrechnung nach § 6 GOÄ und Anwendung des Schwellenwertes nach § 5 GOÄ bei beihilfeberechtigten Patienten Wenn ein Arzt eine Leistung gemäß § 6 Abs. 2 GOÄ analog abrechnen kann, ist die Höhe des Gebührensatzes innerhalb des durch § 5 Abs. 2 GOÄ gegebenen Rahmens nach billigem Ermessen vorzunehmen. Innerhalb der Regelspanne des 1 fachen bis 2,3fachen Satzes hat der Arzt die Gebühr zu bestimmen; in der Praxis orientiert sich die Mehrzahl der Fälle am 2,3 fachen Satz. Dies wird von der Rechtsprechung grundsätzlich akzeptiert; vgl. BGH, 08.11.2007, AZ: III ZR 54/07. Diese ärztlichen Leistungen sind nach der Beihilfeverordnung beihilfefähig. Wenn eine analoge Berechnung vorgenommen wird und der 2,3 fache Gebührensatz abgerechnet wird, besteht für den Arzt auch bei beihilfeberechtigten Patienten keine Begründungspflicht. Diese Verpflichtung besteht nur dann, wenn dies in der GOÄ vorgesehen ist, § 12 Abs. 3 GOÄ. Aktenzeichen: VerwGer.Hof Baden-Württemberg, 28.01.2010, AZ: 10 S 2582/08 Entscheidungsjahr: 2010 Abrechnungsprobleme bei der Beihilfe – z. B. BayBhV Nach § 7 Abs. 1 S. 1 BayBhV sind beihilfefähig Aufwendungen, wenn die dem Grunde nach medizinisch notwendig, sie der Höhe nach angemessen sind und die Beihilfefähigkeit nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Die Angemessenheit der Aufwendungen für ärztliche Leistungen beurteilt sich ausschließlich nach dem Gebührenrahmen der GOÄ. Aktenzeichen: VG Ansbach, 30.06.2010, AZ: AN 15 K 09.01745 Entscheidungsjahr: 2010 Beihilfe bei Analog – Abrechnung durch Arzt In § 6 Abs. 2 GOÄ ist die Zulässigkeit einer sog. Analog – Abrechnung aufgeführt. Analogleistungen sind von der Beihilfefähigkeit nicht grundsätzlich ausgeschlossen. 661

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Die BÄK gibt regelmäßig ein Analogverzeichnis heraus. Für Leistungen, die in diesem Verzeichnis aufgeführt sind, besteht eine Regelvermutung in der Art, dass diese angemessen im Sinne der Beihilfevorschriften sind. Eine Festsetzungsstelle hat daher die Angemessenheit idR nicht mehr gesondert zu prüfen. Wenn aber die ärztliche Leistung nicht in dem Verzeichnis der BÄK enthalten ist, hat die Festsetzungsstelle zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 6 Abs. 2 GOÄ vorliegen. Aktenzeichen: OVG Sachsen-Anhalt, 24.11.2010, AZ: 1 L 146/10 Entscheidungsjahr: 2010 Beihilfefähigkeit – Analogabrechnung eines psychiatrischen Gesprächs Wenn ein psychiatrisches Gespräch nach GOÄ-Nr. 886 analog („spezifisches psychiatrisches Gespräch, länger als 40 Minuten“) abgerechnet wird, ist es für die Beihilfestelle grundsätzlich zulässig, eine Umwandlung in die GOÄ-Nr. 806 vorzunehmen, denn die Analogbewertung ist nicht im Verzeichnis der BÄK aufgenommen. Für einen erheblichen Zeitaufwand kann dann ein erhöhter Steigerungssatz (3,5fach) angesetzt werden. Ist eine Analogabrechnung nicht im Verzeichnis der BÄK aufgenommen, ist die Beihilfestelle verpflichtet, bei der BÄK nach der Vertretbarkeit der Abrechnung nachzufragen. Eine Ablehnung der Beihilfe ohne diese Nachfrage widerspricht der Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Aktenzeichen: VG Arnsberg, 28.12.2010, AZ: 13 K 3055/09 Entscheidungsjahr: 2010 Vom Arzt nachgereichte Begründung für Überschreiten des Schwellenwertes Der Arzt kann die Begründung für das Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes (Schwellenwert) ergänzen, nachholen oder korrigieren. Dies kann auch noch im Verlaufe eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens geschehen. Für den Beihilfeanspruch ist allein maßgeblich, ob das Überschreiten des Schwellenwertes sachlich gerechtfertigt ist. An die schriftliche Begründung, die der Arzt bei dem Überschreiten des Schwellenwertes zu fertigen hat, sind keine überzogenen Anforderungen zu stellen. Es genügt in der Regel, stichwortartig das Vorliegen von Umständen, die das Überschreiten des Schwellenwertes rechtfertigen, darzustellen. Aktenzeichen: OVG Lüneburg, 12.08.2009, AZ: 5 LA 368/08 Entscheidungsjahr: 2009 Beihilfe bei einer Ayurveda – Behandlung Eine Beihilfe zu den notwendigen Aufwendungen für eine ärztliche Behandlung kann grundsätzlich nur dann beansprucht werden, wenn sie durch eine wissenschaftlich anerkannte Heilbehandlung entstanden sind. Die ayurvedische Behandlung der Klägerin, die nach dem Gutachten des Sachverständigen als Panchakarma-Therapie einzuordnen ist, kann – bezogen auf die von dem Arzt U. diagnostizierte Erkrankung „Myalgie Nacken-Schulter-Bereich, Cephalgien“ – nicht als wissenschaftlich anerkannte Heilbehandlung angesehen werden. Nach der Rechtsprechung des Senats ist es erforderlich, dass eine Heilbehandlung von den Wissenschaftlern, die in dem durch die zu behandelnde Krankheit gekennzeichneten Fachbereich tätig sind, aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse als für eine Behandlung der Krankheit wirksam angesehen wird. Diese Überzeugung muss nicht in jedem Fall in der Fachwelt uneingeschränkt und einhellig geteilt werden. Es muss jedoch eine weitgehende Zustimmung der im Fachbereich tätigen Wissenschaftler bestehen. Nicht genügend ist es danach, dass eine Heilbehandlung lediglich von einer – wenn auch gewichtigen – Minderheit für wirksam gehalten wird oder dass in einer oder gegebenenfalls sogar mehreren Studien die Wirksamkeit und Geeignetheit einer Behandlungsmethode bejaht wird, solange sich die überwiegende Mehrheit der Fachwissenschaftler dieser Auffassung nicht anschließt. Diese Anforderungen für eine wissenschaftliche Anerkennung erfüllt die Panchakarma-Therapie bezogen auf die genannten Erkrankungen der Klägerin nicht. Der Senat folgt den überzeugenden Ausführungen des Sachverständigen. Danach fehlt es in den maßgeblichen medizinischen Fachbereichen an einer Anerkennung der Wirksamkeit und Geeignetheit der Panchakarma-Therapie für Behandlungen von chronischen Schmerzsyndromen im Schulter- und Nackenbereich. Aktenzeichen: OVG Nordrhein-Westfalen, 16.04.2008, AZ: 6 A 2242/05 Entscheidungsjahr: 2008

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䉴 Keine Beihilfe für eine Kernspin-Resonanz-Therapie zur Schmerzbehandlung Eine Behandlungsmethode ist wissenschaftlich allgemein anerkannt, wenn sie von der überwiegenden Mehrheit in der medizinischen Wissenschaft, namentlich den Wissenschaftlern der betreffenden medizinischen Fachrichtung, für die Behandlung der jeweiligen Krankheit als geeignet und wirksam angesehen wird. Die Kernspin- Resonanz-Therapie ist mangels ausreichender experimenteller klinischer Studien bisher in der Orthopädie nicht als wirksames Heilverfahren zur Behandlung von Arthrosen allgemein wissenschaftlich anerkannt. Ein Anspruch auf Beihilfe ist daher abzulehnen. Aktenzeichen: VerwG Köln, 27.04.2007, AZ: 19 K 1173/06 Entscheidungsjahr: 2007 䉴 Arzneimittel bei erektiler Dysfunktion Arzneimittel, die zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion verschrieben werden können, z. B. Cialis, sind nicht beihilfefähig. Aktenzeichen: VG Ansbach, 14.12.2011, AZ: AN 15 K 11.01568 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Extrakorporale Stoßwellentherapie Zur Behandlung eines Tennisellenbogens stellt die extrakorporale Stoßwellentherapie keine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode dar. Es besteht auch keine berechtigte Erwartung auf wissenschaftliche Anerkennung. Ein Anspruch auf Beihilfe ist daher nicht gegeben. Aktenzeichen: VG Neustadt, 14.12.2011, AZ: 1 K 592/11 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Beihilfe für die umweltmedizinische Erstanamnese Das Gericht führt dazu aus: Die umweltmedizinische Folgeanamnese ist als solche nicht im Gebührenverzeichnis aufgenommen. Nach § 6 Abs. 2 GOÄ können selbstständige ärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind, entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses berechnet werden. Die Frage, ob eine umweltmedizinische Folgeanamnese analog GOÄ-Ziffer 31 abgerechnet werden kann oder von GOÄ-Ziffer 3 erfasst ist, ist umstritten. Grundsätzlich ist GOÄ-Ziffer 31 – wie alle Gebührentatbestände – analogiefähig, auch wenn die wenigsten Anamneseleistungen vergleichbar sind (Brück/, Kommentar zur Gebührenordnung für Ärzte, Stand 1.6.2012, GOÄ-Ziffer 30 Rn. 2). Auf der anderen Seite wird diese Abrechnungsmethode für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) als zulässig angesehen, wenn die Anamnese länger als eine Stunde dauert (vgl. Brück, GOÄ, IGEL B.V., Rn. 1). In derartigen Fällen ernsthafter Meinungsunterschiede bei der Auslegung gebührenrechtlicher Bestimmungen sind die Aufwendung eines vom Arzt berechneten Betrages beihilferechtlich als angemessen anzusehen, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entspricht. Denn die Fürsorgepflicht des Dienstherrn lässt es nicht zu, Unklarheiten der Gebührenordnung zu Lasten des Beihilfeberechtigten gehen zu lassen, indem dieser vor die Wahl gestellt wird, entweder auf sein Risiko eine rechtliche Auseinandersetzung über die zweifelhafte Rechtsposition zu führen oder den an sich auf die Beihilfe entfallenden Anteil des zweifelhaften Rechnungsbetrages – nach materiellem Recht unbegründet – selbst zu tragen (BVerwG, 28.10.2004, AZ: 2 C 34/03). Dem Dienstherrn steht es zwar frei, diese Unklarheiten auszuräumen, indem er die streitige Abrechnungsmethode explizit ausschließt. Eine derartige Klarstellung ist jedoch vorliegend nicht erfolgt. Damit waren die Aufwendungen für die umweltmedizinische Folgeanamnese als angemessen anzusehen. Aktenzeichen: VG Augsburg, 18.12.2012, AZ: Au 2 K 12.610 Entscheidungsjahr: 2012

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D. Listen und Gebührenordnungen zu den individuellen Gesundheitsleistungen I. Individuelle Gesundheitsleistungen nach KBV-Vorschlag Die hier folgende Liste zeigt alle Individuellen Gesundheitsleistungen nach den ersten KBV Vorschlägen von 1998 und die ergänzten 10 IGEL-Leistungen (fett) aus dem Jahre 1999. Die mit * gekennzeichneten Leistungen sind Individuelle Gesundheitsleistungen, deren Aufnahme in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Zeit noch diskutiert wird. Die IGEL-Liste nach KBV-Vorschlag Vorsorge-Untersuchungen ) Zusätzliche jährliche Gesundheitsuntersuchung („Intervall-Check“) ) Ergänzungsuntersuchungen zu den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen bis zum 14. Lebensjahr („Kinder-Intervall-Check“) ) Fachbezogene Gesundheitsuntersuchung auf Wunsch des Patienten („Facharzt-Check“) ) Umfassende ambulante Vorsorge-Untersuchung („General-Check“) ) Sonographischer Check-up der inneren Organe („Sono-Check“) ) Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße bei fehlenden anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten ) Lungenfunktionsprüfung (z. B. im Rahmen eines „General-Check“) ) Untersuchung zur Früherkennung des Prostata-Karzinoms mittels Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) und ggf. transrektaler Sonographie ) Untersuchung zur Früherkennung von Schwachsichtigkeit und Schielen im Kleinkind-und Vorschulalter * ) Glaukomfrüherkennung mittels Perimetrie, Ophthalmoskopie und/oder Tonometrie* ) Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs ) Auflichtmikroskopische Untersuchung der Haut ) Mammographie zur Früherkennung des Mammakarzinoms bei Frauen ohne relevante Risikofaktoren ) Hirnleistungs-Check („Brain Check“) Freizeit, Urlaub, Sport, Beruf ) Reisemedizinische Beratung, einschließlich Impfberatung ) Reisemedizinische Impfungen ) Sportmedizinische Beratung ) Sportmedizinische Vorsorge-Untersuchung ) Sportmedizinischer Fitness-Test ) Eignungsuntersuchungen (z. B. für Reisen, Flugtauglichkeit, Tauchsport) ) Ärztliche Berufseignungsuntersuchung Medizinisch-kosmetische Leistungen ) Medizinisch-kosmetische Beratung ) Sonnenlicht- und Hauttyp-Beratung ) Tests zur Prüfung der Verträglichkeit von Kosmetika ) Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern (Glatzenbehandlung) Medizinisch-kosmetische Leistungen ) Epilation von Haaren außer bei krankhaftem und entstellendem Haarwuchs an Händen und Gesicht ) Ästhetische Operationen (z. B. Facelifting, Nasen-, Lid- und Brustkorrektur, Fettabsaugung) ) Korrektur störender Hautveränderungen außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Beseitigung von Besenreiser-Varizen ) Entfernung von Tätowierungen ) Peeling-Behandlung zur Verbesserung des Hautreliefs ) UV-Bestrahlungen aus kosmetischen Gründen

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_23

I. Individuelle Gesundheitsleistungen nach KBV-Vorschlag D. Listen und Gebührenordnungen zu den individuellen Gesundheitsleistungen

Abrechnung IGeL-Leistungen

Umweltmedizin ) Umweltmedizinische Erst- und Folgeanamnese * ) Eingehende umweltmedizinische Beratung * ) Umweltmedizinische Wohnraumbegehung ) Umweltmedizinische Schadstoffmessungen ) Umweltmedizinisches Biomonitoring * ) Erstellung eines umweltmedizinisch begründeten Behandlungskonzeptes ) Umweltmedizinisches Gutachten Psychotherapeutische Angebote ) Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ohne med. Indikation ) Selbstbehauptungstraining ) Streßbewältigungstraining ) Entspannungsverfahren als Präventionsleistung ) Biofeedback-Behandlung ) Kunst- und Körpertherapien, auch als ergänzende Therapieverfahren ) Verhaltenstherapie bei Flugangst Alternative Heilverfahren ) Akupunktur (z. B. zur Schmerzbehandlung, Allergiebehandlung) * Ärztliche Serviceleistungen ) Ärztliche Untersuchungen und Bescheinigungen außerhalb der kassenärztlichen Pflichten auf Wunsch des Patienten (z. B. Bescheinigung für den Besuch von Kindergarten, Schule oder Sportverein oder bei Reiserücktritt) ) Untersuchung zur Überprüfung des intellektuellen und psychosozialen Leistungsniveaus (z. B. Schullaufbahnberatung auf Wunsch der Eltern) ) Diät-Beratung ohne Vorliegen einer Erkrankung ) Gruppenbehandlung bei Adipositas * ) Raucherentwöhnung ) Beratung zur Zusammenstellung und Anwendung einer Hausapotheke ) Beratung zur Selbstmedikation im Rahmen von Prävention und Lebensführung Ärztliche Serviceleistungen ) Begleitende Beratung und Betreuung bei Verordnung von Lifestyle-Arzneimitteln außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Durchführung von psychometrischen Tests auf Wunsch des Patienten ) Begutachtung zur Beurteilung der Wehrtauglichkeit auf Wunsch des Patienten Laboratoriumsdiagnostische Wunschleistungen ) Blutgruppenbestimmung auf Wunsch ) Anlassbezogener Labor-Teiltest auf Patientenwunsch (z. B. Leber- und Nierenwerte, Blutfette, Sexualhormone, Schilddrüsenfunktion, HIV-Test) ) Untersuchung auf Helicobacter-pylori-Besiedlung mittels 13C-Harnstoff-Atemtest als Primärdiagnostik* ) Zusatzdiagnostik in der Schwangerschaft auf Wunsch der Schwangeren (z. B. AFP, Toxoplasmose, Tripletest zur Abschätzung des M. Down) ) Tests zum Ausschluss von Metall-Allergien (z. B. auch Amalgam) ohne Vorliegen anamnestischer oder klinischer Hinweise Sonstige Wunschleistungen ) Kontaktlinsenanpassung und -kontrolle ohne GKV-Indikation zur Kontaktlinsen-Versorgung ) Zyklusmonitoring bei Kinderwunsch ohne Vorliegen einer Sterilität ) Zusätzliche sonographische Schwangeschaftsuntersuchung auf Wunsch der Schwangeren bei Nicht-Risiko-Schwangerschaften („Baby-Fernsehen“) ) Osteodensitometrie zur Früherkennung der Osteoporose ) Injektion eines nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähigen Arzneimittels auf Patientenwunsch (z. B. Vitamin- u. Aufbaupräparate, knorpelschützende Präparate) ) Beschneidung ohne medizinische Indikation ) Refertilisationseingriff nach vorangegangener operativer Sterilisation

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II. Die IGEL 2-Liste Abrechnung IGeL-Leistungen

D. Listen und Gebührenordnungen zu den individuellen Gesundheitsleistungen

) Andrologische Diagnostik (Spermiogramm) ohne Hinweis auf Vorliegen einer Sterilität oder nach Sterilisation ) Medizinisch nicht indizierte Abklärungsdiagnostik im Rahmen der Beweissicherung nach Drittschädigung (z. B. bei HWS-Schleudertrauma) ) IUP-Lagekontrolle mittels Ultraschall außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Künstliche Befruchtung außerhalb der GKV-Leistungspflicht Neuartige Untersuchungs- und Behandlungsverfahren ) Stoßwellentherapie bei orthopädischen Krankheitsbildern * ) Refraktive Hornhautchirurgie zur Behandlung der Kurzsichtigkeit ) Bright-Light-Therapie der saisonalen Depression ) Apparative Schlafprofilanalyse zur Diagnostik von Schlafstörungen ) Isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik und -therapie zur Rehabilitation nach Sportverletzungen und orthopädischen Operationen ) Apparative isotonische Muskulationsdiagnostik

II. Die IGEL 2-Liste Weitere individuelle Gesundheitsleistungen nach Krimmel, die er in 6 Kategorien unterscheidet: ) Von der Ärzteschaft noch nicht allgemein empfohlene Leistungen ) Leistungsrechtlich ungeklärte Leistungen, einschließlich der aus ethischen Gründen nicht auf die Privatbehandlung beschränkten Verfahren (z. B. Früherkennungs-Mammographie) ) Besondere Medizinsysteme („besondere Therapieeinrichtungen“) ) Unkonventionelle „Behandlungsverfahren, einschließlich eines Teils des vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen ausgeschlossenen Leistungen ) Vom Patienten gewünschte Leistungsdurchführung außerhalb der von der GKV-Zuständigkeit umfassten Indikationsstellung ) Medizinische Wellness-Leistungen Krimmel nennt diesen Katalog IGEL 2-Liste. In dieser Liste sind zahlreiche Leistungen aufgeführt, die in ihrer Akzeptanz von der Ärzteschaft sehr unterschiedlich bewertet werden. Es gibt energische Befürworter und Gegner für die einzelnen Methoden. 1. Von der Ärzteschaft noch nicht allgemein empfohlene Leistungen ) Prädiktive genetische Diagnostik ) Mini-Labor-Check ) Hirnleistungs-Check („brain check“) zur Früherkennung von Demenzen ) Transkranielle Magnetstimulation zur Therapie von Depressionen ) Tinnitus-Retraining-Therapie ) Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ) Niedrigdosis-Computertomographie zur Früherkennung des Bronchialkarzinoms ) Autofluoreszenz-Bronchoskopie zur Früherkennung des Bronchialkarzinoms ) Intrakavitäre Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung des Ovarialkarzinoms bei Risikopatientinnen ) HNO-ärztliche Untersuchung (einschl. Endoskopie) zur Früherkennung pharyngealer Tumoren bei Risikogruppen ) Pulsierende Signaltherapie ) Hauttitration von Allergenen zur Überprüfung des Therapieerfolges ) Spätpotential-EKG 2. Leistungsrechtlich umstrittene Leistungen ) Mammographie zur Früherkennung des Mammakarzinoms ) Homöopathisch-diagnostische Fall- und Folgeanalyse ) Troponin T-Test im Rahmen der Herzinfarkt-Diagnostik ) Neugeborenen-Hörscreening mittels otoakustischer Emissionen ) Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung ) Auflichtmikroskopische Untersuchung der Haut zur Früherkennung des malignen Melanoms ) Behandlung der erektilen Dysfunktion

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II. Die IGEL 2-Liste D. Listen und Gebührenordnungen zu den individuellen Gesundheitsleistungen

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) Hyperbare Sauerstofftherapie ) Präemptive Analgesie ) Neuraltherapie 3. Besondere Medizinsystem ) Anthroposophische Medizin ) Ayurvedische Medizin ) Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) 4. Unkonventionelle Behandlungsverfahren ) Mikrobiologische Therapie („Symbioselenkung“) ) Eigenblutbehandlung ) Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne ) Hämatogene Oxydationstherapie (HOT) ) Colon-Hydrotherapie 5. Vom Patienten gewünschte Leistungsdurchführung außerhalb der von der GKV-Zuständigkeit umfassten Indikationsstellung ) Erbringung unwirtschaftlicher Leistungen auf Patientenwunsch (z. B. Kernspintomographie des Schädels als Basisdiagnostik bei Kopfschmerzen) ) Hausbesuch auf Patientenwunsch ohne medizinische Indikation ) Unwirtschaftliche Abklärungs- und Ausschlussdiagnostik („Defensivmedizin“) 6. Medizinische Wellness-Leistungen, z. B. ) Massagetherapie auf Folienwasserbett („Hydrojet“) ) Massage ohne medizinische Indikation („Wellness-Massage“) ) Apparative Lymphdrainage ohne medizinische Indikation

Kommentierte Abrechnungsbeispiele zum IGeL im Internet Im Internet unter www.arztundabrechnung.de können Sie ein Abonnement für alle stets aktuell kommentierten Gebührenordnungen und zusätzliche Abrechnungsbeispiele zu IGeL-Leistungen und Alternativer Medizin von den Autoren der Abrechnungskommentare im ElsevierVerlag abschließen.

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E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z I. Allgemeine und fachübergreifende Leistungen 1. Spezielle Anamnesen – Körperliche und psychiatrische Untersuchungen Übersicht von A – Z Die nachfolgend aufgelisteten Leistungen sind die Grundlage für ggf. weitere zusätzliche apparative Untersuchungen (EKG, BelastungsEKG, Sono, Lungenfunktion, Röntgen, CT, NMW, Doppler, EEG, ENG, EMG) oder für die Behandlung. Wichtig: Zur Ausstellung vieler Bescheinigungen sind vorher entsprechende körperliche Untersuchungen erforderlich.

■ Spezielle Anamnesen u.a. im analogen Ansatz Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 30 Erhebung der homöopathischen Erstanamnese – mind. 1 Stunde nach biographischen und homöopathisch-individuellen Gesichtspunkten mit schriftlicher Aufzeichnung zur Einleitung einer homöopathischen Behandlung 30 Analog ansetzbar für: analog Erhebung der Erstanamnese vor Akupunktur 1. Erhebung der Erstanamnese unter anthroposophischen Gesichtspunkten 2. Erhebung der Erstanamnese vor ayurvedischer Therapie 3. Erhebung der Erstanamnese vor naturheilkundliche Therapie 31 Homöopathische Folgeanamnese – mind. 30 Minuten unter laufender Behandlung nach den Regeln der Einzelmittelhomöopathie zur Beurteilung des Verlaufs und Feststellung des weiteren Vorgehens – einschließlich schriftlicher Aufzeichnungen – 31 Analog ansetzbar für: analog 1. Folgeanamnese bei Akupunktur 2. Folgeanamnese bei anthroposophischer Therapie 3. Folgeanamnese bei ayurvedischer Therapie 4. Folgeanamnese bei naturheilkundlicher Therapie

2,3fach A 120,65

120,65

60,33

60,33

■ Untersuchungen – Abrechnung GOÄ-Nr. Kurzlegende 5 Symptombezogene Untersuchung

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73

Spezielle Untersuchungen 6 7 7 8 6 7 7 6

Augen Bauchorgane Brustorgane Ganzkörperstatus Gefäßstatus Genitaltrakt – weiblicher Haut HNO-Bereich

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_24

5,83 9,33 9,33 15,15 5,83 9,33 9,33 5,83

13,41 21,45 21,45 34,86 13,41 21,45 21,45 13,41

1.1. Früherkennung und Vorsorge E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ-Nr. Kurzlegende 32 Jugendarbeitsschutzuntersuchung (ggf. erforderliche weiterführende Diagnostik) 32 Berufseignungsuntersuchung auf Patientenwunsch (ggf. erforanalog derliche weiterführende Diagnostik) 11 Mastdarm und/oder Prostata – Digitaluntersuchung 800 Neurologische Untersuchung 6 Nieren und harnableitende Wege, bei Männern zusätzl. Untersuchung Prostata, Prüfung Bruchpforten, Hoden und Nebenhoden 801 Psychiatrische Untersuchung 6 stomatognathes System 7 Stütz- und Bewegungsorgane 100 Untersuchung eines Toten - Ausstellung des Leichenscheines

1fach A 2,3fach A 23,32 53,62 23,31

53,62

3,50 11,37 5,83

8,04 26,14 13,41

14,57 5,83 9,33 14,57

33,52 13,41 21,45 33,52

■ 1.1. Früherkennung und Vorsorge Zahlreiche weitere Untersuchungen gibt es im Bereich der Früherkennung und Vorsorge. Für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr ist der analoge Ansatz der GOÄ Nr. 26 zu wählen. Abrechnung 1fach A 2,3fach A 17,49 40,22 11,66 26,81 11,66 26,81 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33 26,23 60,33

GOÄ-Nr. 23 24 25 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26

Kurzlegende Erste Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf Neugeborenen-Erstuntersuchung U2-Vorsorgeuntersuchung 3. – 10. Tag U3-Vorsorgeuntersuchung 4. – 6. Lebenswoche U4-Vorsorgeuntersuchung 3. – 4. Lebensmonat U5-Vorsorgeuntersuchung 6. – 7. Lebensmonat U6-Vorsorgeuntersuchung 10. – 12. Lebensmonat U7-Vorsorgeuntersuchung 21. – 24. Lebensmonat U7A-Vorsorgeuntersuchung 3. Lebensjahr U8-Vorsorgeuntersuchung 43. – 48. Lebensmonat U9-Vorsorgeuntersuchung 60. – 64. Lebensmonat U10-Vorsorgeuntersuchung 7. – 8. Lebensjahr U11-Vorsorgeuntersuchung 9. – 10. Lebensjahr

26 26 analog

J1-Vorsorgeuntersuchung 13. – 14. Lebensjahr J2-Vorsorgeuntersuchung 16. – 18. Lebensjahr – analog

26,23 26,23

60,33 60,33

27 28 29

Krebsvorsorge bei einer Frau Krebsvorsorge bei einem Mann Gesundheitsuntersuchung eines Erwachsenen

18,65 16,32 25,65

42,90 37,54 58,99

Neben den Nrn. 23–29 können die Nrn. 1–8 nicht abgerechnet werden.

670

2. Beratungen und Erörterungen – 2.1. Beratungen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ 2. Beratungen und Erörterungen Bei fast allen ärztlichen Leistungen zur Diagnostik und Therapie wie auch bei IGEL-Leistungen sind Beratungen und Untersuchungen – vorher oder nachher – erforderlich. In der Regel werden erst danach weitere Leistungen zur Diagnostik und/oder Therapie eingesetzt, die teilweise im Rahmen gestatteter kurativer Behandlung zu Lasten der GKV oder PKV erbracht und abgerechnet werden können, aber natürlich auch gemäß einer Vereinbarung mit dem Patienten als IGEL-Leistung. Im Beratungsbereich stehen eine einfache Beratung (GOÄ Nr. 1), eine ausführliche Beratung, mind. 10 Min. (GOÄ Nr. 3) und eine Erörterung, mind. 20 Min. (GOÄ Nr. 34) zur Verfügung und werden auch in unseren Abrechnungshinweisen immer wieder nebeneinander angegeben. Welche der Leistungen anzusetzen ist, muss der beratende Arzt entscheiden! Die nachfolgend beispielhaft aufgelisteten Beratungsleistungen sind ggf. um zusätzliche körperliche und apparative Untersuchungen zu erweitern – mit Ausnahme der GOÄ Nr. 3, die nur alleine oder neben den GOÄ Nrn. 5–8, 800 oder 801 im Rahmen desselben Arzt- und Patientenkontaktes angesetzt werden darf: Nr. 3 nie neben Sonderleistungen!

2.1. Beratungen Beratungen, die z. B. abhängig von der Beratungsintensität und Dauer nach den GOÄ Nrn. 1 oder 3 abgerechnet werden können: ) Beratung vor einer Anti-Aging-Behandlung ) Beratung vor einer gewünschten Arzneimittel-Behandlung, z. B. „Life-Style“-Medikation zur Potenzförderung, zur Gewichtsreduktion, gegen androgenetischen Haarausfall, Laxantien, Medikamente zur Stressprophylaxe ) Ernährungs-/Diätberatung ) Beratung zur Zusammenstellung und Anwendung einer Haus- oder Reiseapotheke ) Spezielle Impfberatung (Impfungen außerhalb der GKV) ) Beratung vor kosmetischen Behandlungen oder Eingriffen ) Beratung im Zusammenhang mit der Veranlassung von Laboruntersuchungen auf Wunsch des Patienten – z. B. PSA Bestimmung ) Medizinisch-kosmetische Beratung ) Reisemedizinische Beratung ) Sonnenlicht- und Hauttypberatung ) Sportmedizinische Beratung ) Umweltmedizinisch orientierende Beratung, z. B. bezogen auf berufliche oder private Kontakte mit umweltschädlichen Stoffen ) Beratung zur Ausweitung von Vorsorgeuntersuchungen Abrechnung GOÄ Nr. 1 3 21 22 817

Kurzlegende Beratung Eingehende Beratung (10 Min.) nicht neben Sonderleistungen Humangenetische Beratung Beratung einer Schwangeren im Konfliktfall Eingehende psychiatrische Beratung einer Bezugsperson psychisch gestörter Kinder oder Jugendlicher

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 20,98 48,26 17,49 40,22 10,49 24,13

Kommentar: Nach Brück betrifft der Ausschluss aller Sonderleistungen – ausgenommen GOÄ Nrn. 5, 6, 7 und 8 – neben GOÄ Nr. 3 nicht die GOÄ Nrn. 70 und 75, da deren Leistung zu einem Zeitpunkt erfüllt wird, der nicht im zeitlichen Zusammenhang mit der Leistungserbringung nach GOÄ Nr. 3 steht.

671

2.2. Erörterungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnung Auf einen Blick: Beratungen rund um die Uhr GOÄ Nr. Kurzlegende Beratung – auch telefonisch 1+A1) außerhalb der Sprechstunde 1+B+D telefonische am Samstag 20.30 Uhr 1+B+D nachts 20–22 Uhr, 6–8 Uhr am Wochenende oder Feiertag 1+B in der Nacht 20–22 Uhr, 6–8 Uhr: 1+C in tiefer Nacht 22–6 Uhr 1+C+D in tiefer Nacht 22–6 Uhr am Wochenende o. Feiertag 1+D tagsüber am Wochenende

1fach A

1-/2,3fach A1)

4,66 + 4,08 10,73 + 4,08 4,66 + 10,49 + 12,82 10,73 + 10,49 + 12,82 4,66 + 10,49 + 12,82 10,73 +10,49 + 12,82 4,66 + 10,49 4,66 + 18,65 4,66 + 18,65+ 12,82

10,73 + 10,49 10,73 + 18,65 10,73 + 18,65 + 12,82

4,66 + 12,82

10,93 + 12,82

Eingehende Beratungen – auch telefonisch2) 3+A außerhalb der Sprechstunde 3+B+D am Samstag 20.30 3+B 3+B+D 3+C 3+C+D 3+D

8,74 + 4,08 20,11 + 4,08 8,74 + 10,49 + 12,82 20,11 + 10,49 + 12,82 in der Nacht 20–22 Uhr, 6–8 Uhr 8,74 + 10,49 20,11 + 10,49 nachts 20–22 Uhr, 6–8 Uhr am Wochen- 8,74 + 10,49 + 12,82 20,11 + 10,49 + ende oder Feiertag 12,82 in tiefer Nacht 22- 6 Uhr 8,74 + 18,65 20,11 + 18,65 in tiefer Nacht 22–6 Uhr am Wochenen- 8,74 + 18,65 + 12,82 20,11 + 18,65 + 12,82 de o. Feiertag am Wochenende 8,74 + 12,82 20,11 + 12,82

Beratungen in regelmäßiger Samstagssprechstunde 1+ 1/2 D Beratung in regelmäßiger Samstags4,66 + 6,41 sprechstunde 3+ 1/2 D Eingehende Beratung in regelmäßiger 8,74 + 6,41 Samstagsprechstunde

10,73 + 6,41 20,11 + 6,41

1

) Alle Zuschläge (A, B, C, D) dürfen nach GOÄ nur mit dem 1-fachen Satz berechnet werden ) Nr. 3 nicht neben Sonderleistungen

2

2.2. Erörterungen Erörterungen, die z. B. nach GOÄ Nr. 34 (analog) abgerechnet werden können: ) Erörterung einer Anti-Aging-Behandlung, z. B. Risiken einer Hormontherapie ) Erörterung einer gewünschten Arzneimittel-Behandlung, z. B. „Life-Style Medikamente“ zur Potenzförderung, zur Gewichtsreduktion, gegen Glatzenbildung ) Erörterung einer gesunden Ernährung/Diät ) Adipositasberatung (Auswirkung auf die Lebensführung) ) Ausgedehnte Beratung zur Zusammenstellung und Anwendung einer Haus- oder Reiseapotheke ) Begleitende Beratung und Betreuung bei Verordnung von Lifestyle-Arzneimitteln außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Erörterung vor kosmetischen Behandlungen oder Eingriffen ) Erörterung der Ergebnisse im Zusammenhang mit der Veranlassung von Laboruntersuchungen auf Wunsch des Patienten – Laborleistungen s. Seite 229. ) Raucherentwöhnung ) Second Opinion: Erörterung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, z. B. Operationen, Bestrahlungen, S. Seite 102

672

3. Second Opinion Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Erörterung von Selbstmedikation im Rahmen von Prävention und Lebensführung ) Erörterung über sportliche Betätigungen ) Umweltmedizinisch orientierende Erörterung z. B. bezogen auf berufliche oder private Kontakte mit umweltschädlichen Stoffen. ) Beratung zur Selbstmedikation im Rahmen von Prävention und Lebensführung Erörterungen sind in vielen Fällen vor und nach einer Diagnostik und/oder Behandlung erforderlich. GOÄ Nr. Kurzlegende 34 Erörterung, mind. 20 Min. – häufig als analoger Ansatz entsprechend § 6 (2) GOÄ

1fach A 2,3fach A 17,49 40,22

■ 3. Second Opinion In den USA ist es – wenn die eigenen Finanzen es zulassen – üblich, bei lebensverändernden Diagnosen oder vor großen Operationen eine zweite ärztliche Meinung – Second Opinion – einzuholen. In Österreich und der Schweiz werden die Krankenversicherten angehalten, bei bestimmten Erkrankungen eine Second Opinion einzuholen. In der Schweiz erhält der Versicherte dafür sogar einen Rabatt. Bei einer Second Opinion geht es dem Patienten darum, eine gestellte Diagnose und/oder eine vorgeschlagene Therapie zu hinterfragen und neu mit einem anderen Mediziner zu diskutieren. Dabei wird – da in der Regel die erhobenen Befunde mitgebracht werden können – nur in wenigen Fällen eine neue oder weiterführende Diagnostik notwendig sein. Auch in der Bundesrepublik nehmen in diesem Kontext Nachfrage und Angebot zu. Im Internet www.tumorbio.uni-freiburg.de/03 beraten/03 01.html bietet die Klinik für Tumorbiologie in Freiburg „Second Opinion – die zweite Meinung über die Erkrankung und deren Therapiemöglichkeiten.“ an. Die Klinik informiert: ... „Mit dem Angebot „Second Opinion“ wollen wir die Kompetenz der Patienten im Umgang mit der eigenen Erkrankungssituation stärken... Die Second Opinion ist für Patienten gedacht, die sich eingehend mit ihrer eigenen Erkrankungssituation auseinandersetzen möchten, eine Informations- und Orientierungshilfe suchen und neben einer fachonkologischen Begutachtung auch zu einem ganzheitlich ausgerichteten Strategieplan beraten werden wollen. Anhand der vorhandenen Krankheitsunterlagen (Befundberichte, Röntgenbilder, Kernspin/CT-Aufnahmen, u. a.) und einer aktuellen klinischen Untersuchung erfolgt eine Bewertung der Erkrankungs- und Behandlungssituation sowie die Ableitung von Empfehlungen des weiteren Vorgehens. Durch die Einbindung weiterer Fachberater aus den Bereichen Psycho-onkologie, Ernährung, Unkonventionelle Therapien, Physiotherapie und Pflege werden die wichtigsten Aspekte im Zusammenhang mit der Tumorerkrankung erörtert. Ziel der Beratung ist die Stärkung der Patientenkompetenz durch: ) Unterstützung im Entscheidungsprozess bei komplexen Fragen der Diagnostik und Behandlung, ) eine Orientierungshilfe angesichts der Informationsfülle, die sich durch die bis dahin erfolgten Beratungen, Berichte ergeben und aus weiteren Quellen (Bücher, Fernsehen, Internet, u. a.) gewonnen wurden, ) psychosoziale Beratung zur Krankheitsverarbeitung und Bewältigung, ) eine Stärkung des Selbsthilfepotentials...“ AOK Duo – Die ärztliche Zweitmeinung Für AOK-Versicherte bietet die AOK- Bremen/Bremerhaven unter http://www.aok.de/bremen/aokduo-die-aerztliche-zweitmeinung-160246.php einen Dienst an. Die AOK informiert: ... „Versicherte können bei schweren Erkrankungen kostenlos eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Die AOK kümmert sich um alles. Tagtäglich erfahren Menschen, dass sie schwer krank sind: „Sie haben Krebs“ oder „Wir müssen Sie am Herzen operieren“ müssen sie von ihrem Arzt hören. Doch wie können sie mit dieser schockierenden Diagnose umgehen – was können sie jetzt tun? Die AOK Bremen/Bremerhaven bietet ihren Versicherten seit 2010 die Möglichkeit, sich eine zweite ärztliche Meinung von einem ausgewiesenen Experten zu holen. Das soll den Patienten helfen, die Krankheit zu akzeptieren, damit besser umzugehen und die weitere Behandlung zu planen.

673

3. Second Opinion E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Im Mittelpunkt: das persönliche Gespräch Derzeit bieten 17 Ärztinnen und Ärzte aus Bremen und Bremerhaven ihr Fachwissen im Rahmen von „AOK Duo: Die ärztliche Zweitmeinung“ an. Die meisten von ihnen sind als erfahrene Chefärzte, leitende Oberärzte oder niedergelassene Mediziner tätig. Das persönliche Gespräch steht im Mittelpunkt von AOK Duo: Der Spezialist soll den Patienten hier noch einmal die medizinischen Zusammenhänge erläutern, Fragen beantworten und sich Zeit für die Versicherten nehmen – es sollen keine Fragen offen bleiben. Das gilt selbstverständlich auch bei der Erkrankung von Kindern. Das wiederum gibt Patienten und Angehörigen Sicherheit und Vertrauen in die ärztlichen Maßnahmen. Auf Wunsch des Patienten bespricht der Spezialist die weitere Therapie auch mit dem behandelnden Arzt. Vermittlung von kurzfristigen Terminen Die AOK Bremen/Bremerhaven vermittelt im Rahmen von „AOK Duo: Die ärztliche Zweitmeinung“ bei folgenden lebensverändernden Diagnosen kurzfristig Termine bei den Experten: ) Angeborene Fehlbildung bei Kindern ) Schwere Herz-Kreislauferkrankungen mit OP-Indikation ) Krebserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen ) Asthma bronchiale bei Kindern ) Schwere Nierenerkrankungen bei notwendiger Dialyse ) Bandscheibenerkrankungen mit OP-Indikation ) Gehirntumore Mit der Zweitmeinung soll die Arbeit des erstbehandelnden Arztes ausdrücklich nicht geschmälert werden, die Ursprungsbefunde sind vielmehr Grundlage der ärztlichen Zweitmeinung. Eine langwierige Suche der Patienten nach einem auf diese Krankheit spezialisierten Mediziner entfällt, ebenso wie das Problem, bei diesem Arzt einen zeitnahen Termin zu bekommen. Mit AOK Duo erhalten die AOK-Versicherten einen Termin in der Regel innerhalb von acht Tagen...“ Recht auf Zweitmeinung lautet der Name eines Portals der Techniker Krankenkasse (TK) http://www.tk.de/tk/behandlungen/ zweitmeinung/recht-auf-zweitmeinung/213558. Die Kasse informiert: ... „Jeder Versicherte hat das Recht, bei Zweifeln an der vorgeschlagenen Therapie einen anderen Arzt aufzusuchen, um sich eine zweite Meinung einzuholen. Dies ist besonders sinnvoll etwa bei schwerwiegenden Krankheiten, langfristigen Behandlungen oder auch bei planbaren operativen Eingriffen. Hier hilft eine zweite ärztliche Meinung dem Patienten, die Chancen und Risiken der vorgeschlagenen Therapie besser einzuschätzen. Bei Operationen können beispielsweise Nerven und Gefäße geschädigt werden oder Narben und Verwachsungen auftreten. Bei einer medikamentösen Therapie können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, bei einer manuellen Therapie sind Verletzungen möglich. Um die Entscheidung für eine Therapie zu überprüfen, muss nicht das gesamte diagnostische Verfahren von vorne beginnen. Der Patient hat das Recht, seine gesamten medizinischen Unterlagen wie etwa Untersuchungsbefunde oder Röntgenbilder einzusehen. Die Praxis kann gegen eine Gebühr gegebenenfalls Kopien zur Verfügung stellen. Darüber hinaus haben TK-Versicherte die Möglichkeit, sich bei Zweifeln oder Fragen zur Therapie ihres behandelnden Arztes an das TK-Zweitmeinungs-Telefon zu wenden. ...“ 䉴 Vorsicht Operation (http://www.vorsicht-operation.de/) und Medexo (https://www.medexo.com/) sind Portale zur Erlangung von Zweitmeinungen. Vorsicht Operation ist ein Service der Medexo GmbH – Medizinische Experten Online. Medexo schreibt u. a. über sich: ... „Der Name Medexo steht für Medizinische Experten Online. Medexo bietet Ihnen als Patienten die Möglichkeit, eine medizinische Zweitmeinung von führenden und unabhängigen Spezialisten über das Internet einzuholen. Speziell für diesen Zweck entwickelte Fragebögen, sowie ein einzigartiges Programm zur Übertragung von medizinischen Unterlagen, ermöglichen die Erfassung der für die Zweitmeinung erforderlichen Informationen. Für jede Disziplin steht ein Ärztebeirat zur Verfügung. Dieser Beirat an renommierten aktiven und inaktiven Spezialisten des jeweiligen Fachbereiches organisiert und kontrolliert die Prüfung unserer teilnehmenden Experten.

674

3. Second Opinion Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Medexo ist eine Weiterentwicklung des aus der Presse bekannten Portals „Vorsicht!Operation“. Zusammen mit den Spezialisten, die für die Zweitmeinungen zur Verfügung stehen, wird Medexo von einem Team aus Medizinern und Internetexperten betreut und ständig auf dem neuesten Stand der Wissenschaft gehalten. Unser Ziel ist es, Ihnen in naher Zukunft Zweitmeinungen für alle medizinischen Fachgebiete anbieten zu können...“ Wer also zu einem Thema fündig werden will, muss die entsprechenden Fachgesellschaften absurfen. Der niedergelassene Allgemeinmediziner/Facharzt in der Nähe des Patienten wird auf Dauer die besten Chancen haben, ein gefragter Berater für die „Zweite Meinung“ zu sein, wenn er Kollegen der entsprechenden Fachgebiete aus Klinik und Praxis mit einbezieht und sich ein Berater-Team bildet. Ohne gute Kontakte zu einem oder mehreren routinierten leitenden Klinikern eines großen Krankenhauses wird die Second Opinion nie hochqualifiziert sein können. Jede größere Operation, Strahlentherapie oder Zytostatika-Therapie bringt für Patienten in unterschiedlicher Weise „Angst“ mit sich, die dadurch etwas gemildert werden kann, dass ein 2. med. Experte berät. Besonders angenehm wird es der Patient empfinden, wenn sich beide Behandlungsvorschläge decken, d. h. wenn der 2. Experte eine ähnliche Meinung vertritt wie der Arzt, der die primäre Diagnose gestellt hat. Die Frage der Abrechnung einer Second Opionin ist einfach zu beantworten: 1. Kommt der Patient persönlich zum beratenden Arzt, sind die entsprechenden Beratungs- und ggf. Untersuchungsziffern der GOÄ ansetzbar. 2. Wird ohne persönlichen Kontakt und nur über den telefonischen Weg eine Beratung gewünscht, so ist diese nach den bekannten GOÄ-Beratungsziffern abrechenbar. In der Regel erhält der Arzt aber bestehende Befunde zugeschickt und äußert sich schriftlich dazu (Erstellung eines Gutachtens nach Aktenlage = GOÄ Nr. 85). Ist das Beratungsgutachten sehr umfangreich, kann der Arzt einen höheren Multiplikator wählen. Wir raten dringend, von dem Patienten zur Vermeidung etwaiger Auseinandersetzungen über Art der Erstellung und der Rechnungslegung eine schriftliche Erklärung, z. B. nachfolgenden Inhaltes unterschreiben zu lassen: Einverständniserklärung: Name des Patienten Name, Arztstempel Ich, .........................................., wünsche von ........................................ eine Zweitmeinung (Second Opinion) zu Therapie und/oder Diagnostik folgender Erkrankung: ........................................................................................................................................................ Ich bin damit einverstanden, dass diese Zweitmeinung auf der Basis der von mir zur Verfügung gestellten schriftlichen Befunde und gegebenenfalls weiterer schriftlicher Unterlagen schriftlich erstellt und mir übermittelt wird. Ein unmittelbarer persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt findet nicht statt. Die Rechnung erfolgt nach den Bestimmungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ........................................... (Ort/Datum)

................................................................. (Unterschrift)

Wichtig: Ist der Patient bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert und nimmt der die Second Opinion erbringende Arzt an der vertragsärztlichen Versorgung teil, bitte unbedingt auch an die schriftliche Zustimmung zur Privatvergütung nach den Bestimmungen des Bundesmantelvertrages denken!

675

4. Schulungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnung nach Befunden GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind.10 Min.) -nicht neben Sonderleistungen 34 Erörterung, mind. 20 Min. 60 Konsil zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt 75 Ausführlicher Krankheits- und Befundbericht 80 Schriftliches Gutachten 85 Gutachten, erhöhter Aufwand 95 Schreibgebühr/Seite (x n) 96 Kopiergebühr, je Kopie (x n)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 17,49 6,99

40,22 16,09

7,58 17,49 29,14 3,50 (x n) 0,18 (x n)

17,43 40,22 67,02 – –

Portokosten nach angefallenen Kosten, s. GOÄ § 10, berechnen. Für die Nachbefundung, von z. B. Röntgen- oder Sonographiebildern, stehen nur die Beratungsgebühren GOÄ Nrn. 1 oder 3 zur Verfügung. Um als niedergelassener Arzt sinnvolle Second Opinion leisten zu können, ist ein (guter) Kontakt mit den entsprechenden klinischen Abteilungen nicht nur wertvoll, sondern unserer Meinung nach dringend erforderlich. ■ Rechtsprechung 䉴 GOÄ Nr. 34 – Überschreiten des Schwellenwertes (2,3fach) nur möglich, wenn Besonderheiten vorliegen Bei der Abrechnung ist ein Überschreiten des Schwellenwertes (2,3 fach) nur möglich, wenn Besonderheiten vorliegen, die speziell bei der Behandlung des Patienten aufgetreten sind. Die Begründung des Arztes muss dann das Vorliegen solcher Umstände deutlich machen. Eine bei Nr. 34 abgegebene Begründung: „OP. – Aufklärung“ ist dafür nicht ausreichend, da sie zu pauschal ist. Aktenzeichen: VerwG Stuttgart, 28.10.2013, AZ: 12 K 63/13 Entscheidungsjahr: 2013

■ 4. Schulungen Dem Wunsch der Patienten, bei chronischen Erkrankungen mehr über die eigene Krankheit zu wissen, sollte der Arzt entgegen kommen, denn „mehr Wissen“ verbessert die Compliance. Außerdem wird der Patient sinnvoll in die Therapie mit eingebunden. Bei den Leistungen nach Nrn. 33 und A 36 handelt es sich um Schulungen, die individuell auf den einzelnen Patienten ausgerichtet sind. In den Erläuterungen zur originären Nr. 33 – Diabetikerschulung – schreiben Lang, Schäfer, Stiel und Vogt in ihrem GOÄ-Kommentar zum Inhalt der Leistung: „... Erkennen von Krankheitskomplikationen, Anleitung zum regelmäßigen Überprüfen der Blut- und Harnzuckerwerte, Hinweis zum Einsatz und zur Dosierung von Therapeutika – insbesondere bei Insulin-Selbstmedikation – Anleitung zum Diät- und Ernährungsverhalten...“ Diese Bedingungen lassen sich auf zahlreiche chron. Erkrankungen übertragen und bilden damit die Möglichkeit des analogen Ansatzes der Leistungen nach Nrn. 33 oder A 36 (Empfehlung der Bundesärztekammer). GOÄ Nr. Kurzlegende 33 Schulung einer Einzelperson, mind. 20 Min. bei – für Diabetes – Gestationsdiabetes – Z. n. Pankreatektomie A 36 Schulung einer Einzelperson, mind. 20 Min. bei – Asthma bronchiale – Hypertonie – analog GOÄ Nr. 33

676

1fach A 2,3fach A 17,49 40,22

17,49

40,22

5. Bescheinigungen – Atteste – Gutachten Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Die Nr. 33 kann nach Meinung der BÄK auch für evaluierte Schulungsprogramme bei ) Chron. rheumat. Erkrankungen ) Osteoporose ) Fibromyalgie-Syndrom ) Chron. Antikoagulanzien-Therapie analog angesetzt werden – s. GOÄ § 6 (2). Weitere sinnvolle Schulungsindikationen finden Sie in unserer nachfolgenden Auflistung. Nach GOÄ Nr. 33 GOÄ wären auch berechenbar Schulungen des Betroffenen oder seiner nächsten Angehörigen, wie: ) Feldenkrais-Methode – Körperschulung durch Verbesserung der Wahrnehmung ) Ernährungsschulung – Fettstoffwechselstörungen ) Schulung bei Epilepsie ) Stoffwechselerkrankung bei Kindern ) Raucherentwöhnung ) Alkoholentwöhnung ) Bewegungsschulungen ) Verhaltensschulung ) Schulung bei schweren chronischen Krankheiten, z. B. Malignom, M. Parkinson Abrechnungstipp: Bei einer Schulung von z. B. 45 Minuten raten die Autoren Lang, Schäfer, Stiel und Vogt in ihrem GOÄ-Kommentar mit einem höheren Gebührensatz über dem Schwellenwert abzurechnen!

■ 5. Bescheinigungen – Atteste – Gutachten Manche Patienten bitten um eine Flut von Bescheinigungen für sich oder Dritte. Dieser Heißhunger auf Geschriebenes ist nur dadurch einzudämmen, dass solche Bescheinigungen liquidiert werden. Dabei ist es selbstverständlich, dass ein Hausarzt bei einer sozial schwachen Familie, z. B. für eine Schulbescheinigung, wenig (1facher Satz) oder nichts berechnen wird. Für häufig gewünschte Bescheinigungen ist es ratsam, eigene Formblätter im Computer zu gestalten. Dies spart im Praxisalltag Zeit. Kurzlegende

GOÄ-Nr.

Aufnahmeanträge - Altersheim, Kindergarten (ggf. + Untersuchung, für Kindergarten ggf. mit Tine-Test)

75

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Attest für Einreisebehörden z. B. USA über erforderliche im Gepäck mit geführte med.techn. Geräte und/oder Medikamente (z. B. Spritzen, Pen, Insuline) – je nach Aufwand

1fach A 2,3fach A 7,58

17,43

70

2,33

5,36

70 75

2,33 7,58

5,36 17,43

Bescheinigung, kurze ärztliche z. B. für Schule, Kindergarten, Sportverein

70

2,33

5,36

Behandlungsplan bei tumorkranken Patienten - Chemotherapie und/oder Nachsorge,

78

10,49

24,13

Diätplan, individueller schriftlich – bei langfristigen detaillierten Plänen erscheint ein höherer Steigerungssatz angemessen. Begründung: Erheblicher, das normale Maß übersteigender Aufwand, da langfristiger Diätplan

76

4,08

9,38

Flugtauglichkeitsbescheinigung je nach Aufwand (ggf. + Untersuchung)

70 75

2,33 7,58

5,36 17,43

Gesundheitszeugnis z. B. für Visum

75

7,58

17,43

Impfbefreiungszeugnis z. B. bei Gelbfieberimpfung

75

7,58

17,43

Kindergartenbescheinigung - Kindergartenunfähigkeit, Wiedergenesung

70

2,33

5,36

677

5. Bescheinigungen – Atteste – Gutachten E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ-Nr. 1fach A 2,3fach A

Kurzlegende Krankheits- und Befundbereicht, schriftlicher – die vom Patienten oft gewünschte Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse wird von den PKV-Kassen nicht gezahlt. Der Patient sollte darauf hingewiesen werden!

75

7,58

17,43

Reisefähigkeitsbescheinigung (ggf. + Untersuchung)

70

2,33

5,36

Reiserücktrittsversicherung, Bescheinigung (ggf. + Untersuchung)

75

7,58

17,43

Schulbescheinigung z. B. über Schulunfähigkeit, Sportunfähigkeit

70

2,33

5,36

Segel- oder Motorführerschein-Tauglichkeit - Bescheinigung nach Krankenakte ohne neue Untersuchungen

70

2,33

5,36

Sporttauglichkeitsbescheinigung für die Schule (ggf. + Untersuchung)

70

2,33

5,36

Sportverein-Bescheinigung (ggf. + Untersuchung)

70

2,33

5,36

Schreibgebühr je angefangene DIN A Seite – nur bei Nrn. 80, 85, 90

95

3,50

Kopiergebühr, je Kopie

96

0,18

Anfallende Portokosten nach GOÄ § 10 berechnen! Die vorhergehenden aufgelisteten Leistungen sind ggf. um zusätzliche Beratungen und erforderliche Untersuchungen zu erweitern. Abrechnung von ärztlichen Stellungnahmen im Rahmen von Versicherungsverträgen Bei ärztlichen Stellungnahmen im Rahmen von Versicherungsverträgen (z. B. LebensversicherungsBegutachtung) hat sich die Praxis der „freien Honorarvereinbarung“ eingebürgert und auch bewährt. Hier wird z. B. vor Abgabe der ärztlichen Stellungnahme von der Versicherung eine Kostenzusage über ein bestimmtes Honorar (z. B. 70,– a) abgegeben. Ist der Arzt mit diesem Angebot nicht einverstanden, weil er den Arbeitsaufwand größer ansieht, so sollte er dies umgehend der Versicherung schriftlich mitteilen: „Ich bin gerne zu dem geforderten Gutachten bereit, kann es aber wegen des erheblichen Arbeitsaufwandes nur zu einem Pauschalbetrag von 100,– a erbringen. Ich bitte mir mitzuteilen, ob ich unter diesen Bedingungen das Gutachten erbringen soll.“ In der Regel stimmen die Versicherungen zu. Dieses Abrechnungsverfahren findet außerhalb der GOÄ statt. Rechtliche Basis ist die entsprechende Anwendung des Gesetzes über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen (ZSEG). Wichtig ist dabei die vertragliche Übereinkunft über den Preis! Eine einseitige Preisfestsetzung seitens einer Versicherung muss ein Arzt nicht akzeptieren. Pauschale Vereinbarungen dieser Art sind nur mit Versicherungen gestattet. Ein Pauschalangebot z. B. „Akupunktur Einzelsitzung 30,- Euro“ bei Patienten ist nach ärztlichem Berufsrecht und nach der GOÄ nicht statthaft.

■ Versicherungsgutachten mit Untersuchung 1fach A 2,3fach A

GOÄ-Nr. Kurzlegende 2. Versicherungsgutachten mit

Untersuchung*)

1

Beratung

8 85 95

Schreibgebühr je angefangene DIN A Seite

3,50

96

Kopiergebühr, je Kopie

0,18

678

4,66

10,72

Ganzkörperuntersuchung

15,15

34,85

Gutachten, erhöhter Aufwand

29,14

67,02

6. Hausbesuche – Wegegeld – Reiseentschädigung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

In der Regel sind für ein Gutachten mit Untersuchung neben der Ganzkörperuntersuchung auch apparative Diagnostik (Ultraschall, EKG, BelastungsEKG, EEG; Rö-Thorax, Doppler etc.) und Laboruntersuchungen erforderlich. Diese Leistungen können einzeln nach der GOÄ berechnet werden. Meist sind sie aber in einem höheren Pauschalpreis gleich vom Versicherungsunternehmen eingerechnet worden. 3. Befundbericht für Versicherung ohne gutachterliche Frage*) 75

Schriftlicher Befundbericht

4. Versicherungsanfrage mit Bitte um gutachterliche Äußerung 80 Gutachten 95 Schreibgebühr je angefangene DIN A Seite 96 Kopiergebühr, je Kopie

7,58

17,43

17,49 3,50 0,18

40,22

*) zuzüglich anfallender Portokosten berechnen (GOÄ § 10)

■ 6. Hausbesuche – Wegegeld – Reiseentschädigung Viele Familien können die betagten und alleinlebenden Eltern oder nahe Angehörigen nicht ständig besuchen und schon gar nicht pflegen. Sie sind froh über die Hilfe der ambulanten Pflegedienste oder die Betreuung auf einer Pflegestation. Über den medizinischen Zustand ihrer Angehörigen möchten sie aber regelmäßig mit dem Hausarzt sprechen. In diesem Zusammenhang werden auf Wunsch zusätzliche Hausbesuche durchgeführt, die weder bei GKV- noch bei PKV-Patienten zu Lasten der Krankenkassen abrechenbar sind und dem Patienten im Rahmen von „Wunschbesuchen“ als IGEL-Leistung direkt nach GOÄ zu berechnen sind. GOÄ Nr. Kurzlegende 48

Besuch auf Pflegestation – regelmäßig – vereinbarte Zeiten

50

1fach A *1,8/2,3fach A 6,99

16,09

Besuch

18,65

42,90

51

Besuch eines weiteren Kranken in derselben häuslichen Gemeinschaft

14,57

33,52

52

Aufsuchen eines Patienten außerhalb der Praxisräume oder des Krankenhauses durch nichtärztliches Personal. Nur mit 1fachen Gebührensatz berechnungsfähig!

5,83



56*

Verweilen, ohne Unterbrechung und Erbringung anderer ärztlicher Leistungen – je angefangene halbe Stunde

10,49

18,89

Nach den GOÄ Nrn. 48, 50, 51, 52 und 56 sind z. B. abrechenbar: ) Präventiver Haus- oder Heimbesuch z. B. bei älteren Patienten oder Pflegebedürftigen Ggf. auf Grund der Diagnostik erforderliche Leistungen z. B. Untersuchung bei Herzschmerzen, Verbände bei Wunden etc. können ganz normal nach EBM oder GOÄ abgerechnet werden – je nach Versicherung des Patienten Wegegeld* in A (siehe: § 8 GOÄ) Entfernungen (Radius) von der Praxis 2 km 2–5 km 5–10 km 10–25 km tagsüber 3,58 6,65 10,23 15,34 nachts (20–8) 7,16 10,23 15,34 25,56

679

7. Lifestyle Medizin – 8. Impfempfehlungen – 8.1. Standardimpfungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Reiseentschädigung (§ 9 GOÄ) Bei mehr als 25 km erhält der Arzt eine Reiseentschädigung von 0,26 Cents pro km. Bei Abwesenheit bis zu 8 Stunden erhält der Arzt 51,13 Euro, bei Abwesenheit über 8 Stunden 102,26 Euro.

■ 7. Lifestyle Medizin Zu diesem Wunsch-Thema eines Patienten sind primär Beratungen und ggf. auch Untersuchungen erforderlich, denn in nur der Hälfte der Fälle geht es dem Patienten um Fragen zu Medikamenten.Häufiger werden Anti-Aging-Checks für Mann oder Frau nachgefragt. Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A 2,3fach A

1

Beratung

4,66

10,73

3

Eingehende Beratung (10 Min.) nicht neben Sonderleistungen

8,74

20,11

■ Möglicher Anti-Aging-Checks für den Mann GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A *1,15fach A

250*

Blutentnahme i.v. – *1,8facher Satz

2,33

4,20

3765*

Sexualhormonbindendes Globulin

26,33

30,16

4021*

Follitropin (FSH)

14,57

16,76

4030*

Thyreoidae stimulierendes Hormon (TSH)

14,57

16.76

4038*

Dihydroepiandrosteronsulfat

20,40

23,46

4042

Testosteron

20,40

23,46

■ Möglicher Anti-Aging-Checks für die Frau GOÄ Nr. Kurzlegende 250*

Blutentnahme i.v. – *1,8facher Satz

1fach A *1,15fach A 2,33

4,20

4021*

Follitropin (FSH)

14,57

16,76

4039*

Östradiol

20,40

23,46

Wichtiger Hinweis zur Abrechnung von Spezialloborleistungen (M III und M IV): Bei Weiterversand von Untersuchungsmaterial durch einen Arzt an einen anderen Arzt wegen der Durchführung von Laboruntersuchungen der Abschnitte M III und/oder M IV hat die Rechnungsstellung durch den Arzt zu erfolgen, der die Laborleistung selbst erbracht hat. (Aus: Allgemeine Bestimmungen Punkt 3. – Kapitel M Laboratoriumsuntersuchungen)

■ 8. Impfempfehlungen Dieses Thema ist im Hinblick auf Standard-Impfungen nicht nur im Alltag des Arztes fast jeder Fachgruppe relevant, sondern auch wichtig für Beratungen vor Fernreisen und damit ein IGeL-Thema.

8.1. Standardimpfungen Die Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen werden von Ihren Patienten nach den gängigen Impfungen im Kindes- und Erwachsenenalter und nach erforderlichen Auffrischungsimpfungen gefragt. Die „Neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission“ erhält der Arzt auf den Seiten des Robert Koch Institutes (http://www.rki.de).

680

G1

Pneumokokken (G3)

N Nachholimpfung (Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften bzw. Komplettierung einer unvollständigen Impfserie)

S Standardimpfung

A Auffrischimpfung

G Grundimmunisierung (in bis zu 4 Teilimpfungen G1 – G4)

Erläuterungen

Humanes Papillomvirus

HPV

e f

c d

G2

G2

N

A1

A1

A1

5–6

N

N

N

N

N

9 – 11

A1

A2

A2

A2

Se

12 – 17

Sd

S (jährlich)

ggf. N

A (ggf. N)f

A (ggf. N)f

Sc

ab 60 f

A (ggf. N)

ab 18

Bei Anwendung eines monovalenten Impfstoffes kann diese Dosis entfallen. Die 1. Impfung sollte bereits ab dem Alter von 6 Wochen erfolgen, je nach verwendetem Impfstoff sind 2 bzw. 3 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen erforderlich. Einmalige Impfung mit Polysaccharid-Impfstoff, Auffrischimpfung nur für bestimmte Indikationen empfohlen, vgl. Tabelle 2 Einmalige Impfung für alle nach 1970 geborenen Personen ≥18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff Standardimpfung für Mädchen und junge Frauen Td-Auffrischimpfung alle Jahre. Die nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap- bzw. bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.

G1

Varizellen

a b

G1

G2

N

N

N

N

2–4

Alter in Jahren

Abrechnung IGeL-Leistungen

Influenza

N

N

N

N

N

N

N

15 – 23

G1 (ab 12 Monaten)

G4

G4

Mumps, Röteln

G3

G3

G4

G4

G4

G4

G4

G1

G2

G2

G3

G2a a

G3

G3

G3

G3

G2 a

G2

G2

G2

Masern

Meningokokken C

G2

G1

Hepatitis B

Rotaviren

G1

Poliomyelitis

H. influenzae Typ b

G1 b

G1

Pertussis

G1

G1

Diphtherie

Hib

G1

11 – 14

4

3

6

2

Alter in Monaten

Alter in Wochen

Tetanus

Impfung

Tabelle 1: Impfkalender (Standardimpfungen) für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (aus Epidemiologisches Bulletin Nr. 34/2013, Robert Koch-Institut)

8.1. Standardimpfungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

681

8.2. Impfungen bei Fernreisen – Reisewarnungen – 9. Neuraltherapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Die Stiko informiert: ... „Die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, hat im Epidemiologischen Bulletin 34/2013 den neuen Impfkalender veröffentlicht. Hinzugekommen ist gegenüber dem Impfkalender von 2012 die Empfehlung für eine Rotavirus-Schutzimpfung bei Säuglingen. Die neu empfohlene Rotavirus-Impfung wird als Schluckimpfung gegeben, die Impfserie sollte im Alter von sechs bis zwölf Wochen beginnen und je nach Impfstoff bis zur vollendeten 24. oder 32. Lebenswoche beendet sein. Veränderungen gibt es auch bei den Empfehlungen zur Hepatitis-Bund zur Influenza-Impfung. Im Epidemiologischen Bulletin 35/2013 sind die Neuerungen in den aktuellen STIKO-Empfehlungen dargestellt. In dieser Ausgabe ist auch die wissenschaftliche Begründung zur Rotavirus-Standardimpfung von Säuglingen erschienen...“

8.2. Impfungen im Rahmen von Fernreisen – Reisewarnungen Wer sich auf eine private oder berufliche Fernreise vorbereitet, denkt zuerst an die erforderlichen Impfungen und fragt in der Regel seinen Hausarzt. Die gefragten Ärzte können die erforderlichen Impfungen für die verschiedenen Länder nicht alle wissen und bedürfen der Hilfe erfahrener Kollegen der Tropeninstitute oder der Klinikabteilungen für Infektions- und Tropenmedizin in der Bundesrepublik. Abrechnung Die Impfleistung des Arztes umfasst nach dem Robert Koch Institut:neben der Impfung eine erhebliche Beratung: ) Informationen über den Nutzen der Impfung und die zu verhütende Krankheit, ) Hinweise auf mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Komplikationen, ) Erheben der Anamnese und der Impfanamnese einschließlich der Befragung über das Vorliegen möglicher Kontraindikationen, ) Feststellen der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen, ) Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen im Anschluss an die Impfung, ) Aufklärung über Beginn und Dauer der Schutzwirkung, ) Hinweise zu Auffrischimpfungen, ) Dokumentation der Impfung im Impfausweis bzw. Ausstellen einer Impf -bescheinigung GOÄ Nr. 1 3 375 376 377 378

Kurzlegende Beratung Eingehende Beratung (10 Min.) nicht neben Sonderleistungen Schutzimpfung, i.m./s.c. – ggf. einschl. Eintragung in Impfpass Schutzimpfung (oral) einschl. beratendem Gespräch Zusatzinjektion bei Parallelimpfung Simultanimpfung (gleichzeitig passive und aktive Impfung gegen Tetanus)

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 4,66 10,72 4,66 10,72 2,91 6,70 6,99 16,09

Hinweis: Neben Nrn. 376, 377, 378 nicht Nrn. 1 oder 2. ) Muss vor einer Impfung eine Untersuchung zur Feststellung der Impffähigkeit durchgeführt werden, so ist diese abrechnungsfähig. ) Mit der Impfung beginnt ein neuer eigener Behandlungsfall. ) Die Kosten für die Impfstoffe können entweder gemäß GOÄ § 10 entsprechend berechnet oder aber die Impfstoffe zu Lasten des Patienten rezeptiert werden

■ 9. Neuraltherapie Unter Neuraltherapie wird die gezielte Behandlung des vegetativen Nervensystems und peripherer Nerven mit einem Lokalanästhetikum verstanden. Dafür sind drei verschiedene Ansatzpunkte möglich: 1. Die Segment- oder lokale Therapie 2. Die Behandlung von Nervenknotenpunkten (Ganglien) 3. Die Behandlung über ein kausales Störfeld 682

9. Neuraltherapie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Indikationen Als Indikationen für die Neuraltherapie stellt die Internationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke Regelationstherapie e.V auf ihrer Internetseite (www.neuraltherapie-online.de/index.php?content=indikationen) fest: Kopf: Kopfschmerzen, Migräne, Kopfdruck, Folgen von Gehirnerschütterungen und Schädelbrüchen wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Epilepsie als Unfallfolge. Arte-riosklerose des Gehirns und Zustand nach Schlaganfall (nur Besserung der geistigen und körperlichen Beweglichkeit). Manche Formen von Kreislaufstörungen, Haarausfall, Trigemi-nusneuralgien, Fazialislähmungen, Schlaflosigkeit. Augen: Glaukom (Grüner Star) und alle entzündlichen Augenerkrankungen wie Neuritis, Iridozyklitis, Keratitis, Skleritis usw. Ohren: Akute und chronische Mittelohrentzündungen, vom Ohr ausgehende Gleichgewichtsstörungen (Meniere), Ohrensausen und andere Ohrgeräusche, Schwerhörigkeit. Nase: Heuschnupfen, Ozaena (Stinknase), chronischer Schnupfen, Verlust des Geruchsvermögens, Nebenhöhleneiterungen. Hals: Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) mit oder ohne Schilddrüsenüberfunktion (Basedow), aber auch hochgradige Nervosität mit Heulzwang und Angstzuständen. Chronische Mandelentzündungen, ständiges Druck- und Fremdkörpergefühl im Hals. Peitschen-syndrom nach Auffahrunfällen. Brust: Bronchialasthma, Herzasthma, Angina pectoris, Herzstiche, Herzbeklemmung, Zustand nach Herzinfarkt, Herzneurose (nervöse Beschwerden ohne erkennbare Ursache), Herzmuskelentzündung, Silikose (Staublunge), Emphysem, gewisse Formen der Lungentuberkulose. Bauch: Leber- und Gallenleiden, Beschwerden nach Gelbsucht, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Magenneurose, chronische Verstopfung, chronischer Durchfall, Kolitis. Unterleib: Bei Frauen Entzündungen der Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke, Periodenschmerzen, Ausfluß, Krankheiten, die nach Fehlgeburten oder schweren Entbindungen aufgetreten sind, Kinderlosigkeit, sexuelle Störungen, Schwangerschaftserbrechen, Neigung zu Fehlgeburten. Beim Mann Prostata-(Vorsteherdrüsen-) vergrößerungen und -entzündun-gen,Impotenz. Nierenerkrankungen. Blasenleiden wie Reizblase, auch Bettnässen. Gelenke: Arthrosis deformans (Alters-und Abnutzungserkrankungen mit Zackenbildung). Wirbelsäule: Zervikalsyndrom, Spondylosis, Osteochondrosis, Bandscheibenschaden. Muskeln: Bechterewsche Krankheit, Kreuzschmerzen, Alters-Hüftleiden (Cox-arthrose), Hexenschuss, Kniebeschwerden, Gelenk-und Muskelrheuma, Arthritis, Steißbeinschmerzen, Bänderzerrungen, Muskelrisse und deren Folgen. Knochenhauterkrankungen (z. B. Tennisellenbogen) nach Überanstrengung und Unfällen, Amputationsstumpfschmerzen, organische Durchblutungsstörungen an Armen und Beinen, Sudeck’sche Krankheit, Gefäßkrämpfe, Lymphabflussstauungen, Sportverletzungen. Haut: Chronische Hautleiden (wie Ekzem), Narbenschmerzen, Keloidnarben, Entzündungen aller Art, After-und Scheidenjuckreiz, Hämorrhoiden-Beschwerden, Thrombosen, Furunkel, Schmerzen nach Gürtelrose, Warzen, schlecht heilende Wunden, offene Beine. Nerven: Neuralgien aller Art, Nervenentzündungen, Ischias, Gemütsveränderungen nach Krankheiten oder Operationen, „nervöse“ Organleiden, Gefühlsstörungen, funktionelle Erkrankungen, Schmerzzustände aller Art, Polyneuropathien. Allgemeinerkrankungen: Allergien, „vegetative Dystonie“, krankhaft vorzeitiges Altern, Alters- und Abnützungserkrankungen, Leistungsknick, postoperative Krankheiten, Störungen der Hormondrüsen, Wetterfühligkeit und Föhnkrankheit. Gefäße: Arterielle und venöse Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Unterschenkelgeschwüre.

683

9. Neuraltherapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 250* 252 253 254 254 255 256 256 264 266 267 268 284 285 286 300 301 302 303 315 483 490 491 493 494 495 497 498 620* analog 1498 2599

1fach A

Blutentnahme/Vene Injektion, subkutan, intrakutan, i.m. Injektion i.v. Injektion i.a. Ozon (Analogziff. n. § 6) Injektion intraartikulär, perineural Injektion (Periduralraum) Canalis sacralis Injektion/Infiltration der Prostata Intrakutane Reiztherapie (Quaddeln) je Sitzung Medikament. Infiltration 1 Körperregion Medikament. Infiltration mehrerer Körperregionen Eigenbluteinspritzung Aderlass gr. Eigenbluteinspritzung Punktion eines Gelenks, Finger, Zehen Punktion eines Ellenbogen, Knie, Sternocl., Dornfortsatz Punktion eines Schulter-oder Hüftgelenks (mit Zeel) Punktion einer Drüse oder Ganglion/Struma Punktion eines Organs (Leber, Milz, Hoden) Lokalanästh. (NNH),Infiltration kl. Bezirke Incisurae, Art, subcla. Infiltr. gr. Bezirke, Adnexen Leitungsanästhesie Ober-Unterkiefer je -Pudendusananästhesie, endoneural Leitungsanästhesie, retrobulbär Blockade des Truncus sympathicus (lumbaler Grenzstrang) oder Ganglion stellatum Plexus sacral., Grenzstrang, sympathicus Rheogramm – analog GOÄ Nr. 620* – entsprechend GOÄ § 6 (2)

2,33 2,33 4,08 4,66 4,66 5,54 10,78 10,78 6,99 3,50 4,66 7,58 5,25 6,41 12,82 6,99 9,33 14,57 4,66 14,57 2,68 3,56 7,05 3,56 7,05 7,05 12,82

*1,8/ 2,3fach A 4,20 5,36 9,38 10,72 10,72 12,74 24,80 24,80 16,09 8,04 10,72 17,43 12,07 14,75 29,49 16,09 21,45 33,52 10,72 33,52 6,17 8,18 16,22 8,18 16,22 16,22 24,49

17,49 8,86

40,22 15,95

Konserv. Behandlg der Mandeln Ganglion Gasseri, Sphenopalatium

2,56 13,11

5,90 30,16

Impfungen und Testungen 384

Tuberkulinstempeltest, Mendel-Mantoux-Test oder Stempeltest mit mehreren Antigenen (Abrechnung des Hautstempeltests zur Feststellung der Reaktionslage abgerechnet werden.)

2,33

5,36

388 analog

Reib-, Scratch- oder Skarifikationstest, je Test (Verwendung von Spenglersanen etc. zur Provokation von Störfeldern) – analog GOÄ Nr. 388 – entsprechend GOÄ § 6 (2)

2,04

4,69

684

10. Schlafapnoe-Diagnostik Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Impfungen und Testungen 390

Intrakutantest, je Test (Die Intrakutantestung wird zum Ausschluss einer Allergie auf das zu verwendende Neuraltherapeutikum der Therapie vorangestellt.)

3,50

8,04

393

Nasaler oder konjunktivaler Provokationstest bds. mit Einzeloder Gruppenextrakt, je Test

5,83

13,41

Im Rahmen der Neuraltherapie sind natürlich auch alle erforderlichen Beratungs- und Untersuchungsleistungen ansetzbar.

■ 10. Schlafapnoe-Diagnostik Diagnostik auf Patientenwunsch ohne vorliegende medizinische Indikation Die Schlafapnoe-Diagnostik führen Ärzte durch, die zum Führen der Gebietsbezeichnung ) Allgemeinmedizin ) Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ) Innere Medizin ) der Facharzt- und Schwerpunktbezeichnung Innere Medizin und Pneumologie ) Kinder- und Jugendmedizin ) Neurologie ) Psychiatrie und Psychotherapie berechtigt sind oder entsprechende Krankenhaus-Abteilungen. Für die Vertragsärzte, die Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen durchführen, besteht eine Qualitätssicherungsvereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zur Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen (http://www.kbv.de/rechtsquellen/2492.html), die auch ein Nicht-Vertragsarzt, der diese Leistungen erbringt, kennen sollte. Der Ablauf einer Stufendiagnostik ist in der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß § 135 Abs. 1 SGB V definiert. Indikationen – Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Schlafapnoesyndroms (Atemausetzer, starkes Schnarchen, Müdigkeit) – Bei schwer einstellbaren arteriellen Hypertonie – Bei ständiger Müdigkeit – Einschlafzwang am Tag – Konzentrationsschwäche Abrechnung: Kardiorespiratorische Polygraphie – Kleines Schlaflabor* Nach Beschlüsse des Ausschusses „Gebührenordnung“ der Bundesärztekammer setzt sich der Leistungskomplex der kardiorespiratorischen Polygraphie setzt sich aus folgenden Leistungen zusammen: GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 427 analog 602*

Beratung Eingehende Beratung (10 Min.) nicht neben Sonderleistungen Kontrolle der Beatmung unter nCPAP oder BiPAP – (analog Nr. 427 GOÄ) – n. Beschluss des Gebührenordnungsauschusses der BÄK Oxymetrische Untersuchung(en) (Bestimmung der prozentualen Sauerstoffsättigung im Blut) – ggf. einschl. Bestimmung(en) n.Belastung

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 8,27

20,11

8,86

15,95

685

11. Elektrotherapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 653 analog 714 analog 5295* analog

EKG über mind. 6 Std. (s. Leistungskomplex Schlaflabor) – (analog Nr. 653 GOÄ) – n. Beschluss des Gebührenordnungsauschusses der BÄK Kontinuierliche Registrierung der Körperlage mittels Lagesensoren über mind. 6 Stunden Videokontrolle der Korrelation von elektro.physiol. Aufzeichnung u. Verhaltensbefund (analog 5295* GOÄ) – n. Beschlüssen des Ausschusses „Gebührenordnung” der BÄK

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 14,75 26,54

10,49

24,13

13,99

25,18

Hinweis der BÄK: Die Voraussetzungen zur Anerkennung der einzelnen Leistungen im Rahmen der kardiorespiratorischen Polygraphie sind dann erfüllt, wenn jeweils eine kontinuierliche Registrierung beziehungsweise Überwachung über eine mindestens sechsstündige Schlafphase erfolgt. Die jeweilige Dokumentation der einzelnen elektrophysiologischen Messdaten sowie der einfache Befundbericht sind mit den in Ansatz gebrachten Gebührenpositionen abgegolten.

■ 11. Elektrotherapie Arten der Elektrotherapien und ihre Indikationen: ) Dezimeterwellen (hochfrequenteTherapie) Thermotherapie mit hoher Eindringtiefe -s. auch Mikrowellen-Therapie. ) Iontophorese (galvanischer Strom) Einbringung von Arzneistoffen durch die unverletzte Haut ) Interferenzstom Zwei sich kreuzende Stromkreise mit differierenden Wechselströmen dienen zur Erzeugung endogen wirksamer Schwingungen – – bei Erkrankungen der Muskulatur und des Bindegewebes ) Kurzwellen Therapie (hochfrequenteTherapie) bei – Muskelverspannungen, – rheumatischen Erkrankungen – chron. Arthrose, – unterstütztend zur Nachbehandlung bei Verletzungen. ) Mikrowellen Therapie (hochfrequenteTherapie) Thermotherapie mit geringer Eindringtiefe, Wärme wird an vorher festgelegte Bereiche unter die Haut gebracht .zur – Schmerzdämpfung ) Reizstrom (gepulsten Stromformen; Gleichstrom oder niederfrequenten Wechselströme) – für Muskelkontraktionen oder Stimulierung von Nervenfasern – s. auch TENS ) Stangerbad (Therapie mit Gleichstrom) bei: – Schmerzen, – Lähmungen – Gefäßerkrankungen ) Ultraschall (hochfrequente Vibrationsmassage) – bei rheumatischen Erkrankungen, – nach Verletzungen, fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln – Schmerzenlinderung ) TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) bei – Muskel- und Skelettschmerzen, – Tennisarm, – posttraumatischen Schmerzen, – Neuralgien, – Stumpf- und Phantomschmerzen, – Karzinomschmerzen. Heute schon oft in Eigenbehandlung des Patienten mit einem eigenen Gerät nach Einweisung des Arztes. ) Zwei- und Vierzellenbad (Therapie mit Gleichstrom) – Hydroelektrisches Teilbad. Anwendung: – Schmerzlinderung – Durchblutungsförderndung -s. auch Stangerbad.

686

12. Umweltmedizin Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Kontraindikationen bei Ultraschall, Kurzwellen- und Mikrowellentherapie: ) Blutungsneigung, ) Entzündungen, ) Thrombose, ) Rückenmarkerkrankungen, ) Tumore, ) Mangelversorgung von Organen. Zu beachten ist, dass bei einigen Elektrotherapien für die Träger von Herzschrittmachern und Metallimplantaten Kontraindikationen bestehen. Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 3211 analog 538* 539* 549* 551* 552* 553* 554* 555* analog

Beratung – auch telef. Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen – auch telef. Anleitung des Patienten zur Selbstanwendung TENS – analog GOÄ Nr. 3211 – entsprechend GOÄ § 6 (2) Infarotbehandlung, je Sitzung Kurzwellen-, Mikrowellenbehandlung, je Sitzung Kurzwellen-, Mikrowellenbehandlung, verschiedene Körperregionen in einer Sitzung Reizstrom Iontophorese Vierzellenbad Hydroelektrisches Vollbad 1. TENS – Apparative isokinetische Muskelfunktionstherapie, je Sitzung 2. PSP Pulsierende Signaltherapie – analog GOÄ Nr. 555

1fach A

*1,8f/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 6,99

16,09

2,33 2,56 3,21

4,20 4,62 5,77

2,80 2,56 2,68 5,30 6,99

5,04 4,62 4,83 9,55 12,59

■ 12. Umweltmedizin Die Umweltmedizin beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit der Menschen. Dabei ist es oft schwierig, Krankheitsbilder eindeutig bestimmten Umwelteinwirkungen zuzuordnen. Besonders bei Ärzten, die Alternative Medizin anbieten, werden von Patienten Schadstoff-Untersuchungen im Sinne der Umweltmedizin gewünscht. Umweltmedizin und damit mögliche ausgelöste Erkrankungen, z.B. am Arbeitsplatz, ist bei vielen Patienten auch für den häuslichen Bereich ein Thema, um möglichen Erkrankungen präventiv zu begegnen. Dies ist dann – wenn keine Symptome vorliegen – eine IGeL-Leistung. Umweltmedizinische Leistungen gehören in der Regel nicht zum primären Leistungsumfang der GKV und finden sich auch nicht im EBM aufgeführt. Aber es gibt in einzelnen KV-Bezirken Umweltmedizinische Vereinbarungen. Fragen Sie bei Ihrer KV nach, um einen Überblick zu erhalten, welche Leistungen im Rahmen der GKV erbracht werden können und welche Leistungen als sog. IGELLeistungen abzurechnen und vom Patienten selbst zu zahlen sind. In den Vereinbarungen sind die Leistungen, Honorare und ärztlichen Voraussetzungen beschrieben Wer die Zusatzbezeichnung „Umweltmedizin“ erwerben will, sollte sich bei seiner regionalen Ärztekammer erkundigen, da die formalen Voraussetzungen für die Anerkennung der Zusatzbezeichnung Umweltmedizin unterschiedlich sein können. Bisher galt, dass diese Bezeichnung von Allgemeinärzten, Arbeitsmedizinern, Dermatologen, HNOÄrzten Internisten, Kinderärzten und Praktischen Ärzten erworben wurden. Inzwischen hat auf dem Klagewege z. B. aber auch ein Urologe, der die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, die Berechtigung zum Führen der Zusatzbezeichnung erworben.

687

12. Umweltmedizin – Symptome E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Als Voraussetzung für das Erbringen und Abrechnen von umweltmedizinischen Leistungen, z. B. im IGEL-Bereich, nennen viele Autoren in der Regel die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung „Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin“ oder der Zusatzbezeichnung „Umweltmedizin“. Aber über diese relativ kleine Gruppe hinaus, werden Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete im Praxisalltag von ihren Patienten um Leistungen gebeten und erbringen diese auch, denn Umweltmedizin ist ein interdisziplinäres Fach. Für die Abrechnung stehen folgende Leistungen nach GOÄ zur Verfügung: 1. Beratungs- und Untersuchungsleistungen der jeweiligen Fachrichtung 2. Laborleistungen aus den Bereichen OI bis III 3. Analytisch-toxikologische Laboruntersuchungen von Patientenmaterial – gezielt angeforderte O III Leistungen können nach GKV berechnet werden 4. Therapeutische Maßnahmen. Viele Labormediziner informieren im Internet über ihre Diagnostik in der Umweltmedizin. Mögliche Symptome umweltmedizinischer Belastungen: Symptomenkomplexe als Ausdruck einer Gesundheitsbelastung durch Innenraumbelastung mit Pestiziden, Lösungsmittel und ähnlichen Substanzen: (Quelle: Ausschnitte vom Umweltinstitut Vitaaktiv: http://www.vitaktiv.de) z. B.: Schleimhäute: ) Irritation der Nebenhöhlen und Atemwege (z. B. Nasenbluten) ) Irritation des Magen – Darmtraktes ) Irritation der ableitenden Harnwege Nervensystem: ) Konzentrationsstörungen ) Gedächtnisstörungen ) Schwindel ) Kopfschmerzen ) Störungen psychischer Vorgänge (z. B. depressive Symptome) ) Augenprobleme ) Periphere Nervenstörungen (z. B. verlangsamte NLG) Immunsystem: ) Allergische Sensibilisierungen (Typ I und Typ IV) ) Dysbalance der Zytokinproduktion in der Zelle ) Autoimmunreaktionen ) Schwächung/oder Überreaktion des Immunsystems Weitere mögliche allgemeine Symptome: ) Leberbelastung ) Hautveränderungen (z. B. Pigmentierungsstörung) ) Haarausfall Gesundheitliche Auswirkungen Strahlungen, Felder, Schadstoffe und Mikroorganismen haben Einfluss auf viele Körperfunktionen: ) Stoffwechsel und Säure- Basen Haushalt ) Zellteilung- und Wachstum ) Funktion des Immunsystems ) Funktion des Hormonsystems ) Funktion des Herz – Kreislauf – Systems die Zunahme von umweltbedingten Schadstoffen kann es zu folgenden unerklärlichen Gesundheitsstörungen kommen: ) Schlafstörungen, Müdigkeit, Fatigue Syndrom (FS) ) Migräne und Kopfschmerzen ) Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen ) Nervosität, Psychosen, Ängste, Depressionen ) Störungen des zentralen Nervensystems (Gehirntumor) ) Hyperaktivität, Lern- und Konzentrationsstörungen ) Hormonelle Störungen, Schwitzen, ) Multiple Chemical Sensitiv Syndrom (MCS)

688

12. Umweltmedizin – Abrechnung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) sick building Syndrom (Syndrom durch kranke Häuser) ) Allergien, Immunschwäche ) Atemwegserkrankungen, Asthma, Schleimhautreizungen ) Hauterkrankungen, Neurodermitis Aus umweltanalytischer und umweltmedizinischer Sicht wird beim Auftreten von oben genannten Symptomen, vor allem wenn mehrere gleichzeitig auftreten, dringend angeraten, den Umweltmediziner und Baubiologen zu kontaktieren. Diagnostik Die Ärztekammer Nordrhein veröffentlicht einen Patientenfragebogen zur Umweltanamnese, der durchaus Anwendung in der Praxis finden sollte, da er die Diagnostik ggf. erleichtert. Nachfolgend finden Sie den Bogen abgedruckt im Internet finden Sie ihn unter: http://www.aekno.de/ downloads/aekno/goae-umwelt-patfragebogen.pdf Abrechnung Empfehlung der Ärztekammer Nordrhein zur Abrechnung ärztlicher umweltmedizinischer Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ...„In der gegenwärtigen Situation werden zunehmend umweltmedizinische Leistungen nachgefragt und auch qualitativ hochwertig erbracht. Aus Gründen der Rechtssicherheit sowohl für die Auftraggeber, wie auch für die ärztlichen Auftragnehmer ist es notwendig, dass die erbrachten ärztlichen umweltmedizinischen Leistungen angemessen vergütet werden. Grundlage hierzu ist die GOÄ, soweit keine anderen gesetzlichen Vereinbarungen bestehen. Empfehlungen der Bundesärztekammer zur Abrechnung umweltmedizinischer Leistungen liegen derzeit nicht vor...“ Umweltmedizinische Grundleistungen Auf der Basis der Empfehlungen der Ärztekammer Nordrhein (erweitert durch die Autoren in kursiver Schrift) finden Sie einen Abrechnungsvorschlag – unter Hinweis in der Legende finden Sie die Original-Anmerkungen der Ärztekammer Nordrhein Beratungen GOÄ Nr. Kurzlegende 1 Beratung – auch mittels Telefon Hinweis: Umweltmedizinische Beratung, auch telef., ggf. inkl. der Zusendung von Informationsmaterial und/oder des umweltmedizinischen Patientenfragebogens mit Begleitbrief 3 Eingehende das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung – auch mittels Fernsprecher – (Mindestdauer 10 min) Die Leistung nach Nummer 3 (Dauer mindestens 10 Minuten) ist nur berechnungsfähig als einzige Leistung oder im Zusammenhang mit einer Untersuchung nach den Nummern 5, 6, 7, 8, 800 oder 801. Eine mehr als einmalige Berechnung im Behandlungsfall bedarf einer besonderen Begründung.

34 analog

Hinweis: Umweltmedizinisches Beratungsgespräch unter Auswertung des Patientenfragebogens zur Umweltanamnese, ggf. unter Bewertung von Vorbefunden und Berücksichtigung spezifischer, biologischer Wirkung von Umweltfaktoren, mit einer Dauer von mehr als 10 min. Eine deutlich längere Gesprächsdauer kann über den Gebührenrahmen (Faktor 2,4–3,5) berücksichtigt werden. Bei außergewöhnlich langer Gesprächsdauer besteht im Einzelfall nach persönlicher Absprache die Möglichkeit einer Honorarvereinbarung gemäß § 2 GOÄ mit Überschreiten des 3,5 fachen Faktors. Eingehende umweltmedizinische Erörterung – analog GOÄ Nr. 34 – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 34: Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung

1fach A 2,3fach A 4,66 10,72

8,74

20,11

17,49

40,22

689

12. Umweltmedizin E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnung Hinweise Spezielle Anamnese GOÄ Nr. Kurzlegende 30 Umweltmedizinische Erstanamnese – analog GOÄ Nr. 30 – analog GOÄ § 6 (2) – GOÄ Kurztext Nr. 30: Erhebung der homöopathischen Erstanamnese mit einer Mindestdauer von einer Stunde... 31 Folgeanamnese – analog GOÄ Nr. 31 – GOÄ § 6 (29 analog GOÄ Kurztext Nr. 31: Homöopathische Folgeanamnese mit einer Mindestdauer von 30 Minuten . .

1fach A 2,3fach A 52,46 120,65

26,23

60,33

Untersuchungen GOÄ Nr. Kurzlegende 8 Ganzkörperstatus Hinweis: Körperliche umweltmedizinische Untersuchung – Ganzkörperstatus (umwelt-medizinisch immer vollständig inkl. orientierender neurologischer Prüfung) mit Dokumentation bei besonderer Berücksichtigung spezifischer, biologischer Wirkung von Umweltfaktoren

1fach A 2,3fach A 15,15 34,86

Bericht GOÄ Nr. Kurzlegende 75 Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht 80 Schriftlich gutachterliche Äußerung Hinweis Umweltmedizinischer Bericht (bis 2 Seiten DIN A 4) mit einer umweltmedizinischen gutachterlichen Beurteilung – ggf. unter Einbeziehung umweltmedizinischer Messergebnisse – Ein deutlich längerer Bericht kann über den Gebührenrahmen (Faktor 2,4 – 3,5) berücksichtigt werden. 95 Schreibgebühr, je angefangene DIN A 4-Seite 96 Schreibgebühr, je Kopie

1fach A 2,3fach A 17,49

40,22

3,50 A 0,17 A

Vorortbegehung Die ärztliche Vorortbegehung erfordert spezielle fachübergreifende Kenntnis und eine geeignete Ausstattung, eine Qualitätssicherung mit Zertifizierung sollte vorliegen (ISO 9002 2000). GOÄ Nr. Kurzlegende 50

651* analog

690

Besuch, einschl. Beratung und symptombezogener Untersuchung + Wegegeld GOÄ § 8 Hinweis: Vorortbegehung mit dem Patienten, bei Auffälligkeit mit Fotodokumentation. Eine längere Begehung (z. B. mehr als 30 Minuten) über den Gebührenrahmen (Faktor 2,4 – 3,5) berücksichtigen. Messung der raumklimatischer Parameter und der Materialfeuchte, – analog Nr. 651* gemäß GOÄ § 6 (2) – „Elektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch ggf. nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen)“ Hinweis: Messung der raumklimatischer Parameter und der Materialfeuchte, ggf. einschließlich Probenahme und dem Freilegen von Baumaterialien

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 18,65 42,90

14,75

26,54

12. Umweltmedizin Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 80

Schriftlich gutachterliche Äußerung

95 96

Hinweis Schriftlicher Ergebnisbericht mit gutachterlicher Beurteilung und ggf. mit Darstellung des weiteren Vorgehens. Schreibgebühr, je angefangene DIN A 4-Seite Schreibgebühr, je Kopie

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 17,49 40,22

3,50 0,17

Porto: Sachkosten gemäß § 10 GOÄ Umweltmedizinische Analytik Das Medizinisches Labor Bremen (http://www.mlhb.de/umweltmedizinischea.html) informiert übersichtlich zur Umweltmedizinischen Analytik: Umweltmonitoring: Beurteilung der äußeren Belastung durch Nachweis und quantitative Bestimmung von Noxen in der Umwelt. Biomonitoring: Beurteilung der individuellen inneren Belastung durch Nachweis und quantitative Bestimmung von Noxen oder ihren Metaboliten in Körpermaterialien. Biochemisches Effektmonitoring: Nachweis von Einflüssen auf biochemische Vorgänge durch toxische Umweltchemikalien. Empfänglichkeits-Monitoring: Nachweis individueller Faktoren, die die Reaktion auf Umweltnoxen (Höhe der inneren Belastung, Ausmaß der biochemischen Effekte und der gesundheitlichen Störungen) beeinflussen. Hinweis: Eine vollständige Zusammenfassung aller Umweltgifte, deren Substanzen und relevante Untersuchungsparameter finden Sie auf den Internetseiten fast aller großen medizinischen Labore. Hinweis: Weitere zur Diagnose führende Sonderleistungen, einschließlich Laborleistungen, sind den entsprechenden Kapiteln der GOÄ zu entnehmen z.B. Elementeinzelanalysen in Serum, Vollblut, Haaren, Speichel, Urin Untersuchungen Calcium Kalium Natrium Eisen Magnesium Mangan Selen Zink Aluminium Arsen Blei Cadmium Chrom Gold Quecksilber

GOÄ-Nrn. 3555* 3557* 3558* 3620* 3621* 4133* 4134* 4135* 4190* 4191* 4192** 4193* 4194* 4195* 4196*

691

692 Untersuchung genetischer Defekte und Mangelzustände

Messung biochemischer Veränderungen Effektmarker 8-OH-2-Desoxyguanosin Allergiediagnostik Typ I–IV Malondialdehyd NO-Thyrosin Tumormarker Autoantikörper (Serotonin u. a.) Entzündungsparameter Interferon- * Disc-Elektrophorese S 100

Schadstoffmessung in Wasser, Boden, Schadstoffmessung in Blut, Harn, MutLuft, Lebensmitteln, Bedarfsgegenstän- termilch, Haaren, Zähnen, Gewebe u. a.. den, Baumaterialien Marker der inneren Belastung Benzol (inkl. Metaboliten) Polybromierte Diphenylether (PBDE) Multielementanalyse Quecksilber Methylquecksilber Perfluor-Verbindungen (PFOA u. a.) Weichmacher (Phthalat-Metaboliten u. a.) Palladium Histamin-Metaboliten Immunkomplexe Nekrosegifte Cotinin Nickel Blei Zinn Cadmium

Marker der äußeren Belastung

Lösungsmittel-Screening Pestizid-Screening Schimmelpilze Weichmacher Flammschutzmittel Schadstoff-Screening (z. B. Hausstaub) Isocyanate Nikotin Polychlorierte Biphenyle (PCB’s)

Glutathion-S-Transferase (Geno- und Phänotypisierung) N-Acethyl-Transferase (Genotypisisierung) Cytochromoxidase- P 450 (Funktionstest) Superoxidismutase Glutathionperoxidase Screening Immunsystem Diaminooxidase Carnitin Selen * -Aminolaevulinsäuredehydratase Mineralstoffanalyse

Empfänglichkeitsmarker

Empfänglichkeits-Monitoring

Biomonitoring

Biochemisches Effektmonitoring

Umweltmonitoring

Von der Umweltbelastung zur Umwelterkrankung (Toxikogenese). Die individuelle Empfänglichkeit (susceptibility) beeinflusst die innere Belastung sowie das Ausmaß der biochemischen Effekte und Gesundheitsstörungen(Quelle: Medizinisches Labor Bremen)

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z Abrechnung IGeL-Leistungen

12. Umweltmedizin

13. Vitalisierungskuren – II. IGeL-Leistungen – zugeordnet den Fachgebieten Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Untersuchungen Thallium Antimon, Beryllium, Cobalt, Fluor, Gallium, Indium, Jod, Iridium, Molybdän, Nickel, Palladium, Platin, Silizium, Silber, Strontium, Titan, Titan, Vanadium, Wismut, Zinn – für jedes Element

GOÄ-Nrn. 4197* 4198*

Pflanzen und Holzschutzmittel Untersuchungen Holzschutzmittel im Blut (Hexachlorbenzol, Lindan, PCP, DDT, Endosulfan, Methoxychlor, Furmecyclox) Holzschutzmittel im Urin (Pyrethroid-Metaboliten, PCP) Parathion (E 605) im Blut p-Nitrophenol (E 605-Metabolit) im Urin Pestizide I DDT, DDE, DDD Pestizide II Aldrin, Dieldrin im Blut Endrin im Blut Heptachlor im Blut Heptachlorepoxid im Blut

GOÄ-Nrn. 7 x 4209* 4210* (Pyrethroide) 4209* (PCP) 4209* 4209* 3 x 4209* 2 x 4209* 4209* 4209* 4209*

Wichtiger Abrechnungshinweis (Gemäß Allgemeine Bestimmung Absatz 3. In M Laboratoriumsuntersuchungen) 3. Bei Weiterversand von Untersuchungsmaterial durch einen Arzt an einen anderen Arzt wegen der Durchführung von Laboruntersuchungen der Abschnitte M III und/oder M IV hat die Rechnungsstellung durch den Arzt zu erfolgen, der die Laborleistung selbst erbracht hat. Spezialuntersuchungen von Schadstoffen können bei umweltmedizinischen Speziallaboratorien bestimmt werden.

■ 13. Vitalisierungskuren – Aufbau-Spritzen/Infusionen Infusions- oder Spritzen-Kuren mit z. B. Vitaminpräparaten werden in Praxen unterschiedlicher Fachgebiete sehr oft gewünscht, z. B. für ) Zustand n. Infekten, Erkrankungen, nach Operationen ) bei Stress, Müdigkeit, Leistungsabfall ) bei Tumorerkrankungen (begleitend)

II. IGeL-Leistungen – zugeordnet den Fachgebieten Vorbemerkung Nach angebotenen IGeL-Leistungen haben die Autoren recherchiert auf den Internetseiten der ärztlichen Fachverbände, bei KBV und Bundesärztekammer, sowie in den zahlreichen Praxis-Internetauftritten von Fachärzten und klinischen Abteilungen, ärztlichen Zeitschriften und zum Thema IGeL herausgegebenen Büchern. Bei allen Abrechnungsbeispielen im Buch wurden die sinnvollen und möglichen – teilweise alternativen – Leistungen von Diagnostik und/oder Therapie mit entsprechenden GOÄ Nummern angegeben. Erstmals wurden die Leistungen der Vorsorge und Prävention (nach Fachgebieten differenziert) in einem eigenen Kapitel zusammengefasst.

693

II. IGeL-Leistungen – zugeordnet den Fachgebieten: Allgemeinmedizin – Innere Medizin E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Die tabellarische Auflistung von GOÄ-Ziffern könnte dazu verleiten, mehrere Leistungen der Aufstellung zu erbringen und die GOÄ Nrn. einfach zu übernehmen... aber bitte berücksichtigen Sie, dass nach den Bestimmungen der GOÄ durchaus nicht alle angegebenen Leistungspositionen bei einem Arzt-Patienten-Kontakt nebeneinander abrechenbar sind. Die Ausschlüsse aus den Allgemeinen Bestimmungen und die in den Anmerkungen zu den einzelnen GOÄ Nrn. gelten auch für analog angesetzte Leistungen. Die von den Autoren gewählte Einteilung der IGeL-Leistungen nach Fachgebieten ist nur ein Korsett, um Leistungen aufzuführen; denn in der Regel werden viele dieser IGeL Leistungen von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen mit entsprechenden Kenntnissen und Weiterbildungen erbracht. Als Motivation und Ideenspende sind die angebotenen Leistungen der Ärzte (nach Recherche von den Autoren summiert) und Kliniken stets am Beginn eines Fachgruppenkapitel aufgeistet.

ALLGEMEINMEDIZIN – INNERE MEDIZIN 䉴 Was bietet die Fachgruppe der Allgemeinmediziner als IGeL-Leistungen an? ) Akupunktur ) Aufbaukuren ) Gesundheits-Check ausserhalb der 2-jährigen Krankenkassenregelung ) Herzinfarkt-Vorsorge ) HIV-Test ) Krebsvorsorgeuntersuchungen, zusätzliche ) Muskelaufbautraining ) Naturheilverfahren ) Osteoporose-Check ) Ostheopathie ) Prostatakrebs-Check ) Reisemedizin ) Sauerstofftherapie ) Schlaganfall-Risiko-Check ) Sporttauglichkeitsuntersuchung ) Vitaminen.Mangel, Abklärung von ) Vorsorge, erweiterte mit Tumormarkern, Risikoprofile 䉴 Was bietet die Fachgruppe der Internisten an IGeL-Leistungen an? ) Antiaging-Beratung der Frau: Wann sind Hormongaben sinnvoll? (evtl mit Hormonstatus) – Wechseljahre auch des Mannes ) Braincheck (z. B. Hirnleistungstest) ) BURN-OUT“-Diagnostik. Aufbaukuren ) Fahrtauglichkeitsuntersuchungen ) Gefäß-Check – Duplex Hals – Doppler Beine ) Herz Check – Echokardiographie – Belastungs-EKG ) Konfliktberatung (z. B. Ehekrisen,Stressbewältigung, Selbstfindung) ) Laboruntersuchungen z. B. – Laktosetoleranztest (Milchzuckerverträglichkeit) – Fruktosetoleranztest (Fruchtzuckerverträglichkeit) – Laktulose-Test (Darmpassagezeit) – HIV-TEST (AIDS-TEST) – Blutgruppenbestimmung – Sorbit-Toleranz-Test (Zuckeraustauschstoff-Verträglichkeit) ) Reisemedizin ) Risikokonstellation (genetisch oder erworben), Besprechung der persönl. ) Sporttauglichkeitsuntersuchunge ) Vorsorge, erweiterte (ohne Krankheitssymptome, ohne Beschwerden) plus Ruhe-EKG – plus Belastungs-EKG plus Ultraschall – plus Gastroskopie – plus Coloskopie 694

Berufseignungsuntersuchung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

1. Berufseignungsuntersuchungen

■ Private Berufseignungsuntersuchung

Die Untersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist strukturiert und die ärztlichen Leistungen sind für alle Bundesländer einheitlich. In der Regel wird die Untersuchung für öffentliche Kostenträger erbracht und kann in diesen Fällen nur mit dem 1fachen Gebührensatz berechnet werden. Leider wird diese Untersuchung immer seltener, da viele Berufsanfänger zum Zeitpunkt des Eintritts ins Berufsleben das 18. Lebensjahr vollendet haben und damit nicht mehr dem Schutz des Jugendarbeitsschutzgesetzes unterliegen. Diese Versorgungslücke kann durch eine privatärztliche Berufseignungsuntersuchung als IGEL-Leistung – analoger Ansatz der GOÄ Nr. 32 – erbracht und berechnet werden. Da die Untersuchung in diesem Falle nicht für öffentliche Kostenträger erbracht wird, kann sie bis zum 2,3fachen Gebührensatz ohne Begründung und bis zum 3,5fachen Satz mit entsprechender Begründung berechnet werden. GOÄ Nr. Kurzlegende 32 Untersuchung nach § 32 bis 35 und 42 des Jugendarbeitsschutzgesetzes ) Eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Untersuchung – einschließlich: – einfacher Seh-, Hör- und Farbsinnprüfung; – Urinuntersuchung auf Eiweiß, Zucker und Erythrozyten; ) Beratung des Jugendlichen; ) schriftliche gutachterliche Äußerung; Mitteilung für die Personensorgeberechtigten; Bescheinigung für den Arbeitgeber – bis zum 18. Lebensjahr 32 Berufeignungsuntersuchung nach dem vollendeten 18. Lebensjahr – Analoger Ansatz nach GOÄ Nr. 32 – GOÄ § 6 (2) analog GOÄ Originaltext siehe oben bei GOÄ Nr. 32

1fach A 2,3fach A 23,31 53,62

23,31

53,62

Sind ggf. weiterführende Untersuchungen erforderlich oder werden einzelne spezielle Untersuchungen vom jugendlichen Patienten gewünscht, so sind diese auch abrechenbar. Es empfiehlt sich aber eine schriftliche Vereinbarung mit dem Patienten.

■ Allgemeine berufliche Eignungsuntersuchungen GOÄ Nr. Kurzlegende 3 8 29 651* 652 605* 605a* 5137* 70 3560* 3511* 3531*

Eingehende Beratung zur beruflichen Eignung (mind. 10 Min.)– nicht neben Sonderleistungen Berufseignungsuntersuchung Gesundheitsuntersuchung eines Erwachsenen -nicht neben Beratungen + Untersuchung Ruhe EKG Belastungs-EKG Lungenfunktionsprüfung Darstellung der Flussvolumenkurve Brustorganübersicht Kurze Bescheinigung Labor Glukose Urin-Teststreifen Urinsediment

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

15,16 25,65

34,86 59,00

14,75 25,94 14,11 8,16 26,23 2,33 1,0

26,54 59,66 25,39 14,69 47,21 5,36 1,15

2,91 4,08

3,35 4,69

695

Berufseignungsuntersuchung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Bei Erwachsenen werden – abhängig vom gewählten Beruf – unterschiedliche Eignungsuntersuchungen gewünscht. Dies kann vom Herz-Kreislauf- und/oder Lungen-Check-up über Untersuchungen der Belastbarkeit der Wirbelsäule mit Röntgenaufnahmen bis zu allergologischen Tests gehen.

■ Allergologischer Berufseignungstest

Für einzelne Berufsgruppen ist das Risiko einer Allergie wesentlich höher als bei anderen. Zum Beispiel sind Bäcker, Friseure, Tankwarte, Mitarbeiter in Reinigungsbetrieben und der chemischen Industrie massiven Umwelteinflüssen ausgesetzt, während diese z. B. einen Angestellten im Verwaltungsdienst nicht betreffen. Beispiele aus der Praxis: ) Ein 16jähriges Mädchen mit bekannter Nickelallergie möchte eine Friseurlehre absolvieren und vorher sicherstellen, dass sie nicht noch weitere Allergien hat. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5 380 385 388

Beratung Untersuchung Epikutantest, je Test (1.–30. Test je Behandlungsfall) Pricktest, je Test (1.–20. Test je Behandlungsfall) Reib-, Scratch- oder Skarifikationstest, je Test (bis zu 10 je Behandlungsfall)

1fach A 4,66 4,66 1,75 2,62 2,04

*1,8/ 2,3fach A 10,73 10,73 4,02 6,03 4,69

■ Untersuchung für Arbeitnehmer im Bereich der Gastronomie nach Bundesseuchengesetz GOÄ Nr. Kurzlegende 1 8 384 70 4538* 4538*

1fach A

Beratung Ganzkörperstatus Tuberkulinstempeltest Kurze Bescheinigung

4,66 15,15 2,33 2,33 Labor 1fach A Untersuchung z. Nachweis von Bakterien 1. Stuhluntersuchung 7,00 2. Stuhluntersuchung nach 3 Wochen* 7,00

*1,8/ 2,3fach A 10,72 34,86 5,36 5,36 1,15fach A 8,04 8,04

Bei positivem Befund sind weitere Untersuchungen notwendig. Untersuchungen gem. Fahrerlaubnis-Verordnung Die Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) vom 1.1.1999 brachte neben der einheitlichen Einteilung der Fahrerlaubnisklassen in der EU auch regelmäßig wiederkehrenden Untersuchungen für die Inhaber bestimmter Fahrerlaubnisklassen: ) Ärztliche Untersuchung, gemäß Anlage 5 FeV: Hier wird festgestellt, ob körperliche Erkrankungen vorliegen, die die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges beeinflussen können. ) Ärztliche Untersuchung des Sehvermögens, gemäß Anlage 6 FeV: Neben einer Bestimmung des Visus für die Ferne werden Farbensehen, räumliches Sehen und Gesichtsfeld getestet. ) Psychometrische Tests: Mit speziellen Testverfahren werden Belastbarkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsleistung, Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsfähigkeit überprüft.

■ Fahrtauglichkeitsuntersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 1 8 70 250* 696

Beratung Ganzkörperstatus Kurze Bescheinigung Blutentnahme

1fach A 4,66 15,15 2,33 2,33

*1,8/ 2,3fach A 10,72 34,86 5,36 *4,20

Berufseignungsuntersuchung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

Labor

1,0

1,15

2,91

3,35

Urinsediment

4,08

4,69

Blutglukose

2,33

2,68

3585 H1* Kreatinin

2,33

2,68

3592 H1* GGT

2,33

2,68

3594 H1* GOT

2,33

2,68

3595 H1* GPT

2,33

2,68

3511*

Urin-Teststreifen

3531* 3560*

Gegenüberstellung der Fahrerlaubnisklassen vor 1999 und ab 2013 Fahrerlaubnis-/ Betroffenes Fahrzeug Führerscheinklasse vor 1999

Fahrerlaubnisklasse ab 2013

1

Leistungsunbeschränkte Krafträder

A

1a

Krafträder bis 25 kW, nicht mehr als 0,16 kW/kg

A2

1b

Krafträder bis 125 cm3, bis 11 kW für 16- und 17jährige 80 km/h bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit

A1

2

Kfz über 7.500 kg -Züge mit mehr als drei Achsen

C und CE

3

Kfz bis 7.500 kg – Züge mit nicht mehr als 3 Achsen B, BE, C1 und C1E (d. h. es kann ein einachsiger Anhänger mitgeführt werden. Achsen mit einem Abstand von weniger als 1 m voneinander gelten als eine Achse)

2, 3

Je nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Kraftomnibussen

D, DE, D1 und D1E

4

Zweirädrige Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 cm3/50 km/h

AM

Seit 19.1.2013 gelten neue Bestimmungen im Fahrerlaubnisrecht. Sie resultieren aus der Umsetzung der 3. EU Führerscheinrichtlinie. Gültigkeitsdauer von Führerscheinen Die Gültigkeitsdauer aller ab dem 19.1.2013 ausgestellten Führerscheine wird auf 15 Jahre befristet (Ausnahme: Gültigkeitsdauer C und D – Klassen 5 Jahre). Es erfolgt eine Aktualisierung des Führerscheinmusters. Führerscheine enthalten dann ein Ausstellungsdatum und ein Ablaufdatum. Die Einführung einer Gültigkeitsdauer für neue Führerscheine ermöglicht anlässlich der regelmäßigen Erneuerung die neuesten Maßnahmen zum Schutz gegen Fälschungen anzuwenden. Alte Führerscheine bleiben bis 2033 gültig Die alten Führerscheine müssen nicht umgetauscht werden und bleiben bis 2033 gültig. In den 27 Mitgliedstaaten der EU existieren derzeit 110 verschiedene Führerscheinmuster. Dies führt zu Transparenzproblemen für Bürger, Ordnungskräfte und Fahrerlaubnisbehörden und zur Fälschung von Dokumenten. Um dem entgegenzuwirken müssen spätestens bis zum 19.1.2033 alle vor dem 19.1.2013 ausgestellten Führerscheine umgetauscht werden. Bei der Verlängerung der Gültigkeit muss lediglich ein Passbild vorgelegt und die Verwaltungsgebühr gezahlt werden. Untersuchung über die gesundheitliche Eignung Die Untersuchung über die gesundheitliche Eignung kann von einem Arzt für Arbeits- oder Betriebsmedizin, einem Arzt bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, einem Arzt des Gesundheitsam-

697

Vorsorge und Prävention E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

tes, einem anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung oder von jedem Arzt für Allgemeinmedizin oder für Innere Medizin durchgeführt werden. Die auf den folgenden Seiten abgebildete Bescheinigung (https://www.osnabrueck.de/images_design/Bescheinigung_ueber_die_aerztliche_Untersuchung.pdf) zeigt, welche Untersuchungsbefunde zu erheben sind.

■ Führerschein-Sehtest GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A 2,3fach A

1

Beratung

4,66

10,73

1200

Refraktionsbestimmung, subjektive

3.44

7,91

70

Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis

2,33

5,36

Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) – Anlage 6 (zu §§ 12, 48 Abs. 4 und 5) schreibt vor, dass wenn der Bewerber den Sehtest nicht besteht, eine augenärztliche Untersuchung erforderlich ist.

2. Vorsorge und Prävention Vorbemerkungen Krankheiten können in jedem Lebensalter auftreten, oft sogar ohne Beschwerden und Anzeichen für den Betroffenen. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bieten ihren Versicherten – leider noch in unterschiedlichen Leistungsangeboten – Früherkennungsuntersuchungen an, um Erkrankungen zu entdecken, die bisher nicht zu Beschwerden geführt hatten. Die Früherkennung macht häufig eine zeitige Behandlung und ggf. auch Heilung möglich. Die AOK motiviert ihre Versicherten: ...„Die Vorsorge steuert der Entstehung einer Krankheit entgegen, indem bestimmte Risikofaktoren vermieden werden...“ Die Autoren dieses Buches haben erstmals ein abgeschlossenes Kapitel der Vorsorge und Prävention zusammengestellt. Der erste Teil (2.1.) betrifft allgemeine, stark erweiterte praeventive Untersuchungen und Krebsvorsorgen auf der Grundlage der Krebsfrüherkennungs- und Gesundheitsuntersuchungen der Kassen. Diese Untersuchungen in der Regel Wunschleistungen erwachsener Patienten oder von Eltern für ihre Kinder werden von Hausärzten und Internisten erbracht. Im zweiten Teil (2.2.) sind die speziellen praeventiven Leistungen den entsprechenden Fachgebieten zugeordnet. Was bieten die Krankenkassen zur Vorsorge Ihrer Versicherten an? Die Vorsorge-Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen Das Bundesministerium für Gesundheit informiert auf seiner Internetseite (http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/G/GKV/Tabelle_Frueherkennung_Krebs__ GKV_Leistungen_110331.pdf) sehr ausführlich über die kostenlosen Angebote der GKV: ) Früherkennung von Krebs für Frau und Mann ) Gesundheitsuntersuchung „Check-up“ ) Zahnvorsorge-Untersuchungen ) Schutzimpfungen ) Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung ) Chlamydien-Screening für Frauen bis zum 25. Lebensjahr ) Kinder- und Jugenduntersuchungen In dieser folgenden tabellarischen Übersicht wird auf die Art der Untersuchung das Patientinnen/Patienten-Alter und -Geschlecht und auf die Häufigkeit der Untersuchungen eingegangen. Daneben finden sich noch Anmerkungen und weitere Informationen.

698

Vorsorge und Prävention Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Früherkennung von Krebs Untersuchung

Alter

GeHäufig- Anmerkungen schlecht keit

weitere Informationen

jährlich Die Untersuchung umfasst: – gezielte Anamnese (z. B. Fragen nach Veränderungen/Beschwerden) IInspektion des Muttermundes – Krebsabstrich und zytologische Untersuchung (Pap-Test) – gynäkologische Tastuntersuchung – Befundmitteilung mit anschließender Beratung

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

jährlich Die Untersuchung umfasst: – gezielte Anamnese (z. B. Fragen nach Veränderungen/Beschwerden) – Inspektion und Abtasten der Brust – und der regionären Lymphknoten einschließlich der ärztlichen Anleitung zur Selbstuntersuchung – Beratung über das Ergebnis

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

Hautkrebs-Screening ab dem Alter Frauen von 35 Jahren und (zur Früherkennung Männer von Hautkrebs: Malignes Melanom („schwarzer Hautkrebs“), Basallzellkarzinom und Spinozelluläres Karzinom (beide „weißer Hautkrebs“)

alle zwei Jahre

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

Prostatauntersuchung, ab dem Alter Männer Genitaluntersuchung von 45 Jahren (zur Früherkennung von Prostatakrebs)

jährlich Die Untersuchung umfasst: – gezielte Anamnese (z. B. Fragen nach Veränderungen/Beschwerden) – Inspektion und Abtasten des äußeren Genitales

Genitaluntersuchung ab dem Alter Frauen von 20 Jahren (zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs)

Brustuntersuchung (zur Früherkennung von Brustkrebs)

ab dem Alter Frauen von 30 Jahren

Das Screening soll, wenn möglich, in Verbindung mit der zweijährlichen Gesundheitsuntersuchung („Check-up“) durchgeführt werden und umfasst: – gezielte Anamnese (z. B. Fragen nach Veränderungen/Beschwerden) – visuelle (mit bloßem Auge), standardisierte Ganzkörperinspektion der gesamten Haut einschließlich des behaarten Kopfes und aller Körperhautfalten – Befundmitteilung mit anschließender Beratung – (Im Falle eines verdächtigen Befundes erfolgt die weitere Abklärung durch einen/eine Facharzt/ Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologe/Dermatologin)

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

– Tastuntersuchung der Prostata (vom Enddarm aus) – Tastuntersuchung der regionären Lymphknoten – Befundmitteilung mit anschließender Beratung Dickdarm- und Rektumuntersuchung (zur Früherkennung von Darmkrebs)

Frauen im Alter von 50 bis 54 Jah- und Männer ren

jährlich Die Untersuchung umfasst: – gezielte Beratung – Guajak-Test (gFOBT) auf verborgenes Blut im Stuhl

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

699

Vorsorge und Prävention E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Früherkennung von Krebs Untersuchung

Alter

Darmspiegelung (zur Früherkennung von Darmkrebs)

ab dem Alter Frauen von 55 Jahren und Männer

zwei Untersuchun gen im Abstand von 10 Jahren

Die Untersuchung umfasst: – gezielte Beratung – zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren oder: – Guajak-Test (gFOBT) auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

MammographieScreening (zur Früherkennung von Brustkrebs)

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren

alle zwei Jahre

Das Screening umfasst: – schriftliche Einladung in eine zertifizierte Screening-Einheit – Information (Merkblatt) mit der Einladung – schriftliche Anamnese – Röntgen beider Brüste (Mammographie) – Doppelbefundung der Röntgenaufnahmen durch zwei unabhängige Untersucher – Befundmitteilung innerhalb von sieben Werktagen – (Im Falle eines verdächtigen Befundes erfolgt eine Einladung zur weiteren diagnostischen Abklärung. Dies veranlasst die jeweilige Screening-Einheit.)

KrebsfrüherkennungsRichtlinie Internet: www.g-ba.de www.mammoprogramm.de

GeHäufig- Anmerkungen schlecht keit

weitere Informationen

Gesundheitsuntersuchung „Check-up“ Untersuchung

Alter

GeHäufigschlecht keit

Anmerkungen

weitere Informationen

Check-up

ab dem Alter von 35

alle zwei Frauen und Män- Jahre ner

Der Check-up dient der Früherkennung insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen. Er umfasst folgende Leistungen: 1. Anamnese (z. B. Fragen nach Beschwerden), insbesondere die Erfassung des Risikoprofils (z. B. Rauchen, Übergewicht) 2. Körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus) einschließlich Messung des Blutdrucks 3. Laboruntersuchung a) aus dem Blut: – Gesamtcholesterin – Glukose b) aus dem Urin: – Eiweiß – Glukose – rote und weiße Blutkörperchen – Nitrit 4. Beratung über das Ergebnis Das Hautkrebs-Screening soll in Verbindung mit dem „Check-up“ durchgeführt werden.

GesundheitsuntersuchungsRichtlinien Internet: www.g-ba.de

700

Vorsorge und Prävention Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Zahnvorsorge-Untersuchungen GeHäufigAnmerkungen schlecht keit Einschätzung des Kariesrisikos – bis 6 Jahre Mädchen – dreimal Untersuchung bis 6 Jah- – Mundhygiene-Beratung – 6 bis 18 Jah- und Junauf Zahn-, – Inspektion der Mundhöhle re gen Mund- und Kiere – einmal je – Motivation zur Prophylaxe ferkrankheiten Kalender- Gegebenenfalls – lokale Fluoridierung zur Schmelzhalbjahr härtung ab 6 Jah– Versiegelung von kariesfreien Fisre suren und Grübchen der Backenzähne – Eingehende Untersuchung einmal je Zahnvorsorge ab dem Alter Frauen – Untersuchung im Rahmen des und Män- KalenderUntersuchungen von 18 Bonushefts halbjahr ner Bei Erwachsenen wird für zwei zahnärztliche Kontrolluntersuchungen im Jahr keine Praxisgebühr erhoben. Dies gilt auch dann, wenn in derselben Sitzung eine Zahnsteinentfernung, Röntgenuntersuchung oder Sensibilitätsprüfung durchgeführt wurde. Auch die Erhebung des Parodontalstatus (sog. PSI Index) bleibt frei von der Praxisgebühr Untersuchung

Alter

weitere Informationen Kinder-Richtlinien, zahnärztliche FrüherkennungsRichtlinie und IndividualprophylaxeRichtlinie Internet: www.g-ba.de § 55 Abs.1 Satz 4 und 5 SGB V Internet: www.kzbv.de

Schutzimpfungen Schutzimpfungen sind Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung. Nicht bezahlt werden Reiseimpfungen aus nicht beruflichem Anlass. – Diphtherie 1 Standardimpfungen Impfungen, die von hohem – Tetanus STIKO-EmpfehlunWert für den Gesundheitsfür Säuglinge, Kingen schutz des Einzelnen und der – Poliomyelitis (Kinderlähmung) der, Jugendliche (Internet: Allgemeinheit sind. Die einzel- – Haemophilus influenzae Typ B www.rki.de) nen Impfungen sind empfoh(Hib)-Infektion lenen Impfterminen zugeord- – Pertussis (Keuchhusten) net. Schutzimpfungs– Hepatitis B – Masern, Mumps, Röteln (MMR) Richtlinie Internet: – Varizellen www.g-ba.de – Pneumokokken-Infektion – Meningokokken-Infektion – HPV (Humanes PapillomVirus; für junge Frauen) Gesundheitsberic – 2 x Diphtherie Auffrischimpfungen hterstattung des – 2 x Tetanus für Kinder und JuBundes, Heft 1 STI– 2 x Pertussis (Keuchhusten) gendliche KO- Empfehlungen – 1 x Poliomyelitis (KinderlähInternet: www.rki.de mung) – Auffrischung gegen Diphtherie Standard- bzw. Auf- Impfungen, die Erwachsene und Tetanus (alle 10 Jahre emperhalten bzw. regelmäßig auffrischimpfungen für fohlen, die nächste fällige Impgefrischt werden sollen Erwachsene fung als Kombinationsimpfung mit Pertussis) – Masern (ungeimpfte bzw. nur einmal geimpfte nach 1970 geborene Personen) Ab 60 Jahre: – Influenza – Pneumokokken-Infektion Weitere Impfungen für ungeimpfte Erwachsene in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

701

Vorsorge und Prävention E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Schutzimpfungen Indikationsimpfungen Impfungen für Risikogruppen bei individuell (nicht beruflich) erhöhtem Expositions-, Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko sowie auch zum Schutz Dritter

– FSME (FrühsommermeningoEnzephalitis) – Haemophilus influenza Typ B (Hib)-Infektion – Hepatitis A und B – Influenza – Masern – Meningokokken-Infektion – Pertussis (Keuchhusten) – Pneumokokken-Infektion – Poliomyelitis (Kinderlähmung) – Röteln – Varizellen

Gesundheitsberic hterstattung des Bundes, Heft 1 STIKO- Empfehlungen Internet: www.rki.de

Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung Zu der Schwangerschaftsvorsorge gehören die Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung. Dabei soll die Schwangere untersucht und beraten werden. Zum Beispiel über Gesundheitsrisiken oder Ernährung. Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Krankenkassen wirken zusammen. Zu den Vorsorgeleistungen gehören u. a.: – Erkennung und Überwachung von Risikoschwangerschaften – Ultraschalldiagnostik – Untersuchung auf HIV – weitere serologische Untersuchungen auf Infektionen – Untersuchung und Beratung der Wöchnerin

MutterschaftsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

Chlamydien-Screening für Frauen bis zum 25. Lebensjahr Die genitale Chlamydia trachomatis-Infektion ist weltweit die häufigste sexuell übertragbare bakterielle Erkrankung und birgt ein Risiko für ungewollte Sterilität, Schwangerschaftskomplikationen und Infektionen der Neugeborenen. Daher wird allen Frauen bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr, die sexuell aktiv sind, einmal jährlich eine Untersuchung auf Chlamydien angeboten.

MutterschaftsRichtlinie Internet: www.g-ba.de

Kinder- und Jugenduntersuchungen Kinder- und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren sind von der Praxisgebühr befreit. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt eine Reihe von Früherkennungs- und Vorsorgemaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen. Die Eltern bekommen gleich nach der Geburt des Kindes im Krankenhaus oder beim Kinderarzt ein Untersuchungsheft für Kinder, in dem genau aufgelistet wird, wann welche Untersuchung ansteht. U-Untersuchungen (Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern)

702

von der Geburt bis zum Alter von 6 Jahren

Mädchen zehn Unterund Jun- suchungen den ersten gen sechs Lebensjahren beginnend unmittelbar nach der Geburt (U1 bis U9)

Es wird die körperliche und igneistige Entwicklung des Kindes geprüft, u. a. – Störungen in der Neugeborenenperiode – Angeborene Stoffwechselstörungen (erweitertes NeugeborenenScreening) – Entwicklungs- und Verhaltensstörungen – Erkrankungen der Sinnes-, Atmungs- und Verdauungsorgane – Sprach- oder Sprechstörungen – Zähne, Kiefer, Mund – Skelett und Muskulatur

Kinder-Richtlinien Internet: www.g-ba.de

Vorsorge und Prävention: Hausärzte – Internisten Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Chlamydien-Screening für Frauen bis zum 25. Lebensjahr J-Untersuchung (Jugendgesundheitsuntersuchung)

regulär zwischen dem vollendeten 13. und 14. Lebensjahr (± 1 Jahr)

Mädchen eine Unterund Jun- suchung gen

Anamnese u. a. auf: – auffällige seelische Entwicklungen/Verhaltensstörungen – Schulleistungsprobleme – gesundheitsgefährdendes Verhalten (Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum) Klinisch-körperliche Untersuchungen, u. a.: – Erhebung der Körpermaße – Störung des Wachstums und der körperlichen Entwicklung – Erkrankungen der Hals-, Brustund Bauchorgane Erhebung des Impfstatus

JugendgesundheitsUntersuchung Internet: www.g-ba.de

Die Vorsorge-Leistungen der privaten Krankenkassen Die PKV bietet ihren Versicherten ähnlich – nicht identisch – wie der gesetzlichen Krankenkassen zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen an – bei den meisten privaten Krankenversicherungen werden dafür bis zu 160 Euro erstattet – aber nicht immer gilt eine Kostenübernahme für eventuell folgende, weitere Leistungen wie Beratungsleistungen und/oder vom Arzt empfohlene weiterführende Untersuchungen, deren Kosten nicht immer automatisch übernommen werden. Aber abhängig vom gewählten Tarif können die PKV-Versicherte zusätzliche Untersuchungen in Anspruch nehmen. Das Thema Beitragsrückerstattung (einiger PKV-Kassen auch im Rahmen von ggf. nicht wahrgenommenen Vorsorgeuntersuchungen) motiviert PKV-Patienten ggf. dazu, sich nicht untersuchen zu lassen, um später eine Rückerstattung zu erhalten. Allerdings gestatten einige PKV-Kassen ihren Versicherten durchaus eine gewisse Anzahl an Vorsorgeuntersuchungen ohne dass die Beitragsrückerstattung dadurch gefährdet ist.

■ 2.1 Vorsorge und Prävention: Hausärzte – Internisten Dieser erste Teil umfasst allgemeine praeventive Untersuchungen und Krebsvorsorgen auf der Basis der Angebote zur Krebsfrüherkennungs- und Gesundheitsuntersuchungen der Kassen, wie sie den Patienten durchaus bekannt sind und in den Praxen von Hausärzten, Internisten, Kinderärzten und Gynäkologen nachgefragt werden.

■ Präventive Untersuchungen Erwachsener Die Kassen der GKV, PKV und die Beihilfe zahlen ihren Versicherten alle zwei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung (Check-up). Einige Patienten wünschen diese Leistung aber jährlich oder in einem kürzeren Abstand (dies gilt gerade auch für Krebsvorsorgen), wenn sich zum Beispiel gesundheitliche Beeinträchtigungen einstellen oder die Angst, eine Krankheit zu haben. Eine solche Zwischen-Untersuchung wird als Intervall-Check bezeichnet und ist im GKV-Bereich eine IGeL-Leistung und bei PKV-Versicherten eine Leistung auf Verlangen!. Gesundheitsuntersuchungen und Intervall-Check können von allen Allgemeinmedizinern, Praktischen Ärzten und Internisten durchgeführt werden. Im Rahmen der GKV sind als Bestandteile der Gesundheitsuntersuchung nach der EBM Nr. 01732 ab dem 35. Lebensjahr vorgesehen: ) Anamnese ) Ganzkörperstatus ) Laboruntersuchungen – Gesamtcholesterin – Glukose – Urinuntersuchung (Harnteststreifen) auf Eiweiß, Glukose, Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit ) Beratung nach Abschluss der Untersuchung und Vorliegen der Laborergebnisse ) Folgerung aus den Ergebnissen 703

Kleiner Gesundheitscheck/Krebsvorsorge E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Werden Gesundheitsuntersuchungen vom GKV-Patienten vor dem 35. Lebensjahr bereits gewünscht oder in kürzeren Abständen als alle zwei Jahre, so sind diese Leistungen im Sinne von IGEL-Leistungen nach GOÄ abzurechnen und zwar in dem Umfang, in dem sie mit dem Patienten vereinbart und erbracht wurden. Die Gesundheitsuntersuchung im Rahmen der PKV nach der GOÄ-Nr. 29 bezieht sich in der Legende nur auf ) Anamnese ) Ganzkörperstatus ) Beratung nach Abschluss der Untersuchung und Erörterung des Risikoprofils, Folgerung aus den Ergebnissen. Alle erforderlichen ergänzenden Untersuchungen (ggf. EKG, Labor, Sono, Röntgen) sind möglich und gesondert zusätzlich abzurechnen. Der einfache Gesundheits-Check nach EBM Nr. 01732 oder noch reduzierter nach GOÄ-Nr. 29 (die nur „Ganzkörperuntersuchung“) sind zur Diagnostik von ) Herz- und Kreislauferkrankungen ) Nierenerkrankungen ) Stoffwechselstörungen keineswegs ausreichend. Die Gesundheitsuntersuchung nach GOÄ-Nr. 29 sollte mindestens um die in der GKV vorgeschriebenen Labor-Untersuchungen ergänzt werden:

■ Die „kleine“ Gesundheitsuntersuchung = kleiner Gesundheitscheck GOÄ Nr. Kurzlegende 29 250*

Gesundheitsuntersuchung eines Erwachsenen Blutabnahme Vene

3531* 3560* 3563.H1

Urinsediment Glukose Gsamt-Cholesterin

1fach A 25,65 2,33 Labor 1fach A 4,08 2,33 2,33

*1,8/ 2,3fach A 58,99 5,36 1,15fach A 4,69 2,68 2,68

Bis vor einigen Jahren gehörten zur Gesundheitsuntersuchung bei der GKV auch noch das RuheEKG und die Kreatininbestimmung. Zu einer sinnvollen Gesundheitsuntersuchung und auch zum Intervall-Check gehört die Überprüfung des Impfstatus des Patienten und damit auch die entsprechende Beratung und ggf. erforderliche Impfungen. Neben einer Gesundheitsuntersuchung nach GOÄ-Nr. 29 sind am selben Tag Beratungen nach den GOÄ-Nrn. 1 und 3 nicht abrechenbar, aber wenn erforderlich natürlich an jedem anderen Tag. Mit der Gesundheitsuntersuchung nach GOÄ-Nr. 29 lässt sich eine Krebsfrüherkennungs-untersuchung nach den GOÄ-Nrn. 27 (Frau) oder 28 (Mann) kombinieren.

■ Krebsvorsorge GOÄ Nr. Kurzlegende 27 Krebsvorsorge bei einer Frau 28 Krebsvorsorge bei einem Mann 3500*

704

Stuhl auf Blut, 3mal

1fach A 2,3fach A 18,65 42,90 16,32 37,54 Labor 1fach A 1,15fach A 5,25 6,03

Krebsvorsorge / großer Gesundheitscheck Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ Die „große Gesundheitsuntersuchung“ = großer Gesundheitscheck

Zusätzliche (allgemeinmedizinische oder internistische) Untersuchungen über den Rahmen der skizzierten „kleinen“ Gesundheituntersuchung hinaus sind sinnvoll und abrechenbar, z. B. zum Ausschluss oder bei Verdacht auf Erkrankungen oder bei Kontrolluntersuchungen (bei entsprechenden Vorbefunden und im Rahmen von Tumornachsorge): Krankheit oder VD auf eine Erkrankung Koronare Herzerkrankung Herz-Kreislauferkrankungen z. B. Hypertonie Kontrolluntersuchungen abdominelle Erkrankungen gynäkologische Erkrankungen Nierenerkrankungen Prostata-Erkrankung Schilddrüsen-Erkrankungen Kontrolluntersuchungen Erkrankungen von Oesophagus, Magen/Duodenum und Colon

Gefäßerkrankungen Kontrolluntersuchungen Pulmonale Erkrankungen Kontrolluntersuchungen Erkrankungen des Skeletts Stoffwechselstörungen für zahlreiche Verdachts- oder Ausschlussdiagnosen Kontrolluntersuchungen

Untersuchungsmethode EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden EKG, 24-Stunden-RRR-Messung Ultraschalluntersuchungen, ggf. Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizinische Untersuchungen, Laboruntersuchungen

Endoskopie, ggf. Ultraschall-Untersuchungen, Radiologische Diagnostik, Laboruntersuchungen Doppler-Untersuchung Lungenfunktionsuntersuchungen, Radiologische Diagnostik, Laboruntersuchungen Radiologische Diagnostik Laboruntersuchungen Laboruntersuchungen

Große Gesundheitsuntersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 29 651* 652 605* 410 420 705 690 250* 3501* 3531* 3563.H1* 3565.H1* 3583.H1* 3585.H1* 3587.H1*

1fach A

Gesundheitsuntersuchung eines Erwachsenen 25,65 EKG 14,75 Belastungs-EKG 25,94 Lungenfunktionüberprüfung 14,11 Ultraschalluntersuchung eines Organs 11,66 Ultraschalluntersuchung von bis zu 3 weiteren Organen, je Organ 4,66 Proktoskopie 8,86 Rektoskopie 20,40 Blutabnahme Vene 2,33 Labor 1fach A BKS 3,50 Urinsediment 4,08 Cholesterin 2,33 Triglyceride 2,33 Harnsäure 2,33 Kreatinin 2,33 Alkalische Phosphatase 2,33

*1,8/ 2,3fach A 58,99 26,54 59,66 25,39 26,81 10,72 20,37 46,92 4,20 1,15fach A 4,03 4,69 2,68 2,68 2,68 2,68 2,68

705

Intervall-Check: Die zusätzliche Gesundheitsuntersuchung/Gastro-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 3592.H1* 3595.H1* 3555* 3557* 3550* 3551*

Gamma-GT GPT Kalzium Kalium Blutbild Differentialblutbild

1fach A 2,33 2,33 2,33 1,75 3,50 1,17

*1,8/ 2,3fach A 2,68 2,68 2,68 2.01 4,03 1,35

■ Intervall-Check: Die zusätzliche Gesundheitsuntersuchung Beispiele aus der Praxis: ) Eine 36-jährige Patientin wünscht ein Jahr nach der letzten Gesundheitsuntersuchung nach GKVRichtlinien eine weitere Gesundheitsuntersuchung und möchte, dass das Angebot der Untersuchung um einen ausgedehnten Herzkreislauf-Check erweitert wird. ) Eine 62-jährige Frau wünscht mit der Bemerkung „Bei mir ist gesundheitlich irgendetwas nicht in Ordnung“ eine zusätzliche Gesundheitsuntersuchung. Das Datum der letzten Gesundheitsuntersuchung liegt 8 Monate zurück. ) Eine 42-jährige Frau wünscht eine zusätzliche Gesundheitsuntersuchung, da sie -Raucherin – seit gut fünf Monaten unter Husten leide und sich schwach fühle. Eine klin. Untersuchung und eine Röntgen-Thorax-Untersuchung wegen dieser Beschwerden vor 3 Monaten war ohne path. Befunde. Das Datum der letzten Gesundheitsuntersuchung liegt 11 Monate zurück. Aus Angst vor einer Erkrankung will die Patientin eine Gesundheitsuntersuchung auf eigene Kosten. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 7 Untersuchung ein Organsystem: Haut, Stütz- u. Bewegungsorgane, Brustorgane, Bauchorgane, weibl. Genitaltrakt – oder: 8 Ganzkörperstatus 34 Erörterung, mind. 20 Min. z. B. – nicht neben Nr. 3

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 9,33

21,45

15,15 17,49

34,86 40,22

Anstatt den Intervall-Check als Gesundheitsuntersuchung nach GOÄ-Nr. 29 (2,3fach = 59,00 a) abzurechnen, besteht auch die Möglichkeit nach z.B. GOÄ-Nrn.: 7 + 3 oder 7 + 34 oder 8 + 3 oder 8 + 34 abzurechnen. Ergänzungsuntersuchungen zu Gesundheitsuntersuchung oder Intervall-Check Ergänzende Untersuchungen zum Intervall-Check up ergeben sich z. B. aus dem Wunsch des Patienten nach einer erweiterten Diagnostik oder aus schon erhobenen fraglichen Befunden.

■ Gastro-Check Beispiele aus der Praxis: ) Ein 42-jähriger Gymnasiallehrer – z. Zt. ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – möchte gerne einen jährlichen Gastro-Check, da er eine Ulcusanamnese hat. ) Eine 41-jährige verängstigte Krankenschwester hat in der Familienanamnese einen Fall von „Magen-Carc.“ (Mutter) und möchte jährliche Kontrollen. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 7 682

706

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung – Bauchorgane Gastroskopie – ggf. einschl. PE

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

9,33 49,54

21,45 113,95

Gefäß-Check Extremitäten und hirnversorgende Gefäße/Thrombose-Risiko-Check Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 683 684

Gastroskopie einschl. Oesophaguskopie – ggf. einschl. PE Bulbuskopie ggf. einschl. Oesophago- und Gastroskopie – ggf. einschl. PE 685 Duodeno-/Jejunoskopie ggf. einschl. vorausgegangener Oesophago-/Gastro/Bulboskopie – ggf. einschl. PE 250* Blutentnahme i.v. GOÄ Nr. Labor 4234* Helicobacter pylori – Antikörperschnelltest 3511* Helicobacter pylori – Urasetest im Biopsiematerial

1fach A 58,29 69,94

*1,8/ 2,3fach A 134,06 160,87

78,69

180,98

2,33 4,20 1fach A 1,15fach A 5,25 6,03 2,91 3,35

■ Gefäß-Check der Extremitäten GOÄ Nr. Kurzlegende 3 6 643* 644*

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung – Gefäßstatus Peripherer Arterien- bzw. Venendruck und Strömungsmessung Untersuchung der Strömungsverhältnisse in Extremitätenarterien bzw. -venen, direktionale Ultraschall-Doppler-Technik

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

5,83 6,99 10,49

13,41 12,58 18,89

■ Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße

Die Untersuchungen werden in der Regel auch von Nervenärzten und Neurologen mit entsprechender Qualifikation durchgeführt. Beispiele aus der Praxis: ) Ein 57-jähriger Patient möchte aus Angst vor einem Schlaganfall – Vater hatte Caro-tisstenose – eine Carotisstenose bei sich ausschließen. ) Eine 65-jährige Patientin möchte ihre hirnversorgenden Gefäße kontrollieren lassen. Bei einem Thorax-Röntgen wurden Aortenverkalkungen festgestellt. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 6 645*

410 420

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) -nicht neben Sonderleistungen Untersuchung – Gefässstatus Untersuchung Strömungsverhältnisse in hirnversorgenden Arterien u. Periorbitalarterien mit direktionaler Ultraschall-DopplerTechnik Sono eines Organs Sono bis zu 3 weiteren Organen, je Organ

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

5,83 37,89

13,41 68,20

11,66 4,66

26,81 10,72

Abrechnungshinweis: Bei einer duplex-sonograhischen Untersuchung sind zusätzlich zur Leistung nach Nr. 645 die Nrn. 410 und 420 ansetzbar. Wird eine Duplexuntersuchung im zweidimensionalen Bild farbcodiert durchgeführt, so kann ein höherer Steigerungsfaktor gewählt werden.

■ Thrombose-Risiko-Check

Bei familiärer Belastung kann heute vor Situationen, die mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden sind, durch ein Profil laborchemischer Untersuchungen von

707

Herz-Kreislauf-Check/Weiterführende Untersuchungen/Leber-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

) APC-Resistenz (Gerinnungstest) ) Protein-C-Aktivität ) Protein-S-Aktivität ) Antithrombin-III-Aktivität ) Lupus-Antikoagulans ) Homocystein das Thromboserisiko untersucht werden. Typische Situationen, in denen vermehrt Thrombosen auftreten, sind: ) die Einnahme von oralen Kontrazeptiva („Antibaby-Pille“) ) auch längere Flugreisen oder längere Busfahrten können bei Patienten mit entsprechender Veranlagung zu Thrombosen und in Folge zu Lungenembolien u. ä. führen. Beispiele aus der Praxis: ) Ein 40-jähriger Sportlehrer – ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – möchte gerne an einem Marathonlauf teilnehmen und wünscht zuvor ein Belastungs-EKG. ) Da der Vater mit 72 Jahren einen Schlaganfall erlitt, möchte der 41-jährige Sohn eine Untersuchung zur Herzinfarkt und Schlaganfall-Prävention. ) 42-jährige Patientin – intensive Tennisspielerin – wünscht Belastungs-EKG zur Feststellung der Leistungsfähigkeit. Zusätzlich wird eine Spirometrie gewünscht. ) 62-jährige Patientin mit Herzinsuffizienz (nach NYHA-Klassifikation als II klassifiziert) wünscht auch ohne Verschlechterung des Zustandes kurzfristige Kontrolluntersuchungen.

■ Herz-Kreislauf-Check GOÄ Nr. Kurzlegende 3 8 651* 652 250* 3562.H1* 3563.H1* 3564.H1* 3565.H1* 3560* 4084* 3933* 3730* 3741*

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 20,11

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleis8,74 tungen Ganzkörperstatus 15,15 34,86 Ruhe EKG 14,75 26,55 Belastungs-EKG 25,94 59,66 Blutentnahme aus Vene 2,33 4,20 Labor 1fach A *1,15fach A Gesamt-Cholesterin 2,33 2,68 HDL-Cholesterin 2,33 2,68 LDL-Cholesterin 2,33 2,68 Triglyceride 2,33 2,68 Glukose 2,33 2,68 Homocystein – analoger Ansatz 33,22 38,21 Fibrinogen 5,83 6,70 Lipoprotein (a) 17,49 20,11 CRP (Ligandenassay) 11,66 13,41

■ Weiterführende Untersuchungen zu Herzinfarkt- und Schlaganfall-Prävention

) Koronararteriographie, nicht-invasive, z. B. mit Elektronenstrahl-Tomographie (EBCT) oder mit Mehrschicht-Computer-Tomographie, auch mit Bestimmung von Koronarkalk ) Schlaganfall-Vorsorge: Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße bei fehlenden anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten („Stroke-Check“)

■ Leber-Check Beispiele aus der Praxis: ) Ein 54-jähriger Mann – ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – möchte gern einen Sonocheck der Leber und entsprechende Laboruntersuchungen, da er viel Alkohol konsumiert.

708

Lungenfunktions-Check/Stoffwechsel-Check Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 7 410 420 420 420 250* 3587.H1* 3581.H1* 3574* 3573.H1* 3592.H1* 3593.H1* 3594.H1* 3595.H1*

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 20,11

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleis8,74 tungen Untersuchung Bauchorgane 15,15 34,86 Sonographie Leber 11,66 26,81 Sonographie Gallenblase 4,66 10,73 Sonographie große abd. Gefässe 4,66 10,73 Sonographie ggf. 1 weiteres Organ 4,66 10,73 Blutentnahme 2,33 4,20 Labor: Leberprofil 1fach A *1,15fach A Alkalische Phosphatase 2,33 2,68 Bilirubin gesamt 2,33 2,68 Serumelektrophorese 11,66 13,41 Gesamteiweiss 1,75 2.01 Gamma-GT 2,33 2,68 GLDH 2,91 3,35 GOT 2,33 2,68 GPT 2,33 2,68

■ Lungenfunktions-Check Beispiele aus der Praxis: ) Eine 46-jährige Frau – ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – möchte gern einen Lungenfunktions-Check, da sie seit 22 Jahren raucht und sich angeblich in letzter Zeit beim Tennisspielen häufiger „Atemnot“ einstelle. ) 59-jähriger fanatischer Taucher möchte sich über die Leistungsfähigkeit seiner Lungen informieren. Er wünscht ferner ein Belastungs-EKG. ) 39-jähriger Raucher seit dem 16. Lebensjahr – ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – wünscht einen Lungenfunktions-Check mit Belastungs-EKG. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 7 605* 605a* 608* 610* 5137* 505*

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung Bauchorgane Ruhespirographische Untersuchung Darstellung der Flußvolumenkurve Ruhespirographische Teil-Untersuchung Ganzkörperplethysmographie Brustorganübersicht Atmungsunterweisung – analoger Ansatz der Nr. 505

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

15,15 14,11 8,16 4,43 35,26 26,23 4,95

34,86 25,39 14,69 7,97 63,48 47,21 12,38

Raucher Risikoabschätzung: Labor: Großes Blutbild, CRP, CEA, CYFRA 21-1, NSE

■ Stoffwechsel-Check Beispiele aus der Praxis: ) Eine 36-jährige Patientin mit Übergewicht möchte jährliche Diabetesrisiko- und LipidstoffwechselChecks und daneben zusätzlich einen Herz-Kreislauf-Check. ) 48-jähriger Patient mit massivem Übergewicht möchte quartalsmäßig Beratung zur Gewichtsreduktion und entsprechende Untersuchungen.

709

Diätberatung/Diabetes-Risiko-Check/Lipid- und Gicht-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

) Eine 42-jährige Patientin (ohne BZ-Erhöhungen bei den bisherigen Laboruntersuchungen), deren Eltern beide an Diabetes Typ-2 leiden, möchte halbjährliche Diabetes- und Lipidstoffwechsel-Checks.

■ Individuelle Diätberatung – Beratung zur Gewichtsreduktion – Diät-Beratung ohne Vorliegen einer Erkrankung – Gruppenbehandlung bei Adipositas

1fach A

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 1 8 33

34 analog

8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

4,66 15,15 17,49

10,72 34,85 40,22

300

40,22

120

16,09

4,08 8,74 2,33

9,34 20,10 4,20

Labor 1fach A 2,33 11,66 9,33 2,04

1,15fach A 2,68 13,41 10,73 2,35

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Beratung Ganzkörperuntersuchung Diätschulung – analog GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 33: Strukturierte Schulung einer Einzelperson mit einer Mindestdauer von 20 Minuten ... Ausgedehnte Diät/Erörterung ohne Vorliegen einer Erkrankung – mind. 20 Min. – analog GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 34: Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung...

20

Gruppenbehandlung bei Adipositas (4–12 Teilnehmer, mind. 50 Minuten) – analog GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 20: Beratungsgespräch in Gruppen von 4 bis 12 Teilnehmern im Rahmen der Behandlung von chronischen Krankheiten ...

76 77 250*

Schriftlicher Diätplan Kurplanung Blutentnahme

■ Labor: Diabetes-Risiko-Check GOÄ Nr. 3560* 3561* 3613* 3652*

Kurzlegende Blutzucker HBA1c Blutzuckerbelastung Urin-Streifentest

■ Lipid- und Gicht-Check GOÄ Nr. Kurzlegende 3560*

Blutzucker

Labor 1fach A *1,15fach A 2,33

2,68

3562 H1* Cholesterin

2,33

2,68

3563 H1* HDL

2,33

2,68

3564 H1* LDL

2,33

2,68

3565 H1* Triglyceride

2,33

2,68

3584 H1* Harnstoff

2,33

2,68

3583 H1* Harnsäure

2,33

2,68

3652*

2,04

2,35

Urin-Streifentest

Sono Check verschiedener Organe Bei einem umfassenden oder nur teilweisen sonographischen Check-up der inneren Organe etc. handelt es sich meist um gewünschte Zusatzleistungen zu Gesundheitsuntersuchung, Intervalloder General Check-up oder einfach um den akuten Patientenwunsch, sich z. B. über seine „Leber“ oder „Niere“ zu informieren. In der Regel sind zusätzlich zum Sono-Organ-Check noch

710

Sono-Checks Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Beratungsleistungen nach Nr. 1 oder 3, Untersuchungen und entsprechende Laborparameter erforderlich. Beispiele aus der Praxis: ) Ein 55-jäh. Patient mit leicht erhöhter Gamma-GT wünscht einen Sono-Lebercheck. ) Ein 58-jähriger Patient mit bekannten Gallenstein wünscht häufige Sono-Kontrollen. ) Eine 24-jährige Patientin mit chron. rezidivierendem Harnwegsinfekt wünscht häufige SonoChecks ihrer Nieren. ) Eine 38-jäh. Patientin mit bekannten Nierensteinen wünscht häufige Sono-Kontrollen. ) Eine 18-jährige Patientin hält ihren Hals für „zu dick“ und möchte eine Sono ihrer Schilddrüse.

■ Sono-Check der abdominellen Organe und Gefäße

Beim sonographischen Check-up (zu Teilen Bestanteil von Intervall-, Facharzt- oder General Checkup) der inneren Organe geht es im abdominellen Bereich um die Darstellung ) der Leber ) der Gallenblase und der Gallenwege ) der Bauchspeicheldrüse ) der Milz ) der Nieren ) der großen Oberbauchgefäße Vena cava, Aorta etc. ) und die darstellbaren Bezirke im Bereich des Magens und des Darmes. GOÄ Nr. Kurzlegende 410

ein Organ

420

Sonographie bis zu 3 weiteren Organen, je Organ

1fach A 2,3fach A 11,66

26,81

4,66

10,73

■ Sono-Check des Urogenitaltraktes mit zusätzlichen transkavitären Untersuchungen GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

11,66

26,81

410

ein Organ

403*

Zuschlag bei transkavitärer Untersuchung (rektal/vaginal)

8,74

15,74

420

Sonographie bis zu 3 weiteren Organen, je Organ

4,66

10,73

■ Sono-Nieren-Check + Labor Beispiele aus der Praxis: ) 68-jähriger Patient Patient mit Nierencysten wünsch jährliche Kontrollen der Cysten auf Größe und Anzahl sowie entsprechende Laborparameter. ) 58-jährige Patienten mit bekannter Hyperurikämie wünscht jährlichen Nieren-Check. GOÄ Nr. Kurzlegende 410 420 420 420 250*

Sonographie rechte Niere Sonographie linke Niere Sonographie grosse abd. Gefässe Sonographie ggf. 1 weiteres Organ; Blase Blutentnahme

3550* 3583.H1 3584.H1 3585.H1

Blutbild Harnsäure Harnstoff Kreatinin

1fach A 11,66 4,66 4,66 4,66 2,33 Labor 1fach A 3,50 2,33 2,33 2,33

*1,8/ 2,3fach A 26,81 10,73 10,73 10,73 4,20 *1,15fach A 4,03 2,68 2,68 2,68

711

Sono Schilddrüse und Labor – General-Check-up E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 3557 3558 3511** 3531*

Kalium Natrium Urin-Teststreifen Urinsediment

Abrechnung IGeL-Leistungen

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 2,01 2,01 3,35 4,69

1,75 1,75 2,91 4,08

■ Sono Schilddrüsen-Check + Labor

Besonders bei Frauen ab dem 35. Lebensjahr sollte zum Ausschluss einer Unterfunktion der Schilddrüse eine TSH-Bestimmung erfolgen. Beispiele aus der Praxis: ) Eine 33-jährige Patientin hält ihren Hals für „zu dick“ und möchte einen Sono-Check ihrer Schilddrüse ) Ein 42-jähriger Patienten – ohne klinische Zeichen einer Erkrankung – möchte eine Untersuchung zum Ausschluss einer Schilddrüsenüberfunktion. GOÄ Nr. Kurzlegende 417 250*

Sonographie der Schilddrüse Blutentnahme aus Vene

4022.H4* T3 4023.H4* T4 4030.H4* TSH

1fach A 12,24 2,33 Labor 1fach A 14,57 14,57 14,57

*1,8/ 2,3fach A 28,15 4,20 *1,15fach A 16,76 16,76 16,76

■ Die umfassende Gesundheitsuntersuchung: General-Check-up/Manager-Check

General-Check-up ist die Umschreibung für die umfassendste ambulante Vorsorge-Untersuchung, einschl. Sonographie, Lungenfunktion, Endoskopie, Belastungs-EKG, ausgedehnter Laboruntersuchungen, Röntgen usw. und entsprechender Beratungen, besonders zu sportlicher Bewegung und gesunder Ernährung. Der General-Check-up wird seit Jahren z. B. von der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden durchgeführt. Das Konzept stammt von der Mayo-Klinik in den USA. Dort und später auch bei uns wurde es zuerst für zahlungskräftige Patienten und danach auch von Firmen zur Untersuchung ihrer leitenden Angestellten eingeführt und hat deshalb in der Bevölkerung den landläufigen Namen Manager-Check-up erhalten. In Wiesbaden werden die Patienten mehreren Fachärzten vorgestellt, damit eine umfassende Untersuchung durchgeführt werden kann. Während die Gesundheitsuntersuchung – auch mit zusätzlichen Leistungen – in der Regel eine Leistung von Allgemeinmedizinern oder Internisten darstellt, ist ein General-Check-up oder Manager-Check immer eine Gemeinschaftsleistung mehrerer Ärzte unterschiedlicher Fachgruppen. Für Untersuchungen, die nur ein Arzt durchführt, kann der Begriff seriöserweise nicht verwendet werden. Das Wirtschaftsmagazin Capital (9/2003) sah schon vor 10 Jahren die Zukunft im Check-up und schrieb ... „Die Vorsorgebranche boomt. Die Zahl der Kliniken, die entsprechende Untersuchungen anbieten, steigt entsprechend. Die gesetzlichen Kassen zahlen für solche Check-ups aber nicht. Bei den privaten hängt es vom Verhandlungsgeschick des Versicherten ab. Im Unterschied zur Vorbeugung beim Hausarzt sind die Untersuchungen beim Spezialisten umfassender – und deren Ablauf ist besser organisiert ...“. Auch die niedergelassenen Vertragsärzte könnten einen umfassenden General-Check anbieten. Wenn sie verschiedene Fachkollegen aus Praxis und Klinik in der Umgebung in dieses Angebot einbeziehen, so ist der General-Check für die Patienten umso glaubwürdiger. Hierzu sind Absprachen unter den Kollegen und festgelegte Untersuchungs-Programme zum Nutzen von Patient und Vertragsärzten notwendig. Vor allem aber müssen Vertragsärzte die Angst aufgeben, Patienten ggf. in eine Chefarztambulanz zu schicken. Viele Manager fühlen sich für den großen Check-up besser in einer Klinkambulanz aufgehoben als in einer Praxis.

712

Vergleich umfassender Vorsorge-Untersuchungen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Praxis und Klinik mit einem umfangreichen diagnostischen Angebot kann hier Verbesserungen – d. h. den Patienten zurück zu seinem Hausarzt – bringen. Primär wird der Hausarzt oder Internist beim General-Check-up als „guter Verteiler“ an seine Fachkollegen gesehen, als „Sammler“ und Berater der erhobenen Befunde. Eine Standardisierung der Leistungen eines General-Checks gibt es nicht. Der Leistungsumfang ist abhängig von ) den Wünschen des Patienten ) von den Kenntnissen des primär behandelnden Arztes ) von der Einstellung des Arztes zu Fachkollegen zu überweisen ) von den Kenntnissen der kooperierenden Fachkollegen des Arztes. Vergleich von Inhalt/Umfang verschiedener umfassender Vorsorge-Untersuchungen ) Wichtig: Nicht alle aufgeführten Untersuchungen sind bei einem Arzt-/Patientenkontakt abrechenbar. Ärztliche Leistungen

1. Klinische Untersuchungen Eingehende Anamnese und Internistische Ganzkörperuntersuchung

GeneralCheck (IGEL)

DKD**

MayoClinic***







? ✓ ✓ ✓

? fakultativ fakultativ fakultativ



ab 40 J. Ruhe-EKG



bei Rauchern

ab 50 J.

fakultativ





✓ ✓

fakultativ fakultativ

– –

– –

Überprüfung des Impfstatus ✓ Hörprüfung fakultativ Augenuntersuchung fakultativ Gynäkologische Vorsorge-Untersufakultativ chung 2. Apparative-diagnostische Untersuchungen EKG und Belastungs-EKG ✓ Langzeit-EKG Langzeit-Blutdruckmessung Lungenfunktionsprüfung



3. Endoskopische Untersuchungen – Rektoskopie fakultativ – Sigmoidoskopie – Gastroskopie fakultativ – Coloskopie 4. Ultraschall-Untersuchungen/Doppler Sono Innere Organe – ein Organ ✓ – weitere bis zu 3 Organe je Organ ✓ – Schilddrüse – Gynäkologische Sonographieweitere bis zu 3 Organe, je Organ – Transvaginale Sonographie – Transrektale Sonographie Prostata fakultativ – Zuschlag bei transkavitärer Sono fakultativ

GOÄ Nrn. *1,8/2,3fach A

29 alternativ 8 3 1400

58,99

27

42,90

651* 652 659* 654* 605* 605a

26,55 59,66 41,97 15,74 25,39 14,69

690 689 682 687

46,92 93,83 113,95 201,09

410 420 417 410 420 410 410 403*

26,81 10,73 28,15 26,81 10,73 26,81 26,81 15,74*

15,15 20,11 10,19

713

Vergleich umfassender Vorsorge-Untersuchungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Ärztliche Leistungen

– Doppler-Sonographie (Hirngefäße) – Duplex-Sonographie (Hirngefäße) GOÄ Nrn. 645+410+420 (420 bis zu 3x) 5. Röntgenuntersuchungen Brustorgane (Thorax) Mammographie

Abrechnung IGeL-Leistungen

GeneralCheck (IGEL) fakultativ

fakultativ fakultativ

DKD**

MayoClinic***





✓ ✓ fakultativ ab 40 J. alle 2 J./ab 50 J. jährlich

Mammosonographie Osteodensitometrie mit quant. CT oder digitaler Röntgentechnik Osteodensitometrie mittels DualPhotonen-Absorptionstechnik 6. Laboruntersuchungen Blutentnahme BSG CRP Differentialblutbild Glukose HbA1c Elektrolyte – Natrium – Kalium Blutfette – Chlolesterin – Triglyceride – HDL-Cholesterin – LDL-Cholesterin Leberwerte – Alkalische Phosphatase – Bilirubin gesamt – Serumelektrophorese – Gesamteiweiss – Gamma – GT – GLDH – GOT – GPT Nierenwerte – Kreatinin Harnsäure 714

fakultativ





✓ ✓

✓ ✓

✓ –

✓ ✓

✓ ✓

✓ ✓















GOÄ Nrn. *1,8/2,3fach A 645* 645* +410 +420

68,20 68,20 26,81 10,73

5137* 5265* 5266* 5267* 418 420 5380*

47,21 31,48 47,21 15,74 28,15 10,72 31,48

5475*

31,48

250* 3501* 3741* 3551* 3560* 3561*

1,15fach (L) 5,36 (L) 4,02 (L) 13,41 (L) 1,345 (L) 2,68 (L) 13,41 (L)

3558* 3557*

2,01 (L) 2,01 (L)

3562.H1* 3565.H1* 3563.H1* 3564.H1*

2,68 (L) 2,68 (L) 2,68 (L) 2,68 (L)



✓ 3587.H1* 2,68 (L) 3581.H1* 2,68 (L) 3574* 13,41 (L) 3573.H1* 2,01 (L) 3592.H1* 2,68 (L) 3593.H1* 3,35 (L) 3594.H1* 2,68 (L) 3595.H1* 2,68 (L)

✓ ✓

✓ ✓

✓ ✓

3585.H1* 3583.H1

2,68 (L) 2,68 (L)

Vergleich umfassender Vorsorgeuntersuchungen – General-Check-up in Kliniken Abrechnung IGeL-Leistungen

Ärztliche Leistungen

Schilddrüsenfunktion – T3 – T4 – TSH Prostata-spezifisches Antigen (Männer) Teststreifen zur Feststellung: Blut im Stuhl Urinteststreifen Atemtest auf H. pylori 7. Abschließende Maßnahmen Ausführliche Erörterung der Untersuchungsergebnisse – Beratung-Angebote, z. B. mehr Bewegung, Gewichtsreduktion, Alkoholreduktion, Nikotinabstinenz – Abschlussbericht Kosten in Euro ca.

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GeneralCheck (IGEL)

DKD**

MayoClinic***

✓ ✓ ✓ fakultativ

? ? ? ✓

✓ ✓ ✓ –

4022.H4* 4023.H4* 4030.H4* 3908*







3500*

6,03 (L)

✓ fakultativ

✓ –

✓ –

3511* 4234*

3,35 (L) 6,03 (L)







34

78,66

3

20,11

80

40,22

✓ 180,– bis 360,–

✓ 895,– 1500,–

✓ ca. 1.530,–

GOÄ Nrn. *1,8/2,3fach A

16,76 (L) 16,76 (L) 16,76 (L) 20,11 (L)

(Kursiv sind die zusätzlichen Vorschläge der Autoren gekennzeichet * 1,8facher Satz (L) = Labor 1,15facher Satz ** Manager-Check- DKD (Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden) *** Executive Health Programm (Mayo-Klinik, Rochester, Minnesota, USA)

Abrechnungstipp: Überall dort, wo erschwerte Untersuchungen oder besondere Untersuchungsverhältnisse vorliegen, ist eine Erhöhung vom Schwellenwert 2,3fach bis zum 3,5fachen Satz möglich und bei Leistungen mit reduziertem Gebührenrahmen (mit * gekennzeichnet) ist eine Erhöhung. vom Schwellenwert 1,8*fach bis zum 2,5fachen Satz möglich. Die entsprechenden Begründungen sind anzugeben.

General Check-up: Leistungsangebote von Kliniken Die Autoren haben beispielhaft die Leistungsangebote zur Prävention einiger Kliniken aus dem Internet zusammengetragen und nachfolgend fast immer in den Originalangaben -siehe eingerückte Texte – aufgeführt. Diese Übersicht dürfte niedergelassenen Ärzten helfen, ihr Leistungsangebot zum General- oder Manager Check up für ihre Patienten unter Einbezug von Kollegen verschiedener Fachrichtungen aus Praxis und Klinik zu definieren. 䉴 Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden – www.dkd-wiesbaden.de Diese Klinik hat als eine der ersten in Deutschland den General-oder Manager Check eingeführt. Basis-Programm für Männer und Frauen ) Eingangsgespräch/-untersuchung ) Basis-Laboruntersuchung (incl. Nüchtern-Plasma-Glucose) ) Globale Herz-Kreislauf-Risikoabschätzung ) Ruhe- und Belastungs-Elektrokardiographie (EKG) ) Ultraschall Herz ) Ultraschall hirnversorgende Arterien ) Ultraschall Bauchorgane ) Lungenfunktion (Ruhe-Spirometrie)

715

General-Check-up in Kliniken E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

) Allergie-Test ) Augen-fachärztliche Basisuntersuchung ) Abschlussgespräch ) Ärztlicher Abschlussbericht Bei Frauen wird zusätzlich eine frauenärztliche Untersuchung/Beratung durchgeführt. Zusätzliche altersabhängige Untersuchungen Männer ab 40 Jahre Stuhluntersuchung auf occultes Blut ab 45 Jahre Laboruntersuchung PSA (= Prostata-spezifisches Antigen) und Ultraschall Prostata transrektal (wenn PSA pathologisch) ab 50 Jahre Sigmoidoskopie (Darmspiegelung 60 cm) ab 55 Jahre Totale Koloskopie (Spiegelung gesamter Dickdarm) Frauen ab 20 Jahre ab 40 Jahre ab 50 Jahre

Zervixabstrich und transvaginale Sonographie Stuhluntersuchung auf occultes Blut Sigmoidoskopie (Darmspiegelung 60 cm) und Mammographie und Mammasonographie ab 55 Jahre Totale Koloskopie (Spiegelung gesamter Dickdarm) Der Arzt schlägt ggf. nach dem Erstgespräch weitere notwendige Untersuchungen vor, wenn eine entsprechende Anamnese, ein Befund oder Vorbefund oder eine Begleiterkrankung vorliegen. Der Check-up sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Sollten bei Check-up-Erstuntersuchung auffällige Befunde erhoben worden sein, empfehlen wir, diese alle zwei Jahre durchführen zu lassen: ) Ultraschall Herz ) Ultraschall hirnversorgende Arterien ) Ultraschall Bauchorgane ) Lungenfunktion (Ruhe-Spirometrie) ) Allergie-Test ) Augen-fachärztliche Basisuntersuchung Sollten Normalbefunde erhoben worden sein, hängt die Wiederholungsuntersuchung nach zwei Jahren von der Indikationsstellung des Arztes ab. Bei Vorliegen eines Bluthochdrucks (> 140/90 mmHg oder blutdrucksenkende Therapie) sollten folgende Untersuchungen zusätzlich durchgeführt werden: ) Oraler Glucosetoleranztest ) 24-h-Blutdruckmessung (Indikationsstellung durch persönlichen Arzt) ) Verschlussdruck Beinarterien ) Ultraschall Beinarterien ) Ultraschall Nierenarterien (Indikationsstellung durch persönlichen Arzt) ) Röntgen Brustorgane ) Untersuchung Augenhintergrund ) Ernährungsberatung Bei Vorliegen einer Adipositas (Fettleibigkeit, Gewichtsindex > 30 kg/m2) sollten folgende Untersuchungen zusätzlich durchgeführt werden: ) Oraler Glucosetoleranztest ) Körperfettbestimmung/-verteilung ) Ernährungsberatung Bei Vorliegen von Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin > 200 mg/dl, Triglyceride > 150 mg/dl, LDL > 130 mg/dl, HDL > 40 mg/dl) sollten folgende Untersuchungen zusätzlich durchgeführt werden: ) Oraler Glucosetoleranztest ) Ultraschall hirnversorgende Arterien ) Verschlussdruck Beinarterien ) Ultraschall Beinarterien ) Ernährungsberatung Bei Vorliegen eines Diabetes sollten folgende Untersuchungen zusätzlich durchgeführt werden: ) 24-h-Blutdruckmessung ) Ultraschall Herz (Echokardiographie in Ruhe) 716

General-Check-up in Kliniken Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Ultraschall Herz (Echokardiographie unter Belastung) ) Myokardszintigraphie ) Ultraschall hirnversorgende Arterien ) Verschlussdruck Beinarterien ) Ultraschall Beinarterien ) Röntgen Brustorgane (Indikationsstellung durch persönlichen Arzt) ) Untersuchung Augenhintergrund ) Diagnostik bei erektiler Dysfunktion (Impotenz) ) Ernährungsberatung Gerne führen wir auf Ihren Wunsch (auch ohne medizinische Indikation) auch nachfolgende Untersuchungen durch: ) Spiroergometrie mit Laktatmessung/Fitnesstest ) Knochendichtemessung ) Körperfettbestimmung/-verteilung ) Hörtest ) HNO-fachärztliche Untersuchung ) Urologische Untersuchung/Beratung ) Hautärztliche Untersuchung/Beratung ) Orthopädische Untersuchung/Beratung ) Ernährungsberatung ) Reiseprophylaktische Beratung 䉴 Diagnoseklinik, München – www.diagnoseklinik-muenchen.de Die Diagnoseklinik in München zeigt in ihrem „übervollen“ Internetauftritt im linken Menü zahlreiche Untersuchungen und Untersuchungsbereiche sowie u. a. auch einen Bereich „Therapie“. Eine stichwortartige Struktur für einen General-Check haben wir nicht gefunden – dafür aber einen BusinessCheck –, doch gibt es zu den einzelnen Begriffen viele – ein bisschen zu viele – weiterführende Informationen. Die Fülle der Information kann durchaus zu eigenen Angeboten animieren. 䉴 Diagnostik-Zentrum Fleetinsel, Hamburg – www.diagnostik-zentrum.de Die Übersicht über den Basis-Check up ist unserer Meinung die im Layout beste und übersichtlichste Darstellung aller hier vorgestellten Internetauftritte; denn auf einen Blick ist hier zu erkennen, welche Untersuchungen in welchem Zeitrahmen durchgeführt werden: 08.00 Uhr Einführungsgespräch Auswertung des Fragebogens zur medizinischen Vorgeschichte und körperliche Untersuchung 08.45 Uhr Blutentnahme Großes Blutbild, Leber-, Gallen-, Nierenwerte, Blutfette, Blutzucker, Schilddrüsenwerte, Tumormarker etc. 09.00 Uhr Untersuchung der Bauchorgane und Schilddrüse Farbultraschall-Untersuchungen von Leber, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Prostata (Männer), Uterus (Frauen) und der Schilddrüse 10.00 Uhr Gefäßdiagnostik Farbultraschall-Untersuchung der großen Arterien (Hirn-, Bein-Arterien, sowie Bauchhauptschlagader) 10.30 Uhr Herz-Kreis- und Lungen-Diagnostik Farbultraschall des Herzen, (3D Echokardiographie), EKG in Ruhe und unter Belastung, Prüfung der körperlichen Fitness (Spiro-ergometrie, Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie), Körperfettgehalt (Body-Mass-Index) 11.00 Uhr Hautvorsorge Vollständige Inspektion der Haut, Melanomscreening, Hauttypbestimmung 12.00 Uhr Augen und Ohren Prüfung der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes, Spiegelung des Augenhintergrundes, Messung des Augeninnendrucks, Gehörprüfung 13.00 Uhr Ergänzende Zusatzuntersuchungen wie Darmkrebsvorsorge (Coloskopie), Lungenscreening für Raucher (CT-Thorax) 14.30 Uhr Abschlussgespräch Besprechung der Befunde ggf. Vorschlag weiterführender Maßnahmen

717

General-Check-up in Kliniken E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Ergänzende Untersuchungen im Rahmen des Checks: ) Lungenscreening (low-dose CT), wenn Sie Raucher sind ) Darmspiegelung, wenn Sie über 45 Jahre alt sind und bisher noch keine Untersuchung auf Darmkrebs durchgeführt wurde. ) Bei höherem Herz-Kreislauf Risikoprofil Kalk-Scoring der Herzkranzgefäße ggf. CT-/MR-Diagnostik der Arterien. ) Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung für Frauen inkl. Mammographie ) Magenspiegelung (Gastroskopie) bei Oberbauchbeschwerden durch unseren Facharzt für Gastroenterologie ) Funktionsprüfung des Bewegungsapparates bei Wirbelsäulen- und Gelenk-Beschwerden durch Fachärzte für Orthopädie ) Knochendichtemessung durch unseren Facharzt für Radiologie (CT-Diagnostik) ) Abklärung von rheumatologischen Fragestellung durch den Facharzt für Rheumatologie ) Individuelle Ernährungsberatung z. B. zur Gewichtsreduktion, mit einem auf Sie persönlich zugeschnittenen Trainingskonzept ) Zahnärztliche Untersuchung, Abklärung von Zusammenhängen mit orthopädischen oder HNOErkrankungen ) HNO-Untersuchung von Nase, Rachen und Kehlkopf, Allergietestung ) Neurologische Untersuchung zur Eruierung der Ursachen von z. B. Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel ) Psychologische Gesprächsangebote zum Thema Schlafstörung, Stressbewältigung und Entspannungsmethoden ) Brain-Check zur Überprüfung von Gedächtnis und Konzentration In einem ausführlichen Abschlussgespräch werden vom leitenden Arzt alle Ergebnisse zusammengefasst, erläutert und bewertet und ggf. weiterführende Untersuchungen besprochen. Ca. 14 Tage nach dem Check-Up erhalten die Patienten einen ausführlichen schriftlichen Bericht mit allen Ergebnissen und Daten. 䉴 Max-Grundig-Klinik, Baden-Baden – www.grundig-klinik.de Die Max Grundig Klinik bietet unterschiedlich intensive Vorsorge-Untersuchungen an. Der Basis Check-up dauert ca. 11/2 bis 2 Tage, der Erweiterte Check-up ca. 21/2 bis 3 Tage. Folgende Untersuchungen werden durchgeführt: Basis Check-up ) Persönliche Hinterfragung der Vorerkrankungen einschließlich der familiären Erkrankungsrisiken ) Körperliche Untersuchung ) Ruhe-EKG ) Ergometrie (Belastungs-EKG) ) Röntgen Thorax p.a. (Röntgenaufnahme der Lunge) ) Farbdoppler-Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) ) Abdomensonographie (Ultraschall der Bauchorgane) ) Schilddrüsensonographie (Ultraschall) ) Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung) ) Digitale Untersuchung von Mastdarm und Prostata ) Sigmoidoskopie (kleine Darmspiegelung) Zusätzlich gehören zum Basis Check-up in der Max Grundig Klinik auch folgende Laboruntersuchungen: ) Natrium, Kalium, Calcium, ) Harnsäure, ) Kreatinin, ) Gesamt-Cholesterin, Triglyzeride, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, ) Blutzucker, ) GPT, ) Gamma-GT, ) Alkalische Phosphatase, ) Amylase, ) PTT und Quick,

718

General-Check-up in Kliniken Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Gesamteiweiß, Eiweißelektrophorese, ) Blutbild, Differentialblutbild, ) BSG, ) PSA, CA19–9, CRP, CA15–3, ) Urinstatus, ) Stuhl auf Blutbeimengung. Im Rahmen dieses Programms werden mit Hilfe der angeführten technischen und laborchemischen Untersuchungen die Funktionen der Organsysteme ) Herz ) Lunge ) Schilddrüse ) Leber ) Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse überprüft und die wichtigsten Risikofaktoren (Blutfette, Blutzucker, Blutdruck) sowie einige Tumormarker definiert. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt sowie ein detaillierter schriftlicher Bericht über die diversen Befunde beschließen den Basis Check-up. Nach Wunsch oder besonderer Befundlage können Sie in das Basisprogramm Ergänzungsuntersuchungen (z. B. Virusscreening, Immun- und Hormonstatus, MR-Tomographien etc.) mit aufnehmen lassen. Erweiterter Check-up Folgende Untersuchungen werden durchgeführt: ) Persönliche Hinterfragung der Vorerkrankungen einschließlich der familiären Erkrankungsrisiken ) Eingehende körperliche und orientierend neurologische Untersuchung ) Ruhe-EKG ) Ergometrie (Belastungs-EKG) ) Röntgen Thorax in zwei Ebenen (Röntgenaufnahme der Lunge) ) Schilddrüsensonographie (Ultraschall) ) Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung) ) Digitale Untersuchung von Mastdarm und Prostata ) Vollständige Koloskopie ) Gastroskopie ) Sonographie der Bauchorgane einschl. des Urogenitaltraktes ) Echokardiographie ) Osteodensitometrie (Knochendichte) ) Langzeit-EKG ) Langzeit Blutdruckmonitoring ) Mammographie ) Sonographie der Mammae ) Quantitative Körperfettmessung Zusätzlich gehören zum erweiterten Check-up in der Max Grundig Klinik auch folgende Laboruntersuchungen: Natrium, Kalium, Calcium, Bilirubin, Harnsäure, Kreatinin, Harnstoff, Gesamt-Cholesterin, Triglyzeride, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Blutzucker, Quick, PTT, GOT, GPT, Gamma-GT, Cholinesterase, AP, CK, LDH, Amylase, Lipase, CRP, Gesamteiweiß, Eiweißelektrophorese, Blutbild, Differentialblutbild, BSG, fT3, fT4, TSH basal, PSA, CA15-3, CA19-9, Urinstatus, Urinsediment. Im Rahmen dieses Programms werden mit Hilfe der angeführten technischen und laborchemischen Untersuchungen die Funktionen der Organsysteme Herz, Lunge, Schilddrüse, Leber, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse überprüft und die wichtigsten Risikofaktoren (Blutfette, Blutzucker, Blutdruck) sowie einige Tumormarker definiert. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt sowie ein detaillierter schriftlicher Bericht über die diversen Befunde beschließen den Erweiterten Check-up. Nach Wunsch oder besonderer Befundlage können sich Patienten in das Erweiterte Programm noch Ergänzungsuntersuchungen wie z. B. Virusscreening, Immun- und Hormonstatus, MR-Tomographien mit aufnehmen lassen.

719

Krebs-Früherkennungsuntersuchungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ 2.2. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen und -Verlaufskontrollen Bei den GKV-Kassen bestehen für die Früherkennungsuntersuchungen von Krebserkrankungen und alle Vorsorgeuntersuchungen zahlreiche Einschränkungen z. B. ) Alter der/des Versicherten ) festgelegte Zielkrankheiten ) Häufigkeit der Untersuchungen ) festgelegte Zeiträume der Untersuchungen ) Umfang der Untersuchung Es wird heutzutage sehr viel von dem mündigen Patienten gesprochen, der Entscheidungen zu seiner Gesundheit selbst treffen kann und soll. Mit den IGEL-Leistungen ist nun die Möglichkeit gegeben, dass sich Patienten zusammen mit dem Arzt für zusätzliche, individuelle und ausgedehnte Früherkennungsuntersuchungen und/oder Vorsorge-Untersuchungen entscheiden. Bei GKV-Patienten sind diese zusätzlichen „Wunschleistungen“ IGeL-Leistungen. Bei PKVVersicherten sind es Leistungen auf Verlangen. Bei den GKV-Kassen können Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen bei Frauen ab dem 20. und bei Männern ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt werden. Im Rahmen der GOÄ gibt es keine Krebsfrüherkennungs-Richtlinien wie sie der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) für GKV-Patienten aufgestellt hat. Immer mehr private Krankenkassen und auch die Beihilfen orientieren sich deshalb an den Bestimmungen und vorgeschriebenen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. Siehe 9.1. und 9.2. Nach den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (GKV) gelten nach EBM für beide Geschlechter zur Darmkrebsfrüherkennung folgende Untersuchungen: Alter Art der Untersuchung 50–54 Test auf okkultes Blut ab 55 Test auf okkultes Blut nur, wenn das Koloskopieangebot nicht in Anspruch genommen wird ab 55 Koloskopie

Turnus jährlich 2-jährlich 2. Koloskopie 10 Jahre nach der ersten

■ Krebsvorsorgeuntersuchung bei der Frau

Nach den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen gelten für die präventiven Untersuchungen der Frauen folgende Daten: ) ab dem 20. Lebensjahr = Früherkennungsuntersuchung Genitalkrebs ) ab dem 30. Lebensjahr = Früherkennungsuntersuchung Genitalkrebs und Brustkrebs und Krebserkrankung der Haut ) ab dem 45. Lebensjahr = Früherkennungsuntersuchung Genital-, Brust-, Haut-, Rektum- und Dickdarmkrebs ) ab dem 56. Lebensjahr = Anspruch auf eine 1. Koloskopie und eine 2. frühestens 10 Jahre danach. GOÄ Nr. Kurzlegende 27 Krebsvorsorge bei einer Frau

1fach A 2,3fach A 18,65 42,90

Weitere zusätzliche Untersuchungen finden Sie im Kapitel Gynäkologie auf Seite 769.

■ Krebsvorsorgeuntersuchung beim Mann

Männer haben gemäß den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen nach EBM folgenden Anspruch: ) ab Beginn des 45. Lebensjahres die jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Prostata, des äußeren Genitales und der Haut, ) ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich die des Rektums und des übrigen Dickdarms. ) ab dem 56. Lebensjahr eine 1. Koloskopie und eine 2. frühestens 10 Jahre danach.

720

Krebs-Früherkennungsuntersuchungen beim Mann Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ Zusätzliche Krebsvorsorge beim Mann

Erfolgt eine digitale rektale Untersuchung der Prostata zum Ausschluss eines Karzinoms auf Wunsch des Patienten ausserhalb einer Krebsvorsorgeuntersuchung so könnten alternativ – statt der GOÄ Nr. 28 und abhängig von der erbrachten Leistung – berechnet werden: GOÄ Nr. 28 5 6 7 8 11 3500*

Kurzlegende Krebsvorsorge bei einem Mann1) Symptombezogene Untersuchung Unterschung Nieren, harnableitende Wege, zusätzl. Untersuchung Prostata, Prüfung Bruchpforten, Hoden und Nebenhoden Bauchorgane Ganzkörperstatus Mastdarm u./o. der Prostata – Digitaluntersuchung Stuhl auf Blut, 3mal

1fach A 16,32 4,66 5,83

2,3fach A 37,54 10,73 13,41

9,33 15,15 3,50 5,25

21,45 34,86 8,04 6,03

* nur 1,15 facher Satz 1) Nr. 28 nicht neben 5–8, 11 und 3500 abrechenbar

■ Früherkennung Prostata-Karzinom GOÄ Nr. Kurzlegende 410 Ultraschalluntersuchung Prostata 420 (2x) Ultraschalluntersuchung der Nieren rechts und links 420 403 250*

Ultraschalluntersuchung ein weiteres Organ Transrektale Ultraschalluntersuchung Blutentnahme

3550** 3551** 3511** 3908**

Blutbild Differential Blutbild Urin-Teststreifen PSA Blutuntersuchung

1fach A 2,3fach A 11,66 26,81 4,66 10,72 (2x) (2x) 4,66 10,72 8,74 15,74 2,33 4,20 Labor 1fach A *1,15fach A 3,50 4,02 1,17 1,34 2,91 3,35 17,49 20,11

Kommentar (siehe auch GOÄ Nr. 3908.H3): Das Deutsche Ärzteblatt informiert unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/193585/Prostata krebs-Die-Kritik-am-PSA-wird-immer-leiser Das Blatt informiert u.a ...“Wann PSA testen und in welchem Abstand? Die S3-Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms empfiehlt, dass Männer, die mindestens 45 Jahre alt sind und eine mutmaßliche Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren haben, prinzipiell über die Möglichkeit einer Früherkennung informiert werden sollen. Bei Männern mit erhöhtem Risiko für ein Prostatakarzinom kann diese Altersgrenze um 5 Jahre vorverlegt werden (12). Für Männer, die weiterhin eine PSA-Früherkennungsuntersuchung wünschen, sollte sich das Intervall der Nachfolgeuntersuchung am aktuellen PSA-Wert und am Alter der Patienten orientieren, sofern keine Indikation zur Biopsie gegeben ist. Ab 45 Jahren und einer Lebenserwartung > 10 Jahre gilt: ) PSA < 1 ng/ml: Intervall alle 4 Jahre ) PSA 1–2 ng/ml: Intervall alle 2 Jahre ) PSA > 2 ng/ml: Intervall jedes Jahr Männern über 70 Jahre bei PSA < 1 ng/ml wird kein weiteres PSA-Screening empfohlen...“

721

Früherkennung bösartiger Erkrankungen im Nasen-Rachen-Raum u. des Bronchial-/Colonkarzinoms E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Krebsfrüherkennungsuchungen für spezielle Krebsarten

■ Früherkennung bösartiger Erkrankungen im Nasen-Rachen-Raum bei Risikopersonen GOÄ Nr. 1530 1533 1534 1418

Kurzlegende Laryngoskopie Schwebe- oder Stützlaryngoskopie PE aus dem Kehlkopf Endoskopie der Nasenhaupthöhlen und/oder des Nasenrachenraumes

1fach A 10,61 29,14 26,99 10,49

2,3fach A 24,40 67,03 62,07 24,13

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

16,35 26,23

29,38 47,21

10,49 34,97 52,46

18,99 80,44 120,65

■ Früherkennung des Bronchialkarzinoms GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5135* 5137* 5139* 677 678

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) -nicht neben Sonderleistungen Röntgen – Thorax eine Ebene Röntgen – Thorax ggf. mit Breischluck und Durchleuchtung in mehreren Ebenen Teil der Brustorgane Bronchoskopie oder Thorakospie Bronchoskopie mit zusätzl. operativen Eingriff z. B. PE

* Zytopathologische Untersuchung des Sputums bei langjährigen Rauchern ab 45 Jahren

Geeignet für ein Massen-screeeing ist die automatisierten Sputum-Zytometrie (ASZ). Hier bei der DNA-Gehalt der Zellkerne untersucht und in ein Verhältnis zur gesamten Zellstruktur gesetzt. Dabei finden sich Muster, die als pathologisch oder nicht pathologisch zu werten sind. Die Zelluntersuchung geschieht computergestützt und vollautomatisch, deshalb können große Sputum-Mengen analysiert werden. Fachleute halten das ASZ für mindestens so spezifisch und sensitiv wie die konventionelle Sputum-Zytologie. Weitere Diagnostik: ) Fluoreszenz-Bronchoskopie ) Endobronchialer Ultraschall (EBUS) Informationen zur Vorsorge des Bronchialkarzinom mit zytopathologischen Untersuchungen des Sputums erhalten Sie und Ihre Patienten im Internet unter den Adressen: ) www.med.uni-duesseldorf.de/CytoPathologie/index.html ) www.lungenkrebsvorsorge.de

■ Früherkennung des Colonkarzinoms

Frauen und Männern bieten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen zu DarmkrebsFrüherkennung an ) vom 50. bis 55. Lebensjahr einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl ) ab dem 56. Lebensjahr Angebot einer ersten Darmspiegelung (Koloskopie) und Wiederholung dieser Vorsorgeuntersuchung zehn Jahre nach der ersten Untersuchung; der Stuhlblut-Test wird damit in diesem Alter überflüssig ) für diejenigen Versicherten, die die Darmspiegelung nicht in Anspruch nehmen wollen oder können: Angebot eines zweijährlichen Stuhlblut-Tests ab dem 56. Lebensjahr ) der Stuhlblut-Test kann auch unabhängig von einer anderen Krebs-Früherkennungs-untersuchung wahrgenommen werden Innerhalb des langen Zeitraumes von zehn Jahren bis zur Wiederholung der Coloskopie, wünschen viele Patienten eine Kontrolle in kürzerem Abstand als IGEL-Leistung.

722

Früherkennung Harnblasenkarzinom – Hautkrebs Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 690 Rektoskopie – starr oder flexibel 689 Sigmoidoskopie 687 Hohe Koloskopie bis Coecum 688 Partielle Koloskopie ggf. einschl. Rektoskopie

1fach A 8,74

2,3fach A 20,11

20,40 40,80 87,43 53,46

46,92 93,83 201,09 120,65

Wegen der geringen Sensitivität und Spezifität der Testbriefchen auf okkultes Blut ist eine immunologische Testung (Spezifität etwa 95 %) sinnvoll: GOÄ Nr. Kurzlegende 3 A3747**

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Hämoglobin, immunologisch – analog

1fach A

**1,15/ 2,3fach A 8,74 20,11

10,49

12,07

10,49

12,07

GOÄ Kurztext Nr. 3747: Haptoglobin

A3747**

Hämoglobin – Haptoglobin – Komplex, immunologisch – analog GOÄ Kurztext Nr. 3747: Haptoglobin

■ Früherkennung des Harnblasenkarzinoms GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1785 Zystoskopie 1786 Zystoskopie einschl. Gewebeentnahme

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 12,07 20,69

27,75 47,59

Weitere Diagnostik: ) Fluoreszenz-Zystoskopie ) Tumormarker NMP22 (Nuclear matrix protein 22)

■ Früherkennung des Hautkrebses GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 7 Untersuchung der Haut 750 Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) 612 A Video-system-gestützte Untersuchung und Bilddokumentation von Muttermalen – analog (Empfehlung der BÄK) – GOÄ § 6 (2)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 9,33 6,99 44,12

21,45 16,09 110,31

GOÄ Kurztext Nr. 612: Ganzkörperplethysmographische Bestimmung der absoluten und relativen Sekundenkapazität und des Atemwegwiderstandes...

Es erscheint sehr sinnvoll, dass der Dermatologe seinen Patienten über die für die Selbstuntersuchung geltende ABCD-Regel unterrichtet und ihn damit sensibilisiert einen Leberfleck einzuschätzen und den Arzt aufzusuchen, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft: A wie Asymmetrie B wie Begrenzung C wie colour D wie Durchmesser Zusätzlich Faktoren, auf die aufmerksam gemachen werden sollten, sind: ) Größenzunahme und ) Formveränderung vorhandener Leberflecken, ) Juckreiz und ) Blutung aus einem Mal. 723

Prävention: Augenheilkunde: Schwachsichtigkeit – Schielen – Glaukom E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ 2.3 Spezielle Vorsorge und Prävention im Bereich einzelner Fachgebiete

Im diesem Teil sind die speziellen praeventiven Leistungen einzelner Fachgebieten aufgeführt, die auf Patientenwunsch erbracht werden.

Prävention: Augenheilkunde



Früherkennung von Schwachsichtigkeit und Schielen im Kleinkind- und Vorschulalter Die augenärztliche Untersuchung auf Amblyopie und Strabismus umfasst ) Inspektion der Augen und der Adnexe ) Prüfung der Augenstellung und der Beweglichkeit, dabei sind Ab- und Aufdeck-Test und BrücknerTest anzuwenden. ) Bestimmung der Sehschärfe entsprechend dem Alter ) Objektive Refraktionsbestimmung in Zykloplegie (Skiaskopie oder Refraktometer) ) Betrachtung des zentralen Augenhintergrundes ) Prüfung der sensorischen Binokularfunktion mit Stereopsis (z. B. Lang-Titmous-, TNO-Test) GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 6 Untersuchung Augen 1200 Subj. Refraktionsbestimmung mit sphärischen Gläsern 1201 Subj. Refraktionsbestimmung mit. sphärischen-zylindr. Gläsern 1202 Objekt. Refraktionsbestimmung 1216 Untersuchung auf Heterophorie bzw. Strabismus

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 5,83 3,44 5,19 4,32 5,30

13,41 7,91 11,93 9,92 12,20

■ Glaukomfrüherkennung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 6 1240 1256*

724

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung Augen Spaltlampenmikroskopie Tonometrie

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11 5,83 4,31 5,83

13,41 9,92 10,49

Prävention: Dermatologie: Allergie-Testung – Hautcheck Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Prävention: Dermatologie

■ Allergie-Testung auf Patientenwunsch GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 7

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Untersuchung mind. eines Organssystems: Bauchorgane – Brustorgane – weibl. Genitaltrakt – Haut – Stütz- u. Bewegungsorgane 250* Blutentnahme aus Vene 385 Pricktest, je Test (1.–20. Test je Behandlungsfall) 386 Pricktest, je Test (21.–40. Test je Behandlungsfall) GOÄ Nr. Kurzlegende 3572* Immunglobulin E (IgE) 3891* Einzelallergentest z. B. RAST

1fach A 4,66 8,74 4,66 9,33

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 21,45

2,33 4,20 2,62 6,03 1,75 4,02 1fach A *1,15fach A 14,57 16,76 14,57 16,76

■ Haut-Check GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 7

750 612 analog 1)

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Untersuchung mind. eines Organssystems: Bauchorgane – Brustorgane – weibl. Genitaltrakt – Haut – Stütz- u. Bewegungsorgane Auflichtmikroskopie, je Sitzung Videosystem gestützte Untersuchung und Bilddokumentation von Hautmalen – analog GOÄ Nr. 612 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 4,66 8,74 4,66 9,33

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 21,45

6,99 44,12

16,09 79,42

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

725

Prävention: Gynäkologie – Schwangerschaft – Krebs-Vorsorge: Mammakarzinom E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Prävention: Gynäkologie – Schwangerschaft

■ Häufige zusätzliche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

Die nachfolgend aufgelisteten GOÄ-Leistungen sind ggf. um zusätzliche Untersuchungen (GOÄ Nrn. 7, 8, 29) und/oder Beratungen (GOÄ Nr. 3, 34) zu erweitern, wenn für die Krebsvorsorgeuntersuchung auf Patientinnenwunsch nicht die Nr. 27 angesetzt wird. 1fach A

GOÄ Nr. Kurzlegende 410 420 (2x) 420 403* 250*

Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter Ultraschalluntersuchung der Ovarien rechts und links Ultraschalluntersuchung ein weiteres Organ Transvaginale Ultraschalluntersuchung Blutentnahme

3508** 3550** 3551** 3511** 3500*

Nativpräparat Vaginalsekret Blutbild Differential Blutbild Urin-Teststreifen (nicht neben Nr. 27) Stuhl auf Blut, 3mal

11,66 4,66 (2x) 4,66 8,74 2,33 Labor 1fach A 4,66 3,50 1,17 2,91 5,25

*1,8/ 2,3fach A 26,81 10,72 (2x) 10,72 15,74 4,20 *1,15fach A 5,36 4,02 1,34 3,35 6,03

■ Früherkennung Mammakarzinom

Mammographie und/oder Ultraschall der Brust zur Früherkennung des Mammakarzinoms bei Frauen ohne relevante Risikofaktoren auf besonderen Wunsch der Frau Als alleinige Untersuchungsmethode hat die Ultraschalluntersuchung nicht die Aussagekraft einer Mammographie. Aber Ultraschall und Mammographie ergänzen sich. Indikationen zum Einsatz der Mammasonographie sind ) Kontrolle unklarer Tastbefunde ) mammographisch darstellbare, aber nicht sicher beurteilbare Veränderungen ) Unterscheidung homogener oder zystischer Tumor ) sonographisch gesteuerte Tumorpunktion ) Nachkontrolle nach Mamma-OP, z. B. Einsatz der farbkodierten Sonographie zur Darstellung auffälliger Gefäßmuster GOÄ Nr. Kurzlegende 5265* 5266* 5267* 418 420

Mammographie einer Seite, in einer Ebene Mammographie einer Seite, in zwei Ebenen Ergänzende Ebene(n), Spezialprojektion(en), im Abschluss an Nr. 5266 Ultraschalluntersuchung einer Brustdrüse z. B. rechts + Ultraschalluntersuchung linke Mamma

1fach A 17,49 26,23 8,74

*1,8/ 2,3fach A 31,48 47,21 15,74

12,24 4,66

28,15 10,72

MR-Mammographie Zahlreiche radiologische Praxen bieten eine MR-Mammographie als IGEL-Leistung an, um der Patientin zusätzliche Sicherheit zu geben, dass eine Krebserkrankung unwahrscheinlich ist. Ein Gynäkologe, der seinen Patientinnen diese Untersuchung zusätzlich anbieten möchte, sollte mit einem radiologischen Kollegen kooperieren.

726

Prävention: Gynäkologie – Schwangerschaft – Krebs-Vorsorge Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5 5721* 5731* 5733* 346

Beratung körperliche Untersuchung (Tastbefund) MRT der Mammae (Brust) ergänzende Serie nach i.v. Kontrastmittel computergestützte Analyse, Kinetik – nur 1facher Satz möglich Hochdruck-Kontrastmittel-Injektion

1fach A 4,66 4,66 233,15 58,29 46,63 17,49

*1,8/ 2,3fach A 10,72 10,73 419,67 104,92 – 40,22

■ Kernspintomographie in der Brustkrebs-Diagnostik

In der Tumordiagnostik des Mammacarc. wird in den letzten Jahren öfter die MRT eingesetzt, um – so informiert die Deutsche Krebsgesellschaft (http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_brustkrebs_diagnose_mrt,114334.html) ... „Informationen über Lage und Größe eines Tumors zu gewinnen. Aufgrund des oftmals unterschiedlichen Wasserstoffgehaltes ist eine Unterscheidung zwischen bösartigem und gesundem Gewebe möglich. Die Kernspintomographie entwickelt sich mehr und mehr zu einem wichtigen Zusatzverfahren auch in der Brustkrebs-Diagnostik. Sie wird insbesondere bei speziellen Fragestellungen eingesetzt: ) Ausschluss sehr kleiner, in der Mammographie nicht sichtbarer Geschwüre bei einem bereits bekannten Tumor ) Kontrolle der Tumorentwicklung während einer Therapie ) Unterscheidung zwischen Narbengewebe nach einer Brustoperation und einem neu aufgetretenen Tumor (Rezidiv) ) Untersuchung von Frauen mit Brustimplantaten ) Früherkennungsuntersuchung bei Patientinnen mit hohem Risiko aufgrund familiär gehäuftem Brust- und/oder Eierstockkrebs Bisher zahlen die Krankenkassen die Brust-MRT nur in Ausnahmefällen, auch weil das Verfahren wesentlich teurer ist als die Mammographie. Außerdem ist die MRT sehr empfindlich, aber nicht spezifisch genug, d. h. durch MRT erkannte Veränderungen müssen nicht unbedingt bösartig sein, können also zu unnötigen Zusatzuntersuchungen führen. Nur bei jungen Frauen mit einem erblichen. stark erhöhten Krebsrisiko wird die Kernspinuntersuchung zur gesetzlichen Früherkennung angewandt, da in diesem Alter die Mammografie wegen des dichten Drüsengewebes oft nicht sehr aussagekräftig ist. Zudem soll gerade diesen Patientinnen jede unnötige Strahlenbelastung erspart werden. Ob die Kernspintomografie so starke Vorteile gegenüber derzeit üblichen Untersuchungen hat, dass sie in Zukunft routinemäßig für alle Frauen in der Brustkrebs-Diagnostik eingesetzt werden kann, wird noch in Studien untersucht... ... Kernspintomographie zur Früherkennung Kernspinuntersuchungen werden nicht routinemäßig zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt. Ausnahme: Bei Frauen mit einem erblichen stark erhöhten Krebsrisiko beginnt das Früherkennungsprogramm oft schon mit 25 oder 30. In diesem Alter ist die Mammographie wegen des dichten Drüsengewebes oft nicht sehr aussagekräftig, daher wird hier die Kernspinuntersuchung angewandt. Zudem soll gerade diesen Patientinnen jede unnötige Strahlenbelastung erspart werden...“ Kernspintomographie wird von zahlreichen niedergelassenen Radiologen und von Radiologischen Abteilungen von Krankenhäuser – besonders von Universitätskrankenhäusern als das „sicherste Verfahren“ zum Früherkennen von Brustkrebs angeboten.

■ Endometriumkarzinom

Sonographische Bestimmung der Endometriumdicke zur Früherkennung des Endo-metriumkarzinoms. In der Regel wird der gesamte Unterbauch untersucht, so dass ein zusätzlicher Ansatz der GOÄ-Nr. 420 stattfindet. GOÄ Nr. Kurzlegende 410 Ultraschalluntersuchung eines Organs 420 Ultraschalluntersuchung bis zu 3 weiteren Organen, je Organ

1fach A 2,3fach A 11,66 26,81 4,66 10,72

727

Prävention Gynäkologie: Zervixkarzinom – Frauen-Gesundheits-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ Früherkennung des Zervixkarzinoms – HPV-Screening

Optimierte zytologische Diagnostik mittels Flüssigkeits-Zytologie (z. B.Thin-Prep, Autocyte). Ggf. laborchemische Untersuchung auf Humane Papilloma-Viren (HPV-Test) zur Abklärung eines erhöhten Risikos für die Entwicklung eines Zervixkarzinoms. Der Test ist nicht im Krebsfrüherkennungsprogramm aufgenommen und wird auch nicht von den Kassen bezahlt. GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. (mind. 10 Min.) nicht neben Sonderleistungen 297 Entnahme und Aufbereitung von Abstrichmaterial zur zytologischen Untersuchung – ggf. einschließlich Fixierung GOÄ-Nr. Kurzlegende 4782* Enzymatische Transkription von RNA mittels reverser Transkriptase 4783* Amplifikation von Nukleinsäuren o. Nukleinsäurefragmenten mit Polymerasekettenreaktion (PCR) 4784* Amplifikation von Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmenten mit geschachtelter Polymerasekettenreaktion (nested PCR) 4785* Identifizienzng von Nukleinsäurefragmenten durch Hybridisierung mit radioaktiv oder nichtradioaktiv markierten Sonden und nachfolgender Detektion, je Sonde

1fach A

*1,15/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 2,62

6,03

1fach A 29,14

*1,15 A 33,52

29,14

33,52

58,29

67,03

17,49

20,11

Häufige zusätzliche Untersuchungen bei weiblicher Krebsvorsorge Häufig werden im Rahmen der Krebsvorsorge von der Patientin zusätzliche Untersuchungen gewünscht z. B.: ) HIV-Testung ) Osteoporose-Vorsorge Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) ggf. – Laborcheck: Osteoporose-Risiko – kleines Profil: Knochen-AP, Vitamin D3, Pyridinolin-Crosslinks, Ca, Phosphat – großes Profil, einschließlich hormonelle Ursachen: Knochen-AP, Calcium, Phosphat, Vitamin D3, Parathormon, Östradiol, Testosteron, Osteocalcin, Pyridinolin-Crosslinks ) Osteoporose-Veranlagung: Untersuchung Vitamin-D-Rezeptortyp

■ Gynäkologische Komplett-Vorsorge-„Frauen-Gesundheits-Check“

Der „Frauen-Gesundheits-Check“ orientiert sich an der ausgedehnten Krebsvorsorge und bezieht ggf. Mammographie und Sonographie der Mammae mit ein. Zu diesem Wunsch-Check-up der Frau gehören Blutdruckmessung, Blutzuckermessung und auch eine Kontrolle des Impfstatus - ggf. Bestimmung Röteln-Antikörper bei ganz jungen Frauen. Bei z. B. internistisch, dermatologisch oder anderen auffälligen Befunden sollte eine Überweisung zur weiteren Abklärung erfolgen. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 7 410 420 (2x)

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung weiblicher Genitaltrakt Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter Ultraschalluntersuchung der Ovarien rechts und links

403* 5265* 5266*

Transvaginale Ultraschalluntersuchung Mammographie einer Seite, in einer Ebene Mammographie einer Seite, in zwei Ebenen

728

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

9,33 21,45 11,66 26,81 4,66 10,72 (2x) (2x) 8,74 15,74 17,49 31,48 26,23 47,21

Prävention Gynäkologie: Osteoporose – Ausschluss Infektionen bei Schwangerschaftswunsch Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 5267* 418 420 250* 3508** 3550** 3551** 3511** 3560* 3500*

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8.74 15,74

Ergänzende Ebene(n), Spezialprojektion(en), im Abschluss an Nr. 5266 Ultraschalluntersuchung einer Brustdrüse z. B. rechts 12,24 28,15 + Ultraschalluntersuchung linke Mamma 4,66 10,72 Blutentnahme 2,33 4,20 Labor 1fach A 1,15fach A Nativpräparat Vaginalsekret 4,66 5,36 Blutbild 3,50 4,02 Differential Blutbild 1,17 1,34 Urin-Teststreifen (nicht neben Nr. 27) 2,91 3,35 Glukose 2,33 2,68 Stuhl auf Blut, 3mal 5,25 6,03

Osteoporose-Vorsorge Bei Frauen in der Postmenopause wie auch Männern ab dem 50. Lebensjahr und Patienten mit bekannten Risikofaktoren wie ) Menopause vor dem 45. Lebensjahr ) einseitige Ernährung mit Defizit an Kalzium und Vitamin D ) Bewegungsmangel ) starkem Nikotin- und Alkoholabusus ) Chronischen Colonerkrankungen ) Verwandten ersten Grades mit Osteoporose in der Anamnese ist eine Bestimmung des Osteoporose-Risikos auf Patienten-Wunsch sinnvoll. Weitere Informationen und Indikationen finden Sie in diesem Kapitel im Bereich Orthopädie.

■ Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) GOÄ Nr. Kurzlegende 5380* Osteodensitometrie von Skelettteilen mit quant. CT oder digitaler Röntgentechnik 5377* Zuschlag f. computergesteuerte Analyse, einschl. 3D-Rekonstruktion 5475* Osteodensitometrie von Skelettteilen mittels Dual-PhotonenAbsorptionstechnik

1fach A 1,8fach A 17,49 31,48 46,63

-

17,49

31,48

Abrechnungshinweis: Der Zuschlag nach Nr. 5377 ist nur mit 1fachem Gebührensatz abrechenbar. Der Zuschlag soll nach Vorschlag des Berufsverbandes der Orthopäden den besonderen Aufwand der Auswertung der Messung berücksichtigen Röntgen: Brust und Wirbelsäule Laborcheck: Osteoporose-Risiko: ) kleines Profil: Knochen-AP, Vitamin D3, Pyridinolin-Crosslinks, Ca, Phosphat. ) großes Profil, einschließlich hormonelle Ursachen: Knochen-AP, Calcium, Phosphat, Vitamin D3, Parathormon, Östradiol, Testosteron, Osteocalcin, Pyridinolin-Crosslinks, Ostase. Osteoporose-Veranlagung/genetisches Risiko: Vitamin-D-Rezeptortyp.

■ Ausschluss Infektionen bei Schwangerschaftswunsch GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. (mind. 10 Min.) nicht neben Sonderleistungen

1fach A

*1,15/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 729

Vorsorgemaßnahmen in der Schwangerschaft E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ-Nr. Kurzlegende

1fach A

250* GOÄ-Nr. 4378* 4382* 4384* 4388* 4406* 4461*

2,33 1fach A 13,99 13,99 13,99 13,99 23,31 13,41

Blutentnahme i.v. Kurzlegende Antikörper – Cytomegalie-Virus (IgG und IgM) Antikörper – Hepatitis A-Virus (IgG und IgM) Antikörper – Herpes simplex-Virus (IgG und IgM) Antikörper – Varizella Zoster-Virus (IgG und IgM) Antikörper- Hepatitis C-Virus Antikörper – Toxoplasma gondii

*1,15/ 2,3fach A 4,20 *1,15 A 16,09 16,09 16,09 16,09 26,81 15,42

Schwangerschaftsvorsorge Im Internet (http://www.labor-enders.de/65.html) veröffentlicht das Labor Enders -Prof. Dr. med. Gisela Enders & Kollegen, MVZ GbR – eine übersichtliche Informationsschrift für Patientinnen über „Empfohlene Untersuchungen in der Schwangerschaft“. Wir haben die Aufstellung in Tabellenform, die vom Labor auch für Patientinnen abgebildet ist, hier nachfolgend übernommen: Übersicht der Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen – in einer Schwangerschaft In Spalte A der Tabelle sind die Routine-Untersuchungen aufgeführt, die bei jeder Schwangeren durchgeführt werden. Sie sind in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben (obligatorisch) und werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt (Kassenleistung). In Spalte B (hellgrauer Raster) finden Sie weitere Untersuchungen und Maßnahmen, die nur auf Ihren Wunsch hin durchgeführt werden und die Sie selbst bezahlen müssen (Individuelle Gesundheitsleistung/IGeL). Sind Sie privat versichert, werden diese Leistungen von Ihrer Krankenkasse erstattet. Lassen Sie sich beraten, welche dieser Untersuchungen für Ihre individuelle Vorsorge sinnvoll sind. Zeitpunkt im Verlauf der Schwangerschaft

A. Obligatorische Mutterschaftsvorsorge (Kassenleistung)

B. IGeL/Individuelle Gesundheitleistung (Selbstzahler)

möglichst früh in der Schwangerschaft (Erstuntersuchung bei Frauenarzt/-ärztin)

Allgemeinuntersuchung – gynäkologisch – Gewichtskontrolle – Blutdruckmessung Mittelstrahlurin: – Eiweiß, Zucker, Sediment Blut: – Hämoglobin – Blutgruppe, Rh-Faktor – 1. Antikörpersuchtest – ggf. Röteln – Syphilis – HIV (nur mit Einverständnis) Morgenurin: Chlamydien

Antikörper(Ak)-Status Blut: – Zytomegalie – Toxoplasmose – Ringelröteln – Windpocken Folsäure-Prophylaxe so früh wie möglich beginnen (bis mindest. 12. SSW) Jod-Prophylaxe TSH-Bestimmung

bis 32. SSW alle 4 Wo. danach alle 2 Wo. bis zur Geburt

Allgemeinuntersuchung – Gewichtskontrolle – Blutdruckmessung – Kontrolle Gebärmutterstand, kindliche Herztöne, Lage des Kindes Mittelstrahlurin: – Eiweiß, Zucker, Sediment Blut (ab 6.Monat): – Hämoglobin

Zusätzliche Ultraschall (US)-Untersuchungen oder 3D-Ultraschall sind zu verschiedenen Zeitpunkten in der Schwangerschaft möglich

730

Schwangerenvorsorge Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Zeitpunkt im Verlauf der Schwangerschaft

A. Obligatorische Mutterschaftsvorsorge (Kassenleistung)

9.–12. SSW

1. Ultraschall-Screening

B. IGeL/Individuelle Gesundheitleistung (Selbstzahler) evtl. kombiniert mit:

12.–14. SSW

Screening auf Trisomie 21 („Ersttrimester-Screening“/ Harmony-Test) und/oder Screening auf Präeklampsie

16.–20. SSW

Screening auf offenen Rücken

9.–22. SSW

2. Ultraschall-Screening

20.–24. SSW

US-Feindiagnostik + Farbdoppler

24.–27. SSW

Blut: – 2. Antikörpersuchtest – Screening auf Schwangerschaftsdiabetes: „einfacher“ oraler Glukosetoleranztest („50 g-oGTT“)

29.–32. SSW

3. Ultraschall-Screening

ab 32. SSW

Blut: Hepatitis B

Blut: – Screening auf Schwangerschaftsdiabetes: „großer“ roraler Glukosetoleranztest („75 g-oGTT“)

35.–37. SSW

vaginaler und rektaler Abstrich: B-Streptokokken

36. SSW

zusätzlicher US vor Entbindung

SSW = Schwangerschaftswoche; Ak = Antikörper Hinweis: zu den in Spalte B unterstrichenen Erkrankungen gibt das Labor weitere Patienten-Informationen heraus.

■ Schwangerenvorsorge: Zusatzdiagnostik auf Wunsch der Schwangeren GOÄ Nr. Kurzlegende 23 415 415

24 250* 3982* 3987* 4395* 3743* 4024* 4027*

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 40,22 40,22

Erste Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft 17,49 Sonographische Untersuchung auf Vitalität des Feten in der 17,49 6.–8. Schwangerschaftswoche Zusätzliche sonographische Schwangerschaftsuntersuchung auf 17,49 40,22 Wunsch der Schwangeren bei Nicht-Risiko-Schwangerschaften („Baby-Fernsehen“) – ggf. einschl. Geschlechtsbestimmung Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf 11,66 26,81 Blutentnahme 2,33 4,20 Labor 1fach A *1,15fach A Blutgruppen-Bestimmung ABO-Merkmale, Rhesusfaktor 17,49 20,11 Antikörpersuchtest 8,16 9,38 HIV – Test 17,49 20,11 AFP 14,57 16,76 q -HCG 14,57 16,76 Östriol 14,57 16,76 Toxoplasmose

731

Schwangerenvorsorge – Triple-Test E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

Zytomegalie Triple-Test zur Risikoabschätzung M. Down und Neuralrohrdefekt

■ Triple-Test auf Wunsch der schwangeren Patientin

Bei Schwangere ab 35 Jahren wird dieser Test von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Jüngere Schwangere müssen ihn selber zahlen. GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. (mind. 10 Min.) nicht neben Sonderleistungen 250* Blutentnahme i.v. GOÄ-Nr. Kurzlegende 3743* Alpha-Fetoproteine (AFP) 4024* Humanes Choriongonadotropin (HCG) 4027* Östriol

732

1fach A

*1,15/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11

2,33 1fach A 14,57 14,57 14,57

4,20 *1,15 A 16,76 16,76 16,76

Prävention: Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde: Hörprüfung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Prävention: Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

■ Hörprüfung GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 5 6 1403* 1407 1415

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung HNO Untersuchung Tonschwellenaudiometrische Untersuchung, auch beidseitig Impedanzmessung am Trommelfell u./o. an den Binnenohrmuskeln (z. B. Stapedius-Lautheitstest), auch beidseitig Binokularmikroskopische Untersuchung des Trommelfells und/ oder der Paukenhöhle zwecks diagnostischer Abklärung, als selbständige Leistung – Kommentar: Nur zur Abklärung krankhafter Veränderungen

1fach A 4,66 8,74 4,66 5,83 9,21 10,61

*1,15/ 2,3fach A 10,73 20,11 10,73 13,41 16,58 24,40

5,30

12,20

733

Prävention: Labordiagnostik E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Prävention: Labordiagnostik

■ Laborgestützte Prävention Die im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung im GKV-Bereich vorgesehenen Laborleistungen sind nur die Bestimmung von Gesamtcholesterin, Glukose und der Harnstreifentest. Natürlich dürfen weitergehende Laborparameter erhoben werden, wenn sich dazu ein Anlass (Verdacht oder Ausschluss einer Erkrankung) ergibt. Bei der Krebsfrüherkennung nach GKV der Test auf okkultes Blut nur mit modifizierten Guajak-Tests. Moderne Labormedizin bietet erheblich mehr Möglichkeiten zur Diagnostik. Einige bewährte Laboruntersuchungen, die je nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten einzeln oder in Kombination angeboten werden können, werden nachfolgend aufgeführt. Spezielle Laborparameter finden Sie auch unter dem Kapitel: Vorsorge und Prävention aufgelistet. Die Autoren sind der Frage: Was bieten im Internet medizinische Labore im Rahmen IGeL-Untersuchungen den Ärzten und Patienten an. Hier eine Auswahl, die in der Praxis durchaus als „Ideen-Geber“ fungieren könnte: 䉴 Das Angebot des Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH in Ingelheim (http:// www.bioscientia.de/de/service/igel-angebote/igel-labor-angebote/) umfasst mehr als 40 Fragestellungen aus den Bereichen Vorsorge, Service und Wellness: ) Alkohol ) Arteriosklerose-Risiko ) Blutfette-Basis-Check ) Blutgruppenbestimmung ) Borreliose und FSME ) Chronische Müdigkeit ) Darmkrebsvorsorge: Immunologischer Stuhltest ) Diabetes-Risiko-Check ) Drogenscreening ) Dysbiose ) Eisenmangel-Check ) Fertilitäts-Check ) Gebärmutterhalskrebs-Risiko (HPV-Test) ) Gesundheits-Check-up ) Haarausfall ) Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) ) Hashimoto-Thyreoiditis ) Helicobacter pylori ) Hepatitis C ) Herzinfarkt-Risiko-Check ) HIV ) Homocystein ) Immunstatus ) Labor-Check-up ) Leber-Risiko-Check ) Metabolisches Syndrom ) MRSA ) Niereninsuffizienz ) Osteoporose-Diagnostik ) Oxidativer Stress/Freie Radikale/Antioxidantien ) Prostatakrebs: PSA ) Prostatakrebs: PCA3-Gentest ) Reisemedizin (Impfschutz) ) Rheuma-Risiko ) Sexuell übertragbare Erkrankungen ) Sterilitätsvorsorge (Chlamydien-Test) ) Testosteron-Mangel ) Thrombose-Risiko 734

Prävention: Labordiagnostik Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Tumormarker ) Vitalstoff-Check ) Vitamin B 12 ) Vitamin D ) „Wechseljahre“ der Frau ) Schwangerschaft: Störungen der Erbanlagen: Down-Syndrom ) Schwangerschaft: Toxoplasmose Screening ) Schwangerschaft: B-Streptokokken ) Schwangerschaft: Cytomegalievirus-Infektion ) Schwangerschaft: Ringelröteln (Parvovirus-B19) 䉴 Das Institut für Medizinische Diagnostik Oderland (http://www.imd-oderland.de/einsender-igel. html) bietet speziell für den Bereich Individuelle Labormedizin (IGeL) – Gynäkologie auf ihren Anforderungsbogen u. a. folgende Untersuchungen an: ) Darmkrebs-Vorsorge Hämoglobin/Haptoglobin, Tumor-M2-PK ) Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge HPV-Genotypisierung ) Osteoporose-Risiko Kalzium, Phosphat, Cross links, TRAP-5b, 25-(OH)-Vitamin D ) Sexuell übertragbare Erkrankungen Profiluntersuchung: HIV-Infektion, Hepatitis B, Hepatitis C, Syphilis Einzelanforderung: HIV-Infektion, Hepatitis B (HBsAg, anti-HBs, anti-HBc), Hepatitis C, Syphilis, Gonorrhoe (DNA-Nachweis, Chlamydien-Infektion (DNA-Nachweis) ) B-Streptokokken Kulturansatz und Identifizierung, Empfindlichkeitsprüfung ) Blutgruppenbestimmung (Mädchen, gebärfähige Frauen), AB0, Rh-Merkmale, Kell-Merkmale, Antikörpersuchtest ) Blutgruppenbestimmung (allgemein) AB0, Rh-Merkmal D, Antikörper-suchtest ) Pränatale Risikopräzisierung Integratives Testen: (1. u. 2. Trimenon) PAPP-A, AFP, hCG, Double Test: (2. Trimenon) AFP, hCG ) Infektionsrisiko für die Schwangerschaft Toxoplasmose IgG, IgM (ggf. Toxoplasmose-ISAGA) Immunität (Profiluntersuchung) CMV (IgG), Ringelröteln (IgG), Röteln (IgG), VZV (IgG) Immunität (Einzelanforderung) CMV (IgG) – Ringelröteln (IgG) – Röteln (IgG) – VZV (IgG) Endokrinologie Kann ich schwanger werden? (Blutentnahme 20.–22. Zyklustag) 17ß-Östradiol, Progesteron, AMH Ist eine orale Kontrazeption noch erforderlich? (Blutentnahme 7.–10. Zyklustag) FSH, LH, 17ß-Östradiol, AMH ) Spurenelemente Kalzium, Magnesium, Phosphat, Selen, Zink ) Haargesundheit (Blutentnahme 7.–10. Zyklustag) TSH, Testosteron, SHBG (freier Androgenindex), DHEAS, LH, FSH, 17ß-Östradiol, Ferritin, aktives Vitamin B12, Folsäure, Zink, Magnesium ) Vitamine Folsäure, 25-(OH)-Vitmin D, Vitamin H, Vitamin B6, aktives Vitamin B12

735

Prävention: Labordiagnostik E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ Häufige Bestimmungen präventiver Laborparameterin der Praxis Untersuchungskomplex Analysen Adipositas-Profil Cortisol Homocystein Lipoprotein (a) TSH Eisenmangel Blutbild, klein Ferritin Transferrin-Sättigung Gesundheits-Checkup groß Blutbild groß CRP Cholesterin HDL-Cholesterin LDL-Cholesterin Triglyceride Glucose nüchtern HbA1c Harnsäure Kreatinin GPT GGT Eiweiß gesamt Natrium Kalium Calcium Ferritin Homocystein Gesundheits-Checkup klein Blutbild, klein Cholesterin Glucose nüchtern Harnsäure Kreatinin GPT Calcium Ferritin

736

GOÄ-Ziffer

4020 3737 3730 4030 3550 3742 3575+3620 3550+3551 3741 3562 3563 3564 3565 3560 3561 3583 3585 3595 3592 3573 3558 3557 3555 3742 3737 3550 3562 3560 3583 3585 3595 3555 3742

Untersuchungskomplex GOÄ-Ziffer Analysen Herzinfarkt/Schlaganfall-Risiko CRP ultrasensitiv 3741 Fibrinogen 3933 Lipoprotein(a) 3730 Homocystein 3737 Cholesterin 3562 HDL Cholesterin 3563 LDL_Cholesterin 3564 Triglyceride 3565 Glucose 3560 Thrombose-Risiko (Thrombophilie-Profil) Antithrombin III 3930 APC-Resistenz A3951 Fibrinogen 3934 Protein-C Aktivität 3951 Protein-S Aktivität 3953 Cardiolipin-AK 3869 AK gegen ß2-Glykoprotein 3877 Thrombozyten 3550 Impfstatus Überprüfung des Immunschutzes Diphterie-AK 4291 FSME-AK 4379 Hepatitis A 4382 Hepatitis B 4381 Masern-IgG 4385 Mumps-IgG 4386 Pertussis-IgG 4291 Polio-AK, I, II, III 3 x 4363 Röteln-IgG 4387 VZV (Varizellen-) IgG 4388 Osteoporose-Vorsorge, klinisches Risiko Ostase (BAP) 4069 ß-Crosslaps A4062 Calcium 3555 Phosphat 3580 Vitamin D 4138+4139 Parathormon 4056 Osteoporose-Risiko Gentest Col1A1 Genotyp

Prävention: Neurologie: Doppler – Brain-Check – Labor Apoplex-Risiko Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Prävention: Neurologie

■ Doppler-sonographische Untersuchungen der hirnversorgenden Gefäßen GOÄ-Nr. Kurzlegende 3 5 800 645* 649

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Neurologische Untersuchung Doppler-Sonographie Transkranielle Doppler-Sonographie

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

4,66 11,37 37,89 37,89

10,73 26,14 68,20 68,20

■ Brain-Check GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 7 Untersuchung eines Organsystems 800 Neurologische Untersuchung 801 Psychiatrische Untersuchung 857 Orientierende Testuntersuchung

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 9,33 11,37 14,57 6,76

10,72 21,46 26,15 33,51 15,55

Zahlreiche Neurologen wenden im Rahmen der Schmerztherapie auch Akupunktur an. Hinweise dazu finden Sie im Kapitel Alternative Verfahren auf Seite 244 ff. Laboruntersuchungen: Harnstoff, Kreatinin, Bilrubin gesamt, GOT, GPT, Gamma GT, TSH

■ Labor-Untersuchung zur Feststellung des Herzinfarkt- und Apoplex-Risikos GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 5 7

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 21,45

Beratung, auch tel. 4,66 Eingehende Beratung, auch tel. 8,74 Symptombezogene Untersuchung 4,66 Untersuchung mind. eines Organssystems: Bauchorgane – Brust9,33 organe – weibl. Genitaltrakt – Haut – Stütz- u. Bewegungsorgane Blutentnahme aus Vene 2,33 4,20 Kurzlegende Labor 1fach A 1,15fach A Gesamt-Cholesterin 2,33 2,68 HDL-Cholesterin 2,33 2,68 LDL-Cholesterin 2,33 2,68 Triglyceride 2,33 2,68 Glukose 2,33 2,68 Homocystein – analoger Ansatz – GOÄ § 6 (2) 32,22 38,21

250* GOÄ Nr. 3562.H1* 3563.H1* 3564.H1* 3565.H1* 3560* 4084* GOÄ Kurztext Nr. 4084: Gesamt Östrogene im Urin, photometrisch analog 3933* Fibrinogen 3730* Lipoprotein (a) 3741* CRP (Ligandenassay)

3,50 17,49 11,66

4,02 20,11 13,41

Weiterführende Untersuchungen zu Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko ) Koronararteriographie, nicht-invasive, z. B. mit Elektronenstrahl-Tomographie (EBCT) oder mit Mehrschicht-Computer-Tomographie, auch mit Bestimmung von Koronar-kalk ) Schlaganfall-Vorsorge: Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße bei fehlenden anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten („Stroke-Check“) 737

Prävention: Orthopädie: Osteodensitometrie – Laboruntersuchung bei VD Osteoporose E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Prävention: Orthopädie

■ Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) GOÄ Nr. Kurzlegende 5380* Osteodensitometrie von Skelettteilen mit quant. CT oder digitaler Röntgentechnik 5377* Zuschlag für computergesteuerte Analyse, einschl. 3D-Rekonstruktion 5475* Osteodensitometrie von Skelettteilen mittels Dual-Photonen-Absorptionstechnik

1fach A 17,49

*1,8fach A 31,48

46,63



17,49

31,48

Abrechnungshinweis: Der Zuschlag nach Nr. 5377* ist nur mit 1fachem Gebührensatz abrechenbar.

■ Laboruntersuchungen bei VD Osteoporose GOÄ Nr. 3555* 3580 H1* 3587 H1* 3585 H1*

Kurzlegende Calcium Anorganischer Phosphor Alkalische Phophatase Kreatinin

Weitere Untersuchungen: ) Pyridinolin-Crosslinks und Ostase erfassen den Knochenabbau ) Vitamin D (25-OH) erfasst die Vitamin-D-Versorgung

738

Labor 1fach A 1,15fach A 2,33 2,68 2,33 2,68 2,33 2,68 2,33 2,68

Prävention: Pädiatrie: Kinder- und Jugendlichen-Intervall-Checks: U1 – U2 Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Prävention: Pädiatrie

■ Kinder- und Jugendlichen-Intervall-Checks GOÄ Nr. Kurzlegende 25 26 analog 26 analog

Neugeborenen Erstuntersuchung – U1 Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten bei einem Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr – analog GOÄ § 6 (2) Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten bei einem Kind bis zum vollendeten 18. Lebensjahr – analog GOÄ § 6 (2)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 11,66 26,81 26,23 60,33 26,23

60,33

Abrechnungstipp: Bis zur Vollendung des 2. Lebensjahrs gelten keine Einschränkungen der Anzahl der durchgeführten Untersuchungen, d. h. wenn medizinisch erforderlich, können mehrere Untersuchungen nach GOÄ Nr. 26 abgerechnet werden. Ab dem 2. Lebensjahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen diese Untersuchungen allerdings nur einmal je Kalenderjahr berechnet werden. Die Aufstellungen von S. 165 und den folgenden zeigt die von den Krankenkassen angebotenen Vorsorge-Untersuchungen. Sehr häufig wünschen Eltern aber zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen ohne dass eine Erkrankung oder der Verdacht vorliegt. Dann sind diese ärztlichen Leistungen IGeLLeistungen oder bei PKV-Versicherten „Leistungen auf Verlangen“. Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen

■ U1-Neugeborenen Erstuntersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 25

U1-Neugeborenen-Erstuntersuchung

1fach A 11,66

*1,8/ 2,3fach A 26,81

Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Apgar-Schema 1, 5, 10 Min. nach der Geburt. Vitamin-K-Prophylaxe bei U1, U2 und U3. Crede-Prophylaxe empfohlen.

■ U2-Vorsorgeuntersuchung 3.–10. Tag GOÄ Nr. Kurzlegende 26 413 50

250* 3758** 4030**

1fach A

U2-Vorsorgeuntersuchung 3.- 10. Tag 26,23 Sono der Hüftgelenke 16,32 Hausbesuch 18,65 ggf. zusätzlich: K2 (Zuschlag Kind) – bei Bedarf Zuschläge aus dem Bereich E – H und Wegegeld Blutabnahme für Guthrie Test 2,33 Labor 1fach A Phenylalanin (Guthrie Test) 3,50 TSH-Bestimmung (nach GKV-Richtlinien am 5.Tag) 14,57

*1,8/ 2,3fach A 60,33 37,54 42,90

4,20 1,15fach A **4,02 **16,76

Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: 2.Vitamin-K-Prophylaxe. Sono der Hüftgelenke. Screeninguntersuchungen auf Phenylketonurie, Galaktosämie, Mukoviszidose. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

739

Prävention: Pädiatrie: U3 – U6 E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ U3-Vorsorgeuntersuchung 4.–6. Lebenswoche GOÄ Nr. Kurzlegende 26 413 715 716 718 1409

U3-Vorsorgeuntersuchung 4–6. Lebenswoche 3. Vitamin-K-Prophylaxe Sono der Hüftgelenke ggf. Erstuntersuchung oder Kontrolluntersuchung Prüfung kindliche Entwicklung Prüfung funktionelle Entwicklung bei Säugling oder Kleinkind nach standardisierten Methoden, je Untersuchungsgang Höchstwert bei Untersuchungen nach Nr. 716 und 717; hier sind die Untersuchungsarten anzugeben Otoakustische Emissionen

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 26,23 60,33 16,32

27,54

12,82 4,02

29,49 9,25

14,63

33,65

23,32

53,62

Wichtige Ausschlüsse: Nr. 715 nicht neben Nr. 26 und Nr. 1555 nicht neben den Nrn. 715, 717. Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: 3.Vitamin-K-Prophylaxe. Erste Verhaltsmuster im Sozial- und Spielverhalten. Beurteilung der motorischen Entwicklung. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U4-Vorsorgeuntersuchung 3.–4. Lebensmonat GOÄ Nr. Kurzlegende 26 715 716 718 413 1403* 1216

U4-Vorsorgeuntersuchung 3.–4. Lebensmonat Prüfung kindliche Entwicklung Prüfung funktionelle Entwicklung bei Säugling oder Kleinkind nach standardisierten Methoden, je Untersuchungsgang Höchstwert bei Untersuchungen nach Nr. 716 und 717; hier sind die Untersuchungsarten anzugeben Sono der Hüftgelenke ggf. Erstuntersuchg. od. Kontrolluntersuchg. Tonschwellenaudiometrie Strabismusuntersuchung

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 26,23 60,33 12,82 29,49 4,02 9,25 14,63

33,65

16,32 9,21 5,30

27,54 16,58 12,20

Wichtige Ausschlüsse: Nr. 715 nicht neben Nr. 26, und Nr. 1555 nicht neben den Nrn. 715, 717. Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Ausschluss zentraler Tonus- und Koordinationsstörungen. Seh- und Hörprüfungen. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U5-Vorsorgeuntersuchung 6. – 7. Lebensmonat GOÄ Nr. Kurzlegende 26

U5-Vorsorgeuntersuchung 6.–7. Lebensmonat

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 26,23 60,33

Siehe auch Untersuchungen unter U4. Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Ausschluss zerebraler Bewegungsstörungen. Beurteilung der geistigen Entwicklung. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U6-Vorsorgeuntersuchung 10.–12. Lebensmonat GOÄ Nr. Kurzlegende 26 U6-Vorsorgeuntersuchung 10.- 12. Lebensmonat

1fach A 2,3fach A 26,23 60,33

Siehe auch Untersuchungen unter U4 – Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Neuroblastom-Früherkennung durch Screening auf Katecholamine im Urin („Windeltest“) -(allerdings gibt es eine neue Studie, die zeigt, dass das Neuroblastomscreening nicht den Nutzen bringt, 740

Prävention: Pädiatrie: U7 – U8 Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

den man sich davon erhofft hatte: fortgeschrittenen Stadien früher erkennen zu können. Daher wird das Screening in der Studie nicht mehr empfohlen). ) Sozialentwicklung (Fremdeln). ) Untersuchung zur Früherkennung von Schwachsichtigkeit und Schielen -im Kleinkind- und Vorschulalter durch instrumentelle Untersuchung („Schiel-Vorsorge“). Ausschluss von Hörstörungen. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U7-Vorsorgeuntersuchung 21.–24. Lebensmonat ■ U7A-Vorsorgeuntersuchung 3. Lebensjahr GOÄ Nr. Kurzlegende 26 1400 1403* 26

U7-Vorsorgeuntersuchung 21.–24. Lebensmonat Hörprüfung Tonschwellenaudiometrie (Nr. 1403 nicht neben 1400) U7A-Vorsorgeuntersuchung 3. Lebensjahr

1fach A 26,23 4,43 9,21 26,23

*1,8/ 2,3fach A 60,33 10.19 16,58 60,33

Siehe auch Untersuchungen unter U4 – Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Beurteilung von Sinnes- und körperlicher Entwicklung. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U8-Vorsorgeuntersuchung 43.–48. Lebensmonat GOÄ Nr. Kurzlegende 26 1200 1202 1216 1217 1228 1400 1403* 1406* 1555 384 857* 410 420 3511**

U8-Vorsorgeuntersuchung 43. – 48. Lebensmonat Refraktion, subjektiv Refraktion, objektiv Strabismustest Sehtest, apparativ Farbsinnprüfung Hörprüfung Hörprüfung Kinderaudiometrie – bis zur Vollendung des 7. Lebensjahrs Untersuchung der Sprache Tuberkulinstempeltest Orientierende Testuntersuchung z. B. Haus-Baum-Mensch Sonographie Abdomen Sonographie Abdomen, je Organ, je Sitzung bis zu 3x Untersuchung des Urins

1fach A 26,23 3,44 4,31 5,30 14,11 3,56 4,43 9,21 10,61 6,94 2,33 6,76 11,66 4,66 2,91

*1,8/ 2,3fach A 60,33 7,91 9,92 12,20 32,44 8,18 10.19 16,58 19,10 15,95 5,36 12,17 26,81 10,73 **3,35

** Labor 1,15facher Satz

Wichtige Ausschlüsse: Nr. 715 nicht neben Nr. 26, und Nr. 1555 nicht neben den Nrn. 715, 717. – Nr. 1400 nicht neben 1403*. Abrechnungshinweis: Nr. 1216 neben Nr. 1217 nur in besonderen Fällen. Nach Brück sind Indikationen dazu: ) Paresen ) Doppelbilder ) Schwankende Schielwinkel ) Kongenitales Schielsyndrom ) Kopf-Zwang-Haltungen ) Vor- und Nachuntersuchungen bei Schieloperationen

741

Prävention: Pädiatrie: U9 – J2 – Neugeborenen Audio-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Erfassung von Verhaltensstörungen wie Einnässen, Einkoten, nicht altersgemäßer Sprache, Stereotypien. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U9-Vorsorgeuntersuchung 60.–64. Lebensmonat GOÄ Nr. Kurzlegende 26 U9-Vorsorgeuntersuchung 60.–64. Lebensmonat

1fach A 2,3fach A 26,23 60,33

Siehe Untersuchungen unter U8. Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Seh- und Hörprüfung. Kontrolle der Motorik. Hand-Augen-Koordination. Sprachfähigkeit. Urinstatus. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ U10-Vorsorgeuntersuchung 7.–8. Lebensjahr GOÄ Nr. Kurzlegende 26 U10-Vorsorgeuntersuchung 7. – 8. Lebensjahr

1fach A 2,3fach A 26,23 60,33

■ U11-Vorsorgeuntersuchung 9.–10. Lebensjahr GOÄ Nr. Kurzlegende 26 U11-Vorsorgeuntersuchung 9.- 10. Lebensjahr

1fach A 2,3fach A 26,23 60,33

Besonderheiten U10: Ausgedehnte Anamnese (chron. Erkrankungen, Behinderungen, Schulsituation, Familiensituation). Körperliche Untersuchung (Pubertätsentwicklung, Blutdruckmessung. Gesamtcholesterin-Bestimmung bei familiärer Belastung. – U11: Störungen der motor. Entwicklung u. Verhaltensstörungen (z. B. ADHS). Suchtmitteln? Ernährungs-, Bewegungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung. Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ J1 (12.–14. Lebensjahr) und J2 (16.–18. Lebensjahr) Kinder-Früherkennungsuntersuchungen GOÄ Nr. Kurzlegende 26 J1 oder J2 Kinder-Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr

1fach A 2,3fach A 26,23 60,33

Besonderheiten dieser Vorsorgeuntersuchung: Überprüfung des Impfstatus und ggf. erforderliche Impfungen.

■ Neugeborenen Audio-Check

Die Abrechnung ist abhängig von der gewählten Methode GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 6 828 1409

742

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung HNO Untersuchung Messung visuell, akustisch oder sensosensorisch evozierter Hirnpotentiale (VEP, AEP, SSP) Messung otoakustischer Emissionen

1fach A

*/2,3fach

4,66 8,74 4,66 5,83 35,26

10,72 20,11 10,73 13,41 81,11

23,31

53,62

A

Prävention: Radiologie: Osteoporose – Lungenvorsorge – Schlaganfall-Prophylaxe Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Prävention: Radiologie

■ Früherkennung Osteoporose (Knochendichtemessung)

Untersuchung auf Wunsch des Patienten/der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5380*

Beratung Osteodensitometrie von Skelettteilen mit quant. CT oder digitaler Röntgentechnik

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,66 10,72 17,49 31,48

■ Lungenkrebsvorsorge (CT-Raucher-Screening)

Untersuchung auf Wunsch des Patienten/der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. Eine radiologische Praxis in Berlin informiert zu dieser angebotenen Leistung Patienten mit folgendem Text: Lungenkrebsvorsorge (CT-Raucher-Screening) Wenn Sie z. B. als Raucher mit deutlich erhöhtem Lungenkrebsrisiko den möglichst sicheren Ausschluss eines Lungentumors wünschen, sollten Sie ein Lungenscreening mit Niedrig-DosisCT des Thorax durchführen lassen. Damit lässt sich auch ein kleiner noch symptomloser Raucher-Lungenkrebs in allen Abschnitten der Lunge deutlich besser entdecken als mit den konventionellen Röntgenaufnahmen des Thorax. Dabei erfahren Sie dann auch, ob und wie stark der Nikotinkonsum Ihre Lunge oder die Bronchien chronisch geschädigt hat. Während das Lungenscreening mit CT selbst kleinere Veränderungen des Lungengewebes und des Rippenfells zu Tage fördert, können gegebenenfalls im Rahmen der virtuellen Bronchoskopie, die ebenfalls auf der Multislice-Technologie basiert, bereits kleinste Auffälligkeiten auch innerhalb der Bronchien erkannt und beurteilt werden. Beide Methoden sind sehr strahlungsarm, da die Lunge nur wenige Röntgenstrahlen absorbiert. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5371* 5376* 5377*

Beratung CT im Thoraxbereich CT-Ergänzung, High-Resolution- Technik computergestützte Analyse mit 3-D-Rekonstruktion – nur 1facher Satz möglich

1fach A 4,66 134,06 29,14 46,63

*1,8/ 2,3fach A 10,72 241,31 52,46 –

■ Schlaganfall-Prophylaxe

Untersuchung auf Wunsch des Patienten/der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5700* 5731* 5733* 346

Beratung MRT im Kopfbereich inklusive Halsregion ergänzende Serie, MR-Angiographie computergestützte Analyse mit 3-D-Rekonstruktion -nur 1facher Satz möglich Hochdruck-Kontrastmittel-Injektion

1fach A 4,66 256,46 58,29 46,63

*1,8/ 2,3fach A 10,72 461,64 104,92 –

17,49

40,22

Auslagen: MRT-Kontrastmittel Berechnung nach GOÄ § 10

743

Prävention: Radiologie: Arteriosklerose-Check-up – MR-Angiographie – MR-Mammographie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ Arteriosklerose-Check-up

Untersuchung auf Wunsch des Patienten/der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. Labor: BZ, Cholesterin, Homocystein, Harnsäure, Triglyceride, Lipoprotein A, Fibrinogen, LDL- und HDL-Cholesterin

■ 1. MR-Angiographie der Becken-Bein-Arterien GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5730* 5731* 5733* 346*

Beratung MRT von ganzen Extremitäten ergänzende Serie, MR-Angiographie computergestützte Analyse Hochdruck-Kontrastmittel-Injektion

1fach A 4,66 233,15 58,29 46,63 17,49

*1,8/ 2,3fach A 10,72 419,67 104,92 40,22

Auslagen: MRT-Kontrastmittel, Berechnung nach GOÄ § 10

■ 2. MR-Angiographie der Nieren GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5720* 5731* 5733* 346*

Beratung MRT im Bereich des Abdomens ergänzende Serie, MR-Angiographie computergestützte Analyse – nur 1facher Satz möglich Hochdruck-Kontrastmittel-Injektion

1fach A 4,66 256,46 58,29 46,63 17,49

*1,8/ 2,3fach A 10,72 104,92 40,22

■ Brustkrebsvorsorge mit Röntgen-Mammographie und Ultraschall

Untersuchung auf Wunsch der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5 5266* 5266* 418 420

Beratung körperliche Untersuchung (Tastbefund) Mammographie einer Seite in 2 Ebenen Mammographie andere Seite in 2 Ebenen Ultraschall einer Brustdrüse Ultraschall 1 weiteres Organs – andere Brustdrüse

1fach A 4,66 4,66 26,23 26,23 12,24 4,66

*1,8/ 2,3fach A 10,72 10,73 47,21 47,21 28,15 10,73

■ MR-Mammographie

Untersuchung auf Wunsch der Patientin ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5 5721* 5731* 5733* 346

Beratung körperliche Untersuchung (Tastbefund) MRT der Mammae (Brust) ergänzende Serie nach i.v. Kontrastmittel computergestützte Analyse, Kinetik – nur 1facher Satz möglich Hochdruck-Kontrastmittel-Injektion

Auslagen: MRT-Kontrastmittel, Berechnung nach GOÄ § 10

744

1fach A 4,66 4,66 233,15 58,29 46,63 17,49

*1,8/ 2,3fach A 10,72 10,73 419,67 104,92 40,22

Prävention: Radiologie: MRT-Check-up Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ MRT-Check-up GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5720* 5731* 5733*

Beratung MRT im Bereich des Abdomens ergänzende Serie, MRCP computergestützte Analyse – nur 1facher Satz möglich

1fach A 4,66 256,46 58,29 46,63

*1,8/ 2,3fach A 10,72 461,64 104,92 -

Die Radiologische Universitätsklinik Abteilung Röntgendiagnostik des Klinikums Freiburg bietet auf ihren Internetseiten (www.uniklinik-freiburg.de/ip/live/patientenservice/zusatzangebote/radio. html) weitere IGEL-Leistungen an und informiert Patienten darüber: Ganzkörper-Magnetresonanztomographie Möglichkeiten der Ganzkörper Magnetresonanztomographie sind: ) Nachweis oder Ausschluss von krankhaften Veränderungen – des Lymphsystems – der Knochen – der Leber, der Milz und der Nieren ) Nachweis oder Ausschluss von Erkrankungen des Skelettsystems, insbesondere entzündlicher Veränderungen. Das Verfahren ist derzeit nicht geeignet, um im gleichen Untersuchungsgang den Magen-DarmTrakt zu untersuchen. Hierfür sind spezielle Untersuchungssequenzen erforderlich. Darmkrebs rechtzeitig entdecken Darmkrebs ist heute bei rechtzeitiger Diagnose heilbar mit der neuen Multislice CT-Untersuchung. Verfahren zur Linderung und Heilung – Tumorbehandlung mit Minimalinvasiver Therapie durch Radio-Frequenz-Tumorzerstörung für bestimmte: ) Lebertumore ) Lungentumore ) Nierentumore

745

Prävention: Urologie: Komplett-Vorsorge für Männer – Blasenkrebs E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Prävention: Urologie

■ Komplett-Vorsorge für Männer

Die Vorsorgeuntersuchungen für den Mann sind der oft erste Einstieg eines Patienten beim Urologen. Dazu kommt es, weil viele Patienten den Urologen mit seinen speziellen Kenntnissen und der apparativen Ausstattung (z. B. transrectale Sonographie) für besonders qualifiziert halten zur Prävention für den Mann. Weitere Schwerpunkte sind ) Fruchtbarkeitscheck ohne Krankheitshinweis ) Behandlung von Potenzstörungen GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

5 6

*1,8/ 2,3fach A 10,73 13,41

Symptombezogene Untersuchung 4,66 Untersuchung Nieren und harnableitende Wege, bei Männern 5,83 zusätzlich Prostata, Bruchpforten, Hoden und Nebenhoden 8 Ganzkörperstatus 15,15 34,85 11 Digitale Untersuchung von Mastdarm u./o. Prostata 3,50 8,04 28 Krebsvorsorge: Mann 16,32 37,54 403* Zuschlag zur Sonographie bei transrectaler Untersuchung 8,74 15,74 410 Sonographie, ein Organ (Prostata) 11,66 26,81 420 Sonographie bis zu 3 weiteren Organen (Nieren, Hoden) 4,66 10,73 Labor 1fach A 1,15fach A 3908.H3* PSA-Bestimmung 17,49 20,11

■ Früherkennung Blasenkrebs GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 410 Sonographie, ein Organ (Blase) 403* Zuschlag zur Sonographie bei transrectaler Untersuchung

1fach A 8,74

2,3fach A 20,11

11,66 8,74

26,81 15,74

Bestimmung: Tumormarker NMP22 (Nuclear matrix protein 22) Der Blasentumor ist eine relativ häufige Krebserkrankung und steht nach dem Prostatakrebs mit ca. 34 % an zweiter Stelle der urologischen Tumore. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Tumormarker NMP22 wurde in den USA entwickelt und von der FDA (U.S. Food and Drug Administration) - neben der Therapieüberwachung – auch für die Früherkennung (z. B. Sreening von Personen mit hohem Risiko für die Entwicklung eines Harnblasenkarzinoms: Raucher, Arbeiter in chemischen Betrieben) zugelassen.

746

Praeoperative Diagnostik vor operativen Eingriffen außerhalb der GKV-Leistungspflicht Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

3. Praeoperative Diagnostik vor operativen Eingriffen außerhalb der GKV-Leistungspflicht Im Rahmen der Untersuchung vor einer ambulanten oder stationären Operationen ist es stets erforderlich, dass der Patient präoperative Befunde zur Operations- bzw. Narkosefähigkeit mit zu seinem Operateur in Praxis oder Krankenhaus mitbringt, wenn diese Untersuchungen nicht direkt von ärztlichen Mitarbeitern des OP-Team/des Krankenhauses ausgeführt werden. Welche Untersuchungen im Einzelfall erforderlich sind, werden Operateur und/oder Narkosearzt festlegen. In der Regel wird die präoperative Diagnostik vom Hausarzt des Patienten durchgeführte. Hochrisikopatienten wurden in der folgenden Aufstellung nicht berücksichtigt, da sie in der Regel nicht im Rahmen von IGeL-Leistungen operiert werden. Wichtig: Aus forensischen Gründen ist eine Operationsaufklärung 24 Stunden vor der Operation erforderlich. Präoperative Diagnostik im Einzelnen Untersuchungsintervalle ) für Röntgenaufnahmen des Thorax maximal drei Monate ) Laboruntersuchungen (Einzelwerte) nicht älter als 6 Wochen ) EKG(Mehrkanal-EKG-Streifen) – und ggf. Lungenfunktionsuntersuchungen (Einzelwerte) sollten bei zwischenzeitlich unauffälliger Anamnese nicht älter als drei Monate alt sein. Röntgen-Thorax, ggf. in zwei Ebenen ist erforderlich bei ) Patientenalter über 60 Jahre ) ASA III/IV (siehe Tabelle) ) anamnestische Hinweise auf kardiopulmonale Störung ) pathologischer Befund bei der körperlichen Untersuchung EKG – Lungenfunktion Grundsätzlich bei allen Patienten ab 40 Jahren, bei jüngeren dann, wenn Hinweise auf eine kardiovaskuläre Erkrankung bestehen. Eine Lungenfunktionsprüfung ist immer dann erforderlich, wenn auch eine Röntgen-Thoraxaufnahme angefertigt werden muss. Hier ist zunächst die ’kleine Spirometrie’ (VC, FEV1, BGA) ausreichend. Bei Patienten mit Lungenerkrankungen und Atemnot ist eine bodyplethysmographische Untersuchung mit Oxymetrie erforderlich. Laboruntersuchungen Bei klinisch gesunden Patienten, kleinen oder mittleren Eingriffen (ggf. auch ambulant) und Operationen, die nicht wegen eines malignen Tumors durchgeführt werden, sind folgende Laboruntersuchungen ausreichend: ) kleines Blutbild inkl. Thrombozyten ) Quick, PTT ) Kalium, Natrium ) Kreatinin und Blutzucker zusätzlich bei Patienten über 60 Jahre Sind Blutgruppenbestimmung erforderlich, wird der Operateur/Narkosearzt dies vermerken. In der Regel werden Patienten der ASA-Gruppen* III und IV kaum im Rahmen von IGeL-Leistungen operativ behandelt, sollte dies aber der Fall sein, sind folgende weitere Labor-Untersuchungen erforderlich: ) Blutzucker ) Calcium ) GOT, GPT, -GT, alkalische Phosphatase, LDH, Bilirubin ) Serumeiweiß, Albumin ) Harnstoff, Kreatinin ) Urinstatus, Sediment

747

Reisemedizin: Reisemedizinische Beratung und Untersuchung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Die Einteilung in ASA-Gruppen I Normaler, gesunder Patient II Leichte Allgemeinerkrankung ohne Leistungsbeschränkung III Schwere Allgemeinerkrankung mit Leistungsbeschränkung IV Schwere Allgemeinerkrankung, die mit oder ohne Operation das Leben des Patienten bedroht V Moribunder Patient, Tod innerhalb von 24 h mit oder ohne Operation zu erwarten *American Socienty of Anesthesiologists

Abrechnung praeoperativer Diagnostik GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 6 7 8 651* 250*

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Augen – Gefäßstatus – HNO Bauchorgane – Brustorgane – weibl. Genitaltrakt – Haut – Stütz- u. Bewegungsorgane Ganzkörperstatus EKG Blutentnahme i.v.

GOÄ-Nr. Kurzlegende 3550* 3530* 3607* 3605* 3557* 3558* 3560* 3585.H1*

Kleines Blutbild TPZ, Quick TPZ, Quick PTT Kalium Natrium Blutzucker Kreatinin

1fach A 4,66 8,74 4,66 5,83 9,33

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 13,41 21,45

15,15 14,75 2,55

34,86 26,54 4,20

1fach A 1,17 6,99 2,91 2,91 1,75 1,75 2,33 2,33

*1,15/ 1,3fach A 1,34 8,04 3,35 3,35 2,01 2,01 2,68 2,68

4. Reisemedizin

■ Reisemedizinische Beratung und Untersuchung

Nach einer Studie des European Travel Health Advisory Board (2003), wurden 8.000 Reisende, die auf dem Weg in Länder mit niedrigem hygienischen Standard waren, auf Flughäfen in Europa (darunter der Flughafen München), in den USA und im asiatischpazifischen Raum befragt. Das Ergebnis aus Europa zeigt, dass reisemedizinische Beratungen dringend erforderlich sind: ) 48 % der Fernreisenden hatten keine reisemedizinische Beratung erhalten; ) 72 % wussten nicht, dass es in ihren Reiseländern besondere Infektionsrisiken gibt; ) 78 % waren nicht gegen Hepatitis A geimpft; ) 50% wussten nichts von einem Malaria-Risiko, obwohl sie in ein Malariagebiet reisten. Hier – so schreibt das Blatt sicher sehr berechtigt – gibt es noch viel für Ärzte zu tun!

Mögliche Inhalte einer reisemedizinischen Beratung ) Präventive Maßnahmen mit Hinweisen zur Hygiene und Ernährung im Urlaubsland ) Trinkwasser, Sonnenschutz, Stressminderung ) Umgang mit Gesundheitsrisiken - Hinweise zum Klima im Urlaubsland (Temperaturen), Reiseund Seekrankheiten, Gefahren durch Tiere (z. B. Insekten), Höhenkrankheit, Verhalten bei Flugreisen, sexuell übertragbare Krankheiten und Schutz davor, Hinweise zu Krankheiten im Reiseland, Impfstatus. 748

Reisemedizin: Reiseimpfungen – Immunitätslage Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Kurze Beratung – meist aber GOÄ Nr. 3 erforderlich 76 Schriftlicher, individueller Ernährungsplan – analoger Ansatz 8 Ganzkörperstatus

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 4,08 15,15

10,73 9,38 34,85

Reisemedizinische Beratungen (abhängig von der Beratungsintensität abgerechnet nach den GOÄ Nrn. 1 oder 3) sind im Einzelnen sinnvoll zu folgenden Themen: ) Antibabypille: Umstellung/Weiternahme wegen Urlaub ) Beratung besonderer Patientengruppen z. B. – Ältere Menschen, Kinder, Schwangere – Beratung von Patientengruppen mit chron. Erkrankungen z. B. – Allergien – Asthma bronchiale – Dialyse-Patienten – Diabetiker – Herzkranke ) Impfstatus: allgemeine Impfungen ) Impfstatus: besondere Impfungen für das Reiseland ) Malaria-Prophylaxe ) Reiseapotheke und Selbstmedikation (z. B. Therapie Reise-Diarrhoen, Fieber, Infektionen, Schmerzzustände) ) Sonnenlichtexposition und Hauttyp

■ Reiseimpfungen

Schnelle Informationen zu Impfungen sind über die Tropeninstitute zu erhalten ) die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO): www.rki.de/ cln 012/nn 226618/DE/Content/Infekt/Impfen/STIKO Empfehlungen/stiko empfehlungen node. html nnn=true ) Forum Impfen: www.forum-impfen.de (neben Impfhinweisen findet man Pat.-Infoblätter, Fachinfos zu den Impfstoffen, Erpertenrat. Für den Zugang muss man sich registrieren lassen; die Mitgliedschaft ist kostenlos). GOÄ Nr. Kurzlegende 34 Erörterung bei Risiken – analog – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 34: Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung... 8 Eignungsuntersuchung für Reisen – Ganzkörperstatus 375 Reisemedizinische Impfung 376 Reisemedizinische Impfung: oral 377 Reisemedizinische Impfung: Zusatzimpfung 378 Simultanimpfung (z. B. aktiv und passiv) 76 Schriftliche Zusammenfassung wichtiger reisemedizinischer Informationen – analog – GOÄ § 6 (2)

1fach A 2,3fach A 17,49 40,22

15,15 4,66 4,66 2,91

34,85 10,73 10,73 6,70

4,08

9,38

8,74

20,11

GOÄ Kurztext Nr. 76: Schriftlicher Diätplan, individuell...

77

Individueller schriftl. Plan zu Prophylaxe und Behandlung, z. B. bei komplizierten chron. Begleiterkrankungen oder Reiserisiken analog – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 77: Schriftliche, individuelle Planung und Leitung einer Kur...

■ Feststellung der Immunitätslage

Soll auf Patientenwunsch vor einer Fernreise die Immunitätslage festgestellt werden, so ist dies eine IGEL-Leistung und keine Leistung der GKV- oder PKV-Kassen. 749

Reisemedizin: Reiserücktritt – Sportmedizin: Sport-Check E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. 4404* 4379* 4382* 4400*

Kurzlegende Diptherie – AK – IgG FSME – IgG Hepatitis A-Screening – IgG Hbs-AK – Hepatitis B – IgG – analog – GOÄ § 6 (2)

Abrechnung IGeL-Leistungen

Labor 1fach A 1,15fach A 20,40 23,46 13,99 16,09 13,99 16,09 17,49 20,11

GOÄ Kurztext Nr. 77: Bestimmung von Antikörpern mittels Ligandenassay...

4404*

Tetanus – IgG

20,40

23,46

Werden nach einer Reise aufgrund eines Verdachtes auf eine Erkrankung Antikörperbestimmungen und ggf. weitere Untersuchungen erforderlich, so sind dies Leistungen zu Lasten der Krankenkasse.

■ Reiserücktritt – Ärztliche Bescheinigung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) -nicht neben Sonderleistungen 1 Kurze Beratung – meist aber GOÄ Nr. 3 erforderlich 5 Symptombezogene Untersuchung – oder ggf. Nr. 7 7 Untersuchung eines Organsystems 70 Kurze Bescheinigung

1fach A 8,74

2,3fach A 20,11

4,66 4,66 9,33 2,33

10,73 10,72 21,45 5,36

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 20,11

5. Sportmedizin

■ Sport-Check – Sportmedizinische Vorsorge-Untersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 3

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonder8,74 leistungen 1 Beratung 4,66 10,73 Die 3 folgenden Untersuchungen GOÄ Nrn. 7,8,29 stehen alternativ zur Verfügung 7 Vollständige Untersuchung eines Organsystemes 9,33 21,45 8 Ganzkörperstatus: Sportmedizinische Vorsorge-Untersuchung 15,16 34,86 29 Gesundheitsuntersuchung 25,65 58,99 651* EKG in Ruhe 14,75 26,55 652 Belastungs-EKG – ggf. mit Lactatbestimmung 25,94 59,66 A 796* Ergometrische Funktionsprüfung 8,86 15,95 605 Lungenfunktion 14,11 32,45 605a Flussvolumenkurve 8,16 14,69 606* Spiroergometrische Untersuchung 22,09 39,76 715 Prüfung der Entwicklung – analog – GOÄ § 6 (2) 12,82 29,49 GOÄ Kurztext Nr. 715: Prüfung der kindlichen Entwicklung 250* Blutentnahme 2,33 5,36 Labor 1fach 1,15fach A 3511* Untersuchung eines Körpermaterial (z. B. Glukose, Harnstoff, 2,91 3,35 Urinteststreifen) 3550* Blutbild 3,50 4,02 3551* Differentialblutbild 1,17 1,34 3560* Glukose 2,33 2,68 3562.H1* Cholesterin 2,33 2,68 750

Sportmedizin: Sportbootführerschein – Flugtauglichkeit – Tauchsport-Untersuchung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 3563.H1* 3585.H1* 3592.H1* 3595.H1* 3511* 3781*

HDL-Cholesterin Kreatinin Gamma-GT GPT Urin-Teststreifen Lactatbestimmung zur Einschätzung der Ausdauerleistung

1fach A 2,33 2,33 2,33 2,33 2,91 12,82

*1,8/ 2,3fach A 2,68 2,68 2,68 2,68 3,35 14,75

■ Sportbootführerschein – Eignungsuntersuchung GOÄ Nr. 1 8 1201 1228 70

Kurzlegende Kurze Beratung Ganzkörperstatus Subj. Refraktionsbestimmung mit. sphärischen-zylindr. Gläsern Farbsinnprüfung mit Pigmentproben (Farbtafeln) Kurze Bescheinigung

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 15,15 34,86 5,19 11,93 3,56 8,18 2,33 5,36

■ Flugtauglichkeitsuntersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 3

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 8 Eignungsuntersuchung für Flugtauglichkeit 70 Kurze Bescheinigung 652 EKG in Ruhe und Belastung 250* Blutabnahme aus der Vene 605 Ruhespirographische Untersuchung 605a Flussvolumenkurve 1401 Hörtest Labor 3511* Urinstreifentest 3550* Blutbild, klein 3560* Blutzucker 3583 H1* Harnsäure 3592 H1* Gamma-GT 3885 H1* Kreatinin

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

15,16 2,33 25,94 2,33 14,11 8,16 3,50 1fach 2,91 3,15 2,33 2,33 2,33 2,33

34,86 5,36 59,66 4,19 32,45 18,77 6,30 1,15fach A 3,35 4,03 2,68 2,68 2,68 2,68

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

15,16 2,33 14,75 25,94 14,11

34,86 5,36 26,54 59,66 32,45

■ Tauchsport-Untersuchung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 8 70 651* 652 605

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Eignungsuntersuchung für Tauchsport Kurze Bescheinigung EKG EKG in Ruhe und Belastung Ruhespirographische Untersuchung

751

Sportmedizin: Tauchsport-Untersuchung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

605a 250*

Flussvolumenkurve Blutabnahme aus der Vene

3511*

Urin-Teststreifen

8,16 2,33 1fach A 2,91

Labor

752

*1,8/ 2,3fach A 18,77 4,19 1,15fach A 3,35

Augenheilkunde Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Häufige IGeL-Leistungen der Fachgruppen Neben den schon aufgeführten speziellen Leistungen der Vorsorge und Prävention gibt es zahlreiche Leistungen, die nicht im GKV-Katalog aufgeführt sind und daher nicht erstattet werden, aber trotzdem von Patienten gewünscht werden. Dies sind reine IGeL-Leistungen.

Augenheilkunde Was bietet die Fachgruppe der Augenärzte als IGeL-Leistungen an? Die Autoren haben zahlreiche Internetseiten von niedergelassenen Augenärzten und einzelnen Augenkliniken auf IGeL-Angebote untersucht. Die folgende Aufstellung gibt die am häufigsten den Patienten angebotenen Leistungen – in der Diktion der Ärzte im Web – wieder. Der Patient findet auch Leistungen, die primär nicht ins Gebiet der Augenheilkunde fallen, aber vom jeweiligen Augenarzt angeboten werden: ) Akupunktur ) Akupunkturtaping ) Arbeitsbrillenanpassung ) Arbeitsmedizinische Untersuchung z. B. auf Veranlassung des Arbeitgebers ) Beratung vor Auslandsaufenthalten ) Besenreiser etc. – Gefäßverödung mit Argonlaser ) Biometrie (IOL Master), Kalkulation der Kunstlinsenstärke ) Untersuchung zur Verordnung einer Bildschirmbrille (außerhalb arbeitsmedizinischer Untersuchungen) ) Brillenberatung ) Untersuchung des Farbunterscheidungsvermögens ) Fahrgutachten ) Fliegerärztliche Untersuchungen ) Führerschein-Sehtest, -Zeugnis, -Gutachten ) Glaukomvorsorge: Messung der Sehnervenfasern (GDx) ) Früherkennung Grüner Star (Glaukom) ) Homöopathie ) Hornhaut-Dickenmessung (Pachymetrie) ) Hornhauttopographie ) HRT (Heidelberger-Retina-Tomograph) Vermessung der Papille, Nervenfaseranalyse ) Intravitreale Injektionen bei feuchter Makuladegeneration (z. B. Avastin, Lucentis oder Macugen) ) Kinder-Augenvorsorge (Amblyopie) ) Kontaktlinsen Anpassung/Beratung außerhalb der Erstattungsfähigkeit durch die Krankenkassen ) Lidoperationen: – Korrekturen der Ober- und Unterlider aus kosmetischen Gründen z. B. Schlupflider – Entfernung störender Hautveränderungen – Laser-Chirurgie z. B. Entfernung von Warzen und Muttermalen ) altersbezogene Makuladegeneration (AMD) – Vorsorgeuntersuchungen ) Untersuchung des Nachtsehens, der Blendungsempfindlichkeit und der Nachtfahrtauglichkeit ) Optos-Netzhautuntersuchung zur Früherkennung von Augenerkrankungen ) Perimetrie – Bestimmung des Gesichtsfeldes ) Photodynamische Therapie (PDT) von chorioidalen Neovaskularisationen (CNV) im Makulabereich ) Refraktive Chirurgie, folgende Verfahren: – LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) – PKT (Phototherapeutische Keratektomie) – PRK (Photorefraktive Keratektomie) – LASEK (Laserassistierte epitheliale Keratomileusis) ) Sauerstoff-Mehrschnitt-Therapie ) Schlaganfall-Vorsorge (ARIC- Atherosclerosis Risk in Communities) Bestimmung des Schlaganfall-Risikoprofils ) Sehfehlerkorrektur mit Laser ) Sportmedizinische augenärztliche Untersuchungen ) Stereoskopische Vermessung des Sehnerven bei Patienten mit Glaukom ) Tränenfilmanalyse (Tearscope) ) Xanthelasmenbehandlung mit Hochfrequenzchirurgische oder Laser Ohne Wertung – aber doch mit Verwunderung – werden die folgenden Angebote aus Praxis-Internetseiten einiger Augenärzten aufgeführt: 753

Führerschein-Sehtest/Augenärztliche Untersuchungen/Kontaktlinsen-Anpassung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Alternativtherapie Maculadegeneration ) Sauerstofftherapie, Nahrungsergänzung: mit Vitaminen und Antioxidantien ) Akupunktur zur Wiederherstellung des Energiegewichtes Glaucom (Grüner Star) ) Akupunktur zur Wiederherstellung des Energiegewichts, Sauerstofftherapie, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Antioxidation, Körperliche Aktivität: regelmäßiger Sport, insbesondere Ausdauersport, Entspannungstraining Complementäre und Alternative Medizin (CAM) hilft bei: ) Maculadegeneration ) Thrombose/Verschlusserkrankungen ) Glaukom ) Kurzsichtigkeit/Myopie ) Allergien ) Schmerztherapie/Kopfschmerzen ) Entwöhnung, Nikotin, Essstörung ) Tinnitus – „Schwindel“ Magnetfeldtherapie ) bei Durchblutungsstörungen, Schmerzzuständen und Wundheilungsstörungen.

■ Führerschein-Sehtest GOÄ Nr. 1 1200 70

Kurzlegende Beratung Refraktionsbestimmung, subjektive Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 3.44 7,91 2,33 5,36

Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) – Anlage 6 (zu §§ 12, 48 Abs. 4 und 5) schreibt vor, dass wenn der Bewerber den Sehtest nicht besteht, eine augenärztliche Untersuchung erforderlich ist.

■ Augenärztliche Untersuchung/Gutachten zu Führerscheinen der Klassen C1, C, C1E, CE, D GOÄ Nr. Kurzlegende 3 1 1200 1216 1226 1228 1240 80 85 95 96

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Beratung Refraktionsbestimmung, subjektive Untersuchung auf Heterophorie Projektionsperimetrie Farbsinnprüfung mit Pigmentproben Spaltlampenmikroskopie Schriftl. Gutachterliche Äußerung Gutachten, erhöhter Aufwand Schreibgebühr je angefangene DIN A Seite Kopiergebühr, je Kopie

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 3.44 5,30 10,61 3,56 4,31 17,49 29,14 3,50 0,17

10,73 7.91 12,20 24,40 8,18 9,92 40,22 67,02 ––,–– ––,––

■ Kontaktlinsen-Anpassung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1210 Kontaktlinsen-Anpassung und -Kontrolle ohne GKV-Indikation zur Kontaktlinsen-Versorgung (ein Auge)

754

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 13,29

30,57

Augenärztliche Operationen Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. 1211 1212 1213

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Kurzlegende Kontaklinsen-Versorgung (beide Augen) Prüfung auf Sitz und Funktion der Kontaktlinsen – ein Auge Prüfung auf Sitz und Funktion der Kontaktlinsen – beide Augen

1fach A 2,3fach A 17,49 40,22 7,69 17,70 11,54 26,54

Ausschlüsse: Nr. 6 nicht neben 103, 1204, 1210–1213, 1228, 1240



Augenärztliche Untersuchung nach der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten siehe http://bundesrecht.juris.de/bildscharbv/ § 6 Untersuchung der Augen und des Sehvermögens (1) Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten vor Aufnahme ihrer Tätigkeit an Bildschirmgeräten, anschließend in regelmäßigen Zeitabständen sowie bei Auftreten von Sehbeschwerden, die auf die Arbeit am Bildschirmgerät zurückgeführt werden können, eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens durch eine fachkundige Person anzubieten. Erweist sich aufgrund der Ergebnisse einer Untersuchung nach Satz 1 eine augenärztliche Untersuchung als erforderlich, ist diese zu ermöglichen. (2) Den Beschäftigten sind im erforderlichen Umfang spezielle Sehhilfen für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen, wenn die Ergebnisse einer Untersuchung nach Absatz 1 ergeben, daß spezielle Sehhilfen notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet sind. GOÄ Nr. 1 6 1201 1203 1216 1225 70

Kurzlegende Beratung Untersuchung Augen Subj. Refraktionsbestimmung mit. sphärischen-zylindr. Gläsern Messung der Maximal- oder Gebrauchsakkommodation Untersuchung auf Heterophorie bzw. Strabismus Kampimetrie – auch Perimetrie Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 5,83 13,41 5,19 11,93 3,50 8,04 5,30 12,20 7,05 16,22 2,33 5,36

Immer häufiger werden von Augenärzten zur Fehlsichtigkeitskorrektur (schwache und mittelstarke Fehlsichtigkeiten) Behandlungen mit dem Excimerlaser (LASIK-; LASEK- und PRK-Technik) angeboten.

■ Augenärztliche Operationen ■ Blepharochalasis-OP

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 491 Infiltrationsanästhesie gr. Bezirke 1311 Augenlidplastik mittels Hautverschiebung 2404 Exzision einer Fettgeschwulst 443 Zuschlag zu Nr. 2404 bei amb. OP – nur 1-facher Satz abrechenbar 441 Zuschlag zu Nr. 2404 bei amb. OP für Laser

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 7,05 64,70 32,29 75,77 64,70

10,73 16,22 148,81 74,27 – –

■ Entfernung eines Lidtumors GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66

10,73

755

Refraktionschirurgie auf Patientenwunsch E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. 491 1282 204

Abrechnung IGeL-Leistungen

Kurzlegende Infiltrationsanästhesie gr. Bezirke Entfernung einer Geschwulst Kompressionsverband

1fach A 2,3fach A 7,05 16,22 8,86 20,38 5,54 12,74

Zur kosmetische Lidchirurgie gehört die Behandlung von: ) Blepharochalasis (Schlupflider) ) Chalazion (Hagelkorn) ) Kosmetische Lidstraffung ) Gutartige Lidtumoren ) Ptosis ) Xanthelasma

■ Refraktionschirurgie auf Patientenwunsch 1. Präoperative Diagnostik vor Refraktionschirurgie* GOÄ Nr. Kurzlegende 3 1 6 1201 1202 1209 1216 1234 1235 1242 1256*

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Beratung Untersuchung aller Augenabschnitte Subj. Refraktionsbestimmung mit. sphärischen-zylindr. Gläsern Objekt. Refraktionsbestimmung Nachweis der Tänensekretionsmenge Untersuchung auf Heterophorie bzw. Strabismus Untersuchung des Dämmerungssehen ohne Blendung Untersuchung des Dämmerungssehen während der Blendung Biokulare Untersuchung des Augenhintergrundes Tonometrie

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 5,83 5,19 4,32 1,17 5,30 5,30 5,30 8,86 5,83

10,73 13,41 11,93 9,92 2,68 12,20 12,20 12,20 20,37 10,49

* In Einzelfällen wird die präoperative Diagnostik erweitert

2. Refraktionschirurgie GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 1345 Laser in situ – Keratomileusis (Lasik) mit Excimer-Laseranwendung – analoger Ansatz – GOÄ § 6 (2)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 96,76

10,73 222,54

402,18

723,93

GOÄ Kurztext Nr. 1345: Hornhautplastik

5855* analog

Photorefraktäre Keratektomie (PRK) mit Excimer-Laseranwendung – analog Ansatz – GOÄ § 6 (2) Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 5855: Intraoperative Strahlenbehandlung mit Elektronen

3. Postoperatative Kontrolle nach Refraktionschirurgie GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 1201 Subj. Refraktionsbestimmung mit. sphärischen-zylindr. Gläsern 1240 Spaltlampenmikroskopie

756

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 5,19 4,31

10,73 11,93 9,92

Chirurgie – Plastische Chirurgie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Chirurgie – Plastische Chirurgie Die operativen Angebote von einzelnen Praxen vor allem der Dermatologie, HNO, Gynäkologie und Urologie sind durchaus sehr spezialisiert und dadurch umfangreich. Hinweise zu IGeL-Operationen aus dem Bereich der Plastischen Chirurgie sind im Buch bei den entsprechenden Fachgebieten, die ambulanten Operationen anbieten, aufgeführt (z. B. Dermatologie, Gynäkologie, HNO, Urologie). Die folgende Aufstellung zeigt, dass auch Uni-Kliniken inzwischen grosses Interesse am IGeLn haben. Was bietet die Fachgruppe an IGeL-Leistungen? Die Abt. Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg bietet Patienten unter www.uniklinik-freiburg.de/ip/live/patientenservice/zusatzangebote/plastchir.html mehrere Operationen an: ... „Der Wunsch nach Schönheit ist für die Abteilung Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg kein Tabu. Unser Anliegen ist das Verständnis für die subjektive Empfindung des Erscheinungsbildes unserer Patienten. Als eine von wenigen eigenständigen Abteilungen für Plastische Chirurgie an einer deutschen Universitätsklinik bieten wir Ihnen im Rahmen von uniklinik plus auch außerhalb der Privatsprechstunde ein breites Spektrum plastisch chirurgischer Eingriffe durch erfahrene Operateure an. Dazu zählen Facelifting und Nasenkorrekturen, Korrekturen an Augenlidern und Ohren, Brustoperationen, Fettabsaugungen, Straffungsoperationen und Laserbehandlung von Fältchen. Unsere Fachärztinnen und Fachärzte für Plastische Chirurgie beraten Sie dabei individuell und objektiv zu allen Eingriffen. Nasenkorrekturen und Kinnvergrößerung Nase und Kinn sind für die harmonische Wirkung des menschlichen Gesichts und des Profils von entscheidender Bedeutung. Über Ihre individuellen Möglichkeiten einer Korrektur von Nasen- oder Kinnform beraten wir Sie gerne. Korrekturen Ober- und Unterlider Lidkorrekturen werden im allgemeinen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Individuell muss hierfür das richtige Verfahren ausgewählt werden. An den Unterlidern wird auf äußere Schnitte ganz verzichtet und durch den Bindehautsack operiert. Ohrenkorrekturen Bei der Ohrkorrektur werden meistens abstehende Ohren angelegt oder besonders große Ohren verkleinert. Besonders große Ohrläppchen können ebenfalls verkleinert werden. Facelifting Zur nachhaltigen Behandlung von Alterserscheinungen des Gesichts und des Halses wenden wir auf den Einzelfall abgestimmte, auch endoskopisch durchgeführte Operationsmethoden an. Faltenbehandlung Kleine Fältchen, insbesondere im Stirn und Augenlidbereich (sog. Zornesfalten oder Krähenfüße) können durch Botox-Injektionen verbessert werden, ggf. muß im Abstand von einigen Monaten wiederholt eingespritzt werden. Im Lippenbereich oder an anderen Stellen im Gesicht kann eine Auffüllung der Falten mit Eigenfett erreicht werden. Dabei wird schonend Fett vom Bauch abgesaugt und das aufbereitete Fett in die Falten eingespritzt. Die Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure wird ebenfalls angeboten. Bauchdeckenstraffung Nach einer starken, länger bestehenden Ausdehnung der Bauchdecke kommt es bei Frauen und Männern zu einem Auseinanderweichen der Bauchmuskulatur, die durch Diät oder Gymnastik nicht mehr zu beheben ist. Mit der Bauchdeckenstraffung steht eine gute Möglichkeit zur Verfügung, das als unschön empfundene Aussehen der Bauchdecke zu verbessern. Fettabsaugung Hartnäckige, weder einer Reduktionsdiät noch gezielter Gymnastik zugängliche Fettpolster kommen bei vielen Frauen und Männern vor. Mit einer gezielten, sorgfältigen Ultraschall-Absaugung des Unterhautfetts kann diese Problematik verbessert oder behoben werden.

757

Chirurgie – Plastische Chirurgie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Oberschenkelstraffung Liegt nicht nur ein Fettüberschuss sondern eine erhebliche Hauterschlaffung vor, kann eine Oberschenkelstraffung erforderlich sein.

Neues aus Schönheitschirurgie für Frauen Der neueste Beauty-Trend: Bauchnabel-Operationen aus den USA Internationale Stars wie Kim und Khloe´ Kardashian sollen sich schon für einen operierten neuen Nabel entschieden haben und bei Nachahmern wächst in den USA und Europa diese OP. Bauchfreie Tops und kurze T-Shirts, brachten kamen Bauchnabelpiercings,Tatoos in der Bauchnabelgegend und jetzt neue Bauchnabelformen. Die Frauenzeitschriften sind gefüllt mit Bildern und Informationen zu diesem neuen Trend. Wir haben für Sie auch in Deutschland im Internet nach entsprechenden Angebote gesucht – z. B. von der Schönklinik: https://www.schoenheitsklinik.de/bauchnabelkorrektur. Die Klinik informiert zur Behandlung: ... „Der Bauchnabel ist in den letzten Jahren immer mehr ins Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Bauchfreie T-Shirt und Blusen sowie tief sitzende Hüfthosen geben schnell den Blick auf den Nabel frei, sodass auch die Bauchnabelkorrektur (Umbilicoplastik) an Wichtigkeit gewonnen hat. Es gibt verschiedene Gründe, warum Patienten ihren Bauchnabel operieren lassen möchten. Zum einen lässt die Elastizität der Haut im Laufe des Alters nach, zum andern wird der Bauch durch eine Schwangerschaft oder starke Gewichtsabnahme gedehnt. Oder aber es handelt es sich um Nabelanomalien (Amnionnabel, Haut-/Fleischnabel) bei der Geburt. Als ideale Form bei einer Bauchnabel-OP wird häufig ein länglich-ovaler oder runder Bauchnabel angestrebt. Wer seinen Bauchnabel korrigieren möchte, kann mit einer recht komplikationsarmen OP rechnen, bevor er seinen schönen Bauch präsentieren kann ...“ Weiter wird informiert: ...Erwartete Resultate, Risiken und Nebenwirkungen Das Ziel einer Bauchnabelkorrektur (Umbilicoplastik) ist die Neuformung bzw. Optimierung des Bauchnabels, der sich durch Schwangerschaften, Alterung, Gewichtsverluste oder eine Fettabsaugung unschön verändern kann. Möglich sind auch Bauchnabelanomalien bei der Geburt, wie der Haut-/Fleischnabel, bei dem der innere Teil sichtbar nach außen steht. Dank eines kleinen Eingriffs sind die Risiken und Nebenwirkungen eher gering. Vorübergehend können Rötungen, Schwellungen und Hämatome auftreten. Bei optimalem Heilungsverlauf bleibt eine kleine, wenig sichtbare Narbe. Allerdings kann es auch zu einer Kelloid-Bildung (wuchernde Narben) kommen. Operationsbedingte Risiken sind u. a. Infektionen, Wundheilungsstörungen, Hautnekorsen (Absterben des Gewebes), Peritonitis (Bauchfellentzündung), Thrombosen oder Embolien. Sie sind selten, aber möglich. Häufig wird eine Korrektur des Bauchnabels nach anderen Eingriffen in der Bauchregion, wie der Bauchdeckenstraffung oder Fettabsaugung vorgenommen. Durchführung der OP In einem ausführlichen Beratungsgespräch klärt der Spezialist den Patienten über mögliche Risiken, Nebenwirkungen und das operative Vorgehen auf. Kurz vor dem Eingriff wird die Schnittführung angezeichnet, wobei es sich um einen recht kleinen Schnitt in der Nabelgegend handelt. Hierdurch wird das entsprechende Fettgewebe und die überschüssige Haut entfernt. Zudem ist es möglich, den gesamten Nabel von seiner Unterlage zu lösen und neu zu platzieren. Mit selbst auflösenden Fäden wird der Bauchnabel wieder zugenäht und ein steriler Verband angelegt. Erholungsphase und Nachbehandlung Je nach Arbeitstätigkeit ist eine Krankschreibung von 1–7 Tagen ratsam. Die Bauchwunde bleibt in den ersten Tagen verbunden und kann mit einem Antiseptikum behandelt werden, damit sich keine Bakterien in der Wunde bilden. 1–2 Woche sollte auf Solarium, Baden und Sport verzichtet werden. Auch Saunagänge sollten einige Wochen vermieden werden. Eine Narbenpflege hilft bei der Abheilung des Schnittes. Nachuntersuchungen sind nach etwa 2 und 12 Wochen vorgesehen ...“ Kosten: Die Kosten für die Operation differieren im Netz zwischen 1.000,– bis 2.000,– bis sogar 4.000,– Euro (berechnet nach GOÄ Positionen) abhängig von den Patientinnenwünschen.

758

Chirurgie – Plastische Chirurgie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Weitere Informationen Die Klink gibt weiter Internettexte zu diesem Thema unter google an u. a.: https://www.dariusalamou ti.de/bauchnabelkorrektur/ Auf den Internetseiten der Dachverbände plastischer Chirurgen wie etwa die DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und ästhetische Chirurgie). U. a. finden Ärzte und Laien Informationen und über eine Suchfunktion einen Facharzt in der Umgebung.

Nippel-Injektion: Aufspritzen der Brustwarzen Auch neu aus den USA kommt die Unterspritzung der Brustwarze mit Hyaluron, damit die Warze immer hart ist. Der Münchener Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, Dr. Markus Klöppel erläutert das Verfahren und die Risiken für Laien in der Zeitschrift „ELLE“ (https://www.elle.de/nippel-injektion) u. a.: ... Die Brustwarzen-Injektion muss man sich ein bisschen wie das Aufspritzen der Lippen vorstellen, denn bei dieser Technik wird ebenso ein Filler direkt unter die Haut injiziert, um dort mehr Volumen zu schaffen und den Nippel damit dauerhaft aufzurichten. „Hyaluronsäure sollte hier das Mittel der Wahl sein“, erklärt Dr. Markus Klöppel aus München. „Es ist der weltweit beste, weitverbreitetste und nebenwirkungsärmste Filler, mit dem man sehr gut agieren kann. Die Brust ist ein äußerst sensibles Organ, wie jede Frau aus eigener Erfahrung weiß, deshalb ist die beinahe nebenwirkungsfreie Hyaluronsäure optimal.“ Umso wichtiger ist es außerdem, eine Injektion wie diese nur bei einem erfahrenen Experten durchführen zu lassen, wie auch Dr. Klöppel bestätigt: „Es muss immer ein Arzt durchführen, der wohlausgewählte Produkte verwendet, sprich hochwertige Hyaluronsäure von namhaften Herstellern. Und jemand, der sich mit dem anatomischen Aufbau der Brustwarze auskennt, um überhaupt zu wissen, wo die Nadel angesetzt werden muss.“ In Deutschland wird die neue Technik noch kaum durchgeführt, man kennt diese aber bereits in Fachkreisen. „Natürlich habe ich schon von diesem neuen Trend gehört, doch aus den USA sind schon viele mehr oder weniger sinnvolle bis hin zu skurrilen Trends der ästhetischen Medizin entsprungen. Meistens sind diese eine Weile modern und verschwinden dann wieder in der Versenkung. Ob sich die Brustwarzen-Injektion in Deutschland durchsetzt, wird sich herausstellen – hier wird die Sinnhaftigkeit eines solchen Trends mehr hinterfragt“, erklärt Dr. Klöppel....“ Die Kosten werden zwischen 1.000,– und 1.500,– Euro auf verschiedenen Seiten im Netz angegeben Weitere Informationen im Netz unter der Google-Informationsseite: https://www.google.com/search?client=firefox-b&ei=tZtdW9fwBISOaujrsZAK&q=Brustwarzenunter spritzung&oq=Brustwarzenunterspritzung&gs_l=psy-ab.3...1998195.2017184.0.2017609.38.36.2.0 .0.0.173.3876.18j18.36.0..2..0...1.1.64.psy-ab..0.27.2712...0j0i67k1j0i131k1j0i10k1j0i10i30k1j0i5i1 0i30k1j0i13k1j0i13i30k1j0i8i13i30k1.0.EmlIMMu4DwA

Ratenzahlung für Schönheitsoperationen möglich! Im Internet wird von der Praxis-Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie: KÖ – AESTHETICS DÜSSELDORF (http://www.koe-aesthetics.de/finanzierung.html?L=%252523navigation-main9 Ratenzahlung für Schönheitschirurgie mit folgendem Text (Ausschnitt) angeboten: Ratenzahlung – Ein Service der KÖ-AESTHETICS ... „Die Kosten für eine Behandlung sind ohne vorherige Untersuchung pauschal nicht vorhersagbar. Jede Behandlung ist individuell, so dass die Behandlungskosten auch individuell unterschiedlich sind. Wir können Ihnen weder am Telefon noch per Mail die Kosten und Preise Ihrer Schönheitsoperation nennen. Die Kosten sind abhängig von OP-Dauer, Implantaten, OP-Technik, Lifting oder Saugung, stationär oder ambulant und vielen anderen Faktoren. Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs können wir Ihnen einen detaillierten Kostenvoranschlag erstellen. Wir bieten für jede Behandlung eine Finanzierung an, die über medipay abgewickelt werden kann...“

759

Chirurgie – Plastische Chirurgie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Schönheits-OP Finanzierung Folgende Operationen können zum Beispiel finanziert (siehe Ratenzahlungs-Tabelle) werden: ) Brust OP Finanzierung/Ratenzahlung ) Brustvergrößerung Finanzierung/Ratenzahlung ) Bruststraffung Finanzierung/Ratenzahlung ) Fettabsaugung Finanzierung/Ratenzahlung ) Nasenkorrektur Finanzierung/Ratenzahlung ) Bauchdeckenstraffung Finanzierung/Ratenzahlung ) Facelift Finanzierung/Ratenzahlung ) Gynäkomastie Finanzierung/Ratenzahlung ) Lidstraffung Finanzierung/Ratenzahlung ) Faltenbehandlung Finanzierung/Ratenzahlung ) Laserbehandlung Finanzierung/Ratenzahlung Selbstverständlich kann jede andere Behandlung in unserer Praxis-Klinik finanziert werden. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, das vereinbarte Behandlungshonorar für Ihre Wunschbehandlung in bequemen und für Sie finanziell möglichen Monatsraten, zu bezahlen. Gerne übernehmen wir für Sie die komplette Abwicklung. Im Beratungsgespräch legen wir das Behandlungshonorar fest. Wir stellen für Sie den Finanzierungsantrag, der dann von unserem Partner medipay diskret, unbürokratisch und schnell geprüft wird. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist und positiv ausfällt, steht Ihrer Wunschbehandlung nichts mehr im Wege...“ Hinweis der Autoren: In Gesprächen mit unseren Juristen wurde deutlich, dass die Verbindung von Arzt als medizinischer Leistungserbringer und gleichzeitiger Vermittler einer Finanzdienstleistung rechtlich problematisch sein kann.

760

Dermatologie – Medizinisch-kosmetische Leistungen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Dermatologie – Medizinisch-kosmetische Leistungen Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? Neben den Dermatologen, den plastischen Chirurgen sind es teilweise die Gynäkologen, die das Internet sehr intensiv für Patienten-Information und Werbung zu IGEL-Leistungen nutzen. Dabei finden sich große Kliniken neben zahlreichen niedergelassenen Praxen. Abgedeckt wird in den Angeboten zu med. kosmetischen – in der Regel operativen -Leistungen auf den Internetseiten dermatologischer, HNO-ärztlicher, kieferchirurgischer und chirurgischer Praxen und Kliniken ein breites Spektrum aus dem Bereich der ästhetischkosmetischen Dermatologie. Unter www.derma.med.uni-erlangen.de/e1662/e1998/index ger.html bietet die Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen an: IGeL-Leistungen ... „Für den Menschen ist die menschliche Gestalt das Schönste, ... (Chamisso) ... Doch nicht immer bietet eine herkömmliche Therapie auch ein individuell befriedigendes kosmetisches Ergebnis oder man möchte selbst im „besten Alter“ der inneren Jugend optischen Ausdruck verleihen. Unser Ziel ist es, mittels professioneller ästhetischer Kosmetik und modernster Lasertherapie Ihr Wohlbefinden zusätzlich zu steigern und Ihr Hautbild zu verbessern. Wir bieten Ihnen folgende Individuelle Gesundheits Leistungen (IGeL) an: Anti-Aging-Beratung

1. Hauttypbestimmung 2. individuelle Beratung über Möglichkeiten der Faltenglättung, sonstiger störender Alterserscheinungen (z. B. Pigmentstörungen, Behaarung) 3. Prävention Hauttyp-Beratung 1. Hauttypbestimmung 2. individuelle Beratung zur Hautpflege 3. Beratung bei Couperose Fruchtsäurepeeling 1. Aknenarben (leichte Formen) 2. Therapie lichtgeschädigter Haut (sog. Altersflecken) 3. Verfeinerung des Hautbildes 4. leichte Mimikfalten 5. großporige Haut TCA-Peeling 1. tiefe Aknenarben 2. großporige Haut Botox-Injektionen 1. Mimikfalten 2. Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) Hyaluronsäure-Injektionen 1. Gewebsaugmentation 2. Auffüllen von Falten 3. Auffüllen von eingesunkenen Narben Camouflage 1. Vitiligo 2. Pigmentstörungen 3. Feuermale 4. Hauterkrankungen mit störendem Hautbild z. B. Rosazea, Lupus erythematodes, Sarkoidose, etc.) Lasertherapie 1. Hämangiome 2. Blutschwämmchen 3. Teleangiektasien 4. Besenreiser 5. Haarentfernung 6. Altersflecken 7. etc. Laser-Skin-Resurfacing 1. therapieresistente Aknenarben 2. tiefe therapieresistente Mimikfalten

761

Dermatologie – Medizinisch-kosmetische Leistungen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Medizinisch-kosmetische Behandlungen

Operative Therapie gutartiger Hauttumore Schönheitschirurgie

Abrechnung IGeL-Leistungen

1. manuelle Aknetherapie 2. Milien 3. Hautreinigung 4. Spezielle Gesichtsmassage z. B. bei Rosazea 1. Muttermale 2. Alterswarzen 3. Fibrome („wildes Fleisch“) 1. Augenlidstraffung 2. Mundwinkel-Lifting 3. wulstige Narben

Die niedergelassenen Dermatologen bieten noch weit mehr IGeL-Leistungen an z. B.: ) Akupunktur ) Allergietestung auf Patientenwunsch ) Behandlung von übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) mit Botulinumtoxin ) Androgenetische Alopezie/Glatzenbehandlung bei Männer ) Balneotherapie zur Behandlung von Hautkrankheiten ) Beratungen und Untersuchungen für Berufe mit Hautgefährdung z. B. chem. Industrie etc. ) Eigenblutbehandlung ) Digitale Muttermal-Dokumentation und Analyse (Fotofinder) ) Haarausfall bei der Frau ) Haaranalyse mit Trichoscan ) Hautabschleifen ) Hautveränderungen – Verlaufkontrollen ) Kosmetische Operationen ) Kosmetika-Verträglichkeit – Testung ) Laserbehandlung von Nagelpilz ) Naturheilverfahren ) Permanent Make up ) Phlebologie ) Photodynamische Therapie bei Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen ) Piercing ) Entfernung von Tätowierungen ) UV-Bestrahlung zur Prophylaxe einer Sonnenexposition ) Entfernung von Milien ) operative Entfernung von Xanthelasmen im Lidbereich ) Entfernung von reizlosen Fibromen ) Entfernung von Angiomen, erweiterten Blutgefäßen ) Entfernung von harmlosen Alterspigmentflecken oder Alterswarzen ) operative Entfernung gutartiger Hauterscheinungen (z. B. Naevi), die kosmetisch störend sind ) Verödung von Besenreiservarizen ) medizinisch-kosmetische Behandlung (mit oder ohne Fruchtsäure) ) Epilation nicht krankhaft verstärkten Haarwuchses ) vorbeugende UV-Konditionierung vor dem Urlaub oder vorbeugende Lichtbestrahlung bei Sonnenallergie ) Ausschluss von Amalgam-Allergien ohne verdächtige Allergieanamnese ) Berufseignungstests ) Erstellung einer Haarwurzelanalyse ohne Krankheitssymptome ) oberflächliches intensives „Chemical Peeling“ mit Fruchtsäuren ) Hyaluronsäure-Unterspritzung von Gesichtsfalten ) Botulinumtoxin A – Behandlung zur Korrektur mimischer Gesichtsfalten und zur Therapie von ) übermäßiger axillärer Schweißbildung ) medizinische Fuß- und Nagelbehandlung ) Narbenkorrektur ohne Funktionsbehinderung ) medizinische Beratung vor Urlaubsreisen (Impfberatung, Lichtschutz) ) Fotodokumentation von Hauterscheinungen ) Anlegen einer Nagelspange bei eingewachsenen Nägeln

762

Dermatologie: Aknebehandlung aus kosmetischen Gründen/Androgenetische Alopezie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Gesichtsmassage bei Rosacae und Couperose ) Hautscreening ) Vitamin-B-Komplex-Spritzen (i.v.) ) Haut- und Phototypbestimmung mit Kosmetikberatung ) „Anti-Aging“-Beratung ) Abdeckanleitung und dekorative Kosmetik für Problemhaut ) photodynamische Therapie von aktinischen Praekanzerosen und oberflächlichen Basaliomen ) wassergefilterte Infrarot A-Therapie von Warzen und Unterschenkelgeschwüren ) Lasertherapie zur Entfernung von gutartigen Neubildungen, erweiterten Blutgefäßen, Besenreiservarizen, ) sterile Ohrlöcher

■ Aknebehandlung aus kosmetischen Gründen GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 7 520* analog 530* 758* 209 1)

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Untersuchung Haut Aknemassage – analog GOÄ Nr. 520 (alternativ Nr. 523) – entspr. GOÄ § 6 (2)1) GOÄ Kurztext Nr. 520: Teilmassage... Aknepackung, je Sitzung Sticheln, Öffnen; Ausquetschen Aknepusteln, je Sitzung Großflächiges Auftragen von Externa

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 9,33 2,62

10,73 21,45 4,72

2,04 4,37 8,74

3,67 10,05 20,11

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Androgenetische Alopezie bei Männern

Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern (Glatzenbehandlung) z. B. mit Nicht-GKVArzneimitteln GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 7 8 612* analog

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Untersuchung Haut – Dokumentation von ev. Nebenwirkungen Ganzkörperstatus – Dokumentation von ev. Nebenwirkungen Digitale Analyse – epiluminiszenz unterstützte Trichogramm – Analyse – analog GOÄ Nr. 612* – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 8,74

*1,8/ 2,3fach A 20,11

4,66 9,33 15,16 44,12

10,73 21,45 34,86 79,42

9,33

16,79**

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 612: Ganzkörper-plethysmographische Bestimmung der absoluten und relativen Sekundenkapazität und des Atemwegwiderstandes...

4860*

Trichogramm Ggf. Kontrolluntersuchungen nach einigen Monaten – bei Trichophotogramm höherer Steigerungssatz + Sachkosten der Photodokumentation nach § 10 berechenbar

1) Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden. ** = 1,15facher Satz (Laborleistung)

Weitere Laboruntersuchungen ggf.: ) Biotin ) FAI (Freier Androgen Index)

763

Dermatologie: Balneotherapie z. Behandlung v. Hautkrankheiten – Besenreisevarizen – Verödung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

) Schilddrüsenhormone ) SHBG (Sexualhormonbindendes Globulin) ) Testosteron

■ Balneotherapie zur Behandlung von Hautkrankheiten GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 7 566*

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Untersuchung Haut Synchrone Balneotherapie (z. B. „Kieler-Modell“) Synchrone Balneotherapie, je Behandlung, analoger Ansatz der Nr. 566 – GOÄ § 6 (2)

4,66 9,33

10,73 21,45

29,14

52,46

4,43 6,99

7,97 12,69

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 566: Phototherapie eines Neugeborenen

532a* 565a*

Asynchrone Balneotherapie (z. B. „Tomesa-Konzept“) Leitung eines ansteigenden Vollbades Photochemotherapie, je Sitzung

Sachkosten nach § 10 berechnen.

■ Beratungen und Erörterungen zu medizinisch-kosmetischen Problemen

Beratungen, die abhängig von der Beratungsintensität nach den GOÄ Nrn. 1 oder 3 oder als Erörterung nach Nr. 34 abgerechnet werden können: ) Allgemeine medizinisch kosmetische Beratung ) Sonnenlicht- und Hauttypberatung ) Beratung vor kosmetischen Behandlungen oder kosmetisch-operativen Eingriffen ) Beratung vor einer gewünschten Arzneimittel-Behandlung z. B. „Life-Style“ gegen androgenetischen Haarausfall ) Second opinion – Zweitmeinung auf Patientenwunsch GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 34 Erörterung, mind. 20 Min. z. B.

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 17,49

10,73 40,22

1fach A 4,66 8,74 4,66 5,54

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 12,74

6,99 34,97

16,09 80,44

11,07

25,47

■ Besenreiservarizen – Verödung

Die Abrechnung ist abhängig von der gewählten Methode. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 204 634 706 analog 764

764

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung stabilisierender Verband einer Extremität über mind. zwei große Gelenke; Kompressionsverband Lichtreflex-Rheographie Verödung von Besenreiservarizen mit gepulstem Licht, je Sitzung – analog Nr. 706 Licht- oder Laserkoagulation(en) – entspr. GOÄ § 6 (2) Verödung (Sklerosierung) von Krampfadern, je Sitzung

Dermatologie: Therapie von Gefäßveränderungen – Eigenblutbehandlung – Epilation Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 2440 analog

1)

Laserbehandlung von Besenreiservarizen, einschl. Laser-Epilation, mit einer Ausdehnung bis zu 7 cm2 Körperoberfläche, bis zu dreimal im Behandlungsfall, im Falle der Behandlung von Besenreiservarizen mit einer Laser-Impulsrate von bis zu 50 Impulsen pro Sitzung (analog Nr. 2440 GOÄ) – n. Beschlüssen des Ausschusses „Gebührenordnung“ der BÄK – analog GOÄ Nr. 2440 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 6,63 107,25

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Therapie von Gefäßveränderungen auch mittels Laser GOÄ Nr. 764 analog 2440 analog

Kurzlegende Spider Naevi u.senile Hämangiome, je Läsion – analog GOÄ Nr. 764 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Besenreiser pro Bein je nach Ausdehnung, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2440 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 11.07 25,47 46,63

107,25

46,63

107,25

75,77

-----

GOÄ Kurztext Nr. 2440: Operative Entfernung eines Naevus flammeus...

2440 analog

Rubeosis teleangiektatika, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2440 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) GOÄ Kurztext Nr. 2440: Operative Entfernung eines Naevus flammeus...

444 1)

**Zuschlag zu Nr. 2440 bei ambulanter Op

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

Laserbehandlung in der Dermatologie sind nach den GOÄ Nrn. 2440 oder 2885 oder 2886 abzurechnen! ■ Rechtsprechung 䉴 Laserbehandlung von Viruswarzen, GOÄ-Ziffer 2886 analog Nach den Abrechnungsempfehlungen der BÄK kann die GOÄ Ziffer 2886 analog für die Laserbehandlung u. a. von Warzen mit einer Ausdehnung von mehr als 21 cm2 Körperfläche bis zu dreimal im Behandlungsfall in Ansatz gebracht werden. Wenn noch eine vierte oder gar fünfte Behandlung anfällt, kann dafür Ziffer 2886 analog nicht berechnet werden, da die analoge Bewertung auf drei Behandlungen beschränkt ist. Der erhöhte Zeitaufwand ist aber zu berücksichtigen mit einer Abrechnung des 3,5fachen Steigerungssatzes. Daneben kann die GOÄ-Ziffer 745 analog nicht abgerechnet werden, da dies Maßnahmen betrifft, die nur zur Vorbereitung der umfassenderen Leistung „Laserbehandlung“ dienen. Aktenzeichen: VG Ansbach, 30.06.2010, AZ: AN 15 K 09.01745 Entscheidungsjahr: 2010

■ Eigenblutbehandlung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 5 Symptombezogene Untersuchung Haut 284 Eigenblutbehandlung einschl. Blutentnahme

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 5,25

10,73 12,07

■ Epilation störender Behaarung außer bei krankhaftem und entstellendem Haarwuchs an Händen und im Gesicht

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11

765

Dermatologie: Falten- oder Narbenunterspritzung – Haarausfall – Hautabschleifen E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 5 Symptombezogene Untersuchung Haut 742 Epilation von Haaren außer bei krankhaftem und entstellendem Haarwuchs an Händen und im Gesicht 706 Kleinflächige Epilation von Haaren mit gepulstem Licht, je Sitanalog zung – analog GOÄ Nr. 706 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 4,66 10,73 9,62 22,12 34,97

80,44

3,91

8,98

GOÄ Kurztext Nr. 706: Licht- oder Laserkoagulation(en)...

1323 1)

Elektrolytische Epilation von Wimpernhaaren, je Sitzung

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Falten- oder Narbenunterspritzung

Collagen o. körpereigenem Fettgewebe Implantationstechniken (Kollagen/Zyderm, Zyplast u. a.) GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 34 Erörterung 31 Anti-Aging-Gespräch – analog – GOÄ § 6 (2)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 17,49 26,23

40,23 60,33

3,50 52,46

8,04 120,66

GOÄ Kurztext Nr. 31: Homöopathische Folgeanamnese

390 2442 1)

Testspritze Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

+ Materialkosten gemäß GOÄ § 10 abrechnen

■ Haarausfall bei der Frau

Zur Abklärung des Haarausfalles bei der Frau finden neben den oben bei Androgenetischen Alopezie bei Männern genannten Leistungen folgende Laboruntersuchungen Anwendung: ) Biotin ) DHEAS ) FAI (Freier Androgen Index) ) Ferritin ) FSH ) LH ) Östradiol ) Schilddrüsenhormone ) SHBG (Sexualhormonbindendes Globulin) ) Testosteron

■ Hautabschleifen GOÄ Nr. Kurzlegende 755 analog 2441 analog 442 1)

Microabrasion z. B. mittels Skinabrader, je Sitz. – analog GOÄ Nr. 755 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) niedertourige Dermabrasio – analog GOÄ Nr. 2441 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Zuschlag zu Nr. 2441 bei ambulanter Op

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 13,99 32,18 23,31

53,62

23,31

-

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

Bei hochtourige Dermabrasio, je Sitzung – mehrfacher Ansatz

766

Dermatologie: Haut-Peeling – Hauttypberatung – Muttermale – kosmetische Operationen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ Haut-Peeling

Die Abrechnung ist abhängig von der gewählten Methode. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 209 743 755

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Großflächiges Auftragen von Externa zur Behandlung von Hautkrankheiten mind. einer Körperregion je Sitzung Schleifen und Schmirgeln und/oder Fräsen von Bezirken der Haut, je Sitzung Hochtouriges Schleifen von Bezirken der Haut bei schweren Entstellungen, je Sitzung

1fach A 4,66 8,74 4,66 8,74

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 20,11

4,37

10,05

13,99

32,17

1fach A 4,66 8,74 4,66 9,33

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 21,45

7,05

12,69

■ Haut-Typberatung GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 7 760

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Untersuchung mind. eines Organssystems: Bauchorgane – Brustorgane – weibl. Genitaltrakt – Haut – Stütz- u. Bewegungsorgane Alkaliresistenzbestimmung

■ Hautveränderungen – Verlaufskontrolle von Muttermalen GOÄ Nr. Kurzlegende 3 7 750 612* analog 1)

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Untersuchung Haut Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie), je Sitzung Video-Dermatoskopie – analog GOÄ Nr. 612 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

9,33 6,99 44,12

21,45 16,09 79,42

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 612: Ganzkörperplethysmographische Bestimmung der absoluten und relativen Sekundenkapazität

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Verschiedene kosmetische Operationen

Natürlich gehören zu den einzelnen OPs noch weitere Leistungen (z. B. Anaesthesie, etc.) GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleis8,74 20,11 tungen 5 Symptombezogene Untersuchung 4,66 10,73 1447 Nasenkorrektur 96,76 222,54 1304 Lidkorrektur – analog GOÄ Nr. 1304 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) 53,86 123,87 GOÄ Kurztext Nr. 1304:Plastische Korrektur des Ektropiums oder Entropiums, der analog Trichiasis oder Distichiasis

1310 1311

Augenlidplastik mittels freien Hauttransplantates Augenlidplastik mittels Hautlappenverschiebung

86,27 64,70

198,41 148,81

767

Dermatologie: Krampfadern z.Zt. ohne Krankheitswert – Peeling E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 2454 Fettentfernung – analog GOÄ Nr. 2454 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) 53,86 123,87 GOÄ Kurztext Nr. 2454: Operative Entfernung von überstehendem Fettgewebe an analog einer Extremität

2452 analog

Fettschürzenentfernung (z. B. Bauchdecke) – analog GOÄ Nr. 2452 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

81,60

187,69

116,57

268,12

GOÄ Kurztext Nr. 2452: Exstirpation einer Fettschürze

2453 analog

Fettentfernung (Extremitäten) – analog GOÄ Nr. 2453 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) GOÄ Kurztext Nr. 2453: Operation des Lymphödems einer Extremität

1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

GOÄ-Ratgeber der BÄK: Abrechnung der Liposuktion Dtsch Arztebl 2014; 111(12): A-521/B-449/C-429 Gorlas, Stefan – http://www.aerzteblatt.de/archiv/157029 Der Autor rät folgende Positionen zur Abrechnung der Liposuktion: 2454 analog – Entfernung des Fettgewebes mittels Liposuktion, je Körperregion und Zuschlag nach GOÄ-Nr. 444 bei ambulanter OP Ein erhöhter Zeitaufwand oder eine erhöhte Schwierigkeit kann gemäß § 5 Absatz 2 GOÄ mit einem höheren Steigerungssatz abgerechnet werden.

■ Behandlung von Krampfadern z.Zt. ohne Krankheitswert Die Abrechnung ist abhängig von der gewählten Methode. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 639*

643* 644*

764 204

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung photoplethysmographische Registrierung der Blutfüllung und photoplethysmographische Simultanregistrierung der Füllungsschwankungen peripherer Arterien an mind. 4 peripheren Gefäßabschnitten – gleichzeitige Registrierung des Volumenpulsbandes Periphere Arterien- bzw. Venendruck- und/oder Strömungsmessung Untersuchung der Strömungsverhältnisse in Extremitätenarterien bzw. -venen mit direktionaler Ultraschall-Doppler-Technik – einschl. graphischer Registrierung – Verödung (Sklerosierung) von Krampfadern, je Sitzung stabilisierender Verband einer Extremität über mind. zwei große Gelenke; Kompressionsverband

1fach A 4,66 8,74 4,66 26,46

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 47,63

6,99

12,59

10,49

18,89

11,07 5,54

25,47 12,74

Abrechnung der Sachkosten gemäß § 10 GOÄ

■ Peeling zur Verbesserung des Hautreliefs/Fruchtsäure-Peeling GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 209 2441

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Großflächige Hautbehandlung – analoger Ansatz Nr. 209 oberflächlich z. B. Fruchtsäuren, je Sitzung – analog – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 2441: Operative Korrektur einer entstellenden Gesichtsnarbe

768

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 8,74 23,31

10,73 20,11 53,62

Dermatologie: Phlebologie – Piercing – Entfernung von Tätowierungen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 442 743 755 760*

Zuschlag zu Nr. 2441 bei ambulanter OP Schleifen und Schmirgeln u./o. Fräsen von Hautbezirken Hochtouriges Schleifen der Haut, je Sitzung Hauttypbestimmung – analoger Ansatz Nr. 760

1fach A 23,31 4,37 13,99 7,05

*1,8/ 2,3fach A – 10,05 32,77 12,69

Abrechnungshinweis: ) bei mittlere Eindringtiefe z. B. TCA-Peeling, je Sitzung – ggf. mehrfacher Ansatz der oben aufgeführten GOÄ-Nrn. ) Materialkosten nach § 10 GOÄ berechnen

■ Phlebologie GOÄ Nr. Kurzlegende 764 204 2882 analog

Sklerosierung von kl. Venektasien, je Sitzung Kompressionsverband Phlebektomie, je Bein – analog GOÄ Nr. 2882 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

445

Zuschlag zu Nr. 2882 bei ambulanter Op

1)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 11,08 25,47 5,54 12,74 107,83 248,01

GOÄ Kurztext Nr. 2882: Varizenexhairese mit Unterbrechung der Vv. perforantes, einseitig

128,23

-----

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

Zur Abschätzung des Thrombose-Risikos-Check werden folgende laborchemischer Untersuchungen angeraten: ) Antithrombin-III-Aktivität ) Homocystein ) Protein-C-Aktivität ) APC-Resistenz (Gerinnungstest) ) Lupus-Antikoagulans ) Protein-S-Aktivität

■ Piercing GOÄ Nr. 1 5 490 2403 analog

Kurzlegende Beratung Symptombezogene Untersuchung Infiltrationsanästhesie kleiner Bezirke Exzision einer kleinen Geschwulst – analog GOÄ Nr. 2403 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 4,66 10,72 4,66 10,72 3,56 8,18 7,75 17,83

GOÄ Kurztext Nr. 2403: Exzision einer in oder unter der Haut oder Schleimhaut liegenden kleinen Geschwulst

2440 analog

Bei schwierigem Piercing: Operative Entfernung eines Naevis flammeus, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2440 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

46,63

107,25

GOÄ Kurztext Nr. 2440: Operative Entfernung eines Naevus flammeus... 1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Entfernung von Tätowierungen GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 5 Symptombezogene Untersuchung 490 Infiltrationsanästhesie kleiner Bezirke 491 Infiltrationsanästhesie großer Bezirke 755 Entfernung von Tätowierungen, Hochtouriges Schleifen der Haut 1)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 3,56 7,05 2,40

10,73 8,18 16,22 13,99

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

769

Dermatologie: Tests von Kosmetika – UV-Bestrahlung zur Prophylaxe einer Sonnenexposition E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 2440 Operative Entfernung einer Tätowierung mittels Laser, bis zu analog 7 cm2, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2440 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 46,63 107,25

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 2440: Operative Entfernung eines Naevus flammeus...

2885

Operative Entfernung einer Tätowierung mittels Laser, von 7 bis 21 cm2, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2885 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

64,70

148,81

161,46

371,35

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 2885: Entfernung einer kleinen Blutadergeschwulst

2886

Operative Entfernung einer Tätowierung mittels Laser, mehr als 21 cm2, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 2886 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 2886: Entfernung einer großen Blutadergeschwulst

1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Tests zur Prüfung der Verträglichkeit von Kosmetika GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 380 381 388

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Tests zur Prüfung der Verträglichkeit von Kosmetika, je Test, 1.–30. Test Tests zur Prüfung der Verträglichkeit von Kosmetika, je Test, 31.–50. Test Reib-, Scratch- oder Skarifikationstest je Test (bis zu 10 je Behandlungsfall)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 1,75

10,73 4,02

1,17

2,68

2,04

4,69

1fach A 4,66 8,74 4,66 1,81 1,81

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 3,25 3,25

2,68

4,83

■ UV-Bestrahlung zur Prophylaxe einer Sonnenexposition GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 5 560* 561* 562*

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Behandlung mit Ultraviolettlicht in einer Sitzung Reizbehandlung eines umschriebenen Hautbezirkes mit Ultraviolettlicht Reizbehandlung mehrerer umschriebener Hautbezirke mit Ultraviolettlicht in einer Sitzung

Der Berufsverband der Dermatologen empfahl schon vor Jahren seinen Mitgliedern die folgende Einverständniserklärung für die Patienten.

770

Behandlungsformular Dermatologie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Sehr verehrte Patientin, sehr geehrter Patient, Krankenkassen dürfen nur die Kosten der Behandlung einer Krankheit erstatten. Bestimmte Leistungen aus dem Bereich der Kosmetik und ästhetischen Medizin können daher nicht über Krankenkassen abgerechnet werden. Falls Sie eine solche Behandlung wünschen, werde ich das Honorar auf der Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. Einverständniserklärung Ich wünsche die nachfolgend gekennzeichnete Behandlung, z. B. ❏ Laserverödung von erweiterten Gefäßen (Teleangiektasien) ❏ Entfernung von uncharakteristischen Pigmentflecken und Altersflecken ❏ Entfernung von kleinen Blutgefäß-Gewächsen (Angiomen) ❏ Entfernung von Tätowierungen ❏ operative Entfernung von kosmetisch störenden, harmlosen Hautgewächsen ❏ operative Entfernung von übergroßen Talgdrüsen (Hyperplasien) ❏ Unterspritzung von Falten, kleinen Narben (Collagen-Implantat) ❏ Mir ist bekannt, daß es sich um eine kosmetisch-ästhetische Leistung handelt, die medizinisch nicht notwendig ist und die entstehenden Kosten daher nicht von der Krankenkasse erstattet werden. Ich bin mit der Abrechnung auf der Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) entsprechend den Empfehlungen der Dt. Gesellschaft für ästhetische Dermatologie einverstanden. Ich wurde über Art und Bedeutung des Eingriffs, über die möglichen unerwünschten Wirkungen wie:

sowie der Möglichkeit von Rezidiven aufgeklärt. Es werden voraussichtlich ____ Sitzungen erforderlich sein. Das Honorar pro Sitzung beträgt voraussichtlich Euro _________ ___________________________ Name

_________________________ Vorname

____________________________________ Unterschrift des Patienten

_________________ Geburtsdatum

____________________________________ Unterschrift des Arztes

771

Gynäkologie: Schwangerschaft E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Gynäkologie – Schwangerschaft Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ) Gynäkologische Komplett-Vorsorge – Frauen-Gesundheits-Check + Mammographie + MR-Mammographie ) Anti-Aging-Check ) Einlage IUP – IUP-Lagekontrolle außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Einlage Hormonpresslinge) ) Einlage Implanon ) Osteoporose Vorsorge) ) HVP Screening ) Perimenopausen Status ) Ausschlussdiagnostik sexuell übertragbarer Krankheiten ) Sexualberatung ) Sterilitätsvorsorge auf chlamydia trachomonatis ) Ausschluss Infektionen bei Schwangerschaftswunsch Schwangerschaft ) Schwangerenvorsorge: Zusatzdiagnostik auf Wunsch der Patientin ) Antikörperbestimmung in der Schwangerschaft ) Triple-Test aufWunsch der schwangeren Patientin ) Babyfernsehen ) Geburtsvorbereitung mit Akupunktur Reproduktionsmedizin ) In-Vitro-Fertilisatio ) intrazytoplasmatische Spermieninjektion ) Spermienuntersuchung bei Verwendung kryokonservierter Hodengewebsproben IGeL-Angebote einer Frauenarztpraxis mit Preisen ) Ein niedergelassener Gynäkologie aus Wuppertal http://www.frauenarzt-im-tal.de/Leistungen/ Kosten/kosten.html) integriert in sein IGeL-Angebot gleich mit die für die Patientin zu erwartenden Preise ordnungsgemäß mit den entsprechenden GOÄ Leistungsziffern. Nachfolgend das Angebot in Ausschnitten, das zur Motivation für Gynäkologen dienen dürfte, die IGeL-Leistungen ihren Patientinnen anbieten möchten: ) ... „Das Honorar errechnet sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), Stand: 1.1.1996. ) Besteht ärztlicherseits kein entsprechender Krankheitsverdacht und keine medizinische Notwendigkeit für diese Leistung, sind diese nicht im Leistungsumfang der Krankenkasse enthalten. Leistung Bescheinigung über die Schwangerschaft für den Arbeitgeber; Reiserücktritt Bescheinigungen, wie z. B. für den Arbeitgeber, die Schule, den Sportverein. Bescheinigung über SS-Abbruch, SS-Gymnastik, Arbeitsunfähigkeit (400-EURO-Job) Fotokopie pro Seite Ultraschall der Brüste im Rahmen der Krebsvorsorge (Vorsorge plus M) Ultraschall von der Scheide bei der Vorsorgeuntersuchung (Vorsorge plus V) Entnahme Krebsabstrich mittels ThinPrep Pap Test (Vorsorge plus Tp) [25 a]

772

GOÄ-Ziffern 70 70

96 418, 420 x2 403, 410, 420 x2 1105

Euro 10 5

0,50 45 30 25

Gynäkologie: Schwangerschaft Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Leistung Entnahme HPV high risk Nachweis vom Muttermund (Vorsorge plus P) [18–38 a] Vorsorge plus U (Urin), B (Blutbild), S (Serum) Chlamydien-Nachweis vom Muttermund Test auf Blut im Stuhl „rotes Briefchen” (Vorsorge plus H) Immunologischer Test auf Blut im Stuhl (Vorsorge plus Hi) Knochendichtemessung mit Ultraschall (Osteoporose – Knochenbruchrisiko) „Baby-Fernsehen“, Ultraschall; ggf. mit Videodokumentation 3D/4D-Ultraschall Baby Einlegen einer Spirale (IUP) Liegedauer: 2–3 Jahre Multiload ˇ [27] Einlegen einer Hormonspirale (Mirena ˇ ) Liegedauer: bis 5 Jahre Mirena ˇ [150] Injektion 3-Monats-Spritze (Sayana Depo-Clinovir ˇ /Sayana ˇ ) [30 o 35] Einlegen eines Stäbchens zur Empfängnisverhütung (Implanon ˇ ) [199] Liegedauer: bis 3 Jahre Triple-Test [21]; Toxoplasmose [18]; Blutgruppe [31]; HIV [15] kleiner Hormonstatus bzgl. Wechseljahre: FSH & 17ß-Östradiol [40]; weitere Laboruntersuchungen auf Nachfrage Scheiden-pH Screening in der Schwangerschaft pro Test Grund-Impfung gegen wiederholte Scheidenentzündungen (Gynatren ˇ ) [66] Akupunktur (zur Schmerzbehandlung oder bei Beckenendlage) Impfungen bei „Nicht-Kassenleistung“ (zuzüglich Impfstoff) Korrektur störender Hautveränderungen (Warzen etc.) HPV-Impfung (zuzüglich Impfstoff) [3x 160]

GOÄ-Ziffern 1, 298, 321

1, 1070, 4648 3500 3571 x2 1, 75, 410 1, 415

1, 7, 321, 403, 410, 420 x2, 1070, 1075, 1091, 1096 1, 7, 321, 403, 410, 420x2, 1070, 1075, 1091, 1096 252

Euro 15 3 13 40 28 6 20 40 75 auf Nachfrage 130

175

5

1, 2421, 490

130

3, 250 1, 250

30 15

3714 1, 375 x3

2,50 27

1, 269a 26 1, 375 21 # 1, 490, 2403 30 # 1, 3, 5, 375 35-20-20 #

) Abkürzungen im Text deuten z. B. auf zusätzlichen Untersuchungen (Vorsorge plus): ) V. plus Ultraschalluntersuchung von der Scheide aus [30 EURO] ) M. plus Brustultraschall [45 EURO] ) Tp. plus spez. Krebsabstrich mittels ThinPrep [25+ ca. 25 EURO] ) U. plus Urinuntersuchung (Zucker, Eiweiß, Blut, Bakterien) [3 EURO] ) B. plus kleine Blutuntersuchung (U + Blutsenkung + Blutkörperchen) [13 EURO] ) S. plus große Blutuntersuchung (B + 12 Serum-Organwerte) [40 EURO] ) H. plus Stuhlprobe (Test auf verstecktes Blut im Stuhl) [6 EURO] ) I. plus immunologische Stuhlprobe (spez.Test auf verstecktes Blut) [20 EURO] ) P. plus HPV-Nachweis vom Gebärmutterhals [15 EURO + ' 18 EURO]

773

Gynäkologie: Intimchirurgie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

) Alle aufgeführten Beträge sind Annähernd–Werte.- # je nach Aufwand kann sich ein anderer Betrag ergeben. – Mein Honorar umfaßt die Blutentnahme, eine Befundkopie für Sie und natürlich die Beratung. – Bei allen Laboruntersuchungen erfolgt eine zusätzliche Rechnungsstellung durch das untersuchende Labor, der ca. EURO-Betrag ist zur Information in [Klammern] angegeben. – Bei Medikamenten ist der Preis des Präparates ebenfalls in [Klammern] mit angegeben. Stand: November 2010. Änderungen hierbei sind möglich. ) Die Durchführung obiger Leistungen erfolgt auf eigenen Wunsch. Vorher wird abgeklärt, dass ärztlicherseits kein entsprechender Krankheitsverdacht besteht. Die Rechnung nicht bei der Krankenkasse zur Kostenerstattung eingereicht werden kann, da es sich um eine Leistung entsprechend SGB V § 12, Satz 2, handelt (Gesetzestext: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen“). Operative Leistungen

■ Intimchirurgie der Frau

Dieser Bereich hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt im Juli 2013 unter dem Titel Schamlippen verkleinern, bitte – Lange Zeit akzeptierten sich die Deutschen wenigstens untenrum so, wie sie nun mal waren. Damit ist es vorbei. Nun verschönern Chirurgen auch Genitalien – bei Frauen und bei Männern. Wer im Internet nach der Intimchirurgie sucht, findet nachfolgende Angebote. Wer an den Behandlungskosten Interesse hat, findet nur Pauschalpreise ausgewiesen. Schamlippenkorrektur Schamlippenverkleinerung – Schamlippenvergrößerung Vaginalstraffung Ästheitische Operationen nach Geburtsfolgen Venushügelkorrektur G-Punkt-Intensivierung Hymenrekonstruktion Das Institut Sensualmedics® Munich Medical Center (http://www.sensualmedics.com/de/service/kosten-und-preise.html) in München bietet nicht nur seinen Leistungskatalog im Netz an, sondern gibt auch Preise an: Schamlippenkorrekturen Schamlippenverkleinerung der inneren Schamlippen ausschließlich unterhalb der Klitoris Schamlippenverkleinerung der inneren Schamlippen gesamt (sowohl Klitoris-Mantel als auch unterhalb der Klitoris) Schamlippenverkleinerung der inneren Schamlippen einschließlich Klitorismantel mit Verlagerung der Klitoris näher zum Vaginaleingang Schamlippenverkleinerung der äußeren Schamlippen Volumenformung (Lipostructure) der äußeren Schamlippen

1.900 a 3.100 a 3.800 a 2.800 a 2.400 a

(Eine Verkleinerung der äußeren und inneren Schamlippen ist nicht in einer Operation möglich.) Vaginalstraffung Scheidenverjüngung durch Eigenfett Scheidenverjüngung durch Gewebe- und Muskelstraffung mit Beckenbodenplastik und Eigenfett Bei den stationären Eingriffen fallen zusätzliche Kosten für Narkose und Klinik an

774

2.700 a 7.500 a 1.500 a

Gynäkologie: Anti-Aging-Check – IUP-Einlage Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Package (z. B. nach Mutterschaften) Kleine Unterbauchstraffung, Liposuktion Venushügel und Scheidenverengung durch Gewebestraffung

9.000 a

G-Punkt Intensivierung (G-Shot) 2.400 a 1.700 a

G-Punkt-Intensivierung durch Lipostructure (Eigenfett) G-Punkt-Intensivierung durch Hyaluronsäure Hymenrekonstruktion

2.200 a

Hymenrekonstruktion (Wiederherstellung des Jungfernhäutchens) Venushügelkorrekturen

2.000 a 2.400 a

Modellierung des Venushügels durch Liposuktion (Fettabsaugung) Modellierung des Venushügels durch Lipostrukture (Aufbau durch Eigenfett)

■ Anti-Aging-Check GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 250* Blutentnahme i.v. GOÄ-Nr. Kurzlegende 4021* Follitropin (FSH, follikelstimulierendes Hormon) 4039* Östradiol

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11

2,33 1fach A 14,57 20,40

4,20 *1,15 A 16,76 23,46

■ Einlage Kupfer-IUP GOÄ Nr. Kurzlegende 3 1 7 298 1075 1096 1091 410 420 403*

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Beratung Untersuchung weiblicher Genitaltrakt Abstrich Vaginale Behandlung Erweiterung des Gebärmutterhalses Einlage oder Wechsel IUP Ultraschall eines Organs Ultraschalluntersuchung bis zu 3 weiteren Organen, je Organ Zuschlag transcavitäre Untersuchung

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 9,33 2,33 2,62 8,63 6,18 11,66 9,32 8,74

10,73 21,45 5,36 6,03 19,84 14,21 26,81 21,44 15,74

Auslagen: Materialkosten für IUP

775

Gynäkologie: Hormonspirale – Perimenopausen-Status – Sterilitätsvorsorge E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ Einlage Hormonspirale

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Leistungen werden ferner abgerechnet: GOÄ Nr. Kurzlegende 253 490

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,08 9,38 7,12 16,36

Injektion, i.v. Infiltrationsanästhesie 2 mal

Auslagen: Materialkosten für Hormonspirale

■ Einlage Implanon GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 7 Untersuchung weiblicher Genitaltrakt 490 Infiltrationsanästhesie 291 Implantation von Hormonpresslingen

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 9,33 3,56 4,08

10,73 21,45 8,18 14,28

Bei einigen Autoren findet sich statt der Nr. 291 die wesentlich höher bewertete Nr. 2421: GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 34,97 80,44 2421 Implantation Medikamentenreservoir – analog Ansatz – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 2421: Implantation eines subkutanen, auffüllbaren Medikamentenreservoirs + Materialkosten nicht vergessen (§ 10 GOÄ)

■ IUP-Lagekontrolle mittels Ultraschall außerhalb der GKV-Leistungspflicht GOÄ Nr. Kurzlegende 3 410 403*

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Ultraschall Gebärmutter Zuschlag transcavitäre Untersuchung

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

11,66 8,74

26,81 15,74

■ Perimenopausen Status GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleis8,74 20,11 tungen 1 Beratung 4,66 10,73 Labor 1fach A 1,15fach A 4021* Follitropin (FSH) 14,57 16,76 4039* Östradiol 20,40 23,46

■ Sterilitätsvorsorge auf Chlamydia trachomatis

Als Folge von Chlamydien-Infektionen kann es bei der Frau zu Adhäsionen im Tubenbereich bis zum Tubenverschluss und damit zur Sterilität kommen. Bei Männern sind Verklebungen der Samenkanälchen die Folge der Infektion.

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Gynäkologie: Ultraschall – Babyfernsehen – Geburt mit Akupunktur Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleis8,74 20,11 tungen 1 Beratung 4,66 10,73 Labor 1fach A 1,15fach

A

4780* 4783* 4785*

Isolierung von Nucleinsäuren Amplifizierung von Nuleinsäuren oder -fragmenten Identifizierung von Nuleinsäurenfragmenten

52,46 29,14 58,29

60,33 33,52 67,03

■ Ultraschall des Unterbauches auf Wunsch der Patientin GOÄ Nr. Kurzlegende 1 7 410 420 403*

Beratung Untersuchung weiblicher Genitaltrakt Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter Ultraschalluntersuchung bis zu drei weiteren Organen, je Organ Transvaginale Ultraschalluntersuchung

1fach A 4,66 9,33 11,66 4,66 8,74

*1,8/ 2,3fach A 10,73 21,45 26,81 10,73 15,74

■ „Babyfernsehen“ GOÄ Nr. Kurzlegende 1 415 403* 4

Beratung Ultraschalluntersuchung Mutterschaft VS Zuschlag bei transcavitärer Untersuchung Gespräch mit Partner – analoger Ansatz Nr. 4

1fach A 4,66 17,49 8,74 12,82

*1,8/ 2,3fach A 10,73 40,22 15,74 29,49

GOÄ Kurztext Nr. 4: Erhebung der Fremdanamnese...

■ Geburtsvorbereitungen mit Akupunktur GOÄ Nr. 269 269 a 4

Kurzlegende Akupunktur – analoger Ansatz Nr. 269 Akupunktur mind. 20 Min. – analoger Ansatz Nr. 269 a Gespräch mit Partner – analoger Ansatz Nr. 4

1fach A 2,3fach A 11,66 26,81 20,40 46,92 12,82 29,49

GOÄ Kurztext Nr. 4: Erhebung der Fremdanamnese...

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Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde: Intratympanale Kortikoidtherapie – Kehlkopf-Ca.-Prävention E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? Infusionen Bei Hörsturz, Tinnitus und Schwindel-erkrankungen zur Verbesserung der Durchblutung des Innenohres und der peripheren Gleichgewichtsorgane Akupunktur Klassische chinesische Akupunktur bei akuten oder chronischen Nasenneben-höhlenerkrankungen, sowie bei Ver-spannungen im Halswirbelsäulenbereich (HWS) Kombination von Ohr- und Körperakupunktur Geruchs – Geschmackstest Diagnostik mit verschiedenen Geruchs- und Geschmacksstoffen Kehlkopfkrebsvorsorge Lupenlaryngoskopische (spezielle Vergrößerungsoptik) ausgiebige Betrachtung des gesamten unteren Rachens und inneren Kehlkopfs zum Ausschluss bösartiger Neubildungen, besonders bei Nikotin- und regelmäßigem Alkoholgenuss, inklusive Sonografie des Lymphabflussgebietes am Hals Schilddrüsendiagnostik Genaue sonografische Darstellung des Schilddrüsengewebes inklusive möglicher Knoten und/oder Cysten Schwindeltherapiekurs Vorwiegend bei Erkrankungen der peripheren Gleichgewichtsorgane, gezieltes Anti – Schwindeltraining unter Anleitung einer geschulten Arzthelferin Streptokokken – Schnelltest Rachenabstrich, ab 16. Lebensjahr als IGeL – Leistung Vitalisierungskur Hochdosis – Infusionstherapie mit Vitamin_C zur Stärkung des Immunsystems

■ Intratympanale Kortikoidtherapie beim Hörsturz GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 5 6 1415

1575 485 256 analog

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung HNO Untersuchung Binokularmikroskopische Untersuchung des Trommelfells und/ oder der Paukenhöhle zwecks diagn. Abklärung, als selbständige Leistung – Kommentar: Nur zur Abklärung krankhafter Veränderungen Inzision des Trommelfells (Parazentese) Lokalanästhesie des Trommelfells und/oder der Paukenhöhle Intratympanale Injektion – analog GOÄ Nr. 256

1fach A 4,66 8,74 4,66 5,83 5,30

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 10,73 13,41 12,20

7,58 2,68 10,78

17,43 6,17 24,80

■ Kehlkopf-Ca.-Prävention GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 5

778

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,66 10,72 8,74 20,11 4,66 10,73

HNO: Tinnitus – DVT Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ-Nr. Kurzlegende 6 1530

HNO Untersuchung Untersuchung des Kehlkopfes m. Laryngoskop

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 5,83 13,41 10,61 24,40

■ Tinnitus GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 5 253 272 1403 analog

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. Symptombezogene Untersuchung Injektion i.v. Infusion bei Tinnitus 5 x ggf. auch 10 x Tinnitusfrequenzbestimmung analog GOÄ Nr. 1403

1fach A 4,66 8,74 4,66 4,08 10,49 9,21

*1,15/ 2,3fach A 10,73 20,11 10,73 4,38 24,13 16,58

Kosten für Infusionslösungen, Infusionsbesteck, und Medikamente nach § 10 GOÄ ansetzbar Als weitere Therapien finden Anwendung: ) Magnetfeldtherapie ) Sauerstofftherapie nach Ardenne ) Akupunktur

■ Digitale Volumentomographie (DVT)

Die HNO Praxis Dr. Korbmacher (http://www.hno-korbmacher.de/3d-roentgen-dvt/) aus Düsseldorf informiert über die Methode: ... „Die digitale Volumentomographie (DVT) ist ein modernes dreidimensionales Tomographieverfahren auf der Basis vonRöntgenstrahlen. Ähnlich wie bei der Computertomographie (CT) ermöglicht die DVT die Erzeugung von hochauflösenden Schnittbildern in allen Raumebenen, sowie die Berechnung dreidimensionaler Ansichten. Gegenüber dem CT bietet DVT eine maximale Auflösung bei deutlich geringerer Strahlenexposition. Die knöchernen Strukturen des Mittelgesichts und der Nasennebenhöhlen können in der DVT ideal beurteilt werden. Anatomische Normvarianten, raumfordernde Veränderungen, Entzündungen und die Lokalisation von Fremdkörpern lassen sich sicher diagnostizieren. Sowohl die Planung, als auch die Ergebnisse chirurgischer Eingriffe an den Nasennebenhöhlen können mit der DVT exzellent dargestellt werden. Selbst das Innenohr lässt sich hochaufgelöst abbilden. Die wesentlichen Vorteile für den Patienten: ) Der Patient sitzt aufrecht und muss nicht in einer Röhre liegen. ) Die Technik arbeitet mit einer außerordentlich geringen Strahlendosis. Sie beträgt nur ca. ein 1/10 der Strahlenbelastung eines herkömmlichen CT-Geräts. ) Der Zusammenhang zwischen Zahnwurzeln und Kieferhöhlen kann bestmöglich beurteilt werden. ) Befunde können mit dreidimensionalen Bildern sehr anschaulich dargestellt werden...“ In der Zahnmedizin spricht man inzwischen von der Dentalen Volumentomographie. GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 5370* analog 5377*

Beratung, auch tel. Abrechnung der digitalen Volumentomographie – analog GOÄ Nr. 5370* Zuschlag für computergesteuerte Analyse – einschließlich speziell nachfolgender 3D-Rekonstruktion – nur im 1fachen Satz berechnungsfähig

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 4,66 10,72 116,57 209,83 46,63



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Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch GOÄ-Ratgeber der BÄK: 䉴 Laborleistungen: Persönliche Leistungserbringung – M III/M IV www.baek.de/page.asp?his=1.108.4144.4176.4183 Dr. med. R. Klakow-Franck – in: Deutsches Ärzteblatt 100, Heft 48 (28.11.03), Seite A-3191 Die Angaben der Autorin werden in Ausschnitten dargestellt: „Im Fall des Speziallabors nach den Abschnitten M III/M IV der GOÄ ist die persönliche Anwesenheit und Überwachung der Arbeiten durch den liquidationsberechtigten Arzt unerlässlich. Im Fall des Praxislabors nach Abschnitt M I der GOÄ geht der Verordnungsgeber davon aus, dass diese Laborleistungen vom Praxisinhaber selbst beziehungsweise von seinen Mitarbeitern unter seiner Aufsicht erbracht werden. Für die Leistungen des Basislabors nach Abschnitt M II der GOÄ wurde eine besondere Regelung geschaffen: Diese gelten auch dann als eigene Leistungen, wenn sie nicht in der eigenen Praxis, sondern in einer Laborgemeinschaft, in der der Arzt Mitglied ist, beziehungsweise im Labor des Krankenhauses erbracht werden, in der nicht liquidationsberechtigte Ärzte die Aufsicht führen. Werden Leistungen des Basislabors von einem Fremdlabor bezogen, so handelt es sich nicht mehr um eigene Leistungen. Liquidationsberechtigt ist in diesen Fällen nicht der behandelnde Arzt, der die Laborleistungen angeordnet hat, sondern der beauftragte Laborarzt.“ 䉴 Labor – versenden und berechnen? www.baek.de/page.asp?his=1.108.4144.4176.4185 Dr. med. Anja Pieritz – (in: Deutsches Ärzteblatt 102, Heft 10 (11.03.2005), Seite A-689 Die Autorin weist auf 11 Allgemeinen Bestimmungen zum Kapitel M Laboratoriumsuntersuchungen hin und führt weiter aus: „...wenn der niedergelassene Arzt das Material (Blut, Urin etc.) beim Patienten zwar entnimmt, aber dies zur Untersuchung weiterleitet. Dabei sind grundsätzlich zwei Fälle zu unterscheiden. Ist der niedergelassene Arzt Mitglied einer Laborgemeinschaft und schickt er beispielsweise Blut zur Untersuchung des Blutzuckers an die Laborgemeinschaft, dessen Mitglied er ist, kann er diese Leistung als eigene Leistung nach Nummer 3560 GOÄ in Rechnung stellen (vergleiche auch § 4 Absatz 2 GOÄ). Schickt der niedergelassene Arzt das Blut jedoch an ein (Fremd-)Labor, dessen Mitglied er nicht ist, oder handelt es sich um Leistungen aus dem Speziallabor (M III und M IV), welche er an seine Laborgemeinschaft sendet, so kann der niedergelassene Arzt diese Leistung nicht selbst in Rechnung stellen (vergleiche Ziffer 3). Die Rechnungsstellung erfolgt durch den Laborarzt, der diese Leistung erbracht hat, direkt an den Patienten. Der niedergelassene Arzt ist jedoch verpflichtet, den Patienten darüber zu informieren, dass Leistungen durch „Dritte“ erbracht werden...“

Nach Recherchen im Internet werden besonders auf Patientenwunsch die nachfolgenden Leistungen/Untersuchungen/Nachweise (ohne z.Zt. gestehende Erkrankung oder einfach zur Kontrolle bestehender Vor-Parameter) angeboten. Diese Auflistung ist nur ein Ausschnitt der angebotenen IGeL-Leistungen von Laboren: ) immunologischer Status bei Abwehr- oder Leis) Allergien ) Untersuchung: Alkoholkonsum tungsschwäche ) Triple-Diagnostik zur Früherkennung des Morbus ) Bestimmungen des Blutfettstatus, insbesondere Down in der Frühschwangerschaft bei Kindern und Jugendlichen ) Medikamentenunverträglichkeiten ) Blutgruppenbestimmungen ) Nahrungsmittelunverträglichkeiten ) Borreliose ) Organprofile z. B. Leber, Niere, Herz etc. ) Candida-Diagnostik ) Untersuchung auf Osteoporoserisiko ) Dentalunverträglichkeiten ) Schilddrüsenvorsorge mit Bestimmung der ) Untersuchung: Drogenkonsum Schilddrüsenhormone ) bakteriologische Untersuchungen, wie Dysbiose ) Nachweis sexuell übertragbarer Krankheiten der Darmflora ) Untersuchung auf Stoffwechselstörungen ) Gennachweis zur Risikoabschätzung genetisch ) Untersuchung auf Thromboserisiko – Atherosklebedingter Erkrankungen roserisiko ) Haarausfall bei Männern und Frauen ) Tumormarkern: Bestimmung von Tumormarkern ) Nachweis von Helicobacter pylori als Screening-Untersuchung ) HIV-Test ) bestimmte umweltmedizinische Leistungen ) Hormone ) Vaterschaftsgutachten ) Immunitätsstatus vor der Schwangerschaft ) Vitaminbestimmungen Bei den folgenden unterschiedlichen Laborprofilen haben wir im Interesse einer schnellen Übersicht und Vollständigkeit, sowie wegen des Umfanges von zusätzlichen Erläuterungen bei allen Laboruntersuchungen, auf die jeweiligen GOÄ-Nrn. verzichtet. Die GOÄ-Nrn. der Leistungen, die im Rahmen von Untersuchungen in der Praxis oder in einer Laborgemeinschaft geleistet werden, dürften hinreichend bekannt sein. Leistungen, die vom Laborarzt erbracht werden, liquidiert er auch selber.

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Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Adipositas – Alkohol – Alopezie ... Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Wichtig: Es ist dringend anzuraten, Leistungen, die nicht selbst bzw. zulässigerweise von Dritten erbracht wurden, nicht zu liquidieren. Im Zweifel sollte der die Leistung – z. B. eine Laborleistung – erbringende Arzt eine eigenständige Rechnung erstellen. Wird ein weiterer Arzt auf Veranlassung des behandelnden Arztes tätig – z. B. ein Laborarzt -, so muss der Patient unterrichtet werden, dass er auch von diesem Arzt eine Rechnung erhält. Ein diesbezüglicher Vermerk in der Patienten-Kartei ist auch aus Datenschutzgründen dringend zu empfehlen. Dieses Gebot der persönlichen Leistungserbringung wird in der letzten Zeit nicht nur von privaten Krankenkassen genauer überprüft, sondern auch Staatsanwaltschaften sind vermehrt dazu übergegangen, im Zuge von Ermittlungen bei Verdacht von Abrechnungsbetrug diesen Aspekt näher zu durchleuchten. Bis auf wenige Ausnahmen wurden uns nachfolgenden Laborprofile und die dazugehörigen Hinweise freundlicherweise vom Umweltmedizinischen Labor München zur Verfügung gestellt. Alle Labore stellen IGeL-Profile zur Verfügung, aus denen Arzt und/oder Patient Leistungen wählen können. In der Regel können auch spezielle Informationsschriften für die Patienten zu verschiedenen Untersuchungen/Symptomeen/Krankheitsbildern angefordert werden sowie Informationszettel für Patienten zu zahlreichen Laboruntersuchungen. 䉴 Adipositas – Laborcheck Erstuntersuchung – Kurzprogramm: Blutzucker, Cholesterin, LDL/HDL-Cholesterin, Triglyceride, Harnsäure, TSH basal, Cortisol basal, Homocystein. Erweitertes Programm: Blutzucker, Cholesterin, LDL/HDL-Cholesterin, Triglyceride, Harnsäure, TSH basal, Cortisol basal, Homocystein, Vit B12, Folsäure, HbA1c, Insulin, LP (a); Harnsäure 䉴 Alkohol – Abusus chron.? Untersuchung zum längerfristigen Trinkverhalten Bestimmung: Carbohydrat Deficient Transferrin(CDT) 䉴 Alopezie-Haarausfall-Risiko Für Haarausfall und im extremen Fall Haarlosigkeit gibt es eine Reihe Risikofaktoren, deren rechtzeitige Erkennung zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen beitragen kann. Hierzu zählen u. a. hormonelle Störungen wie z. B. Überproduktion von männlichen Sexualhormonen bei Frauen oder von Schilddrüsenhormonen, Ernährungsstörungen wie z. B. Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Krebserkrankungen, Pilzinfekte oder Autoimmunerkrankungen. Intoxikationen, z. B. mit Quecksilber, können ebenfalls zu Haarausfall führen. Basisprofil „Allgemeines Alopezie-Risiko“: TSH basal, fT3, fT4, Ferritin, Zink, Magnesium, Vitamin E, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin A, antinukleäre Faktoren (ANA). Bei Verdacht auf Quecksilberintoxikation: siehe Dimaval-Test IGEL S Spezialprofil „Alopezie Risiko“ bei Frauen bei Männern Testosteron Testosteron Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEAS) Cortisol Androstendion LH Östradiol FSH SHBG 䉴 Blutgruppenbestimmung ) einschl. irregul. Antikörper, Rhesusformel, Untergruppen und Ausweis für Patienten ) Blutgruppenbestimmung, nur A/B/O/Rh-Faktor 䉴 Erschöpfungssyndrom – Chronic Fatigue Syndrome (CFS) Bei ausgeprägtem Leistungsabfall sowie übermäßiger Erschöpfung nach Belastung – über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten – müssen mögliche Ursachen wie Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüse, Nebenniere/Hypophyse, Diabetes mellitus etc.) aber auch chronische Infektionen (Herpesviren, Borrelien, Hepatitis, etc.) ausgeschlossen werden. Die primäre Ursache des CFS ist 781

Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Materialunverträglichkeit – Fettstoffwechsel E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

bis heute unbekannt, so dass der Nachweis auf dem Ausschluss der genannten Ursachen einerseits und der Charakterisierung CFS-typischer Veränderungen andererseits beruht. Hierzu zählen in erster Linie Funktionsveränderungen des Immunsystems (Aktivierung des zellulären Immunsystems, NK-Zelldefekt Immunglobu-linmangel, Allergien, etc.) ) CFS1 (Basisprofil): Blutbild, Eisen, Kupfer, Magnesium, TSH1, Kreatinin, Cortisol, IGF-1 gesamt, DHEAS, EBV-Serologie, Herpesvirus Typ 6, Lyme-Borreliose, Zytokin-sekretion 䉴 Dentalmaterial-Unverträglichkeit Die moderne Zahnmedizin nutzt ein breites Spektrum an Materialien zur optimalen Versorgung der Patienten. Diese Stoffe haben in der Regel allgemeine Verträglichkeitsprüfungen durchlaufen und bereiten im klinischen Einsatz bei den meisten Personen keine Probleme. Trotzdem können bei empfindlichen Personen Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber diesen Materialien (Metalle, dentale Kunststoffe, Bestandteile von Wurzelfüllmaterialien oder Zemente) auftreten. Ursächlich für Beschwerden sind sehr häufig zelluläre Sensibilisierungen (Immunreaktion TypIV), die mittels eines optimierten Lymphozytentransformationstests (LTT) nachgewiesen werden können. Eine chronische Exposition mit Fremdstoffen aus Zahnersatzmaterialien beinhaltet auch das Risiko einer akkumulierenden zellulären Belastung (zellulärer Stress) sowie eine mögliche unerwünschte Veränderung der oralen Mikroökologie mit resultierender Schädigung des Parodonts (Parodontitis). Profile:

– LTTS/Schwermetalle – LTTQ/Amalgam – ”LTTG/Goldlegierung – ”LTTP/Spezielle Metalle – ”LTTK/Keramik – ”LTTD/Dentalersatzstoffe – ”LTTTI/Titan ) Dentalmaterial-Unverträglichkeit/Erweitertes Profil: HSP-Antikörper, Glutathion (Erythrozyten), Nerven-Antikörper, Malondialdehyd (MDA), TAS, SOD ) Materialanalyse (Legierungen): Wenn die Zusammensetzung von Legierungen, die möglicherweide für eine Immunisierung verantwortlich sind, nicht bekannt ist, können diese als Vorbereitung etwa zum LTT-Test analysiert werden. Profil: spez. Analyse

䉴 Materialunverträglichkeit Manche Menschen reagieren aufgrund immunologischer Reaktionen überempfindlich auf Stoffe aus ihrer Umgebung. Mit klassischen Testverfahren ist das problematische Material oft schwer zu testen, da hier mit industriell gefertigten Testsubstanzen gearbeitet werden muss, die in ihrer Zusammensetzung nicht dem wirklichen Allergen entsprechen. Im Gegensatz dazu können mit den beiden LTVerfahren native Proben (z. B. Kosmetika, Textilien, Reinigungsmittel, Kunststoffe, Stäube, Teppiche, Farben) der verdächtigen Materialien getestet werden. Der LTT deckt hierbei eine mögliche zelluläre Sensibilisierung ab, wogegen mit dem LTC4 humorale Formen und Pseudoallergien erfasst werden. Untersuchung: LTT oder LTC4 Material: für LTT: 2 x Natrium-Heparin-Blut pro Material für LTC4: 1 x EDTA-Blut/pro Material + jeweils eine Probe des verdächtigen Materials 䉴 Fettstoffwechsel Unter den Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit spielen Fettstoffwechselstörungen eine zentrale Rolle. Für die Früherkennung haben vor allem die Apolipoproteine B und A-1 größere Bedeutung, da sie die Hauptproteine der atherogenen LDL bzw. der antiatherogenen HDL sind. Ebenso ist der Apo B100-Defekt ein Marker für eine Prädisposition für Atherosklerose und KHK. Nach wie vor hat auch die Bestimmung des HDL-Cholesterins für die Beurteilung des Atheroskleroserisikos eine große Bedeutung. ) Basisscreening: Chol, Tri, HDL, LDL, Lp(a) ) Erweitertes Screening: Risikogruppen: Cholesterin, Trigylceride, Lipidelektropho-rese, Lp(a) ) Erweitertes Screening: Erbliche Fettstoffwechselstörungen – Erweitertes Profil (bei Risikogruppen, familiärer Belastung): LDL Rezptor-Defekt, Apo B100-Defekt, Apo E Siehe auch: Laborcheck bei Adipositas 782

Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Gesundheitscheck Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

䉴 Gesundheitscheck – Altersgruppenspezifisches Labor auf Patientenwunsch Männer bis 45 Jahre: Basis-Profil: Blutzucker, Harnsäure, GOT, GPT, GGT, Kreatinin, Natrium, Kalium, Calcium, CRP, Elektrophorese, Cholesterin, Triglyceride, TSH, Ferritin, Bilirubin, Amylase, Lipase; Kleines Blutbild, Gesamteiweiß, Urin-Status, Männer über 45 Jahre: Basis-Profil + zusätzlich: PSA, Hämoglobin/Haptoglobin im Stuhl (Blut im Stuhl, hochsensitive Methode) Frauen bis 45 Jahre: Basis-Profil + zusätzlich: Ferritin, APC-Resistenz Frauen über 45 Jahre: Basis-Profil + zusätzlich: Ferritin, Alkalische Phosphatase, CA 15–3, Pyridinolin-Crosslinks im Urin Zusätzliche Empfehlung Hormonstatus: LH, FSH, DHEAS, Östron, Östradiol, Testosteron, HGH, IGF 1 Zusätzliche Empfehlung Thromboserisiko Profil: Protein C, Protein S, APC-Resistenz, AT III, Phospholipid-Antikörper HIV-Test/anonym HIV-Antikörperbestimmungen Hormonstatus im Alter, Klimakterium, Klimakterium virile Profil bei Männern: LH, freies Testosteron, Progesteron, Östradiol, DHEAS, HGH, IGF 1, TSH Profil bei Frauen: LH, FSH, DHEAS, Östron, Östradiol, Testosteron, HGH, IGF 1 䉴 Immunologie: Immunstatus – Infektanfälligkeit Das Immun- und Abwehrsystem soll den Organismus gegen Bakterien, Viren, Giftstoffe und fremde Eiweißkörper schützen. Wichtige Komponenten des Immunsystems sind im Blut erfassbar, so z. B. die weißen Blutkörperchen, Immunglobuline und weitere Resistenzfaktoren wie z. B. Komplement. Blutzellen wie Lymphozyten und Granulozyten vernichten Krankheitserreger, Immunglobuline binden und eliminieren Fremdstoffe (Antigene) im Blut. Immundefekte können angeboren oder häufiger als Folgen von Erkrankungen und deren Therapie vorkommen, z. B. durch Virusinfekte (HIV), Krebserkrankungen, Zytostatika, Strahlentherapie, Stress oder Umwelteinflüsse (Umweltgifte, Strahlung). Grundprofil häufige bakterielle Infekte: Großes Blutbild, IgG quant, IgA quant, IgM quant, sekretorisches IgA, Gesamtkomplement Ergänzungsprofil häufige bakterielle Infekte: Phagocytose-Test, Oxidativer Burst Profil bei häufigen viralen Infekten: T-Zell-Immunkapazität, Lymphocyten-Typisierung Siehe auch: Nahrungsmittel-Unverträglichkeit Nahrungsmittelallergie-Screening IgE/IgG Siehe auch: Entzündliche Darmerkrankungen Siehe auch: Zöliakie – panel 䉴 Immuncheck (Funktionstest) Dieser Funktionstest für das zelluläre Immunsystem ist geeignet zur Charakterisierung der Immunitätslage (Infektanfälligkeit) sowie für immunologisches Monitoring z. B. bei immun-stimulatorischer Therapie zur individuell optimalen Dosierung. Profil: Mitogen-Antigen-Stimulation (LTT mit Stimulation durch PWM, PMA, ConA, anti-CD3-Antigen) 䉴 Immunstatus Das Immunsystem umfasst mehrere zelluläre und humorale Komponenten, die ein komplexes reguliertes Netzwerk bilden. Dabei unterscheidet man zwischen unspezifischen (z. B. Akut-Phase-Proteine, Komplement) und spezifischen Komponenten (Antikörper, Immunzellen). Immundefekte können sowohl angeboren (primär) als auch erworben (sekundär) vorkommen. Sekundäre Defekte sind weitaus häufiger, z. B. nach Virusinfekten, medikamentöser Therapie, Stress, Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen oder durch Umwelteinflüsse (Belastung mit toxischen Substanzen, UVStrahlung). Profil: IgA, IgG, IgM, IgE, CRP, Blutbild, T-Zell-Immunkapazität 783

Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Gesundheitscheck ... E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

䉴 Leber – Profil Auf Patientenwunsch werden beim Hausarzt häufig Leber-Tests gefordert, obwohl keine Erkrankung vorliegt und damit die Tests nicht im Rahmen der GKV abrechnungsfähig sind. Großes Leberprofil: Alkalische Phosphatase, Bilirubin gesamt, Gamma-GT, GLDH, SGOP, SGOT, Serum-Elektrophorese einschl. Gesamteiweiß 䉴 Medikamenten-Unverträglichkeit (Typi/TypIV-Allergie) Die Entwicklung neuer Arzneimittel zu therapeutischen, diagnostischen und prophylaktischen Zwecken ist häufig mit dem Risiko unerwünschter Unverträglichkeitsreaktionen assoziiert. Man geht heute davon aus, dass ca. 5 % der stationären Aufnahmen aufgrund von Arzneimittel-Unverträglichkeiten erfolgen und 15–30 % aller hospitalisierten Patienten im Laufe ihrer Behandlung allergische Sensibilisierungen entwickeln. Nicht nur die Immunogenität des Arzneimittels, dessen Dosierung, Applikation und Therapiedauer spielen bei der Manifestation einer Medikamentenallergie eine Rolle, sondern auch patientenspezifische Besonderheiten in der Immunregulation, immungenetische Einflüsse und individuelle Unterschiede in der Fremdstoffmetabolisierung. Da sowohl humorale als auch zelluläre Reaktionen auftreten können und die Ausprägung des klinischen Bildes auf mehreren pathogenetischen Mechanismen basieren kann, ist eine Zuordnung mancher durch Arzneimittel ausgelöster Krankheitsbilder oft schwierig. Heute stehen für die Diagnostik neben Anamnese, klinischem Befund, Hauttestung und risikobehafteten Provokationstestungen hochsensitive und spezifische In-vitro-Testverfahren zur Verfügung. Profil: LTT, LTC4: Testung auf die entsprechende Reinsubstanz oder das Präparat (beilegen!) 䉴 Mineralstoffe ) Mineralprofil: Magnesium, Selen, Zink, Jod 䉴 Nahrungsmittel-Unverträglichkeit Die Prävalenz atopischer Erkrankungen nimmt in den letzten Jahrzehnten in nahezu allen Industrieländern zweifelsfrei zu. Neben den inhalativen Allergien gewinnen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zunehmend an Bedeutung. Gründe hierfür sind u. a. erweiterte Nahrungsangebote (z. B. Verzehr exotischer Früchte, Gemüse etc.), Einsatz gentechnisch hergestellter Nahrungsmittel und der Trend zu Fertiggerichten. Vor allem die darin enthaltenen Zusatzstoffe entpuppen sich immer häufiger als Auslöser allergischer Reaktionen. Neben toxischen Reaktionen (z. B. Intoxikation durch Giftpilze, Fischvergiftungen durch verdorbenen Fisch) können IgE-vermittelte bzw. (nicht IgE-vermittelte) pseudoallergische Immunantworten induziert werden. Das klinische Bild ist meist von gastrointestinalen, kutanen, respiratorischen oder neurologischen Symptomen geprägt. Auch anaphylaktische Reaktionen wurden beschrieben. Da die auslösenden Allergene und die klinischen Manifestationen nicht immer direkt in Zusammenhang zu setzen sind, wird eine stufendiagnostische Vorgehensweise favorisiert. 䉴 Nahrungsmittelallergie-Screening IgE/IgG Basis-Profil: (44 Allergene) Schwein, Rind, Huhn, Forelle, Lachs, Thunfisch, Hering, Kabeljau, Miesmuschel, Weizenmehl, Roggenmehl, Gerstenmehl, Sojabohne, Reis, Gluten, Tomate, Karotte, Kartoffel, Petersilie, Selleriewurzel, Knoblauch, Erdbeere, Zitrone, Orange, Weintraube, Apfel, Pfirsich, Pfeffer, Paprika, Majoran, Erdnuss, Walnuss, Haselnuss, Kuhmilch, Laktalbumin, Laktoglobulin, Gouda, Camembert, Schweizer Käse, Bäckerhefe, Bierhefe, Hühnerei, Kaffee, Schwarzer Tee, Kakao Erweitertes Profil: Intestinale Permeabilität (IP), LTC4-Panel, sIGA Vollprofil: LTT, LTC4, Intestinale Permeabilität 䉴 Oxidativer Stress und Entgiftung – Profile zur Diagnose Mit diesen Untersuchungen kann eine vorhandene Belastung durch reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) und Schadstoffe, der Grad der Zerstörung von genetischem Material und Lipiden einerseits sowie die Kapazität körpereigener (endogener) und zugeführter (exogener) antioxidativer Schutzmechanismen gegen ROS andererseits ermittelt werden. Anhand der Ergebnisse kann eine gezielte antioxidative, nutritiv protektive Therapie geplant werden. Oxidativer Stress/Mini-Screen Profil: TAS (gesamte antioxidative Kapazität), SOD (Superoxiddismutase), 8-OhdG, MDA

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Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Detoxifikations-Fähigkeit – Parodontitis – Quecksilber Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Oxidativer Stress/Basisprofil Profil: GSH-ery, GST-pi. TAS, SOD, 8-OhdG, MDA, Vitamin E Oxidativer Stress/Schutz und Entgiftung Profil: GST-pi, GST-alpha, Carotenoide, Alpha-Tocopherole, Gamma-Tocopherole, GR. HNE Oxidativer Stress/Vollprofil Profil: GSH in Ery, GSSG in Ery (GSH/GSSG Quotient), GST-mu, TAS, Ubichinon. SOD, GPX, MDA, 8-OhdG, Vitamin E Sport und oxidativer Stress: Profil: GSH, 8-OhdG (Urin), MDA; Carnitin; SOD, GSH in Erytrozythen, Myogobin, LDH, Isoenzyme 䉴 Detoxifikations-Fähigkeit (Raucher, fragl. Umweltbelastung) Die Fähigkeit des Organismus, mit dauernden Belastungen durch Substanzen aus der Umwelt fertig zu werden (z. B. Schadstoffe, UV-Licht, Schwermetalle, radikale Sauerstoffverbindungen), ist abhängig von der Aktivität verschiedener entgiftender Enzyme und der Konzentration sog. Radikalfänger, Scavenger-Substanzen, die oxidierende Substanzen neutralisieren. Sowohl die Enzymaktivität als auch die Konzentrationen von Scavenger-Substanzen lässt sich quantifizieren. Außerdem kann mit einigen Markern das Risiko einer organspezifischen Schädigung (z. B. Lunge bei Rauchern) eingeschätzt werden. Profil: NAT 2, CYP 1A1, NSE, M2PK, Alpha-1-Antitrypsin, Cadmium 䉴 Parodontitis-Diagnostik Die chronische Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) ist eine Erkrankung, die von einer Gruppe von hochaggressiven Bakterien hervorgerufen wird. Sie wirkt sich nicht nur lokal, also im Mundraum, sondern auch im Gesamtorganismus schädigend aus. Man weiß, dass Personen mit chronischer, ausgedehnter Parodontitis ein weit höheres Risiko haben, eine Thromboembolie (Herzinfarkt, Schlaganfall) zu erleiden als Personen mit gesundem Zahnfleisch. Außerdem besteht bei Schwangeren mit Parodontitis ein stark erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt. Um diese Risiken zu vermeiden, ist die regelmäßige Kontrolle des Zahnfleisches, die Beseitigung von Plaque und Zahnstein sowie die Behandlung von Zahnfleischentzündungen entscheidend. Das Labor bietet eine Testung auf das Vorhandensein von Parodontitis verursachenden Bakterien mit individuellem Therapievorschlag für eine Antibiotikabehandlung an. Dieser hoch sensitive und spezifische Test weist diese Keime auch in geringsten Mengen nach und ist somit für die Behandlung einer reaktiven bzw. refraktären Parodontitis von sehr großer Bedeutung. Profil: Parodontitis-Markerkeimnachweis/PCR 䉴 Quecksilberbelastung Kaugummi-Test Zur diagnostischen Beurteilung einer amalgambedingten Quecksilberbelastung im Mundbereich wird Quecksilber im Speichel vor und nach zehnminütigem intensiven Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bestimmt. Erhöhte Werte finden sich bei nicht optimaler Oberfläche von Amalgam-Füllungen oder auch bei Vorhandensein zahlreicher Füllungen. Profil: ) 2 x Quecksilber im Speichel ) Kaugummi-Test Quecksilber im Urin Im Morgenurin ist die Ausscheidung an Quecksilber messbar. Diese Methode dient zur Abschätzung des Risikos für eine chronische Belastung. Untersuchung: Quecksilber im Urin Material: Morgenurin ) Untersuchung: Quecksilber im Morgenurin Quecksilber im Haar Überblick der Langzeitbelastung des Organismus (1–6 Monate). Die Quecksilberkonzentration im Haar liefert einen Anhaltspunkt über die Belastung des Nervensystems. Profil: ) Quecksilber im Haar Dieser Test forciert die Quecksilber- bzw. Metallausscheidung und gibt einen Anhaltspunkt für die Einlagerung dieser Stoffe in den Organen, speziell der Niere. Das Quecksilber bzw. die Metalle werden mit DMPS gebunden und mit dem Urin ausgeschieden. Vorwiegend

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Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Urinbestimmungen – Hormone – Toxikologie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

geeignet zur Quecksilberausleitung nach Amalgamsanierung, um den Körper von Quecksilberrückständen zu befreien. ) Quecksilber im Urin nach DMPS Quecksilber, Zinn, Kupfer im Urin nach DMPS Zusätzlich zum Quecksilber werden Zinn und Kupfer bestimmt, die ebenfalls Bestandteil des Amalgams sind. Profil: ) Quecksilber, Zinn, Kupfer im Urin 䉴 Schilddrüsen-Tests Auf Patientenwunsch werden beim Hausarzt häufig Schilddrüsen-Tests gefordert, obwohl keine Erkrankung vorliegt und damit die Tests nicht im Rahmen der GKV abrechnungsfähig sind. Schilddrüsentests: fT3, fT4, T3, T4, TSH 䉴 „Fit in der Schwangerschaft“ In der Schwangerschaft ist der Bedarf des Körpers an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien stark erhöht. Gleichzeitig ergeben sich aufgrund der hormonellen Umstellung Risiken bezüglich einer erhöhten Thromboseneigung. Bekanntlich werden nicht alle Infektionsrisiken durch die Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung abgedeckt. Es sollte aber bereits frühzeitig in der Schwangerschaft festgestellt werden, ob die werdende Mutter immun gegen die wichtigsten dieser Infektionen ist oder aber auf diese Risiken vermehrt achten sollte. 䉴 Sexualhormone beim Mann Auf Patientenwunsch werden beim Hausarzt häufig Sexualhormone-Tests gefordert, obwohl keine Erkrankung vorliegt und damit die Tests nicht im Rahmen der GKV abrechnungsfähig sind. Hormonprofil: LH, SHBG, Testosteron 䉴 Sportler-Übertraining Extreme sportliche Betätigung (Hochleistungssport) führt nicht selten zu einer Immunsuppression, die sich in einem Leistungsknick und häufigen Infekten manifestieren kann. Grund dafür ist eine Hemmung der natürlichen Killerzellfunktion, eine Prävalenz von Suppressor-zellen, Abfall der natürlichen Schleimhautimmunität mit vermindertem sekretorischem IgA und prolongierte metabolische Veränderungen, vor allem im Lactat- und Glutaminhaushalt. Profil: Leuko, sLgA, Lymphozytendifferenzierung, Glutamin, CK MB, Myoglobin, Lactat, Carnitin 䉴 Stressimmunität Starke berufliche Belastung, Abgeschlagenheit, Leistungsknick, Stress können sekundäre Defekte der zellulären Immunabwehr induzieren. Als Folge treten rezidivierende oder auch chronische Infekte, Müdigkeit oder Antriebsschwäche auf. Das Profil „Stressimmunität“ umfasst das zelluläre Immunprofil und die Kontrolle der wichtigsten hormonellen Stressursache, der Hypophysen-Nebennierenrindenaktivität. Profil: 4 x Cortisol im Speichel, 1 x DHEA im Speichel, Blutbild; Lymphozytendifferenzierung (LYMS) 䉴 Toxikologie/Umwelt Drogenscreening Urin Profil: Kokain, Opiate, Barbiturate, Benzodiazepine, Amphetamine, Cannabinoide, Methadon, LSD Multielementanalyse Urin oder Haare Die Haarmineralanalyse ermöglicht einen Überblick über die Aufnahme verschiedener Metalle in den letzten Monaten. Man kann bereits länger zurückliegende Schadstoffbelastungen nachweisen, bzw. die langfristige Versorgung des Körpers mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen untersuchen. Profil: Kupfer, Zink, Blei, Cadmium, Gold, Quecksilber, Titan, Cobalt, Indium, Gallium, Platin, Silber, Zinn, Palladium, Molybdän Toxikologisches Profil: Urin oder Haare Profil: Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Thallium, Aluminium, Chrom

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Laboruntersuchungen auf Patientenwunsch: Toxikologie – Vaterschaftsgutachten – Vitamine Abrechnung IGeL-Leistungen

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Multiple Chemical Sensitivity (MCS) Multiple Chemikalienempfindlichkeiten können durch einen Overload an Schadstoffen mit resultierender Überlastung des körpereigenen Schadstoffeliminationssystems verursacht werden. Basisprofil: Quecksilber im Morgenurin, PCB, Blei, Cadmium, Lindan, CKW, GST, Detox-Assay (Coffeinmetaboliten der Entgiftungsphase I und II) Raumluftanalyse Die Belastung durch Lösungsmittel steigt im Wohn- und Arbeitsbereich durch die vielfältige Anwendung leichtflüchtiger Lösungsmittel. Mit Hilfe des ORSA 5 Passivsammlers lassen sich diese Substanzen sammeln und leicht nachweisen. Hausstaubanalyse In Möbeln, Teppichen, Tapeten und Raumtextilien werden verschiedenste Pestizide zum Schutz gegen Insekten oder Schimmelpilzbefall eingesetzt. Die Hausstaubuntersuchung bietet einen schnellen Überblick über die Belastungssituation durch Holzschutzmittel, PAK’s und Weichmacher. Untersuchung: Hausstaub-Material: Staubsaugerbeutel Schimmelpilzbelastung im Wohnraum Schimmelpilze sind allgegenwärtige Organismen. Wo sie geeignete Lebensbedingungen antreffen, kann es zu einer starken Vermehrung kommen. Vor allem in Räumen, in denen durch bauliche Defizite oder versteckte Wasserschäden ein Feuchtigkeitsproblem besteht, finden Schimmelpilze einen idealen Nährboden. Auch im Isolationsmaterial bzw. hinter Wand- und Fußbodenverkleidungen kann sich Schimmel ansiedeln und gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen, indem lebende Schimmelpilze leichtflüchtige „chemische Kampfstoffe“, sog. MVOCs, an ihre Umgebung abgeben. Diese Substanzen können bei chronischer Belastung zu immunologischen Beeinträchtigungen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen. Aber auch allergische Reaktionen treten bei empfindlichen Personen gegenüber Schimmel auf. In diesem Zusammenhang sind auch schon abgestorbene Schimmelreste noch relevant. Profil: LTT-Schimmelpilze (Typ IV), LTC4-Schimmelpilze, Schimmelpilze IgE/IgG, Pilzkultur Neurotoxizitätstest Auch Belastungen mit Chemikalien (z. B. Formaldehyd) oder Metalle (z. B. Quecksilber) unter den üblichen toxikologischen Grenzwerten können bei kontinuierlicher Exposition zu Zellschädigungen führen, abhängig von der individuellen Schadstofftoleranz. Die biochemischen Mechanismen zur Schadstoffelimination sind nicht in allen Körperzellen gleichmäßig ausgeprägt. Leberzellen haben in dieser Hinsicht eine sehr hohe Leistungsfähigkeit, eher gering ausgeprägt ist dieses System in Nervenzellen, weshalb hier am ehesten eine Schädigung durch toxische Einflüsse mit resultierender Nervengewebezerstörung zu erwarten ist. Dies kann einerseits zur Produktion von Stress-Proteinen (Hitzeschockproteinen) bei den betroffenen Zellen führen, andererseits aber auch zum Auftreten von immunologischen Strukturen (Antikörper) gegen die normalerweise nicht vorhandenen Nervengewebsabbau-produkte. 䉴 Vaterschaftsgutachten Abstrich aus der Wangenschleimhaut 䉴 Vitamine und Mineralstoffe ) Vitaminprofil: Folsäure, Vitamin B6, Biotin ) Mineralprofil: Magnesium, Selen, Zink, Jod ) Vitamin/Mineralprofil: Zink, Folsäure, Vitamin B6, Jod, Magnesium Komplett-Check: Profil: Vitamin B6, Biotin, Folsäure, Zink, Jod, Selen, Magnesium Natürlich können nach Patientenwunsch auch weitere oder andere Vitamine und/oder Mineralstoffe bestimmt werden.

787

Neurologie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Neurologie Was bietet die Fachgruppe der niedergelassenen Neurologen, Nervenärzte, Psychiater und ärztlichen Psychotherapeuten als IGeL-Leistungen an? Vorsorge-Untersuchungen ) Fachbezogene Gesundheitsuntersuchung auf Wunsch des Patienten („Facharzt-Check“) ) Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße bei fehlenden anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten ) Braincheck zur Früherkennung bei Demenzen Psychotherapeutische Angebote ) Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ohne medizinische Indikation ) Stressbewältigung ) Selbstbehauptungstraining ) Entspannungsverfahren Präventionsleistung ) Biofeedback-Behandlung ) Kunst- und Körpertherapien, auch als ergänzende Therapieverfahren ) Verhaltenstherapie bei Flugangst Alternative Heilverfahren ) Akupunktur (z. B. zur Schmerzbehandlung) Ärztliche Serviceleistungen ) Ärztliche Untersuchungen und Bescheinigungen außerhalb der kassenärztlichen Pflichten auf Wunsch des Patienten (z. B. Bescheinigung für den Besuch von Kindergarten, Schule oder Sportverein oder bei Reiserücktritt) ) Untersuchung zur Überprüfung des intellektuellen und psychosozialen Leistungsniveaus (z. B. Schullaufbahnberatung auf Wunsch der Eltern) ) Gruppenbehandlung bei Adipositas ) Raucherentwöhnung ) Durchführung psychometrischer Tests Sonstige Wunschleistungen ) Medizinisch nicht indizierte Abklärungsdiagnostik im Rahmen der Beweissicherung nach Drittschädigung Neuartige Untersuchungs- und Behandlungsverfahren ) Bright-light-Therapie der saisonalen Depression ) Apparative Schlafprofilanalyse zur Diagnostik von Schlafstörungen Zahlreiche Neurologen besitzen den Facharzt für Neurologie und Psychiatrie oder den Titel. Nervenarzt und sind aus diesem Grunde auch im Fachgebiet der Psychiatrie tätig. Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße bei fehlenden anamnestischen oder klinischen Auffälligkeiten – diese Untersuchung gehört zum Fachgebiet der Neurologie und in wenigen Fällen auch zum Leistungsangebot von Internisten. Im Bereich der GKV sind Doppler-Sonographie und Duplex-Sonographie in Fällen, in denen weder anamnestische noch klinische Symptome oder Beschwerden auf eine Dauerstenose hinweisen, nicht Bestandteil des Leistungsumfanges. Die auf Wunsch des Patienten als individuelle Gesundheitsleistung durchgeführte doppler-sonographische Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße bei Patienten, ) bei denen sich Schlaganfälle in der Familienanamnese befinden, ) die schlaganfallähnliche Symptome in der Anamnese aufweisen, ) bei denen eine Karotisstenose sonographisch festgestellt wurde, hat im Rahmen der präventiven Medizin nur Vorteile.

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Orthopädie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Orthopädie Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? Akupunktur ) Schulterschmerz (Periarthropathia humeroscapularis) ) Tennisarm (Epicondylopathia humeri radialis) ) Kniebeschwerden ) Rückenschmerzen, Ischias ) Migräne, Spannungskopfschmerz Biomagnetfeldtherapie ) bei Arthrose z. B. auch Fingerpolyarthrosen ) Schulterschmerz ) Rückenschmerz Ernährungsberatung Hyaluronsäureinjektionen ) zur Vorbeugung und zum Aufhalten von Kniegelenksarthrose Hydro-Jet ) bei Rückenschmerzen ) Muskelverspannungen Die Hydro-Jet Therapie kombiniert die Wirkungen einer Unterwasserdruckstrahlmassage und die einer Wärmetherapie. Dadurch sollen drei Effekte erreicht werden: ) Mechanisch-physikalische Behandlung zur Lockerung der Muskulatur ) Straffung des Gewebes ) Verbesserte Durchblutung Der Patient liegt in Rücken-, Bauch- oder Seitenlage auf einer Latexmatte gewissermaßen auf dem Wasser, das sich um den Körper schmiegt. In kreisenden Bewegungen werden aus Düsen Wasserstrahlen gegen die Unterseite der Latex-Abdeckung und somit massierend gegen den Körper gerichtet. Knochendichtemessung ) Osteo-Densitometrie Naturheilverfahren Leithoff und Sadler (Individuelle Gesundheitsleistungen in der Orthopädie, Thieme Verlag) halten für die orthopädische Praxis folgende Methoden/Verfahren der Naturheilkunde für besonders geeignet: ) Ausleitende Heilverfahren ) Neuraltherapie ) F.X. Mayr-Medizin, Heilfasten ) Ordnungstherapie, „lifestyle management“ ) Phytotherapie, incl. Komplexhomöopathie Neuraltherapie ) bei Kopfschmerz ) Vegetative Funktionsstörungen ) Erkrankungen des Bewegungsapparates Physikalische Therapie ) Ultraschall ) Iontophorese ) Kryotherapie Sonographie bei ) Weichteilerkrankungen ) Weichteilverletzungen Sportmedizin ) Eignungsuntersuchungen für einzelne Sportarten ) Erstellung von Trainingsplänen

789

Orthopädie: Hochton-Therapie – Injektionen Wirbelsäule E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Stoßwellentherapie (fokussierte) bei ) Fersensporn ) Schulterbeschwerden ) Tenniselbogen

■ Hochton-Therapie

Ziele einer Hochtontherapie sind z. B. ) Beschleunigung von Heilungsprozessen z. B. nach Knochenbrüchen, Quetschungen und Verstauchungen, Entzündungen (Tennisarm) ) Wiedererlangung der Muskelkraft nach Ruhigstellung ) Schnelle Wundheilung Ulcera (z. B. offene Beine) ) Schmerzlinderung bei Arthrosen, Gelenkbeschwerden. In 70–80 Prozent der Fälle soll die Therapie erfolgreich sein. Ihre Wirkung ist mit wissenschaftlichen Studien bisher nicht belegt. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 5 554* analog

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Symptombezogene Untersuchung Hochton-Therapie – analoger Ansatz – GOÄ § 6 (2)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 5,30

10,73 9,55

GOÄ Kurztext Nr. 554: Hydroelektrisches Vollbad

■ Injektionen im Bereich der Wirbelsäule GOÄ Nr. Kurzlegende 255 Injektion intraartikulär o. perineural (ggf. zusätzlich Lokalanästhesie nach Nr. 490) – Nr. 255 ist nicht in der Schmerztherapie mit Lokalanästhetika und/oder Analgetika berechenbar, sondern die Nr. 493. 256 Injektion in Periduralraum – bei Injektion von Lokalanästhetika und/oder Analgetika sind Nrn. 469 bis 475 berechenbar 266 Intrakutane Reiztherapie (Quaddelung), je Sitzung (bei zeitaufwendiger Therapie ggf. höheren Steigerungssatz wählen) -Nr. 266 ist im Rahmen der Schmerztherapie berechenbar 267 Medikamentöse Infiltrationsbehandlung einer Körperregion -auch paravertebrale oder perineurale, je Sitzung -bei paravertebraler Anästhesie Nr. 476 berechenbar. 268 Medikamentöse Infiltrationsbehandlung mehrerer Körperregionen (auch eine Region beidseits), je Sitzung – bei paravertebraler Anästhesie Nrn. 476, 477 berechenbar.

1fach A 2,3fach A 5,54 12,74

10,78

24,80

3,50

8,04

4,66

10,73

7,58

17,43

Die folgenden Leistungen finden Anwendung im Rahmen von Anästhesieleistungen, bei diagnostischen und/oder therapeutischen Eingriffen und im Rahmen der Schmerztherapie: GOÄ Nr. Kurzlegende 469 Kaudalanästhesie 470 Einleitung/Überwachung einzeitiger subarachnoidalen Spinalanästhesie (Lumbalanästhesie) o. einzeitigen periduralen (epiduralen) Anästhesie, bis zu 1 Stunde 476 Paravertebralanästhesie, bis zu 1 Stunde 490 Infiltrationsanästhesie kleiner Bezirke – in der Schmerztherapie berechenbar 491 Infiltrationsanästhesie großer Bezirke in der Schmerztherapie berechenbar

790

1fach A 2,3fach A 14,57 33,52 23,32 53,62

22,15 3,56

50,94 8,18

7,05

16,22

Orthopädie: Magnetfeldtherapie – Manuelle Therapie Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. 493 494 4971) 4981) 446

447

1)

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Kurzlegende Leitungsanästhesie, perineural Leitungsanästhesie, endoneural Blockade Truncus sympatikus (lumbaler Grenzstrang oder Ganglion stellatum) mittels Anästhetika – für Analgesie eines oder mehrerer Spinalnerven analoger Ansatz Blockade des Truncus sympatikus (thorakaler Grenzstrang oder Plexus solaris) mittels Anästhetika Zuschlag bei amb. Durchführung von Anästhesieleistungen z. B. auch bei Schmerztherapie, die mit Punktzahl 200–399 Punkten bewertet sind – nur 1facher Satz abrechenbar Zuschlag bei amb. Durchführung von Anästhesieleistungen z. B. auch bei Schmerztherapie, die mit Punktzahl 400 und mehr Punkten bewertet sind – nur 1facher Satz abrechenbar

1fach A 2,3fach A 3,56 8,18 7,05 16,22 12,82 29,49

17,49

40,22

17,49



37,89



Die Leistungen sind, wenn sie in den nach der Leistungslegende beschriebenen Bereichen erbracht wurden, auch nebeneinander berechnungsfähig.

■ Magnetfeldtherapie

Die Abrechnung ist nach einem Tipp von Dr. Kleinken (Leiter der PVS Consult Köln, einer ServiceEinrichtung der Privatärztlichen Verrechnungsstellen) in der Broschüre IGEL-Plus aus dem Ärzte Zeitung Verlag abhängig vom Gerätetyp, seinem Leistungsspektrum und damit auch den Anschaffungskosten. Bei kostengünstigen Geräten werden in der Regel die GOÄ Nrn. A5802 oder 269a angesetzt. Bei hochwertigeren Geräten die GOÄ Nr. A838. Die Autorinnen Hess und Klakow-Franck geben in ihrem IGeL-Kompendium für die Arztpraxis den analogen Ansatz der GOÄ Nr. 558* an. Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 1 5 5802* analog

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Beratung Symptombezogene Untersuchung Bestrahlung bis zu 2 Behandlungsfeldern – analog GOÄ Nr. 5802* – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-

269a analog 838 analog 558* analog

Magnetfeldtherapie – analog GOÄ Nr. 269a – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-Kurzlegende folgen Magnetfeldtherapie – analog GOÄ Nr. 838 – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-Kurzlegende folgen Magnetfeldtherapie – analog GOÄ Nr. 558* – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-Kurzlegende folgen

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

4,66 4,66 11,66

10,73 10,73 20,98

20,40

46,92

32,06

73,73

7,00

12,59

Kurzlegende folgen

■ Manuelle Therapie – Chirotherapie – Osteopathie

Die GOÄ Leistungen nach den Nrn. 505* – 510* aus dem Kapitel Physikalisch-medizinische Leistungen und hier speziell: Krankengymnastik und Übungsbehandlungen finden Einsatz bei zahlreichen Behandlungsverfahren z. B. ) Ayurvedische Bewegungstherapie ) Chirotherapie ) Kraniosacrale Therapie ) Manuelle Therapie ) Myo-, neuro-, arthrotherapeutische Behandlungen

Manuelle Therapie – Chirotherapie Indikationen und Kontraindikationen (Quelle: REHA Reinfelden, Schweiz http://www.reha-rheinfelden.ch/therapieangebot/chiropraktik.html) 791

Orthopädie: Manuelle Therapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Eine geeignete Untersuchungstechnik (Manuelle Diagnostik, Chirodiagnostik) kann die jeweiligen Funktionsstörungen näher analysieren und geht der Indikationsstellung für eine Therapie voraus. Notwendig ist eine spezielle Ausbildung in Manueller Medizin, die sowohl Techniken der Diagnostik und Therapie beinhaltet. Indikationen zur Chirotherapie (Manuellen Therapie) sind im wesentlichen: ) Bewegungsstörungen und Schmerzen der Wirbelsäule ) Kopf- und Nackenschmerzen ) Rückenschmerzen ) Schiefhals ) Schulter-Arm-Syndrome ) Schulter-, Hüft-, Knieschmerzen ) Tennis- und Golferellenbogen ) Hand- und Fußgelenkschmerzen ) Skoliosen ) ISG-Syndrome Absolute Kontraindikationen sind: ) akut entzündliche Gelenkerkrankungen ) Bänderrisse und Gelenkinstabilitäten ) akute Frakturen oder Verrenkungen ) Infektionen ) Gefässerkrankungen ) akute Myelopathien ) akute Conus- oder Cauda-Syndrome Relative Kontraindikationen sind: ) instabile Spondylolisthesen ) Osteoporose ) Knochentumoren ) Gelenkstörungen postoperativ ) generalisierte Gelenkhypermobilität ) Antikoagulation Abrechnung GOÄ Nr. 3305 3306 3306 analog

Kurzlegende Chiropraktische Wirbelsäulenmobilisierung Chirotherapeutischer Eingriff an Wirbelsäule Chirotherapeutischer Eingriff an Extremitäten-Gelenken – analog – entsprechend GOÄ § 6 (2) – pro Sitzung nur 1×

1fach A 2,3fach A 2,16 4,96 8,63 19,84 8,63 19,84

Fuchs und Brück halten eine Abrechnung der GOÄ Nrn. 3306 (Behandlung Wirbelsäule) + 3306 analog (Behandlung Extremitätengelenke) für möglich. Im Zusammenhang mit Kraniosakraler Therapie, Ortho-Bionomie, Osteopathie und Kinesiologie etc. empfiehlt Weber noch nachfolgende Abrechnungsnummern – teilweise auch im analogen Ansatz. GOÄ Nr. 800 825 826 830 835 1)

Kurzlegende Neurolog. Untersuchung Genaue Geruchs- und/oder Geschmacksprüfung11 Gezielte neurologische Gleichgewichts- u. Koordininationsprüfung11 Eingehende Prüfung auf Phasie, Apraxie, Alexie, Agraphie, Agnosie und Körperschemastörungen11 Fremdanamnese bei psychisch Kranken o. bei verhaltensgestörtem Kind

Nrn. 825, 826 und 830 nicht neben Nr. 800

792

1fach A 2,3fach A 11,38 26,14 4,84 11,13 5,77 13,27 4,66

10,72

3,73

8,58

Orthopädie: Progressive Muskelrelaxation – Osteopathie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung Vor bestimmten Verfahren z. B. Maitland-Techniken, mit Kraniosakraler Therapie, Ortho-Bionomie, Osteopathie und Kinesiologie etc. empfiehlt Weber zusätzlich ggf. noch nachfolgende Abrechnungsnummern – teilweise auch im analogen Ansatz. GOÄ Nr. Kurzlegende 838 Elektromyographische Untersuchung 839 Elektromyographische Untersuchung mit Nervenleitgeschwindigkeit 842 Apparative isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik

1fach A 2,3fach A 32,06 73,73 40,80 93,84 29,14

67,03

■ Progressive Muskelrelaxation

Die Progressive Muskelrelaxation ist ein Entspannungsverfahren. Ausgangspunkt war die Erkenntnis von Edmund Jacobson (USA), dass bei Anspannung und anschließender Entspannung eines Muskels der Muskeltonus sinkt. Die Voraussetzung ist, dass der Übende den Anspannungs- und Entspannungszyklus erlernt: ) Dabei konzentriert sich der Patient auf eine bestimmte Muskelgruppe. ) Die Muskeln sollen angespannt werden und die Spannung sollte für 5 bis 7 Sekunden gehalten werden. ) Dann wird die Muskelgruppe wieder entspannt (ca. 20 bis 30 Sekunden). ) Der Klient konzentriert sich während der Lockerung auf seine Empfindungen. ) Nacheinander werden 16 Muskelgruppen des Körpers angespannt und entspannt. (Quelle: www.schmerz-beschwerden.de)

Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 505* 507* 510* 514* 516** 523* 846 847

Atmungsbehandlung Krankengymnastische Teilbehandlung Ubungsbehandlung Extensionsbehandlung mit Wärmetherapie und Massage Teilmassage Massage im extramuskulären Bereich Übende Verfahren Einzelbehandlung Übende Verfahren Gruppenbehandlung

1fach A 4,95 4,66 4,08 6,12 3,79 3,79 8,74 2,62

*1,8/ 2,3fach A 8,92 8,39 7,34 11,02 6,82 6,82 20,11 6,03

■ Osteopathische Techniken

Das Osteopathie-Register informiert im Internet (www.osteopathie-register.de/osteopathie.shtml): In der Entwicklung der Osteopathie haben sich verschiedene Gebiete differenziert: Parietale Osteopathie ) Untersuchung und Behandlung der Gelenke in Funktion und Beweglichkeit in Abhängigkeit zu anderen Körpersystemen. ) Verwandte Techniken finden sich in der heutigen Zeit in der Manuellen Therapie und in der Chirotherapie. Myofasciale Osteopathie ) Untersuchung und Behandlung von Muskel-, Bindegewebs- und Fascienschichten. Viscerale Osteopathie ) Normalisierung der Organbeweglichkeit. ) Unterbrechung von negativen neurovegetativen Afferenzen. ) Wiederherstellung des internen Organmilieus. Kraniosakrale Osteopathie ) Normalisierung der Mobilität der Schädelknochen. ) Verbesserung der Liquorzirkulation. ) Entspannung der Meningealmembranen. ) Neurovegetative Integration.

793

Orthopädie: Kraniosakrale Therapie – Ortho-Bionomie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Die Dt. Akademie für Osteopathische Medizin e.V. – kurz DAOM (www.daom.de) – ist die Vereinigung von Ärzten u. Physiotherapeuten, die eine seit 1990 begonnene postgraduierte Ausbildung in osteopathischen Verfahren und osteopathischer Medizin leitet und anbietet. Das Lehrkonzept der Deutschen Akademie für Osteopathische Medizin e.V. beinhaltet alle osteopathischen Behandlungsverfahren: ) Muskelenergietechniken ) Kraniosakrale Techniken ) Myofasziale Releasetechniken ) Viszerale Techniken ) Viszeroparietal-funktionelle Techniken ) CounterStrain-Techniken ) Lymphdrainage-Therapie ) Mobilisation und Manipulationan Wirbelsäule und Extremitäten. Abrechnung häufig angesetzten Leistungen: GOÄ Nr. Kurzlegende 800 3305 3306 505* 507* 520* 521* 523* 725 analog

Eingehende neurologische Untersuchung Chiropraktische Wirbelsäulenmobilisierung Chirotherapeutischer Eingriff an der Wirbelsäule Atmungsbehandlung Krankengymnastische Teilbehandlung Teilmassage (Massage einzelner Körperteile) Großmassage Massage im extramuskulären Bereich Entwicklungs- und Ubungsbehandlung von Ausfallerscheinungen d. ZNS – analog GOÄ Nr. 725 – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es

1fach A 11,37 2,16 8,63 4,95 4,66 2,62 3,79 3,79 17,49

*1,8/ 2,3fach A 26,14 4,96 19,84 8,92 8,39 4,72 6,82 6,82 31,48

muss mind. die Original-Kurzlegende folgen

■ Kraniosakrale Therapie Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 269 523* 719 analog

725 analog

Akupunktur Massage Funktioneller Entwicklungstherapie bei Ausfallerscheinungen in Motorik, Sprachbereich und/oder Sozialverhalten, Einzelbehandlung, mind. 45 Min. – analog GOÄ Nr. 719 – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-Kurzlegende folgen Entwicklungs- und Ubungsbehandlung von Ausfallerscheinungen d. ZNS – analog GOÄ Nr. 725 – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 11,66 26,81 3,79 6,82 14,63 33,65

17,49

31,48

8,74

20,11

muss mind. die Original-Kurzlegende folgen

845 1)

1)

Hypnose/Einzelbehandlung

Die Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin hält im Gegensatz zu Weber, der die Leistung nach GOÄ Nr. 845 mitempfiehlt, diese Leistung für sehr bedenklich im Rahmen der Kraniosakralen Therapie

■ Ortho-Bionomie

Die Ortho-Bionomie ist nach Angaben der Anwender eine sanfte, manuelle Behandlungsmethode, um Schmerzen, Blockierungen im Bewegungsmuster, Fehlstellungen, Verspannungen, Gelenkbeschwerden- und Entzündungen zu behandeln. Zur Abrechnung werden Leistungsziffern der Osteopathie angesetzt. Bei erforderlicher psychosomatischer Therapie und der Behandlung von psychischen Erkrankungen als Folge von Traumata finden zusätzlich die folgenden Leistungen Anwendung.

794

Orthopädie: Tragerwork – Rebalancing Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung der Ortho-Bionomie bei erforderlicher psychosomatischer Therapie und der Behandlung von psychischen Erkrankungen: Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 719 Behandlung von Ausfallerscheinungen, Einzelbehandlung, mind. analog 45 Min. – analog GOÄ Nr. 719 – entspr. GOÄ § 6 (2) – es muss

1fach A 2,3fach A 14,63 33,65

mind. die Original-Kurzlegende folgen

845 846 847 849 861 862 870

Hypnose Einzelbehandlung – induzierte Tiefenentspannung Ubende Verfahren Einzelbehandlung Ubende Verfahren Gruppenbehandlung Psychotherapeutische Behandlung Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Einzelbehandlung Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Gruppenbehandlung Verhaltenstherapie, Einzelbehandlung – Dauer mind 50 Minuten

8,74 8,74 2,62 13,41 40,22 20,11

20,11 20,11 6,03 30,83 92,50 46,25

43,72

100,55

■ Trager-Arbeit/Tragerwork

Der Trager-Verein aus Österreich informiert unter www.trager.at/wasist.htm zur Methode: Die von Dr. med Milton Trager entwickelte Körperarbeit will Körper und Geist wieder in Harmonie bringen und die Bewußtheit darüber wecken. Alle Bewegungen und Erfahrungen werden als angenehm und wohltuend erlebt. Durch sanftes Dehnen, rhythmisches Schwingen und durch leichtes Spiel mit den Körpergewichten verändert sich der Gewebezustand, nähert sich seinem Optimum und weckt so angenehme Empfindungen. In einer TRAGER-Sitzung kann man lernen, diese Bewegungen selbst zu machen, man kann sie aber auch, auf einem Massagetisch liegend, passiv empfangen. Indikationen ) Prävention: Haltungsschäden Gelenkserkrankungen Stress und seine Folgen Vegetative Störungen

) Rehabilitation: Wirbelsäulensyndrom Sportverletzungen Unfallfolgen Operationen

) Begleitende Therapie: Neuromuskuläre Erkrankungen Stresserkrankungen (z. B. Schlafstörungen, Tinnitus etc.) Gerontologie Psychotherapie

Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 523* 719 analog

Massage im extramuskulären Bereich Behandlung von Ausfallerscheinungen in Motorik, Sprachbereich und/oder Sozialverhalten, Einzelbehandlung, mind. 45 Min. – analog GOÄ Nr. 523 – entsprechend GOÄ § 6 (2) – es muss mind.

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 3,79 6,82 14,63 33,65

die Original-Kurzlegende folgen

845 846 847 3305

Hypnose Einzelbehandlung Übende Verfahren Einzelbehandlung Übende Verfahren Gruppenbehandlung Chiropraktische Wirbelsäulenmobilisierung

8,74 8,74 2,62 2,16

20,11 20,11 6,03 4,96

■ Rebalancing

Rebalancing arbeitet z. B. mit tiefer Bindegewebsmassage, Gelenklockerung, Atemarbeit, Meditation. Erreicht werden soll eine langanhaltende Entspannung des Körpers.

795

Orthopädie: Trainingstherapie – Triggerpunkt-Therapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 506* 507* 523* 719 analog 849

Krankengymnastische Ganzbehandlung Krankengymnastische Teilbehandlung Massage im extramuskulären Bereich Behandlung von Ausfallerscheinungen in Motorik, Sprachbereich und/oder Sozialverhalten, Einzelbehandlung – analog GOÄ Nr. 719 – entspr. GOÄ § 6 (2) – es muss mind. die Original-Kurzlegende folgen Psychotherapeutische Behandlung

1fach A 6,99 4,66 3,79 14,63

*1,8/ 2,3fach A 12,59 8,39 6,82 33,65

13,41

30,83

■ Trainingstherapie*

Eingesetzt wird diese Methode bei verschiedenen orthopädischen Krankheitsbildern z. B. bei Arthrosen, Osteoporose, Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen sowie in der Nachbehandlung von Operationen und bei rheumatischen Beschwerden. GOÄ Nr. Kurzlegende 3 506* 558* analog

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Krankengymnastische Übungen, Einzelbehandlung Geräte-Sequenztraining für Trainingstherapie – analoger Ansatz – GOÄ § 6 (2)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,74 20,11

7,00 7,00

12,59 12,59

29,14

67,03

8,74

20,11

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 558: Apparative isokinetische Muskelfunktionstherapie, je Sitzung

842 analog

Eingangsuntersuchung zur med. Trainingstherapie – analog – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 842: Apparative isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik

846 analog

Med. Trainingstherapie m. Sequenztraining, einschl. progressivdynamischem Muskeltraining mit spez. Therapiemaschinen analog – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 846: Übende Verfahren

* diese Aufstellung entspricht den Empfehlungen der BÄK, s. Deutsches Ärzteblatt Jg. 99, Heft 3, Seite A144–145, 2002 – s. auch IGEL-Kompendium für die Arztpraxis von Hess und Klakow-Franck

■ Triggerpunkt-Therapie

Die sogenannte Triggerpunkt Therapie ist ein neues Verfahren der Schmerz- und der Bewegungsapparatmedizin. Die Internetseite aus der Schweiz www.triggerpunkt-therapie.ch/index.php?kat=home&link=2&language=de informiert: Triggerpunkte sind die Folge von kleinen Verletzungen in der Muskulatur, wie sie zum Beispiel beim Muskelkater oder bei leichten Muskelzerrungen auftreten. In der Regel heilen diese Verletzungen wieder ab, denn die Muskulatur kann sich sehr gut erneuern. In gewissen Fällen aber, zum Beispiel wenn bestimmte Muskelfasern immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen müssen, entsteht eine Art „anhaltender lokaler Muskelkater“ und die betroffenen Muskelfasern entzünden sich chronisch. Das Gleiche kann auch nach einer brüsken Bewegung im Sport oder im Alltag oder nach einer Verletzung geschehen. Es bildet sich eine sogenannte „chronische Zerrung“, die von alleine nicht mehr abheilen kann weil sich ein Teufelskreis gebildet hat.

796

Orthopädie: Ultraschall – Stoßwellentherapie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

3

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen

8,74

20,11

302 analog

Punktion Schulter- od. Hüftgelenk – analoger Ansatz – GOÄ § 6 (2)

14,57

33,52

■ Ultraschall-Behandlung*

Eingesetzt wird diese Methode bei verschiedenen orthopädischen Krankheitsbildern z. B. bei Arthrosen, Osteoporose, Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen sowie in der Nachbehandlung von Operationen und bei rheumatischen Beschwerden. GOÄ Nr. Kurzlegende

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

3

Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen

8,74

20,11

554*

Behandlung m. niedrig dosiertem, gepulsten Ultraschall – analog – GOÄ § 6 (2)

5,30

9,55

GOÄ Kurztext Nr. 554*: Hydroelektrisches Vollbad * niedrig dosierter, gepulster Ultraschall

Die Wirkungen der Ultraschalltherapie sind u. a. ) Hyperämisierung ) Erhöhung/Erleichterung der Dehnbarkeit von Bindegewebsstrukturen (Kollagenfasern) ) Schmerzlinderung ) Muskuläre Spasmuslösung ) Stimulierung der Frakturheilung Haapt- Indikationen nach Informationen der Techniker Krankenkasse (http://www.tk.de/tk/ behandeln-a-z/e/extrakorporalen-stosswellentherapie/25326): ) Tennisarm oder -ellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) ) Fasziitis plantaris (mit oder ohne Fersensporn) ) Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

■ Stoßwellentherapie bei orthopädischen Krankheitsbildern

Extrakorporale Stoßwellentherapie zur Behandlung von schmerzhaften Sehnenansätzen, Fersensporn, Kalkschulter, Tennisellenbogen. GOÄ Nr. Kurzlegende 1800 analog

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei orthopädischen, chirurgischen oder schmerztherapeutischen Indikationen – analog Nr. 1800 je Sitzung - Empfehlung der BÄK – GOÄ § 6 (2)

1fach A 2,3fach A 86,27

198,41

14,57

33,52

17,49

40,22

GOÄ Kurztext Nr. 1800: Zertrümmerung und Entfernung von Blasensteinen

302 analog

Radiale Stoßwellentherapie bei orthopädischen, chirurgischen oder schmerztherapeutischen Indikationen – analog – Empfehlung der BÄK – GOÄ § 6 (2) GOÄ Kurztext Nr. 302: Punktion eines Schulter- oder Hüftgelenks

34

Erörterung mind. 20 Min.

797

Pädiatrie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Abrechnungshinweis: Auch wenn mehrere verschiedene Körperareale in einer Sitzung behandelt werden, ist nach dem GOÄKommentar von Brück die Leistung nur einmal berechnungsfähig. Der Ausschuss Gebührenordnung der BÄK geht pro Behandlungsfall von durchschnittlich 2 bis 3 – maximal 4 – Behandlungen aus. Die Indikation zur Stoßwellentherapie bei „Pseudarthrose“ ist nach Brück selten und zur Behandlung sind traumatologische Erfahrungen erforderlich. Wegen des Schwierigkeitsgrades und des hohen Zeitaufwandes bei der Behandlung der Pseudarthrose durch ESWT ist nach Brück ein Ansatz des 3,5fachen Steigerungsfaktors oder sogar eine Vereinbarung nach GOÄ § 2 (1) (Abweichende Gebührenhöhe) gut begründbar. Eine Anerkennung der Stosswellenbehandlung mit Kostenübernahme durch die GKV besteht in der Regel z.Zt. für die klassischen Indikationen Kalkschulter, Pseudarthrose, Tennisarm sowie den Fersensporn. Weitere Indikationen ) chronische Entzündungen von Sehnenansätzen an Schultergelenk, großem Rollhügel der Hüfte, Achillessehne, Patellaspitze (Patellasehne) ) Schienbeinkantensyndrom ) Triggerpunkttherapie bei Muskelverhärtungen Kontraindikationen Die Stosswellen-Therapie sollte nicht angewendet werden bei: ) lokale Infektionen im Behandlungsgebiet ) Infektionen der Knochen (Osteomyelitis) aktuell oder in der Vergangenheit ) infizierte Pseudarthrose ) Blutgerinnungsstörungen ) Direkt über Gefäßen und Nerven ) Bei Träger von Herzschrittmachern ) Schwangere (mögliche Nebenwirkungen beim Ungeborenen) ) Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter, da die Wirkung der Stoßwellen auf Wachstumsfugen der Knochen nicht ausreichend geklärt ist

Pädiatrie Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Ieistungen an? Adoptionsgutachten/Entwicklungseinschätzungen ADS-Diagnostik Akupunktur Allergietestungen ohne medizinische Indikation Eigenblutbehandlung Einschulungstest Ernährungsberatung, individuelle ) z. B. zu Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen Entwicklungstests Farbsinnprüfung Homöopathische Komplextherapien für Kinder Impftiter-Bestimmungen zusätzliche Impfungen außerhalb der Kassenleistungen z. B. ) Rotavirusschluckimpfung ) Hepatitis A-Impfung Humanes ) Meningokokken-Impfung ) Papilloma-Virus-Impfung Kindergarteneingangsuntersuchung Naturheilkunde Psychotherapien Schuleingangstests Schullaufbahnberatung Sportärztliche Untersuchungen Stress-Bewältigungstraining (Einzel- und Gruppenbehandlung)

798

Pathologie Abrechnung IGeL-Leistungen

Umweltmedizin ) Umweltmedizinisch orientierende Beratung

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) Umweltmedizinische Erstanamnese, Folgeanamnese ) z. B. Schwermetalle im Blut

spezielle Untersuchungen auf Wunsch der Eltern u. a. ) Labor-Untersuchungen ) Neurologische Untersuchung ) Lungenfunktion ) Ultraschall-Untersuchungen zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen Die Zeitabstände zwischen Vorsorgeuntersuchungen zu Lasten der Krankenkassen sind nach Meinung der Pädiater zu lang und Entwicklungsprobleme würden möglicherweise zu spät erkannt. Deshalb bieten zahlreiche Pädiater zusätzliche Untersuchungen in kürzereren Zeitabständen an – und setzen diesen Untersuchungen zur Unterscheidung den Buchstaben „a“ hinzu z. B. ) U6a Vorsorgeuntersuchung mit Entwicklungs-Check zwischen 14. und 18. Lebensmonat ) U7a Vorsorgeuntersuchung mit 3 Jahren: Entwicklungs-Check, Hörprüfung, Sehtest und Urinuntersuchung ) 10a Vorsorgeuntersuchung im 8. Lebensjahr: Entwicklungs-Check, Hörprüfung, Sehtest und Überprüfung des Immunstatus ) 11a Vorsorgeuntersuchung im 10. Lebensjahr: Entwicklungs-Check, Hörprüfung, Sehtest und Überprüfung des Immunstatus Häufige Wunschleistungen ohne Kostenerstattung durch die Krankenkasse und damit also IGEL-Leistungen im Bereich der Behandlung von Kindern und Jugendlichen sind z. B. ) zusätzliche jährliche Kinderfrüherkennungsuntersuchung (Intervallcheck) für Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr ) Kindervorsorgeuntersuchung mit 3 Jahren ) Tauglichkeitsuntersuchung, bei Kindern z. B. vor Kindergarten, Kurantritt, Ferienmaßnahme usw. ) Schuleignungstest-Untersuchung zur Überprüfung des intellektuellen und psychosozialen Leistungsniveaus (Schullaufbahnberatung) ) Vorsorgeuntersuchung in der 2. bzw. 4. Klasse ) Test bei Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung (ADS), (Intelligenztest, Konzentrationstest, Test auf Teilleistungsprobleme) ) Reisemedizinische Beratung für Kinder und Jugendliche ) Sportmedizinische Beratung für Kinder und Jugendliche ) Kurze Bescheinigung der Infektfreiheit ohne Untersuchung

Pathologie Was bietet die Fachgruppe der Pathologen als IGeL-Leistungen an? Im Rahmen von zahlreichen Leistungen auf Patientenwunsch (z. B. Endoskopien, Abstriche, Entfernung verdächtiger Hautbezirke, Operationen) werden Materialien gewonnen und diese im Rahmen von Überweisungen zur zytologischen oder histologischen Untersuchung zu Pathologen geschickt. Diese Überweisungen sollten mit den Patienten abgesprochen werden. Als IGeL-Leistungen bieten Pathologen u. a. an: Histologie ) Exidat, seborrhoische Keratose ) Lipom ) Ductus deferens Resektate

) Entnahme und Aufbereitung von Material von der Haut für die histologische Untersuchung

Zytologie ) Untersuchung zur Gebärmutterhals-Vorsorge für die Dünnschicht-Präparation (PapSpin) ) Zytologische Aufarbeitung von Material vom Gebärmutterhals für die immunzytochemische Untersuchung auf humane Papilloma Viren mit dem Cytoactiv-Test im IGEL-Bereich der Pathologen sind ca. 55% der molekularpathologischen Leistungen durch HPV-Nachweise bedingt Dünnschichtzytologie zusätzlich zu der „ normalen“ Vorsorgezytologie Abrechnung Gemäß den Bestimmungen der GOÄ werden in der Regel alle diese Leistungen direkt vom Pathologen oder dem Arzt mit entsprechender Genehmigung zur Leistungserbringung abgerechnet und nicht vom Einsender oder Operateur. 799

Psychiatrie und Psychotherapie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Psychiatrische und psychotherapeutische Angebote Was bieten die Fachgruppen der Psychiater und ärztliche Psychotherapeuten an IGeL-Leistungen an? Die Leistungsangebote der beiden Fachgruppen sind in großen Teilen identisch, so dass die Autoren die Angebote zusammengefasst haben. ) Angststörungen (Phobien, Panikattacken, soziale Ängste/Unsicherheiten, Prüfungsangst) ) Autogenes Training ) Biofeedback-BehandlungUntersuchung und Überprüfung des intellektuellen und psychosozialen Leistungsniveaus (Schullaufbahnberatung) ) Brain-Check ) Cranio-sacrale Therapie? ) Testpsychologisches Demenzscreening ) Depression, Transkranielle Magnetstimulation – z. B. Behandlung anhand von bestimmtem Licht (Bright-Light-Therapie) ) Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas) ) Familientherapie ) Flugangsttherapie ) Gesprächspsychotherapie (GT ) Gutachten gemäß FeV (Führerschein) ) Hypnose ) Akute Krisensituationen (Trennung, Lebenskrisen, Beziehungsprobleme, Trauerproblematik, Posttraumatische Belastungsstörungen)) ) Kunsttherapie und Körpertherapie ) Licht-Therapie z. B. bei Winterdepression und Schlafstörungen ) Migränebehandlung Migränebehandlung außerhalb der GKV-Leistungspflicht ) Muskelfunktionsanalyse ) Hilfe bei Personalauswahl/Personalberatung ) Konflikte in der Paarbeziehung (Umgang mit seelischen Verletzungen, Probleme in der Sexualität, Beziehungen außerhalb der Partnerschaft) ) Paartherapie ) Progressive Muskelentspannung ) Psychotherapie mit Richtlinien-Verfahren ) Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ) Psychische Beschwerden im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen ) Schlafstörungen ) Selbstbehauptungstraining ) Stress/Burn-Out und berufliche Probleme (z. B. Mobbing) ) Stressbewältigungstraining ) Suchterkrankungen (z. B. Spiel- oder Internetsucht; Rückfallprävention bei Alkoholabhängigkeit) ) Tiergestützte Therapie (Einsatz von Therapiehunden) bei behinderten Kindern oder Jugendlichen oder anderen Symptomen (z. B. Ängste, Unsicherheiten, Selbstwertprobleme) ) Beratung bei therapieresistentem erheblichem Übergewicht: a) Einzelberatung b) Kompaktkurs mind. 4 Teilnehmer, 6 Sitzungen, 4-wöchig, Anmeldung ) Verhaltenstherapie ) Zwangserkrankungen (Zwangsgedanken, Zwangshandlungen z. B. Wasch- oder Kontrollzwänge) Psychotherapeutische Leistungen werden von Allgemeinmedizinern, Internisten, Gynäkologen, Neurologen, Nervenärzten, Psychiatern und ärztlichen Psychotherapeuten mit unterschiedlichen Qualifikationen angeboten. Zahlreiche psychotherapeutische und/oder verhaltenstherapeutische Techniken werden von den GKV Kassen nicht gezahlt. Ausgeschlossen sind z. B. ) Gesprächs-Psychotherapie ) Gestalttherapie ) Logotherapie ) Psychodrama ) Respiratorisches Biofeedback ) Transaktionsanalyse 800

Psychiatrie und Psychotherapie: Leistungen Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

In der GKV regeln die Psychotherapie-Richtlinien des Bundesausschusses für Ärzte und Krankenkassen die Indikationen und Verfahren der Psychotherapie. Auch im Rahmen der Beihilfe sind zahlreiche Methoden ausgeschlossen – siehe Seite 58 Ausgeschlossen ist eine Psychotherapie in der GKV, wenn sie ) nicht der Heilung oder Besserung einer seelischen Krankheit dient, sondern nur zur besseren beruflichen und/oder sozialen Anpassung des Patienten; ) nur zu einer Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung Anwendung findet. Die eben genannten, bei der GKV ausgeschlossenen Anwendungsbereiche sind die Ansatzpunkte für IGEL-Angebote: ) Verbesserung der beruflichen Anpassung ) Verbesserung der sozialen Anpassung ) Erziehungsberatung ) Eheberatung ) Lebensberatung ) Konfliktberatung ) Sexualberatung ) Selbsterfahrung ) Stress-Problematik (Erkennen, Bewältigen) Brück (Kommentar zur GOÄ) führt als Beispiele für psychotherapeutische Verfahren außerhalb der GKV-Leistungspflicht folgende Therapien an: 1. Humanistische Therapien ) Gestalttherapie ) Gesprächspsychotherapie ) Transaktionsanalyse ) Psychodrama ) Körper- und Bewegungstherapie ) Kunst-, Tanz- und Musiktherapie 2. Psychodynamische Therapie ) Hochfrequente Psychoanalyse** 3. Kognitiv-behaviorale Therapien ) Biofeedback ) Selbstbehauptungstraining ) Stressbewältigungstraining ) Sexualtherapie 4. Interpersonelle Therapien ) Familientherapie ) Paartherapie 5. Entspannungsverfahren ) Konzentrierte Meditation ** diese Therapie wird bei Vorliegen einer Erkrankung und erfolgreichem Antrag auf Psychoanalyse in der Regel von der GKV gezahlt

■ Leistungen vor oder im Rahmen von psychotherapeutischen Verfahren

In der Regel sind vor der Einleitung von psychotherapeutischen Verfahren Beratungen, Erörterungen und Untersuchungen erforderlich. Die Leistungen sind bei den folgenden Methoden nicht angegeben, sollten aber nicht vergessen werden! GOÄ Nr. Kurzlegende 1 Beratung 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 5 Sympt. bezogene Untersuchung

1fach A 2,3fach A 4,66 10,72 8,74 20,11 4,66

10,72

801

Psychiatrie und Psychotherapie: Anti-Stress-Beratung/Stress-Bewältigung/Selbsterfahrung E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 8 Ganzkörperstatus Neben Nr. 8 sind u. a. die GOÄ Nrn. 800, 801 etc. nicht berechnungsfähig 800 Eingehende neurologische Untersuchung 801 Eingehende psychiatrische Untersuchung – ggf. unter Einschaltung der Bezugs- und/oder Kontaktperson Neben Nr. 801 sind u. a. die GOÄ Nrn. 4, 8, 807 etc. nicht berechnungsfähig 807 Erhebung einer biographischen psychiatrischen Anamnese bei Kindern o. Jugendlichen unter Einschaltung der Bezugs- und Kontaktpersonen mit schriftl. Aufzeichnung, auch in mehreren Sitzungen Neben Nr. 807 sind u. a. die GOÄ Nrn. 1, 3, 4, 22, 30, 34, 801 etc. nicht berechnungsfähig 34 Erörterung mind. 20 Min.

1fach A 2,3fach A 15,15 34,85

11,37 14,57

26,14 33,52

23,31

53,62

17,49

40,23

■ Anti-Stress-Beratung GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 1 Beratung 8 Ganzkörperstatus 34 Erörterung mind. 20 Min. 77 Kurplanung 20 Beratungsgespräch in Gruppen 857 Orientierende Testuntersuchungen

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 15,15 17,49 8,74 34,95 6,76

10,72 34,85 40,23 10,10 80,40 15,55

Stress im Beruf und in der Familie ist heute nicht gerade selten. Angebote zur Stressbewältigung z. B. ) Biofeedback ) Quigong ) Feldenkrais ) Musiktherapie ) Farbtherapie sind nach den Nrn. 846 oder 847 zu berechnen.

■ Stress-Bewältigungstraining GOÄ Nr. Kurzlegende 846 Stressbewältigungstraining – Einzelbeh. z. B. autogenes Training 847 Stressbewältigungstraining – Gruppenbeh. z. B. autogenes Training 870 Verhaltenstherapie, Einzelbehandlung mind. 50 Min. 871 Verhaltenstherapie, Gruppenbehandlung mind. 50 Min.

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 2,62 6,03 43,72 8,74

100,55 20,11

■ Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ohne medizinische Indikation GOÄ Nr. 860 846 analog

Kurzlegende Erhebung einer biographischen Anamnese Psychotherapeutische Verfahren zur Selbsterfahrung ohne medizinische Indikation – analog GOÄ Nr. 846 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 846: Übende Verfahren

802

1fach A 2,3fach A 53,62 123,34 8,74 20,11

Psychiatrie und Psychotherapie: Selbstbehauptungstraining – Entspannungsverfahren Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 847 Übende Verfahren, Gruppenbehandlung, mind. 20 Min., höchsanalog tens 12 Teilnehmer, je Teilnehmer – analog GOÄ Nr. 847 – GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 2,62 6,03

GOÄ Kurztext Nr. 847: Übende Verfahren in Gruppenbehandlung

870 871 1)

Verhaltenstherapie, Einzelbehandlung mind. 50 Min. Verhaltenstherapie, Gruppenbehandlung mind. 50 Min.

43,72 8,74

100,55 20,11

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Selbstbehauptungstraining

Unterschiedliche Methoden werden unter diesem Begriff angeboten. Alle Verfahren arbeiten mit Rollenspielen, Verhaltensübungen, Modell-Lernen und/oder Feedback-Methoden. GOÄ Nr. Kurzlegende 846 Selbstbehauptungstraining – analog GOÄ Nr. 846 – entspr. GOÄ analog § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 846: Übende Verfahren

847 analog

Übende Verfahren, Gruppenbehandlung, mind. 20 Min., höchstens 12 Teilnehmer, je Teilnehmer – analog GOÄ Nr. 847 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

2,62

6,03

43,72 8,74

100,55 20,11

GOÄ Kurztext Nr. 847: Übende Verfahren in Gruppenbehandlung

870 871 1)

Verhaltenstherapie, Einzelbehandlung mind. 50 Min. Verhaltenstherapie, Gruppenbehandlung mind. 50 Min.

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Entspannungsverfahren als Präventionsleistung

Zu den bekannten Entspannungsverfahren zählen: ) Autogenes Training ) Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen ) Konzentrative Meditation Alle 3 Verfahren werden nach den GOÄ Nrn. 846 und 847 abgerechnet. GOÄ Nr. Kurzlegende 846 Entspannungsverfahren als Präventionsleistung, Einzelbeh. 847 Entspannungsverfahren als Präventionsleistung, Gruppenbeh.

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 2,62 6,03

■ Klangsessel 846 analog

Biofeedback analog Nr. 846 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)

8,74

20,11

8,74

20,11

8,74

20,11

■ Myofeedback-Behandlung 846 analog

Myofeedback analog Nr. 846 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)

■ Neurofeedback-Entspannungsbehandlung 846 analog

Neurofeedback analog Nr. 846 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2)

803

Psychiatrie und Psychotherapie: Hypnose – Biofeedback – Kunst- und Körpertherapien E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

■ Hypnose GOÄ-Nr. Kurzlegende 1 3 845

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. (mind. 10 Min.) nicht neben Sonderleistungen Behandlung einer Einzelperson durch Hypnose

1fach A

*1,15/ 2,3fach A 4,66 10,73 8,74 20,11 8,74

20,11

■ Biofeedback-Behandlung

Indikationen zu einer Biofeedback-Behandlung auf Patientenwunsch sind nach Brück (Kommentar zur GOÄ) z. B. ) Spannungskopfschmerz ) Migräne ) Schlafstörungen ) chron. Schmerzzustände ) Tinnitus ) Epilepsie ) Depressionen ) Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) ) Angstanfälle ) Schlaganfall

Angewandte Biofeedback-Verfahren: ) Respiratorisches oder Atem-Biofeedback ) EMG-Feedback ) Hauttemperatur-Feedback ) Vasomotorisches-Feedback ) Hautwiderstands-Feedback ) Blutdruck-Feedback ) Herzfrequenz-Feedback ) EEG-Feedback GOÄ Nr. Kurzlegende 846 Biofeedback-Behandlung-Einzelbehandl. – analog GOÄ Nr. 846 analog – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 846: Übende Verfahren

847 analog

Biofeedback-Behandlung-Gruppenbehandl. – analog GOÄ Nr. 847 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

2,62

6,03

GOÄ Kurztext Nr. 847: Übende Verfahren in Gruppenbehandlung 1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

Abrechnungshinweis: Sowohl für das Atem-Biofeedback als auch für das EMG-Biofeedback wird die Nr. 846 analog angesetzt. Wegen des hohen apparativen Aufwandes erscheint ein höherer Steigerungsfaktor begründbar.

■ Kunst- und Körpertherapien – auch als ergänzende Therapieverfahren GOÄ Nr. Kurzlegende 861 Kunst- u. Körpertherapien – Einzeltherapie – analog GOÄ analog Nr. 861 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 40,22 92,50

GOÄ Kurztext Nr. 861: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Einzelbehandlung...

862 analog

Kunst- u. Körpertherapien – Gruppentherapie – analog GOÄ Nr. 862 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) GOÄ Kurztext Nr. 862: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Gruppenbehandlung...

804

20,11

46,25

Psychiatrie und Psychotherapie: Verhaltenstherapie bei Flugangst Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

GOÄ Nr. Kurzlegende 846 Kunst- und Körpertherapien auch als ergänzende Therapieveranalog fahren – Einzeltherapie – analog GOÄ Nr. 846 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11

Empfehlung der BÄK – GOÄ Kurztext Nr. 846: Übende Verfahren

847 analog

Kunst- u. Körpertherapien – Gruppentherapie – analog GOÄ Nr. 847 – entspr. GOÄ § 6 (2)

2,62

6,03

GOÄ Kurztext Nr. 847: Übende Verfahren in Gruppenbehandlung 1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Verhaltenstherapie bei Flugangst GOÄ Nr. Kurzlegende 849 Übende Verfahren bei Flugangst (mind. 20 Min.) – analog GOÄ analog Nr. 849 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 13,41 30,83

GOÄ Kurztext Nr. 849: Psychotherapeutische Behandlung....

870 871 1)

Verhaltenstherapie bei Flugangst, Einzelbehandlung mind. 50 Min. Verhaltenstherapie bei Flugangst, Gruppentherapie mind. 50 Min.

43,72 8,74

100,55 20,11

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

805

Radiologie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Radiologie Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ) Arterosklerose-Check-Up: MR-Angiographie zur frühzeitigen Erkennung eventueller Arterosklerose-Anzeichen ) Brust-Implantat-Diagnostik mit MR-Mammographie ) Brustkrebsvorsorge: Röntgen-Mammographie, Ultraschall, MR-Mammographie ) Blutgefäße – Doppler-Untersuchungen z. B. Extremitäten, Halsschlagader, Hirngefäße ) demenzieller Erkrankungen: Funktionelles MRT zur Früherkennung ) Ganzkörper-MRT: zur frühzeitigen Erkennung von Problemen in Gehirn, Knochen und inneren Organen ) Lungenkrebsvorsorge: Lungenscreening zum Ausschluss eines Lungentumors ) Osteoporosecheck: Knochendichtemessung zur Früherkennung von Osteoporose ) Schlaganfallprophylaxe: MRT des Kopfes ohne Bestrahlung zur Verminderung des Schlaganfallrisikos ) Ultraschall-Check-up: z.B.: der abdominalen Organe, der Nieren, der Schilddrüse, Prostata Radiologen können von GKV-Patienten gemäß Bundesmantelvertrag (BMV) nur auf Überweisung eines anderen Vertragsarztes in Anspruch genommen werden. Vereinzelt kommen aber auch Patienten direkt zum Radiologen, um bestimmte Wunschleistungen zu verlangen z.B. ) Früherkennung Osteoporose (Knochendichtemessung) ) auf Patientenwunsch eine präventive oder (Befund) kontrollierende – Mammographie – Sonographie – kernspintomographische Untersuchungen der Mamma ) Errechnung des wahrscheinlichen Größenwachstums anhand von Röntgenbildern bei nicht pathologischem Minder- oder Riesenwuchs Alle nachfolgend aufgeführten Untersuchungen sind als Wunschleistungen des Patienten/ der Patientin (IGeL-Leistungen) ohne einen aktuellen Krankheitsverdacht aufzufassen. Die Herausgeber haben die Informationen einzelner Radiologen oder radiologischer Klinikabteilungen aus dem Internet an ihre Patienten nachfolgend dargestellt: Die Radiologische Abteilung der Universität Freiburg biete im Internet (http://www.uniklinik-freiburg.de/roentgen/live/patientenversorgung/igel.html) folgende IGeL-Leistungen an: ) CT-Colonoskopie – die „virtuelle“ Darmspiegelung durch eine Computertomographie ) Computertomographie des Herzens – eine Untersuchung der Herzkranzgefäße (ähnlich wie beim Herzkatheter) im Computertomographen ) Kernspintomographie des Herzens – Darstellung der Herzwandbeweglichkeit, Herzfunktion und von Herzfehlern im Kernspintomographen ) Uterusmyom-Embolisation – schonende Verödung von blutenden Geschwülsten der Gebärmutter in der Angiographie Eine radiologische Praxis aus Reutlingen informiert im Internet (http://www.radiologie-im-kron prinzenbau.de/igel-angebote) Unsere IGeL-Angebote: ) MR-Mammographie ) Ganzkörper-MRT inklusive MR-Angiographie ) Krebs-Vorsorge-Pakete ) Stroke-Vorsorge inklusive Diffusionsbildgebung und Gefäßdarstellung ) Herz-, Myocardszintigraphie mit SPECT ) Prostatauntersuchungen ) gynäkologische Bildgebung Das Radiologen Wirtschaftsforum – Informationsdienst für niedergelassene Radiologen (http://www.radiologen-foren.de/rwf/node/856) Ausgabe 07/2012 berichtet und rät: ...„MRM als IGeL Mit der Aufklärung darüber, dass die MRM nur in Ausnahmefällen bei bestimmten Indikationen GKVLeistung ist, kann der Radiologe das Angebot verbinden, diese Leistung gegen Privatliquidation als

806

Radiologie Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

IGeL zu erbringen. Da die MRM als IGeL mit Abrechnung nach der GOÄ für die Patientin mit erheblichen Kosten verbunden ist, ist es besonders wichtig, diese vorab entsprechend zu informieren. Entschließt sie sich dann zur Durchführung der MRM als IGeL, sollte der Radiologe unbedingt vorab einen schriftlichen Behandlungsvertrag abschließen. In diesem sind auch die voraussichtlichen Kosten der Untersuchung anzugeben – am besten mit Benennung der zur Abrechnung gelangenden GOÄ-Positionen mit Steigerungsfaktor und Endbetrag. Der schriftliche Behandlungsvertrag sollte ausdrücklich auch den Hinweis enthalten, dass die MRM auf Wunsch der Patientin als IGeL erbracht wird und dass die Gesetzlichen Krankenkassen nicht verpflichtet sind, die anfallenden Kosten zu erstatten. Um langwierigen Erörterungen vorzubeugen, empfiehlt es sich – und so handhaben es viele Radiologen – eine schriftliche Aufklärung zur Durchführung der MRM als IGeL vorzubereiten und diese den betroffenen Patientinnen auszuhändigen. Nach der GOÄ kann die MRM zum Beispiel mit der Kombination folgender Positionen abgerechnet werden: Beispiel: MRM-Abrechnung GOÄ Nr. 5721 MRT der Mamma(e) GOÄ Nr. 5731 Ergänzende Serie(n) nach KM GOÄ Nr. 5733 Zuschlag für computergesteuerte Analyse GOÄ Nrn. 344/346 KM-Gabe iv/mittels Hochdruckinjektion Da die Patientin auch die Kosten für das eingesetzte Kontrastmittel tragen muss, sollten diese ebenfalls vorab benannt werden. Für die MRM werden gadoliumhaltige KM eingesetzt, wobei nur solche verwendet werden dürfen, die für die Indikation MRM zugelassen sind. Die Kosten betragen, abhängig vom Körpergewicht der Patientin, etwa 50 bis 80 Euro. ..“ Ganz ausführlich informiert radprax Gesellschaft für Medizinische Versorgungszentren mbH (http://www.radprax.de/radprax-leistungen/igel/dok/217.php), ein Verbund von Praxen für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie mit teilweise mehreren Praxen in Wuppertal, Solingen, Hilden, Münster, Düsseldorf und Arnsberg – über radiologische IGeL-Leistungen. Dem Patienten werden zu den Leistungen jeweils erläuternde pdf-Dateien angeboten (Ausschnitte): ...„Untersuchungen Herz und Gefäße ) Ganzkörper MR-Angiographie ) MRT des Herzens/Vitalitätsprüfung des Herzmuskels ) Hochauflösende Sonographie und Farbduplex-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße (Doppler HVG) ) CT der Herzkranzgefäße nativ mit Kalkbestimmung (Kalkscore) ) CT- Koronarangiographie ) Computertomographie (CT) der Herzkranzgefäße nativ mit Kalkbestimmung (Kalkscore)/Darstellung der Herzkranzgefäße (CT-Koronarangiographie) ) Koronarkalkbestimmung am Herzen (Kalkscore) Untersuchungen Dickdarm ) Virtuelle Koloskopie – Computertomographie des Dickdarms Untersuchungen Frauen Sinnvoll bei familiärer Belastung und unklaren Befunden in der Mammographie und im Sonogramm, Ausbreitungsdiagnostik vor Therapie. ) Magnetresonanz-Mammographie (MRM) Untersuchungen Männer Sinnvoll bei familiärer Belastung und unklarer PSA-Erhöhung trotz negativer Biopsie, Rezidivverdacht nach Therapie ) MRT Prostata mit DWI und MRS ( ) PET Cholin (Prostatadiagnostik bei V.a. Rezidiv) ) PET-CT Cholin (Prostatadiagnostik bei V.a. Rezidiv) Das Prostatacarcinom ist inzwischen der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Weitverbreitetes Screening mit dem Prostataspezifischen Antigen (PSA) hat eine deutliche Verbesserung in der Di807

Radiologie E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

agnostik des Prostatakrebses bewirkt. Dabei hat insbesondere auch der Anteil von entdeckten frühen Stadien zugenommen, die Rate an fortgeschrittenen Stadien abgenommen. Wie bei anderen Screening-Verfahren besteht aber das Problem, dass auch Krebsarten entdeckt werden, die dem betroffenen Patienten bei Nichterkennung keine Probleme bereitet hätten. Zudem ist das PSA zwar prostataspezifisch, aber nicht tumorspezifisch, so dass bei einem erhöhten PSA-Wert nicht immer ein Krebs vorliegt. Auch die ultraschallgezielte Biopsie hat falsch negative Ergebnisse. Die moderne Diagnostik mit MRT und PET-CT kann hier in vielen Fällen dem betroffenen Patienten weiterhelfen. ) Bei primär negativer Stanze sowie erhöhtem Risiko besonders für einen Krebs in jüngeren Jahren, der häufig aggressiv ist, hilft die MRT im Ausschluss oder im Nachweis verdächtiger Areale, die dann mit der Biopsie gezielter untersucht werden können. ) Zusätzliche MR-Verfahren wie die MR-Spektroskopie, die MR-Diffusion und die dynamische Perfusionsmessung erhöhen die diagnostische Sicherheit und geben auch einen Hinweis darauf, wie aggressiv der Tumor ist. ) Die MRT eignet sich gut zur Ausbreitungsdiagnostik („Staging“) bei nachgewiesenem Krebs, um die individuell beste Therapie für den Patienten wählen zu können. ) Die MRT ist das Verfahren der Wahl in der Verlaufskontrolle bei den Patienten, wo zunächst keine Therapie notwendig erscheint („active surveillance“). ) Das PET-CT mit Cholin ist das zurzeit beste Verfahren bei erneut ansteigendem PSA („PSA-Rezidiv“) nach Therapie, wenn andere Verfahren wie Ultraschall und MRT noch normal sind. ) radprax bietet alle obengenannten diagnostischen Verfahren mittels MRT, Ultraschall und PET-CT an. Dabei sind die MR-Spektroskopie und das PET-CT keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, so dass radprax diese Untersuchungen als Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) anbietet. Untersuchungen Krebs Sinnvoll bei langjährigen Rauchern und unklarem Brustschmerz sowie bei familiärer Vorbelastung: ) Computertomographie der Lunge in Low-Dose Technik (CT in Niedrigdosis) zur Früherkennung von Lungenkrebs Sinnvoll bei Krebsverdacht und zur Ausbreitungsdiagnostik bei Krebs: ) PET Ganzkörper (Tumordiagnostik) ) PET-CT Ganzkörper (Tumordiagnostik) Untersuchungen Osteoporose ) CT Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) Sonstige Untersuchungen ) DentaScan zur Implantatplanung ) Ganzkörper MRT ) MR-Spektroskopie des Gehirns Patienten vor Überweisung über die Kosten informieren Ein Arzt, der seine Patienten im Rahmen von IGeL-Leistungen zum Radiologen überweist, muss den Patienten auf die zu erwartenden (durchaus erheblichen) Kosten hinweisen. Eine radiologische Praxis informiert Patienten über die Kosten einiger ihrer Leistungen: ... „Die anfallenden Kosten entsprechen dem einfachen Abrechnungssatz der Gebührenordnung für Ärzte. Sie betragen für: ) Herzinfarktvorsorge mit Befundgespräch 480,– Euro ) Schlaganfallprophylaxe (Angiographie und Hirnuntersuchung) 350,– Euro ) Gefäßvorsorge (z. B. Bein) 350,– Euro ) Krebsfrüherkennungsprophylaxe (z. B. Brust, Prostata) 380,– Euro ) Separate Kontrastmitteleinbringung 60,– Euro ...“ Indikationen für die MRM als GKV-Leistung Das Radiologen WirtschaftsForum Ausgabe 7/2012 (http://www.radiologen-foren.de/rwf/node/ 856) informiert zum Problem der Abrechnung: ... „Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die MRM in die Richtlinien „Methoden vertragsärztliche Versorgung“ in die Anlage 1 „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ aufgenommen. Die in der Anlage 1 festgelegten Indikationen wurden in die Leistungslegende zu Nr. 34431 übernommen. MRM sind demnach zulasten der GKV nur berechnungsfähig

808

Radiologie: Ultraschall-Check-up Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

) zum Rezidivausschluss (frühestens sechs Monate nach der Operation oder zwölf Monate nach Beendigung der Bestrahlungstherapie) eines histologisch gesicherten Mammakarzinoms nach brusterhaltender Therapie, ) nach Wiederaufbauplastik für den Fall, dass eine vorausgegangene mammographische und sonographische Untersuchung die Dignität des Rezidivverdachtes nicht klären konnte oder ) zur Primärtumorsuche bei axillären Lymphknotenmetastasen, deren histologische Morphologie ein Mammakarzinom nicht ausschließt, wenn ein Primärtumor weder klinisch noch mittels mammographischer und sonographischer Untersuchung dargestellt werden konnte. Voraussetzung für die MRM ist somit, dass jeweils vorab durch eine Mammographie und Sonographie der Versuch einer weiteren Abklärung durchgeführt wird. Die mammographische bzw. sonographische Untersuchung muss allerdings nicht zwingend durch den Radiologen vorgenommen werden, der die MRM erbringt. Hier können auch die Untersuchungsergebnisse anderer Ärzte als Grundlage für die MRM beigezogen werden. Paradox: Laut Leistungslegende ist die Nr. 34431 nur für die MRM der weiblichen Brustdrüse berechnungsfähig. Streng genommen können somit die sehr seltenen Fälle eines Mamma-CA bei Männern nicht dieser Untersuchung zugeführt werden. Das sollte aber niemanden davon abhalten, bei entsprechender Indikation dennoch die Nr. 34441 bei Männern abzurechnen. In der Regel gibt es dann keine Erstattungsprobleme. ... Radiologen können von GKV-Patienten gemäß Bundesmantelvertrag (BMV) nur auf Überweisung eines anderen Vertragsarztes in Anspruch genommen werden. Selten kommen Patienten direkt zum Radiologen, um bestimmte Wunschleistungen zu verlangen. Um späteren Problemen bei der Abrechnung zu entgehen, sollte der Radiologe stets prüfen, ob der Patient die Untersuchung zur Abklärung einer Erkrankung wünscht und, wenn dies der Fall ist, daraufhin weisen, dass die Untersuchung ggf. auf Überweisung durch einen anderen Vertragsarzt (z. B.Hausarzt, Internisten, Gynäkologen) als Kassenleistung erfolgen könnte. Möglicherweise ist eine telefonische Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll und erbringt die erforderliche Überweisung. Werden vom Patienten Wunschuntersuchungen erbeten oder mit einem Überweisungsschein radiologische Untersuchungen verlangt, die nicht als vertragsärztliche Leistungen berechnungsfähig sind – z. B. eine MRT-Untersuchung der Herzkranzgefäße – muss der Patient aufgeklärt werden, dass die erwünschte Untersuchung nur gegen Privatliquidation (als IGEL-Leistung) erfolgen kann. Mit dem Patienten sollte dann ein entsprechender Vertrag geschlossenen werden, der deutlich macht, dass es sich um eine Wunschleistung auf eigene Kosten des Patienten handelt und nicht um eine GKV-Leistung. Ferner sollten im Vertrag die verabredeten Leistungen und die Kosten nach GOÄ mit Steigerungssätzen angegeben sein.

■ Ultraschall-Check-up GOÄ Nr. Kurzlegende 1 5 410 420

Beratung körperliche Untersuchung (Tastbefund) Ultraschalluntersuchung eines Organs Ultraschalluntersuchung bis zu 3 weiteren Organen -je Organ

1fach A 4,66 4,66 25,64 4,66

*1,8/ 2,3fach A 10,72 10,73 26,81 16,32

809

Urologie: Andrologische Diagnostik – Erektile Dysfunktion E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

Abrechnung IGeL-Leistungen

Urologie Was bietet die Fachgruppe als IGeL-Leistungen an? ) Behandlung von Erektionsstörungen ) Fruchtbarkeits-Check für ihn ) Hormonbestimmung (Spermiogramm) ) Krebsfrüherkennung Nieren und Blase für die Frau ) Krebsfrüherkennung Nieren, Blase, Prostata und Hoden für den Mann ) Labor-Wunschleistungen (PSA-Analyse, Kontrolle des Urins auf bösartige Zellen ) Prostata-Check mit PSA-Test zur Früherkennung ) Sterilisation – ambulante Vasektomie in Lokalanästhesie oder Kurznarkose ) Fruchtbarkeitscheck ohne Krankheitshinweis ) Behandlung „alternder Mann“, Androgenmangelsyndrom ) Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit nach Sterilisation durch mikrochirurgische Operation (Mikrochirurgische Vaso-Vasoneostomie)? Intimästhetische/Intimchirurgische Leistungen für den Mann werden von Urologen und verstärkt von Plastischen Chirurgen angeboten, u. a.: ) Hodenprothese ) Hodenstraffung ) Penisverlängerung ) Penisverdickung ) Penisverkrümmung ) Penisverlängerung ) Phimosebehandlung/Beschneidung/Zirkumzision ) Sterilisation ) Versteckter Penis

■ Andrologische Diagnostik ohne Hinweis auf Vorliegen einer Sterilität oder nach Sterilisation GOÄ Nr. Kurzlegende 1fach A 2,3fach A 3 Eingeh. Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 8,74 20,11 6 Nieren, harnableitende Wege und männliche Genitalorgane 5,83 13,41 Labor 1fach A 1,15fach A 3667* Spermienzahl, Motilitätsbeurteilung, mikroskopisch 4,08 4,69 3668* Spermiogramm 23,32 26,81

■ Erektile Dysfunktion 1fach A

GOÄ Nr. Kurzlegende 3 643* analog

Eingeh. Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen Nicht direktionale Untersuchungen der Penisgefäße u./o. Skrotalfächer – analog GOÄ Nr. 643* – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

8,74 7,00

*1,8/ 2,3fach A 20,11 12,59

10,49

24,13

GOÄ Kurztext Nr. 643: Periphere Arterien- bzw. Venendruck-und/oder Strömungsmessung

1754 250*

Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße u./o. Skrotalfächer Blutentnahme venös

4042

Testosteron*

1)

2,33 4,20 Labor 1fach A 1,15fach A 20,40 23,46

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

810

Urologie: Sexualberatung – Sterilisation – Vorhautbeschneidung Abrechnung IGeL-Leistungen

E. Individuelle Gesundheitsleistungen von A – Z

■ Sexualberatung 1fach A

GOÄ Nr. Kurzlegende 31 analog 7 34 250*

Ausführliche Sexualanamnese (30 Minuten), n. n. Nr. 34 – analog GOÄ Nr. 31 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Organsystemuntersuchung Beratung Lebensveränderung, n. n. Nr. A 31 Blutentnahme venös

3908 H3* 3765* 4021* 4039* 4042*

PSA Sexualhormonbindendes Globulin* FSH* Ötradiol* Testosteron*

26,23

*1,8/ 2,3fach A 60,33

9,33 21,45 8,74 20,11 2,33 4,20 Labor 1fach A 1,15fach A 17,49 20,11 26,23 30,16 14,57 16,76 20,40 23,46 20,40 23,46

1) Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden. * Untersuchungen aus Laborkapitel M III kann nur der Arzt abrechnen, der diese Leistungen selber erbracht hat.

■ Sterilisation des Mannes GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 6 Nieren, harnableitende Wege und männliche Genitalorgane 1756 Unterbindung beider Samenleiter – auch mit Teilresktion

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 5,83 48,50

13,41 111,54

Zusätzlich ggf. praeoperative Diagnostik, Anästhesieleistungen und nach Sterilisation Kontrolluntersuchung (Andrologische Diagnostik mit Spermiogramm)

■ Vorhautbeschneidung ohne medizinische Indikation GOÄ Nr. Kurzlegende 3 Eingehende Beratung (mind. 10 Min.) – nicht neben Sonderleistungen 5 Symptombezogene Untersuchung 1741 Vorhautbeschneidung ohne medizinische Indikation 442 Zuschlag bei amb. Durchführung der Leistung nach Nr. 1741 – nur 1fach berechenbar

1fach A 2,3fach A 8,74 20,11 4,66 21,57 23,32

10,73 49,60 –

■ Siehe auch Vorsorge und Prävention: Prostatakarzinom Seite 718.

811

F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Wichtig: Bei den Abrechnungstipps in diesem Kapitel finden Sie viele analoge Ansätze (mit – analog – gekennzeichnet), da die Originalleistungen in der GOÄ nicht aufgeführt sind. Bei all diesen analogen Leistungen finden Sie stets den Hinweis „entsprechend GOÄ § 6 (2)“, der auch in Ihrer Honorarabrechnung für den Patienten erscheinen muss. Die analoge Leistung kann in Kurzfassung beschrieben werden. Zusätzlich muss – dies ist auch in Kurzform gestattet – die original Leistungslegende der GOÄ Leistung aufgeführt werden, damit der Patient die Gleichwertigkeit prüfen kann. Die klassischen Naturheilverfahren und die sogenannten Alternativen oder Komplementären Verfahrenen sind in den letzten Jahren um viele verschiedene neue Therapien erweitert worden, von denen zahlreiche einer augenblicklichen „Modeerscheinung“ unterliegen. Eine Strukturierung der Alternativen Verfahren ist bisher nicht gelungen. Kurz: Es findet sich ein „alternativer“ Irrgarten für Laien und auch für Mediziner. Das Heft 9 aus der Reihe „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ zeigt diese Begriffsvielfalt alternativer Therapie und Diagnoseverfahren: ) Alternative Medizin, alternative Heilmethoden ) Außenseitermethoden/-medizin, nicht etablierte Medizin, Paramedizin ) Besondere Therapieausrichtungen ) Erfahrungsheilkunde, Erfahrungsmedizin ) Ganzheitsmedizin, holistische Medizin ) Komplementärmedizin, Komplementär- und Alternativmedizin (englisch: Comple-mentary and Alternative Medicine = CAM) ) Naturheilverfahren, (klassische) Naturheilkunde, naturgemäße Heilweisen ) Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) ) Nicht anerkannte Behandlungsmethoden ) Sanfte Medizin, Grüne Medizin, Biologische Medizin ) Scharlatanerie, Quacksalberei ) Unkonventionelle Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (UUB), Unkonventionelle Medizinische Richtungen (UMB) ) Volksmedizin, Traditionelle Medizin, Ethnormedizin Nach den Autoren des Gesundheitsberichtes (www.gbe-bund.de) scheint sich der Begriff Komplementärmedizin, Komplementär- und Alternativmedizin (Complementary and Alternative Medicine) international durchzusetzen. Die klassischen Naturheilverfahren und die phytotherapeutischen Verfahren nehmen eine Sonderstellung ein und werden durchaus zur Schulmedizin gezählt, da sie auch in der universitären Ausbildung einbezogen sind.

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_25

F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

Alternative/Komplementäre Medizin stark im Aufwind Behandlungsformen der Naturheilkunde, der Homöopathie, die Osteopathie und die Akupunktur werden in den letzten Jahren von Ärzten immer stärker propagiert udn demzufolge von Patienten immer stärker nachgefragt und in einen Gegensatz zur angeblich für den Körper oft zu „aggressiven“ Schulmedizin gebracht. Auch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben den Trend ihrer Versicherten zur Alternativen Medizin bemerkt und nutzen ihn. Erstens können in einigen Fällen mit Naturheilverfahren Kosten gespart werden und zweitens ist es für eine GKV- oder PKV-Krankenkasse sehr werbewirksam, diese Leistungen anzubieten und auch zu erstatten. Immer häufiger bieten auch GKV-Kassen die Abrechnung von alternativen Verfahren an, obwohl diese im EBM nicht aufgeführt sind. Der Arzt sollte seinen Patient, der Alternative Medizin wünscht, anregen, sich bei seiner jeweiligen GKV-Kasse zu informieren, welche Leistungen er von seiner Kasse erwarten kann und welche sein Arzt als GKV-Leistung abrechnen darf. Das Angebot an diesen Behandlungsverfahren hat auch von der Anbieterseite – den Ärzten in Praxis und Klinik – stark zugenommen. Ein Grund dafür ist sicher die Unzufriedenheit der Vertragsärzte mit der Honorierung ihrer Leistungen für GKV-Patienten und die Möglichkeit, die Leistungen der Alternativen oder Komplementären Medizin nach der lukrativeren Gebührenordnung GOÄ abzurechnen und es geht auch darum, die Patienten, die zum Heilpraktiker gehen, wieder in die ärztliche Praxis zurück zuholen. Alternative Medizin in der Kritik der Medizin und der Medien Ähnlich wie die IGel Leistungen sind aber – trotz des grossen Zustromes an Patienten in die Praxen – Leistungen der Alternativen Medizin in der Diskussion in Publikums- und Medizinischen Medien und dies meist nicht positiv. Während die Kritik am IGeL meist auf den Tenor hinausläuft „mit IGeL-Leistungen wolle der Arzt nur verdienen, denn viele angebotene Leistungen seien gar nicht sinnvoll oder nötig“ wird von wissenschaftlicher Seite bei der Alternativen Medizin kritisiert, dass viele dieser Anwendungen nicht nur keinen belegbaren medizinischen Nutzen erbringen, sondern dem Patienten auch erheblichen Schaden zufügen können. Unter den risikoreichen Methoden ist die Neuraltherapie hervorzuheben, über deren Gefahren bei ubiquitärer Indikationsstellung seit Jahrzehnten berichtet worden ist [Literatur bei Lignitz und Mattig (1989) Der iatrogene Schaden. Akademieverlag Berlin]. Beispielsweise kam es zum mehrfachen Anstich der Niere und multiplen Gefäßverletzungen im Bauchraum bei Prokaininjektion nach Wischnewski mit der Folge von Koma und Peritonitis, was einer Notoperation bedurfte. In einer Versuchsserie mit 60 Simulationen dieser Methode lag die Rate von Organläsionen bei über 60 %. Auch wenn viele Verletzungen vom Patienten nicht bemerkt werden und nur ein kleiner Bruchteil der Läsionen zu einem größeren Schaden führt, ist im Einzelfall mit einem fatalen Ausgang zu rechnen. Todesfälle sind bei Grenzstranginjektionen, bei Injektionen in die Magengrube mit Stichverletzungen von Leber und Pankreas und bei intrazisternaler Prokaininjektion wegen Kopfwehs berichtet worden. Nichtletale klinische Zwischenfälle lumbaler Grenzstranginjektionen bestanden in der Punktion von Nieren oder Nierengefäßen mit und ohne Nephrektomiefolge, der Vena cava, der Aorta, Stichverletzungen an Magen, Leber, Milz, Nebennieren, Darm, Duralsack im Lumbalbereich. Nach Injektion in die Schilddrüse sind Strumitis und Abszessbildung mitgeteilt worden. Injektionen an das Ganglion ciliare führten durch Verletzung eines Astes der A. ophthalmica zur bedrohlichen Orbitablutung. Den Injektionen an die Tonsillen können Peritonsillitis und Peritonsillarabszess folgen. Auch Injektionen an die Weisheitszähne riskieren Infektionsgefahren. Die Akupunktur war nach ihrer Einführung in Europa vielfach durch Infektionen, vor allem der Hepatitis B, belastet. Sie ist aber auch bei sachgerechter Sterilisation der Nadeln und Schulung des Akupunkturarztes nicht ganz ungefährlich. So wurden Stichverletzungen peripherer Nerven, des Rückenmarks, von Gefäßen mit nachfolgender Hämatombildung, des Herzens mit Herzbeuteltamponade, der Lunge, Leber, Milz, Niere, Blase, des schwangeren Uterus, des Mittelohrs, Augapfels, des M. rectus internus mit nachfolgendem Strabismus, der Skelettmuskulatur mit Myopathie beschrieben. Abgebrochene Nadelfragmente führten zu Fremdkörpergranulom, „Wanderung“ im Körper und Nephrolithiasis nach Verbleib im Nierenbecken. Ein tödlicher Zwischenfall trat infolge eines doppelseitigen Pneumothorax‘ durch Akupunkturstiche auf. Schaden kann besonders resultieren, wenn erforderliche wissenschaftlich fundierte Therapien einfach als „gefährlich“ oder sogar „giftig“ abgelehnt werden – wie Antibiotikatherapien bei Infekten und Chemotherapien und Bestrahlungen bei malignen Erkrankungen. Auch über Exazerbation eines

814

Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

Bronchialasthmas, Perforation einer akuten Appendizitis und eines Gastroduodenalulkus durch Verschleppung mittels Akupunkturbehandlung ist berichtet worden. Alle Verfahren der Alternativen Medizin werden sich auf Dauer einer Diskussion über ihre medizinische Seriosität gefallen lassen müssen. Eine Sonderstellung in dieser Begriffsvielfalt nehmen teilweise die klassischen Naturheilverfahren und die phytotherapeutischen Verfahren ein, die für sich genommen durchaus als Bestandteil der „Schulmedizin“ verstanden werden können und in der universitären Ausbildung Berücksichtigung finden. Wissenschaftliche Beweise für den Nutzen werden aber auch hier kaum erbracht und dies läßt stark an der Kompetenz der Therapien zweifeln. Hier einige Texte aus dem Internet von Fachorganen und Publikumszeitschriften: Deutsches Ärzteblatt: Alternativ- und Komplementärmedizin bei Tumorpatienten: Werden konventionelle Verfahren durch alternative ersetzt, ist die Sterblichkeit erhöht Dtsch Arztebl 2018; 115(35–36): A-1545/B-1306/C-1294 https://www.aerzteblatt.de/archiv/199756/Alternativ-und-Komplementaermedizin-bei-TumorpatientenWerden-konventionelle-Verfahren-durch-alternative-ersetzt-ist-die-Sterblichkeit-erhoeht dkfz Deutsches Krebsforschungszentrum mit zahlreichen Informationen für Fachkreise und med. Laien z. B. ) Alternative und komplementäre Methoden in derKrebstherapie: Ein Überblick https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/unkonv-methoden-index.php ) Essen nach Vorschrift: Lässt sich Krebs durch eine Diät beeinflussen? Warum Fachleute „Krebsdiäten“ kritisch beurteilen www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/ernaehrung-therapie-diaeten.php MedWatch Charite´ in der Kritik: „Homöopathie hat an Uniklinika keinen Platz“ von Hinnerk Feldwisch Drentrup https://medwatch.de/2018/08/06/charite-in-der-kritik-homoeopathie-hat-an-uniklinika-keinen-platz/ Alternative Medizin-Jenseits der Schulmedizin Süddeutsche Zeitung https://www.sueddeutsche.de/thema/Alternative_Medizin GWUP e.V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.) BGH-Urteil gegen „Guru“: Alternativmedizin war wieder einmal beinahe tödlich https://blog.gwup.net/impressum/ Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft Außerhalb der wissenschaftlichen Medizin stehende Methoden der Arzneitherapie https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Alternativpdf.pdf SPEKTRUM.DE – PARTNER VON ZEIT ONLINE ALTERNATIVE MEDIZIN „Hauptsache, es geht mir besser“ https://www.spektrum.de/news/hauptsache-es-geht-mir-besser/1180656 gesundheit.de Alternative Therapien https://www.gesundheit.de/medizin/behandlungen/alternative-therapien Ärzte Zeitung Der Evidenz alternativer Medizin auf der Spur https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/566768/evidenz-alternativer-medizin-spur.html Spiegel online Alternative Medizin http://www.spiegel.de/thema/alternative_medizin/ Weiterbildung und Fortbildung in der Alternativen Medizin/Komplementären Medizin Die für die jeweilige Weiterbildung zu einer Zusatzbezeichnung erforderlichen Strukturen und Lernziele sind von der Bundesärztekammer definiert. In der Regel werden diese Kriterien von den Lan-

815

F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

desärztekammern übernommen und Kurse und Prüfungen sind mit dem Text versehen: „Nach den Richtlinien zur (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer“. Nach bestandener kammerinterner Prüfung erteilen die Landesärztekammern die Zusatzbezeichnung. Diese Zusatzbezeichnungen dürfen nur zusammen mit der Bezeichnung „Arzt“, „Praktischer Arzt“ oder entsprechenden Facharztbezeichnungen geführt werden. Die erforderlichen Informationen erhalten Sie von Ihrer zuständigen Landesärztekammer.Von den Ärztekammern sind für die folgenden Methoden der Alternativen-/Komplementären Medizin Weiterbildungsvorschriften festgelegt worden: ) Akupunktur ) Chirotherapie ) Homöopathie ) Naturheilverfahren Nach bestandenem Abschluss der Weiterbildung darf der Arzt als Qualifikationsnachweis die jeweilige erworbene ärztliche Zusatzbezeichnung tragen und auf Rezepten und Praxisschild deutlich machen. Dieser Qualifikationsnachweis ist in vielen Fällen die Voraussetzung für das Erbringen und Abrechnen mit den Krankenkassen.

816

Alternative Medizin: Abrechnung nach EBM Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

Abrechnung Alternativer Medizin nach EBM Bei den GKV-Leistungen sind Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen keineswegs gänzlich ausgeschlossen, vgl. § 2 Abs.1 SGB V. Dazu zählen u. a. ) die Homöopathie, ) die Phytotherapie, ) die anthroposophische Medizin. Im Gesetz ist klargestellt, dass auch Verfahren der Alternativen Medizin bei der Behandlung von GKV-Patienten zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Und hinzu kommt: Sie sind nicht generell nachrangig in dem Sinne, dass sie nur zulässig sind, wenn Methoden der Schulmedizin nicht zur Verfügung stehen. Schon seit Jahren zahlen die GKV-Krankenkassen – teilweise im Rahmen von Vereinbarungen zwischen einzelnen Kassen und regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen – für von ihnen anerkannte Methoden der alternativen Medizin z. B.: ) Akupunktur (z.Zt. mit 2 Leistungspositionen im EBM aufgenommen) ) Anthroposophische Arzneitherapie ) Bewegungstherapie, z. B. Krankengymnastik ) Chirotherapie ) Entspannungstherapie ) Homöopathie ) Kneipp-Therapie ) Massagen ) Naturheilverfahren ) Physikalische Therapie Eine Kostenübernahme von Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, ist nur in einem sehr eng begrenzten Rahmen möglich. Die GKV-Kassen erstatten kaum die Kosten für alternative Heilmethoden. Leistungen wie z. B. Eigenblut- oder Magnetfeldtherapie sind von der Erstattung ausgeschlossen. Allerdings ist die GKV verpflichtet, alternative Behandlungen bei Schwerstkranken zu finanzieren, wenn andere klassische Methoden nicht helfen können. Hierzu gibt es entsprechende Rechtsprechung. So führt das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung aus dem Jahre 2005 aus „... Es ist daher mit Art 2 Abs, 1 Grundgesetz in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip nicht vereinbar, wenn ein Patient, der an einer lebensbedrohlichen oder sogar tödlichen Erkrankung leidet, für die es eine schulmedizinische Behandlung nicht gibt, von der Leistung einer bestimmten Behandlungsmethode durch die Kasse ausgeschlossen werde und daher die Kosten privat bezahlen müsse. Eine Kostentragungspflicht der GKV besteht aber nur dann, wenn die strittige Behandlung eine nicht ganz fern liegende Aussicht auf Heilung oder eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf verspricht. Dabei müssen zumindest Indizien vorhanden sein, die diese Aussicht stützen. Hinweise auf einen solchen Zusammenhang können sich aus dem Gesundheitszustand des Patienten im Vergleich mit dem Zustand anderer Patienten ergeben, die in gleicher Weise erkrankt sind. Von Bedeutung ist auch die fachliche Einschätzung der Wirksamkeit der Methode durch die behandelnden Ärzte...“ Aktenzeichen: Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 06.12.2005, AZ: 1 BvR 347/98) Entscheidungsjahr: 2005 Vereinzelt bieten in ihrer Mitglieder-Werbung GKV-Kassen durchaus Leistungen aus dem Bereich Alternativer Heilmethoden an, freiwillig, unter Beachtung des Gebotes der Wirtschaftlichkeit. Immer wieder bringen Zeitschriften im Rahmen von Leistungstests der GKV-Kassen Übersichten über die jeweiligen Zusatzangebote der Kassen im Bereich Alternativer Heilverfahren.

817

Alternative Medizin: 1. Akupunktur – Moxibustion – QiGong F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

■ 1. Akupunktur – Moxibustion – QiGong Akupunktur ist inzwischen teilweise Kassenleistung. Patienten die im Rahmen der GKV versichert sind, haben seit 2006 bei ) chronische Schmerzen der LWS ) chronische Schmerzen eines oder beider Knie einen bedingten Anspruch auf Akupunktur als Kassenleistung. EBM Nr. 30790

30791

Kurzlegende Eingangsdiagnostik und Abschlussunters. zur Behandlung mittels Körperakupunktur gemäß den Qualitätssicherungsvereinbarungen nach § 135 Abs. 2 SGB V bei folgenden Indikationen: chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, und/oder chronische Schmerzen eines oder beider Kniegelenke durch Gonarthrose Durchführung einer Körperakupunktur und ggf. Revision des Therapieplans – bei folgenden Indikationen: chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, und/oder chronische Schmerzen eines oder beider Kniegelenke durch Gonarthrose

Pkte. Euro 470 47,00

212 21,20

Von der Akupunktur als Regelleistung der GKV-Krankenkassen kann jedoch nicht gesprochen werden. Anders als in der privaten Krankenversicherung (PKV), wo die Akupunktur meist als Einzelleistung versichert ist, müssen Kassenpatienten also weitere Voraussetzungen erfüllen. Indikationen Nach Empfehlung einer von der WHO beauftragten internationalen Expertenkomission (Bannerman R H 1979 Acupuncture: the WHO View. World Health, December, p27–28.) wurden folgende Akupunkturindikationen festgelegt: Respirationstrakt: akute Sinusitis, akute Rhinitis, allgemeine Erkältungskrankheiten, akute Tonsillitis Bronchopulmonale Erkrankungen: akute Bronchitis, Asthma bronchiale Augenerkrankungen: akute Konjunktivitis, zentrale Rhinitis, Kurzsichtigkeit bei Kindern, Katarakt ohne Komplikationen Erkrankungen der Mundhöhle: Zahnschmerzen, Schmerzen nach Zahnextraktion, Gingivitis, akute und chronische Rachenentzündung Gastrointestinale Erkrankungen: Ösophagus- und Kardiospasmen, Schluckauf, Magensenkung, akute und chronische Magenschleinhautentzündung, Übersäuerung des Magens, chronisches Zwölffingerdarmgeschwür, akute und chronische Dickdarmentzündung, akute bakterielle Darmentzündung, Verstopfung, Durchfall, Darmlähmung Neurologische und orthopädische Erkrankungen: Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie, Fazialisparese, Lähmungen nach Schlaganfall, Nervenentzündungen, Poliomyelitislähmung, Morbus Meniere, ` Neurogene Blasendysfunktion, Enuresis nocturna, Interkostalneuralgie, Schulter-Arm-Syndrom, Periarthritis humeroskapularis, Tennisellenbogen, Ischialgie, Lumbalgie, rheumatoide Arthritis Akupunktur-Indikationsliste Deutscher Dachverbände und Ärztegesellschaften Wesentlich ausgedehnter als die WHO-Liste ist die Akupunktur-Indikationsliste der Deutschen Dachverbände und Ärztegesellschaften zur Akupunktur.

818

Alternative Medizin: 1. Akupunktur – Moxibustion – QiGong Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

Indikationen (nach DÄGfA – Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur – http://www.daegfa.de/patientenportal/Akupunktur.Wo_hilft_Akupunktur.aspx) Akute und chronische Schmerzen, wie z. B.: ) Kopfschmerzen, ) Rücken- und Gelenkschmerzen, ) Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz), ) Tumorschmerzen, ) Schmerzen des Kau- und Zahnsystems. Erkrankungen des Bewegungssystems, wie z. B.: ) Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, ) Bandscheibenvorfall, ) Sehnen- und Gelenkerkrankungen, ) Tennisellenbogen, ) chronische Hüftgelenkschmerzen, ) Kniegelenkschmerzen, ) Karpaltunnel-Syndrom, ) Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen, ) Arthroseschmerzen. Neurologische Krankheiten, wie z. B.: ) Migräne, ) Neuralgien, ) Facialisparese (Gesichtslähmung), ) Trigeminusneuralgie, ) Mitbehandlung bei Lähmungen, ) Schlaganfall und Polyneuropathie, ) Schmerzen bei Gürtelrose (Zoster), ) Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen. Erkrankungen der Atemwege, wie z. B.: ) Asthma, ) Heuschnupfen, ) Bronchitis, ) gehäuft auftretende Erkältungskrankheiten. Vegetative Störungen, wie z. B.: ) Schlaflosigkeit, ) Erschöpfungssyndrom, ) funktionelle Herzbeschwerden, ) innere Unruhe, ) Blutdruckschwankungen, ) sexuelle Disharmonie, ) Libidostörungen. Suchtkrankheiten, wie z. B.: ) Beruhigungsmittelabhängigkeit, ) Ess-Sucht, ) Nikotinmissbrauch, ) Alkoholmissbrauch, ) Drogensucht (Linderung der Entzugssymptome). Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z. B.: ) funktionelle Magen-Darm-Störungen, ) Magengeschwüre, ) Magenschleimhautentzündung (Gastritis), ) Verstopfung, ) Reizdarmsyndrom, ) chronische Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn). Gynäkologische Erkrankungen und Geburtshilfe, wie z. B.: ) Menstruationsschmerzen, ) Zyklusunregelmäßigkeiten, 819

Alternative Medizin: 1. Akupunktur – Moxibustion – QiGong F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

) Fruchtbarkeitsstörungen, ) Amenorrhoe (Ausbleiben der menstruellen Blutung), ) Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut), ) Mastopathie (gutartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes), ) Wechseljahresbeschwerden, ) Schwangerschaftserbrechen, ) Geburtsvorbereitung. Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenkrankheiten, wie z. B.: ) Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung), ) Tonsillitis (Mandelentzündung), ) Geruchs- und Geschmacksstörungen, ) Hörsturz, ) Tinnitus, ) Schwindel, ) Glaukom, ) Trockenes-Auge-Syndrom. Hautkrankheiten, wie z. B.: ) Neurodermitis, ) Ekzeme, ) Akne, ) schlecht heilende Wunden. Allergien, wie z. B.: ) Heuschnupfen, ) Nahrungsmittelallergien, ) allergisches Asthma, ) Sonnenallergie. Postoperative Situationen, wie z. B.: ) Förderung der Wundheilung, ) Vorbeugen von Entzündungen, ) abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung. Sonstige Indikationen, wie z. B.: ) Begleittherapie bei Tumorerkrankungen, z. B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie, ) Verbesserung des Allgemeinbefindens nach Operation oder Bestrahlung, ) Herpes genitalis und labialis. In die GOÄ von 1996 wurde die Akupunktur nur mit der Indikationsbeschränkung auf die Schmerztherapie aufgenommen. Da die Akupunktur nicht nur in der Schmerztherapie Anwendung findet, weitere GOÄ-Ziffern für die Akupunktur aber leider nicht in das Leistungsverzeichnis aufgenommen wurden, müssen Akupunkturleistungen, die außerhalb der schmerztherapeutischen Indikationen stehen, mit Hilfe von analogen Ziffern (Nrn. 269, 269a) gemäß § 6 Absatz 2 der GOÄ abgerechnet werden. In der Rechnung muss der analoge Ansatz angegeben werden. Abrechnung Zunehmend verlangen auch die PKV-Kassen Qualitätsvoraussetzungen von den Ärzten für die Vergütung. Vom Berufsverband Deutscher Akupunktur-Ärztinnen und Ärzte (BA) wird als Mindestvoraussetzung ein Nachweis von 140 Ausbildungsstunden in Akupunktur mit praktischen Erfahrungen und einer abschließenden Prüfung bei einer vom BA auch anerkannten ärztlichen Akupunkturgesellschaft gefordert. Diese Qualitätsnorm setzt sich bei den Kostenträgern als Voraussetzung für die Zahlung zunehmend durch. Wir empfehlen Ihnen daher, in der Liquidation am Ende unter einem neu eingefügten Begriff „Qualifikation zur Akupunktur“ anzugeben, welche Qualifikation Sie haben z. B.: Qualifikation zur Akupunktur aufgrund des Diploms, Grundleistungsnachweises, Zertifikats etc. der DÄGfA, DAA/AM, DGFAN, FA, SMS, Akupunkturgesellschaft Düsseldorf etc. über einesMindestausbildung von 140 Unterrichtsstunden. Im GOÄ-Kommentar von Lang, Schäfer, Stil und Vogt wird unter den GOÄ-Nummern 269 und 269a auf die unterschiedlichen Methoden hingewiesen: ) Körperakupunkturbehandlung als Kurzzeittherapie (Stechen einiger weniger Reaktionspunkte) z. B. bei einem akuten Migräneanfall, 820

Alternative Medizin: Akupunktur – Moxibustion – Qi Gong Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

) Körperakupunkturbehandlung im Sinne der konstitutionellen Therapie nach spezifischer chinesischer Diagnostik (Setzen der Nadel und deren anschließende Stimulation, Belassen der Nadel etwa 20 Minuten) z. B. bei chronischen Schmerzkrankheiten, ) Mikrosystemakupunktur im Bereich umschriebener Körperregionen (z. B. Ohr, Schädel) oder im Sinne der sog. Neunpunktuellen Schmerz- und Organtherapie. ) Die Akupunkturbehandlung kann mit elektrischer Nadelstimulation, Moxibustionsbehandlung (Erhitzen der Akupunkturnadel) oder Schröpfkopfbehandlung kombiniert werden... Abrechnung – Akupunktur – Moxibustion – Qi Gong GOÄ Nr. Kurzlegende

30 analog 31 analog 4 analog 5 6 analog 7

8 269 269a 269 analog 269a analog 567* analog 748 analog 1 3 34 78 analog 76 75 1)

Anamnese Erhebung der Erstanamnese vor Akupunktur mit einer Mindestdauer von einer Stunde, schriftliche Aufzeichnungen – analog GOÄ Nr. 30 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Erhebung der Folge-Anamnese vor Akupunktur mit einer Mindestdauer von 30 Minuten, schriftliche Aufzeichnungen – analog GOÄ Nr. 31 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Erhebung derTCM-Fremdanamnese und/oder Unterweisung und Führung – analog GOÄ Nr. 4 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Untersuchung Symptombez. Untersuchung Untersuchung Pulse, Zunge, Meridiane – analog GOÄ Nr. 6 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Untersuchung eines entsprechenden Organsystems: Haut, Stützund Bewegungsorgane, Brustorgane, Bauchorgane, weiblicher Genitaltrakt Ganzkörperstatus Behandlungen Akupunktur (Nadelstich-Technik) zur Behandlung von Schmerzen je Sitzung Akupunktur, (Nadelstich-Technik) mit einer Mindestdauer von 20 Minuten zur Behandlung von Schmerzen, je Sitzung Akupunktur je Sitzung – analog GOÄ Nr. 269 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) z.B. Raucherakkupuntur Akupunktur, mit einer Mindestdauer von 20 Minuten, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 269a – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) z.B. Raucherakkupuntur Moxaanwendung (zusätzl. zu Nrn. 269 u. 269a abrechenbar) – analog GOÄ Nr. 567* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Hautdrainage durch multiple Inzisionen – zusätzl. zu Nr. 747 – analog GOÄ Nr. 748 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Beratung, Therapie, Bericht Beratung, auch mittels Fernsprecher Ausgedehnte Beratung – mind. 10 Min. – nicht neben Sonderleistungen Erörterung – 20 Min. Erstellung einer individuellen Rezeptur, z. B. zur chinesischen Pharmakotherapie – analog GOÄ Nr. 78 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Schriftlicher Diätplan, individuell für den einzelnen Patienten ... Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht

1fach A

1,8/ 2,3fach A

52,46

120,65

26,23

60,33

12,82

29,49

4,66 5,83

10,72 13,41

9,33

21,45

15,16

34,86

11,66

26,81

20,40

46,92

11,66

26,81

20,40

46,92

5,30

9,55

4,43

10,19

4,66 8,74

10,72 20,11

17,49 10,49

40,22 24,13

4,08 7,58

9,38 17,43

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

821

Alternative Medizin: 2. Ayurveda F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

Weber weist in seinem Buch noch auf weitere Abrechnungsziffern hin: GOÄ Nr. 832 analog 271 analog

Kurzlegende Elektr. Punktdetektion – analog GOÄ Nr. 832 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) 2) Moxibustion (ohne Akupunktur) – analog GOÄ Nr. 271 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 9,21 21,18

GOÄ Nr. 505* analog 510* analog 551* analog 562* analog 567* analog 536* analog

Kurzlegende Qi Gong-Atmungsbehandlung – analog GOÄ Nr. 505* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Qi Gong – analog GOÄ Nr. 510* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 4,95 8,92

6,99

Elektr. Nadelsstimulation – analog GOÄ Nr. 551* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Moxibustion zusätzl. zur Akupunktur – analog GOÄ Nr. 562* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Laser Flächenbestrahlung – analog GOÄ Nr. 567* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) 3) Moxibustion, je Sitzung – analog GOÄ Nr. 536* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1)

16,09

4,08

7,34

2,80

5,04

2,68

4,83

5,30

9,55

2,97

5,35

1)

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden. Fuchs schlägt im Gegensatz dazu für die Moxibustion ohne Akupunktur den analogen Ansatz der GOÄ Nr. 538 vor. 2) Abrechnungsempfehlung der Hufeland-Gesellschaft 3) Brück kommentiert: ... Bei alleiniger Moxibustion kann Nr. 269 bzw. 269a analog angesetzt werden. 2)

Auslagen: Nach GOÄ § 10 können Einmalakupunktur-Nadeln berechnet werden.

■ 2. Ayurveda Ayurveda (Ayur = Leben, oder Lebensspanne, Veda = Wissenschaft) gilt als „Wissenschaft vom gesunden Leben“ und kommt aus Indien. Ayurveda will Lebensenergie bewahren und pflegen, Krankheit ist eine Disharmonie in uns selbst, die einer Behandlung von Körper, Geist und Seele bedarf. Zur Behandlung werden verschiedene Methoden kombiniert: z. B. Ernährungs- und Pflanzentherapie, Mineralien und Meditation (Transzendentale Meditation). Anwendung finden die bekannten Leistungen für Untersuchungen und Beratungen. In den letzten Jahren hat diese Methode in Europa viele begeisterte Anhänger gefunden, die sich zur Behandlung in europäische oder in asiatische Ayurvda Kliniken begeben. In der Regel ist – die Flugkosten nicht mit gerechnet – eine Behandlung in Asien preisgünstiger. Das Internet gibt beim Suchbegriff „Ayurveda-Reisen“ 1.350.000 Seiten auf Deutsch an und bei der Suche nach „Ayurveda-Kliniken“ immerhin noch 237.000 Seiten an. Indikationen (Quelle: Praxis eines indischen Ayurveda Arztes und einer Heilpraktikerin http://www.ayurveda-ashram.de/Ger_Aboutus1.html) Allgemeine Gesundheit und Rasayana (Regeneration) ) Rasayana oder Regeneration (Anti aging) ) Abbau von Übergewicht ) Immunstärkung ) Alterungsprobleme ) Allergien ) Pflege für die Sinnesorgane ) Stärkung des Körpers gegen jahreszeitbedingte Erkrankungen Erkrankungen des Bewegungssystems und Rheumatische Erkrankungen ) Rheumatoide Arthritis. ) Entzündliche Gelenk- und Knochenerkrankungen 822

Alternative Medizin: 2. Ayurveda Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

) Spondylitis ankylosans (M. Bechterew) ) HWS – und LWS Syndrom ) Polyarthritis ) Osteoarthritis ) Skoliose ) Gicht ) Osteoporose ) Lumbalgie ) Fibromyalgie ) Karpaltunnelsyndrom ) Sportverletzungen wie Knöchelverstauchung, Schulterverletzungen etc. Neurologische Erkrankungen. ) Kopfschmerzen – Migräne, Spannungskopfschmerz ) Demenz (degenerative und nicht infektiöse) ) Schlafstörungen ) Zerebrale Durchblutungsstörungen (Transitorisch ischämische Attacke) ) Z. n. Schlaganfall ) Trigeminusneuralgie ) Multiple Sklerose siehe dazu www.ms-ayurvedabehandlung.de ) Tinnitus Herz- Kreislauf Erkrankungen ) Prävention der koronaren Herzerkrankung (Diät, Yoga etc.) ) Bluthochdruck ) Angina Pectoris ) Funktionelle Herz- Kreislauferkrankungen ) Herzinsuffizienz Endokrine und Stoffwechselerkrankungen ) Komplikationen von Diabetis mellitus ) Hyperlipidämie ) Schilddrüsenfunktionsstörungen Erkrankungen des Verdauungstrakts ) Chronische Obstipation ) Chronische Magenschleimhautentzündung ) Chronische Hepatitis ) Morbus Crohn ) Colitis ulcerosa ) Reizkolon Hauterkrankungen ) Ekzeme ) Akne ) Psoriasis (Schuppenflechte) ) Pigmentierungsstörungen ) Allergien ) Neurodermitis Sonstige ) CFS (chronic fatigue syndrome) ) Vertigo ) Alopezie, Haarausfal Abrechnung – Ayurveda Für die zahlreichen unterschiedlichen Massagearten finden die GOÄ-Nrn. der Physikalischen Therapie 521*, 523*, 527*, 530*, 533*, 565* analog Anwendung und für Atemtherapie die Nr. 505 analog, für Aromatherapie die Nr. 500* und für Yogatherapie die Nrn. 506 und 509 analog. und für Yogatherapie die Nrn. 506 und 509 analog. Für Entspannungsverfahren werden die GOÄ Nrn. 846 oder 847 analog benutzt.

823

Alternative Medizin: 2. Ayurveda F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

Nach Hufelandverzeichnis wird z. B. die GOÄ Nr. 521* Ganzkörper-Synchron-Masseage (Pizzichilli) – analog für Massage-Leistungen, z. B.: ) Abhyanga – Ganzkörper-Ölmassage ) Gharshan – Belebende Ganzkörper-Öl- und Trockenmassage ) Pinda Sweda – Synchron-Massage mit Reisbeuteln ) Pizzichilli – Ganzkörper-Synchron-Massage unter fließenden warmen Öl ) Udvartana – Stoffwechseaktivierende Ganzkörper-Synchron-Massage ) Vishesh – Tiefenmuskelassage – ausgeführt an 6 Körperregionen und dies von 2 Therapeuten, – dann insgesamt 12x abrechnet. Dies halten wir nicht für korrekt, denn die Leistungslegende der Nr. 521* spricht schon von einer Großmassage an mehreren Körperteilen, je Sitzung. Anzumerken ist ferner, dass Vereinbarungen über eine abweichende Gebührenhöhe nach § 2 GOÄ für Leistungen des Abschnittes E nicht zulässig sind. GOÄ Nr. Kurzlegende 30 analog 31 analog 846 analog 847 analog 831 analog 76 500* 520* 521* analog 521* analog

521* 521* analog 521* analog 521* analog 530* 531* analog 531* analog 532* analog 532* analog 824

Umfassende ayurvedische Erstanamnese – analog GOÄ Nr. 30 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Ayurvedische Folgeanamnese – analog GOÄ Nr. 31 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Meditation und Entspannungsverfahren, Einzelbehandlung – analog GOÄ Nr. 846 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Meditation und Entspannungsverfahren, i. Gruppen – analog GOÄ Nr. 847 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Ayurvedische Pulsdiagnostik – analog GOÄ Nr. 831 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Individueller Diätplan Aromatherapie Inhalationstherapie Ölmassage – Öl- und/oder Kräuterbad – Massagen Teilmassage Ganzkörper-Ölmassage (Abhyanga) – analog GOÄ Nr. 521* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Behandlung von Nacken, Schulter und Kopf mit Massage, Überwärmungstherapie, Instillation von Nasenölen u. Wärmekompressen (Nasya) – analog GOÄ Nr. 521* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) + ggf. zusätzl. abrechenbar 530* analog + 500* analog Belebende Ganzkörper-, Öl- und Trockenmassage Stoffwechselaktivierende Ganzkörper-Synchron-Massage (Udvartana) – analog GOÄ Nr. 521* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Tiefenmuskelmassage (Vishesh) – analog GOÄ Nr. 521* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Synchron-Massage mit Reisbeuteln (Pinda Sweda) – analog GOÄ Nr. 521* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) + 530* analog Kalt- o. Heißpackungen, je Sitzung [plus A 846] Sedative Ölstrahltherapie des Kopfes (Shirodara) – analog GOÄ Nr. 531* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) [plus A 846] Sedatives Ölbad des Kopfes (Shirobasti) – analog GOÄ Nr. 531* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) [plus 56] Ganzkörper-Kräuterdampfbad (Svedana, Bashpasvedana) – analog GOÄ Nr. 532* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Vollbad – analog GOÄ Nr. 532* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

52,46 26,23

120,65 60,33

8,74

20,11

2,62

6,03

4,66

10,72

4,08

9,38

2,21

3,99

2,62 3,79

4,72 6,82

3,79

6,82

3,79 3,79

6,82 6,82

3,79

6,82

3,79

6,82

2,04 2,68

3,67 4,83

2,68

4,83

4,43

7,97

4,43

7,97

Alternative Medizin: 3. EAV (Elektroakupunktur nach Voll) Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

GOÄ Nr. Kurzlegende

1340 analog 20 analog 20 analog 505* analog 533* analog 533* analog 846 analog 846 analog 1)

Weitere Anwendungen Ayurvedisches Augenbad (Netra Tarpana), je Auge – analog GOÄ Nr. 1340 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Rezeptive Musiktherapie in Gruppen – analog GOÄ Nr. 20 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Yoga-Asana-Therapie in Gruppen – analog GOÄ Nr. 20 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Atemtherapie (Pranayama) – analog GOÄ Nr. 505* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Lokale Wärmebehandlung (Lokales Svedana) – analog GOÄ Nr. 533* – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Ayurvedischer Einlauf (Matra Basti) – analog GOÄ Nr. 533* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Yoga-Asana-Therapie, Einzelbehandlung – analog GOÄ Nr. 846 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Rezeptive Musiktherapie, Einzelbehandlung – analog GOÄ Nr. 846 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1)

1fach A

*1,8/ 2,3fach A

10,78

24,80

6,99

16,09

6,99

16,09

4,95

8,92

8,74

15,74

8,74

15,74

8,74

20,11

8,74

20,11

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

3. EAV (Elektroakupunktur nach Voll) Elektroakupunktur nach Voll (EAV) Hinsichtlich des Verfahrens, der Anwendung und der Indikationen verweisen die Autoren auf Aussagen der Anwender: 1. Der Internationale Arbeitskreis der EAV- und Resonanztherapeuten informierte im Internet vor zwei Jahren unter einer eigenen URL über EAV: WAS IST EAV? ) Die Elektroakupunktur nach Voll, kurz EAV genannt, ist eine moderne Diagnose- und Therapiemethode, mit der es gelingt, die oft versteckten, wirklichen Ursachen einer Krankheit aufzuspüren und zu behandeln. ) Es gibt keine Methode, mit der man besser in das noch verborgene und unentdeckte Krankheitsgeschehen einsehen kann, als mit der EAV ) Aber die EAV ist auch geeignet, noch vor Ausbruch einer Krankheit, Störungen und Belastungen zu erkennen. Dazu gehören Umweltgifte, Medikamente, zahnärztliche Werkstoffe (z. B. Amalgam), Insektizide, Nahrungsmittelgifte und Allergene. Folgeschäden können vermieden, mindestens aber verringert werden. Auch die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Beschwerden lassen sich sicher erkennen. ) Eine großartige Möglichkeit ist die Medikamententestung sowie die Prüfung sämtlicher zahnärztlicher und anderer Materialien und Stoffe auf ihre Verträglichkeit. Damit ermöglicht die EAV auch die Kontrolle der bisherigen Therapie und der eingesetzten Medikamente. Zusätzlich besteht mit der EAV die Möglichkeit einer elektro-physika-lischen Therapie durch spezielle niederfrequente Stromimpulse und den Einsatz der EAV-Geräte zur Elektroakupunktur. ) EAV und Bioresonanz sind Behandlungsmethoden, die sich ergänzen und gegenseitig unterstützen. Während die EAV ihren Schwerpunkt beim Erkennen von Belastungen unterschiedlichster Art und beim Entdecken von Herden und Störfeldern setzt, steht bei der Resonanztherapie das Behandeln und oft vollständige Heilen von Allergien im Vordergrund. Eine erfolgreiche Resonanzbehandlung, sie ist vergleichbar mit der Bioresonanz- und Moratherapie, verlangt immer Kontrolle durch die EAV. 2. Die Internationale Medizinische Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll e.V. informiert im Internet unter www.eav.org über Technik und Indikationen:

825

Alternative Medizin: 3. EAV (Elektroakupunktur nach Voll) F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

Technischer Hintergrund Die EAV-Messungen erfolgen an „elektrisch signifikanten“ Punkten der Haut. Dabei handelt es sich z. T. um klassische Akupunkturpunkte, die nach Heine auch morphologisch definiert sind, wie auch um eine Anzahl energetisch relevanter und systemgekoppelter Hautareale, die von Voll und seinen Mitarbeitern entdeckt und zugeordnet wurden. Die für eine Übersichtsmessung zur Erfassung aller Regelsysteme erforderliche Auswahl von Messpunkten an Kopf, Händen und Füßen ist von der Internationalen Medizinischen Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll in Standardmessprogrammen festgelegt. Hierbei sind alle klassischen Akupunkturmeridiane und die von Voll beschriebenen relevanten „Akupunkturgefäße“ zu erfassen, wobei für eine Basisuntersuchung ca. 120 Messpunkte zu registrieren und dokumentieren sind. Für die Messung sind nach EAV-Standards genormte und von der EAV-Gesellschaft zugelassene Messgeräte zu verwenden. Die Geräte müssen entsprechend den physiologischen Bedingungen im Organismus eine mittlere Messspannung von 900 Millivolt aufweisen, wobei der Messstrom zwischen 5,5 und 11,25 Mikroampere beträgt. Der scheinbare Ohm’sche Widerstand variiert beim Messvorgang je nach momentanem Zustand des zu messenden Systems zwischen 0 und 600 Kiloohm. Durch eine derartige technischen Geräteauslegung soll gewährleistet werden, dass beim Messvorgang nicht nur der Hautwiderstand sondern ein aussagekräftiger Komplex verschiedener, für die Regulation eines Systems wesentlicher Faktoren (z. B. Ionenstrom-veränderungen im Unterhautgewebe, elektrisches Gegenpotential gegen den Messstrom, momentanes Polarisationsverhalten des Gewebes, Elektrolytverschiebungen) erfasst wird. Neben den elektrophysikalischen Gewebseigenschaften im Bereich des Messpunktes soll die Messung vor allem Informationen liefern über die Regulationsfähigkeit des zum Messpunkt gehörigen Regelkreises. Der Auflagedruck der Messsonde hat je nach Beschaffenheit der Haut ca. 300 bis 500 Pond zu betragen und wird exakt durch das sogenannte „Messplateau“ bestimmt. Beobachtet wird während einer Messdauer von einigen Sekunden das Leitwertverhalten des Organismus insbesondere als Antwort auf den vom Messstrom ausgeübten Reiz. Dieser Leitwert (Reziprokwert des Ohm’schen Widerstands) wird auf einer analogen oder digitalen Skala abgelesen. Die in der EAV verwendete Skala ist logarithmisch angelegt und überstreicht den Bereich zwischen 600 Kiloohm und 0 Ohm. Zur vereinfachten Ablesung ist die Skala in 100 Teilstriche unterteilt, wobei Skalenstand „0 Teilstriche“ einem Widerstand über 600 Kiloohm entspricht und der Skalenstand „100 Teilstriche“ einem Widerstand von 0 Ohm. Der Skalenstand „50 Teilstriche“ entspricht 95 Kiloohm. Dies repräsentiert die idealen physiologischen Bedingungen im Bereich des menschlichen, kybernetischen Regelsystems. Indikationen für die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) Der Einsatz der EAV erfolgt 1. unter systemtheoretisch-kybernetischen, 2. unter ätiologischen und 3. unter regulationsmedizinischen Gesichtspunkten. Sie ist in nahezu allen medizinischen Fachgebieten einsetzbar und ermöglicht infolge ihres komplementären Ansatzes auch bei Problemfällen bisher kaum erreichbare therapeutische Erfolge. Die EAV wird mit besonderem Erfolg eingesetzt bei Allergien und Autoimmunerkrankungen, Schmerzzuständen wie Neuralgien und Cephalgien (insbesondere Migräne), Hautkrankheiten wie Neurodermitis, beim chronischem Müdigkeitssyndrom, bei chronischen Infektanfälligkeiten, cerebralen Insuffizienzen, chronischen Leber-, Nieren- und Pancreaserkrankungen, chronischen Magen- und Darmerkrankungen, bei Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten wie auch bei Unverträglichkeiten gegenüber zahnärztlichen Werkstoffen. Die Aussagekraft der EAV-Diagnostik und die Effizienz der therapeutischen Maßnahmen ist eingeschränkt bei hochgradig gestörter Regulationsfähigkeit des Gesamtorganismus. Hieraus und aus der Notwendigkeit akutmedizinischer Versorgungen ergeben sich die Grenzen der Methode. Nach den Aussagen der Anwender der EAV eignet sich diese Methode besonders zur Diagnose der Ursachen von: ) Chronischen Erkrankungen, ) Entzündungsherden ) Allergien und ihren Auslösern ) Werkstoffunverträglichkeiten (Prothesen o. ä.) ) Giftdepots im Körper, ) Störungen des Immunsystems

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Alternative Medizin: 4. Eigenblutbehandlung Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

) Medikamentenunverträglichkeiten ) Unverträglichen dentalen Werkstoffe (z. B. Amalgam) Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde informiert über die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) auf ihrer Internetseite www.dgzmk.de/. Abrechnung Die Leistungen der EAV sind nur mit der GOÄ abzurechnen. Brück schlägt in seinem Kommentar die GOÄ Nr. 832 gemäß § 6 GOÄ als Analognummer für die Elektroakupunktur nach Voll vor und kommentiert ... „Der Analogabgriff in der GOÄ muss unabhängig davon möglich sein, dass die Elektroakupunktur nach Voll keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Leistung darstellt...“ GOÄ Nr. 832 analog 252 840 analog 860 analog 1) 2)

3)

Kurzlegende Elektroakupunktur nach Voll(EAV) – analog GOÄ Nr. 832 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Injektion s.c, im, i.c., submukös – Injektionen der durch EAV ausgetesteten homöopathischen Mittel 2) Sensible Elektroneurographie – analog GOÄ Nr. 840 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) 3) Erhebung einer biographischen Anamnese unter neurophysiologischen Gesichtspunkten – analog GOÄ Nr. 860 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

1fach A 2,3fach A 9,21 21,18 2,33

5,36

40,80

93,84

53,62

123,34

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden. Weber empfiehlt in analogem Ansatz die GOÄ Nrn. 840 und 860 mit der Begründung, dass diese Leistungsziffern am ehesten geeignet sind, die Leistung der EAV ausreichend zu bewerten und damit eine Abdingung vermeiden helfen. Nach Brück ist eine Analogberechnung der Nr. 860 auch für sehr aufwendige Anamnesen nicht möglich und nur psychotherapeutischen Verfahren vorbehalten.

■ 4. Eigenblutbehandlung Indikationen Die Eigenblutbehandlung zählt zu den naturheilkundlichen Therapien und war bis September 1987 sogar im EBM enthalten. Als Indikationen gelten: ) Akne vulgaris ) Furunkulose ) Ekzeme ) Urticaria (Nesselsucht) ) Pruritus (Juckreiz) ) Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) ) Arthrosen ) Gelenkrheumatismus ) Reizblase ) Heuschnupfen ) grippaler Infekt ) Infektanfälligkeit ) Bronchitis. Verwandt mit der Eigenbluttherapie sind die Ozon-Eigenblutbehandlung und die HOT-Therapie. Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 250* 251 266 267 284

Blutentnahme i.v. Blutentnahme i.a. Intrakutane Reiztherapie (Quaddelbehandlung) Infiltrationsbehandlung einer Körperregion, perineural, perikapsulär, retrobulbär – auch Heilanästhesie Eigenbluteinspritzung einschl. Blutentnahme

1fach A 2,33 3,50 3,50 4,66

*1,8/ 2,3fach A 4,20 8,04 8,04 10,72

5,25

12,07

827

Alternative Medizin: 5. Homöopathie F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 285 286

Aderlass i.v.oder i.a. von mindestens 200 ml Blut -ggf. einschl. Verband Reinfusion von mind. 200 ml Eigenblut o. -plasma

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 6,41 14,75

12,82

29,49

■ 5. Homöopathie Die Homöopathie ist eine ganzheitlich orientierte Therapie, sieht den Menschen als Ganzes und berücksichtigt nicht nur seine Krankheitssymptome. Die Wahl eines homöopathischen Medikaments ist auf jeden Patienten individuell abgestimmt und die Verordnung erfolgt niemals nur aufgrund eines Symptoms/einer Erkrankung. Ein Homöopathie-Ärzteforum gibt als Indikationsbeispiele (www.homoeopathie-aerzteforum.de/ Einfuhrung/Indikation/indikation.html) und Kontraindikationen (www.homoeopathie-aerzteforum.de/ Einfuhrung/Kontra-In/kontra-in .html) an: Indikationen: Neurodermitis, endogenes Ekzem, Psoriasis, Kinderkrankheiten, Asthma bronchiale, chronisch rezidivierende bakterielle und virale Infekte, chronisch rezidivierende Erschöpfungszustände, somatoforme Störungen, Angststörungen, psychosomatische Erkrankungen, Allergien, Heuschnupfen, neurotische Störungen, hyperkinetische Verhaltensstörungen bei Kindern, Depressionen, Tinnitus, Schulleistungsstörungen , Rheumatische Erkrankungen. Voraussetzung ist aber, daß die natürlichen Regulationsmechanismen des Körpers erhalten sind. Häufig sind diese Steuerungsprozesse in fortgeschrittenen Stadiem chronischer Erkrankung erschöpft oder so deformiert, daß eine homöopathische Behandlung nur eine eingeschränkte Wirksamkeit hat. Kontraindikationen: ....Bei Erkrankungen, in denen eine langjährige Cortison-Behandlung vorausgegangen ist, besteht keine Therapiemöglichkeit, da in diesen Fällen die natürlichen Regulationsmechanismen durch Cortison in ihrer ursprünglichen Reaktionsfähigkeit deformiert sind. Gleiches trifft für eine Behandlung mit Chemotherapeutika zu. In Fällen, in denen eine sofortige chirurgische oder intensiv-medizinische Intervention angezeigt und unaufschiebbar ist, wird der richtig ausgebildete homöopathische Arzt diese angezeigten Behandlungsmaßnahmen durch eine homöopathische Therapie nicht verzögern. Bei Patienten, deren körperliche und geistige Kräfte nicht ausreichen, um auf einen homöopathischen Impuls zu reagieren, verbietet sich ebenfalls diese Therapie. Abrechnung In der GOÄ finden sich für die homöopathische Erstanamnese (GOÄ Nr. 30) und die Folgeanamnese (GOÄ Nr. 31) eigene Abrechnungsziffern. Ist eine Fremdanamnese erforderlich, kann die Nr. 4 – nicht aber zusammen mit Nr. 31 – berechnet werden: GOÄ Nr. 30 31 4

Kurzlegende Erhebung der homöopathischen Erstanamnese Homöopathische Folgeanamnese Erhebung der Fremdanamnese

1fach A 2,3fach A 52,46 120,65 26,23 60,33 12,82 29,49

Abrechnungshinweise: ) Die Leistung nach Nr. 30 ist innerhalb von einem Jahr nur einmal berechnungsfähig. ) Die Leistung nach Nr. 31 ist innerhalb von 6 Monaten höchstens 3x berechnungsfähig. ) Für Verlaufskontrollen können die Beratungsziffern der GOÄ1 oder 3 angesetzt werden. ) Im Zusammenhang mit der homöopathischen Anamnese und Befunderhebung sind natürlich auch die ggf. erforderlichen GOÄ-Untersuchungsnummern 5, 6 , 7 und 8 berechnungsfähig.

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Alternative Medizin: 6. Sauerstofftherapien Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

■ 6. Sauerstofftherapien Zur Unterstützung der Sauerstoffzufuhr, -aufnahme und -utilisation und somit zur Verbesserung der Energieversorgung über den Weg der Oxidation. werden physikalische Maßnahmen, Sauerstoffzufuhr-Methoden, intermediäre Katalysatoren der Mitochondrialen Stoffwechselketten (Atmungskette) und Elemente und Enzyme des Elektronen-Transport-Systems bei den Sauerstofftherapien eingesetzt. Indikationen ) Durchblutungsstörungen, Zustand nach Schlaganfall oder Herzinfarkt, ) Innenohrschwerhörigkeit nach Hörsturz ) Sehschwäche bei Netzhautdurchblutungsstörungen ) Tinnitus ) Migräne ) Asthma bronchiale ) Gewünschte Leistungssteigerung in der Rehabilitation Abrechnung Die Abrechnungsvorschläge für die Sauerstofftherapien (HOT, Ozon) sind sehr unterschiedlich. Wir haben Vorschläge der Hufelandgesellschaft und ferner der Autoren Weber und Fuchs in den folgenden Tabellen zusammengefasst. Abrechnung verschiedener Methoden der Sauerstoff-Therapie Die Abrechnungsvorschläge für die Sauerstofftherapien (HOT, Ozon) sind sehr unterschiedlich.

■ Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) v. Ardenne

Die vom Physiker Prof. Manfred von Ardenne entwickelte Methode beruht auf der Inhalation von reinem Sauerstoff unter leichter körperlicher Belastung. Von Ardenne empfahl diese Therapie u. a. als Krebsprophylaxe, als begleitende Krebstherapie und als Prophylaxe der Krebsmetastasierung. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie soll hier vor allem wegen der immunstimulierenden Wirkung eingesetzt werden und zudem die Nebenwirkungen einer konventionellen Krebstherapie senken. GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 505* 508* 602* 643*

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. – nicht neben Sonderleistungen Atembehandlung KG-Ganzbehandlung Oxymetrische Untersuchung(en) Periphere Arterien- bzw. Venendruckmessung

1fach A 4,66 8,74 4,95 6,41 8,86 6,99

*1,8/ 2,3fach A 10,72 20,11 8,92 11,54 15,95 12,59

Empfehlungen zur Abrechnung nach Weber GOÄ Nr. Kurzlegende 250* 567* analog 271 analog 285 analog 286 analog 602* 605*

UVB-Therapie, Blutentnahme Bestrahlung mit UVC-Licht – analog GOÄ Nr. 567* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Retransfusion von Eigenblut – analog GOÄ Nr. 271 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Ozontherapie, Aderlass – analog GOÄ Nr. 285 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Ozontherapie, Reinfusion von sauerstoffangereichertem Eigenblut – analog GOÄ Nr. 286 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Oxymetrische Untersuchung(en) Ruhespirographie

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 2,33 4,20 5,30 9,55 6,99

16,09

6,41

14,75

12,82

29,49

8,86 14,11

15,95 25,39 829

Alternative Medizin: 6. Sauerstofftherapien F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen Abrechnung IGeL-Leistungen

GOÄ Nr. Kurzlegende 605a* 605* analog 606* 606* analog 606* analog 614* 615* 616* 617* 620* 1)

Flussvolumenkurve bei Spirographie Sauerstoff-Inhalationstherapie – analog GOÄ Nr. 605 – entspr.GOÄ § 6 (2)1) Spiroergometrische Untersuchung Sauerstoff-Ergometertraining – analog GOÄ Nr. 606* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Ionisierte Sauerstoff-Inhalationstherapie – analog GOÄ Nr. 606* – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Transkutane Messung(en) des Sauerstoffpartialdrucks Untersuchung der CO-Diffusionskapazität Untersuchung der CO-Diffusionskapazität als fortlaufende Bestimmung (steady state) in Ruhe oder unter Belastung Gasanalyse in der Exspirationsluft mittels kontinuierlicher Bestimmung mehrerer Gase Rheographische Untersuchung der Extremitäten

1fach A

*1,8/ 2,3fach A 8,16 14,69 14,11 25,39 22,09 22,09

39,76 39,76

22,09

39,76

8,74 13,23 17,66

15,74 23,82 31,79

19,88

35,78

8,86

15,95

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

Sachkosten können gemäß GOÄ § 10 gesondert berechnet werden.

■ Ozon-Sauerstoff-Therapien

Unterschieden werden mehrere lokale Anwendungen und Injektionen von Ozongas-Sauerstoff-Gemischen. Zusätzlich sind ggf. Untersuchungs- und Beratungsleistungen erforderlich. GOÄ Nr. Kurzlegende 267 analog 270 analog 252 255

1)

1fach A

Beutelbegasung oder Glockenbegasung – analog GOÄ Nr. 267 – entsprechend GOÄ § 6 (2)1) Darminsufflation – analog GOÄ Nr. 267 – entspr. GOÄ § 6 (2)1)

4,66

*1,8/2,3 fachA 10,72

4,66

10,72

Ozon –Sauerstoff Injektion i.m. – s.c. Ozon -Sauerstoff Injektion intraartikulär

2,33 5,54

5,36 12,74

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Ozon-Eigenblut-Behandlungen

Zusätzlich sind ggf. Untersuchungs- und Beratungsleistungen erforderlich. Entnommenes Blut des Patienten wird mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und zurückgegeben. Kleine Ozon-Eigenblut-Behandlung GOÄ Nr. Kurzlegende 261 analog 284

1)

Ozonisierung des Blutes – analog GOÄ Nr. 261 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Eigenbluteinspritzung – einschl. Blutentnahme

1fach A 1,75

*1,8/2,3 fachA 4,02

5,25

12,07

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

830

Alternative Medizin: 6. Sauerstofftherapien Abrechnung IGeL-Leistungen F. Hinweise auf einige „Alternative Verfahren“ mit Indikationen und Abrechnungsbeispielen

Grosse Ozon-Eigenblut-Behandlung GOÄ Nr. Kurzlegende 261 analog 285 271 1)

Ozonisierung des Blutes – analog GOÄ Nr. 261 – entspr. GOÄ § 6 (2)1) Aderlass Infusion i.v. bis zu 30 Min.

1fach A 1,75

*1,8/2,3 fachA 4,02

6,41 6,99

14,75 16,09

Bei analogen Leistungen muss – mind. in Kurzform – auch die Original-Leistungslegende angegeben werden.

■ Hämatogene Oxydationstherapie (HOT)

Sowohl die Anreicherung von Blut mit Sauerstoff, als auch die Bestrahlung mit energiereichem Licht sind bekannt. Es gelang 1957 ein Gerät für die Praxis zu entwickeln, das beide Methoden vereinte. Die hämatogene Oxidationstherapie gehört wie die Ozontherapie zu den Sauerstofftherapien. Diese Therapie wird im Volksmund auch als „Blutwäsche“ bezeichnet. Bei der Hämatogene Oxydationstherapie (HOT) wird dem Patienten eine gewisse Menge venöses Blut (ca. 60-80-200 ml) entnommen und zur Verhinderung der Gerinnung mit Natriumzitrat versetzt. Danach wird das Blut mehrmals mit reinem Sauerstoff aufgeschäumt und mit UV-Licht bestrahlt. Dies findet in sterilen Einwegbehältern statt. Das angereicherte Blut wird anschließend wieder in eine Vene zurück injiziert/infundiert. Indikationen ) Peripherer arterieller Durchblutungsstörungen ) Zentraler arterieller Durchblutungsstörungen ) Augenerkrankungen – Makuladegeneration (Erkrankung des menschlichen Auges ) Adjuvanter Tumortherapie ) Vertigo ) Vorbeugung gegen Apoplex ) Erkrankungen des venösen Gefäßsystems ) Migräne ) Chronischen Dermatosen – Hauterkrankungen, wie z. B. Akne (z. B. Acne vulgaris), Psoriasis (Schuppenflechte), Pilzerkrankungen ) Herpes zoster (Gürtelrose) ) Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ) Wundheilungsstörungen

Abrechnung GOÄ Nr. Kurzlegende 1 3 285 271 272 567*

Beratung, auch tel. Eingehende Beratung, auch tel. – nicht neben Sonderleistungen Aderlass Infusion bis zu 30 Min. Infusion mehr als 30 Min. Phototherapie, selektives UV-Spektrum , je Sitzung

1fach A 4,66 8,74

*1,8/2,3 fachA 10,72 20,11

641 6,99 10,49 530

14,75 16,09 24,13 9,55

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G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen Nachfolgend ist eine Übersicht zu exemplarischen Urteilen zu den Bereichen IGeL-Leistungen, medizinischer Stand, Behandlung von GKV- oder PKV-Patienten, Beihilfe, Steuerrecht, Werbung und Werbungsrecht zusammengestellt. Die Rechtsprechung ist in diesen Bereichen inzwischen so umfangreich, dass ein Arzt bei problematischen Fällen der Abrechnung Hilfe von Dritten, z. B. seiner Ärztekammer, Kassenäztlichen Vereinigung oder vom jeweiligen Berufsverband, in Anspruch nehmen sollte.

Ärztliches Berufsrecht 䉴 Mangelhafte Aufklärung über IGeL-Abrechnung Ein Arzt hatte mehrmals vom Einheitlichen Bewertungsmaßstab erfasste Leistungen als individuelle Gesundheitsleistungen erbracht und nach der GOÄ abgerechnet,ohne dass er den Patienten aufgeklärt und eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen hatte. Dem Arzt kam es ausschließlich darauf an, seine Behandlungen privat abzurechnen. Das Gericht sah in diesem Verhalten eine gröbliche Verletzung vertragsärztlicher Pflichten.Diese Verstöße rechtfertigen nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes grundsätzlich eine Zulassungsentziehung. Aktenzeichen: LSG Bayern, 05.11.2011, AZ: L 12 KA 116/10 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Arzthaftung Voraussetzungen einer Haftung bei Diagnoseirrtum; Ermessen des Arztes bei Wahl einer NichtStandard-Methode. Handelt es sich bei Diagnoseirrtümern um eine zum Zeitpunkt der Diagnoseerstellung (sog. ex ante Sicht) in der gegebenen Situation vertretbare Deutung der Befunde, stellt sich die objektive Fehlerhaftigkeit der Diagnose nicht als vorwerfbar dar und kann eine Haftung nicht begründen. Ein Fehler liegt daher erst dann vor, wenn die diagnostische Bewertung für einen gewissenhaften Arzt nicht mehr vertretbar erscheint. Bei Diagnosefehlern ist von einem groben Behandlungsfehler erst dann auszugehen, wenn er fundamentaler Natur ist, das setzt voraus, dass die Interpretation des Befundes gänzlich unverständlich erscheint. Eine Abweichung von der allgemein üblichen Standardmethode löst nicht per se eine Haftung des behandelnden Arztes aus. Bei der Therapiewahl ist dem behandelnden Arzt ein weites Ermessen eingeräumt falls praktisch gleichwertige Methoden zur Verfügung stehen. Dabei ist der Arzt auch berechtigt, eine Behandlungsmethode zu wählen, die nicht dem üblichen Standardverfahren entspricht, soweit die notwendige medizinische Abwägung der zu erwartenden Vorteile dieser Methode und ihrer absehbaren und zu vermutenden Nachteile mit denen der standardgemäßen Behandlung die Anwendung rechtfertigt. In diesem Fall ist über die verschiedenen Methoden und ihre jeweiligen Belastungen für den Patienten sowie ihre jeweiligen Risiken und Erfolgschancen aufzuklären. Fehlt es an einer Aufklärung über die angewendete Alternativmethode und verwirklicht sich ein Risiko das sowohl dieser als auch der Standardmethode, über die aufgeklärt worden ist, immanent ist, so wirkt sich der Mangel der Aufklärung nicht haftungsbegründend aus. (zitiert nach juris) Aktenzeichen: OLG Sachsen-Anhalt, 09.12.2010, AZ: 1 U 53/10 Entscheidungsjahr: 2010

Allgemeine Rechtsgrundsätze 䉴 Behandlung ohne vorherige sorgsame Untersuchung Wenn ein Arzt eine Behandlung durchführt, ohne vorher bei dem Patienten eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung vorzunehmen, liegt ein grober Behandlungsfehler vor. Es ist mit den Sorgfaltspflichten eines Arztes schlechthin nicht vereinbar, wenn der Arzt die Dosierung eines ihm unbekannten Medikaments vor der Injektion nicht überprüft, sondern sich auf die Angaben des Patienten oder eines Angehörigen verlässt. Aktenzeichen: VG Münster, 27.04.2011, AZ: 14 K 791/10 © Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_26

Individuelle Gesundheitsleistungen – IGeL G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

Abrechnung IGeL-Leistungen

Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Abgabe von Nahrungsergänzungsmitteln in Praxis Ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht liegt vor, wenn ein Arzt in seiner Praxis Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate etc. abgibt, da diese Waren nicht notwendiger Bestandteil der ärztlichen Therapie sind. Der Heilauftrag eines Arztes ist in einem solchen Fall nicht gewahrt; ein Einverständnis der Patienten zum Kauf der Präparate ist unbeachtlich. Aktenzeichen: LG Rottweil, 16.06.06, AZ: 5 0 40/05 Entscheidungsjahr: 2006 䉴 Honorar, wenn Behandlung teilweise erfolgreich war Wenn eine Behandlung teilweise erfolgreich war, ist der Patient verpflichtet, den hierauf entfallenden Teil der ärztlichen Vergütung zu zahlen. Denn hinsichtlich dieses Teils ist bei dem Patienten kein Schaden eingetreten. Aktenzeichen: OLG Nürnberg, 08.02.2008, AZ: 5 U 1795/05 Entscheidungsjahr: 2008 䉴 Kosten für Korrektur einer fehlerhaften Schönheitsoperation Begeht ein Arzt bei der Ausführung einer kosmetischen Operation (Schönheits – OP) einen Behandlungsfehler, so hat er die Kosten für eine medizinisch notwendige Korrektur zu ersetzen. Aktenzeichen: OLG Düsseldorf, 01.08.2002, AZ: 8 U 195/01 Entscheidungsjahr: 2002

Individuelle Gesundheitsleistungen – IGeL 䉴 Privatbehandlung eines Kassenpatienten Ein Arzt darf einen Kassenpatienten nur dann privatärztlich behandeln und seine Leistungen nach der GOÄ abrechnen, wenn dies vom Patienten ausdrücklich gewünscht wird. Dies ist vom Arzt auch dann zu beachten, wenn der Kassenpatient eine private Zusatzversicherung hat, denn eine solche Versicherung deckt nicht ohne weiteres jeden Behandlungsfall ab. Auch bei Vorliegen einer Zusatzversicherung kann ein Kassenpatient nicht einem Privatpatienten gleichgestellt werden. Aktenzeichen: LG München, 31.05.2011, AZ: 31 S 10595710 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Aufklärungsumfang bei Anwendung einer Außenseitermethode Die Anwendung einer Außenseitermethode im Sinne einer nicht allgemein anerkannten Heilmethode ist grundsätzlich erlaubt und führt nicht ohne weitere Umstände zu einer Haftung des behandelnden Arztes. Die Therapiewahl ist primär Sache des Arztes, dem bei seiner Entscheidung ein weites Ermessen eingeräumt wird für den Fall, dass praktisch gleichwertige Methoden zur Verfügung stehen. Der Arzt ist bei der Wahl der Therapie auch nicht stets auf den jeweils sichersten therapeutischen Weg festgelegt, wenn ein höheres Risiko in den besonderen Sachzwängen des konkreten Falles oder in einer günstigeren Heilungsprognose eine sachliche Rechtfertigung findet. Jedoch erfordert die Anwendung einer Außenseitermethode zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten dessen Aufklärung über das Für und Wider dieser Methode. Einem Patienten müssen nicht nur die Risiken und die Gefahr eines Misserfolges des Eingriffs erläutert werden, sondern er ist auch darüber aufzuklären, dass der geplante Eingriff (noch) nicht oder nicht mehr medizinischer Standard und seine Wirksamkeit statistisch nicht abgesichert ist. Der Patient muss wissen, auf was er sich einlässt, um abwägen zu können, ob er die Risiken einer Behandlung und deren Erfolgsaussichten im Hinblick auf seine Befindlichkeit vor dem Eingriff eingehen will. Aktenzeichen: OLG Köln, 30.05.2012, AZ: 5 U 44/06 Entscheidungsjahr: 2012

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Individuelle Gesundheitsleistungen – IGeL Abrechnung IGeL-Leistungen

G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

䉴 Abrechnung einer über das Maß des medizinisch Notwendigen hinausgehenden Wunschbehandlung des Patienten Ein Arzt kann gemäß § 1 Abs. 2 S. 2 GOÄ gegenüber dem Patienten nur dann eine über das Maß des medizinisch Notwendigen hinausgehende Behandlung abrechnen, wenn er diese auf Verlangen des Patienten erbracht hat. Dies setzt voraus, dass der Arzt den Patienten zuvor darüber aufgeklärt hat, dass die beabsichtigte Behandlung über das Maß des medizinisch Notwendigen hinausgeht. Wenn der Arzt dem Patienten vertragswidrig eine nicht notwendige ärztliche Leistung abgerechnet, besteht für den Patienten die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche gegenüber dem Arzt geltend zu machen. Aktenzeichen: OLG München, 8.02 – AZ: 1 U 4547/11 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Zur Abgrenzung Honorarvereinbarung, § 2 GOÄ, und Vergütungsvereinbarung nach den §§ 18 Abs. 8 BMV-Ä, 21 Abs. 8 BMV-Ä/EKV (IGeL) Das Gericht führt aus: „... Es geht jedoch aus der Honorarvereinbar nicht hinreichend klar hervor, dass der Versicherte trotz es bestehenden Versicherungsschutzes im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung ausdrücklich eine privatärztliche Behandlung wünsche. Vielmehr ist Gegenstand der streitgegenständlichen Honorarvereinbarung im Wesentlichen die Vereinbarung einer von den Bestimmungen des § 5 GOÄ abweichenden Gebührenregelung gemäß § 2 GOÄ. Demnach handelt es sich um eine Honorarvereinbarung im Sinne von § 2 GOÄ. Als solche genügt sie jedoch auf Grund des unterschiedlichen Regelungszwecks nicht gleichzeitig den Anforderungen der §§ 18 Abs. 8 BMV-Ä, 21 Abs. 8 BMV-Ä/EKV. Während bei einer Vereinbarung nach § 2 Abs. 2 GOÄ dem Zahlungspflichtigen vor Augen geführt werden soll, dass für die ärztlichen Leistungen eine von den üblichen Gebühren der GOÄ abweichende Gebührenhöhe in Rechnung gestellt werden wird, bezwecken § 18 Abs. 8 BMVÄ, § 21 Abs. 8 BMV-Ä/EKV, dem Versicherten Klarheit darüber zu verschaffen, dass er durch die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckten Leistungen eine ausreichende ärztliche Behandlung erfährt und dass er, sollte er dennoch eine privatärztliche Behandlung wünschen, die Kosten hierfür grundsätzlich selbst zu tragen hat. Dieser Schutzzweck ist nur erfüllt, wenn die mit dem Versicherten abgeschlossene Honorarvereinbarung seinen ausdrücklichen Wunsch nach privatärztlicher Behandlung und Privatliquidation der ärztlichen Leistungen trotz bestehenden Versicherungsschutzes im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung dokumentiert....“ Aktenzeichen: 1. AG München, 28.04.2010, AZ: 163 C 34297/09 2. LG München, 31.05.2011, AZ: 31 S 10595/10 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Keine privatärztliche Liquidation bei GKV-Patienten ohne schriftliche Zusage vor Behandlungsbeginn Eine privatärztliche Liquidation ist nur unter der Voraussetzung wirksam, dass sie vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt worden sei. Eine mögliche mündliche Zusage des Patienten ist unbeachtlich. Ferner kann dahingestellt bleiben, ob die Teilzahlung des privatärztlich berechneten Honorars und der anschließende Schriftverkehr ein Anerkenntnis enthalten würden. Dieses Anerkenntnis könne schon deshalb nicht wirksam sein, da es erst nach Behandlungsbeginn abgegeben wurde. Auch eine Vergütung aus Geschäftsführung ohne Auftrag scheitere, da der Kläger bei Behandlung im Auftrag und auf Rechnung der gesetzlichen Krankenkasse tätig war. Dies folge daraus, daß die Voraussetzung des § 18 Abs. 8 Nr. 2 und Nr. 3 Bundesmantelvertrag (vorherige schriftliche Zustimmung zur Privatliquidation) für Ärzte nicht vorgelegen haben und somit die Behandlung automatisch als im Auftrag und auf Rechnung der gesetzlichen Krankenkasse gelte. Bittet ein gesetzlich versicherter Patient den Arzt, eine Leistung vorzunehmen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, so kann dem Arzt daher nur empfohlen werden, sich gem. § 18 Abs. 8 Nr. 2 und Nr. 3 BMV-Ärzte das ausdrückliche Verlangen, auf eigene Kosten behandelt zu werden, dokumentiert und den Patienten dies schriftlich bestätigen läßt. Aktenzeichen: LG Mannheim, 18.01.2008, Az.: 1 S 99/07 Entscheidungsjahr: 2007

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Medizinische Standards – Behandlung GKV-Patient G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

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䉴 GKV-Patient – Aufklärung über Behandlungsalternative mit Selbstzahlung (IGeL) Bietet eine Behandlungsalternative höhere Erfolgschancen, so muss der Arzt auch einen Kassenpatienten auf die Möglichkeit hinweisen, gegen private Zahlung eine Versorgung zu wählen, die über den für gesetzlich Versicherte als Regelversorgung vorgesehenen Standard hinausgeht. Es ist allein Sache des Patienten zu entscheiden, welche Versorgung er selbst wünscht. Nach ständiger Rechtsprechung ist zwar die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes. Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten erfordert aber seine Unterrichtung über eine alternative Behandlungsmöglichkeit, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, die zu unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten, der Patient also eine echte Wahlmöglichkeit hat. Aktenzeichen: OLG Oldenburg, 14.11.2007, AZ: 5 U 61/07 Entscheidungsjahr: 2007

Medizinische Standards – Leitlinien 䉴 Leitlinien von ärztlichen Fachgremien Leitlinien von ärztlichen Fachgremien oder Verbänden können im Gegensatz zu den Richtlinien der Bundesausschüsse der Ärzte und Krankenkassen nicht unbesehen mit dem zur Beurteilung eines Behandlungsfehlers gebotenen medizinischen Standard gleichgesetzt werden. Solche Leitlinien können insbesondere kein Sachverständigengutachten ersetzen; letztlich obliegt die Feststellung eines Verstoßes gegen den medizinischen Standard der Würdigung des sachverständig beratenen Gerichts. Aktenzeichen: BGH, 28.03.2008, AZ: VI ZR 57/07 Entscheidungsjahr: 2008 䉴 Die Leitlinien der AMWF Die Leitlinien der AMWF haben unbeschadet ihrer wissenschaftlichen Fundierung derzeit lediglich Informationscharakter für die Ärzte selbst. Einer weiter gehenden Bedeutung, etwa als verbindlicher Handlungsanleitung für praktizierende Ärzte, steht zumindest derzeit die anhaltende Diskussion um ihre Legitimität als auch um ihre unterschiedliche Qualität (siehe Bemühungen um ihre schrittweise Implementierung nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin) und Aktualität (angesichts des teilweise rasanten Fortschritts in der medizinischen Wissenschaft und Praxis) entgegen. Forensisch betrachtet sind die Leitlinien der AMWF wegen ihres abstrakten Regelungsgehalts grundsätzlich auch nicht geeignet, ein auf den individuellen Behandlungsfall gerichtetes Sachverständigengutachten zu ersetzen. Aktenzeichen: Aktenzeichen: OLG Naumburg, 25.03.2002, AZ: 1 U 111/01 Entscheidungsjahr: 2002

Behandlung GKV-Patient 䉴 Zulassungsentziehung wegen fehlender Aufklärung zu Individuellen Gesundheitsleistungen Ein Arzt hatte mehrmals vom Einheitlichen Bewertungsmaßstab erfasste Leistungen als individuelle Gesundheitsleistungen erbracht und nach der GOÄ abgerechnet, ohne dass er den Patienten aufgeklärt und eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen hatte. Dem Arzt kam es ausschließlich darauf an, seine Behandlungen privat abzurechnen. Das Gericht sah in diesem Verhalten eine gröbliche Verletzung vertragsärztlicher Pflichten. Diese Verstöße rechtfertigen nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes grundsätzlich eine Zulassungsentziehung. Aktenzeichen: LSG Bayern, 05.11.2011, AZ: L 12 KA 116/10 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Leistungsumfang der GKV § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB V gibt vor, dass Qualität und Wirksamkeit der Leistungen, die zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden, dem allgemein anerkannten Stand der medizini-

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Behandlung GKV-Patient Abrechnung IGeL-Leistungen

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schen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen haben. Der Anspruch eines Versicherten auf Behandlung nach § 27 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB V umfasst daher nur solche Leistungen, deren Qualität und Wirksamkeit diesen wissenschaftlichen Anforderungen entspricht. Hierzu genügt es nicht, dass eine Behandlungsmethode bei einem Versicherten nach Ansicht seiner Ärzte positiv gewirkt haben soll (vgl. entsprechend das BSG auch zur Frage der Erfüllung von Qualitätskriterien einer bestimmten Arzneimitteltherapie, Urteil vom 01. März 2011 – AZ: B 1 KR 7/10 R -). Neue Verfahren, die nicht ausreichend erprobt sind, oder Außenseitermethoden, die zwar bekannt sind, aber sich nicht bewährt haben, lösen keine Leistungspflicht der Krankenkasse aus. Es ist nicht Aufgabe der Krankenkassen, die medizinische Forschung zu finanzieren. Die einzige Ausnahme bilden nach § 137 c Abs. 2 Satz 2 SGB V die Durchführung klinischer Studien. Aktenzeichen: LSG Baden-Württemberg, 27.04.2012, AZ: L 4 KR 595/11 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Unwirksame Klausel in KV – Satzung Die Satzungsbestimmung einer Kassenärztlichen Vereinigung, nach der ein Arzt sein vertragsärztliches Leistungsangebot von der kostendeckenden Vergütung einzelner ärztlicher Leistungen abhängig machen darf, ist rechtswidrig. Aktenzeichen: BSG, 14.3.2001, AZ: B 6 KA 54/00 R Entscheidungsjahr: 2001 䉴 Kostenerstattung durch GKV bei selbstbeschaffter Leistung Einem GKV-Versicherten sind die Kosten einer selbstbeschafften Leistung von der Kasse zu erstatten. Vorausgesetzt wird dabei, dass ein Honoraranspruch des behandelnden Arztes wirksam entstanden ist. Der zugelassene Vertragsarzt hat einen GKV-Patienten grundsätzlich umfassend gemäß der medizinischen Notwendigkeit zu behandeln; Eine dennoch abgeschlossene Honorarvereinbarung über die Kassenleistung ist nichtig; sie weicht zum Nachteil des Versicherten vom Prinzip kostenfreier Sach- und Dienstleistungsgewährung ab. Ein Honoraranspruch des behandelnden Arztes ist nicht rechtswirksam entstanden. Führt ein Vertragsarzt eine Behandlung außerhalb des Leistungsbereiches der GKV durch, hat er den Patienten deutlich aufzuklären, dass in diesem Fall eine Kostenerstattung durch die GKV nicht erfolgen wird. Fehlt es an diesem Hinweis, entsteht ebenfalls kein wirksamer Vergütungsanspruch. Aktenzeichen: LSG Saarland, 22.06.2011, AZ: L 2 KR 1/11 Entscheidungsjahr: 2011 Kostenerstattung § 13 SGB V – Aufklärung durch GKV Zur Kostenerstattung eines GKV-Versicherten heißt es in § 13 Abs.2 SGB V: ... „Versicherte können anstelle der Sach- oder Dienstleistungen Kostenerstattung wählen. Hierüber haben sie ihre Krankenkasse vor Inanspruchnahme der Leistung in Kenntnis zu setzen... Die GKV hat dann den Versicherten generell darüber aufzuklären, dass die Erstattung begrenzt ist auf die Höhe der Vergütung der GKV bei einer Sachleistung. Es besteht aber keine Pflicht zur Belehrung des Versicherten über die anfallenden GOÄ-Beträge für die einzelnen Leistungen des Arztes...“ Aktenzeichen: LSG Saarbrücken, 12 .11.2008, AZ: L 2 KR 18/06 Entscheidungsjahr: 2008 䉴 Ende der kurativen Misteltherapie Homöopathische und anthroposophische Mistelpräparate dürfen in der adjuvanten Krebstherapie künftig nicht mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Nach der OCT-Liste des GBA ist die Verordnung von Mistelpräparaten nur für die Indikation in der palliativen Therapie von malignen Tumoren zulässig. Das Gericht führt u. a. aus: ... „Das Gebot, der therapeutischen Vielfalt Rechnung zu tragen, bedeutet insbesondere, dass die Eigenheiten besonderer Therapierichtungen zu berücksichtigen sind. Bei der Bewertung der Qualität und Wirksamkeit von Behandlungsmethoden und Medikationen ist deshalb der Erkenntnisstand der jeweiligen Therapierichtung, also die aus Sicht der Therapierichtung gegebene besondere Wirksamkeit zugrunde zu legen. Der GBA hat in Nr 16. 5 AMRL spezielle Regelungen zugunsten besonderer Therapierichtungen aufgenommen. Er hat für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel für die Be-

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Behandlung GKV-Patient G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

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handlung einer schwerwiegenden Erkrankung als Therapiestandard anzusehen ist (vgl § 34 Abs 1 Satz 2 SGB V), in Nr 16. 5 AMRL eine Sonderregelung für die Arzneimittel der Anthroposophie und Homöopathie getroffen: Das Vorliegen eines Therapiestandards ist „nach dem Erkenntnisstand ... in der jeweiligen Therapierichtung“ zu beurteilen Aus § 34 Abs 1 Satz 3 SGB V kann nicht abgeleitet werden, der GBA müsse im Rahmen der anthroposophischen und homöopathischen Therapierichtungen Arzneimittel wie zB Mistel-Präparate sowohl für die kurativ-adjuvante als auch für die palliative Therapie für verordnungsfähig erklären. Kommt der GBA in diesem Rahmen zum Ergebnis, einen Behandlungsstandard gebe es bei einer bestimmten schwerwiegenden Erkrankung nur in der palliativen Therapie, so beschränkt er die Verordnungsfähigkeit in der Weise, wie er es in Nr 16. 4. 27 AMRL bezogen auf Mistel-Präparate getan hat...“ Aktenzeichen: BSG, 11.05.2011, AZ: 25/10 B 6 KA 25710 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Verordnung von Rezepturarzneimitteln Die Verordnung von Rezepturarzneimitteln bei einer Behandlung, für die keine positive Empfehlung nach § 135 Abs.1 SGB V vorliegt, darf nur erfolgen, wenn ihre Wirksamkeit auf sonstige Weise ausreichend belegt ist, z. B.durch wissenschaftlich einwandfreie Statistiken. Bei sog. unerforschten Krankheiten reicht es, wenn sich die Anwendung in der Praxis oder Fachwissenschaft durchgesetzt hat oder eine nicht ganz fern liegende Aussicht auf eine Heilung gegeben ist. Aktenzeichen: BSG, 03.02.2010, AZ: B 6 KA 37/08 Entscheidungsjahr: 2010 䉴 Keine Kostenübernahme von GKV für Liposuktion (Fettabsaugung) Die gesetzlichen Krankenkassen müssen die Kosten für eine Liposuktion ihrer an einem Lipödem erkrankten Versicherten nicht übernehmen. Die Patientin leidet seit Jugendjahren an sog. Lipödemen (einer schmerzhaften Häufung von Fettgewebe) an den Beinen. Die durchgeführte Ernährungsumstellung in Kombination mit manuellen Lymphdrainagen und Sport hatte zu keiner Linderung der Beschwerden geführt, so dass die Patientin schließlich eine ambulante Liposuktion durchführen ließ. Die Krankenkasse weigerte sich, die Kosten hiefür zu erstatten. Das Sozialgericht Mainz bestätigte nun im Anschluss an ein Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz und des Bundessozialgerichts die Entscheidung der Krankenkasse. Bei der Liposuktion handelt es sich um eine sog. neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode, die im ambulanten Bereich nur erbracht werden darf, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss eine positive Empfehlung abgeben hat. Dies ist bei der Liposuktion nicht der Fall. Die Patientin konnte sich auch nicht auf einen besonderen Ausnahmefall berufen, in welchem trotz fehlender positiver Empfehlung die Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch genommen werden darf. Ein solcher Ausnahmefall setzt u. a. voraus, dass es sich um eine lebendbedrohliche oder regelmäßig tödlich verlaufende Erkrankung handelt. Einen solchen Schweregrad erreichen die Lipödeme jedoch nicht. Aktenzeichen: LSG Baden-Württemberg, 27.04.2012, AZ: L 4 KR 595/11 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Behandlung eines Mammakarzinomrezidivs mittels Kryotherapie Die Kosten einer kassenärztlichen Behandlung eines Mammakarzinomrezidivs der linken Brust mittels Kryotherapie und anschließender Immuntherapie als neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethode sind wegen fehlender Anerkennung durch den GBA nicht zu erstatten. Es liegt auch keine Ausnahmesituation vor, die nach der Rechtsprechung eine Kostenübernahme rechtfertigen würde; denn es gibt die Möglichkeit einer Behandlung nach medizinischem Standard. Die Entfernung eines bereits geschädigten Körperorgans als Behandlungsalternative ist zumutbar. Aktenzeichen: SG Freiburg, 26.07.2012, AZ: S 5 KR 5749/10 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Hyperthermiebehandlung bei Astrozytom (Gehirntumor) Für die Hyperthermiebehandlung fehlt es an der nach § 135 I 1 SGB V erforderlichen befürwortenden Entscheidung des GBA. Ein Ausnahmefall des „Systemversagens“ liegt nicht vor. Hinsichtlich der Behandlung eines Astrozytoms (Gehirntumor) mittels Hyperthermie fehlt es an einer auf Indizien gestützten, nicht ganz fern liegenden Aussicht auf Heilung oder wenigstens auf spürba838

Behandlung PKV-Patient Abrechnung IGeL-Leistungen

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re positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf. (vgl. auch Urteil zur Beihilfe: VerwG Karlsruhe, 20.10.2011, AZ: 9 K 1098/10) Aktenzeichen: LSG Baden-Württemberg, 27.04.2012, AZ: L 4 KR 5054/10 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Elektroakupunktur nach Voll Keine Kostenerstattung für Elektroakupunktur nach Voll durch GKV Behandlung und Diagnostik nach der EAV sind keine Leistungen der GKV. § 135Abs.1 SGB V schließt die Leistungspflicht einer GKV für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden solange aus, bis diese vom GBA als zweckmäßig anerkannt ist. Die EAV ist aber vielmehr vom GBA in den Katalog der Leistungen aufgeführt, die nicht von den Vertragsärzten verordnet werden dürfen. Aktenzeichen: BSG, 09.11.2006, AZ: B 10 KR 3/06 Entscheidungsjahr: 2006 䉴 Ambulante Kunsttherapie Nach § 27 Abs. 1 SGB V hat der gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn diese medizinisch notwendig ist. Die Behandlung bzw. Therapie muss rechtlich von den Leistungspflichten der gesetzlichen KV umfasst sein. Bei der ambulanten Kunsttherapie handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode. Zu dieser Therapie hat der Gemeinsame Bundesausschuss bisher keine Empfehlung abgegeben, weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Eine Leistungspflicht der KV besteht auch nicht unter dem Gesichtspunkt, dass der Bundesausschuss keine Entscheidung getroffen hat, obwohl alle Voraussetzungen seit längerer Zeit gegeben sind; sog. Systemversagen. Dies ist in diesem Fall nicht gegeben. Eine gesetzliche KV hat daher die Kosten für eine ambulante Kunsttherapie nicht zu übernehmen. Im konkreten Fall lag auch keine notstandsähnliche Krankheitssituation vor, da die Patientin nicht lebensbedrohlich erkrankt war. Aktenzeichen: SG Aachen, 11.08.2011, AZ: S 2 KR 103/11 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Genehmigung von Akupunktur führt nicht dazu, dass Kinder- u. Jugendmediziner fachfremde Leistungen erbringen kann Ein Vertragsarzt ist grundsätzlich an die Grenzen des Fachgebietes, für das er zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung zugelassen ist, gebunden. Welche ärztlichen Leistungen zu einem bestimmten Fachgebiet gehören oder außerhalb des Gebietes liegen und daher als fachfremd einzuschätzen sind, beurteilt sich vorrangig nach der jeweiligen Gebietsdefinition in der Weiterbildungsordnung (vgl. auch BSG, 22.03.2006, AZ: B 6 KA 75/04). Für einen Kinder- und Jugendmediziner ist daher nach seinem Fachgebiet eine regelmäßige Behandlung von Erwachsenen nicht zulässig, da diese für ihn fachfremd ist. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Arzt die Zusatzbezeichnung Akupunktur führen kann. Eine Erteilung von Genehmigungen zur Durchführung qualifikationsgebundener Leistungen berechtigen einen Vertragsarzt nicht, fachfremde Leistungen zu erbringen. Aktenzeichen: LSG Sachsen, 24.09.2010, AZ: l 1 KA 1/10 Entscheidungsjahr: 2010

Behandlung PKV-Patient 䉴 GOÄ Nr. 34 – Überschreiten des Schwellenwertes (2,3fach) nur möglich, wenn Besonderheiten vorliegen Bei der Abrechnung ist ein Überschreiten des Schwellenwertes (2,3 fach) nur möglich, wenn Besonderheiten vorliegen, die speziell bei der Behandlung des Patienten aufgetreten sind. Die Begründung des Arztes muss dann das Vorliegen solcher Umstände deutlich machen. Eine bei Nr. 34 abgegebene Begründung: „ OP. – Aufklärung „ ist dafür nicht ausreichend, da sie zu pauschal ist. Aktenzeichen: VerwG Stuttgart, 28.10.2013, AZ: 12 K 63/13 Entscheidungsjahr: 2013 839

Behandlung PKV-Patient G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

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䉴 Hyperbare Sauerstofftherapie Die hyperbare Sauerstofftherapie (Druckkammerbehandlung) ist eine etablierte alternative Methode zur Behandlung einer aseptischen Knochennekrose, die sich in der Praxis ebenso erfolgsversprechend bewährt hat wie die schulmedizinisch anerkannte Behandlung dieser Erkrankung. Eine in der Praxis ebenso erfolgversprechende Bewährung liegt dann vor, wenn im Grundsatz die in Betracht genommene Methode der alternativen Medizin in ihrer Wirksamkeit – wenigstens im Großen und Ganzen – einer ebenfalls zu Gebote stehenden Methode der Schulmedizin gleichkommt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie über eine Erfolgsdokumentation verfügen muss, die der Schulmedizin vergleichbar ist. Eine Methode der etablierten Richtungen der alternativen Medizin ist vielmehr bereits dann als gleichwertig anzusehen, wenn sie sich aufgrund neutraler, der Erfolgsdefinition dieser Richtung Rechnung tragender Tests als nicht untauglich erwiesen hat. Es liegt daher eine medizinisch notwendige Heilbehandlung vor, deren Kosten eine PKV zu erstatten hat. Aktenzeichen: OLG Stuttgart, 22.09.2011, AZ: 7 U 39/11 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 PKV- Patient: Kosten für Galvanotherapie Der Patient hat gegen die PKV keinen Anspruch auf Erstattung der durch die ECT-Galvanotherapie entstandenen Kosten. Die Verpflichtung der PKV zur Erstattung von Aufwendungen für alternativmedizinische Behandlungen richtet sich nach ihren Versicherungsbedingungen. Die sog. „Schulmedizinklausel“ ist wirksam. Danach leistet der Versicherer im vereinbarten Umfang für Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und Arzneimittel, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt sind. Er leistet darüber hinaus für Methoden und Arzneimittel, die sich in der Praxis ebenso Erfolg versprechend bewährt haben oder die angewandt werden, weil keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel zur Verfügung stehen. Die Galvanotherapie ist unstreitig keine Behandlungsmethode, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt ist. Sie ist nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme auch keine Methode, die sich in der Praxis ebenso Erfolg versprechend bewährt hat. Voraussetzung dafür ist, dass sie über eine gewisse Dauer („sich bewährt“) eingesetzt worden ist und Erfolge vorweisen kann („Erfolg versprechend“), die denjenigen Erfolgen, die mit überwiegend anerkannten schulmedizinischen Methoden erzielt wurden, gleichstehen. Diese – vom Versicherungsnehmer zu beweisende – Voraussetzung ist nach den klaren und überzeugenden Ausführungen des Sachverständigen nicht erfüllt. Eine Erstattungspflicht der Beklagten ergibt sich schließlich nicht unter dem Gesichtspunkt, dass keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel zur Verfügung stehen. Insoweit kommt es nicht darauf an, dass Krebserkrankungen in aller Regel nicht sicher heilbar sind. Vielmehr ist nach den Versicherungsbedingungen maßgebend, dass zur Heilbehandlung keine anerkannten Methoden zur Verfügung stehen. Das beim Patienten diagnostizierte Prostatakarzinom ist indes nach den überzeugenden Ausführungen des Sachverständigen mit sehr guten Heilungschancen nach anerkannten schulmedizinischen Methoden behandelbar. Aktenzeichen: OLG Köln, 24.07.2009, AZ: 20 U 55/09 Entscheidungsjahr: 2009 䉴 Kosten für Behandlung durch Heikpratiker Die Patientin hat einen Anspruch auf Erstattung der hier geltend gemachten Aufwendungen für die Heilbehandlungen durch die Heilpraktikerin, denn die Behandlungen durch die Heilpraktikerin waren medizinisch notwendig im Sinne des § 1 Abs. 2 MB/KK 94. Die Besonderheit des vorliegenden Falles liegt darin, dass keine schuldmedizinische Behandlung, sondern eine naturheilkundliche Behandlung erfolgt ist. Grundsätzlich ist eine Behandlungsmaßnahme dann medizinisch notwendig, wenn es nach den objektiven medizinischen Befunden und Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Vornahme der ärztlichen Behandlung vertretbar war, sie als notwendig anzusehen. Es kommt hierbei aber nicht auf die „Wissenschaftlichkeit“ der Erkenntnisse an. Dies hätte nämlich zur Folge, dass Behandlungen durch Heilpraktiker grundsätzlich nicht erstattungsfähig wären, da deren Vorgehensweisen und Handlungsmethoden in aller Regel gerade nicht wissenschaftlich belegt und begründet sind. Dies liegt bei Naturheilkundeverfahren in der Natur der Sache, da es sich gerade nicht um schulmedizinische Behandlungen handelt, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Auch der BGH hat klargestellt, dass die Wissenschaftlichkeit nicht entscheidend sein kann.

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Steuerrecht Abrechnung IGeL-Leistungen

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Entscheidend muss vielmehr sein, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. Denn aus Sicht des durchschnittlichen Versicherungsnehmers, auf dessen Verständnis es bei der Auslegung von Versicherungsbedingungen ankommt, ist die Einbeziehung der Leistungen eines Heilpraktikers nur so zu verstehen, dass naturheilkundliche Behandlungen im Grundsatz erstattungsfähig sind. Von den anerkannten Naturheilkundeverfahren abzugrenzen sind als dritte Gruppierung sog. Außenseitermethoden, die weder von der allgemeinen Naturheilkundelehre, noch von der Schulmedizin getragen werden. Ein solcher Außenseiterfall liegt hier indes nicht vor, so dass auch nicht die nochmals strengeren Anforderungen aus der Entscheidung des OLG Hamm, 20 U 173/96, Urteil vom 26.06.1998, zu stellen sind. Danach ist im vorliegenden Fall die medizinische Notwendigkeit der durchgeführten Behandlung zu bejahen. Die Sachverständige hat insoweit überzeugend dargelegt, dass zunächst das Vorliegen einer Neurodermitis unzweifelhaft zu bejahen war und diese auch als behandlungsbedürftig anzusehen war. Sodann hat die Sachverständige ebenso überzeugend und schlüssig sowie nachvollziehbar dargelegt, dass der grundsätzliche Behandlungsansatz der Heilpraktikerin über eine Orthomolekular-Therapie bzw. eine Colon-Hydro-Therapie als Therapie für eine Neurodermitis naturheilkundlich anerkannt und gängig ist und darüber hinaus – jedenfalls aus naturheilkundlicher Sicht – auf einem medizinisch nachvollziehbaren Ansatz beruht. Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen ist die medizinische Notwendigkeit unter Zugrundlegung naturheilkundlicher Grundsätze zu bejahen. Aktenzeichen: LG Münster, 17.11.2008, AZ: 015 0 461/07 Entscheidungsjahr: 2008 䉴 Abrechnungsbetrug bei Behandlung von Privatpatienten Ein Arzt hatte bei Behandlungen von Privatpatienten in mehrfacher Hinsicht einen Abrechnungsbetrug gemäß § 263 StGB begangen. In Absprache mit den Patienten hatte er in seinen Honorarabrechnungen angebliche Leistungen ausgewiesen und berechnet, die er gar nicht erbracht hatte. Die Patienten reichten die Rechnungen bei ihren Versicherungen zur Bezahlung ein. Der BGH erklärt nochmals: bei standardisierten Abrechnungsverfahren ist es nicht erforderlich, dass der Mitarbeiter in Bezug auf einzelne Positionen die Vorstellung hat, sie sei der Höhe nach berechtigt; es genügt die stillschweigende Annahme, die Abrechnung sei insgesamt in Ordnung. Weiterhin hatte der Arzt Leistungen in Rechnung gestellt, die er persönlich nicht erbracht hatte, u. a. Laborleistungen der Klasse M III und M IV. Dabei weist der BGH u. a. daraufhin: der Arzt, der eine ärztliche Leistung als eigene abrechnet, behauptet nicht nur, zu dieser Abrechnung berechtigt zu sein; sondern er erklärt zumindest konkludent, dass bei den einzelnen Abrechnungspositionen die Voraussetzungen der zu Grunde liegenden Rechtsvorschriften eingehalten sind. Der für Betrug nach § 263 StGB erforderliche Irrtum setzt nicht voraus, dass sich der Patient konkrete Vorstellungen über die Berechnung und Bemessungsgrundlagen macht. Ausreichend ist beim Patienten die Vorstellung, die Abrechnung sei in Ordnung. Der Patient erleidet dann einen Vermögensschaden, wenn er in der Folge nicht geschuldetes Arzthonorar bezahlt. Aktenzeichen: BGH, 25.01.2012, AZ: 1 StR 45/11 Entscheidungsjahr: 2012

Steuerrecht Außergewöhnliche Belastung § 33 EStG; Kosten für alternative Behandlung Auch Kosten für eine alternative Behandlungsmethode, z. B. Sauerstofftherapie, können eine außergewöhnliche Belastung darstellen. Dem steht nicht entgegen, dass eine Methode nicht als wissenschaftlich anerkannte Heilmethode bewertet wird; es reicht, wenn die Behandlungsmethode auf einen medizinisch nachvollziehbaren Ansatz beruht und die Heilwirkung zumindest wahrscheinlich ist. Es ist daher von Bedeutung, ob nach den Grundsätzen der Naturheilkunde die Methode als notwendig anzusehen ist. Aktenzeichen: BFH, 05.10.2011, AZ: VI R 49/10 Entscheidungsjahr: 2011 841

Werbung und Wettbewerbsrecht G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

Abrechnung IGeL-Leistungen

䉴 Umsatzsteuerpflicht bei unvollständiger Rechnung Nach § 14 Abs.4 UStG muss eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer folgende Angaben enthalten: ) vollständiger Name ) vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers, die Steuernummer oder die UStG-Identifikationsnummer, ) das Ausstellungsdatum, ) eine fortlaufende Rechnungsnummer, ) die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung z. B. Art und Umfang der medizinischen Leistung ) sowie den Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung z. B. Datum der erbrachten medizinischen Leistung Der BFH hat nunmehr entschieden: der unberechtigte Ausweis von Umsatzsteuer in einer Rechnung führt auch dann zur Umsatzsteuerschuld des Rechnungsstellers, wenn die Rechnung nicht alle Angaben gemäß § 14 Abs.4 UStG enthält. Sonst könnte man sich durch das Weglassen nur eines Merkmales seiner Umsatzsteuerpflicht entziehen. Aktenzeichen: BFH, 17.02.2011, AZ: V R 39/09 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Umsatzsteuerpflicht bei Schönheitsoperationen Gemäß § 4 Nr.14 S. 1 UStG sind Umsätze aus der Tätigkeit als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Krankengymnast, Hebamme oder aus einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit im Sinne des § 18 Abs.1 Nr.1 des EStG steuerfrei. Diese Vorschrift ist restriktiv in der Art auszulegen, dass nur Tätigkeiten zur Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen steuerfrei sind. Die frühere weite Auslegung der Vorschrift ist von der Finanzverwaltung zu Recht aufgeben worden. Eine ästhetisch – plastische Leistung eines Chirurgen (Schönheits-OP) ist dann steuerpflichtig, wenn nach den Umständen des Einzelfalls keine medizinische Indikation vorliegt. Eine Steuerfreiheit besteht nur in den Fällen, bei denen eine Operation dieser Art dem Schutz der Gesundheit dient. Aktenzeichen: Bundesfinanzhof, 15.07.2004, AZ: V R 27/03 Entscheidungsjahr: 2004 䉴 Umsatzsteuerpflicht bei reiner Schönheits-OP Reine Schönheitsoperationen, bei denen keine medizinische Indikation vorliegt, sind nicht von der Umsatzsteuer befreit, denn es liegt kein Eingriff vor, der dem Schutz der menschlichen Gesundheit dient. Diese Rechtsprechung hat der BFH in einer neueren Entscheidung bestätigt. Aktenzeichen: BFH, AZ: V R 17/09 - 07.10.2010 Entscheidungsjahr: 2010 䉴 Allgemeine ärztl. Präventionsleistungen – Umsatzsteuerpflichtig Allgemeine Präventionsleistungen wie Gesundheitssport oder Training unter ärztlicher Leitung sind keine umsatzsteuerfreie Heilbehandlung, weil es sich um Leistungen zur Stabilisierung des allgemeinen Gesundheitszustandes handelt ohne Bezug zu einem konkreten Krankheitsbild. Aktenzeichen: BFH, 10.03.2005, AZ: V R 54/09 Entscheidungsjahr: 2005

Werbung und Wettbewerbsrecht 䉴 Unzulässige Werbung mit ungesicherten Therapieansätzen Es ist unzulässig, mit wissenschaftlich (noch) ungesichert geltenden Therapieansätzen zu werben; vgl. dazu § 3 HWG (Heilmittelwerbegesetz). Ist die Wirksamkeit einer Behandlung umstritten, verbietet sich die Bewerbung dieser Behandlungsmethode. In diesem Fall hat auch der Werbende die Wirksamkeit der Behandlungsmethode darzulegen und nachzuweisen.Eine unzulässige Werbung hat auch zur Folge, dass ein Wettbewerbsverstoß vorliegt. Aktenzeichen: OLG Braunschweig, 07.03.2012, AZ: 2 U 90/11 Entscheidungsjahr: 2012 842

Werbung und Wettbewerbsrecht Abrechnung IGeL-Leistungen

G. Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen

䉴 Keine kostenlos erteilte ärztliche Beratung im Internet 1. Eine kostenlos erteilte ärztliche Beratung im Internet ist unzulässig. Es liegt ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vor, insbesondere auch gegen § 9 HWG. Hieran ändert auch der Hinweis: „Die Informationen unserer Experten ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung und Behandlung. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte persönlich an Ihren behandelnden Arzt.“ nichts. 2. Das Ärztliche Berufsgericht Niedersachsen führt in einer Entscheidung aus: „Allgemeine ärztliche Online-Informationen sind zulässig. Wird aber eine spezielle Anfrage zu einem konkreten Gesundheitszustand gestellt und dieser Einzelfall auch speziell beantwortet, liegt eine individuelle ärztliche Beratung vor.“ Dies gilt unabhängig davon, dass im Internet der Nutzer hingewiesen wurde, dass er nur allgemeine Informationen erhalten würde. Aktenzeichen: 1. Aktenzeichen: LG Köln, 08.11.2011, AZ: 81 0 56/11 2. Aktenzeichen: Ärztl.Berufsgericht Niedersachsen, 07.03.2011, AZ: BG 6/11 Entscheidungsjahr: 2011 䉴 Kick-Back bei Laborleistungen Wenn (Zahn-)Ärzte sich vertraglich gegenüber einem Labor verpflichten, sämtliche Laborleistungen nur bei diesem Labor in Auftrag zu geben, und durch eine gesellschaftsrechtliche Absprache am Gewinn des Labors beteiligt sind, liegt eine unangemessene unsachliche Einflussnahme auf die ärztliche Diagnose- und Therapiefreiheit vor. Eine solche Vertragsbestimmung ist nach § 134 BGB in Verbindung mit §§ 3, 4 Nr.1 UWG nichtig. Betroffenen Ärzten ist es nach dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht verwehrt, sich bei Auseinandersetzungen mit dem Labor auf die Nichtigkeit der Vertragsklausel zu berufen. Aktenzeichen: BGH, 23.02.2012, AZ: I ZR 231/10 Entscheidungsjahr: 2012 䉴 Vorher-Nachher-Bilder bei Schönheitsoperationen Seit April 2006 ist die Werbung für Schönheitsoperationen eingeschränkt; insbesondere besteht ein strenges Werbeverbot für Vorher-Nachher-Bilder bei operativen plastisch – chirurgischen Eingriffen. Dies gilt aber nicht für alle Schönheitsoperationen. So fallen kleinere, zuerst ästhetisch veranlasste Operationen nicht unter das Werbeverbot, das sie rein oberflächlich durchgeführt werden und nicht als plastische Eingriffe anzusehen sind; z. B. Peeling der Haut mittels Laser, oberflächliche Behandlung von Cellulite, etc.. Aktenzeichen: LG Lübeck, 15.05.2007, AZ: 11 O 2/07 Entscheidungsjahr: 2007 䉴 Abgabe von Nahrungsergänzungsmitteln in Praxis Ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht liegt vor, wenn ein Arzt in seiner Praxis Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate etc. abgibt, da diese Waren nicht notwendiger Bestandteil der ärztlichen Therapie sind. Der Heilauftrag eines Arztes ist in einem solchen Fall nicht gewahrt; ein Einverständnis der Patienten zum Kauf der Präparate ist unbeachtlich. Aktenzeichen: LG Rottweil, 16.06.06, AZ: 5 0 40/05 Entscheidungsjahr: 2006 䉴 Bezeichnung „Akupunktur“ auf Praxisschild Ein niedergelassener Arzt bot seit Jahren nach entsprechender Ausbildung Akupunktur als ärztliche Leistung an. Auf seinem Praxisschild führte er die Bezeichnung „ Akupunktur“, und zwar mit dem Zusatz: „Diese Bezeichnung ist keine Gebiets- oder Zusatzbezeichnung nach § 34 des Kammergesetztes für Heilberufe“. Die LÄK Niedersachsen forderte den Arzt auf, die Bezeichnung vom Praxisschild zu entfernen. Das Bundesverwaltungsgericht sprach in einem Urteil dagegen aus, dass diese Bezeichnung zulässig sei. Das Gericht wies darauf hin, dass es zwar gerechtfertigt sei, Ärzten Werbebeschränkungen aufzuerlegen; eine interessengerechte und sachlich angemessene Information, die keinen Irrtum erregen kann, müsse aber zulässig sein. In diesem Fall hatte der Arzt ein berechtigtes Interesse, über sein zusätzliches Leistungsangebot zu informieren. Dazu kommt: die Akupunktur ist eine abrechnungsfähige Leistung und eine Behandlungsart, die nicht jeder Arzt beherrscht und anbietet.

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Aktenzeichen: BVerwG, 05.04.2001, AZ: 3 C 25.00 Entscheidungsjahr: 2001 䉴 HNO – Arzt als „Nasenchirurg“ Führt ein HNO- Arzt in seiner Praxis in einigem Umfang funktionelle und ästhetische Nasenchirurgie durch, ist eine Zusatzbezeichnung „Nasenchirurg“ nicht als unzulässige Werbung anzusehen. Aktenzeichen: 6 t E 963/08 T, LandesberufsG f. Heilberufe bei OVerwG Nordrh.-Wesstfalen, 29.09.2010 Entscheidungsjahr: 2010 䉴 Inserat im Telefonverzeichnis mit: „Ärzte: Plastische Chirurgie“ Ein Arzt war Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie; in seiner Praxis fanden vorwiegend Operationen im plastischen und ästhetischen Bereich statt. Im Branchen- und Telefonverzeichnis „Gelbe Seiten“ hatte der Arzt wie folgt inseriert: Ärzte: Plastische Chirurgie. Mit dem Inserat macht der Arzt ein besonderes Leistungsangebot, d. h. plastische Operationen, ohne dass von ihm klargestellt wird, dass er die Leistungen nur nach eigenen Angaben erbringt. Denn es fehlt für die Leistung des Arztes eine objektive Bestätigung, wie z. B. Facharzttitel. Eine Werbung dieser Art ist daher wettbewerbswidrig und verstößt auch gegen die Berufsordnung der Ärzte. Aktenzeichen: LG Köln, 29.11.2007, AZ: 31 0 556/07 Entscheidungsjahr: 2007 䉴 Bezeichnung einer Arztpraxis als „Spezialist für...“ Einem Arzt ist es erlaubt, sachliche Informationen über seine Berufstätigkeit zu geben. Untersagt ist aber eine berufswidrige Werbung; dies ist vor allem eine anpreisende, irreführende, herabsetzende oder vergleichende Werbung. Dazu gehört das Führen von Zusatzbezeichnungen, die zu Irrtümern und damit zu einer Verunsicherung der Patienten führen können. Eine Bewertung kann dabei nicht generalisierend-abstrakt vorgenommen werden; es ist immer der Einzelfall zu prüfen unter Berücksichtigung des Grundrechts auf die Berufausübungsfreiheit. Eine Zusatzbezeichnung „Spezialist“ kann nur dann zulässig sein, wenn ein Arzt tatsächlich in einem Fachgebiet über herausragende theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen verfügt; dazu ist eine langjährige und umfassende Tätigkeit in dem Gebiet erforderlich. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist ein Zusatz „Spezialist“ unzulässig, da er irreführend ist. Aktenzeichen: 1. BVerfG, 28.07.2004, AZ: 1 BvR 159/04 2. OVG Nordrhein-Westfalen, 20.08.2007, 13 B 505/07 Entscheidungsjahr: 2007 䉴 Praxis mit Zusatzbezeichnung: Tätigkeitsschwerpunkt... Die Einschränkungen zur Werbung im Arztbereich werden zutreffend damit gerechtfertigt, dass eine gesundheitspolitisch unerwünschte Kommerzialisierung des Arztberufes stattfindet. Dies kann aber nicht dazu führen, dass alle Zusätze auf Briefbogen oder Praxisschild ohne Rücksicht auf den Informationswert für Dritte generell zu verbieten sind. Sofern die Zusätze in sachlicher Form erfolgen und nicht irreführend sind, sind sie nach der ständigen Rechtsprechung der oberen Gerichte erlaubt. Ein Praxisschild mit der Zusatzbezeichnung „Tätigkeitsschwerpunkt“ ist daher dann zulässig, wenn diese Angabe den tatsächlichen Gegebenheiten bei der Tätigkeit des Arztes entspricht. Aktenzeichen: BVerfG, 23.01.2001, AZ: 1 BVR 873/00 Entscheidungsjahr: 2001

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Auflistung häufiger Auslagen der Praxis Nach § 10 GOÄ können die Kosten, die aus der individuellen Behandlung eines Patienten zusätzlich entstehen z. B. für Arzneimittel, Verbandmittel und sonstigen Materialien, die der Patient zur weiteren Verwendung behält oder die mit einer einmaligen Anwendung verbraucht sind, als Auslagen berechnet werden. Die Kosten für berechnungsfähig verbrauchte Materialien gem. § 10 GOÄ sind am Schluss der Rechnung detailliert anzugeben. Wird der Betrag von a 25,56 überschritten, so ist auch ein Rechnungsbeleg beizufügen. Rabatte, die ein Hersteller oder auch ein Apotheker wegen z. B. des Bezuges größerer Mengen gewährt, müssen an den Zahlungspflichtigen weitergegeben werden. Die Berechnung von Pauschalen ist nicht zulässig. Die beigefügten Belege können sich auch auf größere Liefermengen (als nur für einen Patienten) und dadurch größere Beträge belaufen Aus dem Beleg muß die bezogene Menge hervorgehen und aus der Honorarrechnung des Arztes muß die im konkreten Behandlungsfall verbrauchte Teilmenge deutlich hervorgehen. Nicht berechnet werden können die Kosten für 1. Kleinmaterialien wie Zellstoff, Mulltupfer, Schnellverbandmaterial, Verbandsspray, Gewebeklebstoff auf Histoacrylbasis, Mullkompressen, Holzspatel, Holzstäbchen, Wattestäbchen, Gummifingerlinge, 2. Reagenzien und Narkosemittel zur Oberflächenanästhesie, 3. Desinfektions- und Reinigungsmittel, 4. Augen-, Ohren-, Nasentropfen, Puder, Salben und geringwertige Arzneimittel zur sofortigen Anwendung sowie für 5. folgende Einmalartikel: Einmal-Spritzen, -Kanülen, -Handschuhe, -Harnblasenkatheter, -Skalpelle, -Proktoskope, -Darmrohre, -Spekula. Rezeptieren von Material Meistens rezeptieren Ärzte im Rahmen von IGeL-Leistungen auf einem Privatrezept die erforderlichen Medikamente (Arzneimittel-Ampullen, Infusionslösungen u. a.) und das ggf. notwendige Verbandsmaterial sowie z. B. Braunülen, Infusionsbestecke etc. Der Patient besorgt dies in der Apotheke und zahlt es auch. Dies stellt für den Arzt – der diese Auslagen in der Liquidation nicht aufführen muss – eine Vereinfachung dar. Eine Liste für den Praxisalltag Für häufig verwendete z. B. Arzneimittel, Verbandmittel und sonstigen Materialien ist eine Aufstellung ihrer (Einzel-)Preise in Zusammenarbeit z. B. mit einem Apotheker sinnvoll und erleichtert Nachbestellungen und hilft bei Rechnungstellungen keine Auslagen zu vergessen. In die folgende Liste können Sie Ihre praxisindividuellen Auslagen eintragen:

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7_27

Literatur zur GOÄ und IGeL Brück, D. – von Klakow-Frank, R. (Fortgeführt Hrsg.) Kommentar zur Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) 37. Aktualisierung, Loseblattwerk, Deutscher Ärzte Verlag, 2019 IgeL Erfolg mit System – Konzept-Werkstatt für Hausärzte und Internisten ecomed Medizin, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, 2005 Hermanns, P.M. – C. Barufke GOÄ 2021 und Abrechnung IGeL Kommentare – Gerichtsurteile – Analoge Bewertungen – Abrechnungstipps – Anmerkungen und Beschlüsse der BÄK – IGeL mit Abrechnungsbeispielen 15. Auflage, Springer Verlag, Heidelberg, 2021 Hess, R. Klakow-Franck (Bearb.) Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ) mit Abrechnungsempfehlungen/IGeL-Leistungen Stand Januar 2020 Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2020 Hess, R. – Klakow – Franck, R. (Hrsg.) IgeL-Kompendium für die Arztpraxis Patientengerechte Selbstzahlerleistungen rechtssicher gestaltet Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2005 Hoffmann/Kleinken Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) – Loseblattwerk – 40. Aktualisierung Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 3. Aufl., 2018 Hufelandgesellschaft für Gesamtheitsmedizin e.V. (Hrsg.) Hufeland – Leistungsverzeichnis für Therapie – Richtungen der Biologischen Medizin 6. überarbeitete Auflage, Haug Verlag, Heidelberg 2017 Jordt, M. – Girr, T. – Weiland, I.-K. Erfolgreich IGeLn Analyse, Organisation, Vermarktung 2. vollständig überarbeitete und aktualisiert Auflage, Springer Verlag, Heidelberg, 2013 Kardorff, B. Selbstzahlerleistungen in der Dermatologie und der ästhetischen Medizin Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2005 Krimmel, L. Kostenerstattung und Individuelle Gesundheitsleistungen Neue Chancen für Patienten und Ärzte Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 1998 Lang, M.H. – Schäfer, F.-H. – Stiel, H. – Vogt, W. Der GOÄ-Kommentar 2. aktualisierte Auflage Georg Thieme Verlag, Stuttgart – New York, 2002 Leithoff, Peter – Sadler, Bernd Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL) in der Orthopädie Georg Thieme Verlag, Stuttgart – New York, 2001 Milz, F. – Schirmer, K.-P., Pollmann, A. – Wiesenauer, M. Naturheilverfahren bei orthopädischen Erkrankungen Hippokratzes Verlag, Stuttgart 1998 Streit, Volker – Letter, Michael Marketing für Arztpraxen: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) organisieren, kalkulieren und verkaufen (German Edition) Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, 2005 Uleer, C. – Miebach, J. – Patt, J. Abrechnung von Arzt- und Krankenhausleistungen Erläuterungen zur Gebührenordnung für Ärzte GOÄ und zur Vergütung stationärer Krankenhausleistungen 3. Auflage, Verlag C. H. Beck, München, 2006

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2021 P. M. Hermanns (Hrsg.), GOÄ 2021 Kommentar, IGeL-Abrechnung, Abrechnung erfolgreich und optimal, https://doi.org/10.1007/978-3-662-62633-7

Literatur zur GOÄ und IGeL

Voigt, Tobias Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) im Rechtsverhältnis von Arzt und Patient Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Erscheinungstermin: 15.11.2013 Wezel, H. – Liebold, R. Handkommentar BMÄ, E-GO und GOÄ 63. Aktualisierung, Loseblattwerk, Stand Juli 2020 Asgard-Verlag, Sankt Augustin

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Internetbeiträge zu GOÄ und IGeL Hinweis für alle Internetadressen: Bitte bedenken Sie, dass sich Internet-Links ändern, wenn Portale neugestaltet werden. Über Google erhalten Sie aber immer die neue URL jederzeit. Alle Gebührenordnungen auf einen Klick Eine kostenpflichtige Datenbank (nur 9,– Euro pro Monat) für alle Gebührenordnungen, für IGeL und Alternative Medizin – stets aktualisiert. https://www.springermedizin.de/goae-ebm/15083006 Informationen auf den KBV-Seiten – Sonstige Kostenträger: Verträge mit Unfallversicherungsträgern, Bundesbahn- und Postbeamtenversicherung, Bundesgrenzschutz, Bundeswehr, Zivildienst, u. a. http://www.kbv.de/html/ 93.php Bundesärztekammer: Gebührenordnung www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.108 Bundesärztekammer: GOÄ-Ratgeber – Auslegungshinweise zum Thema Gebührenordnung https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/gebuehrenordnung/goae-ratgeber/ Anästhesiekommentar zur GOÄ Hrsg. Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. A. Schleppers – W. Weißauer 1. Auflage Ergänzungslieferung 2003 http://www.bda.de/service-recht/publikationen/anaesthesiekommentar-zur-goae.html Chefärztebrief (kostenpflichtig) IWWInstitut für Wirtschaftspublizistik Privatliquidation, Recht, Management, Steuern www.chefaerzte-brief.de

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Stichwortverzeichnis der GOÄ Um die Suche erheblich zu erleichtern, wurden 1. in diesem Stichwortverzeichnis alle Leistungen – auch die Laboratoriumsuntersuchungen des Kapitels M – alphabetisch zusammengefasst. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf die Gebührenordnungsnummern der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). 2. auch wichtige Stichworte aus den Paragraphen § 1- § 12 einschl. der Kommentare aufgenommen. Die angegebenen Paragraphen (§) sind angegeben. 3. Stichworte zu weiteren Themenbereichen z. B. Umsatzsteuer oder IGeL-Leistungen und Leistungen der Alternativen Medizin deutlich mit dem Begriff „Seite“ = „S“ und dann der entsprechenden Seitenzahl gekennzeichnet – siehe Stichwortverzeichnis zum IGeL und zur Alternativen Medizin. Analoge Bewertungen Die bisher veröffentlichen analogen Bewertungen aus dem Verzeichnis der Bundesärztekammer und des Zentralen Konsultationsausschusses für Gebührenordnungsfragen bei der Bundesärztekammer (gekennzeichnet durch ein „A“ vor der Ziffer (dem sog.Platzhalter) z. B. A-Bild-Sonographie A 409 Strukturierte Schulung einer Einzelperson A 36 sind aufgenommen; sowie weitere Empfehlungen zu analogen Bewertungen der BÄK, von Berufsverbänden, aus Kommentaren und der PVS. Diese sind mit dem Wort „analog“ hinter der Ziffer Nr. (Platzhalter) gekennzeichnet z. B. Anästhesiologisches Stand-by 62 analog Methadongabe 376 analog Im vorderen Teil des Buches; im Leistungsverzeichnis, finden Sie in der Leistungslegende – soweit verfügbar – angegeben, wer diese analoge Bewertung eingeführt hat.

1 13C-Harnstoff-Atemtest ........................... A 619* 3D-Bestrahlungsplanung bei Kindern und Jugendlichen ...................................................A 5863* 3D-Bestrahlungsplanung bei Rezidiven .........................................................A 5865*

A A-Bild-Sonographie ................................... A 409 Abdingung ................................................. § 2 – Hinweispflicht ................................. § 2 Abs. 2 – schriftliche Vereinbarung ................... § 2 Abs. 2 Abdomen – Rö Ubersicht ............................. 5190*, 5191* – CT-Untersuchung ................................ 5372* – MRT-Untersuchung ............................... 5720* Abdruck durch Gips ................................... 3310 Abduktionsschienenverband .......................... 214 Ableitende Tränenwege, Einbringung eines Plastikröhrchens ..................................... A7018 Abmeißelung ausgedehnter Osteophyten . 2258 analog

ABO-Merkmale ....................................... 3980* Abort, Beistand und Beendigung ................... 1052 Abrasio – Gebärmutterhöhle ................................... 1104 – Hornhaut .............................................. 1339 Abrechnung IGeL-Leistungen ........................ 623 Abrechnung von Spezialbereichen – Reproduktionsmedizinische Leistungen 268 – Schlafmedizin ......................................... 211 – Schmerztherapie ..................................... 192 – Trainingstherapie ..................................... 257 Absaugen, Nasennebenhöhlen ...................... 1480 Abstrichmaterial, Entnahme – mikrobiologisch Untersuchung ................... 297 – zytologisch Untersuchung ......................... 298 Abszeßdiagnostik, szintigraphisch .............. 5480* Abszesseröffnung – Douglasraum ......................................... 1136 – intraabdominal ....................................... 3137 – paranephritisch ...................................... 1826 – peritonsillär ...................................1505, 1507 – retropharyngeal ..................................... 1506 – subkutan .............................................. 2428

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Stichwortverzeichnis der GOÄ

– subphrenisch ........................................ 3136 – tiefliegend ............................................. 2430 – Zunge .................................................. 1511 Abszesspunktion ........................................ 303 Abtragung Lamina perpendicularis ................................................... 2256 analog Abweichende Vereinbarung ............................ § 2 Abwesenheitsentschädigung .......................... § 9 Achalasie, Sprengung .................................. 780 ACE (Angiotensin-I-Converting-Enzyme) ........................................................... 3786* Achillessehnenruptur .................................. 2073 ACTH (Corticotropin) ................................ 4049* ACTH-Infusionstest .................................. 4090* ACTH-Kurztest* ........................................ 4091 Adaption, Untersuchung .............................. 1233 Addis-Count ........................................... 3654* Adenom der Schilddrüse, Enukleation ............ 2755 Adenotomie ............................................. 1493 Adenoviren – Antigen .................................... 4640*, 4675* – Antikörper .......................4310*, 4337*, 4365* Aderhauttumor, Koagulation ......................... 1369 Aderlass aus Art. oder Vene .......................... 285 Adhäsiolyse, laparaskopisch .......................... 701 Adiuretin (ADH) ...................................... 4061* Adnextumor – Operation .......................................... 1145 f. – Tumor-Punktion ...................................... 317 Adrenalin ............................................... 4072* AEP (Akustisch evozierte Potenziale) ............... 828 ärztliche Leistung – Abrechenbarkeit .............................. § 1 Abs. 2 – analoge Bewertung .......................... § 6 Abs. 2 – auf Verlangen des Zahlungspflichtigen .. § 1 Abs. 2 – bei stationärer Behandlung ....................... § 6 a – Bemessung der Gebühren ......................§ 5, 5a – Bestandteil einer anderen Leistung ..... § 4 Abs. 2a – Delegieren an nachgeordnetes Personal § 4 Abs. 2 – Erbringung durch Dritte, Hinweispflicht .. § 4 Abs. 5 – medizinische Notwendigkeit ............... § 1 Abs. 2 – Minderungspflicht bei stat. Behandlung .................................................... § 6 a Abs. 1 – persönliche Erbringung .......§ 4 Abs. 2, § 5 Abs. 5 – Rechnungslegung ....................................§ 12 – Schwierigkeiten, Zeitaufwand ............. § 5 Abs. 2 – selbstständige Leistung .................... § 4 Abs. 2 Äskulinspaltung ...................................... 4546* Ätzung – Gehörgang ............................................ 1578 852

– Nase/Nasenrachen .................................. 1436 – Paukenhöhle ......................................... 1579 Afterriss Operation ..................................... 3219 Afterschließmuskel – blutige Erweiterung ................................. 3237 – Dehnung .............................................. 3236 Afterverschluss – kongenitaler, oberflächlich ........................ 3215 – kongenitaler, tiefreichend .......................... 3216 Agnosie, Prüfung auf ................................... 830 Agraphie, Prüfung auf .................................. 830 AIDS, siehe HIV Akkommodationsbreite, Messung ................. 1203 Akneknoten, Öffnen ..................................... 758 Akupunktur ....................................... 269, 269a Akupunktur, bei Allergie ..... 269 analog, 269a analog Akustikusneurinom, Operation ...................... 2551 Akustisch evozierte Potenziale (AEP) ....... 828, 1408 Albumin ..................................... 3735*, 3736* Albumin im Stuhl .................................... A 3734 Aldosteron ............................................. 4045* Alexie, Prüfung .......................................... 830 Alkali-Neutralisationszeit, Bestimmung ........... 759* Alkali-Resistenzbestimmung ........................ 760* Allergie-Akkupunktur .......................... 269 analog – mind. 20 Minuten ..........................269a analog Alkohol, Ethanol ............................ 4207*, 4211* Alkali-Neutralisationszeit ............................. 759* Alkalische Leukozytenphosphatase .............. 3683* Alkalische Phosphatase ............................. 3587* – Isoenzyme .......................3784*, 3785*, 4062* Allergenspezifisches Immunglobulin .. 3890*; 3891* Allergiediagnostik ............................ 380 f., 385 f. Alpha – Amylase ................................... 3512*, 3588* – 1-Antitrypsin ....................................... 3739* – 1-Mikroglobulin ................................... 3754* – 2-Makroglobulin ................................... 3753* – Fetoprotein (AFT) ................................. 3743* alpha-Glucosidase ........................... 3776 analog Alternative Verfahren, Hinweise .......... § 1 Seite 809 Aluminium ............................................. 4190* Alveolarfortsatz , Reposition ......................... 2686 Ambulante OPs u. Anästhesien, Zuschläge ........ 440 Aminosäuren ................................ 3737*, 3738* AMA (Antimitochondriale Antikörper) . 3818*, 3843* Amiodarone ........................................... 4199* Amitryptilin ............................................ 4186* Ammen-Test ........................................... 4546* Ammoniak ............................................. 3774*

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Amnioskopie ............................................ 1010 Amniozentese ........................................... 1011 Amöben – Kultur ................................................ 4760* – mikrospkopisch ......................... 4740*, 4747* Amphetamin ........................................... 4151* Amputation – Gliedmaßen ........................................... 2170 – Hoden .............................................. 1765 f. – Mamma ........................................... 2411 ff. – Nebenhoden ....................................... 1711 f. – Penis ................................................... 1747 Amthauer-Test ........................................... 856 Amylase – Alpha ................................................. 3588* – Isoenzyme ................................ 3784*, 3785* – Clearance ........................................... 3610* ANA (Antinukleäre Antikörper) .......... 3813*, 3840* Anaerobier, Differenzierung .............. 4550*, 4567* Analatresie, Operation ................................. 3217 Analfissur, Operation .................................. 3219 Analfistel, Operation ................................... 3220 Analpolyp, Entfernung ................................. 764 Analspeculum-Untersuchung ........................ 705 Analoge Bewertung ............................. § 6 Abs. 2 – Hinweispflicht bei Rechnungslegung ...§ 12 Abs. 4 – BÄK zur analogen Bewertungen, s. unter ....... § 6 – weitere häufig verwendete Analoge Bewertungen ....................................................... Seite 611 Analtonometrien ....................................... A 704 Analspekulum-Untersuchung ........................ 705 Anamnese – Erhebung einer biographischen ................... 807 – Fremdanamnese .......................................... 4 – Fremdanamnese über einen psychisch, hirnorganisch o. kommunikationsgestörten Kranken .............................................................. 835 – homöopathisch .................................... 30, 31 – neurosenpsychologisch ............................ 860 Anaestesiologisches Stand-By ................ 62 analog Anästhesie(n) ...................................... 450, 440 – ambulant ............................................... 446 – Armplexus ........................................... 476 f. – Extremitäten ......................................... 476 f. – Kaudal .................................................. 469 – paravertebral ........................................ 476 f. – Spinal-, einzeitig .................................... 470 f. – Spinal-, kontinuierlich ............................... 473 Androstendion ........................................ 4036* Aneurysma OP .......................................... 2529

Angiographie ....................................... 5300* ff. – Zuschlag f. computergestützt .................. 5335* – Kontrastmitteleinbringung i.v. .................. 346 ff. Angiographie ........................................5300* f. Angiokardiographie .................................. 5315* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 355 Angiom OP, intrakranial ............................... 2529 Angioplastik – perkutan transluminal ............................ 5345* – Methoden, andere ................................. 5355* Angiotensin I Converting Enzyme (ACE) ........ 3786* Aniseikonieprüfung, qualt. ........................ A 7002 Aniseikoniemessung, quant. ...................... A 7003 Anomaloskop ........................................... 1229 Antibiogramm ......................................... 4610* Antibiotika-Konz. ..................................... 4203* Anti-DNAse B .......................................4295* f. Antiepileptika .......................................... 4200* Antigen-Nachweis – Bakterien ............... 4518*, 4525*, 4560*, 4565* – Parasiten .........................4758*, 4759*, 4768* – Pilze ..................... 4712*, 4713*, 4723*, 4724* – Viren .................... 4636*, 4648*, 4670*, 4680* Anti-Humanglobulin-Test (indirekter Coombstest) ............................................... 3985*, 3997* f. Antikörper-Bestim. mittels Ligandenassay ...A 4463* Antikörper gegen – Antigene, zytoplasmatische ........... 3826*, 3853* – Acetylholin-Rezeptoren .......................... 3868* – Basalmembran ........................... 3805*, 3832* – C-ANCA ..........................3826*, 3853*, 3874* – Cardiolipin .......................................... 3869* – Centromerregion ........................ 3806*, 3833* – dDNS ................................................ 3857* – ENA ........................................ 3808*, 3835* – Endomysium ............................. 3807*, 3834* – glatte Muskulatur ....................... 3809*, 3836* – Gliadin ..................................... 3896*, 3897* – Haut ........................................ 3811*, 3838* – Herzmuskulatur (HMA) ................ 3812*, 3839* – Histone .............................................. 3858* – Insulin ............................................... 3898* – Interferon alpha ................................... 3870* – Kerne (ANA) .............................. 3813*, 3840* – Kollagen ................................... 3814*, 3841* – Langerhans-Inseln (CIA) .............. 3815*, 3842* – Leukozytenantigene .................... 3995*, 3996* – Mikrosomen .................... 3816*, 3817*, 3843*, ................................................. 3844*, 3871* – Mitochondrien (AMA) .................. 3818*, 3845* 853

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Mitochondrien Subformen ...................... 3872* – nDNA ...................................... 3819*, 3846* – Nebenniere ............................... 3820*, 3854* – P-ANCA (Myeloperoxidase) ..................... 3873* – P-ANCA ................................... 3826*, 3853* – Parietalzellen ............................. 3821*, 3847* – Ribonukleoprotein (RNP) ....................... 3859* – Schilddrüsenperoxidase ............... 3816*, 3843* – Skelettmuskulatur (SkMA) ............ 3822*, 3848* – Sm-Antigen ......................................... 3860* – Speichelgangepithel .................... 3823*, 3849* – Spermien ........................3824*, 3850*, 3875* – Thrombozytenantigene ................ 3995*, 3996* – Thyreoglobulin ........ 3825*, 3852*, 3876*, 3885* – Thyroperoxidase ...............3816*, 3843*, 3871* – TSH-Rezeptor ...................................... 3879* Antikörperdifferenzierung ................ 3989*, 3992* Antikörpersuchtest ...... 3987*, 3988*, 3990*, 3991* Antimykotika, chromat. Untersuchung .......... 4204* Antistaphylolysin ........................... 4230*, 4246* Antistreptodornase ........................ 4295*, 4296* Antistreptolysin ASL ................................. 3523* ASL ...................................................... 3523* AST ........................................... 3516*, 3595* Antithrombin III ....................................3930* f. Antroskopie ............................................. 1456 Anus praeter – Anlegen .......................................3206, 3210 – Verschluss ............................................ 3208 – Unterweisung des Patienten ...................... 3211 Anwendungsbereich der GOÄ ................ § 1 Abs. 1 Aorta – CT .................................................... 5375* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 357 – MRT .................................................. 5715* – Serienangiographie .............................5300* f. Aortenaneurysma, Operation ........................ 2827 Aortenkatheter, beim Neugeborenen ................ 283 AP .................................................. 3587.H1* Apolipoproteine ....................................... 3725* Aphasie .................................................... 830 Apparate, Kosten der Anwendung ........... § 4 Abs. 3 Appendektomie ......................................... 3200 Appendix-Kontrastdarstellung ..................... 5161* Applanationstonometrie .............................. 1256 Apraxie, Prüfung ........................................ 830 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung .................... 70 Arsen ................................................... 4191* Arterie – Embolisation ....................................... 5357* 854

– Entnahme zum Gefäßersatz ....................... 2807 – perkutane transluminale Dilatation ............ 5345* – rekonstruktive Operation ..................2820, 2835 – Unterbindung oder Naht ........................... 2801 – Verletzung im Extremitätenbereich .............. 2809 Arteriendruckmessung – am freigelegten Gefäß .............................. 2804 – blutig ................................................... 648* – Doppler-sonographisch ............................ 643* Arterienpulsschreibung ............................... 638* Arterienpunktion ....................................... 250a Arteriographie ......................................... 5300* Arteriovenöser Shunt – Anlage ................................................. 2895 – Beseitigung ........................................... 2897 Arthrodese ............................................... 2130 Arthrographie ......................................... 5050* Arthroplastik ............................................ 2134 Arthroskopie ....................................2196, 3300 Arthroskopische Operationen ....................... 2189 Arztbrief ..................................................... 75 Arzneimittel – Einbringung i. parent. Katheter .................... 261 – Kostenersatz ..........................................§ 10 Arztbrief ...................................................75 f. – Porto ....................................................§ 10 Aspergillus – Agglutination ....................................... 4705* – Antikörper ................................ 4421*, 4425* Assistenz ............................................... 61, 62 Aszitespunktion .......................................... 315 Atemgrenzwert, Bestimmung ....................... 608* Atemgymnastik ......................................... 505* Atemstoßtest ............................................ 608* Atemtest – Analytische Auswertung ....................... 3783*A – 13C Harnstoff ....................................... A 619 – H2 .................................................... A 618 Atemwegswiderstand ............................ 603, 604 Artherektomie ......................................... 5355* Attest ................................................... 70, 80 AU-Bescheinigung ........................................ 70 Audioelektroenzephalographie ............... 828, 1408 Audiometrie ............................................. 1403 Aufbauplastik der Mamma ........................... 2415 Aufwachphase, ambulante Operationen ............ 448 Augapfel – Entfernung ............................................ 1370 – Entnahme bei einem Toten ......................... 104 Auge

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Analyse des Bewegungsablaufs .................. 1218 – Fremdkörperentfernung ........................... 1275 – Fremdkörperlokalisation ........................... 1250 – künstliches ........................................... 1271 – Sonographie .......................................... 410 Augenhintergrund, – binokulare Untersuchung ............ ............ 1242 – Fluoreszenzuntersuchung ............ ............ 1248 Augenhöhle – Fremdkörperentfernung ........................... 1283 – operative Ausräumung ............................. 1373 – Punktion ............................................... 304 – Rekonstruktion ...................................... 1290 – Tumorentfernung .................................... 1283 Augenhöhlenphlegmone, Operation ............... 1292 Augeninnendruck – Messung .............................................. 1255 – operative Regulierung .............................. 1358 Augenlid – Plastik ................................................. 1310 – Rekonstruktion ...................................... 2443 Augenmuskel, Operation ............................. 1330 Augenvorderkammer – Eröffnung ............................................. 1356 – Glaskörperentfernung .............................. 1384 Auraminfärbung ...................................... 4515* Außenseitermedizin ...................................... § 1 Auskünfte durch Praxispersonal ......................... 2 Auslagen ........................................... § 3, § 10 Auslagenersatz, Nachweispflicht ...........§ 12 Abs. 2 Ausscheidungsurographie ......................... 5200* Auswurffraktion des Herzens ............ 5420*, 5472* Autogenes Training ................................... 846 f.

B Badekur, Planung und Leitung ......................... 77 Badeverfahren ...................................... 531* ff. Bakterielle Toxine, Nachweis ...................... 4542* Bakterien – Agglutination ............................. 4504*, 4576* – Empfindlichkeitsprüfung ......................4610* f. – Gewebekultur ....................................4530* f. – Identifizierung ...................................4545* f. – Keimzahlbestimmung ..........................4605* f. – lichtmikroskop. Untersuchung ...............4506* f. – Nativuntersuchung .............................. 4500 f. – Untersuchng durch Phagentypisierung ...... 4578* Bakterienantigene – Antikörper ........................................4220* f. – Nachweis mittels Ligandenassay ........... 4561* ff.

Bakterienkulturen ................................. 4530* ff. – Hemmstoff-Nachweis ............................ 4607* – Keimzahl .................................. 4605*, 4606* Bakteriologische Untersuchungen ..............4600* f. Ballondilatation Pankreasgangstenose .... 706 analog Ballonsondentamponade .............................. 703 Balneo-Foto-Therapie ....................... 566* analog B-Mode Echokardiographie ........................... 423 Band – plastischer Ersatz ................................... 2104 – primäre Naht oder Reinsertion ................... 2105 Bandruptur – Akromioklavikulargelenk .......................... 2224 – Daumengrundgelenk ............................... 2105 – Kniegelenk ............................................ 2104 – Sprunggelenk ........................................ 2106 Bandscheibe, Nukleotomie ...................2279, 2281 Bandscheibenvorfall, Operation .............2282, 2283 Barbiturate ............................................. 4153* Bartholini-Zysten, Marsupialisation ................ 1141 Basaliom – chemo-chirurgische Behandlung ................. 757 – Strahlenbehandlung .............................. 5600* Basistarif ................................................. § 5 b Bauchhöhle – endoskopische Untersuchung ..................... 700 – Eröffnung ............................................. 3135 – Punktion ............................................... 307 Beatmung ................................................ 427 Beatmung unter nCPAP oder BiPAP, Kontrolle ..................................................... 427 analog Beckenendlage, Geburtsleitung .............1022, 1025 Becksche Bohrung ..................................... 2346 Becken – CT-Untersuchung ................................. 5372* – MRT-Untersuchung ............................... 5720* – Röntgen Übersicht .................................. 5040 Beckenbodenplastik ................................... 1126 Beckenfraktur, Reposition ............................ 2329 Beckenkamm, Punktion ................................ 311 Beckenosteotomie .............................2148, 2165 Beckenteilaufnahme ...............................5030* f. Beckenübersicht ...................................... 5040* Befundbericht .............................................. 75 Befundübermittlung – durch Arzt ................................................. 1 – durch Praxispersonal .................................... 2 Begleitung zur stat. Behandlung – psychisch Kranker ................................... 833 – somatisch Kranker ..................................... 55 855

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Begutachtung, humangenetisch .................. 80, 85 Behandlungsfall .............. B Allgem. Bestimmungen Behandlungsplan, PDT Haut .............. 5800* analog Behandlungsplan, Chemotherapie u. Nachsorge ... 78 Behandlungsvertrag ..................................... § 1 Beihilfe, Informationen zur ....................... Seite 62 – ausgeschlossene u. teilweise ausgeschlossene Leistungen ........................................ Seite 63 Beinlappenplastik ...................................... 2395 Beistand (Assistenz) ...................................... 61 Beinvenen, Thrombus-Expression .................. 763 Belastungs-EKG ......................................... 652 Benzodiazepine ....................................... 4154* Beratung – Bezugsperson ............................................. 4 – psychisch gestörter Kinder/Jugendlicher ....... 817 – einfache .................................................... 1 – eingehende ............................................... 3 – Erörterung, lebensverändernde, bedrohliche Erkrank. .................................................. 34 – humangenetisch ........................................ 21 – in Gruppen ............................................... 20 – Schwangerschaftskonflikt ............................ 22 Berechnung intraokulare Linse ................... A 7016 Berichte ..................................................70 ff. Bescheinigung, kurze .................................... 70 Besprechung mit dem Psychotherapeuten ........ 865 Bestimmung Sehhilfe .............................. A 7006 Bestrahlungsplanung .............5800*, 5810*, 5831* Bestrahlungsplanung PDT Auge ......... 5800* analog Bestrahlungsplanung Prostata Seeds .. 5840* analog Besuch – durch Arzt mit Beratung u. Untersuchung ........ 50 – durch Praxismitarbeiter ............................... 52 – auf Pflegestation ....................................... 48 – neben Leichenschau § 8, Beschluss BÄK – Reiseentschädigung .................................. § 9 – Wegegeld ............................................... § 8 – Weitere Kranke derselben sozialen Gemeinschaft ................................................................ 51 – Wegegeld und Reiseentschädigung ............... § 7 Beta-2-Glykoprotein II (C3-Praktivator) ......... 3745* Beta-2-Mikroglobulin ................................ 3754* Betreuung – Beobachtung, postoperativ .................. 448, 449 Beugesehne, Naht ...................................... 2073 Bewegungsübungen .................................... 510 Bezugsperson – eingehende Unterweisung bei psychisch krankem Kind ..................................................... 817 856

– Unterweisung ............................................. 4 Biliodigestive Anastomose ........................... 3188 Bilirubin – direkt ................................................... 3582 – im Fruchtwasser .................................... 3775 – gesamt ................................................ 3581 Billroth-Operation ...................................... 3145 Bilobektomie ............................................ 2998 Bindegewebsmassage ................................ 523* Bindehaut – Ätzung ................................................. 1313 – Fremdkörperentfernung ........................... 1275 – Injektion ............................................... 1320 – Naht .................................................... 1325 Bindehautsack, plast. Wiederherstellung ......... 1319 Binet-Simon-Test ........................................ 856 Binokularer Sehakt, Prüfung ........................ 1216 Binokularmikroskopie des Trommelfells .......... 1415 Bilddokumentation von Muttermalen ...... 612 analog Biofeedback .............................................. 846 Biographische Anamnese – kinderpsychiatrisch .................................. 807 – neurosenpsychologisch ............................ 860 Biomorphometrische Untersuchung ............ A 7011 Biopsie, endoskopisch, im Magen-Darm-Trakt ... 695 Bird-Respirator zur Inhalationstherapie ........... 501* Blasendruckmessung ................................. 1794 Blasenhalsschlitzung ........................ 1777 analog Blasenmole, Ausräumung ............................ 1060 Blasensteinzertrümmerung .......................... 1800 Blasentumor ............................................. 1801 Blei ...................................................... 4192* Blinkreflex, Messung ................................... 829 Blut im Stuhl ................................ 3500*, 3650* Blutadergeschwulst .................................... 2885 Blutalkohol ................................... 4207*, 4211* Blutausstrich, Differenzierung ..................... 3680* Blutaustauschtransfusion ............................. 287 Blutbild ................................................. 3550* Blutdruck – blutige Messung ..................................... 648 – gesteuerte Senkung ................................. 480 – Langzeitmessung ................................... 654* Blutegelbehandlung .................................... 747 Blutentnahme – Arterie .................................................. 251 – Eigenblut ............................................... 288 – beim Feten ............................................ 1012 – beim Kind (kapillar) ............................... 250a* – bei einem Toten ....................................... 102

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Nabelschnur ................................ 1014 analog – transfemoral aus der Nierenvene ................. 262 – Vene .................................................... 250* Blutgasanalyse ........................................ 3710* – beim Feten ............................................ 1013 Blutgefäß – Druckmessungen ................................... 2804 – Flussmessungen .................................... 2805 – Unterbindung ........................................ 2801 Blutgruppenmerkmale ............................3980* f. Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit (BSG) .....................................................3501, 3711 Blutleere .................................................. 2020 Blutregelbehandlung ................................... 747 Blutsenkung ................................. 3501*, 3711* Blutstatus, vollständiger ..........................3550* f. Blutstillung – Mund-Kieferbereich ................................ 2654 – nach Tonsillektomie ................................ 1501 – Nase ................................................... 1435 – postpartal ............................................. 1042 – uterin .................................................. 1082 – vaginal ................................................. 1081 Bluttamponade der Harnblase ....................... 1797 Blutungszeit ............................................. 3932 Blutzucker ................................... 3514*, 3560* Blutzuckertagesprofil ................................ 3611* Bobath-Therapie ....................................... 725 f. Bodyplethymographie .........................610*, 612* Bohrlochtrepanation ................................... 2515 Bordetella pertussis-Antikörper ......... 4151*, 4263* Borrelia burgdorferi-Antikörper .........4220*, 4236*, ........................................4252*, 4264*, 4286* Boyden-Test ........................................... 3885* Brachytherapie der Prostata mittels Seeds .................................................. 5846* analog Brachytherapie mit umschlossenen Radionukliden ........................................................... 5840* Brain-Mapping ........................................... 827 Break-up-time, Messung ............................. 1209 Brief ärztlichen Inhalts ................................... 75 Brillen, Prüfung von .................................. 1207 Bronchialanästhesie .................................... 489 Bronchialer Provokationstest ......................... 397 Bronchographie ...................................... 5285* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 368 Bronchoskopie ........................................... 677 Bronchotomie ........................................... 3000 Brucellen – Antikörper ................................ 4221*, 4237*

– Phagentypisierung ................................ 4578* Bruchoperation ......................................... 3280 Brustbein, Einrichtung ................................ 2326 Brustdrüse – Absetzen .............................................. 2411 – Aufbauplastik ........................................ 2415 – Reduktionsplastik ................................... 2414 – Ultraschalluntersuchung ........................... 418 Brusthöhle, Eröffnung ................................. 2990 Brustkorbdeformität ................................... 2960 Brustwandseite, OP Stabilisierung ................. 2334 Brustwandteilresektion ............................... 2956 Brustwarze, Operation ................................ 2417 BSG ........................................... 3501*, 3711* Bühler-Hetzer-Test ...................................... 856 Bülau-Drainage ......................................... 2970 Bulbushypotonie .................................... A 7020 Bulboskopie ........................................ 684, 691 Bypassoperation – arteriell ................................................ 2389 – Koronararterien ...................................... 3088 – venös .................................................. 2888

C C1-Esteraseinhibitor ....................... 3964*, 3965* C3-Proaktivator ....................................... 3745* Ca 125 .................................................. 3900* Ca 15–3 ................................................ 3901* Ca 19–9 ................................................ 3902* Ca 50 .................................................... 3903* Ca 72–4 ................................................ 3904* Cadmium ............................................... 4193* Calcitonin .............................................. 4047* Calcitriol ................................................ 4139* Calcium ................................................. 3555* CAMP ................................................... 4048* – Test ................................................... 4546* Campylobacter – Agar .................................................. 4539* – Antikörper ............. 4222*, 4238*, 4275*, 4287* Candida albicans-Antikörper .............4415*, 4418*, ................................................. 4422*, 4426* Candida-Agglutination .............................. 4706* Cannabinoide, Ligandenassay ..................... 4155* Carbamazepin, Ligandenassay .................... 4156* Carboxyhämoglobin ................................. 3692* Cardiolipin – KBR .................................................. 4283* – Mikroflockungstest ............................... 4232* 857

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Carnitin im Seminalplasma ............... 3776* analog Carcinoembrionales Antigen (CEA) .............. 3905* Cauda equina, Operation ......................... 2571 ff. CEA (Carcinoembrionales Antigen) .............. 3905* Cell-Saver ........................................ 791 analog Cerclage .................................................. 1129 – Entfernung ............................................ 1131 Chassaignac-Syndrom, Einrenkung ................ 2226 Check-up-Untersuchung ................................ 29 Chemical Peeling ............................... 755 analog Chemo-chirurgische Behandlung .................... 756 Chemonukleolyse einer Bandscheibe .............. 2279 Chinidin ...................................... 4157*, 4201* Chirotherapeutischer Eingriff .............. 3306 analog Chir. Maßnahmen am Hängeapparat der Linse .. A 7026 Chlamydia psittaci-Antikörper ..................... 4276* Chlamydia trachomatis-Antikörper ........................................4253*, 4256*, 4277* Chlamydien – Schnelltest ................................. 4504* analog Chlorid .................................................. 3556* Chloroformresistenz ................................. 4665* Choanalpolypen ................................1440, 1441 Choanenverschluss .................................... 1458 Cholangiographie .................................... 5170* – endoskopisch-retrograd ............ 370, 692, 5170* Cholangiojejunostomie ............................... 3188 Cholangiomanometrie ................................. 3122 Cholangiostomie, perkutan (PTC) .................. 3187 Choledochoskopie, intraop. .......................... 3121 Choledochusrevision .................................. 3187 Cholesteatom-Operation .............................. 1601 Cholesterin ............................................ 3562* – HDL .................................................. 3563* – LDL ................................................... 3564* Cholezystektomie ...................................... 3186 Cholinesterase (CHE) ................................ 3589* Chlorid .................................................. 3556* Chordotomie ............................................ 2560 Chorionzottenbiopsie ............................... A 1157 Chrom .................................................... 4194 Chromatin-Bestimmung .............................. 4870 Chromosomenanalyse ................................ 4872 Chromo-Zystoskopie .................................. 1789 Chronaxie, Bestimmung ......................... 829, 840 Chronisch Kranker, ambulante Betreuung ........... 15 Chymotrypsin im Stuhl ............................. 3787* Cineangiographie ...................................5324* f. Citrat .................................................... 3776* Clearance 858

– Amylase ............................................. 3610* – Kreatinin ............................................ 3615* Clearance, nuklearmed. Bestimmung ............ 5444* Clostridin-Toxine ........................... 4590*, 4596* Clostridium difficile .................................. 4539* Cocainmetabolite ..................................... 4158* Coeruloplasmin ....................................... 3740* Compliance, Bestimmung (Lunge) ................. 611* Computertomographie ................................ 5369 – als SPECT .........................................5486* f. – zur Bestrahlungsplanung ........................ 5378* – zur Osteodensitometrie .......................... 5380* Condylomata acuminata ............................... 756 Coombs-Test, indirekter ..........................3985* f. Corneoskleralfäden, Entfernung .................... 1279 Coronaviren-Antikörper ............................. 4366* Corticotropin (ACTH) ................................ 4049* Cortisol ....................................... 4020*, 4093* Coxiella burneti, Antikörper ........................ 4254* C-Peptid ................................................ 4046* C-reaktives Protein (CRP) ................ 3524*, 3741* Creatinkinase (CK) ................................... 3590* – MB (CK-MB) ............................. 3591*, 3788* CRF-Test ............................................... 4094* Crossektomie ........................................... 2883 CRP (C-reaktives Protein) ................ 3524*, 3741* Crutchfield-Zange, Anlegen .......................... 2183 Cryptococcus neoformans-Agglutination ....... 4707* CTG ....................................................... 1002 CT-Untersuchungen ............................... 5369 ff. Cyclosporin ............................................ 4185* Cyfra 21–1, Tumormarker .......................... 3906* Cystein ................................................. 3762* Cystin ................................................... 3762*

D Dachziegelverband ...................................... 201 Dämmerungssehen .................................... 1235 Dammriss – alt ....................................................... 1120 – Versorgung ........................................... 1044 Darm – hoher Einlauf .......................................... 533 – Operationen .......................................... 3165 Darmbad, suaqual ...................................... 533 Darmbeinknochen ..................................... 2266 Darmmobilisation ...................................... 3172 Darmperforation, Naht ................................ 3144 Darmwandperforation ................................. 3144

Stichwortverzeichnis der GOÄ

DAS ........................................... 5300*, 5335* Dauerkatheter, Einlegen ............................... 1732 Dauertropfinfusion ................................... 274 ff. Daumen – Amputation ........................................... 2170 – plastischer Ersatz ................................... 2054 Daumengrundgelenk, Bandnaht .................... 2105 Defäkographie ........................................ 5167* Defibrillation .............................................. 430 Dekompensation, psychische ........................ 812 Dekortikation der Lunge .............................. 2975 Delta-Aminolaevulinsäure ................ 3789*, 4120* Delta-Antigen-Antikörper ........................... 4405* Denervierung von Gelenken ...................... 2120 f. Denver-Skala ............................................. 715 Dermafett-Transplantat ............................... 2385 Dermatoskopie .......................................... 750 Desault-Verband ........................................ 204 Desensibilisierung ...................................... 263 Desinfektionsmittel, Kostenersatz ...................§ 10 Dexamethasonhemmtest .........................4097* f. DHEAS .................................................. 4038* DHEAS .................................................. 4037* Diabetiker-Schulung ...................................... 33 Diaphanoskopie ........................................ 1414 Diaphragma-Hernie, OP .............................. 3280 Diasklerale Durchleuchtung .......................... 1243 Diätplan ..................................................... 76 Dichtegradientenisolierung ........................ 4003* – von Spermien ........................................ 1114 Dickdarmdoppelkontrast Untersuchung ........ 5166* Dienstunfähigkeitsbescheinigung ..................... 70 Differentialblutbild – mechanisiert ....................................... 3541* – mikroskop. ......................................... 3680* Sonograph. des fetomaternalen Gefäßsystems ................................................... 1008 analog Differenzierende Analyse der Augenstellung .. A 7024 Diffusionskapazität ...................................... 615 Digitale Mastdarmausräumung ...................... 770 Digitale Radiographie, Zuschlag .................. 5298* Digitaluntersuchung des Mastdarms ................. 11 Digitoxin ............................................... 4161* Digoxin ................................................. 4162* Dilatation Anastomosenstenose ............ 780 analog Diniertest ..................................... 3937*, 3938* Diskographie ....................................... 5260* ff. – Kontrastmitteleinbringung ......................... 372 Distraktor Behandlung ................................ 2273 Divertikel

– epiphrenisches ...................................... 3129 – Zenker ................................................. 3126 DNAse-Test ............................................ 4546* Dopamin, Chromatographie ....................... 4072* Doppler-Echokardiographie ........................... 424 – farbcodiert ....................................... 406, 424 Doppelkontrastuntersuchung ..................... 5150* Doppler-Sonographie, – Extemitätenarterien, bidirektional ............... 644* – Extermitätenarterien, unidirektional ............. 643* – Extremitätenvenen, bidirektional ................. 644* – Extremitätenvenen, unidirektional ............... 643* – Frequenzspektrumanalyse ......................... 404 – hinrversorgende Gefäße ........................... 645* – Penisgefäße .......................................... 1754 – Skrotalfächer ......................................... 1754 – transkraniell ........................................... 649 Douglas-Abszess, Eröffnung ........................ 1136 Douglaspunktion ........................................ 316 Drahtaufhängung, oro-fazial ......................... 2696 Drahtextension .......................................... 218 Drahtfixation, perkutan .......................2347, 2349 Drahtligatur, im Kieferbereich ....................... 2697 Drahtstiftung ....................................2060, 2062 – Entfernung ....................................2061, 2063 Drahtumschlingung des Unterkiefers .............. 2696 Drainage – Redon ................................................. 2015 – transhepatisch ..................................... 5361* – Spülung ............................................... 2093 Drei-in-eins-Block ..................................... A 496 Drogen Bestimmung ................................ 4151* Ducuts Botalli, Operation ............................. 2824 Dünndarm – Kontrastmitteleinbringung ......................... 374 – Anastomose .......................................... 3167 – Kontrastuntersuchung ........................... 5163* – Saugbiopsie ........................................... 697 Duodenalsaft, Ausheberung .......................... 672 Duodenoskopie .................................... 684, 685 Duplex-Sonographie, Zuschlag ...................... 401 Dupuytrensche Kontraktur ....................... 2087 ff. Durchleuchtungen ................................... 5295* Dysgnathie .......................................2640, 2642

E E. coli – Agglutination ....................................... 4573* – coli-Antigen .............................. 4521*, 4562* 859

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– coli-Toxin ........................................... 4591* EBV-Antikörper .....................................4311* f. Echinokokken-Antikörper ........4430*, 4435*, 4456* Echoenzephalographie ................................. 669 Echokardiographie – eindimensional ....................................... 422 – zweidimensional (B-Mode) ........................ 423 – Fetus ......................................... 1007 analog EEG ......................................................... 827 Eigenblutinjektion ....................................... 284 Eigenblutkonserve – Blutentnahme ......................................... 288 – Reinfusion ..................................... 286, 286a Eignungsuntersuchung zur Trainingstherapie .. 842 A Eileiter – Durchblasung ........................................ 1112 Eingeklemmter Bruch, Zurückbringen ............. 3282 Einmalartikel, Kostenersatz ...........................§ 10 Einrenkung von Luxationen ....................... 2200 f. Einrichtung gebrochener Knochen ................. 2320 Einschwemmkatheter mittels Swan-Ganz-Kath. ........................................................ 630, 632 Eipol-Lösung ............................................ 1096 Eisen – Serum ............................................... 3620* – im Urin .............................................. 4130* Eiweißuntersuchung (Liquor, Gelenk, Pleurapunktat) .......................................................... A 3757 Eizellkultur bei IVF ................................... 4873* Eizell-Spermien-Kulturen ................... 4873 analog EKG ...................................................... 650 ff – Spätpotential ........................................ A 658 EKG-Monitoring ........................................ 650* Ektropium, plast. Korrektur .......................... 1304 Elastase – Granulozyten ............................. 3791*, 3792* Elektrodefibrillation des Herzens .................... 430 Elektrodenversorgung, intraoperative ..... 631 analog Elektroenzephalographie .............................. 827 – Brain Mapping ........................................ 827 – Langzeit-EEG ......................................... 827a – Schlaf-EEG ............................................ 827 – Video-EEG ............................................. 827 Elektroglottographie ................................... 1557 Elektrokardiographie (EKG) .......................... 650* – Belastungs-EKG ...................................... 652 – hochverstärkt Oberflächen-EKG ................ A 658 – intrakavitär ............................................ 656 – Langzeit- .............................................. 659* – Monitoring ............................................ 650* 860

– Ösophagusableitung ................................ 655 – Spätpotenzial-EKG ................................. A 658 – telemetrisch .......................................... 653* – vektorkardiographisch ............................. 657* Elektrokardioskopie im Notfall ....................... 431 Elektrokrampftherapie .................................. 837 Elektrolyte .......................................... 3710* ff. Elektromyographie – Augenmuskeln ....................................... 1260 – Nadelelektroden .................................... 838 f. – Oberflächenelektroden ............................ 838 f. Elektroneurographie – motorisch .............................................. 832 – motorisch mit EMG .................................. 839 – sensibel mit Nadelelektroden ...................... 840 – sensibel mit Oberflächenelektroden .............. 829 Elektronystagmographie ............................. 1413 Elektrookulographische Untersuchung (EOG) ... 1237 Elektrophorese ......................................3735* f. – Serumproteine ..................................... 3574* – Urinproteine ........................................ 3761* Elektroretinographische Untersuchung (ERG) ... 1237 Elektrostimulation bei Lähmung .................... 555* – des Herzens ........................................... 430 – des Herzens, permanenter Schrittmacher ..... 3095 – des Herzens, temporärer Schrittmacher ........ 631 Elektrostimulator, Implantation bei Skoliose oder Pseudarthrose .......................................... 2291 Elektrotherapie ...................................... 548* ff. Elektrotonographie ..................................... 1257 Elektrisch induziertes Kammerflimmern .. 430 analog Embolektomie – intrakraniell ........................................... 2530 – kardial ................................................. 3075 – pulmonal .............................................. 2994 Embolisation – Arterie ............................................... 5357* – transpenil ............................................. 1759 – Vene .................................................. 5359* Embryotransfer ............................... 1114 analog Emmert-Plastik, Nagel ................................ 2035 Emmisions-Computer-Tomographie ............. 5486* Empfindlichkeitsprüfung – Bakterien ..........................................4610* f. – Pilze ................................................4727* f. Enddarm – Ätzung .................................................. 768 – Infrarotkoagulation .................................. 699 – Kryochirurgie ......................................... 698 Ender-Nagelung ........................................ 2351

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Endgrößenbestimmung, Skelettalter ............. 5037* Endobronchiale Behandlung ......................... 1532 Endodrainage, Anlage ................................. 3205 Endoprothese – ersatzlose Entfernung .............................. 2167 – Hüftgelenk ........................................ 2149 ff. – Kniegelenk ......................................... 2153 f. – Wechsel .......................................2150, 2154 Endoskopie – Amnioskopie ......................................... 1010 – Antroskopie .......................................... 1466 – Bronchoskopie ........................................ 677 – Bulboskopie ........................................... 684 – Choledochoskopie .................................. 3121 – Duodenoskopie ....................................... 685 – ERCP .................................................... 692 – Fremdkörper-Entfernung, Oesophagus .......... 681 – Gastroskopie .......................................... 682 – Hysteroskopie ....................................... 1110 – Koloskopie ............................................. 687 – Kolposkopie .......................................... 1070 – Kuldoskopie .......................................... 1158 – Laparoskopie ............................. 700 f., 1155 f. – Laryngoskopie ...............................1530, 1533 – Lasereinsatz ........................................... 706 – Mediastinoskopie .................................... 679 – Nasenrachenraum-Endoskopie .................. 1418 – Nephroskopie ......................................... 700 – Ösophagoskopie ..................................... 680 – Pelviskopie ........................................... 1155 – Proktoskopie .......................................... 705 – Pyeloskopie, transkutan ........................... 1852 – Rektoskopie ........................................... 690 – Sigmoidoskopie ...................................... 689 – Stroboskopie ......................................... 1416 – Thorakoskopie ........................................ 677 – Ueterorenoskopie ................................... 1827 – Urethroskopie ........................................ 1712 – Vaginoskopie bei Virgo ............................ 1062 – Zystoskopie .......................................... 1785 Entamoeba histolytika-Antikörper ......4432*, 4440*, ........................................4448*, 4457*, 4465* Entbindung .............................................. 1021 Enterostomie ............................................ 3206 Entfernung Tamponaden, n. Nase- od. NNH-OP ................................................... 1427 analog Entlassungsbericht, Krankenhaus .................. A 72 Entlastungsinzision .................................... 2427 Entropium, plastische Korrektur .................... 1304 Entwicklungs-Tests ..................................... 856

Entwicklungsdiagnostik ............................. 715 ff. – sensomotorisch .................................... 725 f. Entzündungsherd, szintigraphische Suche ..... 5465* Enzephalozele, Operation .......................... 2538 f. Enzyme .............................................. 3774* ff. Eosinophile Granulozyten ............................ 3686 Epidermisstücke, Transplantation .................. 2380 Epiduralanästhesie ................................... 471 ff. Epidurales Hämatom, Operation .................... 2502 Epikanthus, plast. Korrektur ......................... 1302 Epikondylitis, OP ...............................2072, 2295 Epikutan-Test .......................................... 380 ff. Epilation von Haaren .......................... 742 analog – Elektrokoagulation ................................... 742 – strahlentherapeutisch ............................ 5565* – Wimpernhaare ....................................... 1323 Epilepsiebehandlung, neuropsychiatrisch ......... 816 Epilepsiepatient, Prächir. Überwachung .................................... 827a analog, 839 analog Episiotomie .............................................. 1044 Epispadie ................................................. 1746 ERCP – endoskopisch-retrograd ........................... 5170 – Kontrastmitteleinbringung ................... 370, 692 Ergometrische Funktionsprüfung .................. A 796 Erörterung – bei lebensbedrohender Krankheit ................... 34 – konsiliarisch ............................................. 60 Erstuntersuchung, Neugeborenes ..................... 25 Erythemschwellenwertbestimmung ................. 761 Erythropoetin ......................................... 4050* Erythrozyten – Enzyme .............................................. 3790* – Lebenszeit, nuklearmed. Bestimmung ........ 5462* – Morphologie i. Urinsediment ......... 3532*, 3651* – Verteilungskurve .................................. 3550* – Zählung ............................................. 3504* Erythrozytenzählung ................................. 3504* Erythrozytenzahl, Liquor ........................... 3669* ESWL (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) ... 1860 Ethanol ....................................... 4207*, 4211* Eustachische Röhre – Insufflation ........................................... 1589 – Katheterismus ....................................... 1590 Event-Recorder EKG ........................... 650 analog Evozierte Hirnpotenziale, Messung .................. 828 Exartikulation ........................................... 2158 Exenteration des kleinen Beckens .................. 1168 Exfoliativzytologie .................................... 4850* Exophthalmometrie .................................... 1244 861

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Exostosen-Abmeißelung .............................. 2295 Extensionsbehandlung – Crutchfield-Zange ................................... 2183 – Extensionstisch ...................................... 516* – Glissonschlinge ..................................... 515* – Haloapparat .......................................... 2184 – kombiniert ............................................ 514* Externa (Salben, Crenes), Auftragen ................ 209 Extrakorporale Stoßwellenlithitripsie .............. 1860 Extrakorporale Stoßwellentherapie ....... 1800 analog Extrakorporale Zirkulation ............................ 3050 Ektraktion – Finger- oder Zehennagel ........................... 2033 – Harnleitersteine ...................................... 1815 – Linse, eingepflanzte ................................ 1353 – Linse, luxierte ........................................ 1354 – Nachstars, des ....................................... 1355 Extrathorakale Herzdruckmassage .................. 429 Extrauterinschwangerschaft, Operation ........... 1048 Exzision Eysenck-Test ............................................. 857

F Fachgebietsbeschränkung ............................. § 1 Fäden – endoskopische Entfernung ........................ 3156 – Entfernung ............................................ 2007 Fadenoperation nach Cüppers ....................... 1332 Farbsinnprüfung – differenzierend ....................................... 1228 – mit Anomaloskop ................................... 1229 – orientierend .......................................... 1228 Farnkraut-Test .............................. 4052*, 4850* Faszialisdekompression .............................. 1625 Fazialislähmung ........................................ 2451 Faszie – Exzision ............................................... 2402 – Naht .................................................... 2073 – plastische Ausschneidung ........................ 2064 Fehlgeburt – instrumentelle Einleitung .......................... 1050 – operative Beendigung .............................. 1052 Feiertagsgebühr, Zuschlag ............................... D Feinstfokustechnik ................................... 5115* Femoralhernie ........................................... 3285 Fensterungsoperation ................................. 1620 Fernrohrbrille ........................................... 1215 Ferritin .................................................. 3742* Fersenbeinbruch, Osteosynthese ................... 2345 862

Fetalblutanalyse ........................................ 1014 Fetalhämoglobin (HbF) .............................. 3689* Fett – Gewebe, OP Entfernung ........................... 2454 – Säuren ............................................... 3726* – schürze, Exstirpation ............................... 2452 Fibrinogen ................................... 3933*, 3934* – Spaltprodukte ................................3935, 3936 Fibrinspaltprodukte ................................3935* f. Fibromatose, OP ....................................... 2570 Filarien-Antikörper ................................... 4462* Finger – Amputation ........................................... 2170 – Operation ............................................ 2030 – Replantation .......................................... 2053 – Röntgenuntersuchung ........................... 5010* – Tumorexstirpation .................................. 2040 Fingergelenk – Bandplastik ........................................... 2105 – Drahtstiftung ......................................... 2062 – Exartikulation ........................................ 2158 – operative Eröffnung ................................ 2155 – Punktion ............................................. 300 f. – Reposition ....................................2205, 2210 Fingernagel .............................................. 2034 – Ausrottung ........................................... 2034 – Extraktion ............................................. 2033 – Spangenanlage ...................................... 2036 Fingerverlängerung, OP ............................... 2050 Fistel – Kontrastmittel-Einbringung ........................ 370 – perianal ................................................ 3220 – Röntgenuntersuchung ........................... 5260* – Sondierung oder Katheterisierung ............... 321 – Spaltung .............................................. 2008 Fixateur extern, Anbringen ........................... 2273 Flügelfell .........................................1321, 1322 Fluoreszenzangiographie am Augenhintergrund . 1249 Fluoreszenzendoskopie ..................... 1789 analog Fluoreszenzendoskopie bei Urothelkarzinom ................................................... 1890 analog Fluorochrom-Färbung .............................4515* f. Flussvolumenkurve .................................. 605a* Follitropin (FSH) ...................................... 4021* Folsäure ................................................ 4140* Fragebogentests ......................................... 857 Freies Thyroxin ....................................... 4023* Freies Trijodthyronin (fT3) ......................... 4022* Fremdanamnese ............................................. 4 – Erhebung über psych. Kranken ................... 835

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Fremdkörperentfernung – Augenhöhle ........................................... 1283 – Augeninneres ........................................ 1280 – Bindehaut ............................................. 1275 – Bronchien ............................................. 3000 – endoskop. bei Gastroskopie ...................... 3156 – Gehörgang ............................................ 1569 – Gelenk ................................................. 2118 – Harnblase .......................................... 1801 f. – Harnröhre, männlich ............................... 1703 – Harnröhre, weiblich ................................. 1711 – Hornhaut .............................................. 1275 – Kehlkopf ............................................... 1528 – Kiefer .................................................. 2651 – Knochen ............................................... 2010 – Magen ................................................. 3156 – Mastdarm ............................................. 3238 – Mundhöhle oder Rachen .......................... 1508 – Nase ...........................................1427, 1428 – oberflächliche ........................................ 2009 – Paukenhöhle ......................................... 1569 – Scheide eines Kindes ............................... 1080 – Speiseröhre ........................................... 681 – tief sitzende .......................................... 2010 Frenulum – Durchtrennung ...................................... 1742 – plastische Operation ................................ 1741 Frequenzspektrumanalyse ............................ 404 Frequenzvariabilitätsanalyse ................ 636*analog Frequenz-Verdopplungs-Perimetrie (Rauschfeld) .......................................................... A 7012 Fruchtwasserentnahme ............................... 1111 Fructosamin ........................................... 3722* Früherkennungsuntersuchung – Check-up ................................................. 29 – Kinder .................................................... 26 – Krebs bei Frauen ....................................... 27 – Krebs bei Männern ..................................... 28 Früherkennungsuntersuchung zwischen 14. und 18. Lebensjahr .................................... 26 analog Fruktose ................................................ 3728* FSH ...................................................... 4021* FSME-Virus-Antikörper ................... 4317*, 4344* FTA-ABS-Test ............................... 4259*, 4270* Fuchsbandwurm-Antikörper .............4430*, 4435*, ................................................. 4456*, 4662* Fundoplicatio ............................................ 3280 Fundusfotografie ....................................... 1252 Funktionelle Entwicklung, Untersuchung ....... 716 ff. Funktionsdiagnostik, vegetativ ....................... 831

Funktionsprüfung, ergometrisch .................. A 796 Funktionsszintigraphie .............................. 5473* Funktionstests ........................................... 857 Furunkel, Exzision ...................................... 2428 – Gehörgang, Spaltung ............................... 1567 Fuß, – CT-Untersuchung ................................ 5373* – Exartikulation ........................................ 2159 Fußblock (Drei-in-eins-Block) ...................... A 496 Fußmissbildung – Operation ............................................. 2067 – Redressment ...................................... 3301 f. Fußplattenresektion .................................... 1623

G Galaktographie ........................................ 5260* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 370 Gallenblase – Extirpation ............................................ 3186 – Kontrastuntersuchung ........................... 5170* Gallengang, Drainage ................................. 692a Gallengänge, OP ........................................ 3187 Gallensäure ............................................ 3777* Gametentransfer, intratubar .......................... 1114 Gamma-GT .................................. 3513*, 3592* Ganglion – Gasseri, Ausschaltung ............................. 2597 – Fingergelenk ......................................... 2052 – Hand- oder Fußgelenk .............................. 2051 – Punktion ............................................... 303 – Schädelbasis ......................................... 2600 Ganzkörperplethysmographie ...............610*, 612* Ganzkörperstatus ........................................... 8 Gasanalyse .............................................. 615* Gastric Inhibitory Peptid (GIP) .................... 4064* Gastrin .................................................. 4051* Gastroenterostomie ................................... 3158 Gastrokamera ............................................ 676 Gastroschisis ........................................... 3287 Gastroskopie ............................................. 682 – als Video-Endoskopie ............................. 682 f. – Lasereinsatz ........................................... 706 – mit Varizensklerosierung ........................... 691 Gastrotomie ............................................. 3150 Gaumen, Verschluss ..........................2625, 2627 Gaumenmandeln, kons. Behandlung .............. 1498 Gaumenmandeln, Resektion ......................... 1499 Gebärmutter 863

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– Abrasio ................................................ 1104 – Antefixation ........................................... 1147 – Aufrichtung ........................................... 1049 – Exstirpation ........................................... 1138 – Lageverbesserung durch Ringeinlage .......... 1088 – Myomenukleation ................................... 1137 – operative Reposition ............................... 1095 – Tamponade ........................................... 1082 Gebärmutterhöhle, Gewinnung Zellmaterial ...... 1105 Gebrauchsakkomodation, Messung ............... 1203 Gebrauchsschulung von Prothesen ................ 518* Gebühren ............................................... § 4 ff. Gebühren in besonderen Fällen ................. Seite 75 Gebührenrahmen ................................ § 5 Abs. 2 – Bemessungskriterien ........................ § 5 Abs. 2 – Hinweispflicht bei Rechnungslegung ...§ 12 Abs. 3 – Überschreiten des Schwellenwertes ..... § 5 Abs. 2 Gebührensatz ............................................. § 5 – Punktwert und Punktzahl ................... § 5 Abs. 1 Geburt, Leitung ......................................... 1022 Gefäßendoskopie ........................................ 686 Gehgipsverband ......................................... 231 Gehirn, Teilresektion ................................... 2535 Gehörgang – Ätzung ................................................. 1578 – Atresie, Herstellung des Gehörgangs ........... 1596 – Fremdkörperentfernung ........................... 1569 – Furunkelspaltung .................................... 1567 – Kauterisation ......................................... 1580 – Operationen .......................................... 1568 – plastische Herstellung ............................. 1596 – Polypentfernung ..................................... 1586 – Rekonstruktion ...................................... 1621 – Zeruminalpfropf-Entfernung ...................... 1565 Gelenk – Arthroplastik ......................................... 2134 – Bandnaht oder Bandplastik ....................... 2104 – Chirotherapie ......................................... 3306 – Drainage .............................................. 2032 – endoprothetischer Ersatz .......................... 2140 – endoskopische Untersuchung .................... 3300 – Exartikulation ........................................ 2158 – Fixierung mittels Drahtstiftung ...........2060, 2062 – Fremdkörperentfernung ........................... 2119 – Injektion ................................................ 255 – Kapselnaht ............................................ 2100 – mobilisierende Behandlung ....................... 3305 – Mobilisierung in Narkose .......................... 2181 – Punktion ............................................. 300 f. – Reposition ............................................ 2200 864

– Resektion .......................................... 2122 f. – Synovektomie .................................... 2110 ff. – Versteifung ....................................... 2130 ff. Gelenkpunktat (Synovia) ..... 3508*, 3660*, A 3757* Geräte-Sequenztraining, zzgl. zusätzliches ................................................... 558* analog Gerinnungsfaktoren .................... 3939* ff., 3956* Geruchs-oder Geschmacksprüfung ................. 825 Gesamt-IgA ............................................ 3571* Gesamt-IgE ............................................ 3572* Gesamt-IgG ........................................... 3571* Gesamt-IgM, ......................................... 3571* Gesamt-Porphyrine ........................ 4121*, 4122* Gesamt-Protein (Serum/Plasma) ................. 3573* Geschwulst, Exzision .................................. 2403 Gesichtsnarbe, OP Korrektur ........................ 2441 Gesichtsspalte, plast. chir. Behandlung ........... 2622 Gesundheitsuntersuchung .............................. 29 Gewebeklebstoff, Kostenersatz ......................§ 10 Giemsafärbung ....................................... 4510* Gifte, exogene ........... 4209*, 4210*, 4212*, 4213* Gilchrist-Verband ....................................... 204 Gips – Abdruck oder Modellherstellung ................. 3310 – Gipsbett ................................................ 240 – Gipsfixation z. Verband ............................. 208 – Gipsschienenverbände ........................ 228, 237 – Gipstutor ............................................... 230 Gipsverband – Abnahme ............................................... 246 – Änderung .............................................. 247 – zirkulärer ............................................... 230 Glaskörperchirurgie .................................... 1368 Glaskörperstrangdurchtrennung .................... 1383 Glaukom, OP ....................................1261, 1382 GLDH ......................................... 3593*, 3778* Gleichgewichtsprüfung ........................ 826, 1412 Glissonschlinge ......................................... 515* Glucagon ............................................... 4052* Glukose ....................................... 3514*, 3560* Glukose, Blutzucker-Tagespofil ................... 3611* Glukose-Toleranztest, intravenös ................. 3612* – oral ................................................... 3613* Glutamatdehydrogenase ............................ 3593* Glykierte Hämoglobine .............................. 3561* Glykierte Proteine .................................... 3721* GOÄ Paragraphen § 1 – § 12 – § 1 Anwendungsbereich – § 2 Abweichende Vereinbarung – § 3 Vergütungen

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– § 4 Gebühren – § 5 Bemessung der Gebühren für Leistungen des Gebührenverzeichnisses – § 5 a Bemessung der Gebühren in besonderen Fällen – § 5 b Bemessung der Gebühren bei Versicherten des Standardtarifes der privaten Krankenversicherung – § 6 Gebühren für andere Leistungen – § 6 a Gebühren bei stationärer Behandlung – § 7 Entschädigungen – § 8 Wegegeld – § 9 Reiseentschädigung – § 10 Ersatz von Auslagen – § 11 Zahlung durch öffentliche Leistungsträger – § 12 Fälligkeit und Abrechnung der Vergütung; Rechnung Gold i. Serum ......................................... 4195* Gonioskopie ............................................. 1241 Goniotrepanation ....................................... 1382 Gonokokken – Agglutination ....................................... 4576* – Antikörper .......................................... 4279* – DNA-Sonden (Hybridisierung9 ................. 4785* – Nucleinsäure-Amplifikation (PCR) ............ 4783* GOT ........................................... 3515*, 3594* GPT ........................................... 3516*, 3595* Gramfärbung .......................3510*, 4511*, 4553* Granulozytenfunktionstest ............... 3693*, 3695* Grauer Star, Operation ........................1348, 1374 Grenzstrang – Blockade ............................................. 497 f. – Resektion ............................ 2601, 2602, 2603 Großhirntumor, Extirpation .......................... 2527 Grundumsatzbestimmung ........................ 665* f. Gummifingerlinge, Kostenersatz .....................§ 10 Gutachten ................................................... 85 Gutachten, ärztliches .................................... § 1 Gutachtliche Äußerung, schriftlich ............... 80, 85 Guthrie-Test ........................................... 3758*

H H2-Atemtest ............................................ A 618 Habituelle Patellaluxation ....................... 2235 (M) Habituelle Schulterluxation .......................... 2220 – Rotationsosteotomie ............................... 2252 Halo-Extension ......................................... 2184 Hals – Fistel ...........................................2752, 2754

– Krawattenverband .................................... 204 – Rippe .................................................. 2952 – Wirbelbruch ..................................2183, 2323 – Zyste ...........................................2752, 2754 Halsvorrichtung im Kieferbereich ................... 2700 Hallux-valgus ........................................... 2295 Hallux-valgus-Operation .......................... 2295 ff. Halo-Extension, Anlegen ............................. 2184 Halsfistel, Exstirpation ........................2752, 2754 Halskrawattenverband ................................. 204 Halsrippe ................................................. 2952 Halswirbelbruch, konservative Behandlung .....................................................2183, 2323 Halszyste, Exstirpation ........................2752, 2754 Haltevorrichtung im Kieferbereich .............. 2700 ff. Hämangiom ............................................. 2585 Hämapherese ............................................ 792 Hämatokolpos .......................................... 1061 Hämatokrit ............................................... 3503 Hämatom – intrakraniell ........................................... 2502 – Punktion ............................................... 303 Hämatometra ........................................... 1099 Hämatothorax – Ausräumung ......................................... 2976 – Drainage .............................................. 2970 Hammer-Amboss-Extraktion ........................ 1588 Hammerzehe ............................................ 2080 Hämodialyse – ärztliche Betreuung .................................. 790 – Shuntanlage .......................................... 2895 Hämofiltration, ärztliche Betreuung ................. 790 Hämoglobin .....................................3517, 3550 – Blutgasanalyse ....................................... 3710 – Fetal-Hämoglobin (HbF) ......................... 3689* – freies ................................................. 3690* – Glykierte ............................................. 3561* – Elektrophorese ..................................... 3691* Hämolysine ............................................ 3994* Hämopexin ............................................ 3746* Hämophilus influenzae-Agglutination, b-Antigen ........................................................... 4501* Hämorrhoiden – Ligatur .................................................. 766 – Operation nach Milligan-Morgan ................ 3241 – Reposition ............................................ 3230 – Sklerosierung ......................................... 764 Hammer-Amboss-Extraktion ........................ 1588 Hammerzehe, Stellungskorrektur ............... 2080 f. Hand 865

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Missbildung .......................................... 2067 Handwurzelknochen – Ersatz durch Implantat ............................. 2268 – Resektion ............................................. 2263 Haptoglobin ............................................. 3747 Harnblase – Anästhesie ............................................. 488 – Ausräumung einer Bluttamponade .............. 1797 – Divertikeloperation .................................. 1804 – endoskopische Untersuchung .................... 1785 – Exstirpation ........................................... 1808 – Katheterisierung .............................1728, 1730 – manometrische Untersuchung ................... 1793 – operative Bildung ................................... 1807 – operative Eröffnung ................................ 1801 – Punktion ............................................... 318 – Spülung .............................. 1729, 1731, 1733 – Tonographische Untersuchung .................. 1791 – transurethraler Eingriff ............................. 1802 – Tumorentfernung .................................... 1805 – Verweilkathetereinlage ............................. 1732 Harnblasenfistel – Katheterwechsel ................................. A 1833a – operative Anlage .................................... 1796 – perkutane Anlage .................................... 1795 Harnblasenhals-Resektion ........................... 1782 Harnblasensteine – endoskopische Entfernung ........................ 1800 – operative Entfernung ............................... 1817 Harnblasenverletzung ................................. 1723 Harninkontinenz – Implantation eines künstlichen Schließmuskels ............................................................. 1781 – Operation nach Marshall-Marchetti ............. 1780 Harnleiter – Bougierung ........................................... 1814 – endoskopische Untersuchung .................... 1827 – Freilegung ............................................ 1829 – plastische Operation ................................ 1825 – Segmentresektion ................................... 1819 – Sondierung ................................... 321, 1790 – Verpflanzung ......................................... 1823 Harnleiterostium, Schlitzung ................1815, 1816 Harnleiter – operative Entfernung ............................... 1817 – Schlingenextraktion ................................ 1815 – transkutane Pyeloskopie .......................... 1853 – Ureterorenoskopie .................................. 1827 Harnröhre – Anästhesie ............................................. 488 866

– Dehnung ......................................1701, 1710 – endoskopische Untersuchung .................... 1712 – Fremdkörperentfernung ...................1703, 1711 – Kalibrierung .......................................... 1708 – Schlitzung unter Sicht ........................... A 1716 – Spülung ............................................... 1700 Harnröhren– – divertikel ............................................. 1724 – fistel, Verschluss .................................... 1721 – mündung, Tumorentfernung ...................... 1714 – striktur, plastische Operation ..................... 1724 – striktur, Spaltung nach Otis ....................... 1715 – striktur, Spaltung nach Sachse ............... A 1716 – Verletzung ............................................ 1723 Harnsäure .................................... 3518*, 3583* Harnsteine, Übersicht ................................. 1800 Harnsteinanalyse ........................... 3672*, 3673* Harnstoff ............................................... 3584* – Atemtest 13C-Harnstoff ........................ A 619* – Serum-Teststreifen ............................... 3511* Hartmann-Op ........................................... 3169 Haus-Baum-Mensch-Test ............................. 857 Hauptleistung .................................... § 4 Rz 5.2 Haut – Allergietestung ..................................... 385 ff. – chemochirurgische Behandlung .................. 756 – Defekt .................................................. 2380 – Expander, Auffüllung ............................... 265a – Expander, Implantation ............................ 2396 – Fädenentfernung .................................... 2007 – Fräsen .................................................. 743 – Fremdkörperentfernung ........................... 2009 – Funktionsproben ..................................... 759 – hochtouriges Schleifen ............................. 755 – Kauterisation .......................................... 746 – Kryotherapie .......................................... 740 – Photochemotherapie ................................ 565 – Phototherapie ......................................... 566 – Skarifikation ........................................... 748 – Stanzen ................................................. 744 – theromographische Untersuchung ............... 623 – Untersuchung ............................................. 7 – UV-Bestrahlung ....................................... 560 – Verschorfung ......................................... 741 Hautläsion (PDD) ................................... A 5442 HAV – Antigen .............................................. 4641* – Antikörper ................................ 4382*, 4383* HAWIE ..................................................... 856 HbA1, HbA1c .......................................... 3561*

Stichwortverzeichnis der GOÄ

HBDH ................................................... 3596* HBV – Antigen .................................... 4642*, 4643* – Antikörper ............ 4380*, 4382*, 4393*, 4402*, ........................................................... 4403* HCG ........................................... 4024*, 4053* – Schwangerschaftstest ................. 3528*, 3529* – Test ................................................... 4103* HCI ............................................ 3662*, 4100* HCV-Antikörper ............................. 4406*, 4408* HDL-Cholesterin ...................................... 3563* Heidelberger Kapsel .................................... 676 Heimdialyse .............................................. 790 Heißluftbehandlung .................................... 535* Heißpackung ............................................ 530* Helicobacter pylori ................................... 4525* Hellbrügge-Tafeln ....................................... 716 Hemikolektomie ........................................ 3169 Hemilaminektomie ..................................... 3169 Heparin ................................................. 3945* Hepatitis A-Virus, Ligandenassay ................. 4641* Hepatitis B-Virus, Ligandenassay ....... 4642*, 4643* Herzkatherismus ...................................... 628 f. Heringswurm-Antikörper ........................... 4462* Hernie – Operation ............................................. 3280 – Reposition bei Einklemmung ..................... 3282 Herz – Bypass-Operation ................................... 3088 – Divertikelentfernung ................................ 3076 – Fremdkörperentfernung ........................... 3075 – Katheteruntersuchung .........................5315* f. – Klappenoperation ................................... 3085 – Kontrastuntersuchung ........................... 5335* – Transplantation ...................................... 3087 – Tumorentfernung .................................... 3076 Herzbeutel – operative Maßnahmen ............................. 3065 – Punktion ............................................... 310 Herzfehler ................................................ 3068 Herzfunktionsdiagnostik, szintigraphisch ....... 5420* Herzkammerscheidewanddefekt .................... 3077 Herz-Lungen-Maschine ............................... 3050 – Überwachung ........................................ 3055 Herzmassage – extrathorakal .......................................... 429 – intrathorakal .......................................... 2991 Herzmuskel – Biopsie ................................................ 3067 – Verletzung ............................................ 3071

Herzrhythmusstörungen, operative Korrektur ... 3091 Herzschrittmacher – Aggregatwechsel .................................... 3096 – Elektrodenwechsel .................................. 3097 – Entnahme bei einem Toten ......................... 107 – Implantation .......................................... 3095 – Impulsanalyse ........................................ 661 – Temporärer H. ........................................ 631 Herzunterstützungssystem, Überwachung ....... 3055 Herzwandaneurysma .................................. 3076 Herzzeitvolumenbestimmung ...................... A 647 Heterophile Antikörper ................................ 3895 Heterophorie-Prüfung ................................. 1216 HGH ..................................................... 4043* High-Resolution-Technik ............................. 5376 Hirnabszess, Operation ............................... 1600 Hirnarterie – rekonstruktive Operation ..................2820, 2821 – Untersuchung der Strömungsverhältnisse .... 645* Hirnpotenziale, Messung .............................. 828 Hirnstimulation, tiefe – Abrechnung ....... 839 analog Hirnstammreflexe, Messung .......................... 829 Hirntumor ................................................ 2550 Hirnverletzung .......................................... 2500 Hirschsprungsche Erkrankung ...................... 3234 His-Bündel-EKG ......................................... 656 Histochemische Verfahren ......................... 4815* Histologische Untersuchung ...................... 4800* Histoplasma capsulatum-Antikörper ............. 4423* HIV-Antikörper .......... 4322*, 4323*, 4349*, 4350*, ................................................. 4395*, 4409* HLA .... 4004*, 4006*, 4007*, 4008*, 4009*, 4012* – Isoantikörper ............................. 4010*, 4011* Hochdruckinjektion – zur Kontrastmitteleinbringung, zentral .......... 355 – zur Kontrastmitteleinbringung, peripher ........ 346 Hochfrequenzdiathermie ............................. 548* Hochfrequenzelektroschlinge ................... 692, 695 Hochvolttherapie ..................................... 5810* Hoden – Entfernung ............................................ 1765 – operative Freilegung ................................ 1767 – Punktion ............................................... 315 – prothese, Einlegen .................................. 1763 – prothese, Entfernen ................................. 1764 – torsion ................................................. 1767 Hörgeräte – Gebrauchsschulung ................................ 518* – kontrolle, sprachaudiometrisch .................. 1405 Hohlhandphlegmone .................................. 2066 867

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Holzspatel .................................................§ 10 Homocystin ........................................... 3762* Homogentisinsäure .................................. 3779* Homöopathische Anamnese ....................... 30, 31 Homovanillinsäure ................................... 4073* Honorarforderung, Verjährung .......................§ 12 Honorarvereinbarung, pauschale ..................... § 2 Hormonpresslinge ...................................... 291 Hormonrezeptoren ................................... 4088* Hornhaut – Abschabung .......................................... 1339 – chemische Ätzung .................................. 1338 – Entnahme bei einem Toten ......................... 105 – Fremdkörperentfernung ........................... 1275 – plastische Operation ................................ 1345 – Tätowierung .......................................... 1341 – Thermo- oder Kryotherapie ....................... 1340 – Transplantation ...................................... 1346 – krümmungsradien .................................. 1204 – wunde .............................................. 1325 f. Hörprüfung .............................................. 1400 Hösch-Test ............................................ 4123* Hornhautsensibilitätsuntersuchung ............. A 7007 Hruby-Linse ............................................. 1240 HSV herpes simplex viren .......................... 4633* – Antikörper .. 4318*, 4319*, 4320*, 4321*, 4345*, – ................. 4346*, 4347*, 4348*, 4384*, 4394* Hufeisenniere ........................................... 1835 Hüftgelenk – Endoprothesenwechsel ............................ 2152 – endoprothetischer Totalersatz .................... 2151 – Röntgenkontrast-Untersuchung ............... 5050* Hüftgelenksluxation beim Kind – manuelle Reposition in Narkose ................. 2233 – operative Reposition ............................... 2239 Hüftkopf, – Endoprothese ....................................... 2149 – Schalenplastik nach Wagner ...................... 2149 Hüftpfanne – Endoprothese ........................................ 2149 – Pfannendachplastik ................................. 2148 Human tumor clonogenic assay (HTCA) ........ 3700* Human Choriongonadotropin (HCG) ... 4024*, 4053* Humangenetische Beratung ............................ 21 Humangenetisches Gutachten .................... 80, 85 Hundebandwurm-Antikörper ............4430*, 4435*, ................................................. 4456*, 4462* Hundespulwurm-Antikörper ....................... 4462* Hungerversuch ............................. 4104*, 4105* Hyaluronidase-Antikörper .......................... 4297* 868

Hybridisierung .............................. 3924*, 4785* Hydroelektrisches Bad ................................ 554* Hydrotherapie ........................................... 531* Hydrozele, Punktion .................................... 318 Hygrom – Punktion ............................................... 303 – subdural ............................................... 2506 Hymen, Abtragung ..................................... 1061 Hyperthermie ......................................... 5852* Hyperventilationsprüfung ............................. 601 Hypnose ................................................... 845 Hypoglykämiebehandlung ............................. 836 Hypophysentumor ..................................... 2528 Hyposensibilisierung ................................... 263 Hypospadie .............................................. 1746 Hypothermie ............................................. 481 Hypothyreose-Screening (TSH) .............. 26, 4030* Hypoxietext .............................................. 646* Hysterektomie .......................................... 1138 Hystero-Salpingographie ........................... 5250* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 321 Hysteroskopie ........................................... 1110

I ICSI (intracytoplasmatische Spermieneinjektion) 1114 IgA ....................................................... 3571* IgE ............................................. 3572*, 3890* IGeL, Informationen für Patienten ................... 634 IGel-Leistungen – im Krankenhaus ...................................... 631 – in Medien .............................................. 632 – bei Privatpatienten ................................... 647 IGeL-Liste nach KBV ................................... 667 IGeL-Liste 2, n. Krimmel .............................. 669 IGeL-Monitor, Med. Dienst Bund der Krankenkassen .......................................... 632 IGeL – ausgewählte Leistungs- und Abrechnungsbeispiele u. a. – Augenheilkunde ............................... Seite 750 – Chirurgie und Orthopädie ............. Seite 754, 786 – Dermatologie ................................... Seite 758 – General-Check-up ............................ Seite 738 – Gynäkologie und Geburtshilfe .............. Seite 769 – Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde ............ Seite 775 – Innere Medizin und Kinderheilkunde .. Seite 691 ff., ........................................................ 735, 795 – Neurologie ..................................... Seite 785 – Psychiatrie ...................................... Seite 797 – Radiologie ..................................... Seite 803

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Umweltmedizinische Grundleistungen ... Seite 686 – Urologie ......................................... Seite 807 IGeL – Individuelle Gesundheitsleistungen Seite 830 – IGeL-Liste nach KBV Vorschlag ............ Seite 662 – Musterformular für einen Behandlungsvertrag ........................................... Seite 635 – Second opinion, Hinweise, Angebote ..... Seite 670 IgG ...................................................... 3571* IgM ...................................................... 3571* – IgM-Isolierung ........................... 3768*, 4003* Ileostomie ............................................... 3206 – bei Kolektomie ....................................... 3170 Immunelektrophorese ............................... 3748* Immunfixation ........................................ 3749* Immunglobuline – allergenspezifische ............................ 3890* ff. Immunhistochmeische Untersuchung .......... 4815* Immunzytochemische Untersuchung ............ 4852* Impedanzmessung ..................................... 1407 Impfung ................................................... 375 Implantation – alloplastisches Material ............................ 2442 – Hautexpander ........................................ 2396 – Hormonpresslinge ................................... 291 – Knochen ............................................... 2254 Impressionsfraktur des Schädels ................... 2500 Impressionstonometrie ............................... 1255 Impulsanalyse eines Herzschrittmachers ......... 661* Infiltration gewebehärtender Mittel .................. 274 Infiltrationsanästhesie .................................. 490 Infiltrationsbehandlung ................... 264, 267, 290 Influenza-Viren – Antigene ..........................4636*, 4644*, 4676* – Antikörper ............................ 4324* f., 4351*f. – Nukleinsäure-Amplifikation (PCR) ............ 4783* Infrarot – Behandlung ........................................... 538* – Koagulation a. Enddarm ............................ 699 – Spektrometrie (Steinanalyse) .................. 3672* – Thermographie ...................................... 624* Infusion ................................................ 270 ff. – beim Kleinkind ........................................ 273 – Dauertropfinfusion ................................... 274 – Eigenblut ....................................... 286, 286a – intraarteriell ........................................... 277 – intravenös ............................................. 271 – Knochenmark ......................................... 279 – Zytostatika ........................................... 275 f. Infusionsurographie ...............................5200* f. Inhalationstherapie .................................... 500*

Injektion – arteriell ................................................. 254 – i. m. ..................................................... 252 – i.v. ....................................................... 253 Injektion in den Glaskörper .................. 257 analog Inkontinenzoperation .................................. 1780 Innenohr, Fensterung .................................. 1620 Inselzell-Antikörper (ICA) ................ 3815*, 3842* Insemination ............................................ 1114 Insulin .................................................. 4025* – Antikörper .......................................... 3898* Insulinkur ................................................. 836 Intelligenztest ............................................ 856 Intensivmed. Überwachung u. Behandlung ....... 435 – Laboruntersuchungen ............................. 437* Interstitielle Low-Dose-Rate-Brachytherapie (PSI) ................................................... 5846 analog Interventionelle Radiologie .......................5345* f. Intrakutan-Test ........................................... 390 – nach Mendel-Mantoux .............................. 384 intramuskuläre Injektion ............................... 252 Intraokularlinse – Berechnung ....................................... A 7016 – Extraktion ............................................. 1353 – Implantation b. Star-OP ............................ 1352 – Reposition, operativ ............................. A 7021 intratubarer Gametentransfer ........................ 1114 Intrauterin-Pessar – Einlegen oder Wechseln ........................... 1091 – Entfernung ............................................ 1092 Intraoperative Elektrodenversorgung ...... 631 analog Intravenöse Injektion ................................... 253 Intubation, endotracheal ............................. 462 f. Intubationsnarkose ................................... 462 f. Invagination, op. Beseitigung ....................... 3171 In-vitro-Fertilisation, Eizellkultur – Eizellgewinnung durch Direktpunktion .......... 315 – Eizellkultur .......................................... 4873* – Embryotransfer ...................................... 1114 – laparosk. Eizellgewinnung .......................... 711 Iontophorese ............................................ 552* Iridektomie .............................................. 1358 Irrigator-Methode, Untersuchung .................. 3211 Isoenzyme ............................................. 3784* Isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik .......... 842 Isokinetische Muskelfunktionstherapie ............ 558* IST/Amthauer-Test ...................................... 856 in-vitro-Fertilisation (IVF) ............................ 1114

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Stichwortverzeichnis der GOÄ

J Jalousieplastik .......................................... 2954 Jejunoskopie ............................................. 685 Jochbeinfraktur, operative Reposition ............. 2693 Jugendarbeitsschutzgesetze, Untersuchung ........ 32 Jugularvene, Unterbindung .......................... 1639 Jugularvenenpulskurve ............................... 638*

K Kaiserschnitt-Entbindung ............................ 1032 Kalibrierung der Harnröhre .......................... 1708 Kalium .................................................... 3519 Kalkinfarkt der Bindehaut ............................. 1282 Kalt- oder Heißpackung ................................ 530 Kälte – Agglutinine ......................................... 3994* – Behandlung ............................................ 530 – Hämolysine ......................................... 3999* Kammerflimmern, elektrisch induziertes neben Nr. 3089 ................................. 430 analog Kampimetrie ............................................. 1225 Kaolin-Gerinnungszeit ................................. 3947 Kapillarblutentnahme beim Kind .................... 250a Kapselendoskopie .............................. A 707, 676 Karbunkel ................................................ 2431 Kardiaresektion ......................................... 3146 Kardiasprengung ........................................ 780 Kardiomyotomie ........................................ 3129 Kardioplegie ............................................. 3052 Kardiotokographie – extern .................................................. 1002 – intern .................................................. 1003 Karotispulskurve ....................................... 638* Karpaltunnelsyndrom ................................. 2070 Katalase-Test .......................................... 4545* Kataphoretisches Bad ................................. 554* Katarakt-Operation ..................................... 1348 – extrakapsulär ......................................... 1374 Katheterablation s. Leistungskomplex EPU ... A 3091 Katheter – ablation ................................................ 3091 – Kava-, Anlage ......................................... 260 – Medikamenteneinbringung ........................ 261 – peridural ............................................... 259 – zentralvenös ........................................... 260 Kathetermapping, endokardiales bei supraventrik. Tachykardien .................................... 628 analog Katheterisierung – Harnblase .....................................1728, 1730 870

– Nabelvene .............................................. 287 – obere Hohlvene ....................................... 260 Kaudalanästhesie ........................................ 469 Kauterisation – Gehörgang oder Paukenhöhle .................... 1580 – Haut ..................................................... 746 – Kehlkopf ............................................... 1527 – Naseninneres ........................................ 1429 – Portio .................................................. 1083 – Tränenwege .......................................... 1293 Kavernenabszess, Eröffnung ........................ 3002 Kavernographie ....................................... 5260* Kehlkopf – Anästhesie ............................................. 484 – Ätzung ................................................. 1526 – Dehnung .............................................. 1529 – endobronchiale Behandlung ...................... 1532 – Exstirpation ...................................1543, 1544 – Fremdkörperentfernung ........................... 1528 – Kauterisation ......................................... 1527 – Laryngoskopie ....................................... 1530 – Medikamenteneinbringung ....................... 1525 – Polypenentfernung ................................. 1535 – Polypenentfernung, laserchirurgisch ............ 706 – Probeexzision ........................................ 1534 – Schwebe-Stützlaryndoskopie .................... 1533 – Stenoseoperation ................................... 1547 – Stimmbandteilresektion ........................... 1540 – Trümmerverletzung ................................. 1551 – Tumorentfernung .................................... 1535 Keilbeinhöhlenoperation .............................. 1469 Keratoplastik ............................................ 1322 Keratoprothesis ......................................... 1347 Kerngeschlecht-Bestimmung ...................... 4870* Kernspintomographie ............................ 5700* ff. Kiefer – Fremdkörperentfernung ........................... 2651 – Panoramaaufnahme .............................. 5002* – partielle Resektion .................................. 2710 Kieferfraktur – allmähliche Reposition ............................. 2687 – Fixation ................................................ 2688 Kieferhöhle – Absaugung ........................................... 1480 – Ausräumung ......................................... 1485 – Ausspülung ........................................... 1479 – endoskopische Untersuchung .................... 1466 – Eröffnung .....................................1467, 1485 – Kontrastmitteleinbringung ......................... 370 – Punktion .............................................. 1465

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Radikaloperation .................................... 1486 – Röntgenuntersuchung ........................... 5260* Kieferhöhlenfistel, Verschluss ....................... 1628 Kieferzyste, Operation ................................. 2655 Kinderaudiometrie ..................................... 1406 Kinderfrüherkennungsuntersuchung ................. 26 Kindliche Entwicklung, Untersuchung ........... 715 ff. Kinesiologische Entwicklung, Untersuchung ..... 714 Kipptisch-Untersuchung ............................. A 795 Kirschnerdraht – Entfernung ........................... 2009, 2061, 2063 – Gelenkfixation ................................2060, 2062 – Radiusfraktur ........................................ 2349 – Extension .............................................. 218 Klammerentfernung ................................... 2007 Klebeverband ............................................ 201 Kleinhirntumoren, Exstirpation ...................... 2550 Kligler-Agar ............................................ 4547* Klinische Untersuchungen .......... 5, 6, 7, 8, 11, 800, ...................................... 801, 825 ff., 830, 1412 Klumpfuß – Operation ............................................. 2067 – Stellungskorrektur .................................. 3301 Klumpungstest ....................................... 4545* Knie- oder Fußblockanästhesie ..................... A 496 Kniegelenk – Arthrodese ............................................ 2133 – Arthroplastik ......................................... 2136 – Bandnaht ............................................. 2104 – Bandplastik ........................................... 2104 – endoprothetischer Ersatz ..................2144, 2153 – endoskopische Untersuchung .................... 3300 – Exartikulation ........................................ 2160 – Gelenkkörperentfernung ........................... 2119 – Injektion ................................................ 225 – Meniskusoperation ................................. 2117 – Punktion ............................................... 301 – Röntgenuntersuchung ........................... 5030* – Synovektomie ........................................ 2112 Kniescheibe – habituelle Luxation – operative Reposition ............................... 2230 – Osteosynthese ...............................2336, 2344 – Reposition ............................................ 2221 Knochen – Aufmeißelung ........................................ 2256 – Entnahme ............................................ 2253 – histologische Untersuchung .................... 4802* – Implantation .......................................... 2254 – Osteotomie ................................... 2260,2273

– Resektion ............................................. 2263 – Stanzbiopsie .......................................... 312 – Verpflanzung ......................................... 2255 – AP (Ligandenassay) .............................. 4062* – bolzung ................................................ 2660 Knochenmark – Infusion ............................................... 279 – Punktion ............................................... 311 Knochenstanze .......................................... 312 Knorpel-Transplantation .............................. 2384 Koagulase-Test ....................................... 4546* Kochsalz-Mannit-Agar .............................. 4538* Kokain .................................................. 4158* Kolon – Doppelkontrastuntersuchung .................. 5166* – endoskopische Untersuchung ..................... 685 – Exstirpation ........................................... 3170 – hoher Einlauf .......................................... 533 – Kontrastuntersuchung ........................... 5165* – Massage ............................................... 523 – Polypentfernung ...................................... 695 – Teilresektion .......................................... 3169 Kolon-Hydro-Therapie ................................. 533 Koloskopie – partiell ................................................. 688 – vollständig ............................................. 687 Kolostomie .............................................. 3206 Kolporrhagie ............................................ 1125 Kolposkopie ............................................. 1070 Kolpozöliotomie ........................................ 1136 Kombinationsnarkose – mit Larynxmaske .......................... A 462, A 463 – mitendotrachealer Intubation ...................... 462 – mit Maske ............................................. 460 Kompressionstherapie, intermittierend apparativ 525* Kompressionsverband ................................. 204 Kondylome ............................................... 756 Konfokale Scanning-Mikroskopie ............... A 7008 Konisation der Portio .................................. 1086 Konjunktivaler Provokationstest ..................... 393 Konsiliarische Erörterung ............................... 80 Konstruktionsplan für orthopädische Hilfsmittel .. 3321 Kontaktlinse – Erstanpassung ....................................... 1210 – Prüfung ............................................... 1212 Kontrastmitteleinbringung ................... 340, A 353 Kontrastuntersuchung .................... 5050*, 5150* Kontrolle der Beatmung s. Leistungskomplex Schlaflabor ..................................................... A 427 Konvulsionsbehandlung 871

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– elektrisch oder medikamentös .................. 836 f. – Insulinkur .............................................. 836 – Elektrokrampftherapie .............................. 837 – intravenöse ............................................ 836 Koordinationsprüfung .................................. 826 Kopfzwangshaltung ................................. A 7028 Körperlagebestimmung s. Leistungskomplex Schlaflabor ..................................................... A 714 Korneoskleralfäden, Entfernung .................... 1279 Koronarangiographie .................................. 5324 – Kontrastmitteleinbringung ......................... 360 Körperkanalverschluss ................................ 2400 Korrektur dynamischer Schielwinkelveränderungen .......................................................... A 7025 Kostenersatz .............................................§ 10 – Nachweispflicht .............................§ 12 Abs. 2 Kramer-Test .............................................. 856 Krampfadern – Operation .....................................2880, 2890 – Verödung .............................................. 764 Kraniopharyngeom .................................... 2528 Kranioplastik ............................................ 2278 Krankengymnastik ................................. 505* ff. – Einzelbehandlung ................................ 506* f. – Extensionsbehandlung ......................... 514* ff. – Ganzbehandlung .................................... 506* – Gruppenbehandlung ................................ 509* – im Bewegungsbad .................................. 508* – Teilbehandlung ...................................... 507* Krankenhausentlassungsbericht – endgültiger .............................................. 75 – vorläufiger ............................................ A 72 Krankheitsbericht ......................................... 75 Kreatin ................................................... 3780 Kreatinin .........................................3520, 3585 – Clearance ............................................. 3615 Krebsfrüherkennungsuntersuchung – Frauen .................................................... 27 – Männer ................................................... 28 Kreislauffunktionsprüfung ............................ 600 Kreislaufzeiten, Messung .............................. 631 Kremer-Test ........................................... 3665* Kreuzbandersatz, Knie ................................ 2104 Kreuzprobe ............... 4000*, 4001*, 4002*, 4365* Krisenintervention ...................................... 812 Kristallnachweis ............................ 3508*, 3660* Kropfgeschwulst ....................................... 2755 Krossektomie ........................................... 2883 Kryokoagulation ..................................... A 1085 Kryochirurgie 872

– Enddarmbereich ...................................... 698 – Prostata ............................................... 1777 – Vaginalbereich ....................................... 1085 Kryoglobuline ......................3573*, 3751*, 3752* Kryokonservierung .................................... 1114 Kryotherapie – Haut ..................................................... 740 – Hornhaut .............................................. 1340 – Zyklothermie ......................................... 1359 Kryptokokkus neoformans-Agglutination ....... 4707* Kryptorchismus ........................................ 1768 Kuldoskopie ............................................. 1158 Kunstglied – Anpassen ............................................. 3320 – Gebrauchsschulung ................................. 518 – Konstruktionsplan .................................. 3321 Kunstherz ................................................ 3087 – Überwachung ........................................ 3055 Kupfer .................................................. 4131* Kurplan ...................................................... 77 Kurzwellenbehandlung ........................548*, 549* Kutane Testung .......................................... 383

L Laboratoriumsuntersuchungen ................ 3500* ff. – bei lntensivbehandlung ............................. 437 Labyrinth, Fensterung ................................. 1620 Lagerbildung im Kieferbereich ..............2730, 2732 Lagereaktionen, Prüfung .............................. 714 Laktat – photometrisch ..................................... 3781* – Teststreifen ............................. 3511*, A 3652* – Ischämietest ....................................... 4107* Laktatdehydrogenase (LDH) ....................... 3597* Laktoseintoleranztest ....................... 4108*, A 618 Lamblien ............................................... 4761* Laminektomie ........................................... 2556 Langzeit– – Blutdruck-Messung ................................. 654* – EEG ..................................................... 827a – EKG .................................................... 659* Laparoskopie ............................................. 700 Laparotomie ............................................. 3135 Laryngoskopie .......................................... 1530 Laser-Anwendung, ambulante Operation .......... 441 Laserbehandlung ...............A 2440, A 2885, A 2886 Laserdoppler-Untersuchung ...................... A 7017 Laser-Koagulation – endoskopisch ......................................... 706

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Netzhaut ............................................... 1365 Laserrevaskularisation, transmyokardial .......... 3069 Laserscanning-Ophthalmoskopie ................ A 7010 Lasertrabekuloplastik ................................. 1360 Lauensteinprojektion ................................ 5040* Lavage, bronchoalveolär .............................. 678 LDH ..................................................... 3597* – Isoenzyme .......................................... 3785* LDL-Cholesterin ..................................... 3564* LDL-Apherese ............................................ 792 Leber – Abszessoperation ................................... 3185 – laparoskopische Probeexzision ................... 700 – Operation ............................................. 3185 – Punktion ............................................... 315 – Transplantation ...................................... 3184 – egel-Antikörper .................................... 4462* Lecithin/Sphingomyelin-Quotient ................. 3782* Lederhaut – Fremdkörperentfernung ........................... 1276 – Wundnaht ............................................. 1326 Legionellen – Agar .................................................. 4539* – Antigen ...........................4518*, 4522*, 4563* – Antikörper ............. 4224*, 4240*, 4255*, 4267* Leiche – Entnahme des Augapfels ........................... 107 – Entnahme von Körperflüssigkeit .................. 106 – Herzschrittmacher-Entnahme ..................... 109 – Hornhautentnahme .................................. 108 – Sektionsleistungen ............................. 6000 ff. Leichenschau ............................... 100, 101, 102 Leishmanien-Antikörper ..................4432*, 4441*, ........................................4449*, 4458*, 4466* Leistenbruch-Operation ............................... 3285 – Reposition bei Einklemmung ..................... 3282 Leisten- oder Schenkelbruch OP mit Netz ..... A 3289 Leistenhoden, Operation ............................. 1768 Leistungen mit Mindestdauer ........................§ 12 Leistungen, nicht im GKV Leistungskatalog enthalten ........................................... Seite 650 Leistungserbringung, persönliche .................... § 4 Leistungsträger, öffentliche ...........................§ 11 Leitungsanästhesie .................................. 493 ff. Leistungskatalog Beihilfe .............................. 657 – ausgeschlossene Leistungen ...................... 657 – teilweise ausgeschlossene Leistungen .......... 659 Leistungskatalog GKV ................................. 655 – ausgeschlossene Leistungen ...................... 655 Leptospiren-Antikörper ......... 4225*, 4241*, 4256*,

................................................. 4280*, 4289* Leukozyten, Einzelbestimmung ................... 3505* – Differenzierung, zusätzlich zum Blutbild ..... 3551* – Esterase ............................................. 3683* – Liquor ............................................... 3670* – peroxidase .......................................... 3683* – phosphatase, alkalische ......................... 3683* – zahl ......................................... 3505*, 3550* – zahl, Liquor ......................................... 3670* Lichtenstein-OP ........................................ 3286 Lichtoptische Wirbelsäulenvermessung (Optrimetrie) ........................................A 5378* Licht-Reflexions-Rheographie ........................ 634 Lid – plastische Operation ................................ 1310 – Senkung ............................................... 1305 – Tumorentfernung .................................... 1282 Lidocain ................................................ 4167* Lidspalte – plastische Korrektur ................................ 1302 – vorübergehende Spaltung ......................... 1303 Ligandenassay ......................................A 4463* Limited-Care-Dialyse ................................... 791 Linearbeschleuniger, Hochvolttherapie .......... 5836* Linksherzkatheterismus ......................... 627, 629 Linksventrikulographie .............................. 5327* Linse – Diszission ............................................. 1348 – Implantation .......................................... 1352 Linsenkernverflüssigung (Phakoemulsifikation) .. 1374 Lipase ......................................... 3521*, 3598* – Schnelltest .......................................... 3511* Lipidelektrophorese ....................... 3728*, 3729* Lipoprotein ............................................ 3730* Lippen-Kieferspalte .................................... 2621 Lippenspalte ............................................. 2620 Liquidation ................................................§ 12 – Fälligkeit .......................................§ 12 Abs. 1 – Vorschriften ..................................§ 12 Abs. 2 Liquidationsrecht ........................................§ 12 Liquor-Untersuchungen ........... 3669* ff.*, A 3765* Liquorableitung – extrakorporal ......................................... 2542 – intrakorporal ......................................... 2540 Liquorfistel .............................................. 2553 Liquorpunktion – durch die Fontanelle ................................ 305a – subokzipital oder lumbal ........................... 305 Liquorzellausstrich .................................. 3671* Listerien-Antikörper ..............4226*, 4242*, 4281* 873

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Lithium ................................................. 4214* Litholapaxie – Harnleiterstein ....................................... 1817 – Nierenstein ........................................... 1838 Lobektomie .............................................. 2995 Lokalanästhesie – Bronchialgebiet ....................................... 489 – großer Bezirk .......................................... 491 – Harnröhre/Harnblase ................................ 488 – Kehlkopf ................................................ 484 – kleiner Bezirk .......................................... 490 – Trommelfell ............................................ 485 Longmire-Op ............................................ 3176 Lues Suchreaktion ................................... 4232* Lugol-Färbung ........................... 3509*, 4740* ff. Lumbalanästhesie .................................... 470 ff. Lumbalpunktion ......................................... 305 Lunge – Abszesseröffnung ................................... 3002 – Lappenresektion ..................................... 2995 – operative Gewebeentnahme ...................... 2992 – operativer Eingriff ................................... 2994 – Punktion ............................................... 306 – Resektion ............................................. 2995 – Segmentresektion ................................... 2996 Lungen– – dehnbarkeit (Compliance) ......................... 611* – perfusion, szintigraphische Untersuchung .. 5415* – Ventilation, szintigraphische Untersuchung .. 5416* Lupenbrille, Bestimmung ............................. 1215 Luteotropin (LH) ........................... 4026*, 4083* Luxation .................................................. 2200 Lymphdrainage, manuell .............................. 523 Lymphknotenentfernung .......................... A 1783 Lymphknoten, Exzision ............................... 2404 Lymphknotenausräumung – retroperitoneal ....................................... 1809 – Axilla ...........................................2408, 2413 – inguinal ................................................ 1762 – pelvin .................................................. 1783 – suprahyoidal ......................................... 2715 – zervikal ................................................ 2760 Lymphödem – apparative Kompressionstherapie ................ 525 – Entleerung mit Gummischlauch .................. 762 – Operation ............................................. 2453 Lymphographie ....................................... 5338* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 365 Lymphozyten – mischkultur (MLC) ...................... 4013*, 4014* 874

– transformationstest ............................... 3694* Lysebehandlung ....................................5351* f. Lysozym ................................................ 3793*

M Macula-Rotation ....................................A1387.2 Magen – Ausspülung ............................................ 433 – Ersatzmagen ......................................... 3176 – Resektion ............................................. 3147 – Teilresektion .......................................... 3145 Magenballon, Implantation ........................... 3156 Magenfistel, anlegen .................................. 3138 Magenperforation, operative Versorgung ......... 3144 Magensaft, Ausheberung .............................. 671 Magenresektionsanalyse ........................... 4100* Magenspülung ........................................... 433 Magenverweilsonde – Einführen .............................................. 670 – Entfernung, Beschluss BÄK Magnesium ............................................ 3621* Magnetfeld-Resonanz-Tomographie (MRT) ... 5700* ff. – des Knies ........................................... 5729* Magnetkörper, Implantation ins Augenlid ......... 2444 Malariaplasmodien ................................... 4753* Mamille ................................................... 2417 Mamma – Amputation ........................................... 2411 – Punktion ............................................... 314 – Reduktionsplastik ................................... 2414 – thermographische Untersuchung ................ 623 – Aufbauplastik ........................................ 2415 – Prothese, Implantation oder Austausch ........ 2420 Mammographie ....................................... 5265* Mangan ................................................. 4133* Manometrie an den Gallenwegen ................... 3122 Manualextraktion bei Entbindung ................... 1025 Manualmedizinischer Eingriff ........................ 3306 Marisquen, operative Entfernung .................... 765 Marshall-Marchetti-Operation ....................... 1780 Marsupialisation, vaginal ............................. 1141 Masernvirus-Antikörper .. 4327*, 4354*, 4385*, 4396* Massagen ............................................ 520* ff. Massenspektrometrie ..................... 4079*, 4210* Mastdarm – digitale Ausräumung ................................ 770 – digitale Untersuchung ................................. 11 – endoskopische Untersuchung ..................... 690 – Fremdkörperentfernung ........................... 3238

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Mastdarmfistel .......................................... 3220 Mastdarmriss ........................................... 3219 Mastdarmschließmuskel – Dehnung .............................................. 3236 – Sphinkterotomie ..................................... 3237 Mastdarmtumor, peranale Entfernung .....3224, 3226 Mastdarmvorfall – Operation ............................................. 3231 – Reposition ............................................ 3230 Mastektomie ............................................ 2411 Mastoid, Operation ............................1597, 1598 Material, bei histologischen Untersuchungen .. 4800* Maximalakkomodation ................................ 1203 MCH ..................................................... 3550* MCHC ................................................... 3550* MCV ..................................................... 3550* MDP ..................................................... 5155* Meatomie ................................................ 1737 Meatusstriktur .......................................... 1738 Meckelsche Divertikel .........................3173, 3200 Medianus-Kompressionssyndrom ................. 2070 Mediastinaltumor ...................................... 3011 Mediastinoskopie ....................................... 679 Mediastinum, Drainage ............................... 3012 Medikamentenpumpe, Erstanlegen/Anleitung .... 784 Medikamentenreservoir – Auffüllung .............................................. 265 – Implantation .......................................... 2421 Med.Trainingstherapie mit Sequenztraining ..... A 846 Megacolon congenitum ............................... 3234 MEGX-Test ............................................... 4110 Mehrstärkenbrillen ..................................... 1207 Mekonium-Ileus ........................................ 3011 Mendel-Mantoux-Test .................................. 384 Meningozele ............................................. 2571 Meniskus – Entfernung ............................................ 2117 – Naht .................................................... 2117 – Operation, arhtroskopisch ........................ 2117 – Reposition ............................................ 2226 MESA .............................................1114, 1767 Messung der Vorderkammertiefe ................ A 7015 Messung der Zyklotropie .......................... A 7023 Messung intracranieller kognitiver Potenziale .. A 1408 Metanephrine ........................................... 4074 Methadon-Bestimmung ............................. 4168* Methadon-Substituion, oral ........................... 376 Methämoglobin ....................................... 3692* Methotrexat ............................................. 4169 Methylenblau-Färbung ........ 3509*, 4506*, 4740* f.

Methylenblau-Reduktion ........................... 4546* Metoclopramidtest ................................... 4111* Mikroalbuminurie-Nachweis ....................... 3736* Mikrobiologische Untersuchungen ..... 4220*, 4500* Mikro-Herzkatheterismus ....................... 630, 632 Mikroskopische Untersuchungen ................ 3508* Mikroskopisch-zytolog. Untersuchung Follikel .........................................................A 4852* Mikrowellenbehandlung ............................... 548 Milbennachweis, mikroskopisch .................. 4742* Miller-Abbot-Sonde, Legen ........................... 697 Milz – Exstirpation ........................................... 3199 – Punktion ............................................... 315 – Revision ............................................... 3192 Milzszintigraphie ..................................... 5456* Mineralgehalt von Knochen – computertomographische Bestimmung ..... 5380* – Photonenabsorptionstechnik (DPA) .......... 5475* Missed abortion, Ausräumung ...................... 1060 Mit(haus)besuch in sozialer Gemeinschaft .......... 51 Mittelgesicht – operative Rekonstruktion .......................... 2630 – Osteotomie nach disloziert verheilter Fraktur ... 2705 Mittellinienbruch, Operation ......................... 3283 Mittelohr, Tumorentfernung .......................... 1601 Modellherstellung durch Gips ....................... 3310 Monokontrastuntersuchung ....................... 5165* Mononukleosetest ................3525*, 4300*, 4305* Moro-Test ................................................. 383 Morphin ................................................ 4172* MRT-Untersuchungen ............................ 5700* ff. – Bewegungsstudien ............................... 5729* – computergestützte Analyse ........... 5729*, 5733* – ergänzende Serien ...................... 5729*, 5731* – Gelenke .................................... 5700*, 5729* – Positionswechsel ....................... 5729*, 5732* – Spulenwechsel ........................... 5729*, 5732* – Untersuchungsumfang .......................... 5729* Mukoviszidose, Schweißtest .......................... 752 Multileaf-Kollimatoren = MLC ...................A 5830* Mullkompressen ........................................§ 10 Mulltupfer .................................................§ 10 Mumpsvirus-Antikörper . 4328*, 4355*, 4386*, 4397* Mundbodeneingriff, Osteotomie ..................... 2720 Mundbodenplastik ..................................... 2675 Mundbogenphlegmone ............................... 1509 Mund-Kieferbereich, operative Blutstillung ....... 2660 Muschel-Operation .................................... 1430 Muskel 875

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Naht .................................................... 2073 – Probeexzision ........................................ 2402 – Verlängerung ......................................... 2064 – Verpflanzung ......................................... 2074 – Durchtrennung ...................................... 2072 Muskelfunktionsdiagnostik, isokinetisch .......... 842 Muskelfunktionstherapie, isokinetisch ............. 558 Musterrechnung .................................. Seite 646 Mutterschaftsvorsorge, Erstuntersuchung .......... 23 Mycoplasma pneumoniae-Antikörper .......... 4257*, ........................................4268*, 4282*, 4290* Mycoplasmen-Agar .................................. 4539* Myektomie ............................................... 3234 Myelographie ......................................... 5280* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 340 Myelomeningozele ..................................... 2571 Mykobakterien – Identifizierung ..................................... 4551* – Kultur ...................................... 4540*, 4585* – Tierversuch .......................................A 4601* Myoglobin ................................... 3755*, 3756* Myokardbiopsie ........................................ 3067 Myokard-Revaskularisation .......................... 3088 Myokardszintigraphie ............................... 5423* Myokardverletzung .................................... 3071 Myom-Enukleation – abdominal ............................................ 1162 – vaginal ................................................ 1137 Myringoplastik .......................................... 1611

N Nabelbruch .............................................. 3283 Nabelschnurpunktion .............................. A 1014 Nachblutung – intraabdominal ....................................... 2802 – nach Tonsillektomie ................................ 1501 – postpartal ............................................. 1042 – vaginal ................................................. 1140 Nachgeburt, Entfernung durch inneren Eingriff ............................................................. 1041 Nachstar, Diszision .................................... 1348 Nachtastung, postpartal .............................. 1042 Nachtschale, Rumpf .................................... 240 Naevus flammeus – Operation ............................................. 2440 – Operation mittels Laser ............................ 2440 Nagel – Ausrottung ........................................... 2034 – Extraktion ............................................. 2033 – Schleifen oder Fräsen ............................... 743 876

– Trepanation ............................................ 303 Nagelspange ............................................ 2036 Nagelung eines großen Röhrenknochens ......... 2349 Nagelwall ................................................. 2035 Nagelwurzel ............................................. 2034 Nährbouillon .......................................... 4630* Narbe – oder Naevus, hochtouriges Schleifen ............ 755 – Exzision bei Funktionsbehinderung ........... 2392a – operative Korrektur ................................. 2441 Narkose ................................................... 450 Nasaler Provokationstest .............................. 395 Nase – Ätzung ................................................. 1436 – Ausstopfung .................................1425, 1426 – Entfernung ....................................1452, 1453 – Fremdkörperentfernung ........................... 1427 – Kauterisation ......................................... 1429 – Rekonstruktion ..............................1449, 1450 – Reposition ............................................ 2320 – Tamponade ...................................1425, 1426 Nasenbluten ............................................. 1435 Nasenflügel .............................................. 1457 Nasenhaupthöhlen – Applikation von Substanzen ...................... 1436 – endoskopische Untersuchung .................... 1418 Nasenmuschel – Abtragung ............................................ 1438 – Operation ............................................. 1430 Nasennebenhöhlen – Absaugung ........................................... 1480 – Radikaloperation .................................... 1488 – Röntgendiagnostik ................................ 5098* – Sonographie .......................................... 410 Nasenpolypen, Entfernung ...................1440, 1441 Nasenrachenfibrom .................................... 1495 Nasenscheidewand – Abszesseröffnung ................................... 1459 – plastische Korrektur ................................ 1447 – submuköse Resektion ............................. 1445 – Verschluss einer Perforation ..................... 1455 Nasensteg, operative Verschmälerung ............ 1456 Nasobiläre Sonde ..................................... A 670 Natrium ................................................. 3558* Navigation bei Endoprothesen ...................... 2562 Nazetylprocainamid .................................... 4170 Nebenhoden ............................................. 1771 Nebennieren ............................................. 1858 Neisser-Färbung ...................................... 4554* Neisseria-Antigen .................4523*, 4524*, 4564*

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Nekrosenabtragung .................................... 2006 – Hand- oder Fußbereich ............................ 2065 Nekrotomie an Knochen .............................. 2256 Nephrektomie ........................................... 1841 – bei Tumor .....................................1842, 1843 Nephropexie ............................................. 1831 Nerom .................................................... 2404 Nerv – Durchtrennung oder Exhairese ................... 2580 – elektroneurographische Untersuchung .........829, ........................................................ 832, 839 – End-zu-End-Naht .................................... 2586 – Entnahme zur Transplantation .................... 2582 – Leitungsanästhesie ............................... 493 ff. – Leitungsanästhesie im Bereich der Schädelbasis ............................................................. 2599 – mikrochirurgische Naht ............................ 2588 – Neurolyse ............................................. 2583 – Pfropfung ............................................. 2595 – Sekundärnaht ........................................ 2587 Nervenleitgeschwindigkeit, Messung ......... 832, 839 Nervenplexus – Anästhesie ........................................... 476 f. – Naht .................................................... 2590 Nervenstimulation, bei Lähmungen ................. 555 Nerverhaltende radikale Prostatektomie ...... A 1871, .......................................................... A 1873 Nervenwurzel, Dekompression ...................... 2565 Netilmicin .............................................. 4171* Netzhaut – Licht- bzw. Laser-Koagulation .................... 1365 – ablösung .............................................. 1366 – Veränderung ......................................... 1251 Netzhaut-Glaskörper-chirurgischer Eingriff ............................................. A 1387.1, A 1387 Netzimplantation (bei Leistenbruch) ............... 3286 Netzresektion ........................................... 3172 Neugeborenes, Erstuntersuchung ..................... 25 Neuraltherapie ........................................ 266 ff. Neurologische Untersuchung ............... 800, 825 f. Neurolyse ................................................ 2583 – epidurale ............................................... 474 Neurom, operative Entfernung ...................... 2404 Neuropsychiatrische Behandlung bei Epilepsie ... 816 Neuropsychologische Testverfahren s. Leistungskomplex Schlaflabor .................................. A 856 Neutralisation der Isoagglutinine ................. 3999* Nichtärzte. Anwendung der GOÄ durch § 10 Niederdruckirrigation bei TURP .................. A 1791 Niederfrequenzbehandlung ........................... 555

NMP 22 Schnelltest ...............................A 3911* Nickel ................................................... 4198* Niere – Ausgusssteinentfernung ........................... 1839 – Dekapsulation ........................................ 1831 – Explantation beim Toten ....................... 1848 ff. – Implantation .......................................... 1845 – operative Entfernung ............................... 1841 – operative Freilegung ................................ 1830 – Punktion ............................................... 315 – Transplantation ...................................... 1850 Nierenbecken – endoskopische Stein- oder Tumorentfernung .....................................................1827, 1853 – Kontrastmitteleinbringung ............ 5200*, 5220* – Spülung bei Fistelkatheter ......................... 1733 – transkutane Pyeloskopie .......................... 1852 – Ureterorendoskopie ................................ 1827 – Druckmessung ...................................... 1799 – plastik ................................................. 1840 – stein .................................................... 1838 Nierenfistel – operative Anlage .................................... 1832 – Bougierung ........................................... 1852 – Katheterwechsel ..................................... 1833 – perkutane Anlage .................................... 1851 Nierenpolresektion ..................................... 1836 Nierenszintigraphie .................................. 5440* Nierenvene, transfemorale Blutentnahme .......... 262 Nierenzyste .............................................. 1831 Nitratreduktion ........................................ 4546* Nitrotetrazolblau-Test ............................... 3695* NMR s. MRT Noradrenalin .......................................... 4072* Nortriptylin ............................................ 4188* Nuklearmedizinische Untersuchungen .......... 5400* Nukleinsäure – Amplifikation ........... 3922*-3923*, 4783*-4784* – Hybridisierung ........................... 3924*, 4785* – Isolierung ................................. 3920*, 4780* – Sequenzermittlung ...................... 3926*, 4787* – Trennung .................................. 3925*, 4786* Nukleotomie, perkutan ................................ 2281 Nystagmusprüfung ................................... 1412

O OAE ....................................................... 1409 Oberarmknochen, Reposition ....................... 2377 Oberflächenanästhesie .............................. 483 ff. 877

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Oberflächen-EKG ...................................... A 658 Oberschenkel, Amputation ........................... 2174 Oberschenkelknochen, Reposition ................. 2330 Oberst-Anästhesie ...................................... 493 Orbitabodenfraktur ..................................... 2693 Öffentlich-rechtliche Kostenträger ...................§ 11 Ohrenschmalzpfropf ................................... 1565 Ohrentropfen .............................................§ 10 Ohrmuschel – Anlegeplastik ......................................... 1635 – operative Korrektur ................................. 1636 Ohrtrompete, Katheterismus ........................ 1590 Okklusiv-Pessar ........................................ 1090 Olekranon, Verschraubung ........................... 2340 – Zuggurtungsosteosynthese ....................... 2340 Omphalozele ............................................ 3287 Operation an der Nasenmuschel ................. A 2382 Operation, endoskopisch .....................3186, 3200 Operation einer Netzhautablösung .............. A 7027 Operationsmikroskop, Zuschlag ..................... 440 Ophthalmodynamometrie ............................ 1262 Opiatanalgesie, peridural .............................. 470 Opiate ................................................... 4172* Optochin-Test ......................................... 4545* Orbicularis-Oculi-Reflex ............................... 829 Orbitabodenfraktur, operative Reposition ......... 2693 Orchiektomie ............................................ 1765 Organerhaltende Nierenzellkarzinomentfernung ................................. A 1880, A 1881 Organisches Säurenprofil .......................... 3783* Organpunktion ........................................... 315 Ornithose-Antikörper ................................ 4276* Orthopädisches Hilfsmittel – Anpassung ........................................... 3320 – Gebrauchsschulung ................................. 518 – Konstruktionsplan .................................. 3321 Orthopädisches Turnen ................................ 509 Orthopantomogramm ............................... 5004* Orthovolttherapie ..................................... 5802* Os lunatum .............................................. 2268 Os naviculare ............................................ 2269 Osmolalität ............................................ 3716* Osmotische Erythrozyten-Resistenz ............. 3688* Ösophagoskopie ........................................ 680 Ösophago-tracheale Fistel ............................ 3128 Ösophagus – Bougierung ............................................ 781 – Eröffnung ............................................. 3125 – Langzeit-pH-Metrie .................................. 693 – manometrische Untersuchung .................... 694 878

– Röntgenuntersuchung ........................... 5150* Ösophagusableitung, elektrokardiographisch .... 655 Ösophagusatresie ...................................... 3127 Ösophagusprothese ................................... 3151 Ösophagussphinkter, Dehnungsbehandlung ...... 780 Ösophagusvarizen – Sklerosierung ......................................... 691 – Tamponade ............................................ 703 Osteocalcin ............................................ 4054* Osteodensitometrie – computertomographisch ....................... 5380* – digitale Röntgendiagnostik ...................... 5380* – Photonenabsorptionstechnik (DPA) .......... 5475* Osteosynthese ...................................... 2339 ff. Osteosynthesematerial ................................ 2694 Osteotomie .............................................. 2250 – zur Entfernung eines retinierten Zahnes ....... 2650 Östradiol ............................................... 4039* Östriol .................................................. 4027* Östrogenrezeptoren ................................. 4086* Oszillographische Untersuchung (GeseniusKeller) ...................................................... 621 Otoakustische Emissionen ........................... 1409 Otoskleroseoperation ................................. 1623 Ovarektomie ............................................. 1145 Oxidase-Test .......................................... 4545* Oxymetrie ................................................ 602* Oxytocin ................................................ 4055* Ozaena .................................................... 1492

P Pacemaker s. unter Herzschrittmacher Palmaraponeurose, Entfernung ................. 2087 ff. Panaritium – Eröffnung ............................................. 2030 – Resektion ............................................. 3195 – Seeds-Implantation ............................... 5844* Pan-Endoskopie ......................................... 685 Pankreas, Punktion ..................................... 315 Pankreasgang, Drainageplatzierung ............... 692a Pankreatikographie .................................. 5170* – endoskopisch-retrograde Kontrastmitteleinbringung .............................................. 370, 692 Pankreatisches Polypeptid (PP) .................. 4066* Panoramaaufnahme, Kiefer ........................ 5002* PAP ...................................................... 3794* Papilla Vateri, endoskopische Sondierung ......... 692 Papillotomie – endoskopisch ......................................... 692

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– offen chirurgisch, transduodenal ................ 3190 Parainfluenza-Viren-Antigen ............. 4645*, 4677* Parainfluenza-Virus-Antikörper ................................. 4329* f. 4356* f., 4371* f. Paranephritischer Abszess ........................... 1826 Paraphimose – operative Beseitigung .............................. 1740 – unblutige Beseitigung .............................. 1739 Parasiten – Kultur ................................................ 4763* – mikroskopisch ......................... 4740* f., 4766* Paratenonitis, Operation .............................. 2076 Parathormon .......................................... 4056* Parathyreoidektomie .................................. 2756 Parathyroid hormone related Peptid ............. 4067* Paravertebralanästhesie ............................. 476 f. Paravertebrale Infiltration ........................... 267 f. Parazentese ............................................. 1575 Parazervikal-Block ...................................... 491 Parenteraler Kath., – Einbringung Arzneimitteln ......................... 261 Paronychie, Eröffnung ................................ 2030 Parotis – Exstirpation ........................................... 1522 – Schlitzung des Ausführungsganges ............ 1510 Parvovirus-Antikörper .............................. 4404* PAS-Reaktion ......................................... 3683* Patella ................................................. A 2344 – Denervation .......................................... 2153 – Fraktur ................................................. 2344 – Rückflächenersatz .................................. 2153 Patellektomie ............................................ 2344 Paukenhöhle – Anästhesie ............................................. 485 – Ätzung ................................................. 1579 – binokularmikroskopische Untersuchung ...... 1415 – Drainage .............................................. 1576 – Eröffnung ............................................. 1612 – Fremdkörperentfernung ........................... 1569 – Kauterisation ......................................... 1580 – Medikamenteneinbringung ....................... 1579 – Polypenentfernung ................................. 1586 Paul-Bunell-Test ............................ 4300*, 4305* Pauschalerstattungen ............................ § 2, § 10 Pedographische Druckverteilungsmessung ..... A 652 PEG ....................................................... 3138 Pelotte, Anlegen ........................................ 2701 Pelviskopie .............................................. 1155 Penetrationstest ...................................... 3665* Penis

– Amputation ........................................... 2701 – Deviation .............................................. 1724 Penisprothese – Entfernung ............................................ 1753 – Implantation .......................................... 1752 Pentagastrinstimulator (Magensekretionsanalyse) ................................................ 4100* Pentagastrintes ....................................... 4112* Perforansvenen, Exstirpation oder Ligatur ....... 2890 Perfusion – anderer Arterien ..................................... 3053 – Hirnarterien ........................................... 3051 – Koronararterien ...................................... 3052 Perfusionsszintigraphie ............................. 5415* Perianalfistel, Operation .............................. 3220 Perianalthrombose ...................................... 763 Periduralanästhesie – einzeitig ................................................ 470 – konitnuierlich ......................................... 473 Periduralkatheter, legen ................................ 259 Perikard – Operation ............................................. 3065 – Punktion ............................................... 310 Perimetrie ................................................ 1225 Periostmassage ......................................... 523 Peritonealdialyse ........................................ 793 – Katheterentfernung ................................. 2010 – Katheterimplantation ............................... 3135 – Überwachung ......................................... 785 Peritoneal-Lavage ...................................... 3120 – programmierte ....................................... 3139 Peritonealdialyse, Betreuung bei CAPD ............ 793 – Katheterentfernung ................................. 2010 – Katheterimplantation ............................... 3135 – Überwachung ....................................... 785 f. Peritonealspülung ...................................... 3120 Peritonitis ................................................ 3139 Peritonsillarabszess ...........................1505, 1507 Perkutane Nephrolitholapaxie .................... A 1862 Perkutane transluminale Dilatation ................. 5345 Persönliche Leistungserbringung – Krankenhausarzt ...................................... § 4 – privatärztliche Behandlung .......................... § 4 Pessar, Anlegen oder Wechseln ..................... 1090 PET ....................................................5488* f. Petellektomie ............................................ 2344 Pfannendachplastik .................................... 2148 pH (Blutgasanalyse) ................................. 3710* – potenziometrisch .................................. 3714* – Teststreifen, Indikatorpapier .................... 3511* 879

Stichwortverzeichnis der GOÄ

pH3-Test ............................................... 4665* Phagentypisierung .......................... 4578*-4582* Phakoemulsifikation ................................... 1374 Phänotypisierung von Zellen ............3696*, 3697*, ................................................. 3698*, 3699* Phencyclidin ........................................... 4182* Phenobarbital ............................... 4173*, 4200* Pheylalanin ............................................ 3758* Phenytoin .................................... 4174*, 4200* Phimose – plastische Operation ................................ 1741 – Ringligatur ............................................ 1741 Phlebodynamometrie .................................. 633 Phlebographie ........................................ 5325* Phlegmone – Eröffnung ............................................. 2432 – Hohlhand ............................................. 2066 – Mundboden .......................................... 1509 Phonokardiographie .................................... 660 Phosphat, anorganisches .......................... 3580* Phosphatase, saure .................................. 3599* Photodynamische Lichtbestrahlung ............ A 566* Photodynamische Therapie am Augenhintergrund .......................................................... A 1366 Photo-Patch-Test ....................................... 569* Photorefraktäre Keratektomie (PRK) m. ExcimerLaseranwendung ...................................A 5855* Phototherapie – als Photochemotherapie ........................... 565* – bei Neugeborenen .................................. 566* – selektiv ................................................ 567* Physikalische Therapie ............................. 505* f. Pilonidalzyste oder -fistel, Exstirpation ............ 2293 Pilzantikörper ................................ 4415*-4427* Pilze – Agglutination ....................................... 4708* – Empfindlichkeitsprüfung .............. 4727*, 4728* – Identifizierung ........................... 4720*, 4721* – Kultur .............................4715*, 4716*, 4717* – mikroskopisch ........................... 4710*, 4711* Plasmapherese .......................................... 792 Plasmatauschversuch ............................... 3947* Plasmathrombinzeit (PTZ, TZ) .................... 3606* Plasmaviskosität ....................................... 3712 Plasminogen .......................................... 3948* – Aktivatorinhibitor .................................. 3949* Plasmodien-Antikörper ................... 4442*, 4451* Plättchenfaktor ....................................... 3950* Plattenthermographie ................................. 623* Plazentalaktogen (HPL) ............................. 4028* 880

Pleoptische Behandlung ......................1268, 1270 Pleura – Operation ............................................. 2973 – Probeexzision ................................. 308, 2972 – Punktion ............................................... 307 Pleuradrainage – Anlegen ............................................... 2970 – Spülung .............................................. 2971 Plexusanästhesie ...................................... 476 f. Pneumozystitis carinii – mikroskopisch ..................................... 4754* – Antikörper ................................ 4443*, 4450* Pneumokokken-Agglutination ..................... 4503* Pneumonektomie ...................................... 2995 PNF ....................................................... 725 f. Polarisationsmikroskopie (Steinanalyse) ..... 3672*, 4815* Politzer-Luftdusche ............................1589, 1590 Polyacrylamidgel-Elektrophorese ................ 3764* Polymerasekettenreaktion (PCR) .......3922*, 3923*, ................................................. 4783*, 4784* Polymaviren-Antikörper ............................ 4373* Polypenentfernung – endoskopisch im Gastrointestinaltrakt .......... 695 – Gebärmutter .......................................... 1102 – Gehörgang oder Paukenhöhle .................... 1586 – Kehlkopf ............................................... 1535 – Nase ................................................... 1440 Polysomnographie ...................................... 659 Porphobilinogen ............................ 4123*, 4124* Porphyrinprofil ............................. 4125*, 4126* Port, Implantation ...................................... 2801 – radiologisch-interventionell ........................ 631 – Spülung ................................................ 265 Portaler Hochdruck .................................... 2900 Portio – Kauterisation ......................................... 1083 – Konisation ............................................ 1086 – medikamentöse Behandlung ..................... 1075 – Probeexzision ................................1103, 2402 – Thermokoagulation ................................. 1084 Positronenemissionstomographie (PET) .....5488* f. Postoperative Kontrolle von Herzunterstützungssystemen .................................................. A 792 Pouchbildung – Blase ................................................... 1807 – Darm ................................................... 3176 Präalbumin ............................................ 3759* Prächirurgische epilepsiediagnostische Langzeitaufzeichnungen ......... 827a *analog, 838 analog, A 860

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Prächirurgische Intensivüberwachung Epilepsie-Patient ...................... 827a, 827a analog Prä-Embryonen .....................................A 4852* Prä-Embryonen-Kulturen .........................A 4873* Präkanzerose, chemochirurgische Behandlung .. 757 Präparation der Oozyten ..........................A 4751* Präventive Untersuchungen – Frauen .................................................... 27 – Jugendliche ............................................. 32 – Kinder .................................................... 26 – Männer ................................................... 28 Praxiskosten ..................................... § 4 Abs. 3 Priapismus, Operation ................................ 1749 Prick-Test .............................................. 385 ff. Primidon ..................................... 4175*, 4200* Prismenadaptionstest ................... A 7019, A 7028 Prismenbrillen, Prüfung .............................. 1207 Privatliquidation, bei GKV-Versicherten ..... Seite 629 Probeexzision – Gebärmutterhals .................................... 1103 – Kehlkopf ............................................... 1534 – oberflächliches Körpergewebe ................... 2401 – tiefliegendes Körpergewebe ...................... 2402 – Zunge ..........................................1513, 2402 Profilperimetrie ......................................... 1227 Profundaplastik ......................................... 2840 Progesteron ........................................... 4040* – 17-Alpha-Hydroxy- ............................... 4035* – rezeptoren .......................................... 4087* Programmierung Herzschrittmacher ............. A 661 Projektion ................................................ 5290 Projektionsperimetrie ................................. 1226 Proktokolektomie ...................................... 3183 Proktoskopie ............................................. 705 Prolaktin ............................................... 4041* Pronukleus-Stadium ...............................A 4852* Propaphenon .......................................... 4176* Prostata – Digitaluntersuchung ................................... 11 – Elektroresektion ..................................... 1777 – Infiltrationsbehandlung ............................. 264 – Massage .............................................. 1775 – operative Entfernung ............................... 1778 – physikalische Behandlung ........................ 1775 – Punktion ............................................... 319 – Resektion ............................................. 1777 – Seeds-Implantation ............................... 5844* Prostataabszess ........................................ 1776 Prostataadenom, Elektroresektion .........1777, 1778 Prostataspezifische saure Phosphatase (PAP) .. 3794*

Prostatektomie ......................................... 1778 – radikale ................................................ 1779 Protein – C ............................................ 3951*, 3952* – Gesamt- ............................................. 3573* – im Urin .............................................. 3760* – S ............................................ 3953*, 3954* – differenzierung im Liquor und im Urin ....... 3764* Prothesengebrauchsschulung ....................... 518* Protozoen ........................................... 4760* ff. Provokationstest, allergologisch ..................... 393 PSA ..................................................... 3908* Pseudarthrose, Operation ............................ 2355 Pseudomonaden-Phagentypisierung ............ 4579* PSP ..................................................... 3795* Psychiatrische Behandlung ...... 804 ff., A 888, 888 ff – im Notfall .............................................. 812 – zur Reintegration eines Erwachsenen ......... A 888 Psychiatrische Untersuchung .................. 801, 805 Psychisch Kranker, Fremdanamnese ............... 835 – Transportbegleitung ................................. 833 Psychische Dekompensation, Sofortmaßnahme . 812 Psychoedukation ....................................20, 847 Psychotherapie .......................................... 849 – analytisch ............................................ 863 f. – Anamnese ............................................. 860 – Einleitung .............................................. 808 – tiefenpsychologisch, fundiert .................... 861 f. PTA ...................................................... 5345* PTCA .................................................... 5348* PTCH ...................................................... 3186 Ptosis ..................................................... 1305 PTT, aPTT .................................... 3605*, 3946* Pudendus-Block ......................................... 494 Pulmonal-kapillärer Druck, Messung ......... 630, 632 Pulsierende Signaltherapie (PST) ................. A 838 Punktion ............................................... 300 ff. Punktion einer Metaphase II-Oozyte ...........A 4873* Pupillographie .......................................... 1259 PUVA, Therapie .......................................... 565 Pyeloskopie, transkutan .............................. 1852 Pyloromyotomie ........................................ 3152 Pyloroplastik ............................................ 3153 Pyometra, Operation .................................. 1099 Pyruvatkinase ......................................... 3790*

Q Quaddelbehandlung .................................... 266 Quadrantenresektion .................................. 2411 Quadrizepssehnenruptur ............................. 2073 881

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Qualitative Aniseikonieprüfung ................... A 7002 Qualitative Aniseikoniemessung ................. A 7003 Quant. Topograph. Untersuchung Hornhautbrechkraft .................................................... A 7009 Quecksilber ............................................ 4196* Quecksilberhochdrucklampe ........................ 563* Quengelverband ......................................... 245 Quetschpräparat (Trichinen) mikroskop. ........ 4645* Quick-Wert .................................. 3530*, 3607*

R Rachen, Fremdkörperentfernung ................... 1508 Rachenmandel .......................................... 1493 Radiale Stoßwellentherapie ......................... A 302 Radiochirurgisch stereotaktische Bestrahlung ............................................ A 5860*, A 5861* Radiojodbehandlung ................................ 5600* Radiojodtest ........................................... 5402* Radionuklid-Diagnostik, in-vivo ................... 5400* Radionuklidtherapie – Brachytherapie ..................................... 5840* – offen ................................................ 5600* Radiosynoviothese ................................... 5604* Radiusfraktur, Reposition ............................ 2328 Radiusköpfchen-Subluxation, Reposition ........ 2226 Ramstedt-Weber-Op ................................... 3152 Randruptur, Kniegelenk ............................... 2104 Randschnitte ............................................ 2402 RAST ................................................... 3890* Rasterperimetrie .................................... A 7013 Rauschfeld-Perimetrie ............................. A 7012 Raven-Test ................................................ 857 Reagenzträger ........................................ 3652* – vorgefertigte ....................................... 3511* Reanimation .............................................. 429 – Neugeborenes ....................................... 1040 Rechnung, ärztliche ....................................§ 12 Rechnungserstellung ...................................§ 12 Rechtsherzkatheterismus ............................. 626 Rechtsprechung rund um IGeL-Leistungen ....... 841 – Ärztliches Berufsrecht .............................. 841 – Allgemeine Rechtsgrundsätze ..................... 841 – Medizinische Standards – Leitlinien ............. 844 – Behandlung GKV-Patient ........................... 844 – Behandlung PKV-Patient ........................... 847 – Steuerrecht ............................................ 849 – Werbung/Wettbewerbsrecht ....................... 850 Rechtsventrikulographie ............................ 5315* Rectostomia posterior ................................ 3229 882

Redon-Drainagen ...................................... 2015 – Entfernen ............................................. 2007 Redressement – Fußmissbildung ..................................... 3301 – Wirbelsäulenverkrümmung ....................... 2280 Reduktionsplastik der Mamma ...................... 2414 Refluxzystographie .................................. 5235* Refraktionsbestimmung .............................. 1200 Regelsatz ................................................... § 5 Regelvisite ............................................. 45, 46 Regionalanästhesie ..................................... 469 Reib-Test .................................................. 388 Reiseentschädigung ..................................... § 9 Reizleitungssystem .................................... 3091 Reizstrombehandlung ................................. 551* Reiztherapie, intrakutan ................................ 266 Rektopexie ............................................... 3232 Rektoskopie – flexibel .................................................. 690 – starr ..................................................... 690 Rektum – Ätzung .................................................. 411 – digitale Ausräumung ................................ 770 – digitale Untersuchung ................................. 11 – Fremdkörperentfernung ........................... 3228 – Operation ............................................. 3215 Rektumatresie, Operation ............................ 3217 Rektumexstirpation, Operation ...................... 3231 – anteriore .............................................. 3235 – kombinierte ........................................... 3235 Rektumprolaps – Reposition ............................................ 3230 – Operation .......................................... 3231 f. Rektumtumor ...................................3224, 3226 Relaxometrie ........................................... A 482 Relaxationsbehandlung nach Jacobsen .......... 846 f. Renin ................................4057*, 4058*, 4115* Renin-Aldosteron-Stimulationstest .............. 4113* Renin-Aldosteron-Suppressionstest ............. 4114* Reoviren-Antikörper ................................. 4374* Replantation – Arm und Bein ........................................ 2056 – Finger .................................................. 2053 – Hand ................................................... 2055 Reposition – eingeklemmte Hernie ............................... 3282 – Fraktur ................................................. 2320 – Luxation ............................................... 2200 Reposition einer intraokularen Linse ............ A 7021 Reproduktionsmedizinische Leistungen .... Seite 265

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Reptilasezeit ........................................... 3995* Residualvolumen, Bestimmung ...................... 607 Resistance, Bestimmung .............................. 603 Resonanzhtrombogramm .......................... 3957* Restriktionsenzyme ........................ 3921*, 4781* Retikulozytenzahl ..................................... 3552* Retrobulbärer Tumor .................................. 2552 Retrograde Urographie ............................. 5220* Retropharyngealabszess ............................. 1506 Retrotonsillarabszess ................................. 1505 Reverdin-Plastik ........................................ 2380 Reverse Transkriptase ............................... 4782* Rezeptorennachweis ... 3696*, 3697*, 3698*, 3699* Rheobase, Bestimmung ......................... 829, 840 Rheographie .............................................. 620 Rhesusmerkmale ..................3982*, 3983*, 3985* Rheumafaktor (RF) ...............3526*, 3884*, 3886* – Absorption .......................................... 3768* Rhinomanometrie, Flussmessung – Flussmessung .............................. 395 f., 1417 – Widerstandsmessung ..................... 395 f., 1417 Rhinophym .............................................. 2450 Rickettsien-Antikörper .. 4227*, 4243*, 4258*, 4269* Ring oder Portioadapter .............................. 1087 Rippenresektion ........................................ 2950 Ristocetin-Cofaktor .................................. 3956* Röhrenknochen – Frakturreposition .................................... 2377 – Osteosynthese ....................................... 2340 Röntgendiagnostik ................................... 5000* Rorschach-Test .......................................... 855 Rostring, Ausfräsen ................................... 1277 Rota-Viren – Agglutination ....................................... 4630* – Antigen .................................... 4646*, 4678* Röteln-Virus-Antikörper ........ 4301*, 4306*, 4360*, ................................................. 4387*, 4398* RSV – Antigen ..................................... 4647*,4679* – Antikörper ... 4332*, 4359*, 4375*, 4445*, 4461* Rückenmark – Dauerstimulation .................................... 2570 – Operationen .......................................... 2571 Rucksackverband ....................................... 204 Rundstiellappen ........................................ 2392

S Sabin-Feldmann-Test ..............................A 4453* Saccharose-Lyse-Test ............................... 3999*

Säurebasenhaushalt, Untersuchung ............. 3710* Salizylat ................................................ 4177* Salmonellen – Agglutination ....................................... 4574* – Antikörper ............. 4228*, 4229*, 4244*, 4245* – Phagentypisierung ................................ 4581* Salpingektomie ......................................... 1145 Salpingographie ...................................... 5250* – Kontrastmitteleinbringung ......................... 370 Salpingolyse ............................................. 1145 Salpingotomie .......................................... 1145 Samenleiter – operative Wiederherstellung ...................... 1758 – Unterbindung ........................................ 1755 Samstagsgebühr Zuschlag ............................... D Sauerstoffatmung ...................................... 500* Sauerstoffpartialdruck, transkutane Messung ... 614* Sauerstoffsättigung (sO2) .......................... 3692* – blutige oder unblutige Bestimmung ............. 602* Saugapparate-Anwendung ........ 747, 3983*, 3984*, ................................................. 3985*, 3986* Saugbiospie des Dünndarms ......................... 697 Saugdrainagen – Anlegen ............................................... 2015 – Entfernen ............................................. 2007 Saug-Spül-Drainage, Einbringen ................... 2032 Saure Phosphatase .................................. 3599* Säurebasenhaushalt, Untersuchung ............. 3710* Säure-Serum-Test ................................... 3999* Scarf-Osteotomie ...................................... 2297 Sceno-Test ............................................... 857* Schädel – Computertomographie ........................... 5370* – Röntgenuntersuchung ........................ 5090* ff. – Trepanation ........................................... 2515 Schädelhirnverletzung, Operation .................. 2500 Schanzscher Halskrawattenverband ................ 204 Scheide – Fremdkörperentfernung beim Kind .............. 1080 – Tamponade ........................................... 1081 – Vaginoskopie bei einer Virgo ..................... 1062 Scheidenplastik ......................................... 1125 Scheidenriss, Versorgung ............................ 1044 Scheidenseptum, Abtragung ........................ 1098 Schellong-Test ........................................... 600 Schenkelhalsfraktur – Endoprothese ................................2149, 2151 – Osteosynthese ....................................... 2351 Schenkelhernie ......................................... 3285 Schichtaufnahmen ................................... 5290* 883

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Schieloperation ......................................... 1330 Schiene – am Ober- und Unterkiefer ......................... 2698 – Änderung ............................................. 2702 Schienen-/Splintentfernung ....................... A 1430 Schienenverband ........................................ 210 – bei Kieferfraktur ..................................... 2695 Schilddrüse – Operation ....................................2755, 2757 – Punktion ............................................... 319 – Sonographie .......................................... 417 – Szintigraphie ....................................... 5400* Schirmer-Test ........................................... 1209 Schistosomen-Antikörper ...... 4431*, 4436*, 4444*, ................................................. 4452*, 4467* Schlafapnoe-Diagnostik .............................. 659* Schlafentzugs-EEG ...................................... 827 Schlafkrankheit, Antikörper ........................ 4462* Schlafmedizin ..................................... Seite 209 Schleifen der Haut ...................................... 743 – hochtourig ............................................. 755 Schleimbeutel – Exstirpation ........................................... 2405 – Punktion ............................................... 303 Schleimhauttransplantation .......................... 2386 Schlingenbiopsie, endoskopisch .................... 695 Schlingenextraktion von Harnleitersteinen ....... 1815 Schlotterkamm, operative Entfernung ............. 2670 Schlüpfversuch/Parasiten ................ 4756*, 4757* Schlüsselbeinfraktur – Osteosynthese ....................................... 2325 – Reposition ..................................... 205, 2324 Schmerztherapie, Leistungs- und Abrechnungsübersicht ............................. Seite 189 Schnellschnitt-Untersuchung ..................... 4816* Schnittentbindung ..................................... 1032 Schnittserie ............................................ 4811* Schnürfurche an einem Finger ...................... 2041 Schreibgebühren ........................................95 f. Schrittmacher siehe unter Herzschrittmacher Schröpfkopfbehandlung ............................... 747 Schüller/Stenvers-Aufnahme ...................... 5095* Schulterblattfraktur, Reposition ..................... 2326 Schultergelenk, Luxation ............................. 2217 Schulung – eines Asthmatikers, Hypertonikers .............. A 36 – eines Diabetikers ....................................... 33 Schulung Beatmungsmaske s. Leistungskomplex Schutzimpfungen .................................... 375 ff. Schwangerschaft 884

– Erstuntersuchung ...................................... 23 – Konfliktberatung ........................................ 22 – sonographische Untersuchung ................... 415 – weitere Untersuchung ................................. 24 Schwangerschaftsabbruch ........................... 1055 – Beratung ................................................. 22 – Gebührenbemessung .............................. § 5 a – Indikationsstellung .................................... 22 Schwangerschaftstest .................. 3528* f., 4081 f. Schwebelaryngoskopie ............................... 1533 Schweinebandwurm-Antikörper .................. 4462* Schweißtest .............................................. 752 Schwellenwert, Begründungen zur Überschreitung ........................................... § 5 Schwellenwert, Überschreitung ....................... § 5 Schwellkörperinjektionstherapie (SKIT) ............ 253 Scratch-Test .............................................. 388 Sectio caesarea ......................................... 1032 Segmentosteotomie im Kieferbereich ............. 2710 Segmentresektion ................................... 2996 f. Sehne – Durchschneidung ................................... 2072 – freie Transplantation ................................ 2083 – Lösung von Verwachsungen ..................... 2076 – Naht .................................................... 2073 – plastische Ausschneidung ........................ 2064 – Verpflanzung ......................................... 2074 Sehnenbett, operative Herstellung ................. 2082 Sehnenscheide ......................................... 2091 Sehnenscheidenpanaritium – Eröffnung ............................................. 2031 – Spülung ............................................... 2090 Sehnenscheidenstenose .............................. 2084 Sehschärfe .............................................. 1200 Seitenastexstirpation .................................. 2890 Seitenstränge ........................................... 1436 Sekrete ................................................. 3660* Sekretin-Pankreozymin-Evokationstest ......... 4116* Sekundenkapazität ..................................... 608* Selbständige Leistungen, Abrechnung nebeneinander ............................................ § 1 Selen .................................................... 4134* Sequenzierung .............................. 3926*, 4787* Sequenzszintigraphie ................................ 5481* Sequester, Spinalkanal ................................ 2562 Sequestrotomie ......................................... 2651 Serienangiographie .................................. 5300* Serotonin .............................................. 4075* Sensomotorische Entwicklungs-/ Übungsbehandlung .................................... 725*

Stichwortverzeichnis der GOÄ

Shigellen-Agglutination ............................. 4575* Shuntanlage zur Hämodialyse ....................... 2895 Shuntoperation an herznahen Gefäßen ............ 3069 Sialographie ........................................... 5260* Siebbeinzellen ...................................1485, 1487 Sigmoidoskopie – partiell .................................................. 690 – vollständig ............................................. 689 Silastik- oder Silikon-Plombe, Entfernung ........ 1377 Simultan-Impfung ...................................... 378 Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) ................................................ 5486* Skalenoskopie ........................................... 679 Skarifikationstest ........................................ 388 – zur Tumortherapie ................................... 377 Skelett – Röntgendiagnostik ................................ 5000* – Szintigraphie ....................................... 5425* Skelettalter ............................................. 5037* Skin-Expander – Auffüllung ............................................. 265a – Implantation .......................................... 2396 SKIT siehe unter Schwellkörperinjektionstherapie Sklerosierungsbehandlung – Hämorrhoiden ........................................ 764 – Ösophagusvarizen ................................... 691 – Varizen ................................................. 764 Sklerotomie ............................................. 1357 Skelettmuskulatur-Antikörper ....... 3822.H2*, 3848* Somatomedin ......................................... 4060* Somatotropes Hormon (STH) ..................... 4043* Sonntagsgebühr Zuschlag ............................... D Sonographie ........................................... 401 ff. – A-Bild ................................................. A 409 – B-Bild (Real-Time) ................................ 410 ff. – Brustdrüse ............................................. 418 – Duplexverfahren ................................ 401, 424 – fetale Entwicklung ................................... 415 – Herz ..................................................... 422 – transluminal v. Blutgefäßen ........................ 408 – Schilddrüse ............................................ 417 – transkavitär ............................................ 403 – transösophageal ...................................... 402 Spalthauttransplantation ............................. 2382 Spaltlampen – fotographie ........................................... 1252 – mikroskopie .......................................... 1240 Spätpotenzial-EKG .................................... A 658 Spaltung einer Harnröhrenstriktur .............. A 1716 SPECT .................................................. 5486*

Speichel – drüse ................................................... 1520 – fistel .................................................... 1518 – steine .................................................. 1519 Spektralkompensationsmethode ................... 1228 Sperma, morphologische Differenzierung ........ 3663 Spermatozele ........................................... 1761 Spermien – Agglutination ....................................... 3664* – Antikörper ............. 3824*, 3850*, 3875*, 3889* – Mucus-Penetrationstest ......................... 3665* – Zahl und -Motalität ................................ 3667* Spermiogramm ....................................... 3668* Sphingomyelin ........................................ 3782* Sphinkterdehnung ..................................... 3236 Sphinkterotomie ........................................ 3237 Sphinterinsuffizienz .................................... 3239 Spickdrähte, Entfernung ........... 2061, 2063, 2353 f. Spinalanästhesie ..................................... 470 ff. Spinalkanal – Eröffnung ............................................. 2555 – Sequesterentfernung ............................... 2562 – Stenose .......................................2565, 2574 Spiroergometrie ......................................... 606 Spirographie ....................................... 605, 608 – Flussvolumenkurve ................................. 605a Splanchnikusdurchtrennung ......................... 2604 Spondylodese ........................................... 2286 Sprache, Untersuchung .............................. 1555 Sprachaudiometrie ..................................... 1404 Sprachstörungen, Behandlung ...................... 726* Sprachübungsbehandlung .......................... 1559 Spreizspekulum-Untersuchung ...................... 705 Sprunggelenk – Bandnaht .............................................. 2106 – Bandplastik ........................................... 2106 Spüldrainage, Einbringen ............................. 2032 Spülung bei liegender Drainage ..................... 2093 Stammhirntumor ....................................... 2551 Standardtarif ............................................ § 5 b Stanger-Bad .............................................. 554 Stanzen der Haut ........................................ 744 Stapedius-Lautheitstest ............................... 1407 Staphylokokken-Phagentypisierung ............. 4580* Staphylokokkentoxin ...................... 4592*, 4598* Stärkeagar ............................................. 4717* Staroperation ...................................1350, 1374 Stat. Behandlung, Kosten ............................ § 6 a Steigerungsfaktoren s. Steigerungssätze Steigerungssätze ................................. § 5, § 5 b 885

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Steinanalyse – Infrarotspektrometrie .........3672*, 4081*, 4082* – Röntgendiffraktion ................................ 3673* Steißbein – Fistel ................................................... 2293 – Resektion ............................................. 2294 Stellatum-Blockade ..................................... 497 Stereoskopie der Stimmbänder ..................... 1416 Stereotaktische Bestrahlung ....................... 5831* Stereotaktische Operationen ......................... 2560 Sterilisation – bei der Frau ........................................... 1156 – beim Mann ........................................... 1756 Sternalpunktion .......................................... 311 Sternoklavikulargelenk ................................ 2226 Sternotomie ............................................. 3010 Steroidprofil ........................................... 4076* STH ..................................................... 4043* Stichkanalanästhesie ............................. 300, 490 Stimmband – Resektion ............................................. 1540 – Stroboskopische Untersuchung ................. 1416 Stimme ................................................... 1556 Stimmtherapie bei Kehlkopflosen .................. 1558 Stimmübungsbehandlung ............................ 1560 Stirnhöhle – Anbohrung von außen ............................. 1472 – Ausspülung ........................................... 1479 – operative Eröffnung ........................1471, 1485 – Radikaloperation .................................... 1487 – Sondierung ........................................... 1478 Stoßwellenbehandlung ................................ 1860 – orthopädische (ESWT) ............................. 1800 – bei Induratio penis plastica ....................... 1860 – bei Sialithiasis ....................................... 1860 – radiale ................................................. 1860 Stoßwellenlithotripsie ................................. 1860 Stoßwellentherapie, radiale bei orthopäd., chir. und schmerztherap. Indikationen .... 302 analog Strabismus-Prüfung .................................. 1216 Strahlendiagnostik ................................... 5000* Strahleneinrichtung .................................. 5290* Strahlentherapie ...................................... 5800* Strecksehne, Naht ..................................... 2073 Streckverband ........................................... 217 Streifentest im Urin ........................ 3511*, 3652* Streptokokken – B, Antigen ........................................... 4520* – Agglutination ....................4500*, 4572*, 4576* – Antigen .............................................. 4561* 886

Streptokokken-Schnelltest .......................A 4504* Streptomycin .......................................... 4178* Streptozyme-Test .................................... 4234* Stressechokardiographie ............................ A 629 Stroboskopie der Stimmbänder ..................... 1416 Strongyloides-Antikörper ........................... 4462* Strukturierte Schulung ................................ A 36 Strumaresektion ........................................ 2755 Stuhl auf Ausnutzung ......... 3508*, 3509*, A 3660* Stuhluntersuchung auf Blut ......... 94, 3500*, 3650* Stützapparat, Änderung ............................... 2702 Stützvorrichtung im Kieferbereich .................. 2700 subaquales Darmbad ................................... 533 Submandibularis-Ausführungsgang ............... 1510 Subokzipitalpunktion ................................... 305 Subphrenischer Abszess ............................. 3136 Subtraktionsszintigraphie .......................... 5483* Suizidversuch, Intervention ........................... 812 Swan-Ganz-Katheter .............................. 630, 632 Sympathektomie ....................................... 2920 Sympathikusblockade .................................. 497 Syndaktylie, Operation ................................ 2043 Syndesmosenverletzung ............................. 2106 Synechielösung ......................................... 1430 Synovektomie ........................................... 2110 Szintigraphie .......................................... 5400*

T T3-Uptake-Test ....................................... 4029* Taenia solium-Antikörper ........................... 4462* Tamponade ........................................... 1425 f. Tape-Verband ...................................... 206, 207 Tarsaltunnelsyndrom .................................. 2070 Tartrathemmbare saure Phosphatase (PSP) ... 3795* TAT ......................................................... 855 Teilbad, Leitung .......................................... 531 Teilleistung, methodisch notwendige ................ § 4 Teilmassage ............................................. 520* Telekobaltbestrahlung ............................... 5831* Telethermographie ...................................... 624 TEM ....................................................... 3224 Tendosynovektomie ................................... 2091 Tendosynovitis ..................................2076, 2092 TEP, Implantation ...................................... 2151 – Hüfte ................................................... 2151 – Knie .................................................... 2153 TESA ..............................................1114, 1767 Testosteron ............................................ 4042* Teststreifen-Untersuchung ............... 3511*, 3652*

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Testverfahren, orientierend ......... 855*, 856*, 857* Tetanus Antitoxin ..................................... 4234* Tetanus-Impfung .................................. 375, 378 Thallium ................................................ 4197* Theophyllin ..........................................A 3733* Thermodilutionsverfahren ............................. 647 Thermographie .......................................... 623 Thermokoagulation, Portio und Zervix ............ 1084 Thermotherapie .......................................... 535 – Hornhaut .............................................. 1340 Thorakoplastik .......................................... 2953 Thorakoskopie ........................................... 677 Thorakotomie ........................................... 2990 Thorax – Operationen .......................................... 2953 – Röntgendiagnostik ................................ 5135* Thrombektomie – Herz .................................................... 3075 – venöses System ..................................... 2887 Thrombelastogramm ................................ 3957* Thrombennachweis, szintigraphisch ...........5465* f. Thrombin-Antithrombin-Komplex ................ 3958* Thrombinkoagulasezeit ............................. 3959* Thromboplastinzeit (TPZ) .......3530*, 3607*, 3960* Thrombozyten ........................................ 3550* – Aggregation ........................................ 3961* – Ausbreitung ........................................ 3962* – Lebenszeit, nuklearmedizinische Best. ....... 5462* – Thrombozytenzahl ..................... 3506*, 3550* Thrombus-Expression – oberflächliche Beinvenen ........................... 763 – perianal ................................................. 763 Thymidinkinase ....................................... 3910* Thyreoidektomie ...............................2755, 2757 Thyreoglobulin ........................................ 4070* Thyroxin (fT4) freies - ............................... 4023* Thyreoidea stimulierendes Hormon(TSH) .. 4030.H4* Thyreoidektomie ...............................2755, 2757 Thyroxin (T4) – gesamt .............................................. 4031* – bindendes Globulin (TBG) ....................... 3766* – bindungsindex (TBI) .............................. 4029* – bindungskapazität (TBK) ........................ 4029* Tibiakopffraktur, Osteosynthese .................... 2345 Tierversuch ............................................ 4601* TME ....................................................... 3235 Tobramicin ............................................. 4180* Todesfeststellung, Leichenschau ....... 100, 101, 102 Tokographie ............................................. 1001 Tollwut-Virus-Antikörper ................. 4333*, 4361*

Tomographie .......................................... 5290* – computergesteuert (CT) ...................... 5369* ff. Tonometrie .............................................. 1255 – fortlaufend ............................................ 1257 Tonschwellenaudiometrie ............................ 1403 Tonsillektomie .......................................... 1499 – nach Blutung ......................................... 1501 – LTT, RFT ............................................... 1500 Totale Entfernung der Prostata und der Samenblasen ....................................................... A 1870 ff. Totenschein, Ausstellung ............................. 100 Toter – Augapfelentnahme ................................... 104 – Entnahme von Körperflüssigkeit .................. 102 – Herzschrittmacher-Entnahme ..................... 107 – Hornhautentnahme .................................. 105 Toxinnachweis ..................................... 4590* ff. – Gewebekultur ............................ 4542*, 4543* – Versuchstief ........................................ 4601* Toxoplasmose-Antikörper ................4432*, 4437*, ................................................. 4445*, 4453* Toxoplasma-IgG-Antikörper, Avidität ............ 4445* TPA ...................................................... 3911* TPHA-Test ................................... 4232*, 4248* Trabekulotomie ......................................... 1382 Trachealkanüle, Wechsel ............................. 1529 Tracheotomie ............................................ 2751 Tränendrüse ............................................. 1301 Tränenpünktchen ....................................... 1297 Tränensack .............................................. 1299 Tränensackoperation .................................. 1300 – vom Naseninnern aus .............................. 1497 Tränensackphlegmone ................................ 1292 Tränensekretionsmenge .............................. 1209 Tränenwege ........................................... A 7018 – Dehnung usw. ....................................... 1293 – Sondierung bei Kindern ............................ 1294 – Sprengung von Strikturen ......................... 1298 Trainingsdialyse ......................................... 790 Trainingstherapie ....................842 A, 846 A, 558 A Trainingstherapie/Übersicht .................... Seite 255 Transfemorale venöse Blutentnahme ............... 258 Transferrin ............................................. 3575* Transfusion ............................................... 280 Transhepatische Drainage .......................... 5361* transkavitäre Untersuchung .......................... 403 Transkranielle Magnetstimulation ................. A 839 Transkription von RNA .............................. 4782* Transplantation – Haut .................................................... 2380 887

Stichwortverzeichnis der GOÄ

– Hornhaut .............................................. 1346 – Leber ................................................... 3184 – Nerv .................................................... 2591 – Niere ................................................... 1845 Transportbegleitung e.Pat. ........................55, 833 Transurethrale o. perkutane Endopyelotomie, Ureterorenoskopie .................................. A 1863 Trabekulotomie ......................................... 1382 Trepanation – Schädel ................................................ 2515 – Nagel .................................................... 303 Treponema pallidum, mikroskopisch .. 3508*, 3660* TRH-Test ............................................... 4177* Trichiasis, plastische Korrektur ..................... 1304 Trichinelle spiralis-Antikörper ..................... 4462* Trichogramm .......................................... 4860* Trichomonaden – Kultur ................................................ 4762* – mikroskopisch ..................4743*, 4749*, 4765* Trichterbrust, plastische Operation ................. 2960 Triggerpunktanästhesie .............................. 267 f. Triglyceride ............................................ 3565* Trijodthyronin – (fT3), freies ......................................... 4022* – (T3), gesamt ....................................... 4032* Trockenchemie, Zuschlag Praxislabor ........... 3511* Trommelfel